(19)
(11) EP 0 648 184 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.11.1997  Patentblatt  1997/47

(21) Anmeldenummer: 94916941.1

(22) Anmeldetag:  06.05.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B65H 45/12, B65H 45/18
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9401/462
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9426/644 (24.11.1994 Gazette  1994/26)

(54)

VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER FALZMASCHINE

PROCESS FOR OPERATING A FOLDING MACHINE

PROCEDE PERMETTANT DE FAIRE FONCTIONNER UNE PLIEUSE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE IT PT

(30) Priorität: 06.05.1993 DE 4315095

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
19.04.1995  Patentblatt  1995/16

(73) Patentinhaber: STAHL GmbH & Co. Maschinenfabrik
D-71642 Ludwigsburg-Neckarweihingen (DE)

(72) Erfinder:
  • HUOBER, Bodo
    D-71636 Ludwigsburg (DE)

(74) Vertreter: Degwert, Hartmut, Dipl.-Phys. et al
Prinz & Partner Manzingerweg 7
81241 München
81241 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 131 310
DE-A- 3 332 809
DE-A- 4 018 709
DD-A- 152 766
DE-A- 3 935 056
US-A- 4 481 007
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Falzmaschine mit mehreren aufeinanderfolgenden Falzeinheiten, von denen zumindest eine mit einem Bogendetektor im Abstand vor einem Bogenanschlag und mit wenigstens einer, insbesondere seitlichen Führung versehen ist, bei welchem die Betriebsarten Automatik und Einzelhub vorgesehen sind.

    [0002] In einer Falzmaschine müssen die Bogenanschläge und Führungen zu Beginn einer Falzarbeit auf das Format der jeweiligen zu falzenden Bogen eingestellt werden. Diese Einstellung ist jedoch sehr zeitaufwendig. Je nach Geschwindigkeit der Transportbänder der Falzmaschine muß die Transporteinrichtung früher oder später abgeschaltet werden, wenn der einlaufende Bogen unter dem Schwert an einer günstigen Stelle zum Halten kommen soll, um die Einstellung der Anschläge und Führungen vorzunehmen.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben einer Falzmaschine der eingangs angegebenen Art bereitzustellen, durch welches die Einstellung der Bogenführungen des Bogens vereinfacht wird.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine weitere Betriebsart zum Einrichten der Maschine vorgesehen ist, in welcher:
    • der Antrieb der Maschine mit einer reduzierten Geschwindigkeit innerhalb eines vorbestimmten Geschwindigkeitsbereichs läuft;
    • der Bogendetektor bei Erfassung eines einlaufenden Bogens ein Abschaltsignal für den Antrieb liefert, so daß der Bogen vor der Führung der betreffenden Falzeinheit abgebremst wird und zum Stillstand kommt;
    • der Bogen anschließend mit weiter verminderter Geschwindigkeit gegen den Bogenanschlag der betreffenden Falzeinheit bewegt wird; und
    • in der Phase vom Stillstand des Bogens bis zu seiner Ankunft am Bogenanschlag die Führung nach Bedarf auf den einlaufenden Bogen eingestellt wird.


    [0005] Die Erfindung ist auf Falzmaschinen mit Schwertfalzeinheiten wie auf solche mit Taschenfalzeinheiten anwendbar, insbesondere Kombi-Falzmaschinen mit Kreuz-, Drei-, und Vierbruchschwertfalzwerken oder Taschen-Falzmaschinen mit Zwei-, Drei- und Vierbruchfalzeinheiten.

    [0006] Aus der EP-A-0 131 310 ist bereits eine Falzmaschine mit Schwertfalzeinheiten bekannt, die in einer Falzeinheit einen Bogendetektor aufweist, der den Durchgang eines zu falzenden Bogens auf den Transportbändern registriert. Der Abstand des Bogendetektors von dem Anschlag ist so bemessen, daß ein am Anschlag zum Falzen bereitliegender Bogen nicht mehr im Erfassungsbereich des Bogendetektors liegt. Eine Antriebssteuerung für den Antrieb der Transportbänder setzt diesen Antrieb still, wenn ein herangeführter, durch den Bogendetektor registrierter Bogen den Erfassungsbereich des Bogendetektors nach Ablauf einer mit der Bogenerfassung beginnenden Meßspanne nicht wieder verlassen hat. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann derselbe Bogendetektor zur Erzeugung des Abschaltsignals für den Antrieb in der Betriebsart "Einrichten" verwendet werden.

    [0007] Bei einer Falzmaschine nach der DE-A-39 35 056 sind den einzelnen Taschenfalzeinheiten verschiedene Bogendetektoren zugeordnet. Auch bei einer solchen Falzmaschine ist das Verfahren nach der Erfindung anwendbar, wobei die Signale der Bogendetektoren als Abschaltsignale für die Betriebsart "Einrichten" verwendet werden können.

    [0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0009] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und aus der Zeichnung, auf die Bezug genommen wird. Es zeigen:
    • Fig. 1 eine schematische Darstellung der wesentlichen Elemente einer Schwertfalzeinheit und der Relativanordnung eines Bogendetektors zu den Bogenführungen;
    • Fig. 2 eine schematische Teilansicht auf eine Taschenfalzmaschine, in welcher der Bogendetektor im Bereich des zweiten Falzwerks angeordnet ist.


    [0010] Das in Fig. 1 schematisch gezeigte Falzwerk einer Schwertfalzmaschine weist vier parallele Transportbänder 10, 12, 14, 16 auf, die auf zwei zueinander parallele, im Abstand voneinander angeordnete Walzen 18, 20 aufgezogen sind und von wenigstens einer derselben angetrieben werden. Die Walze 20 ist in der Zeichnung nur angedeutet. Der zu falzende Bogen 21 wird über die Transportbänder 10, 12, 14, 16 in Richtung eines Pfeiles F an einen Anschlag 22 herangeführt, der quer zur Transportrichtung F angeordnet ist. Mit der unter den Transportbändern 10, 12, 14, 16 angeordneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Falzwalze arbeitet ein Falzschwert 24 zusammen, das parallel zu den Transportbändern 10, 12, 14, 16 und zwischen den Transportbändern 10, 12, 14, 16 angeordnet ist. Dieses Falzschwert 24 ist auf- und abbewegbar. Seine Auf- und Abbewegung wird durch eine nicht dargestellte Falzschwertsteuerung gesteuert.

    [0011] Ein Bogendetektor 26, der die Aufgabe hat, den Durchgang eines Bogens 21 zu registrieren, ist auf einer zu den Transportbändern 10, 12, 14, 16 parallelen Schiene 28 einstellbar angeordnet, so daß sein Abstand von dem Anschlag 22 eingestellt werden kann. Zur Feststellung des Bogendetektors 26, der vorzugsweise als Lichtschranke ausgebildet ist, auf der Schiene 28 dient eine Feststellschraube 30.

    [0012] Auf dem Anschlag 22 sind jeweils zwei einstellbare Bogenführungen 32 und 34 vorgesehen. Die Bogenführungen 32, 34 sind mittels Einstellschrauben 36 und 38 auf dem Anschlag 22 feststellbar.

    [0013] Die Falzmaschine verfügt über einen Umrichterantrieb und kann mit variabler Geschwindigkeit betrieben werden. Ferner ist sie mit einer elektronischen Steuerung versehen.

    [0014] Diese elektronische Steuerung bezieht sich auf Maschinen mit Umrichterantrieb, bei denen nun die Möglichkeit gegeben ist, bei der Funktion "Einrichten" in Kombi-Maschinen im Bereich der Kreuzbrüche eine schnellere und exaktere Einstellung der seitlichen Bogenanschläge auf den einlaufenden Bogen hin vorzunehmen.

    [0015] Zur Zeit gibt es in der Steuerung der Kombi-Falzmaschinen außer dem Wahlschalter Automatik/Einzelhub (Kreuz-, Drei-und Vierbruch haben separate Wahlschaler) keine exakte Möglichkeit, die seitlichen Bogenführungen vor dem Kreuzbruchanschlag richtig zu setzen. Je nach Geschwindigkeit der Maschine muß mit der Maschinen-Stop-Taste rechtzeitig abgeschaltet werden, wenn der einlaufende Bogen unter dem Schwert an einer günstigen Stelle zum Halten kommen soll, um die entsprechenden Anschläge zu setzen. Die rechtzeitige Abschaltung hängt also von der Einrichteperson ab.

    [0016] Bei Maschinen mit Umrichterantrieb ist nun die Möglichkeit einer Funktion "Einrichten" gegeben.

    Einstellung Kreuzbruch



    [0017] Mit dem Kreuzbruch-Wahlschalter Automatik/Einzelhub ist der Stellung "Einzelhub" gleichzeitig die Funktion "Einrichten" zugeordnet.

    [0018] In diesem Modus ist dem Antrieb eine feste Maschinengeschwindigkeit zwischen 50-60 m/min. zugeordnet, das bedeutet Wahlschalter/Einzelhub-Maschine Start-Geschwindigkeit zwischen 50-60 m/min. Mit dem Taster "Bogen Start/Stop" wird ein Bogen vom Anleger am Saugrad abgerufen und durchläuft den Walzenstuhl (Parallelfalzwerk) auf dem Weg zum Kreuzbruchlichttaster. Dieser Lichttaster gehört zum Stand der Technik und ist in der EP-A-0 131 310 beschrieben. Diesem Lichttaster wird eine weitere Funktion "Einrichten" zugeteilt. Erreicht der einlaufende Bogen mit seiner Vorderkante diesen Lichttaster, wird ein Signal ausgegeben. Dieses Signal stoppt und bremst die Maschine ab und zwar so, daß der Bogen vor den seitlichen Bogenführungen zum Stillstand kommt, für den Anwender somit in einer günstigen Einrichteposition. Mit einer Taste "Antrieb Tippen" kann der Bogen nun mit ca. 5 m/min. zum Bogenanschlag gefahren und die Stellung der seitlichen Bogenführung beobachtet werden oder dieser Vorgang kann mit dem Handrad am Parallelbruchfalzwerk durchgeführt werden. Sind die seitlichen Bogenführungen eingestellt, kann mit "Maschine Start" (50-60 m/min) und Betätigung der Einzelhubtaste bei Wahlschalterstellung "Einzelhub-Dreibruch" der am Kreuzbruchanschlag anliegende Bogen zum Dreibruch befördert werden.

    [0019] Das Signal vom Dreibruchlichttaster (Funktion wie beim Kreuzbruch) stoppt und bremst die Maschine ab, und der Bogen befindet sich wieder in einer für den Anwender günstigen Einrichteposition, so wie beim Kreuzbruch, oder es wird in Wahlschalterstellung "Einzelhub-Dreibruch" ein Bogen vom Anleger abgerufen, dann durchläuft er den Walzenstuhl (Parallelbruch) sowie den Kreuzbruch und stoppt erst im Dreibruch in der günstigen Einrichteposition. Die Vierbrucheinstellung hat die gleiche Funktion wie der Kreuz- und der Dreibruch.

    [0020] Die Steuerung ist für den Anwender vorteilhaft und zeitsparender und ist auch anwendbar bei Taschenfalzmaschinen mit Zwei-, Drei und Vierbruchfalzwerken.

    [0021] Bei der Funktion "Einrichten" ist dem Antrieb bei "Maschine Start" eine feste Maschinengeschwindigkeit zugeordnet, wie bei Kombi-Maschinen. Zum Beispiel gibt der an der Bogenführung des Schrägrollentisches der zweiten Station angeordnete Sensor B1 (entnommen aus der Anmeldung DE 39 35 056) ein Signal ab, so daß die Maschine stoppt und abbremst. Der Bogen bleibt auf dem Schrägrollentisch liegen, und es können Einstellarbeiten vorgenommen werden.

    [0022] Bei "Maschine Start" durchläuft dann der Bogen die zweite Station in der fest zugeordneten Geschwindigkeit. Das dritte und das vierte Falzwerk haben die gleiche Funktion wie das zweite Falzwerk.

    [0023] Die gewählte feste Einricht-Geschwindigkeit von 50-60 m/min hat den Vorteil, daß bei dieser Geschwindigkeit kaum eine Nachjustierung des Stauchfalzes im Parallelbruch notwendig ist. Bei einer geringeren Geschwindigkeit oder einem von Hand am Handrad eingedrehten Bogen in das Stauchfalzwerk ist eine erhebliche Nachjustierung notwendig, wenn dann auf Automatik (volle Geschwindigkeit) umgeschaltet wird.

    [0024] Das in Fig.1 dargestellte Schwertfalzwerk zeigt die Situation des eingelaufenen Bogens in Stop-Position. Die Bogenvorderkante hat den Lichttaster durchlaufen, und dessen Signal stoppte und bremste die Maschine ab, so daß der Bogen in einer günstigen Einrichteposition vor den seitlichen Bogenführungen zum Stillstand kam. Im Tipp-Betrieb oder von Hand mit dem Handrad kann nun der Bogen zum Bogenanschlag befördert werden, und die seitlichen Bogenführungen können exakt gesetzt werden.

    [0025] Die in Fig.2 dargestellte Stauchfalzmaschine zeigt den Bogen in Stop-Position, ausgelöst durch den Lichttaster B1, den der Bogen zuvor mit seiner Vorderkante durchlaufen hat.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Betreiben einer Falzmaschine mit mehreren aufeinanderfolgenden Falzeinheiten, von denen zumindest eine mit einem Bogendetektor (26) im Abstand vor einem Bogenanschlag (22) und mit wenigstens einer, insbesondere seitlichen Führung (32, 34) versehen ist, bei welchem die Betriebsarten Automatik und Einzelhub vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere Betriebsart zum Einrichten der Maschine vorgesehen ist, in welcher:

    - der Antrieb der Maschine mit einer reduzierten Geschwindigkeit innerhalb eines vorbestimmten Geschwindigkeitsbereichs läuft;

    - der Bogendetektor (26) bei Erfassung eines einlaufenden Bogens (21) ein Abschaltsignal für den Antrieb liefert, so daß der Bogen (21) vor der Führung der betreffenden Falzeinheit abgebremst wird und zum Stillstand kommt;

    - der Bogen anschließend mit weiter verminderter Geschwindigkeit gegen den Bogenanschlag (22) der betreffenden Falzeinheit bewegt wird; und

    - in der Phase vom Stillstand des Bogens (21) bis zu seiner Ankunft am Bogenanschlag (22) die Führung nach Bedarf auf den einlaufenden Bogen eingestellt wird.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heranbewegung des Bogens (21) an den Bogenanschlag (22) mit weiter verminderter Geschwindigkeit durch manuellen Antrieb erfolgt.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heranbewegung des Bogens (21) an den Bogenanschlag (22) mit weiter stark verminderter Geschwindigkeit durch aufeinanderfolgendes kurzzeitiges Betätigen eines Schalters zur vorübergehenden Aktivierung des Antriebs der Maschine erfolgt.
     
    4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens in bestimmten Falzeinheiten die Betriebsart Einrichten der Betriebsart Einzelhub jeweils individuell zugeordnet ist.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach Auswahl der Betriebsart Einzelhub die Betriebsart Einrichten aktiviert wird, indem ein Bogen durch Betätigen eines Start/Stop-Tasters von einem Bogenanleger abgerufen wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgter Einstellung der seitlichen Führung der Antrieb der Maschine durch Betätigen des Start/Stop-Tasters aktiviert wird und der Bogen mit der reduzierten Geschwindigkeit vom Bogenanschlag zu der darauffolgenden Falzeinheit weiterbefördert wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogen an der Führung der darauffolgenden Falzeinheit zur Einstellung der Führung angehalten wird, wenn für diese Falzeinheit die Betriebsart Einzelhub gewählt ist.
     
    8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzmaschine mit einem Umrichterantrieb und einer elektronischen Steuerung ausgestattet ist.
     
    9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der vorbestimmte Geschwindigkeitsbereich etwa 50 bis 60 m/min beträgt.
     


    Claims

    1. A method of operating a folder comprising a plurality of sequentially arranged folding units, of which at least one is provided with a sheet detector (26) arranged short of a sheet abutment (22) and at least one more particularly lateral guide (32, 34), in the case of which automatic and single stroke modes of operation are provided for, characterized by the provision of a further mode of operation for make-ready of the machine, in which:

    - the drive of the machine is run at a reduced speed within a predetermined speed range,

    - on detecting a supplied sheet (21) the sheet detector (26) supplies a switch off signal for the drive so that the sheet (21) is retarded short of the guide of the respective folder unit and comes to rest;

    - the sheet is then moved at a further-reduced speed toward the sheet abutment (22) of the respective folder unit; and

    - in a phase between a stationary state of the sheet (21) till the arrival thereof at the sheet abutment (22) the guide is set to suit the supplied sheet (21) as is required.


     
    2. The method as claimed in claim 1, characterized in that movement of the sheet (21) toward the sheet abutment (22) is caused by manually powering the folder with a further-reduced speed.
     
    3. The method as claimed in claim 1, characterized in that movement of the sheet (21) toward the sheet abutment (22) is caused at a further much-reduced speed by repeated, short-time operation of a switch for the temporary operation of the drive of the folder.
     
    4. The method as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that at least in certain folder units thereof a make-ready mode of operation is respectively individually provided for the single stroke mode of operation.
     
    5. The method as claimed in claim 4, characterized in that after selection of the single stroke mode of operation the make-ready mode of operation is set, same involving the take up of a sheet (26) from a sheet delivery point by operation of a start-stop switch.
     
    6. The method as claimed in claim 5, characterized in that after setting of lateral guide means (32, 34) the drive of the folder is put into operation by actuating the start-stop switch and the sheet (26) is moved on at the said reduced speed from the sheet abutment (22) as far as the following folder unit.
     
    7. The method as claimed in claim 6, characterized in that the sheet (26) is arrested at the guide of the following folder unit for adjustment of the guide, if the single stroke operation mode has been selected for such folder unit.
     
    8. The method as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the folder comprises an inverter drive and an electronic control system.
     
    9. The method as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the folder possesses a predetermined speed range of approximately 50 to 60 m/min.
     


    Revendications

    1. Procédé de marche d'une plieuse, équipée de plusieurs unités de pliage se suivant les unes les autres, dont au moins une est pourvue d'un détecteur de feuilles (26) placé à distance devant une butée de feuilles (22) et d'au moins un guidage (32, 34), en particulier un, guidage latéral, procédé dans lequel sont prévus les types de marche appelés automatique et course individuelle, caractérisé en ce qu'est prévu un autre type de marche, pour le réglage de la machine, dans lequel :

    - l'entraînement de la machine se fait à une vitesse réduite, dans les limites d'une plage de vitesse prédéterminée;

    - le détecteur de feuilles (26) fournit, lorsqu'il a saisi l'entrée d'une feuille (21), un signal de mise hors service de l'entraînement, si bien que la feuille (21) est freinée avant le guidage de l'unité de pliage concernée, et est mise à l'arrêt;

    - la feuille est ensuite amenée, à une vitesse encore diminuée, contre la butée à feuilles (22) de l'unité de pliage concernée; et

    - dans la phase comprise entre l'arrêt de la feuille (21) jusqu'à son arrivée sur la butée à feuilles (22), le guidage est réglé selon les besoins, sur la feuille entrant.


     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'amenée de la feuille (21) sur la butée à feuilles (22) s'effectue à une vitesse encore diminuée, par un entraînement manuel.
     
    3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'amenée de la feuille (21) sur la butée à feuilles (22) s'effectue à une vitesse encore fortement diminuée, par actionnements de courte durée, successifs, d'un interrupteur, destiné à activer temporairement l'entraînement de la machine.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, au moins dans des unités de pliage déterminées, le type de marche appelé réglage est associé chaque fois individuellement au type de marche à course individuelle.
     
    5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que, après avoir choisi le type de marche appelé course individuelle, le type de marche appelé réglage est activé, en appelant une feuille, par actionnement d'une touche marche/arrêt d'un margeur de feuilles.
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une fois le réglage du guidage latéral effectué, l'entraînement de la machine est activé par actionnement de la touche marche/arrêt et la feuille continue à être transportée à vitesse réduite, depuis la butée à feuilles vers l'unité de pliage suivante.
     
    7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la feuille est arrêtée au niveau du guidage de l'unité de pliage suivante, pour procéder au réglage du guidage, lorsque pour cette unité de pliage est choisi le type de marche appelé à course individuelle.
     
    8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plieuse est équipée d'un entraînement à changeur de fréquence et d'une commande électronique.
     
    9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plage de vitesse prédéterminée est comprise entre environ 50 et 60 m/min.
     




    Zeichnung