[0001] Die Erfindung betrifft einen Kran, insbesondere einen mobilen Großkran, mit einem
Kranunterrahmen, einem auf diesem drehbar angeordneten Kranoberrahmen, der einen in
Leichtbauweise ausgeführten Ausleger aufweist und mit zusätzlichen traglaststeigernden
Einrichtungen versehen ist.
[0002] Ein derartiger Großkran mit einem Kranunterrahmen, einem Kranoberrahmen, einem ersten
Hauptausleger, einem Wippausleger, einer unteren Wippstütze und einer oberen Wippstütze
sowie mit einer Superlifteinrichtung ist bekannt und wird im Prinzip mit Erfolg in
der Praxis für den Hub von schweren Lasten eingesetzt (vgl. DE-C2-31 08 454).
[0003] Großkrane der vorstehend beschriebenen Art können bekannterweise mit der zusätzlichen
traglaststeigernden Superlifteinrichtung derart erweitert werden, daß bei gleichen
Auslegerlängen die Tragfähigkeit um das Zwei- bis Dreifache ansteigt. Für den Fall,
daß für spezielle Einsätze des Krans eine solche Traglaststeigerung nicht ausreicht,
z.B. um schwere und großvolumige Bauteile zu heben, ist zumindest ein weiterer Kran
für die Hubarbeit notwendig. Der Einsatz von zwei solch aufwendiger Krane ist nicht
nur unwirtschaftlich, sondern bedeutet auch eine erheblich vergrößerte Grundfläche,
die in vielen Fällen nicht zur Verfügung steht.
[0004] Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, unter Einsparung
eines zweiten vollständigen Krans, insbesondere Großkrans, eine Kranvorrichtung zu
schaffen, die in ihrer Tragfähigkeit gesteigert wird, ohne einen zweiten Kran zu benötigen,
d.h. ohne eine größere Grundfläche zu beanspruchen und daher wirtschaftlicher ist.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an dem ersten Hauptausleger
über ein im wesentlichen horizontal angeordnetes Tragwerk eine zweiter Hauptausleger
angelenkt ist, der sich auf einer Plattform abstützt. Der Vorteil dieser Bauweise
umfaßt nicht nur eine Tragkraft-Steigerung von nahezu 100 %, es wird außerdem kaum
zusätzlicher Raum bzw. Grundfläche benötigt, und es können nicht nur sehr schwere
Transportgegenstände, sondern auch sehr lange Gegenstände hochgehoben werden.
[0006] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 2 angegeben. Die Weiterbildung
nach Anspruch 2 besteht darin, daß das Tragwerk aus einem ursprünglichen Wippausleger,
der als Druckstütze eingesetzt ist, besteht und daß das Tragwerk mittels Abspannstangen
oder -seilen gehalten ist, an denen eine Traverse befestigt ist. Der Vorteil dieser
Lösung besteht darin, daß ein vorhandener Ausleger übernommen werden kann und daß
eine eindeutig mittige Lagerung der Traverse erzielt wird.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in der Traverse zwei
obere Rollensätze zweier Flaschenzüge gelagert sind. Dadurch wird der durch die Traverse
gebildete Raum und deren Befestigungsflächen ausgenutzt.
[0008] Eine Verbesserung der Erfindung besteht darin, daß der kranseitige Flaschenzug an
Seilen aus den Hubwinden des Kranoberrahmens angeschlossen ist. Hierdurch ergibt sich
eine vorteilhafte symmetrische Anordnung der beiderseitigen Baugruppen.
[0009] Eine andere Verbesserung der Erfindung ist dadurch gegeben, daß der zur Kranseite
abgewandte Flaschenzug an Seiten aus auf einer stationären Plattform angeordneten
Hubwinden angeschlossen ist. Auch diese Maßnahme betrifft die symmetrische Baugruppen-Anordnung,
die vorteilhaft ist.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß auf der Traverse zumindest zwei
hydraulisch betätigte Seil-Hubeinrichtungen angeordnet sind, an denen Last-Tragmittel
befestigt sind. Eine derartige Gestaltung unterstützt eine beliebige Bauhöhe und nimmt
daher kaum Raum unterhalb der Traverse ein, der somit für die Last bzw. den Lasthubweg
freigehalten werden kann.
[0011] Weitere Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß das Tragwerk aus einem an dem
ersten und an dem zweiten Hauptausleger angelenkten Biegeträger besteht und daß die
oberen Rollensätze der beiden Flaschenzüge unmittelbar auf dem Biegeträger gelagert
sind. Der Vorteil dieser Maßnahme ist hier, daß das Tragwerk noch niedriger gebaut
werden kann, so daß ein weiterer Gewinn an Hubhöhe erzielt wird.
[0012] Nach anderen Merkmalen ist vorgesehen, daß auf dem Biegeträger unmittelbar die hydraulisch
betätigten Seil-Hubeinrichtungen angeordnet sind. Auch diese Maßnahme zielt in Richtung
einer freien Hubhöhe des Krans.
[0013] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß das Tragwerk aus einer
die Grundseite eines Dreiecks bildenden Zugstange und aus die Dreiecksschenkel bildenden
Stützen besteht. Dadurch wird ein zu schwerer Biegeträger erspart, ohne einen Bauhöhenverlust
hinnehmen zu müssen.
[0014] Die eingangs gestellte Aufgabe wird ferner nach einer zweiten Alternativen dadurch
gelöst, daß ein erster Hauptausleger und ein zweiter Hauptausleger mittels eines relativ
kurzen Druckstabes gekoppelt sind, daß auf einer stationären Plattform zumindest zwei
Abspannstangen oder -seile angelenkt sind und daß ein kranseitiger Flaschenzug mit
Seilen aus den Hubwinden des Kranoberrahmens und ein dem Kran abgewandter Flaschenzug
mit Seilen aus Hubwinden der Plattform betätigbar sind. Bei entsprechend kurzem Druckstab
liegen die Rollensätze für die Flaschenzüge entsprechend nahe beisammen, so daß das
Tragwerk erheblich schrumpfen kann, sofern ein sich darunter ergebender etwa trapezförmiger
Raum für die notwendige Hubarbeit ausreichend ist.
[0015] Vorteilhaft ist außerdem, daß für einen stationären Einsatz anstelle des Kranunterrahmens
ein Sockel und mehrere Stützträger vorgesehen sind. Für den Fall, daß von Anfang an
feststeht, einen stationären Kran zu benötigen, können dadurch Fahrwerke erspart werden.
Ein solcher Kran ist dementsprechend wirtschaftlich in seinen Gestehungskosten.
[0016] Andererseits ist es vorteilhaft, daß für einen mobilen Einsatz anstelle der stationären
Plattform eine mobile Plattform vorgesehen ist, die auf parallelen Bewegungsbahnen
parallel mit dem Kranunterrahmen verfahrbar ist. Der Vorteil davon ist, lange Gegenstände
nicht nur heben zu können, sondern auch aufrichten zu können.
[0017] Für den Fall eines mobilen Einsatzes ist es noch vorteilhaft, daß die Last zumindest
zeitweise durch einen Koppelrahmen für den Verfahrvorgang mit der Plattform verbindbar
ist.
[0018] Weiterhin ist es in speziellen Fällen vorteilhaft, daß der zweite Hauptausleger im
wesentlichen aufrecht angeordnet ist. Diese Lösung ist besonders geeignet für in horizontal
er Lage zu transportierende schwere Gegenstände, wie z.B. Raffinerie-Kolonnen.
[0019] Eine Weiterentwicklung der Erfindung besteht darin, daß die Seil-Hubeinrichtungen
auf dem Tragwerk horizontal verfahrbar sind. Eine solche Einrichtung ermöglicht das
Aufrichten, Anheben und ein seitliches Einheben von den besagten Kolonnen in Raffinerien.
[0020] Der Aufbau eines vorstehend beschriebenen Krans kann u.U. mit Schwierigkeiten verbunden
sein. Um von Grund auf derartige Schwierigkeiten bei der Montage auszuschalten, wird
vorgeschlagen, daß der im wesentlichen aufrecht angeordnete zweite Hauptausleger auf
senkrecht betätigbaren Hydraulikzylindern abgestützt ist. Diese Gestaltung dient daher
als Montagehilfe.
[0021] Weitere derartige Maßnahmen sind dadurch gegeben, daß ein Hydraulikzylinder mit seinem
Zylindergehäuse starr angeordnet und ein anderer Hydraulikzylinder mit seinem Zylindergehäuse
gelenkig gelagert ist, wobei die Kolbenstangen jeweils an dem zweiten Hauptausleger
angelenkt sind und in äußeren Unterstützungspunkten angreifen.
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Aufriß eines Großkrans, der das erfindungsgemäße Hubgerüst bildet,
- Fig. 2
- eine alternative Ausführung des Großkrans gemäß Fig. 1 im Aufriß, wobei gegenüber
Fig. 1 die Lasttragmittel verändert sind,
- Fig. 3
- einen Aufriß des Großkrans mit einem alternativen Tragwerk,
- Fig. 4
- einen Aufriß des Großkrans, ebenfalls mit einem alternativen Tragwerk,
- Fig. 5
- einen Aufriß des Großkrans mit einer weiteren Alternativen für das Tragwerk,
- Fig. 6
- einen Aufriß eines im Prinzip gegenüber Fig. 1 unterschiedlichen Tragwerks,
- Fig. 7
- einen Aufriß einer weiteren Alternativen für das Tragwerk und eine stationäre Ausführungsform
des Großkrans,
- Fig. 8
- eine mobile Ausführungsform des Großkrans,
- Fig. 9
- einen Aufriß eines Großkrans mit senkrecht angeordnetem zweiten Hauptausleger und
seitlich verfahrbarem Lasttragmittel für Kolonnen von Raffinerien,
- Fig.10
- den Aufriß gemäß Fig. 9 mit einer seitlich verfahrbaren Kolonne für ein Raffineriewerk,
- Fig.11
- eine Ansicht in Richtung A gemäß Fig. 9 auf den zweiten Hauptausleger und
- Fig. 12
- eine Einzelheit X gemäß Fig. 9.
[0023] Fig. 1 zeigt einen mobilen Gittermastkran, bestehend aus einem Kranunterrahmen 1,
einem Kranoberrahmen 2, einem ersten Hauptausleger 3, einem Wippausleger 4, einer
unteren Wippstütze 5, einer oberen Wippstütze 6 und einer Superlifteinrichtung 7 zur
Steigerung der Tragfähigkeit. Eine solche Baugruppe wird als Grundgerät betrachtet
und dient als Ausgangsbasis für die vorliegende Erfindung.
[0024] Der auf dem Kranunterrahmen 1 drehbar angeordnete Kranoberrahmen 2 weist den in Leichtbauweise
ausgeführten ersten Hauptauslege 3 auf und außer den zusätzlichen traglaststeigernden
Einrichtungen, wie z.B. die Superlifteinrichtung 7, ist nunmehr an dem ersten Hauptausleger
3 über ein im wesentlichen horizontal angeordnetes Tragwerk 30 ein zweiter Hauptausleger
8 angelenkt, der sich auf einer Plattform 10 abstützt. Diese beiden beschriebenen
Seiten des Großkrans bilden somit ein Hubgerüst, das im Bereich einer Last 41 einen
erheblichen Freiraum, d.h. Hubraum aufweist (Fig. 1).
[0025] Das Tragwerk 30 ist hierbei aus einem ursprünglichen Wippausleger 4 gebildet, der
als Druckstütze 4a eingesetzt ist, und das Tragwerk 30 ist mittels Abspannstangen
oder -seilen 11 gehalten, an denen eine Traverse 12 befestigt ist. In der Traverse
12 sind zwei obere Rollensätze 12a und 12b für zwei Flaschenzüge 13 und 15 gelagert.
Der kranseitige Flaschenzug 13 ist an Seile 14a und 14b aus den Hubwinden 14 des Kranoberrahmens
2 angeschlossen. Der zur Kranseite abgewandte Flaschenzug 15 ist an Seile 16a und
16b aus auf der stationären Plattform 10 angeordneten Hubwinden 16 angeschlossen.
[0026] Der erste Hauptausleger 3 und der zweite Hauptausleger 8 können vollkommen gleich
ausgebildet sein, um eine wirtschaftliche Herstellung zu gewährleisten.
[0027] Gemäß Fig.2 sind auf der Traverse 12 zumindest zwei hydraulisch betätigte Seil-Hubeinrichtungen
17 angeordnet, an denen Last-Tragmittel 40 für die Last 41, die aus Seilen bestehen
können, befestigt sind. Diese Seil-Hubeinrichtungen 17 können z.B dann zum Einsatz
kommen, wenn für einen speziellen Hub die Seilkapazität der Hubwinden 14 und 16 nicht
ausreichen sollte.
[0028] Gemäß Fig. 3 besteht das Tragwerk 30 aus einem an dem ersten und an dem zweiten Hauptausleger
3 bzw. 8 angelenkten Biegeträger 18, und die oberen Rollensätze 12a und 12b der beiden
Flaschenzüge 13 und 15 sind unmittelbar auf dem Biegeträger 18 gelagert Der Biegeträger
18 ersetzt hierbei dir in Fig. 1 gezeigte Druckstütze 4a, die beiden Abspannstangen
oder -seile 11 und die Traverse 12. Die oberen Rollensätze 12a und 12b der beiden
Flaschenzüge 13 und 15 sind unmittelbar auf dem Biegeträger 18 gelagert. Die bei Montage
von langen Baukolonnen, z.B. in Raffinerien, erforderlichen großen Hubhöhen können
hier erreicht werden.
[0029] Gemäß Fig. 4 sind auf dem Biegeträger 18 unmittelbar die hydraulisch betätigten Seil-Hubeinrichtungen
17 angeordnet. Somit ist ein variabler Einsatz verschiedener Hubeinrichtungen möglich.
Die gemäß Fig. 2 beschriebenen Seil-Hubeinrichtungen 17 lagern unmittelbar auf da
Biegeträger 18, somit ist der Raum unterhalb des Biegeträgers 15 für die Last 41 frei.
[0030] Gemäß Fig. 5 besteht das Tragwerk 30 aus einer die Grundseite eines Dreiecks bildenden
Zugstange 19 und aus die Dreiecksschenkel bildenden Stützen 20 und 21. Auch hier ist
ein Gittermastkran als Grundgerät wie unter Fig. 1 beschrieben eingesetzt. Die Zugstange
19, die beiden Stützen 20 und 21 und Abspannseile 22 ersetzen hierbei die in Fig.
1 gezeigte Druckstütze 4a, die beiden Abspannstangen oder -seile 11 und die Traverse
12. Die in Fig. 2 gezeigten Seil-Hubeinrichtungen 17 lagern direkt auf der Zugstange
19. Für die Hubhöhe ergeben sich die gleichen Vorteile wie bei den Lösungen gemäß
den Fig. 3 und 4.
[0031] Eine alternative Lösung ist in Fig. 6 dargestellt. Der Kran, insbesondere ein Großkran,
ist ebenfalls mit einem Kranunterrahmen 1, einem auf diesem angeordneten (drehbaren)
Kranoberrahmen 2 versehen, der einen in Leichtbauweise ausgeführten ersten Hauptausleger
3 aufweist und mit zusätzlichen traglaststeigernden Einrichtungen, wie z.B. der Superlifteinrichtung
7, versehen ist. Mit der nachstehend beschriebenen Gestaltung erhält man ebenfalls
die zweite Seite des angestrebten Hubgerüstes. Hierzu ist der erste Hauptausleger
3 und der zweite Hauptausleger 8 mittels eines relativ kurzen Druckstabes 23 gekoppelt,
ferner sind auf der stationären Plattform 10 zumindest zwei Abspannstangen oder -seile
9 angelenkt, und ein kranseitiger Flaschenzug 13 mit Seilen 14a und 14b ist aus den
Hubwinden 14 des Kranoberrahmens 2 und ein dem Kran abgewandter Flaschenzug 15 ist
mit Seilen 16a und 16b aus Hubwinden 16 der Plattform 10 betätigbar. Der Kurze Druckstab
23 koppelt den ersten Hauptausleger 3 mit dem zweiten Hauptausleger 8.
[0032] Gemäß Fig. 7 sind für einen stationären Einsatz anstelle des Kranunterrahmens 1 ein
Sockel 24 und mehrere Stützträger 25 vorgesehen. Bei einem stationären Einsatz des
erfindungsgemäßen Hubgerüstes ist es daher möglich, den in den Fig. 1 bis 6 gezeigten
Raupenunterwagen durch einen Sockel 24 und die vier Stützträger 25 zu ersetzen.
[0033] Gemäß Fig. 8 ist die Last 41 zumindest zeitweise durch einen Koppelrahmen 28 für
den Verfahrvorgang mit der Plattform 26 verbindbar. Bei einem mobilen Einsatz des
Hubgerüstes wird daher die in den Fig. 1 bis 6 gezeigte stationäre Plattform 10 durch
die mobile Plattform 26 ersetzt, die z.B. auf zwei Gleitbahnen (Bewegungsbahnen 27)
parallel mit dem Raupenfahrwerk bewegt werden kann. Nach dem Anheben der Last wird
diese durch zumindest einen Koppelrahmen 28, jedoch nur für den verfahrvorgang mit
der Plattform 26 verbunden.
[0034] Gemäß Fig. 9 ist der zweite Hauptausleger 8 im wesentlichen aufrecht angeordnet.
Dadurch entsteht ein noch höherer Raum für die Last 41, die wie gezeichnet aus einer
Kolonne für eine Raffinerie besteht.
[0035] Gemäß den Fig. 9 und 10 sind ersichtlich die Seil-Hubeinrichtungen 17 auf dem Tragwerk
30 horizontal verfahrbar, wobei eine Laufkatze 29 eingesetzt wird.
[0036] Fig. 11 zeigt eine Ansicht A gemäß Fig. 9, so daß der senkrecht stehende zweite Hauptausleger
8 ebenfalls von der Seite zu sehen ist sowie Abspannstangen oder -seile 9 und auf
einer Plattform 32 Ballast 34.
[0037] Gemäß Fig. 12 ist der im wesentlichen aufrecht angeordnete zweite Hauptausleger 8
auf senkrecht betätigbaren Hydraulikzylindern 35 und 36 abgestützt. Der Hydraulikzylinder
35 ist mit seinem Zylindergehäuse wie gezeichnet starr angeordnet, und ein anderer
Hydraulikzylinder 36 ist mit seinem Zylindergehäuse gelenkig gelagert, wobei die Kolbenstangen
jeweils an dem zweiten Hauptausleger 8 angelenkt sind und beabstandet in äußeren Unterstützungen
auf der Plattform 32 ruhen.
[0038] Die Hydraulikzylinder 35 und 36 dienen im wesentlichen als Montagehilfe, um Ungenauigkeiten
der Anlenkungsstellen im Bereich des Tragwerkes 30 auszugleichen.
[0039] Der zweite Hauptausleger 8 ist hierbei über vier Hydraulikzylinder 35,36 auf der
Plattform 32 gelagert und zwei Abspannstangen oder -seile 9 bringen Seitenstabilität
für den zweiten Hauptausleger 8, und außerdem erhöht der Ballast 34 die Standsicherheit
des gesamten Systems. Die vier Hydraulikzylinder 35 und 36, die paarweise starr und
gelenkig auf der Plattform 32 gelagert sind, ermöglichen nicht nur eine Höhenkorrektur,
sondern auch eine Winkelkorrektur des zweiten Hauptauslegers 8.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Kranunterrahmen
- 2
- Kranoberrahmen
- 3
- erster Hauptausleger
- 4
- Wippausleger
- 4a
- Druckstütze
- 5
- Wippstütze untere
- 6
- Wippstütze obere
- 7
- Superlifteinrichtung
- 8
- zweiter Hauptausleger
- 9
- Abspannstangen bzw. -Seile
- 10
- Plattform
- 11
- Abspannstangen bzw. -Seile
- 12
- Traverse
- 12a
- Rollensatz, oberer
- 12b
- Rollensatz, oberer
- 13
- Flaschenzug
- 14
- Hubwinden
- 14a
- Seil
- 14b
- Seil
- 15
- Flaschenzug
- 16
- Hubwinden
- 16a
- Seil
- 16b
- Seil
- 17
- Seil-Hubeinrichtung
- 18
- Biegeträger
- 19
- Zugstange
- 20
- Stütze
- 21
- Stütze
- 22
- Abspannseile
- 23
- kurzer Druckstab
- 24
- Sockel
- 25
- Stützträger
- 26
- Plattform, mobile
- 27
- Bewegungsbahnen
- 28
- Koppelrahmen
- 29
- Laufkatze
- 30
- Tragwerk
- 32
- Plattform
- 34
- Ballast
- 35
- Hydraulikzylinder
- 36
- Hydraulikzylinder
- 40
- Lasttragmittel
- 41
- Last
1. Kran, insbesondere mobiler Großkran, mit einem Kranunterrahmen, einem auf diesem drehbar
angeordneten Kranoberrahmen, der einen in Leichtbauweise ausgeführten Ausleger aufweist
und mit zusätzlichen traglaststeigernden Einrichtungen versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem ersten Hauptausleger (3) über ein im wesentlichen horizontal angeordnetes
Tragwerk (30) ein zweiter Hauptausleger (8) angelenkt ist, der sich auf einer Plattform
(10) abstützt.
2. Kran nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragwerk (30) aus einem ursprünglichen Wippausleger (4), der als Druckstütze
(4a) eingesetzt ist, besteht und daß das Tragwerk (30) mittels Abspannstangen oder
-seilen (11) gehalten ist, an denen eine Traverse (12) befestigt ist.
3. Kran nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Traverse (12) zwei obere Rollensätze (12a,12b) zweier Flaschenzüge (13,15)
gelagert ist.
4. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der kranseitige Flaschenzug (13) an Seilen (14a,14b) aus den Hubwinden (14) des
Kranobenrahmens (2) angeschlossen ist.
5. Kran nach eines der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zur Kranseite abgewandte Flaschenzug (15) an Seilen (16a,16b) aus auf einer
stationären Plattform (10) angeordneten Hubwinden (16) angeschlossen ist.
6. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Traverse (12) zumindest zwei hydraulisch betätigte Seil-Hubeinrichtungen
(17) angeordnet sind, an denen Last-Tragmittel (40) für die Last (41) befestigt sind.
7. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragwerk (30) aus einem an dem ersten und an dem zweiten Hauptausleger (3,8)
angelenkten Biegeträger (18) besteht und daß die oberen Rollensätze (12a,12b) der
beiden Flaschenzüge (13,15) unmittelbar auf dem Biegeträger (18) gelagert sind.
8. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Biegeträger (18) unmittelbar die hydraulisch betätigten Seil-Hubeinrichtungen
(17) angeordnet sind.
9. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragwerk (30) aus einer die Grundseite eines Dreiecks bildenden Zugstange
(19) und aus die Dreiecksschenkel bildenden Stützen (20,21) besteht.
10. Kran, insbesondere Großkran, mit einem Kranunterrahmen, einem auf diesem angeordneten
Kranoberrahmen, der einen in Leichtbauweise ausgeführten Ausleger aufweist und mit
zusätzlichen traglaststeigernden Einrichtungen versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein erster Hauptausleger (3) und ein zweiter Hauptausleger (8) mittels eines relativ
kurzen Druckstabes (23) gekoppelt sind, daß auf einer stationären Plattform (10) zumindest
zwei Abspannstangen oder -seile (9) angelenkt sind und daß ein kranseitiger Flaschenzug
(13) mit Seilen (14a,14b) aus den Hubwinden (14) des Kranoberrahmens (2) und ein dem
Kran abgewandter Flaschenzug (15) mit Seiten (16a,16b) aus Hubwinden (16) der Plattform
(10) betätigbar sind.
11. Kran nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß für einen stationären Einsatz anstelle des Kranunterrahmens (1) ein Sockel (24)
und mehrere Stützträger (25) vorgesehen sind.
12. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß für einen mobilen Einsatz anstelle der stationären Plattform (10) eine mobile
Plattform (26) vorgesehen ist, die auf parallelen Bewegungsbahnen (27) parallel mit
dem Kranunterrahmen (1) verfahrbar ist.
13. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Last (41) zumindest zeitweise durch einen Koppelrahmen (28) für den Verfahrvorgang
mit der Plattform (26) verbindbar ist.
14. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Hauptausleger (8) im wesentlichen aufrecht angeordnet ist.
15. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seil-Hubeinrichtungen (17) auf dem Tragwerk (30) horizontal verfahrbar sind.
16. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der im wesentlichen aufrecht angeordnete zweite Hauptausleger (8) auf senkrecht
betätigbaren Hydraulikzylindern (35,36) abgestützt ist.
17. Kran nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Hydraulikzylinder (35) mit seinem Zylindergehäuse starr angeordnet und ein
anderer Hydraulikzylinder (36) mit seinem Zylindergehäuse gelenkig gelagert ist, wobei
die Kolbenstangen jeweils am zweiten Hauptausleger (8) angelenkt sind und in äußeren
Unterstützungspunkten angreifen.