[0001] Die Erfindung geht aus von einer Anordnung zur Aufnahme von mehreren Sende- und/oder
Empfangsmoduln nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] In folgenden wird der Begriff Sende- und/oder Empfangsmodul mit T/R-Modul abgekürzt.
Solche T/R-Module sind insbesondere geeignet zum Ansteuern rasterförmig angeordneter
Strahlerelemente einer phasengesteuerten Sende- und/oder Empfangsantenne, insbesondere
einer Radarantenne. Dabei wird jedem Strahlerelement, z.B. einem Dipol, ein T/R-Modul
zugeordnet. Dabei ist die in einem T/R-Modul vorhandene elektronische Schaltungsanordnung
abhängig von der Art des Strahlerelementes und damit der Antenne. Ist diese beispielsweise
lediglich als Empfangsantenne ausgebildet, so enthält ein T/R-Modul lediglich eine
Empfangsschaltung. Ist diese beispielsweise lediglich als Sendeantenne ausgebildet,
so enthält ein T/R-Modul lediglich eine Sendeschaltung. Bei einer Sende- und/oder
Empfangsantenne enthält jedes T/R-Modul eine Schaltungsanordnung, die sowohl einen
Sende- als auch einen Empfangsmodus ermöglicht.
[0003] Es ist vorteilhaft, die in einem T/R-Modul vorhandene Sende- und/oder Empfangs-Schaltungsanordnung
in integrierter Bauweise so auszulegen, daß eine Umsetzung von einem Zwischenfrequenzband
oder sogar einem sogenannten Basisband, z.B. dem Video-Frequenzbereich (z.B. 10 Hz
bis 3 MHz), in den Sende- und/oder Empfangsbereich erfolgt, mit welchem die Sende-
und/oder Emfangs-Strahlerelemente betrieben werden.
[0004] Bei einer phasengesteuerten Antenne haben die zeilen- oder matrixförmigen angeordneten
Strahlerelemente, z.B. Dipole, einen Abstand, der beispielsweise in einem Bereich
von 0,7λ bis 0,5λ liegt, wobei λ die Wellenlänge der von den Strahlerelementen ausgesandten
und/oder empfangenen elektromagnetischen Strahlung ist.
[0005] Zur Vermeidung von elektrischen Leitungsverlusten und elektrischen Koppelverlusten
ist es zweckmäßig, jedes Strahlerelement möglichst unmittelbar an das zugehörige T/R-Modul
anzukoppeln, das heißt, daß kein elektronisches Verteilnetzwerk vorhanden ist und
daß die Verbindungsleitung zwischen dem Strahlerelement und dem T/R-Modul möglichst
kurz gehalten werden muß. Diese Vorgaben haben zur Folge, daß die T/R-Module in denselben
(Raster-)Abständen wie die zugehörigen Strahlerelemente angeordnet werden müssen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Anordnung anzugeben,
die für kurze Wellenlängen geeignet ist, die mechanisch robust ist, die kostengünstig
herstellbar ist, die kostengünstig austauschbar bzw. reparierbar ist und die möglichst
geringe elektrische sowie thermische Widerstände besitzt.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch die im kennzeichnenden Teil des patentanpruchs 1
angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Ausgestaltungen und/oder Weiterbildungen sind den
Unteransprüchen entnehmbar.
[0008] Ein erster Vorteil der Erfindung besteht darin, daß ein sogenanntes HF-Frontend einer
aktiven phasengesteuerten Antenne aufbaubar ist, das aus einer Vielzahl, z.B. mehreren
hundert, zeilen- und/oder spaltenförmig angeordneter Strahlerelemente, und damit T/R-Moduln,
besteht, und das mechanisch robust und von geringem Gewicht ist, so daß insbesondere
hochleistungsfähige Sende- und/oder Empfangsantennen für z.B. Luftfahrt- und/oder
Raumffahrtanwendungen im Radarbereich möglich werden.
[0009] Ein zweiter Vorteil besteht darin, daß die strahlerelemente in kostengünstiger und
raumsparender Weise, z.B. mittels eines sogenannten Bondverfahrens, an die T/R-Module
anschließbar sind.
[0010] Ein dritter Vorteil besteht darin, daß eine genau bestimmbare Temperierung der T/R-Module
möglich ist, so daß insbesondere hohe Verlustwärmemengen abführbar sind und somit
elektrisch sehr leistungsstarke T/R-Module verwendbar sind. Dieses bewirkt eine hohe
Zuverlässigkeit und eine hohe Lebensdauer der T/R-Module.
[0011] Ein vierter Vorteil besteht darin, daß eine zwangsweise hochgenaue mechanische Justierung
der T/R-Module möglich ist.
[0012] Ein fünfter Vorteil besteht darin, daß thermische sowie elektrische Kontaktwiderstände
nahezu unabhängig sind von der thermischen Ausdehnung der Anordnung.
[0013] Ein sechster Vorteil besteht darin, daß bei einer Reparatur und/oder Wartung jeder
einzelne T/R-Modul kostengünstig austauschbar ist.
[0014] Ein siebter Vorteil besteht darin, daß die T/R-Module räumlich derart angeordnet
werden können, daß jeweils zwei Zeilen von T/R-Moduln eine mechanische sowie elektrische
Einheit bilden, und daß zwischen den Zeilen ein sogenannter Kabelkanal entsteht, in
dem elektrische Verbindungsleitungen sowie Kopplungselemente (Stecker) angeordnet
werden können.
[0015] Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
[0016] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf schematisch dargestellte Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1 bis 5
- Ausführungsbeispiele zur Erläuterung der Erfindung.
[0017] Die nachfolgend beschriebenen Beispiele beziehen sich auf T/R-Module und Strahlerelemente
für das X-Band, das heißt eine Wellenlänge λ von ungefähr 27 mm. Die Strahlerelemente
und damit die T/R-Module haben beispielsweise einen Rasterabstand X = 13 mm. Mit diesen
Angaben ist es einem Fachmann möglich, anhand der nachfolgend beschriebenen, schematisch
dargestellten Figuren entsprechend genaue Ausführungsbeispiele zu erstellen.
[0018] FIG. 1 zeigt einen Trägerkörper 1, z.B. ein Metallrohr (Kupfer, Messing, Aluminium)
mit einer guten elektrischen Leitfähigkeit, insbesondere für den HF-Bereich und einer
guten Wärmeleitfähigkeit. Das Metallrohr hat einen rechteckförmigen Querschnitt (schraffiert
dargestellt) und einen Innenraum 2, durch den parallel zur Längsachse des Metallrohres
ein gasförmiges oder flüssiges Kühlmittel, z.B. Luft oder Wasser, geleitet werden
kann. Dazu ist das Metallrohr an seinen Enden mit entsprechenden, nicht dargestellten
Kühlmittelanschlüssen abgeschlossen.
[0019] Alternativ dazu ist es möglich, mehrere Metallrohre zeilenförmig parallel nebeneinander
anzuordnen. Dabei richtet sich die Anzahl der Zeilen nach der Anzahl der in Zeilen
angeordneten strahlerelemente. Die Enden der Metallrohre sind mit Verbindungsrohren,
z.B. einem Trägerrahmen, verbunden, welche ebenfalls von dem Kühlmittel durchströmt
werden. Die entstandene mechanische Struktur hat die Form einer Leiter. Bei einem
solchen Gebilde sind dann vorteilhafterweise lediglich zwei Kühlmittelanschlüsse (Zu-
und abfluß), z.B. Schlauchanschlüsse nötig.
[0020] An gegenüberliegenden Seitenflächen, vorzugsweise den größeren Seitenflächen sind
Gehäuse G1, G2 befestigt, die jeweils z.B. vier T/R-Module M enthalten. Jeder T/R-Modul
M kann als quaderförmiges Gebilde aufgefaßt werden, dessen Längsachse senkrecht zu
derjenigen des Metallrohres angeordnet ist. Jeder T/R-Modul M hat einen Strahleranschluß
ST, an den ein zugehöriges Strahlerelement (FIG. 2) ankoppelbar ist und mindestens
ein Steueranschluß STE, z.B. Konnektoren für HF - sowie Kontrollsignale und für die
Stromversorgung. Dabei sind Strahler- und Steueranschluß am gegenüberliegenden (Stirn-)Flächen
eines T/R-Moduls angebracht. Zumindest die Strahleranschlüsse ST aller T/R-Module
M liegen ungefähr in einer Ebene. Die in FIG. 1 matrixförmig angeordneten Strahleranschlüsse
ST haben in beiden Richtungen einen gleichen (Raster-)Abstand x, z.B. 0,7λ≧X≧0,5λ.
Die T/R-Module M haben eine Länge L, die größer ist als die Breite des Metallrohres.
Dadurch entsteht zwischen den Moduln M (Gehäusen G1, G2) ein einseitig offener Zwischenraum
Z, der vorteilhaft nutzbar ist, z.B. zur Aufnahme von Steuer- und/oder (Strom)Versorgungsleitungen.
Die Gehäuse G1, G2 sind mechanisch fest, z.B. durch Schrauben, mit dem Metallrohr
verbunden, so daß gute elektrische (Masse-)Kontakte und Wärmekontakte vorhanden sind.
Es ist vorteilhaft, an den Gehäusen G1, G2 sowie dem Metallrohr mindestens eine Zentriervorrichtung,
z.B. jeweils zwei Zentrierstifte an jedem der Gehäuse G1, G2 und zugehörige Zentriervertiefungen
in der Außenseite des Metallrohrs, anzubringen. Dieses ermöglicht in kostengünstiger
und reproduzierbarer Weise eine hochgenaue Montage der Gehäuse G1, G2 und damit der
T/R-Module M. Außerdem werden damit ansonsten notwendige mechanische Justierarbeiten
vermieden wenn eines der Gehäuse G1, G2 zu Wartungs- und/oder Reparaturarbeiten ausgetauscht
werden muß.
[0021] Es ist ersichtlich, daß in Längsrichtung des Trägerkörpers 1 ein- oder beidseitig
eine Vielzahl von Gehäusen G1, G2 (und damit T/R-Moduln M) angeordnet werden kann.
Dabei ist die Anzahl der T/R-Module M von der Form der herzustellenden phasengesteuerten
Antenne abhängig. Der Trägerkörper 1 mit den daran angebrachten T/R-Moduln M(Gehäusen
G1, G2) bildet also eine mechanische und elektrische Einheit, die kostengünstig gefertigt
und ausgetestet werden kann. Eine solche Einheit kann als Vorrats- und/oder Ersatzteil
gelagert werden und bedarfsweise gegen eine gleiche Einheit ausgetauscht werden, z.B.
bei Reparatur- und/oder Wartungsarbeiten an einem vollständigen Frontend (aktiver
phasengesteurten Antenne). Weiterhin ist es z.B. bei Reparatur- und/oder Wartungsarbeiten
möglich, bei einer Einheit ein oder mehrere Gehäuse G1, G2 (T/R-Module M) in kostengünstiger
Weise auszutauschen und dann die Einheit als ganzes wieder auszutesten und zu lagern.
[0022] Es ist weiterhin möglich jeden T/R-Modul M einzeln in einem entsprechend verkleinerten
Gehäuse G1, G2 anzuordnen oder in einem Gehäuse G1, G2 eine Vielzahl, z.B. 16, von
T/R-Moduln M unterzubringen und diese bereits in dem Gehäuse G1, G2 entsprechend den
Erfordernissen der phasengesteuerten Antenne logisch zu verknüpfen, z.B. entsprechend
einem Multiplexverfahren. Auf derartige Weise sind die zu dem Gehäuse G1, G2 führenden
Steuer- und/oder Verbindungsleitungen und damit die erforderlichen Konnektoren erheblich
verringerbar.
[0023] FIG. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, mit dem eine in einer Zeile angeordnete Vielzahl
von Strahlerelementen STR in kostengünstiger Weise hochgenau und reproduzierbar herstellbar
ist.
[0024] Auf einen streifenförmigem Substrat S, dessen Länge (in Richtung der Längsachse des
Trägerkörpers 1 (FIG. 1)) vorzugsweise gleich derjenigen eines Gehäuses G2 ist, und
das aus einem für HF-Anwendungen geeignetem Material, z.B. Keramik oder Kunststoff,
besteht, wird in gedruckter Schaltungstechnologie ein- oder beidseitig ein strahlerelement
IS, z.B. ein Dipol-Sende-/Empfangsstrahler, aufgebracht, dessen Abmessungen von der
Wellenlänge λ abhängen. Das Strahlerelement IS ist über eine Filtersstruktur IF, z.B.
einem Anpaßfilter, sowie eine Verbindungsleitung IV an den Strahleranschluß ST eines
Moduls M angeschlossen. Es ist kostengünstig und vorteilhaft, diesen Anschluß mit
Hilfe einer Bondverbindung vorzunehmen.
[0025] Es ist vorteilhaft, an die Verbindungsleitung IV einen Richtkoppler RK mit einem
zusätzlichem Einspeise-/Abnahmepunkt EAP anzukoppeln. Dabei ist der Richtkoppler RK
ebenfalls in integrierter Technologie ausgeführt. Mit diesem Richtkoppler RK sind
vielfältige Prüf- und/oder Einstellvorgänge durchführbar. Beispielsweise kann an dem
Einspeise-/Abnahmepunkt EAP zu Kontrollzwecken ein Sende- und/oder Empfangssignal
unmittelbar abgenommen und verarbeitet werden. Weiterhin können über den Einspeise-/Abnahmepunkt
EAP und den Richtkoppler RK eine Vielzahl von (Test-)Empfangssignalen eingespeist
werden, z.B. um ein oder mehrere T/R-Module M sowie den diesen nachgeschalteten (Radar-)Prozessor
zu testen.
[0026] Zusätzlich ist dem Richtkoppler RK eine Detektordiode zuordbar, so daß eine Überwachung
der HF-Ausgangsleistung oder Durchführung einer Kalibration im Sendemode eines individuellen
T/R-Moduls möglich ist.
[0027] Es ist weiterhin vorteilhaft, an einem T/R-Modul M neben dem Strahleranschluß ST
einen Versorgungsspannungsanschluß DC anzuordnen. Mit diesem und ebenfalls über eine
Bondverbindung, sowie einen integrierten Bufferkondensator BK (auf dem Substrat S)
ist es möglich, auf dem Substrat S vorhandene aktive Leistungs-Bauteile mit Energie
zu versorgen. Derartige Bauteile sind über entsprechende Verbindungsleitungen an den
mit STR bezeichneten Punkt anschließbar.
[0028] FIG. 3 zeigt einen schematisch dargestellten Querschnitt (normal zur Längsachse des
Trägerkörpers 1, FIG. 1) eines Ausführungsbeispiels entsprechend FIG. 1, das besonders
kompakt, mechanisch robust sowie für sehr kurze Wellenlängenlängen λ, z.B. λ≦10 mm,
ausführbar ist.
[0029] Gemäß FIG. 3 besteht der Trägerkörper aus zwei parallel zueinander angeordneten Metallplatten
M1, M2, zwischen denen eine mäanderförmig gefaltete Metallstruktur MS vorhanden ist,
die mit den Metallplatten M1, M2 mechanisch verbunden ist, z.B. durch Schweißen. Die
Metallplatten M1, M2 sowie die Metallstruktur MS bilden eine mechanisch stabile Verbundplatte,
durch die ein gasförmiges oder flüssiges Kühlmittel KU geleitet werden kann. Die Metallstruktur
MS besitzt - im Vergleich zu dem Metallrohr (FIG. 1) - eine wesentlich größere Fläche,
so daß eine wirksame Kühlung und/oder Temperierung ermöglicht wird.
[0030] Beidseitig an diesem (Verbund-)Trägerkörper sind, entsprechend FIG. 1, Module M angebracht,
jedoch mit dem Unterschied, daß die T/R-Module M einzeln (ohne Gehäuse G1, G2) auf
dem (Verbund-)Trägerkörper befestigt sind, z.B. durch Schraubverbindungen. Ein in
FIG. 3 dargestellter T/R-Modul M besteht z.B. aus einem Keramikgehäuse K, in welchem
eine integrierte Sende-/Empfangsschaltungsanordnung angeordnet ist, und einem daran
befestigten Substrat S, entsprechend FIG. 2, auf dem zusätzlich ein Zirkulator Z angeordnet
ist. Derartige T/R-Module M sind besonders klein (bezogen auf die Richtung der Längsachse
des Trägerkörpers) ausführbar, so daß für die Strahlerelemente sehr kleine (Raster-)Abstände
x, z.B. x≦10 mm, möglich werden.
[0031] Für eine zuverlässige sowie kostengünstige Montage derartiger T/R-Module M sind in
den Metallplatten M1, M2 die in FIG. 3 gestrichelt dargestellten Zentriervertiefungen,
z.B. wannenförmige Vertiefungen mit einer Tiefe von ungefähr 0,5 mm, angebracht. Die
dazu passenden Zentriererhebungen befinden sich auf der Bodenfläche des Keramikgehäuses
K.
[0032] Eine solche Anordnung entsprechend FIG. 3 hat folgende Vorteile:
1. Der Trägerkörper ist a) preiswert, b) sehr leicht, c) mechanisch äußerst stabil.
2. Durch die extreme große Fläche der Metallstruktur MS ist eine effiziente Kühlung
(forcierte Luft- oder Flüssigkeitskühlung) möglich.
3. Die Kühlung kann als kompletter Block (z.B. für eine komplette Spalte oder Zeile
oder Untereinheiten) ausgeführt werden, d.h. es ergibt sich eine drastische Verringerung
von Kühlverbindungen (Rohre, Schläuche, Verschlüsse) und damit eine erhöhte Sicherheit
des Gesamtsystems.
4. Durch Ausfräsung von Taschen (Tiefe nur wenige zehntel mm) zur Aufnahme von Moduln
(T/R-, R- oder T-Module) ist eine Justierung bezüglich des Strahlerabstands gegeben.
Ein multiplikativer Fehlereffekt bezüglich des mechanischen Modulquerschnitts und/oder
der Einbautoleranzen wird vermieden.
5. Drastische Einsparung bezüglich Fräsarbeiten (Preis, Komplexität).
6. Schnelle Montage/Integration von Moduln, Substraten, Busstrukturen u.a. von nur
einer Seite.
7. Einfache Verbreiterung erlaubt beliebige weitere Aufnahmemöglichkeiten, z.B. Kalibrierverteilung.
8. Vereinfachte Lagerhaltung, weniger geschultes Personal für Wartung bzw. Reparaturen
erforderlich.
9. Zentrale Komponenten (z.B. Leitungstreiber, Elektronik, Stromversorgung) werden
auf der gleichen Platte bzw. Träger befestigt (komplettes Systemteil.
10. Realisierung von geprüften und/oder kalibrierten Einheiten (d.h. schnelle Wartung/Ersatz)
möglich.
[0033] Das in FIG. 4 schematisch dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von
denjenigen der FIG. 1 oder 3 im wesentlichen dadurch, daß der Trägerkörper 1 an gegenüberliegenden
Seiten S1, S2 jeweils eine grabenförmige Vertiefung aufweist, so daß eine sogenannte
schwalbenschwanzförmige Struktur entsteht. Das Gehäuse G2 (FIG. 1) oder der T/R-Modul
M (FIG. 3) hat auf der Unterseite eine dazu passende Gegenstruktur, wobei ein Führungsteil
FT beweglich gelagert ist und durch Federkraft (Pfeil) in die Vertiefung des Trägerkörpers
1 gepreßt wird. Dadurch entsteht eine Kraftkomponente KR, welche das Gehäuse G2 oder
den T/R-Modul M formschlüssig gegen den Trägerkörper 1 preßt, so daß immer ein guter
thermischer sowie elektrischer Kontakt gewährleistet ist.
[0034] Die beschriebene Schwalbenschwanz-Struktur ermöglicht ein beidseitiges Bestücken
des Trägerkörpers 1 mit Gehäusen und/oder Einzelmodule und deren kostengünstigen und
schnellen Austausch von einer Seite zu Reparatur- und/oder Wartungszwecken. Weiterhin
wird vorteilhafterweise erreicht, daß der erwähnte elektrische und thermische Kontakt
durch die Wirkung der Kraftkomponente KR in weiten Grenzen unabhängig von Temperaturschwankungen
ist.
[0035] In dem Beispiel gemäß FIG. 4 besitzt der Trägerkörper drei Öffnungen 2 zur Durchleitung
eines gasförmigen oder flüssigen Kühlmittels. Alternativ dazu ist es möglich, den
Innenraum des Trägerkörpers 1 mit einer Metallstruktur MS (FIG. 3) auszugestalten,
so daß eine große Kühlfläche entsteht.
[0036] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Beispiele beschränkt, sondern sinngemäß
auf weitere anwendbar. Beispielsweise kann die in FIG. 4 mit S2 bezeichnete Seite
des Trägerkörpers 1 dort (punktförmige) Zentrierbohrungen aufweisen, in welche das
federnde Führungsteil FT einrastet. Dadurch wird eine Justierung des Gehäuses oder
des T/R-Moduls bezüglich der Längsachse des Trägerkörpers 1 erreicht.
[0037] FIG. 5 zeigt eine Aufnahme mit den Vorteilen des Beispiels gemäß FIG. 4 jedoch für
dünne Metallplatten (als (Grund-)Träger (Bodenplatte) eines Gehäuses G2 oder Moduls
M). Durch die Anordnung der Schwalbenschwanzführung an einer Seite des Trägerkörpers
1 und einem in Richtung des Pfeiles federnden Führungsteil FT, das ebenfalls eine
Schwalbenschwanzführung besitzt, ist gewährleistet, daß die Metallplatten sich beim
Spannen in Richtung Trägerkörper durchbiegen. Die Metallplatten können sich mechanisch
nicht verformen und haben einen guten thermischen und elektrischen Kontakt zum Trägerkörper
1.
1. Anordnung zur Aufnahme von mehreren Sende- und/oder Empfangsmoduln zum Betreiben mehrerer
Strahlerelemente, wobei
- an jedes Sende- und/oder Empfangsmodul ein Strahlerelement unmittelbar ankoppelbar
ist und
- die Sende- und/oder Empfangsmodule entsprechend dem Raster der Strahlerelemente
angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
- daß ein rohrförmiger Trägerkörper (1) mit einem im wesentlichen rechteckförmigem
Querschnitt vorhanden ist,
- daß an gegenüberliegenden Seiten des Trägerkörpers (1) mehrere Befestigungsmittel
vorhanden sind derart, daß die Sende- und/oder Empfangsmodule (M) in vorgebbaren Abständen
formschlüssig und abnehmbar auf dem Trägerkörper (1) montierbar sind, so daß die Längsachse
der Sende- und/oder Empfangsmodule (M) im wesentlichen senkrecht steht zu der Längsachse
des Trägerkörpers (1) und
- daß durch den Innenraum des Trägerkörpers (1) parallel zu dessen Längsachse ein
Kühl- und/oder Temperiermittel leitbar ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper eine Verbundstruktur
besitzt, bestehend aus zwei Metallplatten (M1, M2) sowie eine zwischen diesen befestigte
Metallstruktur (MS), die in Richtung der Längsachse des Trägerkörpers durchgängig
ist für ein Kühlmittel.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstruktur
(MS) aus einem mäanderförmig gefaltetem Blech besteht und daß die Metallstruktur (MS)
beidseitig mit den Metallplatten (M1, M2) verbunden ist, so daß ein guter thermischer
und elektrischer Kontakt entsteht.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Trägerkörper (1) an gegenüberliegenden Seiten (S1, S2) jeweils eine schwalbenschwanzförmige
Zentriervertiefung aufweist und daß an mindestens einem Gehäuse (G2) eines T/R-Moduls
eine dazu passende Zentrier-Gegenanordnung vorhanden ist.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
der Zentrier-Gegenanordnung ein federnd gelagertes Führungsteil (FT) vorhanden ist,
durch welches das Gehäuse (G2) und/oder ein Sendeund/oder Empfangsmodul (M) formschlüssig
gegen den Trägerkörper (1) gedrückt wird, so daß ein im wesentlichen temperaturunabhängiger
elektrischer und thermischer Kontakt entsteht.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Trägerkörper (1) an beiden Enden jeweils einen Anschluß zur Ein- und/oder Ausleitung
eines Kühlmittels besitzt.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Gehäusen (G1, G2) und/oder den Sende-/Empfangsmoduln (M) parallel zur Längsrichtung
des Trägerkörpers (1) ein Zwischenraum (Z) vorhanden ist, in dem elektrische Leitungen
verlegbar sind.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sende- und/oder Empfangsmodule (M) zumindest in Richtung der Längsachse des Trägerkörpers
(1) einen (Raster-)Abstand (x) besitzen, der in einen Bereich 0,7λ≧x≧0,5λ liegt, wobei
λ die Wellenlänge der Sende- und/oder Empfangsstrahlung bedeutet.
9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wellenlänge λ aus dem Bereich der Radarwellenlängen gewählt ist.
10. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Verwendung als Frontend in einer
phasengesteuerten Antenne.