[0001] Die Erfindung betrifft einen Entsorgungsbehälter nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Derartige Behälter dienen z.B. in Krankenhäusern und Arztpraxen zum Sammeln, Transportieren
und Entsorgen von medizinischem Sondermüll. Sie haben anwendungsbezogen unterschiedliche
Größe, eckigen oder runden Querschnitt und werden, z.B. in der Größe eines Spielzeugeimers,
z.B. auch als "Entsorgungsbox" bezeichnet. Zur Entsorgung durch Verbrennen sind die
Behälter üblicherweise aus einem thermoplastischen Material hergestellt. Für eine
kostengünstige Fertigung und ein platzsparendes Ineinanderstapeln vor Ingebrauchnahme
sind die getrennt vom Deckel gefertigten Behälterkörper oben über den gesamten Behälterquerschnitt
offen und verjüngen sich zum Behälterboden hin. Um über einen ggf. längeren Zeitraum
hinweg Sondermüll in z.B. kleinen Abmessungen und kleinen Mengen, wie z.B. Kanülen
von benutzten Einwegspritzen, gefahrlos sammeln zu können, werden die Behälter mit
einem Deckel verschlossen, der seinerseits eine kleinere, für die Dauer des Sammelns
leicht verschließbare und wieder zu öffnende Einwurföffnung aufweist. Für ein nur
einmaliges Befüllen mit Sondermüll zur anschließenden Entsorgung können die Behälter
aber auch, z.B. oben auf der Behälteroberseite, eine durch einen Deckel verschließbare
Öffnung aufweisen, die kleiner als der Behälterquerschnitt ist.
[0003] Damit sich die Deckel nach dem Verschließen der Behälter nicht wieder von diesen
lösen können, um so einen ggf. gesundheitsgefährdenden Kontakt mit einem kontaminierten
Behälterinhalt zu verhindern, sind die Behälter üblicherweise mit einer Deckelsicherung
versehen. Eine solche ist z.B. aus dem DE G 92 04 212 für eine konisch sich nach unten
verjüngende, oben offene "Entsorgungsbox" bekannt. Sie ist als eine Art Einrastsicherung
ausgebildet und hat dementsprechend zwei komplementäre Sicherungsteile. Einer davon
ist, sozusagen als Rastsperre, als eine außen am Rand der Boxgehäuseöffnung umlaufende,
nach unten kegelstumpfförmig sich erweiternde Materialverdickung und der andere ist,
sozusagen als Einrastelement, als eine an der Innenwandung des äußeren Schenkels des
annähernd U-förmigen Deckelrandkragens rippenförmig umlaufende Materialwulst ausgebildet.
Zum Verschließen dieser Entsorgungsbox und Sichern ihres Deckels muß dieser unter
einigem Kraftaufwand auf den Boxgehäuserand gedrückt werden, um den äußeren Schenkel
des Deckelrandkragens über die Materialverdickung am Boxgehäuserand zu zwängen, bis
die Materialwulst am Deckelrandkragen unterhalb dieser Materialverdickung eingerastet
ist, wodurch der Boxverschließ- und Deckelsicherungsvorgang beendet ist. Dabei entscheiden
die Steifigkeit des verwendeten thermoplastischen Materials, die Dicke der Seitenwandung
des Boxgehäuses und der Deckelkragenwandung sowie die Dicke der Materialwulst am Deckelkragenschenkel
und die der Materialverdickung am Boxgehäuserand darüber, wie das Verschließen mit
dem Deckel und Herbeiführung der Einrastsicherung vonstatten geht. Für eine ausreichende
Verschlußsicherheit sind diese Faktoren derart aufeinander abgestimmt, daß zum Verschließen
der Box, was erst durch das Einrasten des Deckels beendet ist, nicht nur einen nicht
unerheblichen Kraftaufwand, sondern für manche Benutzer wohl auch etwas Geschick erfordert.
Denn aufgrund der durch das hierfür notwendige Ausweiten des äußeren Schenkels des
Deckelrandkragens beim Aufdrücken auf den Rand des Boxgehäuses in diesem erzeugten
Materialspannung widersetzt sich sozusagen der Deckel der Aufdrückbewegung auf das
Boxgehäuse bzw. dem Herbeiführen der Einrastung. So ist es hilfreich, ihn dort, wo
er bereits eingerastet ist, festzuhalten, um ihn dann vollends im übrigen Bereich
einzurasten. Im Hinblick auf eine noch beherrschbare Handhabung eines solchen Deckelverschlusses
bzw. -sicherung führt das ggf. zu einer Beschränkung des Durchmesser einer mit einem
Deckel derartig zu verschließenden Öffnung. Außerdem bewirkt die wegen der Konizität
der Materialwulst am Rand des Boxgehäuserandes auch noch nach dem Einrasten des Deckels
im äußeren Deckelkragenschenkel vorhandene Materialspannung, daß unter ungünstigen
Bedingungen, z.B. wenn beim Transport zur Entsorgung eine solche Entsorgungsbox eingeklemmt
oder das Gewicht anderer befüllter Boxen auf ihr lastet, durch ein Eindrücken ihrer
Seitenwandung im Bereich der Deckelöffnung, z.B. auch beim Herunterfallen, diese bekannte
Art Einrastsicherung nicht hält und sich der Deckel vom Boxgehäuse löst. Dazu kann
auch eine Materialermüdung durch längeres Lagern der Boxen vor ihrer Ingebrauchnahme
beitragen.
[0004] Außerdem kann diese bekannte Deckelsicherung, insbesondere in einer Ausführung, die
ein leichteres Verschließen einer solchen Box ermöglichen soll, mutwillig schon durch
eine geringfügige, mittels eines Hilfsmittels leicht auszuführende Aufweitungsbewegung
des Deckelkragens, z.B. mit der Klinge eines Messers, soweit gelöst werden, daß sich
der Deckel doch wieder vom Behälter abnehmen läßt.
[0005] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Entsorgungsbehälter der oben beschriebenen
Art mit einer Deckelsicherung zu schaffen, die einen außergewöhnlich hohen Schutz
garantiert sowohl gegen selbsttätiges Lösen des Deckels vom Behälterkörper als auch
gegen mutwillige Deckelablöseversuche, dabei eine einfache Gestaltung und damit eine
preiswerte Herstellung von Behälterkörper und Deckel ermöglicht, insbesondere auch
in einer Form, welche ein platzsparendes Transportieren und Lagern durch Ineinanderstapeln
der Behälterkörper zuläßt, die ein kombiniertes Verschließen des Behälterkörpers und
Sichern des Deckels am Behälterkörper derart erleichtert, daß dies weder einen nennenswerten
Kraftaufwand noch eine besondere Geschicklichkeit erfordert, die einen keimdichten
Deckelverschluß des Behälterkörpers ermöglicht und die die genannten Nachteile vermeidet.
[0006] Die Erfindung löst dieses Problem mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Dadurch, daß der eine Sicherungsteil als eine Anordnung von mehreren Einrastelementen
ausgebildet ist, die jeweils wenigstens mit einem vom benachbarten Einrastelement
beabstandet ausgebildeten Abschnitt oder Bestandteil elastisch vom Behälterkörper
oder Deckel abstehen, wird erreicht, daß das Ausmaß der erzielbaren Sicherheit gegen
Lösen des Deckels vom Behälterkörper u.a. nicht mehr, wie im Stand der Technik, von
der Sicherungswirkung nur eines einzigen, sondern von derjenigen mehrerer Einrastelemente
bestimmt wird. Da diese mehreren Einrastelemente bestimmungsgemäß zusammen ein Sicherungsteil
der Deckelsicherung des erfindungsgemäßen Entsorgungsbehälters bilden und dementsprechend
angeordnet sind, entfalten sie auch eine gleiche Sicherungswirkung, die sich infolge
ihrer Kooperation entsprechend ihrer Anzahl vervielfältigt und die die Gesamtwirkung
in der damit gebildeten Deckelsicherung bestimmt. Dabei kann bei mehreren Einrastelementen
das einzelne Einrastelement trotz einer hohen Gesamtsicherheit dieser Deckelsicherung
vergleichsweise klein und schwach dimensioniert werden. Das wiederum verringert den
Kraftaufwand, um die aufgrund ihrer Beabstandung voneinander selbständig und unabhängig
wirkenden Einrastelemente, bzw. deren Abschnitte oder Bestandteile, in ihre Einraststellung
zu überführen, und zwar in einem außergewöhnlich hohem Ausmaß. Dementsprechend verringert
sich aber auch der Kraftaufwand für den Verschluß des Behälterkörpers mit dem Deckel
bzw. dessen Sicherung insgesamt, auch dann, wenn durch eine entsprechende Verschließbewegung
mit dem Deckel etwa alle Einrastelemente gleichzeitig zum Einrasten in ihre Einraststellung
gebracht werden.
[0008] Doch nicht nur der Kraftaufwand läßt sich auf diese Weise drastisch verringern, sondern
es erfordert nun auch kein besonderes Geschick mehr, den Entsorgungsbehälter mit seiner
erfindungsgemäßen Deckelsicherung mit dem Deckel zu verschließen und diesen zu sichern.
Dies wird durch die Elastizität der vom Behälterkörper oder Deckel abstehenden Einrastelemente
bzw. ihrer Abschnitte oder Bestandteile ermöglicht, die zum Verschließen des Behälterkörpers
nachgeben können, statt sich - wie im Stand der Technik - diesem Vorgang zu widersetzen,
was zudem auch noch Kraft spart.
[0009] Diese beiden Eigenschaften der erfindungsgemäßen Deckelsicherung sind gerade im medizinischen
Sektor, wo solche Entsorgungsbehälter sehr oft von weiblichen Bediensteten, wie z.B.
Krankenschwestern, benutzt werden, von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Sie können
sehr zur Akzeptanz dieser Behälter bei denjenigen, die die Behälter selbst erst zur
Ingebrauchnahme mit dem Deckel verschließen müssen, beitragen. Außerdem wird das Verschließen
der Behälterkörper und Herbeiführen der Deckelsicherung beschleunigt, wenn hierfür
kaum noch Kraft und Geschick erforderlich sind.
[0010] Aufgrund der elastischen Anordnung der Einrastelemente am Behälterkörper oder Deckel,
bzw. deren entsprechenden Abschnitte oder Bestandteile, kann sich in ihnen beim Verschließen
der Deckelöffnung mit dem Deckel eine - wenn auch nur geringfügige - Materialspannung
aufbauen, die am Ende der Verschlußbewegung des Deckels zur selbstständigen Einnahme
ihrer Einraststellung genutzt werden kann, wie es z.B. bei einer federbelasteten Sperrklinke
in einem Zahnrichtgesperre der Fall ist.
[0011] Dadurch, daß der andere Sicherungsteil als Widerlager für die Einrastelemente bzw.
deren Abschnitte oder Bestandteile ausgebildet ist, wobei für diese in der zum Verschluß
der Behälterdeckelöffnung vorgesehenen Anordnung des Deckels eine vom jeweiligen Träger
des Widerlagers vorgegebene, durch Einrasten einnehmbare Einraststellung vorgesehen
ist, in welcher sie sperrklinkenartig mit dem Widerlager im Eingriff stehen, kann
sich der Deckel in seiner vorgesehenen Verschlußanordnung nicht mehr vom Behälterkörper
lösen. Hierzu wäre eine Deckelbewegung in Achsrichtung des Entsorgungsbehälters notwendig.
Eine solche verhinderte aber die sich hierbei entsprechend verstärkende Sperrklinkenfunktion
der Einrastelemente, welche sich bei einer solchen Bewegung bestimmungsgemäß am hierzu
ausgebildeten Widerlager immer stärker verhaken würden. Das ergibt sich daraus, daß
die Einrastelemente auch noch nach ihrer am Träger des Widerlagers - das ist entweder
der Deckel oder der Behälterkörper - eingenommenen Einraststellung unter einer Materialspannung
stehen, die sie in dieser Stellung und damit auch in dem sperrklinkenartigen Eingriff
am Widerlager festhält. Eine versuchte axiale Deckelablösebewegung würde die erfindungsgemäße
Deckelsicherung weniger im Hinblick auf die Güte der Einrastung der Einrastelemente
beanspruchen, als auf die Stabilität ihres sperrklinkenartigen Eingriffs am Widerlager.
Also ganz im Gegensatz zum Stand der Technik, in dem die Güte der Deckelsicherung
davon abhängt, wie gut das - dort einzige - Einrastelement nach dem Einrasten von
der starren Materialverdickungs-Rastsperre gegen Ausrasten gesichert ist, die mangels
Sperrklinkenfunktion nur in dieser Hinsicht wieder überwunden, d.h. hierzu also nur
die Einrastbewegung umgekehrt werden müßte, um den Deckel wieder lösen zu können.
Dagegen wird bei der erfindungsgemäßen Deckelsicherung auch die mutwillig herbeizuführen
versuchte Umkehrung der Einrastbewegung, z.B. durch eine Zugbewegung am Träger des
Widerlages, nicht zum Ausrasten der Einrastelemente führen, da diese aufgrund ihrer
elastischen Anordnung eine solche Zugbewegung mitmachen können und nicht in ihrer
Einraststellung verharren würden. Somit können weder axiale Deckelablösebewegungen
noch solche Manipulationen, die zunächst auf ein Ausrasten der Einrastelemente aus
ihrer Einraststellung am Widerlager gerichtet sind, zu einem Ablösen des Deckels vom
Behälterkörper führen.
[0012] Weil es mehrere Einrastelemente sind, die - bzw. wenigstens deren Bestandteile oder
Abschnitte - jeweils eine von den übrigen unabhängige Einraststellung einnehmen können,
sind es auch entsprechend viele Einrastelemente, die sich jeweils einzeln einem Lösen
des Deckels vom Behälter widersetzen. Um dennoch den Deckel vom Behälter lösen zu
können, mußten zunächst alle Einrastelemente, bzw. deren flexiblen Bestanteile oder
Abschnitte, aus ihrer Einraststellung am Träger des Widerlagers gebracht werden, und
zwar gegen die in ihnen in dieser Position immer noch vorhandene Materialspannung.
Diese würde außerdem bewirken, daß ein ggf. erfolgreich ausgerastetes Einrastelement
ohne sofortige Arretierung in dieser Ausraststellung wieder in seine Einraststellung
zurückkehren und so das Lösen des Deckels vom Behälter erneut verhindern würde. Außerdem
kann durch einfache konstruktive Maßnahmen der Zugang zu den eingerasteten Einrastelementen,
z.B. durch entsprechende Abdeckrippen, erschwert oder ganz verhindert werden. Dadurch
ist diese erfindungsgemäße Einrastsicherung auch gegen Manipulationen zum Lösen des
Deckels vom Behälter gesichert.
[0013] Die erfindungsgemäß leichte Verschließbarkeit bzw. Deckelsicherung eines - üblicherweise
zur Handhabung durch eine einzelne Person - bestimmten Entsorgungsbehälters schließt
aber nicht aus, daß bei schweren Entsorgungs-Großbehältern, mit z.B. dicken Wandungen
für eine hohe Stabilität, bei denen die erfindungsgemäße Einrastsicherung ebenfalls
zur Anwendung kommen kann, zum Deckelverschluß trotz der grundsätzlichen "Leichtgängigkeit"
der erfindungsgemäßen Einrastsicherung dann ein dementsprechend höherer Kraftaufwand
erforderlich sein kann.
[0014] Für die Anordnung der Einrastelemente einerseits und des Widerlagers andererseits
gibt es jeweils mehrere Möglichkeiten. Dementsprechend gibt es auch verschiedene Anordnungs-Kombinationen
dieser beiden Teile der erfindungsgemäßen Deckelsicherung. So können einerseits die
Einrastelemente außen oder innen am Behälterkörper im Bereich der Behälterdeckelöffnung
oder direkt an derem Rand, aber auch direkt am Rand des Deckels und das Widerlager
andererseits am Deckel im Bereich des Deckelrandes, aber auch außen oder innen an
der Seitenwandnung des Behälterkörpers im Bereich der Behälterdeckelöffnung ausgebildet
oder angeordnet sein, z.B. auch durch nachträgliches Anbringen durch Verkleben oder
Verschweißen mit dem Behälter oder Deckel.
[0015] Um den Behälterkörper zu verschließen, kann bei entsprechender Ausbildung der Einrastelemente
und des Widerlagers der Deckel aber nicht nur auf den Behälter aufgesetzt, sondern
auch in die Behälterdeckelöffnung hineingedrückt werden, auch so, daß er ggf. nicht
mehr über den Behälter übersteht.
[0016] Bei einem Entsorgungsbehälter mit einer vom oben kreisrund offenen Behälterkörper
gebildeten kreisrunden Behälterdeckelöffnung und einem Deckel mit einem den Rand der
Behälterdeckelöffnung annähernd U-förmig umgreifenden Deckelrandkragen haben die Einrastelemente
vorzugsweise die Form von außen am Rand der Behälterdeckelöffnung ausgebildeten Zungen,
von dem sie, gleichmäßig voneinander beabstandet, kranzförmig abstehen. Solche Zungen
beeinträchtigen nicht eine kostengünstige Massenherstellung von Entsorgungsbehältern
aus Kunststoff, da sie in einem Arbeitsgang mit der Herstellung der Behälterkörper
an diesen ausgebildet werden können und hierzu und im Hinblick auf das Entformen der
Behälterkörper keine sehr viel aufwendigeren Werkzeuge als die Herstellung der z.B.
aus dem Stand der Technik bekannten Behälter mit der außen umlaufend ausgebildeten
Rastsperre benötigt werden.
[0017] Die Ausbildung der Zungen außen am Rand der Behälterdeckelöffnung ermöglicht einerseits
weiterhin eine glatte Innenwandung der Behälterkörper, wie sie für ein platzsparendes
Ineinanderstecken der hierfür, z.B. durch eine entsprechend konische Gestaltung, vorgesehenen
Behälterkörper vorteilhaft ist, und behindert anderseits auch nicht ein Ineinanderstecken,
so daß auch konische Behälterkörper mit der erfindungsgemäßen Deckelsicherung kostengünstig
in großen Mengen bezogen und platzsparend auf Lager genommen werden können.
[0018] Mit Vorteil ist das Widerlager für derartige zungenförmige Einrastelemente eine innen
am unteren Rand des äußeren Schenkels des Deckelrandkragens umlaufend ausgebildete
Rastlippe. Eine solche versteift und verstärkt einerseits vorteilhaft den äußeren
Schenkel des Deckelrandkragens, wodurch sich dessen Stabilität gegen eine Ablösebewegung
des Deckels erhöht, bei welcher die Zungen mit ihren freien Ende auf die Rastlippe
drücken würden. Andererseits läßt sich durch eine solche Lippe nicht nur auf konstruktiv
einfache Weise der sperrklinkenartige Sitz für die Zungen in ihrer den Deckel gegen
Ablösen sichernden Einraststellung ausbilden, sondern gleichzeitig damit auch die
für das Einrasten der Zungen vorzugebende Zungenposition festlegen. Zum Einrasten
der Zungen verbiegt zunächst der äußere Schenkel des Deckelrandkragens mit der Rastlippe
beim Verschließen der Behälterdeckelöffnung mit dem Deckel die aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit
elastisch am Rand der Behälterdeckelöffnung angeordneten Zungen zunehmend zur Behälteraußenwandung
hin, so daß sich in ihnen eine Materialspannung aufbaut. Diese führt dazu, daß am
Ende der Behälterverschlußbewegung des Deckels, wenn der Deckelkragen auf dem Rand
der Behälterdeckelöffnung aufsitzt, die für ein Einrasten hinter der Rastlippe bestimmten
Zungen von dieser freikommen und durch die in ihnen aufgebaute Materialspannung selbstständig
wie Sperrklinken eines Gesperres in ihre Einraststellung am äußeren Schenkel des Deckelrandkragens
springen, in der sie an dessen Innenwandung unter einer verbleibenden Rest-Materialspannung
anliegen.
[0019] Durch die lippenförmige Ausbildung des Widerlagers werden die freien Zungenenden
überdeckt, so daß der Zugang zu diesen zumindest erschwert ist und damit auch ein
mutwilliges Herausbewegen der Zungen aus ihrer Einraststellung. Somit bietet diese
erfindungsgemäße Einrastsicherung einen hohen Schutz auch gegen das mutwillige Ablösen
des Deckels vom Behälter, und zwar ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen.
[0020] Die Zungen können auf einfache Weise an unterschiedliche Belastungs-Anforderungen
angepaßt werden, die vor allem von der Größe der gegen Deckelablösung zu sichernden
Behälter und dem Gewicht des Behälterinhalts abhängen. So kann die Zungendicke und
damit sowohl die Elastizität der Zungen im Bereich ihrer Anordnung am Rand der Behälterdeckelöffnung
als auch die Zungensteifigkeit im übrigen Zungenbereich ohne besonderen fertigungstechnischen
Zusatzaufwand auf die jeweilige Behälterwandungsdicke abgestimmt werden. Es können
dazu aber auch die Abstände zwischen den einzelnen Zungen, die Breite und auch die
Länge einer einzelnen Zunge variiert werden.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung stehen einerseits die Zungen bei
unverschlossenem Behälter in einem mit der Behälterachse gebildeten spitzen Winkel
von annähernd 30° von der Seitenwandung des Behälters ab und ist der äußere Schenkel
des Deckelrandkragens in einem mit der Deckelachse gebildeten spitzen Winkel von annähernd
20° ausgestellt. Dadurch setzen die Zungen einerseits der Schließbewegung des Deckels
keinen großen Widerstand entgegen, da sie nur noch geringfügig zur Behälteraußenwandung
hin gedrückt werden müssen, damit der äußere Schenkel des Deckelrandkragens mit der
Rastlippe an ihnen entlanggleiten kann, was den Kraftaufwand zum Verschließen des
Behälterkörpers verringern hilft. Andererseits bewirkt eine im Vergleich zum Auskragungswinkel
bei unverschlossenem Behälter von 30° nur noch um annähernd 20° auskragende Einraststellung
der Zungen innen am äußeren Schenkel des Deckelrandkragens eine die Einraststellung
sichernde Materialsspannungsbelastung, sondern auch eine hohe Sicherheit gegen Ablösebewegungen
des Deckels. Denn in dieser 20°-Schrägstellung haben die bei einer Ablösebewegung
des Deckels in Achsrichtung des Behälters auf die Rastlippe übertragenen Kräfte aufgrund
der in dieser Stellung sehr geringen Distanz der Rastlippe von der elastischen Anordnungsstelle
der Zungen am Rand der Behälterdeckelöffnung, um die sie schwenkbar sind, einen nur
sehr kleinen Kraftarm und bewirken somit ein nur sehr kleines Drehmoment auf die Zungen,
welches diese z.B. nicht zu einem einer solchen Bewegung nachgebenden Abkippen weg
von der Behälteraußenwandung bringen kann.
[0022] Für eine weitere Erhöhung der Stabilität der Zungen kann die Dicke der Zungen von
ihrer Zungenwurzel am Rand der Behälterdeckelöffnung zum freien Zungenende hin zunehmen.
Dadurch können sie bei einer Deckel-Ablösebewegung größere Kräfte von der Rastlippe
aufnehmen und in den steifen Behälterdeckelrand einleiten, ohne daß durch eine solche
Verdickung ihre leichte Verbiegbarkeit an der Zungenwurzel beeinträchtigt würde.
[0023] Mit Vorteil nimmt die Breite der Rastlippe wenigstens an ihrer innenliegenden Flanke
zu ihrer Basis an der Innenwandung des äußeren Schenkels des Deckelrandkragens hin
zu. Dadurch kann der Deckel bei Einnahme der Einraststellung der Zungen am Deckelrandkragen
zentriert und unter einer gewissen Spannung spielfrei auf den Rand der Behälterdeckelöffnung
gezwungen werden.
[0024] Bei einem Behälter mit einer Behälterdeckelöffnung mit kreisrundem Querschnitt erweitern
sich die am Rand der Behälterdeckelöffnung angeordneten Zungen vorzugsweise trapezförmig
von ihrer Zungenwurzel am Öffnungsrand zum freien Zungenende hin. Dies ermöglicht,
trotz einer derartigen Öffnungsrandkrümmung weiterhin in Achsrichtung des Behälterkörpers
biegsame Zungen auszubilden. Denn je breiter die Zungenwurzel bei einem derartig gekrümmten
Deckelöffnungsrand ist, desto geringer ist ihre Elastizität, da sich die vorhandene
Randkrümmung in der Zunge fortsetzen und diese so ausgesteifen würde. Durch eine trapezförmige
Erweiterung zum freien Zungenende hin kann aber die Zungenwurzel gerade so breit sein,
daß die Öffnungsrandkrümmung ihre Elastizität noch nicht wesentlich beeinträchtigt,
während die Breite des freien Zungenendes so bemessen werden kann, daß die Zungen
noch in sich so flexibel ist, daß sie beim Einrasten in ihre Einraststellung vollflächig
innen am äußeren Schenkel des Deckelrandkragens anliegen, um von diesen über die Zungenfläche
zwecks zusätzlicher Stabilität gestützt zu werden. Trotz schmaler Zungenwurzel kann
also eine Zunge flächenmäßig in einer Größe ausgebildet werden, die nicht nur eine
ausreichende Stabilität der Zungen gegen ein Durchbiegen bewirkt, sondern durch die
der Deckel aufgrund einer größeren Breite des freien Zungenendes auf einer im Vergleich
zur Zungenwurzel sehr viel größeren Umfangslänge von diesen in seiner Verschlußpositition
gehalten und gesichert wird. Da die Anzahl der Zungen von ihrer von den Breiten der
Zungenwurzel und dem freien Zungenende bestimmten Größe abhängt, führt eine größere
Zungenzahl folglich zu kleineren und ggf. auch schwächer dimensionierten Zungen und
damit zu einer ggf. noch leichteren Handhabung der Deckelsicherung bei einer entsprechend
großen Sicherheit.
[0025] Für den Fall, daß es z.B. auf die Möglichkeit eines tiefen, besonders platzsparenden
Ineinanderstapelns der Entsorgungsbehälter nicht ankommt, ist es auch denkbar, die
Zungen nicht außen, sondern innen am Rand der Behälterdeckelöffnung, von diesem in
diese Öffnung nach unten zum Behälterboden hin vorstehend auszubilden bzw. durch Ankleben
oder Verschweißen anzuordnen. In diesem Fall wäre z.B. die Rastlippe als Zungen-Widerlager
innen am inneren Schenkel des Deckelrandkragens auszubilden. Die Zungen wären dann
bei vom Deckel verschlossenem Behälter überhaupt nicht mehr für mutwillige Manipulationen
zugänglich und damit die Einrastsicherung nahezu perfekt gegen derartig versuchte
Ablösebewegungen des Deckels geschützt.
[0026] Es ist aber auch denkbar, daß die Zungen am Deckelrand, von diesem z.B. nach außen,
ggf. nach oben gerichtet, abstehend und die Rastlippe innen an der Behälterseitenwandung
unterhalb der Behälterdeckelöffnung ausgebildet sind. Dann müßte der Deckel zum Behälterverschluß
nicht auf den Rand der Behälterdeckelöffnung auf-, sondern in die Behälterdeckelöffnung
eingesetzt werden, wobei die Zungen über die Rastlippe gezogen und dabei gemäß ihrer
Elastizität verbogen würden, um dann unterhalb der Rastlippe, an der Behälterinnenseitenwandung
anliegend, in ihre Einraststellung zu springen. Die Schließbewegung des Deckels könnte
durch die Konizität des Behälters oder durch eine Anschlagrippe begrenzt werden, so
daß der für die Wirksamkeit der Einrastsicherung notwendige Deckelsitz eine definierte
Lage hätte.
[0027] Für den Fall, daß der Entsorgungsbehälter keimdicht mit dem Deckel verschlossen werden
soll, kann z.B. der Rand der Behälterdeckelöffnung flanschartig verbreitert sein.
Dadurch kann für eine z.B. im Scheitelbogen des Deckelrandkragens anzuordnende flexible
Dichtung eine ausreichende Dichtigkeit ermöglichende Auflagefläche geschaffen werden.
Diese kann beim Deckelverschluß durch entsprechenden Druck auf den Deckel zusammengedrückt
werden, bis die Zungen an der Rastlippe eingerastet sind. Nach dem Entlasten des eingerasteten
Deckels ermöglichen die an der Rastlippe unter ihrer Materialspannung anliegenden
Zungenenden, daß der Deckel und damit die Dichtung annähernd einen die Keimdichtigkeit
ermöglichenden Preßsitz einnimmt. Es ist aber auch denkbar, daß bei entsprechendem
Werkstoff für den Entsorgungsbehälter und optimaler Auslagung der Zungen die von diesen
auf den Deckel ausgeübte Zugspannung dazu führt, daß der Behälter ohne zusätzliche
Dichtung im Deckelrandkragen z.B. wasserdicht ist.
[0028] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
[0029] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen oben offenen, unverschlossenen Behälterkörper eines erfindungsgemäßen
Entsorgungsbehälters;
- Fig. 2
- den Behälterkörper aus Fig. 1 teils im Längsschnitt, teils in Seitenansicht;
- Fig. 3
- den Behälterkörper aus Fig. 1 mit aufgesetztem Deckel im Längsschnitt und
- Fig. 4
- eine Einzelheit bei X in Fig. 3 in größerem Maßstab.
[0030] Der in den Fig. 1 bis 3 annähernd im Maßstab 1 : 1 dargestellte Behälterkörper 1
ist als sogenannte "Entsorgungsbox" zum Sammeln, Transportieren und Entsorgen von
medizinischem Sondermüll in kleinen Abmessungen und kleinen Mengen, wie z.B. Kanülen
von Einwegspritzen, bestimmt und besteht zwecks Entsorgung durch Verbrennen aus einem
thermoplastischen Kunststoff. Er hat einen kreisrundem Querschnitt und erweitert sich
konisch zu seinem oberen Ende hin, an dem er über den gesamten Querschnitt offen ist.
Zum Verschließen der so vorhandenen Behälterdeckelöffnung 2 ist ein Deckel 3 vorgesehen.
Der in Fig. 3 im Schnitt dargestellte Deckel 3 hat einen annähernd U-förmigen Deckelrandkragen
4, dessen äußerer Schenkel 5 in der gezeigten Deckelverschlußposition den Rand 6 der
Behälterdeckelöffnung 2 umgreift. Der Deckel 3 hat eine ebenfalls durch einen - nicht
dargestellten - Deckel verschließbare Einwurföffnung 7 für den Sondermüll, so daß
der mit dem Deckel 3 verschlossene Entsorgungsbehälter während des Müllsammelns immer
wieder leicht verschlossen und geöffnet werden kann, ohne hierzu den Deckel 3 abnehmen
zu müssen, der bestimmungsgemäß nach dem Deckelverschluß des Behälterkörpers 1 nicht
mehr von diesem lösbar sein soll.
[0031] Zu diesem Zweck ist der Entsorgungsbehälter mit einer nach Art eines Gesperres ausgebildeten
Deckelsicherung versehen, welche zwei Sicherungsteile umfaßt. Den einen Sicherungsteil
bilden 24 in der Form von Zungen 8 ausgebildete Einrastelemente. Sie sind bei dem
hier gezeigten Ausführungsbeispiel gleichmäßig im Abstand von jeweils 15° voneinander
kranzförmig außen am Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2 verteilt angeordnet, von welchem
sie aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit bzw. der des Behälterkörpers 1 elastisch
abstehen. Es ist aber auch ein sehr viel kleinerer Winkel zwischen den einzelnen Zungen
denkbar, was die Deckelsicherung entsprechend der dann möglichen größeren Zungenanzahl
noch weiter erhöhen kann.
[0032] Der andere Sicherungsteil ist - als Widerlager für die Zungen 8 - eine innen am unteren
Rand des äußeren Schenkels 5 - als Träger des Widerlagers - des Deckelrandkragens
4 umlaufend ausgebildete Rastlippe 9.
[0033] Wie in Fig. 4 in der unteren, schraffierten Schnittdarstellung mit der gestrichelt
dargestellten Zunge 8' angedeutet, beträgt der mit der Behälterachse gebildete spitze
Auskragungswinkel der Zungen 8 bei unverschlossenem Behälterkörper 1 annähernd 30°,
während der äußere Schenkel 5 des Deckelrandkragens 4 in einem mit der Deckelachse
gebildeten spitzen Winkel von nur annähernd 20° ausgestellt ist.
[0034] Beim Verschließen des Behälterkörpers 1 mit dem Deckel 3 werden die elastisch abstehenden
Zungen 8 - wie im oberen Teil der Fig. 4 mit dem Deckel 3' angedeutet - zur Behälteraußenwandung
hin gedrückt, wodurch sich in ihnen eine Materialspannung aufbaut. Wenn der Deckel
3 seine in der schraffierten Schnittdarstellung in Fig. 4 gezeigten Verschlußposition
auf dem Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2 eingenommen hat, ist gleichzeitig die Rastlippe
9 über das freie Ende der Zungen 8 hinaus geglitten, so daß die Zungen 8 in diesem
Moment der Materialspannung nachgeben können und - hörbar einrastend -in ihre Einraststellung
am äußeren Schenkel 6 des Deckelrandkragens 4 springen. Da diese annähernd 20° betragende
Einraststellung nicht ihrer spannungslosen, annähernd 30° betragenden Ausgangsstellung
bei unverschlossenem Behälterkörper 1 entspricht, befinden sie sich somit immer noch
in einem Spannungszustand, der dazu führt, daß sie unter einer Restspannung an der
Innenwandung des äußeren Schenkels 5 des Deckelrandkragens 4 anliegen und jeweils
einzeln wie eine Sperrklinke eines Gesperres mit der Rastlippe 9 im Eingriff stehen.
[0035] Da die Verschwenkung der Zungen 8 beim Aufsetzen des Deckels 3 bis zur seiner Verschließposition
auf dem Rand 6 der Behälterdecklöffnung 2 nur annähernd 10° beträgt und die Zungen
hierbei wegen ihrer glatten Oberflächenbeschaffenheit der Behälterverschlußbewegung
des Deckels 3 so gut wie keine Widerstand entgegensetzen, erfordert diese Verschlußbewegung
einen im Vergleich zum Stand der Technik äußerst geringfügigen Kraftaufwand, während
das Herbeiführen der damit verbundenen Deckelsicherung überhaupt keinen Kraftaufwand
mehr erfordert, da die Zungen 8 aufgrund ihrer Materialspannungsbelastung selbsttätig
in ihre Einraststellung springen. Somit ist der Behälterverschluß und die Deckelsicherung
bei dem erfindungsgemäßen Entsorgungsbehälter sozusagen ein Kinderspiel, das also
weder wirklich Kraft noch Geschick erfordert.
[0036] Bei einer Ablösebewegung des Deckels 3 vom Behälterkörper 1, die nur in dessen Achsrichtung
erfolgen könnte, würden sich die freien Enden der Zungen 8 aufgrund der in ihnen in
der von ihnen eingenommenen Einraststellung noch vorhandenen Materialspannung sperrklinkenartig
an der innenliegenden Flanke 10 der Rastlippe verhaken und so mit einem hier insgesamt
24-fachen Sperrklinkeneingriff an der Rastlippe 9 eine solche Ablösebewegung des Deckels
3 verhindern. Einem mutwilligen Versuch, den Deckel 3 vom Behälterkörper 1 etwa durch
Abziehen des äußeren Schenkels 5 des Deckelrandkragens 4 weg von der Behälteraußenwandung
zu lösen, steht die elastische Anordnung der Zungen am Rand der Behälterdeckelöffnung
2 entgegen, aufgrund der sie eine solche Bewegung mitmachen und nicht ihre Einraststellung
innen am äußeren Schenkel 5 des Deckelrandkragens 4 verlassen würden.
[0037] Wie weiter aus Fig. 4 ersichtlich, nimmt die Dicke der Zungen 8 von ihrer Zungenwurzel
am Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2, von dem sie bogenförmig mit einem ihr Verbiegen
beim Aufsetzen des Deckels 3 auf den Behälterkörper 1 materialschonend erleichternden
Krümmungsradius abstehen, nach unten zu ihrem freien Ende hin zu, was ihre eigene
Steifigkeit - bei gleichzeitig elastischer Anordnung - zusätzlich erhöht.
[0038] Die Rastlippe 9 verbreitert sich an ihrer innenliegenden Flanke 10 zu ihrer Basis
an der Innenwandung des äußeren Schenkels 5 des Deckelrandkragens 4 hin, wodurch der
Deckel 3 spielfrei unter einem gewissen, von den spannungsbelasteten Zungen 8 ausgeübten
Zug in seiner Verschlußposition auf dem Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2 gehalten
ist.
[0039] Diese Ausbildung kann auch für einen Preßssitz einer z.B. im Scheitelbogen des Deckelrandkragens
4 angeordneten flexiblen Dichtung zwecks keimdichten Deckelverschluß des Entsorgungsbehälters
genutzt werden, wobei der gem. Fig. 1 flanschartig verbreiterte Rand 6 der Behälterdeckelöffnung
2 eine die Dichtigkeit begünstigende Dichtungs-Auflagefläche bilden könnte. Es hat
sich aber gezeigt, daß bereits bei einem Winkel von 15° zwischen den einzelnen Zungen,
also wie im dargestellten Ausführungsbeispiel, eine derartige mit Zungen ausgestattete
"Entsorgungsbox" auch ohne zusätzliche Dichtung z.B. wasserdicht ist. Dieser Effekt
ließe sich durch Veringerung des Winkels zwischen den einzelnen Zungen, also durch
deren Erhöhung, noch verstärken.
[0040] Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, verbreitern sich die Zungen 8 trapezförmig von ihrer
Zungenwurzel am Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2 zu ihrem freien Zugenende hin.
Dadurch ist einerseits aufgrund einer schmalen Zungenwurzel eine elastische Anordnung
an dem Rand 6 gewährleistet und andererseits ist die Eingriffslänge der Zungen 8 an
der Rastlippe 9 vergrößert. Dadurch kann der Deckel 3 über die Rastlippe 9 mit nur
kurzen Unterbrechungen zwischen den einzelnen Zungen nahezu gleichmäßig auf der gesamten
Umfangslänge des äußeren Schenkels 5 des Deckelrandkragens 4 auf den Rand 6 der Behälterdeckelöffnung
2 gezogen werden, was seinen Sitz auf dem Behälterkörper 1 und damit dessen Verschluß
sehr sicher macht. Auch können so etwa auf den Dekkel 3 wirkende Ablösebewegungskräfte
mit nur geringfügigen Unterbrechungen zwischen den freien Zungenenden der Rastlippe
9 auf die Zungen 8 übertragen und in den stabilen Rand 6 der Behälterdeckelöffnung
2 eingeleitet werden.
1. Entsorgungsbehälter, mit einem mit einem Deckel verschließbaren Behälterkörper und
einer Deckelsicherung gegen ein Lösen des Deckels von der Behälterdeckelöffnung, wobei
die Deckelsicherung wenigstens zwei Sicherungsteile umfaßt, von denen einer am Behälterkörper
im Bereich der Behälterdeckelöffnung und einer am Deckel im Bereich des Deckelrandes
ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der eine Sicherungsteil als eine Anordnung von mehreren Einrastelementen (8) ausgebildet
ist, die jeweils wenigstens mit einem vom benachbarten Einrastelement (8) beabstandet
ausgebildeten Abschnitt oder Bestandteil elastisch vom Behälterkörper (1) oder Deckel
(3) abstehen und daß der andere Sicherungsteil als Widerlager (9) für die Einrastelemente
(8) bzw. deren Abschnitte oder Bestandteile ausgebildet ist, wobei für diese in der
zum Verschluß der Behälterdeckelöffnung (2) vorgesehenen Anordnung des Deckels (3)
eine vom jeweiligen Träger (3) des Widerlagers (9) vorgegebene, durch Einrasten einnehmbare
Einraststellung vorgesehen ist, in welcher sie sperrklinkenartig mit dem Widerlager
(9) im Eingriff stehen.
2. Behälter nach Anspruch 1, mit einer vom oben kreisrund offenen Behälterkörper gebildeten
kreisrunden Behälterdeckelöffnung und einem Deckel mit einem den Rand der Behälterdeckelöffnung
annähernd U-förmig umgreifenden Deckelrandkragen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrastelemente außen am Rand (6) der Behälterdeckelöffnung (2) ausgebildete
Zungen (8) sind, von dem sie, gleichmäßig voneinander beabstandet, kranzförmig abstehen
und daß das Widerlager eine innen am unteren Rand des äußeren Schenkels (5) des Deckelrandkragens
(4) umlaufende ausgebildete Rastlippe (9) ist.
3. Behälter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zungen (8) bei unverschlossenem Behälterkörper (1) in einem mit der Behälterachse
gebildeten spitzen Winkel von annähernd 30° von der Seitenwandung des Behälterkörpers
(1) abstehen und daß der äußere Schenkel (5) des Deckelrandkragens (4) in einem mit
der Deckelachse gebildeten spitzen Winkel von annähernd 20° ausgestellt ist.
4. Behälter nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der Zungen (8) von der Zungenwurzel am Rand (6) Behälterdeckelöffnung
(2) zum freien Zungenende hin zunimmt.
5. Behälter wenigstens nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite der Rastlippe (9) wenigstens an ihrer innenliegenden Flanke (10) zu
ihrer Basis hin zunimmt.
6. Behälter wenigstens nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zungen (8) sich von der Zungenwurzel am Rand (6) der Behälterdeckelöffnung
(2) zum freien Zungenende hin trapezförmig verbreitern.
7. Behälter wenigstens nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rand (6) der Behälterdeckelöffnung (2) flanschartig verbreitert ist.