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(11) |
EP 0 654 002 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.01.1996 Patentblatt 1996/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.08.1993 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9302/067 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9404/439 (03.03.1994 Gazette 1994/06) |
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| (54) |
VERPACKUNG FÜR KLEB- UND/ODER DICHTSTOFFE
PACKAGE FOR ADHESIVES AND/OR SEALING MATERIALS
CONDITIONNEMENT POUR ADHESIFS ET/OU MATERIAUX D'ETANCHEITE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IE IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
12.08.1992 DE 4226644
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.05.1995 Patentblatt 1995/21 |
| (73) |
Patentinhaber: TEROSON GMBH |
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D-69123 Heidelberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FÖRDERER, Guido
D-69168 Wiesloch (DE)
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| (74) |
Vertreter: Mathes, Nikolaus et al |
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c/o Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien,
TTP/Patentabteilung D-40191 Düsseldorf D-40191 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 918 707 DE-U- 8 812 012
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DE-C- 3 605 422 US-A- 2 636 658
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Verpackungen für Kleb- und/oder Dichtstoffe gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches, deren Verwendung sowie ein Verfahren zu deren
Befüllen und Entleeren.
[0002] Kleb- und Dichtstoffe werden für industrielle Großverbraucher in Fässern oder ähnlichen
großvolumigen Behältern geliefert, die in der Regel aus Metall sind. Für feuchtigkeits-
und/oder lufthärtende Einkomponenten-Klebstoffe müssen diese Verpackungen das Eindringen
von Luft bzw. Feuchtigkeit wirksam verhindern, um ein vorzeitiges Aus- oder Anhärten
des Kleb-/Dichtstoffes zu vermeiden. Dabei muß diese Dichtigkeit gegen Luft bzw. Feuchtigkeit
sowohl während des Befüllens, des Transports, der Lagerung als auch während des Entleerens
der Verpackung gewährleistet sein.
[0003] Im Rahmen der immer stärker werdenden Auflagen des Umweltschutzes muß zusätzlich
gewährleistet sein, daß derartige Verpackungen ganz oder zumindest teilweise wieder
verwertet werden können. Die letztgenannte Forderung ist bei feuchtigkeits- und/oder
lufthärtenden Kleb-/Dichtstoffen besonders schwierig zu erfüllen, da insbesondere
während des Entleerens oder nach dem Entleeren bei pastösen oder dickflüssigen Materialien
der Zutritt von Spuren von Luftfeuchtigkeit zu Aushärtungen oder Anhärtungen an der
Faßinnenwand führen. Häufig resultieren daraus fest an der Faßinnenwand oder am Faßboden
anhaftende Beläge, die eine Reinigung dieser Fässer aufwendig, wenn nicht unmöglich
machen. Selbst bei einer stofflichen Verwertung der Fässer als Metallschrott können
problematische Verbrennungsprodukte aus den ausgehärteten Kleb-/Dichtstoffresten entstehen.
[0004] Die DE-C-3605422 beschreibt ein Verfahren zum Füllen und Leeren eines Behälters für
ein fließfähiges Material, wobei dieses Material in eine für das Material dichte flexible
Innenverpackung eingefüllt wird. Diese Innenverpackung ist den Abmessungen des äußeren
Transportbehälters, in der Regel ein Metallfaß oder Metallhobbock, abgepaßt. Bei diesem
Verfahren wird die sackartige Innenverpackung zunächst in einem topfartigen Zwischenbehälter
mit einer geeigneten Befülleinrichtung mit dem fließfähigen Material gefüllt. Die
Abmessungen des Zwischenbehälters werden etwas kleiner gewählt als die entsprechenden
Innenabmessungen des eigentlichen Transportbehälters. Anschließend wird auf die Materialoberfläche
eine steife Abdeckplatte aufgelegt und die Innenverpackung an ihrem oberen Ende durch
Übereinanderlegen und Verschweißen der Randbereiche dicht verschlossen. Die so gefüllte
und verschlossene Innenverpackung wird dann samt Zwischenbehälter um 180° gewendet
und auf den etwas größeren Transportbehälter gesetzt, damit die gefüllte und geschlossene
Innenverpackung in den Transportbehälter eingeführt wird. Der Transportbehälter wird
anschließend mit einem Deckel geschlossen. Nach dem Transport zur Verwendungsstelle
wird zur Entnahme des Materials der Deckel entfernt und das Material mit einer geeigneten
Fördereinrichtung entnommen. Zweckmäßigerweise ist eine derartige Förderpumpe mit
einer Druckfolgeplatte verbunden. Letztere wird nach Einschnitt einer Öffnung in die
ebene Oberfläche aufgesetzt, und das zu entnehmende Material unter Zusammenstauchen
der Innenverpackung nach oben herausgedrückt. Das Verfahren gemäß DE-C-3605422 ist
auch in Adhäsion
1987, Heft 12, S.25-26, ausführlich beschrieben.
[0005] Bei besonders empfindlichen Materialien reicht es nicht aus, daß die Innenverpackung
nur gegen das eingefüllte Material dicht ist, die DE-U-8812012 schlägt daher als Innenverpackung
Verpackungsbeutel aus mehrlagigen Verbundfolien vor, wobei der Schichtaufbau aus drei
Lagen Polymerfolie und einer Lage Metallfolie besteht, um den Kleb-/Dichtstoff noch
besser gegen Einwirkung von Feuchtigkeit und/oder Luft zu schützen.
[0006] Diese bekannten Verfahren gestatten ein weitgehend rückstandsfreies Entleeren der
Transportbehälter, so daß diese nach der Entnahme der entleerten Innenverpackung und
nach einer üblichen Rekonditionierung wieder verwendet werden können, soweit es sich
um Mehrwegbehälter handelt. Einweg-Transportbehälter können nach Entnahme der entleerten
Innenverpackung der stofflichen Wiederverwertung zugeführt werden.
[0007] In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, daß der bisherige Stand der Technik in einigen
wesentlichen Punkten verbesserungsbedürftig ist:
- Während des Füll-Vorgangs wird die Druckfolgeplatte durch Material beschmutzt. Während
des Faßwechsels ist dieses Material der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, so daß es zu
Anhärtungen kommt, die bei nachfolgenden Befüllungsvorgängen zu Verunreinigung des
Materials in Form von angehärteten Hautfetzen oder durchgehärteten Klumpen im Kleb-/Dichtstoff
führt.
- Die steife Abdeckplatte gemäß DE-C-3605422, in der Praxis wird in der Regel eine Platte
aus Polypropylen oder Polyethylen von mindestens 2 mm Stärke genommen, verbleibt in
der entleerten Innenverpackung mitsamt der Restmenge des Kleb-/Dichtstoffes, sie ist
mit vertretbarem Aufwand nicht wiederverwertbar und verteuert somit die gesamte Innenverpackung
beträchtlich. Außerdem erschwert sie die stoffliche Verwertung der Innenverpackung,
da sich als Innenverpackung in der Praxis nur mehrlagige Verbundfolien mit einer Metallfolie
bewährt haben und somit ein untrennbares Gemisch verschiedener Verpackungsmaterialien
vorliegt.
- Ein Übereinanderlegen und Verschweißen des oberen Endes der Innenverpackung hat sich
in der Praxis nicht bewährt, da eine unvermeidliche Kontamination des Wandmaterials
der Innenverpackung in dem zu verschweißenden Bereich mit dem Füllmaterial (Kleb-/Dichtstoff)
oder mit Hilfsmitteln wie z.B. Gleitmitteln keine Gewähr für eine luft- bzw. feuchtigkeitsdichte
Schweißnaht bietet. Man hat sich daher bisher damit beholfen, das obere Ende der Innenverpackung
mit Hilfe von mehreren verdrillten Drähten zusammenzuschnüren.
- Zum Entleeren muß in die Oberfläche der Innenverpackung ein Loch geschnitten werden,
durch das der Kleb-/Dichtstoff mit Hilfe einer Druckfolgeplatte unter Zusammenstauchen
der Innenverpackung nach oben herausgedrückt wird. Häufig reißt die eingeschnittene
Innenverpackung weiter auf, was zu einer unerwünschten Verschmutzung der Druckfolgeplatte
am Entleerungsgerät führt.
[0008] Die erfindungsgemäße Aufgabe besteht darin, die bekannten Verpackungen sowie die
an sich bekannten Verfahren zum Befüllen und Entleeren dieser Verpackungen so weiterzuentwickeln,
daß die oben aufgeführten Nachteile auf möglichst kostengünstige Weise vermieden werden.
[0009] Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe ist den unabhängigen Patentansprüchen 1 und
2 zu entnehmen. Eine Verpackung gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 2 ist in
der DE-C-3605422 beschrieben. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Verpackung,
Verfahren zum Füllen und Entleeren der Verpackung sowie eine Verwendung der Verpackung
sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.
[0010] Ein Ausfürungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Dabei zeigt die Zeichnung eine bevorzugte Ausgestaltung der Verpackung
sowie die verschiedenen Stadien des Befüllens und Entleerens der Verpackung. Alle
Figuren zeigen senkrechte Schnitte durch die Verpackung. Es zeigt:
- Figur 1
- Das Füllen der Innenverpackung im zwischenbehälter,
- Figur 2
- Die verschlossene Innenverpackung im Zwischenbehälter,
- Figur 3
- Die fertig verpackte Innenverpakkung samt Transportverpackung,
- Figur 4
- Die geöffnete Transportverpackung während des Entleerens beim Anwender.
[0011] Dabei werden die vom Prinzip her ähnlichen Fördereinrichtungen für das Befüllen und
das Entleeren des Materials in gleicher Weise dargestellt.
[0012] Gemäß
Figur 1 wird in den Zwischenbehälter
1 die Innenverpackung
2 eingeführt. Danach wird die Ronde
3 auf der Druckfolgeplatte
4 befestigt. Die Ronde hat dabei etwas größere Abmessungen als die Druckfolgeplatte,
so daß die Ronde über den Randbereich der Druckfolgeplatte hinausgeführt werden kann.
Dadurch kann die Ronde an der Druckfolgeplatte mechanisch fixiert werden, z.B. durch
Klammerung. Die Ronde enthält eine zentrische Bohrung, die dem Innendurchmesser des
Materialförderrohres
5 angepaßt ist. In bevorzugter Ausführung hat die Ronde quadratischen Zuschnitt. Durch
diese Ausgestaltung wird sichergestellt, daß die Druckfolgeplatte
4 vor Verunreinigungen durch den in die Innenverpackung einzufüllenden Kleb-/Dichtstoff
geschützt wird. Das obere Ende der Innenverpackung
2 wird dabei über den Rand
7 des Zwischenbehälters gezogen, so daß die Innenverpackung glatt und faltenfrei an
den Innenwänden des Zwischenbehälters anliegt. Mit Hilfe einer nicht dargestellten
Förderpumpe wird dann das Material durch das Materialförderrohr entsprechend den Pfeilen
in die Innenverpackung eingefüllt, dabei kann die Druckfolgeplatte entweder mit Hilfe
des Niederhalters
6 entsprechend dem Füllstand des Gebindes nach oben bewegt werden. Alternativ kann
der Niederhalter
6 die aus Folgeplatte und Materialförderrohr bestehende Einheit starr fixieren, in
diesem Fall wird der Zwischenbehälter
1 entsprechend dem Füllgrad nach unten bewegt.
[0013] In bevorzugten Ausführungsformen bestehen die Innenverpackung
2 sowie die Ronde
3 aus einem mehrlagigen Verbundmaterial, wobei eine Lage aus einer Metallfolie besteht.
Mindestens besteht der Schichtaufbau aus drei Lagen, wobei die Metallfolie zwischen
zwei Polymerfolien kaschiert ist. Vorzugsweise bestehen die Lagen der Polymerfolien
aus Polyolefinen, z.B. Polypropylen und/oder Polyethylen, die Metallfolie ist vorzugsweise
eine Aluminiumfolie. Es können jedoch ohne weiteres auch Innenverpackungen und Ronden
mit mehr als zwei Polymerschichten Verwendung finden, in jedem Falle muß eine Metallfolie
als Zwischenschicht vorgesehen sein. Als weitere Materalien für die weiteren Polymerfolien
kommen z.B. Polyamid oder Polyester in Frage. In besonders bevorzugten Ausführungsformen
ist die beutelartige Innenverpakkung so beschaffen, daS sich nach dem Einlegen in
den Zwischenbehälter ein vollständig ebener und faltenfreier Bodenbereich ergibt.
[0014] Nach vollständiger Befüllung der Verpackung wird die Fixierung der Ronde
3 von der Druckfolgeplatte
4 gelöst und die Ronde verbleibt als schützende Abdeckung auf der Oberfläche des Kleb-/Dichtstoffes.
[0015] Figur 2 zeigt die verschlossene Innenverpackung
2 in dem Zwischenbehälter
1. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß bei Verwendung der oben genannten Verbundmaterialien
für die Innenverpackung
2 und die Ronde
3 das obere Ende der Innenverpackung nur gemäß
8 umgelegt und gefaltet werden muß und nicht verschweißt zu werden braucht, um einen
sicheren Schutz des Kleb-/Dichtstoffes vor dem Eintritt von Feuchtigkeit und/oder
Luftsauerstoff zu gewährleisten. Dies bedeutet eine wesentliche Arbeitserleichterung
und Kosteneinsparung.
[0016] Entsprechend dem Pfeil
10 wird die gefüllte und verschlossene Innenverpackung sodann durch Umstülpen in die
Transportverpackung
9 eingeführt.
[0017] Wie aus
Figur 3 ersichtlich, wird vor dem Verschließen der Transportverpackung oben auf die plane
Oberfläche der Innenverpackung eine Abdeckscheibe
12 mit einem zentrischen Loch
13 gelegt. Die Funktion dieser Scheibe wird weiter unten näher erläutert. Die Materialbeschaffenheit
dieser Abdeckscheibe ist von untergeordneter Bedeutung, so daß hier vorzugsweise preiswerte
und leicht zu entsorgende Materialien, wie z.B. Pappscheiben Verwendung finden. Abschließend
wird der Transportbehälter
9 mit dem Deckel
11 verschlossen.
[0018] In
Figur 4 sind die Verhältnisse während der Entleerung der Verpackung beim Anwender dargestellt.
Der Deckel
11 ist entfernt, unter Ausnutzung der Abdeckscheibe
12 als Schablone wurde deckungsgleich mit dem zentrischen Loch
13 ein Loch
14 in die Innenverpackung geschnitten. Durch den Niederhalter
6 wird die Druckfolgeplatte
4 nach unten auf die flexible Innenverpackung
2 gedrückt, wodurch der Kleb-/Dichtstoff durch das Materialförderrohr
5 zu einer nicht dargestellten Pumpe gefördert wird und von dort aus weiter zur Applikationsanlage
gefördert wird. Dabei verhindert die Abdeckplatte
12 mit Sicherheit eine Kontamination der Druckfolgeplatte
4 durch den Kleb-/Dichtstoff auch für den Fall, daß die Wandung der Innenverpackung
2 unter dem hohen Förderdruck weiter einreißt. Derartige Verschmutzungen werden ohne
eine Abdeckplatte
12 sehr häufig beobachtet.
[0019] Während des Entleerungsvorganges faltet sich die flexible Innenverpackung
2 unterhalb der Druckfolgeplatte
4 zieharmonikaartig zusammen
15.
[0020] Überraschenderweise reicht die Steifigkeit einer Ronde
3 aus der gleichen Verbundfolie wie die Innenverpackung
2 aus, ohne daß diese Ronde
3 am Ende des Entleerungsvorganges in das Materialförderrohr
5 gelangen kann.
[0021] Die erfindungsgemäße Ausführung der Verpackung ermöglicht somit eine besonders ökonomische
Verpackungsform, insbesondere für luft- und/oder feuchtigkeitsempfindliche, pastöse
und/oder hochviskose Kleb-/Dichtstoffe, da das arbeitsaufwendige und unzuverlässige
Verschließen der Innenverpackung z.B. durch Verschweißen oder Verdrillen mit Drähten
entfällt, außerdem lassen sich die Reste der Innenverpackung nach dem Entleeren einfacher
und kostengünstiger entsorgen. Die Ronde
3 und die Innenverpackung
2 bestehen aus dem gleichen Material, so daß eine stoffliche Wiederverwertung erleichtert
wird. Die Abdeckplatte
12 besteht vorzugsweise aus einer preiswerten und leicht zu entsorgenden Pappscheibe.
[0022] Viele Kleb-/Dichtstoffe im Automobilbau, insbesondere auch solche für die Scheibendirektverglasung,
sind sehr hochviskos, so daß zur Erleichterung der Förderung die Druckfolgeplatte
und die nachfolgenden Förderschläuche und/oder -rohre beheizt werden. Auch für diese
Art der Entleerung ist die erfindungsgemäße Verpackung geeignet.
[0023] Durch die Erfindung ist also eine Verpackung und ein Verfahren für das Befüllen und
Entleeren von Behältern für fließfähige Kleb-/Dichtstoffe geschaffen, die auf besonders
kostengünstige Art die Handhabung von insbesondere luft- und/oder feuchtigkeitsempfindlichen
Materialien ermöglicht, und dabei den Erfordernissen des Umweltschutzes Rechnung trägt.
1. Verpackung für Kleb- und/oder Dichtstoffe enthaltend einen faßartigen Transportbehälter
(9) und eine beutelähnliche Innenverpackung (2) aus Verbundfolie, gekennzeichnet durch eine Abdeckscheibe (12) mit zentrischer Bohrung (13) und eine folienartige Ronde (3) aus einer Verbundfolie, wobei sich die Abdeckscheibe (12) zwischen dem Deckel (11) des Transportbehälters (9) und der Oberfläche der Innenverpackung (2) befindet, die folienartige Ronde (3) eine zentrische Bohrung hat, sowie einen größeren Durchmesser aufweist als der Transportbehälter
(9) und die folienartige Ronde (3) im befüllten Zustand der Innenverpackung (2) zwischen dem eingefüllten Kleb-/Dichtstoff und den umgeklappten Schichten (8) des offenen Endes der Innenverpackung (2) angeordnet ist.
2. Verpackung für Kleb- und/oder Dichtstoffe enthaltend einen faßartigen Zwischenbehälter
(1) und eine beutelähnliche Innenverpackung (2) aus Verbundfolie, wobei der Zwischenbehälter (1) zur Überführung der befüllten Innenverpackung (2) in einen faßartigen Transportbehälter (9) vorgesehen ist, gekennzeichnet durch eine folienartige Ronde (3) aus einer Verbundfolie, die eine zentrische Bohrung hat, sowie einen größeren Durchmesser
aufweist als der Zwischenbehälter (1), wobei die folienartige Ronde (3) im befüllten Zustand der Innenverpackung (2) zwischen dem eingefüllten Kleb-/Dichtstoff und den umgeklappten Schichten (8) des offenen Endes der Innenverpackung (2) angeordnet ist.
3. Verpackung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (2) einen ebenen Boden besitzt.
4. Verpackung gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (2) und die Ronde (3) aus einer dreilagigen Verbundfolie bestehen, wobei Innenverpackung und Ronde vorzugsweise
aus der gleichen Verbundfolie bestehen.
5. Verpackung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dreilagige Verbundfolie aus zwei Polymerschichten mit einer dazwischen liegenden
Metallschicht besteht.
6. Verpackung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den Polymerschichten um Polyolefinschichten und bei der Metallschicht
um eine Aluminiumschicht handelt.
7. Verpackung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Polyolefine Polyethylen und/oder Polypropylen Verwendung finden.
8. Verpackung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundfolie aus mehr als drei Lagen besteht und mindestens eine der mittleren
Lagen eine Metallschicht ist.
9. Verpackung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die über zwei hinausgehenden Polymerschichten der Verbundfolie aus Polyamid
und/oder Polyester bestehen.
10. Verpackung gemäß Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckscheibe (12) aus Pappe besteht.
11. Verfahren zum Füllen einer Verpackung gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10,
unter Verwendung einer Druckfolgeplatte (4), dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfolgeplatte (4) mit der Ronde (3) abgedeckt wird, der Kleb-/Dichtstoff zunächst in eine in einen Zwischenbehälter (1) eingelegte Innenverpackung (2) gefüllt wird, worauf die Ronde (3) von der Druckfolgeplatte (4) gelöst wird, anschließend die Innenverpackung (2) an ihrem oberen Ende oberhalb der Ronde (3) verschlossen wird, und daß die Innenverpackung (2) anschließend in den faßartigen Transportbehälter (9) unter Drehung um 180° gegeben wird, so daß die Füllöffnung der Innenverpackung am
Boden des Transportbehälters (9) ist und das obere Ende der Innenverpackung (2) mit der flachen Abdeckscheibe (12) versehen wird.
12. Verfahren zum Entleeren einer Verpackung gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis
10 unter Verwendung einer gegebenenfalls beheizten Druckfolgeplatte (4), dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe der Abdeckscheibe (12) als Schablone die Innenverpackung (2) am oberen Ende örtlich geöffnet (14) wird und dann die Druckfolgeplatte (4) auf die oben auf der Innenverpackung (2) liegende Abdeckscheibe (12) aufgesetzt wird.
13. Verwendung der Verpackung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10 zum Verpacken
von reaktiven Kleb- und/oder Dichtstoffen.
1. A pack for adhesives and/or sealants containing a drum-like transport container (9)
and a bag-like inner pack (2) of composite film, characterized by a cover disk (12)
with a central hole (13) and a film-like disk (3) of a composite film, the cover disk
(12) being disposed between the lid (11) of the transport container (9) and the surface
of the inner pack (2), the film-like disk (3) having a central hole and a larger diameter
than the transport container (9) and being arranged between the adhesive/sealant and
the folded layers (8) of the open end of the inner pack (2) in the filled state thereof.
2. A pack for adhesives and/or sealants containing a drum-like temporary container (1)
and a bag-like inner pack (2) of composite film, the temporary container (1) being
provided to transfer the filled inner pack (2) to a drum-like transport container
(9), characterized by a film-like disk (3) of a composite film which has a central
hole and a larger diameter than the temporary container (1), the film-like disk (3)
being arranged between the adhesive/sealant and the folded layers (8) of the open
end of the inner pack (2) in the filled state thereof.
3. A pack as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the inner pack (2) has a
flat base.
4. A pack as claimed in claim 1, 2 or 3, characterized in that the inner pack (2) and
the disk (3) consist of a three-layer composite film, the inner pack and the disk
preferably consisting of the same composite film.
5. A pack as claimed in claim 4, characterized in that the three-layer composite film
consists of two polymer layers with a metal layer in between.
6. A pack as claimed in claim 5, characterized in that the polymer layers are polyolefin
layers and the metal layer is an aluminium layer.
7. A pack as claimed in claim 6, characterized in that polyethylene and/or polypropylene
is used as the polyolefin.
8. A pack as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the composite film consists
of more than three layers and at least one of the middle layers is a metal layer.
9. A pack as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the more than two polymer
layers of the composite film consist of polyamide and/or polyester.
10. A pack as claimed in claim 1 or 3, characterized in that the cover disk (12) consists
of cardboard.
11. A method of filling the pack claimed in at least one of claims 1 to 10 using a pressure
follower plate (4), characterized in that the pressure follower plate (4) is covered
by the disk (3), the adhesive/sealant is first introduced into an inner pack (2) inserted
into a temporary container (1), after which the disk (3) is separated from the pressure
follower plate (4), the inner pack (2) is closed at its upper end above the disk (3)
and is then introduced into a drum-like transport container (9) and, at the same time,
turned through 180° so that the filling opening of the inner pack is at the bottom
of the transport container (9) and the upper end of the inner pack (2) is provided
with a flat cover disk (12).
12. A method of emptying the pack claimed in at least one of claims 1 to 10 using an optionally
heated pressure follower plate (4), characterized in that the inner pack (2) is locally
opened (14) at its upper end by means of the cover disk (2) as a template, after which
the pressure follower plate (4) is applied to the cover disk (12) lying on top of
the inner pack (2).
13. The use of the pack claimed in at least one of claims 1 to 10 for packing reactive
adhesives and/or sealants.
1. Emballage pour adhésifs et/ou matériaux d'étanchéité contenant un récipient de transport
(9) du type fût et un emballage interne (2) semblable à un sachet, en feuille composée,
caractérisé par un disque de recouvrement (12) avec un perçage central (13) et une
pièce arrondie (3) du type feuille, à base d'une feuille composée, le disque de recouvrement
(12) se trouvant entre le couvercle (11) du récipient de transport (9) et la surface
de l'emballage interne (2), la pièce arrondie (3) a un perçage central, et elle possède
un diamètre plus grand que le récipient de transport (9) et la pièce arrondie du type
feuille (3) à l'état rempli de l'emballage interne (2) est disposée entre le matériau
adhésif et d'étanchéité introduit pour remplissage et les couches rabattues (8) de
l'extrémité ouverte de l'emballage interne (2).
2. Emballage pour substances adhésives et/ou d'étanchéité contenant un récipient intermédiaire
(1) du type fût et un emballage interne (2) semblable à un sachet en feuilles composées,
dans lequel le récipient intermédiaire (1) est prévu pour le transfert de l'emballage
interne rempli (2) dans un récipient de transport (9) du type fût, caractérisé par
une pièce arrondie (3) du type feuille en une feuille composée, qui a un perçage central,
et qui possède un diamètre plus grand que le récipient intermédiaire (1), la pièce
arrondie (3) à l'état rempli de l'emballage interne (2) étant disposée entre la substance
adhésive/d'étanchéité insérée et les couches rabattues (8) de l'extrémité ouverte
de l'emballage interne (2).
3. Emballage selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que l'emballage
interne (2) possède un fond plat.
4. Emballage selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que l'emballage interne
(2) et la pièce arrondie (3) sont formés d'une feuille composée à trois couches, l'emballage
interne et la pièce arrondie de préférence sont formés des mêmes feuilles composées.
5. Emballage selon la revendication 4, caractérisé en ce que la feuille composée à trois
couches est formée de deux couches de polymère avec une couche métallique qui se situe
entre celles-ci.
6. Emballage selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'il s'agit pour les couches
de polymère, de couches de polyoléfines et pour la couche métallique d'une couche
d'aluminium.
7. Emballage selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'on utilise comme polyoléfine
du polyéthylène et/ou du polypropylène.
8. Emballage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la feuille composée
est constituée de plus de trois couches et au moins une des feuilles médianes est
une couche métallique.
9. Emballage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les couches de polymère
dépassant par deux de la feuille composée, sont constituées de polyamide et/ou de
polyester.
10. Emballage selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que le disque de recouvrement
(12) est constitué de carton.
11. Procédé de remplissage d'un emballage selon au moins une des revendications 1 à 10,
par utilisation d'une plaque de suite de cycles de pression (4), caractérisé en ce
que la plaque de suite de cycles de pression (4) est recouverte d'une pièce arrondie
(3), la substance adhésive/d'étanchéité est introduite pour remplissage en premier
lieu dans un emballage interne (2) inséré dans un récipient intermédiaire (1) après
quoi la pièce arrondie (3) est détachée de la plaque de suite de cycles de pression
(4), ensuite l'emballage interne (2) est fermé à son extrémité supérieure au-dessus
de la pièce arrondie (3), et en ce que l'emballage interne (2) ensuite est amené dans
le récipient de transport du type fût tout en effectuant une rotation de 180°, de
sorte que l'ouverture de remplissage de l'emballage interne est sur le fond du récipient
de transport (9) et l'extrémité supérieure de l'emballage interne (2) est pourvue
d'un disque de recouvrement (12) plat.
12. Procédé de vidage d'un emballage selon au moins une des revendications 1 à 10, en
utilisant une plaque de suite de cycles de pression (4) éventuellement chauffée, caractérisé
en ce que l'on ouvre localement à l'aide du disque de recouvrement (12) en tant que
gabarit, l'emballage interne (2) sur l'extrémité supérieure (14) et ensuite on dispose
la plaque de suite de cycles de pression (4) sur le disque de recouvrement (12) qui
est placé au-dessus sur l'emballage interne (2).
13. Utilisation de l'emballage selon au moins une des revendications 1 à 10 pour le conditionnement
de matériaux adhésifs et/ou d'étanchéité réactifs.
