[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der DE-A1 35 30 403 bekannt. Das dort beschriebene
Verfahren ist zum automatischen Regeln des Ankochheizvorgangs einer elektrischen Heizplatte
während des Ankochens von Kochgut und zum Vermeiden eines Überkochens am Ende des
Kochvorgangs vorgesehen. Zu Beginn des Ankochvorgangs wird die Ankochheizleistung
einer elektrischen Kochplatte auf einen anwählbaren konstanten Wert eingestellt. Der
zeitliche Temperaturanstieg des Kochgefäßbodens wird fortlaufend über der Zeit bestimmt.
Bei einer Topfbodentemperatur oberhalb von ca. 70 °C wird der Ist-Steigungswert mit
einem vorgegebenen Soll-Steigungswert verglichen und bei Abweichungen die Ankochheizleistung
zur Annäherung des Ist-Steigungswertes an den Soll-Steigungswert umgeschaltet. Bei
einer Topfbodentemperatur oberhalb von ca. 90 °C wird beim Abknicken des Steigungsverlaufes
der Topfbodentemperatur die Abkochheizleistung abgeschaltet.
[0003] Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß zunächst auf eine konstante Aufheizgeschwindigkeit
geregelt wird und es daher bei Erreichen der gewünschten Maximaltemperatur noch zu
einem unerwünschten Überschießen der Temperatur kommt.
[0004] Die DE-A1 40 22 846 beschreibt die Leistungssteuerung und -begrenzung bei einer Heizfläche
aus Glaskeramik. Es sind mehrere unabhängig voneinander schalt- und steuerbare Heizelemente
vorgesehen, welche mittels Temperatursensoren, die im Bereich der Heizzone angeordnet
sind, im Bedarfsfalle ein- und ausgeschaltet werden. Dieses Verfahren ist jedoch lediglich
dazu in der Lage, örtliche Temperaturüberhöhungen zu vermeiden. Eine Anpassung der
Heizleistung an einen Koch- oder Garprozeß ist nicht möglich.
[0005] Elektrisch beheizte Kochfelder, deren Heizfläche aus Glaskeramik besteht, haben in
den letzten Jahren in zunehmendem Maße Eingang in Küchen im Haushalt gefunden. Die
Beheizung des Kochfeldes geschieht mittels unterhalb der Glaskeramikkochfläche angeordneten
Heizeinrichtungen, z. B. elektrische Widerstandsheizelemente oder Strahlungsheizelemente.
Eine besondere Rolle spielen noch die Induktionskochfelder.
[0006] Bei einem Haushaltskochfeld, bei welchem die Heizleistung durch eine Vorgabe vom
Benutzer fest eingestellt oder durch ein wählbares Zeitprogramm elektronisch oder
elektromechanisch gesteuert wird, ist eine Anpassung an die tatsächlich erforderliche
Heizleistung nur grob möglich. Entsprechende Steuerungen sind beispielsweise in der
Patentschrift DE-PS 36 39 186 A1 beschrieben. Um eine feste Temperatur einzuhalten,
wird ein Regler eingesetzt, wie er beispielsweise aus der DE-OS 33 14 501 bekannt
ist.
[0007] Die Entwicklung der Temperatursensoren ist aber weiter vorangeschritten, da die Temperaturregelung
möglichst hysteresefrei und ohne zeitliche Verzögerung erfolgen soll. Es ist aus der
deutschen Patentschrift DE-PS 21 39 828 bekannt, auf Glaskeramiken einen von der Temperatur
abhängigen elektrischen Widerstand aufzubringen. Dieser Widerstand besteht aus einer
Leiterbahn aus einem Material mit steiler Widerstands-Temperatur-Kennlinie, ähnlich
den bekannten NTC-Widerständen. In Verbindung mit entsprechender Beschaltung werden
in der DE-OS 37 44 372 diese Temperatursensoren als zueinander parallele Leiterbahnen
ausgebildet, welche die Kochfläche längs eines halben Durchmessers überwachen.
[0008] Neben der Überwachung der Temperatur in der Mitte des Kochfeldes und gegebenenfalls
auch ihrer Verteilung über das Kochfeld ist auch eine Überwachung der Stellung des
Topfes bezüglich der Heizeinrichtung von steigendem Interesse. Es ist nämlich oft
der Fall, das Töpfe nicht zentrisch aufgesetzt werden und daher einerseits Energie
verloren geht, andererseits die Töpfe einseitig sehr stark überhitzt werden können.
Kochfelder haben typischerweise eine für Wärmestrahlung durchlässige Keramik, welche
durch einen Infrarotstrahler beheizt wird. Aus naheliegenden Gründen ist gewünscht,
daß sich beim Aufstellen eines Topfes die Platte einschaltet, jedoch wieder ausschaltet,
wenn der Topf nicht zentrisch aufgesetzt wird.
[0009] Zu diesem Zwecke sind induktive Fühler entwickelt worden, welche unter der Keramikplatte
des Kochfeldes angeordnet sind. Ein solcher induktiver Fühler besteht beispielsweise
aus zwei oder mehreren Elektroden unterhalb der Keramikplatte, welche zusammen mit
einem Topfboden zwei oder mehrere Kondensatoren bilden, deren Kapazität abgefragt
werden kann. Aus Kapazitätsdifferenzen kann dann auf eine Unsymmetrie bezüglich der
Topfstellung geschlossen und damit die Heizleistung unterbrochen werden. Ein Kochfeld
mit einer automatischen Topferkennung in Form eines kapazitiven Anwesenheitsfühlers
ist aus der europ. Patentanmeldung EP-A1 0 374 868 bekannt. Die Elektroden bilden
dabei konzentrische Kreise, welche Teil einer Oszillatorschaltung sind.
[0010] Die Rückkopplung dieser Oszillatorschaltung ist derart einstellbar, daß diese Schaltung
nicht anschwingt, wenn kein Topf auf dem Kochfeld steht. Außerdem wird durch die Leitfähigkeit
der Glaskeramik erreicht, daß die ohmschen Verluste in der Glaskeramik die Kapazität
der Meßkondensator-Anordnung verkleinern, so daß die Resonanzbedingung nicht mehr
zu erfüllen ist. Bei höheren Temperaturen wird damit der Oszillator auch nicht mehr
schwingen.
[0011] Die Anordnungen, welche bisher beschrieben wurden, können im allgemeinen nur bestimmte
Betriebszustände überwachen und dienen im allgemeinen zur Erkennung von Fehlbedienungen
oder sehr hohen Temperaturen des Kochfeldes. Es ist aber bisher nicht möglich, die
Temperatur so zu steuern, daß die Überhitzung erst gar nicht eintritt, indem bereits
beim Leerkochen eines Topfes ein Signal gegeben wird.
[0012] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, welches
eine vollkommen sichere Bedienung des Kochfeldes ermöglicht, indem alle zu Schäden
an der Glaskeramik, am Topf oder auch an den Speisen führenden Überhitzungen rechtzeitig
erkannt und abgestellt werden. Weiter soll eine Temperaturerkennung unabhängig von
der Topfart, der Topfgröße und der Alterung des Sensors durchgeführt werden können.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, die elektrische Energie so sparsam wie
nur möglich einzusetzen und damit den Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Methoden
zu senken.
[0013] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 enthaltenen
Merkmale gelöst.
[0014] Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0015] Die Erfindung wird besonders da anzuwenden sein, wo es auf große Sicherheit ankommt
und man nicht davon ausgehen kann, daß der Kochprozeß ständig und sachgemäß überwacht
wird. Ein fehlertolerantes Kochverfahren ist in allen Haushalten, in Großküchen und
in Altenheimen von großem Interesse.
[0016] Die Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, daß sowohl Metalltöpfe als auch Keramiktöpfe
bezüglich ihres Inhaltes, ihrer Temperatur und ihrer Stellung auf dem Herd überwacht
werden können. Damit ist es möglich, sowohl Schäden durch Fehlbedienungen zu vermeiden
als auch Energie zu sparen.
[0017] Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die zeitliche Änderung des Widerstandes
zweier Temperatursensoren elektronisch ausgewertet wird. Ein Sensor ist dabei eine
an der Unterseite der Keramikplatte aufgebrachte Leiterbahn, der andere Sensor ist
der Widerstand des Keramikfeldes an der heißen Stelle zwischen zwei Leiterbahnen.
Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, daß Temperaturverläufe beim Aufheizen und Kochen
ganz charakteristische Eigenschaften aufweisen. Diese werden elektronisch detektiert
und einem Rechner zugeführt. Dieser Rechner verarbeitet auch die Topfgrößenmessung
und die Messung der Zentrizität der Töpfe auf der Keramikplatte. Mit definierten Schwellwerten
wird nach Überschreiten des einen oder anderen Grenzwertes entweder die Temperatur
abgesenkt oder aber die Kochmulde bzw. das Kochfeld abgeschaltet.
[0018] Die Erfindung wird anschließend anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0019] Dabei zeigt:
Fig. 1 das Kochfeld mit den Kapazitäts- und Temperatursensoren;
Fig. 2 den Temperaturverlauf der Leiterbahn- und des Kochfeldsensors;
Fig. 3 den Verlauf der ersten Ableitung der Temperatur nach der Zeit und
Fig. 4 ein Blockschaltbild der Auswerteelektronik.
[0020] Die Fig. 1 zeigt ein Keramikkochfeld 1 mit den für die Durchführung der Erfindung
benötigten Elektroden. Die beiden mittleren Leitbahnen 2a und 2b haben hier eine doppelte
Funktion. Einerseits bestehen sie aus einem leitfähigen Material mit hohem Temperaturkoeffizienten.
Durch Widerstandsmessung kann man einen Meßwert der Temperatur bestimmen. Dieser Temperaturmeßwert,
beispielsweise zwischen den beiden Endpunkten der Elektrode 2a, gibt etwa die mittlere
Temperatur unter der Kochplatte an. Die Temperatur im Kochtopf wird selbstverständlich
hinter dieser Temperatur nacheilen, wenn man nicht gerade ein stationäres Gleichgewicht
erreicht hat. Eine zweite Art der Temperaturmessung ergibt sich aus dem Widerstand
der Glaskeramik zwischen den beiden Elektroden 2a und 2b.
[0021] Falls die Keramikplatte zu heiß wird, schaltet sich die entsprechende Heizung aus.
Außerdem ist vorgesehen, daß bei zu großer Temperaturvoreilung der Temperaturmessung
- mit dem Keramikmaterial zwischen Elektroden 2a und 2b und der Temperaturmessung
mit einem der metallischen Leiter 2a oder 2b - was auf ein schlechtes Kochgeschirr
mit erhöhtem Energieverbrauch hindeutet, eine optische Signalisierung (Öko-Signal)
für den Anwender erfolgt.
[0022] Mit Hilfe der Elektroden 3a, 3b, 4a und 4b wird die Stellung und Größe des Topfes
auf dem Kochfeld erkannt. Durch Kapazitätsmessung gegenüber den mittleren Leitungen
jeweils von beiden Hälften der inneren und äußeren Ringelektroden wird aufgrund einer
erkannten Unsymmetrie der Heizvorgang erst gar nicht begonnen. Beispielsweise kann
eine Fehlermeldung, unterstützt durch eine akustische Warnung, ausgegeben werden.
Die Heizung bleibt so lange unterbrochen, bis der Topf einigermaßen symmetrisch auf
das Kochfeld gestellt wird. Danach wird die Heizung je nach der erkannten Topfgröße
mit mehr oder weniger Leistung eingeschaltet. Die Kapazitätsmessung erlaubt eine Feineinstellung
mit mindestens vier Stufen.
[0023] Bei einem Glastopf kann durch die kapazitive Messung auch festgestellt werden, ob
im Topf sich ein Inhalt befindet oder nicht. Wenn kein Inhalt im Topf ist, führt dieses
ebenfalls zur Abschaltung. Eine weitere Möglichkeit der Inhaltserkennung auch bei
Metalltöpfen stellt die Messung des Temperaturverlaufs beim Aufheizvorgang dar. Gefüllte
Töpfe haben einen langsameren Temperaturanstieg als volle.
[0024] Leerkochende Metalltöpfe werden dagegen aufgrund ihrer absinkenden elektrischen Heizleistung
bei gleicher Temperatur erkannt. Der Regler muß nur noch die Strahlungsverluste des
Topfes ersetzen, um die Temperatur konstant zu halten. Die zusätzliche Energie zum
Verdampfen des Wassers (Verdampfungswärme) entfällt, so daß die Gesamtleistung von
20 - 50 % unter 10 % absinkt.
Nachdem durch die Kapazitätsmessung die Topfgröße und durch eine weitere Messung des
Temperaturanstiegs während der Ankochphase auch der Topfinhalt genau erkannt worden
ist, wird so die Heizleistung von 100 % vorgegeben. Die weitere Regelung der Heizleistung
wird dann vom weiteren Temperaturverlauf abhängig gemacht. Als Beispiel wird hier
ein Kochvorgang anhand der Figur 2 betrachtet. Zunächst wird einmal die Funktion "Kochen"
gewählt. Ein mit beispielsweise Wasser gefüllter Topf wird auf die betreffende Platte
gestellt und falls er eine gute Bodenqualität hat und in etwa mitten auf der Platte
steht, wird ihm 100 % der Leistung zugeführt. Gleichzeitig wird die Temperatur an
der Unterseite der Glaskeramik gemessen.
[0025] Dabei ist auf dem Glaskeramikkochfeld 5 eine der Kochstellen in Betrieb und ihre
heißeste Temperatur wird als Widerstand des Keramikmaterials zwischen den Elektroden
2a und 2b gemessen. Die Temperaturerfassung 6 geschieht (Fig. 2) mittels Widerstandsmessung
und führt zu einem Meßwert der Temperatur ϑ, aus dem durch ein Differenzenverfahren
die erste Ableitung der Temperatur (Fig. 3) nach der Zeit gebildet wird. In der logischen
Einheit 8 wird dieser Steigungswert mit einem Grenzwert verglichen. Falls die Steigung
(bei konstanter Leistung) größer ist als der vorgewählte Grenzwert, bleibt es dabei,
daß weiterhin 100 % Heizleistung an dem Kochfeld anlegen. Falls der Steigerungswert
unter den Grenzwert absinkt, wird der Temperaturwert ϑ
s, bei welchem der Grenzwert unterschritten wird, im Rechner in einem Speicher 9 abgespeichert.
Diese Temperatur bedeutet nämlich, daß der Kochpunkt erreicht ist. Die wahre Temperatur
der Keramikplatte unterhalb des Topfes kann dabei zwischen 250 und 400 °C variieren.
Die Temperatur ϑ
s an der Unterseite des Kochfeldes wird einem Regler als Solltemperatur zugeführt.
Die Heizleistung wird entsprechend gedrosselt. Typisch sind dabei 20 - 50 % Leistung,
welche dem Topf aufgrund seiner Eigenschaften durch den Temperaturregler zuerkannt
werden. Typisch sind dabei ca. 30 - 40 % der Leistung, welche dem Topf aufgrund seines
Füllgrades zuerkannt worden sind.
[0026] Durch eine Einknopfbedienung wird außer der Funktion "Kochen" auch eine Funktion
"Schmelzen" gewählt werden können. Dabei wird nicht eine Temperatur des Siedepunktes
vorgegeben sondern eine Temperatur, welche individuell im Bereich von ca. 70 - 90
°C vorgegeben werden kann.
[0027] Eine weitere Funktion wäre das "Dünsten", welches dem Kochen entspricht, nur wird
nach dem kurzen Aufkochen sofort die Temperatur etwa auf 5 - 10 °C unter den Kochpunkt
abgesenkt. Auch beim Braten wird eine Solltemperatur vorgegeben. Die Heizleistung
wird der Bratenmenge angepaßt und geregelt.
[0028] Beim Dünsten und Kochen ist gewährleistet, daß bei einem Leistungsabfall unter einen
Grenzwert infolge des Verlustes von Wasser bzw. einem leergekochten Topf die Energiezufuhr
sofort unterbrochen wird und es zu keinem Temperaturanstieg der Glaskeramik kommt.
[0029] Da die Energie vorzugsweise mittels massearmen Strahlungsheizkörpern zugeführt wird,
ist diese Unterbrechung sehr schnell möglich und eine Beschädigung der Keramikplatte
und des Topfes ausgeschlossen. Auch das An- und Fortkochen ist ohne Aufsicht möglich.
Damit wird die Sicherheit und Zuverlässigkeit erhöht und eine Entlasung und Komfortsteigerung
für die Bedienenden ermöglicht.
1. Verfahren zum Anpassen der Heizleistung eines Keramikkochfeldes an die zur Speisenzubereitung
erforderlichen Kenngrößen, wobei eine Temperaturregelung des Topfes vorgesehen ist,
und wobei,
- zu Beginn des Ankochvorgangs die Ankochheizleistung eines elektrischen Kochfeldes
auf einen anwählbaren, konstanten Wert eingestellt wird,
- fortlaufend die Bodentemperatur des Topfes in gleichen Zeitabständen erfaßt und
der Verlauf der Steigung der Topfbodentempe ratur über die Zeit bestimmt wird,
- der Ist-Steigungswert der Topftemperatur mit einem Soll-Steigungswert verglichen
und bei Abweichungen die Heizleistung umgeschaltet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- ein Programm aus einem vorgegebenen Koch-, Gar-, Dünst-, Schmelz- oder Bratprogramm
ausgewählt wird,
- in diesem Programm als charakteristische Parameter die Maximaltemperatur, die Aufheizgeschwindigkeit
und die Temperaturabsenkung ΔT nach Erreichen der Maximaltemperatur enthalten sind,
- die Regelung kontinuierlich erfolgt und die Aufheizleistung durch das Programm bereits
vor Erreichen der Maximaltemperatur zurückgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
da bei Gar- und Kochvorgängen eine Standardtemperatur der Speisen berechnet und einem
Regler als Solltemperatur zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kochpunkt aus dem Verlauf der mittleren Temperatur dadurch bestimmt wird,
daß die mittlere Temperatur so lange ansteigt, bis die erste Ableitung der Temperatur
über der Zeit einen bestimmten Wert unterschritten hat und daß der Regler dann diese
Temperatur regelt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektronik den Inhalt (leer/gefüllt) des Topfes erkennt, indem der zeitliche
Verlauf des Temperaturanstiegs beim Ankochvorgang überwacht wird und bei überschreiten
eines vorgewählten Verlaufs der Regler die Stromzuführung unterbricht.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels einer Kapazitätsmessung mit elektrisch symmetrischen Elektroden die Topfgröße
festgestellt und bei falscher Aufstellung des Topfes die Leistungszuführung unterbrochen
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Topfstellung gegenüber der Stellung bei optimaler Symmetrie durch kapazitive
Messungen gegen einen geerdeten Mittelleiter bestimmt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bestimmung der Topfgröße über eine Kapazitätsmessung von konzentrisch angeordneten
Kreissegmenten gegeneinander und/oder gegen einen geerdeten Mittelleiter erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine optische Signalisierung erfolgt, wenn die heißeste Temperatur gegenüber der
mittleren Temperatur eine Voreilung aufweist, welche einen bestimmten Mindestwert
überschreitet.
9. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die heißeste Temperatur unterhalb des Topfes mittels eines temperaturabhängigen
elektrischen Widerstandes eines elektrischen Leiters bestimmt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mittlere Temperatur unterhalb des Topfes durch die Messung des Widerstandes
der glaskeramischen Platte zwischen zwei Elektroden gemessen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dünstpunkt aus dem Verlauf der mittleren Temperatur dadurch bestimmt wird,
daß die mittlere Temperatur so lange ansteigt, bis die erste Ableitung der Temperatur
über der Zeit einen bestimmten Wert unterschritten hat und daß der Regler dann diese
Temperatur um ΔT vermindert regelt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektronik beim Fortkochvorgang leerkochende Metalltöpfe aufgrund ihrer absinkenden
elektrischen Heizleistung bei gleicher Temperatur unter einem bestimmten Leistungswert
erkennt und dann die Stromzuführung unterbricht.