| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 656 967 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
30.10.1996 Patentblatt 1996/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.08.1993 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D21F 1/00 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9302/234 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9404/748 (03.03.1994 Gazette 1994/06) |
|
| (54) |
FORMIERSIEB
FORMING WEB
TOILE DE MISE EN FORME
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
25.08.1992 DE 9211391 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
14.06.1995 Patentblatt 1995/24 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEBTUCHFABRIK AG |
|
CH-4603 Olten (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- ZIMMERMANN, Daniel
F-68100 Mulhouse (FR)
- MAHER, Liam
Tralee,
Co. Kerry (IE)
|
| (74) |
Vertreter: Paul, Dieter-Alfred, Dipl.-Ing. |
|
Fichtestrasse 18 41464 Neuss 41464 Neuss (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 269 070 DE-U- 9 115 480 US-A- 5 089 324
|
WO-A-88/05841 DE-U- 9 211 776
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Formiersieb für die Blattbildungspartie einer Papiermaschine,
bestehend aus einem mehr als einlagigen, insbesondere flachgewebten Gewebe aus Kunststoffäden
mit sich in Maschinenlaufrichtung erstreckenden Längsfäden und sich quer dazu erstreckenden
Querfäden, wobei eine erste Gruppe von Querfäden in der Ebene der Papierseite liegt
und dort über Längsfäden flottiert, deren Anzahl wenigstens so groß ist wie die Anzahl
der Querfäden, über die die Längsfäden papierseitig flottieren, und wobei die Ebene
der Haschinenseite ausschließlich von einer zweiten Gruppe von Querfäden gebildet
ist.
[0002] Eine übliche Papiermaschine besteht im wesentlichen aus drei hintereinander liegenden
Partien. In den einzelnen Partien wird die Papierbahn auf unterschiedliche Weise entwässert
bzw. getrocknet. Dabei wird die Papierbahn von sogenannten Papiermaschinenbespannungen
abgestützt und geführt.
[0003] In der ersten Partie, der sogenannten Blattbildungspartie, wird hierfür ein Formiersieb
verwendet. Auf dieses wird der flüssige bis breiige Faserstoff aufgetragen. Durch
Schwerkrafteinwirkung, unterstützt durch Unterdruck erzeugende Saugkästen, wird der
Faserstoff soweit entwässert, daß am Ende des Formiersiebes eine zusammenhängende,
wenn auch noch sehr empfindliche Papierbahn mit hohem Flüssigkeitsgehalt entsteht.
Diese wird dann von dem Formiersieb abgenommen und zu der zweiten Partie, der sogenannten
Pressenpartie, geführt. Dort wird die Papierbahn zum Zwecke der Entwässerung zwischen
Walzen hohem Druck ausgesetzt. Dabei wird sie von Preßfilzen unterstützt, die im allgemeinen
aus einem Grundgewebe und einem darauf zumindest papierseitig aufgenadelten Faservlies
bestehen. In der dritten Partie, der Trockenpartie, wird die Papierbahn im wesentlichen
thermisch entwässert, indem sie nahezu drucklos über beheizte Trockenzylinder geführt
wird. Dabei wird sie durch sogenannte Trockensiebe abgestützt, wobei die Trockensiebe
als Gewebe oder als Drahtgliederbänder ausgebildet sein können.
[0004] Auf Grund der unterschiedlichen Art der Entwässerung in den einzelnen Partien der
Papiermaschine werden an die jeweils eingesetzten Papiermaschinenbespannungen - Formiersieb,
Preßfilz und Trockensieb - verschiedene Anforderungen gestellt. Sie weichen deshalb
in ihrem Aufbau grundsätzlich sehr stark voneinander ab. Dies gilt insbesondere für
ihre Wasserdurchlässigkeit, Gewebedicke, Beständigkeit etc. In einer Partie verwendete
Papiermaschinenbespannungen können grundsätzlich niemals in einer anderen Partie verwendet
werden.
[0005] Insoweit besondere Anforderungen werden an Formiersiebe gestellt. Dies beruht darauf,
daß Formiersiebe in erster Linie dazu dienen, aus einer flüssigen Masse erst eine
Papierbahn zu bilden, daß also nicht - wie in der Pressen- und Trockenpartie - schon
eine zusammenhängende Papierbahn vorliegt. Bei der Auslegung eines Formiersiebes muß
deshalb insbesondere das Verhalten der einzelnen Fasern in Bezug auf das Formiersieb
berücksichtigt werden, eine Forderung, die sich naturgemäß in der Pressen- und Trockenpartie
wegen der dort schon ausgebildeten Papierbahn nicht stellt. Dabei sind die Forderungen
oft widerstreitend, d. h. ihre Erfüllung ist nur kompromißweise möglich. So muß ein
Formiersieb eine gute Trennwirkung haben, also einerseits die Papierfasern an der
papierseitigen Oberfläche des Formiersiebes festhalten und andererseits eine gute
Entwässerung bewirken. Die als Faserretention bezeichnete Eigenschaft, die Fasern
auf dem Formiersieb festzuhalten, muß zudem verbunden werden mit der Fähigkeit zu
verhindern, daß Teile der Fasern in das Formiersieb hineingezogen werden und hierdurch
eine Abdichtung (sheat-sealing) herbeiführen. Letzteres hat nämlich nicht nur eine
Verringerung der Entwässerungsleistung zur Folge, sondern erschwert die Blattabnahme
am Ende des Formiersiebes wegen der Verzahnung mit diesem.
[0006] Eine weitere, gerade bei Formiersieben sehr wesentliche Forderung ist die Erzielung
einer möglichst hohen Lebensdauer. Im Unterschied zu den in der Pressen- und Trockenpartie
verwendeten Papiermaschinenbespannungen wird ein Formiersieb nicht nur über Umlenkrollen,
sondern auch über feststehende Haschinenteile geführt mit der Folge, daß dort große
Reibkräfte wirken. Insbesondere wenn es sich um Saugkästen handelt, bei denen zur
Unterstützung der Schwerkraftentwässerung ein Unterdruck erzeugt wird, liegt das Formiersieb
mit beträchtlichem Auflagedruck an Maschinenteilen an und reibt über diese hinweg.
Dem wird durch Verwendung besonders widerstandsfähiger Kunststoffmaterialien an der
Maschinenseite und durch Entkoppelung von papierseitiger und maschinenseitiger Struktur
Rechnung getragen. Es werden dann auf der Maschinenseite besondere Querfäden als Abriebmaterial
vorgesehen, die dann allein die Ebene der Maschinenseite bilden. Diese Querfäden schützen
die durch die Längsspannung im Formiersieb hochbelasteten Längsfäden vor Abrieb und
damit einer Beeinträchtigung ihrer Festigkeit.
[0007] Ein gattungsgemäßes Papiermaschinensieb ist beispielsweise in der EP-A-0̸ 390̸ 0̸0̸5
offenbart. Es hat an der Haschinenseite langflottierende Querfäden, die allein die
Ebene der Maschinenseite bilden und damit die Längs fäden vor Abrieb schützen. Auf
der Papierseite sind Längs- und Querfäden so eingebunden, daß nach Möglichkeit eine
monoplane Oberfläche entsteht. Sowohl die Längs- als auch die Querfäden haben in konventioneller
Weise kreisrunden Querschnitt. Dies hat eine Reihe von Nachteilen.
[0008] Auf der Papierseite ist die Abstützung der einzelnen Fasern nicht befriedigend. Die
sich auf Grund des runden Querschnittes konisch öffnenden Gewebelücken haben zur Folge,
daß ein Teil der Fasern ins Siebinnere hineingezogen werden, wodurch zumindest eine
für die Papierabnahme schädliche Verzahnung zwischen Gewebe und Fasern erzeugt wird.
Außerdem ergibt sich hierdurch eine hohe Oberflächenrauhheit des Papiers und eine
schlechte Bedruckbarkeit. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß sich dynamische
Druckschwankungen, die sich im mitgeschleppten Wasser beim Überfahren von Maschinenteilen
der Naßpartie einstellen, leicht bis zur Papierbahn vordringen und dort zu Markierungen
führen.
[0009] Auf der Haschinenseite kann ein ausreichendes Abriebvolumen nur durch die Verwendung
relativ dicker Querfäden zur Verfügung gestellt werden. Deren Biegsamkeit ist jedoch
eingeschränkt, weshalb die Längsfäden bei der Einbindung mit diesen Querfäden bis
nahe an die Ebene der Maschinenseite herabgedrückt werden und auf diese Weise relativ
schnell einem Verschleiß unterworfen sind. Gravierender ist noch, daß sich die Siebeigenschaften
beim Verschleiß der die Maschinenseite bildenden Querfäden erheblich und mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit ändern. Auf Grund der langen Flottierung und der Steifigkeit dieser
Querfäden ergibt sich zwischen den Einbindungen ein bogenförmiger Verlauf mit der
Folge, daß sich beim Abrieb die Kontaktfläche sowohl in Längs- als auch Querrichtung
des Fadens ständig und ungleichmäßig verändert.
[0010] Schon seit langer Zeit sind Vorschläge bekannt, bei Formiersieben abgeflachte Längsfäden
einzusetzen. Diese Vorschläge bezogen sich zunächst nur auf einlagige Formiersiebe
und hier in erster Linie auf Metallsiebe (vgl. US-A-2 0̸0̸3 123; US-A-3 139 119; US-A-3
143 150̸; US-A-3 545 70̸5; US-A-3 632 0̸68). Nach dem Aufkommen von aus Kunststoffäden
bestehenden Formiersieben ist die Verwendung von abgeflachten Längsfäden auch bei
diesen Sieben bekannt geworden (US-A-4 143 557). In jüngster Zeit sind auch Vorschläge
gemacht worden, abgeflachte Längsfäden bei mehr als einlagigen, insbesondere zwei-
und dreilagigen Formiersieben vorzusehen (GB-A-2 157 328; US-A-4 815 499). Entsprechend
den Angaben in diesen Schriften versprach man sich hiervon eine Reihe von Vorteilen.
[0011] Soweit sie sich auf Metallsiebe beziehen, können sie jedoch nicht ohne weiteres auf
Kunststoffsiebe übertragen werden, da das Verhalten von Metalldrähten in einem Gewebeverbund
stark von dem der Kunststoffäden abweicht. Entsprechendes gilt für den Unterschied
zwischen ein- und mehrlagigen Geweben. Generell ist zu sagen, daß der Einsatz von
abgeflachten Längsfäden nur einen geringen oder keinen Einfluß auf die wesentlichen
Eigenschaften eines Formiersiebes hat. Da die Längsfäden auch bei mehrlagigen Formiersieben
auf Grund der bei Kunststoffsieben grundsätzlich durchgeführten Thermofixierung gestreckt
werden und dann nur noch wenig ausgeprägte Kröpfungen aufweisen sowie hauptsächlich
im Siebinneren verlaufen, wirkt sich die größere Biegsamkeit der abgeflachten Längsfäden
aufgrund ihrer geringen Höhe - sie wird ohnehin nur dann erreicht, wenn die Querschnittsfläche
gegenüber Rundfäden gleichbleibt oder geringer ist - kaum vorteilhaft aus.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Formiersieb der gattungsgemäßen Art
so weiterzubilden, daß wesentlich verbesserte Voraussetzungen hinsichtlich der Papierbahnbildung
und bezüglich der Abriebeigenschaften geschaffen werden.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Formiersieb mit folgenden Merkmalen
gelöst:
(a) wenigstens ein Teil der Querfäden haben einen abgeflachten Querschnitt;
(b) die abgeflachten Querfäden sind so angeordnet, daß ihre Querschnittserstreckung
in der Gewebeebene größer ist als quer zur Gewebeebene;
(c) das Verhältnis zwischen Querschnittserstreckung in Gewebeebene zu Querschnittserstreckung
quer zur Gewebeebene liegt zwischen 1,2 und 2,5, vorzugsweise 1,2 und 1,8;
[0014] Dieser Merkmalskombination liegt die Erkenntnis zugrunde, daß man durch die Verwendung
von abgeflachten Querfäden wesentlich mehr und erheblich vielseitiger Einfluß auf
die Eigenschaften eines Formiersiebes nehmen kann. Dies beruht auf der schon zur Erfindung
gehörenden Überlegung, daß die Querfäden insbesondere nach der Thermofixierung wesentlich
ausgeprägtere Kröpfungen haben als die Längsfäden. Unter der Voraussetzung gleicher
Querschnittsflächen sind die abgeflachten Querfäden erheblich schmiegsamer und passen
sich deshalb dem Verlauf der Längsfäden in den Kröpfungen besser an. Hierdurch läßt
sich in weiten Bereichen die Dicke eines Formiersiebes mit Blick auf die sich teilweise
widersprechenden Forderungen nach guten Entwässerungsleistungen, der Zurverfügungstellung
von großen Abriebvolumina und der Größe des freien inneren Volumens optimieren und
den jeweiligen Erfordernissen in der betreffenden Papiermaschine anpassen. Damit werden
Möglichkeiten der Maßschneiderung und Anpassung eines Formiersiebes an eine bestimmte
Papiermaschine eröffnet, die mit aus Rundfäden bestehenden Formiersieben gar nicht
und mit abgeflachten Längsfäden enthaltenen Formiersieben nur in unbedeutendem Umfang
erreichbar waren. Diese Möglichkeiten sind offenbar jahrzehntelang nicht erkannt worden,
denn die Fachwelt blieb, was die Verwendung von abgeflachten Fäden in Formiersieben
angeht, der Vorstellung verhaftet, daß solche Fäden nur bei ihrer Anordnung in Längsrichtung
Sinn geben.
[0015] Von besonderem Vorzug ist, wenn ein Teil oder alle Querfäden der ersten Gruppe, die
in der Ebene der Papierseite liegen, abgeflacht sind. Da sich die solchermaßen abgeflachten
Querfäden an der Papierseite quer zur Hauptrichtung der Fasern des Papierstoffes erstrecken,
ergibt sich hierdurch eine optimale Faserunterstützung mit wesentlich herabgesetzter
Gefahr, daß ein Teil der Fasern in das Siebinnere abgleitet. Die abgeflachten Querfäden
wirken wie kleine, quergestellte Plateaus, die die auflaufenden Papierstoffasern wirkungsvoll
mitnehmen und ihnen, da sie in Laufrichtung orientiert sind, eine optimale Unterstützung
ohne die Gefahr des Abgleitens geben. Der bei runden Fäden auftretende Verzahnungseffekt
wird weitestgehend vermieden und auf diese Weise die Blattabnahme am Ende der Blattbildungspartie
erheblich erleichtert.
[0016] Der Grundgedanke der Erfindung läßt sich auch bei Formiersieben verwirklichen, bei
denen die erste Gruppe von Querfäden aus wenigstens zwei Untergruppen von Querfäden
besteht, von denen eine erste Untergruppe Normalquerfäden und eine zweite Untergruppe
Füllquerfäden bilden. Dabei können die Füllquerfäden Flottierungen haben, die über
mehr Längsfäden gehen als die längsten Flottierungen der Normalquerfäden, wodurch
der vorbeschriebene quergerichtete Plateaueffekt besonders ausgeprägt ist. Selbstverständlich
besteht die Höglichkeit, den Normalquerfäden und den Füllquerfäden jeweils voneinander
abweichende Querschnittsflächen und/oder Querschnittsformen zu geben.
[0017] Der vorbeschriebene Effekt kommt besonders deutlich zum Tragen, wenn die Querfäden
über eine Anzahl von Längsfäden flottieren, die größer ist als die Anzahl von Querfäden,
über die die Längsfäden flottieren. Hierdurch wird eine ausgeprägte Querstruktur aus
einer Vielzahl von Querplateaus erzeugt, die den aufgelaufenen Fasern eine optimale
Abstützung gerade wegen deren Orientierung vornehmlich in Laufrichtung geben.
[0018] Die Flottierungen der abgeflachten Querfäden kann entsprechend den jeweiligen Anforderungen
gestaltet sein. Bei einem eineinhalblagigen Gewebe sollten die längsten Flottierungen
wenigstens über vier Längsfäden gehen, bei einem doppellagigen Gewebe über wenigstens
drei Längsfäden und bei einem dreilagigen Gewebe über wenigstens einen Längsfaden.
[0019] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die abgeflachten Querfäden
der ersten Gruppe eine Faserunterstüzungsbreite haben, die wenigstens 9% größer ist
als die eines kreisrunden Fadens gleicher Querschnittsfläche. Vorzugsweise sollte
die Faserunterstützungsbreite sogar mindestens 15% und besonders vorteilhafterweise
mindestens 30̸% betragen. Dabei ist unter der Faserunterstützungsbreite diejenige
Breite einer ebenen Fadenoberfläche zu verstehen, die dann entsteht, wenn von dem
jeweiligen Querfaden 10̸% seiner Höhe, also der Erstreckung quer zur Ebene des Gewebes,
von der Papierseite her entfernt wird.
[0020] Gemäß einem weiteren Herkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der Überdeckungsgrad
der Querfäden der ersten Gruppe bei eineinhalb- und doppellagigen Geweben ohne Füllquerfäden
wenigstens 32%, besser noch 37% und vorzugsweise mindestens 42 oder sogar 47%, besser
noch 52% beträgt. Dabei wird der Überdeckungsgrad definiert als Produkt aus der zuvor
definierten Faserunterstützungsbreite (in cm), der Anzahl der Fäden (Fadendichte)
pro cm Sieblänge und der Zahl 10̸0̸ definiert. Sofern für die erste Gruppe von Querfäden
unterschiedliche Arten von Fäden verwendet wird, werden für jede Fadenart eigene Überdeckungsgrade
ermittelt. Der totale Überdeckungsgrad entspricht dann der Summe der Überdeckungsgrade
der einzelnen Arten von Querfäden. Bei zweilagigen Geweben mit Füllquerfäden oder
wenigstens dreilagigen Geweben sollte der Überdeckungsgrad mindestens 40̸%, besser
noch 50̸ oder sogar 55% und vorzugsweise 60̸% betragen.
[0021] Unter Verwendung des Grundgedankens der vorliegenden Erfindung lassen sich weitere
Vorteile dann erzielen, wenn ein Teil oder alle Querfäden der zweiten Gruppe, die
die Ebene der Maschinenseite bilden, abgeflacht sind.
[0022] Eine solche Gestaltung hat den Vorzug, daß sich die wesentlichen Eigenschaften des
Formiersiebes nicht mehr so stark und dann in wesentlich gleichmäßigerer Weise ändern
als bei Formiersieben, bei denen diese Querfäden als Rundfäden ausgebildet sind. Dies
beruht zum einen darauf, daß sich die Auflagefläche des Formiersiebes beim Abrieb
nicht mehr so viel oder - bei rechteckigen Querfäden - praktisch nicht ändert und
daß sich die Querfäden wegen ihrer größeren Flexibilität besser an die Unterseite
des Formiersiebes anschmiegen, also nicht mehr so stark vorstehen. Letzteres hat zur
Folge, daß sich auch die Länge der Abriebfläche im Laufe der Zeit nur unwesentlich
ändert. Dabei werden auch hier Optimierungsmöglichkeiten eröffnet. Unter Beibehaltung
der Dicke des Formiersiebes kann wesentlich mehr Abriebvolumen zur Verfügung gestellt
werden. Andererseits kann bei gleichem Abriebvolumen die Dicke des Formiersiebes herabgesetzt
werden. Gerade weil die Querfäden der zweiten Gruppe maschinenseitig vorstehen, kann
mit Hilfe dieser Querfäden ein starker Einfluß einerseits bezüglich des Abriebvolumens
und andererseits bezüglich der Dicke des Siebes genommen werden.
[0023] Die Querfäden der zweiten Gruppe sollten bei einem eineinhalblagigen Gewebe über
wenigstens vier Längsfäden und bei einem doppellagigen Gewebe über wenigstens fünf
Längsfäden flottieren. Dabei kann bei einem doppellagigen Gewebe nach der Schaftzahl
der Querfäden differenziert werden. Bei einer Schaftzahl von vierzehn sollten die
Querfäden der zweiten Gruppe über mindestens zehn Längsfäden und bei einer Schaftzahl
von sechzehn über mindestens zwölf Längsfäden flottieren.
[0024] Bei den -abgeflachten Querfäden der zweiten Gruppe sollte das Verhältnis der Maximal-
zu der Normabrasionsfläche maximal 2,9, besser noch 2,2 und vorzugsweise 1,7 oder
noch besser 1,4 betragen. Als Abrasionsfläche eines maschinenseitig flottierenden
Fadens wird dessen maschinenseitige Kontaktfläche mit den Elementen der Papiermaschine
bezeichnet. Als maximale Abrasionsfläche ist die größte Kontaktfläche gemeint, welche
sich im Verlauf der Abnutzung der Querfäden einstellt. Als Normabrasionsfläche ist
diejenige Kontaktfläche definiert, welche nach Abtragung von 10̸% der Höhe des jeweiligen
Querfadens, also der Erstreckung des betreffenden Fadens quer zur Gewebeebene, entsteht.
[0025] Was den Überdeckungsgrad angeht, sollte er bei Querfäden der zweiten Gruppe über
52% liegen, besser noch über 62%, wenn es sich um eineinhalblagiges Gewebe handelt.
Bei einem doppellagigen Gewebe ohne Füllquerfäden in der ersten Gruppe sollte der
Überdeckungsgrad der Querfäden der zweiten Gruppe über 40̸%, besser noch über 45%
liegen, bei einem doppellagigen Gewebe mit Füllquerfäden in der ersten Gruppe über
32%, vorzugsweise über 37% liegen. Bei einem dreilagigen Gewebe, bei dem das Verhältnis
der Anzahl der Querfäden der ersten Gruppe zu der der Querfäden der zweiten Gruppe
1:1 beträgt, sollte der Überdeckungsgrad über 45%, besser noch über 50̸% liegen. Bei
einem dreilagigen Gewebe, bei dem das Verhältnis der Anzahl der Querfäden der ersten
Gruppe zu der der Querfäden der zweiten Gruppe 3:2 beträgt, sollte der Überdeckungsgrad
über 42%, besser noch über 46% liegen. Bei einem dreilagigen Gewebe, bei dem das Verhältnis
der Anzahl der Querfäden der ersten Gruppe zu der der Querfäden der zweiten Gruppe
2:1 beträgt, sollte der Überdeckungsgrad mindestens 39%, besser noch 42% betragen.
[0026] Es besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, die erfindungsgemäß abgeflachten
Querfäden mit solchen Längsfäden zu kombinieren. Dabei sollten die abgeflachten Längsfäden
so angeordnet sein, daß ihre Querschnittserstreckung in der Gewebeebene größer ist
als quer zur Gewebeebene und das Verhältnis zwischen Querschnittserstreckung in Gewebeebene
zur Querschnittserstreckung quer zur Gewebeebene zwischen 1,2 und 2,2 liegt. Die abgeflachten
Längsfäden sollten eine Fläche von 0̸,15 bis 0̸,226 mm
2 haben.
[0027] Die abgeflachten Querfäden der ersten Gruppe haben zweckmäßigerweise eine Fläche
von 0̸,0̸13 bis 0̸,195 mm
2, die der zweiten Gruppe eine Fläche von 0̸,0̸22 bis 0̸,4 mm
2.
[0028] Die abgeflachten Fäden können eine beliebige Querschnittsform haben, sofern die Bedingungen
des Grundgedankens der Erfindung eingehalten werden. Als besonders geeignet bieten
sich an ovale, insbesondere elliptische, und vor allem rechteckige Querschnitte, letztere
vorzugsweise mit abgefasten Kanten. Es können aber auch andere Fadenformen in Frage
kommen, beispielsweise trapez- oder rhomboidförmige.
[0029] Das erfindungsgemäße Formiersieb kann auch hinsichtlich seines offenen inneren Volumens
in sehr weiten Grenzen eingestellt werden. Dabei kann ein optimaler Kompromiß zwischen
einerseits der Entwässerungsleistung und andererseits dem sogenannten Wasserschleppen
erreicht werden. Dabei sollte der Wert weniger als 54 mm
3/cm
2, vorzugsweise weniger als 46 mm
3/cm
2, nicht überschritten werden. Es kann jedoch bezüglich des Aufbaues des Gewebes wie
folgt differenziert werden:
- bei einem eineinhalblagigen Gewebe weniger als 54 mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 46 mm3/cm2;
- bei einem doppellagigen Gewebe weniger als 38 mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 33 mm3/cm2;
- bei einem doppellagigen Gewebe mit einer ersten Gruppe von Querfäden aus Normalquerfäden
und Füllquerfäden weniger als 53 mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 44 mm3/cm2;
- bei einem dreilagigen Gewebe mit einem Verhältnis der Fadenzahlen der ersten zur zweiten
Gruppe von Querfäden von 2:1 weniger als 60̸mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 55 mm3/cm2;
- bei einem dreilagigen Gewebe mit einem Verhältnis der Fadenzahlen der ersten zur zweiten
Gruppe von Querfäden von 1:1 weniger als 40̸ mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 38 mm3/cm2.
[0030] Dabei erstreckt sich die Flächeneinheit, die mit "cm
2" bezeichnet wird, in der Gewebeebene.
[0031] Soweit das Gewebe mindestens dreilagig ist und die Lagen über Bindefäden miteinander
verbunden sind, empfiehlt sich, auch die Bindefäden mit einem abgeflachten Querschnitt
mit einer Querschnittserstreckung der Gewebeebene, die größer ist als quer dazu. Die
Querschnittsfläche sollte von 0̸,0̸12 bis 0̸,0̸62 mm
2 gehen.
[0032] In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher veranschaulicht.
Es zeigen:
- Figur (1)
- ein eineinhalblagiges Formiersieb im Längsschnitt;
- Figur (2)
- das Formiersieb gemäß Figur (1) im Querschnitt;
- Figur (3)
- ein zweilagiges Formiersieb im Längsschnitt;
- Figur (4)
- ein dreilagiges Formiersieb im Längsschnitt;
- Figur (5)
- ein zweilagiges Formiersieb mit Füllquerfäden im Längsschnitt;
- Figur (6)
- ein anderes zweilagiges Formiersieb mit Füllquerfäden im Längsschnitt;
- Figur (7)
- ein weiteres zweilagiges Formiersieb im Längsschnitt;
- Figur (8)
- eine Darstellung der Abstützung von Papierfasern bei kreisrunden und bei rechteckigen,
abgeflachten Querfäden.
[0033] Das in den Figuren (1) und (2) dargestellte, eineinhalblagige Formiersieb (1) hat
im Querschnitt kreisrunde Längsfäden (2), die sich in Maschinenrichtung (MD) erstrecken.
Das Formiersieb (1) weist ferner eine erste Gruppe von Querfäden (3) mit ebenfalls
kreisrundem Querschnitt auf. Darunter befindet sich eine zweite Gruppe von Querfäden
(4), die einen rechteckigen Querschnitt haben, wobei die Erstreckung quer zur Ebene
des Formiersiebes (1) geringer ist als in dessen Ebene.
[0034] Die Einbindung der Längsfäden (2) und der ersten Gruppe von Querfäden (3) ist so
getroffen, daß eine monoplane Oberseite, d. h. Papierseite entsteht. Dabei bindet
ein Längsfaden (2) jeden fünften Querfaden (3) der ersten Gruppe ein. Die Querfäden
(3) der ersten Gruppe flottieren dabei jeweils über vier Längsfäden, bevor sie mit
einem Längsfaden (2) einbinden (vgl. Figur (2)). Hierdurch entsteht eine ausgeprägte
Querstruktur auf der Papierseite des Formiersiebes (1), d. h. die Querflottierungen
der Querfäden (3) der ersten Gruppe dominieren die Papierseite.
[0035] Die zweite Gruppe von Querfäden (4) flottiert zur Maschinenseite hin über insgesamt
neun Längsfäden (2), bevor diese Querfäden (4) mit einem Längsfaden (2) einbinden.
Da die Querfäden (4) im Vergleich zu einem runden Querfaden gleicher Querschnittsfläche
wesentlich biegsamer sind, haben sie keine Bogenform. Sie verlaufen vielmehr auf Grund
ihrer Anschmiegsamkeit zwischen den Einbindungen mit den Längsfäden gerade. Dieser
Umstand sowie der rechteckige Querschnitt haben zur Folge, daß sich die Abrasionsfläche,
also dienjenige Fläche, mit der das Formiersieb (1) über die feststehenden Teile der
Papiermaschine reibt, bei zunehmendem Verschleiß kaum ändert. Die Siebdickenänderung
pro Zeiteinheit ist gegenüber der Verwendung von Querfäden runden Querschnitts geringer
und bleibt im wesentlichen konstant. Dies bedeutet, daß sich die Siebeigenschaften
während des Laufs des Formiersiebes (1) nur geringfügig und dann nur sehr gleichmäßig
ändern.
[0036] Das in Figur (3) dargestellte Ausführungsbeispiel eines zweilagigen Formiersiebes
(5) hat runde Längsfäden (6) sowie eine erste Gruppe von Querfäden (7) auf der Papierseite
und eine zweite Gruppe von Querfäden (8) auf der Haschinenseite. Jeweils ein Querfaden
(7) der ersten Gruppe liegt oberhalb eines Querfadens (8) der zweiten Gruppe. Im Unterschied
zu dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren (1) und (2) haben die Querfäden (7, 8)
beider Gruppen einen rechteckigen, abgeflachten Querschnitt. Die Längsfäden (6) flottieren
zunächst über zwei Querfäden (7) der ersten Gruppe papierseitig, dann zwischen drei
Querfäden (7, 8) der ersten und der zweiten Gruppe und binden dann mit einem Querfaden
(8) der zweiten Gruppe ein.
[0037] Die Querfäden (7) der ersten Gruppe bilden auf Grund ihres abgeflachten Querschnittes
quergerichtete Plateaus für die Abstützung der hauptsächlich in Laufrichtung des Formiersiebes
(5) ausgerichteten Papierstoffasern. Gegenüber kreisrunden Querfäden gleicher Querschnittsfläche
haben die Querfäden (7) der ersten Gruppe eine geringere Höhe, wodurch sich für die
Längsfäden (6) flachere Kröpfungen ergeben. Dies verringert die Gefahr von Siebmarkierungen
und gewährleistet eine bessere Längenkonstanz des Formiersiebes (5) auf der Papiermaschine.
[0038] Entsprechendes gilt auch für die Querfäden (8) der zweiten Gruppe. Ihre Abriebeigenschaften
entsprechen den Querfäden (4) bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren (1) und
(2).
[0039] In Figur (4) ist ein Formiersieb (9) dargestellt, das dreilagig ausgebildet ist.
Es hat papierseitige Längsfäden (10̸), die in Leinwandbindung mit einer ersten Gruppe
von Querfäden (11) einbinden. Sowohl die Längsfäden (10̸) als auch die Querfäden (11)
haben kreisrunden Querschnitt. Unterhalb der papierseitigen Längsfäden (10̸) verlaufen
maschinenseitige Längsfäden (12) von ebenfalls rundem Querschnitt. Sie binden mit
einer zweiten Gruppe von Querfäden (13) ein, welche an der Maschinenseite verlaufen
und dabei die Längsfäden (10̸, 12) vor Verschleiß schützen. Die Querfäden der zweiten
Gruppe (13) haben rechteckigen Querschnitt. Ihre Querschnittsfläche ist größer als
die der Querfäden (11) der ersten Gruppe. Das Verhältnis der Anzahl der Querfäden
(11) der ersten Gruppe zu der der Querfäden (13) der zweiten Gruppe beträgt 2:1. Im
Rahmen der Erfindung besteht die Möglichkeit, auch für die Querfäden (11) der ersten
Gruppe abgeflachte, insbesondere rechteckige Querschnitte vorzusehen. Die Verwendung
von abgeflachten Querschnittsformen reduziert die Dicke des Formiersiebes (9) gegenüber
Ausführungsformen mit runden Querschnitten gleicher Querschnittsfläche.
[0040] In Figur (5) ist ein zweilagiges Formiersieb (14) dargestellt, welches in der oberen
Lage eine erste Gruppe von Querfäden hat, wobei sich in dieser Gruppe Normalquerfäden
(15) mit Füllquerfäden (16) abwechseln. Sie haben jeweils kreisrunden Querschnitt.
Die untere, maschinenseitige Lage wird von einer zweiten Gruppe von langflottierenden
Querfäden (17) mit rechteckigem Querschnitt gebildet. Beide Gruppen von Querfäden
(15, 16, 17) werden durch Längsfäden (18) eingebunden, die jeweils papierseitig über
zwei Normalquerfäden (15) und einen Füllquerfaden (16) flottieren und maschinenseitig
jeweils einen Querfaden (17) der zweiten Gruppe einbinden. Jeweils benachbarte Längsfäden
(18) sind um drei Querfäden (15, 16) der ersten Gruppe in Haschinenlaufrichtung versetzt.
[0041] Das in Figur (6) dargestellte Formiersieb (19) ähnelt in seinem Aufbau dem Formiersieb
(14) gemäß Figur (5). Es ist demgemäß zweilagig ausgebildet und hat abwechselnd Normalquerfäden
(20̸) und Füllquerfäden (21), die die erste Gruppe von papierseitig verlaufenden Querfäden
bilden. Beide haben abgeflachten rechteckigen Querschnitt.
[0042] Die untere Lage wird von einer zweiten Gruppe von Querfäden (22) gebildet, die in
diesem Fall kreisrunden Querschnitt haben und maschinenseitig langflottierend eingebunden
sind. Die Längsfäden (23) flottieren in der gleichen Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur (5).
[0043] Während bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur (4) auf konstante und sich gleichmäßig
ändernde Abriebeigenschaften durch Verwendung von rechteckigen Querfäden (17) der
zweiten Gruppe Wert gelegt worden ist, gewährleisten die Rechteckquerschnitte der
Normal- und Füllquerfäden (20̸, 21) bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur (6) eine
verbesserte Faserauflage, und zwar insbsondere dann, wenn diese Querfäden (20̸, 21)
auf der Papierseite dominieren und dort eine Querrippenstruktur erzeugen. Dabei zeigen
sich hier insbesondere die Möglichkeiten der Designoptimierung je nach den Erfordernissen
in der betreffenden Papiermaschine. Die abgeflachten Querschnitte haben einen frei
wählbaren Parameter mehr als runde Querschnitte, wodurch die gestalterischen Möglichkeiten
unter Berücksichtigung der vielfältigen Anforderungen, die gerade an ein Formiersieb
gestellt werden, vergrößert werden.
[0044] Bei dem in Figur (7) dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich ebenfalls
um ein zweilagiges Formiersieb (24), jedoch ohne Füllquerfäden. Eine erste Gruppe
von Querfäden (25) mit rundem Querschnitt bildet die obere Lage. Die untere Lage wird
von einer zweiten Gruppe von Querfäden (26) gebildet, die rechteckigen Querschnitt
haben und langflottierend eingebunden sind. In Haschinenlaufrichtung erstrecken sich
Längsfäden (27), die papierseitig über jeweils zwei Querfäden (25) der ersten Gruppe
flottieren und maschinenseitig jeweils einen Querfaden (26) der zweiten Gruppe einbinden.
Benachbarte Längsfäden (27) sind jeweils um drei Querfäden (25) der ersten Gruppe
in Maschinenlaufrichtung versetzt. Durch die Verwendung von Querfäden (26) der zweiten
Gruppe mit rechteckigem Querschnitt ist die Siebdicke gegenüber einem Formiersieb,
bei dem die Querfäden der zweiten Gruppe bei gleicher Querschnittsfläche runden Querschnitt
haben, erheblich reduziert.
[0045] Figur (8) zeigt im Querschnitt zwei nebeneinanderliegende Querfäden (28, 29) mit
rundem Querschnitt und jeweils darunter zwei nebeneinanderliegende Querfäden (30̸,
31) mit rechteckigem Querschnitt. Die runden Querfäden (28, 29) und die rechteckigen
Querfäden (30̸, 31) haben gleiche horizontale Abmessungen und übereinstimmende Querschnittsflächen.
Die Minimalabstände zwischen den runden Querfäden (28, 29) stimmen mit den Abständen
der rechteckigen Querschnitte (30̸, 31) überein.
[0046] Auf den runden Querfäden (28, 29) stützen sich Papierstoffasern (32, 33) ab. Sie
sind auf Grund der Differenzgeschwindigkeit zwischen Faserstoffauflauf und Papiermaschinensieb
in Maschinenlaufrichtung orientiert. Die Abstützung ist unbefriedigend, weil die Neigung
besteht, daß die Papierstoffasern (32, 33) durch den Entwässerungsstrom und auch den
Unterdruck in die sich nach oben konisch öffnende Spalte zwischen den runden Querfäden
(28, 29) hineingezogen werden. Hierdurch entstehen Probleme bei der Entwässerung und
auf Grund des Verzahnungseffektes bei der späteren Blattabnahme.
[0047] Auch auf den rechteckigen Querfäden (30̸, 31) sind Papierstoffasern (34, 35) abgelegt.
Obwohl der Spalt zwischen den rechteckigen Querfäden (30̸, 31) genauso groß ist wie
zwischen den runden Querfäden (28, 29), wird deutlich, daß die Abstützung der Papierstoffasern
(34, 35) erheblich verbessert ist. Die Papierstoffasern (34, 35) werden nicht mehr
in den Spalt zwischen den Querfäden (30̸, 31) hineingezogen, stören also nicht die
Entwässerung. Es tritt auch keine Verzahnung mit den Querfäden (30̸, 31) ein, die
die Blattabnahme beeinträchtigen könnte.
[0048] Im übrigen kann an Hand der Figur (8) die Definition der Faserunterstützungsbreite
(FIBER SUPPORT WIDTH) erläutert werden. Sie ergibt sich dann, wenn von der Oberseite
der Fäden 10̸% von deren Höhe abgenommen wird. Bei den rechteckigen Querfäden (30̸,
31) entspricht dann die Faserunterstützungsbreite der Breite dieser Querfäden (30̸,
31). Bei den runden Querfäden (28, 29) ist die Faserunterstützungsbreite - jeweils
angezeigt durch die Länge der Pfeile - erheblich geringer als der Durchmesser der
Querfäden (28, 29) und damit auch als die Faserunterstützungsbreite der rechteckigen
Querfäden (30̸, 31).
1. Formiersieb (1) für die Blattbildungspartie einer Papiermaschine, bestehend aus einem
mehr als einlagigen insbesondere flachgewebten Gewebe aus Kunststoffäden mit sich
in Maschinenlaufrichtung erstreckenden Längsfäden (2) und sich quer dazu erstreckenden
Querfäden, (3,4) wobei eine erste Gruppe von Querfäden (3) in der Ebene der Papierseite
liegt und dort über Längsfäden (2) flottiert, deren Anzahl wenigstens so groß ist
wie die Anzahl der Querfäden (3), über die die Langsfäden (2) papierseitig flottieren,
und wobei die Ebene der Maschinenseite ausschließlich von einer zweiten Gruppe von
Querfäden (4) gebildet ist,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
(a) wenigstens ein Teil der Querfäden (4, 7, 8, 13, 17, 20̸, 21, 26, 30̸, 31) haben
einen abgeflachten Querschnitt;
(b) die abgeflachten Querfäden (4, 7, 8, 13, 17, 20̸, 21, 26, 30̸, 31) sind so angeordnet,
daß ihre Querschnittserstreckungen in der Gewebeebene größer sind als quer zur Gewebeebene;
(c) das Verhältnis zwischen Querschnittserstreckung in Gewebeebene zu Querschnittserstreckung
quer zur Gewebeebene liegt zwischen 1,2 und 2,2, vorzugsweise 1,2 und 1,8;
2. Formiersieb nach Anspruch (1),
dadurch gekennzeichnet, daß abgeflachte Querfäden (7, 20̸, 21) zu der ersten Gruppe
von Querfäden (7, 20̸, 21) gehören.
3. Formiersieb nach Anspruch (2),
dadurch gekennzeichnet, daß alle Querfäden (7, 20̸, 21) der ersten Gruppe abgeflacht
sind.
4. Formiersieb nach Anspruch (2) oder (3),
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Gruppe von Querfäden aus wenigstens zwei Untergruppen
von Querfäden besteht, von denen eine erste Untergruppe Normalquerfäden (15, 20̸)
und eine zweite Untergruppe Füllquerfäden (16, 21) bilden.
5. Formiersieb nach Anspruch (4),
dadurch gekennzeichnet, daß die Füllquerfäden (16, 21) Flottierungen haben, die über
mehr Längsfäden (23) gehen als die längsten Flottierungen der Normalquerfäden (15,
20̸).
6. Formiersieb nach Anspruch (4) oder (5),
dadurch gekennzeichnet, daß die Normalquerfäden (15, 20̸) und die Füllquerfäden (16,
21) jeweils voneinander abweichende Querschnittsflächen und/oder Querschnittsformen
haben.
7. Formiersieb nach einem der Ansprüche (2) bis (6),
dadurch gekennzeichnet, daß die Querfäden (3, 7, 11, 15, 16, 20̸, 21, 25) der ersten
Gruppe über eine Anzahl von Längsfäden (2, 6, 12, 18, 23, 27) flottieren, die größer
ist als die Anzahl von Querfäden (3, 7, 11, 15, 16, 20̸, 21, 25), über die die Längsfäden
(2, 6, 12, 18, 23, 27) flottieren.
8. Formiersieb nach einem der Ansprüche (2) bis (7),
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem eineinhalblagigen Gewebe die Querfäden (3) der
ersten Gruppe mit ihren längsten Flottierungen über wenigstens vier Längsfäden (2)
flottieren.
9. Formiersieb nach einem der Ansprüche (2) bis (7),
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem doppellagigen Gewebe die Querfäden (6,15, 16,
20̸, 21, 25) der ersten Gruppe mit ihren längsten Flottierungen über zumindest drei
Längsfäden (6, 18, 23, 27) flottieren.
10. Formiersieb nach einem der Ansprüche (2) bis (7),
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem dreilagigen Gewebe die Querfäden (11) der ersten
Gruppe über wenigstens einen Längsfaden (12) gehen.
11. Formiersieb nach einem der Ansprüche (2) bis (8),
dadurch gekennzeichnet, daß die abgeflachten Querfäden (7, 20̸, 21) der ersten Gruppe
eine Faserunterstützungsbreite haben, die wenigstens 9% größer ist als die eines kreisrunden
Fadens gleicher Querschnittsfläche.
12. Formiersieb nach einem der Ansprüche (2) bis (11),
dadurch gekennzeichnet, daß der Überdeckungsgrad der Querfäden (3, 7, 25) der ersten
Gruppe bei eineinhalb- und doppellagigen Geweben ohne Füllquerfäden wenigstens 32%
beträgt.
13. Formiersieb nach einem der Ansprüche (2) bis (11),
dadurch gekennzeichnet, daß der Überdeckungsgrad der Querfäden (11, 15, 16, 20̸, 21)
der ersten Gruppe bei Geweben, die zweilagig mit Füllquerfäden (16, 21) oder wenigstens
dreilagig sind, zumindest 40̸% beträgt.
14. Formiersieb nach einem der Ansprüche (1) bis (13),
dadurch gekennzeichnet, daß Querfäden (4, 8, 13, 17, 26) der zweiten Gruppe abgeflacht
sind.
15. Formiersieb nach Anspruch (14),
dadurch gekennzeichnet, daß alle Querfäden (4, 8, 13, 17, 26) der zweiten Gruppe abgeflacht
sind.
16. Formiersieb nach Anspruch (14) oder (15),
dadurch gekennzeichnet, daß die Querfäden (4) der zweiten Gruppe bei einem eineinhalblagigen
Gewebe über wenigstens vier Längsfäden (2) flottieren.
17. Formiersieb nach Anspruch (14) oder (15),
dadurch gekennzeichnet, daß die Querfäden (8, 17, 22, 26) der zweiten Gruppe bei einem
doppellagigen Gewebe über wenigstens fünf Längsfäden (6, 18, 23, 27) flottieren.
18. Formiersieb nach Anspruch (17),
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem doppellagigen Gewebe die Querfäden (17, 22,
26) der zweiten Gruppe mit einer Schaftzahl von vierzehn über mindestens zehn Längsfäden
(18, 23) und mit einer Schaftzahl von sechzehn über mindestens zwölf Längsfäden (27)
flottieren.
19. Formiersieb nach einem der Ansprüche (14) bis (17),
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem dreilagigen Gewebe die Querfäden der zweiten
Gruppe über Längsfäden flottieren, deren Anzahl pro Flottierung um 1 geringer ist
als die Schaftzahl dieser Querfäden.
20. Formiersieb nach einem der Ansprüche (14) bis (19),
dadurch gekennzeichnet, daß bei den abgeflachten Querfäden (4, 8, 13, 17, 26) der
zweiten Gruppe das Verhältnis der Maximal- zu der Normabrasionsfläche maximal 2,9
beträgt.
21. Formiersieb nach einem der Ansprüche (14) bis (20̸),
dadurch gekennzeichnet, daß der Überdeckungsgrad der Querfäden (4) der zweiten Gruppe
bei einem eineinhalblagigen Gewebe über 52% liegt.
22. Formiersieb nach einem der Ansprüche (14) bis (20̸),
dadurch gekennzeichnet, daß der Überdeckungsgrad der Querfäden (8, 17, 22, 26) der
zweiten Gruppe bei einem doppellagigen Gewebe ohne Füllquerfäden in der ersten Gruppe
über 40% und mit Füllquerfäden (16, 21) in der ersten Gruppe über 32% liegt.
23. Formiersieb nach einem der Ansprüche (14) bis (20̸),
dadurch gekennzeichnet, daß der Überdeckungsgrad der Querfäden (13) der zweiten Gruppe
bei einem dreilagigen Gewebe, bei dem das Verhältnis der Anzahl der Querfäden der
ersten Gruppe zu der der Querfäden der zweiten Gruppe 1:1 beträgt, über 45% liegt,
und bei einem dreilagigen Gewebe, bei dem das Verhältnis der Anzahl der Querfäden
der ersten Gruppe zu der der Querfäden der zweiten Gruppe 3:2 beträgt, über 42% liegt,
und bei einem dreilagigen Gewebe, bei dem das Verhältnis der Anzahl der Querfäden
(11) der ersten Gruppe zu der der Querfäden (13) der zweiten Gruppe 2:1 beträgt, über
39% liegt.
24. Formiersieb nach einem der Ansprüche (1) bis (23),
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Längsfäden einen abgeflachten
Querschnitt haben, wobei die abgeflachten Längsfäden so angeordnet sind, daß ihre
Querschnittserstreckung in der Gewebeebene größer ist als quer zur Gewebeebene und
das Verhältnis zwischen Querschnittserstreckung in Gewebeebene zur Querschnittserstreckung
quer zur Gewebeebene zwischen 1,2 und 2,2 liegt.
25. Formiersieb nach Anspruch (24),
dadurch gekennzeichnet, daß alle Längsfäden abgeflacht sind.
26. Formiersieb nach Anspruch (25),
dadurch gekennzeichnet, daß die abgeflachten Längsfäden eine Fläche von 0̸,15 bis
0̸,226 mm2 haben.
27. Formiersieb nach einem der Ansprüche (1) bis (25),
dadurch gekennzeichnet, daß die abgeflachten Querfäden (7, 20̸, 21) der ersten Gruppe
eine Fläche von 0̸,0̸13 bis 0̸,195 mm2 haben.
28. Formiersieb nach einem der Ansprüche (1) bis (27),
dadurch gekennzeichnet, daß die abgeflachten Querfäden (4, 8, 13, 17, 22, 26) der
zweiten Gruppe eine Fläche von 0̸,0̸22 bis 0̸,4 mm2 haben.
29. Formiersieb nach einem der Ansprüche (1) bis (28),
dadurch gekennzeichnet, daß die abgeflachten Fäden (4, 7, 8, 13, 17, 20̸, 21, 26)
ovalen oder rechteckigen Querschnitt haben.
30. Formiersieb nach einem der Ansprüche (1) bis (29),
dadurch gekennzeichnet, daß das offene innere Volumen des Gewebes weniger als 54 mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 46 mm3/cm2 beträgt.
31. Formiersieb nach Anspruch (30̸),
dadurch gekennzeichnet, daß das offene innere Volumen des Gewebes
(a) bei einem eineinhalblagigen Gewebe weniger als 55 mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 46 mm3/cm2,
(b) bei einem doppellagigen Gewebe weniger als 38 mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 33 mm3/cm2,
(c) bei einem doppellagigen Gewebe mit einer ersten Gruppe von Querfäden aus Normalquerfäden
und Füllquerfäden weniger als 53 mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 44 mm3/cm2,
(d) bei einem dreilagigen Gewebe
(aa) mit einem Verhältnis der Fadenzahlen der ersten zur zweiten Gruppe von Querfäden
von 2:1 weniger als 60̸ mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 55 mm3/cm2,
(bb) mit einem Verhältnis der Fadenzahlen der ersten zur zweiten Gruppe von Querfäden
von 1:1 weniger als 40̸ mm3/cm2, vorzugsweise weniger als 38 mm3/cm2,
beträgt.
32. Formiersieb nach einem der Ansprüche (1) bis (31),
dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe zumindest dreilagig ist und die Lagen über
Bindefäden miteinander verbunden sind, wobei auch die Bindefäden einen abgeflachten
Querschnitt mit einer Querschnittserstreckung in der Gewebeebene, die größer ist als
quer dazu.
33. Formiersieb nach Anspruch (32),
dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche der Bindefäden zwischen 0̸,0̸12
und 0̸,0̸62 mm2 liegt.
1. A forming screen (1) for the sheet forming part of a paper-making machine, consisting
of a fabric of synthetic material threads which comprises more than a single layer
and which is flat-woven in particular, having longitudinal threads (2) extending in
the direction of running of the machine and transverse threads (3, 4) extending transversely
thereto, wherein a first group of transverse threads (3) lies in the plane of the
paper side and floats there above longitudinal threads (2), the number of which is
at least as great as the number of transverse threads (3) above which the longitudinal
threads (2) float on the paper side, and wherein the plane of the machine side is
formed exclusively from a second group of transverse threads (4),
characterised by the following features:
(a) at least part of the transverse threads (4, 7, 8, 13, 17, 20, 21, 26, 30, 31)
has a flattened cross-section;
(b) the flattened transverse threads (4, 7, 8, 13, 17, 20, 21, 26, 30, 31) are arranged
so that their cross-sectional extents in the plane of the fabric are greater than
their cross-sectional extents transverse to the plane of the fabric;
(c) the ratio of the cross-sectional extent in the plane of the fabric to the cross-sectional
extent transverse to the plane of the fabric is between 1.2 and 2.2, preferably between
1.2 and 1.8.
2. A forming screen according to claim (1),
characterised in that flattened transverse threads (7, 20, 21) belong to the first
group of transverse threads (7, 20, 21).
3. A forming screen according to claim (2),
characterised in that all the transverse threads (7, 20, 21) of the first group are
flattened.
4. A forming screen according to claim (2) or (3),
characterised in that the first group of transverse threads consists of at least two
subgroups of transverse threads, a first sub-group of which forms normal transverse
threads (15, 20) and a second sub-group of which forms filler transverse threads (16,
21).
5. A forming screen according to claim (4),
characterised in that the filler transverse threads (16, 21) have floating threads
which pass over more longitudinal threads (23) than do the longest floating threads
of the normal transverse threads (15, 20).
6. A forming screen according to claim (4) or (5),
characterised in that the normal transverse threads (15, 20) and the filler transverse
threads (16, 21) each have cross-sectional areas and/or cross-sectional shapes which
differ from each other.
7. A forming screen according to any one of claims (2) to (6),
characterised in that the transverse threads (3, 7, 11, 15, 16, 20, 21, 25) of the
first group float above a number of longitudinal threads (2, 6, 12, 18, 23, 27) which
is greater than the number of transverse threads (3, 7, 11, 15, 16, 20, 21, 25) above
which the longitudinal threads (2, 6, 12, 18, 23, 27) float.
8. A forming screen according to any one of claims (2) to (7),
characterised in that in a one-and-a-half layer fabric the longest floating threads
of the transverse threads (3) of the first group float above at least four longitudinal
threads (2).
9. A forming screen according to any one of claims (2) to (7),
characterised in that in a double-layer fabric the longest floating threads of the
transverse threads (6, 15, 16, 20, 21, 25) of the first group float above at least
three longitudinal threads (6, 18, 23, 27).
10. A forming screen according to any one of claims (2) to (7),
characterised in that in a triple-layer fabric the transverse threads (11) of the
first group pass above at least one longitudinal thread (12).
11. A forming screen according to any one of claims (2) to (8),
characterised in that the flattened transverse threads (7, 20, 21) of the first group
have a fibre support width which is at least 9 % greater than that of a circular thread
of the same cross-sectional area.
12. A forming screen according to any one of claims (2) to (11),
characterised in that the degree of overlap of the transverse threads (3, 7, 25) of
the first group is at least 32 % for one-and-a-half layer fabrics without filler transverse
threads.
13. A forming screen according to any one of claims (2) to (11),
characterised in that the degree of overlap of the transverse threads (11, 15, 16,
20, 21) of the first group is at least 40 % for fabrics which comprise two layers
with filler transverse threads (16, 21) or which comprise at least three layers.
14. A forming screen according to claims (I) to (13),
characterised in that transverse threads (4, 8, 13, 17, 26) of the second group are
flattened.
15. A forming screen according to claim (14),
characterised in that all the transverse threads (4, 8, 13, 17, 26) of the second
group are flattened.
16. A forming screen according to claim (14) or (15),
characterised in that the transverse threads (4) of the second group in a one-and-a-half
layer fabric float above at least four longitudinal threads (2).
17. A forming screen according to claim (14) or (15),
characterised in that the transverse threads (8, 17, 22, 26) of the second group in
a double-layer fabric float above at least five longitudinal threads (6, 18, 23, 27).
18. A forming screen according to claim (17),
characterised in that in a double-layer fabric the transverse threads (17, 22, 26)
of the second group with a heald shaft number of fourteen float above at least ten
longitudinal threads (18, 23) and those with a heald shaft number of sixteen float
above at least twelve longitudinal threads (27).
19. A forming screen according to any one of claims (14) to (17),
characterised in that in a three-layer fabric the transverse threads of the second
group float above longitudinal threads, the number of which per floating thread is
one less than the heald shaft number of these transverse threads.
20. A forming screen according to any one of claims (14) to (19),
characterised in that for the flattened transverse threads (4, 8, 13, 17, 26) of the
second group the maximum ratio of the maximum to the normal abrasion area is 2.9.
21. A forming screen according to any one of claims (14) to (20),
characterised in that the degree of overlap of the transverse threads (4) of the second
group is greater than 52 % in a one-and-a-half layer fabric.
22. A forming screen according to any one of claims (14) to (20),
characterised in that the degree of overlap of the transverse threads (8, 17, 22,
26) of the second group in a double-layer fabric is greater than 40 % without filler
transverse threads in the first group and is greater than 32 % with filler transverse
threads (16, 21) in the first group.
23. A forming screen according to any one of claims (14) to (20), characterised in that
the degree of overlap of the transverse threads (13) of the second group is greater
than 45 % in a three-layer fabric in which the ratio of the number of transverse threads
of the first group to that of the transverse threads of the second group is 1:1, and
is greater than 42 % in a three-layer fabric in which the ratio of the number of transverse
threads of the first group to that of the transverse threads of the second group is
3:2, and is greater than 39 % in a three-layer fabric in which the ratio of the number
of transverse threads (11) of the first group to that of the transverse threads (13)
of the second group is 2:1.
24. A forming screen according to any one of claims (1) to (23),
characterised in that at least part of the longitudinal threads has a flattened cross-section,
wherein the flattened longitudinal threads are arranged so that their cross-sectional
extent in the plane of the fabric is greater than that transverse to the plane of
the fabric and the ratio of the cross-sectional extent in the plane of the fabric
to the cross-sectional extent transverse to the plane of the fabric is between 1.2
and 2.2.
25. A forming screen according to claim (24),
characterised in that all the longitudinal threads are flattened.
26. A forming screen according to claim (25),
characterised in that the flattened longitudinal threads have an area of 0.15 to 0.226
mm2.
27. A forming screen according to any one of claims (1) to (25),
characterised in that the flattened transverse threads (7, 20, 21) of the first group
have an area of 0.013 to 0.195 mm2.
28. A forming screen according to any one of claims (1) to (27),
characterised in that the flattened transverse threads (4, 8, 13, 17, 22, 26) of the
second group have an area of 0.022 to 0.4 mm2.
29. A forming screen according to any one of claims (1) to (28),
characterised in that the flattened threads (4, 7, 8, 13, 17, 20, 21, 26) have an
oval or rectangular cross-section.
30. A forming screen according to any one of claims (1) to (29)
characterised in that the open internal volume of the fabric is less than 54 mm3/cm2, preferably less than 46 mm3/cm2.
31. A forming screen according to claim (30),
characterised in that the open internal volume of the fabric
(a) in a one-and-a-half layer fabric is less than 55 mm3/cm2, preferably less than 46 mm3/cm2,
(b) in a double-layer fabric is less than 38 mm3/cm2, preferably less than 33 mm3/cm2,
(c) in a double-layer fabric having a first group of transverse threads comprising
normal transverse threads and filler transverse threads is less than 53 mm3/cm2, preferably less than 44 mm3/cm2,
(d) in a three-layer fabric
(aa) having a ratio of the thread numbers of the first to the second group of transverse
threads of 2:1 is less than 60 mm3/cm2, preferably less than 55 mm3/cm2,
(bb) having a ratio of the thread numbers of the first to the second group of transverse
threads of 1:1 is less than 40 mm3/cm2, preferably less than 38 mm3/cm2.
32. A forming screen according to any one of claims (1) to (31),
characterised in that the fabric comprises at least three layers and the layers are
joined to each other via binding threads, wherein the binding threads also have a
flattened cross-section with a cross-sectional extent in the plane of the fabric which
is greater than that transverse thereto.
33. A forming screen according to claim (32),
characterised in that the cross-sectional area of the binding threads is between 0.012
and 0.062 mm2.
1. Toile de mise en forme (1) pour la partie de transformation en feuille d'une machine
à papier, constituée d'un tissu notamment tissé plat à plus d'une couche de fils synthétiques
avec des fils longitudinaux (2) s'étendant dans le sens machine et des fils transversaux
(3, 4) s'étendant en direction transversale, un premier groupe de fils transversaux
(3) se trouvant dans le plan du côté papier et y flottant sur des fils longitudinaux
(2) dont le nombre est au moins égal au nombre de fils transversaux (3) sur lesquels
les fils longitudinaux (2) flottent du côté papier, et le plan du côté machine étant
exclusivement formé par un deuxième groupe de fils transversaux (4),
caractérisée par les caractéristiques suivantes :
a) les fils transversaux possèdent, pour au moins une partie d'entre eux (4, 7, 8,
13, 17, 20, 21, 26, 30, 31), une section aplatie,
b) les fils transversaux aplatis (4, 7, 8, 13, 17, 20, 21, 26, 30, 31) sont disposés
de telle sorte que leur dimension de section dans le plan du tissu est plus grande
que leur dimension de section transversalement au plan du tissu,
c) le rapport entre la dimension de section dans le plan du tissu et la dimension
de section transversalement au plan du tissu se situe entre 1, 2 et 2,2, de préférence
entre 1,2 et 1, 8.
2. Toile de mise en forme selon la revendication 1, caractérisée en ce que des fils transversaux aplatis (7, 20 21) font partie du premier groupe
de fils transversaux (7, 20, 21).
3. Toile de mise en forme selon la revendication 2, caractérisée en ce que tous les fils transversaux (7, 20, 21 du premier groupe sont aplatis.
4. Toile de mise en forme selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que le premier groupe de fils transversaux est constitué d'au moins deux sous-groupes
de fils transversaux, dont un premier sous-groupe est constitué de fils transversaux
normaux (15, 20) et un deuxième sous-groupe de fils transversaux de remplissage (16,
21).
5. Toile de mise en forme selon la revendication 4, caractérisée en ce que les fils transversaux de remplissage (16, 21) possèdent des flottages qui
s'étendent sur plus de fils longitudinaux (23) que les plus longs flottages des fils
transversaux normaux (15, 20).
6. Toile de mise en forme selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que les fils transversaux normaux (15, 20) et les fils transversaux de remplissage
(16, 21) possèdent des superficies de section et/ou des formes de section respectives
différentes.
7. Toile de mise en forme selon une des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que les fils transversaux (3, 7, 11, 15, 16, 20, 21, 25) du premier groupe
flottent sur un nombre de fils longitudinaux (2, 6, 12, 18, 23, 27) qui est supérieur
au nombre de fils transversaux (3, 7, 11, 15, 16, 20, 21, 25) sur lesquels flottent
les fils longitudinaux (2, 6, 12, 18, 23, 27).
8. Toile de mise en forme selon une des revendications 2 à 7, caractérisée en ce que, pour un tissu à une couche et demie, les fils transversaux (3) du premier
groupe flottent, par leurs flottages les plus longs, sur au moins quatre fils longitudinaux
(2).
9. Toile de mise en forme selon une des revendications 2 à 7, caractérisée en ce que, pour un tissu à deux couches, les fils transversaux (6, 15, 16, 20, 21,
25) du premier groupe flottent, par leurs flottages les plus longs, sur au moins trois
fils longitudinaux (6, 18, 23, 27).
10. Toile de mise en forme selon une des revendications 2 à 7, caractérisée en ce que, pour un tissu à trois couches, les fils transversaux (11) du premier groupe
s'étendent sur au moins un fil longitudinal (12).
11. Toile de mise en forme selon une des revendications 2 à 8, caractérisée en ce que les fils transversaux aplatis (7, 20, 21) du premier groupe possèdent une
largeur de soutien des fibres qui est supérieure d'au moins 9% à celle d'un fil circulaire
de même superficie de section.
12. Toile de mise en forme selon une des revendications 2 à 11, caractérisée en ce que le degré de recouvrement des fils transversaux (3, 7, 25) du premier groupe
est d'au moins 32% pour des tissus à une couche et demie et à deux couches sans fils
transversaux de remplissage.
13. Toile de mise en forme selon une des revendications 2 à 11, caractérisée en ce que le degré de recouvrement des fils transversaux (11, 15, 16, 20, 21) du
premier groupe est d'au moins 40% pour des tissus qui sont à deux couches avec des
fils transversaux de remplissage (16, 21), ou qui sont à au moins trois couches.
14. Toile de mise en forme selon une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que des fils transversaux (4, 8, 13, 17, 26) du deuxième groupe sont aplatis.
15. Toile de mise en forme selon la revendication 14, caractérisée en ce que tous les fils transversaux (4, 8, 13, 17, 26) du deuxième groupe sont aplatis.
16. Toile de mise en forme selon la revendication 14 ou 15, caractérisée en ce que, pour un tissu à une couche et demie, les fils transversaux (4) du deuxième
groupe flottent sur au moins quatre fils longitudinaux (2).
17. Toile de mise en forme selon la revendication 14 ou 15, caractérisée en ce que, pour un tissu à deux couches, les fils transversaux (8, 17, 22, 26) du
deuxième groupe flottent sur au moins cinq fils longitudinaux (6, 18, 23, 27).
18. Toile de mise en forme selon la revendication 17, caractérisée en ce que, pour un tissu à deux couches, les fils transversaux (17, 22, 26) du deuxième
groupe flottent, s'ils sont de taille quatorze, sur au moins dix fils longitudinaux
(18, 23), et sur au moins douze fils longitudinaux (27) s'ils sont de taille seize.
19. Toile de mise en forme selon une des revendications 14 à 17, caractérisée en ce que, pour un tissu à trois couches, les fils transversaux du deuxième groupe
flottent sur des fils longitudinaux dont le nombre par flottage est inférieur de 1
à la taille de ces fils transversaux.
20. Toile de mise en forme selon une des revendications 14 à 19, caractérisée en ce que, pour les fils transversaux aplatis (4, 8, 13, 17, 26) du deuxième groupe,
le rapport de la surface d'abrasion maximale à la surface d'abrasion standard est
au maximum de 2, 9.
21. Toile de mise en forme selon une des revendications 14 à 20, caractérisée en ce que le degré de recouvrement des fils transversaux (4) du deuxième groupe est
supérieur à 52% pour un tissu à une couche et demie.
22. Toile de mise en forme selon une des revendications 14 à 20, caractérisée en ce que le degré de recouvrement des fils transversaux (8, 17, 22, 26) du deuxième
groupe est supérieur à 40% pour un tissu à deux couches sans fils transversaux de
remplissage dans le premier groupe, et à 32% avec des fils transversaux de remplissage
(16, 21) dans le premier groupe.
23. Toile de mise en forme selon une des revendications 14 à 20, caractérisée en ce que le degré de recouvrement des fils transversaux (13) du deuxième groupe
est supérieur à 45% pour un tissu à trois couches dans lequel le rapport du nombre
de fils transversaux du premier groupe au nombre de fils transversaux du deuxième
groupe est de 1:1, est supérieur à 42% pour un tissu à trois couches dans lequel le
rapport du nombre de fils transversaux du premier groupe au nombre de fils transversaux
du deuxième groupe est de 3:2, et est supérieur à 39% pour un tissu à trois couches
dans lequel le rapport du nombre de fils transversaux (11) du premier groupe au nombre
de fils transversaux (13) du deuxième groupe est de 2:1.
24. Toile de mise en forme selon une des revendications 1 à 23, caractérisée en ce que les fils longitudinaux possèdent, pour au moins une partie d'entre eux,
une section aplatie, les fils longitudinaux aplatis étant disposés de telle sorte
que leur dimension de section dans le plan du tissu est plus grande que leur dimension
de section transversalement au plan du tissu, et que le rapport entre la dimension
de section dans le plan du tissu et la dimension de section transversalement au plan
du tissu se situe entre 1, 2 et 2,2.
25. Toile de mise en forme selon la revendication 24, caractérisée en ce que tous les fils longitudinaux sont aplatis.
26. Toile de mise en forme selon la revendication 25, caractérisée en ce que les fils longitudinaux aplatis possèdent une superficie de 0,15 à 0,226
mm2.
27. Toile de mise en forme selon une des revendications 1 à 25, caractérisée en ce que les fils transversaux aplatis (7, 20, 21) du premier groupe possèdent une
superficie de 0,013 à 0, 195 mm2.
28. Toile de mise en forme selon une des revendications 1 à 27, caractérisée en ce que les fils transversaux aplatis (4, 8, 13, 17, 22, 26) du deuxième groupe
possèdent une superficie de 0,022 à 0,4 mm2.
29. Toile de mise en forme selon une des revendications 1 à 28, caractérisée en ce que les fils aplatis (4, 7, 8, 13, 17, 20, 21, 26) possèdent une section ovale
ou rectangulaire.
30. Toile de mise en forme selon une des revendications 1 à 29, caractérisée en ce que le volume intérieur ouvert du tissu est inférieur à 54 mm3/cm2, et de préférence à 46 mm3/cm2.
31. Toile de mise en forme selon la revendication 30,
caractérisée en ce que le volume intérieur ouvert du tissu est
a) inférieur à 55 mm3/cm2, et de préférence à 46 mm3/cm2, pour un tissu à une couche et demie,
b) inférieur à 38 mm3/cm2, et de préférence à 33 mm3/cm2, pour un tissu à deux couches,
c) inférieur à 53 mm3/cm2, et de préférence à 44 mm3/cm2, pour un tissu à deux couches avec un premier groupe de fils transversaux constitué
de fils transversaux normaux et de fils transversaux de remplissage,
d) pour un tissu à trois couches
aa) inférieur à 60 mm3/cm2, et de préférence à 55 mm3/cm2, pour un tissu avec un rapport du nombre de fils du premier au deuxième groupe de
fils transversaux de 2:1,
ab) inférieur à 40 mm3/cm2, et de préférence à 38 mm3/cm2, pour un tissu avec un rapport du nombre de fils du premier au deuxième groupe de
fils transversaux de 1:1.
32. Toile de mise en forme selon une des revendications 1 à 31, caractérisée en ce que le tissu est à au moins trois couches et les couches sont mutuellement
reliées par des fils de liage, les fils de liage possédant eux aussi une section aplatie
avec une dimension de section dans le plan du tissu qui est plus grande que la dimension
de section transversalement à ce plan.
33. Toile de mise en forme selon la revendication 32, caractérisée en ce que la superficie de section des fils de liage se situe entre 0,012 et 0,062
mm2.