[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen von Druckfarbe gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
[0002] Bei Bogenoffsetdruckmaschinen der bekannten Art erfolgt die Zufuhr von Druckfarbe
über eine Farbkastenwalze, einer intermittierend zwischen Farbkastenwalze und einer
ersten Reiberwalze angeordneten Heberwalze, weitere Farbwerkwalzen auf einen Plattenzylinder
mit aufgespannter Druckplatte und daraufhin über einen Gummituchzylinder auf den bogenförmigen
Bedruckstoff. Durch einzelne mit der Farbkastenwalze zusammenwirkende Farbdosierelemente
ist die Druckfarbe quer zur Druckrichtung zonal unterschiedlich einstellbar. Ferner
ist auch der Hebertakt und die Heberstreifenbreite entsprechend dem Farbbedarf der
Druckform (Druckplatte) einstellbar.
[0003] In Heberfarbwerken der oben kurz wiedergegebenen Art entsteht ein Farbfluß dadurch,
daß auf der Farbkastenwalze entsprechend dem Farbbedarf auf der Druckform durch die
Dosierelemente ein Farbspalt erzeugt wird. Durch die Spaltvorgänge mit der Heberwalze
sowie den weiteren Farbwerkwalzen entsteht dabei ein Schichtdickengefälle an Druckfarbe,
welches in Richtung Druckform gerichtet ist, also von Farbkastenwalze zur Druckform
abnimmt. Je größer das Schichtdickengefälle der Druckfarbe in einer Zone ist, desto
größer ist der Farbfluß in der zugehörigen Zone, es wird somit entsprechend dem Anteil
druckender Fläche mehr Farbe zugeführt. Die Grundlagen im Zusammenhang von Farbfluß
und Farbschichtdickengefälle sind dabei aus der DE 3 338 143 C2 bekannt. Dieses vorbekannte
Verfahren betrifft jedoch eine Maßnahme zum gezielten Vorfüllen eines Farbwerkes,
um möglichst schnell eine dem Fortdruck nahe Farbverteilung im Farbwerk zu erhalten.
[0004] Aus der DE 37 07 695 C2 ist es bekannt, beim Auftragswechsel ein Farbprofil eines
vorhergehenden Auftrages durch Schließen sämtlicher Farbdosierelemente abzubauen,
woraufhin sich ein Vorfüllen des Farbwerkes entsprechend dem neuen Auftrag anschließt.
Der Profilabbau mittels geschlossener Dosierelemente kann durch Papierlauf noch beschleunigt
werden. Dieses Verfahren dient aber dem Abbau eines Farbprofiles bei Beendigung eines
Druckauftrages, so daß die letzten Bogen Makulatur werden. Die Farbzufuhr während
des Fortdruckprozesses, gerade bei geringer Farbabnahme durch die Druckform, kann
durch dieses Verfahren aber weder gesteuert noch gar stabilisiert werden.
[0005] Aus der DE 41 28 537 C2 ist ein Verfahren zum Einlaufen der Farbe zu Druckbeginn
bzw. nach Druckunterbrechungen bekannt, bei dem ein inverses Farbprofil eingestellt
wird. Nach Angaben dieser Schrift hat aber der vorgeschlagene Füllvorgang des Farbwerkes
vor dem Papierlauf, also auch bei abgestellten Farbauftragwalzen zu erfolgen.
[0006] Allgemein bekannt ist, daß das Maß, um welches die Zufuhr an Druckfarbe verstärkt
bzw. verringert werden muß, dadurch festgestellt wird, daß die Färbung auf dem Druckprodukt
(Druckbogen) beurteilt wird. In einem einfachen Fall kann dies durch den Drucker visuell
überprüft werden. Auch ist es bekannt, beispielsweise in einem Druckkontrollstreifen
am Bogenanfang oder Bogenende für jede Farbe und jede Zone Meßfelder mitzudrucken,
die fotoelektrisch, insbesondere densitometrisch, abgetastet werden und woraufhin
diese Ist-Werte in Verbindung mit vorgegebenen Soll-Werten zu Einstellwerten für die
Farbführungsorgane (Stellung Farbdosierelemente, Heberstreifenbreite, Hebertakt) umgerechnet
werden. Mittels einem traversierenden Densitometer oder sonstig ausgebildeten Meßkopf
kann ein solcher Druckkontrollstrelfen automatisch abgetastet und mittels nachgeschaltetem
Rechner die erfaßten Werte in die entsprechenden Stelldaten umgerechnet werden.
[0007] Die Heberfarbwerke von Bogenoffsetdruckmaschinen weisen aufgrund der Vielzahl von
Walzen eine sehr große Oberfläche und somit zeitlich eine ausgeprägte Übertragungsträgheit
auf. Eine eingangsseitige Veränderung der Farbführungsorgane (Farbdosierelemente,
Heberstreifenbreite, Hebertakt) bedingt somit stets eine größere Zahl von Bogen, bis
sich ein stationärer Zustand hinsichtlich der Färbung auf dem Bedruckstoff einstellt.
Besonders starke Einschwingzeiten von einem stationären Zustand zum Nächsten ergeben
sich dabei, wenn die Druckform eine sehr geringe Farbabnahme, d.h. einen sehr geringen
Anteil druckender Fläche aufweist. Der Grund ist hierbei darin zu sehen, daß die einzustellenden
Schichtdickengefälle der Druckfarbe in den einzelnen Zonen sehr gering sind.
[0008] Eine sehr gering einzustellende Zufuhr von Druckfarbe wird meistens dadurch realisiert,
daß ein hoher Hebertakt (1:6, 1:9 usw.) in Verbindung mit einer geringen Heberstreifenbreite
eingestellt wird. Damit wird erreicht, daß die Farbdosierelemente nicht in ihrem unteren
sondern im mittleren Stellbereich ansteuerbar sind. Damit ist zwar in bestimmten Fällen
eine differenziertere Steuerung der Färbung auf dem Druckbogen möglich, jedoch versagt
diese Methode bei extrem geringen Anteil druckender Fläche auf der Druckform. Wegen
dem geringen Farbfluß nimmt dabei die Druckfarbe zuviel Feuchtmittel auf, d.h. es
findet ein Emulgieren statt. Ferner verbessert diese vorbekannte Methode auch nicht
das Einschwingverhalten, d.h. die Zeitspanne zwischen einer vorgenommenen Korrektur
und einem sich einstellenden stabilen Färbungszustand auf den Bedruckstoff.
[0009] Gerade der oben zuletzt genannte Grund ist als sehr nachteilig anzusehen, da beim
Abstimmen oder während der Kontrolle des Fortdruckes nach einer vorgenommenen Korrektur,
z.B. Verändern der Stellungen der Farbdosierelemente, ein nächster Probebogen zu früh
gezogen werden kann, also während einer Phase, in welcher ein stabiler Färbungszustand
noch nicht erreicht ist. Wird aufgrund der Begutachtung eines derartig zu früh gezogenen
Probebogens eine weitere Korrektur eingeleitet, so kann dies unweigerlich nicht zum
gewünschten Ziel führen. Ein Abstimmvorgang zu Druckbeginn verlängert sich somit beträchtlich
und verursacht Makulatur. Auch eine Farbwerksvoreinstellung mittels Plattenabtastung
bringt hier keine Verbesserung, da bei sehr geringem Anteil druckender Fläche Inhomogenitäten
im Plattenuntergrund zu Fehleinstellungen führen.
[0010] Eine automatische Farbregelanlage löst ebenfalls aus den oben genannten Gründen Stellvorgänge
in den einzelnen Zonen aus, die dieses zeitliche Schwingverhalten noch anstoßen. Die
Störung wird also nicht behoben sondern zusätzlich noch verstärkt. Diese Probleme
bei geringem Farbbedarf erschweren nicht nur die Kontrolle des Fortdruckzustandes,
insbesondere wird die Abstimmphase erheblich verlängert.
[0011] Bei einem geringen Anteil druckender Fläche ist es ebenfalls bekannt, auf der Druckform
zusätzliche Volltonflächen mitzukopieren und entsprechend mitzudrucken. Diese Farbabnahmeflächen
erhöhen somit den im Farbwerk einzustellenden Farbfluß. Die Farbabnahmeflächen stellen
also hinsichtlich der oben genannten Probleme eine wirkungsvolle Lösung dar. Aus Kostengründen
soll aber ein Bogen im hohen Nutzen gedruckt werden, d.h. oftmals scheidet aus Kosten-
bzw. Formatgründen diese Methode von vornherein aus.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 derartig zu erweitern, so daß bei geringem Anteil druckender Fläche
auf der Druckform bei Vermeidung zusätzlicher verfahrenstechnischer Schwierigkeiten
die Einschwingzeit zwischen einem bestehenden Färbungszustand zu einem nächsten Färbungszustand
möglichst effektiv verkürzt werden kann.
[0013] Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1. Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0014] Allgemein besteht die erfindungsgemäße Maßnahme darin, daß quer zur Druckrichtung
nicht ausschließlich ein von der Farbkastenwalze in Richtung Druckform abnehmendes
Schichtdickengefälle der Druckfarbe eingestellt wird. Es wird also in wenigstens einer
Zone und zumindest für eine bestimmte Zeitdauer in einem Teil des Farbwerkes ein entgegengesetzt
gerichteter Farbfluß erzeugt, also ein Schichtdickengefälle eingestellt, welches zur
Heber- und Farbkastenwalze hin abnimmt. Dieser beispielsweise in bestimmten Zonen
eingestellter und in umgekehrter Richtung laufender Farbfluß muß daher durch einen
entsprechenden höheren Farbfluß in den übrigen Zonen ausgeglichen werden, um den gesamten
Farbbedarf der Druckform decken zu können.
[0015] Durch die erfindungsgemäße Art der Steuerung der Zufuhr von Druckfarbe ergibt sich
eine deutliche Verkürzung der Einschwingzeit von einem Färbungszustand zu einem Nächsten.
Dies ergibt eine deutliche Makulatureinsparung. Gerade der Abstimmvorgang wird durch
das erfindungsgemäße Verfahren verkürzt. Ferner kann auf den Mitdruck zusätzlicher,
nicht zum Sujet gehörender Farbabnahmeflächen verzichtet werden. Auch wird das Problem
des Emulgierens bei geringem Farbfluß behoben.
[0016] Als besonderer Vorteil einer Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dabei ferner,
daß bei Schließen jedes zweiten Farbdosierelementes, also ausschließlicher Farbzufuhr
in den dazwischenliegenden Zonen, auf eine Farbvoreinstellung durch optisches Abtasten
der Druckplatte, ganz verzichtet werden kann. Ungenaue Farbvoreinstellwerte aufgrund
der fälschlichen Interpretation von Helligkeitsschwankungen als Anteil druckender
Fläche werden somit vermieden.
[0017] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß in Abhängigkeit
der zonalen Farbbedarfsverteilung (zonale Flächendeckung) der Druckform bestimmte
Farbdosierelemente fest an die Farbkastenwalze angestellt werden, also in diesen Zonen
keine Farbzufuhr erfolgt. Damit sich ein hinreichend gleichmäßiges, insbesondere konstantes
Färbungsniveau auch in den geschlossenen Zonen ergibt, wird nun aus den Meßwerten
an den Meßfeldern der Zonen mit geschlossenen Farbdosierelementen errechnet, um wieviel
mehr oder wieviel weniger die Farbdosierelemente in den geöffneten Zonen verstellt
werden müssen. Durch diese Maßnahme gelingt es ebenfalls einen niedrigen, insbesondere
den niedrigsten an der Maschine einstellbaren Hebertakt zu fahren und ferner auch
die Heberstreifenbreite möglichst maximal zu wählen. Die Farbdosierelemente in den
geöffneten Zonen können daher im mittleren Stellbereich angesteuert werden. Ein niedriger
Hebertakt bedeutet hierbei, daß während einer Heberbewegung nur eine geringe Zahl
an Maschinenumdrehungen durchgeführt werden, der Heber also nur gering untersetzt
zur Maschine läuft. Mittels einer automatischen Farbregelanlage wird nun aus dem Meßwert
innerhalb einer geschlossenen Zone und den Meßwerten der beidseitig benachbarten Zonen
in Verbindung mit dem vorgegebenen Soll-Wert errechnet, um wieviel die Farbzufuhr
in den benachbarten, geöffneten Zonen verändert werden muß.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich dabei grundsätzlich in vier verfahrenstechnischen
Versionen durchführen. Des weiteren erfolgt die Erläuterung dieser Verfahrensweisen
anhand der vier Zeichnungen.
Version 1
[0019] Fig. 1 zeigt symbolisch eine Farbkastenwalze FW sowie die darauf in den einzelnen
Zonen Z eingestellten Schichtdicken SD der Druckfarbe. Diese werden bekanntlich durch
nicht dargestellte Farbdosierelemente in Verbindung mit einem Farbkasten erzeugt.
Es ist angedeutet, daß lediglich in jeder zweiten Zone Z eine von Null verschiedene
Schichtdicke SD eingestellt ist. In den dazwischen befindlichen Zonen Z beträgt die
Schichtdicke SD daher Null. Die entsprechenden Farbdosierelemente sind ganz an die
Farbkastenwalze FW angestellt.
[0020] Unterhalb der Farbkastenwalze FW ist mit F symbolisch die Fläche des Farbwerkes dargestellt.
Das Farbwerk F endet dabei an der mit D gekennzeichneten Oberfläche der Druckform.
[0021] Gemäß der hier erläuterten erfindungsgemäßen Ausführungsform der Version 1 wird somit
durch Erzeugen einer Schichtdicke SD in lediglich jeder zweiten Zone Z ein Farbfluß
in das Farbwerk F hinein erzeugt. Dies ist durch die Länge und durch die Richtung
der im Farbwerk F unterhalb der Farbkastenwalze FW gezeichneten Pfeile angedeutet.
In den dazwischen liegenden Zonen Z beträgt die Schichtdicke SD stets Null, d.h. dort
findet keine Zufuhr an Druckfarbe statt, vielmehr wird dort ein geringerer Betrag
an Druckfarbe wieder in den Farbkasten zurückgefördert. Dies zeigt die Länge und die
Richtung der zugehörigen Pfeile in den entsprechenden Zonen Z.
[0022] Gemäß dieser Variante ist vorgesehen, daß die Farbschichtdicken SD in bestimmten
Zonen Z während des Druckens stets Null betragen, d.h. die entsprechenden Dosierelemente
ganz an die Farbkastenwalze FW angestellt bleiben. Wie durch die Pfeile in den Zonen
Z angedeutet entsteht somit gerade im oberen Teil des Farbwerkes F in gewisser Weise
eine Zirkulation von Druckfarbe. Der zur Farbkastenwalze FW und somit zum Farbkasten
gerichtete Farbrückfluß in den geschlossenen Zonen Z wird durch einen entsprechend
größeren Farbfluß in den Zonen Z mit von Null verschiedener Schichtdicke SD an Druckfarbe
ausgeglichen. In diesen Zonen Z ergibt sich somit ein stärkeres Schichtdickengefälle
an Druckfarbe als würde über sämtliche Zonen Z Druckfarbe zugeführt.
[0023] Soll die Färbung auf dem Bedruckstoff verändert werden, so erfolgt lediglich ein
Verändern der Schichtdicken SD der Druckfarbe in denjenigen Zonen Z, in welche die
Schichtdicke SD als von Null verschieden eingestellt wird. Die dazwischen liegenden
Farbdosierelemente bleiben also weiterhin an die Farbkastenwalze FW angestellt. Der
dadurch erzeugte stärkere Farbfluß in den Zonen Z mit von Null verschieden eingestellter
Schichtdicke bewirkt, daß eine Veränderung der Farbzufuhr schneller einen stabilen
Färbungszustand auf den Druckbogen verursacht, ein neuer Färbungszustand also nach
einer kürzeren Zeit erreicht wird.
[0024] Erfindungsgemäß ist bevorzugt vorgesehen, daß in jeder zweiten Zone Z die Farbdosierelemente
ganz an die Farbkastenwalze FW angestellt werden, also in diesen Zonen Z stets keine
Zufuhr an Druckfarbe erfolgt. Die Farbzufuhr erfolgt dann ausschließlich in den dazwischenliegenden,
geöffneten Zonen Z. Bei Druckformen mit nicht zu geringen Anteil druckender Fläche
kann dabei vorgesehen sein, daß die Zonen Z, in denen keine Zufuhr an Druckfarbe erfolgen
soll, in Abhängigkeit der Sujetverteilung auf der Druckform D festgelegt werden. Der
Anteil druckender Fläche der Druckform D kann dabei in bekannter Weise durch eine
fotoelektrische Abtastung bestimmt werden.
[0025] Weist die Druckform D einen sehr geringen Anteil druckender Fläche auf (in der Größenordnung
kleiner 10 %), wobei aber die einzelnen druckenden Elemente relativ gleichmäßig über
das Format der Druckform verteilt sind, so ist ein auf Null Stellen der bspw. jeden
zweiten Farbdosierelemente ohne Berücksichtigung der Sujetverteilung möglich. Eine
solche Situation ist bspw. beim Druck von Sonderfarben im Verpackungsdruck gegeben,
wenn die einzelnen zu druckenden Elemente sehr klein und im hohen Nutzen über die
gesamte Druckform verteilt sind.
[0026] Sehr vorteilhaft gestaltet sich die hier beschriebene Ausführungsvariante der Erfindung
bei extrem niedrigen Anteil druckender Fläche (Größenordnung 5 % und darunter). Statt
einer bei sehr geringen Anteil druckender Fläche häufig zu Fehleinstellungen führenden
Farbvoreinstellung aufgrund einer Plattenabtastung, ist es nun möglich mit einem Farbprofil
zu beginnen, bei welchem in jeder zweiten Zone Z die Farbdosierelemente auf Null gesetzt
sind und in den dazwischen liegenden Zonen Z die Farbdosierelemente auf einen fest
vorgegebenen, vorzugsweise empirisch ermittelten Wert einzustellen. Sobald ein erster
stationärer Färbungszustand festgestellt wird, kann dann die Farbzufuhr durch Verstellen
der Farbdosierelemente in den geöffneten Zonen Z entsprechend den vorliegenden Über-
und Unterfärbungen korrigiert werden.
[0027] Das zuvorstehend geschilderte Verfahren hat dabei gegenüber einer Farbvoreinstellung
mittels Plattenabtastung den Vorteil, daß der Druck nicht mit einem zu viel an Farbe
begonnen wird. Eine Farbvoreinstellung mittels Plattenabtastung liefert gerade bei
geringen Druckflächen zu hohe Voreinstellwerte, da dunklere Partien im nicht druckendem
Plattenuntergrund als Anteile druckender Fläche interpretiert und demzufolge in zu
große Stellwerte für die Farbdosierelemente umgerechnet werden.
[0028] Weist die Druckform D in bestimmte Zonen Z einen mittleren oder hohen Farbbedarf
und in den übrigen Zonen einen geringen Farbbedarf auf, so kann auch vorgesehen sein,
in den Zonen Z mit hohem Farbbedarf die Zufuhr an Druckfarbe über die Farbkastenwalze
FW in üblicher Weise einzustellen, d.h. in jeder Zone Z eine von Null verschiedene
Schichtdicke SD an Druckfarbe einzustellen und in den Zonen Z mit niedrigem Farbbedarf
bestimmte Zonen Z, wie oben beschrieben, mit einer Schichtdicke SD gleich Null zu
versehen.
[0029] Besonders vorteilhaft gestaltet sich diese Verfahrensweise genau dann, wenn am Heberfarbwerk
der Druckmaschine der geringst mögliche Hebertakt und die größtmögliche Heberstreifenbreite
eingestellt wird.
Version 2
[0030] Fig. 2 zeigt in Form eines Diagramms die Einstellung einer Schichtdicke SD aufgetragen
über die Zahl gedruckter Bogen BZ in einer beliebigen Zone Z (Fig. 1). Gemäß dieser
Version erfolgt die Zufuhr an Druckfarbe über die gesamte Breite der Farbkastenwalze
FW in üblicher Weise (in allen Zonen). Die in den einzelnen Zonen Z eingestellten
Schichtdicken SD (Stellung der Farbdosierelemente) sind dabei beispielsweise einer
fotoelektrischen Abtastung des Anteils druckender Fläche entnommen.
[0031] In dem Diagramm gemäß Fig. 2 ist auf der Abszisse die Zahl der gedruckten Bogen BZ
also der Maschinentakt aufgetragen. Gemäß der hier beschriebenen Version ist vorgesehen,
daß insbesondere in sämtlichen Zonen Z (Fig. 1) die Schichtdicke SD und somit die
entsprechenden Stellungen der Farbdosierelemente zeitweise ganz auf Null gesetzt werden.
Nach einer bestimmten Zeitspanne (Maschinenumdrehung) werden dann in sämtliche Zonen
wieder die vorhergehenden Schichtdicken SD eingestellt.
[0032] Da die Farbdosierelemente in den einzelnen Zonen Z eine bestimmte Verfahrzeit benötigen,
um von einem der Schichtdicke SD entsprechenden Einstellungswert ganz an die Farbkastenwalze
FW herangefahren zu werden, ergeben sich die angedeuteten trapezförmigen Verläufe
über die Bogenzahl BZ. Erfindungswesentlich bei dieser Version 2 ist somit, daß die
Farbschieber für eine bestimmte Zeit geöffnet und wiederum für eine bestimmte Zeit
geschlossen sind. Es erfolgt somit zeitweise eine Farbzufuhr und - bei geschlossenen
Schiebern läuft der Heber weiter - eine Farbabfuhr bei geschlossenen Schiebern.
[0033] Durch die voranstehend beschriebene Maßnahme des zeitweisen Öffnens und Schließens
der Farbdosierelemente ergibt sich dabei, daß zeitweise Farbe von der Farbkastenwalze
FW in das Farbwerk F hinein und zeitweise auch vom Farbwerk F wieder auf die Farbkastenwalze
FW und somit den Farbkasten zurück gefördert wird. Somit ergibt sich auch bei dieser
erfindungsgemäßen Maßnahme, daß, wegen des zeitweiligen Farbrückflusses, wesentlich
höhere Schichtdicken SD auf der Farbkastenwalze FW durch entsprechendes Öffnen der
Farbdosierelemente eingestellt werden müssen. Somit ergeben sich in den Phasen mit
geöffneten Farbdosierelementen in sämtlichen Zonen Z wesentlich größere Schichtdickengefälle
von Druckfarbe.
[0034] Soll auf den Druckerzeugnissen ein anderes Färbungsniveau eingestellt werden, so
werden in einzelnen vorgesehenen Zonen Z oder in sämtlichen Zonen Z die Farbdosierelemente
eine neue Schichtdicke SD eingestellt. Da nur zeitweilig ein stärkeres Schichtdickengefälle
an Druckfarbe vorliegt, nimmt nun ebenfalls die Einschwingzeit von einem stationären
Färbungsniveau zu einem Nächsten ab.
[0035] Die Zeiten, innerhalb welcher die Farbdosierelemente geöffnet bzw. geschlossen werden
sind dabei unter Berücksichtigung der Geometrie des Farbwerkes derartig abgestimmt,
so daß durch diese getaktete Farbzufuhr keine Über- bzw. Unterfärbungen auf den Bedruckstoff
ausgelöst wird. Die Stärke des Farbfilms auf den mit der Druckform D zusammenwirkenden
Farbauftragswalzen bleibt also stets gleich.
[0036] Die erfindungsgemäße Ausführungsform gemäß Version 2 kann während des gesamten Druckvorganges
durch eine Steuerung automatisch aufrecht erhalten werden. Selbstverständlich ist
es aber auch möglich, das zeitweilige Öffnen und Schließen sämtlicher Farbdosierelemente
ein- oder mehrmalig durch eine Bedienperson auslösen zu lassen. Die Bedienperson kann
dann die Funktion des zeitweiligen Abrakelns gezielt genau dann einsetzen, wenn die
Gefahr einer Überfärbung zu befürchten ist.
[0037] Wie bei Version 1 angedeutet, kann auch hier erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß
bei einer Druckform D, welche in bestimmten Zonen Z überwiegend geringen und in den
verbleibenden Zonen Z mittleren oder hohen Anteil druckender Fläche aufweist, das
hier beschriebene Vorgehen des zeitweiligen Schließens und Öffnens der Farbdosierelemente
eben auf diejenigen Zonen Z beschränkt wird, welche zum geringen Anteil druckender
Fläche der Druckform D gehören.
Version 3
[0038] In Fig. 3 ist eine Vorrichtung gezeigt, mittels der zeitweise oder auch ständig eine
Farbabfuhr aus dem oberen Teil des Farbwerkes erfolgen kann. In an sich bekannter
Art besteht der hier gezeigte Teil des Farbwerkes aus einer Farbkastenwalze FW mit
angedeutetem Farbkasten, aus einer Heberwalze HW1, welche taktweise an die Farbkastenwalze
FW und einen Reiber R angestellt wird. Der Reiber R steht dabei mit einer weiteren
Walze des Farbwerks in Kontakt. Durch die Heberwalze HW1 findet in üblicher Weise
der Farbtransport von der Farbkastenwalze FW zum Reiber R und somit in das übrige
Farbwerk statt.
[0039] Oberhalb der Heberwalze HW1 ist eine weitere intermittierende Heberwalze HW2 ausgeführt,
welche zeitweilig am Reiber R und zeitweilig an eine insbesondere oberhalb der Farbkastenwalze
FW angeordnete Farbabnahmewalze FA anstellbar ist. Durch eine in Fig. 3 nicht dargestellte
Rakelvorrichtung oder dergleichen kann die auf die Farbabnahmewalze FA aufgetragene
Farbe - von der Heberwalze HW2 kommend - wieder zurück in die mit der Farbkastenwalze
FW zusammenwirkenden Farbkasten gefördert werden.
[0040] Erfindungsgemäß bei dieser Version 3 ist, daß bei unveränderter zonaler Farbzufuhr
und ebenfalls bei unveränderter Farbübertragung durch die Heberwalze HW1 zeitweise
oder auch ständig durch die Heberwalze HW2 ein Farbrücktransport vom Reiber R zu der
Farbabnahmewalze FA erfolgt.
[0041] Statt der in Fig. 3 gezeigten Heberwalze HW2 kann auch eine insbesondere aus zonenbreiten
Zungen bestehende Rakeleinrichtung vorgesehen sein, mit der vom Reiber R oder einer
anderen Walze des hier nicht explizit gezeigten Farbwerkes Farbe insbesondere zonal
abgeführt werden kann. Auch hier ergibt sich der erfindungsgemäße Vorteil, daß durch
die ständige oder nur zeitweise Abfuhr von Druckfarbe hinsichtlich der Druckfarbenzufuhr
ein wesentlich stärkeres Schichtdickengefälle von der Farbkastenwalze FW in Richtung
Druckform ergibt. Dadurch ergeben sich wiederum wie bei den Versionen 1 und 2 verkürzte
Einschwingzeiten bei der Veränderung der Färbung auf den Bedruckstoff zu einem zweiten
Färbungszustand.
Version 4
[0042] Auf der Abszisse der Figur 4 sind einzelne Farbzonennummern ...., i - 2, i - 1, i,
i + 1, ... aufgetragen. Die Ordinate gibt dabei einen Vollton-Dichtewert DV wieder,
dem gegenüber die einzelnen densitometrische Meßwerte in den Zonen der Abszisse zugeordnet
sind. Dieses Ausführungsbeispiel verwendet dabei Vollton-Farbdichtewerte, worauf aber
die Erfindung nicht beschränkt ist. Es können auch Farbdichtewerte des Rastertons
oder anderweitig gewonnene fotoelektrische Meßwerte verwendet werden (mitgedruckter
Kontrollstreifen mit je einem Meßfeld pro Farbe und Zone).
[0043] In den einzelnen Zonen ist jeweils mit einem Punkt der darin ermittelte Farbdichtewert
des entsprechenden Meßfeldes (Vollton) wiedergegeben. Die gestrichelte, parallel zur
Abszisse verlaufende Gerade stellt dabei den zu erreichenden Soll-Wert des Vollton-Farbdichtewertes
wieder. In Form der Balken ist die derzeit eingestellte und zu den entsprechenden
Farbdichtewerten führende Farbzufuhr, also die Spaltweite des entsprechenden Farbdosierelementes
der Zone angedeutet.
[0044] Wie in der Figur 4 zu erkennen, ist die Farbzufuhr in den Zonen ..... i - 2, i, i
+ 2, .... auf Null gesetzt, d.h. die Farbdosierelemente dieser Zonen sind fest gegen
die Farbkastenwalze angestellt. In den dazwischen liegenden Zonen ...., i - 1, i +
1, .... erfolgt dabei eine Farbzufuhr durch entsprechende Einstellung der Farbdosierelemente.
Es erfolgt also auf der Farbkastenwalze eine Farbzufuhr nach Art eines Kamm-Rakels.
[0045] Im Beispiel gemäß der Figur 4 ist die an den Meßfeldern des Volltons ermittelte Vollton-Farbdichte
DV in den Zonen i - 2, i - 1 oberhalb des Sollwertes liegend, während die gemessenen
Farbdichtewerte in den Zonen i, i + 1, i + 2 geringer sind als die vorgegebene Sollfarbdichte.
[0046] In dem hier prinzipiell zu erläuternden Ausführungsbeispiel muß daher die Farbdichte
in der Zone i - 1 verringert, in der Zone i erhöht und ebenfalls in der Zone i + 1
erhöht werden. Würde lediglich die Verstellgröße für das Farbdosierelement in der
Zone i - 1 sowie die Verstellgröße für das Farbdosierelement in der Zone i + 1 aufgrund
der Soll-Ist-Differenzen in den dazugehörigen Zonen i - 1, i + 1 errechnet werden,
so ergäbe sich zwar wegen des seitlichen Farbflusses (Querverreibung) auch eine Heranführung
der Farbdichte in der Zone i an den vorgegebenen Sollwert, es ist aber nicht auszuschließen,
daß die in der Zone i verbleibende Soll-Ist-Differenz noch außerhalb eines vorgegebenen
Toleranzrahmens bleibt.
[0047] Nach dieser Version ist nun vorgesehen, daß für diese drei Zonen i - 1, i, i + 1
unter Verwendung eines empirischen ermittelten oder auch durch Selbstlernprozesse
stets weiter optimierbaren Proportionalitätsfaktors diejenigen Stellgrößenveränderungen
für die Farbdosierzonenelemente in der Zone i - 1 und in der Zone i + 1 errechnet
werden, welche eine Minimierung Soll-Ist-Differenz in der Zone i ergeben. Bei der
Berechnung der nötigen Stellwertveränderungen für die Farbdosierelemente in den Zonen
i - 1 und i + 1 wird somit ebenfalls die Soll-Ist-Differenz der Farbdichte in der
Zone i mit berücksichtigt. In den übrigen Farbdosierzonen wird dabei entsprechend
verfahren, so daß über eine Optimierungsrechnung das gesamte einzustellende Farbprofil
über die Formatbreite errechenbar ist. Die derartig errechnete Einstellwerte für die
zu öffnenden Farbdosierelemente in den Zonen ...., i - 1, i + 1 ..... kommen dann
zur Einstellung.
[0048] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel wurde jede zweite Zone als mit den entsprechenden
Farbdosierelementen zu schließend definiert. Selbstverständlich ist es auch möglich,
insbesondere bei sehr geringem Farbverbrauch, jeweils zwei benachbarte Zonen zu schließen
und dazwischen lediglich eine Zone durch entsprechende Einstellung des jeweiligen
Farbdosierelementes bezüglich des Farbflusses zu steuern. Die Errechnung der zugehörigen
Einstellwerte dieser Farbdosierelemente ergibt sich dann analog.
[0049] Voranstehend wurden die Versionen 1 bis 3 als jeweils einzelne Lösungswege hinsichtlich
dem allgemeinen Erfindungsgedanken wiedergegeben. Selbstverständlich ist es möglich,
eine Kombination der einzelnen grundlegenden Lösungsmöglichkeiten vorzusehen.
[0050] Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß unter einem geringen Hebertakt diejenige
Einstellung des Hebers bedeutet, bei welchen das die Heberbewegung erzeugende Getriebe
die geringste Untersetzung zur Maschine aufweist.
1. Verfahren zum Zuführen von Druckfarbe im Heberfarbwerk einer Druckmaschine, insbesondere
Bogenoffsetdruckmaschine, wobei während des Druckes entsprechend den Farbbedürfnissen
der Druckform die Zufuhr quer zur Druckrichtung zonal unterschiedlich jeweils durch
Einstellung eines in Richtung Druckform gerichteten Schichtdickengefälles der Druckfarbe
erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens in einer Zone und wenigstens für eine bestimmte Zeitdauer ein Rücktransport
von Druckfarbe durch Einstellen eines entgegengesetzt gerichteten Schichtdickengefälles
erfolgt und in wenigstens einer weiteren Zone eine Kompensation der entgegengesetzt
transportierten Druckfarbe durch eine verstärkte Farbzufuhr erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in bestimmten Zonen keine Zufuhr von Druckfarbe erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zonen, über welche keine Zufuhr von Druckfarbe erfolgen soll, anhand des Anteils
druckender Fläche der Druckform festgelegt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils abwechselnd in Zonen eine Druckfarbenzufuhr erfolgt und in dazwischen
liegenden Zonen keine Druckfarbenzufuhr erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zu Druckbeginn anstelle einer Farbwerksvoreinstellung aufgrund einer Druckplattenabtastung
in vorgesehenen Zonen die Druckfarbenzufuhr unterbunden wird und in den verbleibenden
Zonen die Farbzufuhr auf fest vorgegebene Werte eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zonale Zufuhr von Druckfarbe bei weiterlaufendem Heber für eine bestimmte
Zeitdauer gänzlich unterbrochen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei weiterlaufendem Heber die zonale Zufuhr sowie die gänzliche Unterbrechung
der zonalen Zufuhr, jeweils für eine bestimmte Zeitdauer, periodisch wiederholt erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei weiterlaufendem Heberfarbwerk bei unveränderter zonaler Farbzufuhr eine Abnahme
von Druckfarbe im Farbwerk erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem Heberfarbwerk mit einstellbarem Hebertakt der geringst mögliche Hebertakt,
d.h. geringste Untersetzung des Hebers zur Maschine, zur Einstellung kommt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem Heberfarbwerk mit einstellbarer Heberstreifenbrelte die größtmögliche
Heberstreifenbreite zur Einstellung kommt.
11. Verfahren nach Anspruch 2, 3, 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Bedruckstoff in jeder Zone fotoelektrisch abzutastende Meßfelder mitgedruckt
werden, wobei aus diesen Ist-Werten in Verbindung mit vorgegebenen Soll-Werten die
jeweils zonal zuzuführende Menge an Druckfarbe zu ermitteln, und daß die Zufuhr von
Druckfarbe in den Zonen ohne Druckfarbenzufuhr durch eine entsprechende Einstellung
der Druckfarbenzufuhr in benachbarten Zonen erfolgt, wobei die Einstellung der entsprechenden
Menge der zuzuführenden Druckfarbe in den Zonen mit Druckfarbenzufuhr aufgrund eines
Soll-Ist-Vergleiches der Meßwerte in den Zonen mit und ohne Druckfarbenzufuhr erfolgt.
1. Method for supplying printing ink in the ductor inking unit of a printing press, particularly
a sheet offset printing press, wherein during the printing the supply transverse to
the printing direction takes place differentially zonewise in each case by adjustment
of a fall in layer thickness directed in the direction of the printing forme dependent
on the ink requirements of the printing forme characterised in that at least in one
zone and at least for a certain amount of time a reverse transport of printing ink
takes place by adjustment of an oppositely directed fall in layer thickness and in
at least one further zone a compensation of the oppositely transported printing ink
takes place by an increased ink supply.
2. Method according to claim 1 characterised in that in certain zones no supply of printing
ink takes place.
3. Method according to claim 2 characterised in that the zones via which no supply of
printing ink ought to occur are determined with respect to the proportion of the surface
of the printing forme to be printed.
4. Method according to claim 2 or 3 characterised in that a printing ink supply takes
place in respectively alternate zones and in intermediately lying zones no printing
ink supply takes place.
5. Method according to claim 1, 2 or 4 characterised in that at the beginning of printing
in place of a preadjustment of an inking unit on the basis of a sensing of the printing
plate in prescribed zones the printing ink supply is suppressed and in the remaining
zones the ink supply is adjusted to fixed prescribed values
6. Method according to one of the preceding claims characterised in that the zonal supply
of printing ink with the ductor continuing to run is wholly interrupted for a given
period of time.
7. Method according to claim 6 characterised in that with the ductor continuing to run
the zonal supply as well as the total interruption of the zonal supply takes place
periodically repeated in each case for a given period of time.
8. Method according to one of the preceding claims characterised in that with the ductor
inking unit continuing to run with unchanged zonal ink supply a reduction of printing
ink in the inking unit takes place.
9. Method according to one of the preceding claims characterised in that with a ductor
inking unit with adjustable ductor rhythm the smallest possible ductor rhythm, i.e.
smallest reduction of the ductor relative to the press, comes to be adjusted.
10. Method according to one of the preceding claims characterised in that with a ductor
inking unit with adjustable ductor strip width the largest possible ductor strip width
comes to be adjusted.
11. Method according to claim 2, 3, 4 or 5 characterised in that coprinted on to the material
to be printed in each zone are photoelectrically interrogatable measuring fields,
wherein from the actual values of these in combination with predetermined desired
values the respective quantities of printing ink to be supplied zonally are determined
in each case, and that the supply of printing ink in the zones without printing ink
supply takes place by a corresponding adjustment of the printing ink supply in neighbouring
zones, wherein the adjustment of the corresponding quantities of the printing ink
to be fed in the zones with printing ink supply takes place on the basis of a desired-actual
comparison of the measured values in the zones with and without printing ink supply.
1. Procédé pour amener des encres dans l'unité d'encrage à preneur d'une machine d'impression,
en particulier une machine d'impression offset à feuilles, durant l'impression l'amenée
étant réalisée en correspondance aux besoins d'encre du cliché, transversalement à
la direction d'impression, par zones de façon différente, à chaque fois par le réglage
d'un gradient d'épaisseur de couche de l'encre, dirigé vers le cliché,
caractérisé en ce qu'au moins dans une zone et au moins pour une durée déterminée,
un transport vers l'arrière d'encre est réalisé par le réglage d'un gradient d'épaisseur
de couche, dirigé en sens opposé, et dans au moins une zone supplémentaire, une compensation
de l'encre transportée en sens opposé est réalisée par une amenée d'encre renforcée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que dans des zones déterminées, aucune amenée d'encre n'est réalisée.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les zones, par l'intermédiaire desquelles aucune amenée d'encre
ne doit être réalisée, sont fixées à partir de la proportion de surface à imprimer
du cliché.
4. Procédé selon l'une des revendications 2 ou 3,
caractérisé en ce qu'à chaque fois de façon alternative dans des zones, une amenée
d'encre est réalisée et dans les zones situées entre, aucune amenée d'encre n'est
réalisée.
5. Procédé selon l'une des revendications 1, 2 ou 4,
caractérisé en ce qu'au début d'impression, au lieu d'un préréglage de l'unité d'encrage,
à partir d'une détection de plaque d'impression dans des zones prévues, on supprime
l'amenée d'encre, et dans les zones restantes, l'amenée d'encre est réglée à des valeurs
fixes prédéfinies.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, le preneur continuant à fonctionner, l'amenée par zone d'encre
est interrompue complètement pour une durée déterminée.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que, le preneur continuant à fonctionner, l'amenée par zone, ainsi
que l'interruption complète de l'amenée par zone, sont répétées de façon périodique,
à chaque fois pour une durée déterminée.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, l'unité d'encrage à preneur continuant à fonctionner, on réalise
une réduction de l'encre dans l'unité d'encrage, avec une amenée d'encre par zone
non modifiée.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, pour une unité d'encrage à preneur présentant une cadence de
preneur réglable, la cadence de preneur la plus réduite possible, c'est-à-dire la
démultiplication la plus réduite du preneur par rapport à la machine, est réglée.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, pour une unité d'encrage à preneur présentant une largeur de
bande de preneur réglable, on règle la largeur de bande de preneur la plus élevée
possible.
11. Procédé selon l'une des revendications 2, 3, 4 ou 5,
caractérisé en ce que sur le produit d'impression, on imprime sur chaque zone, des
champs de mesure pouvant être détectés de façon photoélectrique, à partir de ces valeurs
effectives en liaison avec des valeurs prescrites prédéfinies, la quantité d'encre
à amener par zone étant détectée, et en ce que l'amenée d'encre dans les zones sans
amenée d'encre est réalisée par un réglage correspondant de l'amenée d'encre dans
des zones adjacentes, le réglage de la quantité correspondante de l'encre à amener
dans les zones avec une amenée d'encre étant réalisé à partir d'une comparaison prescrite-effective
des valeurs de mesure dans les zones, avec et sans amenée d'encre.