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(11) |
EP 0 658 264 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.04.1998 Patentblatt 1998/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.06.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: G08B 17/107 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9400/135 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9502/230 (19.01.1995 Gazette 1995/04) |
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MITTEL ZUR RAUCHSIMULATION FÜR STREULICHTRAUCHMELDER, VERFAHREN ZUM ABGLEICH VON DEREN
RAUCHEMPFINDLICHKEIT UND VERWENDUNG DES MITTELS
SMOKE SIMULATOR FOR SCATTERED LIGHT DETECTORS, PROCESS FOR REGULATING THEIR SENSITIVITY
TO SMOKE AND USE OF THE SIMULATOR
SIMULATEUR DE FUMEE POUR DETECTEURS DE FUMEE, PROCEDE DE REGLAGE DE LEUR SENSIBILITE
A LA FUMEE ET UTILISATION DU SIMULATEUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
07.07.1993 CH 2037/93
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.06.1995 Patentblatt 1995/25 |
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Patentinhaber: |
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- CERBERUS AG
CH-8708 Männedorf (CH)
- Schäppi, Hans-Peter
CH-8006 Zürich (CH)
- Hidber, Arthur
CH-8133 Esslingen (CH)
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Erfinder: |
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- SCHÄPPI, Hans-Peter
CH-8006 Zürich (CH)
- HIDBER, Arthur
CH-8133 Esslingen (CH)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Streulichtrauchmelder, insbesondere
auf deren Abgleich und auf der Überprüfung ihrer Funktionstüchtigkeit. Die Streulichtrauchmelder,
die zu den optischen Rauchmeldern gehören und zu den am häufigsten eingesetzten Rauchmeldern
zählen, nützen die optischen Eigenschaften von Brandaerosolen aus und erlauben die
Früherkennung von Bränden zu einem Zeitpunkt, wo in den meisten Fällen der Einsatz
von Gegenmassnahmen noch erfolgreich ist. Eine wesentliche Voraussetzung für eine
sichere Alarmabgabe ist dabei die Einhaltung der gleichen Rauchempfindlichkeit durch
alle Rauchmelder, wobei die Grösse der Rauchempfindlichkeit in der Regel durch technische
Normen und Vorschriften festgelegt ist. Die Einstellung der Rauchempfindlichkeit ist
also bei Streulichtrauchmeldern ausserordentlich wichtig, sie stellt jedoch ein schwieriges
technisches Problem bei der Fabrikation dieser Melder dar.
[0002] Streulichuauchmelder enthalten bekanntlich einen Lichtsender, der in der Regel pulsweise
Licht in ein Volumen des Melders sendet, in das Brandaerosole eindringen können, und
einen lichtempfindlichen Sensor, der kein direktes Licht vom Sender erhält. Sobald
Brandaerosole in dem genannten Volumen vorhanden sind, kommt es zu einer Streuung
des vom Sender ausgesandten Lichts an den Brandaerosolen. Dabei gelangt Streulicht
an den Sensor, der so ausgelegt ist, dass er nur aus einem begrenzten und als Messvolumen
bezeichneten Bereich des genannten Volumens Streulicht empfangen kann. Das durch das
Streulicht erzeugte elektrische Signal des Sensors wird in einer elektronischen Auswertestufe
analysiert, wobei bei Überschreiten eines bestimmten Grenzwerts durch das Sensorsignal
ein Alarmsignal erzeugt wird. Als Beispiel für einen Streulichtrauchmelder dieser
Art sei auf die GB-A-2 251 067 verwiesen.
[0003] Um zu verhindern, dass bei Abwesenheit von Rauch Licht auf den Sensor fällt, werden
komplizierte Lybyrinthe verwendet, die den Sensor gegen Störeinflüsse abschirmen.
Hauptstörquellen sind vor allem Staubpartikel, die sich an den das Messvolumen begrenzenden
Flächen abgelagert haben. Bei allem konstruktiven Aufwand lässt sich eine gewisse
Grundreflexion an diesen Grenzflächen nicht völlig ausschliessen, was auch bei einem
vollkommen sauberen Melder zu einem bestimmten Grundsignal führt.
[0004] Die Einstellung der Empfindlichkeit, also der Abgleich der Streulichtrauchmelder,
erfolgt während des Herstellungsprozesses, wobei im wesentlichen drei Verfahren, Abgleich
mit Testaerosol, Abgleich anhand der Grundreflexion und Funktionsprüfung durch Einbringen
eines Körpers in das Messvolumen, bekannt sind.
[0005] Beim ersten Verfahren wird der Streulichtrauchmelder in eine Kammer oder einen Kanal
gebracht, der mit einem Testaerosol von bekannter Beschaffenheit und Konzentration
gefüllt werden kann, wobei zuerst die Rauchdichte auf die Alarmkonzentration einreguliert
und anschliessend die Empfindlichkeit des Melders entsprechend eingestellt wird. Abgesehen
davon, dass die Erzeugung eines konstanten Eichaerosols in den gewünschten Konzentrationen
technisch aufwendig ist, ist dieses Verfahren derart zeitaufwendig, dass bei den heute
üblichen Produktionsraten eine Mehrzahl von parallel arbeitenden Rauchabgleichapparaturen
erforderlich ist, was hohe Anforderungen an die Steuerung und Konstanz dieser Geräte
stellt und hohe Kosten erfordert.
[0006] Bei der zweiten Methode wird als Bezugswert für den Abgleich die erwähnte Grundreflexion
an den Begrenzungsflächen des Messvolumens und als Alarmschwelle eine bestimmte Erhöhung
des durch die Grundreflexion erzeugten Signals gewählt. Dieses Verfahren kommt zwar
ohne Testaerosol aus und ist bedeutend schneller als das erste, es stellt aber extreme
Anforderungen an die physikalischen Eigenschaften der Begrenzungsflächen und es ist
vor allen Dingen kein physikalisch äquivalenter Ersatz für den Abgleich mit Rauch
einer bestimmten Konzentration.
[0007] Denn bei der Streuung des Lichtes an Rauchpartikeln handelt es sich um einen Volumeneffekt,
bei dem sich das vom Sensor empfangene Streulicht aus einer Vielzahl von elementaren
Streuprozessen im Messvolumen integral zusammensetzt, wogegen die Grundreflexion einen
reinen Oberflächeneffekt bildet. Daher weisen nach dieser Methode abgeglichene Melder
nicht zwangsläufig die gleiche Rauchempfindlichkeit auf, und sie sind streng genommen
nicht einmal daraufhin überprüft, ob sie überhaupt in der Lage sind, im Messvolumen
vorhandene lichtstreuende Partikel zu detektieren.
[0008] Die Verfahren der dritten Gruppe, bei denen der Rauchmelder durch Einbringen eines
Körpers in das Messvolumen getestet wird, sind eher qualitativ und zu ungenau, um
als Abgleichverfahren in Frage zu kommen. Beispiele für derartige Verfahren sind in
der GB-A-1 079 929 in der US-A-3 585 621, und in der US-A-4,099,178 beschrieben.
[0009] Die Erfindung betrifft ein Mittel zur Rauchsimulation für Streulichtrauchmelder,
welche eine Lichtquelle, ein von dieser beleuchtetes Messvolumen und einen Sensor
zur Messung des im Messvolumen erzeugten Streulichts aufweisen. Dieses Mittel soll
einem Aerosol physikalisch äquivalent sein und einen exakten, reproduzierbaren und
raschen Abgleich der Rauchempfindlichkeit ermöglichen.
[0010] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch einen in das Messvolumen
einsetzbaren, transparenten Körper, in welchem Streuzentren für das einfallende Licht
eingeschlossen sind.Da die Streuzentren in dem transparenten Körper eingeschlossen
und nicht etwa an dessen Oberfläche angelagert sind, stellt die Streuung von einfallendem
Licht an diesen Streuzentren einen Volumeneffekt dar und ist somit mit der Streuung
an den Partikeln eines Aerosols äquivalent.
[0011] Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Abgleich der Rauchempfindlichkeit
von eine Lichtquelle, einen Sensor, ein vom Licht durchsetztes Messvolumen und eine
Auswerteelektronik aufweisenden Streulichtrauchmeldern unter Verwendung des genannten
Rauchsimulationsmittels.
[0012] Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der transparente
Körper in einer definierten Stellung in das Messvolumen des abzugleichenden Melders
eingebracht und von der Lichtquelle beleuchtet, und dass die Auswerteelektronik auf
die Abgabe eines einer bestimmten Rauchdichte entsprechenden vorbestimmten Signals
abgestimmt wird.
[0013] Durch das Einbringen des tranparenten Körpers in das Messvolumen wird dieses zumindest
teilweise mit Streuzentren ausgefüllt, wodurch die Anwesenheit eines Aerosols simuliert
wird. Dann wird der Streulichtrauchmelder an eine Energieversorgung und an ein geeignetes
Abgleichgerät angeschlossen. Entsprechend der Grösse des Ausgangssignals des Melders
wird dessen Auswertelektronik so eingestellt, dass ein definierter Zustand, vorzugsweise
der Alarmzustand, des Melders erreicht wird. Dadurch lassen sich alle Melder einer
Produktionsserie mit hoher Genauigkeit auf die gleiche Rauchempfindlichkeit abgleichen.
Selbstverständlich ist das erfindungsgemässe Abgleichverfahren auch bei solchen Meldern
anwendbar, bei denen die Signalauswertung und die eventuelle Erzeugung eines Alarmsignals
in einer Zentrale erfolgt.
[0014] Die Erfindung betrifft weiter eine Verwendung des genannten Rauchdichtesimulationsmittels
zur Prüfung der Rauchempfindlichkeit von Streulichtrauchmeldern. Diese ist dadurch
gekennzeichnet, dass in die zu prüfenden Melder ein transparenter Körper eingebracht
wird, der Streuzentren mit einer solchen räumlichen Verteilung enthält, dass nach
dem Einsetzen in den Melder dessen Messvolumen zumindest teilweise mit Streuzentren
von einer solchen Konzentration ausgefüllt ist, dass eine oberhalb der Alarmkonzentration
des Melders liegende Rauchkonzentration simuliert wird.
[0015] Die Erfindung betrifft ausserdem eine Verwendung des genannten Rauchdichtesimulationsmittels
zur Prüfung von Streulichtrauchmeldern auf Verschmutzung. Diese ist dadurch gekennzeichnet,
dass in die zu prüfenden Melder ein transparenter Körper eingebracht wird, welcher
Streuzentren mit einer solchen räumlichen Verteilung enthält, dass nach dem Einsetzen
in den Melder das einem unverschmutzten Melder entsprechende Messvolumen von Streuzentren
frei ist.
[0016] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnungen
näher erläutert; es zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen ein erfindungsgemässes Mittel zur Rauchsimulation enthaltenden
Einsatz zum Abgleich eines Streulichtrauchmelders,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Apparatur für den Abgleich eines Streulichtrauchmelders
mit dem Einsatz von Fig. 1; und
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch einen ein Mittel zur Rauchsimulation enthaltenden Einsatz
zur Prüfung der Verschmutzung von Streulichtrauchmeldern.
[0017] Streulichtrauchmelder enthalten bekanntlich ein in eine Messkammer eingebettetes
opto-elektronisches System, welches störendes Fremdlicht fernhält, eindringende helle
und dunkle Rauchpartikel aber optimal detektiert. Das optische System besteht im wesentlichen
aus einem Sender, beispielsweise einer Infrarotleuchtdiode, die kurze, intensive Lichtpulse
aussendet, aus einem Empfänger, aus einer Blendenanordnung und aus einem sogenannten
Labyrinth zur Abschirmung des Empfängers von direktem Licht und von Reflexionen. Sender
und Empfänger sind so angeordnet, dass sich ihre optischen Achsen unter einem bestimmten
Winkel von beispielsweise 70° bis 120° kreuzen, so dass also der Empfänger das vom
Sender ausgesandte Strahlenbündel gleichsam von der Seite her betrachtet. Der sowohl
vom Senderstrahlenbündel beaufschlagte als auch im Blickfeld des Empfängers liegende
Teil der Messkammer, also der Durchschnitt von Sender- und Empfängerstrahlengang,
bildet das sogenannte Messvolumen. Nur das in diesem erzeugte Streulicht gelangt an
den Empfänger und wird ausgewertet.
[0018] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Prüfeinsatz P, der die Einstellung der
Empfindlichkeit, oder mit anderen Worten, den Abgleich von Streulichtrauchmeldern
ohne das sonst erforderliche Einbringen von Testaerosol in das Messvolumen ermöglicht.
Zur besseren Verständlichkeit sind in der Figur auch der Sender (Lichtquelle) 1 und
der Empfänger (Sensor) 2 des optischen Systems des Melders, die entsprechenden Strahlengänge
und auch das Messvolumen 3 eingezeichnet, die aber selbstverständlich Bestandteil
des Melders und nicht des Prüfeinsatzes P sind. Der Prüfeinsatz P hat darstellungsgemäss
etwa die Form einer offenen, flachen Dose oder eines Deckels mit einem Boden 4. Auf
diesem ist ein transparenter Körper 5 mit in diesem eingeschlossenen Streuzentren
6 und gegebenenfalls ein optisches Labyrinth 7 befestigt. Ausserdem sind Befestigungsmittel
(nicht dargestellt) vorgesehen, mit welchen der Prüfeinsatz P im Melder, vorzugsweise
in dessen Messkammer, justierbar ist. Diese Befestigungselemente können beispielweise
so ausgebildet sein, dass sie an dem Sender 1 und dem Empfänger 2 zugeordneten Bauteilen,
beispielsweise an den diese umgebenden Gehäusen, einrasten und dadurch den Prüfeinsatz
P relativ zu Sender und Empfänger sowohl positionieren als auch fixieren.
[0019] Der transparente Körper 5 ist so dimensioniert und positioniert, dass er das Messvolumen
3 zumindest teilweise ausfüllt. Er besteht beispielsweise aus einem Silikon-Kautschuk
wie Dow Corning dielektrisches Silikongel 3-6527 A&B, in dem Aluminiumoxidpartikel
mit einem mittleren Korngrössendurchmesser von 30 bis 50 µm als Streuzentren 6 gleichmässig
verteilt fest eingeschlossen sind. Zur Herstellung des transparenten Körpers 5 werden
die in dem Silikon-Kautschuk zu verteilenden Aluminiumoxidpartikel durch ständiges
Rühren so lange mit dem Silikon-Kautschuk vermischt, bis eine homogene Verteilung
der Partikel erreicht ist. Dann wird die Mischung in eine Form gegossen und ausgehärtet.
Nach dem Aushärten sind die Partikel fest in dem Silikon-Kautschuk eingeschlossen
und verändern ihre Lage nicht mehr. Das bei Bestrahlung mit Licht erzeugte Streulicht
ist nur noch von der Lichtintensität und von der Fokussierung von Sender 1 und Empfänger
2 abhängig.
[0020] Die Korrelation zwischen der durch die eingeschlossenen Partikel erzeugten Streulichtintensität
und einer durch Rauch erzeugten wird einmal experimentell ermittelt und ist danach
eine Materialkonstante des Prüfeinsatzes P. Anstatt durch fest eingeschlossenen Partikel
können die Streuzentren 6 auch durch fest eingeschlossene Hohlräume, beispielweise
Luftblasen, gebildet sein, welche sich hinsichtlich der Lichtstreuung ähnlich wie
Festkörperpartikel verhalten. Die Streuzentren 6 können also durch jede Art von Licht
streuenden Einschlüssen gebildet sein. Die Konzentration der Streuzentren 6 wird so
gewählt, dass das in dem mit dem Prüfeinsatz P bestückten Melder entstehende Streulicht
ein definiertes Signal erzeugt. Vorzugsweise wird die Konzentration so gewählt, dass
das Streulicht das Alarmkriterium des Melders erfüllt.
[0021] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Apparatur für den Abgleich eines
Streulichtrauchmelders SM mit einem Prüfeinsatz P gemäss Fig. 1. Der Melder SM besteht
darstellungsgemäss aus einem mit Raucheintrittsöffnungen 8 versehenen Gehäuse 9 und
aus einem in diesem Gehäuse angeordneten Meldereinsatz 10, welcher an seiner einen,
in der Figur unteren, Seite mit einer Auswerteelektronik 11 bestückt ist und an seiner
anderen Seite die Messkammer 12 mit Sender 1, Empfänger 2 und Labyrinth 7 trägt. Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Labyrinth 7 in einem deckelartigen Verschlussteil
vorgesehen, der, bezogen auf Fig. 2, von oben in die Messkammer 12 geschoben werden
kann. In diesem Fall weist der Prüfeinsatz P die gleiche Form und das gleiche Labyrinth
auf, trägt aber zusätzlich noch den transparenten Körper 5. Diese Lösung ist besonders
vorteilhaft, weil für den Abgleich des Melders SM nur der deckelartige Verschlussteil
durch den Prüfeinsatz P ersetzt zu werden braucht.
[0022] Die mit dem Bezugszeichen 13 bezeichnete Abgleichapparatur enthält eine Befestigungs-
oder Auflageplatte 14 für den oder die zu prüfenden Melder SM mit den erforderlichen
elektrischen Anschlüssen, eine Energieversorgung 15 und eine Abgleichelektronik 16.
Die Energieversorgung 15 ist mit dem jeweils abzugleichenden Melder SM über zwei Leitungen
17 und 18 und die Abgleichelektronik 16 ist mit dem Melder über zwei Leitungen 19
und 20 verbunden. Über die Leitung 19 erhält die Abgleichelektronik 16 das durch das
Einsetzen des Prüfeinsatzes P erzeugte Meldersignal und über die Leitung 20 wird die
Auswerteelektronik 11 des Melders auf den gewünschten Wert der Rauchempfindlichkeit
eingestellt.
[0023] Der Abgleich erfolgt so, dass zuerst die für den Abgleich erforderlichen Melderparameter
gemessen und registriert werden. Dann wird der Prüfeinsatz P in den Melder eingesetzt,
wodurch bei eingeschaltetem Sender 1 eine bestimmte Lichtstreuung erzeugt wird, der
ein bestimmtes Meldersignal entspricht. Dieses Signal gelangt in die Abgleichelektronik
16 und wird dort mit einem vorgegebenen Signal verglichen, welches vorzugsweise der
Alarmrauchdichte entspricht. Wenn das Meldersignal vom Sollwert abweicht, dann wird
die Auswerteelektronik 11 über die Leitung 20 so lange verstellt, bis das Meldersignal
dem Sollwert entspricht. Damit ist sichergestellt, dass der Melder bei einer definierten,
immer gleichen Rauchdichte ein Alarmsignal abgibt, womit der Abgleich beendet ist.
[0024] Der Prüfeinsatz P kann auch dazu verwendet werden, die Rauchempfindlichkeit von installierten,
sich im Betrieb befindlichen Streulichtrauchmeldern zu überprüfen. Auch in diesem
Fall wird in den zu prüfenden Melder ein Prüfeinsatz P mit einem transparente Körper
5 eingesetzt, der Streuzentren 6 in einer solchen räumlichen Verteilung enthält, dass
nach dem Einsetzen in den Melder dessen Messvolumen 3 (Fig. 1) zumindest teilweise
mit Streuzentren 6 ausgefüllt ist. Dabei ist die Konzentration der Streuzentren so
gewählt, dass diese eine oberhalb der Alarmgrenze liegende Rauchdichte simulieren,
so dass nach dem Einsetzen des Prüfeinsatzes P in den Melder ein Alarm ausgelöst werden
müsste. Wird kein Alarm ausgelöst, dann ist der betreffende Melder nicht funktionstüchtig
und muss einer genaueren Überprüfung unterzogen werden.
[0025] Eine weitere Anwendungsmöglichkeit für den Prüfeinsatz P ist die Überprüfung des
Verschmutzungsgrades von seit längerer Zeit im Einsatz stehenden Streulichtrauchmeldern.
Derartige Überprüfungen sind deswegen erforderlich, weil Verschmutzungen häufig zu
einer Vergrösserung des Messvolumens führen, wodurch unerwünschtes Streulicht erzeugt
wird. Und dieses Streulicht kann eine Alarmauslösung bewirken.
[0026] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch einen für die Überprüfung der Verschmutzung
von Streulichtrauchmeldern geeigneten Prüfeinsatz P', wobei das Messvolumen 3 des
unverschmutzten Rauchmelders durch gestrichelte und das grössere Messvolumen des verschmutzten
Rauchmelders durch voll ausgezogene Linien begrenzt ist. Der für diese Überprüfung
verwendete transparente Körper 5' unterscheidet sich von dem für den Abgleich der
Rauchempfindlichkeit verwendeten transparenten Körper 5 (Fig. 1) durch die Verteilung
der Streuzentren. Während beim transparenten Körper 5 des Prüfeinsatzes P von Fig.
1 die Streuzentren 6 homogen verteilt sind, ist die Verteilung der Streuzentren 6'
des transparenten Körpers 5' des Prüfeinsatzes P' inhomogen, und zwar so, dass sich
bei in den Melder eingesetztem Prüfkörper P' in dem für einen unverschmutzten Melder
charakteristischen Messvolumen 3 keine, in dem bei einem verschmutzten Melder vorhandenen
zusätzlichen Bereich des Messvolumens jedoch sehr wohl Streuzentren 6' befinden.
[0027] Wenn ein derartiger Prüfeinsatz P' in einen Melder eingesetzt wird, dann wird bei
einem unverschmutzten Melder wegen der im Messvolumen 3 fehlenden Streuzentren kein
Alarm ausgelöst. Dagegen werden bei einem verschmutzten Melder die im nun vergrösserten
Messvolumen vorhanden Streuzentren 6' einen Alarm auslösen. Dieser Alarm zeigt an,
dass eine wesentliche Vergrösserung des Messvolumens stattgefunden hat, und mit Fehlalarmen
gerechnet werden muss. Ein solcher Melder muss gereinigt werden.
1. Mittel zur Rauchsimulation für Streulichtrauchmelder, welche eine Lichtquelle, ein
von dieser beleuchtetes Messvolumen und einen Sensor zur Messung des im Messvolumen
erzeugten Streulichts aufweisen, gekennzeichnet durch einen in das Messvolumen (3)
einsetzbaren, transparenten Körper (5, 5'), in welchem Streuzentren (6, 6') für das
einfallende Licht eingeschlossen sind.
2. Rauchsimulationsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuzentren
(6, 6') in dem transparenten Körper (5, 5') ortsfest eingeschlossen sind.
3. Rauchsimulationsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuzentren
(6, 6') durch Festkörperpartikel gebildet sind.
4. Rauchsimulationsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuzentren
(6, 6') durch im transparenten Körper (5, 5') eingeschlossene Hohlräume gebildet sind.
5. Rauchsimulationsmittel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuzentren
(6, 6') in dem transparenten Körper (5, 5') gleichmässig verteilt sind.
6. Rauchsimulationsmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der transparente
Körper (5, 5') auf einem Träger (4) montiert ist und mit diesem einen Prüfeinsatz
(P, P') bildet, und dass Mittel zur Positionierung und Fixierung des Prüfeinsatzes
im Melder vorgesehen sind.
7. Rauchsimulationsmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuzentren
(6, 6') eine vorgegebene Grössenverteilung aufweisen, und dass ihr mittlerer Durchmesser
nicht mehr als 50µm beträgt.
8. Rauchsimulationsmittel nach den Ansprüchen 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der
transparente Körper (5, 5') aus einem Silikon-Kautschuk besteht, und dass die Streuzentren
(6, 6') durch Aluminiumoxidpartikel gebildet sind.
9. Verfahren zum Abgleich der Rauchempfindlichkeit von eine Lichtquelle, einen Sensor,
ein vom Licht durchsetztes Messvolumen und eine Auswerteelektronik aufweisenden Streulichtrauchmeldern
unter Verwendung des Rauchsimulationsmittels gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der transparente Körper (5) in einer definierten Stellung in das Messvolumen
(3) des abzugleichenden Melders (SM) eingebracht und von der Lichtquelle (1) beleuchtet,
und dass die Auswerteelektronik (11) auf die Abgabe eines einer bestimmten Rauchdichte
entsprechenden, vorbestimmten Signals abgestimmt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das vorbestimmte Signal derjenigen
Rauchdichte entspricht, welche die Alarmkonzentration des Streulichtrauchmelders (SM)
bildet.
11. Verwendung des Rauchdichtesimulationsmittels nach Anspruch 1 zur Prüfung der Rauchempfindlichkeit
von Streulichtrauchmeldern, dadurch gekennzeichnet, dass in die zu prüfenden Melder
(SM) ein transparenter Körper (5) eingebracht wird, der Streuzentren (6) mit einer
solchen räumlichen Verteilung enthält, dass nach dem Einsetzen in den Melder dessen
Messvolumen (3) zumindest teilweise mit Streuzentren von einer solchen Konzentration
ausgefüllt ist, dass eine oberhalb der Alarmkonzentration des Melders liegende Rauchkonzentration
simuliert wird.
12. Verwendung des Rauchdichtesimulationsmittels gemäss Anspruch 1 zur Prüfung von Streulichtrauchmeldern
auf Verschmutzung, dadurch gekennzeichnet, dass in die zu prüfenden Melder (SM) ein
transparenter Körper (5') eingebracht wird, welcher Streuzentren (6') mit einer solchen
räumlichen Verteilung enthält, dass nach dem Einsetzen in den Melder das einem unverschmutzten
Melder entsprechende Messvolumen von Streuzentren frei ist.
1. Smoke simulation means for scattered-light detectors which have a light source, a
test volume illuminated by the latter and a sensor for measuring the scattered light
generated in the test volume, characterized by a transparent body (5, 5') which can
be introduced into the test volume (3) and in which scattering centres (6, 6') for
the incident light are enclosed.
2. Smoke simulation means according to Claim 1, characterized in that the scattering
centres (6, 6') are enclosed in the transparent body (5, 5') in a positionally fixed
manner.
3. Smoke simulation means according to Claim 2, characterized in that the scattering
centres (6, 6') are formed by solid-body particles.
4. Smoke simulation means according to Claim 2, characterized in that the scattering
centres (6, 6') are formed by cavities enclosed in the transparent body (5, 5').
5. Smoke simulation means according to Claim 3 or 4, characterized in that the scattering
centres (6, 6') are uniformly distributed in the transparent body (5, 5').
6. Smoke simulation means according to Claim 5, characterized in that the transparent
body (5, 5') is mounted on a carrier (4) and forms a test insert (P, P') with the
latter, and in that means are provided for positioning and fixing the test insert
in the detector.
7. Smoke simulation means according to Claim 5, characterized in that the scattering
centres (6, 6') have a predetermined size distribution, and in that their mean diameter
is not more than 50 µm.
8. Smoke simulation means according to Claims 3 and 7, characterized in that the transparent
body (5, 5') is composed of a silicone rubber, and in that the scattering centres
(6, 6') are formed by aluminium oxide particles.
9. Method of adjusting the smoke sensitivity of a light source, a sensor, a test volume
passed through by the light and scattered-light detectors having evaluation electronics
using the smoke simulation means in accordance with Claim 1, characterized in that
the transparent body (5) is introduced into the test volume (3) of the detector (SM)
to be adjusted in a defined position and is illuminated by the light source (1), and
in that the evaluation electronics (11) are adjusted to emit a predetermined signal
corresponding to a certain smoke density.
10. Method according to Claim 8, characterized in that the predetermined signal corresponds
to that smoke density which forms the alarm concentration of the scattered light detector
(SM).
11. Use of the smoke-density simulation means according to Claim 1 for testing the smoke
sensitivity of scattered-light smoke detectors, characterized in that a transparent
body (5) is introduced into the detector (SM) to be tested, which transparent body
(5) contains scattering centres (6) having a spatial distribution which is such that,
after insertion into the detector, its test volume (3) is at least partially filled
with scattering centres of a concentration such that a smoke concentration is simulated
which is above the alarm concentration of the detector.
12. Use of the smoke-density simulation means according to Claim 1 for testing scattered-light
smoke detectors for soiling, characterized in that a transparent body (5') is introduced
into the detector (SM) to be tested, which transparent body (5') contains scattering
centres (6') having a spatial distribution which is such that, after introduction
into the detector, the test volume corresponding to an unsoiled detector is free of
scattering centres.
1. Moyen pour simuler de la fumée pour des dispositifs d'alerte à la fumée à lumière
diffusée, qui comportent une source lumineuse, un volume de mesure éclairé par cette
source et un capteur pour mesurer la lumière diffusée produite dans le volume de mesure,
caractérisé par un corps (5, 5') transparent, qui peut être introduit dans le volume
(3) de mesure et dans lequel sont renfermés des centres (6, 6') de diffusion de la
lumière incidente.
2. Moyen pour simuler de la fumée suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les
centres (6, 6') de diffusion sont renfermés de manière fixe dans le corps (5, 5')
transparent.
3. Moyen pour simuler de la fumée suivant la revendication 2, caractérisé en ce que les
centres (6, 6') de diffusion sont formés par des particules solides.
4. Moyen pour simuler de la fumée suivant la revendication 2, caractérisé en ce que les
centres (6, 6') de diffusion sont formés par des alvéoles renfermés dans le corps
(5, 5') transparent.
5. Moyen pour simuler de la fumée suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce
que les centres (6, 6') de diffusion sont répartis de manière uniforme dans le corps
(5, 5') transparent.
6. Moyen pour simuler de la fumée suivant la revendication 5. caractérisé en ce que le
corps (5, 5') transparent est monté sur un support (4) et forme avec ce support un
insert (P, P') de test, et en ce qu'il est prévu des moyens pour mettre en position
et immobiliser l'insert de test dans le dispositif d'alerte.
7. Moyen pour simuler de la fumée suivant la revendication 5. caractérisé en ce que les
centres (6, 6') de diffusion ont une répartition dimensionnelle prescrite et en ce
que leur diamètre moyen n'est pas supérieur à 50 µm.
8. Moyen pour simuler de la fumée suivant les revendication 3 et 7, caractérisé en ce
que le corps (5, 5') transparent est un caoutchouc au silicone et en ce que les centres
(6, 6') de diffusion sont formés par des particules d'oxyde d'aluminium.
9. Procédé pour ajuster la sensibilité à la fumée de dispositifs d'alerte à la fumée
à lumière diffusée comportant une source lumineuse, un capteur, un volume de mesure
traversé par la lumière et une électronique d'exploitation, en utilisant le moyen
pour simuler de la fumée de la revendication 1, caractérisé en ce que l'on introduit
le corps (5) transparent en une position définie dans le volume (3) de mesure du dispositif
(SM) d'alerte à ajuster et on l'éclaire par la source (1) lumineuse, et en ce que
l'on adapte l'électronique (11) d'exploitation à la fourniture d'un signal prédéterminé,
correspondant à une densité de fumée déterminée.
10. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce que le signal prédéterminé correspond
à la densité de fumée qui forme la concentration d'alerte du dispositif (SM) d'alerte
à la fumée à lumière diffusée.
11. Utilisation du moyen pour simuler une densité de fumée suivant la revendication 1
pour tester la sensibilité à la fumée de dispositifs d'alerte à la fumée à lumière
diffusée, caractérisée en ce que l'on introduit dans le dispositif (SM) d'alerte à
tester un corps (5) transparent qui contient des centres (6) de diffusion qui sont
répartis dans l'espace de telle manière que après l'introduction dans le dispositif
d'alerte, le volume (3) de mesure de ce dispositif d'alerte soit rempli au moins partiellement
de centres de diffusion d'une concentration telle qu'il est simulé une concentration
de fumée supérieure à la concentration d'alerte.
12. Utilisation du moyen pour simuler une densité de fumée suivant la revendication 1
pour tester l'encrassement de dispositifs d'alerte à la fumée à lumière diffusée,
caractérisée en ce que l'on introduit dans le dispositif (SM) d'alerte à tester un
corps (5') transparent, qui contient des centres (6') de diffusion qui sont répartis
dans l'espace de telle manière que, après l'introduction dans le dispositif d'alerte,
le volume de mesure correspondant à un dispositif d'alerte non encrassé soit exempt
de centres de diffusion.
