[0001] Die Erfindung betrifft einen Gardinengleiter zum Aufhängen und Abnehmen einer Gardine
aus einer Laufschiene,
- mit einem in der Laufschiene gleitenden T-förmigen Gleitkopf und einem unterhalb der
Laufschiene verfahrbaren Gleitwagen,
- der T-förmige Gleitkopf ist in dem Gleitwagen gegen die Wirkung einer Rückstellfeder
um mindestens 90° drehbar gelagert,
- der T-förmige Gleitkopf weist einen seitlich vorkragenden Steuernocken auf und
- der Gleitwagen weist beidseitig vorkragende Führungsflansche und untenseitig einen
Aufhängebügel für die Gardine auf.
[0002] Die ältere deutsche Patentanmeldung P 42 38 455.9-16 beschäftigt sich mit einer Vorrichtung
zum Aufhängen und Abnehmen einer Gardine aus einer Laufschiene, wobei die Gardine
am oberen Gardinenrand in vorgegebenen Abständen Gardinengleiter der eingangs beschriebenen
Ausführungsform aufweist. Die Laufschiene ist als Hohlprofil mit einem auf ihrer Unterseite
in Schienenlängsrichtung verlaufenden Führungsschlitz mit vorgegebener Schlitzbreite
der in der Laufschiene geführten Gardinengleiter ausgebildet. Dabei ist die Kopfbreite
des T-förmigen und um 90° drehbaren Gleitkopfes kleiner und die Kopflänge größer als
die Schlitzbreite des Führungsschlitzes der Laufschiene gewählt. Im Bereich des Führungsschlitzes
der Laufschiene ist ein Einhängemagazin mit einem Einlaufkanal bzw. Auslaufkanal für
die Gardinengleiter gegen die Unterseite der Laufschiene ansetzbar. Der Einlaufkanal
weist eine Steuerkurve für den Steuernocken und sich gegenüberliegende Führungskurven
für die Führungsflansche der Gardinengleiter derart auf, daß die T-förmigen Gleitköpfe
zum Austreten aus der Laufschiene mittels der Steuernocken im Bereich der Steuerkurve
um 90° gedreht und die Gleitwagen bei austretenden Gleitköpfen mittels ihrer Führungsflansche
im Bereich der Führungkurven geführt werden. Dadurch sind die Gardinengleiter aus
der Laufschiene in ein Einhängemagazin überführbar und ist die Gardine an beliebiger
Stellung aus der Laufschiene herausnehmbar bzw. in die Laufschiene einhängbar. Das
Einhängemagazin weist einen sich an den Einhängekopf anschließenden Magazinstab auf,
der zur Aufnahme der zusammengeschobenen Gardinengleiter eingerichtet ist. Dieser
Magazinstab ist als flexibles Waschmagazin ausgebildet und mit dem Einhängekopf und
der Gardine auf ein zum Passieren von Waschmaschinenöffnungen geeignetes Maß unter
Wickelbildung zusammenlegbar.
[0003] Im übrigen kennt man andersartige Gardinengleiter mit in Gleitrichtung druckknopfartigen
Steckverbindungen (vgl. DE 22 16 323).
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gardinengleiter der vorbehandelten
Ausführungsform zu schaffen, der eine gegenseitige Stabilisierung sämtlicher Gardinengleiter
im Zuge ihrer unterschiedlichen Bewegungsabläufe aus der Laufschiene über den Einhängekopf
in den Magazinstab und umgekehrt gewährleistet und im übrigen das Aufhängen von Gardinen
erleichtert.
[0005] Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Gardinengleiter dadurch,
daß der Gleitwagen in an sich bekannter Weise in Gleitrichtung an seinem einen Wagenende
einen Einsteckzapfen und an seinem anderen Wagenende eine Einsteckausnehmung zur vorübergehenden
Aufnahme des Einsteckzapfens eines benachbarten Gleitwagens bei zusammengeschobenen
Gardinengleitern aufweist, und daß der Aufhängebügel als nach unten V-förmiger Bügel
zum Strecken der mit jeweils zwei in einem vorgegebenen Abstand angeordneten Schlaufen
an den Aufhängebügeln aufgehängten Gardine bei auseinandergezogenen Gardinengleitern
ausgebildet ist. - Diese Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, daß eine gegenseitige
Stabilisierung sämtlicher Gardinengleiter erreicht wird, wenn diese Gardinengleiter
aus der Laufschiene über die Steuerkurve und Führungskurven des Einhängekopfes in
den Magazinstab des Einhängemagazins überführt werden und umgekehrt. Denn bei diesen
Bewegungsabläufen werden die Gardinengleiter dicht bei dicht zusammengeschoben und
sind nunmehr über jeweils Einsteckzapfen und Einsteckausnehmung unter Erzielung eines
Stabilisierungseffektes gekuppelt. Dadurch wird jedes Verkanten im Zuge der überführenden
Bewegungsabläufe mit Sicherheit unterbunden, so daß Leichtgängigkeit beim Abnehmen
und Aufhängen einer Gardine gewährleistet ist. Denn Einsteckzapfen und Einsteckausnehmungen
sorgen für eine Stabilisierung sämtlicher Gardinengleiter nicht nur in Gleitrichtung,
sondern auch orthogonal dazu. Darüber hinaus wird das Aufhängen der jeweiligen Gardine
erheblich erleichtert, weil sich die Schlaufen des Gardinenaufhängebandes bei zusammengeschobener
Gardine und folglich zusammengeschobenen Gardinengleitern jeweils im Tiefstpunkt der
V-förmigen Aufhängebügel befinden, jedoch bei auseinandergezogener Gardine und folglich
auseinandergezogenen Gardinengleitern diese Schlaufen an den V-Schenkeln der Aufhängebügel
um ein vorgegebenes Maß bis zur größten Gardinenaufweitung hochrutschen können. Der
Abstand der jeweils zwei Schlaufen mit denen die Gardine an jeweils einem Aufhängebügel
aufgehängt ist, entspricht der maximalen Spreizung der V-Schenkel der Aufhängebügel.
Dadurch ist die Aufhängelänge der Gardine zwischen einem Maximum und einem Minimum
variabel, so daß nicht länger eine exakte Anpassung der Gardinenlänge auf die Länge
der Führungsschiene erforderlich ist, sondern insoweit Spielraum zwischen einer vollständig
auseinandergezogenen und weniger auseinandergezongenen Gardine erreicht wird. In diesem
Zusammenhang können Feststeller für den jeweils letzten Gardinengleiter vorgesehen
werden. Als Feststeller kommen beispielsweise Endmagnete in Frage, wenn der jeweils
letzte Gardinengleiter mit einem Magnetstecker bestückt ist. Darüber hinaus wird eine
Zentrierung der Gardinengleiter in Laufrichtung beim Auseinanderziehen der Gardine
durch die jeweils beidseitig an den V-Schenkeln hochrutschenden Schlaufen erreicht,
zumal die Neigung der V-Schenkel der Aufhängebügel unter der Selbsthemmung gewählt
und die Reibung verhältnismäßig gering ist. Die an den V-Schenkeln hochrutschenden
Schlaufen sorgen für eine in Laufrichtung gleichmäßige Belastung des Gardinengleiters
und verhindern eine laufblockierende Schrägstellung. - Im Ergebnis sorgt der erfindungsgemäße
Gardinengleiter dafür, daß das Abnehmen und Aufhängen einer Gardine erheblich erleichtert
wird.
[0006] Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. So lehrt die
Erfindung, daß die Einsteckzapfen als Mehrfingerzapfen mit einem Einführungskeil und
ggf. einem Rastglied und die Einsteckausnehmung als Mehrfingeraufnahme mit ggf. einer
Rastausnehmung für das ein- und ausrastbare Rastglied ausgebildet sind. Der Mehrfingerzapfen
ermöglicht ein gleichsam elastisches Einrasten in die Einsteckausnehmung, wodurch
die gegenseitige Stabilisierung der Gardinengleiter erhöht wird. Darüber hinaus bleibt
jedoch ein Auseinanderziehen der Gardinengleiter unter Lösung der leichtgängigen Rastverbindung
möglich. Nach einem Vorschlag der Erfindung mit selbständiger Bedeutung ist vorgesehen,
daß der Gleitwagen einen den in Laufschiene gleitenden T-förmigen Gleitkopf in Gleitrichtung
überbrückenden Zentrierbügel aufweist, daß der Gleitkopf im Bereich seines Steuernockens
eine Drehsperre, z. B. einen Sperrnocken, aufweist, die in eine Sperrausnehmung, z.
B. einen Sperrschlitz, am Zentrierbügel eingreift, und daß der axial bewegliche Gleitkopf
mit der Drehsperre gegen Federwirkung aus der Sperrstellung niederdrückbar ist. Durch
diese Maßnahmen wird eine einwandfreie Festlegung des T-förmigen Gleitkopfes in der
Laufschiene erreicht, und zwar sichergestellt, daß der T-förmige Gleitkopf bzw. dessen
T-Balken stets in 90°-Position und folglich quer zum Führungsschlitz der Laufschiene
ausgerichtet bleibt. Eine selbständige Verstellung des Gleitkopfes beim Verschieben
des Gardinengleiters wird dadurch unterbunden. Folglich ist auch ein unbeabsichtigtes
Austreten des Gardinengleiters aus der Laufschiene ausgeschlossen. Erst wenn der Gardinengleiter
aus der Laufschiene in das Einhängemagazin überführt wird, wird der T-förmige Gleitkopf
zum Austreten aus der Laufschiene mittels des Steuernockens unter Freigabe der Drehsperre
niedergedrückt und um 90° gedreht. Die Drehsperre bzw. der die Drehsperre bildende
Sperrnocken ist bevorzugt auf dem Steuernocken angeordnet.
[0007] Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Gleitwagen
einen den T-förmigen Gleitkopf in Gleitrichtung überbrückenden Zentrierbügel aufweist
und der Zentrierbügel auf seiner Unterseite eine quer zur Gleitrichtung verlaufende
Zentrierausnehmung, zum Beispiel Zentriernut, für den in der Laufschiene quer zur
Gleitrichtung ausgerichteten sowie axial beweglichen und infolge Federwirkung angedrückten
Gleitkopf bzw. für seinen T-Balken aufweist. Durch diese Maßnahmen wird eine ebenfalls
einwandfreie Festlegung des T-förmigen Gleitkopfes in der Laufschiene erreicht, und
zwar sichergestellt, daß der T-förmige Gleitkopf bzw. dessen T-Balken stets in 90°-Position
und folglich quer zum Führungsschlitz der Laufschiene ausgerichtet bleibt, so daß
eine selbständige Verstellung des Gleitkopfes beim Verschieben des Gardinengleiters
unterbunden wird. Folglich ist auch bei dieser Ausführungsform ein unbeabsichtigtes
Austreten des Gardinengleiters aus der Laufschiene ausgeschlossen. In diesem Zusammenhang
ist von Bedeutung, daß der T-förmige Gleitkopf bei aufgehängter Gardine durch das
Gardinengewicht gegen die Zentrierausnehmung des Zentrierbügels angedrückt wird, weil
der T-Balken des in Axialrichtung des T-Steges beweglichen Gleitkopfes beidseitig
des Führungsschlitzes in der Laufschiene aufliegt. Dadurch wird der Zentrierbügel
aufgrund der an dem Aufhängebügel angehängten Gardine gleichsam gegen den T-förmigen
Gleitkopf gezogen. Denn an den Zentrierbügel sind die beidseitig vorkragenden Führungsflansche
für den Gleitwagen angeformt, so daß also der Zentrierbügel, die Führungsflansche
und der Gleitwagen mit dem Aufhängebügel eine Relativbewegung zu dem T-förmigen Gleitkopf
und umgekehrt durchführen können. Außerdem wird der T-förmige Gleitkopf auch bei unbelastetem
Gardinengleiter durch die Wirkung der Rückstellfeder gegen den Zentrierbügel angedrückt
und folglich in die Zentrierausnehmung eingedrückt, weil die Rückstellfeder für den
T-förmigen Gleitkopf zweckmäßigerweise sowohl hinsichtlich ihrer Torsionskraft als
auch hinsichtlich ihrer Druckkraft einstellbar ist. Vorzugsweise weist der Gleitwagen
eine Bohrung für einen darin einsetzbaren Hohlzapfen zur Aufnahme der Rückstellfeder
auf, wobei der T-förmige Gleitkopf mit seinem T-Steg unter Zwischenschaltung der Rückstellfeder
unterhalb des Steuernockens in der Bohrung und gegebenenfalls in dem Hohlzapfen axial
beweglich geführt ist. Dabei kann der Hohlzapfen als eine Zentrierhülse für die Rückstellfeder
und den T-förmigen Gleitkopf ausgebildet sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit,
daß in den Hohlzapfen eine solche Zentrierhülse eingesetzt wird. Stets ist gewährleistet,
daß die Rückstellfeder den T-förmigen Gleitkopf nach dessen Freigabe in eine 90°-Stellung
quer zur Laufrichtung des Gardinengleiters zurückstellt und folglich einen einwandfreien
Eingriff in die Laufschiene gewährleistet. Erfindungsgemäß ist der Aufhängebügel in
Schrägstellung zur Gleitrichtung auf der Unterseite des Gleitwagens angeordnet, wodurch
ein Übergreifen der Aufhängebügel benachbarter und zusammengeschobener Gardinengleiter
erreicht wird. Ein solches gleichsam versetztes Übergreifen der Aufhängebügel ist
dann erforderlich, wenn die Aufhängebügel im Bereich der oberen Enden ihrer V-Schenkel
verhältnismäßig breit sind bzw. eine verhältnismäßig große Spreizung aufweisen und
sogar die Breite des Gardinengleiters bzw. seines Gleitwagens überschreiten. Das ist
beispielsweise dann der Fall, wenn ein verhältnismäßig großer Gardinenhub beim Auseinanderziehen
der Gardine verlangt wird, damit das "Gardinenköpfchen" bzw. der obere Gardinenrand
den Gardinengleiter aus ästhethischen Gründen überdeckt und ein unschöner Spalt zwischen
der Laufschiene und dem oberen Gardinenrand vermieden werden soll, denn zur Vermeidung
einer Selbsthemmung, ist der Steigungswinkel der V-Schenkel vorgegeben, und kann ein
hinreichender Gardinenhub aufgrund der an den V-Schenkeln hochrutschenden Schlaufen
nur bei entsprechend breit ausladenden bzw. aufgespreizten Aufhängebügeln erreicht
werden. Ferner können die Aufhängebügel im Bereich der oberen Enden der V-Schenkeln
abgeflachte Steigungswinkel besitzen, damit dort die Schlaufen bei bloßer Zugentlastung
gleichsam hängenbleiben, jedoch beim Zusammenschieben der Gardinengleiter letztlich
wieder bis in das Tiefste der F-förmigen Aufhängebügel herunterrutschen. Im übrigen
kann der aus Kunststoff bestehende Aufhängebügel mit seinem einen Bügelende in den
Gleitwagen ein- und ausrastbar sein.
[0008] Während die Rückstellfeder und ggf. die Zentrierhülse aus Stahl bestehen, ist der
Gardinengleiter im übrigen aus Kunststoff hergestellt.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert;
es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Gardinengleiter in schematischer Seitenansicht mit angedeuteter
Laufschiene und Gardine sowie angedeutetem Einhängemagazin,
- Fig. 2
- den Gegenstand nach Fig. 1 ohne Gleitkopf, in aufgeklapptem Zustand,
- Fig. 3
- eine Aufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 2,
- Fig. 4
- einen vertikalen Querschnitt AA durch den Gegenstand nach Fig. 2,
- Fig. 5
- einen horizontalen Längsschnitt BB durch den Gegenstand nach Fig. 2,
- Fig. 6
- einen Gleitkopf für den Gegenstand nach Fig. 1 in Seitenansicht,
- Fig. 7
- eine Aufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Vertikalschnitt CC durch den Gegenstand nach Fig. 6,
- Fig. 9
- eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gardinengleiters in schematischer
Seitenansicht,
- Fig. 10
- eine Ansicht von unten auf den Gegenstand nach Fig. 9,
- Fig. 11
- einen Gleitkopf für den Gegenstand nach Fig. 9 in Seitenansicht und
- Fig. 12
- den Gegenstand nach Fig. 11 in einer um 90° verdrehten Ansicht.
[0010] In den Figuren ist ein Gardinengleiter 1 zum Aufhängen und Abnehmen einer Gardine
2 aus einer Laufschiene 3 dargestellt, wobei die Gardine 2 am oberen Gardinenrand
in vorgebenen Abständen derartige Gardinengleiter 1 aufweist und die Laufschiene 3
als Hohlprofil mit einem in Schienenlängsrichtung auf ihrer Unterseite verlaufenden
Führungsschlitz mit vorgegebener Schlitzbreite zum Hindurchtreten der in der Laufschiene
geführten Gardinengleiter ausgebildet ist. Die in einer solchen Laufschiene üblichen
Feststeller - zum Beispiel Endmagnete - sind ebenso wenig dargestellt wie entsprechende
Magnetstecker an dem jeweils letzten Gardinengleiter.
[0011] Der Gardinengleiter 1 weist einen in der Laufschiene 3 gleitenden T-förmigen Gleitkopf
4 und einen unterhalb der Laufschiene 3 verfahrbaren Gleitwagen 5 auf. Der T-förmige
Gleitkopf 4 ist in dem Gleitwagen 5 gegen die Wirkung einer Rückstellfeder 6 um mindestens
90° drehbar gelagert. Die Kopfbreite B ist kleiner und die Kopflänge L größer als
die Schlitzbreite des Führungsschlitzes der Laufschiene gewählt. Der T-förmige Gleitkopf
4 weist einen seitlich vorkragenden Steuernocken 7 und der Gleitwagen 5 beidseitig
vorkragende Führungsflansche 8 und untenseitig einen Aufhängebügel 9 auf. Im Bereich
des Führungsschlitzes der Laufschiene 3 ist ein lediglich angedeutetes Einhängemagazin
10 mit einem Einlaufkanal bzw. Auslaufkanal für den bzw. die Gardinengleiter gegen
die Unterseite der Laufschiene 3 ansetzbar. Der Einlaufkanal weist eine Steuerkurve
für den Steuernocken 7 und sich gegenüberliegende Führungskurven für die Führungsflansche
8 des Gardinengleiters 1 derart auf, daß der T-förmige Gleitkopf 4 zum Austreten aus
der Laufschiene 3 mittels des Steuernockens 7 im Bereich der Steuerkurve um 90° gedreht
und der Gleitwagen 5 bei austretendem Gleitkopf 4 mittels der Führungsflansche 8 im
Bereich der Führungskurven geführt wird. Dadurch ist der Gardinengleiter 1 aus der
Laufschiene 3 in das Einhängemagazin 10 überführbar und läßt sich die Gardine 2 an
beliebiger Stelle aus der Laufschiene 3 herausnehmen bzw. in die Laufschiene einhängen.
[0012] Der Gleitwagen 5 weist in Gleitrichtung an seinem einen Wagenende einen Einsteckzapfen
11 und an seinem anderen Wagenende eine Einsteckausnehmung 12 zur vorübergehenden
Aufnahme des Einsteckzapfens 11 eines benachbarten Gleitwagens 5 bei zusammengeschobenen
Gardinengleitern 1 auf. Der Aufhängebügel 9 ist als nach unten V-förmiger Bügel zum
Strecken der Gardine 2 bei auseinandergezogenen Gardinengleitern 1 ausgebildet. Der
Gleitwagen 5 weist einen T-förmigen Gleitkopf 4 in Gleitrichtung überbrückenden Zentrierbügel
13 auf. Der Zentrierbügel 13 weist auf seiner Unterseite eine quer zur Gleitrichtung
verlaufende Zentrierausnehmung 14 für den in der Laufschiene 3 quer zur Gleitrichtung
ausgerichteten sowie axial beweglichen und infolge Federwirkung gegen die Zentrierausnehmung
14 angedrückten Gleitkopf 4 bzw. für seinen T-Balken auf. An den Zentrierbügel 13
sind die beidseitig vorkragenden Führungsflansche 8 für den Gleitwagen 5 angeformt.
Die Rückstellfeder 6 für den T-förmigen Gleitkopf 4 ist als hinsichtlich ihrer Torsionskraft
und Druckkraft einstellbare Feder ausgebildet. Vorzugsweise weist der Gleitwagen 5
eine Bohrung 15 für einen darin einsetzbaren Hohlzapfen 16 zur Aufnahme der Rückstellfeder
6 auf, wobei der T-förmige Gleitkopf 4 mit seinem T-Steg unter Zwischenschaltung der
Rückstellfeder 6 unterhalb des Steuernockens 7 in der Bohrung 15 und gegebenenfalls
in dem Hohlzapfen 16 axial beweglich geführt ist.
[0013] Nach einer abgewandelten Ausführungsform des Gardinengleiters 1 sind der Einsteckzapfen
11 als Mehrfingerzapfen mit einem Einführungskeil 17 und ggf. einem Rastglied 18 und
die Einsteckausnehmung 12 als Mehrfingeraufnahme mit ggf. einer Rastausnehmung für
das ein- und ausrastbare Rastglied 18 ausgebildet. Der Gleitwagen 5 weist einen den
in der Laufschiene 3 gleitenden T-förmigen Gleitkopf 4 in Gleitrichtung überbrückenden
Zentrierbügel ohne eine Zentrierausnehmung auf, vielmehr besitzt der Gleitkopf 4 im
Bereich seines Steuernockens 7 eine Drehsperre 19, nämlich einen Sperrnocken, die
in eine Sperrausnehmung 20, nämlich einen Sperrschlitz, am Zentrierbügel 13 eingreift.
Der axial beweglich Gleitkopf ist mit der Drehsperre 19 gegen Federwirkung und folglich
gegen die Wirkung der Rückstellfeder 6 aus der Sperrstellung niederdrückbar. Die Drehsperre
19 bzw. der Sperrnocken ist auf dem Steuernocken 7 angeordnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist in den Hohlzapfen 16 eine Zentrierhülse 21 für die Rückstellfeder 6 eingesetzt.
[0014] Der Aufhängebügel 9 ist in Schrägstellung zur Gleitrichtung auf der Unterseite des
Gleitwagens 5 angeordnet, wodurch ein Übergreifen der Aufhängebügel 9 benachbarter
und zuammengeschobener Gardinengleiter 1 bei hinreichend großem Gardinen- bzw. Schlaufenhub
erreicht wird, weil eben die Spreizung der V-Schenkel der Aufhängebügel 9 durch die
Schrägstellung selbst dann nicht stört, wenn die Aufhängebügel 9 mit ihren oberen
Schenkelenden die Breite des Gleitwagens 5 übersteigen. Der Aufhängebügel 9 weist
im Bereich der oberen Enden seiner V-Schenkel einen abgeflachten Steigungswinkel α
auf. Der aus Kunststoff bestehende Aufhängebügel 9 ist mit seinem einen Bügelende
22 in den Gleitwagen 5 ein- und ausrastbar.
[0015] Die Rückstellfeder 6 und ggf. die Zentrierhülse 21 bestehen aus Stahl, während der
Gardinengleiter 1 im übrigen, also der Zentrierbügel 13, der T-förmige Gleitkopf 4,
der vorkragende Steuernocken 7 und ggf. die Drehsperre 21 sowie die Führungsflansche
8, der Gleitwagen 5 und eben der Aufhängebügel 9 aus Kunststoff ausgeführt sind.
1. Gardinengleiter (1) zum Aufhängen und Abnehmen einer Gardine (2) aus einer Laufschiene
(3),
- mit einem in der Laufschiene (3) gleitenden T-förmigen Gleitkopf (4) und einem unterhalb
der Laufschiene (3) verfahrbaren Gleitwagen (5),
- der T-förmige Gleitkopf (4) ist in dem Gleitwagen (5) gegen die Wirkung einer Rückstellfeder
(6) um mindestens 90° drehbar gelagert,
- der T-förmige Gleitkopf (4) weist einen seitlich vorkragenden Steuernocken (7) auf,
- der Gleitwagen (5) weist beidseitig vorkragende Führungsflansche (8) und untenseitig
einen Aufhängebügel (9) für die Gardine (2) auf,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitwagen (5) in an sich bekannter Weise in Gleitrichtung an seinem einen
Wagenende einen Einsteckzapfen (11) und an seinem anderen Wagenende eine Einsteckausnehmung
(12) zur Aufnahme des Einsteckzapfens (11) eines benachbarten Gleitwagens bei zusammengeschobenen
Gardinengleitern (1) aufweist und daß der Aufhängebügel (9) als nach unten V-förmiger
Bügel zum Strecken der mit jeweils zwei im vorgegebenen Abstand angeordneten Schlaufen
an den Aufhängebügeln (9) aufgehängten Gardine (2) bei auseinandergezogenen Gardinengleitern
(1) ausgebildet ist.
2. Gardinengleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteckzapfen (11)
als Mehrfingerzapfen mit einem Einführungskeil (17) und ggf. einem Randglied (18)
und die Einsteckausnehmung (12) als Mehrfingeraufnahme mit ggf. einer Rastausnehmung
für das ein- und ausrastbare Rastglied (18) ausgebildet sind.
3. Gardinengleiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitwagen
(5) einen den in der Laufschiene (3) gleitenden T-förmigen Gleitkopf (4) in Gleitrichtung
überbrückenden Zentrierbügel (13) aufweist, daß der Gleitkopf (4) im Bereich seines
Steuernockens (7) eine Drehsperre (19), z. B. einen Sperrnocken, aufweist, die in
eine Sperrausnehmung (20), einen Sperrschlitz, am Zentrierbügel (13) eingreift, und
daß der axialbewegliche Gleitkopf (4) mit der Drehsperre (19) gegen Federwirkung aus
der Sperrstellung niederdrückbar ist.
4. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehsperre (19) auf dem Steuernocken (7) angeordnet ist.
5. Gardinengleiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitwagen
(5) einen den in der Laufschiene (3) gleitenden T-förmigen Gleitkopf (4) in Gleitrichtung
überbrückenden Zentrierbügel (13) aufweist und der Zentrierbügel (13) auf seiner Unterseite
eine quer zur Gleitrichtung verlaufende Zentrierausnehmung (14) für den in der Laufschiene
quer zur Gleitrichtung ausgerichteten sowie axial beweglichen und infolge Federwirkung
angedrückten Gleitkopf 4 bzw. für seinen T-Balken aufweist.
6. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gleitwagen (5) eine Bohrung (15) für einen darin einsetzbaren Hohlzapfen (16) zur
Aufnahme der Rückstellfeder (6) aufweist und der T-förmige Gleitkopf (4) mit seinem
T-Steg unter Zwischenschaltung der Rückstellfeder (6) unterhalb des Steuernockens
(7) in der Bohrung (15) und gegebenenfalls in dem Hohlzapfen (16) axial beweglich
geführt ist.
7. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hohlzapfen (16) als eine Zentrierhülse für die Rückstellfeder (6) und den T-förmigen
Gleitkopf (4) ausgebildet oder in den Hohlzapfen (16) eine Zentrierhülse (21) eingesetzt
ist.
8. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Zentrierbügel (13) die beidseitig vorkragenden Führungsflansche (8) für den Gleitwagen
(5) angeformt sind.
9. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückstellfeder (6) für den T-förmigen Gleitkopf (4) als hinsichtlich ihrer Torsionskraft
und Druckkraft einstellbare Feder ausgebildet ist.
10. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Aufhängebügel (9) in Schrägstellung zur Gleitrichtung auf der Unterseite des Gleitwagens
(5) angeordnet ist und dadurch ein Übergreifen der Aufhängebügel (9) benachbarter
und zusammengeschobener Gardinengleiter (1) erreichbar ist.
11. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Aufhängebügel (9) im Bereich der oberen Enden seiner V-Schenkel einen abgeflachten
Steigungswinkel (α) aufweist.
12. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
aus Kunststoff bestehende Aufhängebügel (9) mit seinem einen Bügelende (22) in den
Gleitwagen (5) einrastbar ist.
13. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückstellfeder (6) aus Stahl und der Gardinengleiter (1) im übrigen aus Kunststoff
bestehen.
14. Gardinengleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er
einen Magnetstecker für einen als Endmagneten ausgebildeten Feststeller aufweist.