[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufspannen eines Gewebestückes, insbesondere
eines rechteckigen Gazematerials, an einem Druckrahmen mit an dessen Seiten angeordneten
Spanneinrichtungen, in denen das Gewebestück mittels jeweils eines Klemmauls aus relativ
zueinander bewegbaren und auf dem Schließweg eines Schließhebels unter Preßdruck aufeinandersetzbaren
Klemmbacken festgelegt sowie anschließend durch von einer Zylinder/Kolben-Einheit
für Strömungsmedium verursachte Lageveränderung der Klemmauleinheiten in Zugrichtung
gespannt wird.
[0002] Eine derartige Vorrichtung wird in der CH-PS 679 918 beschrieben mit dem Hinweis,
daß die Herstellung von Leiterplatten im Siebdruckverfahren eine sehr hohe Genauigkeit
des in einer Siebdruckschablone verwendeten Gewebestückes bedingt, weshalb ein äußerst
gleichmäßiges Aufspannen des Gewebestückes geboten sei; ungleichmäßige Spannungsverteilungen
erzeugen Verzerrungen im Gewebestück, und darin auftretende Spannungsspitzen können
zu einem unerwünschten Reißvorgang führen. Diese Nachteile sollen nach der CH-PS 679
918 durch ein -- mittels eines mechanischen Hebelsystems verschließbares -- Klemmaul
aus einem Klemmbackenpaar möglich werden, welches mit dem freien Ende einer Kolbenstange
der Zylinder/Kolben-Einheit durch ein Universalgelenk verbunden ist. Das mechanische
Aufeinanderdrücken einer oberen Klemmbacke durch einen Schließhebel auf eine in Preßrichtung
feststehende untere Klemmbacke läßt deren individuelle Beaufschlagung mit einer dosierbaren
Preßkraft nicht zu, d.h. deren Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten ist bei eingespanntem
Gewebestück nicht möglich.
[0003] In Kenntnis dieses Standes der Technik hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, die
Vorrichtung der eingangs erwähnten Art unter Meidung der erkannten Mängel zu verbessern
und die Anpassung der Preßkraft an den Klemmbacken während des Spannvorganges steuerbar
zu gestalten.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre nach dem unabhängigen Patentanspruch; die
Unteransprüche beschreiben besonders günstige Weiterbildungen.
[0005] Erfindungsgemäß ist beim Zusammenführen der Klemmbacken dem vom Schließhebel bestimmten
Schließweg ein weiterer Schließweg unter Steuerung durch die Kolbenstange des Zylinderkolbens
derart nachgeschaltet, daß dem Kolben im Zylinder eine den Klemmbacken nahe Öffnungsstellung
des Klemmauls, eine Mittelstellung bei geschlossenen Klemmbacken nach einer Teilhublänge
sowie eine daran anschließende Hubbahn für den Spannvorgang zugeordnet sind. Der Kolbenstange
ist bevorzugt eine Kolbenscheibe zugeordnet.
[0006] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein Kurzhubzylinder vorgesehen, durch
den das jeweilige Klemmaul vor dem Einlegen des Gewebestückes unterhalb der Oberfläche
des vorgesetzten Druckrahmens angeordnet sowie nach dem Einlegen schließbar ist, wonach
jener Kurzhubzylinder zum Entriegeln eines Schlittens betätigbar und das Klemmaul
oberhalb der Oberfläche einstellbar ist. Das Klemmaul soll zudem bis zum Ausklinken
eines Rastorgans für den Kurzhubzylinder in dieser Greifstellung gehalten werden,
wobei eine Kolbenscheibe in die Mittelstellung über die Teilhublänge führbar ist.
[0007] Der endwärts von einem Schwenklager am Basis- oder Sockelprofil gehaltene Zylinder
lagert andernends verschieblich in einem Rohrstutzen, an dem die Kolbenstange mit
ihrem dem Kolben fernen Ende festliegt. Außerdem durchsetzt die Kolbenstange eine
Stirnplatte des Zylinders, wobei die Kolbenstange bewegbar in deren abgedichteten
Durchgangsbohrung ruht.
[0008] Als günstig hat es sich erwiesen, den Rohrstutzen an ein Führungselement anzulenken
und dieses schwenkbar mit einem die Klemmbacken tragenden Schlitten zu verbinden;
letzterer soll auf einem als Basiselement ausgebildeten Profil lagern.
[0009] Das Führungselement ist vorteilhafterweise ein Bügel, dessen Schenkel die beiden
Seitenflächen des Profils übergreifen und mit dem Schlitten durch eine Drehachse verbunden
sind. Zu letzterer parallel trägt der Schlitten eine Schwenkachse für ein haubenartiges
Tragorgan der bewegbaren Klemmbacke.
[0010] Im Rahmen der Erfindung liegt auch, daß das haubenartige Tragorgan als Schwenkkörper
mit parallelen Seitenwänden -- den Rohrstutzen flankierend -- an die Schwenkachse
des Schlittens anschließt und mit einer zur Schwenkachse parallelen Frontkante die
Klemmbacke von oben her hält. Zudem soll der Gelenkstelle für den Rohrstutzen auf
der anderen Seite der Drehachse am Bügelschenkel ein Gelenkpunkt für einen Lenkerstab
gegenüberliegen, der andernends an deren Schwenkkörper angelenkt ist.
[0011] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein Gelenkstift als Gelenk zwischen
Lenkerstab und Schwenkkörper -- über einen in diesem drehbar gelagerten Bolzen --
mit einer Schwinge verbunden, deren anderes Ende ein Langloch zur einer Gelenkachse
des Bügels anbietet.
[0012] Die Gelenkachse für die Schwinge wird erfindungsgemäß durch den Bügelschenkel um
dessen Gelenkpunkt für den Lenkerstab geführt.
[0013] Die besondere Zuordnung des Bügels und des ihn rinnenartig übergestülpten Schwenkkörpers
zum Schlitten erzeugt mit deren Achsen und den Anlenkpunkten für die sie verbindenden
strangartigen Verbindungsglieder -- Lenkerstab und Schwinge -- eine von Mechanik und
Strömungsmittel genau steuerbare Relativbewegung der Klemmbacken.
[0014] Als besonders günstig hat es sich erwiesen, das den Schlitten führende Profil durch
einen Hubzylinder anhebbar zu gestalten, welcher dem Druckrahmen benachbart unterhalb
des Profils lagert. Zudem soll in der Nähe des Hubzylinders ein Rastorgan angeordnet
sein, das in der vorderen Endstellung des Schlittens in diesen haltend eingreift.
Auch kann das Klemmaul erfindungsgemäß in einer Endstellung des Schlittens oberhalb
einer vom Rahmen bestimmten Ebene liegen.
[0015] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
- Fig. 1:
- die Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Aufspannen von Siebmaterial für das Siebdruckverfahren
mit vier Gruppen von Spanneinrichtungen;
- Fig. 2:
- die gegenüber Fig. 1 vergrößerte Frontansicht einer Spanneinrichtung;
- Fig. 3:
- die Seitenansicht zu Fig. 2;
- Fig. 4:
- ein geschlossenes Klemmaul der Spanneinrichtung in gegenüber Fig. 3 vergrößerter Seitenansicht;
- Fig. 5:
- das Klemmaul der Fig. 4 in geöffneter Stellung;
- Fig. 6:
- das Klemmaul der Fig. 4, 5 in zwei verschiedenen Stellungen;
- Fig. 7:
- eine teilweise geschnittene Frontansicht von Teilen der Fig. 4, 5;
- Fig. 8:
- den Schnitt durch eine Gelenkstelle der Spanneinrichtung;
- Fig. 9:
- den Schnitt durch einen Teil eines Zylinders der Spanneinrichtung;
- Fig. 10:
- die teilweise Seitenansicht eines Details der Fig. 4;
- Fig. 11:
- den gegenüber Fig. 10 verkleinerten Längsschnitt durch den gesamten Zylinder mit unterschiedlichen
Positionen einer Kolbenscheibe;
- Fig. 12:
- ein vergrößertes Detail aus Fig. 1 in geschnitten skizzierter Wiedergabe.
[0016] Eine Vorrichtung 10 zum Aufspannen eines rechteckigen Zeugstückes bzw. einer Bahn
12 aus bevorzugt gazeartigem Siebmaterial zum Einsatz im Siebdruckverfahren weist
-- entlang den vier Seiten eines Rahmens 14 -- mehrere Klemmelemente oder Spanneinrichtungen
16 auf. Diese ergreifen mit jeweils einem Klemmaul 18 (Fig. 2, 3) einen Abschnitt
der Bahn 12 in deren Randbereich und spannen die dann ringsum festliegende Bahn 12
durch Verstellen jeweils eines Zugzylinders 20 in Zugrichtung x. In Fig. 3 liegt die
Bahn 12 der Oberfläche 13 des Rahmens 14 auf und ist von dessen Außenkante zum Klemmaul
18 in dessen Schließstellung in einem Winkel von etwa 6° abwärts gezogen.
[0017] In Fig. 1 ist bei 15 eine aus Leitung 15
a mit max. 10 bar Druckluft gespeiste Steuereinheit angedeutet, von der drei Steuerleitungen
15
b bis 15
d ausgehen.
[0018] Die Spanneinrichtung 16 weist auf einer Sockelschiene 22 ein sich zu dieser abwärts
öffnendes rinnenartiges Keilprofil 24 mit in einem Winkel w geneigter Gleitoberfläche
25 auf, über der -- oberhalb eines mittigen Längsschlitzes 26 der Länge a des Keilprofils
24 -- ein Schlitten 28 verfahrbar lagert. An der Stirnseite des Keilprofils 24 ragt
eine Anschlagzunge 30 auf, zwischen der und einem verstellbaren sowie durch einen
Querstift 31a rastend festlegbaren Haltebügel 31 gemäß Fig. 3 der Rahmen 14 verläuft.
Auf der dem Rahmen 14 abgekehrten Seite der Anschlagzunge 30 ist auf dem rinnenartigen
Keilprofil 24 ein Kurzhubzylinder 27 angebracht, der sich auf der Sockelschiene 22
abstützt und der zu Fig. 12 näher erläutert wird.
[0019] Quer zur Längsachse M der Spanneinrichtung 16 ist an den Schlitten 28 eine beidseits
abkragende, als Rinnenprofil gestaltete untere Klemmbacke 32 angegossen, in deren
nach oben sich öffnenden Rinnenraum ein Streifen 34 aus elastischem Werkstoff gehalten
ist. Diesem liegen in einer oberen Klemmbacke 36 zwei ebenfalls elastische parallele
Rundprofile 37 gegenüber.
[0020] Besonders Fig. 4 verdeutlicht, daß die obere Klemmbacke 36 eine Profilleiste ist,
welche an einer abwärts weisenden Druckkante einer querschnittlich dreifach gewinkelten
Schürze 38 festliegt; letztere ist mit einem haubenähnlichen Schwenkkörper 40 U-artigen
Querschnittes fest verbunden, der sich abwärts öffnet und den eine Schwenkachse 42
des Schlittens 28 durchgreift.
[0021] Am Schlitten 28 ist parallel zur Schwenkachse 42 und in einem Abstand b von etwa
65 mm zu ihr eine Drehachse 44 für einen - - innerhalb des Schwenkkörpers 40 bewegbaren
-- Bügel 46 vorgesehen, dessen von ihr durchdrungene beide Schenkel 47 parallel zu
den Seitenflächen 23 des Keilprofils 24 bewegbar sind. Von dem die Bügelschenkel 47
verbindenden oberen Jochsteg 48 ragt ein Hand- oder Schließhebel 50 ab, der in einer
mittigen Längsausnehmung 39 der Schürze 38 zwischen der Öffnungsstellung der Klemmbacken
32, 36 und deren Schließlage verschoben werden kann.
[0022] In einem Abstand e von hier 40 mm ist an den Bügelschenkeln 47 durch ein Paar fluchtender
Gelenkbolzen 52 ein Rohrstutzen 54 angelenkt, der in einer Längsmulde 29 des Schlittens
28 bewegt zu werden vermag (Fig. 5, 6).
[0023] Gemäß Fig. 4 verläuft in einem Winkel t von etwa 135° zur Verbindungsgeraden G1 der
Drehachse 44 und der Gelenkbolzen 52 eine Gerade G2 durch die Drehachse 44 und einen
weiteren Gelenkpunkt 56. In diesem ist -- in etwa gleichem Abstand e zur Drehachse
44 -- am Schenkel 47 ein zweiteiliger Lenkerstab 57 gelagert, den an der Außenseite
des Schwenkkörpers 40 mit diesem andernends ein Gelenkstift 58 verbindet. Bei 60 ist
eine Schraubenfeder um einen axialen Teleskopteil des längenveränderbaren Lenkerstabes
57 angedeutet; die Schraubenfeder 60 kann am Fuße des Lenkerstabes 57 (Fig. 1, 5)
oder nahe dessen oberen Ende (Fig. 4, 6) vorgesehen werden.
[0024] Etwa in der Mitte zwischen der Drehachse 44 und dem Gelenkpunkt 56 -- sowie um ein
Maß n von etwa 18 mm seitenversetzt -- findet sich am Schenkel 47 des Bügels 46 noch
ein Gelenkbolzen 62, der in ein Langloch 63 einer innerhalb des Schwenkkörpers 40
bewegbaren Schwinge 64 greift.
[0025] Den Weg der Einzelteile 40, 46 57, 64 aus der gestrichelt angedeuteten Öffnungsstellung
der Klemmbacken 32, 36 um Schwenkachse 42 und Drehachse 44 in die Schließstellung
läßt Fig. 6 erkennen. Der Gelenkbolzen 52 erzeugt auf seinem Wege eine Kreiskontur
K1 um die Drehachse 44, der Gelenkpunkt 56 eine Kreiskontur K2. Aus diesen Wegen K1,
K2 resultiert eine Kreiskontur K3 als Bewegungsbahn des Gelenkstiftes 58.
[0026] Das obere Ende der Schwinge 64 ist nach Fig. 8 als -- von einer Schraubenfeder 60
umfaßter -- runder Endbolzen 65 gestaltet und an den Gelenkstift 58 des Lenkerstabes
57 drehbar angefügt. Dieser Gelenkstift 58 sitzt in einem Lagerbolzen 66 des Durchmessers
f von etwa 16 mm, der seinerseits von einer mit dem Dachteil 38d der Schürze 38 innenseitig
verschweißten Hülse 68 umfangen ist. Diese Hülse 68 bietet an dem nach unten gerichteten
Teil ihres Umfanges einen Führungsschlitz 69 für jenen Endbolzen 65 an. Bei einem
nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Achsauge im Kopf des Lenkerstabes
57 von einer stiftartigen Anformung des Lagerbolzens 66 durchsetzt und in dieser Weise
an die Lagerstelle angeschlossen.
[0027] Der mit einer Platte 55 stirnseitig verschlossene und -- wie gesagt -- durch Gelenkbolzen
52 an den Bügel 46 angefügte Rohrstutzen 54 nimmt das Kopfende des eingangs erwähnten
Zugzylinders 20 auf. Bei einer anderen Ausführung ist statt der Stirnplatte 55 ein
diametraler Jochstab vorgesehen.
[0028] In die Stirnplatte 55 des Rohrstutzens 54 eines Durchmessers d1 von hier 58 mm ist
das Gewindeende 71 einer Kolbenstange 72 eingeschraubt, die in Längsachse A des Rohrstutzens
54 durch die zentrische Bohrung 74 einer Stirnwand 75 des Zugzylinders 20 in dessen
Innenraum 76 -- eines Durchmessers d2 von 50 mm -- ragt und mit ihrem anderen Ende
an eine darin axial verschiebliche Kolbenscheibe 78 angeschlossen ist. Mit 79 sind
dichtende O-Ringe kenntlich gemacht.
[0029] Die Rohrwand 80 des Zugzylinders 20 sitzt mit ihrem seiner Stirnwand 75 fernen Ende
abgedichtet an einem Endstopfen 82, der bei 84 an einen von der Sockelschiene 22 aufragenden
Heckflansch 86 angelenkt ist.
[0030] Steht das Klemmaul 18 entsprechend Fig. 5 offen, befindet sich die Kolbenscheibe
78 in der in Fig. 11 bei I angedeuteten Öffnungsstellung nahe der Stirnwand 75 und
in Abstand des Hubweges h von ihrer in Fig. 11 rechten Endlage III. Der Hubweg h der
Kolbenscheibe 78 mißt in der dargestellten Ausführung etwa 150 mm. Der bei Überführung
der Kolbenscheibe 78 aus der Mittelstellung II in die oben beschriebene Öffnungsstellung
I vom Gelenkpunkt 56 beschriebene Winkel q beträgt etwa 56° (Fig. 6).
[0031] Das Öffnen des Klemmauls 18 kann durch Handbetätigung des Schließ- oder Handhebels
50 erfolgen, wird aber normalerweise pneumatisch ausgeführt, indem Strömungsmittel
in den Zugzylinder 20 gelangt und die Kolbenscheibe 78 beaufschlagt. Die Kolbenscheibe
78 wird von einer beliebigen Lage des Hubweges h über die Mittelstellung II in die
Öffnungsstellung I bewegt.
[0032] Bei diesem Ablauf wird ebenfalls der Schlitten 28 in die vordere Stellung gebracht
und fixiert, wobei ein in einem U-Profil 91 geführter Raststift 90 von einer Feder
60
a entlang einer Schrägfläche 92 eines Kulissenklotzes 93 in die vorgesehene Rastausnehmung
94 geschoben wird.
[0033] Da der Kulissenklotz 93 -- bevorzugt aus Kunststoff gefertigt -- an der Unterseite
des Schlittens 28 festliegt, wird letzterer bis zum Ausklinken des Raststiftes 90
aus der Rastausnehmung 94 in der beschriebenen Greifstellung gehalten. Als Rastorgan
kann auch eine -- hier nicht gezeigte -- bewegliche Klinke dienen.
[0034] Beim Einlegen der Bahn 12 in das geöffnete Klemmaul 18 liegt die Oberkante des Streifens
34 aus elastischem Werkstoff etwa 2 bis 3 mm unterhalb der Oberfläche 13 des vorgesetzten
Druckrahmens 14. Nach dem Einlegen der Bahn 12 werden die Klemmbacken 32, 36 des Klemmauls
18 mit dem Schließ- oder Handhebel 50 aufeinandergelegt und soweit vorgespannt, bis
die in Fig. 4 skizzierte Position erreicht ist. Die Gelenkbolzen 62 des Paares von
der Schwinge 64 sitzen auf deren jeweiligen Langlochgrund auf und liegen um das genannte
Maß n der Seitenversetzung hinter dem zugeordneten Lenkerstab 57.
[0035] Dieser geschilderte Vorspannvorgang kann auch pneumatisch erfolgen, indem die Kolbenscheibe
78 über die Vorkammer bzw. den Druckraum 88 mit Strömungsmittel beaufschlagt wird
und von der in Fig. 11 erkennbaren Öffnungsstellung I in die Mittelstellung II über
eine Teilhublänge h1 von etwa 50 mm geschoben wird.
[0036] Vor dem eigentlichen Spannvorgang wird über eine in Fig. 3 angedeutete Leitung 97
der am Keilprofil 24 befestigte Kurzhubzylinder 27 so gesteuert, daß der Kulissenklotz
93 aus der Rastposition angehoben wird und den Schlitten 28 freigibt, damit dieser
in Zugrichtung x geführt werden kann.
[0037] Das Klemmaul 18 hebt sich ebenfalls um den Hub des Kurzhubzylinders 27 und hält die
Bahn 12 für den Spannvorgang etwa 8 bis 10 mm oberhalb der Oberfläche 13 des vorgesetzten
Rahmens 14. Dieser Abstand zum Rahmen 14 dient vor allem zur Vermeidung von Verletzungen
der Bahn 12 beim Spannvorgang.
[0038] Für den Spannvorgang wird die von Stirnwand 75 und Kolbenscheibe 78 begrenzte Vorkammer
88 über eine in Fig. 3 bei 95 nur angedeutete Leitung mit pneumatischem Strömungsmittel
beaufschlagt und dadurch eine -- zur mechanischen Schließkraft zusätzliche -- anpaßbare
pneumatische Schließkraft am Klemmaul 18 erzeugt.
[0039] Die gegenüber der Teilhublänge h1 zur vollen Hublänge h verbleibende Strecke i der
Fig. 11 bestimmt den möglichen Spannweg der Spanneinrichtung 16 - üblicherweise aber
wird die volle Hublänge h gar nicht benützt.
[0040] Nach dem Spannvorgang wird das Klemmaul 18 in die zu Fig. 3 beschriebene Stellung
abgesenkt, damit die Bahn 12 zur Verklebung auf dem Rahmen 14 aufliegt.
[0041] In Fig. 11 ist oberhalb der Längsachse A bei 98 eine Einformung an der Innenfläche
des Heckstopfens 82 eines weiteren Ausführungsbeispiels lediglich angedeutet. In diese
Einformung 98 taucht hierbei die jene Kolbenscheibe 78 haltende Kolbenstangenmutter
73 in Endlage III ein, wodurch die Hublänge um das Tiefenmaß k der Einformung 98 verlängert
wird.
[0042] Durch das Einführen von Strömungsmittel in eine zwischen Kolbenscheibe 78 und Endstopfen
82 bestehende volumenveränderliche Heckkammer 89 über eine weitere Leitung 96 (Fig.
3) kann -- zusätzlich zur mechanischen Rückführung -- die Kolbenscheibe 78 gegen die
Zugrichtung x gedrückt werden, um das Klemmaul 18 zu öffnen.
1. Vorrichtung zum Aufspannen eines Gewebestückes, insbesondere eines rechteckigen Gazematerials,
an einem Druckrahmen mit an dessen Seiten angeordneten Spanneinrichtungen, in denen
das Gewebestück mittels jeweils eines Klemmauls aus relativ zueinander bewegbaren
und auf dem Schließweg eines Schließhebels unter Preßdruck aufeinandersetzbaren Klemmbacken
festgelegt sowie anschließend durch von einer Zylinder/Kolben-Einheit für Strömungsmedium
verursachte Lageveränderung der Klemmauleinheiten in Zugrichtung gespannt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Zusammenführen der Klemmbacken (32, 36) dem vom Schließhebel (50) bestimmten
Schließweg ein weiterer Schließweg unter Steuerung durch eine Kolbenstange (72) derart
nachgeschaltet ist, daß letzterer im Zylinder (20) eine den Klemmbacken (32, 36) nahe
Öffnungsstellung (I) des Klemmauls (18), eine Mittelstellung (II) bei geschlossenen
Klemmbacken nach einer Teilhublänge (h₁) sowie eine daran anschließende Hubbahn (Hublänge
i) für den Spannvorgang zugeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kurzhubzylinder (27)
vorgesehen ist, durch den das jeweilige Klemmaul (18) vor dem Einlegen des Gewebestückes
(12) unterhalb der Oberfläche (13) des vorgesetzten Druckrahmens (14) angeordnet sowie
nach dem Einlegen schließbar ist, wonach zum Entriegeln eines Schlittens (28) der
Kurzhubzylinder betätigbar und das Klemmaul oberhalb der Oberfläche einstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Kolbenscheibe (78) an der Kolbenstange
(72), welch letztere Teil der Zylinder/Kolben-Einheit für die Zugbewegung einer Spanneinrichtung
(16) ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmaul
(18) bis zum Ausklinken eines Rastorgans (90) für den Kurzhubzylinder (27) in dieser
Greifstellung gehalten ist, wobei die Kolbenscheibe (78) in die Mittelstellung (II)
über die Teilhublänge (h₁) führbar ist.
5. Vorrichtung mit einem schienenartigen Basiselement und von diesem aufragenden Schwenklager
für den Zylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zylinder (20) andernends verschieblich in einem Rohrstutzen (54) lagert, an dem die
Kolbenstange (72) mit ihrem dem Kolben (78) fernen Ende (71) festliegt, wobei gegebenenfalls
die Kolbenstange (72) eine Stirnwand (77) des Zylinders (20) durchsetzt und die Kolbenstange
bewegbar in der abgedichteten Durchgangsbohrung (74) lagert.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rohrstutzen (54) an ein Führungselement (46) angelenkt und dieses schwenkbar mit
einem Schlitten (28) verbunden ist, welcher die Klemmbacken (32, 36) trägt sowie in
Zugrichtung (x) auf einem Profil (24) als Basiselement verfahrbar lagert.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein als Bügel (46)
ausgebildetes Führungselement, dessen Schenkel (47) die beiden Profilseiten (23) übergreifen
und mit dem Schlitten (28) durch eine Drehachse (44) verbunden sind, wobei gegebenenfalls
der Bügel innerhalb eines als Schwenkkörper (40) dienenden haubenartigen Tragorgans
angeordnet und an jeder Seite mit diesem durch zwei Gelenkstangen (57, 64) verbunden
ist, welche am Bügel in Abstand (n) zueinander angelenkt sind.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlitten (28) parallel zur Drehachse (44) für den Bügel (46) eine Schwenkachse
(42) für das haubenartige Tragorgan (40) der bewegbaren Klemmbacken (36) aufweist.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Gelenkstift (58) als Gelenk zwischen einer der Gelenkstangen (57) und dem Schwenkkörper
(40) mit einer Schwinge (64) als andere Gelenkstange verbunden ist, deren anderes
Ende ein Langloch (63) für eine Gelenkachse (62) des Bügels (46) anbietet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkachse (62)
für die Schwinge (64) durch den Bügelschenkel (47) um dessen Gelenkpunkt (56) für
die von einem Lenkerstab (57) gebildete Gelenkstange führbar angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwenkkörper (40) mit parallelen Seitenwänden den Rohrstutzen (54) flankierend
an die Schwenkachse (42) des Schlittens (28) anschließt sowie mit einer zur Schwenkachse
parallelen Frontkante die Klemmbacke (36) hält, und/oder daß der Gelenkstelle (52)
für den Rohrstutzen (54) auf der anderen Seite der Drehachse (44) am Bügelschenkel
(47) ein Gelenkpunkt (56) für den Lenkerstab (57) gegenüberliegt, der andernends an
den Schwenkkörper (40) angelenkt ist.
12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das den Schlitten (28) führende Profil (24) durch einen Hubzylinder (27) anhebbar
angeordnet ist, welcher dem Druckrahmen (14) benachbart unterhalb des Profils lagert,
wobei gegebenenfalls dem Hubzylinder ein Rastorgan (90) zugeordnet ist, das in einer
Endstellung des Schlittens (28) in diesen haltend eingreift.