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EP 0 646 333 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.1998 Patentblatt 1998/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.09.1994 |
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Befestigungssystem für ein Gesichtsschutzschild und/oder Gehörschutzmuscheln an einem
Arbeitshelm
Device for mounting a protective face guard and/or protective earcups on a protective
helmet
Dispositif pour fixer un écran facial protecteur et/ou des coupelles de protection
des oreilles sur un casque de protection
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI SE |
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Priorität: |
30.09.1993 CH 2942/93
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.04.1995 Patentblatt 1995/14 |
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Patentinhaber: Artilux Herzig AG |
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CH-4410 Liestal (CH) |
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Erfinder: |
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- Herzig, Kurt
CH-4410 Liestal (CH)
- Herzig, Hugo
CH-4402 Frenkendorf (CH)
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| (74) |
Vertreter: Ullrich, Gerhard, Dr. et al |
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A. Braun, Braun Héritier Eschmann AG
Holbeinstrasse 36-38 4051 Basel 4051 Basel (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 532 483 DE-A- 2 719 503 GB-A- 2 015 868 US-A- 4 124 902
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WO-A-86/03656 FR-A- 2 338 005 GB-A- 2 050 148 US-A- 4 305 160
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein an einem Schutzhelm beidseitig vorgesehenes Befestigungssystem
zur verstellbaren Halterung von einem Gesichtsschutzschild und/oder Gehörschutzmuscheln
gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 1.
[0002] Es gibt viele Arbeitsbereiche, wo ein Schutzhelm mit zusätzlichem Gehör- und/oder
Gesichtsschutz zu tragen ist, so häufig im Baugewerbe oder in der Forstwirtschaft
bei Betrieb von Motorsägen. Das persönliche Schutzbedürfnis der tätigen Personen selbst
sowie Vorschriften verlangen, dass Schutzhelme, die mit den genannten Schutzeinrichtungen
kombiniert getragen werden können, zur Verfügung stehen. Hierbei kommt es nicht nur
auf blosse Zweckerfüllung, sondern auch auf Trag- und Bedienungskomfort an. Damit
der Schutzhelm und der Gehör- sowie Gesichtsschutz nicht separat aufgesetzt, getragen
und gehandhabt werden mussten, kamen alsbald Konstruktionen auf den Markt, womit die
zusätzlichen Schutzeinrichtungen am Helm befestigt wurden.
[0003] Bekannt ist eine Halterung, die beidseits des Schutzhelmes mittels einer Schraubverbindung,
die durch dessen Wandung hindurchgeht, am Helm fixiert wird (DE-A-22 60 311; DE-U-73
35 724). Nachteilig bei dieser Konstruktion ist neben dem erhöhten Fertigungsaufwand
eine oftmals unzulässige Schwächung der Helmschale infolge der beiden Durchgangsbohrungen,
und ein zu tragender Sichtschutz müsste separat angelegt werden.
[0004] Ferner bekannt ist ein Halterahmen, der den Rand eines Schutzhelmes umgibt und an
welchem Gesichts- sowie Gehörschutz anmontiert sind (DE-U-75 23 571). Bei dieser Ausführung
wird zwar das Durchbohren der Helmschale vermieden, die Konstruktion ist jedoch sehr
aufwendig und die Handhabung der Kopfschutzelemente - Helm, Gesichts- und Gehörschutz
- in der Kombination gestaltet sich umständlich.
[0005] Auch wurden Klemmteile entwickelt, die am Helmrand zu fixieren sind, wobei die Klemmteile
Tragbügel für die Gehörschutzmuscheln aufnehmen (DE-U-74 15 619; DE-C-27 05 348).
Diese Klemmteile sind relativ einfach in ihrem konstuktiven Aufbau, aber sie sind
nur geeignet, einen Tragbügel zu haltern. Die gleichzeitige Ankopplung eines Gesichts-
und eines Gehörschutzes ist nicht möglich.
[0006] In der EP-A-0 532 483 wird eine Halterung an einem Helm offenbart, die ebenfalls
nur für ein hoch- bzw. abschwenkbares Gesichtsschutzschild geeignet ist, nicht aber
zugleich auch für Gehörschutzmuscheln. Das Gesichtsschutzschild wird von zwei Tragbügeln
gehaltert. Ein Ende jedes Tragbügels ist am Gesichtsschutzschild befestigt, während
am anderen Bügelende ein Lagerzapfen vorgesehen ist. Dieser Lagerzapfen ist in einer
dreieckigen Öse geführt und kann darin drei verschiedene, arretierte Positionen einnehmen.
[0007] Die US-A-4 124 902 beschreibt eine Halterung an einem Schutzhelm sowohl für ein Gesichtsschutzschild
als auch Gehörschutzmuscheln. Am Schutzhelm sind zwei Halterungen vorhanden, wobei
in jeder Halterung ein Tragbügel für das Gesichtsschutzschild und ein Haltebügel für
die jeweilige Gehörschutzmuschel fixiert sind. Die Halterung besteht aus mehreren
komplizierten Formteilen mit einer feinen Verzahnung und einer Spannschraube, wodurch
sich ein hoher Herstellungsaufwand ergibt. Für das Einsetzen des Gesichtsschutzschilds
und/oder der Gehörschutzmuscheln muss man die Halterungen teilweise demontieren. Konstruktiver
Aufbau und Montage machen die Halterungen im Gebrauch störanfällig, was sich bei rauheren
Einsatzbedingungen, wie sie z.B. bei Waldarbeiten auftreten, besonders negativ auswirkt.
[0008] Die soweit bekannten Befestigungsvorrichtungen an Arbeitshelmen zur Fixierung von
Gesichts- und Gehörschutzelementen können allesamt nicht als optimal bewertet werden.
Daher verfolgt die Erfindung die Zielstellung, ein Befestigungssystem zu schaffen,
an welchem sowohl die Tragbügel für einen Sichtschutz, als auch die Haltebügel für
Gehörschutzmuscheln gleichzeitig ankoppelbar sind. Die Handhabung der Kopfschutzelemente
muss sich einfach und sicher gestalten. Auch im Elektrobereich soll das gesamte Schutzsystem
einsetzbar sein. Ferner muss die Befestigungsvorrichtung von einer gewissen Robustheit
und hinlänglich gegen Verschmutzung geschützt sein. Zudem muss der konstruktive Aufbau
eine kostengünstige Herstellung erlauben. Für besondere Anwendungsfälle, wo dies ausreichend
ist, soll das Befestigungssystem bei reduziertem Konstruktionsaufwand nur die Aufnahme
eines Gesichtsschutzschildes oder von Gehörschutzmuscheln erlauben.
[0009] Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemässe System gelöst, wie es im unabhängigen
Patentanspruch 1 definiert ist. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den
abhängigen Patentansprüchen.
[0010] Zunächst wird vom Hauptanwendungsfall ausgegangen, nämlich, dass das Befestigungssystem
für die Halterung sowohl des Gesichtsschutzschildes als auch von Gehörschutzmuscheln
ausgelegt ist. Das neuartige Befestigungssystem bietet gegenüber dem bisherigen Stand
der Technik erhebliche Vorteile. Der Gebrauch eines mit diesem Befestigungssystem
ausgestatteten Schutzhelmes gestaltet sich vorteilhaft. Die relativ kleine, kompakte
und gewichtsverminderte Bauweise sowie die Funktion des Systems führt zu einem optimalen
Anpressdruck der Gehörschutzmuscheln im an die Ohren angeklappten Zustand, zu einer
verbesserten Abklappbarkeit - auf Abstand zu den Ohren - und Schwenkbarkeit in Richtung
des Hinterkopfes. Ebenso verbessert sich die Schwenkbarkeit des Gesichtsschutzschildes
zwischen den beiden Endlagen "abgesenkt - das Gesicht abschirmend" und "angehoben
- das Gesicht freigebend". Der konstruktive Aufbau des Befestigungssystems ermöglicht
eine ausgewogene Masseverteilung der angesetzten Schutzvorrichtungen, so dass deren
stabile Positionierung in der jeweiligen Schwenklage gewährleistet ist und für den
Helmträger keine, spürbaren Belastungsveränderungen entstehen. Das System weist keinerlei
Metallteile auf, so dass ein damit bestückter Schutzhelm auch bei Elektroarbeiten
eingesetzt werden kann. Die Halte- bzw. Tragbügel für die Gehörschutzmuscheln und
das Gesichtsschutzschild müssen nicht mehr nach linken und rechten Teilen unterschieden
werden. In der Regel wird der Schutzhelm sowohl mit den angesetzten Gehörschutzmuscheln
als auch dem Gesichtsschutzschild benutzt, zum Beispiel bei Waldarbeiten mit Motorsägen.
Für Arbeitsbereiche, wo diese Kombination nicht erforderlich ist, kann mit einem Handgriff
die nicht benötigte Schutzvorrichtung weggeschwenkt werden. Das Befestigungssystem
ist durch seinen kapselartigen Aufbau bestens gegen Verschmutzung und gegen manipulierende
Eingriffe geschützt. Es gibt keine irgendwie relativ lose eingehängten Teile, zum
Beispiel eine Zugfeder, die verlorengehen könnten. Schliesslich ist auch als gewichtiger
Vorteil zu nennen, dass sich das neue Befestigungssystem im Vergleich zu bekannten
Ausführungen wesentlich kostengünstiger herstellen lässt.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Befestigungssystems wird nachstehend
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen detailliert beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1 :
- Perspektivansichten mit Schutzvorrichtungen am Schutzhelm;
- 1a:
- Schutzhelm mit angesetzten Gehörschutzmuscheln und angesetztem Gesichtsschutzschild
in den jeweiligen Endlagen;
- 1b:
- Gehörschutzmuschel in an- und abgeklappter Position;
- 1c:
- Gehörschutzmuschel in nach hinten geschwenkter Position;
- Fig. 2 :
- Darstellungen der Tragbügelplatte, Ansicht von der X-Seite mit Tragbügel für das Gesichtsschutzschild,
- 2a:
- Tragbügel in arretierter Position "Gesichtsschutzschild abgesenkt";
- 2b:
- Tragbügel in arretierter Position "Gesichtsschutzschild angehoben";
- 2c:
- Schnitt gemäss Figur 2a auf der Linie B-B;
- Fig. 3 :
- Darstellungen des Befestigungssystems, Ansicht von der Y-Seite mit Haltebügel für
die Gehörschutzmuschel und Tragbügel für das Gesichtsschutzschild,
- 3a:
- Perspektivansicht des Arretiermechanismus für den Haltebügel;
- 3b:
- Schnittdarstellung des Haltebügels in angeklappter Position;
- 3c:
- Schnittdarstellung des Haltebügels in abgeklappter Position;
- 3d:
- Explosivdarstellung, teilweise geschnitten.
[0012] Der Schutzhelm 1 weist gemäss den Figuren 1a bis 1c an seiner Unterkante, in dem
sich nach aussen erstreckenden Helmrand 11 beidseitig je eine vertikal verlaufende,
durch den Helmrand 11 hindurchgehende Einstecknut 12 auf, welche von nach oben stehenden
Stegen 13 umgeben ist. Angeordnet sind die Einstecknuten 12 senkrecht über den Ohren
eines potentiellen Helmträgers. In die beiden Einstecknuten 12 ist je eine Befestigungsvorrichtung
100 eingesetzt und zwar mit einer von der Befestigungsvorrichtung 100 sich senkrecht
nach unten erstreckenden Einstecklasche 121, wobei die Einstecklasche 121 die Einstecknut
12 von oben durchdringt und in dieser geführt wird. Verstärkt wird die Führung der
Einstecklasche 121 in der Einstecknut 12 durch die die Einstecknut 12 umgebenden Stege
13, so dass eine Art Führungshülse 14 entsteht. An jeder Befestigungsvorrichtung 100
ist je ein Tragbügel 110 - der linke bzw. der rechte - des Gesichtsschutzschildes
2 und je ein Haltebügel 150 für die jeweilige linke oder rechte Gehörschutzmuschel
3 fixiert. Entsprechend den momentanen Erfordernissen kann das Gesichtsschutzschild
2 abgesenkt (Figur 1a: Vollstrich-Darstellung) oder angehoben (gestrichelte Darstellung)
werden. Die Gehörschutzmuscheln 3 können drei verschiedene Positionen einnehmen, an
die Ohren des Trägers angeklappt (Figuren 1a und 1b: Vollstrich-Darstellung), von
den Ohren des Trägers abgeklappt (Figur 1b: gestrichelte Darstellung) und schliesslich
nach hinten geschwenkt (Figur 1a: gestrichelte Darstellung; Figur 1c: Vollstrich-Darstellung).
Im weiteren zu beschreibende Arretierungen innerhalb der Befestigungsvorrichtung 100
bewirken eine stabile Positionierung des Gesichtsschutzschildes 2 und der Gehörschutzmuscheln
3, so dass ein ungewolltes Verstellen - z.B. infolge ruckartiger Bewegungen - auf
jeden Fall verhindert wird. Mit einer gewissen Krafteinwirkung jedoch sind die Tragbügel
110 mit dem daran befestigten Gesichtsschutzschild 2 bzw. die Haltebügel 150 mit den
daran fixierten Gehörschutzmuscheln 3 verstellbar.
[0013] Die Figuren 2a und 2b zeigen die Tragbügelplatte 120 der Befestigungsvorrichtung
100 in der Ansicht X, das heisst die dem Schutzhelm 1 zugewandte Fläche. Die Schnittdarstellung
gemäss Figur 2c soll den gesamten Aufbau der Tragbügelplatte 120 veranschaulichen.
In Figur 2a ist der Arm 111 des Tragbügels 110 abgesenkt, während der Arm 111 in Figur
2b angehoben ist. Die einstückige Tragbügelplatte 120 ist etwa von ovaler Form und
verlängert sich nach unten als Einstecklasche 121 mit den parallel verlaufenden Seitenflanken
124. Die Einstecklasche 121 ist derartig dimensioniert, dass die Steckverbindung zwischen
der Einstecklasche 121 und der Führungshülse 14 eine sichere Fixierung der Befestigungsvorrichtung
100 am Schutzhelm 1 gewährleistet, aber auch ein gelegentliches Herausziehen der Einstecklasche
121 aus der Führungshülse 14 mit gewissem Kraftaufwand möglich ist. Im obersten Bereich
und an den Rand der Tragbügelplatte 120 angrenzend, ist segmentartig, etwa über ein
Bogenmass von 90°, eine Abstützkante 122 aufgesetzt, die mit der Aussenflanke 125
der Tragbügelplatte 120 abschliesst, wobei sich die Abstützkante 122 von der Scheitellinie
132 der Tragbügelplatte 120 in beide Richtungen etwa gleich weit erstreckt. Diese
Abstützkante 122 hat zwei Funktionen. So wird durch die den obersten Bereich der Tragbügelplatte
120 verdickende Abstützkante 122 die von der senkrecht eingesteckten Befestigungsvorrichtung
100 wegführende Oberflächenkrümmung des Schutzhelmes 1 kompensiert. Die Abstützkante
122 bewirkt ein spielfreies Anliegen der Befestigungsvorrichtung 100 am Schutzhelm.
Eine der Querschnittsflächen der Abstützkante 122, nämlich jene, welche dem Uebergang
zwischen dem Arm 111 und der Klaue 112 des Tragbügels 110 zugewandt ist, dient als
Anschlag 123 beim Anheben des Tragbügels 110.
[0014] Vom Zentrum der Tragbügelplatte 120 erhebt sich ein Kupplungsnocken 126 - hier mit
der Querschnittsform eines Sechsecks - um den die Klaue 112 des Tragbügels 110 greift.
Der Kupplungsnocken 126 hat zumindest die Höhe, die der Materialdicke der Klaue 112
entspricht, wobei sich die Materialdicke des gesamten Tragbügels 110 nach dem Festigkeitserfordernis
und den Platzverhältnissen bestimmt. Deckelförmig auf dem Kupplungsnocken 126 sitzt
eine Haltescheibe 127; der Kupplungsnocken 126 und die Haltescheibe 127 können dabei
zweckmässigerweise ein übergangsloses Teil bilden. Die Haltescheibe 127 hat die Aufgabe,
zu verhindern, dass die Klaue 112 und damit der gesamte Tragbügel 110 von der Kupplungsnocke
126 und senkrecht von der Tragbügelplatte 120 heruntergleitet. Der Kupplungsnocken
126 und die Innenkontur 113 - hier ein Innensechskant - der Klaue 112 besitzen eine
zueinander etwa komplementäre Geometrie. Die Klaue 112 ist maulschlüsselartig ausgebildet,
wobei sich die Maulöffnung 114 in der hiesigen Variante nach unten hin erstreckt.
Ferner weist die Klaue 112 eine nutenförmige Elastizitätsaussparung 115 auf. Diese
geht durch die Materialdicke der Klaue 112 hindurch und zieht sich etwa vom Uebergang
zwischen der Klaue 112 und dem Arm 111 teilweise in den bogenförmigen Verlauf der
Klaue 112 hinein. Die Elastizitätsaussparung 115 hat die Funktion, dass sich beim
Aufstecken und Abnehmen des Tragbügels 110, genauer der Klaue 112 auf den Kupplungsnocken
126, sowie beim Verstellen des aufgesteckten Tragbügels 110, die Maulöffnung 114 sich
eher erweitert und die Operationen damit erleichtert werden. Die Kupplungsnocken 126
und die Innenkontur 113 sind zueinander so dimensioniert, dass sich ein straffer Sitz
ergibt. Ecken und Flanken der Innenkontur 113 der Klaue 112 drücken sich an die entsprechenden
Ecken und Flanken des Kupplungsnockens 126. Bei einer Verstellung des Tragbügels 110
aus der abgesenkten in die angehobene Lage oder umgekehrt erfolgt eine partielle Verdrehung
der Klaue 112 um den feststehenden Kupplungsnocken 126. Bei der Verdrehung wird vom
Kupplungsnocken 126 die Maulöffnung 114 sowie die Klaue 112 als solche etwas gespreizt,
bis sich bei fortlaufender Drehbewegung zwischen der Innenkontur 113 und dem Kupplungsnocken
126 eine nächste Einrastposition ergibt. Das Spreizen und Zusammenziehen der Klaue
112 wird durch die Elastizitätsaussparung 115 wesentlich begünstigt. In der geometrischen
Anpassung zwischen der Innenkontur 113 und dem Kupplungsnocken 126 ist es zur Erleichterung
der Verstellung des Tragbügels 110 von Vorteil, verbleibende Luftspalte 116 im Verbund
Kupplungsnocken 126 und diesen umgreifende Klaue 112 vozusehen.
[0015] Für das Zusammenspiel zwischen dem Kupplungsnocken 126 und der Innenkontur 113 kommen
neben der hier beschriebenen Geometrie - dem Sechseck - die vielfältigsten Formen
in Betracht. So sind andere Vielecke - ab dem Viereck - denkbar, auch verschiedene
Verzahnungsformen mit Zähnen keilförmigen oder abgerundeten Zuschnittes. Entscheidend
ist, dass beim Verdrehen der Klaue 112 - d.h. beim Verstellen des Tragbügels 110 -
in beide Richtungen, sich die Klaue 112 zunächst spreizt, ein Verstellen al-so überhaupt
möglich ist, und dann in der gewünschten Höhe des Tragbügels 110 eine ausreichend
stabile Rastposition wieder eingenommen wird.
[0016] Den Figuren 2c und 3d ist zu entnehmen, dass die Tragbügelplatte 120 von der Ansicht
Y, das heisst der dem Schutzhelm 1 abgewandten Fläche, ebenfalls besondere konstruktive
Merkmale aufweist. Vom Zentrum der Tragbügelplatte 120, dem Kupplungsnocken 126 gegenüberliegend
und sich in das Innere der Befestigungsvorrichtung 100 erstreckend, erhebt sich ein
Stift 128 mit einer Arretiernase 129 und einer Basisverdickung 130. Am Uebergang zur
Einstecklasche 121 ist eine die Tragbügelplatte 120 absatzartig verstärkende Aufsitzkante
131 ausgebildet. An der Aufsitzkante 131 stützt sich die Befestigungsvorrichtung 100
beim Einstecken in die Führungshülse 14 ab. Lässt die Form des Schutzhelmes 1 dies
zu, könnte die Aufsitzkante 131 auch auf der Seite der X-Ansicht ausgebildet sein.
Der Stift 128, seine an dessen Spitze gelegene Arretiernase 129 und seine Basisverdickung
130, die vom Ansatz des Stiftes 128 her ausgebildet ist, bewirken die Fixierung und
den Zusammenhalt der Haltebügelplatte 140 und des Deckels 160 an der Tragbügelplatte
120.
[0017] Die gesamte Tragbügelplatte 120 mit der Einstecklasche 121 sowie den beschriebenen
Bauteilen auf den Ansichtsseiten X und Y wird vorteilhaft als einstückiges Kunststofformteil,
z.B. Spritzgiessverfahren, hergestellt.
[0018] Zu der Befestigungsvorrichtung 100 gehört ferner die zwischen der vorstehend beschriebenen
Tragbügelplatte 120 und dem Deckel 160 angeordnete Haltebügelplatte 140. Die Haltebügelplatte
140 ist im komplettierten Zustand der Befestigungsvorrichtung 100 auf die Tragbügelplatte
120 anliegend aufgeschoben, wobei der Stift 128 durch die im Zentrum des Bodens 141
der Haltebügelplatte 140 befindliche Durchgangsbohrung 142 hindurchragt und die Basisverdickung
130 des Stiftes 128 formschlüssig in der Durchgangsbohrung 142 sitzt. Im Boden 141
der Haltebügelplatte 140 befindet sich - von der Ansichtsseite X her - eine zur Aufsitzkante
131 der Tragbügelplatte 120 komplementäre Aussparung, so dass der gesamte Boden 141
formschlüssig an der Tragbügelplatte 120 anliegt. Bezüglich der Aussenflanke 125 und
der Scheitellinie 132 besteht zwischen der Tragbügelplatte 120 und der Haltebügelplatte
140 Deckungsgleichheit, wobei die Haltebügelplatte 140 an der Aufsitzkante 131 abschliesst.
[0019] Gemäss Figur 3d, von der Ansichtsseite Y her, weist die Haltebügelplatte 140 weitere
Anordnungsmerkmale auf. Vom Rand des Bodens 141 erhebt sich eine nahezu vollständig
umlaufende Seitenwand 143, die lediglich für den von unten in die Haltebügelplatte
140 hineinreichenden Haltebügel 150 einen Durchbruch 144 besitzt, wodurch der Haltebügel
150 seitlich geführt wird. Auf der Oberkante 145 der Seitenwand 143 läuft eine Positionier-
und Dichtungsnut 146 um. Im Bereich des Durchbruches 144 und auf seinen beiden Seiten
hat die Seitenwand 143 eine Wandverstärkung 147, da hierin die Drehachse 151 des Haltebügels
150 eingebettet ist. An der horizontal verlaufenden Drehachse 151 ist der Haltebügel
150 aufgehängt und kann um diese zwischen den zwei Stellpositionen - angeklappte bzw.
abgeklappte Position - geschwenkt werden. Aus dem Boden 141, unterhalb der Durchgangsbohrung
142, erhebt sich bis etwa zur Oberkante 145 der Seitenwand 143 ein Federsteg 148 mit
einem Nasenprofil 149 an seiner Spitze. Denkbar ist auch, dass der Federsteg 148 nicht
vom Boden 141 hochsteht, sondern ein solcher Federsteg 148 als Zunge von der Seitenwand
143 hervorsteht bzw. sich zwischen der umlaufenden Seitenwand 143 aufspannt.
[0020] An den Federsteg 148 heran und mit dem Nasenprofil 149 in Kontakt stehend, reicht
eine bei angeklappter Position des Haltebügels 150 (siehe Figuren 3a, 3b und 3d),
in Richtung des aufgesetzten Deckels 160 abgekröpfte, ein Endstück des Haltebügels
150 bildende Kralle 152. Die Kralle 152 besitzt an ihrer vordersten Flanke eine horizontal
verlaufende Gleitfläche 153, die durch zwei abgerundete Schaltkanten 154, 155 begrenzt
wird.
[0021] Auf die Haltebügelplatte 140 wird schliesslich ein gewölbter Deckel 160 gesetzt,
der einen zur Oberkante 145 sowie der darin befindlichen Positionier- und Dichtungsnut
146 passfähigen Deckelrand 161 mit entsprechend hervorstehender Dichtungsnase 162
besitzt. Der Deckel 160 weist ferner im unteren Randbereich, der über den Ansatz der
Kralle 152 an den übrigen Haltebügel 150 gelangt, eine Ausklinkung 163 auf, damit
der Haltebügel 150 beim Schwenken in die abgeklappte Position nicht vom Deckel 160
behindert wird. Im Zentrum des Deckels 160 ist ausserdem eine Durchgangsbohrung 164
mit äusserer Ansenkung 165 vorgesehen.
[0022] Im zusammengebauten Zustand liegt der Deckelrand 161 auf der Oberkante 145 der Haltebügelplatte
140; dabei greift die Dichtungsnase 162 in die Positionier-und Dichtungsnut 146 ein.
Die Spitze des Stiftes 128 mit der vorn befindlichen Arretiernase 129 muss sich durch
die Durchgangsbohrung 164 im Deckel 160 quetschen, rastet schliesslich in der Ansenkung
165 ein und zieht somit den Deckel 160 an sich, wodurch auch die Haltebügelplatte
140 an die Tragbügelplatte 120 gedrückt wird und somit der Verbund der Befestigungsvorrichtung
100 entsteht. Realisierbar ist es auch, anstelle der Durchgangsbohrung 164 im Deckel
160, eine Sacklochbohrung mit einer Aufweitung vorzusehen, in welcher sich die Arretiernase
129 verhakt, so dass ein Abnehmen des einmal aufgesetzten Deckels 160 sehr erschwert
wird. Diese Konstruktion kann zweckmässig sein, wenn es zu verhindern gilt, dass die
Befestigungsvorrichtung 100 unerlaubterweise geöffnet wird. Bei geringer Verschmutzungsgefahr
ist es auch möglich, anstelle einer umlaufenden geschlossenen Seitenwand 143, nur
Stege zur Abstützung des Deckels 160 vorzusehen. Denkbar ist es auch, auf die Seitenwand
143 zu verzichten und dafür den Deckelrand 161 weiterzuführen, dass auf diese Weise
zwischen dem Boden 141 und dem Deckel 160 ein Hohlraum für die Kralle 152 und den
Federsteg 148 gebildet wird.
[0023] Wie die Tragbügelplatte 120 werden auch die Haltebügelplatte 140 sowie der Deckel
160 vorteilhaft als einstückige Kunststofformteile, z.B. im Spritzgiessverfahren,
hergestellt; gleiches gilt für die Tragbügel 110 und die Haltebügel 150.
[0024] Es folgt nun die Beschreibung der Funktion der Befestigungsvorrichtung 100 hinsichtlich
des An- und Abklappens des Haltebügels 150 mit der daran befindlichen Gehörschutzmuschel
3 sowie des Schwenkens des Haltebügels 150 nach hinten.
Gehörschutzmuschel 3 am Ohr des Trägers anliegend - angeklappte Position - (Figur
3b)
[0025] Diese Stellposition bedeutet, dass der Haltebügel 150 aus der Befestigungsvorrichtung
100 etwa senkrecht abwärts verläuft. Ferner wird der Federsteg 148 durch eine Kontaktflanke
156 auf der Kralle 152, die von der Gleitfläche 153 aus hinter der Schaltkante 154
liegt und die gegen die Unterseite des bauchigen Nasenprofils 149 drückt, aus seiner
Ruhelage etwas nach oben verbogen. Auf der Vertikalen betrachtet, liegt die Kontaktflanke
156 durch die Abschrägungen an der Kralle 152 um eine Nuance tiefer als die in dieser
Stellposition eine Kammlinie bildende Schaltkante 154. Bei der Einstellung dieser
Position hat die Unterseite des Nasenprofils 149 die Schaltkante 154 übersprungen.
Es wurde eine maximale Auslenkung des Federsteges 148 und damit auch ein Spitzenwert
an Federkraft überschritten, so dass der Haltebügel 150 in dieser Stellposition verharrt.
Nach dem Newton'schen Reaktionsprinzip "actio et reactio" drückt die Unterseite des
Nasenprofils 149 ihrerseits auf die Kontaktflanke 156 der Kralle 152 und dadurch,
dass die Drehachse 151 des Haltebügels 150 auf der x-Koordinate, links der Kontaktflanke
156 liegt, überträgt sich die Druckkraft des Federsteges 148 in eine nach links gerichtete
Auslenkkraft auf den Haltebügel 150, und somit wird die Gehörschutzmuschel 3 an das
Ohr des Trägers gedrückt. Um zu verhindern, dass der Haltebügel 150 ansonsten - z.B.
wenn der Schutzhelm 1 abgesetzt wird - labil weiter nach links pendelt, das heisst
unter die minimale anatomische Spannweite des Ohrenpaares eines Trägers, schlägt der
Haltebügel 150 mit einer Anschlagfläche 157 bei Erreichen dieser Stellung an den Rand
des Bodens 141 an. Die Andruckkraft der Gehörschutzmuschel 3 an das Ohr des Trägers
ist innerhalb der möglichen anatomischen Spannweiten von Ohrenpaaren etwa konstant
und wird nach Normerfordernissen dimensioniert.
Gehörschutzmuschel 3 vom Ohr des Trägers entfernt - abgeklappte Position - (Figur
3c)
[0026] Diese Stellposition bedeutet, dass der Haltebügel 150 aus der Befestigungsvorrichtung
100 schräg herausragt. Aus der angeklappten Position wurde der Haltebügel in einer
Schwenkbewegung mit einem gewissen Kraftaufwand nach aussen bewegt. Dabei hebt sich
der Federsteg 148 noch ein wenig und die Federkraft steigert sich, denn die Schaltkante
154 liegt höher als die Kontaktflanke 156. Bei weiterer Verstellung fährt das Nasenprofil
149 auf die Gleitfläche 153. Da diese auf der y-Koordinate betrachtet unterhalb der
Schaltkante 154 liegt, springt der Federsteg 148 in Richtung seiner Ruhelage. Wird
die Gleitfläche 153 weiter durchfahren, wird der Federsteg 148 erneut nach oben ausgelenkt,
da sich durch die Verstellung der Kralle 152 der Hebelarm von der Drehachse 151 zur
Unterseite des Nasenprofils 149 verlängert, wodurch der Federsteg zwangsweise sukzessive
weiter nach oben gedrückt wird. Die maximale Auslenkung und Federkraft erreicht das
Nasenprofil 149, wenn die Schaltkante 155 die Unterseite des Nasenprofils 149 passiert.
Hierauf springt das Nasenprofil 149 von der zuvor durchfahrenen Gleitfläche 153 und
der eben passierten Schaltkante 155 umgreifend hinter diese, wobei sich der Federsteg
148 auch sprunghaft senkt. Die Schaltkante 155 liegt auf der x-Koordinate betrachtet
links vom Nasenprofil 149 und der Haltebügel 150 verharrt in dieser Stellposition.
Erst beim Schwenken des Haltebügels 150 nach links und bei Ueberwindung der Reibung
zwischen der Kralle 152 und dem Nasenprofil 149 sowie bei Ueberwindung des Spitzenwertes
an Auslenkung und Federkraft des Federsteges 148 ist ein Wiedereinnehmen der angeklappten
Position möglich.
Gehörschutzmuschel 3 vom Ohr des Trägers entfernt - nach hinten aeschwenkte Position
- (Figur 1c)
[0027] Aus der abgeklappten Position ist es möglich, die am Haltebügel 150 befindliche Gehörschutzmuschel
3 aus der Nähe des Ohres nach hinten zu schwenken. Dies gilt wiederum selbstverständlich
gleichermassen für beide am Schutzhelm 1 angebrachten Befestigungsvorrichtungen 100.
Durch den stramm aufsitzenden Deckel 160 auf dem Stift 128 wird die Haltebügelplatte
140 an die Tragbügelplatte 120 gedrückt. Die von beiden letzteren dabei aneinanderliegenden
Flächen weisen eine gewisse Rauhigkeit auf, so dass ein Reibschluss entsteht. Unter
Krafteinwirkung sind die Tragbügelplatte 120 und die Haltebügelplatte 150 gegeneinander
verdrehbar - der Stift 128 wird zur Drehachse. Hierdurch ist ein genaues Positionieren
der Gehörschutzmuschel 3 auf dem Ohr, aber auch das Schwenken nach hinten möglich.
Die Reibungsverhältnisse sind dabei so dimensioniert, dass die Verdrehung mit angemessenem
Kraftaufwand erfolgen kann, gleichzeitig aber keine selbsttätige Verdrehung, z.B.
durch heftige Bewegung des Arbeiters, geschieht.
Anlegen und Abnehmen der Kopfschutzelemente
[0028] Das Anlegen und Abnehmen des Gesichtsschutzschildes 2 sowie der Gehörschutzmuscheln
3 geschieht durch Einstecken oder Herausziehen der beiden Befestigungsvorrichtungen
100 in den bzw. aus dem Schutzhelm 1 mit den an den Befestigungsvorrichtungen 100
bereits fixierten Paaren von Tragbügeln 110 und Haltebügeln 150, an welchen das Gesichtsschutzschild
2 bzw. die Gehörschutzmuscheln 3 befestigt sind. Es besteht daher keine Notwendigkeit,
zusätzlich ein allzu leichtes Anlegen und Abnehmen des Gesichtsschutzschildes 2 und
der Gehörschutzmuscheln 3, die an den Tragbügeln 110 respektive an den Haltebügeln
150 hängen, direkt an die bzw. von den Befestigungsvorrichtungen 100 vorzusehen.
[0029] Für besondere Anwendungsfälle kann es ausreichend sein, entweder den Tragbügel 110
zur Halterung des Gesichtsschutzschildes 2 oder nur den Haltebügel 150 mit der angesetzten
Gehörschutzmuschel 3 in einer Befestigungsvorrichtung zu fixieren. Gemessen an der
reduzierten Funktion einer solchen Befestigungsvorrichtung wird diese folgendermassen
vereinfacht.
Halterung nur des Gesichtsschutzschildes 2
[0030] Ist nur die Halterung des Gesichtsschutzschildes 2, das heisst jeweils eines Tragbügels
110 in einer Befestigungsvorrichtung vorzusehen, kann eine solche Befestigungsvorrichtung
konstruktiv stark vereinfacht werden. Man kann sich sogar auf die Verwendung einer
vereinfachten Tragbügelplatte 120' beschränken. Der zuvor beschriebene Aufbau der
Tragbügelplatte von der Ansicht X bleibt unverändert, hingegen wird der Stift 128,
einschliesslich der Basisverdickung 130, auf der Seite der Ansicht Y nicht benötigt.
Für den hiesigen Anwendungsfall genügt es demnach, je eine so vereinfachte Tragbügelplatte
120' mit ihrer Einstecklasche 121 in die beidseits des Schutzhelmes 1 vorgesehenen
Führungshülsen 14 zu stecken und jeweils den Tragbügel 110 mit der Klaue 112 auf den
Kupplungsnocken 126 aufzurasten. In diesem Fall ist es auch denkbar, den Kupplungsnocken
126 mit der aufgesetzten Haltescheibe 127 anstelle auf der Seite der Ansicht X auf
der Seite der Ansicht Y anzubringen und dann dort die Klaue 112 aufzurasten.
Halterung nur der Gehörschutzmuschel 3
[0031] Ist nur die Halterung einer Gehörschutzmuschel 3, das heisst jeweils eines Haltebügels
150 in einer Befestigungsvorrichtung vorzusehen, kann auch hier eine konstruktive
Vereinfachung erfolgen. Da kein Tragbügel 110 zur Befestigung des Gesichtsschutzschildes
2 an der Tragbügelplatte 120'' zu fixieren ist, könnten auf der Seite der Ansicht
X der Kupplungsnocken 126 und die Haltescheibe 127 vollständig entfallen.
1. Befestigungssystem an einem Schutzhelm (1) mit einer jeweils beidseits des Schutzhelmes
(1) anbringbaren Befestigungsvorrichtung zur verstellbaren Halterung eines rechten
und eines linken Tragbügels (110) oder/und eines rechten und eines linken Haltebügels
(150), wonach
bei Alternative 1 - der rechte und linke Tragbügel (110), an welchen je eine Seite
eines Gesichtsschutzschildes (2) befestigt ist; oder
bei Alternative 2 - der rechte und der linke Haltebügel (150), an welchen je eine
Gehörschutzmuschel (3) befestigt ist; oder
bei Alternative 3 - die Tragbügel (110) und die Haltebügel (150)
an den beiden Befestigungsvorrichtungen gehaltert sind, dadurch gekennzeichnet, dass
die Befestigungsvorrichtung baukastenartig erweiterungsfähig ist und die letztere
besteht aus,
bei Alternative 1:
einer einstückigen Tragbügelplatte (120'), die auf der dem Schutzhelm (1) zugewandten
Fläche oder auf der abgewandten Fläche einen sich erhebenden Kupplungsnocken (126)
mit an dessen Spitze deckelförmig angeformter Haltescheibe (127) aufweist, wobei um
den Kupplungsnocken (126) eine den Tragbügel (110) einerseits abschliessende Klaue
(112) greift, dessen Innenkontur (113) eine zur Aussenkontur des Kupplungsnockens
(126) komplementäre Rasterung besitzt, wodurch zumindest zwei stabil arretierte Stellpositionen
des Gesichtsschutzschildes (2) - abgesenkt und angehoben - einstellbar sind;
bei Alternative 2:
einer einstückigen Tragbügelplatte (120''), die auf der dem Schutzhelm (1) abgewandten
Fläche einen in das Innere der Befestigungsvorrichtung (100) weisenden Stift (128)
besitzt, der eine eng anliegende einstückige Haltebügelplatte (140) durchdringt, an
welcher der Haltebügel (150) schwenkbar befestigt ist, wobei das in die Haltebügelplatte
(140) hineinragende Ende von einer Kralle (152) gebildet wird, die gegen einen Federsteg
(148) mit einem Nasenprofil (149) zwei stabil arretierte Stellpositionen der Gehörschutzmuschel
(3) - angeklappt und abgeklappt - sowie eine von der Stellposition "angeklappt" in
Richtung der Stellposition "abgeklappt" liegende Federposition, die sich im Gebrauch
auf die unterschiedliche Kopfgrösse, mit etwa konstantem Anpressdruck der Gehörschutzmuschel
(3) an das Ohr, einstellt, erlaubt, und auf die Haltebügelplatte (140) ein Deckel
(160) aufgesetzt wird, in welchem der Stift (128) einrastet, und der Reibschluss zwischen
der Tragbügelplatte (120) und der Haltebügelplatte (140) um den Stift (128) als Drehachse,
ein mit gewissem Kraftaufwand herbeigeführtes Verdrehen und Verharren der Haltebügelplatte
(140) mit dem herausführenden Haltebügel (150) in der gewählten Schwenkposition ermöglicht;
bei Alternative 3:
einer einstückigen Tragbügelplatte (120), die auf der dem Schutzhelm (1) zugewandten
Fläche gemäss Alternative 1 und auf der dem Schutzhelm (1) abgewandten Fläche gemäss
Alternative 2 aufgebaut ist, wobei der übrige Aufbau der Befestigungsvorrichtung (100)
der verbleibenden Kombination aus den Alternativen 1 und 2 entspricht.
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzhelm (1)
an seiner Unterkante, in dem sich nach aussen erstreckenden Helmrand (11) beidseitig,
senkrecht über den Ohren eines potentiellen Trägers, je eine durch den Helmrand (11)
hindurchgehende Einstecknut (12) aufweist, die von nach oben stehenden Stegen (13)
umgeben ist und so eine Führungshülse (14) für die im horizontalen Querschnitt komplementäre
Einstecklasche (121) bildet, die als unterer Fortsatz an der Tragbügelplatte (120,
120', 120'') angeformt und zum Einstecken in die Führungshülse (14) vorgesehen ist,
wobei die Tragbügelplatte (120, 120', 120'') am oberen Abschluss der Einstecklasche
(121) zumindest auf einer Seite eine horizontal verlaufende Aufsitzkante (131) aufweist,
die auf der Führungshülse (14) aufsitzt, und ferner an der Tragbügelplatte (120, 120',
120'') im obersten Bereich und an deren Rand angrenzend, segmentartig, etwa über ein
Bogenmass von 90°, eine Abstützkante (122) aufgesetzt ist, die sich von der Scheitellinie
(132) beidseits etwa gleich weit erstreckt und mit der Aussenflanke (125) abschliesst,
zudem bildet eine der Querschnittflächen der Abstützkante (122) einen Anschlag (123)
beim Anheben des Tragbügels (110).
3. Befestigungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klaue
(112) des Tragbügels (110) von maulschüsselartiger Form ist, eine Maulöffnung (114)
aufweist und eine nutenförmige Elastizitätsaussparung (115) zur Erleichterung der
Spreizung der Klaue (112) besitzt sowie dass zur Erleichterung des Aufsteckens und
Abziehens der Klaue (112) auf den bzw. von dem Kupplungsnocken (126) und der Verdrehung
der Klaue (112) um den Kupplungsnocken (126) zwischen der Innenkontur (113) der Klaue
(112) und der Aussenkontur des Kupplungsnockens (126) Luftspalte (116) vorgesehen
sind.
4. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Aussenkontur des Kupplungsnockens (126) ein Viereck ist oder eine noch höhere
Eckenzahl aufweist bzw. als eine keilförmige oder abgerundete Verzahnung ausgebildet
ist, wobei die Innenkontur (113) der Klaue (112) dazu komplementär gestaltet wird.
5. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
sich der Stift (128) vom Zentrum der der Haltebügelplatte (140) zugewandten Seite
der Tragbügelplatte (120) erhebt und dieser von seinem Ansatz her eine Basisverdickung
(130) und an seiner Spitze eine Arretiernase (129) aufweist, wobei der Querschnitt
der Basisverdickung (130) passfähig und fluchtend zur Durchgangsbohrung (142) im Boden
(141) der an die Tragbügelplatte (120) angesetzten Haltebügelplatte (140) gestaltet
ist, und ferner die Arretiernase (129) in einer bzw. durch eine im Deckel (160) zentrisch
angeordnete Durchgangsbohrung (164) greift und somit die Tragbügelplatte (120), die
Haltebügelplatte (140) und der Deckel (160) zusammengezogen werden.
6. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die dem Schutzhelm (1) zugewandte Fläche des Bodens (141) der Haltebügelplatte (140),
abgesehen von der Durchgangsbohrung (142), im Prinzip plan ist, dass mit der Komplementärfläche
an der Tragbügelplatte (120) eine Reibschluss-Verbindung entsteht, wobei auf der dem
Schutzhelm (1) abgewandten Fläche sich vom Rand des Bodens (141) eine nahezu vollständig
die Haltebügelplatte (140) umlaufende Seitenwand (143) erhebt, die unten, im Bereich
des Eintritts des Haltebügels (150) auf die Haltebügelplatte (140), einen Durchbruch
(144) besitzt, wodurch der Haltebügel (150) zugleich seitlich geführt wird, oder anstelle
der Seitenwand (143), den Deckel (160) abstützende Distanzstege vorgesehen sind, oder
der Deckelrand (161) so gekrümmt und verlängert ist, dass zwischen dem Boden (141)
und dem Deckel (160) genügend Hohlraum für die Anordnung und Bewegung der Kralle (152)
und des Federsteges (148) entsteht.
7. Befestigungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberkante
(145) der umlaufenden Seitenwand (143) bzw. oben auf den Distanzstegen bzw. am Rand
des Bodens (141) eine Positionier- und Dichtungsnut (146) eingearbeitet ist, wozu
am Deckelrand (161) eine umlaufende komplementäre Dichtungsnase (162) vorgesehen ist,
und dass im Bereich des Durchbruches (144) die Seitenwand (143) eine Wandverstärkung
(147) aufweist, um darin die Drehachse (151) des Haltebügels (150) einzubetten sowie
genügend Stabilität beim Schwenken der Gehörschutzmuschel (3) nach hinten zu erhalten.
8. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
der Haltebügel (150) an seinem auf die Haltebügelplatte (140) reichenden Ende als
Kralle (152) ausgebildet ist und nahe oder in ständigem Kontakt mit der Kralle (152)
ein Federsteg (148) mit einem Nasenprofil (149) vorgesehen ist, wpbei die Kralle (152)
zwei Schaltkanten (154, 155) aufweist, die gemessen von der Drehachse (151) zum Nasenprofil
(149) die beiden Maximalentfernungen auf der Aussenkontur der Kralle (152) ergeben
und zwischen den Schaltkanten (154, 155) eine, bei Wechsel der Stellpositionen vom
Nasenprofil (149) zu überstreichende Gleitfläche liegt, und jeweils vor Erreichen
einer der beiden arretierten Stellpositionen - angeklappte oder abgeklappte Gehörschutzmuschel
(3) - eine der Schaltkanten (154, 155) bei maximaler Auslenkung des Federsteges (148)
und damit gegen die maximale Federkraft übersprungen wird.
9. Befestigungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Federsteg (148)
vom Boden (141) der Haltebügelplatte (140) hochsteht oder als Zunge von der Seitenwand
(143) hervorsteht oder sich zwischen der umlaufenden Seitenwand (143) aufspannt, und
die Kralle (152) etwa um die Drehachse (151) abgekröpft ist.
10. Befestigungssystem nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der arretierten
Stellposition "angeklappte Gehörschutzmuschel (3)" der Federsteg (148) unter einer
Restspannung steht, die über das Nasenprofil (149) an einer Kontaktflanke (156) auf
den Haltebügel (150) übertragen wird und als Andruckkraft der Gehörschutzmuschel (3)
an das Ohr des Trägers wirkt, wobei die Beweglichkeit des Haltebügels (150) nach innen,
schliesslich durch eine Anschlagfläche (157) am Haltebügel (150), die auf den Rand
des Bodens (141) aufsetzt, begrenzt wird.
11. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
in der arretierten Stellposition "abgeklappte Gehörschutzmuschel (3)" der Federsteg
(148) ebenfalls unter Spannung steht und das Nasenprofil (149) die zugehörige Schaltkante
(155) mit Druckkraft umgreift.
12. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (160) im unteren Randbereich, der etwa über dem Ansatz der Kralle (152)
liegt, für die Klappbewegung des Haltebügels (150) und als Anschlag dafür, eine Ausklinkung
(163) aufweist.
13. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die Tragbügelplatte (120), die Haltebügelplatte (140), der Deckel (160) sowie der
Tragbügel (110) und der Haltebügel(150) als einstückige Kunststofformteile - z.B.
im Spritzgiessverfahren - hergestellt werden.
1. Fastening system for fastening to a protective helmet (
1), having a fastening device, which can respectively be fitted on both sides of the
protective helmet (
1), for adjustably holding a right and a left carrying strap (
110) and/or a right and a left holding strap (
150), according to which
in alternative 1 - the right and left carrying strap (110), to which a respective side of a face-protection shield (2) is fastened; or
in alternative 2 - the right and left holding strap (150), to which a respective hearing-protection cap (3) is fastened; or
in alternative 3 - the carrying straps (110) and the holding straps (150)
are held on the two fastening devices,
characterized in that the fastening device is expandable on a modular basis and the said fastening device
comprises
in alternative 1:
a one-piece carrying strap plate (120'), which exhibits on the side turned towards the protective helmet (1) or on the turned away side an uprising coupling cam (126) having a holding disc (127) which is moulded onto its tip in a lid shape, the coupling cam (126) being enclasped by a claw (112) which terminates the carrying strap (110) on one side and the inner contour (113) of which possesses a notching which is complementary to the outer contour of the
coupling cam (126), whereby at least two stably locked adjustment positions of the face-protection
shield (2) - lowered and raised - can be set;
in alternative 2:
a one-piece carrying strap plate (120''), which possesses on the side turned away from the protective helmet (1) a pin (128) pointing into the interior of the fastening device (100), which pin penetrates into a closely adjacent, one-piece holding strap plate (140) to which the holding strap (150) is pivotably fastened, that end which juts into the holding strap plate (140) being formed by a crook (152) which, counter to a spring bar (148) having a boss profile (149), allows two stably locked adjustment positions of the hearing-protection cap (3) - clamped and unclamped - and a spring position situated from the "clamped" adjustment
position in the direction of the "unclamped" adjustment position and which, during
usage, adjusts itself to the different head size, with an approximately constant contact
pressure of the hearing-protection cap (3) against the ear, and a cover (160) in which the pin (128) latches is mounted on the holding strap plate (140) there, and the frictional grip between the carrying strap plate (120) and the holding strap plate (140) about the pin (128) as a rotational axis enables a twisting, brought about with a certain force expenditure,
and position-holding of the holding strap plate (140) with the holding strap (150) leading therefrom in the chosen swivel position;
in alternative 3:
a one-piece carrying strap plate (120), which is constructed on the side turned towards the protective helmet (1) according to alternative 1 and on the side turned away from the protective helmet
(1) according to alternative 2, the residual structure of the fastening device (100) corresponding to the remaining combination of the alternatives 1 and 2.
2. Fastening system according to Claim 1, characterized in that the protective helmet (1) exhibits on its bottom edge, in the outwardly extending helmet rim (11) on both sides, perpendicularly over the ears of a potential wearer, a respective
insertion groove (12) passing through the helmet rim (11), which insertion groove is surrounded by upwardly erect bars (13) and thus forms a guide sleeve (14) for the, in horizontal cross-section, complementary insertion tab (121), which is moulded as a lower continuation on the carrying strap plate (120,120',120'') and is intended for insertion into the guide sleeve (14), the carrying strap plate (120,120',120'') exhibiting at the upper termination of the insertion tab (121), at least on one side, a horizontally running seating edge (131) which is seated on the guide sleeve (14), and furthermore, on the carrying strap plate (120,120',120''), in the uppermost region and adjacent to its rim, there being mounted in segment-like
fashion, approximately over a radian measure of 90°, a supporting edge (122), which extends from the vertical line (132) approximately equally far on both sides and terminates with the outer flank (125), one of the cross-sectional faces of the supporting edge (122) forming a stop (123), moreover, whenever the carrying strap (110) is raised.
3. Fastening system according to Claim 1 or 2, characterized in that the claw (112) of the carrying strap (110) is shaped like an open-jawed spanner, exhibits a jaw opening (114) and possesses a groove-shaped elastic recess (115) to facilitate the expansion of the claw (112), and in that, in order to facilitate the claw (112) being placed on or removed from the coupling cam (126) and for the claw (112) to be twisted about the coupling cam (126), air gaps (116) are provided between the inner contour (113) of the claw (112) and the outer contour of the coupling cam (126).
4. Fastening system according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the outer contour of the coupling cam (126) is a rectangle or has a yet larger number of angles or is configured as a wedge-shaped
or rounded toothing, the inner contour (113) of the claw (112) being shaped complementary thereto.
5. Fastening system according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the pin (128) rises from the centre of that side of the carrying strap plate (120) facing the holding strap plate (140) and the said pin exhibits, from its base, a base thickening (130) and, at its tip, a locking boss (129), the cross-section of the base thickening (130) being shaped such that it fits and is aligned with the pass-through bore (142) in the base (141) of the holding strap plate (140) attached to the carrying strap plate (120), and furthermore, the locking boss (129) reaches in or through a pass-through bore (164) disposed centrally in the cover (160) and hence the carrying strap plate (120), the holding strap plate (140) and the cover (160) are drawn together.
6. Fastening system according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the side of the base (141) of the holding strap plate (140) turned towards the protective helmet (1), apart from the pass-through bore (142), is flat in principle, in that with the complementary face on the carrying strap
plate (120) a frictional grip-connection is obtained, on the side turned away from the protective
helmet (1) there is rising from the rim of the base (141) a side wall (143) which almost fully encircles the holding strap plate (140) and possesses at the bottom, in the region of the arrival of the holding strap (150) onto the holding strap plate (140), an aperture (144), whereby the holding strap (150) is at the same time laterally guided, or in place of the side wall (143), spacer bars supporting the cover (160) are provided, or the cover rim (161) is curved and extended such that between the base (141) and the cover (160) a large enough cavity is formed for the arrangement and movement of the crook (152) and of the spring bar (148).
7. Fastening system according to Claim 6, characterized in that on the top edge (145) of the encircling side wall (143) or at the top on the spacer bars or on the rim of the base (141) there is incorporated a positioning and sealing groove (146), for which purpose there is provided on the cover rim (161) an encircling, complementary sealing boss (162), and in that in the region of the aperture (144) the side wall (143) exhibits a wall thickening (147) so as to embed the rotational axis (151) of the holding strap (150) therein and to obtain sufficient stability whenever the hearing-protection cap (3) is swivelled towards the rear.
8. Fastening system according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the holding strap (150) is configured, at its end reaching onto the holding strap plate (140), as a crook (152), and close to or in constant contact with the crook (152) there is provided a spring bar (148) having a boss profile (149), the claw (152) exhibiting two trip edges (154,155) which, measured from the rotational axis (151) to the boss profile (149), yield the two maximum extremities on the outer contour of the crook (152), and between the trip edges (154,155) there is situated a slide face, which, when the adjustment positions are changed,
is to be brushed over by the boss profile (149), and prior, in each case, to one of the two locked adjustment positions - clamped
or unclamped hearing-protection cap (3) - being reached, one of the trip edges (154,155) is sprung over upon maximum deflection of the spring bar (148) and hence against the maximum spring force.
9. Fastening system according to Claim 8, characterized in that the spring bar (148) rises up from the base (141) of the holding strap plate (140) or projects as a tongue from the side wall (143) or is clamped on between the encircling side wall (143), and the claw (152) is cranked approximately about the rotational axis (151).
10. Fastening system according to Claim 8 or 9, characterized in that in the locked adjustment position "clamped hearing-protection cap (3)", the spring bar (148) is under a residual stress, which is transmitted via the boss profile (149) on a contact flank (156) to the holding strap (150) and, as compression force of the hearing-protection cap (3), acts against the ear of the wearer, the mobility of the holding strap (150) in the inward direction being limited, finally, by a stop face (157) on the holding strap (150), which stop face is mounted on the rim of the base (141).
11. Fastening system according to one of Claims 8 to 10, characterized in that in the locked adjustment position "unclamped hearing-protection cap (3)", the spring bar (148) is likewise under stress and the boss profile (149) enclasps the associated trip edge (155) with pressure force.
12. Fastening system according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the cover (160), in the lower marginal region lying approximately above the base of the crook (152), exhibits for the tilt motion of the holding strap (150), and as a stop for this, a jog (163).
13. Fastening system according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the carrying
strap plate (120), the holding strap plate (140), the cover (160), as well as the carrying strap (110) and the holding strap (150), are produced as one-piece plastics mouldings - e.g. by injection-moulding methods.
1. Système de fixation installé sur un casque (1), comportant un dispositif de fixation
qui peut être monté respectivement des deux côtés du casque (1) et sert à retenir,
d'une manière réglable, un étrier de support droit et un étrier de support gauche
(110) et/ou un étrier de retenue droit et un étrier de retenue gauche (150), et dans
lequel
dans la variante 1 - l'étrier de support droit et l'étrier de support gauche (110),
auxquels sont fixés des côtés respectifs d'une visière (2) ; ou
dans la variante 2 - l'étrier de retenue de droite et l'étrier de retenue de gauche
(150), auxquels sont fixés respectivement des coques (3) de protection des oreilles
; ou
dans la variante 3 - les étriers de support (110) et les étriers de retenue (150)
sont retenus au niveau des deux dispositifs de fixation, caractérisé en ce que le
dispositif de fixation peut être étendu selon une construction modulaire et est constitué
par
dans le cas de la variante 1 :
une plaque monobloc d'étrier de support (120'), qui possède, sur la surface tournée
vers le casque (1) ou sur la surface opposée, une came saillante d'accouplement (126)
comportant un disque de retenue (127) moulé sous la forme de chapeau au niveau de
la pointe de cette came ; auquel cas autour de la came d'accouplement (126) s'engage
une mâchoire (112) qui forme d'un côté la terminaison de l'étrier de support (110)
et dont le contour intérieur (113) possède un système d'encliquetage complémentaire
du contour extérieur de la came d'accouplement (126), ce qui permet de régler au moins
deux positions de réglage fixées de façon stable de la visière (2) - position abaissée
et position soulevée ;
dans le cas de la variante 2 :
une plaque monobloc (120'') de l'étrier de support, qui possède, sur la face tournée
à l'opposé du casque (1), une tige (128) qui pénètre à l'intérieur du dispositif de
fixation (100) et traverse une plaque monobloc (140) de l'étrier de retenue, qui est
directement contiguë et à laquelle l'étrier de retenue (150) est fixé de manière à
pouvoir pivoter, auquel cas l'extrémité, qui pénètre dans la plaque (140) de l'étrier
de retenue, est formée par une mâchoire (152), qui permet d'obtenir, à l'encontre
d'une barrette de ressort (148) possédant un profil en forme de nez (149), deux positions
de réglage bloquées de façon stable de la coque (3) de protection de l'oreille - position
rabattue et position écartée - ainsi qu'une position de ressort qui s'étend depuis
la position de réglage "rabattue" en direction de la position de réglage "écartée"
et qui se règle en cours d'utilisation sur la taille variable de la tête, avec une
pression approximativement constante de serrage de la coque (3) de protection de l'oreille
contre cette dernière, et sur la plaque d'étrier de retenue (140) est monté un couvercle
(160) dans lequel s'encliquette la tige (128), et la liaison par frottement entre
la plaque (120) de l'étrier de support et la plaque (140) de l'étrier de retenue permet,
autour de la tige (128) formant axe de rotation, une rotation exécutée avec l'application
d'une certaine force et le blocage de la plaque (140) de l'étrier de retenue, sur
laquelle l'étrier de retenue (150) est ressortie, dans la position de pivotement choisie
;
dans le cas de la variante 3 :
une plaque monobloc (120) de l'étrier de support, qui est montée sur la face tournée
vers le casque (1) conformément à la variante 1 et sur la surface tournée à l'opposé
du casque (1) conformément à la variante 2, le reste de la construction du dispositif
de fixation (100) correspondant au reste de la combinaison des variantes 1 et 2.
2. Système de fixation selon la revendication 1, caractérisé en ce que le casque (1)
comporte des deux côtés, au niveau de son bord (11), qui s'étend vers l'extérieur,
et verticalement au-dessus des oreilles d'un porteur potentiel, respectivement une
rainure d'enfichage (12) qui s'étend dans le bord (11) du casque et qui est entourée
par des barrettes (13) qui s'étendent vers le haut et, forme ainsi une douille de
guidage (14) pour la patte d'enfichage (121) qui a une forme complémentaire en coupe
transversale horizontale et qui est moulée sous la forme d'un prolongement inférieur
sur la plaque (120,120', 120'') de l'étrier de support et est destinée à être enfichée
dans la douille de guidage (14), la plaque (120, 120', 120'') de l'étrier de support
possédant, au niveau de la terminaison supérieure de la patte d'enfichage (121), au
moins d'un côté, un bord d'appui horizontal (131), qui prend appui sur la douille
de guidage (14), et en outre sur la plaque (120, 120', 120'') de l'étrier de support
prend appui dans la partie la plus élevée, d'une manière contiguë au niveau du bord
de cette plaque et ce sous la forme d'un segment s'étendant par exemple sur un arc
de 90°, un bord de support (122), qui s'étend approximativement sur la même distance
des deux côtés à partir de la ligne sommitale (132) et se termine par le flanc extérieur
(125), et en outre, l'une des surfaces en coupe transversale du bord de support (122)
forme une butée (123) lors du soulèvement de l'étrier de support (110).
3. Système de fixation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la mâchoire
(112) de l'étrier de support (110) possède la forme de clé à fourche (14), possède
une ouverture (114) et comporte un évidement en forme de rainure (115) produisant
une élasticité et servant à faciliter l'écartement de la mâchoire (112), et que pour
faciliter l'enfichage et le retrait de la mâchoire (112) sur ou à partir de la came
d'accouplement (126) et la rotation de la mâchoire (112) autour de la came d'accouplement
(126), des fentes de passage d'air (116) sont prévues entre le contour intérieur (113)
de la mâchoire (112) et le contour extérieur de la came d'accouplement (126).
4. Système de fixation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le
contour extérieur de la came d'accouplement (126) est un carreau ou possède un nombre
plus élevé d' angles ou est agencé sous la forme d'une denture en forme de coins ou
arrondie, le contour intérieur (113) de la mâchoire (112) étant agencé avec une forme
complémentaire de cette denture.
5. Système de fixation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la
tige (128) s'élève à partir du centre de la face de la plaque (120) de l'étrier de
support, qui est tournée vers la plaque (140) de l'étrier de retenue, et que cette
tige possède à partir de sa base un épaississement de base (130) et sur sa pointe
un nez de blocage (129), la section transversale de l'épaississement de base (130)
étant agencée de manière à pouvoir être ajustée et alignée avec le perçage traversant
(142) formé dans le fond (141) de la plaque (140) de l'étrier de retenue, qui est
montée sur la plaque (120) de l'étrier de support, et qu'en outre le nez de blocage
(129) s'engage dans un perçage traversant (164) formé au centre du couvercle (160)
et que par conséquent la plaque (120) de l'étrier de support, la plaque (140) de l'étrier
de retenue et le couvercle (160) sont maintenus assemblés.
6. Système de fixation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la
surface, tournée vers le casque (1), du fond (141) de la plaque (140) de l'étrier
de retenue est en principe plane, en dehors du perçage traversant (142), et qu'une
liaison par frottement est établie avec la surface complémentaire présente sur la
plaque (120) de l'étrier de support, auquel cas sur la surface tournée à l'opposé
du casque (1) s'élève, à partir du bord du fond (141), une paroi latérale (143), qui
entoure presque complète la plaque (140) de l'étrier de retenue et qui possède à sa
partie inférieure, dans la zone de l'entrée de l'étrier de retenue (150) sur la plaque
(140) de l'étrier de retenue, un perçage (144), dans lequel l'étrier de retenue (150)
est simultanément guidé latéralement, ou bien des barrettes d'entretoisement supportant
le couvercle (160) sont prévues à la place de la paroi latérale (143), ou bien le
bord (161) du couvercle est cintré et prolongé de telle sorte qu'entre le fond (141)
et le couvercle (160) est formée une cavité d'un volume suffisant pour le montage
et le déplacement de la mâchoire (152) et de la barrette de ressort (148).
7. Système de fixation selon la revendication 6, caractérisé en ce que sur le bord supérieur
(145) de la paroi latérale circonférentielle (143) ou à la partie supérieure des barrettes
d'entretoisement ou sur le bord du fond (141) est formé par usinage une rainure de
positionnement et d'étanchéité (146), auquel cas il est prévu à cet effet, sur le
bord (161) du couvercle, une nervure circonférentielle complémentaire d'étanchéité
(162), et que dans la zone du perçage (144), la paroi latérale (143) possède un renfort
de paroi (147) servant à loger en lui l'axe de rotation (151) de l'étrier de retenue
(150) ainsi qu'à obtenir une stabilité suffisante lors du pivotement de la coque (3)
de protection de l'oreille vers l'arrière.
8. Système de fixation selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'étrier
de retenue (150) est agencé à la manière d'une mâchoire (152) au niveau de son extrémité
qui s'étend sur la plaque (140) de l'étrier de retenue et, à proximité de ou en contact
permanent avec la mâchoire (152), une barrette de ressort (148) ayant un profil en
forme de bec (149) est prévue, la mâchoire (152) possédant deux arêtes de commutation
(154, 155), qui définissent, d'une manière mesurée depuis l'axe de rotation (151)
en direction du profil (149) en forme de bec, les deux distances maximales par rapport
au contour extérieur de la mâchoire (152), tandis qu'entre les arêtes de commutation
(154, 155) est disposée une surface de glissement, qui lors du changement des positions
de réglage, doit être balayée par le profil (149) en forme de bec, et, respectivement
avant que les deux positions de réglage arrêtées - coque (3) de protection de l'oreille
rabattue ou écartée - soit atteinte, l'une des arêtes de commutation (154, 155) est
franchie lors de la déviation maximale de la barrette de ressort (148) et par conséquent
à l'encontre de la force maximale du ressort.
9. Système de fixation selon la revendication 8, caractérisé en ce que la barrette de
ressort (148) fait saillie à partir du fond (141) de la plaque (140) de l'étrier de
retenue ou fait saillie sous la forme d'une languette à partir de la paroi latérale
(143) ou est tendue entre la paroi latérale circonférentielle (143), et la mâchoire
(152) est recourbée approximativement autour de l'axe de rotation (151).
10. Système de fixation selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que dans la position
de réglage bloquée "coque (3) de protection de l'oreille rabattue", la barrette de
ressort (158) est placée sous une contrainte résiduelle qui est transmise par l'intermédiaire
du profil en forme de bec (149) à un flanc de contact (156) situé sur l'étrier de
retenue (150) et agit en tant que force de serrage de la coque (3) de protection de
l'oreille contre l'oreille du porteur, la mobilité de l'étrier de retenue (150) vers
l'intérieur étant limitée finalement par une surface de butée (157) située sur l'étrier
de retenue (150), qui prend appui sur le bord du fond (141).
11. Système de fixation selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que dans
la position de réglage bloquée "coque (3) de protection de l'oreille écartée", la
barrette de ressort (148) est également placée sous contrainte et le profil en forme
de bec (149) entoure l'arête de commutation associée (155) en lui appliquant une force
de pression.
12. Système de fixation selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le
couvercle (160) comporte une partie évidée (163) dans la zone marginale inférieure,
qui est située approximativement au-dessus de la base de la mâchoire (152), pour le
mouvement de rabattement de l'étrier de retenue (150) et pour servir de butée lors
de ce déplacement.
13. Système de fixation selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la
plaque (120) de l'étrier de support, la plaque (140) de l'étrier de retenue, le couvercle
(160) ainsi que l'étrier de support (110) et l'étrier de retenue (150) sont fabriqués
sous la forme de pièces moulées en matière plastique d'un seul tenant - par exemple
selon le procédé de moulage par injection.