(19)
(11) EP 0 653 301 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.01.1997  Patentblatt  1997/01

(21) Anmeldenummer: 94116680.3

(22) Anmeldetag:  22.10.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B41F 27/12, B41F 33/00

(54)

Verfahren und Vorrichtung zum Steuern eines automatisierten Druckplattenwechselvorganges bei Druckmaschinen

Method and device for controlling the automatic plate exchange process in printing machines

Procédé et dispositif de commande du changement automatique de plaques dans les machines d'impression


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 12.11.1993 DE 4338664

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
17.05.1995  Patentblatt  1995/20

(73) Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG
63075 Offenbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Lindner, Bernd
    D-63150 Heusenstamm (DE)
  • Pupic, Nikola
    D-63150 Heusenstamm (DE)
  • Schild, Helmut
    D-61449 Steinbach/Taunus (DE)
  • Seib, Berthold
    D-63110 Rodgau (DE)

(74) Vertreter: Marek, Joachim, Dipl.-Ing. 
c/o MAN Roland Druckmaschinen AG Patentabteilung/FTB S, Postfach 10 12 64
63012 Offenbach
63012 Offenbach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 435 413
EP-A- 0 555 783
US-A- 4 727 807
EP-A- 0 551 976
EP-A- 0 579 017
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Steuern eines automatisierten Druckplattenwechselvorganges gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und 6.

    [0002] Bei Bogenoffsetdruckmaschinen wird eine Druckplatte auf den Plattenzylinder mittels einer dem Druckanfang und einer dem Druckende zugeordneten Spannschiene befestigt. Die Spannschienen sind dabei in einer Grube des Plattenzylinders angeordnet. Zum Wechseln einer Druckplatte wird zunächst die Klemmung am Druckende gelöst und die Druckplatte durch Rückwärtsdrehen des Plattenzylinders von diesem abgefördert, bis daraufhin die Klemmung am Druckanfang ebenfalls gelöst werden kann. Eine neue Druckplatte wird mit ihrer Vorderkante in die Druckanfang-Spannschiene eingelegt, geklemmt und daraufhin der Plattenzylinder in Vorwärtsrichtung gedreht, bis das nachlaufende Ende der Druckplatte in die Druckende-Spannschiene eingeführt und dort geklemmt werden kann. Es erfolgt das Spannen der Druckplatte über die Druckende-Spannschiene.

    [0003] Bei herkömmlichen Druckmaschinen werden die oben beschriebenen Vorgänge durch den Drucker ausgeführt und sind entsprechend zeitaufwendig. Zur Rüstzeitverkürzung sind in jüngerer Zeit sogenannte voll- bzw. halbautomatische Druckplattenwechselsysteme bekannt geworden, bei denen die gebrauchte Druckplatte vom Plattenzylinder in ein Magazin bzw. eine Speicherkammer und die neu zuzuführende Druckplatte von eben diesem Magazin bzw. Speicherkammer auf den Plattenzylinder aufgebracht wird. Der Plattenzylinder weist dazu Einrichtungen auf, mittels denen die Klemm- und Spannvorgänge fernangesteuert auslösbar sind.

    [0004] Aus der DE 41 30 359 A1 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Wechseln von Druckplatten einer Druckmaschine bekannt, bei dem der Druckplattenwechsel sowohl halb- als auch vollautomatisch durchführbar ist. Gerade im halbautomatischen Arbeitsmodus ist vorgesehen, daß die Bedienperson den Wechselvorgang durch mehrmaliges Betätigen von Bedienelementen steuert. Je nach der Vielzahl der auszulösenden Teilvorgänge kann sich dies als aufwendig gestalten.

    [0005] Aus der DE 39 40 796 C2 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zum automatischen Wechseln einer Druckplatte bekannt, bei welchem ein sogenannter Lagedetektor das registergerechte Anlegen einer Druckplatte in der Druckanfang-Schiene feststellt und daraufhin das Klemmen ausgelöst wird.

    [0006] Aus der EP 0 555 782 A1 ist es bekannt, mittels elektrisch gegenüber dem Plattenzylinder isolierten Registerstiften, welche mit entsprechenden Stanzungen in der Druckplatte zusammenwirken, die registergerechte Lage festzustellen. Liegt die Druckplatte mit ihren Stanzungen korrekt an eben diesen elektrisch isolierten Registerstiften an, so wird ein durch eine Steuerung abfragbarer Stromkreis geschlossen.

    [0007] Ein halbautomatisch arbeitendes Druckplatteneinzugssystem ist unter der Bezeichnung PPL (Power Plate Loading) der MAN Roland Druckmaschinen AG bekannt und an Maschinen der Baureihe R 700 im Einsatz. Bei dieser in der DE-Zeitschrift Druckwelt 4/25.02.1993, Seite 24ff, aufgezeigten und ferner in der nicht vorveröffentlichten DE-Patentanmeldung P 42 15 969 beschriebenen Einrichtung muß der Drucker lediglich eine vom Plattenzylinder durch einen Schlitz im Schiebeschutz herausgeförderte Druckplatte entnehmen und eine neu zuzuführende Druckplatte dem Plattenzylinder zuführen. In dem pneumatisch bewegbaren Schiebeschutz ist dazu eine schwenkbar bezüglich dem Plattenzylinder an- und abstellbar gelagerte Leiteinrichtung vorgesehen. Das fernbetätigte Klemmen -, entklemmen sowie die entsprechenden Positioniervorgänge des Plattenzylinders werden dabei durch den Drucker über Bedienelemente ausgelöst.

    [0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung gemäß dem entsprechenden Oberbegriff derartig weiterzubilden, so daß sich im Falle eines halbautomatischen Druckplattenwechselvorganges eine möglichst geringe Anzahl von durch den Drucker an Bedienelementen einzugebenden Kommandos ergibt und sich ferner bei einem vollautomatischen Druckplattenwechselvorgang eine erhöhte Störsicherheit ergibt.

    [0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 bzw. 6. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

    [0010] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß die insbesondere elektrisch abfragbaren Registerstifte nicht nur dazu verwendet werden, festzustellen, ob eine neu zuzuführende Druckplatte registergerecht in der Druckanfang-Spannschiene eingelegt wurde, woraufhin der Klemmvorgang eingeleitet wird. Es erfolgt gemäß der Erfindung zusätzlich eine Abfrage der Registerstifte, um festzustellen, ob die gebrauchte Druckplatte aus der Druckanfang-Spannschiene (Klemmung gelöst) herausgenommen wurde.

    [0011] Nach einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die insbesondere elektrisch abfragbaren Registerstifte ferner dazu benutzt werden, nicht nur festzustellen, ob die gebrauchte Druckplatte aus der geöffneten Druckanfang-Spannschiene herausgenommen wurde und auch ferner eine neu eingelegte Druckplatte registergerecht anliegt (Spannschiene offen). Dazu ist vorgesehen, nachdem die Druckplatte als korrekt an den Registerstiften anliegend festgestellt wurde (Spannschiene offen) eben den Klemmvorgang einzuleiten und danach eine nochmalige Abfrage der Registerstifte vorzunehmen. Durch diese nochmalige Abfrage kann festgestellt werden, ob sich durch das Klemmen der Druckplatte eine evtl. Lageverschiebung ergeben hat.

    [0012] Als erfindungsgemäße Weiterbildung kann ferner vorgesehen sein, daß die insbesondere elektrisch abfragbaren Registerstifte getrennt abgefragt werden, d.h. es ist feststellbar und auch durch entsprechende Leuchtdioden oder auch akustisch signalisierbar, ob die Druckplatte entweder am Registerstift der Antriebs- oder Bedienseite nicht korrekt anliegt.

    [0013] Des weiteren erfolgt die Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der einzigen Figur. Diese zeigt auf die wesentlichsten Schritte der Ablaufsteuerung eines Druckplattenwechselvorgangs.

    [0014] An einem Druckwerk oder zentral an einem Leitstand wurde das Kommando Plattenwechsel eingegeben (Start), was durch Betätigung eines entsprechenden Befehlstasters erfolgt.

    [0015] Daraufhin erfolgen einige hier im Diagramm nicht dargestellte Sicherheitsabfragen, insbesondere ob Schutze geschlossen usw.. Auch erfolgt ein Sperren der Maschinensteuerung gegen bestimmte Kommandos, z.B. daß die Druckmaschine nun nicht mehr von einem anderen Druckwerk oder sonstiger Stelle aus angesteuert werden kann.

    [0016] Der Plattenzylinder wird sodann in eine bestimmte Winkelstellung positioniert, was durch Anfahren in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung erfolgt. Durch Ansteuern der entsprechenden Stellmittel wird die Spannung und die Klemmung an der Druckende-Spannschiene (DE) gelöst.

    [0017] Durch langsames Rückwärtsdrehen des Plattenzylinders bis in eine bestimmte Winkelposition wird nun die gebrauchte Druckplatte mit ihrer Hinterkante voran beispielsweise in einen automatischen Druckplattenwechsler oder in eine manuell zu entsorgende Aufnahmevorrichtung hineingefördert. Das Positionieren des Plattenzylinders erfolgt dabei insbesondere in diejenige Winkelposition, welche auch zum Einführen der Vorderkante einer neu zuzuführenden Druckplatte in die entsprechende Druckanfang-Spannschiene (DA) dient. In dem rein prinzipiell zu verstehenden Diagramm der Figur sind dabei evtl. auszulösende An- bzw. Abstellvorgänge von Andrückwalzen oder eines Druckplattenmagazins nicht wiedergegeben.

    [0018] Nachdem der Plattenzylinder durch Rückwärtsdrehen die vorgesehene Winkelposition eingenommen hat erfolgt ein Öffnen der Druckanfang-Spannschiene (DA). Es wird also die Klemmung gelöst. Sodann erfolgt eine Abfrage der im Plattenzylinder und in der dortigen Druckanfang-Spannschiene angebrachten Registerstifte. Es wird dadurch festgestellt, ob die Druckplatte noch an beiden Registerstiften anliegt.

    [0019] Ist dies der Fall (Registerstifte aus? - nein) so wird durch ständige Weiterabfrage der programmierte Ablauf an dieser Stelle unterbrochen (Warteschleife). Insbesondere ist vorgesehen, daß diese Abfrage über ein vorgegebenes Intervall beispielsweise eine Sekunde (1S), durchgeführt wird, d.h. nur wenn beide Registerstifte mindestens dieses Zeitintervall keinen Kontakt zur Druckplatte erhalten erfolgt der weitere Ablauf des Programmes (Registerstifte aus? - ja).

    [0020] Durch die zuletzt beschriebene Abfrage, ob die Registerstifte inaktiv sind, d.h. nicht von der Druckplatte berührt werden, wird festgestellt, ob die Druckplatte herausgefördert bzw. manuell entnommen wurde. Wegen ihrem Eigengewicht wird die Druckplatte bei geöffneter Druckanfang-Spannschiene in jedem Fall an einem der Registerstifte anliegen, solange sie nicht zum Herausnehmen ergriffen wird. Dies ist dem prinzipiellen Ablaufdiagramm durch die gestrichelte Umrandung des entsprechenden Schrittes dargestellt (Druckplatte aus DA-Schiene). Es kommt dabei allerdings nicht darauf an, ob die Druckplatte manuell aus der Druckanfang-Spannschiene (DA) herausgezogen oder durch entsprechend aktivierte Fördermittel abgefördert wird.

    [0021] Wurde durch die zuletzt beschriebene Abfrage der Registerstifte festgestellt, daß eine alte Druckplatte entfernt wurde, so erfolgt eine weitere Abfrage, ob eine neue Druckplatte registergerecht in die Druckanfang-Spannschiene (DA) eingeführt wurde (neue Platte in DA-Schiene). Wiederum ist vorgesehen, daß dies ein bestimmtes Zeitintervall, z.B. 1 Sekunde lang der Fall sein muß (Registerstifte ein?), was als Indiz dafür gewertet wird, daß die Druckplatte korrekt anliegt. Wird das vorgesehene Kriterium nicht erfüllt (nein), so wird die Abfrage solange wiederholt, bis dies der Fall ist. Wird dieses Kriterium erfüllt (ja), so erfolgt in einem nächsten Programmschritt das Schließen der Druckanfang-Spannschiene (DA). Die Druckplatte ist somit an ihrer Vorderkante geklemmt.

    [0022] Nun erfolgt eine nochmalige Abfrage der Registerstifte (Registerstifte ein?). Es wird somit festgestellt, ob die Druckplatte auch nach dem Klemmvorgang korrekt an den Registerstiften anliegt. Ist dies nicht der Fall (nein), so erfolgt ein Rücksprung bis an diejenige Stelle des Programmablaufes, der dem Öffnen der Druckanfang-Spannschiene (DA) bewirkt. Es wird also die Druckanfang-Spannschiene geöffnet und die Druckplatte muß nocheinmal aus dem Bereich der Registerstifte entfernt und sodann korrekt angelegt werden.

    [0023] Wurde nach dem Klemmen eine registergerechte Lage der Druckplatte festgestellt (ja), so erfolgt das Aufziehen der Druckplatte durch entsprechendes Vorwärtsdrehen des Plattenzylinders, daraufhin das Einführen des Druckendes (DE) der Druckplatte in die entsprechende Spannschiene, das Klemmen, sowie das Spannen der Druckplatte. Ebenfalls erfolgt das Abstellen evtl. während des Aufziehvorganges an den Plattenzylinder angestellter Einrichtungen. Nachdem sämtliche vorgesehenen Aktionen ausgeführt wurden, ist der Druckplattenwechsel beendet (Ende).

    [0024] Beschrieben wurde voranstehend ein Plattenwechsel an einem Druckwerk. Bei den weiteren Druckwerken wird entsprechend verfahren. Es kann vorgesehen sein, daß die Bedienperson an jedem Druckwerk den Wechselvorgang über einen oder mehrere Taster auslöst - wie ersichtlich, sind während des Wechselvorganges an einem Druckwerk keine weiteren Kommandos nötig.

    [0025] Sehr vorteilhaft gestaltet sich jedoch die Verfahrensweise der Erfindung, wenn bei einer Mehrfarbenmaschine, da lediglich nur einmal das Kommando "Plattenwechsel" gegeben werden muß (erstes Druckwerk oder Leitstand) und die Steuerung dabei so programmiert ist, daß nach dem Ende des Plattenwechsels im ersten Druckwerk sofort die entsprechende Vorgänge und das Positionieren des Plattenzylinders im folgenden Druckwerk eingeleitet werden. Wegen der erfindungsgemäßen Abfrage wird der Steuerablauf dort solange unterbrochen, bis die neue Platte zugeführt wurde. Für die weiteren Druckwerke ergibt sich entsprechendes.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Steuern eines automatisierten Druckplattenwechselvorganges bei einer Druckmaschine, insbesondere Bogenoffsetdruckmaschine, bei dem eine gebrauchte Druckplatte aus dem geöffneten Erfassungsbereich einer dem Druckanfang des Plattenzylinders zugeordneten Spannschiene entfernt und daraufhin eine neue Druckplatte mit ihrer Vorderkante in den geöffneten Erfassungsbereich eingeführt und der Erfassungsbereich geschlossen wird, wobei vor dem Schließen des Erfassungsbereiches festgestellt wird, ob die Vorderkante der neuen Druckplatte eine registergerechte Position bezüglich dem Plattenzylinder einnimmt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß vor der Zuführung der neuen Druckplatte festgestellt wird, ob die gebrauchte Druckplatte mit ihrer Vorderkante die registergerechte Position nicht einnimmt, und daß die Zuführung der neuen Druckplatte nur erfolgt, wenn diese Bedingung erfüllt ist.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Feststellung, ob die Vorderkante der Druckplatte eine registergerechte Position einnimmt bzw. nicht einnimmt, an zwei axial voneinander beabstandeten Punkten des Plattenzylinders durchgeführt wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Feststellung, ob die Vorderkante der Druckplatte eine registergerechte Position einnimmt bzw. nicht einnimmt, innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls durchgeführt wird.
     
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß nach dem Schließen des Erfassungsbereiches der dem Druckanfang des Plattenzylinders zugeordneten Spannschiene eine weitere Feststellung erfolgt, ob die neue Druckplatte eine registergerechte Position einnimmt und bei Nichterfüllen dieser Bedingung ein Öffnen des Erfassungsbereiches erfolgt.
     
    5. Verfahren wenigstens nach Anspruch 1 und 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Feststellung, ob die Vorderkante der Druckplatte eine registergerechte Position einnimmt bzw. nicht einnimmt, an den zwei axial voneinander beabstandeten Stellen unabhängig voneinander durchgeführt wird.
     
    6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5, mit einer Steuerung, die in Wirkverbindung mit der das Öffnen und Schließen des Erfassungsbereiches der dem Druckanfang des Plattenzylinders zugeordneten Spannschiene steht und ferner mit einer Lageerkennungseinrichtung verbunden ist, die mit der Vorderkante der Druckplatte zusammenwirkt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß durch die Steuerung über die Stellmittel der Erfassungsbereich solange in der geöffneten Stellung gehalten wird, bis wenigstens einmal feststellbar ist, daß die gebrauchte Druckplatte mit ihrer Vorderkante nicht von der Lageerkennungseinrichtung erfaßt wird.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Steuerung mit zwei axial voneinander beabstandeten und in der dem Druckanfang des Plattenzylinders zugeordneten Spannschiene angebrachten, elektrisch abfragbaren Registerstiften in Wirkverbindung steht.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die in der Spannschiene angeordneten, elektrisch abfragbaren Registerstifte einzel mit der Steuerung verbunden sind.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zwei Anzeigemittel vorgesehen sind, durch welche über die Steuerung darstellbar ist, an welchem Registerstift die Druckplatte anliegt oder nicht.
     


    Claims

    1. Process for controlling an automatic printing plate change procedure in a printing press, particularly an offset printing press, in which a used printing plate is removed from the opened gripping region of a tensioning rail arranged relative to the print start of the plate cylinder and thereafter a new printing plate is introduced with its front edge into the opened gripping region and the gripping region is closed, wherein prior to the closure of the gripping region, it is determined whether the front edge of the new printing plate has taken up a register correct position with reference to the plate cylinder, characterised in that prior to bringing up the new printing plate, it is determined whether the used printing plate with its front edge does not occupy the register correct position and that the feed of the new printing plate only results once this condition is fulfilled.
     
    2. Process according to Claim 1, characterised in that the determination of whether the front edge of the printing plate does or does not occupy a register correct position is carried out at two spaced points on the plate cylinder separated axially one from another.
     
    3. Process according to Claim 1 or 2, characterised in that the determination of whether the front edge of the printing plate does or does not occupy a register correct position is carried out within a given time interval.
     
    4. Process according to one of the preceding Claims, characterised in that after the closure of the gripping region of the tensioning rail arranged relative to the print start of the plate cylinder, a further determination takes place as to whether the new printing plate has taken up a register correct position and on non-fulfilment of this condition, opening of the gripping region takes place.
     
    5. Process at least according to Claim 1 and 2, characterised in that the determination of whether the front edge of the printing plate does or does not occupy a register correct position is carried out at the two places spaced axially one from another independently of one another.
     
    6. Device for carrying out the process according to Claims 1 to 5 with a control which is in operative connection with the tensioning rail arranged for opening and closing of the gripping region of the plate cylinder relative to the print start and furthermore is connected with a position sensing unit which cooperates with the front edge of the printing plate, characterised in that by the control via the positioning means, the gripping region is maintained in the opened position for such a time until at least it has been once determined that the used printing plate with its front edge is no longer sensed by the position sensing unit.
     
    7. Device according to Claim 6, characterised in that the control is in operative connection with two electrically interrogatable register pins installed in the tensioning rail arranged relative to the print start of the plate cylinder and spaced axially from one another.
     
    8. Process according to Claim 6 or 7, characterised in that the electrically interrogatable register pins arranged in the tensioning rail are individually connected with the control.
     
    9. Device according to Claim 8, characterised in that two indicating means are provided by means of which it can be determined via the control against which register pin the printing plate lies or does not lie.
     


    Revendications

    1. Procédé pour commander un processus automatisé de changement de plaque d'impression, dans une machine d'impression, en particulier une machine d'impression offset à feuilles, pour lequel une plaque d'impression utilisée est éloignée de la zone de prise ouverte d'un rail tendeur associé au début d'impression du cylindre porte-plaque, et ensuite une nouvelle plaque d'impression est introduite, par son bord avant, dans la zone de prise ouverte, et la zone de prise est fermée, et avant la fermeture de la zone de prise on vérifie si le bord avant de la nouvelle plaque d'impression prend une position conforme au registre relativement au cylindre porte-plaque,
    caractérisé en ce qu'avant l'amenée de la nouvelle plaque d'impression, on vérifie si la plaque d'impression utilisée ne prend pas, par son bord avant, la position conforme au registre, et en ce que l'amenée de la nouvelle plaque d'impression est effectuée uniquement lorsque cette condition est satisfaite.
     
    2. Procédé selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que la vérification pour savoir si le bord avant de la plaque d'impression prend ou ne prend pas une position conforme au registre, est réalisée à deux points du cylindre porte-plaque, écartés axialement l'un de l'autre.
     
    3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2,
    caractérisé en ce que la vérification pour savoir si le bord avant de la plaque d'impression prend ou ne prend pas une position conforme au registre, est réalisée durant un intervalle de temps déterminé.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'après la fermeture de la zone de prise, du rail tendeur associé au début d'impression du cylindre porte-plaque, on réalise une autre vérification pour savoir si la nouvelle plaque d'impression prend une position conforme au registre, et si cette condition n'est pas satisfaite, on réalise une ouverture de la zone de prise.
     
    5. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 ou 2,
    caractérisé en ce que la surveillance pour savoir si le bord avant de la plaque d'impression prend ou ne prend pas une position conforme au registre, est réalisée indépendamment aux deux zones écartées axialement l'une de l'autre.
     
    6. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 5, comportant une commande qui est en liaison active avec le rail tendeur réalisant l'ouverture et la fermeture de la zone de prise et associé au début d'impression du cylindre porte-plaque, et qui est reliée en outre à un dispositif de reconnaissance de position qui coopère avec le bord avant de la plaque d'impression,
    caractérisé en ce que par la commande par l'intermédiaire des moyens de réglage, la zone de prise est maintenue dans la position ouverte jusqu'à ce qu'a été vérifié au moins une fois que la plaque d'impression utilisée avec son bord avant n'est pas détectée par le dispositif de reconnaissance de position.
     
    7. Dispositif selon la revendication 6,
    caractérisé en ce que la commande est en liaison active avec deux broches de registre, écartées axialement l'une de l'autre, agencées dans le rail tendeur associé au début d'impression du cylindre porte-plaque, et susceptibles d'être interrogées électriquement.
     
    8. Dispositif selon l'une des revendications 6 ou 7,
    caractérisé en ce que les broches de registre, agencées dans le rail tendeur et susceptibles d'être interrogées électriquement, sont reliées individuellement à la commande.
     
    9. Dispositif selon la revendication 8,
    caractérisé en ce que deux moyens d'affichage sont prévus, par lesquels on peut représenter, par l'intermédiaire de la commande, contre quelle broche de registre la plaque d'impression repose ou ne repose pas.
     




    Zeichnung