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EP 0 656 479 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.06.1997 Patentblatt 1997/23 |
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Anmeldetag: 01.12.1994 |
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Einstufiger Flügelzellenverdichter
One stage vane compressor
Compresseur à palettes à un seul étage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL |
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Priorität: |
03.12.1993 DE 4341720
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.06.1995 Patentblatt 1995/23 |
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Patentinhaber: MANNESMANN Aktiengesellschaft |
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40213 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Schnell, Manfred
D-79650 Schopfheim (DE)
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Vertreter: Meissner, Peter E., Dipl.-Ing. et al |
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Meissner & Meissner,
Patentanwaltsbüro,
Hohenzollerndamm 89 14199 Berlin 14199 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 405 300 US-A- 1 895 816
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FR-A- 688 172 US-A- 2 677 944
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen einstufigen Flügelzellenverdichter gemäß dem Gattungsbegriff
des Hauptanspruches.
[0002] Einstufige wassergekühlte Flügelzellenverdichter sind prinzipiell bekannt und werden
für verschiedene Anwendungszwecke eingesetzt, beispielsweise für Saugfahrzeuge und
stationäre Anlagen (s. Prospekt der Fa. Mannesmann Demag, "Demag-Wittig-Kompressor-Vakuumpumpen
für Saugfahrzeuge und stationäre Anlagen", Oktober 1986, S. 10 - 14). Diese wassergekühlten
Flügelzellenverdichter weisen ein Gehäuse auf, das mit Füßen und einem Kühlwassermantel
versehen ist. In diesem Gehäuse ist exzentrisch zur Gehäusebohrung ein Rotor angeordnet,
der mit radial bewegbaren Schiebern versehen ist und dessen Wellenzapfen sich in Lagern
von an den Stirnflächen des Gehäuses angebrachten Deckeln abstützen. Am Gehäusemantel
versetzt über den Umfang sind Flansche zum Ansaugen bzw. Ausschieben des Mediums angeordnet.
Diese seit Jahren verwendete Konstruktion hat den Nachteil, daß die Temperaturverteilung
umfangsmäßig gesehen sehr unterschiedlich ist und wegen des Verzuges des Gehäuses
größere Dichtspalte vorzusehen sind. Größere Dichtspalte bedeuten aber einen schlechteren
Wirkungsgrad. da die Größe des Dichtspaltes wegen der Verlustleistung ganz wesentlich
den Wirkungsgrad beeinflußt.
[0003] In der DE-OS 1403608 ist ein gattungsbestimmender wassergekühlter einstufiger Flügelzellenverdichter
offenbart, bei dem der gekühlte Gehäusemantel durch im wesentlichen längsliegende,
über den Umfang verteilte Wände in Kanäle unterteilt ist. Bei einer Ausführungsform
weist eine der Längswände keinen Durchlass auf, wobei der Einlaß für das Kühlwasser
auf der einen und der Auslaß auf der anderen Seite der Trennwand angeordnet sind.
Dadurch wird das Kühlwasser gezwungen den Gehäusemantel im Zickzack zu durchlaufen.
Bei einer anderen Ausgestaltung wird der Mantelraum durch eine senkrecht zur Drehachse
stehende Querwand in zwei Durchflußsysteme aufgeteilt. Nachteilig bei dieser Konstruktion
ist, daß das im Druckbereich herrschende erhöhte Temperaturniveau durch die vorgeschlagene
Anordnung der Kühlkanäle nur unwesentlich beeinflußt wird.
[0004] Der DE-OS 36 03 809 ist ein zweistufiger Flügelzellenverdichter entnehmbar, bei dem
die Rotorachse symmetrisch zur Außenkontur des Gehäuses angeordnet ist. Die Deckel
und der Gehäusemantel sind flüssigkeitsgekühlt, wobei der Kühlflüssigkeitsraum nicht
unterteilt ist.
[0005] Die Temperaturverteilung ist deshalb über den Umfang gesehen sehr unterschiedlich
und wegen des Verzuges des Gehäuses müssen größere Dichtspalte vorgesehen werden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen Flügelzellenverdichter anzugeben,
der mit engeren Dichtspalten gefahren werden kann und somit einen besseren Wirkungsgrad
hat.
[0007] Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Bestandteil von Unteransprüchen.
[0008] Im Unterschied zum bekannten Stand der Technik weist der erfindungsgemäße Flügelzellenverdichter
keinen durchgängigen Kühlwassermantel, sondern über die Deckel gezogene Kühlkanäle
auf, so daß ein Zwangsumlauf erreicht wird. Zu diesem Zweck ist der Kühlwassermantel
axial in bezug auf die Saug- und Druckseite geteilt und die Verbindung zwischen dem
saug- und druckseitigen Kühlwassermantel erfolgt über die Gehäusedeckel. Als weitere
Maßnahme ist der Eintritt des Kühlwassers in den Bereich des unteren Totpunktes gelegt
worden, und zwar versetzt über die Längserstreckung des Gehäuses. Im Hinblick auf
eine Vergleichmäßigung der Temperaturverteilung in Umfangsrichtung gesehen sind die
Kühlkammern im unteren Totpunktbereich größer als im oberen Totpunktbereich. Durch
den Zwangsumlauf des Kühlwassers und der Anordnung größerer Kühlwasserkanäle im Bereich
des unteren Totpunktes wird eine Vergleichmäßigung der Temperaturverteilung in Umfangsrichtung
gesehen erreicht, so daß engere Dichtspalte im unteren Totpunktbereich zugelassen
werden können. Engere Dichtspalte bedeuten gegenüber den bekannten Verdichtern einen
besseren Wirkungsgrad.
Durch die Vergleichmäßigung der Temperaturverteilung werden darüber hinaus die unterschiedlichen
Längenausdehnungen von Saug- und Druckseite minimiert. Somit können auch engere Spalte
im stirnseitigen Bereich gefahren werden, was wiederum den Wirkungsgrad der Maschine
verbessert.
[0009] Die Anordnung von größeren Kühlkammern im unteren Totpunktbereich wird dadurch erreicht,
daß die Rotorachse mit der Mittelpunktachse des Gehäuses zusammenfällt und die Gehäusebohrung
exzentrisch dazu angeordnet ist. Parallel zu den genannten Maßnahmen werden die Füße
und die Flansche symmetrisch zur Rotorachse angeordnet, so daß ein universeller Einbau
im Fahrzeug möglich ist. Unabhängig davon, welche Längsseite des Verdichters als Anschlagfläche
verwendet wird, bleibt die Mittigkeit der Rotorwelle erhalten und damit die Übereinstimmung
mit der Achse der Antriebsmaschine.
[0010] In der Zeichnung wird anhand eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäße wassergekühlte
Flügelzellenverdichter näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen wassergekühlten Flügelzellenverdichter entlang
der Linie B-B in Figur 3,
- Figur 2
- einen Querschnitt entlang der Linie C-C in Figur 3,
- Figur 3
- einen Längsschnitt entlang der Linie A-A in Figur 1.
[0011] In den Figuren 1 bis 3 sind in zwei Querschnitten und in einem Längsschnitt ein erfindungsgemäßer
wassergekühlter Flügelzellenverdichter 1 dargestellt. Dieser besteht aus einem einstückigen
Gehäuse 2, das im oberen und unteren Bereich Kühlkanäle aufweist. Ebenfalls integriert
im Gehäuse 2 sind die Flansche 3, 4, für die Saug- bzw. Druckseite. In Figur 1 und
2 ist die erfindungsgemäße mittige Anordnung des Rotors 5 in bezug auf die Mittelpunktachse
6 des Gehäuses 2 zu erkennen. Zur Verdeutlichung der Mittigkeit sind in Figur 2 die
Abstände von der Mittelachse 7 in X-Richtung bis zu den Stirnflächen der Flansche
3, 4 bzw. zu den Achsen der Füße 9 und die Abstände von der Mittelachse 8 in Y-Richtung
bis zu den Stirnflächen der Füße 9 mit einem Gleichheitszeichen versehen worden. Abweichend
von der bisher üblichen zentrischen Anordnung der Gehäusebohrung in bezug auf den
Mittelpunkt des Gehäuses 2, ist erfindungsgemäß die Gehäusebohrung 10 exzentrisch
zur Rotorachse 6 angeordnet. Um die Exzentrizität zu verdeutlichen, ist die Verschiebung
11 in Y-Richtung eingezeichnet. Die versetzte Anordnung der Gehäusebohrung 10 hat
den Vorteil, daß im Bereich des unteren Totpunktes 12 und des Druckflansches 4 größere
Kühlkammern 13, 14 im Vergleich zu denen 15, 16 im Bereich des oberen Totpunktes 17
und des Saugflansches 3 anordnenbar sind. Da in dem Druckflanschbereich infolge der
adiabatischen Verdichtung des Mediums und der Reibung der Schieber 18 die größte Wärmemenge
anfällt, ist hier eine besonders intensive Kühlung erwünscht, um die Temperaturverteilung
in Umfangsrichtung gesehen möglichst zu vergleichmäßigen. Als weitere Maßnahme im
Hinblick auf eine bessere Kühlung ist der Kühlmantel axial getrennt 19, 20. In den
Figuren 1 und 3 ist durch Pfeile die Wasserführung kenntlich gemacht worden. Der Kühlwassereintritt
21 erfolgt im Bereich des unteren Totpunktes 12 am äußersten Rand der Längserstreckung
des Gehäuses 2. (In diesem Ausführungsbeispiel auf der rechten Seite). Zur Verdeutlichung
wurde in Figur 1 der Kühlwassereintritt 21 in die Schnittebene gelegt. Hinter der
Eintrittsöffnung 22 strömt das Kühlwasser zum einen in Längsrichtung des Gehäuses
(in diesem Ausführungsbeispiel von rechts nach links) und gleichzeitig von unten nach
oben. Damit auch der der Eintrittsöffnung 22 gegenüberliegende Mantelbereich ausreichend
gekühlt wird, fließt das Kühlwasser gleichzeitig über die im Deckel 23 vorgesehenen
Ausnehmungen auf die andere Seite und von dort aus in Längsrichtung des Gehäuses 2.
Im Bereich der Flansche 3, 4 erfolgt eine Umströmung, so daß der Saug- bzw. Druckkanal
frei bleiben. Am Ende der Längserstreckung des Gehäuses 2 tritt das inzwischen erwärmte
Kühlwasser wieder aus 24, und zwar durch eine oben angeordnete Öffnung 25 im Saugbereich
3. Zur Verdeutlichung der Lage der Austrittsöffnung 25 wurde diese in Figur 1 in die
Schnittebene gelegt. Damit das Kühlwasser, das entlang der druckseitigen Mantelfläche
geflossen ist, wieder austreten kann, erfolgt vergleichbar wie beim Eintritt, ein
Überströmen durch die im linken Deckel 26 angeordneten Ausnehmungen. Eine direkte
Verbindung zwischen druckseitiger und saugseitiger Mantelfläche und damit ein Kühlwasserkurzschluß
wird durch die zuvor bereits erwähnten Querstege 19, 20 verhindert.
1. Einstufiger Flügelzellenverdichter mit zwei wassergekühlten Deckeln und einem durch
längsliegende Wände unterteilten wassergekühlten Gehäusemantel und einem exzentrisch
zur Gehäusebohrung (10) angeordneten Rotor (5), der mit radial bewegbaren Schiebern
(18) versehen ist und zwei am Gehäusemantel versetzt über den Umfang angeordneten
Flanschen (3,4) zum Ansaugen bzw. Ausschieben des Mediums,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einander gegenüberliegenden Flansche (3, 4) eine gemeinsame Achse haben, die
eine Symmetrieachse zur Außenkontur des Gehäuses (2) bildet und senkrecht die Rotorachse
(6) schneidet, wobei in die Rotorachse (6) eine Symmetrieachse zur Außenkontur des
Gehäuses (2) ist und die Gehäusebohrung (10) exzentrisch in Richtung oberer Totpunkt
(17) dazu angeordnet ist und der Kühlwassermantel durch zwei in der durch den oberen
Totpunkt (17) gehenden Symmetrieebene liegende achsparallele Wände (19, 20) in bezug
auf die Saug (3)- und Druckseite (4) geteilt ist.
2. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen dem saug- und druckseitigen Kühlwassermantel über die
mit Ausnehmungen versehenen Gehäusedeckel (23, 26) erfolgt.
3. Flügelzellenverdichter nach den Ansprüchen 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kühlwassereintritt (21) im unteren Totpunktbereich (4) und der Kühlwasseraustritt
(24) im oberen Totpunktbereich (3) über die Längserstreckung des Gehäuses (2) versetzt
erfolgt, wobei im unteren Totpunktbereich (4) die Kühlwasserkammern (13, 14) größer
sind als die (15, 16) im oberen Totpunktbereich (3).
1. Single-stage vane compressor with two water-cooled covers, a water-cooled casing jacket
which is divided by lengthwise walls, a rotor (5) which is arranged eccentrically
with respect to the casing bore (10) and is provided with radially mobile vanes (18),
and two flanges (3, 4) arranged over the circumference and staggered at the casing
jacket for the intake and discharge of the medium,
characterised in that
the mutually opposite flanges (3, 4) have a common axis which forms an axis of symmetry
with respect to the outer contour of the casing (2) and intersects the rotor axis
(6) perpendicularly, wherein the rotor axis (6) is an axis of symmetry with respect
to the outer contour of the casing (2), the casing bore (10) is arranged eccentrically
in the direction of the top dead centre (17) with respect to the axis (6) and the
water jacket is divided with respect to the intake side (3) and delivery side (4)
by two paraxial walls (19, 20) lying in the plane of symmetry passing through the
top dead centre (17).
2. Vane compressor according to claim 1,
characterised in that
the connection between the water jacket on the intake and on the delivery side is
effected via the casing covers (23, 26) provided with recesses.
3. Vane compressor according to claims 1 to 2,
characterised in that
the point of entry (21) of the cooling water is in the bottom dead centre region (4)
and the point of emergence (24) of the cooling water is in the top dead centre region
(3), which points are staggered over the longitudinal extent of the casing (2), the
cooling water chambers (13, 14) in the bottom dead centre region (4) being larger
than those (15, 16) in the top dead centre region (3).
1. Ventilateur à cellule d'aile à un seul étage, comportant deux couvercles refroidis
à l'eau et une enveloppe de boîtier divisée par des parois longitudinales et refroidie
à l'eau et un rotor (5) agencé de façon excentrique par rapport au perçage de boîtier
(10) et muni de coulisseaux (18) mobiles radialement et deux brides (3,4) agencées
de façon décalée sur l'enveloppe de boîtier au-delà de la périphérie, pour aspirer
ou évacuer le fluide,
caractérisé en ce que les brides (3,4) opposées présentent un axe commun qui forme
un axe de symétrie par rapport au contour externe du boîtier (2) et coupe orthogonalement
l'axe de rotor (6), l'axe de rotor (6) étant un axe de symétrie par rapport au contour
externe du boîtier (2) et le perçage de boîtier (10) étant agencé de façon excentrique
en direction du point mort supérieur (17), et l'enveloppe à eau de refroidissement
étant divisée par deux parois (19,20) à axes parallèles et situées dans un plan de
symétrie passant par le point mort supérieur (17), relativement à la face d'aspiration
(3) et la face de pression (4).
2. Ventilateur à cellule d'aile selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la liaison entre les enveloppes à eau de refroidissement de
la face d'aspiration et la face de pression est réalisée par l'intermédiaire des couvercles
de boîtier (23,26) munis d'évidements.
3. Ventilateur à cellule d'aile selon l'une des revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que l'entrée de l'eau de refroidissement (21) est réalisée dans
la zone du point mort inférieur (4) et la sortie de l'eau de refroidissement (24)
dans la zone du point mort supérieur (3), relativement à l'extension longitudinale
du boîtier (2), les chambres à eau de refroidissement (13,14) dans la zone du point
mort inférieur (4) étant plus grandes que celles (15,16) dans la zone du point mort
supérieur (3).

