[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hörhilfegerät nach dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Die Probleme, die sich insbesondere aufgrund der akustischen Rückkopplung zwischen
dem elektrisch-akustischen Wandler und dem akustisch-elektrischen Wandler derartiger
Hörhilfegerate ergeben, sind bekannt und beispielsweise in der EP-A-0 415 677 ausführlich
erörtert.
[0003] Es wurde versucht, diese Probleme prinzipiell, wie in Fig. 1 dargestellt, zu lösen.
[0004] Fig. 1 zeigt einen akustisch--elektrischen (ak/el) Wandler 1 mit nachgeschaltetem
Analog/Digital(A/D)-Wandler 3, einer digitalen Verstärkungsfilterstrecke 5, welche
ausgangsseitig auf einen Digital/Analog(D/A)-Wandler 7, letzterer auf den elektrisch-akustischen
(el/ak) Wandler 9 wirkt.
[0005] Mit dem Block 11 ist die akustisch-mechanische Störrückkopplung mit dem im allgemeinen
zeitvarianten Uebertragungsverhalten h dargestellt. Das rückgekoppelte Signal y(t)
wird dem Nutzsignal v(t) überlagert und dem Eingang des ak/el-Wandlers 1 zugeführt,
der ausgangsseitig, zu den Zeiten nT, die für die digitale Verarbeitung benötigten
zeitdiskreten Abtastwerte d(nT) liefert.
[0006] Zur Unterdrückung des störrückgekoppelten Signals y(t) wurde beispielsweise in D.K.
Bustamante et al., "Measurement and adaptive suppression of acoustic feedback in hearing
aids", Proc. 1989 IEEE ICASSP, 3:2017-2020, 1989, vorgeschlagen, einer Differenzeinheit
13, über einen Kompensator 15, die aus dem Ausgangssignal der Verstärkungsfilterstrecke
5 durch Filterung mit einem m-stufigen FIR(finite impulse response)-Filter gebildete
Schätzung ŷ(nT) zuzuführen. Dabei werden mit Hilfe des bekannten LMS(least mean square)-Algorithmus
die Filterkoeffizienten iterative verändert, bis das ausgangsseitige Differenzsignal
e(nT) nicht mehr mit der Schätzung ŷ(nT) korreliert. Das für die Adaption benötigte
Signal e(nT) wird dem Kompensator 15 über den Adaptionseingang A zugeführt.
[0007] Unter der Annahme von Unkorreliertheit von Nutzsignal v(t) bzw. v(nT) und verstärktem
Signal u(t) bzw. u(nT), was durch geeignete Wahl der Zeitverzögerung DT im digitalen
Verstärkungsfilter der Strecke 5 erreicht werden kann, wird es hierdurch möglich,
die Verstärkung des Verstärkungsfilters 5, gegenüber Hörhilfegeraten ohne Kompensator
15, um 6 bis 10dB zu erhöhen.
[0008] Nachteilig an diesem Vorgehen ist, dass, bei einer angenommenen Filterlänge des Kompensators
15 von m-Stufen, 2 m-Multiplikationen pro Abtastwert des A/D-Wandlers 3 notwendig
sind, was zu einem ausserordentlich aufwendigen System führt. Dies insbesondere mit
Blick auf die geforderte Miniaturisierung bei Hörhilfegeräten.
[0009] Im weiteren ist es erforderlich, dass die Schrittlänge µ des LMS-Algorithmus für
die Erhaltung der Sprachsignal-Uebertragung möglichst klein gewählt wird, womit die
Adaption des Kompensatorfilters 15 an die Störrückkopplungsstrecke 11 entsprechend
langsam wird, was die mögliche Erhöhung der Verstärkung an der Strecke 5, aus Stabilitätsgründen,
beschränkt.
[0010] In Weiterentwicklung des in Fig. 1 dargestellten Vorgehens wurde dann versucht, dem
System ein stationäres Messsignal einzukoppeln, wie beispielsweise aus "Feedback Cancellation
in Hearing Aids: Results from a Computer Simulation", J.M. Kates, IEEE Trans. on Signal
Processing, Vol. 39, Nr. 3, March 1991, oder der EP-A-0 415 677 beschrieben. Es wurde
dabei als stationäres Messsignal ein Rauschsignal dem System zugeführt.
[0011] Nachteilig an diesem Vorgehen ist der zusätzliche Generator für das Messsignal sowie
dessen notwendige Amplitudensteuerung zur Sicherstellung eines genügenden Signal-
zu Rauschverhältnisses.
[0012] Mit einem Kompensatorfilter 32. Ordnung wurde durch dieses Vorgehen eine Erhöhung
der Verstärkung an der Verstärkerfilterstrecke um ca. 17dB möglich.
[0013] Aufgrund der bei letzterwähnter Technik mit Messsignaleinkopplung sich ergebenden
Nachteile wurde schliesslich ein Vorgehen gemäss Fig. 2 vorgeschlagen, gemäss "Integrated
Frequency-Domain Digital Hearing Aid With the Lapped Transform", S.M. Kuo and S. Voepel,
Electronics Letters, Vol. 28, Nr. 23, November 1992.
[0014] Demnach wurde die Signalverarbeitung sowohl an der Verstärkungsfilterstrecke wie
auch am Kompensator im Frequenzbereich vorgenommen, wozu das Ausgangssignal des A/D-Wandlers
3 mittels einer überlappenden orthogonalen Transformation (LOT) an der Einheit 17
in den Frequenzbereich transformiert wurde. Eine entsprechende Rücktransformation
(ILOT) an der Einheit 19 liefert dann eingangs des el/ak-Wandlers 7 wieder das benötigte
Signal u(nT).
[0015] Weil bei geeigneter Zeitbereich/Frequenzbereich-Transformation, insbesondere bei
der diskreten Fourier-Transformation (DFT) und der diskreten Hartley-Transformation
(DHT), die Faltung an den Kompensator- und Verstärkungsfiltern 15
f bzw. 5
f beim Uebergang in den Frequenzbereich in eine Multiplikation übergeht, ergibt sich
durch dieses Vorgehen grundsätzlich eine Verringerung des Rechen- bzw. Hardware-Aufwandes.
Um eine realisierbare endliche Transformationslänge zu erhalten, ist dabei aber eine
Unterteilung des diskreten Signals d(nT) eingangsseitig der Transformationseinheit
17 in Blöcke gegebener Länge notwendig. Leider können die damit verbundenen Fehler,
verglichen mit der konventionellen Faltung, bei der Anordnung gemäss Fig. 2 auch mit
einer überlappenden Blockaufteilung nicht beseitigt werden. Sie führen zu einem zeitvarianten
System, auch dann, wenn zusammen mit der Störrückkopplung h das Kompensationsfilter
15
f zeitinvariant bzw. eingefroren wird.
[0016] Deshalb musste ein Kompromiss eingegangen werden, durch Wahl langer Blocklängen von
z.B. 512 Abtastwerten, was wiederum zu einer ineffizienten Kompensation über das Kompensatorfilter
15
f führt. Entsprechend blieb die erreichbare Verstärkungserhöhung an der Verstärkerfilterstrecke
5
f auf unter 10dB beschränkt.
[0017] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Hörhilfegerät eingangs genannter Art
zu schaffen, bei welchem, unter Erhalt der Vorteile der Signalverarbeitung im Frequenzbereich,
Zeitinvarianz des Systems, bei zeitinvarianter Störrückkopplung, gewährleistet ist,
bei dem weiter der Rechen- bzw. Hardware-Aufwand minimalisiert ist, zu einem solchen
Mass, dass die Signalverarbeitung ohne weiteres unter den bei Hörhilfegeräten äusserst
eingeschränkten Platzverhältnissen realisierbar ist.
[0018] Dies wird, ausgehend vom letztgenannten Hörhilfegerät, dadurch erreicht, dass es
nach dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 ausgebildet ist.
[0019] Dadurch, dass die Zeitbereich/Frequenzbereich-Transformation nicht, wie in Fig. 2
dargestellt, vor der Differenzeinheit 13
f durchgeführt wird, sondern die Differenzbildung daran noch im Zeitbereich durchgeführt
wird, kann erstaunlicherweise die geforderte Zeitinvarianz des Systems erhalten werden.
Insbesondere bei Wahl geeignet überlappender Blockaufteilung wird dabei ermöglicht,
die weiterhin eingesetzten Zeitbereich/Frequenzbereich-Transfornationen mit wesentlich
kleineren Blocklängen zu realisieren, was wiederum die Kompensationseffizienz erhöht
und mithin ermöglicht, die Verstärkung an der Verstärkungsfilterstrecke 5
f gemäss Fig. 2 drastisch zu erhöhen.
[0020] Die Erfindung mit ihren in den weiteren Ansprüchen spezifizierten bevorzugten Ausführungsvarianten
wird anschliessend vorerst Schritt für Schritt anhand von Figuren beispielsweise erläutert
und schliesslich anhand eines Realisationsbeispiels präsentiert.
[0021] Hierzu zeigen:
- Fig. 1
- anhand eines Funktionsblockdiagrammes, vereinfacht, ein bekanntes Hörhilfegerät, bei
welchem die Signalverarbeitung zeitdiskret erfolgt;
- Fig. 2
- in Darstellung analog zu Fig. 1, ein weiteres bekanntes Hörhilfegerät, bei welchem
die Signalverarbeitung an Rückkopplungskompensator und Verstärkungsfilterstrecke gemäss
Fig. 1 im Frequenzbereich durchgeführt wird;
- Fig. 3
- in Darstellung analog derjenigen der Fig. 1 und 2, eine erste Ausführungsvariante
eines erfindungsgemässen Hörhilfegerätes;
- Fig. 4
- eine weitere bevorzugte Ausführungsvariante des Hörhilfegerätes nach Fig. 3, dargestellt
analog zu den Fig. 1 bis 3;
- Fig. 5
- ausgehend von dem in Fig. 4 dargestellten Hörhilfegerät, eine weitere bevorzugte Ausführungsvariante
des erfindungsgemässen Gerätes in Darstellung analog derjenigen der Fig. 1 bis 4;
- Fig. 6
- anhand eines vereinfachten Signalfluss-Funktionsblockdiagrammes eine bevorzugte Realisationsform
der dem Adaptionseingang und der Verstärkungsfilterstrecke vorgelagerten Transformationseinheit
gemäss Fig. 5;
- Fig. 7
- anhand eines vereinfachten Signalfluss-Funktionsblockdiagrammes eine bevorzugte Ausführungsvariante
der Verstärkungsfilterstrecke am erfindungsgemässen Gerät gemäss Fig. 5;
- Fig. 8
- anhand eines vereinfachten Signalfluss-Funktionsblockdiagrammes eine bevorzugte Realisation
des Kompensatorfilters am erfindungsgemässen Gerät gemäss Fig. 5;
- Fig. 9
- anhand eines vereinfachten Signalfluss-Funktionsblockdiagrammes die Bildung des Schrittgrössensignals
in Funktion der erfassten Signalleistung, welches Schrittgrössensignal, wie in Fig.
9 bevorzugterweise gebildet, bei der Realisation des Kompensatorfilters nach Fig.
8 eingesetzt ist;
- Fig. 10
- eine bei der Realisation des Kompensatorfilters gemäss Fig. 8 bevorzugterweise eingesetzte
Einheit in vereinfachter Signalfluss-Funktionsblockdarstellung;
- Fig. 11
- ausgehend von der Darstellung gemäss Fig. 4 eines erfindungsgemässen Hörhilfegerätes,
eine heute besonders bevorzugte Ausführungsvariante anhand des bereits vorgestellten
Funktionsblockdiagrammes;
- Fig. 12
- ausgehend von der besonders bevorzugten Ausführungsvariante gemäss Fig. 11, einen
Teil einer Weiterentwicklung mit Modellierung des elektrisch-akustischen Wandlers
im Zeit- und/oder Frequenzbereich;
- Fig. 13
- ein Funktionsblock/Signalflussdiagramm eines elektrischen, im Zeitbereich arbeitenden
Lautsprechermodells, wie es vorzugsweise zur Berücksichtigung des Lautsprecher-Uebertragungsverhaltens
am erfindungsgemässen Hörhilfegerät gemäss den Fig. 3, 11 oder 12 eingesetzt wird;
- Fig. 14
- ausgehend von der Darstellung nach Fig. 12, eine Weiterentwicklung des erfindungsgemässen
Gerätes, bei welcher die Modellierung und/oder die Amplitudenlimitierung und/oder
die Verstärkung in Funktion des IST-Zustandes einer Batterie geführt wird;
- Fig. 15
- ausgehend von einem Gerät nach Fig. 11, eine weitere Verbesserung durch gegebenenfalls
selektiv gesteuerte Rauschsignalaufschaltung im Frequenz- oder Zeitbereich;
- Fig. 16
- eine bevorzugte Realisation der Rauschaufschaltung gemäss Fig. 15 im Zeitbereich;
- Fig. 17
- eine bevorzugte Realisationsform der Rauschaufschaltung nach Fig. 15 im Frequenzbereich.
[0022] In Fig. 3 ist anhand eines Signalfluss/Funktionsblockdiagrammes ein Grundprinzip
der vorliegenden Erfindung bzw. des erfindungsgemässen Hörhilfegerätes dargestellt.
Es sind darin die bereits anhand der Fig. 1 und 2 verwendeten Bezugszeichen für die
bereits dort beschriebenen Funktionsblöcke und Signale verwendet.
[0023] In beiden in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsvarianten wird erfindungsgemäss
an der Differenzbildungseinheit 13 das zeitdiskrete Differenzsignal r(nT) aus dem
A/D-gewandelten Ausgangssignal d(t) des ak/el-Wandlers 1 und dem Ausgangssignal des
Kompensatorfilters 15
f gebildet. Erst das Differenzsignal r(nT) ausgangsseitig der Differenzbildungseinheit
13 wird einer überlappenden orthogonalen Transformation LOT unterworfen.
[0024] Gemäss Fig. 3 wird das Differenzsignal r(nT) an einer LOT-Transformationseinheit
20 in das Adaptionssteuersignal E[k] gewandelt, welches dem Adaptionseingang A
f des Kompensatorfilters 15
f zugeführt wird. Weil an der LOT-Transformationseinheit 20 die Zeitbereich/Frequenzbereich-Transformation
in Blöcken vorgegebener Anzahl Abtastwerte aus dem Differenzsignal r(nT) erfolgt,
bezeichnet [k] die Nummer des ausgangsseitig der Transformationseinheit 20 erscheinenden
Signalblocks.
[0025] Das Differenzsignal r(nT) wird gemäss Fig. 3 im Zeitbereich der Verstärkungsfilterstrecke
5 zugeführt und über den D/A-Wandler 7 dem el/ak-Wandler 9 zugespiesen. Eingangsseitig
ist der D/A-Wandler 7 beaufschlagt mit dem zeitdiskreten Ausgangssignal u(nT) der
Verstärkungsfilterstrecke 5. Dieses Ausgangssignal u(nT) wird einer weiteren orthogonalen
Transformationseinheit 22 zugeführt und dort vom Zeitbereich in den Frequenzbereich
gewandelt. Das Ausgangssignal der Transformationseinheit 22 wird als Eingangssignal
dem Eingang E
f des Kompensatorfilters 15
f zugeführt. Das Ausgangssignal Ŷ[k+1] besagten Filters 15
f wird an einer Rücktransformationseinheit ILOT 24 in den Zeitbereich rücktransformiert
und ihr Ausgangssignal ŷ(nT) als zeitdiskretes Signal der Differenzbildungseinheit
13 zugeführt.
[0026] Zu der Ausführungsvariante in Fig. 3 hinzukommend, wird nun gemäss Fig. 4 nicht nur
die Signalverarbeitung am Kompensationsfilter 15
f im Frequenzbereich vorgenommen, sondern auch an der Verstärkungsfilterstrecke 5
f. Hierzu ist der Verstärkungsfilterstrecke 5
f eine Transformationseinheit LOT 28 vorgeschaltet und dem D/A-Wandler 7 eine Rücktransformationseinheit
ILOT 26; die Transformationseinheit 22 gemäss Fig. 3 entfällt.
[0027] Grundsätzlich wird demnach, und gemäss Wortlaut von Anspruch 1, wie anhand von Fig.
3 und 4 erläutert wurde, im Unterschied zu bekannten Vorgehen gemäss Fig. 2, die Differenzbildung
an der Differenzbildungseinheit 13 im Zeitbereich vorgenommen, wodurch die obgenannten
Nachteile bezuglich Zeitvarianz des Vorgehens gemäss Fig. 2 behoben sind.
[0028] Es ergibt sich damit die Möglichkeit, an den LOT-Transformationseinheiten 20, 22,
28 und, entsprechend, an den ILOT-Rücktransformationseinheiten 24, 26 mit wesentlich
kleineren Blocklängen zu arbeiten, als dies beim Vorgehen gemäss Fig. 2 möglich ist,
beispielsweise gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
mit Blocklängen der Blöcke k von 128 Abtastwerten.
[0029] Fig. 3 zeigt dabei, wie erwähnt, eine erste Realisationsform, welche der Definition
gemäss Anspruch 2 entspricht, nämlich bei der je eine Transformationseinheit LOT 20
bzw. 22 dem Signaleingang E
f und dem Adaptionseingang A
f des Kompensatorfilters 15
f vorgelagert ist.
[0030] Eine bevorzugte Ausführungsvariante ist diejenige gemäss Fig. 4, welche der Definition
gemäss Anspruch 3 entspricht, gemäss welcher dem Adaptionseingang A
f des Kompensatorfilters 15
f sowie dem Eingang der Verstärkungsfilterstrecke 5
f je eine LOT-Transformationseinheit 20 bzw. 28 vorgelagert ist und dem Eingang des
D/A-Wandlers 7 eine entsprechende ILOT-Rücktransformationseinheit 26.
[0031] Für die Blockbildung und -verarbeitung in überlappenden orthogonalen Transformationen
stehen zwei einfache Techniken, nämlich die "overlap-save"- und "overlap-add"-Technik
zur Verfügung. Es kann hierzu vollumfänglich auf das einschlägige Schrifttum verwiesen
werden, wie beispielsweise auf "Signal Processing with Lapped Transforms", Henrique
S. Malvar, Artech House, Boston, 1992.
[0032] In bevorzugter Realisationsform der vorliegenden Erfindung gemäss dem Wortlaut von
Anspruch 5 ist, wie in Fig. 4 dargestellt, auch dem Verstärkungsfilter 5
f eine LOT-Transformationseinheit 28 vorgelagert, dem Eingang des D/A-Wandlers 7 eine
ILOT-Rücktransformationseinheit 26, und weiter dem Ausgang des Kompensatorfilters
15
f eine ILOT-Rücktransformationseinheit 24 nachgelagert. Diese Transformations- bzw.
Rücktransformationseinheiten 28, 24 und 26 arbeiten in der erwähnten bevorzugten Ausführungsvariante
nach der "overlap-save"-Technik. Hingegen arbeitet die dem Adaptionseingang A
f, insbesondere gemäss Fig. 4, vorgelagerte LOT-Transformationseinheit 20 bevorzugterweise
nach dem "overlap-add"-Prinzip.
[0033] Insbesondere diese bevorzugten Ausführungsvarianten des Einsatzes der Blockverarbeitungstechniken
führen zu einer weiteren bevorzugten Realisationsform des erfindungsgemässen Hörgerätes,
wie es in Fig. 5 dargestellt ist.
[0034] Im Unterschied zu Fig. 4 wird hier das zeitdiskrete Differenzsignal r(nT) einer einzigen
LOT-Transformationseinheit 30 zugeführt, aus deren Ausgangssignal sowohl das dem Adaptionseingang
A
f zugeführte Adaptionssignal E[k] wie auch das der Verstärkungsfilterstrecke 5
f zugeführte Eingangssignal R[k] gebildet wird.
[0035] Wie erwähnt, basieren die überlappenden orthogonalen Transformationen vorzugsweise
auf der DFT.
[0036] In Fig. 6 ist eine Realisationsform des Datenübertragungspfades zwischen zeitdiskretem
Differenzsignal r(nT) ausgangsseitig der Differenzbildungseinheit 13 zum Adaptionssignal
E[k] bzw. dem Eingangssignal R[k] zu der Verstärkungsfilterstrecke 5
f gemäss Fig. 5 dargestellt.
[0037] Demnach ist dem Ausgang der Differenzbildungseinheit 13 mit dem zeitdiskreten Differenzsignal
r(nT) eine überlappende orthogonale Transformationseinheit 30a, basierend auf der
DFT, nachgelagert. Sie arbeitet, wie mit der Indexierung OA dargestellt, nach dem
"overlap-add"-Prinzip. Dazu wird eingangs der Fehlerblock e[k] durch Aufteilung von
r(nT) in Teilblöcke der Länge N gebildet, die jeweils, in der hier bevorzugten Variante
mit N = 64, durch Hinzufügen von Nullen auf eine Gesamtblocklänge, hier von 2N = 128
Werten, verlängert werden, d.h.

[0038] Seine DFT, nämlich E[k], wird, in der bevorzugten Variante gemäss Fig. 5, direkt
dem Adaptionseingang A
f des Kompensationsfilters 15
f zugeführt. Ueber eine Verzögerungseinheit 32 mit entsprechender Zwischenspeicherung
werden sich folgende Blöcke, also der Nummern k und k+1, zur Verfügung gestellt. Eine
stellenweise Ueberlagerung in der Einheit 34 liefert dann direkt den Block R[k], aber
nun der "overlap-save"-Art, welcher in der vorgängig als bevorzugte Variante bezeichneten
Realisierung, gemäss Fig. 5, direkt der Verstärkungsfilterstrecke 5
f zugeführt wird. Die Ueberlagerung in Einheit 34 ist dabei durch die Formel

gegeben, wobei j (von 0 bis 2N-1) die Nummer der Blockstelle bezeichnet.
[0039] Durch dieses Vorgehen wird eine wesentliche Reduktion der notwendigen Hardware- und
Rechenleistung realisiert.
[0040] Gemäss Fig. 7 folgt innerhalb der von R[k] beaufschlagten Verstärkungsfilterstrecke
5
f, als erstes, das eigentliche Verstärkungsfilter 40, dem eine Verzögerungseinheit
42 mit entsprechender Zwischenspeicherung nachgelagert ist. Hierbei bezeichnet der
Parameter d die Gesamtverzögerung des Systems (vom Ausgang des A/D-Wandlers 3 zum
Eingang des D/A-Wandlers 7), normalisiert mit dem Ueberlappungsparameter der Teilblocklänge
N. Bedingt durch die Blockverarbeitung ergibt sich eine minimale Verzögerungszeit
von N Abtastwerten, entsprechend einem minimalen d-Wert von 1. In der hier bevorzugten
Variante mit einer Teilblocklänge von N = 64 und einer Gesamtblocklänge von 2N = 128
wurde unter Verwendung eines einzigen Teilkompensators (wie im folgenden mit Bezugnahme
auf Fig. 8 genauer erläutert wird) d auf den Wert 2 gesetzt.
[0041] Das ausgangsseitig zur Verfügung stehende Blocksignal U[k+1] wird nun einerseits
dem Eingang E
f des Kompensators 15
f zugeführt und andererseits in der ILOT-Einheit 26 einer inversen DFT der "overlap-save"-Art
unterzogen. Da dabei das entsprechende Zeitsignal u(nT) um eine Teilblocklänge N verzögert
entsteht, rechtfertigt sich im nachhinein die Numerierung von U[k+1] mit der Blocknummer
k+1.
[0042] In Fig. 8 ist eine bevorzugte Ausbauvariante des Kompensatorfilters 15
f am erfindungsgemässen Hörgerät gemäss Fig. 5 dargestellt. Dabei werden durch Zwischenspeicherung
mit Verzögerungseinheiten vom Typ, wie bei 56 dargestellt, die Blocksignale U[k+1]
bis

bereitgestellt und, davon ausgehend, mit Hilfe von Teilkompensatoren, deren erster
in Fig. 8 als Einheit 50 bezeichnet ist, die Teilschätzungen Ŷ
1[k+1] bis Ŷ
L[k+1] erzeugt, die ihrerseits in Einheit 52 zur Gesamtschätzung Ŷ[k+1] addiert werden.
Wie Fig. 5 zu entnehmen ist, erfolgt dann in der ILOT-Einheit 24, in der bevorzugten
Variante über eine inverse DFT der "overlap-save"-Art, die Rücktransformation in den
Zeitbereich.
[0043] Unter Bezugnahme auf den ersten Teilkompensator entsteht die Teilschatzung Ŷ
1[k+1] am Ausgang der Multiplikationseinheit 64, auf die am Eingang die Blocksignale
U[k+1] und das Blockgewicht Ĥ
1[k+1] wirken. Die Multiplikation wird dabei für jede Blockstelle nach der Formel

ausgeführt, wobei j die Blockstelle von 0 bis 2N-1 und i die Teilkompensatornummer
von 1 bis L bezeichnen.
[0044] Das Blockgewicht H
i[k+1] repräsentiert dabei die aktuelle Schätzung im Frequenzbereich für den i-ten
Teilbereich der Länge N der zeitdiskreten Impulsantwort h der akustisch-mechanischen
Störrückkopplung 11. Die Schätzung H
i[k+1] wird vorgängig der Bildung von Ŷ
i,j[k+1] unter Zuhilfenahme der alten Schätzung H
i[k] aktualisiert. Dazu wirken, wieder unter Bezugnahme auf den Teilkompensator 1,
das Blocksignal

und die Schrittweite

auf die Multiplikationseinheit 54, welche ausgangsseitig zusammen mit dem Blocksignal
E[k] auf die Multiplikationseinheit 58 geführt wird. Der Ausgang von Einheit 58 wird
dann in der Summationseinheit 60 entsprechend der Formel

zur Aktualisierung von H
1[k+1] verwendet. Hierbei bezeichnet j wieder die Blockstelle und i die Teilkompensatornummer.
Der Index (*) steht für konjugiert komplex.
[0045] Das Arbeiten mit Hilfe von Teilkompensatoren hat den Vorteil, dass die minimale Verzögerung

durch Wahl der Teilblocklänge N unabhängig von der tatsächlichen Impulsantwortlänge
der Störrückkopplung 11 eingestellt werden kann. Damit ist ein "trade-off" zwischen
Verzögerung D und der die Effizienz der Bearbeitung bestimmenden Teilblocklänge N
möglich. Weiter lassen sich einzelne Teilbereiche der Impulsantwort h, beispielsweise
entsprechend den akustischen Nah- und Fernbereichen, gezielt durch entsprechende Blockgewichte
im Frequenzbereich beeinflussen.
[0046] Grundsätzlich kann jedes bekannte Verfahren zur Führung der Schrittweite µ[k] eingesetzt
werden.
[0047] In Fig. 9 ist nun eine heute bevorzugte Ausbauvariante zur Erzeugung der normalisierten
Schrittweite µ[k] gemäss Fig. 8 dargestellt, die zugleich zur Stoppung des Adaptionsvorganges
Verwendung findet. Dazu wird beispielsweise, ausgehend vom Blocksignal U[k], gemäss
Fig. 8, dieses Blocksignal vor dem Zuführen an die Multiplikationseinheit 54 dazu
verwendet, das aktuelle Blocksignal µ[k] zu berechnen, indem das Blocksignal U[k]
einer Leistungserfassungseinheit 70 zugeführt wird, welche ihrerseits auf zwei Interpolationsfilter
72 resp. 74 wirkt. Ausgangsseitig steuern diese Interpolationsfilter die Skalierungseinheit
78, welche schlussendlich die für die Normalisierung der Referenzschrittweite µ
0 benötigte Skalierungsgrösse S[k] am Eingang der Multiplikationseinheit 80 liefert.
[0048] Die Interpolationsfilter arbeiten gemäss der Formel

und sind mit γ und c parametrisiert. Der Index j bezeichnet, wie hier üblich, die
Blockstelle. In der bevorzugten Realisierung wurde γ = 0.8 und c = 1 für das Filter
72 und γ = 0.995 und c = 0.2 für das Filter 74 gewählt.
[0049] Wird für den Interpolator 74 γ = 1 gewählt, so entfällt dieser Interpolator, und
es verbleibt ein zeitlich konstantes Blocksignal P
Umin, welches für verschiedene Anwendungen genügen mag und was den Hardware- und Rechenaufwand
weiter verringert.
[0050] Die Skalierungsgrösse S[k] wird nun einerseits über den Ausgang des Filters 72, in
Fig. 9 als Blocksignal P
U[k] bezeichnet, zur Normalisierung der Referenzschrittweite µ
0 verwendet, anderseits aber auch, über den Ausgang des Filters 74, in Fig. 9 als Blocksignal
P
Umin[k] bezeichnet, zur Einfrierung des Adaptionsvorganges einzelner Frequenzkomponenten
bei ungenügender Leistung. Die Skalierungsgrösse S[k] wird dazu gemäss der Formel

gebildet, wobei die j wie üblich die Blockstelle bezeichnen.
[0051] In Fig. 10 ist eine weitere bevorzugte Ausbauvariante dargestellt, die unter Verwendung
von Teilkompensatoren gemäss Fig. 8 die Sprachqualität, bei sonst gleichen Parametern,
wesentlich verbessert. Dazu wird die Schatzung Ĥ
i[k+1] des Teilkompensators i, vorgängig der Multiplikation mit

in Einheit 64 von Fig. 8, über eine Projektionseinheit 62 geführt. Hierzu wird beispielsweise
das Blockgewicht Ĥ
i[k+1] einer inversen DFT unterworfen (Einheit 82), anschliessend durch Nullsetzen
der Blockstellen mit Index N bis 2N-1 gereinigt (Einheit 84) und schlussendlich wieder
in den Frequenzbereich zurücktransformiert (Einheit 86).
[0052] Bekanntlich ist der elektrisch-akustische Wandler 9 in dem Sinne nicht linear, als
er ab bestimmten Eingangssignalamplituden nicht mehr linear Eingangssignal in Ausgangssignal
wandelt. Nebst den dadurch bewirkten akustischen Verzerrungen ist zu berücksichtigen,
dass der Signalpfad über Kompensationsfilter 15
f möglichst exakt dem Signalpfad über die Funktionsblöcke 7, 9, 11, 1 und 3 nachgebildet
sein sollte und, nach den bisherigen Erläuterungen, die erwähnten Nichtlinearitäten
am Wandler 9 nicht nachbilden kann. Zudem soll auch im Hörgerät der maximale Ausgangspegel
gemäss den individuellen Bedürfnissen des Anwenders eingestellt werden können. Dabei
entsteht das Problem, dass der Wandler 9 in seinen nichtlinearen Bereich getrieben
wird, selbstverständlich nur, wenn der individuell eingestellte maximale Ausgangspegel
den Wandler in den erwähnten Bereich überhaupt aussteuern kann.
[0053] Aus diesem Grunde wird weiter vorgeschlagen, wie in Fig. 3 gestrichelt dargestellt,
bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörhilfegerätes dem Verstärkungsfilter
5 eine im Zeitbereich arbeitende, vorzugsweise einstellbare Limitereinheit 90 nachzuschalten,
welche das Ausgangssignal des Verstärkungsfilters 5 bezüglich Amplitude so beschränkt,
dass der Wandler 9 nie in seinen nichtlinearen Bereich getrieben wird und die zudem
erlaubt, den maximalen Ausgangsschallpegel am Wandler 9, individuellen Bedürfnissen
entsprechend, insbesondere auch tiefer, einzustellen, wie dies mit den Doppelpfeilen
angedeutet ist.
[0054] Bei der Ausführungsvariante gemäss Fig. 4 wird dies dadurch erreicht, dass dem im
Frequenzbereich arbeitenden Verstärkungsfilter 5
f eine Einheit 90
f nachgeschaltet wird, welche im Frequenzbereich die Frequenzanteile des Signalspektrums,
ihre gegenseitige Phasenlage berücksichtigend, so limitiert, dass ausgangsseitig der
Rückwandlungseinheit 26 und des Digital/Analog-Wandlers 7 ein zeitvariables Signal
u(t) entsteht, welches den Wandler 9 nie in den nichtlinearen Uebertragungsbereich
treibt, und die zudem die maximale individuelle Aussteuerung einzustellen erlaubt.
[0055] Dasselbe Vorgehen wird mit der Einheit 90
f auch bei der Ausführungsvariante gemäss Fig. 5 realisiert.
[0056] In Fig. 11 ist eine weitere Ausführungsvariante des erfindungsgemässen Hörhilfegerätes
dargestellt, welche der in Fig. 4 dargestellten weitestgehend entspricht, mit dem
Unterschied, dass die Rücktransformationseinheit 26 gemäss Fig. 4, nun 26a, unmittelbar
ausgangsseitig der Verstärkungsfiltereinheit 5
f vorgesehen ist und eingangsseitig des Kompensationsfilters 15
f eine LOT-Transformationseinheit 22a bereits besprochener Art angeordnet ist. Obwohl
eine solche Ausführungsform auf den ersten Blick, und verglichen mit derjenigen nach
Fig. 4, kaum Vorteile zu erbringen scheint, eröffnet sie doch die nachfolgend erläuterte
Möglichkeit.
[0057] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, welche, wie vorgängig erläutert, ebenso wie Fig. 5, eine
bevorzugte Ausführungsvariante des erfindungsgemässen Höhilfegerätes darstellt, ist
dort das Vorsehen einer Limitereinheit nur im Frequenzbereich möglich, weil eine solche
Einheit auch im Signalpfad mit dem Kompensationsfilter 15
f wirksam sein muss.
[0058] Wie nun in Fig. 11 bei 90 dargestellt, ermöglicht die hier dargestellte Funktionsblockstruktur
das Vorsehen einer im Zeitbereich arbeitenden Limitereinheit 90, welche wesentlich
einfacher zu realisieren ist als eine im Frequenzbereich arbeitende.
[0059] Dies erlaubt auch eine einfache Erweiterung mit Einheiten zur Kompensation von nichtlinearen
Effekten, wie im folgenden beschrieben.
[0060] Um eine genügend genaue Identifikation des Wandlers 9 durch das Kompensatorfilter
15
f zu gewährleisten, wird vorerst dessen Aussteuerung beschränkt, um zu verhindern,
dass er im nichtlinearen Bereich betrieben wird. Dies hat natürlich eine entsprechende
Reduktion der maximal möglichen Signalverstärkung des erfindungsgemässen Hörhilfegerätes
von Wandler 1 nach Wandler 9 zur Folge.
[0061] In Fig. 12 ist eine bevorzugte Ausführungsvariante der dem Kompensationsfilter 15
f vor- bzw. der dem Verstärkungsfilter 5
f nachgelagerten Signalverarbeitung am Gerät nach Fig. 11 dargestellt. Gemäss Fig.
12 wird grundsätzlich im Signalpfad mit dem Kompensationsfilter 15
f der elektrisch-akustische Wandler 9 mit seiner Nichtlinearität nachgebildet, d.h.
modelliert. Dies wird durch eine Modellierungseinheit 92, der Transformationseinheit
22a gemäss Fig. 11 vorgeschaltet und mithin im Zeitbereich arbeitend, realisiert und/oder
durch eine Modellierungseinheit 92
f, der Transformationseinheit 22a nachgeschaltet und mithin im Frequenzbereich arbeitend.
[0062] Durch dieses Vorgehen wird erreicht, dass, je nach Güte der Modelliereinheit 92,
die Limite der Einheit 90 höher angesetzt und damit das Ausgangssignal um bis zu 6dB,
verglichen mit der Ausführungsvariante in Fig. 11, erhöht werden kann. Gegebenenfalls
kann die Limiterfunktion der Einheit 90 auch stillgesetzt werden.
[0063] Die Modelliereinheit 92 kann beispielsweise, wie in R. Isermann, "Identifikation
dynamischer Systeme", Springer-Verlag, 2:238, 1988, vorgeschlagen, als vereinfachtes
Wiener-Modell realisiert werden.
[0064] Die Transformation in den Zeitbereich zwischen Verstärkungsfilter 5
f und Kompensatorfilter 15
f erlaubt auf die gleiche vorbeschriebene Art auch das Hinzufügen eines nichtlinearen
Korrekturfilters in den Signalpfad mit dem Verstärkungsfilter 5
f. Dies wird, wie aus Fig. 12 ersichtlich, durch eine Modellierungseinheit 94 realisiert,
der Transformationseinheit 26a nachgeschaltet und mithin im Zeitbereich arbeitend,
und/oder durch eine Modellierungseinheit 94
f, der Transformationseinheit 26a vorgeschaltet und mithin im Frequenzbereich arbeitend.
[0065] Selbstverständlich ist es möglich, in den bevorzugten Realisierungsvarianten gemäss
Fig. 11 und 12 die LOT-Einheiten 20 und 28 durch eine einzige LOT-Transformationseinheit
30 zu ersetzen, wie in Fig. 5 und 6 gezeigt.
[0066] In Fig. 13 ist die Realisation eines erfindungsgemässen Lautsprechermodells im Zeitbereich
dargestellt. Beim erfindungsgemässen Hörhilfegerät wird es eingesetzt, gemäss Fig.
3 und 11 an der Stelle des Blockes 90 und gemäss Fig. 12 anstelle der Blöcke 92 bzw.
90 und 94.
[0067] Es umfasst einen Vorfilter 100 mit der Uebertragungsfunktion F
1(ω), im wesentlichen mit Tiefpasscharakteristik. Die Eckfrequenz ω
1 in dem im Block 100 qualitativ dargestellten Bode-Diagramm der Filtercharakteristik
liegt bei ca. 0,8kHz, die Verstärkung |F
1| bei der Eckfrequenz ω
1 ist ca. 0dB. Ebenso ist die Asymptotensteigung S
1 ungefähr 0dB/DK.
[0068] Die Identifikationsgrössen, nämlich Eckfrequenz ω
1 sowie die Asymptotensteigungen S
1 und S
2, wie auch die Verstärkung, beispielsweise bei der Eckfrequenz ω
1, werden durch Identifikation des zu modellierenden Lautsprechers bzw. Wandlers 9
identifiziert.
[0069] Dem Vorfilter 100 nachgeschaltet, ist eine lineare Verstärkereinheit 102 vorgesehen,
woran der Verstärkungsfaktor K eingestellt wird. Der linearen Verstärkungseinheit
102 nachgeschaltet, ist eine nichtlineare Verstärkungseinheit 104 vorgesehen. Die
Kennlinie der nichtlinearen Verstärkungsfunktion Y= Q(x) ergibt sich zu:

[0070] Für kleine Eingangssignale ist die Verstärkung der nichtlinearen Verstärkungseinheit
104 eins, womit die Verstärkungskennlinie um den Ursprung die Steigung eins aufweist.
Für höhere Eingangssignalhube x weist die nichtlineare Verstärkungskennlinie, wie
vom Lautsprecher bzw. Wandler 9 bekannt, Sättigungsverhalten auf.
[0071] Die Koeffizienten a, b, c, d und die Verstärkung K werden wiederum anhand des tatsächlich
zu modellierenden Lautsprechers bzw. Wandlers 9 identifiziert.
[0072] Der nichtlinearen Verstärkungseinheit 104 nachgeschaltet, ist wiederum eine lineare
Verstärkungseinheit 106 vorgesehen, woran die Verstärkung K des linearen Verstärkungsgliedes
102 kompensiert - K
-1 - wird. Ihr nachgeschaltet, ist eine Filtereinheit 108 vorgesehen, im wesentlichen
mit Hochpasscharakteristik, welche, wie ersichtlich, im wesentlichen den Frequenzgang
des Vorfilters 100 wiederum kompensiert.
[0073] Damit besteht die Lautsprechermodellierungseinheit, wie sie in Fig. 13 dargestellt
ist, im wesentlichen aus einem linearen Verstärkerteil 102, 106, 100 und 108 sowie
einer nichtlinearen Verstärkungseinheit 104.
[0074] Sättigungs- oder Begrenzungserscheinungen können nebst den bereits erwähnten zwei
Ursachen, nämlich willentliche Begrenzung des maximalen Ausgangssignalpegels des Wandlers
9 gemäss individuellen Bedürfnissen oder Aussteuerung des Wandlers 9 in seinen wandlerspezifischen,
nichtlinearen Sättigungsbereich, noch auf einer weiteren Ursache basieren, nämlich
auf dem Abfall der Batteriespannung, welche das erfindungsgemässe Gerät speist. Die
Alterung der Batterie, welche das Gerät speist, bewirkt insbesondere am D/A-Wandler
7 eine Abnahme der Signalverstärkung und eine Verringerung der Aussteuerungsgrenze,
d.h. der maximale analoge Aussteuerungsbereich wird mit abnehmender Batteriespannung
kleiner.
[0075] Zudem erscheint üblicherweise die Ausgangsimpedanz der Batterie in Serie zur Impedanz
des elektrisch-akustischen Wandlers 9. Damit ändert sich gegen Ende der Batterielebensdauer
die Batterieausgangsimpedanz und damit das letztere mitumfassende, dem D/A-Wandler
7 nachgeschaltete Ersatzbild, m.a.W., es ändern die, wie erläutert wurde, zu modellierenden,
ausgangsseitig des Wandlers 7 erscheinenden Nichtlinearitäten.
[0076] Um nun eine bleibend hohe Rückkopplungsunterdrückung und ihre Stabilität, wie erfindungsgemäss
angestrebt, zu erreichen, wird weiter vorgeschlagen, gemäss den Fig. 3, 4 oder 5,
die Limitereinheit 90 im Zeitbereich oder 90
f im Frequenzbereich mittels der momentanen Batteriespannung und/oder der momentanen
Batterieimpedanz bezüglich ihrer Begrenzungswirkung zu steuern.
[0077] Ausgehend von der Ausführungsvariante gemäss Figs. 11 und 12, ist dieses Vorgehen
schematisch in Fig. 14 dargestellt. Am Ausgang der Batterieeinheit 120, welche, wie
mit "block powering" schematisch angedeutet, die verschiedenen aktiven Komponenten
in den Blöcken des erfindungsgemässen Hörgerätes speist, wird an einer Messeinheit
122 die momentane Batteriespannung U
B und/oder die momentane Impedanz
B gemessen, resultierend in entsprechenden Messsignalen e(U
B) bzw. e(
B). Diese Messsignale steuern die Limitereinheit 90, analog im Frequenzbereich die
Limitereinheit 90
f gemäss den Fig. 4, 5, 11 bzw. 12, 14 und/oder die Modelleinheiten 92, 92
f bzw. 94, 94
f von Fig. 12, 13, 14. Selbstverständlich werden dabei bevorzugterweise die Messsignale
e nach Digitalisierung eingesetzt, wozu die Messeinheit 122 ausgangsseitig mit einem
A/D-Wandler (nicht dargestellt) versehen ist.
[0078] Dadurch werden insbesondere die Limitergrenzen und/oder die Modellparameter durch
die momentane Batterieausgangsspannung bzw. deren momentane Impedanz in steuerndem
Sinne nachgeführt.
[0079] Die Modellparameter an den Modelleinheiten 92 bzw. 92
f, 94 bzw. 94
f werden in Funktion der erwähnten Messgrössen an der Batterie 120 rechnerisch oder
über in Tabellen abgespeicherte, durch die momentanen Messgrössen abrufbare und aufschaltbare
Werte modifiziert.
[0080] Wie in Fig. 14 weiter dargestellt, wird, in Funktion der erwähnten Messsignale e,
eine Verstärkungseinbusse am D/A-Wandler 7 aufgrund einer Batteriespannungsabnahme
kompensiert: Nimmt die Batteriespannung ab und damit die Verstärkung am Wandler 7,
so wird mit dem erwähnten Messsignal e am Block 7 die Verstärkung, kompensatorisch,
entsprechend erhöht. Der Batteriespannungsabfall wirkt gleichzeitig wie eine Signalbegrenzung
durch einen Limiter und wird am besten und bevorzugterweise nachgebildet durch einen
Batterieausgangsspannungs-gesteuerten Limiterblock 90
b vor dem Lautsprechermodell 92 bzw. 92
f gemäss Fig. 14.
[0081] Bei Vorsehen des Limiterblockes 90
b gemäss Fig. 14 können die Blöcke 90 entfallen, ebenso können bei Vorsehen der Blöcke
92 bzw. 92
f die Blöcke 94 bzw. 94
f entfallen, und es wird bei dieser Realisation mit relativ geringem Aufwand eine batteriespannungsunabhängige,
stabile Rückkopplungsunterdrückung erfindungsgemäss erreicht.
[0082] Anderseits kann die Funktion des erwähnten Blockes 90
b vollständig durch Vorsehen des Batterieausgangsspannungs-gesteuerten Blockes 90 bzw.
90
f gemäss den Fig. 4 bzw. 5 übernommen werden.
[0083] Berücksichtigung der durch Batteriespannungsabfall bewirkten Signallimitierung mittels
der gesteuerten Limiterblöcke 90, 90
f bzw. 90
b ist von grosser Wichtigkeit, um die Stabilität des Hörgerätes bei in weiten Grenzen
variierenden Batteriespannungen sicherzustellen.
[0084] Um die Stabilität der Feedback-Unterdrückung bzw. -Kompensation auch in sehr lauter
Umgebung zu gewährleisten, wo, z.B. gemäss Fig. 11, der akustisch-elektrische Wandler
1 übersteuert wird und damit nichtlinear wird, wird, falls erforderlich, ein nichtlineares
Modell auch des akustisch-elektrischen Wandlers 1, gegebenenfalls auch das Verhalten
des A/D-Wandlers 3 berücksichtigend, zwischen den Ausgang des Kompensatorfilters 15
(Fig. 1) bzw. 15
f (z.B. Fig. 11) und den Subtraktionseingang der Differenzeinheit 13 geschaltet, je
nach Anordnung im Frequenz- oder Zeitbereich arbeitend, wie dies bei 91 bzw. 91
f in Fig. 11 eingetragen ist. Für das Modell 91, 91
f gelten die Ausführungen analog zu denen, die bezüglich des Modells 92, 92
f des elektrisch-akustischen Wandlers gemacht wurden.
[0085] Eine weitere Verbesserung der Wirkung der Kompensationsfilterstrecke 15
f kann dadurch erreicht werden, dass, gegebenenfalls bedingt, Rauschen r im Zeitbereich,
wie in Fig. 15 schematisch dargestellt, ausgangsseitig des Verstärkungsfilters 5
f überlagert wird.
[0086] Hierzu wird, wie in Fig. 15 dargestellt, an einem Spektrumdetektor 125 das momentane
Signalspektrum ausgangsseitig des VerVerstärkungsfilters 5
f untersucht, beispielsweise daraufhin, wie sehr einzelne Spektrallinien leistungsmässig
überragen, d.h. wie sehr der Spektrumsverlauf spitzenbehaftet ist, m.a.W., generell
z.B. die Energiedichteverteilung des Spektrums. Ueberschreitet die an der Einheit
125 überwachte Spektrumcharakteristik einen vorgegebenen Grenzverlauf, wie z.B. eine
vorgegebene Energieverteilung von dominanten Spektrallinien zu übrigen Spektrallinien,
so wird vorzugsweise über einen Rauschgenerator 127 an der Ueberlagerungseinheit 129
digitales Rauschen r eingekoppelt. Um dabei die Hörbarkeit dieses Rauschens zu vermindern,
kann bevorzugterweise, wie be 133 in Fig. 16 dargestellt, eine Filtereinheit dem Rauschgenerator
127 nachgeschaltet sein, welche das Rauschen gesteuert so formt, dass es genügend
schwach ist, verglichen mit dem am Wandler 9 übertragenen momentanen Nutzsignal, beispielsweise
um 40dB schwächer ist.
[0087] Wie im weiteren bei 131 gestrichelt in Fig. 15 dargestellt, kann das Rauschen auch
gegebenenfalls im Frequenzbereich eingekoppelt werden. Wird das Rauschen im Zeitbereich
eingekoppelt, so besteht der Rauschgenerator 127 beispielsweise aus einem BPRN, im
Frequenzbereich gemäss 127a in Fig. 17 beispielsweise aus einer Tabelle mit Rauschspektren
oder einem Rauschalgorithmus.
[0088] In Fig. 16 ist, ausgehend von der Darstellung von Fig. 15, eine bevorzugte Realisationsform
der Rauschaufschaltung im Zeitbereich dargestellt. Hierzu wird das Ausgangssignal
des Verstärkungsfilters 5
f an einer Spektrumform-Detektoreinheit 125a untersucht, und wenn die Spektrumform
eine vorgegebene Grenzcharakteristik verlässt, wird das über den linearen Filter 133
geführte Ausgangssignal des Rauschgenerators 127, wie mit der Aufschalteinheit 135
schematisch dargestellt, dem Signal u(nT) gemäss Fig. 15 überlagert, vorzugsweise
eingangsseitig der Limitereinheit 90. Wie mit der Steuerverbindung sc dargestellt,
wird bevorzugterweise das Uebertragungsverhalten des Filters 133 vom momentanen Spektrum
gesteuert.
[0089] In Fig. 17 ist eine bevorzugte Ausführungsvariante der Rauschaufschaltung im Frequenzbereich
gemäss der gestrichelten Ausführungsvariante mit dem Block 131 von Fig. 15 dargestellt.
Das Spektrum ausgangsseitig des Verstärkungsfilters 5
f wird an einer Spektrumform-Detektoreinheit 125
b, analog zur Einheit 125a von Fig. 16, untersucht. Das Ausgangssignal eines Rauschgenerators
127a, worin z.B. Rauschspektren in Tabellen abgespeichert und abrufbar sind, wird
über ein Formungsfilter 137 dem Spektrum ausgangsseitig des Verstärkungsfilters 5
f dann überlagert, wie schematisch mit dem Schalter 135a dargestellt, wenn die Spektrumform-Detektoreinheit
125
b eine momentane Spektrumsform detektiert, welche das erwähnte Rauschaufschalten erforderlich
macht. Die Ueberlagerung des Rauschens im Frequenzbereich erfolgt an einer Additionseinheit
129a.
[0090] Das Formungsfilter 137 ist wiederum durch das momentane Spektrum, z.B. ausgangsseitig
des Verstärkungsfilters 5
f, gesteuert.
1. Hörhilfegerät mit einem akustisch/elektrischen Wandler (1) mit ausgangsseitigem A/D-Wandler
(3) und einem elektrischakustischen Wandler (9) mit eingangsseitigem D/A-Wandler (7),
einer Verstärkungsfilterstrecke (5) zwischen den A/D- und D/A-Wandlern (3, 7) und
einem adaptiven Kompensatorfilter (15f), dessen Signaleingang mit dem D/A-Wandlereingang, dessen Signalausgang mit dem einen
Eingang einer Differenzbildungseinheit (13) wirkverbunden ist, wobei der zweite Eingang
der Differenzbildungseinheit (13) mit dem Ausgang des A/D-Wandlers (3) wirkverbunden
ist, ihr Ausgang auf einen Adaptionseingang (Af) des Kompensatorfilters (15f) sowie den Eingang der Verstärkungsfilterstrecke (5f) wirkt, wobei weiter die dem Signal(Ef) - und dem Adaptionseingang (Af) des Kompensatorfilters (15f) zugeführten Signale an mindestens einer Transformationseinheit (20, 28), die eine
schnelle orthogonale Transformation durchführt, vom Zeit- in den Frequenzbereich transformiert
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Transformationseinheit (22,
20; 20, 28) ausgangsseitig der Differenzbildungseinheit (13) angeordnet ist und zwischen
Ausgang des Kompensatorfilters (15f) sowie dem zugeordneten Eingang der Differenzbildungseinheit (13) eine der Transformationseinheit
entsprechende Rücktransformationseinheit (24) wirkt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass je eine Transformationseinheit
(22, 20) dem Signaleingang (Ef) und dem Adaptionseingang (Af) des Kompensatorfilters (15f) vorgelagert ist.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Adaptionseingang (Af) des Kompensatorfilters (15f) sowie dem Eingang des Verstärkungsfilters (5f) je eine Transformationseinheit (20, 28) vorgelagert ist und dem Eingang des D/A-Wandlers
(7) eine Rücktransformationseinheit (26).
4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass gemeinsam dem Adaptionseingang
(Af) des Kompensatorfilters (15f) sowie dem Eingang der Verstärkungsfilterstrecke (5f) eine gemeinsame Transformationseinheit (30) vorgelagert ist.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Eingang
des Verstärkungsfilters (5f) vorgelagerte Transformationseinheit (20, 28; 30; 30a, 32, 34), eine dem Ausgang
des Kompensatorfilters (15f) nachgelagerte und eine dem D/A-Wandler vorgelagerte (26) Rücktransformationseinheit
in der "overlap-save"-Technik arbeiten.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Adaptionseingang
(Af) des Kompensatorfilters (15f) vorgelagerte Transformationseinheit (30; 30a) nach der "overlap-add"-Technik arbeitet.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ausgang der
Differenzbildungseinheit (13) eine Transformationseinheit (30a) nachgelagert ist,
welche nach der "overlap-add"-Technik arbeitet, ihr Ausgang auf den Adaptionseingang
(Af) des Kompensatorfilters (15f) wirkt und einer Blockspeicheranordnung (32) zugeführt ist, worin sukzessive sich
folgende, nach der "overlap-add"-Technik gebildete Signalblöcke abgespeichert werden,
wobei sich zugeordnete Speicherstellen für sich zugeordnete Blockstellen an einer
Additionseinheit (34) vorzeichenrichtig addiert werden, derart, dass der Ausgangsblock
der Additionseinheit einen Block in "overlap-save"-Technik darstellt und der Ausgang
der Additionseinheit (34) dem Eingang der Verstärkungsfilterstrecke (5f) zugeführt ist.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsfilterstrecke
(5f) ein Verstärkungsfilter (40) sowie, ihm nachgeschaltet, eine Verzögerungseinheit
(42) umfasst.
9. Gerät nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kompensatorfilter
(15
f) umfasst:
- dem Eingang (Ef) des Kompensatorfilters in Serie nachgeschaltete Verzögerungsstufen (56),
- eine Anzahl 1 ≤ i ≤ L von Teilkompensatoren (50), woran Teilschätzungssignale

erzeugt werden, wobei k die Blocknummer bezeichnet, gezählt bei der Zeitbereich/Frequenzbereich-Transformation
ausgangsseitig der Differenzbildungseinheit (13),
- eine Additionseinheit (52), woran die Teilschätzungssignale Ŷ i[k+1] aller 1 ≤ i ≤ L Teilkompensatoren (50) addiert werden und deren Ausgang der
Ausgang des Kompensatorfilters (15f) bildet.
10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Teilkompensator (50) umfasst:
- einen mit dem Eingang (Ef) des Kompensatorfilters (15f) über eine Anzahl der Verzögerungsstufen (56) verbundenen Teilkompensatoreingang,
wobei die Anzahl Verzögerungsstufen der Anzahl einem Teilkompensator vorgelagerter
Teilkompensatoren entspricht, wobei jede Verzögerungsstufe (56) den Eingang und den
Ausgang eines Teilkompensators (50) verbindet,
- eine mit dem Ausgang des Teilkompensators wirkverbundene erste Multiplikationsstufe
(54),
- dem Ausgang der ersten Multiplikationsstufe (54) nachgeschaltet, einen Eingang einer
zweiten Multiplikationsstufe (58), deren zweiter Eingang mit dem Adaptionseingang
(Af) wirkverbunden ist,
- wobei der Ausgang der zweiten Multiplikationsstufe (58) über eine Akkumulationseinheit
(60) auf den einen Eingang einer dritten Multiplikationsstufe (64) wirkt, deren zweiter
Eingang mit dem Eingang des Teilkompensators (50) wirkverbunden ist und deren Ausgang
auf die Additionseinneit (52) wirkt.
11. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dem Eingang
der Verstärkungsfilterstufe eine Transformationseinheit vorgelagert ist, deren Ausgangssignal
nebst auf die Verstärkungsfilterstrecke auf eine Leistungserfassungseinheit (70) wirkt,
deren Ausgangssignal dann, wenn die Energie des Signals am Ausgang der Transformationseinheit
einen gegebenen Schwellwert überschreitet, die Wirksamkeit eines Signals am Adaptionseingang
steuert.
12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf den zweiten Eingang der ersten
Multiplikationsstufe (54) der Ausgang einer vierten Multiplikationseinheit (80) wirkt,
deren einem Eingang ein Signal entsprechend einer Referenzschrittweite (µ0) zugeführt ist, deren zweitem Eingang der Ausgang einer Skalierungseinheit (78),
welch letzterer die Ausgänge zweier Interpolationsfilter (72, 74) zugeführt sind,
die beide über die Leistungserfassungseinheit (70) vom Ausgangssignal der Verstärkungsfilterstrecke
beaufschlagt sind.
13. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle eines der Interpolationsfilter
(74) ein zeitlich konstantes Signal der Skalierungseinheit (78) zugeführt wird (γ
= 1).
14. Gerät nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ausgang
der Akkumulationseinheit (60) und dem Eingang der dritten Multiplikationsstufe (64)
eine Rücktransformationseinheit (82), eine Nullsetzungseinheit (84) sowie eine Transformationseinheit
(86) zwischengeschaltet sind.
15. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass dem elektrisch-akustischen
(el/ak) Wandler (9) eine amplitudenlimitierende Einheit (90, 90f) vorgeschaltet ist.
16. Gerät nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass dem Eingang
des Kompensationsfilters (15f) eine Transformationseinheit (22a) vorgeschaltet und dem Ausgang der Verstärkungsfilterstrecke
(5f) eine Rücktransformationseinheit (26a) sowie eine Amplitudenlimitierungseinheit (90)
nachgeschaltet ist.
17. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kompensationsfilter
(15f) mindestens eine im Frequenz- und/oder Zeitbereich arbeitende, den elektrischakustischen
Wandler (9) und/oder den akustisch-elektrischen Wandler (1) modellierende Einheit
(91, 91f, 92, 92f) vor- und/oder nachgeschaltet ist.
18. Gerät nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kompensationsfilter
(15f) eine Transformationseinheit (22a) vor- und der Verstärkungsfilterstrecke (5f) eine Rücktransformationseinheit (26a) nachgeschaltet ist und der dem Kompensationsfilter
(15f) vorgeschalteten Transformationseinheit (22a) eine den elektrisch-akustischen Wandler
(9) und/oder den akustisch-elektrischen Wandler (1) im Zeitbereich modellierende Einheit
(92) vorgeschaltet und/oder der Transformationseinheit (22a) eine den elektrisch-akustischen
Wandler (9) und/oder den akustisch-elektrischen Wandler (1) im Frequenzbereich modellierende
Einheit (92f) nachgeschaltet ist.
19. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass, dem Kompensationsfilter
(15f) vor-, dem Verstärkungsfilter (5f) nachgeschaltet, je eine den elektrischakustischen Wandler (9) und/oder den akustisch-elektrischen
Wandler (1) vorzugsweise im Zeitbereich modellierende Einheit (92; 94) vorgesehen
ist.
20. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens
eine im Zeitbereich oder Frequenzbereich arbeitende Limitereinheit (90, 90f, 90b) umfasst und elektrisch von einer Batterie gespiesen ist, dass weiter eine Messeinrichtung
zur Erfassung des Batterie-IST-Zustandes (122) vorgesehen ist, deren Ausgang die Limitereinheit
steuert.
21. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der D/A-Wandler
einen Verstärkungssteuereingang aufweist, das Gerät batteriegespiesen ist, eine Messeinrichtung
(122) für den IST-Zustand der Speisungsbatterie (120) vorgesehen ist, deren Ausgang
auf den Verstärkungssteuereingang des D/A-Wandlers geführt ist.
22. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens
eine den elektrisch-akustischen Wandler (9) und/oder den akustisch-elektrischen Wandler
(1) vorzugsweise im Zeitbereich modellierende Einheit (91, 91f, 92, 92f, 94, 94f) umfasst, batteriegespiesen ist und eine Messeinrichtung (122) für den IST-Zustand
der Batterie (120) umfasst, deren Ausgang auf Parametersteuereingänge an der mindestens
einen modellierenden Einheit geführt ist.
23. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass, vorzugsweise
im Zeitbereich, dem Kompensationsfilter (15f) eingangsseitig, vorzugsweise mindestens zeitweise, ein Rauschsignal (r) zugeführt
(129, 135a) wird.
24. Gerät nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal ausgangsseitig des
Verstärkungsfilters einer Detektionseinheit (125, 125a, 125b) zugeführt wird, woran die momentane Form seines Spektrums daraufhin untersucht wird,
ob sie eine vorgegebene Bedingung erfüllt oder nicht, und dass das Ausgangssignal
der Detektionseinheit die Aufschaltung (135, 135a) des Rauschsignals steuert.
25. Gerät nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Rauschsignal über ein Formungsfilter
zugeführt ist, das vom Momentanspektrum des Ausgangssignals der Differenzeinheit gesteuert
ist.
26. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rauschgenerator
(127a) im Frequenzbereich vorgesehen ist, dessen Ausgangssignal ausgangsseitig der
Verstärkungsfilterstrecke (5f) überlagert eingekoppelt wird.
27. Gerät nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang des Rauschgenerators
(127a) über ein Formfilter (137) geführt ist, welchem, als Steuersignal für sein Formungsverhalten,
das momentane Spektrum eines Signals ausgangsseitig der Differenzbildungseinheit (13)
zugeführt ist.
28. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass, mindestens
zeitweise, dem elektrisch daran übertragenen Signal ein Rauschsignal überlagert ist,
über ein lineares Filter (133), dessen Uebertragungsverhalten durch das momentane
Spektrum des elektrisch übertragenen Signals gesteuert ist.
29. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Kompensationszweig
eine das Uebertragungsverhalten des akustisch-elektrischen Wandlers (1) des Gerätes
modellierende Einheit (91, 91f) vorgesehen ist.
30. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass eine das Übertragungs-Verhalten
des elektrisch-akustischen Wandlers nachbildende, elektrische Uebertragungseinheit
vorgesehen ist, die einen linearen (100, 102, 106, 108) sowie einen nichtlinearen
(104) Uebertragungsteil umfasst.
31. Gerät nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass der lineare Uebertragungsteil
lineare Verstärker sowie Filter umfasst.
32. Gerät nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass der lineare Uebertragungsteil
ein eingangsseitiges Vorfilter, im wesentlichen mit Tiefpasscharakteristik, umfasst,
welchem der nichtlineare Uebertragungsteil (104) nachgeschaltet ist, welch letzterem
eine Kompensationsfiltereinheit (108) mit im wesentlichen zum Frequenzgang des Vorfilters
inversem Frequenzgang nachgeschaltet ist.
33. Gerät nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der nichtlinearen Uebertragungseinheit
(104) ein lineares Verstärkungsglied (102) vor- und ein die Verstärkung des linearen
Verstärkungsgliedes kompensierendes, lineares Verstärkungskompensationsglied (106)
nachgeschaltet ist.
34. Gerät nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass der nichtlineare Teil eine Uebertragungscharakteristik
mit Sättigungsverhalten aufweist.
1. Hearing aid having an acoustic/electric transducer (1) with an output-side A/D converter
(3), and an electric/acoustic transducer (9) with an input-side D/A converter (7),
an amplifying filter section (5) between the A/D and D/A converters (3, 7) and an
adaptive compensator filter (15f) whose signal input is operationally connected to the D/A converter input and whose
signal output is operationally connected to an input of a subtraction unit (13), the
second input of the subtraction unit (13) being operationally connected to the output
of the A/D converter (3), while its output acts on an adaptation input (Af) of the compensator filter (15f) and on the input of the amplifying filter section (5f), it being the case, furthermore, that the signals fed to the signal input (Ef) and adaptation input (Af) of the compensator filter (15f) are transformed from the time domain into the frequency domain at at least one transformation
unit (20, 28) which carries out fast orthogonal transformation, characterized in that
the at least one transformation unit (22, 20; 20, 28) is arranged on the output side
of the subtraction unit (13), and an inverse transformation unit (24) corresponding
to the transformation unit acts between the output of the compensator filter (15f) and the assigned input of the subtraction unit (13).
2. Aid according to Claim 1, characterized in that one transformation unit (22, 20) each
is connected upstream of the signal input (Ef) and of the adaptation input (Af) of the compensator filter (15f).
3. Aid according to Claim 1, characterized in that one transformation unit (20, 28) each
is connected upstream of the adaptation input (Af) of the compensator filter (15f) and of the input of the amplifying filter (5f), and an inverse transformation unit (26) is connected upstream of the input of the
D/A converter (7).
4. Aid according to Claim 1, characterized in that a common transformation unit (30)
is connected upstream jointly of the adaptation input (Af) of the compensator filter (15f) and of the input of the amplifying filter section (5f).
5. Aid according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a transformation unit
(20, 28; 30; 30a, 32, 34) connected upstream of the input of the amplifying filter
(5f), an inverse transformation unit connected downstream of the input of the compensator
filter (15f), and an inverse transformation unit connected upstream (26) of the D/A converter
operate using the overlap-save technique.
6. Aid according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a transformation unit
(30; 30a) connected upstream of the adaptation input (Af) of the compensator filter (15f) operates using the overlap-add technique.
7. Aid according to one of Claims 1 to 6, characterized in that connected downstream
of the output of the subtraction unit (13) is a transformation unit (30a) which operates
using the overlap-add technique, and its output acts on the adaptation input (Af) of the compensator filter (15f) and is fed to a block storage arrangement (32), in which successive mutually succeeding
signal blocks formed using the overlap-add technique are stored, mutually assigned
memory locations for mutually assigned block locations being added with the correct
sign at an addition unit (34) in such a way that the output block of the addition
unit represents a block in the overlap-save technique, and the output of the addition
unit (34) is fed to the input of the amplifying filter section (5f).
8. Aid according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the amplifying filter
section (5f) comprises an amplifying filter (40) and a delay unit (42) connected downstream of
the latter.
9. Aid according to one of Claims 7 or 8, characterized in that the compensator filter
(15
f) comprises:
- delay stages (56) connected in series downstream of the input (Ef) of the compensator filter,
- a number 1 ≤ i ≤ L of component compensators (50), where component estimation signals

are generated, k denoting the block number, counted for the time domain/frequency
domain transformation on the output side of the subtraction unit (13),
- an addition unit (52), where the component estimation signals

i[k+1] of all 1 ≤ i ≤ L component compensators (50) are added and whose output forms
the output of the compensator filter (15f).
10. Aid according to Claim 9, characterized in that each component compensator (50) comprises:
- a component compensator input connected to the input (Ef) of the compensator filter (15f) via a number of delay stages (56), the number of delay stages corresponding to the
number of component compensators connected upstream of a component compensator, each
delay stage (56) connecting the input and the output of a component compensator (50),
- a first multiplication stage (54) operationally connected to the output of the component
compensator,
- connected downstream of the output of the first multiplication stage (54), an input
of a second multiplication stage (58), whose second input is operationally connected
to the adaptation input (Af),
- the output of the second multiplication stage (58) acting via an accumulation unit
(60) on one input of a third multiplication stage (64), whose second input is operationally
connected to the input of the component compensator (50) and whose output acts on
the addition unit (52).
11. Aid according to one of Claims 1 to 10, characterized in that connected upstream of
the input of the amplifying filter stage is a transformation unit whose output signal,
in addition to acting on the amplifying filter section, acts on a power-detection
unit (70) whose output signal controls the effectiveness of a signal at the adaptation
input whenever the energy of the signal at the output of the transformation unit exceeds
a given threshold value.
12. Aid according to Claim 11, characterized in that acting on the second input of the
first multiplication stage (54) is the output of a fourth multiplication unit (80),
whose one input is fed a signal corresponding to a reference step size (µ0), and whose second input is fed the output of a scaling unit (78) to which the outputs
of two interpolation filters (72, 74) are fed, to both of which the output signal
of the amplifying filter section is applied via the power-detection unit (70).
13. Aid according to Claim 12, characterized in that instead of one of the interpolation
filters (74) a temporally constant signal is fed to the scaling unit (78) (γ = 1).
14. Aid according to one of Claims 12 or 13, characterized in that an inverse transformation
unit (82), a zeroing unit (84) and a transformation unit (86) are connected between
the output of the accumulation unit (60) and the input of the third multiplication
stage (64).
15. Aid according to one of Claims 1 to 14, characterized in that an amplitude-limiting
unit (90, 90f) is connected upstream of the electric/acoustic (el/ak) transducer (9).
16. Aid according to one of Claims 3 to 14, characterized in that a transformation unit
(22a) is connected upstream of the input of the compensation filter (15f), and an inverse transformation unit (26a) as well as an amplitude-limiting unit
(90) are connected downstream of the output of the amplifying filter section (5f).
17. Aid according to one of Claims 1 to 16, characterized in that at least one unit (91,
91f, 92, 92f), which operates in the frequency and/or time domain and models the electric/acoustic
transducer (9) and/or the acoustic/electric transducer (1), is connected upstream
and/or downstream of the compensation filter (15f).
18. Aid according to one of Claims 3 or 4, characterized in that a transformation unit
(22a) is connected upstream of the compensation filter (15f), and an inverse transformation unit (26a) is connected downstream of the amplifying
filter section (5f), and a unit (92) modelling the electric/acoustic transducer (9) and/or the acoustic/electric
transducer (1) in the time domain is connected upstream of the transformation unit
(22a) connected upstream of the compensation filter (15f), and/or a unit (92f) modelling the electric/acoustic transducer (9) and/or the acoustic/electric transducer
(1) in the frequency domain is connected downstream of the transformation unit (22a).
19. Aid according to one of Claims 1 to 18, characterized in that one unit (92; 94) each
which preferably models the electric/acoustic transducer (9) and/or the acoustic/electric
transducer (1) in the time domain is provided, connected upstream of the compensation
filter (15f) and downstream of the amplifying filter (5f).
20. Aid according to one of Claims 1 to 19, characterized in that it comprises at least
one limiter unit (90, 90f, 90b) operating in the time domain or frequency domain, and is fed electrically by a battery,
and in that a measuring device whose output controls the limiter unit is further provided
for detecting the ACTUAL battery state (122).
21. Aid according to one of Claims 1 to 20, characterized in that the D/A converter has
a gain control input, the aid is fed by battery, and a measuring device (122) for
the ACTUAL state of the feed battery (120) is provided whose output is led to the
gain control input of the D/A converter.
22. Aid according to one of Claims 1 to 21, characterized in that it comprises at least
one unit (91, 91f, 92, 92f, 94, 94f) preferably modelling the electric/acoustic transducer (9) and/or the acoustic/electric
transducer (1) in the time domain, is fed by battery, and comprises a measuring device
(122) for the ACTUAL state of the battery (120) whose output is led to parameter control
inputs on the at least one modelling unit.
23. Aid according to one of Claims 1 to 22, characterized in that, preferably in the time
domain, the compensation filter (15f) is fed (129, 135a) a noise signal (r) on the input side, preferably at least from
time to time.
24. Aid according to Claim 23, characterized in that the signal is fed on the output side
of the amplifying filter to a detection unit (125, 125a, 125b), where the instantaneous form of its spectrum is examined as to whether it fulfils
a prescribed condition or not, and in that the output signal of the detection unit
controls the connection (135, 135a) of the noise signal.
25. Aid according to Claim 23, characterized in that the noise signal is fed via a shaping
filter which is controlled by the instantaneous spectrum of the output signal of the
subtraction unit.
26. Aid according to one of Claims 1 to 22, characterized in that provided in the frequency
domain is a noise generator (127a) whose output signal is injected in a superimposed
fashion on the output side of the amplifying filter section (5f).
27. Aid according to Claim 26, characterized in that the output of the noise generator
(127a) is led via a shaping filter (137) which is fed, as control signal for its shaping
performance, the instantaneous spectrum of a signal on the output side of the subtraction
unit (13).
28. Aid according to one of Claims 1 to 27, characterized in that, at least from time
to time, a noise signal is superimposed on the signal transmitted electrically thereto,
via a linear filter (133) whose response characteristic is controlled by the instantaneous
spectrum of the electrically transmitted signal.
29. Aid according to one of Claims 1 to 28, characterized in that a unit (91, 91f) modelling the response characteristic of the acoustic/electric transducer (1) of
the aid is provided in a compensation branch.
30. Aid according to one of Claims 1 to 29, characterized in that an electric transmission
unit is provided which simulates the response characteristic of the electric/acoustic
transducer and comprises a linear transmission component (100, 102, 106, 108) and
a nonlinear transmission component (104).
31. Aid according to Claim 30, characterized in that the linear transmission component
comprises linear amplifiers as well as filters.
32. Aid according to Claim 31, characterized in that the linear transmission component
comprises an input-side ante-filter which essentially has a low-pass characteristic
and downstream of which the nonlinear transmission component (104) is connected, a
compensator filter unit (108) having a frequency response which is essentially inverse
to the frequency response of the ante-filter being connected downstream of the latter.
33. Aid according to Claim 32, characterized in that a linear amplifying element (102)
is connected upstream of the nonlinear transmission unit (104), and a linear amplifying
compensation element (106) which compensates the gain of the linear amplifying element
is connected downstream of said nonlinear transmission unit (104).
34. Aid according to Claim 31, characterized in that the nonlinear unit has a response
characteristic with saturation performance.
1. Prothèse auditive avec un convertisseur acoustique/électrique (1), avec un convertisseur
A/N (3) placé côté sortie et un convertisseur électrique-acoustique (9) équipé d'un
convertisseur N/A (7) côté entrée, avec un chemin de filtre amplificateur (5) placé
entre les convertisseur A/N et N/A (3, 7), et un filtre compensateur (15f) adaptatif, dont l'entrée de signal est reliée fonctionnellement à l'entrée de convertisseur
N/A, dont la sortie de signal est reliée fonctionnellement à une entrée d'une unité
de formation de différence (13), la deuxième entrée de l'unité de formation de différence
(13) étant reliée fonctionnellement à la sortie du convertisseur A/N (3), sa sortie
agissant sur une entrée d'adaptation (Af) du filtre compensateur (15f) ainsi que sur l'entrée du chemin de filtre amplificateur (5f), en outre les signaux amenés au signal (Ef) et à l'entrée d'adaptation (Af) du filtre compensateur (15f) étant transformés, en au moins une unité de transformation (20, 28) exécutant une
transformation orthogonale rapide, la transformation se faisant avec passage d'une
plage de temps à une plage de fréquence, caractérisée en ce que la au moins une unité
de transformation (22, 20; 20, 28) est disposée côté sortie de l'unité de formation
de différence (13) et, entre la sortie du filtre compensateur (15f) ainsi que l'entrée associée de l'unité de formation de différence (13), agissant
une unité de retransformation (24) correspondant à l'unité de transformation.
2. Prothèse selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une unité de transformation
(22, 20) est respectivement mise en circuit en amont de l'entrée de signal (Ef) et de l'entrée d'adaptation (Af) du filtre compensateur (15f).
3. Prothèse selon la revendication 1, caractérisée en ce que, en amont de l'entrée d'adaptation
(Af) du filtre compensateur (15f) ainsi que de l'entrée du filtre d'amplification (5f), est respectivement mise en circuit une unité de transformation (20, 28), et une
unité de retransformation (26) est mise en amont du convertisseur N/A (7).
4. Prothèse selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une unité de transformation
30 commune est mise en circuit conjointement en amont de l'entrée d'adaptation (Af) du filtre compensateur (15f) ainsi que de l'entrée du chemin de filtre à amplification (5f).
5. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'une unité de
transformation (20, 28; 30; 30a, 32, 34), mise en amont de l'entrée du filtre amplificateur
(5f), une unité de retransformation, mise en aval de la sortie du filtre compensateur
(15f) et une unité de retransformation, mise en amont (26) du convertisseur N/A, travaillent
selon la technique "overlap-save".
6. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'une unité de
transformation (30; 30a) mise en amont de l'entrée d'adaptation (Af) du filtre compensateur (15f) travaille selon la technique "overlap-add".
7. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'en aval de la
sortie de l'unité de formation de différence (13) est mis en circuit une unité de
transformation (30a) qui travaille selon la technique "overlap-add", sa sortie agissant
sur l'entrée d'adaptation (Af) du filtre compensateur (15f) et est amenée à un dispositif à mémoire à blocs (32), dans lequel des blocs de signaux
successifs se suivant, constitués selon la technique "overlap-add" sont mémorisés,
des emplacements mémoire associés, prévus pour des emplacements de blocs associés,
étant additionnés avec le bon signe sur une unité d'addition (34), de manière que
le bloc de sortie de l'unité d'addition constitue un bloc suivant la technique "overlap-save"
et que la sortie de l'unité d'addition (34) soit amenée à l'entrée du chemin de filtre
amplificateur (5f).
8. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le chemin de
filtre amplificateur (5f) comprend un filtre amplificateur (40), ainsi que, mise en circuit en aval de celui-ci,
une unité de retardement (42).
9. Prothèse selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisée en ce que le filtre compensateur
(15
f) comprend :
- des étages de retardement (56) mis en circuit, en série, en aval de l'entrée (Ef) du filtre compensateur,
- un nombre 1 ≤ i ≤ L de compensateurs partiels (50) auxquels sont générés des signaux
d'estimation partiels

k désignant le numéro de bloc, sont comptés lors de la transformation plage de temps/plage
de fréquence, du côté sortie de l'unité de formation de différence (13),
- une unité d'addition (52) sur laquelle sont additionnés les signaux d'estimation
partiels ŷi[k+1] de tous les 1 ≤ i ≤ L compensateurs partiels (50) et dont la sortie constitue
la sortie du filtre compensateur (15f).
10. Prothèse selon la revendication 9, caractérisé en ce que chaque compensateur partiel
(50) comprend :
- une entrée de compensateur partiel reliée à l'entrée (Ef) du filtre compensateur (15f), par l'intermédiaire d'un nombre donné d'étages de retardement (56), le nombre d'étages
de retardement correspondant au nombre de compensateurs partiels mis en circuit en
amont d'un compensateur partiel, chaque étage de retardement (56) reliant l'entrée
et la sortie d'un compensateur partiel (50),
- un premier étage de multiplication (54) relié fonctionnellement à la sortie du compensateur
partiel;
- mise en circuit en aval de la sortie du premier étage d'une multiplication (54),
une entrée d'un deuxième étage de multiplication (58), dont la deuxième entrée est
reliée fonctionnellement à l'entrée d'adaptation (Af),
- la sortie du deuxième étage de multiplication (58) agissant, par l'intermédiaire
d'une unité d'accumulation (60), sur une entrée d'un troisième étage de multiplication
(64), dont la deuxième entrée est reliée fonctionnellement à l'entrée du compensateur
partiel (50) et dont la sortie agit sur l'unité d'addition (52).
11. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que, en amont de
l'entrée de l'unité de filtre amplificateur, est mise en circuit une unité de transformation,,
dont le signal de sortie agit, outre sur le chemin de filtre amplificateur, sur l'unité
de détection de puissance (70) dont le signal de sortie alors, lorsque l'énergie du
signal à la sortie de l'unité de transformation dépasse une valeur seuil donnée, commande
l'efficacité d'un signal sur l'entrée d'adaptation.
12. Prothèse selon la revendication 11, caractérisée en ce que, sur la deuxième entrée
du premier étage de multiplication (54), agit la sortie d'une quatrième unité de multiplication
(80), à une entrée de laquelle est amené un signal correspondant à une valeur de pas
de référence (µ0), à la deuxième entrée duquel est amené la sortie d'une unité de mise à l'échelle
(70), à cette dernière étant amenées les sorties de deux filtres à interpolation (72,
74), les deux étant alimentés par l'unité de détection de puissance (70) depuis le
signal de sortie du chemin de filtre amplificateur.
13. Appareil selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'au lieu d'un signal des filtres
d'interpolation (74) est amené un signal, temporellement constant, de l'unité de mise
à l'échelle (78) (γ = 1).
14. Prothèse selon l'une des revendications 12 ou 13, caractérisée en ce que, à la sortie
de l'unité d'accumulation (60) et à l'entrée du troisième étage de multiplication
(64), sont branchés de façon intermédiaire une unité de retransformation (82), une
unité de mise à zéro (84) ainsi qu'une unité de transformation (86).
15. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce qu'une unité à
limitation d'amplitude (90, 90f) est mise en circuit en amont du convertisseur électrique acoustique (el/ac) (9).
16. Prothèse selon l'une des revendications 3 à 14, caractérisée en ce que, en amont de
l'entrée du filtre de compensation (15f), est mise en circuit une unité de transformation (22a) et, en aval de la sortie
du chemin de filtre amplificateur (5f), est mise en circuit une unité de retransformation
(26a) ainsi qu'une unité de limitation d'amplitude (90).
17. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisée en ce qu'en amont et/ou
en aval du filtre compensateur (15f) est mise en circuit au moins une unité moduleuse (91, 91f, 92, 92f) travaillant
dans la plage des fréquences et/ou des temps, modulant le convertisseur électro-acoustique
(9) et/ou le convertisseur acoustique-électrique (1).
18. Prothèse selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisée en ce que, en amont du
filtre de compensation (15f), est mise en circuit une unité de transformation (22a) et, en aval du chemin de
filtre amplificateur (5f), est mise en circuit une unité de retransformation (26a) et, en amont de l'unité de transformation (22a), mis en circuit en amont du filtre
de compensation (15f), est mis en circuit une unité modélisante (92) dans la plage des temps, en amont
du convertisseur électrique-acoustique (9) et/ou du convertisseur acoustique-électrique
(1), et/ou en aval de l'unité de transformation (22a) est mise en circuit une unité
modélisante dans la plaque des fréquences (92f), en aval du convertisseur électrique
acoustique (9) et/ou du convertisseur acoustique/électrique (1).
19. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisée en ce que, en amont du
filtre à compensation (15f), en aval du filtre amplificateur (5f), sont respectivement prévues une unité modélisante (92; 94), de préférence modélisante
dans la plage des fréquences, agissant sur le convertisseur électrique-acoustique
(9) et/ou sur le convertisseur acoustique-électrique (1).
20. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce qu'il comprend au
moins une unité limiteuse (90, 90f, 90b), travaillant dans la plage des temps ou dans
la plage des fréquences et alimentée électriquement par une batterie, en ce qu'en
outre est prévu un dispositif de mesure, destiné à appréhender l'état REEL de batterie
(122) dont la sortie commande l'unité limiteuse.
21. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisée en ce que le convertisseur
N/A présente uné entrée de commande d'amplification, la prothèse étant alimentée par
batterie, un dispositif de mesure (122) pour l'état REEL de la batterie d'alimentation
(120) étant prévu, dispositif dont la sortie est amenée à l'entrée d'amplification
du convertisseur N/A.
22. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisée en ce qu'elle comprend
au moins une unité modélisante (91, 91f, 92, 92f, 94, 94f), modélisant de préférence dans la plage des temps, en agissant sur le convertisseur
électrique-acoustique (9) et/ou sur le convertisseur acoustique-électrique (1), l'alimentation
se faisant par batterie et comprend un dispositif de mesure (122) destiné à l'état
REEL de la batterie (120), dont la sortie est menée à des entrées de commande de paramètres
prévues sur la au moins une unité modélisante.
23. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisée en ce que de préférence
dans la plage des temps, est amené (129, 135a) au filtre de compensation (15f), côté entrée, de préférence au moins par moments, un signal de bruit (r).
24. Appareil selon la revendication 23, caractérisé en ce que le signal est amené côté
sortie du filtre amplificateur à une unité de détection (125, 125a, 125b) sur lequel la forme instantanée de son spectre est ensuite examinée, pour savoir
si une condition prédéterminée est satisfaite ou non, et en ce que le signal de sortie
de l'unité de détection commande l'immixtion (135, 135a) du signal de bruit.
25. Prothèse selon la revendication 23, caractérisée en ce que le signal de bruit est
amené par l'intermédiaire d'un filtre de formage qui est commandé par le spectre momentané
du signal de sortie de l'unité de différence.
26. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisée en ce qu'un générateur
de bruit (127a) est prévu dans la plage des fréquences, générateur dont le signal de sortie est
couplé, avec superposition, au côté sortie du chemin de filtre amplificateur (5f).
27. Prothèse selon la revendication 26, caractérisée en ce que la sortie du générateur
de bruit (127a) est amenée, par un filtre de formage (137), auquel est amené à titre de signal de
commande pour son comportement en formage, le spectre momentané d'un signal, du côté
sortie de l'unité de formation de différence (13).
28. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 27, caractérisée en ce que, au moins par
moments, est superposé au signal électriquement transmis à cet endroit, un signal
de bruit, ceci étant fait par l'intermédiaire d'un filtre linéaire (133) dont le comportement
en transmission est commandé par le spectre momentané du signal transmis électriquement.
29. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 28, caractérisé en ce que dans une ramification
de compensation est prévue une unité modélisante (91, 91f), agissant sur le comportement en transmission du convertisseur acoustique-électrique
(1) de la prothèse.
30. Prothèse selon l'une des revendications 1 à 29, caractérisée en ce qu'une unité de
transmission électrique, restituant le comportement en transmission du convertisseur
électrique-acoustique est prévue, comprenant une partie de transmission linéaire (100,
102, 108) ainsi qu'une partie de transmission non-linéaire (104).
31. Prothèse selon la revendication 30, caractérisée en ce que la partie de transmission
linéaire comprend des amplificateurs linéaires ainsi que des filtres.
32. Prothèse selon la revendication 31, caractérisée en ce que la partie de transmission
linéaire comprend un pré-filtre placé côté entrée, doté sensiblement d'une caractéristique
passe-bas, en aval duquel est mise en circuit la partie de transmission non-linéaire
(104), en aval de cette dernière étant mise en circuit une unité de filtre de compensation
(108), avec une réponse en fréquence sensiblement inverse de la réponse en fréquence
du préfiltre.
33. Prothèse selon la revendication 32, caractérisée en ce que, en amont de l'unité de
transmission non-linéaire (104), est mis en circuit un composant d'amplification linéaire
(102) et, en aval de l'unité de transmission non-linéaire, est mis en circuit un composant
de compensation amplificateur linéaire (106), assurant une compensation de l'amplification
du composant amplificateur linéaire.
34. Prothèse selon la revendication 31, caractérisée en ce que la partie non-linéaire
présente une caractéristique de transmission ayant un comportement de saturation.