[0001] Die Erfindung betrifft eine Heizwalze für bahnartige Materialien, insbesondere Papier,
mit einem zylindrischen Walzenkörper und mindestens einem, vorzugsweise zwei Flanschzapfen,
die jeweils mit gegenüberliegenden Enden des zylindrischen Walzenkörpers verbunden
sind. Zumindest eine Zu- bzw. Ableitung für ein Heizmedium verläuft durch mindestens
einen der Flanschzapfen. Das Heizmedium, insbesondere Wasserdampf, wird durch mindestens
eine zumindestens angenähert axialparallele, vorzugsweise periphere Bohrung bzw. Leitung
durch die Heizwalze hindurchgeführt. Die Bohrungen bzw. Leitungen sind bevorzugt mit
zumindest einem Anschlußraum, bzw. zumindest einer Anschlußleitung mit dem Zu- bzw.
Ableitungen verbunden. Derartige Heizwalzen sind häufig Walzen mit einem mehr oder
weniger massiven Walzenkörper, in den eine größere Anzahl axialer Bohrungen zumeist
nahe bei der Walzenoberfläche, d.h. peripher, eingebracht sind, wobei ein Heizmedium
diese peripheren Bohrungen bzw. Leitungen durchströmt und seine Wärmeenergie an die
Wände der Bohrungen bzw. Leitungen und damit an die Walzenoberfläche abgibt.
[0002] Ein anderer Walzentyp weist einen rohrförmigen Walzenkörper auf, bei dem das Heizmedium
durch das hohle Innere des Walzenkörpers geleitet wird und dabei seine Wärmeenergie
an das Innere des Walzenkörpers abgibt.
[0003] Ein bedeutsamer Unterschied zwischen diesen beiden bekannten Typen von Heizwalzen
besteht darin, daß der erstgenannte Heizwalzentyp zwar für flüssige Heizmedien, wie
etwas Wasser und Thermalöl, eingesetzt werden kann, jedoch für einen besonders vorteilhaften
Wärmeträger, nämlich Wasserdampf, bisher nicht in Betracht kam.
[0004] Dies liegt daran, daß der Wasserdampf innerhalb der Bohrungen bzw. Leitungen zumindest
teilweise kondensiert, wobei er seine Wärme zu einem großen Teil bzw. insgesamt an
den Walzenkörper, die Walzenoberfläche und damit an das zu bearbeitende, bahnartige
Material abgibt. Das dabei entstehende Kondensat wird durch die meist bei Papierbearbeitungsmaschinen,
z.B. Release-Superkalander, etc., auftretenden Zentrifugalkräfte in den Bohrungen
bzw. Leitungen nach außen gedrückt, so daß das Kondensat nicht abfließen kann. Dadurch
werden die Bohrungen während des Betriebs zunehmend mit Kondensat gefüllt, bis schließlich
die gesamten Bohrungen durch Wasser verschlossen sind. Damit geht der Durchsatz an
Wasserdampf und parallel dazu die Heizleistung der Heizwalze praktisch gegen Null.
Die bekannte Heizwalze vom erstgenannten Typ müßte in diesem Fall soweit abgebremst
werden, daß die Zentrifugal- bzw. Fliehkräfte nicht mehr ausreichen, um das Wasser
in den Bohrungen bzw. Leitungen zurückzuhalten. Im Extremfall müßte eine bekannte
Walze von diesem Typ sogar in den Stillstand versetzt werden, um das Kondensat zumindest
aus den oben zu liegen kommenden Bohrungen ablaufen zu lassen. Es ist klar, daß sowohl
während des Verstopfungsvorganges als auch während der nachfolgenden Abbrems- und
Entleerungsvorgänge in jedem Fall Situationen auftreten, die dazu führen, daß eine
solche Heizwalze ungleichmäßig beheizt wird, so daß unregelmäßige Temperaturprofile
entlang der Heizwalze auftreten, die.zu thermisch bedingten Deformationen und Verspannungen
etc. führen.
[0005] Aus derartigen Gründen ist bislang für den obigen Walzentyp Wasserdampf als Heizmedium
nicht in Frage gekommen. Umgekehrt ist Wasserdampf jedoch ein ideales Heizmedium,
da es innerhalb der Walze bevorzugt immer an den Stellen kondensiert und dort seine
Heizleistung abgibt, an denen die kältesten Stellen auftreten. Damit ist durch diese
Eigenschaft des Heizmediums selbst gewährleistet, daß immer ein angenähert oder auch
exakt abgestimmt gleichmäßiges Temperaturprofil über die für die Bearbeitung des bahnartigen
Materials wesentliche Oberfläche oder aber über die gesamte Oberfläche der Heizwalze
vorhanden ist.
[0006] Demgegenüber bietet die Verwendung von Wasserdampf bei Heizwalzen des anderen Typs
keine Probleme, da sich das zurückbleibende Kondensat in bekannter Weise entweder
über einen stehenden ober einen sich mit der Walze drehenden handelsüblichen Syphon
aus der Walze entfernen läßt.
[0007] Jedoch hat die erstgenannte Walze gegenüber der Walze des anderen Typs einen maßgeblichen
Kostenvorteil, nämlich insofern, als die Heizwalzen des anderen Typs einen sehr großen,
im Walzenkörper befindlichen Hohlraum aufweisen, und deshalb in vielen Ländern, z.B.
den USA, besonders aufwendigen Abnahmebedingungen unterliegen, da sie als Druckbehälter
gelten. Dabei ist zu bedenken, daß der Wasserdampfdruck bei einer Temperatur von ca.
211°C ungefähr 20bar beträgt und bei einer Temperatur von ca. 249°C ungefähr bei 40bar
liegt. Jedoch gelten diese aufwendigen Abnahmebedingungen nicht für Behälter, die
einen Innendurchmesser von kleiner als 6 Zoll, nämlich weniger als ca. 152,4 mm, aufweisen,
wobei bei der Definition des Behälters jede der einzelnen axialen Bohrungen bzw. Leitungen
dieses Walzen-Typs als ein einzelner Behälter angesehen wird.
[0008] Damit ist folglich der Vorteil verbunden, das bei gleichbleibender Qualität, Funktionalität
und Betriebssicherheit eine Walze vom erstgenannten Typ weitaus kostengünstiger hergestellt
und angeboten werden kann als eine Walze des anderen Typs.
[0009] Zudem ist folgendes zu berücksichtigen: Um den Liniendrücken zu genügen, die z.B.
bei Release-Superkalandern relativ hoch sein müssen, nämlich bis zu ca. 450 oder gar
500 kN/M und in Einzelfällen darüberhinaus, muß als Werkstoff für die Heizwalzen Stahl
zu verwendet werden, zumal aus Gründen der Wärmeübertragung auf das Papier die Walzenwand
möglichst dünn gehalten werden muß. Die Walzenwandung aus Stahl läßt sich zudem oberflächenhärten.
Damit jedoch wird in Verbindung mit den besonderen Abnahmebedingungen der Herstellungsaufwand
für Heizwalzen des anderen Typs nochmals erhöht.
[0010] Die FR-A-1 318 133 zeigt eine aus mehreren Segmenten zusammengesetzte Walze gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, in die Wasserdampf zum Heizen der Walzenoberfläche
eingeleitet wird. Der Wasserdampf gelangt über Leitungen in axial-parallele bzw. peripher
verlaufende Leitungen nahe dem Walzenmantel. Die Zuleitungen zu den axial-parallelen
Leitungen sind nur an dem einen Ende dieser bekannten Walze ausgebildet, während an
dem gegenüberliegenden Ende der Walze verlängerte Rohrleitungen vorgesehen sind, die
dazu gedacht sind, Kondensat abzuführen. Es gibt damit zwar einen Kondensatsammelraum
an dem einen Ende einer aus Segmenten aufgebauten Walze, jedoch führt der hier vorhandene
Sammelraum, der einstückig vollumfänglich entlang des gesamten Umfanges der Walze
ausgebildet ist, dazu, daß beispielsweise im Falle des Anhaltens der Walze das gesamte
Kondensat der Gravitation folgend im unteren Bereich der Walze zu liegen kommt und
später beim neuerlichen Anfahren der Walze zu erheblichen Unwuchten und zu einer ungleichmäßigen
Temperaturverteilung führt.
[0011] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Walze bereitzustellen, die die
oben genannten Nachteile des Standes der Technik überwindet und insbesondere ungleichmäßige
Temperaturverteilungen aufgrund zurücklaufenden Kondensats nach dem Walzenstillstand
vermeidet.
[0012] Diese Aufgabe wird durch eine Walze mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Die Unteransprüche beschreiben bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.
[0013] Mit der vorliegenden Erfindung erzielbare Vorteile beruhen darauf, daß in der Heizwalze
zumindest ein Sammelraum zur Aufnahme des Kondensats des Wasserdampfes, angeordnet
ist.
[0014] Hierdurch wird es möglich, den Walzentyp auch für Wasserdampf zu verwenden, da auftretende
Fliehkräfte bzw. Zentrifugalkräfte das Kondensat nunmehr in den entsprechend angeordneten
Sammelraum drücken, von wo aus das Wasser abgeleitet werden kann.
[0015] Damit können auch Heizwalzen für Superkalander bzw. Release-Superkalander, die bevorzugt
mit Wasserdampf betrieben werden, nach dem eingangs zuerstgenannten Walzentyp ausgebildet
werden, wodurch die aufwendigen Abnahmebedingungen und die damit verbundenen Anforderungen
an die Walzen hinfällig werden.
[0016] Zudem ist Wasserdampf in jeder üblichen Papierfabrik vorhanden, so daß bei einer
direkten Dampfbeheizung auf eine zusätzliche Heizstation mit Wärmetauscher zur Umwandlung
von Dampfenergie in heißes Wasser und auf eine gesonderte Kreislaufpumpe für das Heizmedium
verzichtet werden kann.
[0017] Außerdem kann nunmehr der wesentliche Vorteil der erstgenannten Walze, daß nämlich
die Bohrungen sehr dicht an der Walzenoberfläche liegen, so daß die Wärmeübertragung
sehr günstig ist, mit den günstigen Abnahmebedingungen verknüpft werden, da die Bohrungen
einen kleineren Innendurchmesser als 6 Zoll bzw. 152,4 mm aufweisen, so daß die wasserdampfführenden
Bohrungen nicht mehr als Druckbehälter angesehen werden, auf den meist in Verbindung
mit den erschwerten Abnahmebedingungen verwendeten teuren Stahl verzichtet und auf
preisgünstigeren Hartguß übergegangen werden kann.
[0018] Zudem liefert die erfindungsgemäße Walze bei vorgegebener Dampftemperatur eine weitaus
höhere Oberflächentemperatur als eine Verdrängerwalze, also eine Walze des Typs.
[0019] Zudem ist Wasserdampf bis zu Drücken von etwa 10bar, d.h. ungefähr 180°C, nahezu
immer vorhanden und damit unproblematisch.
[0020] Die in der erfindungsgemäßen Walze vorhandene Kondensatmenge ist zudem äußerst gering,
so daß, sogar verglichen mit einer entsprechend aufgeheizten Verdrängerwalze, das
Gefahrenpotential der erfindungsgemäßen Walze gering ist.
[0021] Zudem tritt kein Temperaturabfall des Wasserdampfes beim Durchlauf durch den Walzenkörper
auf, so daß ein völlig ausgeglichenes Temperaturprofil zumindest über den für das
bahnartige Material zugänglichen Bereich, vorzugsweise über den gesamten Walzenbereich,
vorliegt.
[0022] Die Regelbarkeit der Heizleistung der erfindungsgemäßen Heizwalze ist äußerst variabel
und von Null bis zu einer maximalen Heizleistung einstellbar, worauf nachfolgend noch
näher eingegangen wird.
[0023] Die für die erfindungsgemäße Heizwalze erforderlichen Dichtköpfe für die Flanschanschlüsse
lassen sich weitaus kleiner ausgestalten, da unter anderem der Kondensatanfall bei
einer Heizleistung von 100 kW lediglich ca. 3 l pro Minute beträgt. Zudem ist es nicht
erforderlich, die Dichtköpfe durch den dynamischen Druck einer Pumpe, die innerhalb
eines Kreislaufes für ein Heizmedium angeordnet ist, zusätzlich zu belasten. Letztlich
werden keine zusätzlichen Energieaufwendungen für die Aufheizung die Bewegung des
Heizmedium benötigt. Mit der erfindungsgemäßen Heizwalze lassen sich sehr hohe Temperaturen,
die mit entsprechend hohen Drücken verbunden sind, realisieren. Da Dichtköpfe verfügbar
sind, die bis zu 17 bar belastbar sind, können Temperaturen um die 207°C problemlos
in die Praxis umgesetzt werden.
[0024] Vorteilhafterweise ist jeder der Sammelräume über einen Abfluß, bspw. in Form mindestens
einer Bohrung oder mindestens einer Röhre, mit einer Austragsöffnung für das Kondensat
verbunden. Diese Austragsöffnung für das Kondensat kann mit der Zu- bzw. Ableitung
für der Wasserdampf identisch sein, sollte jedoch in jedem Falle in den Endbereichen
der Heizwalze und insbesondere durch einen oder beide Flanschzapfen der Heizwalze
vorgesehen sein.
[0025] Um eine zusätzlich gesteigerte Gleichmäßigkeit des Temperaturprofils über den Walzenkörper
zu erzielen, kann vorzugsweise eine axialparallele, in der Regel zentrische Bohrung
durch den Walzenkörper hindurch geführt werden, durch die der Wasserdampf zu dem anderen
Ende der Heizwalze, bzw. des Walzenkörpers geleitet wird, so daß von beiden Seiten
des Walzenkörpers her gleichmäßige Dampfmengen mit gleichmäßiger Temperatur einwirken
können.
[0026] Vorteilhafterweise wird die Temperatur der erfindungsgemäßen Heizwalze über die Abflußmenge
des Kondensats reguliert. Eine derartige Regulierung läßt sich über eine Ventileinrichtung
vornehmen, die außerhalb der erfindungsgemäßen Heizwalze selbst angeordnet werden
könnte.
[0027] Bei den bisher mit Dampf beheizten Walzen des eingangs genannten anderen Typs war
es nicht möglich, die Temperatur der Walze durch eine Drosselung der Dampfmenge zu
regeln, ohne dabei ein äußerst ungleichmäßiges Temperaturprofil zu erhalten. Eine
Drosselung führt nämlich zu einem Druckabfall in der Walze, weil die reduzierte Dampfmenge,
die in die Walze geleitet wird, sofort an der ersten kälteren Stelle kondensiert,
so daß die entfernt liegenden Bereiche nicht mehr hinreichend mit Wärmeenergie versorgt
werden. Diese entfernteren Bereiche bleiben folglich kalt, und es stellt sich ein
vollkommen ungleichmäßiges Temperaturprofil ein, womit gleichzeitig starke Abweichungen
des Walzendurchmessers verbunden sind, die durchaus im Bereich der Dicke des zu bearbeitenden
bahnartigen Materials und darüberhinaus liegen können.
[0028] Zwar ist es auch bei der erfindungsgemäßen Walze nicht möglich, die Dampfzufuhr einfach
zu drosseln, jedoch ermöglicht die oben ausgeführte Regelung des Kondensatabflusses
über ein außerhalb der Walze gelegenes Ventil die Möglichkeit, die Walzentemperatur
kontinuierlich über den gesamten Temperaturbereich bis zur maximalen Betriebstemperatur
der erfindungsgemäßen Heizwalze zu regeln.
[0029] Dabei füllen sich die Bohrungen die nahe der Walzenoberfläche angeordnet sind, zunehmend
mit Wasser, welches nicht oder nur zum Teil abgeleitet wird. Auf diese Weise nimmt
die in den Bohrungen gehaltene Wassermenge zu, und die freie Oberfläche der Bohrungen,
die die Wärme aus dem kondensierenden Dampf aufnehmen kann, nimmt ab. Auf diese Weise
kann die Walze mit zunehmender Kondensatmenge in den Bohrungen eine geringere Wärmemenge
aufnehmen, so daß die Heizleistung der erfindungsgemäßen Walze über eine Regelung
der abfließenden Kondensatmenge möglich ist. Um ein Gefälle für das Kondensat zu erzeugen,
können die Bohrungen auch leicht von der Mitte nach außen hin geneigt sein. Dabei
können die Bohrungen entweder zur Walzenmitte hin ca. 1 bis 10 mm von der Axialparallelität
abweichen oder aber auch exakt axialparallel verlaufen.
[0030] Vorteilhafterweise weist zumindest einer der Sammelräume an zumindest einem Ende
der Bohrungen eine rundlich ausgebildete Tasche mit einem Durchmesser auf, der vorzugsweise
kleiner ist als der Durchmesser der peripheren Bohrung, wobei die Tasche gegenüber
der peripheren Bohrung nach außen versetzt sein kann. Hierdurch läßt sich verhindern,
daß das in den Bohrungen nahe der Walzenoberfläche befindliche Kondensat im Falle
des Fortfalls der Zentrifugalkräfte, die auf das Kondensat wirken, in einem Schwall
von den Bohrungen in dem oberen Bereich der Walze durch die dampfzuführenden Anschlußleitungen
bzw. Anschlußbohrungen in die Bohrungen des unteren Bereichs der erfindungsgemäßen
Walze fließt. Wird also beim Wechsel einer Papierrolle die erfindungsgemäße Walze
angehalten, so vermag sich das Kondensat nicht in übermäßigem Maße im unteren Bereich
der stehenden Walze anzusammeln, um auf diese Art und Weise über den Durchmesser der
Walze bzw. über den Umfang der Walze zu einem ungleichmäßigen Temperaturprofil zu
führen, so daß relevante Verspannungen und Verbiegungen des Walzenkörpers auch im
Stillstand verhindert werden können. Dabei müssen die Dampfzuleitungen selbstverständlich
so angebracht sein, daß diese in den Sammelraum derart einmünden, daß sich für das
ansonsten abfließende Kondensat ein Hindernis ergibt.
[0031] Andererseits sollten die zumindest im wesentlichen axialparallelen peripheren Bohrungen
derart in die Sammelräume oder Taschen übergehen, daß sich im Betriebszustand keinerlei
Hindernisse für das von den Bohrungen in den Sammelraum bzw. die Tasche fließende
Kondensat ergeben. Ferner sollte der Anschluß an den Abfluß, bspw. in Form mindestens
einer Bohrung oder mindestens einer Röhre, derart vorgesehen sein, daß sich auch hier
keine Kondensatstaus bilden können. So sollte sich innerhalb der Ablaufleitungen,
durch die das Kondensat passieren muß, im wesentlichen keine Einschränkung für den
Kondensatfluß ergeben.
[0032] Umgekehrt sollte es aber möglich sein, im Bedarfsfalle die gesamte Kondensatmenge
während des Langsamlaufs der erfindungsgemäßen Walze bzw. während deren Stillstand
aus der erfindungsgemäßen Walze abzuführen.
[0033] Insofern größere Mengen Kondensat während des Betriebes der erfindungsgemäßen Walze
anfallen, kann es vorteilhaft sein, innerhalb der Anschlußleitungen an den Endbereichens
einer jeweiligen Bohrung, eine Rückhalteeinrichtung, vorzugsweise ein Rückschlagventil,
Rückschlagklappen oder dgl., vorzusehen, die das Kondensat im Falle des Langsamlaufs
oder des Stillstands der erfindungsgemäßen Walze zumindest im wesentlichen zurückhalten,
um Kondensatansammlungen im unteren Bereich der erfindungsgemäßen Walze, die zu einem
ungleichmäßigen Temperaturprofil und damit zu Verspannungen und Verbiegungen der Walze
führen können, zu verhindern.
[0034] Um die sich gegebenenfalls in den Sammelräumen ansammelnden Kondensatmengen thermisch
von der Walze bzw. den Bohrungen und damit vom Walzenkörper abzukoppeln, sollten die
an die jeweiligen Sammelräume anschließenden Endbereiche der Bohrungen mit einem wärmeisolierenden
Material umgeben sein.
[0035] Die erfindungsgemäß ausgestaltete Walze läßt sich nicht nur für die bereits oben
aufgeführten Release-Superkalander verwenden, sondern auch in sogenannten Gloss- oder
Soft-Kalandern, bei denen eine oder mehrere kunststoffbeschichtete Walzen die Papierbahn
gegen eine beheizte Walze drücken, wobei die Oberflächentemperaturen meist nicht höher
als ca 160 bis 170°C sein müssen.
[0036] Der herausragende Vorteil der erfindungsgemäßen Walze, liegt, wie bereits oben angedeutet,
darin, daß in jeder der Bohrungen und an jeder Stelle der Bohrungen bzw. des Walzenkörpers
ein nahezu identischer Dampfdruck und damit auch nahezu dieselbe Temperatur herrschen.
Selbst geringste Temperaturabweichungen entlang einer Bohrung bzw. entlang des Walzenkörpers
führen dazu, daß an dieser Stelle vermehrt Dampf kondensiert, bei der Kondensation
einen Großteil seiner Energie abgibt, und somit die Temperatur an diesem Punkt wieder
angeglichen wird. An benachbarten Stellen kondensiert dabei weit weniger Dampf, so
daß ein zu kalter Bereich automatisch aufgeheizt wird.
[0037] Für die Beheizung der erfindungsgemäßen Heizwalze mit Wasserdampf gibt es noch die
vorteilhafte Möglichkeit, die Temperatur des einströmenden Dampfes dadurch zu regeln,
daß auf eine Drosselung des Dampfdruckes eine Befeuchtung erfolgt. Auf diese Weise
läßt sich der in die erfindungsgemäße Heizwalze einleitbare Dampf mit Feuchtigkeit
anreichern oder sogar sättigen, so daß in letzterem Falle in jedem Fall der Heizdampf
als Sattdampf vorliegt.
[0038] Bei allen sonstigen Walzen und Heizmedien stellen sich beim Durchströmen des Walzenkörpers
in Folge der Wärmeabgabe des Heizmediums und der damit auftretenden Abkühlung des
Heizmediums entlang seiner Bahn durch den Walzenkörper Temperaturunterschiede ein,
welche die Behandlung des Bahnmaterials über die unterschiedliche Temperatur verungleichmäßigen
und zusätzlich zu einer Formungenauigkeit der Walze führen, die ebenfalls nachteilig
auf das Bahnmaterial einwirkt.
[0039] Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Walze unter
Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert. Dabei werden weitere Vorteile und
Merkmale gemäß der vorliegenden Erfindung offenbart. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Ausschnitt aus einem axialen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Walze
in einem Endbereich der erfindungsgemäßen Heizwalze;
- Figur 2
- eine teilweise Querschnitt-Darstellung in einem erfindungsgemäß ausgebildeten Bereich
der Heizwalze in einem ihrer Endbereiche; und
- Figur 3
- ein Flußschema für die Dampfzufuhr bzw. Kondensatabfuhr bezüglich der erfindungsgemäßen
Heizwalze.
[0040] In Figur 1 ist die erfindungsgemäß ausgestaltete Heizwalze allgemein durch das Bezugszeichen
10 gekennzeichnet. Die Walze weist einen Flanschzapfen 12, vorzugsweise auf jeder
Seite, und einen zylindrischen Walzenkörper bzw. Walzenmantel 14 auf, dessen Oberfläche
11 zur Druck-Bearbeitung eines bahnartigen Materials, insbesondere Papier, Kunststoff
oder dgl., benutzt wird. Wasserdampf wird über eine durch den Flansch 12 verlaufende
Zuleitung in die erfindungsgemäße Heizwalze 10 eingeführt.
[0041] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform wird der eintretende Wasserdampf
in Anschlußleitungen 24 eingeleitet, und ein Teil des über die Zuleitung 36 eingeleiteten
Wasserdampfes wird über eine axialparallele, im Zentralbereich der erfindungsgemäßen
Walze 10 angeordnete Leitung 20 zum anderen Ende der Heizwalze 10 geführt. Der Wasserdampf
gelangt über die Anschlußleitung 24 zu dem Sammelraum 28, in dem sich während des
Betriebes der erfindungsgemäßen Heizwalze 10, also wenn hinreichende Fliehkräfte auftreten,
Wasserdampfkondensat ansammeln kann.
[0042] Der Sammelraum 28 schließt an die zumindest angenähert, vorzugsweise im wesentlichen
exakt axialparallelen Bohrungen 16 an. Jeweils ein Sammelraum 28 ist jeweils einer
Bohrung 16 zugeordnet.
[0043] Im vorliegenden Fall ist der Sammelraum 28 in dem über Befestigungsmittel 32 mit
dem Walzenkörper 14 verbundenen Flansch 12 vorgesehen. Er könnte jedoch gleichermaßen
auch in dem Endbereich des Walzenkörpers 14 angeordnet werden.
[0044] Der Sammelraum 28 ist axial zu der zentralen Achse der zugeordneten Bohrung 16 versetzt.
Hierdurch soll verhindert werden, daß das Kondensat während des Langsamlaufs bzw.
des Stillstands der Walze durch die Anschlußleitung 24 in den unteren Bereich der
erfindungsgemäßen Heizwalze 10 ablaufen kann, wodurch ungleichmäßige Temperaturprofile,
Durchmesserabweichungen und eine nachteilige Beeinflussung des zu bearbeitenden bahnartigen
Materials auftreten können. Durch die Ausgestaltung des Sammelraums 28 mit einem kleineren
Durchmesser und die axiale Versetzung entsteht ein Hindernis 38, das das Abfließen
des Kondensats über die Zuführung 24 verhindert.
[0045] Durch die innerhalb der erfindungsgemäßen Heizwalze 10 zentrisch, axialparallel angeordnete
Bohrung 20 wird ein Teil des Dampfes zu einer der in Figur 1 bzw. in Figur 2 dargestellten,
entsprechenden Leitungsanordnung aufder gegenüberliegenden Seite der Heizwalze 10
geführt und von dort in entgegengesetzter Richtung in die Bohrungen 16 und damit in
den Walzenkörper 14 eingeleitet, um auf diese Weise zu einem noch gleichmäßigeren
Temperaturprofil zu kommen.
[0046] Im Randbereich bzw. im Endbereich der Bohrungen 16 sind Isolationen 30 angeordnet,
um eine thermische Abkopplung des Kondensats, das innerhalb des Sammelraums 28 enthalten
sein kann, zu bewirken. Hier können im Grenzbereich zwischen dem Flanschzapfen 12
und dem Walzenkörper 14 noch weitere Isolationen vorgesehen sein, z.B. auf der zum
Walzenkörper 14 hinweisenden Seite des Strömungshindernisses 38.
[0047] Um den Abfluß des Kondensats im Betrieb zu gewährleisten, ist eine Bohrung bzw. eine
Röhre 26 vorgesehen, die mit dem Sammelraum 28 verbunden ist. Über diese Röhre 26
wird das Kondensat aus dem Sammelraum 28 in einen Kondensatsammelraum 22 und von dort
in eine Kondensatabflußleitung 18 befördert. Die Beförderung des Kondensats kann dabei
über den Dampf-Druck oder aber über einen an den Raum 22 und damit an die Leitung
18 angelegten Unterdruck erfolgen. Um die Röhre 26 in dem Flansch 12 anzuordnen, kann
ein radialer Kanal in den Flansch 12 gebohrt werden, das Rohr 26 in diesen sich ergebenden
radialen Kanal eingeschoben, mittels eines Verschlusses 34 nach außen hin abgeschlossen
und innerhalb des Kanals fixiert werden.
[0048] Das Rohr 26 weist eine Öffnung 27 auf, die sich nach Möglichkeit bis zum radial äußeren
Ende des Sammelraumes 28 erstreckt, um für das Kondensat kein Hindernis zu bilden.
[0049] In dem Endbereich der Bohrung 16 bzw. im Bereich des Sammelraums 28 können auch Rückhalteeinrichtungen,
wie z.B. ein Rückschlagventil oder dgl., vorgesehen sein, um im Falle des Stillstandes
bzw. des Langsamlaufs der erfindungsgemäßen Walze das Abfließen des Kondensats und
eine Ansammlung dieses Kondensats in dem unteren Bereich der erfindungsgemäßen Walze
10 zu verhindern.
[0050] Außerhalb der erfindungsgemäßen Walze 10 kann im Anschluß an die Leitung 18 eine
Ventileinrichtung vorgesehen sein, über welche der Kondensatabfluß und damit die Temperatur
der Walze gesteuert werden kann, wobei das Kondensat über den oben aufgezeigten Strömungsweg,
angetrieben durch die Fliehkraft und/oder den Dampfdruck und/oder einen von außen
angelegten Sog abgezogen werden kann.
[0051] In den Flanschzapfen 12 können sich auch die Kondensatsammelräume 22 befinden, über
die das Kondensat in die zentralaxial gelegene Leitung 18 gelangen kann.
[0052] Wenn auf die zentralaxiale Leitung 18 verzichtet werden soll, ist es von Vorteil,
wenn der Wasserdampf über in beiden Flanschzapfen 12 vorgesehene Zu- bzw. Ableitungen
36 geführt werden kann.
[0053] In Figur 2 ist ein Teilquerschnitt durch eine erfindungsgemäß ausgestaltete Heizwalze
dargestellt, aus der insbesondere nochmals die zu der Bohrung 16 versetzte Lage des
Sammelraums 28 für das Kondensat ersichtlich ist.
[0054] Ansonsten weisen die in Figur 2 dargestellten Teile die gleichen Bezugszeichen auf
wie die in Figur 1 dargestellten Teile.
[0055] In der gegenüber der horizontal ausgerichteten Anschlußleitung 24 schräg angeordneten
Anschlußleitung 24 sind die erforderlichen Teile, wie etwa der Sammelraum 28 und die
mit dem Rohr 26 verbundenen Teile, nicht dargestellt, um die zusätzlich erforderlichen
Teile, die in Verbindung mit der vertikal ausgerichteten Anschlußleitung 24 stehen,
nochmals gesondert zu betonen.
[0056] In Figur 3 ist ein möglicher Kreislauf für eine erfindungsgemäße Walze 10 dargestellt.
Über eine Zuleitung 40 und ein die Zuleitung steuerndes Dampf-Absperrventil 42 kann
der Zulauf von Heizmedium bzw. Wasserdampf zu der erfindungsgemäßen Heizwalze 10 gesteuert
werden. Dabei wird der bevorzugt in die erfindungsgemäße Heizwalze 10 eingeleitete
Wasserdampf nach einer Druckentlastung gegebenenfalls teilweise befeuchtet oder vollkommen
gesättigt, so daß der der Heizwalze 10 zugeführte Wasserdampf gesättigter Dampf bzw.
Sattdampf ist. Die dargestellte Ausführungsform deutet an, daß der Wasserdampf durch
den einen Flanschzapfen der erfindungsgemäßen Walze 10 zugeführt und das Kondensat
mit bzw. ohne Dampfanteil aus dem gegenüberliegenden Flansch der erfindungsgemäßen
Heizwalze 10 entnommen wird. Natürlich könnten beide Maßnahmen auch über denselben
Flansch der erfindungsgemäßen Heizwalze 10 vorgenommen werden. Auf der Abflußseite
ist eine Ableitung 44 für das Kondensat gegebenenfalls mit Dampfbeimischung vorgesehen.
Der Kreislauf weist einen Kondensatabscheider 46 auf, der in einer der bekannten Weisen
arbeitet. Ein Bypassventil 48 ist zu dem Kondensatabscheider parallel angeordnet und
kann bspw. zu Sicherheitszwecken vorgesehen sein. Außerdem weist der Kreislauf für
ein Heizmedium für die erfindungsgemäße Heizwalze 10 ein Kondensat-Regelventil 50
auf, über welches die Kondensatmenge gesteuert werden kann, die aus der Heizwalze
10 entfernt wird. Hierdurch wird eine kontinuierliche Regelung der Temperatur der
Heizwalze 10 bewirkt, indem nämlich die Abfuhr für das Kondensat in den Bohrungen
16 nahe der Walzenoberfläche in der erfindungsgemäßen Heizwalze 10 mehr oder weniger
hoch eingestellt wird. Wird viel Kondensat abgeführt, d.h., ist das Kondensat-Regelventil
50 vollkommen geöffnet, so kann der in die Heizwalze 10 eingeleitete Dampf seine Wärmeenergie
vollkommen an die Oberfläche der Bohrungen 16 abgeben. Wird dagegen das Kondensat
nur teilweise abgeleitet, so wird ein Großteil der Oberfläche der Bohrungen 16 von
Kondensat belegt und ist für den Wasserdampf nicht zugänglich, so daß der Wasserdampf
seine Wärmeenergie nur an Teile der Oberfläche der Bohrungen 16 abgeben kann. Wird
das Kondensat-Regelventil 50 vollständig geschlossen, so läuft kein Kondensat mehr
ab, die Bohrungen 16 setzen sich mit Kondensat zu und der Dampfdurchfluß ist unterbunden.
In diesem Falle kühlt die Heizwalze 10 umgehend zusammen mit dem darin enthaltenen
Kondensat ab.
1. Heizwalze (10) für bahnartige Materialien, insbesondere Papier,
- mit einem zylindrischen Walzenkörper (14),
- mit mindestens einem Flanschzapfen (12),
- mit mindestens einer Zu- bzw. Ableitung (36) für Wasserdampf,
- mit mehreren, zumindest angenähert axial-parallelen, vorzugsweise peripheren Bohrungen
(16), um den Wasserdampf durch den Walzenkörper (14) zu leiten, und
- mit Anschlußleitungen (24) für den Wasserdampf zu den Bohrungen (16),
dadurch
gekennzeichnet, daß
- der Walzenkörper aus Hartguß hergestellt ist,
- an jedem Ende jeder peripheren Bohrung (16) jeweils ein Sammelraum (28) innerhalb
der Heizwalze (10) ausgebildet ist, um Kondensat aufzunehmen, das durch Kondensation
des Wasserdampfes entsteht,
- jedem Sammelraum (28) jeweils eine Ableitung (26) fiir das Kondensat zugeordnet
ist, und daß
- ein Strömungshindernis, insbesondere eine axiale Versetzung (38) des Sammelraums
zur zentralen Achse der Bohrung oder Rückhalteeinrichtungen, beispielsweise Rückschlagventile,
das Abfließen des Kondensats über die Anschlußleitungen (24) verhindert.
2. Heizwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ableitung (26) für das
Kondensat, die jedem Sammelraum (28) zugeordnet ist, in Form einer Bohrung oder einer
Röhre vorgesehen ist.
3. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere
innerhalb des Walzenkörpers (14) eine Leitung (20) vorgesehen ist, um den Wasserdampf,
zu einem anderen Ende der Heizwalze (10) bzw. des Walzenkörpers (14) zu leiten.
4. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abflußmenge
des Kondensats vorzugsweise über eine Ventileinrichtung regulierbar ist.
5. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
eine der Bohrungen (16) entweder zur Walzenmitte und zur Walzenachse hin geneigt ist,
insbesondere um ca. 1 bis 10 mm von der Axialparallelität abweicht, oder exakt axialparallel
verläuft.
6. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
einer der Sammelräume (28) an zumindest einem Ende der Bohrungen (16) eine rundlich
ausgestaltete Tasche (28) mit einem Durchmesser aufweist, der vorzugsweise kleiner
ist als der Durchmesser der peripheren Bohrung (16), wobei die Tasche (18) gegenüber
dieser Bohrung (16) nach außen versetzt ist.
7. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturregelung
durch eine Druckregelung des Dampfes vorzugsweise mit anschließender Befeuchtung des
Dampfes vornehmbar ist.
8. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
sechs zumindest angenähert axialparallele periphere Bohrungen (16) angeordnet sind.
9. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in den Anschlußleitungen
(24) an den Endbereichen einer jeweiligen Bohrung (16) eine Rückhalteeinrichtung,
vorzugsweise ein Rückschlagventil, Rückschlagklappen oder dgl., zum Zurückhalten des
Kondensats angeordnet ist.
10. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Endbereiche
der Bohrungen (16) mit einem wärmeisolierenden Material (30) versehen sind.
11. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in den Endbereichen
jeweiliger zumindest angenähert axialparalleler Bohrungen (16) jeweils mindestens
eine Einengung (38) vorgesehen ist, um insbesondere im Walzenstillstand Kondensat
zurückzuhalten.
1. A heating or heated roll (10) for web-type materials, more particularly paper, comprising
- a cylindrical roll body (14),
- at least one flanged trunnion (12),
- at least one feed or drain conduit (36) for steam,
- several passages (16) arranged at least approximately axially-parallel, preferably
peripheral for directing the steam through said roll body (14), and
- connecting conduits (24) for the steam to said passages (16),
characterized in that
- said roll body (14) is made as a chill casting,
- one collecting space (28) each is configured at each end of each peripheral passage
(16) within said heating roll (10) for receiving the condensate resulting from condensation
of the steam,
- each collecting space (28) is assigned a condensate drain conduit (26) and that
- a flow obstacle, more particularly an axial displacement (38) of said collecting
space (28) from the centerline of the passage or retention means, for example check
valves, prevents flow off of the condensate via said connecting conduits (24).
2. The heating roll as set forth in claim 1, characterized in that said condensate drain
conduit (26) assigned to each collecting space (28) is provided in the form of a passage
or tube.
3. The heating roll as set forth in claim 1 or 2, characterized in that a conduit (20)
is provided more particularly within said roll body (14) for guiding the steam to
an other end of said heating roll (10) or of said roll body (14).
4. The heating roll as set forth in any of the claims 1 to 3, characterized in that the
amount of condensate drained can be regulated preferably via a valve means.
5. The heating roll as set forth in any of the claims 1 to 4, characterized in that at
least one of said passages (16) is oriented either inclined towards the middle and
axis of said roll more particularly deviates from the axial-parallelness by approximately
1 to 10 mm, or extends precisely axially-parallel.
6. The heating roll as set forth in any of the claims 1 to 5, characterized in that at
least one of said collecting spaces (28) comprises at at least one end of said passages
(16) a round pocket (28) having a diameter which is preferably smaller than the diameter
of said peripheral passage (16), said pocket (28) being displaced outwardly relative
to said passage (16).
7. The heating roll as set forth in any of the claims 1 to 6, characterized in that temperature
control can be implemented by regulating the vapor pressure, preferably with subsequent
moistening of the vapor.
8. The heating roll as set forth in any of the claims 1 to 7, characterized in that at
least six peripheral passages (16) are arranged at least approximately axially-parallel.
9. The heating roll as set forth in any of the claims 1 to 8, characterized in that a
retention means, preferably a check valve, flaps traps or the like for holding back
the condensate is arranged in said connecting conduits (24) at the end portions of
each passage (16).
10. The heating roll as set forth in any of the claims 1 to 9, characterized in that said
end portions of said passages (16) are provided with a thermally insulating material.
11. The heating roll as set forth in any of the claims 1 to 10, characterized in that
at least one constriction (38) is provided in the end portions of each at least approximately
axially-parallel passage (16) for holding back the condensate, more particularly in
roll standstill.
1. Cylindre chauffant (10) pour matériaux se présentant sous forme de bande, en particulier
du papier, comprenant:
- une structure de rouleau cylindrique (14),
- au moins une portée (12) formant flasque,
- au moins une conduite d'amenée et d'évacuation (36) pour de la vapeur d'eau,
- plusieurs alésages (16) au moins approximativement parallèles à l'axe et de préférence
périphériques, pour conduire la vapeur d'eau au travers de la structure de rouleau
(14), et
- des conduites de raccordement (24) pour la vapeur d'eau, desservant les alésages
(16),
caractérisé en ce que :
- la structure de rouleau est fabriquée en fonte coquillée,
- une chambre collectrice (28) est prévue à toutes les extrémités de chaque alésage
périphérique (16), à l'intérieur du cylindre chauffant (10), pour recueillir le condensat
qui se forme par condensation de la vapeur d'eau,
- chaque chambre collectrice (28) se voit adjoindre une conduite d'évacuation (26)
pour le condensat, et
- en ce qu'un obstacle à l'écoulement, en particulier un décalage axial (38) de la
chambre collectrice par rapport à l'axe central de l'alésage, ou des dispositifs d'arrêt,
par exemple des soupapes de non-retour, s'opposent à l'écoulement du condensat par
les conduites de raccordement (24).
2. Cylindre chauffant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conduite d'évacuation
(26) du condensat, qui est associée à chacune des chambres collectrices (28), est
prévue sous forme d'alésage ou d'un tuyau.
3. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une
conduite (20) est prévue, en particulier à l'intérieur de la structure de rouleau
(14), pour acheminer la vapeur d'eau à une autre extrémité du cylindre chauffant (10)
ou de la structure de rouleau (14).
4. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la
quantité de condensat évacué peut être régulée, de préférence par un élément de soupape.
5. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins
l'un des alésages (16) est incliné vers le centre du cylindre et par rapport à l'axe
du cylindre, et en particulier s'écarte de 1 à 10 mm, environ, du parallélisme par
rapport à l'axe, ou est rigoureusement parallèle à l'axe.
6. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins
l'une des chambres collectrices (28) présente, au moins à une extrémité des alésages
(16), une poche (28) de forme sphéroïdale, d'un diamètre qui est, de préférence, plus
petit que le diamètre de l'alésage périphérique (16), la poche (18) étant décalée
vers l'extérieur par rapport à cet alésage (16).
7. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la
régulation de la température peut être exécutée par une régulation de la pression
de la vapeur, de préférence avec une humidification ultérieure de la vapeur.
8. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'au moins
six alésages périphériques (16), au moins à peu près parallèles à l'axe, sont prévus.
9. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un dispositif
d'arrêt, de préférence une soupape de non-retour, des clapets de non-retour ou éléments
similaires, est disposé dans les zones respectivement les conduites de raccordement
(24) aux extrémités de chaque alésage (16) dans le but de retenir le condensat.
10. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les
zones d'extrémité des alésages (16) sont pourvues d'un matériau thermo-isolant (30).
11. Cylindre chauffant selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que dans
les zones d'extrémité des différents alésages (16) ménagés au moins à peu près parallèlement
à l'axe, on prévoit chaque fois au moins un rétreint (38), pour retenir du condensat,
en particulier lors de l'arrêt du cylindre.