[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von stückigen verzehrbaren
Produkten, insbesondere von auf etwa -9ºC gefrorenen Fleischstücken.
[0002] Zu den bekannten Zerkleinerungsmaschinen zählen Schüssel- bzw. Bowl-Kutter, Fleischwölfe,
Prallmühlen, Feinzerkleinerungsmaschinen sowie Würfelschneider.
[0003] Bei dem vorstehend genannten Kutter arbeitet in einer sich drehenden, kreisrunden,
muldenartigen Schüssel ein Messersatz mit unterschiedlichen, jedoch hohen Drehzahlen.
Das in der Mulde befindliche Material wird durch die Schüsseldrehung immer wieder
dem Messersatz zugeführt. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist in erster Linie, daß
sie nur diskontinuierlich betrieben werden kann.
[0004] Demgegenüber arbeiten Fleischwölfe kontinuierlich und werden auf dem Markt für große
Tonnagen und auch zur Zerkleinerung von gefrorenem Fleisch angeboten. Das aus Förderschnecke,
Schneidmesser und Lochscheibe bestehende Schneidsystem weist eine relativ hohe Reibung
auf, so daß der Zerkleinerungsvorgang zu einer höheren Energieeinbringung und somit
zu einer Erwärmung des Produktes führt, die eine beginnende Emulgierung, also eine
Produktbindung zur Folge hat.
[0005] Prallmühlen werden insbesondere in der Chemie und Pharmazie aber auch zur Verarbeitung
von Kerngut wie z. B. Kakaobohnen eingesetzt. Das zu zerkleinernde Produkt wird mit
hoher Geschwindigkeit auf feststehende oder rotierende harte Mahlwerkzeuge geschleudert.
Fleischstücke würden in derartigen Prallmühlen eher zerrissen und zerquetscht, nicht
aber geschnitten werden.
[0006] Es sind kontinuierlich arbeitende Feinzerkleinerungsmaschinen bekannt geworden (siehe
z. B. DE-PS 28 23 245), die mit einem berührungfrei arbeitenden, hochtourig umlaufenden
Rotor-Stator-System versehen sind. Diese hochtourig umlaufenden Schneidsysteme sind
sowohl für das Schneiden als auch für das Emulgieren konzipiert. Der bei dem Einsatz
dieser Maschinen üblicherweise gewünschte Emulgieranteil an dem erstellten Produkt
läßt sich nicht vermeiden. Diese Feinzerkleinerungsmaschinen werden insbesondere für
Produkte mit einer Partikelgröße unterhalb 2 mm eingesetzt.
[0007] Die FR-A-2 589 754 offenbart einen Fleischwolf, also eine Vorrichtung zum Zerschneiden
bzw. Zerkleinern von Fleischstücken. Unter einer oberen Einfüllöffnung ist eine horizontal
gelagerte Förderschnecke vorgesehen, der Schneidmesser nachgeordnet sind, die in einem
Schneidgehäuse rotieren und mit lichtem axialen Abstand voneinander drehfest auf einer
horizontalen Welle befestigt sind, die durch die Hohlwelle der Förderschnecke hindurchgeführt
und mit hoher Drehzahl angetrieben ist gegenüber der nur langsam umlaufenden Förderschnecke.
Die Austragöffnung für das zerkleinerte Gut wird durch die weitgehend offene Stirnwand
des Gehäuses gebildet. Die Messerschneiden sollen an der Innenwand des zylindrischen
Schneidgehäuses entlangstreifen. Der Vorschub des zu zerkleindernden Gutes sowie dessen
Austrag durch die stirnseitige Öffnung erfolgen ausschließlich unter Einwirkung der
Förderschnecke. Hinsichtlich des Verfahrens bzw. der Verfahrenserzeugnisse ist in
dieser Vorveröffentlichung angegeben, daß keine Erwärmung des Gutes durch Reibung
erfolgen soll, und daß die zerkleinerten Fleischteile auf ihrem Weg durch die Vorrichtung
gut vermischt werden, so daß das Endprodukt eine homogene Farbe aufweist, also keine
Fetteinschlüsse erkennen läßt. Im übrigen soll das Fleisch nicht zerquetscht sondern
zerkleinert werden.
[0008] Die CH-A-294 009 offenbart eine Vorrichtung zum Zerkleinern insbesondere von tierischem
Rohgewebe. Einem Grobschneidwerk mit einer 2 bis 3 mm Lochscheibe ist über eine horizontale
Vorschubschnecke ein Feinschneidwerk nachgeschaltet mit einer Messerwelle, die mit
etwa 3000 Umdrehungen umläuft. Diese Messerwelle ist mit Doppelmessern bestückt, die
unterschiedliche radiale Längen aufweisen, und denen jeweils ringförmige Gehäuserippen
zugeordnet sind, die eine örtliche Kontraktion des axial vorgeschobenen Schneidgutes
bewirken sollen. Manschetten sollen diese Kontraktionswirkung noch verstärken. Der
Auslaß erfolgt über einen nach unten führenden Auslaßstutzen. Jede Messerschneide
der Doppelmesser ist in Form eines exzentrisch zur Messerwelle liegenden Kreisbogens
ausgebildet, so daß die Messerschneiden zumindest angenähert spiralförmig zur Messerwelle
verlaufen. Alle Messer sind auf derjenigen Seite zugeschliffen, zu der der Vorschub
des Schneidgutes erfolgt. Hinsichtlich des erzeugten Produktes ist in der Vorveröffentlichung
angegeben, daß das aus dem Auslaßstutzen austretende zerkleinerte Gut eine pasten-
bis teigförmige Konsistenz aufweist.
[0009] Die DE-A-24 32 112 offenbart ein Kuttermesser, insbesondere für Fleischzerkleinerungsmaschinen
zur Herstellung von Wurstwaren. Der innere, d. h. der der Messerdrehachse nächstgelegene
Schneidenabschnitt und der äußere, d. h. der von der Messerdrehachse am weitesten
entfernt gelegene Schneidenabschnitt sind von der gleichen Seite her und zwar von
der in Förderrichtung des Schneidgutes gelegenen Seite des Messers her angeschliffen,
während der mittlere Schneidenabschnitt beidseitig geschliffen ist. Alle Schneidenflanken
der Schneidenabschnitte sind ballig geschliffen. Die Schneidkante des inneren Schneidenabschnittes
besteht aus zwei in Messerblattebene im stumpfen Winkel zueinander, jedoch in sich
gerade verlaufenden Teilstücken.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schneidvorrichtung zu entwickeln,
mit der sich in einem kontinuierlichen Durchlauf gefrorene Fleischstücke mit einer
Kantenlänge 250 x 250 x 250 mm unter geringstmöglicher Wärmeaufnahme mit einem geringstmöglichen
Emulgieranteil auf eine Körnung von 2 bis 8 mm (Fleischkörnung) schneiden lassen.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch folgende Merkmale gelöst:
In einem Schneidgehäuse rotieren Messer, die mit lichtem axialen Abstand voneinander
drehfest aber leicht austauschbar auf dem horizontalen oder gegenüber der Horizontalen
geneigten Wellenstumpf eines Drehstrom-Motors befestigt sind,
der radiale Abstand der Enden der umlaufenden Messer von der Innenwandung des Schneidgehäuses
beträgt etwa 2 bis 4 mm,
jedes Messer weist eine axiale Förderkomponente auf,
zumindest einige Messer sind als Doppelmesser ausgebildet,
die beiden Flügel des Doppelmessers sind an ihrer vorlaufenden Schneide mit einem
Schrägschliff mit einem Schliffwinkel von etwa 25° bis 30° versehen, wobei sich an
den Schrägschliff eine ballige Förderfläche anschließt,
die Messer rotieren mit Drehzahlen zwischen 500 und 3000 U/min,
das Schneidgehäuse weist in seinem tiefsten Bereich eine nach unten offene Austragöffnung
für einen kontinuierlichen Fleischkörnung-Austrag unter Schwerkrafteinwirkung auf,
in Förderrichtung gesehen ist der Austragöffnung des Schneidgehäuses ein Messer nachgeordnet,
das von dem vorgeschalteten Messer einen zumindest einer Teilgröße der Austragöffnung
entsprechenden axialen Abstand sowie eine der Förderrichtung entgegengerichtete Förderkomponente
aufweist,
dem Schneidgehäuse ist in axialer Richtung gesehen eine kontinuierlich arbeitende
Zufuhreinrichtung für die Fleischstücke vorgeschaltet, die den Fleischstücken eine
gegen die Umlaufebene des ersten Messers gerichtete Förderkomponente verleiht.
[0012] Soweit in den Patentansprüchen Bezug genommen wird auf Fleisch, so handelt es sich
hierbei nur um eine beispielsweise Produktangabe, die auch Innereien umfaßt. Andere
Produktarten wie z. B. Kerngut, Obst, Gemüse oder dergleichen sind denkbar. Unter
"verzehrbaren Produkten" soll auch Tierfutter, wie z. B. petfood, verstanden werden.
[0013] Ein wesentliches Erfindungsmerkmal liegt in der kontinuierlichen Arbeitsweise. Die
erfindungsgemäße Schneidmaschine läßt sich somit in vorhandene, kontinuierlich arbeitende
Linien einfach integrieren. Erfindungswesentlich ist ferner die Körnung der zugeführten
gefrorenen Fleischstücke auf eine verhältnismäßig kleine Korngröße, wobei dieser Schnittvorgang
unter möglichst geringer Energieeinbringung durchgeführt wird, damit das Endprodukt
körnig bis rieselfähig ist und eine nahezu definierte Korngröße aufweist. Abweichend
von den bekannten Verfahren und Vorrichtungen wird also ein Produkt mit einem geringstmöglichen
Emulgieranteil hergestellt.
[0014] Die das Ausgangsprodukt bildenden Fleischstücke weisen meist eine kleinere Kantenlänge
auf als die vorstehend zitierte Maximalangabe; es kann auch ein sogenannter Staubanteil
vorliegen. Das Ausgangsprodukt kann auch Temperaturen bis in die Nähe des Gefrierpunktes
aufweisen, so daß das Material als angetaut bezeichnet werden kann.
[0015] Zur Veränderung des Produktdurchsatzes und/oder der Feinheit der Produktkörnung können
die Schneidwerkzeuge erfindungsgemäß hinsichtlich Drehzahl, Durchmesser, Geometrie,
Anzahl und/oder axialem Abstand voneinander modifiziert werden. Hierdurch läßt sich
auch die Exaktheit des Schnittes bzw. des Schneidvorganges beeinflussen. Deshalb ist
es vorteilhaft, wenn sich die Schneidwerkzeuge leicht auswechseln lassen.
[0016] Die Zufuhr der Produktstücke in den Bereich der rotierenden Messersätze erfolgt kontinuierlich
über eine Förderschnecke, ein Förderband oder aber einen Schwerkraftförderer. Dabei
läßt sich durch Verstellung der Förderleistung ebenfalls die Feinheit des Endproduktes
beeinflussen.
[0017] Als Antrieb für die Förderschnecke bzw. das Förderband kann ebenfalls ein Drehstrom-Motor
vorgesehen werden, der ebenso wie der Drehstrom-Motor für die Messersätze mit einem
vorgeschalteten Umrichter zur Drehzahl-Regelung bestückt sein kann. Unter Berücksichtigung
der Pohlzahlen lassen sich jedoch zwei oder drei verschiedene Drehzahlen auch ohne
Umrichter realisieren.
[0018] Bei Verwendung einer Förderschnecke lassen sich Produktdurchsatz und -qualität, also
Feinheit und Körnigkeit des erzeugten Endproduktes, durch Veränderung der Drehzahl,
des Schneckendurchmessers und/oder der Schneckensteigung beeinflussen.
[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich aufgrund ihrer einfachen Konzeption sehr
schnell durch Messertausch und Drehzahländerung an die Endprodukt-Wünsche des Kunden
anpassen. Die Maschine ist einfach im Aufbau und daher nur wenig anfällig. Sie entspricht
den Hygieneanforderungen in der Nahrungsmittelverarbeitung, läßt sich in vorhandene
Linien gut integrieren, ist kompakt in ihren Abmessungen und kann auch parallel oder
- wenn sehr hohe Zerkleinerungsgrade gefordert sind - in Tandem angeordnet werden.
Die Konzeption ist besonders für hohe Durchsatzleistungen von z. B. 40.000 kg pro
Stunde geeignet, läßt aber auch sehr viel geringere Leistungen von z. B. nur 1000
kg/h zu. Das Preis-/Leistungsverhältnis zu den auf dem Markt befindlichen Maschinen
ist konzeptionell bedingt sehr günstig.
[0020] Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche und werden in Verbindung
mit weiteren Vorteilen der Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0021] In der Zeichnung sind einige als Beispiele dienende Ausführungsformen der Erfindung
dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- - eine Schneidemaschine in einem lotrechten Längsschnitt;
- Figur 2
- - die Darstellung gemäß Figur 1 in Draufsicht;
- Figur 3
- - die Darstellung gemäß den Figuren 1 und 2 in Stirnansicht;
- Figur 4
- - die Darstellung gemäß der Figur 1 in Seitenansicht;
- Figur 5
- - eine abgewandelte Ausführungsform in einer Darstellung gemäß Figur 1;
- Figur 6
- - eine weiterhin abgewandelte Ausführungsform in einer Darstellung gemäß Figur 1;
- Figur 7
- - die Darstellung gemäß Figur 6 in Draufsicht;
- Figur 8
- - die Darstellung gemäß Figur 6 in Stirnansicht;
- Figur 9
- - die Schneidemaschine gemäß Figur 6 in Seitenansicht;
- Figur 10
- - in vergrößertem Maßstab einen Querschnitt durch ein Schneidgehäuse mit einem in
diesem umlaufenden Doppelmesser;
- Figur 11
- - in noch einmal vergrößertem Maßstab einen Querschnitt durch den Flügel eines Doppelmessers;
- Figur 12
- - in Vorderansicht einen aus drei mit axialem Abstand hintereinander angeordneten
Doppelmessern bestehenden Messersatz und
- Figur 13
- - eine abgewandelte Ausführungsform in einer Darstellung gemäß Figur 1.
[0022] Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Schneidemaschine umfaßt einen Drehstrom-Motor
1 mit einem horizontal ausgerichteten Wellenstumpf 2, auf dem Messer 3,3a drehfest
aber leicht austauschbar befestigt sind, die in einem Schneidgehäuse 4 umlaufen. Im
Boden des Schneidgehäuses 4 ist unmittelbar vor dem Motorschild 5 eine nach unten
offene Austragöffnung 6 vorgesehen.
[0023] Dem Schneidgehäuse 4 ist ein Schneckengehäuse 7 vorgeschaltet, in dem eine Förderschnecke
8 umläuft, die mit dem den Messersatz tragenden Wellenstumpf 2 fluchtet und als Antrieb
ebenfalls einen Drehstrom-Motor 9 aufweist. Das Schneckengehäuse 7 fluchtet mit seiner
Unterkante mit der Unterkante des Schneidgehäuses 4 und weist in seiner vorderen Oberseite
einen Einlauftrichter 10 für das zu zerschneidende Produkt auf. Dessen dem Schneidgehäuse
4 zugewandte Wandung bildet mit der oberen Wandung des Förderschneckengehäuses 7 eine
Schneidkante 10a für eine grobe Vorzerkleinerung großer Fleischstücke.
[0024] Insbesondere Figur 1 läßt erkennen, daß bei diesem Ausführungsbeispiel der Durchmesser
der Förderschnecke 8 etwa dem Durchmesser der Messer 3,3a entspricht.
[0025] Jeder der beiden Drehstrom-Motoren 1, 9 kann mit einem vorgeschalteten Umrichter
zur Drehzahl-Regelung bestückt sein.
[0026] Das zu zerkleinernde stückige Produkt, z. B. gefrorene Fleischstücke mit einer Kantenlänge
von maximal 250 x 250 x 250 mm, wird in einem kontinuierlichen Produktstrom in den
Einlauftrichter 10 und dadurch in den Förderbereich der Förderschnecke 8 geleitet.
Übergroße Produktstücke werden von der Förderschnecke 8 vorzerkleinert. Im übrigen
werden die Produktstücke in Form eines Produktstranges unmittelbar den rotierenden
Messern 3,3a zugeführt, die mit jeweils axialem lichtem Abstand voneinander auf dem
Wellenstumpf 2 sitzen, den Ausfallquerschnitt der Austragöffnung 6 jedoch weitgehend
freihalten. Im Bereich der Austragöffnung 6 ist nur ein einziges Messer 3a vorgesehen.
Die Förderschnecke 8 läuft mit 20 bis 200 U/min um, während die Messer 3,3a in entgegengesetzter
Richtung mit Drehzahlen zwischen 500 und 3000 U/min rotieren. Die von der Förderschnecke
8 den Messern 3,3a zugeführten Produktstücke werden im Schneidgehäuse 4 unter geringsmöglicher
Emulgierung klumpenfrei auf eine Körnung von 2 bis 8 mm geschnitten.
[0027] Die in Figur 5 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der der Figur
1 lediglich dadurch, daß der Schnekkengehäuse-Durchmesser d nur etwa dem halben Schneidgehäuse-Durchmesser
D entspricht. Der Durchmesser der Förderschnecke 8 entspricht somit etwa dem Radius
der Messersätze 3,3a.
[0028] Die in den Figuren 6 bis 9 dargestellte abgewandelte Ausführungsform unterscheidet
sich von der der Figuren 1 bis 4 im wesentlichen in zwei Merkmalen:
[0029] Der Drehstrom-Motor 1 ist mit seinem Wellenstumpf 2 gegenüber der Horizontalen um
etwa 45° geneigt angeordnet; und anstelle einer Förderschnecke erfolgt die Zufuhr
der zu zerkleinernden Produktstücke unter Ausnutzung ihrer Schwerkraft über einen
Einlauftrichter 11 unmittelbar in den Arbeitsbereich der Messersätze 3.
[0030] Figur 10 läßt erkennen, daß die Messer 3 als Doppelmesser ausgebildet sind, deren
beiden Flügel an ihrer vorlaufenden Schneide 14 mit einem Schrägschliff 15 mit einem
Schliffwinkel α von etwa 25° - 30° versehen sind (siehe auch Figur 11). Dieser Anschliffwinkel
α wird entsprechend dem zu schneidenden Produkt gewählt. Stumpfe Messer werden unter
diesem Winkel α nachgeschliffen. Figur 11 läßt erkennen, daß der eigentliche Schrägschliff
15 nur verhältnismäßig kurz ausgebildet ist und dann in eine ballige Förderfläche
16 übergeht, die einen Radius R aufweist und sich über die Breite x erstreckt. Diese
Förderfläche 16 verleiht dem Produkt die vorstehend bereits erwähnte Förderkomponente
13. Die Länge des Schrägschliffs 15 kann etwa 2 mm betragen; die Breite x liegt im
Bereich von 25 - 40 mm; die Dicke S eines Messers 3 kann zwischen 6 und 10 mm liegen.
[0031] Ein Messersatz besteht vorzugsweise aus 3 bis 5 Doppelmessern, die - wie es Figur
12 erkennen läßt - gegeneinander umfangsversetzt angeordnet sind.
[0032] Bei der in Figur 13 dargestellten abgewandelten Ausführungsform verjüngt sich der
erste Abschnitt 4a des Schneidgehäuses 4 in Förderrichtung 12 gesehen im Durchmesser
etwas, um so eine Stauwirkung hervorzurufen. Bei diesem Lösungsvorschlag weist das
erste Messer des Messersatzes somit einen größeren Durchmesser auf als die folgenden
Messer, um einen gleichbleibend großen radialen Abstand a zum Schneidgehäuse 4 aufrechtzuerhalten.
1. Vorrichtung zum Schneiden von stückigen verzehrbaren Produkten, insbesondere von auf
etwa -9ºC gefrorenen Fleischstücken mit einer Kantenlänge von 250 x 250 x 250 mm unter
geringstmöglicher Wärmeaufnahme mit einem geringstmöglichen Emulgieranteil auf eine
Körnung von 2 bis 8 mm (Fleischkörnung), mit folgenden Merkmalen:
in einem Schneidgehäuse (4) rotieren Messer (3, 3a), die mit lichtem axialen Abstand
voneinander drehfest aber leicht austauschbar auf dem horizontalen oder gegenüber
der Horizontalen geneigten Wellenstumpf (2) eines Drehstrom-Motors (1) befestigt sind,
der radiale Abstand (a) der Enden der umlaufenden Messer (3, 3a) von der Innenwandung
des Schneidgehäuses (4) beträgt etwa 2 bis 4 mm,
jedes Messer (3, 3a) weist eine axiale Förderkomponente (13) auf,
zumindest einige Messer (3, 3a) sind als Doppelmesser ausgebildet,
die beiden Flügel des Doppelmessers (3, 3a) sind an ihrer vorlaufenden Schneide (14)
mit einem Schrägschliff (15) mit einem Schliffwinkel (α) von etwa 25° bis 30° versehen,
wobei sich an den Schrägschliff (15) eine ballige Förderfläche (16) anschließt,
die Messer (3, 3a) rotieren mit Drehzahlen zwischen 500 und 3000 U/min,
das Schneidgehäuse (4) weist in seinem tiefsten Bereich eine nach unten offene Austragöffnung
(6) für einen kontinuierlichen Fleischkörnung-Austrag unter Schwerkrafteinwirkung
auf,
in Förderrichtung (12) gesehen ist der Austragöffnung (6) des Schneidgehäuses (4)
ein Messer (3a) nachgeordnet, das von dem vorgeschalteten Messer (3) einen zumindest
einer Teilgröße der Austragöffnung (6) entsprechenden axialen Abstand (b) sowie eine
der Förderrichtung (12) entgegengerichtete Förderkomponente (13) aufweist,
dem Schneidgehäuse (4) ist in axialer Richtung gesehen eine kontinuierlich arbeitende
Zufuhreinrichtung für die Fleischstücke vorgeschaltet, die den Fleischstücken eine
gegen die Umlaufebene des ersten Messers (3) gerichtete Förderkomponente verleiht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhreinrichtung eine Förderschnecke (8) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecke (8) mit 20 bis 200 U/min umläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung der Förderschnecke (8) der der Messer (3,3a) entgegengerichtet
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkante des Gehäuses (7) der Förderschnecke (8) mit der Unterkante des
Schneidgehäuses (4) fluchtet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (d) des Förderschneckengehäuses (7) etwa dem halben Schneidgehäuse-Durchmesser
(D) entspricht. (Figur 5)
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) der Förderschnecke (8) in seiner Oberseite einen Einfallschacht,
Einlauftrichter (10) oder dergleichen aufweist, dessen dem Schneidgehäuse (4) zugewandte
Wandung mit der oberen Wandung des Förderschneckengehäuses (7) eine Schneidkante (10a)
für eine grobe Vorzerkleinerung großer Fleischstücke bildet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhreinrichtung ein Förderband ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Zufuhreinrichtung ein Drehstrom-Motor (9) mit einem vorgeschalteten
Umrichter zur Drehzahl-Regelung ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhreinrichtung ein Schwerkraftförderer ist, der die Fleischstücke durch
ihr Eigengewicht über eine Rutsche, einen Einlauftrichter (11) oder dergleichen dem
in einer geneigten Ebene umlaufenden Messersatz (3,3a) zuführt. (Figur 6)
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der den Antrieb für den Messersatz (3,3a) bildende Drehstrom-Motor einen vorgeschalteten
Umrichter zur Drehzahl-Regelung aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich dererste Abschnitt (4a) des Schneidgehäuses (4) in Förderrichtung (12)
gesehen im Durchmesser etwas verjüngt (Figur 13).
1. Device for cutting lumpy consumable products, in particular pieces of meat frozen
to around -9°C having an edge length of 250 x 250 x 250 mm, with minimal heat absorption
and a minimal degree of emulsification to a grain size of 2 to 8 mm (meat granulation),
having the following features:
rotating in a cutter housing (4) are blades (3, 3a), which are fastened at a clear
axial distance from one another in a non-rotatable but easily exchangeable manner
on the shaft butt (2) of a three-phase a.c. motor (1), said shaft butt being horizontal
or inclined relative to the horizontal,
the radial distance (a) of the ends of the rotating blades (3, 3a) from the inner
wall of the cutter housing (4) is around 2 to 4 mm,
each blade (3, 3a) has an axial feed component (13),
at least some blades (3, 3a) take the form of double blades,
the two wings of the double blades (3, 3a) are provided at their leading cutting edge
(14) with an obliquely ground section (15) at a grinding angle (α) of approximately
25 to 30°, the obliquely ground section (15) being adjoined by a crowned feed surface
(16),
the blades (3, 3a) rotate at speeds of between 500 and 3000 rpm,
the cutter housing (4) has in its lowest region a downwardly open discharge opening
(6) for continuously discharging meat grains under the effect of gravity,
disposed - viewed in feed direction (12) - downstream of the discharge opening (6)
of the cutter housing (4) is a blade (3a), which is at an axial distance (b) corresponding
to at least a fraction of the size of the discharge opening (6) from the upstream
blade (3) and has a feed component (13) directed counter to the feed direction (12),
installed upstream of the cutter housing (4), viewed in an axial direction, is a continuously
operating feed device for the meat pieces, which imparts to the meat pieces a feed
component directed towards the plane of rotation of the first blade (3).
2. Device according to claim 1, characterized in that the feed device is a conveyor worm
(8).
3. Device according to claim 2, characterized in that the conveyor worm (8) rotates at
20 to 200 rpm.
4. Device according to claim 2 or 3, characterized in that the direction of rotation
of the conveyor worm (8) is counter to that of the blades (3, 3a).
5. Device according to one of claims 2 to 4, characterized in that the bottom edge of
the housing (7) of the conveyor worm (8) is aligned with the bottom edge of the cutter
housing (4).
6. Device according to one of claims 2 to 5, characterized in that the diameter (d) of
the worm conveyor housing (7) corresponds approximately to half the cutter housing
diameter (D). (Figure 5)
7. Device according to one of claims 2 to 6, characterized in that the housing (7) of
the worm conveyor (8) at its top end has a downward shaft, inlet hopper (10) or the
like, of which the wall facing the cutter housing (4) forms with the top wall of the
conveyor worm housing (7) a cutting edge (10a) for effecting coarse preliminary disintegration
of large meat pieces.
8. Device according to claim 1, characterized in that the feed device is a conveyor belt.
9. Device according to one of claims 3 to 8, characterized in that the drive of the feed
device is a three-phase a.c. motor (9) with an upstream converter for speed variation.
10. Device according to claim 1, characterized in that the feed device is a gravity conveyor
which feeds the meat pieces by means of their own weight via a chute, an inlet hopper
(11) or the like to the set of blades (3, 3a) rotating in an inclined plane. (Figure
6)
11. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the three-phase
a.c. motor forming the drive for the set of blades (3, 3a) has an upstream converter
for speed variation.
12. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the first portion
(4a) of the cutter housing (4) viewed in feed direction (12) tapers slightly in diameter
(Figure 13).
1. Dispositif destiné au hachage de produits de consommation en morceaux, et plus particulièrement
de pièces de viande congelées à une température approximative de -9°C, ayant des dimensions
de 250 x 250 x 250 mm, avec une absorption de chaleur la plus infime possible et avec
un taux d'émulsion le plus faible possible, pour atteindre une granulation de 2 à
8 mm (grains de viande), comprenant les particularités suivantes :
des couteaux (3, 3a) tournant dans un carter de hachage (4) sont fixés en rotation
avec une distance axiale libre entre eux, mais de manière à pouvoir être remplacés
facilement, sur le bout d'arbre (2) d'un moteur triphasé (1) disposé horizontalement
ou incliné par rapport à l'horizontale,
la distance radiale (a) entre les extrémités des couteaux tournants (3, 3a) et la
paroi interne du carter de hachage (4) est d'environ 2 à 4 mm,
chacun des couteaux (3, 3a) présente une composante de refoulement axial (13),
au moins certains couteaux (3, 3a) présentent la forme d'un couteau double,
les deux branches du couteau double (3, 3a) sont pourvues sur leur coupant avant (14)
d'un biseau d'affûtage (15) ayant un angle d'affûtage (a) d'environ 25° à 30°, le
biseau d'affûtage (15) étant prolongé par une surface de refoulement (16) convexe,
les couteaux (3, 3a) tournent à une vitesse de rotation comprise entre 500 et 3000
tours/minute,
le carter de hachage (4) présente dans sa zone la plus basse une ouverture de déversement
(6) ouverte vers le bas et destinée au déversement en continu des grains de viande
sous l'effet de la pesanteur,
un couteau (3a) est disposé en aval de l'ouverture de déversement (6) du carter de
hachage (4) relativement au sens de transport (12), et présente par rapport au couteau
(3) monté en amont une distance axiale (b) correspondant au moins à une partie de
la dimension de l'ouverture de déversement (6), ainsi qu'une composante de refoulement
(13) opposée au sens de transport (12),
un dispositif d'amenée des pièces de viande fonctionnant en continu est monté axialement
en amont du carter de hachage (4) et impartit aux pièces de viande une composante
de mouvement de transport dirigée vers le plan de rotation du premier couteau (3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée
est une vis sans fin (8).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la vis sans fin (8) tourne
à une vitesse de rotation comprise entre 20 et 200 tours/minute.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le sens de rotation
de la vis sans fin (8) est contraire à celui des couteaux (3, 3a).
5. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le bord inférieur
du carter (7) de la vis sans fin (8) est aligné avec le bord inférieur du carter de
hachage (4).
6. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que le diamètre
(d) du carter (7) de la vis sans fin correspond environ à la moitié du diamètre (D)
du carter de hachage (figure 5).
7. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que le carter (7)
de la vis sans fin (8) présente sur sa face supérieure un puits d'alimentation gravitaire,
une trémie d'entrée (10) ou analogue, dont la paroi tournée vers le carter de hachage
(4) forme avec la paroi supérieure du carter (7) de la vis sans fin une arête coupante
(10a) destinée à un pré-découpage grossier des grosses pièces de viande.
8. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée
est un transporteur à bande.
9. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisé en ce que le dispositif
d'amenée est actionné par un moteur triphasé (9) pourvu d'un convertisseur raccordé
en amont et destiné à régler la vitesse de rotation.
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée
est un transporteur par gravité qui achemine les pièces de viande, par leur poids
propre, vers le jeu de couteaux (3, 3a) tournant dans un plan incliné, ce par l'intermédiaire
d'une goulotte, d'une trémie d'entrée (11) ou analogue (figure 6).
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moteur
triphasé servant de commande pour le jeu de couteaux (3, 3a) présente un convertisseur
raccordé en amont et destiné à régler la vitesse de rotation.
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le diamètre
du premier tronçon (4a) du carter de hachage (4) se rétrécit légèrement (figure 13)
dans le sens du transport (12).