[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung und Überprüfung eines Sicherheitsabdruckes,
der von der Druckeinrichtung einer Frankiermaschine im Frankierdruck zusätzlich zum
Porto- und Tagesstempel auf ein Postgut aufgebracht wird.
[0002] Dabei werden insbesondere Frankiermaschinen betrachtet, die einen vollelektronischen
erzeugten Abdruck zum Frankieren von Postgut einschließlich Abdruck eines Werbeklischees
und einer Markierung liefern. Die Frankiermaschine ist mit mindestens einem Eingabemittel,
einem Ausgabemittel, einem Ein/Ausgabe-Steuermodul, mit Speichermitteln, einer Steuereinrichtung
und einem Druckermodul ausgerüstet.
[0003] Eine Frankiermaschine erzeugt in der Regel einen Aufdruck in einer mit der Post vereinbarten
Form rechtsbündig, parallel zur oberen Kante des Postgutes beginnend mit dem Inhalt
Postwert im Poststempel, Datum im Tagesstempel und Stempelabdrucke für Werbeklischee
und ggf. Sendungsart im Wahldruckstempel. Der Postwert, das Datum und die Sendungsart
bilden hierbei die entsprechend dem Poststück einzugebenden variablen Informationen.
[0004] Beim Postwert handelt es sich in der Regel um die vom Absender vorausbezahlte Beförderungsgebühr
(Franko), die einem wiederauffüllbaren Guthabenregister entnommen und zum Freimachen
der Postsendung verwendet wird.
[0005] Beim Datum handelt es sich um ein aktuelles Datum oder um ein zukünftiges Datum in
einem Poststempel. Während das aktuelle Datum von einem Uhren/Datumsbaustein automatisch
bereitgestellt wird, muß bei einer manuellen Vordatierung eine Einstellung des gewünschten
zukünftigen Datums vorgenommen werden. Interessant ist die Vordatierung in allen Fällen,
wo das Aufkommen an Postgut sehr zeitig abgearbeitet und frankiert, aber zu einem
bestimmten Termin versandt werden muß. Die Einbettung der variablen Daten für das
Datum in den Tagesstempel kann grundsätzlich ebenso wie beim Abdruck des Postwertes
vorgenommen werden.
[0006] Die genehmigten Werbeklischees können Botschaften unterschiedlichster Art beeinhalten,
insbesondere die Adresse, das Firmenlogo, das Postfach und/oder eine andere beliebige
Botschaft. Beim Werbeklischee handelt es sich um eine im postalischen Sinne zusätzliche
Angabe, die mit der Postbehörde vereinbart werden muß.
[0007] Aus der US 4 580 144 ist ein elektronisches Frankierwerk mit zwei termischen Druckeinrichtungen
bekannt, wobei mit der ersten das feste Druckbildteil (Posthoheitszeichen und Bildrahmen)
und mit der zweiten das variable Druckbildteil (Porto und Datum) nacheinander gedruckt
werden. Durch diese Aufteilung und getrennte Behandlung der variablen und konstanten
Daten kann die Druckgeschwindigkeit erhöht werden. Jedoch ist aufgrund des fehlenden
"Fingerabdruckes" hiermit kein Sicherheitsabdruck an sich schon gegeben.
[0008] Aus der DE 38 23 719 ist einerseits ein Sicherheitssystem mit einer Zeichendruck-Berechtigungsvorrichtung
bekannt. Einem Rechner der Frankiermaschine ist ein Speicher für die zu ladenden Daten
der Grafikänderung und der Daten des zugehörigen Datums zugeordnet. Wenn der Nutzer
um eine Geldmitteländerung nachsucht, wird vom Rechner der Frankiermaschine auf eine
externe Wählvorrichtung über eine Verbindungsvorrichtung (Modem) zugegriffen, die
eine Auswahl eines zu druckenden Zeichenmusters vornimmt. Nachteilig ist hierbei,
daß dem Nutzer der Frankiermaschine keine Wahlfreiheit für die Auswahl des Zeichenmusters
eingeräumt wird. Es ist vorgesehen, daß das gedruckte Zeichenmuster zur Überprüfung
der Sicherheit der Berechtigung der Frankiermaschine verwendet wird. Hier ist aber
das gesamte aufgedruckte jenes besondere Zeichenmuster aufweisende Druckbild von der
Postbehörde auszuwerten, was nur mit einem hohen Aufwand möglich ist.
[0009] Für den Frankiermaschinenaufdruck ist andererseits bereits vorgeschlagen worden,
bestimmte versteckte oder kryptifizierte Zeichen, Bar-Code, mit mehreren Druckköpfen
als sichtbare oder unsichtbare Markierungen auf das Postgut aufzubringen, um Fälschungen
identifizieren zu können.
[0010] Die US-A-4,775,246 offenbart ein Verfahren zur Erzeugung eines Sicherheitsabdruckes,
der von der Druckeinrichtung einer Frankiermaschine im Frankierdruck zusätzlich zum
Porto- und Tagesstempel auf ein Postgut aufgebracht wird, wobei von dem Mikroprozessor
der Steuereinrichtung der Frankiermaschine vor einer Druckanforderung ein Schritt
durchgeführt wird, der folgende Subschritte umfaßt:
a. Generieren einer Kombinationszahl, wobei eine stetig monoton veränderbare Größe
und eine den aufzudruckenden Portowert repräsentierende Größe zur Bildung der Kombinationszahl
zur Verfügung gestellt werden;
b. Verschlüsseln der Kombinationszahl zu einer Kryptozahl;
c. Drucken der Kryptozahl als Sicherheitsabdruck mittels eines vorgegebenen Satzes
von Symbolen in mindestens eine Reihe von visuell und maschinell auswertbaren Markierungssymbolen.
[0011] In der US 4 934 846 (ALCATEL) wird ein maschinenlesbarer Strichcode in einem gesonderten
Feld neben dem Postwertstempel abgedruckt, was aber in nachteiliger Weise die verfügbare
Abdruckfläche für den Poststempel und/oder das Werbeklischee verkleinert.
[0012] Einen solchen Bar-Code mittels eines gesonderten Druckers aufzubringen ist aus der
US 4 660 221 und aus der US 4 829 568 bekannt, wobei in letzterem Patent außerdem
ein Zeichen mit versetzten Elementen abgedruckt wird, deren Versatz die relevante
Sicherheitsinformation enthält. Der Aufdruckeinrichtung werden mittels einer Auswahleinrichtung
einerseits variable Daten von einer Speichereinrichtung und andererseits Daten von
einem Verschlüsselungsschaltkreis alternierend zugeführt. Im vorgesehenen Feld für
die variablen Daten werden alphanumerische Zeichen mit eingemischten Bereichen (SPECKLE)
erzeugt und auf das Druckmedium gedruckt. Die Auswertung erfolgt gemäß der US 4 641
346, indem ein solches Zeichen spaltenweise gelesen und mit gespeicherten Zeichen
spaltenweise verglichen wird, um die Sicherheitsinformation zurückzugewinnen. Dabei
werden die von dem Verschlüsselungsschaltkreis stammenden Daten wieder abgetrennt,
wozu eine weitere Einrichtung erforderlich ist. Die Auswertung ist dementsprechend
kompliziert und nur mittels aufwendiger Geräte und qualifizierten Postbehördenpersonals
zu bewerkstelligen.
[0013] Für eine Stapelpostverarbeitung mit einem Dienstgerät, , gemäß US 4 760 532, durch
welches nicht jedes Poststück einzeln frankiert werden muß, sondern statt dessen ein
Porto und ein zusätzlicher Paß gedruckt wird, ist bereits vorgeschlagen worden, eine
Postleitzahl in Strich-Code-Format auf das Postgut zu drucken. Dabei kann mit einem
schnellen, relativ kostengünstigen ungesicherten Drucker gearbeitet werden, mit dem
außerdem auch die Empfängeradresse aufgedruckt wird. Falls ein Nachweis einer Manipulation
an der Verrechnungseinheit des Dienstgerätes vorliegt, wird eine unrichtige Postleitzahl
in Strich-Code-Form gedruckt. Die auf dem Paß mit einem gesicherten Drucker aufgelisteten
Daten über den Stapel an Post werden nach Bearbeitung von jedem Stapel gleichzeitig
elektronisch vom Dienstgerät zur Zentralstation übermittelt. Damit kann im Postamt
im Bedarfsfall ein Verleich der auf den Paß aufgedruckten Daten mit den elektronisch
in der Zentralstation gespeicherten Daten vorgenommen werden, wenn eine als manipuliert
gekennzeichnete Post festgestellt wird. Diese so gekennzeichnete ungültige manipulierte
Post kann im Postamt aber nur aussortiert werden, wenn ständig die gesamte Post im
Postamt überprüft wird. Gemessen am Ergebnis ist dieser Aufwand viel zu hoch, zumal
damit nur eine Manipulation am Dienstgerät aber andersartige Manipulationen an der
Post auf dem Wege zum Postamt nicht ermittelt werden können.
[0014] Es ist aus dem EP 540 291 A ein Gerät zur Analyse von Postmeterbenutzung zu Fälschungszwecken
bekannt, das sich auf ein Nachkalkulationssystem stützt. Ebenfalls ist das Funktionieren
des Systems wieder auf das Abtasten des gesamten Poststromes angewiesen. Die einzelnen
frankierten Werte werden gescannt, summiert und dann mit dem Nachladebetrag für die
entsprechende Frankiermaschine verglichen. Obwohl hier Daten mit einem OCR-Leser (Optical
Character Recognition) automatisch eingegeben werden und eine aufwendige Rechentechnik
eingesetzt wird, ist diese Art der Datenerfassung relativ unsicher und für ein Postamt
zu langsam, insbesondere da die gesammte Post derartig ausgewertet werden müßte.
[0015] Der Aufdruck von kryptisierten Daten erfolgt gemäß der US 4 725 718 im Adressenfeld.
Ebenfalls bekannt ist, zur Auswertung einen Vergleich von Klartextdaten mit der kryptisierten
Darstellung dieser Daten unter Einbeziehung der Adressendaten vorzunehmen. Obwohl
für die kryptisierten Daten im Adressenfeld relativ viel Platz verbraucht wird und
auch die Generierung der kryptisierten Daten aufwendig und unter Verwendung eines
speziellen Verschlüsselungsmoduls erfolgen muß, ist dieses System nicht völlig fälschungssicher,
denn es wird ein aus Segmenten zusammengesetzter verschlüsselter Text aus den einzelnen
Ausgangsdaten erzeugt, die mit den vorgenannten Segmenten in Bezug stehen, welcher
durch ein langfristiges Beobachten ausgeforscht werden könnte. Das gilt auch, wenn
dessen Abdruck als Barcode oder in anderer maschinenlesbarer Form erfolgt. Für Frankiermaschinen
ohne Adressendruck ist - da keine Einbeziehung der Adressendaten in die Verschlüsselung
möglich ist - diese Lösung ungeeignet. Bereits in Betrieb befindliche Frankiermaschinen
mit nichtmechanischem Druckprinzip können auch aufgrund des erforderlichen zusätzlichen
speziellen Verschlüsselungsmoduls nicht verwendet werden, um eine Markierung für einen
Sicherheitsabdruck zu erzeugen. Schließlich bleibt das Problem weiterhin ungelöst,
daß die Darstellung zusätzlicher Informationen, insbesondere in Form eines Bar- bzw.
Strichcodes, relativ viel Platz erfordert.
[0016] Ein aus der US 4 949 381 bekanntes Sicherheitssystem verwendet Aufdrucke in Form
von Bitmaps in einem gesonderten Markierungsfeld unter dem Frankiermaschinenstempelabdruck.
Obwohl dort die Bitmaps besonders dicht gepackt sind, wird durch das erforderliche
relativ große Markierungsfeld das Stempelbild in seiner Höhe um die Höhe des Markierungsfeldes
verkleinert. Damit geht viel von der für ein Werbeklischee nutzbaren Fläche verloren.
Nachteilig ist auch die nötige hochauflösende Erkennungseinrichtung zur Auswertung
der Markierung mit dem zweidimensionalen Barcode, die für kleinere Postämter, die
den Aufwand für eine automatische Auswertung nicht treiben können, unakzeptabel ist.
Somit bleibt als Nachteil bestehen, daß derartige Code nur noch maschinell, d.h. nicht
mehr manuell überprüfbar sind.
[0017] Gemäß US 44 61 028 (DE 31 41 017) erfolgt eine Prüfung mit Hilfe von Referenzmustern,die
bei der Prüfung eines Vorgängerstempelabdrucks bereits Verwendung fanden. Wenn bei
jedem Abdruck variable Daten verschlüsselt abgedruckt werden und wenn die Auswertung
in Echtzeit erfolgen muß, ist dieses Verfahren ungeeignet.
[0018] Ein anderes Sicherheitssystem verwendet Aufdrucke in Form eines Diagramms (US 5 075
862) innerhalb des Frankiermaschinenstempelabdrucks. Wenn aber einzelne Druckelemente
ausgefallen sind, fehlen Dots im Druckbild, was zu einer Signalisierung einer angeblichen
Fälschung führen kann. Solche Markierungen in Diagrammform innerhalb des Frankiermaschinenstempelabdruckes
sind deshalb nicht so sicher. Selbst bei einem fehlerfreien Abdruck ist die maschinelle
Auswertung erschwert, da immer das gesamte Druckbild auszuwerten ist.
[0019] Weiterhin ist in der DE 40 03 006 A1 ein Verfahren zur Kennzeichnung von Postgut
zur Ermöglichung einer Identifikation von Frankiermaschinen vorgeschlagen worden,
wobei eine mehrstellige Kryptozahl unter Einbeziehung des Datums, der Maschinenparameter,
des Postwertes und des Werbeklischees gebildet und gesondert zwischengespeichert wird.
Über eine die Druckermittel einstellende Druckersteuerung wird die Kryptozahl beim
Druck zusätzlich in das Druckmuster eingefügt. Somit kann mittels der Kryptozahl eine
Fälschung bzw. jede Nachahmung des Frankiermaschinenstempels durch einen nichtabgerechneten
Postwertaufdruck erkannt werden. Auch bei einer Vielzahl von Nutzern einer einzigen
Frankiermaschine, kann derjenige Nutzer leicht herausgefunden werden, welcher den
Postwert manipuliert hat. Jedoch handelt es sich hierbei weder um ein vollelektronisch
erzeugtes Druckbild für einen impact-less-Drucker, noch kann ein solches Druckbild
elektronisch auf einfache Weise ausgewertet werden.
[0020] Für ein vollelektronisch erzeugtes Druckbild ist bereits in der DE 40 34 292 aus
sicherungstechnischen Gründen vorgeschlagen worden, nur einen konstanten Teil des
Frankierbildes in der Frankiermaschine zu speichern und den anderen zugehörigen variablen
Teil von der Datenzentrale an die Frankiermaschine zu senden, um das endgültige Druckbild
zusammenzusetzen. Das vollelektronisch erzeugte Werbeklischee gehört in dieser Lösung
aber ebenso zu den konstanten Daten des Frankierbildes, wie die Rahmenanordnung des
Wert- und des Tagesstempels mit Ortsangabe und ggf. der Postleitzahl.
[0021] Für die Druckdatenzusammenstellung ist hierbei bei jeder Frankierung eine Kommunikation
des einen Frankiermodul enthaltenen Endgerätes mit einer Zentrale notwendig. Dadurch
wird der Druck verzögert, was diese Lösung für eine massenhafte Frankierung von großen
Postaufkommen ebenfalls ungeeignet macht.
[0022] Bei einer aus der US 4 746 234 bekannten Frankiermaschine werden feste und variable
Informationen in Speichermitteln (ROM, RAM) gespeichert, um diese dann, wenn ein Brief
auf dem Transportpfad vor der Druckposition einen Mikroschalter betätigt, mittels
eines Mikroprozessors auszulesen und um ein Drucksteuersignal zu bilden. Beide sind
danach elektronisch zu einem Druckbild zusammengesetzt und können durch Thermaldruckmittel
auf einen zu frankierenden Briefumschlag ausgedruckt werden. Bei sehr vielen einzubindenden
variablen Fensterdruckbilddaten verzögert sich die Bildung des Drucksteuersignals
entsprechend. Die bei gleichbleibenden postalischen Daten maximal erreichbare Druckgeschwindigkeit
wird insbesondere durch die bei der Bildung des Drucksteuersignals benötigte Zeit
begrenzt. Es müßte ein zusätzlicher materieller Aufwand betrieben oder die Herabsetzung
der Druckgeschwindigkeit in Kauf genommen werden, wenn aus den Daten eine Kryptozahl
berechnet werden soll, um daraus eine Markierung für einen Sicherheitsabdruck zu erzeugen.
In beiden Fällen wäre für eine solche Maschine (hoher Preis und/oder zu langsam) letztlich
eine mangelnde Akzeptanz durch die Kunden zu erwarten.
Der Vorteil einer solchen Markierung liegt darin, daß ein von einer Frankiermaschine
abgedruckter Frankierstempel von einem Manipulator nicht ohne eine entsprechende Veränderung
der Markierung verändert werden könnte, denn ein in Fälschungsabsicht veränderter
Frankierstempel mit einer nicht zutreffenden Markierung kann grundsätzlich erkannt
werden. Andererseits wäre es nötig die manipulierte Frankiermaschine zu ermitteln,
in deren Funktion zu Manipulationszwecken eingegriffen wurde.
[0023] Es ist bereits in der US 4,812,965 ein Ferninspektionssystem für Frankiermaschinen
vorgeschlagen worden, welches auf speziellen Mitteilungen im Abdruck von Poststücken
basiert, die der Zentrale zugesandt werden müssen. Sensoren innerhalb der Frankiermaschine
sollen jede vorgenommene Verfälschungshandlung detektieren, damit in zugehörigen Speichern
ein Flag gesetzt werden kann, falls in die Frankiermaschine zu Manipulationszwecken
eingegriffen wurde. Ein solcher Eingriff könnte erfolgen, um ein nicht bezahltes Guthaben
in die Register zu laden. In nachteiliger Weise kann mit einem solchen System nicht
verhindert werden, daß ein genügend qualifizierter Manipulator, welcher in die Frankiermaschine
einbricht, seine hinterlassenen Spuren nachträglich beseitigt, indem die Flags gelöscht
werden. Auch kann damit nicht verhindert werden, daß der Abdruck selbst manipuliert
wird, welcher von einer ordnungsgemäß betriebenen Maschine hergestellt wird. Bei bekannten
Maschinen besteht die Möglichkeit, einer Herstellung von Abdrucken mit dem Portowert
Null. Derartige Nullfrankierungen werden zu Testzwecken benötigt, und könnten auch
nachträglich gefälscht werden, indem ein Portowert größer Null vorgetäuscht wird.
[0024] Es war die Aufgabe zu lösen, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden
und einen signifikanten Zuwachs an Sicherheit ohne eine außerordentliche Inspektion
vor Ort zu erreichen. Mit einem Sicherheitsabdruck soll auf unaufwendige Weise eine
Auswertung dahingehend, ob eine Manipulation am Poststück oder an der Frankiermaschine
vorgenommen wurde, ermöglicht werden.
[0025] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Erzeugung eines Sicherheitsabdruckes gemäß
Anspruch 1 bzw. durch ein Verfahren zur Überprüfung eines Sicherheitsabdruckes gemäß
Anspruch 20 gelöst.
[0026] Eine Anordnung zur Erzeugung und Überprüfung eines Sicherheitsabdruckes besteht aus
einer Frankiermaschine mit einem Mikroprozessor in einer Steuereinrichtung, welcher
eine Verschlüsselung zu Markierungspixelbilddaten durchführt und diese in die übrigen
festen und variablen Pixelbilddaten während des Druckens einfügt.
[0027] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0028] Eine Anordnung zur Überprüfung weist ein Markierungslesegerät auf, bestehend aus
einer CCD-Zeilenkamera, D/A-Wandler, Komparator und Encoder, welche über eine Ein/Ausgabeeinheit
mit einem Eingabemittel verbunden sind. Um mittels eines Computers, Speicher- und
Ausgabemittel Markierungsdaten auszuwerten, ist das Eingabemittel mit der Datenzentrale
verbunden.
[0029] Eine erste Variante der Überprüfung eines Sicherheitsabdruckes mit einer Markierungssymbolreihe
beginnt mit einer Übermittlung einer Information von der Datenzentrale an die Postbehörde,
bezüglich solcher Frankiermaschinen, die seit längerem kein Guthaben mehr nachgeladen
haben oder sich nicht mehr bei der Datenzentrale gemeldet haben und deshalb suspekt
erscheinen.
[0030] Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf der Erkenntnis, daß nur zentral in einer Datenzentrale
gespeicherte Daten vor einer Manipulation hinreichend geschützt werden können. Entsprechende
Registerwerte werden bei einer Kommunikation abgefragt, wie beispielsweise im Rahmen
einer Fernwertvorgabe eines Nachladeguthabens.
[0031] Die zugeflossenen Guthabenbeträge, welche sich in der Frankiermaschine summieren,
werden letztlich beim Frankieren verbraucht. Somit wird in einer Berechnung durch
die Datenzentrale der durchschnittliche Guthabenzufluß mit dem Abfluß an Guthaben
(Portoverbrauch) verglichen, um die bisherige Benutzung der Frankiermaschine zu analysieren
und um zukünftiges Benutzerverhalten zu prognostizieren.
[0032] Die Frankiermaschine, welche eine regelmäßige Guthabennachladung erhält oder sich
regelmäßig bei einer Datenzentrale meldet, kann dabei als unverdächtig eingestuft
werden. Die über ein prognostiziertes Nachladedatum hinaus ohne Nachladung weiter
betriebene Frankiermaschine muß jedoch nicht zwangsläufig manipuliert sein. Vielmehr
kann sich ggf. das von der Frankiermaschine zu bearbeitende Postaufkommen überdurchschnittlich
verringert haben. Wenn also in der Frankiermaschine noch genügend Restwertguthaben
verfügbar ist, muß einem Benutzer damit natürlich das Weiterfrankieren gestattet werden.
Erst eine außerordentliche Inspektion vor Ort könnte in diesem Falle klären, ob eine
Manipulation vorliegt. Diese Inspektion kann aber ein Frankiermaschinenbenutzer mit
unregelmäßigem Frankier- und Guthabennachladeverhalten aufschieben, wenn er sich bei
der Datenzentrale meldet, sobald er die Information erhält, daß seine Frankiermaschine
als suspekt gilt. Die Datenzentrale nimmt dann eine Ferninspektion vor. Zur Sicherheit
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, beide Maßnahmen, d.h. eine Ferninspektion der
Frankiermaschine durch die Datenzentrale und eine Überprüfung der Poststücke im Postamt
bzw. einem damit beauftragten Institut, durchzuführen.
[0033] Die Erfindung beruht einerseits auf der Überlegung, daß derjenige Nutzer, welcher
manipuliert hat, entweder einen erhöhten Aufwand zu tragen hätte, wenn er versucht,
seine Manipulation rückgängig zu machen, um sich rechtzeitig bei der Datenzentrale
zu melden, welche die Registerwerte abfragt, oder aber sich nur unregelmäßig bzw.
nicht mehr melden würde. Gleichzeitig ist vorgesehen, einen Eingriff in die Frankiermaschinenfunktion
zu Manipulationszwecken auch durch die Sicherheitsbauweise der Frankiermaschine mittels
Sensor und Detektoreinrichtung maximal zu erschweren. Somit gelingt es einen signifikanten
Zuwachs an Sicherheit ohne eine außerordentliche Inspektion vor Ort zu erreichen.
[0034] Andererseits wird ein Sicherheitsabdruck mit getrennten Bereichen für die Markierungsinformation
von der Frankiermaschine auf dem Poststück vorgenommen. Durch die Überprüfung einer
Markierungssymbolreihe durch eine zuständige Stelle, vorzugsweise beim Postamt, kann
die Inspektion der Frankiermaschine vor Ort ersetzt werden. Nur in begründeten Fällen
(Manipulation) müßte dann durch einen Inspektor bzw. zur Inspektion vor Ort berechtigte
Person noch eine direkte Inspektion der Frankiermaschine vor Ort vorgenommen werden.
[0035] Weil nur ein getrennter ausschließlich die Markierungsinformation aufweisender Bereich
auszuwerten ist, kann von der Postbehörde auf unaufwendige Weise und relativ problemlos
zwischen dem in Fälschungsabsicht manipulierten von solchen unmanipulierten Frankiermaschinenabdrucken
unterschieden werden. Mit der als Markierungsinformation verwendeten Symbolreihe ist
eine Auswertung leicht möglich, auch hinsichtlich eines Hinweises auf eine Maschine,
die vom Manipulator nachgeahmt wurde oder die selbst manipuliert wurde und hinsichtlich
eines Hinweises auf die Maschine, die vom Nutzer über das Ferninspektionsdatum hinaus
weiterbetrieben wurde.
[0036] Die zu Sicherheitszwecken mitabgedruckte Markierungssymbolreihe beruht in ihrer komprimierten
Darstellung auf einer verschlüsselten Kombinationszahl, deren Stellen (Digits) für
eine Zuordnung von auswertbaren Größen vorbestimmt sind. Eine Markierungssymbolreihe
kann über eine Routine durch den Mikroprozessor der Frankiermaschine ohne Verwendung
eines zusätzlichen Verschlüsselungsschaltkreises erzeugt werden. Dabei sind unterschiedliche
Varianten von Markierungsinformationen möglich, welche aus einer Markierungssymbolreihe
zurückgewonnen werden können.
[0037] Wesentlich ist neben dem eigentlich zu überprüfenden Portowert, der die eine Größe
bildet, dabei eine monoton stetig veränderbare Größe. Eine bestimmte monoton stetig
veränderbare Größe und weitere Größen bilden bestimmte Markierungsinformationsvarianten.
Für die monoton stetig veränderbare Größe kommen folgende Größen in Frage:
- augenblicklicher Summenwert an Frankierungen
- augenblicklicher Summenwert an Frankierungen seit dem letzten Nachladedatum
- noch vorhandener Guthaben-Restwert, der zum Frankieren verbraucht werden kann
- augenblickliche Datums/Zeitdaten
- augenblickliche Datums/Zeitdaten seit dem letzten Nachladedatum
- Stückzahl der frankierten Poststüche oder ihr komplement.
[0038] Die Darstellung dieser monoton stetig veränderbaren Größe, erfolgt in Form einer
ersten Zahl, welcher optional für bestimmte sinnvolle Kombinationen eine zweite Zahl
hinzugefügt werden kann, betreffend:
- Datum des letzten Nachladezeitpunktes
- Guthabennachladedaten zum Datum des letzten Nachladezeitpunktes
- eine bestimmte physikalische Größe, welche zum Datum des letzten Nachladezeitpunktes
gemessen wurde und nur der Frankiermaschine und der Datenzentrale bekannt ist.
[0039] Jeder Stelle bzw. jeder durch vorbestimmte Stellen innerhalb der Kombinationszahl
gebildeten Zahl ist eine inhaltliche Bedeutung zugeordnet. So können dann später bei
einer Auswertung, die für die weitere Auswertung relevanten Informationen separiert
werden.
[0040] Durch die monoton stetig veränderbare Größe ändert sich die Markierung bei jedem
Druck, was ein derartiges frankiertes Poststück unverwechselbar macht, und liefert
gleichzeitig eine Information über den bisherigen Guthabenverbrauch und die letzten
Guthabennachladedaten zum Zeitpunkt der letzten Guthabennachladung oder über bestimmte
weitere Daten, wie das letzte Nachladedatum/Zeit usw.
[0041] Die vorgenannte Information über weitere Daten kann aber ebenso vom Postamt bzw.
dem mit der Überprüfung beauftragten Institut von der Datenzentrale abgefragt werden.
In diesem Fall, wenn die entsprechende eine zweite Zahl bildende Größe in der Datenzentrale
gespeichert vorliegt, braucht die monoton veränderbare Größe nur teilweise zur Bildung
der Kombinationszahl einbezogen werden, wobei aber dann nur der Teil maximaler Veränderung
zur Bildung einer ersten Zahl einbezogen wird.
[0042] Eine weitere vorbestimmten Stellen der Kombinationszahl zugeordnete dritte Zahl entspricht
der Größe des Portowertes. Eine vierte Zahl entspricht der Information über die entsprechende
Frankiermaschinenidentifikationsnummer (Seriennummer). Die Information kann im Frankierstempel
zusätzlich oder ausschließlich als Barcode abgedruckt werden. Eine solche Information
kann ebenfalls die Quersumme oder eine andere in geeigneter Weise aus der Identifikationsnummer
abgeleitete Zahl sein, da es lediglich darauf ankommt, den Frankierstempel auf dem
Poststück bzw. indirekt die Frankiermaschine mittels des Abdrucks auf Manipulation
zu überprüfen. Bei festgestellter Manipulation muß es außerdem möglich sein, das Poststück
zur Ermittlung des wahren Absenders zu öffnen.
[0043] Eine Überprüfung einer Frankiermaschine bzw. ihrer Benutzers beinhaltet deshalb folgende
Schritte:
- die Frankiermaschine übermittelt ihre Registerwerte an die Datenzentrale zwecks Überprüfung,
- Ermitteln des Zeitpunktes der nächsten Kommunikation durch die Datenzentrale und/oder
Frankiermaschine.
- die Datenzentrale prüft die Verdachtsmomente und meldet dies der Frankiermaschine
oder löst eine außerplanmäßige Überprüfung der Frankiermaschine vor Ort aus,
- durch das zuständige Postamt oder ein damit beauftragtes Prüfinstitut wird der Sicherheitsabdruck
auf Basis einer Stichprobenkontrolle oder auf Basis einer Information von der Datenzentrale,
daß die Frankiermaschine als verdächtig eingestuft wird, überprüft,
- Auswertung der zusätzlich im Sicherheitsabdruck enthaltenen speziellen Zeichen, oder
des Fehlens solcher speziellen Zeichen, falls die Frankiermaschine selbst eine Manipulation
feststellt,
- Ermittlung des wahren Absenders im Falle einer Manipulation.
[0044] Für die zeitkritische Erzeugung der Markierungsdaten wird der Mikroprozessor der
Frankiermaschine verwendet, um nach dem Abschluß aller Eingaben mindestens eine Kombinationszahl
aus den vorbestimmten Größen zu bilden und um diese nach einem Verschlüsselungsalgorithmus
zu einer Kryptozahl zu verschlüsseln, welche dann in eine Markierungssymbolreihe umgesetzt
wird. Zur Überprüfung eines Sicherheitsabdruckes ist eine stichprobenhafte oder zentral
initierte Kontolle von Poststücken vorgesehen, um aus der abgedruckten Markierung
eines Sicherheitsabdruckes in einer Postbehörde oder ähnlichen dazu berechtigten Institution
die einzelnen Informationen zurückzugewinnen und mit den offen auf dem Poststück abgedruckten
Informationen zu vergleichen.
[0045] Die Überprüfung der Markierungssymbolreihe durch die Postbehörde beruht nach einer
zweiten Variante ausschließlich auf Stichproben. Bei der Stichprobenüberprüfung wird
der Abdruck irgendeines beliebig ausgewählten Poststückes auf Manipulation untersucht,
ohne daß es bereits anderweitig Hinweise auf Manipulation bzw. Verdachtsmomente gegeben
hat.
[0046] Nach Erfassung aller Symbole einer Symbolreihe und deren Umwandlung in Daten kann
mit dem entsprechenden DES-Schlüssel deren Entschlüsselung vorgenommen werden. Im
Ergebnis liegt dann die KOMBI-Zahl vor, aus der die Größen, insbesondere die Summe
aller Frankierwerte und der aktuelle Portowert abgespalten werden. Die abgespaltene
Größe Portowert wird mit dem offen aufgedruckten Portowert verglichen.
[0047] Der Wert einer abgespaltenen aktuellen Größe, beispielsweise der Summenwert aller
bisher seit letzter Nachladung vorgenommenen Frankierwerte wird einer Monotonieprüfung
mittels Daten des zuletzt erfaßten Wertes dieser Größe unterzogen. Damit wird ausgeschlossen,
daß beispielsweise durch betrügerisches Kopieren des Frankierabdruckes mittels eines
Farbkopierers scheinbar echte Kopien entstehen, die nicht vom Orginal zu unterscheiden
wären. Zwischen der tatsächlich in der Markierung verschlüsselt mitabgedruckten aktuellen
Größe und der zuletzt erfaßten Größe muß eine Differenz in mindestens der Höhe des
Portowertes liegen. Im vorgenannten Fall ist die zuletzt erfaßte Größe der im Datenzentrum
bei der letzten Fernabfrage der Registerstände eingespeicherte Summenwert aller bisher
vorgenommenen Frankierungen. Ebenso kann, wenn nach der Entschlüsselung aus der KOMBI-Zahl
die entsprechende Größe abgetrennt worden ist, durch einen Vergleich die Fälschung
der Frankiermaschinenseriennummer mittels der Markierung erkannt werden.
[0048] Wenn bezüglich der Identifikation der Seriennummer der Frankiermaschine keine Manipulation
festgestellt werden konnte, übermittelt die Postbehörde bzw. das mit der Prüfung beauftragten
Institut die zugehörige Frankiermaschinenseriennummer der Datenzentrale. Mit dieser
Information könnten die Poststücke (Briefe) im Zusammenwirken mit der Datenzentrale
von dieser indirekt überprüft werden.
[0049] Ist zweifelsfrei erwiesen, daß der Aufdruck manipuliert worden ist, wird der auf
dem Poststück angegebene Absender überprüft. Dazu kann die mitabgedruckte Seriennummer
der Frankiermaschine dienen, wenn darüber eine Identifizierung des Absenders möglich
ist oder aber, falls vorhanden, der im Klartext auf den Briefumschlag gedruckte Absender.
Fehlt eine solche Angabe oder ist die Frankiermaschinen-Seriennummer manipuliert worden,
kann zur Ermittlung des Absenders der Brief legal geöffnet werden.
[0050] Die vorgenannte Markierung wird vorzugsweise in Form einer Reihe an Symbolen in einem
Feld des Frankiermaschinenbildes gleichzeitig mit diesem durch den einzigen Druckermodul
gedruckt. Die Form der Symbole mit ihren orthogonalen Kanten ermöglicht eine Mustererkennung
mit minimalem rechentechnischen Aufwand.
[0051] Bereits eine integrale Messung des Schwärzungsgrades mit einem einfachen optoelektronischen
Sensor (z.B. Fototransistor) und nachgeschaltetem A/D-Wandler ermöglicht eine besonders
einfache und schnelle Maschinenlesbarkeit. Für diesen Zweck wurden die Symbole derart
gestaltet, daß sie sich eindeutig in ihrem integralen Schwärzungsgrad (Anteil der
bedruckten Fläche an der Fläche des Zeichenfeldes) unterscheiden. Jedem Symbol entspricht
damit ein bestimmter Wert am Ausgang des A/D-Wandlers. Mit der Symbolreihe wird gegenüber
dem Strichcode eine höhere Informationsdichte erreicht und somit Platz im Frankiermaschinendruckbild
eingespart. Andererseits können mittels der grafischen Symbole mehr Informationen
kodiert gedruckt werden.
[0052] Ein weiterer Vorteil gegenüber einem Strichcode besteht in der durch die Symbolhaftigkeit
des Bildinhaltes bedingten guten Lesbarkeit der einzelnen aneinander- gereihten Symbole
im Markierungsfeld und die Möglichkeit den Bildinhalt für eine manuelle Auswertung
sprachlich zu erfassen. Durch die Symbolhaftigkeit wird neben der maschinellen auch
eine visuelle Auswertung durch einen trainierten Prüfer, der die Form und den Begriffsinhalt
der Symbole auswertet, im Postamt ermöglicht.
[0053] Einerseits waren eine maschinenlesbare als auch manuell lesbare und decodierbare
Form der Kennzeichnung, welche zusammen mit dem Frankierabdruck sichtbar auf das Poststück
oder den Frankierstreifen aufgebracht werden kann, und andererseits eine Lösung zum
Zusammensetzen von konstanten und von schnell änderbaren editierbaren Daten für Frankiermaschinen
und zu deren Drucksteuerung für einen spaltenweisen Druck eines Frankierdruckbildes
zu entwickeln. Die vorgenannten Lösungen zum Stand der Technik sind entweder zur Erreichung
einer hohen Druckgeschwindigkeit zu aufwendig bzw. weisen mehrere Drucker auf oder
sind für ein zeitoptimiertes Zusammensetzen von konstanten und variablen Daten zur
Bildung eines Drucksteuersignals für einen einzigen Drucker ungeeignet.
[0054] Die Erfindung geht davon aus, daß nach dem Einschalten der Frankiermaschine automatisch
der Postwert im Wertabdruck entsprechend der letzten Eingabe vor dem Ausschalten der
Frankiermaschine und das Datum im Tagesstempel entsprechend dem aktuellem Datum vorgegeben
werden und daß für den Abdruck die variablen Daten in die festen Daten für den Rahmen
und für alle unverändert bleibenden zugehörigen Daten elektronisch eingebettet werden.
Diese variablen Daten der Fensterinhalte werden nachfolgend kurz als Fensterdaten
und alle festen Daten für den Wertstempel, den Tagesstempel und den Werbeklischeestempel
als Rahmendaten bezeichnet. Die Rahmendaten sind einem ersten Speicherbereich eines
Nurlesespeichers (ROM), welcher zugleich als Programmspeicher dient, entnehmbar. Die
Fensterdaten werden einem zweiten Speicherbereich entnommen und entsprechend der Eingabe
in einen nichtflüchtigen Arbeitsspeicher gespeichert und sind diesem jederzeit zwecks
eines Zusammensetzens zu einer Gesamtdarstellung eines Frankierbildes entnehmbar.
[0055] Es wird vorgeschlagen, hexadezimale Fensterdaten in lauflängenkodierter Form in die
jeweils getrennten Speicherbereiche eines nichtflüchtigen Arbeitsspeichers zu übertragen
und dort abzuspeichern. Falls keine neue Eingabe vorgenommen wird, erfolgt eine Übernahme
in einen flüchtigen Pixelspeicher und eine Einordnung der Fensterdaten entsprechend
der vorbestimmten Zuordnung in die Rahmendaten. Hierbei ist es aber durch die Erfindung
möglich, zeitoptimiert zu arbeiten, so daß die Druckgeschwindigkeit hoch wird. Erfindungsgemäß
werden die Daten aus beiden Speicherbereichen entsprechend einer vorbestimmten Zuordnung
vor dem Druck zu einem Pixeldruckbild zusammengesetzt und während des Druckes zu einer
Spalte des gesamten Frankiermaschinendruckbildes vervollständigt. Diejenigen variablen
Daten, welche während des Druckes in die Druckspalte eingebettet werden, umfassen
mindestens die Markierungsdaten. Der Zeitaufwand für das vorherige Zusammensetzen
des gesamten Pixelbildes mit den übrigen Daten, ist dementsprechend reduziert. Das
vorherige Zusammensetzen erfolgt ähnlich wie beim Datum im Poststempel und wie beim
Postwert im Wertabdruck, wobei die variable Information im dafür vorgesehnen Fenster
nachträglich ergänzt und modifiziert werden kann. Um Zeit einzusparen, werden nur
die Teile einer graphischen Darstellung bei einer Änderung neu im nichtflüchtigen
Arbeitsspeicher eingespeichert, die tatsächlich geändert werden.
[0056] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung
der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es
zeigen:
- Figur 1,
- Blockschaltbild einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten
ersten Variante einer Frankiermaschine,
- Figur 2,
- Kommunikation bei einer Auswertung eines Sicherheitsabdruckes
- Figur 3a,
- Darstellung eines Sicherheitsabdruckes mit einem Markierungsfeld
- Figur 3b
- bis 3e, Weitere Varianten der Anordnung von Markierungsfeldern für Sicherheitsabdruck
- Figur 3f,
- Darstellung eines Satzes an Symbolen für ein Markierungsfeld im Werbeklischee
- Figur 4a,
- Aufbau einer Kombinationszahl,
- Figur 4b,
- Sicherheitsabdruck-Auswerteschaltung,
- Figur 4c,
- Teilschritt zur Markierungssymbol-Erkennung,
- Figur 4d,
- Sicherheitsabdruck-Auswerteverfahren,
- Figur 5,
- Ablaufplan für die Drückbilderstellung für die erste Variante der Frankiermaschine
mit zwei Pixelspeicherbereichen,
- Figur 6,
- Ablaufplan für eine zweite zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten
ersten Variante einer Frankiermaschine mit einem Pixelspeicherbereich,
- Figur 7,
- Postwertzeichenbild mit zugeordneten Druckspalten,
- Figur 8,
- Darstellung der auf ein Pixelspeicherbild bezogenen und davon getrennt gespeicherten
Fensterkennwerte,
- Figur 9a,
- Dekodierung des Steuercode, Dekomprimierung und Laden der festen Rahmendaten sowie
Bildung und Speicherung der Fensterkennwerte,
- Figur 9b,
- Einbettung von dekomprimierten aktuellen Fensterdaten vom Typ 1 in die dekomprimierten
Rahmendaten nach dem Start der Frankiermaschine bzw. nach dem Editieren von Rahmendaten,
- Figur 9c,
- Einbettung von dekomprimierten variablen Fensterdaten vom Typ 1 in die dekomprimierten
Rahmendaten nach dem Editieren dieser Fensterdaten vom Typ 1,
- Figur 10,
- Bildung neuer kodierter Fensterdaten vom Typ 2 für ein Markierungsbild,
- Figur 11,
- Dekodierung von Steuercode und Umsetzung in dekomprimierte binäre Fensterdaten vom
Typ 2,
- Figur 12,
- Druckroutine für das Zusammensetzen von Daten aus den Pixelspeicherbereichen I und
II,
- Figur 13,
- Druckroutine für das Zusammensetzen aus einem Pixelspeicherbereich I und Arbeitsspeicherbereichen
entnommenen Daten,
[0057] Die Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Frankiermaschine mit einem Druckermodul
1 für ein vollelektronisch erzeugtes Frankierbild, das ein Werbeklischee und/oder
eine Markierung für einen Sicherheitsabdruck enthält, mit mindestens einem Betätigungselemente
aufweisenden Eingabemittel 2, und mit einer Anzeigeeinheit 3, die beide über einen
Ein/Ausgabe-Steuermodul 4 gekoppelt sind, einem nichtflüchtigen Speicher 5 für mindestens
die konstanten Teile des Frankierbildes sowie mit einer Steuereinrichtung 6. Ein Charakterspeicher
9 liefert die nötigen Druckdaten für den flüchtigen Arbeitsspeicher 7. Die Steuereinrichtung
6 weist einen Mikroprozessor µP auf, der mit dem Ein/Ausgabe-Steuermodul 4, mit dem
Charakterspeicher 9, mit dem flüchtigen Arbeitsspeicher 7 und mit dem nichtflüchtigen
Arbeitspeicher 5, mit einem Kostenstellenspeicher 10, mit einem Programmspeicher 11,
mit einer Transport- bzw. Vorschubvorrichtung ggf. mit Streifenauslösung 12, einem
Encoder (Kodierscheibe) 13 sowie mit einem ständig in Betrieb befindlichen Uhren/Datums-Baustein
8 in Verbindung steht.
[0058] Ein zusätzlich entwickeltes Verfahren zur Verbesserung der Sicherheit von Frankiermaschinen
gemäß der deutschen Anmeldung P 43 44 476.8 beruht auf der Überlegung, die Verfälschung
von in der Frankiermaschine gespeicherten Daten so weit zu erschweren, daß sich der
Aufwand für einen Manipulator nicht mehr lohnt. In Verbindung mit diesem Verfahren
kann - in der in der Figur 1 gezeigten Weise - am Ein-/Ausgabe-Steuermodul 4 ein Sensor
21 mit einer Detektoreinrichtung 20 angeschlossen werden. In einer anderen Variante
kann aber auch - in einer in der Figur 1 nichtgezeigten Weise - am Mikroprozessor
direkt oder innerhalb des Mikroprozessors eine entsprechende Sicherheitseinrichtung
vorgesehen sein.
[0059] Die bevorzugte Anordnung zur Erzeugung eines Sicherheitsabdruckes für Frankiermaschinen,
weist im Programmspeicher 11 einen ersten Speicherbereich A (u.a. für die Daten der
konstanten Teile des Frankierbildes u.a. den Werbeklischee-Rahmen) auf. Die Subspeicherbereiche
Ai sind für i = 1 bis m Rahmen- oder Fixdaten vorgesehen, wobei ein zugeordnetes Indiz
i den jeweiligen Rahmen kennzeichnet, welcher vorzugsweise einer bestimmten Kostenstelle
zugeordnet ist. Üblicherweise wird eine Kostenstellennummer eingegeben, um u.a. damit
das Werbeklischee auszuwählen. Es ist aber auch schon ein hier vorteilhaftes Verfahren
zur anwenderorientierten Abrechnung vorgeschlagen worden, in welchem das ausgewählte
Klischee untersucht wird, um die Kostenstelle automatisch zu ermitteln, unter welcher
abgerechnet werden soll.
[0060] Im Charakterspeicher 9 sind alle alphanumerischen Zeichen bzw. Symbole pixelweise
als binäre Daten abgelegt. Daten für alphanumerische Zeichen bzw. Symbole sind im
nichtflüchtigen Arbeitsspeicher 5 komprimiert in Form einer Hexadezimalzahl abgespeichert.
Sobald die Nummer der Kostenstelle eingegeben bzw. im Speicherbereich C gespeichert
vorliegt, werden die komprimierten Daten aus dem Programmspeicher 11 mit Hilfe des
Charakterspeichers 9 in ein binäre Pixeldaten aufweisendes Druckbild umgewandelt,
welches in solcher dekomprimierten Form im flüchtigen Arbeitsspeicher 7 gespeichert
wird.
[0061] Entsprechend der vom Encoder 13 gelieferten Positionsmeldung über den Vorschub der
Postgutes bzw. Papierstreifens in Relation zum Druckermodul 1 werden die komprimierten
Daten aus dem Arbeitsspeicher 5 gelesen und mit Hilfe des Charakterspeichers 9 in
ein binäre Pixeldaten aufweisendes Druckbild umgewandelt, welches ebenfalls in solcher
dekomprimierten Form im flüchtigen Arbeitsspeicher 7 gespeichert wird. Zur Erläuterung
der Erfindung werden nachfolgend Arbeitsspeicher 7a, 7b und Pixelspeicher 7c verwendet,
obwohl es sich hierbei physikalisch vorzugsweise um einen einzigen Speicherbaustein
handelt.
[0062] Der Arbeitsspeicher 7b und der Pixelspeicher 7c stehen mit dem Druckermodul 1 über
eine ein Druckregister (DR) 15 und eine Ausgabelogik aufweisende Druckersteuerung
14 in Verbindung. Der Pixelspeicher 7c ist ausgangsseitig an einen ersten Eingang
der Druckersteuerung 14 geschaltet, an deren weiteren Steuereingängen Ausgangssignale
der Mikroprozessorsteuereinrichtung 6 anliegen.
[0063] Die einmal aufgerufenen konstanten Teile des Frankierbildes und Werbeklischees stehen
im Pixelspeicherbereich I im flüchtigen Pixelspeicher 7c ständig dekodiert zur Verfügung.
Für eine schnelle Änderung der Fensterdaten, existiert ein zweiter Speicherbereich
B im nichtflüchtigen Arbeitsspeicher 5. Der Pixelspeicherbereich I im Pixelspeicher
7c ist ebenfalls für die ausgewählten dekomprimierten Daten der variablen Teile des
Frankierbildes vorgesehen, welche mit dem Indiz j gekennzeichnet sind. Der zweite
Pixelspeicherbereich II im Pixelspeicher 7c ist für die ausgewählten dekomprimierten
Daten der variablen Teile des Frankierbildes vorgesehen, welche mit dem Indiz k gekennzeichnet
sind. Hierbei handelt es sich um die erst unmittelbar vor dem Abdrucken des Sicherheitsabdrucks
gebildeten Markierungsdaten.
[0064] Es wurde bereits vorgeschlagen, mit nur einem Mikroprozessor und einem Druckmodul
einer Frankiermaschine ein Verfahren und eine Anordnung zur schnellen Erzeugung eines
Sicherheitsabdruckes zu schaffen (EP 576 113). Das Einbetten der Druckdaten der Markierungsinformation
in die übrigen Druckdaten erfolgt vorzugsweise während des Druckens der jeweiligen
Spalte.
[0065] Mittels des vollelektronisch erzeugten Druckbildes, gelingt es zur Realisierung des
Sicherheitsabdrucks, die variablen Daten der Markierung in ein oder mehrere Fenster
innerhalb eines festen durch das Frankiermaschinendruckbild gegebenen Rahmens während
des spaltenweisen Druckens einzubetten. Ein wesentlicher Grund dafür, daß die Druckgeschwindigkeit
durch die erforderliche Zeitdauer zur Bildung der Markierungsdaten nicht herabgesetzt
wird, liegt in der Erschließung einer Zeitreserve während des Druckes, durch den Mikroprozessor
der Steuereinrichtung, der die spaltenweise Einbettung von Fensterdaten durchführt.
[0066] Die Speicherbereiche B bis ST im nichtflüchtigem Arbeitsspeicher 5 können eine Vielzahl
von Subspeicherbereichen enthalten, unter welchen die jeweiligen Daten in Datensätzen
gespeichert vorliegen. Die Subspeicherbereiche B
j sind für j = 1 bis n semivariable Fensterdaten und B
k für k = 1 bis p variable Fensterdaten vorgesehen, wobei verschiedene Zuordnungen
zwischen den Subspeicherbereichen der verschiedenen Speicherbereiche auswählbar und/oder
vorbestimmt gespeichert sind.
[0067] Die Zahlenketten (strings) die für die Erzeugung der Eingabedaten mit einer Tastatur
2 oder aber über eine an die Ein/Ausgabeeinrichtung 4 angeschlossene, den Portowert
errechnende, elektronische Waage 22 eingegeben werden, werden automatisch im Speicherbereich
ST des nichtflüchtigen Arbeitsspeichers 5 gespeichert. Außerdem bleiben auch Datensätze
der Subspeicherbereiche, zum Beispiel B
j, C usw., erhalten. Damit ist gesichert, daß die letzten Eingabegrößen auch beim Ausschalten
der Frankiermaschine erhalten bleiben, so daß nach dem Einschalten automatisch der
Postwert im Wertabdruck entsprechend der letzten Eingabe vor dem Ausschalten der Frankiermaschine
und das Datum im Tagesstempel entsprechend dem aktuellem Datum vorgegeben wird.
[0068] Es ist vorgesehen, daß mit der Steuereinrichtung 6 der Programmspeicher 11 verbunden
ist, wobei die Daten für die konstanten Teile des Frankierbildes, welche mindestens
einen Werbeklischeerahmen betreffen, in einem ersten Speicherbereich A
i gespeichert sind und wobei ein zugeordneter Namen den Werbeklischeerahmen kennzeichnet.
Es ist weiterhin vorgesehen, daß mit der Steuereinrichtung 6 der nichtflüchtige Arbeitsspeicher
5 verbunden ist, wobei die Daten für die semivariablen Teile des Frankierbildes in
einem zweiten Speicherbereich B
j gespeichert sind und ein zugeordneter Namen den semivariablen Teil kennzeichnet,
wobei eine erste Zuordnung der Namen der semivariablen Teile zu den Namen der konstanten
Teile besteht. In der Frankiermaschine kann eine zweite Zuordnung entsprechend der
in einem dritten Speicherbereich C gespeicherten Kostenstellen-Nummer vorgenommen
werden, so daß wahlweise jeder Kostenstelle KST ein Werbeklischee zugeordnet ist.
[0069] Die entsprechende Zuordnung der jeweiligen Kostenstelle zu den Rahmendaten wird nach
dem Einschalten automatisch abgefragt. In einer anderen Variante muß nach jedem Einschalten
während der Startroutine die Kostenstelle erneut in den Speicherbereich C eingegeben
werden, während sie bei kurzzeitigen Betriebsspannungsunterbrechungen erhalten bleibt.
Die Anzahl von gedruckten Briefen mit der jeweiligen o.g. Einstellung des Werbeklischees
über die Kostenstelle wird in der Frankiermaschine für eine spätere Auswertung registriert.
[0070] In einem jeden Datensatz eines Subspeicherbereiches A
i, B
j bzw. B
k sind abwechselnd nacheinander Steuercode und lauflängenkodierte Rahmen- bzw. Fensterdaten
enthalten.
[0071] Vor dem ersten Druck werden aus dem nichtflüchtigen Programmspeicher 11 die jeweiligen
ausgewählten gemeinsamen Rahmendaten für den Werbeklischeestempel, für den Poststempel
und den Portostempel in die Register 100, 110, 120, ..., eines flüchtigen Arbeitsspeichers
7a übernommen, wobei während der Übernahme Steuercode dekodiert und in einem gesonderten
Speicherbereich des Arbeitsspeichers 7b gespeichert werden. Ebenso werden die jeweiligen
ausgewählten Fensterdaten in Register 200, 210, 220, ..., geladen. Vorzugsweise werden
die Register von Subspeicherbereichen im Speicherbereich des Arbeitsspeichers 7a gebildet.
In einer anderen Variante sind diese vorgenannten Register und/oder der flüchtige
Arbeitsspeicher 7 Bestandteil der Mikroprozessorsteuerung 6.
[0072] Durch Dekomprimieren werden die lauflängenkodierten hexadezimalen Daten in entsprechende
binäre Pixeldaten überführt. Dabei werden die dekomprimierten binären Pixeldaten,
die über einen längeren Zeitraum unverändert bleiben können, in einen ersten Pixelspeicherbereich
I und die binären Pixeldaten, die die sich ständig mit jedem Abdruck ändernden Markierungsdaten
betreffen, in den zweiten Pixelspeicherbereich II übernommen. Die Figur 1 zeigt ein
Blockschaltbild für eine solche erste Variante der erfindungsgemäßen Lösung.
[0073] Die zeitlich weniger veränderbaren (semivariablen) Fensterdaten werden nachfolgend
als Fensterdaten vom Typ 1 bezeichnet. Dagegen werden mit Fensterdaten vom Typ 2 nachfolgend
die ständig wechselnden (variablen) Fensterdaten bezeichnet.
[0074] Neue Rahmen- und/oder Fensterdaten vom Typ 1 können ausgewählt werden, solange nach
dem Einfügen und Einspeichern von binären Pixeldaten in den ersten Pixelspeicherbereich
I ein Bedarf dazu besteht. Ist das nicht der Fall, folgt eine automatische Erzeugung
von Fensterdaten vom Typ 2 mit anschließenden Dekomprimieren sowie deren Einspeicherung
als binären Pixeldaten in den zweiten Pixelspeicherbereich II. In einer anderen nicht
gezeigten Variante können oben genannte Schritte wiederholt werden, falls noch immer
keine Druckanforderung vorliegt. Das Zusammensetzen mit den übrigen im Pixelspeicherbereich
I gespeicherten binären Pixeldaten erfolgt vorzugsweise nach Vorliegen einer Druckanforderung
während einer Druckroutine.
[0075] Mittels der Eingabemittel 2 und der Steuereinrichtung 6 können die Daten in den Speicherbereichen
C, D und E geändern werden. Dabei wird vorzugsweise der derselbe Mikroprozessor der
Steuereinrichtung 6, der auch die Abrechnungsroutine und die Druckroutine ausführt,
genutzt. Die Daten aus den Speicherbereichen werden entsprechend einer vorher festgelegten
(in gewissen Grenzen frei wählbaren) Zuordnung während des Druckes zu einer Gesamtdarstellung
eines Sicherheitsabdruckes zusammengesetzt. Hierbei finden beispielsweise vierte und
fünfte Speicherbereiche D und E des nichtflüchtigen Arbeitsspeichers 5 Verwendung.
In dem vierten Speicherbereich D des nichtflüchtigen Speichers 5 liegt ein Namen gespeichert
vor, der den aktuell eingestellten Rahmen eines Werbeklischees kennzeichnet, während
in einem fünften Speicherbereich E Daten für eine weitere wählbare Zuordnung von mindestens
einem Werbeklischeeteil zu einem Rahmen des Werbeklischees entsprechend dem vorgenannten
Namen gespeichert sind. Es ist vorgesehen, daß die Daten aus den Speicherbereichen
entsprechend einer vorher festgelegten (in gewissen Grenzen frei wählbaren) Zuordnung
während des Druckes zu einer Gesamtdarstellung eines Sicherheitsabdruckes zusammengesetzt
werden.
[0076] Die Identifikation einer Frankiermaschine erfolgt gewöhnlich mittels einer 8-stelligen
Seriennummer, welche aber nur teilweise in die Markierungssymbolreihe einzugehen braucht,
um damit eine Überprüfung der in Klarschrift abgedruckten Seriennummer zu ermöglichen.
Das kann in einer einfachen Variante beispielsweise die Quersumme aus der Seriennummer
sein. In komplizierteren anderen Varianten gehen noch andere Daten zur Bildung einer
vorzugsweise mindestens 2-stelligen Information ein, welche die Überprüfung der Seriennummer
gestattet.
[0077] Insbesondere kann, in Abänderung der in DE 40 03 006 A1 gezeigten Lösung, eine Kennzeichnung
von Postgut auf der Basis einer Kryptozahl erzeugten Markierung zur Ermöglichung einer
Identifikation von Frankiermaschinen ohne Schwierigkeiten vorgenommen werden, wenn
die mehrstellige Kryptozahl nicht unter Einbeziehung der als hexadezimale Zahl gespeicherten
Datenwerte des gesamten Klischees, sondern nur unter Einbeziehung ausgewählter Datenwerte
des Klischeerahmens und weiterer Daten, wie der Maschinenparameter der Werteinstellung
und des Datums gebildet und zwischengespeichert wird. Es können mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren nicht nur Ziffernoder Zahlenwerte, wie die Nummer des verwendeten Werbeklischees,
sondern auch Datenwerte der Bildinformation zur Bildung der verschlüsselten Information
herangezogen wird. Im Unterschied zur DE-PS 40 03 006 kann zur Bildung der Kryptozahl
jeder beliebige Bereich des Werbeklischees, welchem separate Daten, in einem Datensatz
zugeordnet sind, herangezogen werden. Aus diesem Datensatz werden hierzu, einzelne
Daten ausgewählt. Dabei ist es von Vorteil, daß das Spaltenende für jede zu druckende
Spalte als Steuercode gekennzeichnet ist, der sich an die lauflängenkodierten hexadezimalen
Daten anschließt. Dabei können vorzugsweise die an erster Stelle des Datensatzes stehenden
lauflängenkodierten hexadezimalen Daten verwendet werden.
[0078] Durch eine in der Maschine vorhandene und/oder erzeugte Größe, insbesondere durch
das aktuelle Datum, werden die zugehörigen Daten der spaltenweisen regionalen Bildinformation
aus dem Datensatz ausgewählt, um mindestens eine Anzahl an Daten (Hexadezimalzahlen)
zu entnehmen.
[0079] Weiterhin können zu jeder Werbeklischeenummer auch mehrere Datensätze zuordenbar
sein, wobei ein jeder Datensatz die einen Teilbereich des Werbeklischees betreffenden
Daten aufweist. Dabei wird durch eine in der Maschine vorhandene und/öder erzeugte
Größe, der Datensatz mit den zugehörigen Daten der spaltenweisen regionalen Bildinformation
ausgewählt, um mindestens eine Anzahl an Daten (Hexadezimalzahlen) zu entnehmen.
[0080] Vorzugsweise werden diejenigen einer vorbestimmten Druckspalte entsprechenden lauflängenkodierten
hexadezimalen Daten zusammen mit mindestens einigen der Daten der Maschinenparameter
(Seriennummer, monoton veränderbare Größe, Zeitdaten, Inspektionsdaten, wie beispielsweise
die Anzahl der Drucke bei der letzten Inspektion, oder Suspiciousvariable) und des
Portowertes zu einer Zahl in spezieller - in Zusammenhang mit der Figur 10 erläuterten
- Weise kombiniert und verschlüsselt. Bei der Bildung neuer kodierter Fensterdaten
vor deren Abspeicherung in dem zweiten Speicherbereich II kann für einen hohen Sicherheitsstandard
beispielsweise der DES-Algorithmus (Data Encryption Standard) zur Verschlüsselung
und zusätzlich eine Umwandlung in einen speziellen graphischen Zeichensatz angewendet
werden. Damit gelingt die Verschlüsselung von mindestens einer ersten, dritten und
vierten Zahl umfassenden Kombinationszahl in einem 8 Byte langen Datensatz.
[0081] Durch den Charakterspeicher 9 wird eine Umwandlung einer Kryptozahl in eine Symbole
aufweisende Kennzeichnung vorgenommen. Insbesondere wird eine durch eine weitere Größe,
in vorteilhafter Weise durch den Postwert, ausgewählte Liste, die den einzelnen Kryptozahlen
graphische Symbole zuordnet, verwendet. Dabei werden die verschlüsselten hexadezimalen
Daten mittels des Charakterspeichers dekomprimiert, um das aus den zu druckenden Symbolen
gebildete Kennzeichen zu drucken. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine auch maschinenlesbare
Markierung.
[0082] Jedoch sind ebenso andere Verschlüsselungsmethoden und Methoden zur Umwandlung der
Kryptozahl in eine Markierung bzw. Kennzeichnung geeignet.
[0083] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Fensterdaten vom Typ 2 für die Sicherheitsmarkierungen
in einem separaten Fenster im Postwertstempel oder im Tagesstempel oder zwischen beiden
Stempeln untergebracht werden. Dann wird der gesamte Frankierabdruck nicht vergrößert
(was auch postalisch nicht zulässig ist) bzw. es wird kein zusätzliches Druckwerk,
das an anderer Stelle des Briefes druckt, erforderlich.
[0084] Es können zusätzlich besonders erzeugte verschlüsselte und in einem sechsten Speicherbereich
F abgelegte Markierungsdaten zur Kennzeichnung - beispielsweise der Frankiermaschinenseriennummer
- eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die maschinenlesbare aber unverschüsselt
als Bar-Code abgedruckte Mitteilung der Frankiermaschinenseriennummer, deren Daten
entweder aus dem Speicherbereich F des nichtflüchtigen Arbeitsspeichers 5 oder aus
dem Programmspeicher 11 entnommen werden, um diese in das Frankierbild - wie beispielsweise
anhand der Figur 3e gezeigt - einzufügen. Eine Mitteilung der mittels einem separaten
Drucker aufzubringenden Absenderadresse mittels eines Barcodes kann durch einen Rabatt
gefördert werden. Diese oben genannten Mitteilungen können erfindungsgemäß den Überprüfungsaufwand
von Poststücken senken, weil sie eine zielgerichtete maschinelle Überprüfung bestimmter
Absender bzw. Frankiermaschinen erlauben. Es ist in einer zweiten Variante vorgesehen,
daß die Datenzentrale verdächtige Frankiermaschinen ermittelt und die Seriennummern
der Postbehörde bzw. einem mit der Überprüfung beauftragten Institut übermittelt.
[0085] Neuere Frankiermaschinen werden mittels einer Fernwertvorgabe FWV von einer Datenzentrale
mit einem neuen Nachladeguthaben geladen. Die Datenzentrale speichert für jeden Frankiermaschinen-Nutzer
die Guthabenbeträge und die Termine, zu denen diese Guthaben an die Frankiermaschine
übertragen wurden. Auf der Basis dieser in der Datenzentrale gespeicherten Daten sind
weitere Sicherheitschecks zur Überprüfung der regulären Benutzung der Frankiermaschine
möglich.
[0086] Die Figur 2 zeigt, welche Kommunikation bei einer Auswertung des erfindungsgemäßen
Sicherheitsabdruckes, erforderlich ist. Einerseits wird eine Datenverbindungsleitung
L zur Guthabennachladung benötigt. Gleichzeitig erhält die Datenzentrale bei jeder
Kommunikation über die Datenverbindungsleitung L Informationen über die jeweilige
Frankiermaschine. Es ist vorgesehen, daß in einem weiteren Speicherbereich N ein Wahlparameter
und/oder Telefonnummer gespeichert vorliegt, um die Kommunikationsverbindung zur Datenzentrale
DZ herstellen zu können, welche mindestens die Postregister im nichtflüchtigen Kostenstellenspeicher
10 abfragt. Nach deren Auswertung stellt die Datenzentrale erforderlichenfalls eine
Datenverbindung über eine Leitung H zur Auswerteeinrichtung 29 im Postamt bzw. im
mit der Auswertung der Frankierstempel der Poststücke beauftragten Institut her.
[0087] In der ersten Überprüfungsvariante wird, vorausgesetzt eine Frankiermaschine gilt
als suspekt, von der Postbehörde eine Kontrolle der Poststücke veranlaßt. Die Information
erhält die Postbehörde von der Datenzentrale über die Datenverbindungsleitung H zusammen
mit der Seriennummer übermittelt. Ebenfalls ist für Anfragen seitens des Postamtes
in Abhängigkeit von der Art der Auswertung die Datenverbindungsleitung H zu benutzen.
Andererseits ist für Anfragen seitens der Frankiermaschine an die Datenzentrale die
Datenverbindungsleitung L vorgesehen.
[0088] In einer solchen zentral initialisierten ersten Überprüfungsvariante ermittelt die
Datenzentrale auf der Basis der nutzerspezifischen historischen Daten eines bestimmten
zurückliegenden Zeitabschnittes einen durchschnittlichen Portoverbrauch P
K. Dabei wird davon ausgegangen, daß der durchschnittliche Guthabenzufluß auch dem
durchschnittlichen Guthabenabfluß, d.h. dem durchschnittlichen Portoverbrauch entspricht.
Dieser ergibt sich somit gleich dem Verhältnis der Summe der im betrachteten Zeitabschnitt
übertragenen Guthaben G und der Summe der zwischen den Nachladungen liegenden Zeitabschnitte
t:

[0089] Auf der Basis dieses durchschnittlichen Portoverbrauches P
K des Frankiermaschinen-Nutzers K und ausgehend von seiner letzten Guthabennachladung
G
K,n kann die voraussichtliche Zeitdauer t
K,n+1 bis zur nächsten Guthabennachladung berechnet werden:

[0090] Der Term (1 + 1/β) dient dazu, normale Schwankungen des Portoverbrauches auszugleichen.
Deshalb wird zu G
K,n ein Zuschlag 1/β (in diesem Beispiel vorzugsweise von 10%, d.h. 1/β = 1/10) erhoben.
Die Frankiermaschine kann der Datenzentrale Registerwerte vor einer Guthabennachladung
übermitteln:
R1 (descending register) vorrätige Restbetrag in der Frankiermaschine,
R2 (ascending register) Verbrauchssummenbetrag in der Frankiermaschine,
R3 (total resetting) die bisherige Gesamtvorgabesumme aller Fernwertvorgaben,
R4 (piece count Σprinting with value ≠ O) Anzahl gültiger Drucke,
R8 (R4 + piece count Σprinting with value =O) Anzahl aller Drucke
[0091] Unter Berücksichtigung der im steigenden Register gespeicherten Summe (Verbrauchssummenbetrag
R2) aller bisher geladenen (verbrauchten) Nachladeguthaben gilt weiter:

[0092] Ein dem Ascending-Register entnommener Wert R2 entspricht dabei dem aktuellen Abfragewert.
Gemäß dem Vorgabewunsch, der zu einen Nachladeguthaben G
K.n+1 führen soll, welches zum aktuellen Abfragewert R2 hinzuaddiert werden muß, ergibt
sich der künftige Wert R
2neu. Es gilt:

[0093] Außerdem gilt:

[0094] Unter Berücksichtigung eines im fallenden Register des Kostenstellenspeichers 10
gespeicherten noch verfügbaren Portoguthabens (Restbetrag R1) kann somit ein folgender
Gesamtwert für Frankierungen verbraucht werden:

[0095] Bei jeder Fernwertvorgabe läßt sich der Restbetrag R1 abfragen und statistisch auswerten.
Wird der Restbetrag R1 immer größer, dann kann der gleiche Nachladebetrag in immer
größeren Nachladeperioden nachgeladen werden, bzw. die Stückzahl wird kleiner angesetzt,
welche bis zur nächsten Kommunikation frankiert werden darf. Aus dieser Überlegung
und weil gewohnheitsgemäß Nachladebeträge häufig in der gleichen Höhe angefordert
werden, wird nun die voraussichtliche Zeitdauer t
K,n+1 bis zur nächsten Guthabennachladung nach folgender Formel ermittelt:

[0096] Der Dispositionsfaktor α
x ist abhängig von der Einstufung des Frankiermaschinen-Nutzers als A-, B-oder C-Kunde.
[0097] Auf der Basis des für den Benutzer K ermittelten durchschnittlichen Portoverbrauch
P
K wird der Dispositionsfaktor α
K einer von beispielsweise drei Verbrauchsklassen A, B und C zugeordnet:



[0098] Jeder dieser Verbrauchsklassen ist ein typischer Dispositionsfaktor α
A, α
B, α
C zugeordnet, womit nach der Gleichung (6) bei der Verbrauchsklasse A, also der Klasse
mit dem kleinsten Verbrauch, pro Zeitintervall die längste Zeit (t
A) erreicht wird und bei der Verbrauchsklasse C die kürzeste Zeit (t
C).
[0099] Eine Vereinfachung dieses Berechnungsschemas ist dadurch zu erzielen, daß nicht mehr
für jeden Benutzer K die individuellen Größen α
K und t
K,n+1 neu berechnet werden, sondern eine Klassierung vorgenommen wird. Auf der Basis des
für den Benutzer K ermittelten durchschnittlichen Portoverbrauch P
K wird dieser in eine von beispielsweise drei Verbrauchsklassen A, B und C eingeordnet.



[0100] Jeder dieser Verbrauchsklassen ist eine typische Verbrauchszeit t
A, t
B, t
C zugeordnet, wobei der Verbrauchsklasse A, also der Klasse mit dem kleinsten Verbrauch,
pro Zeitintervall die längste Zeit (t
A) zugeordnet wird und der Verbrauchsklasse C die kürzeste Zeit (t
C).
[0101] Wird nun der Zeitpunkt t
K,n+1 bzw. t
A, t
B oder t
C überschritten, gilt die betreffende K-te Frankiermaschine FM
K prinzipiell als verdächtig. In regelmäßigen Abständen wird in der Datenzentrale eine
Plausibilitätkontrolle sämtlicher im Einsatz befindlicher Frankiermaschinen durchgeführt.
Bei diesem Verfahren werden die Maschinen gekennzeichnet und der Postbehörde gemeldet,
deren Frankierverhalten verdächtig erscheint oder die offensichtlich manipuliert worden
sind. Mit dem Eintritt in diesen Verdachtsmodus sind nun verschiedene mehrere Schritte
enthaltende Reaktionen möglich:
a) Die Datenzentrale nimmt Kontakt zur K-ten Frankiermaschine FMK auf. Bei Vorhandensein eines Modemanschlusses kann dies automatisch geschehen. Im
Fall der sogenannten voice controll ist ein Telefonanruf beim FMK-Kunden erforderlich.
In jedem Fall wird der Kunde bzw. die Frankiermaschine aufgefordert, die überfällige
Kommunikation durchzuführen. Bei einer Kommunikation können von der Datenzentrale
die aktuellen Registerstände angefordert werden, um die Größe des Restguthabens zu
überprüfen oder weitere statistische Daten über die Benutzung der K-ten Frankiermaschine
FMK zu erhalten. Diese Übertragung ist aus Sicherheitsgründen in gleicher Weise zu schützen
wie die Fernwertvorgabe selbst. Dazu dient beispielsweise die Verschlüsselung der
Nachricht mit dem DES-Schlüssel. Die Datenzentrale kann dann ggf. an die K-te Frankiermaschine
FMK die Nachricht übertragen, daß sie nicht mehr verdächtig ist. Anderenfalls geht die
K-te Frankiermaschine FMK in den Verdachtsmodus über. Dies bedeutet, daß sie innerhalb einer begrenzten Zeit
vor Ort zu überprüfen ist, wenn anschließend keine Kommunikation zwischen der Datenzentrale
und der Frankiermaschine durchgeführt wird.
Von der Datenzentrale wird das Verhalten des Frankiermaschinenbenutzers auch auf der
Basis von während der Kommunikation übermittelten weiteren Daten überwacht, um verdächtige
Frankiermaschinen festzustellen. In die Berechnung zur Ermittlung des Frankiermaschinen-Profils
können auch solche frankiermaschinenspezifischen Daten, wie die Stückzahl an vorgenommenen
Frankierungen oder aller Drucke (Registerwerte R4 oder R8) einfließen. Vorteilhaft
sind folgende Formeln nacheinander anzuwenden:

und falls R1alt ≠ R1, um die Änderung zu überprüfen, außerdem:

mit
- R1 :
- R1 Abfragewert bei der n-ten Fernwertvorgabe
- R1neu:
- R1 Abfragewert vor der (n+1)-ten Fernwertvorgabe eines Nachladeguthabens
- Vsusp:
- heuristischer Wert, der Auskunft über den Zustand der Frankiermaschine gibt
- Fmin:
- minimaler Frankierwert
Bei einem Mindestfrankierwert von z.B. F
min = 20 Cent ergibt sich folgende Fallunterscheidung:


Anhand der frankiermaschinenspezifischen Daten läßt sich so ein Frankiermaschinen-Profil
erstellen. Dieses Frankiermaschinen-Profil gibt darüber Auskunft, ob ein Kunde mit
den durchgeführten Nachladevorgängen in der Lage war, die ermittelte Anzahl an Frankierungen
durchzuführen. Es sind innerhalb des Suspicious Mode zwei Stufen zu unterscheiden:
Stufe 1: Frankiermaschine ist verdächtig oder
Stufe 2: Frankiermaschine ist manipuliert worden.
Ein entsprechender Suspicious Mode kann nur von der Datenzentrale aktiviert werden,
wobei keine direkten Auswirkungen auf die Frankiermaschine stattfinden.
b) Ebenso wie in der Datenzentrale kann auch die K-te Frankiermaschine FMK die Nachricht selbsttätig ermitteln und anzeigen, daß sie verdächtig ist. Die K-te
Frankiermaschine FMK geht mit Anzeige der Nachricht in den Verdachtsmodus. Dies bedeutet, daß die Datenzentrale
innerhalb einer begrenzten Zeit vor Ort eine Überprüfung veranlaßt, wenn anschließend
keine Kommunikation zwischen der Datenzentrale und der Frankiermaschine durchgeführt
wird. Eine solche Kommunikation kann beispielsweise zum Zwecke einer Fernwertvorgabe
eines Guthabens vorgenommen werden.
Bei der Fernwertvorgabe eines Guthabens werden die einzelnen Transaktionen mit verschlüsselten
Meldungen nacheinander durchgeführt. Nach Eingabe der Identifikations-Nummer (ID-Nr.)
und der beabsichtigten Eingabeparameter prüft die Frankiermaschine, ob ein MODEM angeschlossen
und betriebsbereit ist. Ist das nicht der Fall, wird angezeigt, daß das Transaktionsersuchen
wiederholt werden muß. Anderenfalls liest die Frankiermaschine die Wahlparameter,
bestehend aus den Herauswahlparametern (Haupt-/Nebenstelle, usw.) und der Telefonnummer
aus dem NVRAM-Speicherbereich N und sendet diese mit einem Wahlaufforderungskommando
an das Modem 23. Anschließend erfolgt der für die Kommunikation erforderliche Verbindungsaufbau
über das MODEM 23 mit der Datenzentrale.
Nach dem Verbindungsaufbau erfolgt die Übermittlung der verschlüsselten Eröffnungsnachricht
an die Datenzentrale. Darin ist u.a. die Portoabrufnummer zur Bekanntmachung des Anrufenden,
d.h. der Frankiermaschine, bei der Datenzentrale enthalten. Außerdem erfolgt die Übermittlung
der verschlüsselten Registerdaten an die Datenzentrale.
Diese Eröffnungsnachricht wird in der Datenzentrale im auf Plausibilität überprüft,
die Frankiermaschine identifiziert und auf Fehler ausgewertet. Von der Datenzentrale
wird erkannt, welches Ersuchen die Frankiermaschine gestellt hat und eine Erwiderungsnachricht
zur Frankiermaschine als Vorspann gesendet.
Wurde ein Vorspann empfangen, d.h. die Frankiermaschine hat eine OK-Meldung erhalten,
erfolgt eine Überprüfung der Vorspannparameter hinsichtlich einer Telefonnummeränderung.
Wenn ein verschlüsselter Parameter übermittelt wurde, liegt keine Telefonnummernänderung
vor und es wird von der Frankiermaschine an die Datenzentrale eine Beginnmeldung verschlüsselt
gesendet. Wird dort der Empfang ordnungsgemäßer Daten festgestellt, beginnt die Datenzentrale
eine Transaktion durchzuführen. Im vorgenannten Beispiel werden neue Nachladeguthabendaten
verschlüsselt zur Frankiermaschine übertragen, die diese Transaktionsdaten empfängt
und speichert. Dabei ist in einer anderen Variante vorgesehen, daß die Frankiermaschine
bei jeder erfolgreichen Kommunikation aus dem Verdachtsmodus in den Normalmodus zurück
überführt wird.
Gleichzeitig wird in der Datenzentrale aufgrund der neuen übertragenen Registerwerte
wieder der Status der Frankiermaschine ermittelt.
c) In dieser ersten Überprüfungsvariante kann zusätzlich zu den Reaktionen a) oder
b) eine Mitteilung an die Postbehörde gesandt werden, die für die Prüfung der K-ten
Frankiermaschine FMK zuständig ist. Diese Postbehörde kann dann beispielsweise eine zielgerichtete Überprüfung
der Frankierung der Poststücke und ggf. eine Inspektion vor Ort einleiten, wenn die
vorgenommenen Ermittlungen ergeben haben, daß die Frankiermaschine manipuliert worden
sein muß.
Wurde von der Datenzentrale ermittelt, daß die Frankiermaschine verdächtig ist, wird
der Postbehörde bzw. dem mit der Prüfung beauftragten Institut die zugehörige Frankiermaschinenseriennummer
übermittelt. Somit kann u.a. das Vorkommen der von dieser suspekten Frankiermaschine
frankierten Briefe bzw. Poststücke überwacht werden, wenn die Briefe bzw. Poststücke
eine maschinenlesbare Adresse des Absenders bzw. die Frankiermaschinenseriennummer
aufweisen. Das Vorkommen der von dieser suspekten Frankiermaschine frankierten Briefe
wird überwacht, indem deren Anzahl und/oder Wertsumme im Zeitintervall beispielsweise
von 90 Tagen gezählt und mit dem Guthabenwert, welcher in der Frankiermaschine vorhanden
war seit der letzten Nachladung, verglichen werden.
d) Unabhängig oder in Kombination mit den Reaktionen a) bis c) wird nach Annahme des
Verdachtsmoduses durch die K-te Frankiermaschine FMK ein spezielles Zeichen aktiviert und an vorbestimmter Stelle im Frankierabdruck mit
abgedruckt. Dieses Zeichen kann im einfachsten Fall ein Cluster aus gedruckten Bildpunkten
oder ein Strichcode sein, der z.B. rechts des Feldes FE9 (Figur 3a) gedruckt wird.
Bei der Überprüfung des Frankierabdruckes erhält die Postbehörde sofort den Hinweis,
daß diese Frankiermaschine verdächtig ist. Die Postbehörde kann daraufhin eine Überprüfung
der Frankierung des Poststücks und bei Erhärtung des Verdachtes beispielsweise eine
Inspektion der K-te Frankiermaschine FMK vor Ort durchführen.
[0102] Ist der Abdruck solcher Verdachtszeichen nach d) dem Manipulator der K-ten Frankiermaschine
FM
K bekannt, kann er eben diesen Abdruck versuchen zu beseitigen. Dies wird dadurch unwirksam
gemacht, daß zusätzlich die Information des Verdachtsmoduses in kryptifizierter Form
abgedruckt wird. Dazu genügt ein weiteres Digit, was zusammen mit den anderen Größen
(Portowert, Datum und ggf. Frankiermaschinen-Nummer) kryptifiziert und in geeigneter
Form, z.B. der Symbolreihe nach Figuren 3a - 3e abgedruckt wird. In einer anderen
Variante, ohne den Platz für ein weiteres Digit für eine Suspiciusvariable SV
v zu benötigen, wird in der Kombinationszahl eine vierte Zahl, welche die Überprüfung
der Seriennummer gestattet, auf einen speziellen Wert gesetzt, welcher normaler Weise
nicht auftreten kann.
[0103] Wurde in den Reaktionen gemäß der ersten Überprüfungsvariante die Überprüfung der
korrekten Handhabung einer Frankiermaschine im wesentlichen von dem Fernwertvorgabezentrum,
d.h. der Datenzentrale initiert, oder mindestens nachvollziehbar gestaltet, so geht
diese Initiative in der Reaktion gemäß einer zweiten Überprüfungsvariante über den
Sicherheitsabdruck und seiner Überprüfung durch die zuständige Behörde oder Institution
und letztlich in indirekter Weise von der Frankiermaschine selbst aus, wobei die Datenzentrale
und das Postamt bzw. Überprüfungsinstitut die Reaktion nur nachträglich kontrolliert.
[0104] In der zweiten Überprüfungsvariante wird, für zufällig ausgewählte Poststücke oder
Absender eine Stichprobenkontrolle durchgeführt. Der Sicherheitsabdruck wird im Zusammenwirken
mit der Datenzentrale ausgewertet. Über die Datenverbindung H werden Frankiermaschinendaten
abgefragt, welche in der Datenzentrale gespeichert vorliegen und nicht auf dem Poststück
offen abgedruckt sind.
[0105] Bei der Stichprobenüberprüfung wird der Abdruck irgendeines beliebig ausgewählten
Poststückes auf Manipulation untersucht. Nach Erfassung aller Symbole einer Symbolreihe
und deren Umwandlung in Daten kann mit dem entsprechenden DES-Schlüssel deren Entschlüsselung
vorgenommen werden. Im Ergebnis liegt dann die KOMBI-Zahl vor, aus der die Größen,
insbesondere die Summe aller Frankierwerte und der aktuelle Portowert abgespalten
werden. Die abgespaltene Größe Portowert G3 wird mit dem tatsächlich aufgedruckten
Portowert G3' verglichen.
Die abgespaltene Größe G4, d.h. der Summenwert aller bisher seit letzter Nachladung
vorgenommenen Frankierwerte wird einer Monotonieprüfung mittels Daten der letzten
erfaßten Größe G4' unterzogen. Zwischen der tatsächlich in der Markierung verschlüsselt
mitabgedruckten Größe G4 und der letzten erfaßten Größe G4' muß eine Differenz in
mindestens der Höhe des Portowertes liegen. Im einfachsten Fall ist die zuletzt erfaßte
Größe G4' der im Datenzentrum bei der letzten Fernabfrage der Registerstände eingespeicherte
Summenwert aller bisher vorgenommenen Frankierungen. Ebenso kann die Fälschung der
Frankiermaschinenseriennummer mittels der Markierung erkannt werden, indem nach der
Entschlüsselung aus der KOMBI-Zahl die Größe G0 abgetrennt und überprüft wird..
[0106] Ist zweifelsfrei erwiesen, daß der Aufdruck manipuliert worden ist, wird der auf
dem Poststück angegebene Absender überprüft. Dazu kann die mitabgedruckte Seriennummer
der Frankiermaschine dienen, über welche eine Identifizierung des Absenders möglich
ist oder aber, falls vorhanden, der im Klartext auf den Briefumschlag gedruckte Absender.
Fehlt eine solche Angabe oder ist die Frankiermaschinen-Seriennummer manipuliert worden,
kann zur Ermittlung des Absenders der Brief legal geöffnet werden.
[0107] Die Frankiermaschine kumuliert die verbrauchten Portowerte seit der letzten Guthabennachladung
oder bildet einen Restwert indem von dem bisher geladenen Guthaben die Summe der verbrauchten
Portowerte subtrahiert wird. Dieser Wert wird mit jeder Frankierung aktualisiert.
Er wird gemeinsam mit anderen Sicherheitsrelevaten Daten (Portowert, Datum, Frankiermaschinenseriennummer)
kombiniert und zur Fälschungssicherheit kryptifiziert und schließlich in der oben
beschriebenen Weise abgedruckt. Nach Erfassung des Sicherheitsabdruckes und der Dekryptifizierung
sowie Separierung der einzelnen Daten, wie in o.g. Weise bereits beschrieben, erfolgt
die Auswertung. Der Vergleich der Portowerte und die Monotonieprüfung kann wie in
o.g. Weise durchgeführt werden. Die Information über den seit der letzten Guthabennachladung
verbrauchten Portowerte W wird nun verglichen mit bei der Prüfungsstelle gespeicherten
Daten zu dieser Frankiermaschine.
[0108] Im einfachsten Fall wird der Werte W mit einem festen Schwellwert, der bei normalem
Gebrauch der Frankiermaschine nicht überschritten wird, verglichen. Bei Überschreitung
liegt Verdacht nahe.
[0109] In einer verbesserten Version wird W mit einem Schwellwert SW
n verglichen, welcher der jeweiligen Portoverbrauchsklasse entspricht. Diese Portoverbrauchsklassen
können für die Nutzung der jeweiligen Frankiermaschine einmal festgelegt werden. Sie
können aber auch aus einer Statistik stammen, welche für diese Frankiermaschine geführt
wurde. Diese Statistik kann von der prüfenden Postbehörde geführt werden oder aber
es werden die statistischen Daten genutzt, die die Datenzentrale ohnehin erstellt
und die dann an die Postbehörde übertragen werden.
[0110] Eine weitere Verfeinerung der Überprüfung ergibt sich daraus, daß gemäß einer ersten
Markierungsinformationsvariante als zweite Zahl in der Kombinationszahl auch das Datum
der letzten Guthabennachladung t
L enthalten ist und mit den anderen Daten in kryptifizierter Form mitabgedruckt wird.
Dann ist die Postbehörde in der Lage, auch zu überprüfen, inwieweit bestimmte festgelegte
maximale Zeitabschnitte zwischen zwei Guthabennachladungen überschritten worden sind,
wodurch die betreffende Frankiermaschine verdächtig wurde. Außerdem wäre die Postbehörde
in der Lage, den aktuellen Portoverbrauch P seit der Zeit t
L der letzten Guthabennachladung mit t
A für aktuelles Datum, nach Gleichung (16) zu bestimmen:

[0111] Für die Überprüfung von P können die gleichen Kriterien angesetzt werden, wie in
Zusammenhang mit der ersten Überprüfungsvariante bereits beschrieben worden ist.
[0112] Beispielsweise bilden in einer anderen Markierungsinformationsvariante die Datums/Zeit-Daten
eine monoton stetig wachsende Größe. Um im Sicherheitsabdruck nicht zusätzlichen Raum
für den Abdruck des Datums der letzten Guthabennachladung zu benötigen, kann in dieser
Variante diese Information mit der absoluten Zeitzählung kombiniert werden. Letztere
ist erforderlich, um durch eine Monotonieprüfung nach einer - in der Figur 4c erläuterten
- ersten Auswertungsvariante Fälschungen in Form von Kopien zu erkennen. Die Zeitdaten
setzen sich dann aus 2 Komponenten zusammen:
- 1.
- Datum der letzten Guthabennachladung
- 2.
- absolute Zeitzählung zwischen den Guthabennachladungen mit Rücksetzung.
[0113] Auf die Frage, wie diese Informationen zusammen mit den Klartextinformationen visuell/manuell
oder aber automatisch erfaßt werden können, wird weiter unten in Verbindung mit den
Darlegungen zu den Figuren 4a bis 4c eingegangen.
[0114] Die Seriennummer kann auch als Strichcode ausgedruckt werden. Jedoch alle übrigen
Informationen werden auf andere Weise dargestellt, denn ein Strichcode beansprucht
im Frankiermaschinendruckbild in Abhängigkeit von der kodierten Informationsmenge
unter Umständen erheblichen Platz bzw. zwingt zur Vergrößerung des Frankiermaschinenabdrucks
oder es können nicht alle Informationen im Strichcode-Abdruck wiedergegeben werden.
[0115] Erfindungsgemäß wird ein aus speziellen graphischen Symbolen bestehender besonders
kompakter Abdruck verwandt. Ein beispielsweise aus zu druckenden Symbolen gebildetes
Kennzeichen kann vor, hinter, unter u./o. über einem Feld innerhalb des eigentlichen
Frankierstempelabdrucks gedruckt werden. Hierbei handelt es sich um eine vom Menschen
als auch maschinenlesbare Markierung.
[0116] Ein unter dem Druckermodul 1 transportiertes Briefkuvert 17 wird mit einem Frankiermaschinenstempelbild
bedruckt. Das Markierungsfeld befindet sich hierbei in einer für eine Auswertung vorteilhaften
Weise in einer Zeile unter den Feldern für den Wertstempel, für den Tagesstempel,
für das Werbeklischee und ggf. im Feld für den Wahldruckzusatz des Frankiermaschinenstempelbildes.
[0117] Aus einer - in der Figur 3a gezeigten - Darstellung eines ersten Beispiels für den
Sicherheitsabdruck, ist ersichtlich, daß eine gute Lesbarkeit für eine manuelle Auswertung
als auch Maschinenlesbarkeit mit guter Erkennungssicherheit gegeben ist.
[0118] Das Markierungsfeld befindet sich hierbei in einem innerhalb des Frankiermaschinendruckbildes
unter dem Tagesstempel angeordneten Fenster FE 6. Der den Postwert in einem ersten
Fenster FE 1, die Maschinenseriennummer in einem zweiten und dritten Fenstern FE 2
und FE 3 enthaltende Wertstempel weist ggf. ein Referenzfeld in einem Fenster FE 7
und eine ggf. Angabe der Nummer des Werbeklischees in einem Fenster FE 9 auf. Das
Referenzfeld dient einer Vorsynchronisation für das Lesen der graphischen Zeichenfolge
und zur Gewinnung eines Referenzwertes für die Hell/Dunkelschwelle bei einer maschinellen
Auswertung. Eine Vorsynchronisation für das Lesen der graphischen Zeichenfolge wird
außerdem durch und/oder in Verbindung mit dem Rahmen, insbesondere des Postwertzeichen
bzw. Wertstempels erreicht.
[0119] Das vierte Fenster FE 4 im Tagesstempel enthält das aktuelle oder das in besonderen
Fällen eingegeben vordatierte Datum. Darunter ist ein achtes Fenster FE 8 für eine
komprimierte genaue Uhrzeitangabe, insbesondere für Hochleistuhgsfrankiermaschinen
mit Zehntelsekunden. Damit wird erreicht, daß kein Abdruck einem anderem Abdruck gleicht,
wodurch ein Fälschen durch Kopieren des Abdrucks mit einem Farbkopiergerät nachweisbar
wird.
[0120] Ein fünftes Fenster FE 5 ist im Werbeklischee für ein editierbares Werbeklischeetextteil
vorgesehen.
[0121] Aus der Figur 3b ist die Darstellung eines Sicherheitsabdruckes mit einem Markierungsfeld
in den Spalten zwischen dem Wertstempel und dem Tagesstempel ersichtlich, wobei der
vorgeordnete senkrechte Teil des Rahmens des Wertstempels der Vorsynchronisation und
ggf. als Referenzfeld dient. Damit entfällt ein gesondertes Fenster FE7. Die Markierungsdaten
können in dieser Variante mit einer senkrechten Anordnung der Symbolreihe in kürzerer
Zeit annähernd gleichzeitig erfaßt werden.
[0122] Es ist weiterhin möglich, gegenüber den in der Figur 3a gezeigten Fenstern weitere
Fenster für den offenen unverschlüsselten Abdruck einzusparen. Damit ist andererseits
die Druckgeschwindigkeit erhöhbar, weil weniger Fenster vor dem Druck in die Rahmendaten
einzubetten sind und somit die Bildung von Markierungsdaten früher beginnen kann.
Zur Erreichung eines einfachen Kopierschutzes genügt bereits der kryptifizierte Abdruck
mittels Markierungssymbolen, ohne einen offenen unverschlüsselten Abdruck der absoluten
Zeit in einem Fenster FE8. Im Markierungsfeld FE 6 sind die Markierungsdaten, welche
aufgrund mindestens des Postwertes und einer solchen Zeitzählung erzeugt werden, -
wie nachfolgend anhand der Figur 10 erläutert wird - bereits ausreichend.
[0123] In einem - in der Figur 3c dargestellten - dritten Beispiel für den Sicherheitsabdruck,
ist zusätzlich zu dem in der Figur 3b gezeigten Variante ein weiteres Markierungsfeld
im Poststempel unter dem Fenster FE 1 für den Postwert angeordnet. Hier können weitere
Informationen, beispielsweise über die Nummer des gewählten Werbeklischees, unverschlüsselt
aber in einer maschinenlesbarer Form mitgeteilt werden.
[0124] In der Figur 3d werden in einem vierten Beispiel für den Sicherheitsabdruck, zwei
weitere Markierungsfelder im Poststempel unter und über dem Fenster FE 1 für den Postwert
angeordnet.
[0125] In der Figur 3e werden in einem fünften Beispiel für den Sicherheitsabdruck, zwei
weitere Markierungsfelder im Poststempel unter und über dem Fenster FE 1 für den Postwert
angeordnet. Hierbei weist das Markierungsfeld, welches im Poststempel über dem Fenster
FE 1 für den Postwert angeordnet ist, einen Barcode auf. Damit kann beispielsweise
der Postwert unverschlüsselt aber in einer maschinenlesbarer Form mitgeteilt werden.
Ein Vergleich der verschlüsselten und der unverschlüsselten Information kann, da beide
maschinenlesbar sind, vollautomatisch durchgeführt werden.
[0126] Bei einer geringeren Anzahl an verfügbaren Symbolen müssen mehr Symbolefelder für
die gleiche Information gedruckt werden. Dann kann eine Symbolreihe entweder zweizeilig
oder in Form einer Kombination der in den Figuren 3a bis 3e dargestellten Varianten
erfolgen.
[0127] Die Markierungsform ist frei mit jeder Postbehörde vereinbar. Jede generelle Änderung
des Markierungsbildes bzw. der Anordnung des Markierungsfeldes ist wegen des elektronischen
Druckprinzipes problemlos möglich.
[0128] Die Anordnung zur schnellen Erzeugung eines Sicherheitsabdruckes für Frankiermaschinen
erlaubt ein vollelektronisch erzeugtes Frankierbild, welches durch das mikroprozessorgesteuerte
Druckverfahren aus Festdaten und aktuellen Daten gebildet wurde, einzustellen.
[0129] Die Daten für die konstanten Teile des Frankierbildes, die mindestens einen Teil
der Festdaten betreffen, sind in einem ersten Speicherbereich A
i gespeichert und durch eine zugeordnete Adresse und die Daten für die variablen Teile
des Frankierbildes sind in einem zweiten Speicherbereich B
j bzw. für Markierungsdaten in einem Speicherbereich B
k gespeichert und durch eine zugeordnete Adressen gekennzeichnet.
[0130] In vorbestimmten Abständen, beispielsweise regelmäßig bei jeder Inspektion der Frankiermaschine,
kann außerdem eine Änderung bzw. Auswechselung des - in der Figur 3f gezeigten - Satzes
an Symbolen vorgenommen werden, um die Fälschungssicherheit weiter zu erhöhen.
[0131] In der Figur 3f ist eine Darstellung eines Satzes an Symbolen für ein Markierungsfeld
gezeigt, wobei die Symbole in geeigneter Weise ausgeformt sind, so daß sowohl eine
maschinelle als auch eine visuelle Auswertung durch eingewiesenes Personal in der
Postbehörde ermöglicht wird.
[0132] Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit wird ein Satz an Symbolen verwendet, der nicht
im Standardzeichensatz von üblichen Druckgeräten enthalten ist.
[0133] Grundsätzlich ermöglicht die sehr hohe Zahl an Variationen auch eine Variante, die
mehrere Symbolsätze für die Markierung verwendet.
[0134] Erfindungsgemäß wird beim Abdruck der Symbole mit einer gegenüber einem Strichcode
höheren Informationsdichte Platz eingespart. Es genügt dabei, zwischen 10 Schwärzungsgraden
zu unterscheiden, um beispielsweise gegenüber dem ZIP-CODE eine um ca. den Faktor
drei kürzere Länge in der Darstellung der Information zu erreichen. Somit ergeben
sich zehn Symbolen, wobei sich der Schwärzungsgrad um jeweils 10% unterscheidet. Bei
einer Reduktion auf fünf Symbole kann sich der Schwärzungsgrad um 20% unterscheiden,
jedoch ist es nötig, die Anzahl der aufzudruckenden Symbolefelder erheblich zu erhöhen,
wenn die gleiche Information, wie mit dem in der Figur 3f gezeigten Symbolsatz, wiedergegeben
werden soll. Auch ein Satz mit einer höheren Zahl an Symbolen ist denkbar. Dann verkürzt
sich die Reihe bzw. Reihen an Symbolen entsprechend, jedoch reduziert sich ebenfalls
entsprechend die Erkennungssicherheit, so daß dann geeignete Auswerteeinrichtungen
der digitalen Bildverarbeitung, beispielsweise solche mit einer Kantenerkennung, erforderlich
sind. Durch die durchgehende Verwendung von orthogonale Kanten und Verzicht auf Rundungen,
wird bereits mit einfachen Algorithmen der digitalen Bildverarbeitung eine hinreichende
Erkennungssicherheit erreicht. Derartige Erkennungssysteme verwenden beispielsweise
handelsübliche CCD-Zeilenkameras und handelsübliche Personalcomputer gestützte Bildverarbeitungsprogramme.
[0135] In der Figur 4a ist der Aufbau einer Kombinationszahl KOZ in einer vorteilhaften
Variante mit einer ersten Zahl (Summe aller Portowerte seit dem letzten Nachladedatum),
dritten Zahl (Portowert) und einer vierten Zahl (aus einer Seriennummer erzeugt) dargestellt.
[0136] Eine entsprechende - in der Figur 4b gezeigte - Sicherheitsabdruck-Auswerteeinrichtung
29 für eine manuelle Identifikation weist einen Rechner 26 mit geeigneten Programm
im Speicher 28, Eingabe- und Ausgabemittel 25 und 27 auf. Die bei der jeweiligen Postbehörde
eingesetzte Auswerteeinrichtung 29 steht mit einem - in der Figur 2 gezeigtem - Datenzentrum
DZ über eine Kommunikationsleitung H in Verbindung.
[0137] In der Figur 4c ist ein Teilschritt zur Markierungssymbol-Erkennung gezeigt, welcher
für eine automatische Eingabe, gemäß einem - in der Figur 4d näher erläuterten - Sicherheitsabdruck-Auswerteverfahren,
erforderlich ist.
[0138] In der bevorzugten Variante ist das Markierungsfeld mindestens unter bzw. in einem
Feld des Frankiermaschinenstempelbildes angeordnet und es wird eine Reihe von solchen
Symbolen unterhalb des Frankierstempelabdrucks und gleichzeitig mit diesem gedruckt.
Das Markierungsfeld kann jedoch auch anders - wie beispielweise in der Figur 3 b gezeigt
- angeordnet sein, wobei jeweils entsprechende Transportvorrichtungen für das Poststück
vorgesehen sind, wenn der Bildaufnehmer, beispielsweise die CCD-Zeilenkamera unbeweglich
angeordnet ist. Ein in der Figur 4b dargestelltes Markierungslesegerät 24 kann beispielsweise
auch als ein, in einer Führung geführter, Lese-Stift ausgebildet sein. Das Gerät umfaßt
vorzugsweise eine CCD-Zeilenkamera 241, einen mit der CCD-Zeilenkamera 241 und mit
einem D/A-Wandler 243 verbundenen Komparator 242 und einen Encoder 244 zur Erfassung
der schrittweisen Bewegung. Der Dateneingang des D/A-Wandlers 243 für digitale Daten
und die Ausgänge von Komparator 242 und Encoder 244 sind mit einer Ein/Ausgabeeinheit
245 verbunden. Hierbei handelt es sich um eine Standardschnittstelle zum Eingabemittel
25 der Sicherheitsabdruck-Auswerteeinrichtung 29.
[0139] Die maschinelle Identifikation der Symbole im Kennzeichen kann in zwei Varianten
erfolgen: a) über den integral gemessenen Schwärzungsgrad jedes Symbols oder b) über
eine Kantenerkennung für Symbole.
[0140] Die orthogonalen Kanten des Symbolsatzes nach Figur 3 erlauben ein besonders einfaches
und mit wenig Aufwand zu implementierendes Verfahren der automatischen Erkennung.
Die Erkennungseinrichtung enthält dabei eine CCD-Zeilenkamera mittlerer Auflösung,
z.B. 256 Bildpunkte. Mit einem geeigneten Objektiv wird die Höhe der Symbolreihe auf
die 256 Bildpunkte der Zeilenkamera abgebildet. Das jeweilige Symbolfeld wird nun
entsprechend einer Briefbewegung von links nach rechts mit der rechten Spalte beginnend
spaltenweise abgetastet. Die Zeilenkamera ist dabei vorzugsweise stationär angeordnet
und der Brief wird unter der Zeilenkamera durch gleichförmigen motorischen Antrieb
hinweggeführt. Da die Symbolreihe innerhalb des Frankierabdruckes gemäß einer einmal
getroffenen Vereinbarung stets an der gleichen Stelle positioniert ist, und der Frankierabdruck
seinerseits durch bereits bestehende Postvorschriften auf dem Briefkuvert positioniert
ist, genügt die Führung des Briefkuverts an einer Fixkante des Erkennungsgerätes.
[0141] Die CCD-Zeilenkamera ermittelt für jede Spalte den Kontrastwert der zur Spalte gehörenden
Bildpunkte. Der Ausgang der CCD-Zeilenkamera ist mit einem Komparator verbunden, der
mittels Schwellwertvergleich den Bildpunkten die Binärdaten 1 und 0 zuordnet. Selbst
bei konstanten künstlichen Beleuchtungsverhältnissen wird eine Anpassung des Schwellwertes
an die sehr unterschiedlichen Lichtreflexionsfaktoren der verschiedenen für Briefkuverts
verwendeten Papiersorten erforderlich sein. Dazu wird der Schwellwert geführt nach
einem Referenzfeld FE 7, das aus einer Folge von Balken besteht und in Höhe der Symbolreihe
und vor dieser angeordnet ist. Der Schwellwert wird als Mittelwert der Hell- Dunkelstreifen
des Referenzfeldes festgelegt. Die Abtastung des Referenzfeldes wird entweder mit
einem zusätzlichen Sensor (z.B. einem Fototransistor), oder mit der CCD-Zeilenkamera
selbst durchgeführt. Im letzteren Fall müssen die Meßwerte der Zeilenkamera A/D gewandet
werden, in einem über eine Standardschnittstelle angeschlossenen Computer daraus der
Schwellwert gebildet werden und dieser über einen D/A-Wandler dem Komparator zugeführt
werden. Neuere CCD-Zeilenkameras haben den Komparator integriert, wobei dessen Schwellwert
direkt vom Computer mit einem digitalen Wert gesteuert werden kann.
[0142] Die von der Zeilenkamera, inklusive Komparator, gelieferten binären Daten werden
in einem rechnergestärkten Auswertegerät in einem Bildspeicher spalten- und zeilenweise
abgelegt. Ein einfaches und schnell laufendes Auswerteprogramm untersucht in jeder
Spalte eines Symbolfeldes die Wechsel der binären Dateninhalte von 1 auf 0 bzw. 0
auf 1, wie das anhand der Figur 4c dargestellt worden ist. Beginnt beispielsweise
das Programm eine Spalte eines Symbolfeldes mit der oberen (weißen) Kante zu untersuchen,
ist der binäre Inhalt dieser ersten Bildpunktdaten =0. Nach m1 Punkten dieser Spalte
findet der 1. Wechsel zum binären Inhalt 1 (bedruckt) statt. Die Adresse dieses 1.
Binärwechsels und ebenso die Adresse m2 des folgenden Binärwechsels (1. unbedruckter)
Bildpunkt wird in einem Merkmalspeicher gespeichert. Bei dem in Figur 3f gezeigten
Symbolsatz genügen bereits diese beiden Konturen, wenn der Vorgang für alle Spalten
eines Symbolfeldes wiederholt wird. Hat ein Symbolfeld n Spalten, so liegen nach dessen
Detektierung im zugeordneten Merkmalsspeicher 2n Daten vor, welche durch Vergleich
mit den in einem Musterspeicher gespeicherten Datensätzen der Mustersymbole eine eindeutige
Zuordnung ermöglichen. Dieses Verfahren ist auf Grund seiner Einfachheit echtzeitfähig
und weist eine höhe Redundanz gegenüber einzelnen Druck- bzw. Sensorfehlern auf.
[0143] Durch den quantisierten Schwärzungsgradunterschied zwischen den Symbolen wird eine
einfache maschinelle Auswertung ohne eine aufwendige Mustererkennung ermöglicht. Hierzu
ist in einem Lesegerät ein geeignet fokussierter Fotodetektor angeordnet.
[0144] Selbst bei verschiedenfarbigen Briefumschlägen ist diese einfache maschinelle Auswertung
möglich. Zum Ausgleich gewonnener unterschiedlicher Meßwerte, deren Unterschiedlichkeit
aufgrund der verschiedenen Druckbedingungen bzw. Papiersorten beruht, wird ein Referenzwert
aus dem Referenzfeld abgeleitet. Der Referenzwert wird für die Auswertung des Schwärzungsgrades
verwendet. Mit diesem gewonnenen Referenzwert kann in vorteilhafter Weise eine relative
Unempfindlichkeit auch gegenüber ausgefallenen Druckelementen, beispielsweise einer
Thermoleiste 16 im Druckermodul 1 erzielt werden.
[0145] Das Sicherheitsabdruck-Auswerteverfahren nach Figur 4d, zeigt wie diese im Frankierfeld
gedruckten Sicherheitsinformationen in vorteilhafter Weise ausgewertet werden. Es
ist erforderlich einzelne Größen manuell und/oder automatisch einzugeben. Die Symbolreihe
ist in diesem Fall vertikal zwischen dem Wert- und dem Datumsstempel angeordnet. Sie
enthält in kryptifizierter Form Informationen über den abgedruckten Portowert, eine
monoton veränderbare Größe (beispielsweise das Datum bzw. eine absolute Zeitzählung)
und die Information zur Seriennummer bzw. ob der Verdachtsmodus vorliegt. Diese Informationen
werden zusammen mit den Klartextinformationen visuell/manuell oder aber automatisch
erfaßt.
[0146] Eine erste Auswertungsvariante - gemäß Figur 4d - besteht darin, aus der abgedruckten
Markierung die einzelnen Informationen zurückzugewinnen und mit den offen auf dem
Poststück abgedruckten Informationen zu vergleichen. Die im Schritt 71 erfaßte Symbolreihe
wird im Schritt 72 in eine entsprechende Kryptozahl umgewandelt. Diese eindeutige
Zuordnung kann über eine im Speicher des Auswertegerätes abgelegte Tabelle erfolgen,
wobei in besonders vorteilhafterweise von dem Symbolsatz in Figur 3f Gebrauch gemacht
wird, wobei dann jedes Symbolfeld ein Digit der Kryptozahl entspricht. Die so ermittelte
Kryptozahl wird im Schritt 73 mit Hilfe des im Auswertegerät gespeicherten Kryptoschlüssels
dekryptifiziert.
[0147] Wurden die Kryptozahlen für die Markierung nach einem symmetrischen Algorithmus (beispielsweise
dem DES-Algorithmus) erzeugt, so kann nach dem Schritt 73 der ersten Auswertungsvariante
aus jeder Kryptozahl wieder die Ausgangszahl erzeugt werden. Die Ausgangszahl ist
eine Kombinationszahl KOZ und enthält die Zahlenkombination mindestens zweier Größen,
wobei die eine Größe durch die oberen Stellen der Kombinationszahl KOZ und die andere
Größe durch die unteren Stellen der KOZ repräsentiert wird. Derjenige Teil der Zahlenkombination
(beispielsweise der Postwert), der auszuwerten ist, wird im Schritt 74 abgetrennt
und angezeigt.
[0148] Jeder Stelle der nach der Dekryptifizierung erhaltenen Ausgangszahl ist eine inhaltliche
Bedeutung zugeordnet. So können die für die weitere Auswertung relevanten Informationen
separiert werden. Wesentlich ist neben dem eigentlich zu überprüfenden Portowert,
der die eine Größe bildet, u.a. eine monoton stetig veränderbare Größe. Eine bestimmte
monoton stetig veränderbare Größe und weitere Größen bilden bestimmte Markierungsinformationsvarianten.
[0149] Ausgehend von dieser Überlegung, bildet in einer ersten Markierungsinformationsvariante
der in einem Frankiermaschinenregister gespeicherte Summenwert an Frankierungen mindestens
eine den vorbestimmten Stellen der Kombinationszahl zugeordnete erste Zahl. Diese
vorgenannte erste Zahl ist eine monoton stetig veränderbare Größe. Dadurch ändert
sich die Markierung bei jedem Druck, was ein derartiges frankiertes Poststück unverwechselbar
macht und gleichzeitig eine Information über den bisherigen Guthabenverbrauch liefert.
Diese Information über den Guthabenverbrauch wird in Zeitabständen anhand bekannter
in der Datenzentrale gespeichert vorliegenden Guthabenverbrauchs- und Guthabennachladedaten
auf ihre Plausibilität überprüft. Vorzugsweise bildet der Summenwert an Frankierwerten
seit dem letztem Nachladedatum mindestens eine den vorbestimmten Stellen der Kombinationszahl
zugeordnete erste Zahl. Eine zweite Zahl, die an vorbestimmten Stellen der Kombinationszahl
plaziert ist, wird beispielsweise durch das letzte Nachladedatum gebildet.
[0150] In einer zweiten Markierungsinformationsvariante bildet diese vorgenannte erste Zahl
entsprechend dem Summenwert an Frankierungen zusammen mit der zweiten Zahl, betreffend
die Guthabennachladedaten zum Zeitpunkt der letzten Nachladung, eine monoton stetig
veränderbare Größe.
[0151] In einer dritten Markierungsinformationsvariante bildet diese vorgenannte erste Zahl
entsprechend dem Summenwert an Frankierungen zusammen mit der zweiten Zahl, betreffend
die Stückzahldaten zum Zeitpunkt der letzten Nachladung, eine monoton stetig veränderbare
Größe.
[0152] Eine entsprechende Anzahl an alternativen Varianten ergibt sich, wenn zur Bildung
der Markierungsinformation statt dem Summenwert an Frankierungen (verbrauchten Portowerte
seit der letzten Guthabennachladung) nunmehr der Restwert verwendet wird. Der Restwert
ergibt sich, indem von dem bisher geladenen Guthaben die Summe der verbrauchten Portowerte
subtrahiert wird.
[0153] Eine entsprechende Anzahl an weiteren alternativen Varianten ergibt sich, wenn zur
Bildung der Markierungsinformation augenblickliche Datums/Zeitdaten insgesamt oder
seit dem letzten Nachladedatum, Stückzahldaten insgesamt oder seit dem letzten Nachladedatum
bzw. andere physikalische jedoch zeitlich determinierte Daten (beispielsweise Batteriespannung)
einbezogen werden.
[0154] Im nachfolgenden Ausführungsbeispiel bilden die augenblicklichen Datums/Zeitdaten
eine monoton stetig veränderbare Größe für eine Monotonievariable MV
v, welche im Schritt 74 aus der Kombinationszahl abgetrennt wird. Die Auswertevariante
umfaßt dann folgende Schritte:
a) Der aus dem Sicherheitsabdruck extrahierte tatsächliche abgerechnete Portowert
PWv wird mit dem im Schritt 70 ermittelten, als Klartext im Wertstempel abgedruckten
Portowert PWk im Schritt 75 verglichen. Stimmen beide nicht überein, wurde offensichtlich der abgedruckte
Wertstempel manipuliert. Im Schritt 76 wird das Erfordernis einer Inspektion der Frankiermaschine
vor Ort festgestellt und angezeigt.
b) Der im Schritt 74 extrahierte Zeitpunkt tn ist nun die aus dem Sicherheitsabdruck abgetrennte Monotonievariable MVv und kennzeichnet in eindeutiger Weise den Zeitpunkt der Abbuchung des Portowertes
bzw. der Ausführung der Frankierung. Diese Daten können bestehen aus dem Datum und
der Uhrzeit. Wobei letztere nur so weit aufgelöst wird, daß die nächstfolgende Frankierung
sich mit ihrem Zeitpunkt tn vom vorigen Zeitpunkt tn-1 unterscheidet. Diese Daten können auch eine fiktive Zeitzählung beginnend mit einem
Fixdatum = 0 darstellen. Letzteres kann zum Beispiel den Beginn der Inbetriebnahme
der Frankiermaschine betreffen.
Jeder im Schritt 74 als Monotonievariable MVv abgetrennter Zeitpunkt kennzeichnet also in eindeutiger Weise einen einzelnen Frankierabdruck
dieser Frankiermaschine und macht diesen somit zum Unikat. Jede Frankiermaschine wird
durch ihre Seriennummer charakterisiert, welche im Schritt 77 erfaßt wird. Durch einen
Vergleich im Schritt 80 mit einem oder mehreren früheren Abdrucken dieser Frankiermaschine,
wobei eine zur Seriennummmer zugeordnet gespeicherte vorhergehende Monotonievariable
MVk-1 im Schritt 79 abgerufen wird kann die o.g. Einmaligkeit überprüft werden. In vorteilhafter
Weise bildet die Folge der Zeitpunkte ... tn-1, tn einer Frankiermaschine eine monotone Reihe. Es ist dann lediglich die Monotonie an
Hand des letzten gespeicherten Zeitpunktes tn-1 dieser Frankiermaschine zu überprüfen. Ist die Monotonie nicht gegeben, liegt eine
Kopie von einem früheren Abdruck dieser Frankiermaschine vor, was im Schritt 76 angezeigt
wird.
c) Zur Prüfung, ob sich die Frankiermaschine während des Druckens im Verdachtsmodus
befand, ist lediglich eine Susspiciosvariable SVv im Schritt 81 auszuwerten. Nimmt das entsprechende Digit einen speziellen Wert an
oder ist beispielsweise ungerade, so bedeutet dies, das diese Frankiermaschine überfällig
zur Guthabenladung war. Die Feststellung des Verdachtsmodus im Schritt 81 und die
Prüfung der Richtigkeit der Seriennummer im Schritt 78 können dabei auf einer abgespaltenen
vierten zweistelligen Zahl basieren, welche im Normalfall aus der Seriennummer abgeleitet
wird, d.h. wenn sich die Frankiermaschine nicht im Verdachtsmodus befindet. Im Schritt
76 erfolgt zur Anzeige eine Oderverknüpfung der Informationen aus den Schritten 75,
78, 80 und 81.
[0155] Zur Auswertung genügt ein mit einem entsprechendem Programm ausgerüstetes Gerät (Laptop).
Hierbei können auch eventuell aus dem Frankiermaschinenstempelbild nicht entnehmbare
Größen G1 ggf. G4 und mindestens eine nur dem Frankiermaschinenhersteller und/oder
der Datenzentrale bekannten und der Postbehörde mitgeteilte Größe G5 verschlüsselt
sein. Diese werden ebenfalls durch Entschlüsselung aus der Markierung zurückgewonnen
und können dann mit den benutzerspezifisch gespeicherten Größen verglichen werden.
Die im Speicher 28 gespeicherten Listen können über eine Verbindung mit der Datenzentrale
21 aktualisiert werden.
[0156] Die für jede Seriennummer bzw. jeden Nutzer erstellte vorzugsweise in Datenbanken
des Datenzentrums für alle Frankiermaschinen gespeichert vorliegenden Listen enthalten
zu jeder Variablen Datenwerte, die zur Nachprüfung der Authentizität einer Frankierung
verwendet werden. So kann einerseits die Zuordnung der Symbole zu aufgelisteten Wertigkeiten
und andererseits bei einem anderen - in der Figur 3f nicht gezeigten - Satz an Symbolen
die Zuordnung von Bedeutung und Schwärzungsgrad für verschiedene Nutzer unterschiedlich
festgelegt werden.
[0157] Der Vorteil eines verwendeten Symbolsatzes der angegebenen Art besteht darin, daß
je nach Anforderung der jeweiligen nationalen Postbehörde auf einfache Weise maschinell
(durch zum Beispiel integrale Messung des Schwärzungsgrades der Symbole) und/oder
manuell eine Identifikation eines authentischen Frankierstempels über die Begriffsinhalte
der Symbole ermöglicht wird.
[0158] In einer - in der Figur 4d nicht gezeigten - zweiten Auswertungsvariante werden in
die Auswerteeinrichtung 29 vom Bediener manuell oder automatisch mittels eines Lesegerätes
unverschlüsselte in Klarschrift vorhandene Größen G0, G2, G3 und G4 eingegeben, um
mit dem gleichen Schlüssel und Verschlüsselungsalgorithmus, wie er in der Frankiermaschine
verwendet wird, erst eine Kryptozahl und danach eine Markierungssymbolreihe abzuleiten.
Nähere Ausführungen hierzu werden in Zusammenhang mit dem - in der Figur 10 dargestellten
- Schritt 45, einer Bildung neuer kodierten Fensterdaten vom "Typ 2" für ein Markierungsbild
gemacht. Eine daraus erzeugte Markierung wird angezeigt und von dem Bediener mit der
auf den Postgut (Briefkuvert) gedruckten Markierung verglichen. Dem vom Bediener vorzunehmenden
Vergleich kommt die Symbolhaftigkeit der in dem Ausgabemittel 25 dargestellten und
auf das Postgut aufgedruckten Markierungen entgegen.
[0159] In einer - ebenfalls nicht gezeigten - dritten Auswertungsvariante werden in einem
ersten Schritt in das Eingabemittel 25 vom trainierten Prüfer manuell oder mittels
einem geeigneten Lesegerät 24 automatisch die graphischen Symbole der Reihe nach eingegeben,
um die auf dem Postgut (Brief) abgedruckte Markierung in mindestens eine erste Kryptozahl
KRZ1 zurückzuwandeln. Hierbei können die Betätigungselemente, insbesondere Tastatur,
der Eingabeeinrichtung mit den Symbolen gekennzeichnet sein, um die manuelle Eingabe
zu erleichtern. In einem zweiten Schritt werden die aus den dem Frankiermaschinenstempelbild
entnehmbaren offen abgedruckten Größen, insbesondere G0 für die Seriennummer SN der
Frankiermaschine, G1 für die Werbeklischee-Rahmennummer WRN, G2 für das Datum DAT
und G3 für den Postwert PW, G4 für sich nicht wiederholende Zeitdaten ZEIT sowie aus
mindestens einer nur dem Frankiermaschinenhersteller und/oder dem Datenzentrum bekannten
und der Postbehörde mitgeteilten Größe G5 INS mindestens teilweise verwendet, um mindestens
eine Vergleichs-Kryptozahl VKRZ1 zu bilden. Die Nachprüfung erfolgt in einem dritten
Schritt durch Vergleich zweier Kryptozahlen KRZ1 mit VKRZ1 im Rechner 26 der Auswerteeinrichtung
29, wobei ein Signal für Berechtigung bei Gleichheit bzw. die Nichtberechtigung bei
negativen Vergleichsergebnis (Ungleichheit) abgegeben wird.
[0160] Im nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispiel wird eine Auswertung nach der zweiten
bzw. dritten Auswertevariante näher erläutert.
[0161] Die erste Größe G1 ist die Werbeklischeerahmennummer WRN, die der Prüfer aus dem
Frankierstempelbild erkennt. Diese erste Größe ist außer dem Nutzer auch noch dem
Frankiermaschinenhersteller und/oder Datenzentrum bekannt und wird der Postbehörde
mitgeteilt. In einer Variante, vorzugsweise mit einer Datenverbindung zur Datenzentrale,
werden die zur Seriennummer SN der jeweiligen Frankiermaschine gehörigen Werbeklischeerahmen
WR
n mit zugeordneter Nummern WRN
n auf einem Bildschirm der Datenausgabeeinrichtung 27 angezeigt. Der Vergleich mit
dem auf dem Brief verwendeten Werbeklischeerahmen WR
b wird vom Prüfer vorgenommen, der die so ermittelte Nummer WRN
n eingibt.
[0162] Die vom der Datenzentrale in den Speicher 28 übertragenen gespeicherten Listen enthalten
einerseits die aktuelle Zuordnung der Teile des Werbeklischeerahmens WRNT zu einer
zweiten Größe G2 (beispielsweise dem Datum DAT) und andererseits die Zuordnung von
Symbol-Listen zu einer dritten Größe G3 (beispielsweise dem Postwert PW). Zusätzlich
kann eine Liste von durch die erste Größe G1, insbesondere die Werbeklischee-Rahmen-Nummer
WRN, ausgewählten Teilen SNT der Seriennummer SN vorhanden sein. Eine nutzerspezifische
Information, wie zum Beispiel die Werbeklischeerahmennummer WRN kann zur stichprobenhaften
manuellen Auswertung der Markierung herangezogen werden, indem Dekodierlisten aufgrund
der nutzerspezifischen Information auswählbar sind, die entsprechende Datensätze enthalten.
Mit der Größe G2 (DAT) wird dann dasjenige Byte aus dem Datensatz ermittelt, was bei
der Erzeugung der Kombinationszahl verwendet wird.
[0163] In der bevorzugten Variante wird einerseits zur Prüfung der Unverwechselbarkeit des
Abdruckes eine Monotonieprüfung verwendet. Der Prüfer entnimmt die Seriennummer SN
den Fenstern FE2 und FE3 des Abdrucks und stellt den Frankiermaschinennutzer fest.
Hierbei kann zusätzlich die Werbeklischeenummer verwendet werden, da diese in der
Regel bestimmten Kostenstellen zugeordnet werden, wenn ein und dieselbe Maschine von
unterschiedlichen Nutzern benutzt wird. In den o.g. Listen sind Daten der letzten
Prüfung u.a. auch Daten von der letzten Inspektion eingetragen. Solche Daten sind
beispielsweise die Stückzahl, falls die Maschine über eine absolute Stückzählung verfügt,
oder die absoluten Zeitdaten, falls die Maschine über eine absolute Zeitzählung verfügt.
[0164] Im ersten Prüfschritt wird die Richtigkeit des abgedruckten Postwertes entsprechend
den gültigen Bestimmungen der Postbehörde überprüft. Damit können in betrügerischer
Absicht vorgenommene nachträgliche Manipulationen am Wertabdruck festgestellt werden.
Im zweiten Prüfschritt wird dann die Monotonie der Daten, insbesondere der in Fenster
FE8 überprüft. Damit können Kopien eines Frankierabdruckes festgestellt werden. Eine
Manipulation zwecks Fälschung ist deshalb nicht erfolgversprechend, da diese Daten
in Form einer kryptifizierten Symbolreihe zusätzlich in mindestens einem Markierungsfeld
abgedruckt werden. Bei einer absoluten Zeit- bzw. Stückezählung, muß sich beim Abdruck
die Zahl, die im Fenster FE8 angegeben ist, seit der letzten Prüfung erhöht haben.
Im Fenster FE8 sind neun Digit dargestellt, was die Darstellung eines Zeitraumes von
ca. 30 Jahren mit einer Auflösung von Sekunden, erlaubt. Erst nach dieser Zeit würde
der Zähler überlaufen. Aus der Markierung können diese Größen zurückgewonnen werden,
um sie mit den offen abgedruckten unverschlüsselten Größen zu vergleichen. In einem
dritten optionalen Prüfschritt können dann bei Verdacht einer Manipulation auch die
anderen Größen, insbesondere die Seriennummer SN der Frankiermaschine, ggf. die Kostenstelle
des Nutzers überprüft und festgestellt werden. Die Information, wie die Werbeklischee-Rahmen-Nummer
WRN, kann andererseits durch ein vorbestimmtes Fenster FE9 angegeben sein. Die zugehörigen
Fensterdaten sind vom Typ 1, d.h. sie werden weniger oft verändert, als Fensterdaten
vom Typ 2, wie beispielsweise im Fenster FE8 die ZEIT-Daten und in Fenster FE6 die
Markierungsdaten.
[0165] In einer weiteren Ausführungsvariante werden die Daten der Fenster FE8 und FE9 nicht
offen unverschlüsselt abgedruckt, sondern werden nur zur Verschlüsselung verwendet.
Deshalb fehlen die gegenüber der Figur 3a gezeigten Fenster FE8 und FE9 in den - in
den Figuren 3b bis 3e dargestellten - Frankiermaschinendruckbildern, um diese Varianten
zu verdeutlichen.
[0166] In einer bevorzugten Eingabevariante für die Prüfung werden die einzugebenden temporär
variablen Größen, beispielsweise die Werbeklischee-Rahmen-Nummer WRN, das Datum DAT,
der Postwert PW, Zeitdaten ZEIT und die Seriennummer SN automatisch mittels eines
Lesegerätes 24 jeweils aus dem entsprechendem Feld des Frankiermaschinenstempelbildes
detektiert und eingelesen. Hierbei ist die Anordnung der Fenster im Frankiermaschinenabdruck
in einer vorbestimmten Weise einzuhalten.
[0167] Andere der jeweiligen Seriennummer SN zugeordneten temporär variablen Größen sind
nur dem Frankiermaschinenhersteller und/oder Datenzentrum bekannt und werden der Postbehörde
mitgeteilt. Beispielsweise dient die bei der letzten Inspektion erreichte definierte
Stückzahl an Frankierungen als eine fünfte Größe G5.
[0168] Alle einzugebenden Größen, außer Größen G1, G4 und G5, müssen den einzelnen Fenstern
FE
j des Frankiermaschinenstempelbildes entnehmbar sein. Dabei bildet die Größe G5 beispielsweise
den Schlüssel für die Verschlüsselung, der in vorbestimmten zeitlichen Abständen,
d.h. nach jeder Inspektion der Frankiermaschine geändert wird. Diese, zeitlichen Abstände
sind so bemes- , sen, daß es auch bei Anwendung moderner Analyseverfahren, beispielsweise
der differentiellen Kryptoanalyse, mit Sicherheit nicht gelingt, aus den Markierungen
im Markierungsfeld die Orginalinformation zu rekonstruieren, um daraufhin Fälschungen
an Frankierstempelbildern herzustellen.
[0169] Der Größe G1 entspricht beispielsweise eine Werbeklischee-Rahmen-Nummer. In den Subspeicherbereichen
ST
i, ST
j des Arbeitsspeichers 5 der Frankiermaschine sind entsprechende Zahlenketten (sTrings)
für Fenster- bzw. Rahmeneingabedaten gespeichert.
[0170] Den Größen G0, G2 und G3 entsprechen beispielsweise die in den Subspeicherbereichen
ST
j des nichtflüchtigen Arbeitsspeichers 5 der Frankiermaschine gespeicherten Fensterdaten,
wobei die Größe G0 in den Fenstern FE2 und FE3 aus den Subspeicherbereichen ST
2 und ST
3, die Größe G2 im Fenster FE4 aus dem Subspeicherbereich ST
4 sowie die Größe G3 im Fenster FE1 aus dem Subspeicherbereich ST
1 entstammt.
[0171] In den Subspeicherbereichen B
5 B
6 und B
7 des Arbeitsspeichers 5 der Frankiermaschine liegen die gespeicherten Fensterdaten
für ein Werbeklischeetextteil, ein Markierungsfeld und gegebenenfalls für ein Referenzfeld
vor. Dabei ist zu bemerken, daß in einige der als B
k gekennzeichneten Subspeicherbereiche des Arbeitsspeichers 5 der Frankiermaschine
die Fensterdaten öfter eingeschrieben und/oder ausgelesen werden, als in anderen Subspeicherbereichen.
Ist der nicht-flüchtige Arbeitsspeicher ein EEPROM kann eine besondere Speichermethode
verwendet werden, um mit Sicherheit unter der Grenzanzahl an Speicherzyklen zu bleiben,
die für diesen zulässig ist. Andererseits kann aber auch ein batteriegestütztes RAM
für den nichtflüchtigen Arbeitsspeicher 5 verwendet werden.
[0172] In der Figur 5 ist ein Ablaufplan der erfindungsgemäßen Lösung dargestellt, wobei
das Verfahren auf dem Vorhandensein von - in der Figur 1 - gezeigten zwei Pixelspeicherbereichen
beruht.
[0173] Entsprechend der Häufigkeit einer Änderung von Daten, werden decodierte binäre Rahmen-
und Fensterdaten in zwei Pixelspeicherbereichen vor dem Druck gespeichert. Die nicht
ständig zu ändernden (semivariablen) Fensterdaten vom Typ 1 wie Datum, Seriennummer
der Frankiermaschine und das für mehrere Drucke ausgewählte Klischeetextteil können
vor dem Druck zusammen mit den Rahmendaten in Binärdaten dekomprimiert und zu einem
im Pixelspeicherbereich I gespeicherten Pixelbild zusammengesetzt werden. Dagegen
werden ständig wechselnde (variable) Fensterdaten vom Typ 2 dekomprimiert und als
binäre Fensterdaten in dem zweiten Pixelspeicherbereich II vor dem Druck gespeichert.
Fensterdaten vom Typ 2 sind beispielsweise der zu druckende postgut- und beförderungsabhängige
Postwert und/oder die ständig wechselnde Markierung. Nach einer Druckanforderung werden
im Verlauf einer Druckroutine während des Druckes für jede Spalte des Druckbildes
die binären Pixeldaten aus den Pixelspeicherbereichen I und II zu einem Druckspaltensteuersignal
zusammengesetzt.
[0174] Eine Frankiermaschine kann nach dem Einschalten und ihrer Initialisierung mehrere
Zustände (Kommunikationsmodus, Testmodus, Frankiermodus u.a. Modi) durchlaufen, was
beispielsweise in der Anmeldung P 43 44 476.8 der in den deutschen Offenlegungsschriften
DE 42 17 830 A1 und DE 42 17 830 A1 näher beschrieben wurden. Nach dem Start-Schritt
40 des Frankiermodus erfolgt aufgrund der Eingabe der Kostenstelle im Schritt 41 eine
automatische Eingabe der zuletzt aktuell gespeicherten Fensterund Rahmendaten und
im Schritt 42 eine entsprechende Anzeige. Dabei werden auch relevante Speicherbereiche
C, D, E des nichtflüchtigen Arbeitsspeichers 5 hinsichtlich einer eingestellten Zuordnung
von Fensterund Rahmendaten bzw. Kostenstelle abgefragt. Nach der vorgenannten oder
in einer anderen beispielsweise nach der in DE 42 21 270 A1 beschriebenen Weise kann
auch ein Klischeetextteil, welches einem bestimmten Werbeklischee zugeordnet ist,
automatisch vorgegeben werden.
[0175] Im Schritt 43 werden Rahmendaten in Register 100, 110, 120, ..., des flüchtigen Arbeitsspeichers
7a übernommen und dabei Steuercode detektiert und im flüchtigen Arbeitsspeicher 7b
gespeichert. Die übrigen Rahmendaten werden dekomprimiert und im flüchtigen Pixelspeicher
7c als binäre Pixeldaten gespeichert. Ebenso werden die Fensterdaten in Register 200,
210, 220, ..., des flüchtigen Arbeitsspeichers 7a geladen und dabei Steuercode detektiert
und im flüchtigen Arbeitsspeicher 7b gespeichert und die übrigen Fensterdaten nach
ihrer Dekomprimierung entsprechend spaltenweise im flüchtigen Pixelspeicher 7c gespeichert.
[0176] In der Figur 9a wird die, Dekodierung der Steuercode, Dekomprimierung und das Laden
der festen Rahmendaten sowie die Bildung und Speicherung der Fensterkennwerte und
in der Figur 9b wird die Einbettung von dekomprimierten aktuellen Fensterdaten vom
Typ 1 in die dekomprimierten Rahmendaten nach dem Start der Frankiermaschine bzw.
nach dem Editieren von Rahmendaten ausführlich gezeigt.
[0177] Im Schritt 44 liegen entweder die dekomprimierten Rahmen- und Fensterdaten vom Typ
I als binäre Pixeldaten im Pixelspeicherbereich I gespeichert vor und können im Schritt
45 weiterverarbeitet werden oder es erfolgt eine Neueingabe von Rahmen- und/oder Fensterdaten.
Im letzteren Fall wird auf den Schritt 51 verzweigt.
[0178] Im Schritt 51 wird vom Mikroprozessor ermittelt, ob über die Eingabemittel 2 eine
Eingabe erfolgt ist, um Fensterdaten, beispielsweise für den Postwert, durch einen
neuen zu ersetzen oder um Fensterdaten, beispielsweise für eine Klischeetextzeile,
zu ersetzen oder zu editieren. Ist eine solche Eingabe erfolgt, werden im Schritt
52 die erforderlichen Subschritte für die Eingaben durchgeführt, d.h. es wird ein
fertiger anderer Datensatz ausgewählt (Klischeetextteile) und/oder ein neuer Datensatz
erzeugt, der die Daten für die einzelnen Zeichen (Ziffern und/oder Buchstaben) der
Eingabegröße enthält.
[0179] Im Schritt 53 werden entsprechende Datensätze für eine Anzeige zur Überprüfung der
Eingabedaten aufgerufen und für den anschließenden Schritt 54 zum Nachladen des Pixelspeicherbereiches
I mit den Fensterdaten vom Typ 1 bereitgestellt.
[0180] In der Figur 9c wird der Schritt 54 zur Einbettung von dekomprimierten semivariablen
Fensterdaten vom Typ 1 in die dekomprimierten Rahmendaten nach einer Neueingabe bzw.
nach dem Editieren dieser Fensterdaten vom Typ 1 ausführlich dargestellt. Die Daten
von entsprechend der Eingabe aufgerufenen Datensätzen werden ausgewertet, um Steuercode
für einen "Farbwechsel" bzw. ein "Spaltenende" zu detektieren, welche für ein Einbetten
der neu eingegebenen Fensterdaten erforderlich sind. Dann werden diejenigen Daten,
die keine Steuercode sind, in binäre Fensterpixeldaten dekomprimiert und in den Pixelspeicherbereich
I spaltenweise eingebettet.
[0181] Wurde dagegen im Schritt 51 ermittelt, daß keine Fensterdaten selektiert oder editiert
werden sollen, dann wird auf den Schritt 55 verzweigt. Im Schritt 55 führt die Möglichkeit
zum Wechsel der verwendeten festen Werbeklischee- bzw. Rahmendaten auf einen Schritt
56, um die Eingabe der aktuell ausgewählten Rahmendatensätze zusammen mit den Fensterdatensätzen
durchzuführen. Anderenfalls wird auf den Schritt 44 verzweigt.
[0182] Wenn eine Neueingabe von ausgewählten speziellen Größen erfolgen soll, wird im Schritt
44 ein Flag gesetzt und bei dem nachfolgenden Schritt 45 für eine Bildung von Daten
für eine neue Markierungssymbolreihe berücksichtigt, falls hier nach einer zweiten
Variante ein Schritt 45b abzuarbeiten ist.
[0183] Im Schritt 45 erfolgt ein Bilden der neuen kodierten Fensterdaten vom Typ 2. Vorzugsweise
werden hier die Markierungsdaten für ein Fenster FE6 erzeugt, wobei vorangehende Schritte
der Verschlüsselung von Daten zur Erzeugung einer Kryptozahl eingeschlossen sind.
In diesem Schritt 45 ist auch eine Ausformung als Strichcode und/oder Symbolkette
vorgesehen. Anhand der Figur 10 wird in zwei Varianten die Bildung neuer kodierter
Fensterdaten vom Typ 2 für ein Markierungsbild erläutert.
[0184] In einer ersten Variante werden in einem Schritt 45a eine monoton veränderbare Größe
verarbeitet, so daß letztlich durch die aufgedruckte Markierungssymbolreihe jeder
Abdruck unverwechselbar wird. In einer zweiten Variante werden in einem Schritt 45b
vor dem Schritt 45a noch andere Größen verarbeitet.
[0185] Der entsprechend gebildete Datensatz für die Markierungsdaten wird danach in einem
Bereich F und/oder mindestens in einem Subspeicherbereich B
6 des nichtflüchtigen Arbeitsspeichers 5 geladen und überschreibt hierbei den bisher
gespeicherten Datensatz, für den bereits Fensterkennwerte ermittelt worden sind bzw.
vorbestimmt sind und nun erst in den flüchtigen Arbeitsspeicher 7b gespeichert werden.
Der Subspeicherbereich B
10 ist vorzugsweise für einen Datensatz vorgesehen, der zum Druck einer zweiten Markierungssymbolreihe
führt, wie das in den Figur 3c und 3d gezeigt ist. Au-Berdem können auch doppelte
Symbolreihen - in einer in der Figur 3b nicht gezeigten Weise - nebeneinander gedruckt
werden. Der Bereich F ist vorzugsweise für einen Datensatz vorgesehen, der zum Druck
eines Strichcodes führt, wie das in der Figur 3e gezeigt ist.
[0186] Im Schritt 46 erfolgt ein byteweises Übertragen der Daten des Datensatzes für die
Markierung in Register des flüchtigen Arbeitsspeichers 7a und ein Detektieren der
Steuerzeichen "Farbwechsel" und "Spaltenende", um dann die übrigen Daten des Datensatzes
zu decodieren und um die decodierten binären Fensterpixeldaten vom Typ 2 in den Pixelspeicherbereich
II des flüchtigen Arbeitsspeichers 7c zu laden. In der Figur 11 wird ausführlich die
Dekodierung von Steuercode und Umsetzung in dekomprimierte binäre Fensterdaten vom
Typ 2 dargestellt. Solche Fensterdaten vom Typ 2 sind insbesondere mit dem Index k
gekennzeichnet und betreffen die Daten für das Fenster FE6 ggf. FE10 für Markierungsdaten
und ggf. FE8 für die ZEIT-Daten der absoluten Zeitzählung. Gerade die Zeitdaten stellen
eine monoton veränderbare, da zeitabhängig aufsteigende Größe, dar. Zunächst noch
BCD-gepackte, aus dem Uhr/Datums-Modul 8 gelieferte Zeitdaten, werden ggf. in einen
geeignete ZEIT-Daten enthaltenden Datensatz mit lauflängencodierten hexadezimalen
Daten umgewandelt. Nun können sie ebenfalls in einem Speicherbereich B
8 für Fensterdaten FE8 vom Typ 2 gespeichert und/oder sofort im Schritt 46 in Register
200 des Arbeitsspeichers 7a oder in das Druckregister 15 spaltenweise geladen werden.
[0187] Im Schritt 47 wird bei einer erfolgten Druckanforderung auf den eine Druckroutine
beinhaltenden Schritt 48 und bei einer noch nicht erfolgten Druckanforderung in einer
Warteschleife auf die Druckanforderung gewartet. In einer Ausführungsform ist die
Warteschleife - in der Figuren 5 bzw. 6 gezeigten Weise - auf den Anfang des Schrittes
47 direkt zurückgeführt. In einer anderen Ausführungsform ist die Warteschleife -
in einer in den Figuren 5 bzw. 6 nicht gezeigten Weise - auf den Anfang des Schrittes
44 oder 45 zurückgeführt.
[0188] Die - in der Figur 12 ausführlich gezeigte - im Schritt 48 durchgeführte Druckroutine
für das Zusammensetzen von Druckspaltendaten aus den Pixelspeicherbereichen I und
II, erfolgt während des Ladens des Druckregisters (DR) 15. Die Druckersteuerung (DS)
14 bewirkt dabei unmittelbar nach dem Laden des Druckregisters (DR) 15 einen Druck
der geladenen Druckspalte. Anschließend wird im Schritt 50 überprüft, ob alle Spalten
für ein Frankiermaschinendruckbild gedruckt sind, indem die laufende Adresse Z mit
der gespeicherten Endadresse Z
ende verglichen wird. Ist die Druckroutine für ein Poststück ausgeführt, wird auf den
Schritt 57 verzweigt. Anderenfalls wird zum Schritt 48 zurück verzweigt, um die nächste
Druckspalte zu erzeugen und zu drucken, bis die Druckroutine beendet ist.
[0189] Im Schritt 57 wird geprüft, ob weitere Poststücke zu frankieren sind. Ist das nicht
der Fall und die Druckroutine ist beendet, wird der Schritt 60 erreicht und somit
das Frankieren beendet. Anderenfalls ist das Druckende noch nicht erreicht und es
wird zum Schritt 51 zurück verzweigt.
[0190] In der Figur 6 ist eine vierte Variante der erfindungsgemäßen Lösung, wobei abweichend
von dem Blockschaltbild nach der Figur 1 nur ein Pixelspeicherbereich I verwendet
wird, dargestellt. In diesen Pixelspeicherbereich I werden dekodierte binäre Rahmendaten
und Fensterdaten vom Typ 1 vor dem Druck zusammengesetzt und gespeichert. Die Schritte
sind bis auf den Schritt 46, welcher hier in dieser Variante nach der Figur 6 eingespart
wird und den Schritt 48, welcher hier durch den Schritt 49 ersetzt wird, identisch.
Bis zum Schritt 46 ergibt sich im wesentlichen eine gleiche Reihenfolge im Ablauf.
[0191] In der Figur 13 wird genauer auf die Druckroutine für das Zusammensetzen aus einem
Pixelspeicherbereich I und Arbeitsspeicherbereichen entnommenen Daten eingegangen.
Die ständig wechselnde Fensterdaten vom Typ 2 werden im Schritt 49 während des Druckes
jeder Spalte dekomprimiert und zusammen mit den spaltenweise zu druckenden binären
Pixeldaten aus dem Pixelspeicherbereich I zu einem Druckspaltensteuersignal zusammengesetzt.
Fensterdaten vom Typ 2 sind beispielsweise der zu druckende postgut- und beförderungsabhängige
Portowert und/oder die ständig wechselnde Markierung.
[0192] Anhand eines - in der Figur 7 dargestellten - Postwertzeichenbildes und der einer
Druckspalte zugeordneten Daten des Drucksteuersignals wird dessen Erzeugung aus den
Rahmen - und Fensterdaten erläutert.
Ein Briefkuvert 17 wird unter dem Druckmodul 1 einer elektronischen Frankiermaschine
mit der Geschwindigkeit v in Pfeilrichtung bewegt und dabei in der Spalte s
1 beginnend rasterartig spaltenweise mit dem dargestellten Postwertzeichenbild bedruckt.
Der Druckermodul 1 weist beispielsweise eine Druckleiste 16 mit einer Reihe von Druckelementen
d1 bis d240 auf. Für den Druck können das Ink-Jet-, oder ein Thermotransfer-Druckprinzip,
beispielsweise das ETR-Druckprinzip (Electroresistive Termal Transfer Ribbon), eingesetzt
werden.
[0193] Eine gerade zu druckende Spalte s
f weist ein aus farbigen Druckpunkten und nichtfarbigen Druckpunkten bestehendes zu
druckendes Druckmuster 30 auf. Jeweils ein farbiger Druckpunkt wird von einem Druckelement
gedruckt. Dagegen werden die nichtfarbigen Druckpunkte nicht gedruckt. Die ersten
zwei Druckpunkte in der Druckspalte s
f sind farbig, um den Rahmen 18 des Postwertzeichenbildes 30 zu drucken. Dann folgen
alternierend 15 nichtfarbige (d.h. nicht aktive) und 3 farbige (d.h. aktive) Druckpunkte
bis ein erstes Fenster FE1 erreicht ist, in welchen der Postwert (Porto) einzufügen
ist. Anschließend folgt ein Bereich von 104 nichtfarbigen Druckpunkten bis zum Spaltenende.
Eine solche Lauflängencodierung wird im Datensatz mittels hexadezimalen Zahlen verwirklicht.
Der Speicherplatzbedarf wird dadurch minimiert, daß alle Daten in einer derartig komprimierten
Form vorliegen.
[0194] Mit hexadezimalen Daten "QQ" können 256 Bit erzeugt werden. Wenn man davon die erforderlichen
Steuercodebits subtrahiert, verbleiben weniger als 256 Bit zur Ansteuerung der Dots
erzeugenden Mittel. Benutzt man aber zusätzliche einen Farbwechsel bewirkende Steuerzeichen
"00", können sogar mehr als 256 Dots angesteuert werden, wobei im Subspeicherbereich
A
i des Arbeitsspeichers 5 nun aber mehr Speicherplatz benötigt wird. Die Ausführungsbeispiele
nach den Figuren 9, 11, 12 und 13 sind für solch einen hochauflösenden Druckermodul
ausgelegt.
[0195] Steuerzeichen sind "00" für Farbwechsel vorgesehen. Damit wird eine folgende Hexadezimalzahl
weiterhin als farbig gewertet (f := 1 ), die sonst als nichtfarbig gelten würde. Ein
rückgesetztes Farb-Flip-Flop (f := 0) wird bei Farbwechsel gesetzt (f := 1) und beim
nächsten Farbwechsel erneut umgeschaltet (f := 0). Mit diesem Prinzip können also
256 Dots oder mehr adressiert werden. Das Register 15 in der Drucksteuerung 14 wird
bitweise aus dem Pixelspeicher geladen (z.B. für eine Druckspalte mit N = 240 Dots).
[0196] Weitere Steuerzeichen sind "FE" für Spaltenende,"FF" für Bildende, "F1" für den Fensterbeginn
des ersten Fensters FE1, usw.
[0197] Im nachfolgenden zur Erläuterung der Figur 7 gewählten Beispiel wird gegenüber einer
anzusteuernden Druckspalte mit mehr als 240 Dots weniger Speicherplatz im ROM benötigt,
da die Steuerzeichen günstig gelegt. Für hexadezimale Daten "01","02",...,"QQ",..."F0"
sind 1 bis 240 Dot ( "F0" = [F * 16
1] + [0 * 16
0] = [15 * 16] + [0 * 1] = 240) ansteuerbar.
[0198] Hier kann der Steuercode "00" für Farbwechsel theoretisch entfallen, da mit einer
einzigen Hexadezimalzahl "F0" eine ganze Druckspalte von 240 Dots mit einer gleichen
Farbgebung vollständig definiert werden kann. Dennoch kann, bei nur unmerklichem Speichermehrbedarf,
bei mehreren Fenstern in einer Spalte auch ein Farbwechsel sinnvoll sein.
[0199] Nach dieser Methode ergibt sich ein Datensatz für die Druckspalte s
f in der - ausschnittsweise gezeigten - Form:
..."2","0D","02","4F","F1","68","FE",...,...
[0200] Bei der Übernahme in ein Register 100 der µP-Steuerung 6 werden aus Hexadezimalzahlen
"QQ" Steuerzeichen detektiert und im Verlaufe eines Schrittes 43 ausgewertet.
[0201] Bei dieser Auswertung werden außerdem Fensterkennwerte Z
j, T
j, Y
j bzw. Z
k , T
k , Y
k erzeugt und zusammen mit festgelegten Werten für die Anfangsadresse Z
0, Endadresse Z
ende und der Gesamtlauflänge R, d.h. der Anzahl an je Druckspalte benötigten binären Daten,
in flüchtigen Speicher RAM 7b gespeichert.
[0202] Für die 13 Steuerzeichen "F1" bis "FD" könnten maximal 13 Fenster aufgerufen und
die Anfangsadressen bestimmt werden. So läßt sich beispielsweise mit "F6" für Fensterbeginn
eines Fensters FE6 vom Typ 2, eine Anfangsadresse Z
6 ermitteln und als Fensterkennwert speichern.
[0203] In der Figur 8 erfolgt eine Darstellung der auf ein Pixelspeicherbild bezogenen und
davon getrennt gespeicherten Fensterkennwerte für ein erstes Fenster FE1. Das Fenster
besitzt eine Fensterspaltenlauflänge Y
1 = 40 Pixel und eine Spaltenanzahl von ca. 120, die als Fensterspaltenvariable T
1 gespeichert wird. Wenn dazu die Fensteranfangsadresse Z
1 als Zieladresse gespeichert ist, kann die Lage des Fensters FE1 im binären Pixelbild
jederzeit rekonstruiert werden.
[0204] Aus den Registern 100, 200 umgesetzte binäre Daten werden bitweise in den flüchtigen
Pixelspeicher RAM 7c eingelesen, wobei jedem Bit eine Adresse zugeordnet ist. Handelt
es sich bei der im Register geladenen Hexadezimalzahl um ein detektiertes Steuerzeichen
"F2" wird der Fensterkennwert Z
j für eine Anfangsadresse des Fensters der Nr. j = 2 bei insgesamt n Fenstern bestimmt.
Damit können später Fensterdaten wieder in die Rahmendaten an dieser durch die Adresse
gekennzeichneten Stelle eingefügt werden. Es ist die Fensterspaltenlauflänge Y
j < R Gesamtlauflänge der Druckspalte. Aus der Addition mit R kann die neue Adresse
in der gleichen Zeile aber in der nächsten Spalte erzeugt werden.
[0205] In der Figur 9a wird die, Dekodierung der Steuercode, Dekomprimierung und das Laden
der festen Rahmendaten sowie die Bildung und Speicherung der Fensterkennwerte gezeigt.
Dabei wurde mit der Berücksichtigung der Erstellung von sehr hochauflösenden Drucken
ein Steuercode "Farbwechsel" berücksichtigt. Deshalb ist in einem ersten Subschritt
4310 ein Farb-Flip-Flop 1 auf f := 0 zurück zu setzen. Die Quelladresse Hi zum Auffinden
der Rahmendaten sei anfangs H
i := H
i - 1 und die Zieladresse Z := Z
0 .
[0206] Für die Fensterdaten vom Typ 1 werden im Subschritt 4311 die Fensterspaltenvariable
T
j := 0, für j = 1 bis n Fenster und für die Fensterdaten vom Typ 2, die Fensterspaltenvariable
T
k := 0 für k = 1 bis p Fenster gesetzt. Im Subschritt 4312 wird die Quelladresse H
i für Rahmendaten inkrementiert und ein Farbwechsel vollzogen, damit das Anfangsdaten-Byte
beispielsweise als farbig gewertet wird, was später zu entsprechend aktivierten Druckelementen
führt.
[0207] Das o.g. Byte, welches eine lauflängenkodierte Hexadezimalzahl für Rahmendaten ist,
wird nun im Subschritt 4313 aus dem entsprechend automatisch durch die Kostenstelle
KST ausgewählten Bereich A
i des nichtflüchtigen Speichers 5 in ein Register 100 des flüchtigen Speichers 7a übertragen.
Hierbei werden Steuerzeichen detektiert und eine Lauflängenvariable X zurück auf Null
gesetzt.
[0208] Im Subschritt 4314 wird ein Steuerzeichen "00" für einen Farbwechsel erkannt, was
nach Rückverzweigung auf den Subschritt 4312 zu einem Farbwechsel führt, d.h. die
nächste lauflängenkodierte Hexadezimalzahl bewirkt eine Inaktivierung der Druckelemente
entsprechend der Lauflänge. Anderenfalls wird im Subschritt 4315 ermittelt, ob ein
Steuerzeichen "FF" für Bildende vorliegt. Wird ein solches erkannt, ist der Punkt
d entsprechend der Figuren 5 oder 6 erreicht und der Schritt 43 abgearbeitet.
[0209] Wird anderenfalls im Subschritt 4315 ein solches Steuerzeichen "FF" für Bildende
nicht erkannt, wird im Subschritt 4316 geprüft, ob ein Steuerzeichen "FE" für ein
Spaltenende vorliegt. Wird ein solches erkannt, wird im Subschritt 4319 das Farb-Flip-Flop
1 zurückgesetzt und auf den Subschritt 4312 verzweigt, um dann im Subschritt 4313
das Byte für die nächste Druckspalte zu laden. Liegt kein Spaltenende vor, wird im
Subschritt 4317 ermittelt, ob ein Steuerzeichen für ein Fenster vom Typ 2 vorliegt.
Ist ein solches erkannt worden, dann wird auf den Subschritt 4322 verzweigt. Anderenfalls
wird im Subschritt 4318 untersucht, ob ein Steuerzeichen für Fenster vom Typ 1 vorliegt.
Sollte das der Fall sein, dann ist ein Punkt c
1 erreicht, an welchem ein - in der Figur 9b gezeigter - Schritt 43b durchgeführt wird.
[0210] Wird im Subschritt 4318 kein Steuerzeichen für Fensterdaten vom Typ 1 erkannt, dann
liegen im aufgerufenen Byte die lauflängenkodierten Rahmendaten vor, welche im Subschritt
4320 decodiert und in binäre Rahmenpixeldaten umgesetzt im Pixelspeicherbereich I
des Pixelspeichers 7c unter der eingestellten Adresse Z gespeichert werden. Im nachfolgenden
Subschritt 4321 wird entsprechend der Anzahl der umgesetzten Bits die Spaltenlauflängenvariable
X bestimmt und danach die Zieladresse für den Pixelspeicherbereich I um diese Variable
X erhöht. Damit ist ein Punkt b erreicht und um ein neues Byte aufzurufen, wird wieder
auf den Subschritt 4312 zurückverzweigt.
[0211] Im Subschritt 4322 wird, wenn ein Steuerzeichen für Fensterdaten vom Typ 2 vorläge,
die ausgeführte Speicherung von Fensterkennwerten T
k ermittelt. Ist ein Fensterkennwert, in diesem Fall die Fensterspaltenlaufvariable
T
k noch auf dem Ausgangswert Null, wird in einem Subschritt 4323 die Fensteranfangsadresse
Z
k entsprechen der Adresse Z ermittelt und im flüchtigen Arbeitsspeicher 7b gespeichert.
Anderenfalls wird auf einen Subschritt 4324 verzweigt. Auf den Subschritt 4323 folgt
ebenfalls der Subschritt 4324, in welchem der Fensterkennwert der Fensterspaltenvariable
T
k inkrementiert wird. Im anschließenden Subschritt 4325 wird die bisherige im flüchtigen
Arbeitsspeicher 7b gespeicherte Fensterspaltenvariable T
k mit dem aktuellen Wert überschrieben, und der Punkt b erreicht.
[0212] Die Fensterkennwerte werden so für k = 1 bis p Fenster, insbesondere FE6 ggf. FE10
bzw. FE8 geladen. Danach wird auf den Subschritt 4312 zurückverzweigt um im Subschritt
4313 ein neues Byte zu laden. Die aus den hexadezimalen Daten umgesetzten Bits (Dot=1)
werden also in dem - in der Figur 9a gezeigten - Schritt 43a byteweise in den Pixelspeicherbereich
I des flüchtigen Pixelspeichers 7c übernommen und hintereinander als Binärdaten gespeichert.
[0213] In der Figur 9b wird die Einbettung von dekomprimierten aktuellen Fensterdaten vom
Typ 1 in die dekomprimierten Rahmendaten nach dem Start der Frankiermaschine bzw.
nach dem Editieren von Rahmendaten gezeigt. Voraus-gesetzt, im Subschritt 4318 wurde
ein Steuerzeichen für Fenster vom Typ 1 erkannt, wird der Punkt c
1 und damit der Beginn des Schrittes 43b erreicht.
[0214] Im Subschritt 4330 wird die ausgeführte Speicherung von Fensterkennwerten T
j ermittelt. Ist ein Fensterkennwert, in diesem Fall die Fensterspaltenlaufvariable
T
j noch auf dem Ausgangswert Null, wird in einem Subschritt 4331 die Fensteranfangsadresse
Z
j entsprechen der Adresse Z ermittelt und im flüchtigen Arbeitsspeicher 7b gespeichert.
Anderenfalls wird auf einen Subschritt 4332 verzweigt. Auf den Subschritt 4331 folgt
ebenfalls der Subschritt 4332, in welchem der Fensterkennwert der Fensterspaltenlauflänge
Y
j und die Fensterspaltenlauflängenvariable W
j auf einen Ausgangswert Null sowie die Fensterquelladresse U
j auf den Anfangswert U
oj - 1 und das zweite Farb-Flip-Flop für Fenster auf "nichtfarbig drucken" gesetzt werden.
[0215] Im anschließenden Subschritt 4333 wird die bisherige Fensterquelladresse U
j inkrementiert und ein Farbwechsel vollzogen, so daß eventuelle Fensterbyte, die im
nachfolgenden Subschritt 4334 geladen werden, als farbig gewertet werden, was anschließend,
während des Druckes, zu aktivierten Druckelementen führt.
[0216] Im Subschritt 4334 wird ein Byte aus den Subspeicherbereichen B
j im nichtflüchtigen Arbeitsspeicher 5 in Register 200 des flüchtigen Arbeitsspeichers
7a geladen und dabei nach Steuerzeichen detektiert.
[0217] Im Subschritt 4335 wird die Fensterspaltenlauflänge Y
j um den Wert der Fensterspaltenlauflängenvariable W
j inkrementiert. Im Subschritt 4336 wird ermittelt, ob ein Steuerzeichen "00" für Farbwechsel
vorliegt. Ist ein solches erkannt worden, wird auf den Subschritt 4333 zurückverzweigt.
Anderenfalls wird im Subschritt 4337 untersucht, ob ein Steuerzeichen "FE" für Spalten-ende
vorliegt. Ist das nicht der Fall, liegen Fensterdaten vor. Also wird in einem Subschritt
4338 der Inhalt des Registers 200 mit der Hilfe des Charakterspeichers 9 decodiert
und die diesem Byte entsprechenden binären Fensterpixeldaten im Pixelspeicherbereich
I des Pixelspeichers 7c gespeichert.
[0218] Anschließend wird in einem Subschritt 4339 die Fensterspaltenlauflängenvariable W
j bestimmt, um die Adresse Z um den Wert der Variablen W
j zu inkrementieren. Damit steht die neue Adresse für ein neu umzusetzendes Byte des
Datensatzes zur Verfügung und es wird auf den Subschritt 4333 zurückverzweigt, in
welchem auch die neue Quelladresse für ein Byte des Datensatzes für Fenster FEj erzeugt
wird.
[0219] Wurde im Subschritt 4337 ein Steuerzeichen "FE" für ein Spaltenende erkannt, wird
auf den Subschritt 4340 verzweigt, in welchem die Fensterspaltenvariable T
j inkrementiert und die flüchtigen Arbeitsspeicher 7b gespeicherte Fensterspaltenvariable
T
j und die Fensterspaltenlauflänge Y
j mit dem aktuellen Wert überschrieben, werden. Anschließend wird im Subschritt 4341
ein Farbwechsel ausgeführt und der Punkt b ist erreicht.
[0220] Damit ist der Schritt 43b abgearbeitet und neue Rahmendaten könnten im Schritt 43a
umgesetzt werden, falls nicht ein nächstes Fenster erkannt wird oder der Punkt d erreicht
worden ist.
[0221] In der Figur 9c wird die Einbettung von dekomprimierten variablen Fensterdaten vom
Typ 1 in die dekomprimierten Rahmendaten nach dem Editieren dieser Fensterdaten vom
Typ 1 dargestellt. Wie bereits gezeigt worden ist, sind vor dem Beginn des Schrittes
54 bereits Pixelspeicherdaten und Fensterkennwerte gespeichert worden. Der Subschritt
5440 beginnt mit der Bestimmung derjenigen Anzahl n' an Fenstern für die die Daten
geändert worden sind und einem Feststellen der zugehörigen Fensteranfangsadresse Z
j und Fensterspaltenvariable T
j für jedes Fenster FEj. Außerdem wird eine Fensterzählvariable q gleich Null gesetzt.
[0222] Im Subschritt 5441 wird ermittelt, ob der Wert der Fensterzählvariable q bereits
den Wert der Fensteränderungsanzahl n' erreicht hat. Bei Null Änderungen, d.h. n'
= 0 ist der Vergleich positiv und der Punkt d wird erreicht. Anderenfalls wird auf
den Subschritt 5442 verzweigt, wobei für ein erstes Fenster FEj, dessen Daten geändert
wurden, die Fensteranfangsadresse Z
j und die Fensterspaltenvariable T
j aus dem flüchtigen Arbeitsspeicher 6b entnommen werden. Außerdem werden die Quelladresse
U
j auf einen Anfangswert U
oj - 1 gesetzt, die Zieladresse Z
j zur Adressierung des Pixelspeicherbereiches I verwendet, ein Fensterspaltenzähler
P
j und das zweite Farb-Flip-Flop zurück auf den Anfangswert Null gesetzt.
[0223] Im nachfolgenden Subschritt 5443 wird die Quelladresse inkrementiert und ein Farbwechsel
vollzogen, bevor der Subschritt 5444 erreicht ist. Im Subschritt 5444 wird ein Byte
des geänderten Datensatzes im nichtflüchtigen Speicher aufgerufen und in des Register
200 des flüchtigen Speichers 7a übertragen, wobei Steuerzeichen detektiert werden.
Bei einem Steuerzeichen "00" für Farbwechsel wird im Subschritt 5445 auf den Subschritt
5443 zurückverzweigt. Anderenfalls wird auf den Sub-schritt 5446 verzweigt, um nach
Steuerzeichen "FE" für ein Spaltenende zu suchen. Liegt ein solches Steuerzeichen
aber nicht vor, kann im nachfolgenden Subschritt 5447 der Inhalt des Registers 200
unter Mitwirkung des Charakterspeichers 9 decodiert und in binäre Pixeldaten für das
zu ändernde Fenster umgesetzt werden. Diese ersetzen nun die bisherigen im Bereich
I des Pixelspeichers 7c gespeicherten Pixeldaten ab der durch die Fensteranfangsadresse
Z
j vorbestimmten Stelle. Die dabei umgesetzten Bits werden als Fensterlauflängenvariable
W
j gezählt, mit welcher im Subschritt 5448 die Zieladresse V
j inkrementiert wird. Anschließend wird auf den Subschritt 5443 zurückverzweigt, um
im Subschritt 5444 das nächste Byte zu laden.
[0224] Wird aber im Subschritt 5446 ein Steuerzeichen "FE" für Spaltenende erkannt, dann
wird auf den Subschritt 5449 verzweigt, in welchem der Fensterspaltenzähler P
j inkrementiert wird.
[0225] Im Subschritt 5450 wird untersucht, ob durch den Fensterspaltenzähler P
j der Fensterkennwert für die zugehörige Fensterspaltenvariable T
j erreicht ist. Dann wären für ein erstes geändertes Fenster alle Änderungsdaten in
den Pixelspeicherbereich I geladen und es wird auf den Subschritt 5453 und von diesem
auf den Subschritt 5441 zurückverzweigt, um für ein eventuell zweites Fenster Änderungsdaten
in den Pixelspeicherbereich I zu übertragen. Im Subschritt 5453 wird zu diesem Zweck
die Fensterzählvariable q inkrementiert und die nachfolgende Fensteranfangsadresse
Z
j+1 und sowie die nachfolgende Fensterspaltenvariable T
j+1 ermittelt.
[0226] Anderenfalls wenn im Subschritt 5450 die Fensterpaltenvariable T
j durch den Fensterspaltenzähler P
j noch nicht erreicht ist, wird über die Subschritte 5451 und 5452 auf den Subschritt
5443 zurückverzweigt, um solange eine weitere Fensterspalte im Pixelspeicherbereich
zu überschreiben, bis die alten binären Fensterpixelspeicherdaten durch die neuen
vollständig ersetzt worden sind. Im Subschritt 5451 wird zu diesem Zweck die Zieladresse
für die Daten im Pixelspeicherbe-reich I um die Rahmengesamtspaltenlänge R inkrementiert.
Die Zieladresse V
j ist somit auf die nächste Spalte für binäre Pixeldaten des Fensters im Pixelspeicherbereich
I eingestellt. Im Subschritt 5452 wird das Farb-Flip-Flop auf Null zurückgesetzt,
damit die Umsetzung mit als farbig gewerteten Pixeldaten beginnt.
[0227] Wenn im Schritt 44 keine weitere Neueingabe festestellt wird, kann im Schritt 45
nun die Bildung neuer kodierter Fensterdaten vom Typ 2 für ein Markierungsbild, insbesondere
nach einer ersten Variante mit einem Schritt 45a erfolgen.
[0228] Der Schritt 45 umfaßt weitere - in der Figur 10 dargestellte - Subschritte zur Bildung
neuer kodierter Fensterdaten vom Typ 2 für ein Markierungsbild.
[0229] Während im Pixelspeicherbereich I bereits dekomprimierte binäre Pixeldaten vorliegen,
werden nach dem Schritt 44 im Schritt 45 noch einmal die Ausgangsdaten für die die
komprimierten Daten enthaltenden Datensätze für die Fenster FEj und ggf. für die Rahmendaten
benötigt, um neue kodierte Fensterdaten vom Typ 2 für eine Markierungssysmbolreihe
zu bilden. Die einzelnen Ausgangsdaten (bzw. Eingabedaten) sind entsprechend den jeweiligen
Größen G
w in den Speicherbereichen ST
w als BCD-gepackte Zahl gespeichert. Neben den in den Subspeicherbereichen A
i und B
j nichtflüchtig gespeicherten Datensätzen werden nun in mehreren Schritten die Daten
für einen Datensatz für Fenster FEk vom Typ 2 zusammengestellt und in einem Subspeicherbereich
B
k nichtflüchtig gespeichert.
[0230] Das Verfahren zur schnellen Erzeugung eines Sicherheitsabdruckes umfaßt nach einer
Bereitstellung von Größen, einen von Mikroprozessor der Steuereinrichtung 6 der Frankiermaschine
vor einer Druckanforderung (Schritt 47) durchgeführten Teilschritt 45a.
[0231] In einer ersten Variante 1 wird in dem Schritt 45a eine Markierungssymbolreihe erzeugt.
Dabei wird aufgrund der Menge an Informationen durch die Größen G0 bis G5, die nur
teilweise im Frankiermaschinenstempelbild unverschlüsselt offen abgedruckt vorliegen
sollen, in der Frankiermaschine mindestens ein Teil der Größen verwendet, um eine
einzige Zahlenkombination zu bilden (Subschritt 45i), die zu einer einzigen Kryptozahl
verschlüsselt (Subschritt 452) und dann in eine auf das Postgut aufzudruckende Markierung
umgewandelt (Subschritt 453) wird. Die Speicherung des für die Markierung in einem
Fenster FE6 zu erzeugenden Datensatzes kann in einem abschließenden Subschritt 454
erfolgen. Dann ist der Punkt c
3 erreicht. Durch diese im Teilschritt 45a ausgeführte erste Variante, kann die Zeit,
die sonst in der Frankiermaschine für die Erzeugung weiterer Kryptozahlen benötigt
wird, eingespart werden.
[0232] Es ist wie bereits näher ausgeführt wurde vorteilhaft, wenn zur Bildung von dritten
zusammenhängenden Stellen der Kombinationszahl KOZ1 ein Teil einer den Nutzer der
Frankiermaschine charakterisierenden Größe G0, G1 von der Steuereinrichtung 6 zur
Verfügung gestellt wird.
[0233] Vorzugsweise werden im Subschritt 451 aus den Speicherbereichen ST
w die oberen 10 Stellen der Kombinationszahl KOZ1 für die ZEIT-Daten (Größe G4) und
die unteren 4 Stellen für den Postwert (Größe G3) bereitgestellt. Dadurch ergibt sich
eine Kombinationszahl mit 14 Digit, welche dann zu verschlüsseln wäre. Bei Anwendung
des DES-Algorithmus können maximal 8 Byte, d.h. 16 Digit auf einmal verschlüsselt
werden. Damit kann die Kombinationszahl KOZ1 in Richtung der niederwertigen Stellen
ggf. um eine weitere Größe ergänzt werden. Beispielsweise kann der Ergänzungsteil
ein Teil der Seriennummer SN oder die Nummer WRN des Werbeklischeerahmens bzw. das
Byte sein, das aus dem Datensatz des Werbeklischeerahmens in Abhängigkeit einer weiteren
Größe ausgewählt wird.
[0234] Diese Kombinationszahl KOZ1 kann im Subschritt 452 in ca. 210 ms in eine Kryptozahl
KRZ1 verschlüsselt werden, wobei hier eine Anzahl von weiteren an sich bekannten Schritten
ablaufen. Danach ist im Subschritt 453 die Kryptozahl KRZ1 anhand einer vorbestimmten
in den Speicherbereichen M des nichtflüchtigen Arbeitsspeichers 5 gespeicherten Markierungsliste
in eine.entsprechende Symbolreihe umzuwandeln. Hierbei kann insbesondere die, beim
späteren Abdruck so vorteilhafte, erhöhte Informationsdichte erzielt werden.
[0235] Selbst wenn ein - in der Figur 3f gezeigter - Satz mit 10 Symbolen, d.h. ohne eine
Erhöhung der Informationsdichte gegenüber der Kryptozahl KRZ1 verwendet wird, aber
zwei Markierungsreihen (neben-, bzw. untereinander) gedruckt würden, könnten weitere
Symbole übrig bleiben, mit denen weitere Informationen unverschlüsselt oder verschlüsselt
dargestellt werden könnten. Vorzugsweise handelt es sich dann hierbei um Informationen,
die sich nicht oder kaum ändern, und nur einmal verschlüsselt und in eine Symbolreihe
umgesetzt werden braucht. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um die Größe G5, d.h.
Inspektionsdaten (INS), beispielsweise das Datum der letzten Inspektion oder den Rest
der Seriennummer SN bzw. SN und das Byte des Datensatzes des Werbeklischeerahmens,
welcher in die erste Kombinationszahl KOZ1 nicht mit einbezogen wurde, bzw. ausgewählte
vorbestimmte Teile davon. In der Figur 3c sind in - hier othogonal zueinander angeordneten
- Fenstern FE6 und FE10 jeweils eine Reihe mit zusammen 20 Symbolen abgebildet, mit
welcher beispielsweise die insgesammt 8 Byte, d.h. 16 Digit, der Kryptozahl KRZ1 und
weitere Informationen ggf. unverschlüsselt oder auf andere Weise verschlüsselt wiedergegeben
werden.
[0236] Eine zweite Variante mit einem Schritt 45b zusätzlich zum Schritt 45a unterscheidet
sich von der ersten Variante durch andere aber gleichartig zu berücksichtigende Ausgangs-
bzw. Eingabegrößen. In der zweiten Variante werden nacheinander in zwei Schritten
45b und 45a eine Markierungssymbolreihe erzeugt, wobei der Schritt 45b analog dem
Schritt 45a durchgeführt wird.
[0237] Dabei wird in einem ersten Subschritt 450 des von der Steuereinrichtung 6 durchgeführten
Schrittes 45 geprüft wird, ob ein Flag gesetzt wurde, um die Durchführung von Teilschritten
45b und/oder 45a zu veranlassen, daß in dem Teilschritt 45b eine mindestens den anderen
Teil der den Nutzer der Frankiermaschine charakterisierenden Größe G0, G1 aufweisende
zweite Kombinationszahl KOZ2 gebildet, danach zu einer zweiten Kryptozahl KRZ2 verschlüsselt
und anschließend in mindestens eine zweite Markierungssymbolreihe MSR2 anhand eines
zweiten Satzes SSY2 an Symbolen umgesetzt wird.
[0238] Im Subschritt 455 wird gegenüber dem Subschritt 451 eine Kombinationszahl KOZ2 gebildet,
wobei hier insbesondere die Größen für übrigen Teile der Seriennummer, für Werbeklischee(rahmen)nummer
u.a. Größen eingehen können. Im Subschritt 456 wird wie beim Subschritt 452 eine Krypto-Zahl
KOZ2 gebildet. Im Subschritt 457 erfolgt dann wieder die Transformation in eine Markierungssymbolreihe,
die im Subschritt 458 nichtflüchtig zwischengespeichert wird.
[0239] Anschließend erfolgt der die Subschritte 451 bis 453 umfassende Teilschritt 45a.
Dieser kann ggf. von einem Subschritt 454 abgeschlossen werden. Anschließend ist der
Punkt c
3 erreicht.
[0240] Hierbei tritt, trotz zweimaliger Anwendung des DES-Algorithmusses, insofern dennoch
eine Zeitersparnis auf, da in einem ersten Subschritt 450 eine Auswertung erfolgt,
ob die ausgewählten, für die Bildung der Markierungssymbolreihe im Teilschritt 45b
erforderlichen Größen, durch eine Eingabe verändert worden sind. Bei Neueingabe von
ausgewählten speziellen Größen, würde im Schritt 44 ein Flag gesetzt und bei einer
nachfolgenden Bildung von Daten für eine neue Markierungssymbolreihe berücksichtigt
werden, um hier den Schritt 45b abzuarbeiten. Ist das aber nicht der Fall, dann kann
auf bereits früher gebildete und in einem Speicherbereich 458 nichtflüchtig gespeichert
vorliegende Markierungssymbolreihe bzw. Teile der Markierungssymbolreihe zurückgegriffen
werden.
[0241] In einer Ausführungsvariante wird im Subschritt 456 ein anderer Verschlüsselungsalgorithmus
als der DES zur Zeitersparnis verwendet.
[0242] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante wird im Subschritt 453 der ersten Variante
bzw. im Subschritt 457 der zweiten Variante eine Transformation zur zusätzlichen Erhöhung
der Informationsdichte der Markierungssymbolreihe gegenüber der Krypto-Zahl KRZ1 bzw.
KRZ2 vorgenommen. Beispielsweise wird bei einer Krypto-Zahl mit 16 Digit nun ein Satz
von 22 Symbolen verwendet, um die Information mittels nur 12 Digit - in der in der
Figur 3b ersichtlichen Weise - abzubilden. Für zwei Krytozahlen ist die dort gezeigte
Markierungssymbolreihe zu verdoppeln. Das kann mittels einer zu der - in Figur 3b
gezeigten - Markierungssymbolreihe parallel liegenden weiteren Markierungssymbolreihe
geschehen.
[0243] Entsprechend läßt sich weiter zeigen, daß für eine Markierungssymbolreihe von 14
Digit nur ein 14 Symbole aufweisender Symbolsatz erforderlich wird. Die bereits vorher
beschriebene Prüfung in der Postbehörde von solchen Markierungssymbolreihen aufweisenden
Poststücke kann folglich - nach der zweiten Auswertungsvariante - durch eine Rücktransformation
der Markierungssymbolreihe in Kryptozahlen KRZ1 ggf. KRZ2, deren anschließender Entschlüsselung
zu Kombinationszahlen KOZ1 ggf. KOZ2, deren einzelne Größen mit den auf dem Postgut
im Frankierbild offen abgedruckten Größen verglichen werden, erfolgen.
[0244] Eine Markierungssymbolreihe - wie sie in der Figur 3a gezeigt worden ist - ist für
10 Digit ausgelegt und kann eine Kryptozahl KRZ1 abbilden, wenn der Symbolsatz 40
Symbole aufweist. Hier ist eine vollautomatisierte Eingabe und Auswertung - schon
um subjektive Fehler des Prüfers bei der Erkennung der Symbole zu vermeiden, sinnvoll.
[0245] In einem dem Schritt 45 nachfolgenden Schritt werden dann die Daten eines Datensatzes
für die Markierungssymbolreihe nach deren Dekomprimierung in die übrigen Pixeldaten
eingebettet. Dafür sind erfindungsgemäß insbesondere zwei verschiedene Möglichkeiten
vorgesehen. Die eine Möglichkeit wird anhand der Figur 11 eine andere anhand der Figur
13 näher erläutert.
[0246] In der Figur 11 wird insbesondere der Schritt 46 der Figur 5 erläutert. In einem
Subschritt 4660 werden Fensterkennwerte Z
k und T
k für geänderte Fensterdaten vorgegeben, die Fensteränderungszahl p'bestimmt und eine
Fensterzählvariable q gleich null gesetzt. In einem Subschritt 4661 wird ausgewertet,
ob Fensterzählvariable q gleich der Fensteränderungszahl p' ist. Dann wäre der Punkt
d
3 und damit der nächste Schritt 47 bereits erreicht. Dieser Pfad wird aber regelmäßig
am Anfang noch nicht betreten, da die monoton steigende Größe ständig neue Markierungssymbolreihen
für jeden Abdruck erzeugt.
[0247] Anderenfalls, wenn eine Änderung erfolgt ist, wird auf den Subschritt 4662 verzweigt,
um Fensterkennwerte entsprechend den geänderten Fenstern einzugeben und Anfangsbedingungen
zu setzen.
[0248] In einem Subschritt 4663 wird eine neue Quelladresse für die Daten des Datensatzes
des gerade bearbeiteten Fensters FEk erzeugt, um im nächsten Subschritt 4664 ein Byte
der kodierten Fensterdaten vom Typ 2 aus dem Speicherbereich B
k in Register des nichtflüchtigen Speichers 7a zu laden und Steuerzeichen zu detektieren.
[0249] In einem Subschritt 4665 wird dann die Fensterspaltenlauflänge Y
k um die Fensterspaltenlauflängenvariable W
k inkrementiert, die hier noch Null ist. Danach wird nach Steuerzeichen für Farbwechsel
untersucht (Subschritt 4666) und ggf. zum Subschritt 4663 zurückverzweigt oder nach
Steuerzeichen Spaltenende gesucht (Subschritt 4667). Bei Erfolg wird auf den Subschritt
4669 verzweigt und der Fensterspaltenzähler P
k erhöht. Anderenfalls ist im nächsten Subschritt 4668 eine Dekodierung des Steuercodes
und eine Umsetzung des aufgerufenen Bytes in dekomprimierte binäre Fensterpixeldaten
vom Typ 2 vorzunehmen.
[0250] Im Subschritt 4670 wird dann geprüft, ob alle Spalten des Fensters abgearbeitet sind.
Ist das der Fall, wird auf den Subschritt 4671 verzweigt und die Spaltenlauflänge
Y
k des Fensters FEk im Speicher 7b gespeichert und zum Subschritt 4673 zurückverzweigt.
Wird im Subschritt 4670 erkannt, daß noch nicht alle Spalten abgearbeitet sind, wird
über den Subschritt 4672, wobei der Fensterkennwert Y
k und das Farb-Flip-Flop zurück auf Null gesetzt werden, auf den Subschritt 4663 zurückverzweigt.
Im nächsten Subschritt 4668 ist dann ggf. wieder eine Dekodierung des Steuercodes
und eine Umsetzung des aufgerufenen Bytes in dekomprimierte binäre Fensterpixeldaten
vom Typ 2 vorzunehmen.
[0251] Nach dem Subschritt 4673, wo die Kennwerte der nächsten geänderten Fenster aufgerufen
werden, wird wieder auf den Subschritt 4661 verzweigt. Bei Abarbeitung aller Änderungsfenster
ist der Punkt d
3 erreicht.
[0252] Die in der Figur 12 gezeigte Druckroutine für das Zusammensetzen von Daten aus den
Pixelspeicherbereichen I und II läuft ab, wenn im Schritt 47 eine Druckaufforderung
erkannt wird und Daten in einem - in der Figur 5 nicht gezeigten - Subschritt 471
geladen worden sind.
[0253] Im Subschritt 471 werden die Endadresse Z
ende geladen, die laufende Adresse Z (Laufvariable) auf den Wert der Quelladresse Z
0 im Bereich I des Pixelspeichers 7c, die Fensterspaltenzähler P
k auf den jeweiligen Wert entsprechend der gespeicherten Fensterspaltenvariable T
k, die Fensterbitzähllängen X
k auf den jeweiligen Wert entsprechend der gespeicherten Fensterspaltenlauflänge Y
k gesetzt und die Zieladressen Z
k für k = p Fenster sowie die Gesamtlauflänge R für eine Druckspalte s
k geladen. Die Druckspalte weist N Druckelemente auf.
[0254] Anschließend, mit dem Erreichen des Punktes e
1 am Anfang des Schrittes 48, laufen mehrere Subschritte ab. So wird zunächst in einem
Subschritt 481 das Register 15 der Druckersteuerung 14 seriell bitweise aus dem Bereich
I des Pixelspeichers 7c mit binären Druckspaltendaten geladen, die mit der Adresse
Z aufgerufen werden, und der Fensterzähler h auf eine Zahl gesetzt, die der um eins
erhöhten Fensteranzahl p entspricht. Im Subschritt 482 wird ein Fensterzähler h dekrementiert,
der nacheinander Fenster-Nummern k ausgibt, woraufhin im Subschritt 483 die im Pixelspeicher
erreichte Adresse Z mit der Fensteranfangsadresse Z
k des Fensters FE
k verglichen wird. Ist der Vergleich positiv und eine Fensteranfangsadresse erreicht
wird zum Subschritt 489 verzweigt, der seinerseits aus den Subschritten 4891 bis 4895
besteht. Anderenfalls wird auf den Subschritt 484 verzweigt.
[0255] Im Subschritt 4891 wird seriell ein erstes Bit aus dem Bereich II des Pixelspeichers
7c für das Fenster FE
k die binären Fensterpixeldaten in das Register 15 geladen, wobei im Subschritt 4892
die Adresse Z und die Bitzählvariable l inkrementiert und die Fensterbitzähllänge
X
k dekrementiert wird. In einem Subschritt 4893 werden dann, wenn noch nicht alle Bits
entsprechend der Fensterspaltenlauflänge Y
k geladen sind, weitere Bits aus dem Bereich II geladen. Anderenfalls wird auf den
Subschritt 4894 verzweigt, wobei die Fensteranfangsadresse Z
k für die Adressierung der nächsten Fensterspalte entsprechend um die Gesamtlänge R
heraufgesetzt und der Fensterspaltenzähler P
k dekrementiert wird. Gleichzeitig wird die ursprüngliche Fensterbitzähllänge X
k entsprechend der Fensterspaltenlauflänge Y
k wieder hergestellt.
[0256] Im Subschritt 4895 wird dann geprüft, ob alle Fensterspalten abgearbeitet sind. Ist
dies der Fall, dann wird die Anfangsadresse Z
k für das entsprechende Fenster FE
k auf Null oder eine Adresse gesetzt, welche außerhalb der Pixelspeicherbereiches I
liegt. Anderenfalls und nach dem Subschritt 4896 wird auf den Punkt e
1 verzweigt.
[0257] Im Subschritt 484 wird geprüft, ob alle Fensteranfangsadressen abgefragt worden sind.
Ist das erfolgt, dann wird auf den Subschritt 485 verzweigt, um die laufende Adresse
Z zu inkrementieren. Ist das noch nicht erfolgt wird auf den Subschritt 481 zurück
verzweigt, um den Fensterzähler h solange weiter zu dekrementieren, bis die nächste
Fensteranfangsadresse gefunden ist oder bis im Subschritt 484 der Fensterzähler h
gleich Null wird.
[0258] Im Subschritt 486 wird geprüft, ob alle Daten für die zu druckende Spalte s
k im Register 15 geladen sind. Ist das noch nicht der Fall, dann wird im Subschritt
488 die Bitzählvariable l inkrementiert, um zum Punkt e
1 zurückzukehren und um dann (im Subschritt 481) das mit der Adresse Z adressierte
nächste Bit aus dem Pixelspeicherbereich in das Register 15 zu laden.
[0259] Ist das Register 15 aber voll, dann wird im Subschritt 487 die Spalte ausgedruckt.
Danach wird in einem - bereits in den Figur 5 dargestellten - Schritt 50 ermittelt,
ob alle Pixeldaten der Pixelspeicherbereiche I und II ausgedruckt worden sind, d.h.
das Poststück fertig frankiert worden ist. Ist das der Fall, dann wird der Punkt f
1 erreicht. Anderenfalls wird auf den Subschritt 501 verzweigt und die Bitzählvariable
1 auf Null zurückgesetzt, um danach auf den Punkt e
1 zurück zu verzweigen. Jetzt kann die nächste Druckspalte erzeugt werden.
[0260] Die Druckroutine für das Zusammensetzen aus nur einem Pixelspeicherbereich I und
Arbeitsspeicherbereichen entnommenen Daten, wird anhand der Figur 13 näher erläutert.
Nach Druckanforderung, welche in dem - in der Figur 6 gezeigten - Schritt 47 festgestellt
wird, erfolgt sofort ein Subschritt 471, wie er bereits in Zusammenhang mit der Figur
12 erläutert wurde, um den Punkt e
2 zu erreichen. Der nun beginnende - bereits in der Figur 6 dargestellte - Schritt
49, umfaßt die Subschritte 491 bis 497 und die Subschritte 4990 bis 4999. Die Subschritte
491 bis 497 laufen mit gleichem Ergebnis in der gleichen Reihenfolge ab, wie die Subschritte
481 bis 487, die in Zusammenhang mit der Figur 12 bereits erläutert wurden. Lediglich
im Subschritt 493 wird auf den Subschritt 4990 verzweigt, um ein Farb-Flip-Flop auf
g := 0 zurückzusetzen, woraufhin der bereits in Zusammenhang mit der Figur 6 erläuterte
Vorgang des druckspaltenweisen Dekomprimierens der kodierten Fensterdaten vom Typ
2 mit dem Subschritt 4991 eingeleitet wird. Hier erfolgt ein bereits - in Zusammenhang
mit der Figur 7 - erläuterter Farbwechsel bei der Bewertung der umzusetzenden Fensterpixeldaten
vom Typ 2, so daß die ersten hexadezimalen Daten des aufgerufenen Datensatzes beispielsweise
als farbig gewertet werden. Die Quelladresse wird imkrementiert. Anschließend erfolgt
das Laden der komprimierten Fensterdaten für die Fenster FE
k vom Typ 2, insbesondere für die Markierungsdaten, aus dem (in den entsprechen Subspeicherbereichen
B
j gespeicherten) vorbestimmten Datensatz in die Register 200 des flüchtigen Arbeitsspeichers
7a im Subschritt 4992. Eine Hexadezimalzahl "QQ" entspricht dabei einem Byte.
[0261] Hierbei werden auch die Steuercode detektiert. Ist eine Fensterspalte zu drucken,
die mit nichtfarbigen, d.h. nicht zu druckenden Pixeln beginnt, stünde im Datensatz
an dieser Stelle ein Steuercode "Farbwechsel" an erster Stelle. Somit wird im Subschritt
4993 auf den Subschritt 4991 zurückverzweigt, um den Farbwechsel durchzuführen. Anderenfalls
wird auf den Subschritt 4994 verzweigt. Im Subschritt 4994 wird ermittelt, ob ein
Steuercode "Spaltenende" vorliegt. Ist das noch nicht der Fall, dann ist der Registerinhalt
zu decodieren und damit zu dekomprimieren. Für jeden laufzeitkodierten hexadezimalen
Zahlenwert existiert im Charakterspeicher (CSP) 9 eine Reihe binärer Pixeldaten, welche
aufgrund der im flüchtigen Arbeitsspeicher 7a geladenen hexadezimalen Zahl entsprechend
abgerufen werden kann. Das erfolgt im Subschritt 4995, wobei anschließend die dekomprimierten
Fensterpixeldaten für eine Spalte der Fenster FEj vom Typ 2 seriell in das Druckregister
15 der Druckersteuerung 14 geladen werden.
[0262] Im Subschritt 4996 werden dann die Adresse inkrementiert und eine entsprechend nächste
Hexadezimalzahl im Datensatz angewählt, der im nichtflüchtigen Arbeitsspeicher 5 im
Subbereich B
5 gespeichert vorliegt, sowie die bei der Dekodierung der Lauflängencodierung umgesetzten
Bits ermittelt, um eine Fensterspaltenlauflängenvariable W
j zu bilden, mit welcher die Zieladresse inkrementiert wird. Somit ist die neue Zieladresse
für das Einlesen erzeugt. und es kann auf den Subschritt 4991 zurückverzweigt werden.
[0263] Ist das Spaltenende erreicht folgen die Subschritte 4997 bis 4999, um anschließend
auf den Punkt e
2 zurück zu verzweigen. Die Subschritte 4998 und 4999 laufen ähnlich wie die - in der
Figur 12 gezeigten - Subschritte 4895 und 4894 ab.
[0264] Im Subschritt 497 wird die fertig eingeladene Druckspalte gedruckt. Die Subschritte
491 bis 497 laufen ähnlich wie die - in der Figur 12 gezeigten - Subschritte 481 bis
487 ab.
[0265] Neben einem geringerem mechanischen Aufwand ergibt sich eine hohe Druckgeschwindigkeit
bei einer Vielzahl in ein gespeichertes festes Druckbild einzubettenden variablen
Druckbilddaten.
[0266] In einer weiteren Variante des Verfahrens zur Erzeugung eines Sicherheitsabdruckes
für Frankiermaschinen, bringt ein Druckermodul ein vollelektronisch erzeugtes Frankierbild
auf ein Poststück auf, entsprechend der über ein Eingabemittel und einem Ein/Ausgabe-Steuermodul
getätigten aktuellen Eingaben bzw. Daten, welche mit einer Anzeigeeinheit überprüfbar
sind. Dabei ist vorgesehen, daß die Daten für die konstanten Teile des Frankierbildes,
welche mindestens den Rahmen eines Werbeklischees betreffen, in einem ersten Speicherbereich
Ai des Programmspeichers 11 gespeichert sind, daß der nichtflüchtige Speicher 5 mehrere
Speicherbereiche aufweist und daß die Daten für die variablen bzw. semivariablen Teile
des Frankierbildes in zweiten Speicherbereichen B
k bzw. B
j des nichtflüchtigen Speichers 5 gespeichert sind. Den wählbaren Kostenstellennummern
für die Kostenstellen sind in einem dritten Speicherbereich C des nichtflüchtigen
Speichers 5 die Namen der Werbeklischeerahmen zuordenbar. Den Namen der Werbeklischeerahmen
entsprechen Werbeklischeerahmennummern WRN.
[0267] Mit dem mikroprozessorgesteuerten Druckverfahren und der Druckersteuerung wird das
Druckmuster aus Festdaten und aktuellen Daten erzeugt. Dabei ist vorgesehen, daß entsprechend
dem Namen oder der Werbeklischeerahmennummer WRN, die in Speicherbereichen des nichtflüchtigen
Speichers 5 gespeichert vorliegen und den aktuell eingestellten Rahmen eines Werbeklischees
kennzeichnen. Rahmendaten werden aus dem ersten Speicherbereich des Programmspeichers
11 entnommen, dekomprimiert und in einem ersten Bereich I eines Pixelspeichers 7C
gespeichert. In die vorgenannten konstante Daten werden nachfolgend semivariable Fensterdaten
aus dem zweiten Speicherbereich B
j eingebettet. Vor dem Druck werden im Falle einer Druckanforderung 47 eine Abrechnung
in einem Subschritt 470 unter der vorgenannten Kostenstellennummer im Kostenstellenspeicher
10 vorgenommen und anschließend variable Fensterdaten aus dem zweiten Speicherbereich
B
k für die Markierungsdaten während des Druckens eingebettet, wobei das Einbetten während
des Ladens des Druckregisters 15 erfolgt.
[0268] Es sind insbesondere die vorteilhaften Varianten näher erläutert worden, wobei es
aber bei einer schnelleren Hardware durchaus möglich ist, die Reihenfolge der Verfahrensschritte
abzuändern, um ebenso einen Sicherheitsabdruck schnell zu erzeugen.
[0269] Wird im Schritt 47 bei einer erfolgten Druckanforderung auf den eine Druckroutine
beinhaltenden Schritt 48 bzw. 49 und bei einer noch nicht erfolgten Druckanforderung
in einer Warteschleife auf die Druckanforderung gewartet, indem - in der Figuren 5
bzw. 6 gezeigten Weise - auf den Anfang des Schrittes 47 direkt zurückgegangen wird,
hat das erfindungsgemäß einen weiteren zeitlichen Vorteil, da nicht permanent neu
nach dem DES-Algorithmus Kryptozahlen generiert werden müssen. Der nächste erfaßbare
Zeitpunkt nach einer Generierung der Markierungssymbolreihe kann bereits den Druck
auslösen. Dennoch sind, wie erwähnt, auch andere Rückverzweigungen möglich. Dem Schritt
47 kann ein zusätzlicher Schritt 61 zeitlich vorgeordnet sein, um kann bei Feststellung
einer fehlenden Druckanforderung im Schritt 61 in einen Standby-Modus (Schritt 62)
zu verzweigen, beispielsweise um die aktuelle Uhrzeit und/oder das Datum anzuzeigen
und/oder um Fehlerprüfungen automatisch durchzuführen. Aus dem Standby-Modus 62 wird
wieder zum Startschritt 40 direkt oder indirekt über weitere Schritte bzw. Modi zurückverzweigt.
[0270] Ebenso kann in einer anderen Variante der Schritt 45 zwischen die Schritte 53 und
54 gelegt sein. In dem dem Schritt 45 nachfolgenden Schritt 54 werden dann die Daten
eines Datensatzes für die Markierungssymbolreihe nach deren Dekomprimierung in die
übrigen Pixeldaten des Pixelspeicherbereiches I eingebettet. Ein weiterer Pixelspeicherbereich
ist dann nicht erforderlich.
[0271] Eine andere entgegengesetzte Variante speichert im Pixelspeicherbereich nur die Rahmenpixeldaten
und bettet alle Fensterpixeldaten gleich in die in das Druckregister 15 eingelesenen
entsprechenden Spalten ein, ohne daß dazwischen ein Pixelspeicher für Fensterdaten
benötigt wird.
[0272] Bei einer Variante, ohne das automatische Editieren von Klischeeteilen, kann auf
Speicherbereiche D und E verzichtet werden. Statt dessen werden die unveränderlichen
Bildinformationen für ein fertiges Klischee in einem NUR-Lesespeicher (ROM) gespeichert,
z.B. im Programmspeicher 11. Bei der Dekodierung der unveränderlichen Bildinformationen
wird auf den NUR-Lesespeicher 11 zugegriffen, wobei die Zwischenspeicherung von Klischeeteilen
entfallen kann.
[0273] Mit der Steuereinrichtung 6 ist der Programmspeicher 11 verbunden, wobei die Daten
für die konstanten Teile des Frankierbildes, welche mindestens einen Werbeklischeerahmen
betreffen, in einem ersten Speicherbereich A
i gespeichert sind. Ein zugeordneter Namen kennzeichnet den Werbeklischeerahmen. Mit
der Steuereinrichtung 6 ist der nichtflüchtiger Arbeitsspeicher 5 verbunden, wobei
die Daten für die semivariablen Teile des Frankierbildes in dem zweiten Speicherbereich
Bj gespeichert sind und ein zugeordneter Namen den semivariablen Teil kennzeichnet.
Eine erste Zuordnung der Namen der semivariablen Teile zu den Namen der konstanten
Teile besteht entsprechend dem gespeicherten Programm. Eine zweite Zuordnung wird
entsprechend der in einem dritten Speicherbereich C gespeicherten Kostenstellen-Nummer
vorgenommen, so daß wahlweise jeder Kostenstelle KST ein Werbeklischee zugeordnet
ist. Ein Mikroprozessor ist in der Steuereinrichtung 6 vorgesehen, um eine Verschlüsselung
zu Markierungspixelbilddaten vor deren spaltenweisen Einbettung in die übrigen Pixelbilddaten
durchzuführen. Deshalb ist mit dem Mikroprozessor ein flüchtiger Arbeitsspeicher 7,
eine Druckersteuerung 14 mit Druckregister 15 verbunden ist, mit denen unter Steuerung
durch den Mikroprozessor entsprechend einem im Programmspeicher 11 gespeicherten Programms
die Markierungspixelbilddaten in die übrigen festen und variablen Pixelbilddaten während
des Druckens einfügt werden.
[0274] Die Erfindung ist nicht auf die vorliegenden Ausführungsform beschränkt. Vielmehr
ist eine Anzahl von Varianten denkbar, die unter die folgenden Ansprüche fallen.