[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einschrumpfen einer Schrumpffolienhaube,
die über einen insbesondere palettierten Gutstapel gezogen wird und mit ihrem freien
Öffnungsrand am unteren Ende des Gutstapels oder an der Palette festgelegt wird sowie
dann von außen zur Aufbringung der zum Schrumpfen erforderlichen Wärmeenergie von
unten nach oben mittels eines in vertikaler Richtung entlang des Gutstapels bewegbaren
Schrumpfrahmens mit Heißluft beaufschlagt wird, wobei der von der Schrumpfhaube umschlossene
Raum zur Aufblähung der Haube unter Überdruck gesetzt wird, welcher bis zum Ende der
Wärmeaufbringung aufrechterhalten wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens mit einem Förderer, einer Hubeinrichtung zur Aufnahme eines Gutstapels,
einem in vertikaler Richtung entlang des Gutstapels bewegbaren Schrumpfrahmen und
einem unter dem Gutstapel unterhalb der Transportebene des Förderers angeordneten,
zur Stapelunterseite hin offenen kastenförmigen Sammelraum sowie mit einem Gebläse,
mittels dessen Luft in den Sammelraum und durch den Sammelraum in den von der Schrumpfhaube
umschlossenen Raum einblasbar ist.
[0002] Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind grundsätzlich bekannt. Mit
Ausnahme der Verwendung eines in vertikaler Richtung bewegbaren Schrumpfrahmens zur
Aufbringung von Heißluft auf die Schrumpffolienhaube und eines Sammelraumes sind ein
solches Verfahren und eine solche Vorrichtung in der EP 0 116 124 B2 beschrieben,
wobei an Stelle des Schrumpfrahmens dort ein Heißgasmast vorgesehen ist.
[0003] Wesentlich bei dem bekannten Verfahren ist, daß der von der Schrumpfhaube umschlossene
Raum mit Frischluft unter Überdruck gesetzt wird, bis die Schrumpfhaube sich aufbläht,
wobei der Überdruck geringer ist als die zu erwartenden Schrumpfspannungen, und daß
die Schrumpfhaube dann unter Aufrechterhaltung des Überdrucks von außen mit Wärmeenergie
beaufschlagt wird. Dieses Aufblähen der Haube vor dem Schrumpfen soll dem Zweck dienen,
Schrumpfhauben, die insbesondere aus Polyethylen bestehen, auch über einen Gutstapel
einschrumpfen zu können, dessen Kleingebinde ihrerseits in Polyethylen verpackt sind,
um so eine ungewünschte Verklebung der Schrumpfhaube mit dem Verpackungsmaterial der
Kleingebinde zu vermeiden. Dabei ist es besonders wesentlich, daß der Überdruck innerhalb
der Schrumpfhaube durch Zufuhr von Frischluft erzeugt wird, so daß die Außenwandungen
des Gutstapels zusätzlich auch gekühlt werden und dadurch nicht die Temperatur der
Schrumpfhaube annehmen können, so daß eine Verschweißung des Materials der Schrumpfhaube
mit dem Verpackungsmaterial der Kleingebinde zuverlässig vermieden wird.
[0004] Es hat sich nun jedoch herausgestellt, daß durch das zusätzliche Aufblähen der Haube
mit Frischluft nach dem Festlegen des unteren Haubenrandes und vor dem eigentlichen
Schrumpfvorgang, d.h. vor der Wärmeaufbringung, der gesamte Verfahrensablauf nicht
unwesentlich verzögert wird, so daß gegenüber den bekannten Verpackungsverfahren deutlich
geringere Verpackungsleistungen pro Zeiteinheit erreichbar sind. Darüber hinaus hat
sich auch herausgestellt, daß durch das Aufblähen mit Frischluft zusätzlich auch der
Energiebedarf zum Aufheizen und Einschrumpfen der Schrumpffolienhaube größer ist.
[0005] Es ist nämlich auch schon seit langem bekannt (Zeitschrift "Neue Verpackung", 11/1968,
Seiten 1646, 1648 und 1650), einen Gutstapel zunächst mit Schrumpfhaube zu überziehen
und diese mit ihrem freien Öffnungsrand am unteren Ende des Gutstapels vor dem Einschrumpfen
festzulegen. Anschließend wird der Gutstapel dann über eine Förderstraße einem geschlossenen
Schrumpftunnel zugeführt, in diesem abgesetzt und mit Warmluft geschrumpft. Durch
gezielte Führung des Warmluftstromes im Schrumpftunnel läßt sich bewerkstelligen,
daß die Erwärmung der Haube mit einem leichten Aufblähen gekoppelt werden kann. Durch
das Aufblähen wird vermieden, daß die verpackte Ware mit der über 100°C heißen Schrumpfhaube
bei Auslösung des Schrumpfvorganges bereits vollflächig in Berührung kommt, so daß
die Wärmebeeinflussung niedrig gehalten werden kann. Erst nach dem Verlassen des Schrumpftunnels
während der Abkühlung legt sich die Schrumpfhaube hauteng an die verpackte Ware an.
Es stellt sich somit mit Beginn der Erwärmung der Schrumpfhaube in dem von ihr umschlossenen
Raum ein Druckunterschied zwischen diesem Raum und dem Raum ein, in dem der Warmluftstrom
geführt wird, wobei der Druckunterschied ein Einschrumpfen der Schrumpfhaube unter
dem Einfluß deren weiteren Erwärmung zuläßt. Dieses für einen geschlossenen Schrumpftunnel
bekannte Verfahren läßt sich jedoch auf ein gattungsgemäßes Verfahren mit einem vertikal
beweglichen Schrumpfrahmen, mittels dessen bereichsweise Heißluft auf die Folienhaube
aufgebracht wird, nicht übertragen, da kein geschlossener Raum zur Verfügung steht,
in welchem stationär angeordnete Warmluft-Leit- und Führungselemente in beliebiger
Weise eingestellt werden können.
[0006] Aus der EP 0 403 906 A1 ist eine Vorrichtung zum Schrumpfen einer über einen Gutstapel
gezogenen Schrumpfhaube beschrieben, bei welcher der Förderer derart unterbrochen
ist, daß der Schrumpfrahmen im Ruhezustand unter das Niveau des Förderers abgesenkt
werden kann, so daß es möglich ist, in dieser Position des Schrumpfrahmens einen zu
umschrumpfenden Gutstapel in die Vorrichtung zu befördern. Werden die Heißgasdüsen
des Schrumpfrahmens bereits gezündet, wenn sich der Schrumpfrahmen noch in seiner
untersten Stellung befindet, so kann noch im Bereich unterhalb der Palette ungewollt
eine Heißgaswolke freigesetzt werden. Beispielsweise aus der DE 31 41 100 A1 ist ein
Verfahren bekannt, bei dem man zum Herstellen eines Unterschrumpfes die Palette anhebt
und die Luft unter der Palette mit einem Gebläse absaugt, wodurch sich der Folienrand
an die Palette anlegt. In dieser Stellung wird er dann durch Wärmeeinwirkung geschrumpft.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße
Vorrichtung so zu verbessern, daß der Verpackungsvorgang beschleunigt und energiesparender
durchgeführt werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs bezeichneten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß zunächst Heißluft vom Schrumpfrahmen auf den unteren Haubenbereich
geblasen und nach unten abströmende erhitzte Luft unterhalb des Gutstapels gesammelt
und diese erhitzte Luft anschließend in den von der Schrumpfhaube umschlossenen Raum
geblasen wird, und daß nach Abgabe einer zum Aufblähen der Haube ausreichenden Heißluftmenge
der Schrumpfrahmen unter kontinuierlicher Wärmeabgabe an die Haube entlang des Stapels
von unten nach oben bewegt wird.
[0009] Es hat sich überraschend herausgestellt, daß in offenen Schrumpfeinrichtungen anders
als dies von der Fachwelt bisher angenommen und beispielsweise in der EP 0 116 124
B2 beschrieben worden ist, nicht allein Frischluft geeignet ist, den gewünschten Aufbläheffekt
ohne Verschweißungsgefahr zwischen der Schrumpffolienhaube und dem Verpackungsmaterial
der Kleingebinde zu erreichen, sondern daß dies auch mit erhitzter Luft möglich ist,
ohne daß es dabei zu den ungewünschten Verschweißungseffekten kommt. Dabei ist die
Verfahrensführung gegenüber dem bekannten Verfahren wesentlich vorteilhafter, da zum
einen die Verfahrensdauer deutlich reduziert ist, weil das Aufblähen der Haube gleichzeitig
mit der Erhitzung und Schrumpfung des unteren Haubenrandbereiches erfolgt und zusätzlich
die Schrumpfhaube von innen durch die erhitzte Luft erwärmt wird, so daß der Schrumpfvorgang
beschleunigt und ein Schnellschrumpfeffekt erreicht wird. Dieser Effekt wirkt sich
besonders vorteilhaft bei dünnen Folien aus, die derzeit - wegen der dadurch erzielbaren
Kostenersparnis -immer größere Bedeutung erlangen. Die Beschleunigung des Schrumpfvorganges
läßt sich dabei noch dadurch vergrößern, daß der Schrumpfrahmen bereits vor Abschluß
des gesamten Aufblähvorganges, also beim Aufblähen der Haube entlang des Stapels nach
oben bewegt wird, wobei dann noch während der beginnenden Aufwärtsbewegung des Schrumpfrahmens
die gesammelte erhitzte Luft zur Vervollständigung des Aufblähvorganges in den von
der Schrumpfhaube umschlossenen Raum eintritt. Zum anderen ist von wesentlichem Vorteil,
daß durch die erhitzte Luftschicht zwischen der Schrumpffolienhaube und dem Gutstapel
gegenüber dem bekannten Frischluftpolster eine wesentlich bessere Isolationswirkung
zum Gutstapel eintritt, so daß der Abfluß von Wärme aus der Folie in Richtung auf
das Verpackungsgut deutlich reduziert wird, da der Temperaturunterschied zwischen
der Folie und der eingeblasenen erhitzten Luftschicht gering ist. Dadurch geht weniger
vom Schrumpfrahmen aufzubringende Wärmeenergie verloren, so daß insgesamt weniger
Wärmeenergie aufgebracht werden muß. Dieser Isolationseffekt wirkt sich natürlich
nicht nur bei dünnen Folien aus, sondern insbesondere auch bei dicken Folien, die
beispielsweise beim Einschrumpfen von schweren Maschinenteilen eingesetzt werden,
weil die Wärmeabfuhr in diese Teile wegen der sehr hohen Wärmeleitfähigkeit dieser
Teile außerordentlich hoch ist. Der Isolationseffekt ist umso wirkungsvoller, je höher
die Temperatur der Luft ist, die sich zwischen Stapel und Folienhaube befindet. Außerdem
tritt durch die Sammlung bzw. Speicherung der erhitzten Luft vor dem Aufblähen ein
vorteilhafter Wärmespeichereffekt ein.
[0010] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß nach dem Aufblähen der
Haube aus dem unterhalb des Stapels mit erhitzter Luft gefüllten Sammelraum kontinuierlich
eine Luftmenge gegen die Stapelunterseite geblasen wird, die derart eingestellt wird,
daß der Luftdruck ohne zusätzliche Aufblähung der Haube in dem von der Haube umschlossenen
Raum konstant gehalten wird.
[0011] Auf diese Weise ist besonders zuverlässig gewährleistet, daß während des gesamten
Schrumpfvorganges die beim Aufblähen in den Raum zwischen dem Stapel und der Haube
eingeblasene erhitzte Luft während des Schrumpfvorganges in diesem Raum verbleibt
und nicht nach unten ausströmen kann, wobei an der Stapelunterseite ein Luftpolster
durch Einblasen einer entsprechenden Luftmenge eingestellt wird, die eine Rückströmung
verhindert. Dabei wird die Luftmenge selbstverständlich so eingestellt, daß die Luftmenge
aus dem Raum zwischen dem Stapel und der Haube nach unten entweichen kann, die der
Verringerung des Raumes durch die Anschrumpfung der Folienhaube an den Stapel entspricht,
um eine zu starke Aufblähung der Haube zu vermeiden.
[0012] Weiterhin ist vorteilhaft vorgesehen, daß die Außenluftzufuhr in den Sammelraum nach
dem Aufblähen der Haube verschlossen wird. Dadurch läßt sich zuverlässig gewährleisten,
daß nach dem Einblasen bzw. Einsaugen von erhitzter Luft in den Sammelraum nachfolgend
keine kältere Außenluft mehr in den Sammelraum eintreten kann, die die Luft im Sammelraum
abkühlen könnte. Die Außenluftzufuhr in den Sammelraum wird selbstverständlich wieder
freigegeben, wenn beim nächsten Verpackungsvorgang erhitzte Luft in den Sammelraum
zugeführt werden soll.
[0013] Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe sieht die Erfindung auch eine Vorrichtung
zur Durchführung des vorbeschriebenen Verfahrens mit einem Förderer, einer Hubeinrichtung
zur Aufnahme eines Gutstapels, einem in vertikaler Richtung entlang des Gutstapels
bewegbaren Schrumpfrahmen und einem unter dem Gutstapel unterhalb der Transportebene
des Förderers angeordneten, zur Stapelunterseite hin offenen kastenförmigen Sammelraum
sowie mit einem Gebläse vor, mittels dessen Luft in den Sammelraum und durch den Sammelraum
in den von der Schrumpfhaube umschlossenen Raum einblasbar ist, wobei sich die Vorrichtung
dadurch auszeichnet, daß die Blasrichtung des wenigstens einen Gebläses betriebsmäßig
umkehrbar ist und daß das Gebläse innerhalb des Sammelraumes angeordnet ist, welcher
im Bereich der Seitenwände und der Bodenwand dicht verschlossen ist und im oberen
Randbereich Durchtrittsöffnungen zum Durchströmen von erhitzter Luft aufweist.
[0014] Mit dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, einen
weitgehend gekapselten Sammelraum für die erhitzte Luft zur Verfügung zu stellen,
in den die vom Schrumpfrahmen an den unteren Haubenbereich abgegebene Heißluft erhitzt
eintritt und im erhitzten Zustand dann in den Bereich zwischen der Haube und dem Gutstapel
eingeblasen wird, ohne daß kalte Umgebungsluft mit in den aufzublähenden Haubenbereich
gelangen kann.
[0015] Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß innerhalb des Sammelraumes Leitkanäle für die
erhitzte Luft von den Durchtrittsöffnungen zum Gebläse vorgesehen sind. Durch diese
Maßnahme kann die erhitzte Luft gezielt zum Gebläse geführt und von diesem in den
von der Haube umschlossenen Raum eingeblasen werden.
[0016] Ferner ist besonders vorteilhaft vorgesehen, daß der Sammelraum mit einer Wärmeisolierung
versehen ist. Die in dem Sammelraum eingetretene bzw. eingesaugte erhitzte Luft behält
dann ihre Temperatur weitgehend bei, so daß zuverlässig gewährleistet ist, daß die
in den von der Haube umschlossenen Raum aus dem Sammelraum austretende Luft noch ausreichend
erhitzt ist.
[0017] Besonders vorteilhaft ist vorgesehen, daß das Gebläse mit variabler Leistung betreibbar
ist. Auf diese Weise ist es möglich, das Gebläse so zu regeln, daß es beim Aufblähen
mit einem größeren Durchsatz erhitzte Luft vom Sammelraum in den Raum zwischen der
Haube und den Stapel einbläst, während nach dem Aufblähvorgang mit geringerem Durchsatz
zur Schaffung eines Luftpolsters Luft aus dem Sammelraum zur Stapelunterseite gefördert
werden kann.
[0018] Dazu ist vorteilhaft vorgesehen, daß der Antrieb des Gebläses mit einer Drehzahlregelung
versehen ist, womit auf einfache Weise die variable Leistung des Gebläses einstellbar
ist.
[0019] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Durchtrittsöffnungen
des Sammelraumes zu den Leitkanälen und/oder die Leitkanäle mit Verschlußelementen
dicht verschließbar sind. Dadurch ist es möglich, nach dem Aufblähen durch entsprechende
Steuerung der Verschlußelemente den Sammelraum nach außen weitgehend zu verschließen,
so daß keine Außenluft mehr in den Sammelraum eintreten kann, wenn sich der Schrumpfrahmen
nicht mehr in unterer Position befindet, so daß dann das erhöhte Temperaturniveau
im Sammelraum weitgehend aufrechterhalten werden kann.
[0020] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in jeweils stark vereinfachter Seitenansicht in
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung vor dem Aufblähen der Haube,
- Fig. 1a
- ein vergrößertes Detail der Vorrichtung nach Fig. 1,
- Fig. 2
- die Vorrichtung nach Fig. 1 beim Aufblähen der Haube und
- Fig. 2a
- ein vergrößertes Detail der Vorrichtung nach Fig. 1 nach dem Aufblähen der Haube.
[0021] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist in der Zeichnung nur mit den für die Erfindung
wesentlichen Funktionsteilen dargestellt. Diese Vorrichtung weist in bekannter Weise
einen Kettenförderer 2 auf, der im dargestellten Beispiel drei parallel zueinander
verlaufende Kettenbahnen 2a aufweist. Dabei ist die Transportebene des Kettenförderers
2 mit 3 bezeichnet. Auf diesem Kettenförderer 2 läßt sich quer zur Richtung der Zeichenebene
ein Gutstapel 4 auf einer Palette 5 transportieren. Die bahnenweise angeordneten Ketten
2a des Kettenförderers 2 werden über nicht dargestellte Umlenkeinrichtungen geführt
und in einer unterhalb der Transportebene 3 liegenden Ebene zurückgeführt. Zwischen
den Kettenbahnen 2a des Kettenförderers 2 der Vorrichtung 1 sind Hubstempel 6 einer
Hubeinrichtung 7 angeordnet, mittels welcher der Gutstapel 4 mit der Palette 5 vom
Niveau der Transportebene 3 (Fig. 2) angehoben bzw. freigestellt werden kann (Fig.
1).
[0022] Die Vorrichtung 1 weist bevorzugt auch eine Haubenüberzieheinrichtung auf, die im
einzelnen nicht dargestellt ist, und insbesondere eine Schrumpfeinrichtung, welche
einen geschlossenen Schrumpfrahmen 8 umfaßt, der in einem nicht dargestellten Gestell
der Vorrichtung entlang des Stapels 4 in vertikaler Richtung nach oben und nach unten
verfahrbar angeordnet ist. Dieser Schrumpfrahmen 8 weist Schlitzdüsen auf, die horizontal
angeordnet sind und ein Austreten von Luft in Richtung des Pfeiles 9 schräg nach unten
in Richtung zum Stapel 4 ermöglichen. Dabei wird die aus dem Schrumpfrahmen 8 austretende
Heißluft durch Gasbrenner oder durch Elektroenergie oder auch andere Energien erzeugt,
worauf es hier im einzelnen nicht ankommt.
[0023] Unterhalb der Transportebene 3 des Kettenförderers 2 ist ein zur Stapelunterseite
hin offener kastenförmiger Sammelraum 10 angeordnet, der den Raum unterhalb des Gutstapels
4 weitgehend begrenzt und geschlossene Seitenwände 11 sowie eine geschlossene Bodenwand
12 aufweist und bevorzugt mit einer nicht dargestellten Wärmeisolierung versehen ist.
Nach oben hin ist dieser Sammelraum 10 offen, wobei die Oberseite des Sammelraumes
10 durch die Stapelunterseite bzw. die Unterseite der Palette 5 abgeschlossen ist.
Lediglich im oberen Randbereich des Sammelraumes 10 verbleiben dann umlaufend Durchtrittsöffnungen,
die mit 13 bezeichnet sind.
[0024] Innerhalb des die Hubeinrichtung 7 und den Kettenförderer 2 umkapselnden Sammelraum
10 ist wenigstens ein Gebläse 14 angeordnet, welches als umschaltbares Saug-/ Druckgebläse
mit vorzugsweise variabler Leistungsregelung ausgebildet ist. Dazu weist das Gebläse
14 einen nicht dargestellten Antriebsmotor mit Drehzahlregelung auf.
[0025] Innerhalb des Sammelraumes 10 sind außerdem angrenzend an die Durchtrittsöffnungen
13 Leitkanäle 15 vorgesehen, welche eine gezielte Luftführung von den Durchtrittsöffnungen
13 zum Gebläse 14 ermöglichen. Diese Durchtrittskanäle 13 sind von inneren Leitwänden
22 und den Seitenwänden 11 begrenzt. Innerhalb der Leitkanäle 15 sind Verschlußklappen
23 gelenkig angelenkt, deren Funktion nachfolgend noch näher erläutert wird.
[0026] Die Verfahrensweise mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die folgende:
Ein auf einer Palette 5 angeordneter Gutstapel 4 wird zunächst mittels des Kettenförderers
2 in die Vorrichtung 1 transportiert und dort oder bereits vorher mit einer Schrumpffolienhaube
16 überzogen und anschließend mittels der Hubeinrichtung 6,7 über die Transportebene
3 des Kettenförderers 2 angehoben. Der untere Haubenseitenbereich 17 der Haube 16
hängt dann frei über den Unterrand des Gutstapels 4 bzw. der Palette 5 hervor.
[0027] Dieser untere Haubenseitenbereich 17 wird anschließend unter der Palette 5 festgelegt,
wobei vorzugsweise gemäß der Darstellung in Fig. 1 das Gebläse 14 derart betätigt
wird, daß es als Sauggebläse dient, so daß sich eine Luftströmung im Sammelraum 10
entsprechend der Pfeile 18 einstellt. Dabei sind die Verschlußklappen 23 offen (Fig.
1a) und ermöglichen einen Luftdurchtritt durch die Leitkanäle 15. Aufgrund dieser
Luftströmung 18 wird der untere Haubenseitenbereich 17 unter die Palette 5 gelegt
(gesaugt). Gleichzeitig ist der Schrumpfrahmen 8 in die unterste Position verfahren
und in Richtung der Pfeile 9 wird Heißluft an den unteren Haubenseitenbereich 17 abgegeben
bzw. gleichzeitig auch in den Sammelraum 10 eingeleitet, wobei diese Luft zusätzlich
auch durch das Gebläse 14 eingesaugt wird. Dadurch schrumpft der untere Haubenseitenbereich
17 unter der Palette 5 fest und gleichzeitig wird heiße Luft in den Sammelraum 10
eingeleitet, wobei schon im Sammelraum 10 befindliche Luft, die noch nicht heiß ist,
in Richtung der Pfeile 19 aus dem Sammelraum 10 austritt.
[0028] Nach dem Unterschrumpfen des unteren Haubenseitenbereiches 17 wird der Gutstapel
4 mittels der Hubeinrichtung auf das Niveau der Transportebene 3 abgesenkt und das
Gebläse 14 wird vom Saugbetrieb in den Druckbetrieb umgeschaltet, wobei fortwährend
vom Schrumpfrahmen 8 in unveränderter Vertikalposition desselben heiße Luft in den
Sammelraum 10 eintritt. Es stellt sich dann im Sammelraum 10 eine Strömung ein, die
durch Pfeile 20 angedeutet ist. Die aus dem Schrumpfrahmen 8 stammende erhitzte Luft
tritt zunächst durch die offenen (Verschlußklappen 23 geöffnet) Leitkanäle 15 in den
Sammelraum 10 und durch das Gebläse 14 dann in den von der Schrumpfhaube 16 umschlossenen
Raum, so daß sich die Haube 16 gegenüber dem Stapel 4 aufbläht, dieser aufgeblähte
Bereich ist mit 21 bezeichnet. Da die aus dem Sammelraum 10 in den aufgeblähten Bereich
21 eingeblasene Luft erhitzt ist, besteht zwischen dem Gutstapel 4 und der aufgeblähten
Haube 16 ein Luftpolster aus erhitzter Luft.
[0029] Nach dem Aufblähen der Haube 16 oder auch bereits in der letzten Phase des Aufblähens
wird dann in üblicher Weise der Schrumpfrahmen 8 unter kontinuierlicher Abgabe von
Heißluft in Richtung der Pfeile 9 vertikal entlang des Stapels 4 nach oben bewegt,
derart, daß nach und nach die Haube 16 an den Stapel 4 angeschrumpft wird.
[0030] Nach dem Aufblähen der Haube 16 werden die Leitkanäle 15 durch Verschließen der Verschlußklappen
23 (Fig. 2a) geschlossen, so daß in den Sammelraum 10 keine Außenluft mehr eintreten
kann. Gleichzeitig wird das Gebläse 15 mit verminderter Leistung weiter im Druckbetrieb
betrieben, wozu entsprechend die Drehzahl des Antriebsmotors des Gebläses verringert
wird. Dabei ist die Regelung so getroffen, daß durch den Betrieb des Gebläses 15 mit
verminderter Leistung kontinuierlich erhitzte Luft aus dem Sammelraum 10 gegen die
Unterseite des Stapels 4 bzw. der Palette geblasen wird, und zwar derart, daß ohne
eine zusätzliche Aufblähung der Haube eine Rückströmung der in dem von der Haube umschlossenen
Raum 21 befindlichen Luft aus diesem Raum 21 behindert wird. Es entsteht somit an
der Stapelunterseite eine Art Luftpolster, wobei durch die Regelung der Gebläseleistung
selbstverständlich eine Rückströmung einer Luftmenge aus dem sich durch die Schrumpfung
verringernden Raum 21 möglich ist, die dem verringerten Volumen des Raumes 21 entspricht.
Andererseits ist jedoch ein weiteres Einströmen von Luft aus dem Sammelraum 10 in
den Raum 21 ausgeschlossen. Somit läßt sich zuverlässig gewährleisten, daß beim gesamten
Schrumpfvorgang sich im Raum 21 zwischen der Haube 16 und dem Stapel 4 nur erhitzte
Luft befindet.
[0031] Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen.
Wesentlich ist jedoch, daß zur Aufblähung der Haube 16 nur vom Schrumpfrahmen 8 stammende
erhitzte Luft verwendet wird, so daß nur ein relativ geringes Temperaturgefälle zwischen
dem aufgeblähten Raum 21 und der bei der Vertikalbewegung des Schrumpfrahmens 8 von
unten nach oben auf die Haubenseitenwände auftreffenden Heißluft besteht.
1. Verfahren zum Einschrumpfen einer Schrumpffolienhaube, die über einen insbesondere
palettierten Gutstapel gezogen wird und mit ihrem freien Öffnungsrand am unteren Ende
des Gutstapels oder an der Palette festgelegt wird sowie dann von außen zur Aufbringung
der zum Schrumpfen erforderlichen Wärmeenergie von unten nach oben mittels eines in
vertikaler Richtung entlang des Gutstapels bewegbaren Schrumpfrahmens mit Heißluft
beaufschlagt wird, wobei der von der Schrumpfhaube umschlossene Raum zur Aufblähung
der Haube unter Überdruck gesetzt wird, welcher bis zum Ende der Wärmeaufbringung
aufrechterhalten wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst Heißluft vom Schrumpfrahmen auf den unteren Haubenbereich geblasen und
nach unten abströmende erhitzte Luft unterhalb des Gutstapels gesammelt und diese
erhitzte Luft anschließend in den von der Schrumpfhaube umschlossenen Raum geblasen
wird, und daß nach Abgabe einer zum Aufblähen der Haube ausreichenden Heißluftmenge
der Schrumpfrahmen unter kontinuierlicher Wärmeabgabe an die Haube entlang des Stapels
von unten nach oben bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Aufblähen der Haube aus dem unterhalb des Stapels mit erhitzter Luft
gefüllten Sammelraum kontinuierlich eine Luftmenge gegen die Stapelunterseite geblasen
wird, die derart eingestellt wird, daß der Luftdruck ohne zusätzliche Aufblähung der
Haube in dem von der Haube umschlossenen Raum konstant gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenluftzufuhr in den Sammelraum nach dem Aufblähen der Haube verschlossen
wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 oder 3 mit einem Förderer,
einer Hubeinrichtung zur Aufnahme eines Gutstapels, einem in vertikaler Richtung entlang
des Gutstapels bewegbaren Schrumpfrahmen und einem unter dem Gutstapel unterhalb der
Transportebene des Förderers angeordneten, zur Stapelunterseite hin offenen kastenförmigen
Sammelraum sowie mit einem Gebläse, mittels dessen Luft in den Sammelraum und durch
den Sammelraum in den von der Schrumpfhaube umschlossenen Raum einblasbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blasrichtung des wenigstens einen Gebläses (14) betriebsmäßig umkehrbar ist
und daß das Gebläse (14) innerhalb des Sammelraumes (10) angeordnet ist, welcher im
Bereich der Seitenwände (11) und der Bodenwand (12) dicht verschlossen ist und im
oberen Randbereich Durchtrittsöffnungen (13) zum Durchströmen von erhitzter Luft aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des Sammelraumes (10) Leitkanäle (15) für die erhitzte Luft von den
Durchtrittsöffnungen (13) zum Gebläse (14) vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sammelraum (10) mit einer Wärmeisolierung versehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gebläse (14) mit variabler Leistung betreibbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb des Gebläses (14) mit einer Drehzahlregelung versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchtrittsöffnungen (13) des Sammelraumes (10) zu den Leitkanälen (15) und/oder
die Leitkanäle (15) mit Verschlußelementen (23) dicht verschließbar sind.