[0001] Die Erfindung betrifft eine Mahlwalze für Wälzmühlen, Walzenmühlen oder Glättwalzwerke
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Herstellungsverfahren für eine derartige
Mahlwalze.
[0002] Bekannte Mahlwalzen für Wälz- oder Walzenmühlen weisen in der Regel einen radial
innenliegenden Grundkörper und einen radial außenliegenden Walzenkörper auf. Der Begriff
des radial innenliegenden Grundkörpers umfaßt in diesem Zusammenhang auch einen Basismantel,
der auf dem Grundkörper befestigt sein kann.
[0003] An dem radial außenliegenen Walzenkörper ist eine Abrollfläche ausgebildet, welche
eine mit einem rotierenden Mahlteller oder einer weiteren Mahlwalze zusammenwirkende
Mahlfläche bildet.
[0004] Der radial außenliegende Walzenkörper muß hochverschleißfest sein. Dies wird üblicherweise
durch extrem harte, aber gleichzeitig stark sprödbruchempfindliche Werkstoffe erreicht,
die vergossen werden. In vielen Fällen werden diese Werkstoffe zusätzlich einer speziellen
Wärmebehandlung unterzogen.
[0005] Aus der US-PS 4,232,834 sind derartige Mahlwalzen einer Walzenmühle beschrieben.
Als radial außenliegender Walzenkörper ist ein Walzenmantel mit Hilfe einer Halteeinrichtung
an dem radial innenliegenden Grundkörper befestigt.
[0006] Es hat sich jedoch gezeigt, daß aus diesen Werkstoffen hergestellte Walzenkörper
stark bruchgefährdet sind. Wesentliche Ursachen dafür sind interne Gußspannungen durch
ungleichmäßiges Abkühlen von außen nach innen, Gefügespannungen aufgrund von unkontrollierten
Wärmebehandlungen, Aufkeil- bzw. Schrumpfspannungen durch mechanisches Fügen über
konische Klemmsitze und auftretende Biegebeanspruchung bei Fügung über zylindrische
Sitze mit notwendigem Montagespiel. Weitere Einflußfaktoren sind rasch schwankende
Temperaturen während des Mahlprozesses und Arbeitsspannungen, insbesondere bei Mahlgut,
welches hohe spezifische Mahldrücke erfordert, wie z.B. bei Zement, Schlacke und beim
Vorschroten von Zement. In der Regel wirken mehrere der angeführten Faktoren zusammen.
[0007] Es ist bekannt, zur Vermeidung von Brüchen und daraus resultierenden Sekundärschäden,
wie z.B. durch herabfallende Bruchteile verursachte Folgeschäden, segmentierte radial
außenliegende Walzenkörper einzusetzen.
[0008] Eine Walzenmühle mit Mahlwalzen, deren Walzenmantel aus einzelnen Segmenten zusammengesetzt
ist, ist in der DE 38 33 614 A1 beschrieben. Zur Fixierung der Segmente dienen Klemmplatten,
welche die Stirnseiten der Segmente vollständig abdecken und bündig mit der äußeren
Umfangsfläche der Segmente abschließen.
[0009] Nachteilig ist dabei die kostenintensive Herstellung derartig segmentierter Walzenkörper.
Da jedes einzelne Segment für sich sowohl bezüglich seiner Auflagefläche als auch
hinsichtlich seiner beiden Kontaktflächen zu den Nachbarsegmenten mit höchster Genauigkeit
bearbeitet werden muß, wirkt sich der erforderliche Zeitaufwand nachteilig auf die
Herstellungskosten aus.
[0010] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Mahlwalze und ein Verfahren zur Herstellung einer Mahlwalze zu schaffen,
welche besonders hohe Standzeiten und ein geringes Reparaturrisiko aufweist und mit
einem besonders geringen Aufwand und somit kostengünstig hergestellt werden kann.
[0011] Bezüglich der Mahlwalze wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 und bezüglich des Herstellungsverfahrens durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 14 gelöst.
[0012] Zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen sind in der Figurenbeschreibung und
in den Unteransprüchen beschrieben.
[0013] Ein Grundgedanke der Erfindung ist es, die herstellungsbedingten Vorteile eines einteilig
hergestellten Walzenmantels, welcher als radial außenliegender Walzenkörper auf einem
radial innenliegenden Grundkörper bzw. auf einem Basismantel des Grundkörpers angeordnet
und befestigt wird, mit den sich im Betrieb erweisenden Vorteilen eines segmentiert
hergestellten Walzenmantels zu verbinden und unter Vermeidung der herstellungsbedingten
Kosten eines segmentiert hergestellten Walzenmantels einen einteiligen, erst im Mahlprozeß
segmentierbaren Walzenmantel herzustellen.
[0014] Erfindungsgemäß ist ein einteilig hergestellter Walzenmantel, beispielsweise ein
Hartgußring, mit Hilfe einer Halteeinrichtung an einem radial innenliegenden Grundkörper
fixierbar. Um nach der Herstellung des einteiligen Walzenmantels und dessen Befestigung
auf dem Grundkörper zu einem segmentierten, relativ bruchsicheren Walzenmantel zu
gelangen, sind Sollbruchstellen in dem einteilig hergestellten Walzenmantel eingearbeitet,
die an definierten und während der Konstruktion einer Mahlwalze bereits vorgegebenen
Stellen eingearbeitet, insbesondere eingeschliffen werden. An diesen Sollbruchstellen,
die bevorzugt als Sollbruchkerben und quer zur Abrollrichtung einer Mahlwalze bzw.
achsparallel zu einer Mahlwalzenachse eingebracht sind, wird der einteilig hergestellte
Walzenmantel gezielt an einer oder an mehreren Stellen in radialer Richtung brechen
und paßgenaue Walzenmantel-Bruchsegmente bilden, wenn die Mahlwalze bzw. der Walzenmantel
einer entsprechenden Beanspruchung ausgesetst ist und innere bzw. von außen eingetragene
Spannungen die Bruchfestigkeit des verwendeten Materials überschreiten. Gemäß der
Erfindung wird als Material für den segmentierbaren Walzenmantel insbesondere ein
Sprödmaterial, wie Ni-hard, Keramik oder Chrom-Hartguß oder ähnliches Hartmaterial
ohne meßbare Bruchdehnung gewählt. Der einteilig hergestellte Walzenmanteil wird weiterhin
derart mit einer Halteeinrichtung an dem radial innenliegenden Grundkörper befestigt,
daß die gegebenenfalls gebildeten Walzenmantel-Bruchsegmente ebenfalls sicher befestigt
sind und ein reibungsloser Betriebsablauf gewährleistet ist.
[0015] Wenn ein Gußmaterial mit einer extrem hohen Verschleißfestigkeit und ohne Restelastizität
eingesetzt wird, wird der Walzenmantel exakt und paßgenau an einer oder mehreren Sollbruchstellen
brechen und zu einem durchgebrochenen oder durchgerissenen Hartgußring oder zu einem
segmentierten Walzenmantel werden. Sobald Walzenmantel-Bruchsegmente gebildet sind,
sind die Restspannungen nahezu vollständig aus dem Gefüge eliminiert. Aufgrund einer
Klemmhalterung wird ein Herunterfallen der Bruchsegmente und dadurch bedingte Folgeschäden
wie ein Betriebsstillstand, Reparaturen oder dergleichen vermieden.
[0016] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß wesentlich härtere und verschleißfestere
Gußwerkstoffe verwendet werden können und daß die Gefahr, daß durch einen unkontrollierten
Bruch eines einteiligen Walzenmantels ein Totalschaden am Walzenmantel selbst und
Folgeschäden an weiteren Mahlwalzen durch abgefallende Bruchstücke entstehen, weitgehend
ausgeschlossen ist.
[0017] Weiterhin vorteilhaft ist die kostengünstige Herstellung der erfindungsgemäßen Mahlwalze
bzw. des Walzenmantels, welcher zunächst als einteiliger Hartgußring gegossen wird
und eine innere, bevorzugt kreiszylindrische Mantelfläche sowie eine äußere Mantelfläche
mit Abroll- bzw. Mahlfläche aufweist. Der einteilige Hartgußring kann ohne Unterbrechung
der Fügefläche gedreht werden. Da die Schnittfläche durchgehend gestaltet ist, können
Hartmetall- oder Keramikschneidplatten eingesetzt werden, so daß eine für segmentierte
Walzenmäntel notwendige Einzelsegmentbearbeitung entfallen kann. Dadurch wird eine
äußerst einfache und kostengünstige Herstellung des Walzenmantels und der Mahlwalze
möglich.
[0018] Als Sollbruchstellen werden bevorzugt Innenkerben an der inneren Mantelfläche eingeschliffen,
die bei entsprechender Beanspruchung nach radial außen bis zur Mahl- bzw. Abrollfläche
brechen und Walzenmantel-Bruchsegmente mit komplementären Bruchflächen bilden. Da
die Walzenmantel-Bruchsegmente durch eine Halteeinrichtung, insbesondere durch eine
Klemm- und Halteeinrichtung, betriebssicher gehalten sind, kann nach einer mit besonders
einfachen Mitteln erreichbaren Bruchsegmentierung der Mahlprozeß ohne nachteilige
Stillstandszeiten und Instandhaltungsarbeiten fortgesetzt werden.
[0019] Eine Halteeinrichtung umfaßt in einer zweckmäßigen Ausbildung einen lösbar an einer
Stirnseite der Mahlwalze angeordneten Klemmring, der mit Hilfe einer Schraubverbindung
mit einem Klauenring, welcher an der gegenüberliegenden Stirnseite an dem radial innenliegenden
Grundkörper angeformt ist, eine Klemmhalterung sowohl des einteiligen Walzenmantels
als auch der gebildeten Walzenmantel-Bruchsegmente gewährleistet.
[0020] Zweckmäßigerweise ist der Klemmring bei einer Mahlwalze für Wälzmühlen an der zur
Mühlenachse gerichteten, inneren Stirnseite angeordnet und mehrteilig ausgebildet,
um eine einfache und leicht zugängliche Befestigung des Walzenmantels an einem beispielsweise
aus dem Mühlengehäuse geschwenkten Walzen-Grundkörper zu ermöglichen.
[0021] Der Klemmring besteht aus einzelnen Klemmstücken, die jeweils einem möglichen Walzenmantel-Bruchsegment
zugeordnet sind, wodurch ein Lösen und Herunterfallen eines Segmentes verhindert wird.
Alle Klemmstücke weisen Ausformungen auf, die in komplementär ausgebildete Ausnehmungen
des segmentierbaren Walzenmantels eingreifen.
[0022] Der angeformte, einstückige Klauenring ist mit einer Drehsicherung versehen, durch
die eine Fixierung in Umfangsrichtung erfolgt und ein Mitdrehen der Walzenmantel-Bruchsegmente
unabhängig vom radial innenliegenden Grundkörper verhindert werden kann.
[0023] Eine besonders einfache und wirkungsvolle Drehsicherung wird mit Nocken erreicht,
die radial und axial vom Klauenring abstehen und in Nockenaufnahmen des segmentierbaren
Walzenmantels eingreifen.
[0024] Eine vorteilhafte elastische Klemmhalterung, welche die Spannungen des Walzenprozesses
kompensiert, kann mit einer federnd gelagerten Hammerschraube erreicht werden, die
jeweils im Bereich eines möglichen Walzenmantel-Bruchsegmentes ein Klemmstück des
Klemmringes mit dem Klauenring verbindet und dabei durch den radial innenliegenden
Grundkörper geführt ist.
[0025] Es ist sinnvoll, die Hammerschraube im Bereich des Klemmringes mit einer Mutter und
einer untergelegten Tellerfeder zu sichern.
[0026] Die Sollbruchstellen, die an der inneren Mantelfläche als Innenkerben und gegebenenfalls
auch an der äußeren Mantelfläche als Außenkerben ausgebildet sind, reichen zweckmäßigerweise
über die gesamte axiale Breite der jeweiligen Mantelfläche und bis zu den angrenzenden
Stirnseiten des Walzenmantels. Im Abstand von den bevorzugt 10 - 20 mm tiefen und
5 mm breiten Innenkerben sind die Ausnehmungen der Befestigungsbereiche des Walzenmantels
angeordnet, um eine sichere Befestigung und Halterung der Walzenmantel-Bruchsegmente
zu gewährleisten.
[0027] Wenn die äußere Mantelfläche eines Walzenmantels mit Sollbruchstellen versehen ist,
führen Spannungen und eine entsprechende Beanspruchung zu radial nach innen gerichteten
Bruchflächen und zur Bildung von Walzenmantel-Bruchsegmenten.
[0028] Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung weiter beschrieben; in dieser
zeigen
- Fig. 1
- einen Ausschnitt eines Axialschnittes einer erfindungsgemäßen Mahlwalze im Bereich
des segmentierbaren Walzenmantels und
- Fig. 2
- eine Ansicht gemäß Pfeil A in Figur 1.
[0029] In Figur 1 ist eine Mahlwalze für eine Wälzmühle im Bereich eines radial außenliegenden
Walzenkörpers 5 dargestellt, der an einem radial innenliegenden Grundkörper 3 der
Mahlwalze befestigt ist.
[0030] Als radial außenliegender Walzenkörper 5 ist ein einteilig hergestellter, unter bestimmten
Betriebsbedingungen in Bruchsegmente brechender Walzenmantel 7 vorgesehen, der über
eine kreiszylindrisch ausgebildete, innere Mantelfläche 15 an dem Grundkörper 3 anliegt
und betriebssicher fixiert ist. Bei einer derartigen Fügung über einen zylindrischen
Sitz ist ein Montagespiel notwendig. Der segmentierbare Walzenmantel 7, der als Hartgußring
gegossen und danach in einem besonders einfachen und kostengünstigen Verfahren drehbearbeitet
wurde, weist eine äußere, oberflächenebene Mantelfläche 11 mit einer Abroll- bzw.
Mahlfläche 9 auf, die im eingebauten Zustand nahezu parallel zu einem Mahlteller (nicht
dargestellt) angeordnet ist.
[0031] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 sind Sollbruchstellen 10 an der inneren
Mantelfläche 15 als Innenkerben 12 und an der äußeren Mantelfläche 11 als Außenkerben
19 nahezu quer zur Abrollrichtung gemäß Pfeil I ausgebildet. Bevorzugt wird ein Walzenmantel
mit Innenkerben 12, welche mit vorbestimmten, radial bis zu der Mahlfläche 9 verlaufenden
Bruchkanten zu Walzenmantel-Bruchsegmenten führen können, so daß die den Bruch verursachenden
Spannungen nicht mehr vorhanden sind.
[0032] Eine Halteeinrichtung 20, welche einen Klemmring 22 mit einer Hammerschraube 27 umfaßt,
hält sowohl den einteilig hergestellten Walzenmantel 7 als auch die gegebenenfalls
entstehenden Walzenmantel-Bruchsegmente und klemmt sie elastisch gegen einen Klauenring
24, der radial an der gegenüberliegenden Stirnseite des radial innenliegenden Grundkörpers
3 ausgebildet ist. Der aus einzelnen Klemmstücken bestehende Klemmring 22 weist etwa
V-förmige positive Ausformungen 23 auf, die in komplementäre negative Ausnehmungen
13 eines Befestigungsbereiches 16 des Walzenmantels 7 eingreifen. Entgegengesetzt
ausgebildete Ausnehmungen 17 in einem stirnseitigen Befestigungsbereich 14 des segmentierbaren
Walzenmantels 7 dienen zur Aufnahme des Klauenrings 24. Die Ausnehmungen 13, 17 in
Stirnseiten 6, 4 des Walzenmantels 7 sind jeweils in einem definierten radialen Abstand
von den als Innenkerben 12 eingeschliffenen Sollbruchstellen 10 ausgebildet.
[0033] Eine Nocke 31 dient zusammen mit einer Nockenaufnahme 18 als Drehsicherung bzw. zur
Fixierung der Walzenmantel-Bruchsegmente in Umfangsrichtung, wie insbesondere aus
der Draufsicht gemäß Pfeil A in Figur 2 hervorgeht.
[0034] Vorteilhaft ist eine federnde bzw. elastische Klemmhalterung des segmentierbaren
Walzenmantels 7 bzw. der Walzenmantel-Bruchsegmente, die durch eine Tellerfeder 26
und eine Mutter 28 im Klemmring 22 erreichbar ist.
1. Mahlwalze für Wälzmühlen, Walzenmühlen oder Glättwalzwerke mit einem radial innenliegenden
Grundkörper (3) und einem radial außenliegenden Walzenkörper (5), welcher als ein
einteiliger Walzenmantel (7) mit einer Abrollfläche bzw. einer Mahlfläche (9) ausgebildet
ist und aus einem wesentlichen härteren und verschleißfesteren Werkstoff als der radial
innenliegende Grundkörper (3) besteht, und mit einer Halteeinrichtung (20) zum Fixieren
des einteiligen Walzenmantels (7) an dem radial innenliegenden Grundkörper (3),
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem einteilig hergestellten Walzenmantel (7) Sollbruchstellen (10) für eine
mögliche Bruchsegmentierung vorgesehen sind,
daß bei einer Bruchsegmentierung des einteilig hergestellten Walzenmantels (7) durch
die Sollbruchstellen (10) vorgegebene Bruchsegmente gebildet sind, welche radial verlaufende,
komplementäre Bruchflächen aufweisen,
daß die durch die Sollbruchstellen (10) vorgegebenen Bruchsegmente den Walzenmantel
(7) bilden und von der Halteeinrichtung (20) betriebssicher gehalten sind.
2. Mahlwalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollbruchstellen (10) quer zur Abrollrichtung der Mahlwalze ausgebildet sind
und zwischen Stirnseiten (4, 6) des segmentierbaren Walzenmantels (7) verlaufen und
daß zur Halterung des segmentierbaren Walzenmantels (7) bzw. der Walzenmantel-Bruchsegmente
Befestigungsbereiche (14, 16) an den Stirnseiten (4, 6) vorgesehen sind, welche kraft-
und/oder formschlüssig mit der Halteeinrichtung (20) in Verbindung stehen.
3. Mahlwalze nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der einteilig hergestellte und segmentierbare Walzenmantel (7) als ein Kreiszylinder,
als Kegelstumpf oder mit gerundeter Mantelfläche ausgebildet ist, welcher bzw. welche
mit einer kreiszylindrischen Fläche als innerer Mantelfläche (15) an dem radial innenliegenden
Grundkörper (3) anliegt, und daß die Sollbruchstellen (10) im Bereich der inneren
Mantelfläche (15) und/oder im Bereich einer die Mahlfläche (9) aufweisenden, äußeren
Mantelfläche (11) ausgebildet sind.
4. Mahlwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Hartgußring als Walzenmantel (7) vorgesehen ist, daß als Sollbruchstellen
(10) Innenkerben (12) an der inneren Mantelfläche (15) eingeschliffen sind, welche
bei Spannungen unter Bildung von Walzenmantel-Bruchsegmenten mit radialen und komplementären
Bruchflächen aufbrechen, und daß die Walzenmantel-Bruchsegmente an ihren Befestigungsbereichen
(14, 16) durch einen mit einem Klauenring (24) des radial innenliegenden Grundkörpers
(3) zusammenwirkenden Klemmring (22) als Halteeinrichtung (20) betriebssicher gehalten
sind.
5. Mahlwalze nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Klemmring (22) mehrteilig ausgebildet ist und Ausformungen (23) aufweist,
welche in komplementäre Ausnehmungen (13) des segmentierbaren Walzenmantels (7) eingreifen,
und daß eine Halterung und Klemmung der gebildeten Walzenmantel-Bruchsegmente durch
den mit dem gegenüberliegenden Klauenring (24) verbundenen Klemmring (22) erfolgt.
6. Mahlwalze nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Klemmring (22) aus einzelnen Klemmstücken besteht und daß jedem Klemmstück
ein durch die Sollbruchstellen (10) vorgegebenes Mahlwalzen-Bruchsegment zugeordnet
ist.
7. Mahlwalze nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Klemmstück des Klemmrings (22) mit Hilfe einer Hammerschraube (27) mit dem
Klauenring (24) verbunden ist, wobei die Hammerschraube (27) parallel zur Mahlwalzenachse
durch den radial innenliegenden Grundkörper (3) geführt und wenigstens einseitig elastisch
gelagert ist.
8. Mahlwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtung (20) eine Drehsicherung (29) gegen ein Mitdrehen des segmentierbaren
Walzenmantels (7) oder der Walzenmantel-Bruchsegmente aufweist.
9. Mahlwalze nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Drehsicherung Nocken (31) vorgesehen sind, die in axialer und/oder radialer
Richtung vom Klauenring (24) abstehen und in Nockenaufnahmen (18) eingreifen, die
im Befestigungsbereich (14) des segmentierbaren Walzenmantels (7) ausgebildet sind.
10. Mahlwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausformungen (23) des mehrteiligen Klemmrings (22) und der Klauenring (24)
einen etwa V-förmigen Querschnitt aufweisen und daß die komplementär ausgebildeten
Ausnehmungen (13, 17) der Befestigungsbereiche (14, 16) des segmentierbaren Walzenmantels
(7) in einem definierten Abstand von der inneren Mantelfläche (15) und von den als
Sollbruchstellen (10) eingearbeiteten Innenkerben (12) angeordnet sind.
11. Mahlwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die als Sollbruchstellen (10) ausgebildeten Innenkerben (15) und/oder auf der
Mahlfläche (9) ausgebildete Außenkerben (19) eine Breite von etwa 5 mm und eine Tiefe
von 10 - 20 mm aufweisen.
12. Mahlwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollbruchstellen (10) über ihre gesamte axiale Länge eine gleichbleibende
Tiefe und/oder Breite aufweisen.
13. Mahlwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der einteilig hergestellte und segmentierbare Walzenmantel (7) aus einem Sprödmaterial,
insbesondere aus einem Keramikmaterial, aus Chrom-Hartguß, Ni-hard-Material oder ähnlichem
Hartmaterial ohne meßbare Bruchdehnung besteht.
14. Verfahren zum Herstellen einer Mahlwalze,
insbesondere nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein einteiliger Hartgußring mit einer inneren und einer äußeren Mantelfläche gegossen
wird, daß die äußere Mantelfläche als eine einzige, oberflächenebene Fläche drehbearbeitet
wird,
daß wenigestens an der inneren Mantelfläche etwa achsparallele Sollbruchstellen eingearbeitet
werden, durch welche nach Befestigung des einteiligen Walzenmantels auf einem radial
innenliegenden Grundkörper und bei entsprechender Beanspruchung radial verlaufende,
komplementäre Bruchflächen an Walzenmantel-Bruchsegmenten gebildet werden, und
daß der einteilig hergestellte, segmentierbare Walzenmantel sowie die durch die Sollbruchstellen
vorgegebenen Walzenmantel-Bruchsegmente durch eine Klemm- und Halteeinrichtung betriebssicher
gehalten werden.