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(11) |
EP 0 656 799 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.10.1996 Patentblatt 1996/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.08.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A63C 11/22 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9300/731 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9405/384 (17.03.1994 Gazette 1994/07) |
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| (54) |
STOCKGRIFF
GRIP FOR STICK
POIGNEE DE CANNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH LI |
| (30) |
Priorität: |
31.08.1992 DE 4228969
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.06.1995 Patentblatt 1995/24 |
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Patentinhaber: LENHART, Klaus |
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D-73230 Kirchheim (Teck) (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LENHART, Klaus
D-73230 Kirchheim (Teck) (DE)
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Vertreter: Becker, Maria, Dipl.-Phys. |
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Auf dem Haigst 29 70597 Stuttgart 70597 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 4 038 598 GB-A- 2 035 099
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FR-A- 2 242 239 US-A- 4 373 718
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Stockgriff nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Ein derartiger Stockgriff ist aus der DE 40 38 598 C1 bekannt und weist einen inneren
Formkörper aus Hartplastik, vorzugsweise Polyamid, und eine aus grifffreundlichem
Elastomer bestehende Ummantelung auf. Das grifffreundliche Elastomer besteht vorzugsweise
aus Naturkautschuk oder Polyurethan. Dieser Stockgriff wird unter anderem für Wander-
und jede Form von Skistöcken verwendet.
[0003] Aus der US-A-46 98 893 ist ein Griff bekannt, der insbesondere für Angelruten vorgesehen
ist und der aus einer knet- und formbaren Masse aus einem Bindemittel auf Vinylbasis
und aus feingestoßenem Kork im Do-it-yourself-Verfahren hergestellt wird. Aus dieser
Masse wird eine Schicht gebildet, die im Griffbereich auf die Angelrute oder den Stock
aufgeklebt, durch Eindrücken eines Handabdrucks geformt und dann nach vorsichtigem
Ablösen der Hand getrocknet wird.
[0004] Der auf diese Weise anatomisch ausgeformte Griff ist jedoch hart, so daß er sich
trotz seiner anatomischen Form nicht besonders angenehm anfassen läßt.
[0005] Aus der US-A-4 373 718 ist ein Tennisschläger bekannt, auf dessen Griff spiralförmig
ein Klebeband aufgebracht ist. Dieses Klebeband besteht aus drei dünnen Schichten,
nämlich aus einem Kunststoffbinder, in welchem Korkpulver eingebettet ist, einer anschließenden
Schicht aus Kontaktkleber sowie einem Schutzstreifen, der bei Gebrauch abgezogen wird.
Es ergibt sich keine homogene Oberfläche, so daß die Konturen des Klebebands sich
bei der sportlichen Betätigung in die Hand eindrücken.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen industriell herstellbaren Stockgriff
bereitzustellen, der eine verbesserte Griffigkeit bei geringerem Eigengewicht aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Stockgriff nach Anspruch 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß wird also eine Mischung aus einem Elastomer und Korkmaterial für
den Griffmantel eingesetzt, die auf den formsteifen inneren Formkörper aufgebracht
wird. Hierdurch ergibt sich ein formstabiler Griff, der sich in einfacher Weise in
industrieller Serienfertigung herstellen, weiterverarbeiten, lagern und montieren
läßt. Dabei besitzt dieser Stockgriff eine weiche, elastische und grifffreundliche
Oberfläche, die nicht nur ein angenehmes Gefühl beim Anfassen vermittelt, sondern
auch eine verbesserte Griffigkeit aufweist.
[0009] Der Griffmantel des erfindungsgemäßen Stockgriffes ist vor allem auch bei tiefen
Temperaturen noch weich und elastisch. Wird der erfindungsgemäße Stockgriff in die
Hand genommen, so erwärmt er sich schneller als die bekannten Ausführungen und wirkt
auch wärmeisolierend. Das Eigengewicht des Stockgriffes ist durch die Beimengung des
Korks geringer. Besonders angenehm wird die größere Griff- und Hautfreundlichkeit
des Stockgriffes empfunden, die sich durch die Verbindung von Weichheit und Elastizität
mit den natürlichen Eigenschaften des Korkmaterials ergibt. Vorteilhafterweise ist
der Stockgriff nach der Fertigung bearbeitbar, so daß die Form des Stockgriffes beispielsweise
durch Schleifen individuell gestaltet werden kann.
[0010] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der
Korkanteil im grifffreundlichen Material zwischen 30 % und 98 %, vorzugsweise zwischen
65 % und 90 %, insbesondere 80 % beträgt.
[0011] Durch die Variation des Korkanteils im grifffreundlichen Material läßt sich sowohl
das Gewicht als auch die Widerstandsfähigkeit der Ummantelung des Stockgriffes beeinflussen.
Einen besonders leichten und dabei doch gegen Abnutzung widerstandsfähigen Stockgriff
erhält man, wenn der Korkanteil etwa 80 % beträgt.
[0012] Dabei wird als Korkmaterial entsprechend Anspruch 3 Korkgranulat oder Korkmehl bevorzugt.
[0013] Bevorzugte Elastomere für das grifffreundliche Material sind in Anspruch 4 angegeben.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
daß dem grifffreundlichen Material Farbpigmente und/oder Lichtschutzwachse beigemischt
sind. Die Farbpigmente, die der ästhetischen Gestaltung des Stockgriffes dienen, schützen
dabei ebenso wie die vorzugsweise zusätzlich beigemischten Lichtschutzwachse insbesondere
das natürliche Korkmaterial vor Alterungsprozessen, die durch Licht und insbesondere
durch die erhöhte UV-Strahlung, die im Hochgebirge auftritt, hervorgerufen werden
können.
[0015] Eine besonders sichere und feste Anordnung des Griffmantels auf dem Formkörper ergibt
sich bei der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 6.
[0016] Die Erfindung wird anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiels näher
beschrieben.
[0017] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt das obere Ende eines Stockes, auf den ein Stockgriff
12 aufgebracht ist. Der Stock 10, beispielsweise ein Aluminiumrohr, ist in eine Ausnehmung
16 des Stockgriffes 12 eingebracht. Die Form des Stockgriffes 12 kann je nach Verwendung
unterschiedlich gestaltet sein. Hier ist der Stockgriff eines typischen Langlaufskistockes
als Beispiel dargestellt. Der Stockgriff 12 weist am oberen Ende Bänder 14 auf, die
eine Handschlaufe bilden.
[0018] Der Stockgriff 12 besteht aus einem inneren Formkörper 20 und einem den Formkörper
umgebenden Griffmantel 22. Der innere Formkörper, der die Ausnehmung 16 aufweist,
besteht aus einem formsteifen Material, z. B. Hartplastik, vorzugsweise Polyamid.
Er ist als Spritzgußteil ausgebildet und vorzugsweise mit einer profilierten Oberfläche
versehen, die beispielsweise ein wellenartiges Profil besitzt. Der innere Formkörper
20 und der darauf aufgebrachte Griffmantel 22 sind auf diese Weise formschlüssig aneinander
gehalten, so daß sie beim Benutzen des Stockes nicht gegeneinander verrutschen können.
[0019] Der Griffmantel 22 besteht aus einer Mischung aus Korkmaterial, vorzugsweise Korkgranulat
oder -mehl mit einer Korngröße im Bereich von 0,3 bis 3 mm, insbesondere von 0,5 bis
2 mm und vorzugsweise etwa 1 mm, und einem als Bindemittel dienenden Elastomer. Als
Elastomer wird dabei ein grifffreundliches, thermoplastisches Elastomer, insbesondere
Äthylpolypropylen-Mischpolymerisate (EPM) oder Äthylvinylacetat-(EVA)-Co-polymere
oder Mischungen von EPM/EVA-Co-polymeren eingesetzt. Auch Naturkautschuk, z. B. Latex,
kann hier verwendet werden. Der Korkanteil im grifffreundlichen Material kann zwischen
30 % und 98 % variiert werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Korkanteil zwischen
65 und 90 %, vorzugsweise etwa 80 %, also etwa 78 % bis 82 % beträgt. Der Korkanteil
kann dabei entsprechend den Anforderungen an Gewicht, Weichheit und innere Bindung
des Griffmantelmaterials gewählt werden. Je höher der Korkanteil, umso leichter ist
der Griff. Die innere Bindung des Griffmantelmaterials nimmt mit wachsendem Elastomeranteil
zu. Bei dem bevorzugten Korkanteil von etwa 80 % erhält man einen Griffmantel 22,
bei dem Gewicht und Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung optimal aufeinander abgestimmt
sind.
[0020] Der Griffmantel 22 ist wie der innere Formkörper 20 als ein Spritzgußteil ausgebildet
und auf den inneren Formkörper aufgespritzt. Da das grifffreundliche Material spritzgußfähig
ist, eignet sich der erfindungsgemäße Stockgriff besonders gut für die Massenproduktion.
[0021] Um Alterungserscheinungen, insbesondere des Korkmaterials vorzubeugen, der der Stockgriff
im Licht und insbesondere bei erhöhter UV-Bestrahlung im Gebirge unterworfen sein
kann, werden dem grifffreundlichen Material Lichtschutzwachse und vorteilhafterweise
zusätzliche Farbpigmente beigemischt. Die Farbpigmente dienen dabei auch der ästhetischen
Gestaltung des Griffes.
1. Stockgriff mit einem auf ein Stockende aufbringbaren inneren Formkörper (20) aus formsteifem
Werkstoff und mit einem den Formkörper (20) umschließenden Griffmantel (22) aus einem
grifffreundlichen Material,
dadurch gekennzeichnet,
daß das grifffreundliche Material eine Mischung aus einem Elastomer und einem Korkmaterial
ist, die zur Bildung des Griffmantels (22) in Spritzgußtechnik auf den inneren Formkörper
(20) aufgebracht ist.
2. Stockgriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Korkanteil im grifffreundlichen
Material zwischen 30 % und 98 %, vorzugsweise zwischen 65 % und 90 %, insbesondere
80 % beträgt.
3. Stockgriff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Korkmaterial Korkgranulat
oder Korkmehl ist, wobei die Korngröße des Granulats oder Mehls zwischen 0,3 und 3
mm, vorzugsweise zwischen 0,5 und 2 mm und insbesondere etwa 1 mm beträgt.
4. Stockgriff nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das grifffreundliche
Material thermoplastische Elastomere, insbesondere Äthylpropylen-Mischpolymerisate
(EPM) oder Äthylvinylacetat-(EVA)-Co-polymere oder Mischungen von EPM/EVA-Co-polymeren
enthält.
5. Stockgriff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem
grifffreundlichen Material Farbpigmente und/oder Lichtschutzwachse beigemischt sind.
6. Stockgriff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
innere Formkörper eine profilierte, insbesondere wellenartige Oberfläche besitzt.
1. Grip for stick having an inner moulded body (20) consisting of a dimensionally stable
material and adapted for being attached to one end of the stick, and a grip jacket
(22) made from a material that grips well,
characterised in that
the well-gripping material is a mixture of an elastomer and a cork material which
is injection-moulded onto the inner moulded body (20) for forming the grip jacket
(22).
2. Grip for stick according to claim 1, characterised in that the cork content in the
well-gripping material is between 30 % and 98 %, preferably between 65 % and 90 %,
especially 80 %.
3. Grip for stick according to claim 1 or 2, characterised in that the cork material
consists of cork granules or cork powder, the grain size of the granules or powder
being between 0.3 and 3 mm, preferably between 0.5 and 2 mm, and especially approximately
1 mm.
4. Grip for stick according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the well-gripping
material contains thermoplastic elastomers, especially ethyl propylene mixed polymers
(EPM) or ethyl vinyl acetate (EVA) copolymers or mixtures of EPM/EVA copolymers.
5. Grip for stick according to any of the preceding claims, characterised in that pigments
and/or lightguard waxes are admixed to the well-gripping material.
6. Grip for stick according to any of the preceding claims, characterised in that the
inner moulded body has a profiled, especially an undulated surface.
1. Poignée de canne avec un corps moulé (20) intérieur à poser sur une extrémité de la
canne en un matériau indéformable et avec une gaine (22) de poignée, entourant le
corps moulé (20), en un matériau antidérapant,
caractérisée en ce que
le matériau antidérapant est un mélange d'élastomère et de matière subéreuse, appliqué
sur le corps moulé (20) intérieur par moulage par injection pour former la gaine de
poignée (22).
2. Poignée de canne selon la revendication 1, caractérisée en ce que la part en liège
dans le matériau antidérapant se situe entre 30 % et 98 %, de préférence entre 65
% et 90 %, essentiellement 80 %.
3. Poignée de canne selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la matière
subéreuse est du granulat de liège ou de la farine de liège, la grosseur de farine
du granulat ou de la grain se situant entre 0,3 et 3 mm, de préférence entre 0,5 et
2 mm et essentiellement à env. 1 mm.
4. Poignée de canne selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que le matériau
antidérapant contient des élastomères thermoplastiques, essentiellement des copolymères
d'éthylène propylène (EPM) ou du copolymère éthylène acétate de vinyle (EVA) ou des
mélanges de copolymères EPM/EVA.
5. Poignée de canne selon l'une de revendications précédentes, caractérisée en ce que
des pigments colorés et/ou des cires de protection antilumière sont additionnés au
matériau antidérapant.
6. Poignée de canne selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
le corps moulé intérieur possède une surface profilée, essentiellement ondulée.
