[0001] Die Erfindung betrifft einen Kassentresor mit einer wahlweise von zwei Kassierern
zu bedienenden Tresorbedieneinheit mit nur einer einzigen Banknotenausgabeeinheit.
[0002] Unter einem Kassentresor wird ein Gerät verstanden, welches zum Bezug von Zahlungsmitteln,
insbesondere von Banknoten bestimmt ist. Vorzugsweise sind Kassentresore in den Schalterräumen
von Bankinstituten aufgestellt und stellen nach Eingabe eines Sicherheits-Codes eine
gewünschte Geldmenge zur Verfügung. Je nach Sicherheitsvorkehrungen in den Schalterräumen
ist eine maximal vorgegebene Geldmenge in einem Geldspeicher innerhalb des Kassentresors
eingelagert. Die Kassentresore können nun vom Bankkunden direkt oder von Bankangestellten
bedient werden. Der nachfolgend beschriebene Kassentresor wird wahlweise von zwei
Bankangestellten bedient, könnte aber auch von zwei Bankkunden gleichzeitig bedient
werden.
[0003] In der GB-A 2 026 220 ist ein Kassentresor beschrieben, der von einem links und einem
rechts von ihm stehenden Bankangestellten bedienbar ist. Damit nicht bei nahezu gleichzeitiger
Geldanforderung der beiden Bankangestellten der eine irrtümlicherweise die für den
anderen bereitgestellten Banknoten dem Kassentresor entnimmt, weist die einzige Banknotenausgabeöffnung
in einer vertikalen Wand des Kassentresors einen rechten und einen linken Schieber
auf. Der rechte Schieber wird herausgeschoben, wenn der bereitgestellte Betrag für
den links stehenden Bankangestellten bestimmt ist. Analoges gilt für die linken Schieber.
[0004] Ein weiterer, jedoch gattungsfremder Kassentresor ist aus der US-A 4,854,452 bekannt.
Dieser Kassentresor weist lediglich eine einzige Öffnung auf, welche sowohl zurBanknoteneinwie
auch zur -ausgabe dient. Dieser Kassentresor ist nicht für die Bedienung zweier Kassierer
mit eindeutiger Banknotenzuweisung ausgerüstet und auch nicht ausrüstbar.
[0005] Die Erfindung löst die Aufgabe, einen Kassentresor mit einer ergonomisch ausgebildeten,
designschönen Tresorbedieneinheit mit nur einer einzigen Geldscheinausgabe für zwei
Bankangestellte zu schaffen, bei der eine einwandfreie Zuordnung des für einen der
beiden Bankangestellten bereitgestellten Geldbetrags gegeben ist. Der zweite Bankangestellte
kann auch bei Unachtsamkeit nicht das für den ersten Bankangestellten bereitgestellte
Banknotenbündel ergreifen. Auf Servicefreundlichkeit wurde bei der Ausgestaltung der
Tresorbedieneinheit besonderes Schwergewicht gelegt.
[0006] In der GB-A 2 026 220 ist die Banknotenausgabeöffnung in einer vertikalen Stirnwand
angeordnet; der Kassierer muß somit immer in eine nicht einblickbare Öffnung hineingreifen.
Bei der Erfindung hingegen ist die Ausgabeöffnung der Ausgabeeinheit durch eine zweiteilige
Abdeckung abgedeckt, wobei jeweils die betreffende Teilabdeckung geöffnet wird, welche
dem Bankangestellten am nächsten ist, für den die bereitgestellten Banknoten bestimmt
sind.
[0007] In bevorzugter Weise wird die Abdeckung derart angeordnet, daß im geschlossenen Zustand
der Abdeckung die Ober-, Seitenwände und Kanten der Tresorbedieneinheit optisch ohne
nennenswerten Unterbruch weitergeführt sind.
[0008] Da die Ausgabeöffnung bei geöffneter Teilabdeckung von oben gut einsehbar und nicht
wie bei der GB-A 2 026 220 nur seitlich ertastbar ist, ist ein sicherer Zugriff der
Bankangestellten möglich. Dieser sichere und schnelle Zugriff wird zusätzlich noch
durch die trapezförmige Gestaltung der Ausgabelängsöffnung verbessert.
[0009] Durch die Möglichkeit die Tresorbedieneinheit auf einfache Art und Weise von der
Oberseite der den Geldspeicher beinhaltenden Tresorgrundeinheit zu entfernen, konnte
eine besondere Servicefreundlichkeit bei der Behebung eines eventuell vorkommenden
Banknotenstaus erzielt werden. Die Tresorgrundeinheit weist an ihrer Oberseite nur
einen schmalen Schlitz auf, durch den die Banknoten vom Geldspeicher kommend herausgeschoben
bzw. hineingeschoben werden, um in diesem abgelegt zu werden. D. h. bei abgenommener
Tresorbedieneinheit ist ausreichender Schutz gegen unbefugten Zugriff auf den Banknotenspeicher
gegeben. Die Bereitstellung der Banknoten für die Fördereinrichtung erfolgt im Inneren
des Banknotenspeichers. Servicehandlungen an der Tresorbedieneinheit können somit
ohne Sicherheitsrisiko jederzeit, auch bei Publikumsverkehr in der Schalterhalle,
vorgenommen werden.
[0010] Durch die vorteilhafte Ausgestaltung eines um seine Längsachse schwenkbaren, barrenförmigen
Wegewahlelements für die Banknoten, welches von zwei Längsschlitzen durchzogen ist,
kann eine einfache Führung zur gewünschten Destinationen und Aussortierung der Banknoten
vorgenommen werden. Auch können Anpassungen an unterschiedliche Blechstärken der oberen
Abdeckung der Tresorgrundeinheit einfach vorgenommen werden.
[0011] Durch die Ausgestaltung der Abdeckung der Eingabeeinheit mit einer Hebelanordnung,
welche eine Banknotenandruckplatte senkrecht zu einer Anlageplatte für die Banknoten
verschiebt, ist ein einwandfreies Andrücken der eingegebenen Banknoten während des
Schließens der Abdeckung an eine eine Banknotenvereinzelungsrolle aufweisende Seitenwand
gegeben. Mit nur wenigen mit der Abdeckung zusammenwirkenden mechanischen Elementen
wird das Andrücken und die Freigabe eines Weiterführungsschlitzes für die vereinzelten
Banknoten ausgeführt.
[0012] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Kassentresors anhand
von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Kassentresor in einem Schalterraum mit zwei Dateneingabeeinrichtungen für je
einen Bankangestellten,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer Tresorbedieneinheit des Kassentresors,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch die Tresorbedieneinheit des Kassentresors,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch den Kassentresor,
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch ein Wegewahlelement des Kassentresors, um die Banknoten aus
der Tresorgrundeinheit des Kassentresors in die Ausgabeeinheit der Tresorbedieneinheit
bzw. von deren Eingabeeinheit direkt zu deren Ausgabeeinheit bei fehlerhaften Banknoten
zu leiten, wobei in der hier gezeigten Stellung des Wegewahlelements die Banknoten
von der Eingabeeinheit sowie vom Geldspeicher zur Ausgabeeinheit geleitet werden können,
- Fig. 6
- das in Figur 5 dargestellte Wegewahlelement in einer Stellung, in der die Banknoten von der Eingabeeinheit
in den Geldspeicher geleitet werden können und
- Fig. 7
- einen Längsschnitt durch die Banknoteneingabeeinheit der Tresorbedieneinheit des Kassentresors.
[0013] In
Figur 1 ist ein von zwei Bankangestellten
4a und
4b als Kassier zu bedienender Kassentresor
1 dargestellt. Der Kassentresor
1 ist durch einen Tresen
3 von den Bankkunden getrennt. Die beiden Bankangestellten
4a und
4b stehen rechts und links neben dem Kassentresor
1. Jeder der beiden Bankangestellten
4a und
4b hat ein Terminal
5a bzw.
5b für die datenelektronische Bedienung des Kassentresors
1, zur Durchführung von Abbuchungen, Banknotenaus- und -eingabe, etc.
[0014] Der Kassentresor
1 hat oben eine zu Servicezwecken abnehmbare, in
Figur 2 in größerer Darstellung gezeigte Tresorbedieneinheit
7, deren vorderer Teil
9 getrennt vom hinteren Teil
10 abnehmbar ist, um aus Platzersparnisgründen den Kassentresor
1 teilweise unter den Tresen
3 schieben zu können.
[0015] Auf der Oberseite des hinteren Teils
10 der Tresorbedieneinheit
7 ist eine Ausgabeeinheit
11 und eine Eingabeeinheit
39 für Banknoten angeordnet. Die Ausgabeeinheit
11 ist mit einer zweiteiligen Abdeckung
13a und
13b vollständig verschließbar. Die rechte Teilabdeckung
13a ist von der linken
13b unabhängig aufmachbar und schließbar. In
Figur 1 ist die rechte Abdeckung
13a geschlossen und die linke Teilabdeckung
13b geöffnet dargestellt. Der auf der linken Seite des Kassentresors
1 stehende Bankangestellte
4b hat von oben links freien Zugriff zu dem in der Ausgabeeinheit
11 für die Ausgabe bereitgestellten Banknotenbündel
12. Da die rechte Teilabdeckung
13a der Ausgabeeinheit
11 geschlossen ist, hat der auf der rechten Seite des Kassentresors
1 stehende Bankangestellte
4a keinen Zugriff in die Ausgabeeinheit
11 hinein.
[0016] In
Figur 2 ist zum besseren Verständnis die linke Teilabdeckung
13 vollständig geschlossen und die rechte Teilabdeckung
13a teilweise geöffnet dargestellt. Eine teilweise Öffnung ist im Betrieb nicht vorgesehen.
Mit der Darstellung in
Figur 2 soll nur die Funktion der Teilabdeckungen
13a und
13b sowie deren Zweiteiligkeit gezeigt werden.
[0017] Die Ausgabeeinheit
11 ist aus ergonomischen Gründen als horizontal quer verlaufende trapezförmige Längsöffnung
mit offenen Stirnseiten oben auf der Tresorbedieneinheit
7 ausgebildet. Die Abdeckung der Tresorbedieneinheit
7 reicht aus gestalterischen Gründen knapp über die Oberkante einer Tresorgrundeinheit
15. In der Tresorgrundeinheit
15 ist ein in
Figur 4 angedeuteter Banknotenspeicher
35 angeordnet.
[0018] Die Tresorbedieneinheit
7 ist mittels einer in
Figur 3 dargestellten Halteeinheit
17 abnehmbar auf der Tresorgrundeinheit
15 gehalten. Der freie Abstand der Halteeinheit
17 von einer oberen Wandung
23 der Tresorgrundeinheit
15 richtet sich nach der Dicke dieser Wandung
23. Diese Dicke kann je nach geforderten Sicherheitsauflagen des Bankinstitutes unterschiedlich
sein. Aufgrund dieser unterschiedlichen Dicken muß der Abstand der Halteeinheit
17 von der Innenseite der Wandung
23 bzw. von einer zur Innenseite in einem wohl definierten Abstand angeordneten Referenzplatte
24 bei der Montage des Kassentresors
1 exakt eingestellt werden, damit eine einwandfrei Banknotenübergabe vom Banknotenspeicher
35 zur Tresorbedieneinheit
7 erfolgen kann. Zur Höheneinstellung der Halteeinheit
17 werden vier zylinderförmige Montagebolzen
19 (es sind nur zwei in
Figur 3 sichtbar) bei aus der Tresorgrundeinheit
15 herausgezogenem Banknotenspeicher
35 verwendet. Die Montagebolzen
19 weisen einen verbreiterten Oberteil
20 auf. Sie werden mit ihrem dünnen Querschnitt zuerst durch eine Durchgangsbohrung
18a in der Wandung
23 und einer Durchgangsbohrung
18b in der Referenzplatte
24 gesteckt. Die Montagebolzen
19 ruhen nun auf ihrem Übergang vom dünnen Querschnitt zum dickeren Oberteil
20 auf dem Bohrlochrand der Referenzplatte
24. Über jeden Oberteil
20 wird nun eine Distanzhülse
26 gesteckt. Die Höhe der Distanzhülse
26 ist ein Maß für den Abstand der Halteeinheit
17 von der Tresorwandung
23, d. h. von der Referenzplatte
24. An den mit der Bezugszahl
25 bezeichneten Stellen sind auf der Wandung
23 nicht dargestellte Gewindebolzen angeordnet. Es werden insgesamt vier Gewindebolzen
verwendet. Auf diesen Gewindebolzen wird nun eine ebenfalls nicht dargestellte erste
Mutter aufgeschraubt. Nun wird die Halteeinheit
17 auf die Montagebolzen
19 gesetzt. Sie ruht nun auf der oberen Stirnseite der Distanzhülsen
26. Die ersten Muttern auf den Gewindebolzen an der Stelle mit der Bezugszahl
25 werden von der Seite des Kassentresors
1 aus mit einem Steckschlüssel soweit nach oben geschraubt bis der Boden der Halteeinheit
17 gerade auf ihnen aufliegt, ohne von der oberen Stirnseite der Distanzhülsen
26 abzuheben. Anschließend wird die Halteeinheit
17 wieder abgenommen, die Montagebolzen
19 mit aufgesteckter Distanzhülse
26 entnommen und die Halteeinheit
17 wieder auf die ersten Muttern auf den Gewindebolzen an den Stellen 25 aufgesetzt.
Eine an den Stellen
25 in
Figur 3 dargestellte zweite Mutter wird auf die Gewindebolzen aufgeschraubt und gegen die
erste verspannt. Die Halteeinheit
17 ist nun in richtiger horizontaler und vertikaler Lage zur Tresorgrundeinheit
15 montiert. Die richtige horizontale Lage ergibt sich durch die Position von für die
Gewindebolzen im Boden der Halteeinheit
17 bestimmten (nicht dargestellten) Durchgangsbohrungen. Die Position der aufsteckbaren
Tresorbedieneinheit
7 zur Halteeinheit
17 wird über drei Paßstifte
21 festgelegt, von denen nur zwei in
Figur 3 dargestellt sind. Nach Entnahme der Montagebolzen
19 kann auch der Banknotenspeicher
35 wieder eingefahren werden, da diese nicht mehr in dessen Freiraum anwesend sind.
[0019] Jede der Abdeckungen
13a und
13b ist durch ein an seinen Seiten angreifendes Reibrad
27 zum Öffnen und Schließen horizontal verschiebbar. Jedes der Reibräder
27 wird durch einen sie federnd gegen die betreffende Abdeckung drückenden Elektromotor
29 angetrieben. Jeder Elektromotor
29 wird über eine (nicht dargestellte) Treiberstufe von einem mit den Terminals
5a und
5b verbundenen (nicht dargestellten) Computer gesteuert. Jede Abdeckung
13a und
13b ist an ihrer unteren Seite mit zwei Führungselementen
31a und
31b an einer an der Halteeinrichtung
17 angeordneten Führungsschiene
33 horizontal verschiebbar gelagert.
[0020] Eine schematische Querschnittsdarstellung durch den gesamten Kassentresor
1 ist in
Figur 4 dargestellt. Aus dem in der Tresorgrundeinheit
15 angeordneten Banknotenspeicher
35 werden die Banknoten mit einer Fördereinrichtung
36 zur Tresorbedieneinheit
7 nach oben transportiert und dort von einem Ablagerad
37 in der Ausgabeeinheit
11 unter Bildung des Bündels
12 abgelegt. Banknoten, welche in eine Eingabeeinheit
39 in der Tresorbedieneinheit
7 eingegeben werden, werden, wenn sie fehlerhaft sind, nach Prüfung durch eine (nicht
dargestellte) Prüfeinheit zur Ausgabeeinheit
11 transportiert oder falls sie fehlerfrei sind, mit der Fördereinrichtung
36 im Banknotenspeicher
35 abgelegt. Ein Banknotenspeicher dieser Art mit den dazugehörenden Fördereinrichtungen
ist z. B. in der EP-A 0 290 731 beschrieben.
[0021] Die Wegewahl der Banknoten erfolgt mit einem in den
Figuren 5 und
6 dargestellten Wegewahlelement
41. Das Wegewahlelement 41 ist ein um seine Längsachse
43 mit einem (nicht dargestellten) Antrieb drehbarer Kreiszylinder. Der Kreiszylinder
ist von zwei axial verlaufenden Längsschlitzen
45a und
45b durchzogen. Die Längsschlitze
45a und
45b durchtrennen den Kreiszylinder unter Bildung von drei Zylinderlängsteilstücken
47a, 47b und
47c, welche in nicht dargestellter Weise jeweils am Zylinderboden und/oder - kopf mechanisch
zusammengehalten sind.
[0022] Die beiden Längsschlitze
45a und
45b sind an einer Stelle des Zylindermantels unter Bildung eines geschwungenen V's zusammengeführt.
Die Enden der V-Schenkel der Längsschlitze
45a und
45b sind im Querschnitt trichterförmig erweitert, um einen guten Einlauf der Banknoten
zu gewährleisten.
[0023] In
Figur 5 befindet sich das Wegewahlelement
41 in einer Stellung, in der Banknoten, kommend von der Eingabeeinheit
39 - angedeutet durch einen Pfeil mit der Bezugszahl
39 - geführt von den Führungsrollen
49a und
49b und zusätzlich geleitet durch Einlaufshilfselemente
51a und
51b in den Längsschlitz
45a eingeführt werden und diesen dann in Richtung Ausgabeeinheit
11 verlassen. Die Führung zur Ausgabeeinheit
11 erfolgt über trichterförmig angeordnete Leitbleche
53a und
53b und einen Bandförderer, wobei nur dessen Rollen
55a und
55b dargestellt sind. Die Banknoten werden von der Eingabeeinheit
39 wieder zur Ausgabeeinheit
11 transportiert, wenn die Banknoten von einer nicht dargestellten Prüfeinheit als nicht
der Norm entsprechend beurteilt werden. Auf die lineare Förderung der Banknoten wird
nicht weiter eingegangen, da lineare Banknotenförderungen bekannt sind.
[0024] Aus dem Banknotenspeicher
35 werden die Banknoten mit einer nicht näher beschriebenen Bandfördereinrichtung
36 durch den Schlitz
22 in der oberen Tresorwand der Tresorgrundeinheit
15 und durch den Längsschlitz
45b im Wegwahlelement
41 hindurch ebenfalls zur Ausgabeeinheit
11 transportiert.
[0025] Sollen die Banknoten von der Eingabeeinheit
39 in den Banknotenspeicher
35 transportiert werden, so wird das Wegewahlelement
41 derart geschwenkt, daß die trichterförmige Öffnung des Längsschlitzes
45b, wie in
Figur 6 dargestellt, von der Eingabeeinheit
39 kommende Banknoten aufnehmen kann.
[0026] Der Vorteil des kompakt als Kreiszylinder ausgebildeten Wegewahlelements
41 liegt in seiner einfachen Gestaltung und damit Störunempfindlichkeit gegenüber Wegewahlelementen,
welche aus einer Vielzahl von als Weichen ausgebildeten Umlenkblechen zusammengesetzt
sind. Das Wegewahlelement
41 kann als "Dreiwegeventil" für blattförmiges Gut bezeichnet werden. Dieses Wegewahlelement
41 kann nicht nur bei der Auswahl von Förderwegen bei Banknoten eingesetzt werden, es
läßt sich auch bei anderen blattförmigem Gut zur Auswahl verschiedener Transportwege
einsetzen. Es kann überall dort verwendet werden, wo schnelle Sortieranweisungen befolgt
werden müssen. Die Schnelligkeit des Umschaltens richtet sich nur nach dem Trägheitsmoment
des Wegewahlelements, welches sich u. a. durch die Wahl des Gewichts (insbesondere
durch die Wahl des verwendeten Materials) und dem Zylinderdurchmesser beeinflussen
läßt. Der verwendete Durchmesser hängt einerseits von der Steifigkeit des Materials
ab - steife Blattmaterialien benötigen einen größeren Durchmesser - und andererseits
von der Anzahl Verzweigungspunkte. Anstelle von zwei Längsschlitzen kann nur ein einziger
oder auch mehrere verwendet werden. Auch können die Zylinderlängsteilstücke hohl sein.
Es kann auch nur ein "Gerippe" der Führungen
45a und
45b verwendet werden.
[0027] Die Eingabeeinheit
39, wie sie in
Figur 7 dargestellt ist, ist mit einem aufklappbaren Deckel
57 als Abdeckung verschließbar. Die geöffnete Deckelstellung ist in
Figur 7 gestrichelt und der geschlossene Deckel
57 ausgezogen dargestellt. Der Deckel
57 ist um das Deckelscharnier
59 in einer Seitenwand
61 der Eingabeeinheit
39 schwenkbar angeordnet. Am Deckel
57 ist ein gerader Hebel
63 schwenkbar gelagert, der am seinem Lager
64 abgewandten Endbereich
66 von der Geraden weg kreisbogenförmig gebogen ist und dort eine gebogenen Führungsnut
65 aufweist. An der Seitenwand
61 ist ein gerader Hebel
67 mit einem Schwenklager
69 schwenkbar befestigt. Der Hebel
67 ist in seinem dem Schwenklager
69 abgewandten Endbereich
71 mit einem zum Hebelende offenen Schlitz
73 versehen. Oberhalb des Schlitzgrunds ist ein Nocken
75 angeordnet, der in die Führungsnut
65 des Hebels
63 greift. In den Schlitz
73 greift ein rechteckiger Nocken
77 einer Banknotenandruckplatte
79 an. Der Nocken
77 ist in einem Längsschlitz
81 einer mit der Seitenwand
61 fest verbundenen Platte
82 geführt. Der Längsschlitz
81 verläuft senkrecht zu einer um ein Lager
83 in der Seitenwand
61 schwenkbaren Anlageplatte
84, gegen die die Banknoten mit der Banknotenandruckplatte
79 andrückbar sind. Durch die rechteckige Ausgestaltung des Nockens
77 ist die Banknotenandruckplatte
79 lagestabil verschiebbar. Der Hebel
67 wird mit einer an der Anlagewand
84 befestigten Feder
85 vorgespannt und zieht somit die Banknotenandruckplatte
79 in Richtung auf die Anlageplatte
84. Die Anlageplatte
84 wird mit einer Feder
87 gegen einen Anschlag
89 gedrückt. Die Anschlagplatte
84 weist eine Ausnehmung
91 auf, in der eine Rolle
92 zum Vereinzeln der an sie anzudrückenden Banknoten angeordnet ist. Der Deckel
57 weist eine Nase
93 auf, welche derart angeordnet ist, daß bei geschlossenem Deckel
57 die Anlageplatte
84 gegen die Kraft der Feder
87 weggedrückt wird und einen Schlitz
95 freigibt, durch den die Rolle
92 die Banknoten vereinzelt zur Verarbeitung durch die Prüfeinheit und anschließender
Abspeicherung bzw. Ausgabe schiebbar sind.
[0028] Durch die Bewegung des Deckels
57 von der Öffnungslage zur Schließlage werden die in die Eingabeeinheit
39 eingelegten Banknoten gegen die Anlageplatte
84 angepreßt, wobei der Anpreßvorgang durch die immer parallel zur Oberfläche der Anlageplatte
84 stehende Banknotenandruckplatte
79 mit einer Preßkraft immer senkrecht zur Oberfläche der Andruckplatte vorgenommen
wird. Die Parallelität zwischen Banknotenandruckplatte
79 und Anlageplatte
84 bezieht sich auf die Lage der Anlageplatte
84 in ihrer durch die Nase
93 ausgelenkten Position. Ferner wird erst bei Schließung des Deckels
57 der Schlitz
95 freigegeben, durch den dann die Banknoten vereinzelt geführt werden. Der Abstand
der Banknotenandruckplatte
79 zur Anlageplatte
84 bei geschlossenem Deckel
57 ist durch die Dicke des Banknotenbündels
12 bestimmt.
[0029] Anstelle eines einzigen Schlitzes
22 durch die obere Wandung der Tresorgrundeinheit
15 können auch, wie bereits oben erwähnt, zwei voneinander getrennte Schlitze
22a/b angebracht werden, wobei dann durch den einen Schlitz die Banknoten in den Banknotenspeicher
eingebracht und durch den anderen herausbefördert werden.
[0030] Anstelle die Fördereinrichtung
36 durch den einzigen Schlitz
22 hindurchzuschieben, kann auch der Schlitz so schmal gemacht werden, daß nur einzelne
Banknoten durchschiebbar sind. In diesem Fall darf jedoch die obere Wandung der Tresorgrundeinheit
15 eine Dicke von
15 mm nicht überschreiten, da ansonsten ein einwandfreies Durchschieben nicht mehr gegeben
ist.
1. Kassentresor (1) mit nur einer einzigen wahlweise von zwei Kassierern (4a, 4b) zu bedienenden Banknotenausgabeeinheit (11) einer Tresorbedieneinheit (7), und einer Banknoteneingabeeinheit (39), und gekennzeichnet durch eine zweiteilige Abdeckung (13a, 13b) der Banknotenausgabeeinheit (11), mit der deren Ausgabeöffnung verschließbar ist und zur Banknotenausgabe jeweils
nur der Öffnungsteil der Banknotenausgabeeinheit (11) durch jeweils eine der Teilabdeckungen (13a, 13b) der zweiteiligen Abdeckung freigebbar ist, welche dem betreffenden gerade bedienenden
Kassierer (4a, 4b) benachbart ist.
2. Kassentresor (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeeinheit (11) an der Oberseite des Kassentresors (1) angeordnet ist und von den Kassierern (4a, 4b) von oben links bzw. oben rechts bedienbar ist.
3. Kassentresor (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeöffnung der Ausgabeeinheit (11) als horizontal verlaufende, bevorzugt als trapezförmige Längsöffnung mit offenen
Stirnseiten ausgebildet ist.
4. Kassentresor (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckungen (13a, 13b) horizontal und senkrecht zur Längsöffnung verschiebbar sind sowie eine dem Querschnitt
der Längsöffnung entsprechende Ausnehmung aufweisen.
5. Kassentresor (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tresorbedieneinheit (7) von der, einen Banknotenspeicher (35) beinhaltenden Tresorgrundeinheit (15) des Kassentresors (1), in bevorzugter Weise ohne Verwendung von Werkzeugen abnehmbar und die der Tresorbedieneinheit
(7) benachbarte Oberseite der Tresorgrundeinheit (15) bis auf wenigstens einen Schlitz voilständig geschlossen ist, der bzw. die so schmal
ausgebildet ist bzw. sind, daß lediglich einzelne Banknoten aus bzw. zu dem Banknotenspeicher
(35) hindurch beförderbar sind.
6. Kassentresor (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein um seine Längsachse (43) drehbares, barrenförmiges Wegewahlelement (41), welches von wenigstens einem Längsschlitz (45a, 45b) durchzogen ist, damit die Banknoten wahlweise von einer Banknoteneingabeeinheit (39) kommend in Richtung zum Banknotenspeicher (35) in der Tresorgrundeinheit (15) oder zur Ausgabeöffnung der Ausgabeeinheit (11) oder vom Banknotenspeicher (35) kommend zur Ausgabeöffnung führbar sind.
7. Kassentresor (1) nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch zwei Längsschlitze (45a, 45b), welche unter Bildung eines im Querschnitt senkrecht zur Längsachse (43) des Wegewahlelements (41) geschwungenen V's zusammengeführt und in bevorzugter Weise einen trichterförmigen
Einlauf aufweisen.
8. Kassentresor (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine aufklappbare Abdeckung (57) zum Verschließen der Eingabeöffnung der Eingabeeinheit (39), eine Anlageplatte (84), an welche die Banknoten nach der Eingabe zum Vereinzeln durch eine zweiarmige Hebelanordnung
(63, 67), deren eine Hebel (63) an der Abdeckung (57) gelagert ist, bei geschlossener Abdeckung (57) andrückbar sind, eine Banknotenandruckplatte (79) zum Zusammendrücken der Banknoten sowie wenigstens ein Führungselement (91) für die Banknotenandruckplatte (79), mit dem die Banknotenandruckplatte (79) senkrecht zur Anlageplatte (84) während des Schließvorgangs der Abdeckung führbar ist.
1. A cashier's safe (1) having a safe operating unit (7) with only a single banknote
dispensing unit (11) for selective use by two cashiers (4a, 4b), and a banknote receiving
unit (39), characterised by the banknote dispensing unit (11) having a two-part cover
(13a, 13b) by which a dispensing opening thereof can be closed, and, for dispensing
banknotes, only the opening part of the banknote dispensing unit (11) can be uncovered
by that one of the cover parts (13a, 13b) of the two-part cover which is adjacent
to the relevant cashier (4a, 4b) using the cashier's safe at the time.
2. A cashier's safe (1) according to claim 1, characterised in that the dispensing unit
(11) is arranged on the upper side of the cashier's safe (1) and can be used by the
cashiers (4a, 4b) from top left or top right.
3. A cashier's safe (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the dispensing
opening of the dispensing unit (11) is constructed in the form of a horizontally extending,
preferably trapezoidal, elongate opening with open sides.
4. A cashier's safe (1) according to claim 3, characterised in that the covers (13a,
13b) are displaceable horizontally and transversely relative to the elongate opening
and have a recess corresponding to the cross-section of the elongate opening.
5. A cashier's safe (1) according to any one of claims 1 to 4, characterised in that
the safe operating unit (7) is removable, preferably without the use of tools, from
the safe base unit (15) of the cashier's safe (1), which base unit (15) contains a
banknote store (35), and the upper side of the safe base unit (15), adjacent to the
safe operating unit (7), is completely closed except for at least one slot which is
so narrow that only single banknotes can be conveyed therethrough from or to the banknote
store (35).
6. A cashier's safe (1) according to any one of claims 1 to 5, characterised by a bar-shaped
route-selecting element (41) which is rotatable about its longitudinal axis (43) and
through which at least one longitudinal slot (45a, 45b) extends so that the banknotes
can be conveyed selectively, when coming from a banknote receiving unit (39), in a
direction towards the banknote store (35) in the safe base unit (15) or towards the
dispensing opening of the dispensing unit (11) or, when coming from the banknote store
(35), towards the dispensing opening.
7. A cashier's safe (1) according to claim 6, characterised by two longitudinal slots
(45a, 45b) which are brought together to form in cross-section perpendicular to the
longitudinal axis (43) of the route-selecting element (41) a curved "V" and which,
preferably, have a funnel-shaped inlet.
8. A cashier's safe (1) according to any one of claims 1 to 7, characterised by a hinged
cover (57) for closing the receiving opening of the receiving unit (39), a support
plate (84) against which, when the cover (57) is closed, the banknotes can be pressed,
after insertion, for separation by a two-armed lever arrangement (63, 67) one lever
(63) of which is mounted on the cover (57); a banknote pressing plate (79) for pressing
the banknotes together, and at least one guide element (91) for the banknote pressing
plate (79) with which the banknote pressing plate (79) can be guided at right angles
to the support plate (84) during closing of the cover.
1. Guichet à coffre-fort (1), comprenant dans une unité d'actionnement de coffre-fort
(7) une unité de distribution de billets (11) qui peut être actionnée sélectivement
par un seul de deux caissiers (4a, 4b), et une unité d'entrée de billets (39), caractérisé
par une couverture en deux parties (13a, 13b) de l'unité de distribution de billets
(11), au moyen de laquelle son ouverture de distribution peut être refermée, et en
vue de la distribution de billets seule la partie d'ouverture respective de l'unité
de distribution de billets (11) peut être libérée respectivement par celle des couvertures
partielles (13a, 13b) de la couverture en deux parties qui est voisine du caissier
concerné (4a, 4b) qui l'actionne à ce moment.
2. Guichet à coffre-fort (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité
de distribution (11) est agencée à la face supérieure du guichet à coffre-fort (1),
et est susceptible d'être actionnée par les caissiers (4a, 4b) depuis en haut à gauche
et depuis en bas à droite.
3. Guichet à coffre-fort (1) selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que l'ouverture de distribution de l'unité de distribution (11) est réalisée
sous forme d'une ouverture oblongue horizontale, de préférence sous forme trapézoïdale,
présentant des faces frontales ouvertes.
4. Guichet à coffre-fort (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les couvertures
(13a, 13b) sont susceptibles d'être coulissées horizontalement et perpendiculairement
par rapport à l'ouverture oblongue, et présentent un évidement correspondant à la
section de l'ouverture oblongue.
5. Guichet à coffre-fort (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que l'unité d'actionnement de coffre-fort (7) est susceptible d'être enlevée, de préférence
sans utilisation d'outils, depuis l'unité de base de coffre-fort (15) du guichet à
coffre-fort (1), laquelle contient une réserve à billets (35), et en ce que la face
supérieure, voisine de l'unité d'actionnement (7), de l'unité de base de coffre-fort
(15) est entièrement refermée, à l'exception d'au moins une fente, laquelle est réalisée
aussi étroite que seuls des billets individuels sont susceptibles de passer à travers
celle-ci depuis ou vers la réserve à billets (35).
6. Guichet à coffre-fort (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par un
élément sélecteur de voie, en forme de barre et en rotation autour de son axe longitudinal
(43), ledit élément étant traversé par au moins une fente oblongue (45a, 45b), afin
que les billets puissent être menés, en provenance d'une unité d'entrée de billets
(39) au choix en direction vers la réserve à billets (35) dans l'unité de base de
coffre-fort (15) ou vers l'ouverture de distribution de l'unité de distribution (11),
ou bien en provenance de la réserve à billets (35) en direction vers l'ouverture de
distribution.
7. Guichet à coffre-fort selon (1) selon la revendication 6, caractérisé par deux fentes
longitudinales (45a, 45b), qui sont regroupées en formant un V basculé en section
transversale perpendiculaire à l'axe longitudinal (43) de l'élément sélecteur de voie
(41), et qui présentent de façon préférée une entrée en forme d'entonnoir.
8. Guichet à coffre-fort (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par un
couvercle rabattant (57) pour refermer l'ouverture d'entrée de l'unité d'entrée (39),
par une plaque d'appui (84), sur laquelle les billets peuvent être pressés après leur
entrée en vue de leur séparation tandis que le couvercle (57) est fermé, par un agencement
de levier à deux bras (63, 67) dont l'un des leviers (63) est monté sur le couvercle
(57), et par une plaque de pressage de billets (79) pour presser ensemble les billets,
ainsi que par au moins un élément de guidage (91) pour la plaque de pressage de billets
(79), au moyen duquel la plaque de pressage de billets (79) peut être guidée perpendiculairement
à la plaque d'appui (84) pendant l'opération de fermeture du couvercle.