[0001] Die Erfindung betrifft einen Entsorgungsbehälter nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Derartige Behälter dienen z.B. in Krankenhäusern und Arztpraxen zum Sammeln, Transportieren
und Entsorgen von medizinischem Sondermüll. Sie haben anwendungsbezogen unterschiedliche
Größe, eckigen oder runden Querschnitt und werden, z.B. in der Größe eines Spielzeugeimers,
z.B. auch als "Entsorgungsbox" bezeichnet. Zur Entsorgung durch Verbrennen sind die
Behälter üblicherweise aus einem thermoplastischen Material hergestellt. Für eine
kostengünstige Fertigung und ein platzsparendes Ineinanderstapeln vor Ingebrauchnahme
sind die getrennt vom Deckel gefertigten Behälterkörper oben über den gesamten Behälterquerschnitt
offen und verjüngen sich zum Behälterboden hin. Um über einen ggf. längeren Zeitraum
hinweg Sondermüll in z.B. kleinen Abmessungen und kleinen Mengen, wie z.B. Kanülen
von benutzten Einwegspritzen, gefahrlos sammeln zu können, werden die Behälter mit
einem Deckel verschlossen, der seinerseits eine kleinere, für die Dauer des Sammeins
leicht verschließbare und wieder zu öffnende Einwurföffnung aufweist. Für ein nur
einmaliges Befüllen mit Sondermüll zur anschließenden Entsorgung können die Behälter
aber auch, z.B. oben auf der Behälteroberseite, eine durch einen Deckel verschließbare
Öffnung aufweisen, die kleiner als der Behälterquerschnitt ist.
[0003] Damit sich die Deckel nach dem Verschließen der Behälter nicht wieder von diesen
lösen können, um so einen ggf. gesundheitsgefährdenden Kontakt mit einem kontaminierten
Behälterinhalt zu verhindern, sind die Behälter üblicherweise mit einer Deckelsicherung
versehen. Eine solche ist z.B. aus dem DE G 92 04 212 für eine konisch sich nach unten
verjüngende, oben offene "Entsorgungsbox" bekannt. Sie ist als eine Art Einrastsicherung
ausgebildet und hat dementsprechend zwei komplementäre Sicherungsteile. Einer davon
ist, sozusagen als Rastsperre, als eine außen am Rand der Boxgehäuseöffnung umlaufende,
nach unten kegelstumpfförmig sich erweiternde Materialverdickung und der andere ist,
sozusagen als Einrastelement, als eine an der Innenwandung des äußeren Schenkels des
annähernd U-förmigen Deckelrandkragens rippenförmig umlaufende Materialwulst ausgebildet.
Zum Verschließen dieser Entsorgungsbox und Sichern ihres Deckels muß dieser unter
einigem Kraftaufwand auf den Boxgehäuserand gedrückt werden, um den äußeren Schenkel
des Deckelrandkragens über die Materialverdickung am Boxgehäuserand zu zwängen, bis
die Materialwulst am Deckelrandkragen unterhalb dieser Materialverdickung eingerastet
ist, wodurch der Boxverschließ- und Deckelsicherungsvorgang beendet ist. Dabei entscheiden
die Steifigkeit des verwendeten thermoplastischen Materials, die Dicke der Seitenwandung
des Boxgehäuses und der Deckelkragenwandung sowie die Dicke der Materialwulst am Deckelkragenschenkel
und die der Materialverdickung am Boxgeläuserand darüber, wie das Verschließen mit
dem Deckel und Herbeiführung der Einrastsicherung vonstatten geht. Für eine ausreichende
Verschlußsicherheit sind diese Faktoren derart aufeinander abgestimmt, daß zum Verschließen
der Box, was erst durch das Einrasten des Deckels beendet ist, nicht nur einen nicht
unerheblichen Kraftaufwand, sondern für manche Benutzer wohl auch etwas Geschick erfordert.
Denn aufgrund der durch das hierfür notwendige Ausweiten des äußeren Schenkels des
Deckelrandkragens beim Aufdrücken auf den Rand des Boxgehäuses in diesem erzeugten
Materialspannung widersetzt sich sozusagen der Dekkel der Aufdrückbewegung auf das
Boxgehäuse bzw. dem Herbeiführen der Einrastung. So ist es hilfreich, ihn dort, wo
er bereits eingerastet ist, festzuhalten, um ihn dann vollends im übrigen Bereich
einzurasten. Im Hinblick auf eine noch beherrschbare Handhabung eines solchen Deckelverschlusses
bzw. -sicherung führt das ggf. zu einer Beschränkung des Durchmesser einer mit einem
Deckel derartig zu verschließenden Öffnung. Außerdem bewirkt die wegen der Konizität
der Materialwulst am Rand des Boxgehäuserandes auch noch nach dem Einrasten des Deckels
im äußeren Deckelkragenschenkel vorhandene Materialspannung, daß unter ungünstigen
Bedingungen, z.B. wenn beim Transport zur Entsorgung eine solche Entsorgungsbox eingeklemmt
oder das Gewicht anderer befüllter Boxen auf ihr lastet, durch ein Eindrücken ihrer
Seitenwandung im Bereich der Deckelöffnung, z.B. auch beim Herunterfallen, diese bekannte
Art Einrastsicherung nicht hält und sich der Deckel vom Boxgehäuse löst. Dazu kann
auch eine Materialermüdung durch längeres Lagern der Boxen vor ihrer Ingebrauchnahme
beitragen.
[0004] Außerdem kann diese bekannte Deckelsicherung, insbesondere in einer Ausführung, die
ein leichteres Verschließen einer solchen Box ermöglichen soll, mutwillig schon durch
eine geringfügige, mittels eines Hilfsmittels leicht auszuführende Aufweitungsbewegung
des Deckelkragens, z.B. mit der Klinge eines Messers, soweit gelöst werden, daß sich
der Deckel doch wieder vom Behälter abnehmen läßt.
[0005] Aus dem Dokument EP-A-0 168 877 ist ein Behälter aus Kunststoff gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 mit einem ebenfalls gegen selbsttätiges Lösen gesicherten Verschlußdeckel
zum Sammeln und Entsorgen von Problemmüll bekannt. Im Hinblick auf eine gute Entformbarkeit
des durch Spritzguß herzustellenden Deckels aus der Spritzform hat dieser in einer
bevorzugten Ausführungsform einen sich V-förmig nach unten erweiternden Randkragen,
wobei am freien Außenrand des Randkragens in Abständen krallenartige, V-förmig sich
erweiternd nach oben weisende Lappen ausgebildet sind. Der Behälterkörper hat unterhalb
des Randes der Behälterdeckelöffnung eine nach außen abstehend umlaufende Rippe, die
den Deckellappen entsprechende Aussparungen aufweist. Beim Verschließen des Behälters
mit dem Deckel dringen die Lappen in die Aussparungen ein, verbiegen sich nach hinten
zur Behälterwandung und rasten schließlich unterhalb der Rippe, nach vorn zu ihrem
Außenrand springend, ein. Der Deckel wird also von der von der Elastizität der Deckellappen
bestimmten Federkraft auf dem Behälter gehalten, wobei die Rippe ein von den gekrümmten
Lappen hintergriffenes Widerlager darstellt.
[0006] Der Deckelrandkragen hat zur Ausbildung der Lappen eine - im Querschnitt gesehen
- aufwendige S-Form. Zur gleichmäßigen Verrastung der Lappen unter der Behälterrippe
für einen dauerhaft dichten Deckelsitz müssen die Lappen gleichmäßig gekrümmt und
die Rippe gleichmäßig eben sein und darf der benutzte Kunststoff nicht ermüden, damit
die Lappen nicht ihre Elastizität verlieren.
[0007] Die Ausbildung der Lappen erfordet einen zusätzlichen Schneid- oder Stanzvorgang.
Außerdem verlangt das Verschließen des Behälters einiges Geschick und Kraft. Denn
hierzu müssen zunächst wenigstens mehrere benachbarte Lappen gleichzeitig in die Aussparungen
der Rastrippe "eingefädelt" und dann zum Verrasten hindurchgedrückt werden, wozu sie
sich durch Kraftaufwand zunächst zur Behälterwandung hin verbiegen müssen.
[0008] Da die unterhalb der Rastrippe eingerasteten Lappen frei zugänglich sind, besteht
z. B. keine Sicherheit gegen unbefugtes Öffnen gefüllter, zur Entsorgung bestimmter
Behälter.
[0009] Zu dieser Deckelsicherung enthält das Dokument EP-A-0 168 877 zwei Alternativen.
Bei der dort in Fig. 3 gezeigten handelt es sich um - wie schon eingangs erläutert
- am Behälter außen bzw. an der Deckelkragen-Innenwandung umlaufend ausgebildete Rippen,
an der erstere durch Umgriff einrastet, und bei der dort in Fig. 4 gezeigten um außen
an der Behälterwandung parallel zu dieser hochstehende, durch Einschnitte in eine
stulpartig umlaufende zusätzliche Wandung hergestellte Lappen mit Widerhaken am Ende,
die beim Dekkelverschluß in Ausnehmungen in einer am nach unten weisenden Deckelkragen
nach außen vorstehend umlaufend ausgebildete Rippe eingreifen und oberhalb davon einrasten.
Letztere Lösung bietet wegen der unmittelbar zugänglichen Lappen keinerlei Sicherheit
gegen unbefugtes Lösen des aufgerasteten Deckels oder Einflüsse, die zum Verlust der
Dichtheit des Dekkelverschlusses führen können.
[0010] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Entsorgungsbehälter der oben beschriebenen
Art mit einer Deckelsicherung zu schaffen, die einen außergewöhnlich hohen Schutz
garantiert sowohl gegen selbsttätiges Lösen des Deckels vom Behälterkörper als auch
gegen mutwillige Deckelablöseversuche, dabei eine einfache Gestaltung und damit eine
preiswerte Herstellung von Behälterkörper und Deckel ermöglicht, insbesondere auch
in einer Form, welche ein platzsparendes Transportieren und Lagern durch Ineinanderstapeln
der Behälterkörper zuläßt, die ein kombiniertes Verschließen des Behälterkörpers und
Sichern des Deckels am Behälterkörper derart erleichtert, daß dies weder einen nennenswerten
Kraftaufwand noch eine besondere Geschicklichkeit erfordert, und die einen keimdichten
Deckelverschluß des Behälterkörpers ermöglicht.
[0011] Die Erfindung löst dieses Problem mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Dadurch, daß der Rand der Behälterdeckelöffnung flanschartig verbreitert ist, daß
die Einrastelemente außen an diesem Rand, von ihm elastisch abstehend und ein freies
End aufweisend ausgebildet sind, wobei die freien Enden nach unten weisen, daß der
Deckel einen in seiner Behälter-Ver schlußanordnung den Rand der Behälterdeckelöffnung
annähernd U-förmig umgreifenden Randkragen aufweist, daß das Widerlager innen am äußeren
Schenkel dieses Randkragens ausgebildet ist, daß die freien Enden der Einrastelemente
in ihrer Einraststellung in das Widerlager einrasten und daß der flanschartig verbreiterte
Rand der Behälterdeckelöffnung eine die Behälter-Dichtigkeit begünstigende Dichtungs-Auflagefläche
bildet ergibt sich folgendes.
[0013] Beim Verschließen des Behälterkörpers mit dem Deckel bei der hierzu nach unten gerichteten
Bewegung des Deckels nehmen gleichzeitig auch, quasi automatisch ohne zusätzliche
Maßnahmen des dies Ausführenden, die Einrastelemente selbsttätig ihre bestimmungsgemäße
Rastposition ein wofür insbesondere keinerlei Geschick mehr erforderlich ist. Denn
weil die Einrastelemente statt am Deckel erfindungsgemäß am Behälterkörper ausgebildet
sind, sind sie jetzt an diesem positionstlxlert, müssen also beim Verschlleßen des
Behälters nicht mehr mit dem Deckel bewegt werden, sondern es bewegt sich hierbei
der Deckel an ihnen entlang, bis sie ihre Rastposition an ihm und er gleichzeitig
seine Verschlußposition auf dem Behälterkörper eingenommen haben. Da die Einrastelemente
nicht mehr am Deckel ausgebildet sind, fällt auch ein sonst zum Verschließen des Behälterkörpers
zunächst notwendiges genaues Positionieren und Justieren des Deckels zum Einfädeln
der Einrastelemente in entsprechende Aussparungen weg, was diesen Vorgang nunmehr
sehr vereinfacht, erleichtert und beschleunigt.
[0014] Auch können bei der erfindungsgemäßen Deckelsicherung die Einrastelemente eine einfache
Gestalt aufweisen, was ein Vorteil im Hinblick auf ihre Ausbildung ist und auch langfristig
ihre Funktionssicherheit gewährleistet.
[0015] Da auch hier bei der neuartigen Deckelsicherung mehrere Einrastelemente vorgesehen
sind, die aber erfindungsgemäß mit ihrem freien Ende nach unten weisen, wird erreicht,
daß weiterhin das Ausmaß der erzielbaren Sicherheit gegen Lösen des Deckels vom Behälterkörper
u. a. nicht mehr, wie im eingangs aus dem DE G 92 04 212 zitierten Stand der Technik,
von der Sicherungswirkung nur eines einzigen, sondern von derjenigen mehrerer Einrastelemente
bestimmt wird. Da diese mehreren Einrastelemente bestimmungsgemäß zusammen ein Sicherungsteil
der Deckelsicherung des erfindungsgemäßen Entsorgungsbehälters bilden und dementsprechend
angeordnet sind, entfalten sie auch eine gleiche Sicherungswirkung, die sich infolge
ihrer Kooperation entsprechend ihrer Anzahl vervielfältigt und die die Gesamtwirkung
in der damit gebildeten Deckelsicherung bestimmt. Dabei kann bei mehreren Einrastelementen
das einzelne Einrastelement trotz einer hohen Gesamtsicherheit dieser Deckelsicherung
vergleichsweise klein und schwach dimensioniert werden. Das wiederum verringert den
Kraftaufwand, um die aufgrund ihrer Beabstandung voneinander selbständig und unabhängig
wirkenden Einrastelemente in ihre Einraststellung zu überführen, und zwar in einem
außergewöhnlich hohem Ausmaß. Dementsprechend verringert sich aber auch der Kraftaufwand
für den Verschluß des Behälterkörpers mit dem Deckel bzw. dessen Sicherung insgesamt,
auch dann, wenn durch eine entsprechende Verschließbewegung mit dem Deckel etwa alle
Einrastelemente gleichzeitig zum Einrasten in ihre Einraststellung gebracht werden.
[0016] Doch nicht nur der Kraftaufwand läßt sich auf diese Weise drastisch verringern, sondern
es erfordert nun auch kein besonderes Geschick mehr, den Entsorgungsbehälter mit seiner
erfindungsgemäßen Deckelsicherung mit dem Deckel zu verschließen und diesen zu sichern.
Dies wird durch die Elastizität der außen vom Behälterkörper abstehenden Einrastelemente
ermöglicht, die zum Verschließen des Behälterkörpers nachgeben können, statt sich
- wie im Stand der Technik - diesem Vorgang zu widersetzen, was zudem auch noch Kraft
spart.
[0017] Diese beiden Eigenschaften der erfindungsgemäßen Deckelsicherung sind gerade im medizinischen
Sektor, wo solche Entsorgungsbehälter sehr oft von weiblichen Bediensteten, wie z.B.
Krankenschwestern, benutzt werden, von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Sie können
sehr zur Akzeptanz dieser Behälter bei denjenigen, die die Behälter selbst erst zur
Ingebrauchnahme mit dem Deckel verschließen müssen, beitragen. Außerdem wird das Verschließen
der Behälterkörper und Herbeiführen der Deckelsicherung beschleunigt, wenn hierfür
kaum noch Kraft und Geschick erforderlich sind.
[0018] Aufgrund der elastischen Anordnung der Einrastelemente außen am Behälterkörper kann
sich in ihnen beim Verschließen der Deckelöffnung mit dem Deckel eine - wenn auch
nur geringfügige - Materialspannung aufbauen, die am Ende der Verschlußbewegung des
Dekkels zur selbständigen Einnahme ihrer Einraststellung genutzt werden kann, wie
es z. B. bei einer federbelasteten Sperrklinke in einem Zahnrichtgesperre der Fall
ist.
[0019] Weil die Einrastelemente mit ihrem freien Ende erfindungsgemäß nach unten weisen,
kann sich der Deckel in seiner vorgesehenen Verschlußanordnung auf dem Behälterkörper,
in der er jetzt von den an diesem ausgebildeten Einrastelementen gehalten wird, sich
also sozusagen nicht mehr selbst mit an ihm aufwendig ausgebildeten Einrastelementen
auf dem Behälterkörper hält, nicht mehr vom Behälterkörper lösen. Hierzu wäre eine
Deckelbewegung in Achsrichtung des Entsorgungsbehälters notwendig. Eine solche verhinderte
aber die sich hierbei entsprechend verstärkende Sperrklinkenfunktion der Einrastelemente,
welche sich bei einer solchen Bewegung bestimmungsgemäß am hierzu ausgebildeten Widerlager
immer stärker verhaken würden. Das ergibt sich daraus, daß die Einrastelemente auch
noch nach ihrer am Träger des Widerlagers - also am Deckel - eingenommenen Einraststellung
unter einer Materialspannung stehen, die sie in dieser Stellung und damit auch in
dem sperrklinkenartigen Eingriff am Widerlager festhält. Eine versuchte axiale Deckelablösebewegung
würde die erfindungsgemäße Deckelsicherung weniger im Hinblick auf die Güte der Einrastung
der Einrastelemente beanspruchen, als auf die Stabilität ihres sperrklinkenartigen
Eingriffs am Widerlager. Also ganz im Gegensatz zu dem aus dem DE G 92 04 212 bekannten
Stand der Technik, in dem die Güte der Deckelsicherung davon abhängt, wie gut das
- dort einzige - Einrastelement nach dem Einrasten von der starren Materialverdickungs-Rastsperre
gegen Ausrasten gesichert ist, die mangels Sperrklinkenfunktion nur in dieser Hinsicht
wieder überwunden, d.h. hierzu also nur die Enrastbewegung umgekehrt werden müßte,
um den Deckel wieder lösen zu können. Dagegen wird bei der erfindungsgemäßen Deckelsicherung
auch die mutwillig herbeizuführen versuchte Umkehrung der Einrastbewegung, z.B. durch
eine Zugbewegung am Träger des Widerlages, nicht zum Ausrasten der Einrastelemente
führen, da diese aufgrund ihrer elastischen Anordnung eine solche Zugbewegung mitmachen
können und nicht in ihrer Einraststellung verharren würden. Somit können weder axiale
Deckelablösebewegungen noch solche Manipulationen, die zunächst auf ein Ausrasten
der Einrastelemente aus ihrer Einraststellung am Widerlager gerichtet sind, zu einem
Ablösen des Deckels vom Behälterkörper führen.
[0020] Weil es mehrere Einrastelemente sind, die jeweils eine von den übrigen unabhängige
Einraststellung einnehmen können, sind es auch entsprechend viele Einrastelemente,
die sich jeweils einzeln einem Lösen des Deckels vom Behälter widersetzen. Um dennoch
den Deckel vom Behälter lösen zu können, müßten amächst alle Einrastelemente aus ihrer
Einraststellung am Träger des Wderlagers gebracht werden, und zwar gegen die in ihnen
in dieser Position immer noch vorhandene Materialspannung. Diese würde außerdem bewirken,
daß ein ggf. erfolgreich ausgerastetes Einrastelement ohne sofortige Arretierung in
dieser Ausraststellung wieder in seine Einraststellung zurückkehren und so das Lösen
des Deckels vom Behälter erneut verhindern würde. Außerdem kann durch einfache konstruktive
Maßnahmen der Zugang zu den eingerasteten Einrastelementen, z.B. durch entsprechende
Abdeckrippen, erschwert oder ganz verhindert werden. Dadurch ist diese erfindungsgemäße
Einrastsicherung auch gegen Manipulationen zum Lösen des Deckels vom Behälter gesichert.
[0021] Die erfindungsgemäß leichte Verschließbarkeit bzw. Deckelsicherung eines - üblicherweise
zur Handhabung durch eine einzelne Person - bestimmten Entsorgungsbehälters schließt
aber nicht aus, daß bei schweren Entsorgungs-Großbehältern, mit z.B. dicken Wandungen
für eine hohe Stabilität, bei denen die erfindungsgemäße Einrastsicherung ebenfalls
zur Anwendung kommen kann, zum Deckelverschluß trotz der grundsätzlichen "Leichtgängigkeit"
der erfindungsgemäßen Einrastsicherung dann ein dementsprechend höherer Kraftaufwand
erforderlich sein kann.
[0022] Es ist auch denkbar, die Einrastelemente außen am Behälterkörper direkt am Rand der
Behälterdeckelöffnung z.B. durch Verkleben oder Verschweißen mit dem Behälter, nachträglich
anzubringen.
[0023] Die Ausbildung der Einrastelemente außen am Rand der Behälterdeckelöffnung ermöglicht
einerseits weiterhin eine glatte Innenwandung der Behälterkörper, wie sie für ein
platzsparendes Ineinanderstecken der hierfür, z.B. durch eine entsprechend konische
Gestaltung, vorgesehenen Behälterkörper vorteilhaft ist, und behindert anderseits
auch nicht ein Ineinanderstecken, so daß auch konische Behälterkörper mit der erfindungsgemäßen
Deckelsicherung kostengünstig in großen Mengen bezogen und platzsparend auf Lager
genommen werden können.
[0024] Durch den flanschartig verbreiter Rand der Behälterdeckelöffnung eine z.B. im Scheitelbogen
des Deckelrandkragens anzuordnende flexible Dichtung eine eine ausreichende Dichtigkeit
ermöglichende Auflagefläche geschaffen. Diese kann beim Deckelverschluß durch entsprechenden
Druck auf den Deckel zusammengedrückt werden, bis die Zungen an der Rastlippe eingerastet
sind. Nach dem Entlasten des eingerasteten Deckels ermöglichen die an der Rastlippe
unter ihrer Materialspannung anliegenden Zungenenden, daß der Deckel und damit die
Dichtung annähernd einen die Keimdichtigkeit ermöglichenden Preßsitz einnimmt. Es
ist aber auch denkbar, daß bei entsprechendem Werkstoff für den Entsorgungsbehälter
und optimaler Auslegung der Zungen die von diesen auf den Deckel ausgeübte Zugspannung
dazu führt. daß der Behälter ohne zusätzliche Dichtung im Deckelrandkragen z.B. wasserdicht
ist.
[0025] Ein bevorzugtes, d.h, in keiner Weise beschränken des Beispiel zur Veranschaulichung
einer Ausführungs. form der Erfindung ist gemäß Patentanspruch 2 ein Ent sorgungsbehälter
mit einer vom oben kreisrund offener Behälterkörper gebildeten kreisrunden Behälterdeckel
öffnung. Bei ihm haben die Einrastelemente vorzugsweise die Form von außen am Rand
der Behälterdeckelöffnung ausgebildeten, mit ihrem freien Ende nach unten weisenden
Zungen, von dem sie, vorzugsweise gleichmäßig voneinander beabstandet, z.B. aus Dichtigkeitsgründen,
wie noch weiter unter erläutert werden wird, kranzförmig abstehen. Solche Zungen beeinträchtigen
nicht eine kostengünstige Massenherstellung von Entsorgungsbehältern aus Kunststoff,
da sie in einem Arbeitsgang mit der Herstellung der Behälterkörper an diesen ausgebildet
werden können und hierzu und im Hinblick auf das Entformen der Behälterkörper keine
sehr viel aufwendigeren Werkzeuge als die Herstellung der z.B. aus dem DE-G 92 04
212 bekannten Behälter mit der außen umlaufend ausgebildeten Rastsperre benötigt werden.
[0026] Mit Vorteil ist das Widerlager für derartige zungenförmige Einrastelemente eine innen
am unteren Rand des äußeren Schenkels des Deckelrandkragens umlaufend ausgebildete
Rastlippe. Eine solche versteift und verstärkt einerseits vorteilhaft den äußeren
Schenkel des Deckelrandkragens, wodurch sich dessen Stabilität gegen eine Ablösebewegung
des Deckels erhöht, bei welcher die Zungen mit ihren freien Ende auf die Rastlippe
drücken würden. Andererseits läßt sich durch eine solche Lippe nicht nur auf konstruktiv
einfache Weise der sperrklinkenartige Sitz für die Zungen in ihrer den Deckel gegen
Ablösen sichernden Einraststellung ausbilden, sondern gleichzeitig damit auch die
für das Einrasten der Zungen vorzugebende Zungenposition festlegen. Zum Einrasten
der Zungen verbiegt zunächst der äußere Schenkel des Deckelrandkragens mit der Rastlippe
beim Verschließen der Behälterdeckelöffnung mit dem Deckel die aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit
elastisch am Rand der Behälterdeckelöffnung angeordneten Zungen zunehmend zur Behälteraußenwandung
hin, so daß sich in ihnen eine Materialspannung aufbaut. Diese führt dazu, daß am
Ende der Behälterverschlußbewegung des Deckels, wenn der Deckelkragen auf dem Rand
der Behälterdeckelöffnung aufsitzt, die für ein Einrasten hinter der Rastlippe bestimmten
Zungen von dieser freikommen und durch die in ihnen aufgebaute Materialspannung selbstständig
wie Sperrklinken eines Gesperres in ihre Einraststellung am äußeren Schenkel des Deckelrandkragens
springen, in der sie an dessen Innenwandung unter einer verbleibenden Rest-Materialspannung
anliegen.
[0027] Durch die lippenförmige Ausbildung des Widerlagers werden die freien Zungenenden
überdeckt, so daß der Zugang zu diesen zumindest erschwert ist und damit auch ein
mutwilliges Herausbewegen der Zungen aus ihrer Einraststellung. Somit bietet diese
erfindungsgemäße Einrastsicherung einen hohen Schutz auch gegen das mutwillige Ablösen
des Deckels vom Behälter, und zwar ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen.
[0028] Die Zungen können auf einfache Weise an unterschiedliche Belastungs-Anforderungen
angepaßt werden, die vor allem von der Größe der gegen Deckelablösung zu sichernden
Behälter und dem Gewicht des Behälterinhalts abhängen. So kann die Zungendicke und
damit sowohl die Elastizität der Zungen im Bereich ihrer Anordnung am Rand der Behälterdeckelöffnung
als auch die Zungensteifigkeit im übrigen Zungenbereich ohne besonderen fertigungstechnischen
Zusatzaufwand auf die jeweilige Behälterwandungsdicke abgestimmt werden. Es können
dazu aber auch die Abstände zwischen den einzelnen Zungen, die Breite und auch die
Länge einer einzelnen Zunge variiert werden.
[0029] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung stehen einerseits die Zungen bei
unverschlossenem Behälter in einem mit der Behälterachse gebildeten spitzen Winkel
von annähernd 30° von der Seitenwandung des Behälters ab und ist der äußere Schenkel
des Deckelrandkragens in einem mit der Deckelachse gebildeten spitzen Winkel von annähernd
20° ausgestellt. Dadurch setzen die Zungen einerseits der Schließbewegung des Deckels
keinen großen Widerstand entgegen, da sie nur noch geringfügig zur Behälteraußenwandung
hin gedrückt werden müssen, damit der äußere Schenkel des Deckelrandkragens mit der
Rastlippe an ihnen entlanggleiten kann, was den Kraftaufwand zum Verschließen des
Behälterkörpers verringern hilft. Andererseits bewirkt eine im Vergleich zum Auskragungswinkel
bei unverschlossenem Behälter von 30° nur noch um annähernd 20° auskragende Einraststellung
der Zungen innen am äußeren Schenkel des Deckelrandkragens eine die Einraststellung
sichernde Materialsspannungsbelastung, sondern auch eine hohe Sicherheit gegen Ablösebewegungen
des Deckels. Denn in dieser 20°-Schrägstellung haben die bei einer Ablösebewegung
des Deckels in Achsrichtung des Behälters auf die Rastlippe übertragenen Kräfte aufgrund
der in dieser Stellung sehr geringen Distanz der Rastlippe von der elastischen Anordnungsstelle
der Zungen am Rand der Behälterdeckelöffnung, um die sie schwenkbar sind, einen nur
sehr kleinen Kraftarm und bewirken somit ein nur sehr kleines Drehmoment auf die Zungen,
welches diese z.B. nicht zu einem einer solchen Bewegung nachgebenden Abkippen weg
von der Behälteraußenwandung bringen kann.
[0030] Für eine weitere Erhöhung der Stabilität der Zungen kann die Dicke der Zungen von
ihrer Zungenwurzel am Rand der Behälterdeckelöffnung zum freien Zungenende hin zunehmen.
Dadurch können sie bei einer Deckel-Ablösebewegung größere Kräfte von der Rastlippe
aufnehmen und in den steifen Behälterdeckelrand einleiten, ohne daß durch eine solche
Verdickung ihre leichte Verbiegbarkeit an der Zungenwurzel beeinträchtigt würde.
[0031] Mit Vorteil nimmt die Breite der Rastlippe wenigstens an ihrer innenliegenden Flanke
zu ihrer Basis an der Innenwandung des äußeren Schenkels des Deckelrandkragens hin
zu. Dadurch kann der Deckel bei Einnahme der Einraststellung der Zungen am Deckelrandkragen
zentriert und unter einer gewissen Spannung spielfrei auf den Rand der Behälterdeckelöffnung
gezwungen werden.
[0032] Bei einem Behälter mit z.B. einer Behälterdeckelöffnung mit kreisrundem Querschnitt
erweitern sich die am Rand der Behälterdeckelöffnung angeordneten Zungen vorzugsweise
trapezförmig von ihrer Zungenwurzel am Öffnungsrand zum freien Zungenende hin. Dies
ermöglicht, trotz einer derartigen Öffnungsrandkrümmung weiterhin in Achsrichtung
des Behälterkörpers biegsame Zungen auszubilden. Denn je breiter die Zungenwurzel
bei einem derartig gekrümmten Deckelöffnungsrand ist, desto geringer ist ihre Elastizität,
da sich die vorhandene Randkrümmung in der Zunge fortsetzen und diese so aussteifen
würde. Durch eine trapezförmige Erweiterung zum freien Zungenende hin kann aber die
Zungenwurzel gerade so breit sein, daß die Öffnungsrandkrümmung ihre Elastizität noch
nicht wesentlich beeinträchtigt, während die Breite des freien Zungenendes so bemessen
werden kann, daß die Zunge noch in sich so flexibel ist, daß sie nach dem Einrasten
in ihre Einraststellung zumindest annähernd vollflächig innen am äußeren Schenkel
des Dekkelrandkragens anliegt, um von diesem über die Zungenfläche zwecks zusätzlicher
Stabilität gestützt zu werden. Trotz schmaler Zungenwurzel kann also eine Zunge flächenmäßig
in einer Größe ausgebildet werden, die nicht nur eine ausreichende Stabilität der
Zungen gegen ein Durchbiegen bewirkt, sondern durch die der Deckel aufgrund einer
größeren Breite des freien Zungenendes auf einer im Vergleich zur Zungenwurzel sehr
viel größeren Umfangslänge von diesen in seiner Verschlußpositition gehalten und gesichert
wird. Da die Anzahl der Zungen von ihrer von den Breiten der Zungenwurzel und dem
freien Zungenende bestimmten Größe abhängt, führt eine größere Zungenzahl folglich
zu kleineren und ggf. auch schwächer dimensionierten Zungen und damit zu einer ggf.
noch leichteren Handhabung der Deckelsicherung bei einer entsprechend großen Sicherheit.
[0033] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
[0034] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen oben offenen, unverschlossenen Behälterkörper eines erfindungsgemäßen
Entsorgungsbehälters;
- Fig. 2
- den Behälterkörper aus Fig. 1 teils im Längsschnitt, teils in Seitenansicht;
- Fig. 3
- den Behälterkörper aus Fig. 1 mit aufgesetztem Deckel im Längsschnitt und
- Fig.4
- eine Einzelheit bei X in Fig. 3 in größerem Maßstab.
[0035] Der in den Fig. 1 bis 3 annähernd im Maßstab 1 : 1 dargestellte Behälterkörper 1
ist als sogenannte "Entsorgungsbox" zum Sammeln, Transportieren und Entsorgen von
medizinischem Sondermüll in kleinen Abmessungen und kleinen Mengen, wie z.B. Kanülen
von Einwegspritzen, bestimmt und besteht zwecks Entsorgung durch Verbrennen aus einem
thermoplastischen Kunststoff. Er hat einen kreisrunden Querschnitt und erweitert sich
konisch zu seinem oberen Ende hin, an dem er über den gesamten Querschnitt offen ist.
Zum Verschließen der so vorhandenen Behälterdeckelöffnung 2 ist ein Deckel 3 vorgesehen.
Der in Fig. 3 im Schnitt dargestellte Deckel 3 hat einen annähernd U-förmigen Deckelrandkragen
4, dessen äußerer Schenkel 5 in der gezeigten Deckelverschlußposition den Rand 6 der
Behälterdeckelöffnung 2 umgreift. Der Dekkel 3 hat eine ebenfalls durch einen - nicht
dargestellten - Deckel verschließbare Einwurföffnung 7 für den Sondermüll, so daß
der mit dem Deckel 3 verschlossene Entsorgungsbehälter während des Müllsammelns immer
wieder leicht verschlossen und geöffnet werden kann, ohne hierzu den Deckel 3 abnehmen
zu müssen, der bestimmungsgemäß nach dem Deckelverschluß des Behälterkörpers 1 nicht
mehr von diesem lösbar sein soll.
[0036] Zu diesem Zweck ist der Entsorgungsbehälter mit einer nach Art eines Gesperres ausgebildeten
Deckelsicherung versehen, welche zwei Sicherungsteile umfaßt. Den einen Sicherungsteil
bilden vierundzwanzig in der Form von nach unten weisenden Zungen 8 ausgebildete Einrastelemente.
Sie sind bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel gleichmäßig im Abstand von jeweils
15° voneinander kranzförmig außen am Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2 verteilt angeordnet,
von welchem sie aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit bzw. der des Behälterkörpers
1 elastisch abstehen. Es ist aber auch ein sehr viel kleinerer Winkel zwischen den
einzelnen Zungen denkbar, was die Deckelsicherung entsprechend der dann möglichen
größeren Zungenanzahl noch weiter erhöhen kann.
[0037] Der andere Sicherungsteil ist - als Widerlager für die Zungen 8 - eine innen am unteren
Rand des äußeren Schenkels 5 - als Träger des Widerlagers - des Dekkelrandkragens
4 umlaufend ausgebildete Rastlippe 9.
[0038] Wie in Fig. 4 in der unteren, schraffierten Schnittdarstellung mit der gestrichelt
dargestellten Zunge 8' angedeutet, beträgt der mit der Behälterachse gebildete spitze
Auskragungswinkel der Zungen 8 bei unverschlossenem Behälterkörper 1 annähernd 30°,
während der äußere Schenkel 5 des Deckelrandkragens 4 in einem mit der Deckelachse
gebildeten spitzen Winkel von nur annähernd 20° ausgestellt ist.
[0039] Beim Verschließen des Behälterkörpers 1 mit dem Deckel 3 werden die elastisch abstehenden
Zungen 8 - wie im oberen Teil der Fig. 4 mit dem Deckel 3' angedeutet - zur Behälteraußenwandung
hin gedrückt, wodurch sich in ihnen eine Materialspannung aufbaut. Wenn der Deckel
3 seine in der schraffierten Schnittdarstellung in Fig. 4 gezeigten Verschlußposition
auf dem Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2 eingenommen hat, ist gleichzeitig die Rastlippe
9 über das freie Ende 8a der Zungen 8 hinausgeglitten, so daß die Zungen 8 in diesem
Moment der Materialspannung nachgeben können und - hörbar einrastend -in ihre Einraststellung
am äußeren Schenkel 6 des Deckelrandkragens 4 springen. Da diese annähernd 20° betragende
Einraststellung nicht ihrer spannungslosen, annähernd 30° betragenden Ausgangsstellung
bei unverschlossenem Behälterkörper 1 entspricht, befinden sie sich somit immer noch
in einem Spannungszustand, der dazu führt, daß sie unter einer Restspannung an der
Innenwandung des äußeren Schenkels 5 des Deckelrandkragens 4 anliegen und jeweils
einzeln wie eine Sperrklinke eines Gesperres mit der Rastlippe 9 im Eingriff stehen.
[0040] Da die Verschwenkung der Zungen 8 beim Aufsetzen des Deckels 3 bis zur seiner Verschließposition
auf dem Rand 6 der Beh5lterdeddöffnung 2 nur annähernd 10° beträgt und die Zungen
hierbei wegen ihrer glatten Oberflächenbeschaffenheit der Behälterverschlußbewegung
des Deckels 3 so gut wie keine Widerstand entgegensetzen, erfordert diese Verschlußbewegung
einen im Vergleich zum Stand der Technik äußerst geringfügigen Kraftaufwand, während
das Herbeiführen der damit verbundenen Deckelsicherung überhaupt keinen Kraftaufwand
mehr erfordert, da die Zungen 8 aufgrund ihrer Materialspannungsbelastung selbsttätig
in ihre Einraststellung springen. Somit ist der Behälterverschluß und die Deckelsicherung
bei dem erfindungsgemäßen Entsorgungsbehälter sozusagen ein Kinderspiel, das also
weder wirklich Kraft noch Geschick erfordert.
[0041] Bei einer Ablösebewegung des Deckels 3 vom Behälterkörper 1, die nur in dessen Achsrichtung
erfolgen könnte, würden sich die freien Enden 8a der Zungen 8 aufgrund der in ihnen
in der von ihnen eingenommenen Einraststellung noch vorhandenen Materialspannung sperrklinkenartig
an der innenliegenden Flanke 10 der Rastlippe verhaken und so mit einem hier insgesamt
24-fachen Sperrklinkeneingriff an der Rastlippe 9 eine solche Ablösebewegung des Deckels
3 verhindern. Einem mutwilligen Versuch, den Deckel 3 vom Behälterkörper 1 etwa durch
Abziehen des äußeren Schenkels 5 des Deckelrandkragens 4 weg von der Behälteraußenwandung
zu lösen, steht die elastische Anordnung der Zungen am Rand der Behälterdeckelöffnung
2 entgegen, aufgrund der sie eine solche Bewegung mitmachen und nicht ihre Einraststellung
innen am äußeren Schenkel 5 des Deckelrandkragens 4 verlassen würden.
[0042] Wie weiter aus Fig. 4 ersichtlich, nimmt die Dicke der Zungen 8 von ihrer Zungenwurzel
am Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2, von dem sie bogenförmig mit einem ihr Verbiegen
beim Aufsetzen des Deckels 3 auf den Behälterkörper 1 materialschonend erleichternden
Krümmungsradius abstehen, nach unten zu ihrem freien Ende
8a hin zu, was ihre eigene Steifigkeit - bei gleichzeitig elastischer Anordnung - zusätzlich
erhöht.
[0043] Die Rastlippe 9 verbreitert sich an ihrer innenliegenden Flanke 10 zu ihrer Basis
an der Innenwandung des äußeren Schenkels 5 des Deckelrandkragens 4 hin, wodurch der
Deckel 3 spielfrei unter einem gewissen, von den spannungsbelasteten Zungen 8 ausgeübten
Zug in seiner Verschlußposition auf dem Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2 gehalten
ist.
[0044] Diese Ausbildung kann auch für einen Preßsitz einer z.B. im Scheitelbogen des Deckelrandkragens
4 angeordneten flexiblen Dichtung zwecks keimdichten Deckelverschlusses des Entsorgungsbehälters
genutzt werden, wobei der gem. Fig. 1 flanschartig verbreiterte Rand 6 der Behälterdeckelöffnung
2 eine die Dichtigkeit begünstigende Dichtungs-Auflagefläche bildet. Es hat sich aber
gezeigt, daß bereits bei einem Winkel von 15° zwischen den einzelnen Zungen, also
wie im dargestellten Ausführungsbeispiel, eine derartig mit Zungen 8 an der kreisrunden
Behälterdeckelöffnung ausgestattete "Entsorgungsbox" auch ohne zusätzliche Dichtung
z.B. wasserdicht ist. Dieser Effekt ließe sich durch Verringerung des Winkels zwischen
den einzelnen Zungen, also durch Erhöhung ihrer Anzahl, noch verstärken.
[0045] Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, verbreitern sich die Zungen 8 trapezförmig von ihrer
Zungenwurzel am Rand 6 der Behälterdeckelöffnung 2 zu ihrem freien Zungenende 8a hin.
Dadurch ist einerseits aufgrund einer schmalen Zungenwurzel eine elastische Anordnung
am Rand 6 gewährleistet und andererseits ist die Eingriffslänge der Zungen 8 an der
Rastlippe 9 vergrößert. Dadurch kann der Deckel 3 über die Rästlippe 9 mit nur kurzen
Unterbrechungen zwischen den einzelnen Zungen nahezu gleichmäßig auf der gesamten
Umfangslänge des äußeren Schenkels 5 des Deckelrandkragens 4 auf den Rand 6 der Behälterdeckelöffnung
2 gezogen werden, was seinen Sitz auf dem Behälterkörper 1 und damit dessen Verschluß
sehr sicher macht. Auch können so etwa auf den Deckel 3 wirkende Ablösebewegungskräfte
mit nur geringfügigen Unterbrechungen zwischen den freien Zungenenden 8a und der Rastlippe
9 auf die Zungen 8 übertragen und in den stabilen Rand 6 der Behälterdeckelöffnung
2 eingeleitet werden.
1. Entsorgungsbehälter, mit einem mit einem Deckel verschließbaren Behälterkörper und
einer Deckelsicherung gegen ein Lösen des Deckels von der Behälterdeckelöffnung, wobei
die Deckelsicherung wenigstens zwei Sicherungsteile umfaßt, von denen einer am Behälterkörper
im Bereich der Behälterdekkelöffnung und einer am Deckel im Bereich des Deckelrandes
ausgebildet ist und der eine Sicherungsteil als eine Anordnung von mehreren Einrastelementen
(8) ausgebildet ist, die jeweils wenigstens mit einem vom benachbarten Einrastelement
(8) beabstandet ausgebildeten, zumindest teilweise nach unten gerichteten Abschnitt
oder Bestandteil elastisch vom betreffenden Bereich abstehen, und der andere Sicherungsteil
als Widerlager (9) für die Einrastelemente (8) ausgebildet ist, wobei für diese in
der zum Verschluß der Behälterdeckelöffnung (2) vorgesehenen Anordnung des Dekkels
(3) eine vom Träger des Widerlagers vorgegebene, durch Einrasten einnehmbare Einraststellung
vorgesehen ist, in welcher sie sperrklinkenartig mit dem Widerlager (9) im Eingriff
stehen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rand (6) der Behälterdeckelöffnung (2) flanschartig verbreitert ist,
daß die Einrastelemente (8) außen an diesem Rand (6), von ihm elastisch abstehend
und ein freies Ende (8a) aufweisend ausgebildet sind, wobei die freien Enden (8a)
nach unten weisen,
daß der Deckel (3) einen in seiner Behälter-Verschlußanordnung den Rand (6) der Behälterdeckelöffnung
(2) annähernd U-förmig umgreifenden Randkragen (4) aufweist,
daß das Widerlager (9) innen am äußeren Schenkel (5) dieses Randkragens (4) ausgebildet
ist,
daß die freien Enden (8a) der Einrastelemente (8) in ihrer Einraststellung in das
Widerlager (9) einrasten und
daß der flanschartig verbreiterte Rand (6) der Behälterdeckelöffnung (2) eine die
Behälter-Dichtigkeit begünstigende Dichtungs-Auflagefläche bildet.
2. Behälter nach Anspruch 1, mit einer vom oben kreisrund offenen Behälterkörper gebildeten
kreisrunden Behälterdeckelöffnung,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrastelemente (8) als gleichmäßig voneinander beabstandete, kranzförmig
vom Rand (6) der Behälterdeckelöffnung (2) abstehende Zungen ausgebildet sind und
daß das Widerlager als eine innen am unteren Rand des äußeren Schenkels (5) des Deckelrandkragens
(4) umlaufende Rastlippe (9) ausgebildete ist.
3. Behälter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zungen (8) bei unverschlossenem Behälterkörper (1) in einem mit der Behälterachse
gebildeten spitzen Winkel von annähernd 30° von der Seitenwandung des Behälterkörpers
(1) abstehen und daß der äußere Schenkel (5) des Deckelrandkragens (4) in einem mit
der Deckelachse gebildeten spitzen Winkel von annähernd 20° ausgestellt ist.
4. Behälter nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der Zungen (8) von der Zungenwurzel am Rand (6) Behälterdeckelöffnung
(2) zum freien Zungenende (8a) hin zunimmt.
5. Behälter wenigstens nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite der Rastlippe (9) wenigstens an ihrer innenliegenden Flanke (10) zu
ihrer Basis hin zunimmt.
6. Behälter wenigstens nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zungen (8) sich von der Zungenwurzel am Rand (6) der Behälterdeckelöffnung
(2) zum freien Zungenende (8a) hin trapezförmig verbreitern.
1. Waste disposal container with a container body which can be closed by a lid and a
lid securing device to prevent detaching of the lid from the container lid opening,
the lid securing means comprising at least two securing parts, one of which is formed
on the container body in the region of the container lid opening and one is formed
on the lid in the region of the lid rim and the one securing part is formed as an
arrangement of a plurality of latching elements (8) which each project elastically
from the relevant region at least with a portion or component distanced from adjacent
latching elements (8) and directed at least partially downwards, and the other securing
part is formed as an abutment (9) for the latching elements (8), a latching position
which can be assumed by latching and is determined by the carrier of the abutment
being provided for these latching elements (8) in the arrangement of the lid (3) provided
for the latching elements in the container lid opening (2), in which latching position
the latching elements (8) mesh with the abutment (9) in a locking pawl-like manner,
characterised in that the rim (6) of the container lid opening (2) is widened in the
manner of a flange, in that the latching elements (8) are formed externally on this
rim (6) so as to protrude therefrom elastically and have a free end (8a), the free
ends (8a) pointing downwards, in that the lid (3) has in its container closure arrangement
an approximately U-shaped peripheral collar (4) which surrounds the rim (6) of the
container lid opening (2), in that the abutment (9) is formed internally on the outer
limb (5) of this peripheral collar (4), in that the free ends (8a) of the latching
elements (8) engage in their latching position in the abutment (9) and in that the
rim (6) widened in the manner of a flange of the container lid opening (2) forms a
sealing support face which promotes the container tightness.
2. Container according to claim 1, with a circular container lid opening formed by the
open container body which is circular at the top, characterised in that the latching
elements (8) are formed as tongues which are evenly spaced apart from one another
and project from the rim (6) of the container lid opening (2) in a ring-like manner
and in that the abutment is formed as a latching lip (9) which extends round the inside
of the lower edge of the outer limb (5) of the peripheral collar (4) of the lid.
3. Container according to claim 2, characterised in that when the container body (1)
is not closed, the tongues (8) project from the side wall of the container body (1)
at an acute angle formed with the container axis of approximately 30°, and in that
the outer leg (5) of the peripheral collar (4) of the lid forms an acute angle with
the lid axis of approximately 20°.
4. Container according to claim 2 or 3, characterised in that the thickness of the tongues
(8) increases from the tongue root at the rim (6) of the container lid opening (2)
toward the free tongue end (8a).
5. Container according at least to claim 2, characterised in that the width of the latching
lip (9) increases at least from its inner edge (10) to its base.
6. Container according to at least claim 2, characterised in that the tongues (8) widen
trapezoidally from the tongue root at the rim (6) of the container lid opening (2)
toward the free tongue end (8a).
1. Récipient à déchets comportant un corps de récipient apte à être fermé par un couvercle
et un dispositif de sécurité de couvercle pour éviter que ledit couvercle ne se détache
de l'ouverture de récipient, le dispositif de sécurité comprenant au moins deux éléments
de sécurité, dont l'un est formé sur le corps du récipient, au niveau de l'ouverture
de récipient, tandis que l'autre est formé sur le couvercle, au niveau du bord de
celui-ci, l'un des éléments de sécurité se présentant sous la forme d'un agencement
d'une pluralité d'éléments d'encliquetage (8) dépassant chacun de la zone correspondante,
avec capacité de déformation élastique, par au moins une portion ou partie distante
de l'élément d'encliquetage adjacent (8) et orientée au moins partiellement vers le
bas, tandis que l'autre élément de sécurité se présente sous la forme d'un contre-appui
(9) pour les éléments d'encliquetage (8), étant précisé qu'il est prévu, dans l'agencement
que présente le couvercle (3) pour fermer l'ouverture de récipient (2), une position
de blocage par encliquetage desdits éléments d'encliquetage, qui est prédéterminée
par le support du contre-appui et dans laquelle lesdits éléments d'encliquetage sont
en prise avec le contre-appui (9) à la manière d'un cliquet d'arrêt,
caractérisé en ce que
le bord (6) de l'ouverture de récipient (2) s'évase pour former une bride,
les éléments d'encliquetage (8) sont formés de manière à dépasser avec capacité de
déformation élastique vers l'extérieur dudit bord (6) et à présenter une extrémité
libre (8a) orientée vers le bas,
le couvercle (3) présente un collet périphérique (4) affectant sensiblement la forme
d'un U et enserrant, dans son agencement de fermeture du récipient, le bord (6) de
l'ouverture de récipient (2),
le contre-appui (9) est formé à l'intérieur de la jambe extérieure (5) dudit collet
périphérique (4),
les extrémités libres (8a) des éléments d'encliquetage (8) s'engagent, en position
de blocage, dans le contre-appui (9) et
le bord (6) évasé en forme de bride de l'ouverture de récipient (2) forme une surface
d'appui d'étanchéité améliorant l'étanchéité du récipient.
2. Récipient selon la revendication 1, présentant une ouverture de récipient circulaire
délimitée par le corps de récipient ouvert en partie supérieure selon une forme circulaire,
caractérisé en ce que les éléments d'encliquetage (8) se présentent sous la forme
de languettes uniformément réparties dépassant, selon une forme de couronne, du bord
(6) de l'ouverture de récipient (2) et en ce que le contre-appui se présente sous
la forme d'un rebord d'encliquetage (9) périphérique, prévu sur la face intérieure
du bord inférieur de la jambe extérieure (5) du collet périphérique de couvercle (4).
3. Récipient selon la revendication 2,
caractérisé en ce que, lorsque le corps de récipient (1) n'est pas fermé, les languettes
(8) dépassent de la paroi latérale du corps de récipient (1) en formant, avec l'axe
du récipient, un angle aigu voisin de 30° et en ce que la jambe extérieure (5) du
collet périphérique de couvercle (4) part vers l'extérieur en formant, avec l'axe
du couvercle, un angle aigu proche de 20°.
4. Récipient selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que l'épaisseur des languettes (8) augmente depuis leur base, au
niveau du bord (6) de l'ouverture de récipient (2), en direction de leur extrémité
libre (8a).
5. Récipient selon la revendication 2 au moins, caractérisé en ce que la largeur du rebord
d'encliquetage (9) augmente, au moins au niveau de son flanc interne (10), en direction
de sa base.
6. Récipient selon la revendication 2 au moins, caractérisé en ce que les languettes
(8) s'élargissent selon une forme de trapèze depuis leur base, au niveau du bord (6)
de l'ouverture de récipient (2), en direction de leur extrémité libre (8a).