[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Detektion von Informationen, die in einem
bestimmten Datenblock des in einer vorbestimmten Anzahl von periodisch aufeinanderfolgenden
Gruppen übertragenen RDS-Datenstromes erwartet werden, bei einem Rundfunkempfänger,
der nacheinander auf mehrere zu prüfende Sender eingestellt wird und dessen RDS-Decoder
mit dem RDS-Datenstrom des jeweils eingestellten Senders synchronisiert wird.
[0002] Radioempfänger mit besonders leistungsfähigen Senderwahlfunktionen, insbesondere
Autoradios, verfügen über einen getrennten Empfangsteil, der ständig im Hintergrund
nach empfangswürdigen Sendern sucht oder bei Bedarf frei definierbare Verkehrsfunksender
regelmäßig auf Verkehrsdurchsagen überprüft Bei der Überprüfung der empfangbaren Sender
werden die in zunehmendem Maße von den Sendeanstalten mitgesendeten RDS-Informationen
ausgewertet. Der im Hintergrund arbeitende Empfänger muß permanent viele verschiedene
RDS-Sender einstellen und die empfangenen RDS-Daten auswerten. Oft sind nur bestimmte
RDS-Informationen von Belang, beispielsweise eine Durchsagekennung bei einem Verkehrsfunksender
oder eine Alternativfrequenz. Da diese Informationen in bestimmten Datenblöcken des
RDS-Datenstromes überagen werden, muß jeweils nach der Einstellung auf einen Sender
und nach Synchronisation des RDS-Decoders auf den empfangenen RDS-Datenstrom abgewartet
werden, bis der betreffende Datenblock empfangen wird.
[0003] Ein Verfahren zur Rückgewinnung des RDS-Datenstroms sowie ein RDS-Demodulator zur
Durchfuhrung dieses Verfahrens sind aus DE 35 10 562 C2 bekannt. Zwar erreicht der
RDS-Demodulator eine hohe Störsicherheit, jedoch benötigt der nachgeschaltete RDS-Decoder
aufgrund der Tatsache, daß eine Information über die Phasenlage des RDS-Datenstroms
weder bei der Demodulation noch bei der Decodierung verfügbar ist, eine beträchtliche
Zeit um Einrasten auf dem RDS-Datenstrom. Je öfter die Frequenz gewechselt werden
muß, um verschiedene Sender zu identifizieren oder zu prüfen, desto mehr Zeit geht
für die jeweils notwendige Synchronisation des RDS-Decoders auf den RDS-Datenstrom
verloren. Die für die Synchronisation erforderliche Zeit, zu welcher noch eine Zeitspanne
bis zum Auftreten der erwarteten Information in einem bestimmten Datenblock hinzukommt,
steht für andere Funktionen nicht zur Verfügung. Wird beispielsweise ein Verkehrsfunksender
auf das Erscheinen einer Durchsagekennung (TA) geprüft, so muß nur jeweils ein einziges
Bit im B-Block des RDS-Datenstomes ausgewertet werden. Von der Einstellung auf den
betreffenden Verkehrsfunksender über die Synchronisation des RDS-Decoders bis zum
Auftreten des gesuchten B-Blocks, dessen Lage in dem empfangenen RDS-Datenstrom im
voraus nicht bekannt ist, kann eine Zeitspanne von mehr als 100 Millisekunden verstreichen.
Für die Auswertung des B-Blocks allein würde aber eine Zeitspanne von wenig mehr als
20 Millisekunden ausreichen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur gezielten Detektion von
Informationen im RDS-Datenstrom zu schaffen, bei welchem der größte Teil der für die
Synchronisation und das Abwarten des gesuchten Datenblocks bisher benötigten Zeit
eingespart und für andere Funktionen bereitgestellt wird.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur gezielten Detektion von Informationen im
RDS-Datenstrom wird
a) ein durch den RDS-Datenakt inkrementierter Zähler, dessen Zählerstand in einer
zufälligen Relation zu der Blockfolge des RDS-Datenstromes steht, jeweils bei Erreichen
eines der Anzahl von Bits einer Gruppe entsprechenden Zählerstandes zurückgesetzt;
b) bei erfolgter Synchronisation des RDS-Decoders mit dem RDS-Datenstrom des jeweils
eingestellten Senders der Zählerstand des Zählers in Relation zu der Blockfolge des
empfangenen RDS-Datenstromes gesetzt und eine diese Relation kennzeichnende Referenzgröße
mit Kenndaten des eingestellten Senders in einer Sendertabelle gespeichert;
c) bei erneuter Einstellung auf einen Sender, dessen Kenndaten mit der zugehörigen
Referenzgröße bereits in der Sendertabelle aufgenommen sind, keine Synchronisation
des RDS-Decoders vorgenommen und die zeitliche Lage des Datenblocks, in dem die Informationen
erwartet werden, aus dem aktuellen Zahlerstand und der aus der Sendertabelle ausgelesenen
Referenzgröße des eingestellten Senders errechnet.
[0006] Bei diesem Verfahren wird also die Synchronisation des RDS-Decoders auf einen empfangenen
Sender jeweils nur einmal vorgenommen; bei erneuter Abstimmung auf denselben Sender,
beispielsweise zur Überprüfung eines Verkehrsfunksenders auf das Erscheinen einer
Durchsagekennung, kann der Zeitpunkt des Erscheinens des gesuchten Datenblocks im
voraus anhand der in der Sendertabelle gespeicherten Referenzgröße bestimmt werden.
Erst zu diesem Zeitpunkt erfolgt daher die Abstimmung des im Hintergrund arbeitenden
Empfangsteils auf den zu überprüfenden Sender.
[0007] Als Referenzgröße wird vorzugsweise ein bestimmter Zählerstand gespeichert. Dies
kann der Beginn eines Referenz-Datenblocks im RDS-Datenstrom des jeweils eingestellten
Senders sein, beispielweise der erste Datenblock in einer Gruppe, also der A-Block,
oder derjenige Zählerstand, welcher dem Beginn des bestimmten, gesuchten Datenblocks
im RDS-Datenstrom des jeweils eingestellten Senders entspricht, beispielsweise der
B-Block bei der Überprüfung auf Durchsagekennung. Die erstere Methode bietet eine
größere Flexibilität und bietet sich an, wenn mehr als nur ein Datenblock ausgewertet
werden soll. Die zeitliche Lage des gewünschten Datenblocks kann dann ausgehend von
dem als Referenzgröße gespeicherten Zählerstand errechnet werden. Die zweite Methode
ist zweckmäßig, wenn jeweils nur ein Datenblock ausgewertet wird, da der als Referenzgröße
gespeicherte Zählerstand unmittelbar als Kriterium für die Einstellung auf den zu
überprüfenden Sender verwendet werden kann. Die Einstellung auf den zu überprüfenden
Sender erfolgt also bei Übereinstimmung des Zählerstandes des frei laufenden Zählers
mit dem als Referenzgröße abgespeicherten Zählerstand.
[0008] Besonders zweckmäßig ist die Verwendung eines Zählers, der analog der Abfolge der
Daten im RDS-Datenstrom aus einem Blockphasen-Zähler und einem Gruppenphasen-Zähler
aufgebaut ist, wobei der Zählbereich des Blockphasen-Zählers durch die Anzahl von
Bits in einem Block und der Zählbereich des Gruppenphasen-Zählers, der bei Überlauf
des Blockphasen-Zählers inkrementiert wird, durch die Anzahl von Blöcken in einer
Gruppe bestimmt wird. Die Referenzgröße wird dann als Kombination von Blockphase und
Gruppenphase gespeichert.
[0009] Die RDS-Daten werden bekanntlich in periodischen Gruppen verschiedenen Gruppen-Typs
übertragen. Relevante Informationen befinden sich oft nur in Gruppen eines bestimmten
Typs. In solchen Fällen wird bei der bevorzugten Ausführung des Verfahrens die Einstellung
auf einen zu überprüfenden Sender erst zum Zeitpunkt des Auftretens des gesuchten
Datenblocks in einer Gruppe des gewünschten Typs vorgenommen. Da die Gruppentypen
periodisch aufeinanderfolgen, kann anhand der gespeicherten Referenzgröße im voraus
errechnet werden, zu welchem Zeitpunkt der gewünschte Datenblock in einer Gruppe des
gewünschten Typs erscheint.
[0010] Zur weiteren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nun auf die Zeichnung
Bezug genommen. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 ein schematisches Blockschaltbild eines Empfängers zur Durchführung des Verfahrens;
Figur 2 ein Funktionsdiagramm, in dem die wesentlichen Schritte des Verfahrens veranschaulicht
sind;
Figur 3 ein Flußdiagramm, das die Tätigkeit eines Hintergrund-Empfängers bei der Überwachung
von Verkehrsfunksendern auf Durchsagekennungen zeigt;
Figur 4 eine schematische Gegenüberstellung des herkömmlichen und des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Dekodierung bestimmter Informationen im RDS-Datenstrom;
Figur 5 ein Anwendungsbeispiel für das Verfahren; und
Figur 6 ein weiteres Anwendungsbeispiel des Verfahrens.
[0011] In der nachfolgenden Beschreibung wird als Rundfunkempfänger vom einem Autoradio
ausgegangen, das über einen im Hintergrund arbeitenden zusätzlichen Empfangsteil verfügt,
dessen Aufgabe darin besteht, empfangbare Sender zu identifizieren, Alternativfrequenzen
zu prüfen, den RDS-Datenstrom auszuwerten und gewünschtenfalls bestimmte Verkehrsfunksender
auf das Erscheinen von Durchsagekennungen zu überwachen. Mit einem solchen Rundfunkempfänger
ist es möglich, den im Vordergrund arbeitenden Hauptempfänger auf beliebige gewünschte
Sender einzustellen und die im Hintergrundbetrieb erkannten Verkehrsdurchsagen nach
Belieben durchzuschalten oder zum späteren Abruf zwischenzuspeichern. In Figur 1 ist
nur der im Hintergrund arbeitende Empfangsteil dargestellt. Er enthält ein HF-Empfangsteil
10, dessen Abstimmstufe durch eine Frequenz-Syntheseschaltung 12 angesteuert wird,
einen nachfolgenden RDS-Demodulator 14, dessen Ausgang einen RDS-Decoder 16 ansteuert,
zwei kaskadierte Zähler 18, 20, die durch den aus dem RDS-Decoder gewonnenen Datentakt
inkrementiert werden, einem Mikrocontroller 22 sowie einen Speicher 24. Der Zähler
20 ist ein Blockphasen-Zähler, der durch den RDS-Datentakt aus dem RDS-Decoder 16
inkrementiert wird und von 0 bis 25 zählt, und der Zähler 18 ist ein Gruppenphasen-Zähler,
der von 0 bis 3 zählt und durch Überlauf des Blockphasen-Zählers 20 inkrementiert
wird. Die Frequenz des RDS-Datentaktes beträgt 1187,5 Hz. In dem Speicher 24 werden
für jeden gefundenen und geprüften Sender Informationen abgelegt, die nun unter Bezugnahme
auf Figur 2 näher erläutert werden.
[0012] Bei Einstellung des HF-Empfangteils 10 auf einen Sender, der noch nicht geprüft wurde,
erfolgt zunächst die Synchronisation des RDS-Decoders mit dem empfangenen Datenstrom.
Diese Synchronisation, die nach herkömmlichen Verfahren erfolgen kann, erfordert eine
Zeitspanne von mindestens etwa 110 Millisekunden. Sobald die Synchronisation erfolgt
ist, wird der gerade empfangene Datenblock in Relation zu dem zufallsabhängigen Zählerstand
der Zähler 18, 20 gesetzt. Bei dem hier betrachteten Anwendungsbeispiel sollen Verkehrsfunksender
auf das Erscheinen von Durchsagekennungen überprüft werden. Hierzu muß ein Bit im
B-Block überprüft werden. Es wird nun der Zahlerstand der Zähler 18, 20 zu Beginn
des empfangenen B-Datenblocks festgestellt und gemeinsam mit den wichtigsten Kenndaten
des empfangenen Senders in dem Speicher 24 abgelegt. Der Zählerstand wird als Kombination
der Zählerstände des Blockphasen-Zählers 20 und des Gruppenphasen-Zählers 18 aufgezeichnet,
bei dem in Figur 2 gezeigten Beispiel also die Information 14/2. Entsprechend wird
für jeden empfangenen und geprüften Sender vorgegangen, so daß in dem Speicher 24
eine Sendertabelle gebildet wird, die für jeden aufgenommenen Sender als Referenzgröße
einen Zählerstand enthält, der dem Beginn eines B-Datenblocks zugeordnet ist.
[0013] Wenn nun ein in der Sendertabelle bereits aufgenommener Sender erneut überprüft werden
soll, so wird aus der Sendertabelle der zugehörige Zählerstand entnommen, bei dessen
Erreichen dann die Einstellung auf diesen Sender erfolgt. Eine erneute Synchronisation
auf den RDS-Datenstrom dieses Senders ist überflüssig, wodurch die sonst hierfür erforderliche
Zeit eingespart wird.
[0014] In Figur 3 sind die wesentlichen Vorgänge für den angenommenen Anwendungsfall dargestellt.
Im Schritt 30 erfolgt die erstmalige Einstellung des HF-Empfangsteils 10 auf einen
gefundenen Verkehrsfunksender. Im Schritt 32 erfolgt die Synchronisation des RDS-Decoders
16 auf den empfangenen RDS-Datenstrom. Zugleich wird der Zählerstand der Zähler 18,
20 für den Beginn des B-Datenblocks in dem Speicher 24 mit den wichtigsten Kenndaten
des empfangenen Senders im Speicher abgelegt. In der nun folgenden Endlosschleife
wird der HF-Empfangsteil nacheinander in Schritt 34 auf andere empfangbare Sender
eingestellt, die geprüft werden sollen. Wenn in Schritt 36 festgestellt wird, daß
eine bestimmte Zeitspanne verstrichen ist, nach deren Ablauf die Überprüfung eines
bestimmten Verkehrsfunksenders auf das Erscheinen einer Durchsagekennung angebracht
ist, so wird im Schritt 38 geprüft, ob der aktuelle Zählerstand der Zähler 18, 20
mit dem Eintrag im Speicher 24 für den betreffenden Sender übereinstimmt. Bei Übereinstimmumg
erfolgt im Schritt 40 die Einstellung auf den betreffenden Verkehrsfunksender, dessen
B-Datenblock dann gezielt ausgewertet wird. Anschließend wird mit dem Schritt 34 die
Überprüfung anderer Sender fortgesetzt.
[0015] Figur 4 veranschaulicht dieses Verfahren im Vergleich zum Stand der Technik. Nach
dem herkömmlichen Verfahren wird bei jeder Einstellung auf einen Sender ein vom Zufall
abhänginger Datenblock empfangen, bei dem gezeigten Beispiel der B-Datenblock. Die
Synchronisation des RDS-Decoders kann frühestens nach Empfang einer vollständigen
Gruppe von 4 Datenblöcken erreicht sein, also frühestens nach 110 Millisekunden. Erst
dann kann die Auswertung des nächsten B-Datenblocks erfolgen. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren, daß in Figur 4 als "mit Synchronisation" bezeichnet ist, erfolgt die Einstellung
auf den zu prüfenden Verkehrsfunksender hingegen genau zu Beginn des Empfangs eines
B-Datenblocks, der dann gezielt innerhalb einer Zeitspanne von wenig mehr als seiner
Dauer ausgewertet werden kann.
[0016] Figur 5 veranschaulicht den ankommenden RDS-Datenstrom, der in der Zeichnung von
rechts nach links durchläuft. Wenn jeweils der B-Datenblock geprüft werden soll, so
steht zwischen zwei aufeinanderfolgenden B-Datenblöcken eine Zeitspanne von etwa 65
Millisekunden zur Verfügung, die ausreicht, um beispielsweise im Sendersuchlauf die
Empfangswürdigkeit eines Senders (Stopp-Signal) oder eine Alternativfrequenz zu dem
gerade im Vordergrund gehörten Sender zu prüfen.
[0017] Eine noch längere Zeitspanne für anderweitige Aktivitäten des im Hintergrund arbeitenden
Empfangsteils steht zur Verfügung, wenn der Umstand ausgenutzt wird, daß die für bestimmte
Zwecke relevanten Informationen üblicherweise nicht in allen Gruppen, sondern nur
in Gruppen eines bestimmten Gruppentyps übertragen werden. So werden Verkehrsfunkinformationen
von den Sendeanstalten gewöhnlich nur in jeder dritten Gruppe übertragen. Wenn dies
bekannt ist oder bei der Prüfung des eingestellten Senders festgestellt wird, kann
gemäß dem in Figur 6 gezeigten Beispiel die Prüfung des B-Datenblocks auf die Gruppen
des zutreffenden Gruppentyps beschränkt werden. Bei dem in Figur 6 gezeigten Zustand
wurde durch Überprüfung eines B-Datenblocks festgestellt, daß dieser zu einer Gruppe
vom Gruppentyp "6" gehört, die keine Verkehrsfunkdaten enthält. Da bekannt ist, daß
wenigstens eine weitere nicht relevante Gruppe folgt, die bei dem gezeigten Beispiels
ebenfalls vom Typ "6" ist, kann die Auswertung des nächsten B-Datenblocks unterbleiben.
Erst der darauffolgende B-Datenblock wird ausgewertet, so daß eine Zeitspanne von
etwa 150 Millisekunden zur Verfügung steht, die ausreicht, um einen anderen Sender
zu prüfen, bei dem gezeigten Beispiel den im A-Block enthaltenden PI-Code des Senders.
[0018] Die beschriebenen Beispiele betreffen die permanente Überwachung von Verkehrsfunksendern
auf Durchsagen. Die Erfindung ist aber ebensogut auf die gezielte Detektion von andersartigen
Informationen im RDS-Datenstrom anwendbar. Eine andere Anwendung bei einem Autoradio
ist die gezielte Erfassung von Informationen über Alternativfrequenzen zu bereits
gefundenen Sendern. Allgemein kann mit dem beschriebenen Verfahren gezielt und ohne
ständige Neusynchronisation des RDS-Decoders auf Informationen jeder vorgesehenen
Art und in jedem für die erwartete Information zutreffenden Gruppentyp zugegriffen
werden. Bei allen Anwendungen ist nicht nur der Zeitgewinn durch den Wegfall der ständigen
Neusynchronisation auf bereits geprüfte Sender von Vorteil, sondern es wird auch die
Sicherheit der RDS-Decodierung erhöht, da eine einmal erfolgte Synchronisation erhalten
bleibt.
1. Verfahren zur Detektion von Informationen, die in einem bestimmten Datenblock des
in einer vorbestimmten Anzahl von periodisch aufeinanderfolgenden Gruppen übertragenen
RDS-Datenstromes erwartet werden, bei einem Rundfunkempfänger, der nacheinander auf
mehrere zu prüfende Sender eingestellt wird und dessen RDS-Decoder mit dem RDS-Datenstrom
des jeweils eingestellten Senders synchronisiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß
a) ein durch den RDS-Datentakt inkrementierter Zähler, dessen Zählerstand in einer
zufälligen Relation zu der Blockfolge des RDS-Datenstromes steht, jeweils bei Erreichen
eines der Anzahl von Bits einer Gruppe entsprechenden Zählerstandes zurückgesetzt
wird;
b) bei erfolgter Synchronisation des RDS-Decoders mit dem RDS-Datenstrom des jeweils
eingestellten Senders der Zählerstand des Zählers in Relation zu der Blockfolge des
empfangenen RDS-Datenstromes gesetzt und eine diese Relation kennzeichnende Referenzgröße
mit Kenndaten des eingestellten Senders in einer Sendertabelle gespeichert wird;
c) bei erneuter Einstellung auf einen Sender, dessen Kenndaten mit der zugehörigen
Referenzgröße bereits in der Sendertabelle aufgenommen sind, eine Synchronisation
des RDS-Decoders unterbleibt und die zeitliche Lage des Datenblocks, in dem die Informationen
erwartet werden, aus dem aktuellen Zählerstand und der aus der Sendertabelle ausgelesenen
Referenzgröße des eingestellten Senders errechnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Referenzgröße ein Zählerstand
gespeichert wird, der dem Beginn eines Referenz-Datenblocks im RDS-Datenstrom des
jeweils eingestellten Senders entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Referenzgröße ein Zählerstand
gespeichert wird, der dem Beginn des bestimmten Datenblocks im RDS-Datenstrom des
jeweils eingestellten Senders entspricht.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zähler
aus einem Blockphasen-Zähler und einem Gruppenphasen-Zähler besteht, daß der Zählbereich
des Blockphasen-Zählers durch die Anzahl von Bits in einem Block des RDS-Datenstromes
bestimmt wird und daß der Gruppenphasen-Zähler bei Überlauf des Blockphasen-Zählers
inkrementiert wird und einen Zählbereich aufweist, der durch die Anzahl von Blöcken
in einer Gruppe des RDS-Datenstromes gegeben ist.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung
auf einen Sender, dessen Kenndaten mit der zugehörigen Referenzgröße bereits in der
Sendertabelle aufgenommen sind, zum Zeitpunkt des nächsten Auftretens des bestimmten
Datenblocks in dem DS-Datenstrom dieses Senders erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung
auf einen Sender, dessen Kenndaten mit der zugehörigen Referenzgröße bereits in der
Sendertabelle aufgenommen sind, zum Zeitpunkt des nächsten Auftretens des bestimmten
Datenblocks innerhalb einer Gruppe eines bestimmten Gruppentyps in dem RDS-Datenstrom
dieses Senders erfolgt.