[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Druckwerk für eine Rollendruckmaschine gemäss
dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
[0002] Druckwerke, in denen die den Druckspalt bildenden Zylinder nach Art der Zylinder
von Bogendruckmaschinen durch Zylindergruben getrennte Drucksättel aufweisen und die
Papierbahn im sogenannten Pilgerschritt transportiert wird, sind in der DE-31 35 696C3
und in der EP-A-0 415 881 beschrieben. Diese bekannten Druckwerke sind entweder Offset-Druckwerke
mit zwei zusammenwirkenden Gummizylindern, welche beide mit Druckbildern eingefärbt
werden und zur Herstellung eines Schön- und Widerdrucks dienen, oder Stichtiefdruckwerke
mit einem Plattenzylinder, der mit einem Druckzylinder zusammenwirkt. Die Verwendung
von Bogendruckwerken zum Bedrucken einer kontinuierlichen Papierbahn hat den Vorteil,
dass auf die schwierige und zeitraubende Herstellung von Platten-, Druck- bzw. Gummizylindern
mit kontinuierlicher, fugenloser Umfangsfläche verzichtet werden kann; statt dessen
werden die einfacher herzustellenden Zylinder mit voneinander getrennten Drucksätteln
verwendet, auf denen die einzelnen Druckplatten oder Druckbezüge ohne grosse Schwierigkeiten
individuell aufgespannt, justiert und ausgewechselt werden können. Ausserdem erlaubt
der Transport der Papierbahn im sogenannten Pilgerschrittbetrieb, dass stets aneinander
anschliessende Bilder, ohne Papierverlust infolge unbedruckter Lücken zwischen den
Bildern, herstellbar sind, dass also durch die Zylindergruben keine unbedruckten Streifen
zwischen aufeinanderfolgenden Druckbildern entstehen. Zu diesem Zwecke wird der Transport
der Papierbahn, wie insbesondere in der EP-A-0 415 881 beschrieben, mittels eines
Steuersystems so gesteuert, dass nach jeder Druckoperation die nicht mehr eingeklemmte
Papierbahn beim Passieren der miteinander ausgerichteten Zylindergruben beider Zylinder
zunächst abgebremst, dann rückwärtsbewegt und schliesslich wieder auf Betriebsgeschwindigkeit
beschleunigt wird, bevor sie zwischen den folgenden zusammenwirkenden Drucksätteln
der beiden Zylinder für die folgende Druckoperation erneut eingeklemmt wird. Die Strecke,
um welche die Papierbahn dabei relativ zum Umfang der beiden Zylinder zurückgezogen
wird, ist so gewählt, dass aufeinanderfolgende Druckbilder praktisch lückenlos gedruckt
werden. Dazu muss also die Pilgerschrittbewegung so gesteuert werden, dass die Papierbahn
nach dem Pilgerschritt wenigstens näherungsweise die gleiche Position relativ zum
Druckspalt zwischen den beiden Zylindern, das heisst innerhalb der Maschine, einnimmt
wie vor dem Pilgerschritt.
[0003] Durch entsprechende Anpassung der Pilgerschrittbewegung lassen sich mit ein und derselben
Druckmaschine auch bei veränderten Formaten des Druckbildes, also bei kürzeren Formaten,
lückenlos aneinander anschliessende Bilder drucken. Die Druckformatänderung besteht
darin, dass eine gleich grosse Druckplatte mit einem kürzeren Druckbild aufgespannt
wird, wobei also die Druckzone gleich bleibt und nicht verkürzt ist.
[0004] Bei den bisher bekannten Rollendruckmaschinen dieser Art sind die beiden Zylinder
stets so zueinander eingestellt, dass die Drucksättel bei ihrem Zusammenwirken im
Druckspalt genau einander gegenüberliegen, wie in den Figuren 1 und 2 für die beiden
Zylinder 1 und 4 dargestellt, die je drei Drucksättel 2 bzw. 5 mit der Umfangslänge
S aufweisen. Hierbei ist also die Länge D der Druckzone, längs welcher die Papierbahn
7 zwischen beiden Zylindern eingeklemmt wird, stets genauso gross wie die Umfangslänge
S eines Drucksattels, und zwar unabhängig von der Umfangslänge B des Druckbildes,
also vom Format.
[0005] Daher ist natürlich auch die druckfreie Zone zwischen zwei Druckzonen entsprechend
der Länge G einer Zylindergrube und damit die Zeitspanne stets gleich, die für das
Zurückziehen der Papierbahn zur Verfügung steht.
[0006] Figur 1 zeigt den Beginn einer Druckoperation und Figur 2 das Ende dieser Druckoperation,
nachdem sich also die Zylinder im Pfeilsinne um einen der Länge D der Druckzone entsprechenden
Winkel gedreht haben. Wenn das maximal mögliche Format gedruckt wird, das heisst,
wenn die Umfangslänge des Druckbildes praktisch gleich der Umfangslänge eines Drucksattels
ist, dann muss die Papierbahn 7 nach jeder Druckoperation, wenn sie frei beweglich
die Zylindergruben 3, 6 passiert, so abgebremst, zurückgezogen und wieder beschleunigt
werden, dass sie, in Abhängigkeit von der Druckgeschwindigkeit, der realisierbaren
Verzögerung und Beschleunigung sowie der Zeit, in der die Grube durchlaufen wird,
bei erneutem Druckeinsatz annähernd die gleiche Position relativ zum Druckspalt einnimmt,
welche sie vor dem Pilgerschritt eingenommen hatte.
[0007] Wenn jedoch kleinere Formate gedruckt werden sollen, bei welchen - wie in den Figuren
1 und 2 veranschaulicht - die Umfangslänge B eines Druckbildes kleiner als die Umfangslänge
S eines Drucksattels ist, dann muss die Papierbahn 7 nach jeder Druckoperation um
eine grössere Strecke zurückgezogen und wieder beschleunigt werden, welche sicherstellt,
dass die Position der Papierbahn bei erneutem Druckeinsatz zusätzlich um die Differenz
aus Länge der Druckzone D und Länge des Druckbildes B, also um die Strecke D-B, relativ
zum Druckspalt gegen die Laufrichtung zurückversetzt ist.
[0008] Im Beispiel nach den Figuren 1 und 2 fällt der Druckanfang A mit dem Bildanfang zusammen,
während das Druckende E der Druckzone um die erwähnte Differenzstrecke D-B hinter
dem Bildende F liegt, diese Differenz ist mit Z bezeichnet. Die Papierbahn 7 muss
also in diesem Falle bei jedem erneuten Druckeinsatz eine Position relativ zum Druckspalt
einnehmen, die um die Länge Z gegen die Laufrichtung nach hinten versetzt ist, wenn
man praktisch lückenlos aufeinanderfolgende Druckbilder auf der Papierbahn zu erhalten
wünscht, wie in Figur 1 angedeutet.
[0009] Der Umstand, dass die Länge D der Druckzone, auch bei Herstellung von Druckbildern
kleineren Formats, stets konstant bleibt, hat verschiedene Nachteile :
[0010] Da die Papierbahn nach jeder Druckoperation um eine Strecke Z zusätzlich zurückgezogen
werden muss, bedeutet das für kleinere Formate, also für grössere Z, eine erheblich
grössere Verzögerung und Beschleunigung der Papierbahn gegenüber dem Druckbetrieb,
bei dem das maximale Druckformat hergestellt wird. Dabei ist folgendes zu berücksichtigen
:
[0011] Wird die Papierbahn nach der Druckzone freigegeben, bewegt sie sich zunächst entsprechend
der Höhe der Druckgeschwindigkeit und der realisierbaren Verzögerung noch ein Stück
weiter, bis sie steht. Diese Strecke, die die Papierbahn hierbei zurückgelegt hat,
fällt dabei doppelt ins Gewicht, da sie noch einmal bei der Beschleunigung nach dem
Stillstand der Papierbahn zu berücksichtigen ist. Daher muss die Papierbahn um das
Doppelte dieser Strecke zurückgezogen werden, damit sie nach anschliessender Beschleunigung
wieder mit Druckgeschwindigkeit an denselben Ort gelangt, den sie vor dem Pilgerschritt
eingenommen hat.
[0012] Ist nun die Drucksattellänge grösser als die Druckbildlänge, kann die Papierbahn
nach Ende des Druckbildes nicht sofort verzögert werden, sondern wird mit Druckgeschwindigkeit
weitertransportiert, bevor der Pilgerschritt einsetzen kann. Dieser Weg muss, wie
erwähnt, im Pilgerschritt zusätzlich zurückgezogen werden.
[0013] Da jedoch der Verzögerung und Beschleunigung der Papierbahn Grenzen gesetzt sind,
ist eine Drehzahlreduzierung der Maschine erforderlich. Dieser Leistungsverlust wirkt
sich somit doppelt aus, da je Umdrehung ein kürzeres Druckbild erzeugt wird und zusätzlich
die Drehzahl verringer werden muss.
[0014] Ferner wird die Papierbahn speziell beim Stichtiefdruck durch den sehr hohen Druck,
der bis zu 80 t je Meter Bahnbreite betragen kann, und die hochglanzverchromte Oberfläche
der Druckplatte derart verdichtet, dass nach dem Zurückziehen der gepresste, aber
nicht mit Farbe bedruckte Abschnitt Z der Papierbahn beim folgenden Druckvorgang mit
schlechterer Qualität gedruckt wird als die nicht gepresste Bahn. In den Figuren 1
und 2 sind der zuviel gepresste Bahnabschnitt Z und der Abschnitt der Doppelpressung
P veranschaulicht. Die Pressung des Abschnitts Z in Figur 1 rührt vom vorangehenden
Druckvorgang her.
[0015] Nun wird in der FR-A-2309337 eine mit einem Papierbahntransport im Pilgerschritt
arbeitende Rollendruckmaschine beschrieben, die sich zwar von den obenstehend erwähnten
bekannten Rollendruckmaschinen im Aufbau unterscheidet, jedoch durch eine besondere
winkelmässige Anordnung der beiden den Druckspalt bildenden Zylinder die vorstehend
erläuterten Nachteile beseitigt. In dieser Druckmaschine arbeitet ein Plattenzylinder
mit einem Transferzylinder zusammen, auf den das Bild von der Druckplatte übertragen
wird und der seinerseits mit einem Gegendruckzylinder zusammenwirkt. Die beiden, den
Druckspalt bildenden Zylinder, Transferzylinder und Gegendruckzylinder, sind mit einem
Druckbezug bzw. einem Gegendruckbezug versehen, der sich nur über einen Teil des Umfangs
des betreffenden Zylinders, insbesondere über den halben Umfang, erstreckt, während
der übrige Umfang eine nicht druckende Vertiefung bildet, deren Tiefe der Dicke des
Druckbezugs bzw. Gegendruckbezugs entspricht. Gemäss einer besonderen Ausführungsform
sind der Transferzylinder und der Gegendruckzylinder winkelmässig bezüglich der Lage
ihrer im Druckspalt zusammenwirkenden, die Drucksättel bildenden Bezüge, je nach dem
zu druckenden Format, um eine Umfangsstrecke versetzt zueinander eingestellt, welche
wenigstens näherungsweise gleich der Differenz zwischen der Umfangslänge eines Drucksattels
und der Umfangslänge eines Druckbildes ist, so dass die Länge der Druckzone, längs
welcher zwei Drucksättel beim Passieren des Druckspalts die Papierbahn zwischen sich
einklemmen, nur wenigstens näherungsweise so gross wie die Umfangslänge eines Druckbildes
ist.
[0016] Dadurch wird insbesondere bei jeder Zylinderumdrehung die druckfreie Zone und damit
die Zeit vergrössert, in welcher die Papierbahn zurückgezogen und wieder beschleunigt
werden kann.
[0017] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von den im Oberbegriff
des Patentanspruchs angegebenen Merkmalen einer bekannten Rollendruckmaschine nach
der FR-A-2309337, für eine gegebene winkelmässige Versetzung der beiden den Druckspalt
bildenden Zylinder die Länge der Druckzone und deren Winkelposition automatisch zu
ermitteln, so dass die Bewegung der Papierbahn als Funktion dieser beiden Grössen
im entsprechenden Pilgerschrittbetrieb steuerbar ist.
[0018] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs
angegebenen Merkmale gelöst.
[0019] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
[0020] Die Figuren 1 und 2 veranschaulichen, wie bereits erwähnt, den Druckbetrieb eines
bekannten Bogendruckwerks beim Bedrucken einer Papierbahn, die im Pilgerschritt transportiert
wird und
[0021] Figuren 3 und 4 veranschaulichen ein Druckwerk nach der Erfindung und dessen Betrieb,
wobei Figur 3 den Beginn einer Druckoperation und Figur 4 das Ende dieser Druckoperation
zeigt, nachdem sich also beide Zylinder um einen der Druckzonen D entsprechenden Winkel
gedreht haben.
[0022] Bei den beiden, in den Figuren 3 und 4 dargestellten Zylindern 1 und 4 handelt es
sich beispielsweise um den Plattenzylinder 4 und den Druckzylinder 1 eines Stichtiefdruckwerks.
Die Drehrichtung der Zylinder ist durch gekrümmte Pfeile angedeutet. Beide Zylinder
weisen drei gleich grosse, längs ihres Umfangs äquidistant angeordnete Drucksättel
2 bzw. 5 mit der Umfangslänge S auf, welche durch Zylindergruben 3 bzw. 6 mit der
Umfangslänge G voneinander getrennt sind. Auf den Drucksätteln 2 des Druckzylinders
1 sind Druckbezüge und auf den Drucksätteln 5 des Plattenzylinders 4 Stichtiefdruckplatten
aufgespannt. Das Druckbild auf den Druckplatten hat eine Umfangslänge B, die kleiner
als die Länge S des betreffenden Drucksattels 5 ist.
[0023] Im betrachteten Beispiel sind die Druckplatten so aufgespannt, dass das Ende E des
Druckbildes mit dem in Drehrichtung hinteren Ende des Drucksattels 5 zusammenfällt,
während der Anfang A des Druckbildes B gegenüber dem Anfang des Drucksattels 5 entsprechend
versetzt ist. Wie dargestellt, ist der Druckzylinder 1 winkelmässig gegenüber dem
Plattenzylinder 4 so eingestellt, dass die im Druckspalt zusammenwirkenden Drucksättel
2 und 5 beider Zylinder derart gegeneinander versetzt sind, dass die Umfangslänge
D der Druckzone, in welcher die zusammenwirkenden Drucksättel die Papierbahn 7 einklemmen,
gerade nur das zu druckende Format, also die Umfangslänge B des Druckbildes, einschliesst.
Unter Berücksichtigung der freien Ränder der auf die Papierbahn aufgebrachten Druckbilder
muss natürlich praktisch die Druckzone geringfügig länger als das Druckbild sein.
[0024] Gemäss den Figuren 3 und 4 ist das in Drehrichtung vordere Ende des Drucksattels
2 des Druckzylinders 1 gegenüber dem vorderen Ende des Drucksattels 5 um einen Abschnitt
versetzt, welcher gleich der Differenz S - B ist. In der Praxis ist, wie erwähnt,
die Grösse dieser Versetzung ein klein wenig geringer.
[0025] Da aufgrund dieser Anordnung dieser beiden Zylinder 1 und 4 der Einklemmbereich der
Bahn bei der Druckoperation im wesentlichen auf die Umfangslänge B des zu druckenden
Formats verkürzt und damit die druckfreie Zone auf die Länge

vergrössert ist, steht für das Zurückziehen der Papierbahn, das heisst für die Verzögerung
und Beschleunigung, mehr Zeit zur Verfügung. Ausserdem braucht die Papierbahn nicht
zusätzlich zurückgezogen zu werden, da sie sofort nach Ende des Druckbildes frei wird
und verzögert werden kann. Das wesentliche ist also, dass die Papierbahn erst unmittelbar
vor dem Anfang A des Druckbildes eingeklemmt und sofort nach dem Ende E des Druckbildes
wieder frei wird. Das hat den Vorteil, dass bei konstanten Verzögerungs- und Beschleunigungsmomenten,
die antriebsbedingt sind, durch die verlängerte druckfreie Zone die Maschinendrehzahl
erhöht werden kann. Die kürzere Wiederhollänge bei kleinerem Druckbild kann daher
durch eine höhere Drehzahl kompensiert werden. Je kleiner die Länge B des Druckbildes,
je grösser ist die druckfreie Zone, die zum Zurückziehen des entsprechend grösseren
Papierbahnabschnitts zur Verfügung steht.
[0026] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei einem Druckvorgang kein zusätzlicher
Papierbahnabschnitt ausserhalb des Druckbildes gepresst wird und daher eine Doppelpressung
gemäss dem doppelt gepressten Abschnitt P der Papierbahn nach Figur 2, entfällt, so
dass eine Beeinträchtigung der Qualität vermieden wird.
[0027] Im Beispiel nach den Figuren 3 und 4 könnte auch der Zylinder 1 der Plattenzylinder
und der Zylinder 4 der Druckzylinder sein. In diesem Falle fällt der Anfang A des
Druckbildes mit dem in Drehrichtung vorderen Ende des Drucksattels des Plattenzylinders
zusammen, und es ist dieser Plattenzylinder, der entgegengesetzt zur Drehrichtung
gegenüber dem Druckzylinder versetzt ist.
[0028] Um die beschriebenen vorteilhaften Effekte einer Versetzung der beiden zusammenwirkenden
Zylinder vollständig auszunutzen, muss also das Druckbild auf einer Druckplatte entweder
mit seinem Anfang A mit dem Anfang des betreffenden Drucksattels oder aber mit seinem
Ende E mit dem Ende des betreffenden Drucksattels zusammenfallen.
[0029] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und 4 kann es sich auch
um ein Offsetdruckwerk mit zwei zusammenwirkenden Gummizylindern handeln, mit denen
entweder bei Einfärbung nur eines Gummizylinders ein einseitiger Offsetdruck oder
bei Einfärbung beider Gummizylinder ein Schön- und Widerdruck herstellbar ist. Alle
vorstehend erwähnten Vorteile gelten auch für ein derartiges Offsetdruckwerk.
[0030] Die Länge D und die Winkelposition der Druckzone lassen sich automatisch ermitteln.
Dazu wird im Beispiel nach den Figuren 3 und 4 am Umfang des Druckzylinders 1 ein
Auslöseorgan K so befestigt, dass es sich genau dann an einem fest installierten Initiator
oder Sensor I, welcher auf dieses Organ anspricht, vorbeibewegt, wenn der Beginn der
Druckzone, also der Anfang A des Druckbildes, die Verbindungslinie zwischen den Achsen
beider Zylinder 1 und 4 passiert; diese Stellung ist in Figur 3 dargestellt. Durch
das Ansprechen des Sensors I wird ein Signal erzeugt, das in einem Zähler, der durch
einen am Plattenzylinder 5 befestigten Drehgeber in Form eines Impulsgebers gesteuert
wird, einen Zählerstand festhält und diesen speichert. Am Plattenzylinder 5 ist ebenfalls
ein Auslöseorgan L so befestigt, dass es genau in dem Augenblick einen fest installierten
Initiator oder Sensor M passiert, wenn das Ende der Druckzone des Plattenzylinders,
also das Ende E des Druckbildes, die erwähnte Verbindungslinie passiert; diese Stellung
ist in Figur 4 dargestellt. Das durch den Sensor M erzeugte Signal bewirkt die Speicherung
eines zweiten Zählerstands. Die beiden erwähnten Zählerstände dienen als Bezugswerte
für die Steuerung der Zugwalzen, welche die Papierbahn 7 im Pilgerschrittbetrieb bewegen.
Die Differenz beider Zählerstände ist ein Mass für die tatsächlich wirksame Druckzone
und die druckfreie Zone, in welcher die Papierbahn frei ist. Dieses Mass wird zur
Berechnung der optimalen Verzögerung und Beschleunigung während des Pilgerschritts
verwendet, durch welchen die Papierbahn zurückgezogen und wieder beschleunigt wird,
um eine lückenlose Bedruckung der Bahn zu gewährleisten. Bei den Sensoren I und M
kann es sich beispielsweise um induktive oder optische Sensoren handeln, wobei das
Auslöseorgan K bzw. L im Falle eines induktiven Sensors z.B. ein Stahlklotz ist.
[0031] Allgemein stellen also die beiden Signale sowie die Zeitspanne zwischen beiden Signalen
Messgrössen dar, die bei gegebener Drehgeschwindigkeit der Zylinder 1 und 4 die jeweilige
Winkelstellung und Länge der Druckzone bestimmen.
1. Druckwerk für eine Rollendruckmaschine mit zwei zusammenwirkenden, den Druckspalt
bildenden Zylindern (1, 4), welche mehrere, durch nicht druckende Vertiefungen getrennte
Drucksättel (2, 5) aufweisen, zum Bedrucken einer den Druckspalt durchlaufenden Bahn
(7) mit veränderbaren, aneinander anschliessenden Formaten, wobei die Bahn mit veränderlicher
Geschwindigkeit im sogenannten Pilgerschritt transportiert und nach jeder Druckoperation
beim Passieren einer Vertiefung derart relativ zum Umfang der beiden Zylinder (1,4)
zurückgezogen und wieder beschleunigt wird, dass aufeinanderfolgende Druckbilder praktisch
lückenlos aneinander gereiht werden, und wobei die beiden Zylinder (1, 4) winkelmässig
bezüglich der Lage ihrer im Druckspalt zusammenwirkenden Drucksättel (2, 5), je nach
Format, um eine Umfangsstrecke versetzt zueinander eingestellt werden können, welche
wenigstens näherungsweise gleich der Differenz zwischen der Umfangslänge (S) eines
Drucksattels (2, 5) und der Umfangslänge (B) eines Druckbildes ist, so dass die Länge
(D) der Druckzone, längs welcher zwei Drucksättel beim Passieren des Druckspalts die
Bahn (7) zwischen sich einklemmen, nur wenigstens näherungsweise so gross wie die
Umfangslänge (B) eines Druckbildes ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder
(1, 4) nach Art der Zylinder einer Bogendruckmaschine die erwähnten Vertiefungen bildende
Zylindergruben (3, 6) aufweisen, dass am Umfang desjenigen Zylinders (1), bei welchem
der Anfang eines Drucksattels (2), bezogen auf die Zylinderdrehrichtung, dem Anfang
(A) des Druckbildes entspricht, ein erstes Auslöseorgan (K) befestigt und in Umfangsnähe
dieses Zylinders ein erster, durch dieses Auslöseorgan aktivierbarer Sensor (I) installiert
ist, dass am Umfang des anderen Zylinders (4), bei welchem das Ende eines Drucksattels
dem Ende (E) des Druckbildes entspricht, ein zweites Auslöseorgan (L) befestigt und
in Umfangsnähe dieses Zylinders ein zweiter, durch dieses Auslöseorgan aktivierbarer
Sensor (M) installiert ist und dass die erwähnten Auslöseorgane und Sensoren so angeordnet
und eingerichtet sind, dass zum Zeitpunkt, an welchem der Anfang eines Drucksattels
(2) des ersten Zylinders (1) die Verbindungslinie zwischen den Achsen beider Zylinder
(1, 4) passiert, der erste Sensor (I) ein erstes Signal erzeugt und zum Zeitpunkt,
an welchem das Ende des mit dem erwähnten Drucksattel zusammenwirkenden Drucksattels
(5) des zweiten Zylinders (4) die erwähnte Verbindungslinie passiert, der zweite Sensor
(M) ein zweites Signal erzeugt, wobei die erwähnten Signale und die Zeitspanne zwischen
beiden Signalen Messgrössen für die Winkelstellung und die Umfangslänge der Druckzone
darstellen und zur Steuerung der Bewegung der Papierbahn (7) beim Passieren einer
druckfreien Zone im Pilgerschrittbetrieb dienen.
1. Printing unit for a web-fed printing machine with two co-operating cylinders (1,4)
which form the printing nip and which have a plurality of printing saddles (2,5) separated
by non-printing grooves, for printing a web (7) running through the printing nip with
variable formats adjoining one another, the web being transported at variable speed
in a so-called pilgrim-step mode, and after each printing operation, when it passes
a groove, being retracted and accelerated again relative to the circumference of the
two cylinders (1,4) in such a way that successive printing images are lined up virtually
without a gap wherein the two cylinders (1,4) are set angularly relative to one another,
in respect of the position of their printing saddle (2,5) co-operating in the printing
nip, depending on the format, in a manner offset by the amount of a circumferential
distance which is at least approximately equal to the difference between the circumferential
length (S) of a printing saddle (2,5) and the circumferential length (B) of a printing
image, so that the length (D) of the impression zone, along which two printing saddles
clamp the web (7) between them when they pass the printing nip, is only approximately
as large as the circumferential length (B) of a printing image, characterised in that
the cylinders (1,4) comprise cylinder pits (3,6), as on cylinders of a sheet printing
machine, forming said grooves, that a first release member (K) is fastened on the
circumference of the cylinder (1), on which the beginning of a printing saddle, with
respect to the direction of rotation of the cylinder, corresponds to the beginning
(A) of the printing image, and a first sensor (I) activable by this release member
is installed in proximity to the circumference of this cylinder, in that a second
release member (L) is fastened on the circumference of the other cylinder (4), on
which the end of a printing saddle corresponds to the end (E) of the printing image,
and a second sensor (M) activable by this release member is installed in proximity
to the circumference of this cylinder, and in that said release members and said sensors
are so arranged and designed that the first sensor (I) generates a first signal at
the moment at which the beginning of a printing saddle (2) passes the connecting line
between the axes of the two cylinders (1,4) and the second sensor (M) generates a
signal at the moment at which the end of the printing saddle (5) co-operating with
said printing saddle passes said connecting line, said signals and the time span between
the two signals representing measured values for the angular position and the circumferential
length of the printing zone and are used for controlling the movement of the paper
web (7) in the pilgrim-step mode during the passage of an impression-free zone.
1. Unité d'impression pour une machine d'impression à la bobine avec deux cylindres (1,4)
coopérant et formant la fente d'impression, lesquels comportent plusieurs secteurs
d'impression (2,5) séparés par des encoches n'imprimant pas pour imprimer avec des
formats variables consécutifs une bande (7) passant dans la fente d'impression, la
bande étant déplacée à une vitesse variable à la manière d'un pas de pèlerin et étant
retirée et accélérée au passage d'une encoche relativement à la circonférence des
deux cylindres après chaque opération d'impression de telle manière que des images
successives imprimées se suivent pratiquement sans espace, et les deux cylindres (1,4)
pouvant être déplacés angulairement l'un par rapport à l'autre respectivement aux
secteurs d'impression (2,5) coopérant dans la fente d'impression, en fonction du format,
d'une distance périphérique qui est au moins approximativement égale à la différence
entre la longueur périphérique (S) d'un secteur d'impression (2,5) et la longueur
périphérique (B) d'une image imprimée, de sorte que la longueur de la zone d'impression,
le long de laquelle deux secteurs d'impression pincent la bande entre eux lors du
passage de la fente d'impression, est au moins approximativement aussi grande que
la longueur périphérique (B) d'une image imprimée, caractérisée en ce que les cylindres
(1,4) comportent, à la manière des cylindres d'une machine d'impression à la feuille,
des fosses (3,6) formant les encoches, en ce que un premier organe de déclenchement
(K) est fixé sur la périphérie du cylindre (1) sur lequel le début d'un secteur d'impression
(2), par rapport à la direction de rotation du cylindre, correspond au début d'une
image imprimée, et un premier capteur (I) qui est activé par cet organe de déclenchement
est installé à proximité de la périphérie de ce cylindre, en ce qu'un deuxième organe
de déclenchement (L) est fixé sur la périphérie de l'autre cylindre (4) sur lequel
la fin d'un secteur d'impression correspond à la fin d'une image imprimée, et un deuxième
capteur (M) qui est activé par cet organe de déclenchement est installé à proximité
de la périphérie de ce cylindre, en ce que lesdits organes de déclenchement et capteurs
sont prévus et disposés de telle manière qu'au moment où le début d'un secteur d'impression
(2) du premier cylindre (1) passe la ligne de liaison entre les axes des deux cylindres
(1,4) le premier capteur (I) émet un premier signal et au moment où la fin du secteur
d'impression (5) du deuxième cylindre (4) coopérant avec ledit secteur d'impression
passe ladite ligne de liaison, le deuxième capteur (M) émet un deuxième signal, lesdits
signaux et le temps entre les deux signaux représentant une mesure de la position
angulaire et de la longueur de la zone d'impression qui sert à commander le mouvement
de la bande de papier (7) au passage d'une zone sans impression selon un pas de pèlerin.