[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Isolierelementes,
das mindestens eine mit einer Klebstoffschicht versehene Isolierschicht aufweist,
wobei die Klebstoffschicht mit einer abziehbaren Schutzelementschicht abgedeckt ist,
mit dem Schritt des Bereitstellens von Rohmaterial, das aus mindestens einer Isolierschicht,
mindestens einer Klebstoffschicht und einer hierauf aufgebrachten Schutzelementschicht
besteht. Weiterhin bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein durch dieses Verfahren
hergestelltes Isolierelement.
[0002] Insbesondere auf dem Automobilsektor kommen Geräuschisolierelemente zum Einsatz,
die zur Anbringung an dem Fahrzeug mit einer Klebstoffschicht versehen sind. Hierbei
ist die Klebstoffschicht mit einen abziehbaren Schutzelement versehen, das beispielsweise
ein Schutzpapier oder eine Schutzfolie sein kann. In der Praxis treten Probleme beim
Abziehen des Schutzelementes auf. Dies hängt damit zusammen, daß die Außenkontur des
Isolierelementes und des Schutzelementes übereinstimmen.
[0003] Derartige Geräuschisolierelemente sind beispielsweise aus der EP-A 0 146 521 oder
der EP-A 0 523 429 bekannt. Diese vorbekannten Elemente oder Bahnen weisen eine oder
mehrere Isolierschichten auf, wobei eine Außenfläche mit einer Klebstoffschicht versehen
ist, die mit einer abziehbaren Schutzelementschicht abgedeckt ist. Zum Ankleben des
Isolierelementes an den vorgesehenen Ort muß die Schutzelementschicht abgezogen werden,
wobei es meist schwierig ist, einen ersten Abschnitt der Schutzelementschicht abzuziehen.
[0004] In der US-A 4,902,547 wird zur Herstellung von selbstklebenden, verstärkten Aufhängern
vorgeschlagen, von einem selbstklebenden Streifenmaterial, dessen Klebstoffschicht
mit einer Schutzschicht abgedeckt ist, auszugehen. Gemäß diesem vorbekannten Verfahren
wird zunächst die Schutzschicht von dem Streifenmaterial abgezogen und ein Verstärkungsband
auf einen vorgegebenen Bereich des Streifenmaterials aufgeklebt und danach die Schutzschicht
wieder auf das Streifenmaterial aufgeklebt, wobei es nunmehr teils wieder direkt auf
dem ursprünglichen Streifenmaterial und teils auf dem Verstärkungsband aufliegt.
[0005] Um das Abziehen der Schutzelementschicht bei aufzuklebenden Elementen zu erleichtern,
wird in der US-A 4,524,095 vorgeschlagen, die Schutzelementschicht mit einer Soll-Bruchlinie
zu versehen, die durch Biegen des Elementes zum Aufbrechen gebracht wird. Durch Wahl
eines geeigneten Verlaufes der Soll-Bruchlinie werden Laschen erzeugt, die nach dem
Aufbrechen über die Biegelinie überstehen und leicht ergriffen werden können. Nachteilig
ist hierbei, daß diese Art der Erzeugung von Abzugslaschen nur bei biegsamen Grundmaterialien
für die Elemente anwendbar ist. Darüber hinaus sind bei der Ausbildung der Soll-Bruchlinie
erhöhte Genauigkeitsanforderungen notwendig, um ein zu tiefes Einschneiden und damit
eine Beschädigung des Grundmaterials zu vermeiden.
[0006] Ein weiterer Ansatz zum bequemen Abziehen der Schutzschicht (mittels Schlaufenbildung)
ist aus DE-U-8 512 737 bekannt.
[0007] Demgegenüber liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein gattungsgemäßes
Verfahren und ein gattungsgemäßes Isolierelement vorzuschlagen, bei denen die Ausbildung
einer Abzugslasche einfacher und auch bei biegesteifen Materialien möglich ist.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 vorgeschlagen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, daß Rohmaterial,
bestehend aus mindestens einer Isolierschicht, mindestens einer Klebstoffschicht und
einer hierauf aufgebrachten Schutzelementschicht, bereit gestellt wird, daß die Schutzelementschicht
bereichsweise durch Abklappen von der Isolierschicht und der Klebstoffschicht entfernt
wird, daß die gewünschte Form des Isolierelementes geschnitten wird, wobei die abgeklappte
Schutzelementschicht nur teilweise erfaßt wird und eine abgeklappte Abzugslasche gebildet
wird, und daß die abgeklappte Abzugslasche auf das geschnittene Isolierelement zurückgeführt
wird, wodurch eine über das fertige Isolierelement hinausragende Abzugslasche gebildet
wird.
[0009] Die durch das erfindungsgemäße Verfahren gebildete Abzugslasche erleichtert das Abziehen
des Schutzelementes, da die Abzugslasche über die Außenkontur des Isolierelementes
übersteht. Mit der Abzugslasche wird eine ausreichend große Grifffläche zum Abziehen
des Schutzelementes zur Verfügung gestellt.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den abhängigen
Ansprüchen aufgeführt.
[0011] Vorteilhaft wird die Schutzelementschicht bereichsweise hochgestellt oder umgelegt.
Hierdurch wird erreicht, daß beim Stanzen oder Schneiden des Isolierelementes der
die Abzugslasche bildende Bereich der Schutzelementschicht nicht erfaßt wird.
[0012] In weiterer Ausgestaltung wird vorgesehen, daß die Schneidkante des Isolierelementes
mit geringem Abstand zu einer Knickkante der Schutzelementschicht angeordnet ist.
Bei der Maßgenauigkeit der heute zum Einsatz kommenden Schneidwerkzeuge ist eine derartige
Verfahrensführung unproblematisch. Weiterhin wird hierdurch erreicht, daß ohne großen
Materialaufwand eine ausreichend große Abzugslasche zur Verfügung gestellt werden
kann.
[0013] Vorteilhaft ist das Isolierelement ein Blech oder eine Folie zur Geräuschisolierung.
Derartige Isolierelemente kommen insbesondere im Automobilsektor zum Einsatz.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles weiter erläutert,
das in schematischer Weise in der Zeichnung dargestellt ist. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Isolierelement mit Abzugslasche,
- Fig. 2 bis 4
- schematische Darstellungen zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens
und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf das Isolierelement gemäß Fig. 1, wobei die Abzugslasche sich noch
in ihrer Abklapposition befindet.
[0015] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein Isolierelement 10, das zur Geräuschisolierung
bei Kraftfahrzeugen zum Einsatz kommt. Das Isolierelement 10 weist eine Außenkontur
11 auf, die dem jeweiligen Einsatzfall angepaßt ist. Weiterhin ist an dem Isolierelement
10 eine Aussparung 14 vorgesehen.
[0016] Der strukturelle Aufbau des Isolierelementes 10 geht aus Fig. 2 hervor. Demgemäß
besteht das Isolierelement 10 aus einer Isolierschicht 15, beispielsweise einem Blech
oder einer Folie zur Geräuschisolierung. Die Oberseite der Isolierschicht 15 ist mit
einer Klebstoffschicht 16 versehen. Hierauf ist eine abziehbare Schutzelementschicht
12 aufgebracht.
[0017] In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist das abziehbare Schutzelement 12 noch auf der
Klebstoffschicht 16 aufgebracht. Zur Erleichterung des Abziehens des Schutzelementes
12 ist dieses mit einer Abzugslasche 13 versehen. Mit der Abzugslasche 13 wird eine
ausreichend große Grifffläche zur Verfügung gestellt, so daß in einfacher Weise das
Schutzelement 12 von der Klebstoffschicht 16 abgezogen werden kann.
[0018] Bei der Herstellung des Isolierelementes 10 wird zunächst ein Rohmaterial bereitgestellt,
dessen prinzipieller Aufbau aus Fig. 2 hervorgeht. Das Rohmaterial besitzt eine Isolierelementschicht
15, auf die eine Klebstoffschicht 16 aufgebracht ist. Die Klebstoffschicht 16 ist
mit einer abziehbaren Schutzelementschicht 12 versehen.
[0019] Vor dem Schneiden oder Stanzen des Isolierelementes 10 in die gewünschte Form wird
bereichsweise die Schutzelementschicht 12 von der Isolierschicht 15 bzw. der Klebstoffschicht
16 entfernt. Gemäß Fig. 3 kann dies dadurch geschehen, daß die Schutzelementschicht
12 bereichsweise hochgestellt wird. Somit steht die Schutzelementschicht bereichsweise
näherungsweise senkrecht nach oben ab. Hierdurch wird eine Knickkante 17 gebildet.
In dem abgeklappten Bereich der Schutzelementschicht 12 wird die Klebstoffschicht
16 freigegeben.
[0020] Alternativ kann auch, wie aus Fig. 4 hervorgeht, die Schutzelementschicht 12 völlig
umgelegt werden, so daß diese auf der Oberseite der nicht entfernten Bereiche der
Schutzelementschicht 12 aufliegt. Auch in diesem Fall entsteht eine Knickkante 17
der Schutzelementschicht 12.
[0021] Nachdem die Schutzelementschicht 12 bereichsweise von der Klebstoffschicht 16 entfernt
wurde, erfolgt das Schneiden oder Stanzen zur Herstellung des Isolierelementes 10.
[0022] Hierbei wird das Schneidwerkzeug so geführt, daß die abgeklappte Schutzelementschicht
12 nur teilweise erfaßt wird.
[0023] Wie aus Fig. 5 hervorgeht, wird bei der Herstellung des Isolierelementes 10 das Schneidwerkzeug
im Bereich der zu bildenden Abzugslasche 13 schräg zur Knickkante 17 ausgerichtet,
so daß die umgelegte Schutzelementschicht nur teilweise erfaßt wird. Im Bereich der
Abzugslasche 13 ist eine Schneidkante 19 vorgesehen, die mit geringem Abstand zu der
Knickkante 17 der Abzugslasche 13 angeordnet ist. In der Praxis ist die Maßgenauigkeit
der Schneidwerkzeuge so genau, daß dies problemlos durchzuführen ist.
[0024] Nach dem Schneidvorgang wird die Abzugslasche 13 aus der abgeklappten Position in
die in Fig. 1 dargestellte Position überführt. Somit steht die Abzugslasche 13 seitlich
über die Schneidkante 19 über, so daß eine ausreichend große Grifffläche zum Abziehen
des Schutzelementes 12 zur Verfügung gestellt wird.
1. Verfahren zur Herstellung eines Isolierelementes (10), das mindestens eine mit einer
Klebstoffschicht (16) versehene Isolierschicht (15) aufweist, wobei die Klebstoffschicht
(16) mit einer abziehbaren Schutzelementschicht (12) abgedeckt ist, mit dem Schritt
des Bereitstellens von Rohmaterial, das aus mindestens einer Isolierschicht (15),
mindestens einer Klebstoffschicht (16) und einer hierauf aufgebrachten Schutzelementschicht
(12) besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schutzelementschicht (12) bereichsweise durch Abklappen von der Isolierschicht
(15) und der Klebstoffschicht (16) entfernt wird,
daß die gewünschte Form des Isolierelementes (10) geschnitten wird, wobei die abgeklappte
Schutzelementschicht (12) nur teilweise erfaßt wird und eine abgeklappte Abzugslasche
(13) gebildet wird und
daß die abgeklappte Abzugslasche (13) auf das geschnittene Isolierelement (10) zurückgeführt
wird, wodurch eine über das fertige Isolierelement (10) hinausragende Abzugslasche
(13) gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schutzelementschicht (12) bereichsweise hochgestellt oder umgelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Schneidkante (19) des Isolierelementes (10) mit geringem Abstand zu einer
Knickkante (17) der Schutzelementschicht (12) angeordnet ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Isolierelement (10) ein Blech oder eine Folie zur Geräuschisolierung ist.
5. Isolierelement (10), insbesondere zur Geräuschisolierung, mit mindestens einer Klebstoffschicht
(16), die mit einer abziehbaren Schutzelementschicht (12) abgedeckt ist, welche mit
einer Abzugslasche (13) ausgebildet ist, die bereichsweise über die Außenkontur (11)
des Isolierelementes (10) übersteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil der Außenkontur (11) der Abzugslasche (13) bezüglich einer Knickkante
(17) der Abzugslasche (13) spiegelbildlich zu einem Teil der Außenkontur (11) des
eigentlichen Isolierelementes (10) ausgebildet ist.
1. A process for manufacturing an insulating element (10) which has at least one insulating
layer (15) provided with an adhesive layer (16), the adhesive layer (16) being covered
by a tear-off layer (12) of a protective element, having the step of providing raw
material comprising at least one insulating layer (15), at least one adhesive layer
(16) and a protective-element layer (12) which is applied thereto, characterized in
that the protective-element layer (12) is removed in some areas by folding it back
from the insulating layer (15) and the adhesive layer (16), in that the insulating
element (10) is cut into the desired shape, the folded-back protective-element layer
(12) being only partially included and a folded-back removal tab (13) being formed,
and in that the folded-back removal tab (13) is guided back down onto the cut insulating
element (10), thus forming a removal tab (13) which projects beyond the finished insulating
element (10).
2. A process according to Claim 1, characterized in that the protective-element layer
(12) is in some areas turned up or folded over.
3. A process according to Claim 1 or 2, characterized in that a cutting edge (19) of
the insulating element (10) is arranged at a small spacing from a bending edge (17)
of the protective-element layer (12).
4. A process according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the insulating
element (10) is a metal sheet or a foil for noise insulation.
5. An insulating element (10), in particular for noise insulation, having at least one
adhesive layer (16) which is covered by a tear-off protective-element layer (12) constructed
with a removal tab (13) which projects in some areas beyond the outer contour (11)
of the insulating element (10), characterized in that, in relation to a bending edge
(17) of the removal tab (13), part of the outer contour (11) of the removal tab (13)
is constructed as a mirror-image of part of the outer contour (11) of the actual insulating
element (10).
1. Procédé pour la fabrication d'un élément isolant (10) qui présente au moins une couche
isolante (15) pourvue d'une couche de colle (16), la couche de colle (16) étant recouverte
par une couche formant élément de protection pelable (12), comprenant l'étape consistant
à mettre à disposition du matériau brut qui est constitué par au moins une couche
isolante (15), au moins une couche de colle (16) et une couche formant élément de
protection (12) appliquée sur celle-ci,
caractérisé en ce que
la couche formant élément de protection (12) est retirée par zones par un rabattement
de la couche isolante (15) et de la couche de colle (16),
que la forme à obtenir de l'élément isolant (10) est coupée, où la couche formant
élément de protection rabattue (12) est saisie seulement partiellement et où il est
formé une languette de retrait rabattue (13) et
en ce que la languette de retrait rabattue (13) est ramenée sur l'élément isolant
coupé (10) par quoi est formée une languette de retrait (13) faisant saillie sur l'élément
isolant fini (10).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la couche formant élément de protection (12) est remontée ou rabattue par zones.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
une arête de coupe (19) de l'élément isolant (10) est disposée à un faible écart relativement
à une arête de pliage (17) de la couche formant élément de protection (12).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
l'élément isolant (10) est une tôle ou une feuille pour l'isolation du bruit.
5. Elément isolant (10), notamment pour l'isolation du bruit, avec au moins une couche
de colle (16) qui est recouverte par une couche formant élément de protection pelable
(12), qui est réalisée avec une languette de retrait (13) qui fait saillie, par zones,
sur le contour extérieur (11) de l'élément isolant (10),
caractérisé en ce qu'
une partie du contour extérieur (11) de la languette de retrait (13), relativement
à une arête de pliage (17) de la languette de retrait (13) est réalisée selon une
image spéculairement identique à une partie du contour extérieur (11) de l'élément
d'isolation proprement dit (10).