[0001] Die Erfindung betrifft eine mechanische Vorrichtung zum raumsparenden Abstellen von
Kraftfahrzeugen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Solche Vorrichtungen sind
dem Fachmann bekannt. Die Erfindung trachtet nach einer Verbesserung derartiger Anlagen,
um diese kostengünstiger und raumsparender verwirklichen zu können.
[0002] Aus FR-A-1252821 ist eine Lagerhalle bekannt, die stockwerkartig eingerichtete Zellen
in nebeneinandersetzbaren, unabhängig voneinander beweglichen Blöcken aufweist, zwischen
deren Frontseiten auf Wunsch ein Zugang für eine Fördereinrichtung freigemacht werden
kann, welche vor den Öffnungen der Zellen in den Frontseiten beweglich montiert ist.
[0003] Eine derartige Fördereinrichtung hat jedoch den Nachteil, daß sie nur seitlich verschoben
werden kann, wenn sich der Korb zur Aufnahme der Kraftfahrzeuge in der oberen Position
jedenfalls über den beweglich Blöcken befindet.
[0004] Eine Vorrichtung dieser Art wird außerdem in der EP 0 143 139 A2 beschrieben. Bei
dieser Vorrichtung ist ein zur Seite verschiebbarer Stapelwagen vorgesehen, der so
beschaffen ist, daß auf ihm eine Vielzahl von Paaren nebeneineinder liegender Paletten
zur Aufnahme von abgestellten Kraftfahrzeugen über- bzw. untereinander angeordnet
werden kann. Durch seitliche Verschiebung des Stapelwagens kann eine Hubgasse erzeugt
werden, in der ein Hubgerät auf- und abfahrbar ist, das einzelne Paletten aus dem
der Hubgasse benachbarten Stapelwagen herausnehmen und in dieses Stapelwagen hineinlegen
sowie jede beliebige Palette auf die Ebene mindestens einer Ein- bzw. Ausfahrt heben
kann.
[0005] Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß auf einer Breite, die der Breite von zwei
nebeneinander liegenden Stellplätzen entspricht, eine Hubgasse erforderlich ist. Hierdurch
wird die auf die Grundfläche der Vorrichtung bezogene Dichte der zur Verfügung stehenden
Stellplätze begrenzt derart, daß auf einer Fläche, die zwei nebeneinander liegenden
Stellplätzen und der hierfür erforderlichen Hubgasse entspricht, in jedem Stockwerk
der Vorrichtung maximal zwei Fahrzeuge abgestellt werden können.
[0006] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Dichte der Stellplätze zu erhöhen,
so daß ein noch raumsparenderes Abstellen von Fahrzeugen möglich wird.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum raumsparenden Abstellen
von Kraftfahrzeugen mit Merkmalen nach dem Patentanspruch 1 gelöst.
[0008] Dabei ist eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten, zur Seite verschiebbaren
Stapelwagen vorgesehen, von denen jeder so beschaffen ist, daß auf ihm eine Vielzahl
von Paaren nebeneinander liegender Paletten zur Aufnahme von abgestellten Kraftfahrzeugen
über- bzw. untereinander angeordnet werden kann. Durch seitliche Verschiebung der
Stapelwagen kann eine Hubgasse zwischen zwei beliebig gewählten Stapelwagen erzeugt
werden, zu welcher eine Hubeinrichtung fahren kann, welche einzelne Paletten aus einem
der Hubgasse benachbarten Stapelwagen herausnehmen und in diese Stapelwagen hineinlegen
kann. Diese Hubeinrichtung kann jede beliebige Palette vertikal durch die Hubgasse
bewegen und auf die Ebene mindestens einer Ein- bzw. Ausfahrt heben.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich zum Abstellen von Kraftfahrzeugen auf
engstem Raum z. B. in Ballungsgebieten. Dabei kann jede Parkposition direkt zum Be-
und Entladen durch Verschieben der Hubgasse angesprochen werden.
[0010] Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Figur 1 zeigt eine erste Variante einer Palette zur Verwendung in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0012] Figur 2 zeigt eine zweite Variante einer Palette zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0013] Figur 3 zeigt die Arbeitsweise von Hubrosten zur Positionierung von Fahrzeugen auf
Paletten.
[0014] Figur 4 zeigt einen Stapelwagen zum Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0015] Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0016] Figur 6 zeigt einen weiteren Querschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0017] Figur 7 zeigt einen weiteren Querschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0018] Figur 8 zeigt einen weiteren Querschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0019] Figur 9 zeigt eine Detailansicht eines Hubwagens der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0020] Figur 10 zeigt eine weitere Detailansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer
Hubeinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0021] Figur 11 zeigt eine schematische Darstellung der Übergabe der Kraftfahrzeuge auf
das Straßenniveau gemäß der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0022] Die Figuren 12a, 12b und 12c zeigen in schematischer Weise die Übergabe der Paletten
auf eine horizontale Förderebene.
[0023] Figur 13 zeigt in schematischer Weise die Horizontalförderung der Paletten mit Hilfe
von Transportketten.
[0024] Figur 14 zeigt eine schematische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung von oben.
[0025] Figur 15 zeigt in schematischer Weise die Übergabe der Paletten vom Hubwagen auf
die Verschubeinrichtung in die Seitenbereiche der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0026] Die Figuren 16, 17 und 18 zeigen in schematischer Weise den Palettenverschub beim
Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0027] Figur 19 zeigt in schematischer Weise eine Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung von oben.
[0028] Figur 20 zeigt schematisch die Anordnung von Paletten unter einer Ein-/Ausfahrtposition
auf einem Hubtisch.
[0029] Figur 21 zeigt in schematischer Weise gestapelte Paletten in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0030] Figur 22 zeigt in schematischer Weise den Transportweg für die Paletten in Form eines
geschlossenen Kreislaufs am Beispiel einer Anlage mit Längs förderung im Bereich der
Lagereinheit.
[0031] Im folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und mit Hilfe
der Figuren näher beschrieben.
[0032] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum raumsparenden Abstellen von Kraftfahrzeugen
besitzt mindestens eine Ein- und Ausfahrt EA und eine Vielzahl von Einstellplätzen
EP und es ist eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten, zur Seite verschiebbaren
Stapelwagen SW vorgesehen, von denen jeder so beschaffen ist, daß auf ihm eine Vielzahl
von Paaren nebeneinander liegender Paletten PL zur Aufnahme von abgestellten Kraftfahrzeugen
über- bzw. untereinander angeordnet werden kann. Durch seitliche Verschiebung der
Stapelwagen SW kann eine Hubgasse HGS zwischen zwei beliebig gewählten Stapelwagen
SW erzeugt werden. Zu dieser Hubgasse kann ein Hubwagen HW einfahren, welcher einzelne
Paletten PL aus einem der Hubgasse HGS benachbarten Stapelwagen SW herausnehmen und
in diese Stapelwagen SW hineinlegen kann. Dieser Hubwagen HW kann jede beliebige Palette
PL auf die Ebene mindestens einer Ein- bzw. Ausfahrt EA heben.
[0033] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist mindestens eine Fördereinrichtung
FE zum seitlichen Transport von Paletten PL über den Stapelwagen SW vorgesehen, mit
welcher Paletten von einem Hubwagen HW zu einer Ein- bzw. Ausfahrt EA und in entgegengesetzter
Richtung transportiert werden können.
[0034] Die Fördereinrichtung FE kann in einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung
auch unter den Stapelwagen SW angeordnet sein.
[0035] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Paletten PL vorne und hinten im Bereich der Fahrzeugachsen seitlich verschiebbar,
gegen die Palettenebene heb- und senkbare Hubroste HR aufweisen, mit deren Hilfe die
Mittellage des abgestellten Fahrzeugs in Querrichtung der Palette durch Verschieben
der Hubroste hergestellt werden kann.
[0036] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Stapelwagen
SW als Stahlkonstruktionen ausgeführt sind, die beidseitig von Mittelstielen MS auf
Auslegern AL Paletten PL aufnehmen können.
[0037] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Stapelwagen SW auf Schienen fahren.
[0038] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn die Stapelwagen miteinander über Magnetkupplungen
MK verbunden werden können. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß an den Stirnseiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung Schub-
und Zugstangen SZ vorgesehen sind, mit denen die Stapelwagen SW seitlich verschoben
werden können.
[0039] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Hubwagen auf beiden Seiten der Stapelwagen SW auf Schienen selbständig über die
gesamte Länge der Vorrichtung fahren. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die
Hubwagen HW mit einer Hubgabel HBG mit schwenkbaren Auslegern ALS ausgerüstet sind.
[0040] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Fördereinrichtung
FE aus einem Schienensystem SSY aus Schienenelementen SE und einem Kettenförderer
KF aus zwei parallel verlaufenden Kettensystemen KS mit Ketten KN, an denen Palettenschubstangen
PSS vorgesehen sind, die in Schubnischen PSN der Paletten eingreifen und diese Paletten
PL befördern.
[0041] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Hubroste auf einem Hydraulikzylinder
montiert und können mit Hilfe dieses Hydraulikzylinders gehoben und abgesenkt werden.
Der horizontale Verschub kann über Hydraulikzylinder auf einer Roll- oder Gleitebene
erfolgen. Alle vier Roste pro Palette (pro PKW-Rad eine Roste) können unabhängig voneinander
bewegt werden.
[0042] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind Magnetkupplungen
vorgesehen, die in Form zweier gegenüberliegender Stahlplatten ausgeführt sind, welche
zur Kraftübertragung mit Hilfe geeigneter Elektromagneten magnetisiert werden.
[0043] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Kettenförderer, welche
dem horizontalen Weitertransport der Paletten dienen, in Form zweier parallel laufender
Ketten (z. B. nach dem Kettenprinzip einer Fahrradkette) ausgebildet, welche das Moment,
das sich aus der Förderstange ergibt, aufnehmen.
[0044] Dabei wird die Palettenschubstange (Mitnehmerstange) auf den Ketten montiert. Die
Schubnische besteht lediglich aus einer Ausnehmung im Rahmen der Palette. Über diese
Nische erfolgt die Kraftübertragung von der Mitnehmerstange zur Palette.
[0045] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind Mittel zur Zwischenlagerung vorübergehend nicht benötigter Paletten außerhalb
der Regalwagen vorgesehen. Diese sind vorzugsweise in Form von Stapelspeichern mit
Hubtischen (HT) zur Aufnahme bzw. Freigabe von Paletten ausgebildet. Durch diese Maßnahme
müssen vorübergehend nicht benötigte Paletten nicht in die Lagersysteme (Regalwagen)
zurückgebracht werden, sondern können außerhalb der Lagersysteme unter Vorrat gehalten
werden.
[0046] Figur 1 zeigt eine erste Variante einer Palette, wie sie im Zusammenhang mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet wird, und Bestandteil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist. Gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung haben die Paletten beispielsweise Abmessungen von 2,10 m x 5,10 m. Aufgrund
der Struktur der erfindungsgemäßen Vorrichtung können dabei Seitenräume für den Ein-
und Ausstieg entfallen.
[0047] Die erste Variante der Palette gemäß Figur 1 ist vorzugsweise als Riffelblechplatte
mit Vorgabe der Fahrspur (z. B. durch eine farbliche Kennzeichnung) oder Absenkung
der Fahrspur ausgebildet. Die exakte Stellung des Fahrzeugs auf der Platte in Querrichtung
ist nicht entscheidend, aber wünschenswert.
[0048] In Längsrichtung wird über Fotozellen die Länge des Fahrzeugs beim Auffahren erfaßt.
Die gewünschte Parkstellung in Längsrichtung wird optisch angezeigt. Das Fahrzeug
wird mit Feststellbremse geparkt, so daß der Fahrer daraufhin das Fahrzeug verlassen
kann.
[0049] Figur 2 zeigt eine zweite Variante der Paletten, die im Prinzip wie die erste Variante
ausgebildet ist, wobei jedoch im Bereich der Achsen vorne und hinten Hubroste vorgesehen
sind. Nach dem Abstellen des Fahrzeugs wird die Mittellage des Fahrzeugs in Querrichtung
durch die erfindungsgemäße Vorrichtung automatisch hergestellt. Dabei werden die Hubroste
horizontal verschoben, bis das Fahrzeug zentriert ist und anschließend werden die
Hubroste zur Fixierung des Fahrzeugs abgesenkt. Aufgrund dieser Maßnahme kann die
Palettenbreite gegenüber der Breite der Paletten der ersten Variante reduziert werden.
Das Auffahren auf die Palette gestaltet sich dabei völlig problemlos.
[0050] Wie in Figur 1 schematisch dargestellt, sind alle Paletten in den Eckpunkten mit
Rollen versehen. Die Paletten werden, wie in Figur 3 dargestellt, in Stapelwagen abgelegt.
Diese Stapelwagen SW sind Stahlkonstruktionen, die beidseitig zu den Mittelstielen
MS auf Auslegern AL die Paletten PL aufnehmen können. Dabei ist der Abstand übereinander
liegender Ausleger vorzugsweise 2,20 m. Die Stapelwagen laufen auf Schienen. Die Anzahl
der Stapeletagen ergibt sich aus der Gesamtanlage der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
beträgt vorzugsweise jedoch maximal 6 bis 8 Ebenen.
[0051] Wie in Figur 5 gezeigt, besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung aus mehreren Stapelwagen
SW (z. B. 10 Stück), die nebeneinander stehen und über Magnetkupplungen MK verbunden
sind (Fig. 5). Auf einer Grundfläche von ca. 51 m x 7 m, entsprechend 357 m
2 können beispielsweise 20 Fahrzeuge pro Etage untergebracht werden, d. h. bei z. B.
7 Etagen ca. 140 Fahrzeuge.
[0052] Für je 10 Stapelwagen wird eine Hubgasse HGS vorgesehen. Die Anzahl der Hubgassen
bestimmt die Förderkapazität der Anlage. So kann zur Veränderung der Förderkapazität
der Anlage eine andere Zahl von Hubgassen vorgesehen werden. An den Stirnseiten SS
der Anlage sind Schub- und Zugstangen SZ vorgesehen, mit denen die Stapelwagen SW
auf den Schienen verschoben werden können. Aus den Figuren 5, 6, 7 und 8 ist ersichtlich,
wie durch Zusammenschieben der Stapelwagen, das Schließen der Magnetkupplungen, das
Öffnen der Magnetkupplung im Bereich der gewünschten Hubgasse und das Öffnen der Hubgasse
durch Ziehen der Stapelwagen eine Hubgasse an jeder gewünschten Stelle, d. h. zwischen
einem beliebigen Paar von Stapelwagen geöffnet werden kann.
[0053] Für das Heben der Paletten mit den Fahrzeugen stehen Hebeanlagen zur Verfügung, die
auf beiden Seiten der Stapelwagen auf Schienen laufen und selbständig über die gesamte
Anlagenlänge fahrbar sind. Wie in Figur 9 und in Figur 10 dargestellt, verfügen die
Hubwagen über eine kettengetriebene Hubeinrichtung mit einer Hubgabel, die mit schwenkbaren
Auslegern ausgerüstet ist, um die Hubwagen vor den Stapelwagen fahren zu können. Je
nach Anzahl der Stapeletagen werden die Wagen im oberen Bereich zusätzlich über Rollen
geführt oder können als selbständig fahrende Einheiten ausgebildet werden.
[0054] Die Arbeitsvorgänge der Hubeinrichtung sind in den Figuren 11 und 12 a-c in schematischer
Weise dargestellt. Während die Hubgasse hergestellt wird, fährt der Hubwagen in die
Position der angewählten Palette. Die Ausleger der Hubgabel werden aufgeklappt. Die
Hubgabel greift die Palette von unten an. Die Palette wird seitwärts aus dem Regal
gefahren, gleichzeitig wird die Hubgasse hergestellt und in der Hubgasse werden die
Paletten in die Ebene des Straßenniveaus (+- 0,0 Ebene) gefahren.
[0055] Figur 11 zeigt in schematischer Weise die Übergabe der Fahrzeuge auf den Paletten
in die Straßenniveauebene (+- 0,0 Ebene). Das Schienensystem SSY auf der +- 0,0 Ebene
besteht aus Einzelstücken von ca. 2,40 m Länge. Zur Übergabe wird das Schienenstück
im Bereich der Hubgasse nach außen gefahren. Die Palette wird über die Schienenoberkante
gehoben (Figur 12b). Das Schienenstück wird in die Ausgangsposition zurückgefahren
(Figur 12c). Die Palette wird schließlich über die Rollen auf dem Schienenelement
abgesetzt.
[0056] Nach der Übergabe wird die Palette auf den Schienen horizontal zum Ende der Anlage
transportiert, vorzugsweise über seitlich verlaufende Kettenförderer (Figur 13). Der
Kettenförderer KF besteht aus zwei parallel verlaufenden Kettensystemen KS zu beiden
Seiten der horizontalen Verschubbahn. Auf den Ketten sind Schubstangen PSS vorgesehen,
die in die Schubnischen PSN der Paletten PL greifen und die Paletten befördern. Auszulagernde
und einzulagernde Paletten PL fahren auf einer Trasse.
[0057] Soll die einzulagernde Palette zum Absenken gestoppt werden, wird die Schubstange
aus der Palette ausgeklinkt und die Weiterbeförderung anderer Paletten kann fortgeführt
werden.
[0058] Um die Paletten aus dem Mittelbereich in die Seitenbereiche zu fahren, werden die
Paletten über die +- 0,0-Ebene (Straßenniveau) gehoben. Wie in Figur 15 dargestellt,
fahren Träger mit Schienen unter die Palettenrollen. Daraufhin werden die Paletten
auf den Schienen abgesetzt. Schließlich werden die Paletten durch eine kettengetriebene
Schubeinheit verzogen, welche vorzugsweise durch Magnetkupplung angedockt wird.
[0059] Bei der Anordnung einer Ein- oder Ausfahrt (EA) für die Lagersysteme ist es von Vorteil,
wenn Paletten, die momentan nicht benötigt werden, nicht in die Lagersysteme zurückgebracht
werden müssen, sondern anderweitig unter Vorrat gehalten werden können, bis sie benötigt
werden. Durch eine solche Maßnahme läßt sich die Zugriffsgeschwindigkeit in dem Parksystem
weiter verbessern.
[0060] Zu diesem Zweck sind bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung unterhalb
der Ein- bzw. Ausfahrten (EA) Hubtische (HT) angeordnet, die im Falle einer Uberzahl
von Paletten abgesenkt werden und damit Paletten einlagern bzw. bei einem Fehlen von
Paletten dem System wieder Elemente zur Verfügung stellen können (Fig. 20, 21, 22).
Derartige Hubtische sind dem Fachmann, auch wenn diese über elektrische Antriebe verfügen,
bekannt.
[0061] Im Falle des Längstransports von Paletten (Fig. 14) ist eine Rückführung bzw. Zuführung
von Paletten von der Ausfahrtstation zur Einfahrtstation von Vorteil (Fig. 22). Die
Paletten werden dabei z.B. über vertikale und horizontale Kettenförderer bewegt. Das
Aufstapeln (Vorhalten) der Paletten erfolgt hierbei vorzugsweise innerhalb der Kettenfördersysteme.
1. Vorrichtung zum raumsparenden Abstellen von Kraftfahrzeugen mit mindestens einer Ein-
und Ausfahrt (EA) und einer Vielzahl von Einstellplätzen (EP), wobei
a) eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten, zur Seite verschiebbaren Stapelwagen
(SW) vorgesehen ist,
b) durch seitliche Verschiebung der Stapelwagen (SW) eine Hubgasse (HGS) zwischen
zwei beliebig gewählten Stapelwagen (SW) erzeugt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß
c) jeder Stapelwagen (SW) so beschaffen ist, daß auf ihm eine Vielzahl von Paaren
nebeneinander liegender Paletten (PL) zur Aufnahme von abgestellten Kraftfahrzeugen
über- bzw. untereinander angeordnet werden kann,
d) zu der Hubgasse (HGS) ein Paar von Hubwagen (HW) fahren kann, welches einzelne
Paletten (PL) aus einem der Hubgasse (HGS) benachbarten Stapelwagen (SW) herausnehmen,
vertikal durch die Hubgasse bewegen und in einen solchen Stapelwagen (SW) hineinlegen
kann,
e) dieses Paar von Hubwagen (HW) jede beliebige Palette (PL) auf die Ebene mindestens
einer Ein- bzw. Ausfahrt (EA) heben kann, und
f) jeder Hubwagen (HW) mit einer Hubgabel (HGB) mit schwenkbaren Auslegern (ALS) ausgerüstet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der mindestens eine Fördereinrichtung (FE) zum seitlichen
Transport von Paletten (PL) über die bzw. unter den Stapelwagen (SW) vorgesehen ist,
mit welcher Paletten (PL) von einer Hubgasse (HGS) zu einer Ein- bzw. Ausfahrt (EA)
und in entgegengesetzter Richtung transportiert werden können.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, deren Fördereinrichtung (FE) aus einem Schienensystem
(SSY) aus Schienenelementen (SE), einem Kettenförderer (KF) aus zwei parallel verlaufenden
Kettensystemen (KS) mit Ketten (KN), an denen Palettenschubstangen (PSS) vorgesehen
sind, die in Schubnischen (PSN) der Paletten eingreifen und diese Paletten (PL) befördern.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Paletten (PL) vorne
und hinten im Bereich der Fahrzeugachsen seitlich verschiebbare, gegen die Palettenebene
heb- und senkbare Hubroste (HR) aufweisen, mit deren Hilfe die Mittellage des abgestellten
Fahrzeugs in Querrichtung der Palette durch Verschieben der Hubroste hergestellt werden
kann.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Stapelwagen (SW)
als Stahlkonstruktionen ausgeführt sind, die beidseitig von Mittelstielen (MS) auf
Auslegern (AL) Paletten (PL) aufnehmen können.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Stapelwagen (SW)
auf Schienen fahren.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Stapelwagen (SW)
über Magnetkupplungen (MK) miteinander verbunden werden können.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, an deren Stirnseiten (SS) Schub-
und Zugstangen (SZ) vorgesehen sind, mit denen die Stapelwagen (SW) seitlich verschoben
werden können.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Hubwagen (HW) auf
beiden Seiten der Stapelwagen (SW) auf Schienen selbständig über die gesamte Länge
der Vorrichtung fahren.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der Mittel zur Zwischenlagerung
vorübergehend nicht benötigter Paletten außerhalb der Regalwagen vorgesehen sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Mittel zur Zwischenlagerung vorübergehend
nicht benötigter Paletten in Form von Stapelspeichern mit Hubtischen (HT) zur Aufnahme
bzw. Freigabe von Paletten ausgebildet sind.
1. Facility for the space-saving parking of motor vehicles, having at least one entrance
and exit (EA) and having a multiplicity of parking spaces (EP), it being the case
that
a) a multiplicity of stacking carriages (SW), which are arranged one beside the other
and can be displaced to the side, is provided,
b) by lateral displacement of the stacking carriages (SW), a lifting passage (HGS)
can be produced between any two selected stacking carriages (SW),
characterized in that
c) each stacking carriage (SW) is formed such that a multiplicity of pairs of pallets
(PL), located one beside the other and intended for receiving parked motor vehicles,
can be arranged thereon one above the other and/or one beneath the other,
d) a pair of lifting carriages (HW) can travel to the lifting passage (HGS), which
pair of lifting carriages can remove individual pallets (PL) from a stacking carriage
(SW) adjacent to the lifting passage (HGS), move them vertically through the lifting
passage, and introduce them into such a stacking carriage (SW),
e) said pair of lifting carriages (HW) can lift any pallet (PL) onto the level of
at least one entrance or exit (EA), and
f) each lifting carriage (HW) is equipped with a lifting fork (HGB) having pivotable
extension arms (ALS).
2. Facility according to Claim 1, in the case of which at least one conveying apparatus
(FE) for the lateral transportation of pallets (PL) is provided above or beneath the
stacking carriages (SW), it being possible for pallets (PL) to be transported, by
means of said conveying apparatus, from a lifting passage (HGS) to an entrance or
exit (EA) and in the opposite direction.
3. Facility according to Claim 2, of which the conveying apparatus (FE) comprises a rail
system (SSY), made up of rail elements (SE), and a chain conveyor (KF) made up of
two parallel chain systems (KS) with chains (KN) on which there are provided pallet
push rods (PSS) which engage in pushing niches (PSN) of the pallets and convey said
pallets (PL).
4. Facility of one of the preceding claims, in the case of which the pallets (PL) exhibit
lifting grates (HR) which can be displaced laterally at the front and rear in the
region of the vehicle axles, which can be lifted and lowered with respect to the pallet
plane and with the aid of which the central position of the parked vehicle in the
transverse direction of the pallet can be produced, by displacing the lifting grates.
5. Facility according to one of the preceding claims, in the case of which the stacking
carriages (SW) are configured as steel structures which, on both sides of central
uprights (MS), can receive pallets (PL) on extension arms (AL).
6. Facility according to one of the preceding claims, in the case of which the stacking
carriages (SW) travel on rails.
7. Facility according to one of the preceding claims, in the case of which the stacking
carriages (SW) can be connected to one another via magnetic couplings (MK).
8. Facility according to one of the preceding claims, on whose end sides (SS) there are
provided push and pull rods (SZ), by means of which the stacking carriages (SW) can
be displaced laterally.
9. Facility according to one of the preceding claims, in the case of which the lifting
carriages (HW) travel independently on rails over the entire length of the facility,
on both sides of the stacking carriages (SW).
10. Facility according to one of the preceding claims, in the case of which means for
the intermediate storage of temporarily non-required pallets are provided outside
the storage and retrieval carriages.
11. Facility according to Claim 10, in the case of which the means for the intermediate
storage of temporarily non-required pallets are designed in the form of stack-type
stores with lifting tables (HT) for receiving and/or releasing pallets.
1. Dispositif pour le stationnement à encombrement réduit d'automobiles, comprenant au
moins une entrée/sortie (EA) et une pluralité de places (EP) de stationnement,
a) une pluralité de chariots (SW) d'empilage, juxtaposés et pouvant être déplacés
latéralement, étant prévus,
b) une voie (HGS) de levage pouvant, par le déplacement latéral des chariots (SW)
d'empilage, être formée entre deux chariots (SW) d'empilage choisis à volonté,
caractérisé en ce que
c) chaque chariot (SW) d'empilage est conçu de telle sorte qu'on peut y disposer,
les unes au-dessus ou encore en dessous des autres. une pluralité de paires de palettes
(PL) juxtaposées, destinées à recevoir des automobiles en stationnement,
d) une paire de chariots élévateurs (HW) peut être déplacée jusqu'à la voie (HGS)
de levage, chariots qui peuvent sortir des palettes (PL) individuelles d'un chariot
(SW) d'empilage voisin de la voie (HGS) de levage, les déplacer verticalement dans
la voie de levage, et les rentrer dans un tel chariot (SW) d'empilage,
e) cette paire de chariots élévateurs (HW) peut élever n'importe quelle palette (PL)
au plan d'au moins une entrée/sortie (EA), et
f) chaque chariot élévateur (HW) est équipé d'une fourche (HGB) de levage à bras pivotants
(ALS).
2. Dispositif suivant la revendication 1, dans lequel il est prévu, au-dessus ou en dessous
des chariots (SW) d'empilage, au moins un convoyeur (FE) pour le transport latéral
de palettes (PL), qui permet de transporter des palettes (PL) d'une voie (HGS) de
levage à une entrée/sortie (EA), et en sens opposé.
3. Dispositif suivant la revendication 2, dont le convoyeur (FE) consiste en un système
sur rails (SSY) comprenant des rails (SE) et un convoyeur à chaînes (KN) constitué
de deux systèmes de chaînes (KS) s'étendant en parallèle et comprenant des chaînes
(KN) sur lesquelles il est prévu des bielles (PSS) de poussée qui s'engagent dans
des niches (PSN) des palettes et déplacent ces palettes (PL).
4. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes. dans lequel les palettes
(PL) comportent à l'avant et à l'arrière des grilles relevables (HR) qui peuvent être
déplacées latéralement dans la région des essieux des automobiles et relevées et abaissées
par rapport au plan des palettes. et qui permettent, en les déplaçant, de centrer
l'automobile en stationnement dans la direction transversale de la palette.
5. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes. dans lequel les chariots
(SW) d'empilage sont des constructions métalliques qui, de part et d'autre de colonnes
centrales (MS), peuvent recevoir des palettes (PL) sur des bras (AL).
6. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes. dans lequel les chariots
(SW) d'empilage se déplacent sur des rails.
7. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes. dans lequel les chariots
(SW) d'empilage peuvent être mutuellement reliés au moyen d'accouplements magnétiques
(MK).
8. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes, sur les côtés frontaux (SS)
duquel il est prévu des bielles (SZ) de poussée et de traction qui permettent de déplacer
latéralement les chariots (SW) d'empilage.
9. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes. dans lequel les chariots
élévateurs (HW), de part et d'autre des chariots (SW) d'empilage, se déplacent de
façon autonome sur des rails sur toute la longueur du dispositif.
10. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel il est prévu
des moyens pour l'entreposage provisoire des palettes non utilisées en dehors des
chariots d'empilage.
11. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes. dans lequel les moyens pour
l'entreposage provisoire des palettes non utilisées sont réalisés sous la forme de
magasins d'empilage pourvus de plateaux élévateurs (HT) pour recevoir ou fournir des
palettes.