[0001] Die Erfindung betrifft ein Planarfilter für Steckverbinder mit einer Vielzahl von
in Reihen und Spalten angeordneter, zu verbindender Signaleitungen, mit einem Träger,
der für jede dieser Signalleitungen eine Öffnung und im Bereich jeder dieser Öffnungen
einen Kondensator mit einen ersten Belag, verbunden mit der zugeordneten Signalleitung,
einen zweiten Belag, verbunden über das leitende Gehäuse mit Masse, sowie ein schichtförmiges
Dielektricum zwischen erstem und zweiten Belag aufweist; sie betrifft ferner eine
Anwendung dieses Planarfilters in einem insbesondere zur Montage auf Leiterplatten
bestimmten Steckverbinder.
[0002] Bei vielpoligen Steckverbindern, wie sie für die Übermittlung von digitalen oder
analogen Meßsignalen von Vielfach-Meßeinrichtungen oder bei Hochgeschwindigkeits-Übermittlung
von Informationen eingesetzt werden, besteht die Notwendigkeit einer Filterung, um
eingestreute Störsignale auszufiltern. Dieses Ausfiltern von eingestreuten Störsignalen
erfolgt im allgemeinen mit Kondensatoren, von denen je einer für jede ein Signal führende
Leitung vorgesehen ist. Dazu werden die Kondensatoren vorteilhaft in Planarfiltern
zusammengefaßt und in die Steckverbinder eingesetzt, wobei die Planarfilter von den
Signalleitungen durchsetzt sind, und wobei für jede der Signalleitungen mindestens
ein Kondensator vorgesehen ist und die Kondensatoren auf einem im allgemeinen keramischen,
insbesondere aluminiumoxidischen Träger angeordnet sind. Werden die einzelnen Signalleitungen
von in Kunststoff-Teile eingepreßten Stiften (Preßfit-Verbindungen) gebildet, verbietet
sich das Verlöten dieser Stifte mit den in die Durchführung hinein reichenden Belägen
der Signal-Elektroden. Derartige Steckverbinder sind beispielsweise in den US-PS 3
447 104, 4 741 710 oder in der EU 0 398 807 A2 (korresp. zu US-PS 4 950 185) beschrieben.
[0003] Planarfilter und Dichtungen werden zum Herstellen eines Filter-Steckverbinders in
das Steckergehäuse eingesetzt; die einzelnen Kondensatoren des Planarfilters sind
über am Außenrand des Planarfilters angreifenden Erdungsfedern mit dem Steckergehäuse
zur Herstellung der Masse-Verbindung und über Federklammern für die Kontaktstifte
mit den in die Durchführungs-Öffnungen eingesetzten Anschlußstiften zur Herstellung
der Signalleitungs-Ableitungen verbunden. Weiterhin ist es schwierig, die für wirksame
Filterungen notwendige Kapazitäten auf dem Substrat des Planarfilters unterzubringen,
da bei den bekannten Anordnungen jeder Filterkondesator die zugeordnete Signalleitung
umgibt, wobei in unmittelbarer Nähe der Signalleitung eine ringförmige Fläche ist,
in der der Massebelag, der wegen der notwendigen Isolation nicht bis an die Signalleitung
geführt ist, fehlt, so daß diese Fläche nicht zur Kapazität beitragen kann. Mit diesem
Aufbau soll erreicht werden, daß eine hinreichende Filterung bei eng stehenden Signalleitungen
erreicht wird, die auch durch mechanische Erschütterungen gedämpft wird. Nachteilig
bei diesen Anordnungen ist, daß sie von vorn herein mit dem Steckverbinder montiert
sein müssen, wozu die Verbindung der Signalleitung mit dem zugeordneten Kondensatorbelag
gelötet ist. Eine derartige Lötverbindung ist jedoch dann nicht möglich, wenn die
Signalleitung von Stiften gebildet wird, die im Preßverfahren (press-fit) in eine
Kunststoffplatte eingepreßt sind.
[0004] Daraus leitet sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ab, nach der ein Planarfilter
für Steckverbinder vorgeschlagen werden soll, das bei eng liegenden Signalleitungen
hinreichende Kapazitäten für die einzelnen, die Signalleitungen umgebenden Kondensatoren
bereitstellen und ohne Lötverbindung in den Steckverbinder eingesetzt werden kann,
so daß es mit in Kunststoff-Teile eingepreßten Anschlußstiften verbunden und auch
in bereits vorhandene mit einem Steckverbinder versehene Steckverbindungen eingesetzt
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs
genannten Merkmale gelöst; vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen
beschreiben die Unteransprüche.
[0006] Nach der Erfindung ist in jede der Öffnungen des Planarfilters mit einem Kontakteinsatz
mit mindestens zwei Kontaktfingern eingelötet, und so in der Öffnung festgelegt. Durch
dieses Verlöten ist er mit dem sich in die Öffnung hinein erstreckenden ersten Belag
des zugeordneten Kondensators elektrisch verbunden, und über den Kontaktfinger mit
dem der jeweiligen Signal-Elektrode zugeordneten ersten Belag der Kondensatoren verbindbar.
Mit diesen Kontaktfingern werden die den durch den Einsatz geführten Anschlußstift
des Steckverbinders sowohl gehalten als auch elektrisch mit dem zugeordneten Belag
der Signal-Elektrode des Kondensators verbunden. Zwei einander gegenüberliegende Ränder
des Planarfilters sind als mit dessen Masseelektrode verbundene, leitende Seitenbereiche
ausgebildet; sie werden über das metallische Gehäuse des Steckverbinders mit allgemeinen
Masse verbunden. Durch diese Anordnung werden durch Lötung fest in dem Planarfilter
verankerte Kontakteinsätze benutzt, um die durchgehenden Anschlußstifte federnd zu
halten; gleiches gilt für die Masseverbindung, die mit den Seitenbereichen des Planarfilters
eine feste ist.
[0007] Die Kapazitäten sind in ihrer Größe durch den Raum zwischen den Signal-Leitungen
beschränkt; bei enger Durchführungs-Dichte lassen sich nur mit Dielektrica außerordentlich
hoher Dielektrizitätskonstanten hinreichende Kapazitätswerte erreichen; diese Dielektrica
sind jedoch nur schwierig zu verarbeiten. Für die Beschränkung der Kapazitätswerte
spielen die Durchführung der Anschlußstifte ein bedeutsame Rolle: Um Spannungsüberschläge
zu unterbinden, endet die durchgehende Masse-Elektrode im Abstand vor der Durchführungsöffnung
für den Anschlußstift; damit entsteht ein ringförmiger Bereich, der zum Kapazitäts-Wert
nichts beiträgt, und der besonders bei scheibenförmigen Elektroden ins Gewicht fällt.
Werden nun die ersten, den Signal-Elektroden zugeordneten Beläge der Kondensatoren
so ausgebildet, daß sie eine Doppel-Struktur in Hantel- oder Diabolo-Form mit einer
Vorzugsachse aufweisen und so ineinander geschachtelt sind, daß die Vorzugsachsen
benachbarter Kondensatoren gekreuzt verlaufen, ist die Überdeckungsfläche bei gleichem
Platzbedarf (relativ) vergrößert, und damit auch die Kapazitäten der Kondensatoren.
Da bei den hier wichtigen Frequenzen schon Induktivitäts- und Laufzeiteinflüsse zu
beachten sind, kann nicht immer der volle verfügbare Platz ausgenutzt werden; hier
sind diese Strukturen vorteilhaft als Doppel-T ausgebildet, wobei in der Mitte des
die beiden End-Stege verbindenden Mittelsteges die Vorzugsachse bildet, in dern Mitte
die Duchführung für den zugeordneten Anschlußstiftes angeordnet ist.
[0008] Um die Kontakteinsätze in die Durchführungsöffnungen einlöten zu können, weist jeder
Kontakteinsatz eine Hülse auf, die als in die Öffnung zur Durchführung der Anschlußstifte
etwa formschlüssig einsetzbare Löthülse ausgebildet ist, die mit dem sich in diese
Öffnung hinein erstreckenden ersten Belag des der Signal-Elektrode zugeordneten Kondensators
durch Lötung verlöt- und elektrisch verbindbar ist. Durch diese Ausbildungen wird
ein Einsatz geschafft, der in jede der Öffnungen einsetzbar ist. Die elektrische Verbindung
zum Belag der Signal-Elektrode wird mit dieser Löthülse hergestellt, deren Außendurchmesser
etwa dem Innendurchmesser der Öffnung entspricht, wobei die Löthülse in der Öffnung
mit dem sich in diese hinein erstreckenden Kondensator-Belag, der zur Signal-Elektrode
führt, in der einen Ausführungsform verlötet ist, was auch unter Berücksichtigung
von Erschütterugen zu eienr sicheren mechanischen Halterung der Anschlußstifte in
der Öffnung und zu deren elektrisch einwandfreien Verbindung dem Belag des zugeordneten
Kondensators führt. Die für jede Anschlußstift-Durchführung vorgesehenen Einsätze
sind Bestandteile des Planarfilters; sie werden vorteilhaft aus einem feder-elastischen
metallischen Werkstoff, beispielsweise Federbronze, die zur Verbesserung der Kontaktgabe
mit einer Edelmetallauflage versehen sein kann, gerollt und in die Durchführungsöffnungen
des Planarfilters so eingesetzt, daß die Anschlußstifte des Steckverbinders durch
die Kontakteinsätze gesteckt werden und sich dort verklemmen. Diese Art, eine Filterung
zu erreichen, eignet sich insbesondere für Steckverbinder, bei denen die Anschlußstifte
in einem Kunststoffträger eingepreßt und z.B. im Kunststoff mit harpunenstegartigen
Verankerungen festgesetzt sind, wegen der Temperaturbelastung beim Löten. Die Klemmung
ergibt einen guten Sitz und gute Kontaktgabe, so daß diese Ausbildung zumindest immer
dann einsetzbar ist, wenn eine begrenzte Temperaturbelastbarkeit ein Verlöten nicht
erlaubt. Gleiches gilt für den Fall, daß die absolute Maßhaltigkeit nicht gegeben
ist, da die federnden Kontakteinsätze eine gewisse Nachgiebigkeit aufweisen. Diese
Merkmale erlauben auch eine nachträgliche Bestückung von Steckverbindern mit so ausgerüsteten
Planarfiltern. Durch diese federnden Kontakteinsätze wird auch der Kraftweg von Stift
zum Filter-Träger unterbrochen, was eine höhere Sicherheit gegen bei großen Beschleunigungen
oder Verzögerungen auftretende Kräfte bietet.
[0009] Durch die federnden Kontaktfinger wird das Verlöten mit den Anschlußstiften überflüssig,
mit ihnen wird auch das Einsetzen durch Maßabweichungen nicht gestört. Die federnden
Kontakteinsätze stellen auch elektrisch einen einwandfreien Kontakt zwischen den Anschlußstiften
und den zugeordneten Belägen der Kondensatoren her, so daß beide Einflüsse kein Hindernis
für ein Nachrüsten darstellen. Dabei lassen sich die Hülsen in die Durchführungsöffnungen
einlöten, da das Planarfilter thermisch belastbar und in diesem Stadium der Herstellung
noch von dem auszurüstenden Steckverbinder getrennt ist. Trotz dieses Einlötens des
Kontakteinsatzes in die Durchführungsöffnung des Filter-Trägers bleiben die Vorteile
erhalten, da mit den Stiften zusammenwirkende Kontaktfinger unbeeinträchtigt bleiben.
[0010] Vorteilhaft weist jeder der Kontakteinsätze ein Hülse auf, von der aus sich konusartig
verengende Kontaktfinger in im wesentlichen axialer Richtung erstrecken. Durch diese
Ausbildung wird zum einen ein guter Formschluß in der zylindrischen Durchführungsöffnung
im Träger des Planarfilters erreicht. Die sich in axialer Richtung erstreckenden Kontaktfinger
bilden dabei eine sich verengende konusartige Struktur, durch die der Anschlußstift
geführt wird, der sich in dieser Struktur verklemmt und so einen sicheren Sitz bekommt;
die scharfen Kanten des Materials stellen dabei auch ein sicherer elektrischer Kontakt
her.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Kontakteinsatz besonders zum Klemmen
von flach ausgebildeten Anschlußstiften zwei mit dem Anschlußstift zusammenwirkende
Kontaktfinger auf, die einander gegenüber liegend angeordnet sind. Mit diesen gegenüber
liegend angeordneten Kontaktfingeren wirkt der Anschlußstift so zusammen, daß er sie
auseinander drängt und durch Klemmen festgehalten wird, wobei die Klemmkräfte den
Kontakt herstellen.
[0012] In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung sind zum insbesondere Klemmen runder
Anschlußstifte drei Kontaktfinger vorgesehen, die bezogen auf den Umfangswinkel der
Hülse einen Winkelabstand von 90° oder 120° aufweisen. Der Kontakteinsatz mit den
drei Kontaktfingern hat so eine Ausbildung, die bei der kleinen Abmessung derartiger
Kontakteinsätze mechanisch noch herstellbar ist. Dabei können die Kontaktfinger über
den Umfang der Hülse gleichmäßig verteilt sein, was zu einem Winkelabstand von 120°
führt. Die Kontaktfinger verklemmen sich sowohl mit Stiften mit rundem Durchmesser,
jedoch lassen sich auch Stifte anderer Querschnittsform verklemmen, wobei ggf. die
Anordnung der Kontaktfinger dem Querschnitt der Stifte angepaßt wird. Bei einem Winkelabstand
von 90° sind die Kontaktfinger nicht gleichmäßig über den Umfang verteilt, sondern
es bildet sich eine Lücke, so daß ein einseitiger Druck auf den Anschlußstift ausgeübt
wird. Diese Anordnungen werden auch dazu ausgenutzt, daß die Hülse mit einem axialen
Spalt versehen ist, der zum einen mittig zwischen zwei Kontaktfinger angeordnet ist,
oder der zum anderen derart angeordnet ist, daß die beiden benachbarten Kontaktfinger
von ihm einen Winkelabstand von 90° aufweisen und der dritte der Kontaktfinger ihm
diametral gegenüber angeordnet ist. Durch diesen vorteilhaft mittig zwischen zwei
der Kontaktfinger vorgesehenen Spalt erhält die Hülse die federnde Klemmwirkung, was
das Einführen der Hüle in die Durchführungsöffnung erleichtert.
[0013] Zur Herstellung eines derartigen Kontakteinsatzes wird ein Streifen aus einem federnd-elastischen
Material, beispielsweise mit einem Edelmetallüberzug versehene Federbronze, derart
gestanzt und gerollt, daß die Hülse mit den Kontaktfingern von einem Bandstreifen
gehalten ist, wobei die Abstände der Hülsen dem Abstand der in regelmäßigen Abständen
folgenden Durchführungsöffnungen für die Anschlußstifte und ihre Zahl der Anzahl dieser
Durchführungsöffnungen entspricht, und wobei der verbleibende Bandstreifen eine Transporthilfe
bildet. Die Kontakteinsätze bleiben am Bandstreifen, wobei dieser in Abschnitte zerteilt
wird, mit einer der benötigten Anzahl von Kontakteinsätzen, sie werden so gehalten
in das Planarfilter eingesetzt und danach von dem Bandstreifen getrennt. Dabei erfolgt
die Herstellung so, daß ein Endlosstreifen verarbeitet werden kann und die Kontakteinsätze
in Gruppen anfallen.
[0014] Das Planarfilter, das mit derartigen Kontakteinsätzen ausgestattet ist, ist vorteilhaft
auf einer metallischen Massekontaktplatte angeordnet, die der den Durchführungsöffnungen
des keramischen Filter-Trägers entsprechende Öffnungen aufweist, mit einem größeren
Durchmesser, um unerwünschte Kontakte zwischen den Anschlußstiften und der auf Masse-Potential
liegenden Massekontaktplatte zu unterbinden. Die Massekontaktplatte weist zumindest
an einer der Seiten, vorzugsweise an zwei einander gegenüber liegenden Seiten des
Planarfilters einen streifenförmigen Überstand auf, zum Verbinden mit den mit Masse
verbundenen Kontakten bzw. der allgemeinen Masse, wobei die Masseverbindung vorzugsweise
über den Steckverbinder erfolgt. Vorteilhaft ist der/die überstehende/-den Randstreifen
des metallischen Trägers mit fluchtenden Öffnungen versehen, zum Durchführen der Befestigungsfinger
der Bleche der seitlichen Schirmungen, die darüber hinaus mit Masse verbunden werden.
Mit dieser Ausbildung wird erreicht, daß das so ausgestattete Planarfilter ohne Schwierigkeiten
durch rein mechanische Schritte in den Steckverbinder eingesetzt werden kann.
[0015] Eine bevorzugte Anwendung findet das Planarfilters nach der Erfindung in einem insbesondere
zur Montage auf Leiterplatten bestimmten Steckverbinder mit einer Kunststoff-Basisplatte,
die mit seitlichen, mit Kontaktzungen versehenen Abschirmblechen versehen ist, und
die Öffnungen für die Durchführung der die Signale führenden Anschlußstifte sowie
der Kontaktzungen der Abschirmbleche zu deren Verbinden mit der allgemeinen Masse
aufweist, wobei an die Basisplatte sich rechtwinklig dazu erstreckende, seitliche
Führungsfinger angeformt sind, die den Gegenstecker erfassen und so führen, daß die
Anschlußstifte die Buchsen treffen und sich in diese einführen lassen, und die mit
Unterbrechungen in Abschnitten so angeordnet sind, daß zumindest zwischen einigen
der Abschnitte Querabschirmungen einsetzbar sind. Dabei weist nach der Erfindung die
der Leiterplatte zugewandte Seite der Basisplatte eine das Planarfilter aufnehmende
Aussparung auf, wobei die in der Basisplatte vorgesehenen Öffnungen für die Durchführungen
der Anschlußstifte zur Aussparung hin konusartig erweitert sind. Damit kann das Planarfilter
unter der Basisplatte angeordnet werden, möglicherweise überstehende Teile der Kontaktfinger
finden in den konusartigen Erweiterungen der Basisplatte Platz und die Massekontaktplatte
, auf die das Planarfilter montiert ist, und die zusammen mit den abschirmenden Blecheinsätzen
der seitlichen Schirmungen und der Querschirmungen auf der Basisplatte festgelegt
werden, bildet eine wirksame Abschirmung von der Unterseite her. Vorteilhaft ist dabei,
wenn der/die überstehende/-den Randstreifen der Massekontaktplatte mit Öffnungen versehen
ist, die zum Durchführen der Befestigungsfinger seitlicher Abschirmungen mit diesen
und korrespondierenden Löchern in der Leiterplatte fluchten. Die beidseits des Planarfilters
überstehenden streifenförmigen Ränder der Massekontaktplatte sind dazu mit Durchbrüchen
versehen, zum Durchführen der Befestigungsfinger der seitlichen Blecheinsätze, wobei
diese Befestigungsfinger sowohl zum Festlegen als auch zur Verbindung mit einer gemeinsamen
Masse dienen. Dabei wirken die Kontakteinsätze des Planarfilters mit den Anschlußstiften
und die Massekontaktplatte mit den streifenförmigen Überständen mit den Befestigungs-
und Kontaktfingern der seitlichen Abschirmbleche klemmend und kontaktgebend zusammen,
so daß das Planarfilter signalleitungs- und massemäßig elektrisch durchverbunden ist
und die Kondensatoren als zwischen den Signalleitungen und der Masse liegende Kapazitätem
wirken. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die in der Basisplatte vorgesehenen Öffnunen
für die Durchführungen der Signalstifte zur Aussparung hin eine konusartigen Erweiterung
aufweisen. Diese Ausbildung erleichtert das Einführen der Anschlußstifte (oder anstelle
der Anschlußstifte vorgesehenen Buchsen).
[0016] Schließlich ist es vorteilhaft, wenn die Seitenstreifen der Massekontaktplatte längs
des/der Randes/Ränder des Planarfilters mit einem Umbug versehen ist/sind, zur Festlegung
und Anpassung an Höhendifferenzen. Zusätzlich oder alternativ kann auch das Planarfilter
mit einem untergesetzten Höhenausgleich versehen sein, um überstehende Teile der Anschlußstifte
mit größerem Durchmesser ausgleichen zu können. Damit können auch Maßdifferenzen überbrückt
werden, was insbesondere bei Nachrüstungen eine wesentliche Rolle spielt.
[0017] Das Wesen der Erfindung wird an Hand der in den Figuren 1 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert; dabei zeigen
- Fig. 01:
- Planarfilter mit Kontakteinsätzen, Aufsicht und Seitansicht (gebrochen);
- Fig. 02:
- Perspektivische Schema-Darstellung eines Planarfilters mit Kontakteinsätzen;
- Fig. 03:
- Darstellung einer gesonderten Massekontaktplatte;
- Fig. 04:
- Planarfilter mit gesonderter Massekontaktplatte;
- Fig. 05:
- Perspektivische Ansicht eines Kontakteinsatzes;
- Fig. 06:
- Seitansicht und Aufsicht eines Kontakteinsatzes;
- Fig. 07:
- Einzelheit Ausformung der Signal-Elektrode der Kondensatoren,
Fig. 7a: Vergrößerte Darstellung der Signalelektrode eines Kondensators mit Doppel-Struktur,
eingebettet in umgebende Kondensatoren;
Fig. 7b: Vergrößerte Darstellung der Signalelektrode eines Kondensators mit Doppel-T-Struktur,
eingebettet in umgebende Kondensatoren;
- Fig. 08:
- Anwendungsbeispiel eines Planarfilters in einem Steckverbinder;
- Fig. 09:
- Schnitt durch den Steckverbinder nach Fig. 8,
Fig. 9a: Mit Planarfilter in Aussparung,
Fig. 9b: Planarfilter nachträglich eingesetzt.
[0018] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Aufsicht und eine Seitansicht sowie eine perspektivische
Schema-Ansicht eines Planarfilters 1 mit Reihen und Spalten von Durchführungsöffnungen
für Anschlußstifte 11.1 (Fig. 9), wobei die in beiden Dimensionen angedeuteten Unterbrechungen
der Darstellung des Planarfilters in Figur 1 andeuten, daß dieses im Grundsatz für
beliebig viele Signalverbindungen einsetzbar ist. Das Planarfilter enthält für jede
der Signalleitung-Durchführung mindestens einen Kondensator mit zwei Belägen, von
denen einer mit der zugeordneten Signalleitung und der andere, der im allgemeinen
als gemeinsame Elektrode für alle oder für Gruppen der Kondensatoren mit der Masse
verbunden ist. Mit dieser Ausbildung ist dieses Planarfilter 1 geeignet, als Filter
für eine Anzahl von Signalleitungen eingesetzt zu werden, die beispielsweise die Verbindungen
von den Anschlußkontakten einer mit Anschlußstiften 11.1 (Fig. 9) versehenen Leiterplatte
11 (Fig. 8) über einen Steckverbinder 10 (Fig. 8) zu weiteren elektronischen Bauelementen
herstellen sollen. In die Durchführungsöffnungen sind Kontakteinsätze 5 eingesetzt,
die derart ausgebildet sind, daß die die elektronischen Signale führenden Anschlußstifte
11.1 (Fig. 9) in den Durchführungsöffnungen des Planarfilters 1 festlegt und zum Herstellen
einer elektrischen Verbindung mit dem dem Anschlußstift zugeordneten Kondensator des
Planarfilters 1 verbunden sind, wozu der die Signal-Elektrode bildende Belag in bekannter
Weise bis in die Durchführungsöffnung geführt ist. Die Gegenbeläge der Kondensatoren
des Planarfilters 1 sind alle gemeinsam oder gruppenweise verbunden und werden vorteilhaft
zu zwei einander gegenüber liegenden metallisierten Seitenflächen 3 herausgeführt
und über eine Kontaktgabe mit der allgemeinen Masse verbunden; es versteht sich von
selbst, daß die Masse-Elektrode auch an alle vier Seiten des Planarfilters 1 geführt
sein kann, wobei durch die Geometrie des Planarfilters gegebene, u.U. störende Selbstinduktion
die Führung der Masse-Kontakte bestimmt. Vorteilhaft ist es jedoch, die Masse über
die Kontaktseiten 3 des Planarfilters 1 herum auf dessen Rückseite zu führen, um eine
rückwärtige Schirmung zu erreichen; dabei erscheint es selbstverständlich, daß auch
die Rückseite mit Kondensator-Strukturen, etwa um Parallel-Schaltungen für höheren
Kapazitätswerte oder Serien-Schaltungen für höhere Spannungsfestigkeit zu erreichen.
[0019] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine gesonderte Massekontaktplatte 4 sowie ein mit einer
derartigen Massekontaktplatte 4 versehenes Planarfilter 1, in dessen Öffnungen für
die Durchführung der Anschlußstifte Kontakteinsätze 5 eingesetzt sind. Die Massekontaktplatte
4 hat für jeden durchzuführenden Anschlußstift 11.1 (Fig. 9) eine Öffnung 4.1, deren
Durchmesser hinreichend groß ist, um einen Kontakt zwischen dem Anschlußstift und
der auf Masse-Potential liegenden Massekontaktplatte 4 zu unterbinden. Die seitlich
überstehenden Streifen der Massekontaktplatte 4 sind hier mit einem Umbug 4.3 versehen,
und sie weisen darüber hinaus schlitzartige Öffnungen 4.2 auf, durch die Befestigungsfinger
15.1 (Fig. 8) von seitlichen Schirmungen 15 (Fig. 8) zur Befestigung und zur Kontaktgabe
geführt und verklemmt werden können. Das Planarfilter 1 wird so auf die Massekontaktplatte
4 aufgesetzt, daß die Achsen der Öffnungen 4.1 für die Anschlußstift-Durchführungen
mit den in die Öffnungen des Planarfilters 1 zum Durchführen der Anschlußstifte 11.1
(Fig. 9) eingesetzten Kontakteinsätzen 5 fluchten.
[0020] Die Figuren 5 und 6 zeigen Einzelheiten der Kontakteinsätze. Die perspektivische
Darstellung der Figur 5 läßt die Ausformung der Kontakteinsätze 5 erkennen. Die Hülse
6, bestimmt zum etwa formschlüssigen Einsetzen in die Öffnungen zur Durchführung der
Anschlußstifte 11.1 (Fig. 9) im Planarfilter 1, ist als Löthülse ausgebildet; sie
weist zum besseren Formschluß beim Einsetzen einen Schlitz 6.1 auf, der auch federnd
nachgeben kann und so das Einsetzen erleichtert. Die Figur 6 läßt dies in Aufsicht
und Seitansicht erkennen.
[0021] Die Figur 7 zeigt ein Planarfilter 1, mit von rechts nach links abgetragenen Schichtaufbau,
wobei im rechten Abschnitt I die Abdekkung, im sich nach links anschließenden Abschnitt
II die Signalelektroden, im weiteren Abschnitt III das Dielektricum und schließlich
im Abschnitt IV die durchgehend ausgebildete Masseelektrode erkennbar sind. Dabei
ist das Planarfilter 1 von einem Träger 2 schichtförmig aufgebaut, auf dem die Masse-Elektrode
2.1 ganzflächig unter Ausparung eines ringförmigen Raumes um die Durchführungsöffnungen
1.1 für die Anschlußstifte 11.1 (Fig. 8, 9) angeordnet ist, und auf die das Dielektricum
2.2 so aufgetragen ist, daß es die Masselektrode 2.1 in den Bereichen der Durchführungsöffnungen
11.1 abdeckt, während in den Bereichen der metallisierten Ränder 3 die Masse-Elektrode
2.1 frei liegt und den Anschluß an eine allgemeine Masse erlaubt. Auf das Dielektricum
2.1 sind die Signalelektroden 2.3 paarweise beidseites jeder Durchführungsöffnung
1.1 aufgetragen und so angeordnet, daß deren in Richtung der Vorzugsachse verlaufenden
Arme 2.4 mit der Metallisierung 1.2 in der Durchführungsöffnung 1.1 verbunden sind.
Das Planarfilter 1 wird vor äußeren Einflüssen mit der Abdeckung 2.5 geschützt, die
die Kontaktflächen an den Rändern 3 des Planarfilters 1, die den Masse-Anschluß bilden,
frei läßt. Diese Strukturen werden vorteilhaft mittels bekannter Siebdruck-Verfahren
erzeugt, da es damit möglich ist, die notwendige Feinheit bei wirtschaftlich vertretbarem
Aufwand zu erreichen.
[0022] Die Signalelektroden 2.3 -in den Figuren 7a und 7b als Einzelheit stark vergrößert
in zwei unterschiedlichen Formen dargestellt- bilden Doppel-Strukturen mit einer Vorzugsachse,
die etwa einer Hantel oder einem Diabolo ähneln. Die Figur 7a zeigt eine solche Ausbildung,
die unter Berücksichtigung ringförmiger Bereiche um die Anschlußstift-Durchführungen
1.1, in dem die von dem Dielektricum 2.2 abgedeckten Masse-Elektrode 2.1 (Fig. 7)
ausgespart ist und der Träger 2 teilweise frei liegt, sowie des zwischen den einzelnen
Signal-Elektroden 2.3 (nur im Mittelbereich bezeichnet) wegen unterschiedlicher Potentiale
zur Isolation notwendigen Abstands, eine annähernd maximale Fläche ausfüllt. Die beiden,
hier etwa blattförmig ausgebildeten Elektrodenflächen 2.3 sind zum Herstellen der
elektrischen Verbindung mit dem Anschlußstift 11.1 (Fig. 8, 9) mit ihrem in Richtung
der Vorzugsachse verlaufenden Armen 2.4 mit den Metallisierungen 1.2 der Anschlußstift-Durchführungen
1.1 verbunden. Unter dem von ihnen abgedeckten Dielektricums 2.2 (Fig. 7) befindet
sich -abgesehen von einen Teil des Armes 2.4- die durchgehende Masse-Elektrode 2.1,
so daß (nahezu) die gesamte Fläche zur Bildung der Kapazität beiträgt. Die Figur 7b
zeigt eine Abwandlung dieser Struktur, wobei die hier ebenfalls vergrößert dargestellte
Signal-Elektrode 2.3 (nur im Mittelbereich bezeichnet) eines Kondensators im Umfeld
benachbarten Kondensatoren die Struktur eines Doppel-T aufweist, das die Durchführungsöffnung
1.1 für den zugeordneten Anschlußstift mittig enthält. Die den Flanschen eines Doppel-T-Profils
entsprechenden Teile der Struktur bilden die Signal-Elektrode 2.3, die über die in
Richtung der Vorzugsachse verlaufende Arme 2.4 mit der Metallisierung 1.2 in der Durchführungsöffnung
1.1 verbunden sind. Sie bilden zusammen mit der durch das Dielektricum getrennten
Masse-Elektrode 2.1 (Fig. 7) den jeweiligen Kondensator und bestimmen dessen Kapazität.
Unabhängig von der Ausbildung der den Hauptteil des Kondensators bildenden Flächen-Strukturen
sind die in Richtung der Vorzugsachse verlaufenden Arme 2.4 der Struktur an die Metallisierung
der Durchführungsöffnung 1.1 für den zugeordneten Anschlußstift herangeführt und über
eine in diese Öffnung hineinreichende Metallisierung 1.2 mit dieser verbunden. Zur
Herstellung des Kontaktes zischen Signal-Elektrode und Anschlußstift ist der Kontakteinsatz
5 in die Anschlußstift-Durchführung 1.1 eingelötet, in den der Anschlußstift 11.1
(s. Fig. 8, 9) eingeführt wird, der von den Kontaktfingern 7 (Fig. 6) des Kontakteinsatzes
5 geklemmt und damit sowohl mechanisch fixiert als auch elektrisch angeschlossen wird.
Dieses Klemmen ist keine starre Fixierung, so daß durch diese Art der Befestigung
das Planarfilter 1 von mechanischen Spannungen frei gehalten wird.
[0023] Die Figur 8 zeigt ein mögliches Anwendungsbeispiel eines Steckverbinders 10, der
auf eine Leiterplatte 11 aufgesetzt ist. Die Anschlußstifte 11.1 (Fig. 9), die in
der Leiterplatte 11 etwa mittels einer Preßfit-Verbindung festgesetzt sind, sind dort
mit den entsprechenden Leiterbahnen verbunden und stellen die zur Anwendung der Leiterplatte
11 notwendigen Anschlußstellen dar, die mit weiteren elektronischen Schaltungen oder
Schaltelementen zu verbinden sind, wobei die Verbindung eine lösbare sein soll. Diese
Lösbarkeit wird mit dem Steckverbinder 10 erzielt, der mit einem (nicht näher dargestellten)
Gegenstecker zusammenwirkt. Dieser Steckverbinder wird gebildet von einer Basisplatte
12 aus Kunststoff, die mit einer der Zahl und Anordnung der Anschlußstifte 11.1 entsprechenden
Anzahl von (nicht näher bezeichneten) Durchführungsöffnungen versehen ist. Seitlich
sind an die Basisplatte 12 angeformte Führungsfinger 13 vorgesehen, die den einzusetzenden
Gegenstecker erfassen und so führen, daß die Anschlußstifte 11.1 (Fig. 9) die Buchsen
des Gegensteckers treffen und sich in diese einführen lassen. Die Basisplatte 12 weist
weiter eine Aussparung 14 auf ihrer Unterseite mit einer derartige Höhe, daß das Planarfilter
Platz findet, auf. Das Planarfilter ist mit einer Massekontaktplatte 4 mit Befestigungsschlitzen
4.2 versehen, über die der Massekontakt entweder zur Leiterplatte 11 oder zum Gegenstecker
hergestellt wird, wobei die Masseverbindung über die Seitenschirmungen 15 läuft und
auch von der Leiterplatte über diese zum Gegenstecker oder umgekehrt geführt sein
kann. Die Seitenschirmungen 15 sind mit Befestigungszungen 15.1 versehen, die durch
die schlitzförmigen Befestigungsöffnungen der Massekontaktplatte 4 und der Leiterplatte
11 geführt und entsprechend festgelegt sind, und von denen zumindest einige Kontaktzungen
bilden, um eine sichere Erdverbindung zum Gegenstecker zu erreichen.
[0024] Zwischen den Seitenabschirmungen 15 erstrecken sich rechtwinklig dazu Querabschirmungen
18, die zwischen den Paaren der Führungsfingern 13 geführt und von Kontaktnasen 18.1,
die durch (nicht näher bezeichneten) Schlitze in den Seitenabschirmungen, gehalten
sind. Auch die Basisplatte 12 weist vorteilhaft schlitzförmige Öffnungen zwischen
den gegeneinander durch Querabschirmungen 18 getrennten Abteilungen des Steckverbinders
10 auf, die auch endständig vorgesehen sind, um den Steckverbinder 10 zu begrenzen.
Die unvermeidbaren Überstände der Kontaktfinger 7 der Kontakteinsätze 5 überragen
die Oberfläche des Planarfilter 1 (s. Fig. 1, 2); um diese Überstände aufnehmen zu
können, sind die in der Basisplatte 12 vorgesehenen Öffnungen zur Durchführung der
Anschlußstifte 11.1 von der Aussparung 14 her so ausgenommen, daß diese konusförmigen
Überstände in den Träger des Planarfilters 1 von diesen Ausnehmungen aufgenommen werden.
[0025] Die Figuren 9a und 9b zeigen jeweils einen Schnitt durch einen Steckverbinder 10
gemäß Figur 8. Die Basisplatte 12 ist auf der Leiterplatte 11 befestigt, wobei die
Anschlußstifte 11.1 rechtwinklig zur Leiterplatte 11 stehen und durch die Basisplatte
12 des Steckverbinders 10 geführt sind; die Seitenabschirmungen 15, die Seitenabschirmung
15' der Stirnseite und die Querabschirmungen 18 bilden das Gehäuse des Steckverbinders
10. In der Figur 9a ist die Basisplatte 12 mit der Aussparung 14 versehen, so daß
das Planarfilter 1 in dieser Aussparung untergebracht ist, wobei die Überstände der
Kontaktfinger 7 in der konusartigen Ausnehmung 12.1 der Basisplatte 12 liegen. Die
in der Figur 9b dargestellte Basisplatte 12' entspricht der derzeitigen Technik; sie
weist keine Aussparung zum Einsetzen des Planarfilters 1 auf. Hier ist das Planarfilter
1 mit den Kontakteinsätzen 5 nachträglich montiert und befindet sich auf der dem Gegenstecker
zugewandten Seite der Basisplatte 12'. Mit dieser Art des Einsetzens des so ausgerüsteten
Planarfilters lassen sich somit auch Nachrüstungen in einfacher Weise vornehmen.
01. Planarfilter für Steckverbinder mit einer Vielzahl von in Reihen und Spalten angeordneter,
zu verbindender Signalleitungen, mit einem Träger, der für jede dieser Signalleitungen
eine Öffnung und im Bereich dieser Öffnung für jede dieser Signalleitungen einen Kondensator
mit einen ersten Belag, verbunden mit der zugeordneten Signalleitung, einen zweiten
Belag, verbunden über das leitende Gehäuse mit Masse, sowie ein schichtförmiges Dielektricum
zwischen erstem und zweiten Belag aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder der Öffnungen des Planarfilters (1) ein Kontakteinsatz (5) mit mindestens
zwei Kontaktfinger (7) zum Halten der Anschlußstifte (11.1) eingelötet und mit einem
sich in die Öffnung hinein erstreckende ersten Belag des zugeordneten Kondensators
elektrisch verbunden ist, wobei die Anschlußstifte (11.1) über die Kontaktfinger (7)
elektrisch mit dem der jeweiligen Signal-Elektrode zugeordneten ersten Belag der Kondensatoren
verbindbar sind, und daß zwei einander gegenüberliegende Ränder des Planarfilters
als mit dessen Masse-Elektrode verbundene, leitenden Seitenbereiche (3) ausgebildet
und über das metallische Gehäuse (15) des Steckverbinders (10) mit Masse verbindbar
sind.
02. Planarfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten, den Signal-Elektroden zugeordneten Beläge der Kondensatoren auf
dem Träger als Doppel-Strukturen mit Vorzugsachse in Art einer Hantel oder eines Diabolos
ausgebildet und derart angeordnet sind, daß die Vorzugsachsen der Doppel-Strukturen
der Beläge benachbarter Kondensatoren gekreuzt verlaufen, wobei die Verbindungsarme
beider Teilstrukturen die Durchführungsöffnung für die Anschlußstifte mittig enthalten
und mit der in diesen Durchführungsöffnungen vorgesehen Metallisierungen verbunden
sind.
03. Planarfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppel-Struktur der eines Doppel-T entspricht.
04. Planarfilter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kontakteinsatz (5) eine Hülse (6) aufweist, die als in die Öffnung zur
Durchführung der Anschlußstifte (11.1) einsetzbare Löthülse ausgebildet ist, die mit
dem sich in diese Öffnung hinein erstreckenden ersten Belag des der Signal-Elektrode
zugeordneten Kondensators durch Lötung verlöt- und elektrisch verbindbar ist.
05. Planarfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakteinsatz (5) zwei mit dem Anschlußstift (11.1) zusammenwirkende Kontaktfinger
(7) aufweist, die einander gegenüber liegend angeordnet sind, zum Klemmen von als
Flachstecker ausgebildeter Anschlußstifte (11.1).
06. Planarfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakteinsatz (5) drei mit dem Anschlußstift (11.1) zusammenwirkende Kontaktfinger
(7) aufweist, die, bezogen auf den Umfangswinkel der Hülse (6), in einem Winkelabstand
von 120° oder 90° voneinander angeordnet sind, zum Klemmen von als Rundstecker ausgebildeten
Signalstiften (11.1).
07. Planarfilter nach Anspruch 3, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale Spalt (6.1) der Hülse (6) mittig zwischen zwei Kontaktfinger (7) angeordnet
ist.
08. Planarfilter nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale Spalt (6.1) derart angeordnet ist, daß die beiden benachbarten Klemmarme
(7) von ihm einen Winkelabstand von 90° aufweisen und der dritte der Klemmarme (7)
ihm diametral gegenüber angeordnet ist.
09. Planarfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Planarfilter (1) auf einer metallische Massekontaktplatte (4), mit dieser
leitend verbunden, festgelegt ist, die den Öffnungen zur Durchführung der Anschlußstifte
(11.1) des Planarfilters (1) entsprechende Öffnungen mit einem Durchmesser, der zur
Vermeidung von Schlüssen zwischen den Anschlußstiften (11.1) und Masse größer ist,
als der der Durchführungs-Öffnungen, aufweist, und die zumindest an einer der Seiten
des Planarfilters (1), vorzugsweise an zwei einander gegenüber Seiten, liegend mit
einem streifenförmigen Überstand (4.1) versehen ist, zum Verbinden mit den mit Masse
zu verbindenden Kontakten, insbesondere der metallisierten Seitenbereiche des Planarfilters
mit der allgemeinen Masse, wobei die Masseverbindung vorzugsweise über den Steckverbinder
erfolgt.
10. Planarfilter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der/die überstehende/-den Randstreifen (4.1) der Massekontaktplatte (4) mit
Öffnungen aufweist/-weisen, zum Durchführen von Befestigungsfingern der Bleche seitlicher
Schirmungen.
11. Anwendung des Planarfilters nach einem der Ansprüche 1 bis 10 in einem insbesondere
zur Montage auf Leiterplatten bestimmten Steckverbinder mit einer Kunststoff-Basisplatte,
die mit seitlichen, mit Kontaktzungen versehenen Abschirmblechen versehen ist, und
die Öffnungen für die Durchführung der die Signale führenden Anschlußstifte sowie
der Kontaktzungen der Abschirmbleche zu deren Verbinden mit der allgemeinen Masse
aufweist, wobei an die Basisplatte sich rechtwinklig dazu erstreckende, seitliche
Führungsfinger angeformt sind, die den Gegenstecker erfassen und so führen, daß die
Anschlußstifte die Buchsen treffen und sich in diese einführen lassen, und die mit
Unterbrechungen in Abschnitten so angeordnet sind, daß zumindest zwischen einigen
der Abschnitte Querabschirmungen einsetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die der Leiterplatte (11) zugewandte Seite der Basisplatte (12) eine das Planarfilter
(1) aufnehmende Aussparung (14) aufweist, wobei die in der Basisplatte (12) vorgesehenen
Öffnungen für die Durchführungen der Anschlußstifte zur Aussparung (14) hin konusartig
erweitert sind, wobei die die Kontakteinsätze (5) des Planarfilters (1) mit den Anschlußstiften
(11.1) und die Massekontaktplatte (4) mit den streifenförmigen Überständen (4.1) mit
den Befestigungs- und Kontaktfingern (15.1) der seitlichen Abschirmblechen (15) klemmend
und kontaktgebend zusammen, so daß das Planarfilter (1) signalleitungs- und massemäßig
elektrisch durchverbunden ist und seine Kondensatoren als zwischen den Signalleitungen
und der Masse liegende Kapazitätem wirken.
12. Steckverbinder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichen, daß die Seitenstreifen (4.1) der Massekontaktplatte (4) längs des/der Randes/Ränder
(3) des Planarfilters (1) mit einem Umbug (14.3) ist/sind, zur Festlegung und Anpassung
an Höhendifferenzen.
13. Steckverbinder nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Planarfilter (1) mit einem untergesetzten Höhenausgleich versehen ist, um
überstehende Teile der Signal-Stifte mit größerem Durchmesser auszugleichen.