[0001] Mittel der neuesten phosphatfreien Generation für die maschinelle Reinigung von Geschirr
enthalten neben oberflächenaktiven Stoffen Oxidationsmittel auf Sauerstoffbasis und
eine relativ komplex aufgebaute Builderkombination aus Alkalicarbonaten und organischen
Komplexbildnern. Zu den bisher eingesetzten organischen Komplexbildnern gehören Organophosphonsäuren,
Hydroxycarbonsäuren, Aminocarbonsäuren und insbesondere polymere Polycarbonsäuren,
die oft in Abmischung mit niedermolekularen Polyhydroxypolycarbonsäuren, beispielsweise
Zitronensäure, eingesetzt werden, beziehungsweise deren wasserlösliche Salze. Zusätzlich
ist in der Regel als weitere Builderkomponente Alkalisilikat vorhanden. In der internationalen
Patentanmeldung WO-A-91/15568 werden so zusammengesetzte Reinigungsmittel für das
maschinelle Geschirrspülen in Tablettenform und ein Herstellverfahren für solche Tabletten
vorgeschlagen. Das Verfahren umfaßt das separate Herstellen eines Reinigungsadditivs,
enthaltend polymeres Polycarboxylat, Natriumcarbonat, Natriumsulfat und Wasser, das
zusammen mit weiteren Bestandteilen, insbesondere Natriumsilikat, verpresst wird.
Wie oben beschrieben zusammengesetzte Mittel weisen häufig, insbesondere bei relativ
hohen Wasserhärten, den Nachteil der Ausbildung von Kalkbelägen, sowohl in der eingesetzten
Geschirrspülmaschine als insbesondere auch auf dem gereinigten Spülgut, auf. Die internationale
Patentanmeldung WO-A-92/01035 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Mitteln mit
hoher Schüttdichte für das Reinigen von Geschirr durch Agglomerieren silikatfreien
Buildermaterials, zum Beispiel Phosphat, Carbonat oder Polycarboxylat, mit einem Bindemittel
und Zumischen von Alkalisilikat und Bleichmittel. In der US-amerikanischen Patentschrift
US-A-3 629 121 werden feste phosphat- und chlorfreie Mittel beschrieben, die nichtionisches
Tensid und Oxidationsprodukte von Polysacchariden, z.B. Aldehydgruppen-aufweisende
Dicarboxylstärke, enthalten. Den dort offenbarten Mitteln fehlen Oxidationsmittel
auf Sauerstoffbasis.
[0002] Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß durch Einsatz einer Builderkombination,
welche bestimmte Oxidationsprodukte von Polyglucosanen enthält, eine Inhibierung der
durch das Geschirrspülmittel in Verbindung mit den Härtebestandteilen des Wassers
verursachten Belagsbildung erreicht werden kann.
[0003] Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend ein festes, niederalkalisches, phosphat-
und chlorfreies Mittel zum maschinellen Reinigen von Geschirr, enthaltend organischen
wasserlöslichen Builder, Bleichmittel auf Sauerstoff-Basis, Tensid sowie gewünschtenfalls
weitere übliche Bestandteile, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß es 10 Gew.-%
bis 30 Gew.-% Alkalicarbonat, 30Gew.-% bis 50 Gew.-% Alkalihydrogencarbonat und als
Builderkomponente 5 Gew.-% bis 60 Gew.-% eines Polymers aus Anhydroglucoseeinheiten
enthält, das wenigstens anteilsweise aus oxidierten Anhydroglucoseeinheiten der Konstitutionsformeln
I, II und/oder III,

mit einer, zwei oder drei Carboxylgruppen und/oder deren löslichen Salzen pro Einheit
besteht.
[0004] Zur Herstellung derartiger Polysaccharid-Derivate durch oxidative Behandlung von
beispielsweise Cellulose, Stärke und Dextrinen besteht umfangreiches Wissen. Verwiesen
wird beispielsweise auf Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Thieme-Verlag,
Stuttgart (1987) Bd. E20, Makromolekulare Stoffe, hier das Unterkapitel "Polysaccharid-Derivate"
bearbeitet von Dr. K. Engelskirchen, a.a.O. S. 2042 ff, insbesondere S. 2124 ff (Oxidationsprodukte
der Cellulose) und S. 2166 ff (Oxidierte Stärken). Verwiesen sei weiter auf die Veröffentlichung
"Cellulose Chemistry and Its Applications" (1983), John Wiley & Sons, Chichester,
GB, dort insbesondere T.P.Nevell, "Oxidation of Cellulose" (Kapitel 10), die umfangreiche
dort zitierte Literatur, a.a.O S. 262 bis 265, sowie auf die europäischen Patentanmeldungen
EP 425 369, EP 455 522 und EP 472 042.
[0005] Grob zusammenfassend gilt: Eine Vielzahl von Oxidationsmitteln ist für die Oxidation
von Polyglucosanen gebräuchlich. Genannt seien beispielsweise (Luft)-Sauerstoff, Wasserstoff-Peroxid,
Natriumhypochlorit beziehungsweise -bromit, Periodsäure beziehungsweise Periodate,
Blei(IV)-Acetat, Stickstoffdioxid und Cer(IV)-Salze. Diese Oxidationsmittel reagieren
sehr unterschiedlich mit den Anhydroglucoseeinheiten, vgl. beispielsweise die Formelbilder
in Houben-Weyl a.a.O. S. 2124. Bekannt ist, daß bei der Einwirkung von Stickstoffdioxid
auf Cellulose die Oxidation der primären Alkoholgruppe zur Carboxygruppe die weit
überwiegende Reaktion ist. Das Oxidationsmittel kann dabei gasförmig oder gelöst in
einem inerten organischen Lösungsmittel eingesetzt werden, vgl. auch hier Houben-Weyl
a.a.0. S. 2125 und die dort in diesem Zusammenhang genannte Primärliteratur. Auch
von der Stärke ausgehend lassen sich entsprechend weitgehend selektive Oxidationen
der primären Alkoholgruppe der Anhydroglucoseeinheit zur Carboxygruppe bewerkstelligen.
Von diesem Wissen des Standes der Technik geht die erfindungsgemäße Lehre aus.
[0006] So können beispielsweise Monocarboxylstärken mit frei wählbarem Umsatzgrad der primären
Alkoholgruppen durch deren selektive Oxidation mit Stickstoffdioxid bei niedrigen
Temperaturen auch ohne Hilfsmittel, zum Beispiel Lösungsmittel oder Katalysatoren,
hergestellt werden. Dabei ist auch die nahezu quantitative weitgehend selektive Umsetzung
der Bausteine des Stärkemoleküls möglich.
[0007] Für den erfindungsgemäßen Zweck des Einsatzes solcher Naturstoffderivate als Builder
in den geschilderten Mitteln ist allerdings eine solche quantitative Umsetzung nicht
erforderlich. Wesentlich ist vielmehr das Zusammenspiel der zwei folgenden Parameter:
Hinreichende Umwandlung der primären Alkoholgruppierungen zu Carboxygruppen, sowie
andererseits Regulierung des mittleren Molekulargewichts des natürlichen Polyglucosan-Moleküls
zu hinreichend abgebauten Teilstücken. Der erste dieser beiden Parameter dürfte für
die Interaktion beispielsweise mit den Härtebildnern funktionelle Bedeutung besitzen,
während das hinreichend eingeschränkte mittlere Molgewicht der modifizierten Polyglucosan-Bausteine
unter anderem wichtig sein kann für die hinreichende Löslichkeit des Builders unter
Einsatzbedingungen.
[0008] Zu diesen beiden Parametern gilt im einzelnen das folgende:
[0009] Die bevorzugte Untergrenze für den Gehalt an oxidierten Anhydroglucoseeinheiten gemäß
Formel I, II und/oder III in den Polyglucosanderivaten liegt bei etwa 25 Mol-%, vorzugsweise
bei wenigstens etwa 35 Mol-% bis 40 Mol-%. Die nahezu quantitative Umwandlung einer,
zweier oder dreier Alkoholgruppen in Carboxygruppen ist möglich, so daß sich als Obergrenze
für den entsprechenden Gehalt an oxidierten Anhydroglucoseeinheiten 95 Mol-% bis etwa
100 Mol-% ergeben. Für den praktischen Einsatz können entsprechende Oxidationsprodukte
besonders geeignet sein, die durch Gehalte im Bereich von etwa 35 Mol-% bis 80 Mol-%
an oxidierten Anhydroglucoseeinheiten gekennzeichnet sind, wobei in einer wichtigen
Ausführungsform deren Gehalt im Bereich von etwa 40 Mol-% bis 60 Mol-% liegt.
[0010] Insbesondere auf dem Gebiet der Stärke-Derivatisierung im erfindungsgemäßen Sinne
hat sich gezeigt, daß im Rahmen der oxidativen Behandlung der üblicherweise beschränkte
Wassermengen enthaltenden Trockenstärke mit NO
2 und gegebenenfalls Überführung der Oxidationsprodukte in wasserlösliche Salze neben
der weitgehend selektiven Oxidation der primären Alkoholgruppen ein Abbau der Molmasse
des Stärkemoleküls in solchem Ausmaß stattfindet, daß die anfallenden derivatisierten
Polyglucosane als Builder besonders geeignet sind und wäßrige Lösungen mit Viskositäten
im oben genannten Bereich ergeben.
[0011] Vorzugsweise bestehen die erfindungsgemäß einzusetzenden oxidierten Polyglucosane
im statistischen Mittel zu wenigstens 15 Mol-% aus oxidierten Anhydroglucoseeinheiten
der Formel I und weisen mittlere Molekulargewichte unterhalb 15 000 auf.
[0012] Die Builderkomponente im Sinne der erfindungsgemäßen Definition wird in den Geschirrspülmitteln
vorzugsweise in Mengen von 5 Gew.-% bis 60 Gew.-% und insbesondere im Bereich von
10 Gew.-% bis 40 Gew.-%, bezogen jeweils auf das Gesamtgewicht der Mittel, eingesetzt.
Zweckmäßig können häufig Mengen im Bereich von 15 Gew.-% bis 30 Gew.-% sein. Dabei
ist sowohl der Einsatz in Form der freien Carbonsäure als auch der neutralisierten
Form, insbesondere der Alkalisalze, möglich. Bei Verwendung der freien Carbonsäure
bilden sich die Alkalisalze in der Regel unter den Anwendungsbedingungen.
[0013] Die Zusammensetzung der Reinigungsmittel kann ansonsten im Rahmen bekannter Rezepturen
praktisch beliebig gewählt werden.
[0014] Erfindungsgemäße Reinigungsmittel für Geschirr enthalten als Hauptbestandteile Tenside,
die Builderkomponente im erfindungsgemäßen Sinne, Peroxybleichmittel und die üblichen
sonstigen Geschirrspülmittelbestandteile, wie Enzyme, Farb- und Duftstoffe, Alkalisierungsmittel,
wie lösliche Alkalisilikate, sowie gegebenenfalls Neutralsalze und Wasser.
[0015] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborat-Tetrahydrat (NaBO
2 · H
2O
2 · 3H
2O) und das Natriumperborat-Monohydrat (NaBO
2·H
2O
2) besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Peroxycarbonat
(Na
2CO
3 · 1,5 H
2O
2) oder persaure Salze organischer Säuren, wie Perbenzoate oder Salze der Diperdodecandisäure.
Geeignete Bleichaktivatoren für diese Oxidationsmittel sind insbesondere die mit H
2O
2 organische Persäuren bildenden N-Acyl- beziehungsweise O-Acyl-Verbindungen, vorzugsweise
N,N'-tetraacylierte Diamine wie N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin. Der Gehalt der
Geschirrspülmittel an Oxidationsmittel auf Sauerstoffbasis beträgt vorzugsweise etwa
5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere in Kombination mit 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere
2 Gew.-% bis 5 Gew.-% eines Bleichaktivators.
[0016] Der Gesamtgehalt der Mittel an Tensiden liegt im allgemeinen zwischen 0,5 Gew.-%
und 5 Gew.-% und kann vorzugsweise 0,8 bis 3 Gew.-% betragen. Übliche Tenside für
Reinigungsmittel zählen zu den Gruppen der anionischen, der nichtionischen und/oder
der zwitterionischen Tenside, wobei der Einsatz von anionischen und/oder nichtionischen
Tensiden bevorzugt ist. Als Aniontenside kommen insbesondere Sulfonate und Sulfate
sowie Seifen aus vorzugsweise natürlichen Fettsäuren beziehungsweise Fettsäuregemischen
in Betracht. Als Tenside vom Sulfonattyp werden beispielsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, Ester von alpha-Sulfofettsäuren oder alpha-Sulfofettsäure-disalze
eingesetzt. Geeignete Tenside vom Sulfattyp sind die Schwefelsäuremonoester aus primären
Alkoholen natürlichen oder synthetischen Ursprungs, d.h. aus C
12-18-Fettalkoholen oder aus C
10-20-Oxoalkoholen, und diejenigen sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge. Auch die Schwefelsäuremonoester
der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid (EO) umgesetzten Alkohole kommen in Betracht.
[0017] Als nichtionische Tenside sind vor allem Anlagerungsprodukte von vorzugsweise 2 bis
20 Mol EO an 1 Mol einer aliphatischen Verbindung mit im wesentlichen 10 bis 20 Kohlenstoffatomen
aus der Gruppe der Alkohole, Carbonsäuren, Fettamine, Carbonsäureamide und Alkansulfonamide
von Interesse. Wichtig sind neben den wasserlöslichen Niotensiden aber auch nicht
beziehungsweise nicht vollständig wasserlösliche Polyglykolether mit 2 bis 7 Ethylenglykoletherresten
im Molekül, insbesondere dann, wenn sie zusammen mit wasserlöslichen nichtionischen
oder anionischen Tensiden eingesetzt werden. Außerdem können als nichtionische Tenside
auch Alkylpolyglykoside der allgemeinen Formel R-O-(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären, geradkettigen oder verzweigten aliphatischen
Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen bedeutet, G für eine Glykose-Einheit
mit 5 oder 6 C-Atomen steht und der Oligomerisierungsgrad x zwischen 1 und 10 liegt.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die Geschirreinigungsmittel der Erfindung
nicht mehr als 10 Gew.-% wasserlösliche organische Komplexbildner bzw. Co-Builder
aus der Gruppe der synthetischen polymeren Polycarboxylate, unter denen die Salze
von Polymerisationsprodukten ungesättigter Carbonsäuren verstanden werden und zu denen
beispielsweise Polyacrylate, Polymethacrylate, Polymaleinate oder Copolymere der Acrylsäure
mit Maleinsäure beziehungsweise Maleinsäureanhydrid gehören. Derartige Substanzen
fehlen in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise ganz. In einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mittel sind weitere Komplexbildner wie Citronensäure
bzw. Alkalicitrate und/oder die Salze der Nitrilotriessigsäure nicht oder höchstens
in Mengen nicht über 30 Gew.-%, insbesondere nicht über 10 Gew.-%, enthalten.
[0019] Zu den üblichen in festen Geschirrspülmitteln eingesetzten Alkalisierungsmitteln
zählen neben den Alkalicarbonaten die Alkalisilikate. Bevorzugte Alkalisilikate sind
die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen Natriumsilikate, mit einem molaren
Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:1,5 bis 1:2,5. Derartige amorphe Alkalisilikate sind beispielsweise unter dem
Handelsnamen Portil® im Handel erhältlich. Der Gehalt der erfindungsgemäßen Mittel
an Alkalisilikaten kann bis zu 30 Gew.-% betragen, bezogen auf wasserfreie Substanz.
Gehalte an amorphem Natriumsilikat im Bereich unter 20 Gew.-%, insbesondere von 5
Gew.-% bis 15 Gew.-% sind bevorzugt. Alkalicarbonat und Alkalihydrogencarbonat sind
vorzugsweise in Mengen von 40 Gew.-% in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten.
[0020] Die zuvor bereits erwähnten sonstigen Reinigungsmittel-Bestandteile, die üblicherweise
jeweils nur in kleinen Mengen vorliegen, können insbesondere bis zu 20 Gew.-%, vorzugsweise
5 bis 10 Gew.-% ausmachen. Zu diesen Kleinkomponenten gehören beispielsweise weitere
organische Builderkomponenten, Schauminhibitoren und Enzyme von der Art der Proteasen,
Amylasen, Lipasen und/oder Cellulasen sowie nicht als Kristallwasser gebundenes oder
in ähnlich fester Form mit den Bestandteilen assoziertes Wasser. Die Enzyme können
in üblicher Weise an Trägerstoffen adsorbiert und/ oder in Hüllsubstanzen eingebettet
sein und werden vorzugsweise in Mengen von insgesamt nicht über 5 Gew.-%, insbesondere
2 bis 4 Gew.-% eingesetzt. Geeignete nicht-tensidartige und bevorzugt eingesetzte
Schauminhibitoren sind Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, gegebenenfalls
silanierter Kieselsäure. Möglich ist auch der schauminhibierende Einsatz langkettiger
Seifen. Geeignet können auch Gemische verschiedener Schauminhibitoren sein, z.B. solche
aus Siliconen und Paraffinen oder Wachsen. Bevorzugt sind diese Schauminhibitoren
an eine granulare, in Wasser lösliche beziehungsweise dispergierbare Trägersubstanz
gebunden.
[0021] Die erfindungsgemäßen festen, schüttfähigen Geschirrspülmittel liegen bevorzugt als
pulverförmige, granulare oder tablettenförmige Präparate vor, die in an sich üblicher
Weise, beispielsweise durch Mischen, Granulieren, Walzenkompaktieren und/oder durch
Sprühtrocknung hergestellt werden können.
[0022] Zur Herstellung von erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln in Tablettenform geht man
vorzugsweise derart vor, daß man alle Bestandteile in einem Mischer miteinander vermischt
und das Gemisch mittels herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise Exzenterpressen
oder Rundläuferpressen, mit Preßdrucken im Bereich von 200 · 10
5 Pa bis 1 500 · 10
5 Pa verpresst. Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen
ausreichend schnell lösliche Tabletten mit Biegefestigkeiten von normalerweise über
150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte Tablette ein Gewicht von 15 g bis
40 g, insbesondere von 20 g bis 30 g, bei einem Durchmesser von 35 mm bis 40 mm auf.
[0023] Die in den Rahmen der Erfindung fallende Herstellung der Maschinengeschirrspülmittel
in Form von nicht staubenden, lagerstabil rieselfähigen Pulvern und/oder Granulaten
mit hohen Schüttdichten im Bereich von bevorzugt 750 bis 1.000 g/l kennzeichnet sich
dadurch, daß man in einer ersten Verfahrensteilstufe die Builder-Komponente mit wenigstens
einem Anteil flüssiger Mischungskomponenten unter Erhöhung der Schüttdichte dieses
Vorgemisches vermischt und nachfolgend - gewünschtenfalls nach einer Zwischentrocknung
- die weiteren Bestandteile des Maschinengeschirrspülmittels mit dem so gewonnenen
Vorgemisch vereinigt.
[0024] Als Flüssigphase werden in der ersten Verfahrensteilstufe insbesondere die unter
Normalbedingungen flüssigen Tensidverbindungen - insbesondere also die entsprechenden
Niotenside - sowie gewünschtenfalls weitere Flüssiganteile der Gesamtrezeptur eingesetzt.
In Betracht kommen hier die in Trägerflüssigkeiten gelösten Duftstoffe und/oder begrenzte
Mengen an Wasser bzw. wäßrigen Lösungen von Mischungskomponenten des angestrebten
Geschirrspülmittels.
[0025] In der ersten Teilstufe des erfindungsgemäßen Mischverfahrens wird der Builder in
der Regel in Abmischung mit wenigstens einer weiteren Komponente des Geschirrspülmittels
mit den Flüssigkomponenten beaufschlagt. In Betracht kommt hier beispielsweise eine
Vorstufe, in der die Builder-Komponente in Abmischung mit Perborat mit den flüssigen
Niotensiden und der Lösung der Duftstoffe beaufschlagt und innig vermischt wird. Nachfolgend
werden die restlichen Komponenten zugegeben und das Gesamtgemisch in der Mischvorrichtung
durchgearbeitet und homogenisiert. Die Mitverwendung zusätzlicher Flüssigkeitsmengen,
insbesondere also der Einsatz von zusätzlichem Wasser, ist hier in der Regel nicht
erforderlich. Das angefallene Stoffgemisch liegt dann als rieselfähiges nicht staubendes
Pulver der gewünschten hohen Schüttdichten etwa im Bereich von 800 bis 900 g/l vor.
[0026] In einer anderen Ausführungsform wird auf eine stärkere Agglomerierung unter Ausbildung
schwerer Agglomeratteilchen Wert gelegt. Hierbei kann der Einsatz größerer Flüssigkeitsmengen
zweckmäßig bzw. notwendig sein, wobei dann bereits größere Mengen der zu vereinigenden
Komponenten zusammen mit der Builderkomponente der Vormischung unterworfen werden
können. Hier kann beispielsweise die Builder-Komponente mit Alkalicarbonat und wenigstens
einem Anteil des feinteiligen festen Alkalisilikats vermischt und durch Zugabe von
beschränkten Mengen an Wasser und/oder wäßrigen Alkalisilikatlösungen verdichtend
agglomeriert werden. Wird beispielsweise in einem Lödige-Pflugscharmischer mit Messerkranz
gearbeitet, so fallen in der in den nachfolgenden Beispielen im einzelnen angegebenen
Arbeitsweise schwere Granulate mit Schüttgewichten im Bereich bis 950 g/l an.
[0027] Wird im Rahmen dieses Granulationsverfahrens Wasser in solchen Mengen als Hilfsflüssigkeit
mitverwendet, daß eine Restfeuchte des Fertigprodukts den Bereich von etwa 4 bis 7
Gew.-% überschreitet, so kann es zweckmäßig sein, die gebildeten Vorgranulate einer
Zwischentrocknung zu unterwerfen. Geeignet ist hierzu beispielsweise die Trocknung
in der Wirbelschicht. In aller Regel reicht eine solche Trocknungsbehandlung mit Guttemperaturen
im Bereich um etwa 80 °C für einen begrenzten Zeitraum - beispielsweise 10 bis 15
Minuten - um die gewünschte Restfeuchte im Produkt innerhalb des Bereichs von etwa
4 bis 7 Gew.-% einzustellen.
[0028] Die Vorgranulate werden dann mit den noch fehlenden Komponenten des Geschirrspülmittels
zum Fertigprodukt abgemischt. Die Mischzeit liegt in allen hier dargestellten Fällen
sowohl in der Vorstufe der verdichtenden Abmischung unter Einfluß von Flüssigkomponenten
wie in der nachfolgenden Endabmischung mit den weiteren Komponenten im Bereich weniger
Minuten, beispielsweise im Bereich von 1 bis 5 Minuten.
[0029] In einer besonderen Ausführungsform kann es bei der Herstellung von feinen Granulatkörnern
zweckmäßig sein, durch Abpudern der Oberfläche des gebildeten Granulatkorns eine weiterführende
Stabilisierung und Egalisierung einzustellen. Geeignet sind hierzu insbesondere geringe
Anteile an Wasserglaspulver beziehungsweise pulverförmigem Alkalicarbonat.
Beispiele
Beispiel 1: Herstellung der oxidierten Polyglucosane
[0030] 275,2 g Kartoffelstärke (1,6mol bezogen auf Anhydroglucoseeinheit) mit einem Feuchtigkeitsgehalt
von ca. 6 Gew.-% wurden in 825 g Tetrachlorkohlenstoff suspendiert und in einen 21-Rührautoklaven
überführt. Nach Evakuieren des Autoklaven und Spülen mit Stickstoff wurden 73,6 g
kondensiertes Distickstofftetroxid (0,8 mol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde
innerhalb von 30 Minuten auf 50 °C aufgeheizt. Der Innendruck im Autoklaven betrug
0,5 bar (eingestellt mit Stickstoff). Durch Aufdrücken von Sauerstoff wurde innerhalb
der ersten Stunde der Reaktion ein Innendruck von 2 bar eingehalten, der innerhalb
der nächsten Stunde auf 6 bar angehoben wurde. Nach einer Reaktionszeit von 4,5 Stunden
war kein Sauerstoffverbrauch, merklich am Druckabfall, mehr festzustellen. Der Autoklav
wurde auf Raumtemperatur gekühlt, entspannt und das Reaktionsgemisch mit 1 l entmineralisiertem
Wasser versetzt. Die Suspension des Oxidationsproduktes wurde über eine Glasfilternutsche
filtriert. Das Produkt wurde zunächst mit Aceton, anschließend mit Wasser bis zur
neutralen Reaktion der Waschflüssigkeit gewaschen, mit Aceton entwässert und getrocknet
(70°C, Vakuumtrockenschrank). Man erhielt 256 g weißes, pulverförmiges Polycarboxylat
B1 mit einer Säurezahl von 324, entsprechend einem durchschnittlichen Gehalt von etwa
1 Carboxylgruppe pro Anhydroglucoseeinheit. Das Produkt wies eine reduzierte Viskosität
(η
red) von 3 ml/g gemessen an der 2 gewichtsprozentigen Lösung des Natriumsalzes in 1N
wäßriger Natriumnitratlösung bei 20 °C, auf.
Beispiel 2
[0031] Die in der nachfolgenden Tabelle 1 angegebenen Rohstoffe wurden in den dort aufgeführten
Mengen (Gew.-%, bezogen jeweils auf fertiges Mittel) in einem Lödige-Mischer mit Messerkranz
vermischt. Man erhielt die erfindungsgemäßen Mittel
M4 bis
M6 unter Einsatz des gemäß Beispiel 1 hergestellten Polycarboxylats
B1 und zum Vergleich die nicht erfindungsgemäßen Mittel
M1 bis
M3 sowie
V1 und
V2.
Tabelle 1:
| Zusammensetzung der Reinigungsmittel (Gew.-%) |
| |
M1 |
M2 |
M3 |
M4 |
M5 |
M6 |
V1 |
V2 |
| B1 |
30 |
30 |
8 |
10 |
30 |
30 |
- |
- |
| Na-Citrata) |
- |
- |
30 |
30 |
- |
- |
30 |
30 |
| Polycarboxylatb) |
8 |
- |
- |
- |
10 |
- |
8 |
10 |
| Na-Disilikat |
20 |
20 |
20 |
- |
- |
- |
20 |
- |
| Na-Carbonat |
30 |
38 |
30 |
13 |
13 |
13 |
30 |
13 |
| Na-Hydrogencarbonat |
- |
- |
- |
36 |
36 |
46 |
- |
36 |
| Na-Perboratc) |
7 |
7 |
7 |
5 |
5 |
5 |
7 |
5 |
| TAED |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| Niotensidd) |
2 |
2 |
2 |
1 |
1 |
1 |
2 |
1 |
| Enzyme) |
1 |
1 |
1 |
3 |
3 |
3 |
1 |
3 |
| a) Trinatriumcitrat Dihydrat |
| b) Na-Poly(acrylat/maleinat) (Sokalan® CP 5, Hersteller BASF) |
| c) Monohydrat |
| d) Plurafac® LF 403 (Hersteller BASF) |
| e) 1:1-Gemisch aus Protease- (BLAP® 140, Hersteller Biozym) und Amylase-Granulat (Termamyl®
60 T, Hersteller Novo) |
Beispiel 3
[0032] Die Reinigungsleistung der Mittel gemäß Beispiel 2 wurde in einer Geschirrspülmaschine
(Miele G531; Programm Universal 55) bei Dosierungen von jeweils 20 g in 71 Wasser
mit 16 °dH im Reinigungsgang getestet (Anschmutzungen, wie bei Th. Altenschöpfer,
SÖFW
98 (1972) 763-765, beschrieben, Tee, Milch, Hackfleisch, Pudding, Fettstift, Stärke,
Haferflocken). Die erfindungsgemäßen Mittel
M4 bis
M6 wiesen insbesondere bei der Entfernung der Stärke- und Haferflocken-Anschmutzungen
eine überlegene Reinigungsleistung auf und zeigten bei den übrigen Anschmutzungen
eine den Vergleichsprodukten
V1 oder
V2 vergleichbare Reinigungsleistung.
[0033] In einer Geschirrspülmaschine Bosch S 712 (Dosierungen von jeweils 20 g Mittel in
6,2 l Wasser mit 16°dH, Betriebstemperatur 50°C) wurde unter Zusatz von 50 g pumpbarer
Anschmutzungen (Gemisch aus Ketchup, Bratensoße, Senf, Kartoffelstärke, Eigelb, Milch,
Margarine) die Belagsbildung über 10 Spülgänge der Mittel gemäß Beispiel 2 getestet.
Auf einer Skala von 1 (= kein Belag) bis 10 (= sehr starker Belag) erreichten die
erfindungsgemäßen Mittel
M4 bis
M6 die in der nachfolgenden Tabelle 2 angegebenen Werte für die Belagsbildung in der
Maschine (Wert
A) beziehungsweise die Belagsbildung auf dem Spülgut (Porzellan/Glas/Besteck; Wert
B). Diese Werte lagen in allen Fällen besser als die der anderen Mittel, insbesondere
signifikant besser als die Werte für das ähnlich aufgebaute Vergleichsprodukt
V2.
Tabelle 2:
| Belagsbildung unter Verwendung der Reinigungsmittel |
| Mittel |
Belag A |
Belag B |
| M1 |
n.b. |
6,5 |
| M2 |
6,0 |
4,5 |
| M3 |
5,0 |
3,5 |
| M4 |
3,5 |
4,0 |
| M5 |
5,5 |
4,5 |
| M6 |
3,0 |
3,0 |
| V1 |
6,5 |
7,0 |
| V2 |
6,0 |
5,8 |
| n.b: nicht bestimmt |
1. Festes, niederalkalisches, phosphat- und chlorfreies Mittel zum maschinellen Reinigen
von Geschirr, enthaltend organischen wasserlöslichen Builder, Bleichmittel auf Sauerstoff-Basis,
Tensid sowie gewünschtenfalls weitere übliche Bestandteile, dadurch gekennzeichnet,
daß es 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Alkalicarbonat, 30 Gew.-% bis 50 Gew.-% Alkalihydrogencarbonat
und als Builderkomponente 5 Gew.-% bis 60 Gew.-% eines Polymers aus Anhydroglucoseeinheiten
enthält, das wenigstens anteilsweise aus oxidierten Anhydroglucoseeinheiten der Konstitutionsformeln
I, II und/oder III,

mit einer, zwei oder drei Carboxylgruppen und/oder deren löslichen Salzen pro Einheit
besteht.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an oxidierten Anhydroglucoseeinheiten
gemäß Formeln I, II und/oder III in den Polyglucosanderivaten bei mindestens 25 Mol-%,
insbesondere bei wenigstens 35 Mol-% und vorzugsweise bei wenigstens 40 Mol-% liegt,
wobei die Obergrenze des Gehalts bei etwa 100 Mol-%, insbesondere 95 Mol-% liegt.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es als Builder Oxidationsprodukte
von Polyglucosanen, die im statistischen Mittel zu wenigstens 15 Mol-% aus oxidierten
Anhydroglucoseeinheiten der Formel I bestehen und mittlere Molekulargewichte unterhalb
15 000 aufweisen, und/oder deren lösliche Salze enthält.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es Builder auf
Basis der selektiv oxidierten Polyglucosane in Mengen von 10 Gew.-% bis 40 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, enthält.
5. Mittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es nicht mehr als 10 Gew.-% wasserlöslicher
organischer Komplexbildner aus der Gruppe der synthetischen polymeren Carboxylate
enthält und vorzugsweise wenigstens weitgehend frei von diesen ist.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es weitere Komplexbildner
wie Citronensäure beziehungsweise Alkalicitrate und/oder die Salze der Nitrilotriessigsäure
nicht oder höchstens in Mengen nicht über 30 Gew.-%, insbesondere nicht über 10 Gew.-%,
enthält.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es
15 Gew.-% bis 30 Gew.-% Oxidationsprodukte von Polyglucosanen,
40 Gew.-% Alkalicarbonat, und Alkalihydrogencarbonat,
5 Gew.-% bis 15 Gew.-% Alkaliperborat und/oder -percarbonat,
2 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% Bleichaktivator,
0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,8 bis 3 Gew.-% Tensid, insbesondere nichtionisches
Tensid,
bis zu 30 Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-% bis 20 Gew.-% Alkalisilikat,
nicht über 5 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 4 Gew.-% Enzym,
nicht über 5 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-% Duftstoff enthält.
8. Pulver- oder granulatförmiges Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß es eine Schüttdichte von 750 g/l bis 1000 g/l aufweist.
9. Verfahren zur Herstellung eines tablettenförmigen Mittels, zusammengesetzt gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man alle seine Bestandteile in
einem Mischer vermischt und das Gemisch mittels einer Tablettenpresse bei Preßdrucken
im Bereich von 200 · 105 Pa bis 1 500 · 105 Pa verpresst.
10. Verfahren zur Herstellung von Mitteln nach Anspruch 8 in Pulver- und/ oder Granulatform
mit Schüttdichten im Bereich von 750 bis 1.000 g/l, dadurch gekennzeichnet, daß man
in einer ersten Verfahrensteilstufe die Builder-Komponente mit wenigstens einem Anteil
flüssiger Mischungskomponenten unter Erhöhung der Schüttdichte vermischt, gewünschtenfalls
einen Überschuß von Feuchtigkeit abtreibt und nachfolgend mit den weiteren Komponenten
des Geschirrspülmittels vereinigt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man als Flüssigphase in der
ersten Verfahrensteilstufe flüssige Tensidverbindungen, insbesondere entsprechende
Niotenside, Lösungen von Duftstoffen in Trägerflüssigkeiten und/oder Wasser bzw. wäßrige
Lösungen von Mischungskomponenten, insbesondere wäßrige Alkalisilikatlösungen, einsetzt.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Rahmen einer Granulierung
des Wirkstoffgemisches ein abschließendes Abpudern und Verrunden des Granulats mit
pulverförmigen Alkalisilikat und/oder Alkalicarbonat erfolgt.
1. A solid, low-alkali, phosphate- and chlorine-free machine dishwashing detergent containing
organic watersoluble builder, oxygen-based bleaching agent, surfactant and if desired
other typical constituents, characterized in that it contains 10% by weight to 30%
by weight of alkali metal carbonate, 30% by weight to 50% by weight of alkali metal
hydrogen carbonate and, as builder component, 5% by weight to 60% by weight of a polymer
of anhydroglucose units which consists at least partly of oxidized anhydroglucose
units corresponding to structural formulae I, II and/or III:

containing one, two or three carboxyl groups and/or soluble salts thereof per unit.
2. A detergent as claimed in claim 1, characterized in that the content of oxidized anhydroglucose
units corresponding to formulae I, II and/or III in the polyglucosan derivatives is
at least 25 mole-%, preferably at least 35 mole-% and more preferably at least 40
mole-%, the upper limit to the content of these oxidized anhydroglucose units being
at around 100 mole-% and, more particularly, 95 mole-%.
3. A detergent as claimed in claim 1 or 2, characterized in that it contains as builder
oxidation products of polyglucosans of which - on a statistical average - at least
15 mole-% consist of oxidized anhydroglucose units corresponding to formula I and
which have average molecular weights below 15,000 and/or soluble salts thereof.
4. A detergent as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that it contains
builders based on the selectively oxidized polyglucosans in quantities of 10% by weight
to 40% by weight, based on the total weight of the detergent.
5. A detergent as claimed in claim 4, characterized in that it contains no more than
10% by weight of watersoluble organic complexing agents from the group of synthetic
polymeric carboxylates and, preferably, is at least substantially free therefrom.
6. A detergent as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that it contains
other complexing agents, such as citric acid or alkali metal citrates and/or the salts
of nitrilotriacetic acid, at most in quantities of not more than 30% by weight and,
more particularly, not more than 10% by weight, if at all.
7. A detergent as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that it contains
15% by weight to 30% by weight of oxidation products of polyglucosans,
40% by weight of alkali metal carbonate and alkali metal hydrogen carbonate,
5% by weight to 15% by weight of alkali metal perborate and/or percarbonate,
2% by weight to 10% by weight and, more particularly, 1% by weight to 5% by weight
of bleach activator,
0.5% by weight to 5% by weight and, more particularly,
0.8 to 3% by weight of surfactant, more particularly nonionic surfactant,
up to 30% by weight and, more particularly, 5% by weight to 20% by weight of alkali
metal silicate,
not more than 5% by weight and, more particularly, 2% by weight to 4% by weight of
enzyme,
not more than 5% by weight and, more particularly, 0.5% by weight to 2% by weight
of fragrance.
8. A powder-form or granular detergent as claimed in any of claims 1 to 7, characterized
in that it has an apparent density of 750 g/l to 1,000 g/l.
9. A process for the production of a tablet-form detergent having the composition claimed
in any of claims 1 to 7, characterized in that all its constituents are mixed in a
mixer and the resulting mixture is tabletted in a tablet press under pressures of
200·105 Pa to 1,500·105 Pa.
10. A process for the production of the detergents claimed in claim 8 in powder form and/or
granular form with apparent densities of 750 to 1,000 g/l, characterized in that,
in a first process step, the builder component is mixed with at least part of the
liquid mixture components, an increase in apparent density being obtained, surplus
moisture, if any, is removed and the premix is subsequently combined with the other
components of the dishwashing detergent.
11. A process as claimed in claim 10, characterized in that liquid surfactant compounds,
more particularly corresponding nonionic surfactants, solutions of fragrances in carrier
liquids and/or water or aqueous solutions of mixture components, more particularly
aqueous alkali metal silicate solutions, are used as the liquid phase in the first
stage of the process.
12. A process as claimed in claim 10 or 11, characterized in that, where the mixture of
active substances is granulated, the granules obtained are powdered and spheronized
in a final step with powder-form alkali metal silicate and/or alkali metal carbonate.
1. Produit solide, faiblement alcalin, exempt de phosphate et de chlore, pour le lavage
mécanique de la vaisselle, contenant des adjuvants organiques hydrosolubles, des agents
de blanchiment à base d'oxygène, des agents tensioactifs, ainsi que, le cas échéant,
d'autres constituants habituels, caractérisé en ce qu'il contient, à concurrence de
10% en poids à 30% en poids, des carbonates alcalins; à concurrence de 30% en poids
à 50% en poids, des hydrogénocarbonates alcalins et, à titre de composant d'adjuvant,
à concurrence de 5% en poids à 60% en poids, un polymère comprenant des unités d'anhydroglucose,
qui est constitué au moins partiellement par des unités d'anhydroglucose oxydées répondant
aux formules de constitution I, II et/ou III

comprenant un, deux ou trois groupes carboxyle et/ou leurs sels solubles par unité.
2. Produit selon la revendication 1, caractérisé en ce que la teneur en unités d'anhydroglucose
oxydées répondant aux formules I, II et/ou III dans les dérivés de polyglucosanes
se situe à au moins 25 moles %, en particulier à au moins 35 moles %, de préférence
à au moins 40 moles %, la limite supérieure de la teneur se situant à environ 100
moles %, en particulier à 95 moles %.
3. Produit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il contient, à titre d'adjuvant,
des produits d'oxydation de polyglucosanes qui sont constitués, dans la moyenne statistique,
à concurrence d'au moins 15 moles %, par des unités d'anhydroglucose oxydées répondant
à la formule I et qui présentent des poids moléculaires moyens inférieurs à 15.000,
et/ou de leurs sels solubles.
4. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il contient
des adjuvants à base des polyglucosanes oxydés de manière sélective dans des quantités
de 10% en poids à 40% en poids rapportés au poids total du produit.
5. Produit selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il ne contient pas plus de
10% en poids de formateurs de complexes organiques hydrosolubles choisis parmi le
groupe comprenant les carboxylates polymères synthétiques et est de préférence exempt
de ces derniers au moins dans la plus large mesure possible.
6. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il ne
contient pas d'autres formateurs de complexes tels que l'acide citrique, respectivement
des citrates alcalins et/ou les sels de l'acide nitrilotriacétique ou au maximum dans
des quantités qui ne sont pas supérieures à 30% en poids, en particulier qui ne sont
pas supérieures à 10% en poids.
7. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il contient,
à concurrence de 15% en poids à 30% en poids, des produits d'oxydation de polyglucosanes;
à concurrence de 40% en poids, des carbonates alcalins et des hydrogénocarbonates
alcalins;
à concurrence de 5% en poids à 15% en poids, des perborates et/ou des percarbonates
alcalins;
à concurrence de 2% en poids à 10% en poids, en particulier de 1% en poids à 5% en
poids, un activateur du blanchiment;
à concurrence de 0,5% en poids à 5% en poids, en particulier de 0,8 à 3% en poids,
des agents tensioactifs, en particulier des agents tensioactifs non ioniques;
jusqu'à concurrence de 30% en poids, en particulier de 5% en poids à 20% en poids,
des silicates alcalins;
en une quantité qui n'est pas supérieure à 5% en poids, en particulier de 2% en poids
à 4% en poids, des enzymes;
en une quantité qui n'est pas supérieure à 5% en poids, en particulier de 0,5% en
poids à 2% en poids, des matières odoriférantes.
8. Produit pulvérulent ou granuleux selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'il présente une masse volumique apparente de 750 g/l à 1000 g/l.
9. Procédé pour la préparation d'un produit sous forme de comprimés dont la composition
correspond à celle indiquée dans les revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'on
mélange tous ses constituants dans un mélangeur et on traite le mélange au moyen d'une
machine pour préparer des comprimés sous des pressions de compression dans le domaine
de 200 . 105 Pa à 1500 . 105 Pa.
10. Procédé pour la préparation de produits selon la revendication 8, sous forme pulvérulente
et/ou granuleuse, présentant des masses volumiques apparentes dans le domaine de 750
à 1000 g/l, caractérisé en ce que, dans une première étape opératoire partielle, on
mélange le composant d'adjuvant avec au moins une fraction de composants de mélange
liquides en augmentant la masse volumique apparente, le cas échéant on élimine un
excès d'humidité, et on les combine ensuite avec les autres composants du détergent
pour le lavage de la vaisselle.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'on met en oeuvre, à titre
de phase liquide, dans la première étape opératoire partielle, des composés tensioactifs
liquides, en particulier des agents tensioactifs non ioniques correspondants, des
solutions de matières odoriférantes dans des liquides de support et/ou dans de l'eau,
respectivement des solutions aqueuses de composants de mélange, en particulier des
solutions aqueuses de silicates alcalins.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que, dans le cadre d'une
granulation du mélange des substances actives, dans une étape ultérieure, on procède
au saupoudrage du produit de granulation et on lui donne une forme arrondie avec des
silicates alcalins et/ou des carbonates alcalins pulvérulents.