| (19) |
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(11) |
EP 0 659 243 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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09.02.2000 Patentblatt 2000/06 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.06.1996 Patentblatt 1996/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.08.1993 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F16D 66/02 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9300/754 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9407/050 (31.03.1994 Gazette 1994/08) |
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| (54) |
BELAGVERSCHLEISSDETEKTOR FÜR EINE SCHEIBENBREMSE
PAD WEAR DETECTOR FOR A DISC BRAKE
DETECTEUR D'USURE DE LA GARNITURE D'UN FREIN A DISQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
15.09.1992 DE 4230831
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.06.1995 Patentblatt 1995/26 |
| (73) |
Patentinhaber: KNORR-BREMSE Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH |
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80809 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BAUMGARTNER, Hans
D-85368 Moosburg (DE)
- BIEKER, Dieter
D-81827 München (DE)
- WERTH, Michael
D-81739 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Specht, Peter, Dipl.-Phys. |
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Loesenbeck, Stracke, Loesenbeck,
Patentanwälte,
Jöllenbecker Strasse 164 33613 Bielefeld 33613 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 460 371 WO-A-92/09822 DE-A- 4 041 318
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EP-A- 0 566 006 DE-A- 3 921 294
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Belagverschleißdetektor nach dem Oberbegriff des Anspruches
1, weiter aus der DE 39 21 2 94 A1 bekannt ist.
[0002] Scheibenbremsen, für die der erfindungsgemäße Belagverschleißdetektor insbesondere
geeignet ist, sind beispielsweise auch aus der DE-A-37 16 202, der DE-A-40 32 885
sowie aus der nicht vorveröffentlichten DE-A-42 12 387 bekannt. Bei diesen bekannten
Scheibenbremsen, die durch Druckluft bzw. pneumatisch betätigt werden und deren hauptsächlicher
Einsatzbereich daher bei Nutzfahrzeugen liegt, wird eine Bremsscheibe von einem in
Axialrichtung verschiebbar gelagerten Bremssattel umfaßt, auf dessen einer Seite eine
druckluftbetätigte Zuspannvorrichtung vorgesehen ist, die bei ihrer Betätigung eine
auf dieser Seite der Bremsscheibe befindliche Bremsbacke gegen die Bremsscheibe druckt,
worauf sich der Bremssattel aufgrund der Reaktionskräfte in Gegenrichtung verschiebt
und infolgedessen eine auf der gegenüberliegenden Seite befindliche Bremsbacke gleichfalls
gegen die Bremsscheibe preßt.
[0003] Die Zuspannvorrichtung weist bei diesen bekannten Scheibenbremsen als Zuspannelement
eine Traverse auf, in der mindestens eine Stellspindel in einem entsprechenden Gewinde
gelagert ist. Folglich kann das Lüftspiel, das heißt der Abstand der Bremsbacken zur
Bremsscheibe im unbetätigten Zustand, unter Ausgleich der sich durch Abrieb ändernden
Belagstärke mittels einer Nachstelleinrichtung konstant gehalten werden, die mit jeder
Stellspindel drehfest gekoppelt ist und diese immer dann um einen bestimmten Winkel
dreht wenn die Bremsbacken nach Überwindung des Soll-Lüftspiels noch nicht an der
Bremsscheibe anliegen. Jede Stellspindel wird demzufolge von der Nachstelleinrichtung
mit zunehmendem Belagverschleiß weiter zur Bremsscheibe hin verschraubt. Eine derartige
Stellspindel stellt somit ein in axialer Richtung wirkendes Stellelement dar.
[0004] Um den Fahrer jederzeit über die restliche Belagstärke in Kenntnis zu setzen, so
daß ein gegebenenfalls erforderlicher Belagwechsel nicht übersehen werden kann, wird
in den eingangs genannten DE-A-40 41 318 und DE-A-42 12 387 vorgeschlagen, einen Belagverschleißdetektor
vorzusehen, der einen von der Nachstelleinrichtung betätigten Drehwinkelgeber aufweist,
dessen Ausgangssignal als entsprechendes Verschleißmaß ausgewertet werden kann. Diese
Art der Verschleißerfassung basiert auf der Überlegung, daß die Drehbewegung der Nachstelleinrichtung,
die unmittelbar auf die betreffende Spindel bzw. das Stellelement übertragen wird,
proportional zur Nachstellbewegung und damit zum verschleißmaß des Bremsbelags ist.
Die bekannten Belagverschleißdetektoren erfassen demnach zur Erfassung eines Verschleißsignals
im Grunde die axiale Relativlage des Stellelements der Nachstelleinrichtung.
[0005] Da bei den bekannten Belagverschleißdetektoren unmittelbar die Drehbewegung der Nachstelleinrichtung
ausgewertet werden kann, ist es möglich, als Detektor bzw. Signalgeber ein Drehpotentiometer
zu verwenden. Derartige Drehpotentiometer sind in zahlreichen Ausführungsformen erhältlich
und dementsprechend billig; auch die Zuverlässigkeit solcher Drehpotentiometer ist
aufgrund ihrer häufigen Anwendung in zahlreichen Gebieten der Elektrotechnik mittlerweile
ziemlich weit entwickelt. Jedoch sind die gattungsgemäßen Scheibenbremsen ständigen
Vibrationen und Erschütterungen ausgesetzt und entwickeln darüberhinaus eine nicht
unerhebliche Hitze (beispielsweise kann die Temperatur der Scheibe mehrere 100 Grad
erreichen). Diese hohen Belastungen haben zur Folge, daß selbst hochwertige Drehpotentiometer
hier nur eine begrenzte Lebensdauer aufweisen, so daß ein Ausfall des Drehpotentiometers
nicht ausgeschlossen werden kann.
[0006] Um in einem solchen Fall das schadhafte Drehpotentiometer gegen ein neues austauschen
zu können, ist es bei den bekannten Scheibenbremsen erforderlich, die bremsscheibenabgewandte
Abdeckung der Zuspannvorrichtung ab- und anschließend wieder anzuschrauben. Aufgrund
des beengten Einbauraums derartiger Scheibenbremsen ist es häufig nicht möglich, diese
Abdeckung ohne Demontage der gesamten Scheibenbremse zu entfernen. Somit stellt der
Einbau eines neuwertigen Belagverschleißdetektors einen höchst komplizierten und aufwendigen
Vorgang dar, der entsprechend kostenintensiv ist.
[0007] Die DE 3921294 A1 schlägt vor, den Belagverschleißdetektor in einem separaten, an
der Scheibenbremse lösbar befestigbaren Gehäuse anzuordnen. wobei der Belagverschleißdetektor
von der Nachstelleinrichtung über ein lösbares Kupplungselement betätigt wird. Infolgedessen
kann die Demontage eines schadhaften Detektors äußerst einfach durchgeführt werden,
indem das Gehäuse von der Scheibenbremse entfernt wird, wobei im Laufe dieses Vorgangs
die Kupplung gelöst wird, so daß der Detektor gleichzeitig von der Nachstelleinrichtung
abgekoppelt wird. Die Montage eines neuen Detektors kann in umgekehrter Reihenfolge
auf genauso einfache Weise durchgeführt werden. Aufgrund der vergleichsweise geringen
Abmessungen des Gehäuses bzw. des Detektors können diese Wartungsarbeiten selbst im
beengten Einbauraum der Scheibenbremse problemlos durchgeführt werden, so daß keine
anderen Teile der Scheibenbremse entfernt werden müssen und die gesamten Reparaturkosten
entsprechend niedrig sind.
[0008] Scheibenbremsen der gattungsgemäßen Art weisen in Abhängigkeit vom jeweiligen Fahrzeug
eine jeweils andere Einbaulage auf: hierdurch ergibt sich das Problem, daß die Signalleitungen
des Detektors, mittels denen das von diesem erzeugte Verschleißsignal einer externen
Auswertungseinrichtung zugeführt wird, jeweils in einer anderen Richtung vom Bremsengehäuse
wegzuführen sind: andererseits gibt die zur Abdichtung erforderliche Kabelzuführung
der Signalleitungen bei den bekannten Scheibenbremsen eine bestimmte Anfangsrichtung
für die Signalleitungen vor. Bei bestimmten Einbaulagen der Scheibenbremse ergibt
sich daher zwangsläufig eine ungünstige Kabelführung, die gegebenenfalls sogar zu
einem Kabelbruch führen kann.
[0009] Es ist die Aufgabe der Erfindung, dieses Problem der Kabelbruchgefahr zu beheben.
[0010] Diese Aufgabe kann mittels des erfindungsgemäßen Belagverschleißdetektors auf einfache
und kostengünstige Weise dadurch gelöst werden, daß das Gehäuse drehbar an einem Deckelteil
der Scheibenbremse befestigt wird. Hierdurch ist es möglich, in Abhängigkeit von der
jeweiligen Einbaulage der Scheibenbremse diejenige Richtung einzustellen, die für
die Kabelführung jeweils optimal geeignet ist. In diesem Zusammenhang empfiehlt es
sich, eine freie Drehbarkeit um 360° vorzusehen, wobei es gemäß Anspruch 5 weiterhin
von Vorteil ist, mittels einer Rasterverzahnung lediglich eine stufenweise Verdrehung
zuzufassen. Hierdurch wird erreicht, daß die Signalleitungen gegebenenfalls in einer
bevorzugten Richtung fest ausgerichtet werden können.
[0011] Gemäß der im Anspruch 2 angegebenen Weiterbildung der Erfindung ist es von besonderem
Vorteil, wenn der Belagverschleißdetektor im Gehäuse befestigt ist und mit diesem
eine entsprechende integrale Baueinheit bildet. Hierdurch wird nämlich erreicht, daß
beim Entfernen des Gehäuses der Belagverschleißdetektor gleichzeitig von der Nachstelleinrichtung
abgekoppelt wird, so daß weniger Handgriffe erforderlich sind. Diese Integration des
Belagverschleißdetektors im Gehäuse erfolgt vorzugsweise dadurch, daß der Belagverschleißdetektor
im Gehäuse mittels einer Schnappbefestigung befestigt wird. Hierdurch ist es möglich,
die Herstellungskosten dieser integrierten Detektoreinheit vergleichsweise niedrig
zu halten: gleichwohl ist es möglich, bei Wartungsarbeiten lediglich den Belagverschleißdetektor
auszutauschen und das Gehäuse weiterzuverwenden.
[0012] Eine besonders einfache Montage und Demontage des erfindungsgemäßen Belagverschleißdetektors
ergibt sich gemäß Anspruch 6 dann, wenn das Gehäuse mittels einer Schnappbefestigung
am Deckelteil der Scheibenbremse befestigt wird. In diesein Fall besteht nämlich die
Möglichkeit, einen Austausch des Belagverschleißdetektors gegebenenfalls ohne zusätzliche
Werkzeuge vorzunehmen. Darüberhinaus hat diese Befestigungsart den Vorteil, daß der
Belagverschleißdetektor selbst dann noch ausgetauscht werden kann, wenn die Scheibenbremse
in einem engen Einbauraum nur schwer zugänglich ist.
[0013] Um zu verhindern, daß die sichere Funktionsweise der Scheibenbremse durch eintretende
Feuchtigkeit oder dergleichen beeinträchtigt wird, empfiehlt es sich zwischen dem
Gehäuse und seinem Sitz an der Scheibenbremse bzw. am Deckelteil der Nachstelleinrichtung
ein Dichtelement anzuordnen. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen O-Ring,
einen Vierkant-Ring oder um ein ähnliches, aus Gummi oder Silikon bestehendes Teil
handeln.
[0014] Untersuchungen haben gezeigt, daß das erfindungsgemäße Gehäuse des Belagverschleißdetektors
vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt werden sollte: dieses Material ermöglicht
es einerseits, problemlos die vorgenannten Schnappbefestigungen herzustellen, und
bietet andererseits die Vorteile einer sehr preisgünstigen Herstellung sowie der Korrosionsfestigkeit.
[0015] Bei der bevorzugten Ausführungsform des Belagverschleißdetektors, bei dem dieser
ein Drehwinkelsensor beispielsweise in Form eines Drehpotentiometers ist, empfiehlt
es sich gemäß Anspruch 10, als Kupplungselement ein an der Nachstelleinrichtung befestigtes
Ritzel vorzusehen das in eine entsprechende Innenverzahnung des Drehwinkelsensors
bzw. Drehpotentiometers eingreift. Auf diese Weise kann der erforderliche Antrieb
des Potentiometers gleichzeitig die Kupplungsfunktion für die Montage und Demontage
erfüllen.
[0016] Bezüglich noch anderer vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung wird auf die verbleibenden
Unterensprüche verwiesen.
[0017] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig.1 schematisch den prinzipiellen Aufbau der Nachstelleinrichtung einer Scheibenbremse
samt eines mit dieser gekoppelten Belagverschleißdetektors:
Fig.2 eine vergrößerte Querschnittsansicht des in Fig.1 gezeigten Belagverschleißdetektors:
und
Fig.3 eine Draufsicht auf den Belagverschleißdetektor.
[0018] Fig.1 zeigt schematisch die wesentlichen Komponenten der Nachstelleinrichtung einer
Scheibenbremse, deren genauer Aufbau beispielsweise der aus der DE-OS 37 16 202 bekannten
Scheibenbremse entsprechen kann. Eine derartige Scheibenbremse weist eine (nicht näher
gezeigte) Zuspannvorrichtung auf, die bei Druckluftbeaufschlagung mittels eines Drehhebels
eine Traverse 2 zu einer Bremsscheibe hin bewegt; die Richtung dieser Zuspannbewegung
ist in Fig.1 mit einem Pfeil angedeutet. In dieser Traverse 2 sind in entsprechenden
Innengewinden zwei Stellspindeln verschraubt, von denen in Fig. 1 lediglich die rechte
Stellspindel 1 gezeigt ist. Eine derartige Zuspannvorrichtung wird daher als "zweispindelig"
bezeichnet: es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die Erfindung selbstverständlich
auch für eine "einspindelige" Zuspannvorrichtung verwendbar ist.
[0019] Bei dem genannten Zuspannvorgang drückt das untere Ende 1b der Stellspindel 1 (und
dementsprechend das untere Ende der nicht dargestellten zweiten Stellspindel) über
ein (ebenfalls nicht dargestelltes) Druckstück gegen die diesseitige Bremsbacke, so
daß deren Bremsbelag mit der Bremsscheibe in Berührung gelangt. Wenn die Zuspannvorrichtung
weiter zuspannt, verschiebt sich der Bremssattel der Scheibenbremse in seiner Lagerung
in Axialrichtung, so daß schließlich auch die gegenüberliegende Bremsbacke die Bremsscheibe
berührt. Zu diesem Zeitpunkt beginnt der eigentliche Bremsvorgang, dessen Stärke mittels
des auf die Zuspannvorrichtung ausgeübten Druckes gesteuert werden kann.
[0020] Wenn die beiden gegenüberliegenden Bremsbacken der Scheibenbremse im verlauf des
vorstehend erläuterten Zuspannvorgangs um eine vorbestimmte einem Soll-Lüftspiel entsprechende
Strecke verschoben worden sind, wird eine im Inneren der Stellspindel 1 angeordnete
Nachstelleinrichtung 3 durch die über eine Kette 6 ausgeübte Antriebskraft um einen
bestimmten Winkel gedreht. Da die Nachstelleinrichtung über eine Axialverzahnung drehfest
mit der Stellspindel 1 gekoppelt ist, wird diese um einen entsprechenden Winkel gedreht.
Eine derartige Drehung findet jedoch nur dann statt, wenn beide Bremsbacken nach Überwindung
des Soll-Lüftspiels noch nicht an der Bremsscheibe anliegen. Andernfalls wird die
auf die Nachstelleinrichtung 3 ausgeübte Drehkraft über eine Rutschkupplung abgebaut.
[0021] Aus der vorstehend erläuterten Funktionsweise einer derartigen Nachstelleinrichtung
wird deutlich, daß der von der Stellspindel 1 ausgeführte Axialversatz unmittelbar
proportional zum Belagverschleiß der Bremsbacken ist. Der Axialversatz der Stellspindel
1 ist seinerseits proportional zur Drehbewegung der Nachstelleinrichtung, so daß durch
Erfassen der Drehbewegung der Nachstelleinrichtung 3 ein entsprechendes Verschleißsignal
abgeleitet werden kann. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die Erfindung auch bei
solchen Belagverschleißdetektoren anwendbar ist, die unmittelbar den Axialversatz
der Nachstelleinrichtung erfassen.
[0022] Der erfindungsgemäße Belagverschleißdetektor sitzt in einem Gehäuse 11, das an einer
Gehäuseabdeckung bzw. einem Deckelteil 5b der Zuspannvorrichtung lösbar befestigt
ist. Wie insbesondere der Querschnittsansicht der Fig.2 zu entnehmen ist, erfolgt
die Befestigung des Gehäuses 11 am Deckelteil 5b mittels einer Schnappbefestigung,
die aus mehreren, nach unten weisenden Nasen 41 gebildet ist, die die Innenränder
einer geeignet geformten Bohrung des Deckelteils 5b umgreifen. Um zu erreichen, daß
ins Innere der Zuspannvorrichtung kein Schmutz und keine Feuchtigkeit eindringen kann,
ist am Außenumfang des Gehäuses 11 eine ringförmige Dichtung 60 in Form eine O-Rings
oder eines Vierkant-Rings, der beispielsweise aus Silikon oder Gummi besteht, angeordnet.
[0023] Im Inneren des Gehäuses 11 ist ein Belagverschleißdetektor in Form eines Drehpotentiometers
12 angeordnet. Das Drehpotentiometer 12 wird über ein Untersetzungsgetriebe 13 angetrieben,
das seinerseits über eine Innenverzahnung 22 von einem Ritzel 21 angetrieben wird.
Das Ritzel 21 ist am hinteren Ende der Nachstelleinrichtung 3 befestigt, so daß das
Untersetzungsgetriebe 13 proportional zum Belagverschleiß angetrieben wird. Um zu
erreichen, daß das Ausgangssignal des Drehpotentiometers 12 trotz mehrerer Umdrehungen
der Stellspindel 1 einen eindeutigen Wert darstellt, ist der Untersetzungsfaktor des
Untersetzungsgetriebes 13 so gewählt, daß die von der Nachstelleinrichtung 1 während
des gesamten Nachstellzyklus' insgesamt durchgeführten Umdrehungen auf höchstens eine
Umdrehung reduziert werden. Zur Erzielung einer möglichst kompakten Bauweise handelt
es sich bei dem Untersetzungsgetriebe 13 vorzugsweise um ein sogenanntes Zykloidengetriebe.
Im übrigen wird bezüglich näherer Einzelheiten eines derartigen, mit einem Untersetzungsgetriebe
versehenen Drehpotentiometers auf die nicht vorveröffentlichte DE-A-42 12 387 verwiesen.
auf deren Offenbarung voll inhaltlich Bezug genommen wird. Wie aus dieser älteren
Anmeldung hervorgeht, empfiehlt es sich bei einer derartigen Getriebe/Potentiometer-Anordnung,
das Untersetzungsgetriebe in einer (nicht näher gezeigten) Lagerungsvorrichtung zu
lagern, die derart aufgebaut ist, daß das Untersetzungsgetriebe 13 zwar drehfest,
jedoch unter Aufrechterhallung einer Längs- und Querschiebbarkeit getragen wird. Hierdurch
wird erreicht. daß nicht zu vermeidende Schwenk- und Nickbewegungen der Nachstelleinrichtung
ohne Einfluß auf die erzielbare Meßgenauigkeit kompensiert werden können.
[0024] Der erfindungsgemäße Belagverschleißdetektor bzw. die in der Ausführungsform dargestellte
Kombination aus einem Untersetzungsgetriebe 13 und dem Drehpotentiometer 12 sind im
Gehäuse 11 befestigt und bilden somit mit diesem eine integrale Baueinheit. Die Befestigung
im Gehäuse 11 erfolgt dabei mittels einer Schnappvorrichtung, die durch mehrere, einander
zugeordnete Nasen 31 und 32 gebildet ist. Am Gehäuse 11 ist weiterhin eine Kabel zuführung
71 in Form eines im wesentlichen rohrartigen, schräg nach oben verlaufenden Ansatzes
ausgebildet. Durch diese Kabelzuführung erfolgt über mindestens eine Signalleitung
73 der Signalabgriff am Drehpotentiometer 12, wobei über ein entsprechendes Dichtelement
72 sichergestellt ist, daß keine Feuchtigkeit oder Schmutz ins Innere gelangen kann.
Der Anschluß der Signalleitung(en) 73 am Drehpotentiometer 12 kann beispielsweise
durch Löten erfolgen.
[0025] Wie insbesondere aus der Draufsicht der Fig.3 zu erkennen ist, ist am Umfang des
Gehäuses 11 eine Rasterverzahnung 52 vorgesehen, die mit einer nach unten weisenden
Nase 51 in Eingriff steht. Hierdurch ist es möglich, die Montagerichtung des Gehäuses
11 in bestimmten Winkelabständen festzulegen. Dies ermöglicht es, die Signalleitung(en)
73 über die Kabelzuführung 71 so auszurichten, daß in Abhängigkeit von der jeweiligen
Einbaulage der Scheibenbremse ein optimaler kabelverlauf gewährleistet ist.
[0026] Zur Demontage des erfindungsgemäßen Belagverschleißdetektors wird von Hand oder gegebenenfalls
unter Zuhilfenahme eines Schraubenziehers oder dergleichen solange nach oben ein gewisser
Druck ausgeübt, bis die Nasen 41 außer Eingriff mit dem unteren Rand 42 der Gehäusebohrung
geraten: das Gehäuse 11 kann dann mitsamt der in seinem Inneren befindlichen Drehpotentiometer/Getriebe-Anordnung
nach oben abgezogen werden, wobei das Ritzel 21 außer Eingriff mit der Innenverzahnung
22 des Untersetzungsgetriebes 13 gerät. Das Montieren eines neuen oder generalüberholten
Detektors geschieht auf ebenso einfache Weise in umgekehrter Reihenfolge.
[0027] Bezüglich weiterer, nicht näher erläuterter Vorteile und Wirkungen der Erfindung
wird auf die Zeichnung verwiesen
1. Belagverschieißdetektor (10) für eine Scheibenbremse mit einer Nachstellvorrichtung
(3, 6), die das Luftspiel der Bremsbacken mittels mindestens eines in axialer Richtung
wirkenden Stellelementes (1) im wesentlichen konstant hält und mit dem Belagverschleißdetektor
(10) derart gekoppelt ist, dieser die axiale Relativlage des Stellelementes (1) erfaßt
und hieraus ein entsprechendes Verschleißsignal ableitet, wobei der Belagverschleißdetektor
(10) in einem seperaten, mittels einer Schnappbefestigung (41, 42) an einem Deckelteil
(5b) der Scheibenbremse lösbar befestigbaren Gehäuse angeordnet ist und von der Nachstelleinrichtung
(3, 6) über ein lösbares Kupplungselement (21, 22) betätigbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (11) drehbar an dem Deckelteil (5b) der Scheibenbremse befestigt ist.
2. Belagverschleißdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Belagverschleißdetektor (10) im Gehäuse (11) befestigt ist und mit diesem eine integrale Baueinheit bildet.
3. Belagverschleißdetektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Belagverschleißdetektor (10) mittels einer Schnappbefestigung (31,32) im Gehäuse (11) befestigt ist.
4. Belagverschleißdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (11) um 360° drehbar ist.
5. Belagverschleißdetektor nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (11) mittels einer Rastvorrichtung, vorzugsweise in Form einer Rasterverzahnung (51,52) stufenweise drehbar ist.
6. Belagverschleißdetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Gehäuse (11) und seinem Sitz an der Scheibenbremse ein Dichtelement (60) in Form eines O-Rings, eines Vierkant-Rings oder dergleichen angeordnet ist.
7. Belagverschleißdetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Gehäuse (11) ausgebildete Kabelzuführung (71) eine Abdichtung (72) für die Signalleitung(en) des Detektors aufweist.
8. Belagverschleißdetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (11) aus Kunststoff gebildet ist.
9. Belagverschleißdetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, daß die Nachstelleinrichtung (3,6) das bzw. die Stellelement(e) (1) mittels einer Drehbewegung nachstellt, wobei der Belagverschleißdetektor (10) einen Drehantrieb zur Erfassung des jeweiligen Drehwinkels aufweist und wobei das
Kupplungselement aus einem Ritzel (21) besteht, das in eine entsprechende Innenverzahnung (22) des Belagverschleißdetektors (10) eingreift.
10. Belagverschleißdetektor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Belagverschleißdetektor (10) ein Drehpotentiometer (12) aufweist.
11. Belagverschleißdetektor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Drehpotentiometer (12) und dem Kupplungselement (21,22) ein Untersetzungsgetriebe (13) vorzugsweise in Form eines Zykloidengetriebs angeordnet ist.
12. Belagverschleißdetektor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Untersetzungsgetriebe (13) in einer Lagerungsvorrichtung gelagert ist, die das Untersetzungsgetriebe (13) drehfest, jedoch unter Aufrechterhaltung einer Längs- und Querverschiebbarkeit trägt.
13. Belagverschleißdetektor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Untersetzungsgetriebe (13) und seine Lagerungsvorrichtung eine intergrale Baueinheit mit dem Drehpotentiometer
(12) bilden und zusammen mit diesem im Gehäuse (11) befestigt sind.
1. Pad wear detector (10) for a disk brake, comprising an adjusting means (3, 6) which
maintains the ventilation gap of the brake shoes substantially constant by means of
at least one adjuster (1) acting in the axial direction and coupled to the pad wear detector (10) in such a way that the latter detects the relative axial position of said adjuster
(1) and derives therefrom a corresponding wear signal, with the pad wear detector (10) being arranged in a separate housing (11) detachably secured to a lid element (5b) of the disk brake by means of a snap-on fastening means (41, 42) and being adapted for being actuated by said adjusting means (3, 6) via a releasable coupling component (21, 22),
characterised in that
said housing (11) is fastened for rotation on said lid element (5b) of the disk brake.
2. Pad wear detector according to Claim 1, characterised in that the pad wear detector (10) is fastened inside said housing (11) and co-operates therewith for forming an integral component.
3. Pad wear detector according to Claim 2, characterised in that the pad wear detector (10) is fastened inside said housing (11) by means of a snap-on fastening means (31, 32).
4. Pad wear detector according to Claim 1, characterised in that said housing (11) is rotatable through 360°.
5. Pad wear detector according to Claim 1 or 4, characterised in that said housing (11) is rotatable in steps by means of a latching means, preferably
in the form of a locking serration means (51, 52).
6. Pad wear detector according to any of the Claims 1 to 5, characterised in that a sealing member (60) in the form of an O-ring, a square ring or the like is disposed between said housing
(11) and its seat on the disk brake.
7. Pad wear detector according to any of the Claims 1 to 7, characterised in that a cable duct (71) formed in said housing (11) comprises a seal (72) for the signal line(s) of the detector.
8. Pad wear detector according to any of the Claims 1 to 7, characterised in that said housing (11) is made of a plastic material.
9. Pad wear detector according to any of the Claims 1 to 8, characterised in that said adjusting means (3, 6) adjusts said adjuster(s) (1) by way of a rotating movement, with the pad wear detector (10) comprising a rotational drive for detecting the respective angle of rotation, and
wherein said coupling component consists of a pinion (21) which engages in a corresponding internal toothing (22) of the pad wear detector (10).
10. Pad wear detector according to Claim 9, characterised in that the pad wear detector (10) comprises a revolving potentiometer (12).
11. Pad wear detector according to Claim 10, characterised in that a reduction gear (13), preferably in the form of a cycloid-type gearing, is disposed between said revolving
potentiometer (12) and said coupling component (21, 22).
12. Pad wear detector according to Claim 11, characterised in that said reduction gear (13) is supported in a bearing device which carries said reduction gear (13) so as to prevent it from rotation whilst displaceability in the longitudinal and
transverse directions is maintained.
13. Pad wear detector according to Claim 12, characterised in that said reduction gear (13) and its bearing device co-operate with said revolving potentiometer (12) so as to form an integral component, and are fastened inside said housing (11) together with said potentiometer.
1. Détecteur d'usure de la garniture (10) pour un frein à disque, comprenant un dispositif de rattrapage (3, 6) à maintenir essentiellement constant le jeu de ventilation des mâchoires de frein
moyennant au moins un élément de réglage (1), qui agit en direction axiale et qui est accouplé au détecteur d'usure de la garniture
(10) de manière à ce que celui-ci détecte la position axiale relative dudit élément de
réglage (1) et dérive de celui-ci un signal d'usure correspondant, au détecteur d'usure de la
garniture (10) étant disposé dans un boîtier séparé (11), qui est fixé, de façon détachable, à un élément de couvercle (5b) du frein à disque moyennant un moyen de fixation à déclic (41, 42), et étant adapté à être actionné par ledit dispositif de rattrapage (3, 6) via un élément accoupleur desserrable (21, 22),
caractérisé en ce que
ledit boîtier (11) est fixé sur ledit élément de couvercle (5b) du frein à disque de manière à permettre sa rotation.
2. Détecteur d'usure de la garniture selon la revendication 1, caractérisé en ce que le détecteur d'usure de la garniture (10) est fixé à l'intérieur dudit boîtier (11) et coopère avec le dernier de façon à former une unité intégrale.
3. Détecteur d'usure de la garniture selon la revendication 2, caractérisé en ce que le détecteur d'usure de la garniture (10) est fixé à l'intérieur dudit boîtier (11) moyennant un moyen de fixation à déclic (31, 32).
4. Détecteur d'usure de la garniture selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit boîtier (11) peut tourner par 360°.
5. Détecteur d'usure de la garniture selon la revendication 1 ou 4, caractérisé en ce que ledit boîtier (11) peut être tourné en paliers moyennant un dispositif à crans, de préférence sous forme
d'une denture à cranter (51, 52).
6. Détecteur d'usure de la garniture selon une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un élément d'étanchéité (60) sous forme d'un joint torique, d'une rondelle à quatre pans ou d'un élément similaire
est disposé entre ledit boîtier (11) et son siège sur le frein à disque.
7. Détecteur d'usure de la garniture selon une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un canal de câble (71), formé dans ledit boîtier (11), comprend un élément d'étanchéité (72) pour la ou les ligne(s) de signaux du détecteur.
8. Détecteur d'usure de la garniture selon une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que ledit boîtier (11) est fait en matière plastique.
9. Détecteur d'usure de la garniture selon une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que ledit dispositif de rattrapage (3, 6) règle le ou les élément(s) de réglage (1) par un mouvement rotatif, au détecteur d'usure de la garniture (10) comprenant une unité d'entraînement rotatif à détecter l'angle de rotation respectif,
et dans lequel ledit élément accoupleur consiste en un pignon (21), qui s'engage dans une denture intérieure (22) correspondante du détecteur d'usure de la garniture (10).
10. Détecteur d'usure de la garniture selon la revendication 9, caractérisé en ce que le détecteur d'usure de la garniture (10) comprend un potentiomètre rotatif (12).
11. Détecteur d'usure de la garniture selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'un engrenage démultiplicateur (13), de préférence sous forme d'un engrenage cycloïde, est disposé entre ledit potentiomètre
rotatif (12) et ledit élément accoupleur (21, 22).
12. Détecteur d'usure de la garniture selon la revendication 11, caractérisé en ce que ledit engrenage démultiplicateur (13) est logé dans un dispositif de logement, qui porte ledit engrenage démultiplicateur
(13) de façon à empêcher sa rotation pendant que le déplacement potentiel en sens longitudinal
et transversal est retenu.
13. Détecteur d'usure de la garniture selon la revendication 12, caractérisé en ce que ledit engrenage démultiplicateur (13) et son dispositif de logement constituent, ensemble avec ledit potentiomètre rotatif
(12), une unité intégrale et sont fixes, ensemble avec ledit potentiomètre, à l'intérieur
dudit boîtier (11).

