[0001] Die Erfindung betrifft eine Verfahren zum optischen Sortieren von Schüttgut gemäß
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Es ist bereits bekannt, daß Prüfgut auf Bändern gefördert und dessen Bild zur Prüfung
mit einer Diodenzeilenkamera oder einer Fernsehkamera aufgenommen wird. Die Signalaufnahme
erfolgt vorzugsweise im Flug, wenn z.B. das Prüfgut von einem Band auf ein anderes
Band übergesetzt wird. Bei der Signalaufnahme im Flug kann das Prüfgut von mehreren
Seiten bei definiertem Hintergrund begutachtet werden.
[0003] Bei der Bildaufnahme wird bei modernen Anlagen auch die Farbe erfaßt. Dabei wird
die Farbe dazu genutzt, auffällige Gebiete im Bild zu detektieren.
[0004] Das Bild des Prüfgutes wird schritthaltend mit der Bildabtastung ausgewertet, so
daß unmittelbar nach Durchlauf eines Prüfteils durch die Meßstation dieses klassifiziert
werden kann. Damit ist eine Ausschleusung der Teile im Flug mittels Klappen oder Luftdüsen
möglich.
[0005] Ein Nachteil der bekannten Verfahren besteht darin, daß die Detektionsrate bei farblich
heterogenen Produkten gering ist, wenn man sich bei der Detektion auffälliger Bildpunkte
auf die Detektion von Farbwerten beschränkt, die nicht im Produkt enthalten sind,
weil sehr viele unterschiedliche Farbwerte im Produkt vorkommen. Erweitert man die
Detektion auf Farbwerte, die auch im Produkt enthalten sind, wird im allgemeinen schon
bei Erweiterungen auf selten im Produkt vorkommende Farben ein unerträglich hoher
Anteil des fehlerfreien Produktes als Ausschuß detektiert.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, das Verfahren zum optischen Sortieren von Schüttgut
dahingehend zu verbessern, daß bei farblich heterogenem Schüttgut zu detektierende
Fremdkörper mit einer sehr geringen Fehlerquote erkannt werden.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe dient das Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
[0008] Bei der Bildaufnahme wird das Licht jedes Bildpunktes durch Farbfilter vor den Nachweis-Elementen
einer Zeile z.B. in die drei Farbkomponenten rot (R), grün (G) und blau (B) zerlegt.
Dadurch wird erreicht, daß eine Detektion auffälliger Bildpunkte (Punkte mit Farbwerten,
die selten im fehlerfreien Produkt vorkommen) durch Auswertung der von den Zeilenelementen
gemessenen Farbwerte (Intensitäten der jeweiligen Farbkomponenten) möglich ist. Anschließend
wird eine Auswertung der Geometrie in Hinblick auf lokale Anhäufungen von auffälligen
Bildpunkten durchgeführt.
[0009] Zunächst wird die gesamte Bandbreite der möglichen Farbwerte im Farbraum in mehrere
Unterbereiche unterteilt, wobei der Farbraum durch die verschiedenen Farbkomponenten
aufgespannt wird, die für jeden Bildpunkt gemessen werden. Beispielsweise wird durch
die drei Farbkomponenten rot, grün und blau ein dreidimensionaler Farbraum gebildet.
Klassifikatoren, d.h. Mittel zum Auswerten der Meßwerte aufgrund vorgegebener Kriterien,
erlauben eine Klassifizierung der gemessenen Farbwerte, wobei sich ein Klassifikator
nur auf einen Unterbereich konzentriert und dabei in diesem Unterbereich bei dem farblich
heterogenen Produkt Detektionsflächen erkennt, also zusammenhängende Flächen von auffälligen
Bildpunkten.
[0010] Liegen die Farbwerte eines farblich homogenen Ausschußteils bevorzugt in dem ausgewählten
Unterbereich, wird das Ausschußteil als relativ großflächiges Gebiet von Bildpunkten
der Farbwerte des ausgewählten Unterbereichs detektiert und kann durch Auswertung
dieser Detektionsfläche vom Klassifikator erkannt werden. Andererseits werden bei
dem fehlerfreien Produkt innerhalb eines solchen Unterbereiches im allgemeinen nur
in seltenen Fällen großflächige Gebiete von auffälligen Bildpunkten gefunden, und
damit bleibt die Zahl der Fehldetektionen gering. Diese Verbesserung in der Klassifikation
nutzt man in der praktischen Anwendung dadurch, daß der Ausschuß in typische Klassen
unterteilt und für jede Klasse ein Klassifikator eingerichtet wird, wobei die Klassifikatoren
bei der Prüfung parallel arbeiten.
[0011] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird in den Unterbereichen, in denen Ausschußteile
vermutet werden, durch Vorzeigen von Ausschußteilen die Verteilung derer Farbwerte
gelernt.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert:
- Fig. 1
- zeigt beispielhaft eine eindimensionale Farbwertverteilung mit den Bereichen für gutes
Prüfgut.
- Fig. 2
- zeigt ein eindimensionales Beispiel zur Klassifizierung mit parallelen Klassifikatoren
bei der Erkennung von Ausschuß, dessen Farbwerte sich mit den Farbwerten des Produktes
überlappen.
- Fig. 3
- zeigt ein eindimensionales Beispiel zur Korrektur eines Klassifikators durch das Nachlernen.
- Fig. 4
- zeigt ein Beispiel für die Farbverfälschung an Objektkanten bei Verwendung einer Kamera
mit Bildpunkten, bei denen die Farbsensoren nebeneinander liegen.
[0013] In einer Farbsortiermaschine bewegt sich das Schüttgut bevorzugt im Flug an einem
Beobachtungskopf mit einer Lichtquelle und einem in der Nähe der Lichtquelle angeordneten
Produktsignalempfänger vorbei. Das reflektierte Licht jedes Bildpunktes des Prüfgutes
wird durch verschiedene Farbfilter nebeneinanderliegender Zeilenelemente einer Kamerazeile,
z.B. einer CCD-Zeile, des Empfängers in die drei Farben rot (R), grün (G) und blau
(B) zerlegt. Die Zeilenelemente messen somit in ihren jeweiligen Spektralbereichen
die Helligkeiten der Bildpunkte, auch Farbwerte genannt. Somit ergibt sich eine dreidimensionale
Verteilung von Farbwerten, deren Auswertung im folgenden anhand von eindimensionalen
Beispielen diskutiert wird.
[0014] Bezogen auf Fig. 1 wird in einem Vorlernprozeß das Prüfgut ohne Ausschußteile vermessen
und die Häufigkeitsverteilung 1 der Farbwerte ermittelt.
[0015] In einem Nachlernprozeß wird ebenfalls das Prüfgut ohne Ausschußteile vermessen und
in einem ersten Schritt ein Farbwertbereich für gutes Prüfgut festgelegt, indem eine
erfahrungsgemäße Schwelle 2 über die Häufigkeitsverteilung 1 der Farbwerte gelegt
wird, wobei sich aus den Schnittpunkten zwischen der Schwelle 2 und der Kurve der
Häufigkeitsverteilung 1 die Grenzen des Prüfgutfarbwertbereiches ergeben.
[0016] Bei der gewählten Einstellung von Schwelle 2 werden auch beim fehlerfreien Prüfgut
Bildpunkte vorkommen, die als auffällig eingestuft werden. Diese Bildpunkte würden
aber, wenn sie sich zu großflächigen Gebieten zusammenballen, irrtümlich als Ausschuß
klassifiziert. Die Erfahrung zeigt nun, daß eine solche Ballung wiederum bevorzugt
in gewissen Farbwertbereichen vorkommt. Um diese Farbwertbereiche zu messen, werden
in dem Nachlernprozeß ein im fehlerfreien Prüfgut detektiertes großflächiges Gebiet
abgespeichert und die Verteilung dessen Farbwerte gemessen. Diese Verteilung wird
nach einer Normierung als Schwelle 3 eingeführt. Alle Farbwerte, bei denen die Schwelle
3 die Farbwertverteilung 1 der Prüfgutteile übersteigt, d.h. die Farbwerte in dem
Intervall zwischen den Schnittpunkten der Schwelle 3 mit der Kurve der Farbwertverteilung
1, werden als dem Prüfgut zugehörig interpretiert und führen damit nicht zu einer
Fehlerdetektion.
[0017] Bei der Messung von mit Ausschußteilen versetztem Prüfgut werden die Farbwertbereiche
des Produktes in Unterbereiche eingeteilt. Bezogen auf Fig. 2 konzentriert sich bei
diesem Beispiel jeder der parallel arbeitenden Klassifikatoren A, B und C nur auf
einen Unterbereich. Liegen die Farbanteile des farblich homogenen Ausschußteils bevorzugt
in dem ausgewählten Unterbereich, wird das Ausschußteil als relativ großflächiges
Gebiet detektiert und kann durch Auswertung der Detektionsflächen erkannt werden.
Auch hier werden die Verteilungen der Farbwerte dieser großflächigen Gebiete gemessen
und nach ihrer Normierung als Schwellen eingeführt. Alle Farbwerte, bei denen diese
Schwellen 4, 5 und 6 die Farbwertverteilung 1 der Prüfgutteile übersteigen, werden
als Ausschuß interpretiert und führen zu einer Fehlerdetektion.
[0018] Es ist ebenfalls möglich, daß bei einem fehlerfreien Produkt großflächige Detektionsgebiete
in einem durch einen Klassifikator abgedeckten Farbwertbereich detektiert werden und
somit das fehlerfreie Produkt als Ausschuß klassifiziert wird. In einem weiteren Nachlernprozeß
werden speziell diese Farbwerte, die zu großflächigen Detektionsgebieten im fehlerfreien
Produktbereich führen, gelernt und durch Veränderung der Schwellen als gutes Prüfgut
erkannt. Bezogen auf Fig. 3 zeigt die Schwelle 8 die Farbwertverteilung eines Ausschußteils.
Innerhalb des durch die Schwelle 8 bestimmten Farbwertbereiches wird fehlerfreies
Prüfgut als Ausschuß klassifiziert. Durch den Nachlernprozeß wird die Farbwertverteilung
dieses großflächigen Detektionsgebietes im fehlerfreien Prüfgut gemessen und nach
einer Normierung als Schwelle 7 eingeführt. Alle Farbwerte, bei denen die Schwelle
7 die Schwelle 8 des Ausschußteils übersteigt, werden als dem Prüfgut zugehörig interpretiert
und führen damit nicht zu einer Fehlerdetektion.
[0019] Nach dem Lernen wird zur automatischen Prüfung des Produktes übergegangen.
[0020] Bei der Prüfung, die sich über Tage hinziehen kann, ist mit systematischen driftartigen
Veränderungen des Produktes zu rechnen. Diese Änderungen führen zu einer mit der Zeit
nachlassenden Systemleistung. Um dies zu vermeiden, wird das Klassifikationssystem
verdoppelt. Ein System übernimmt die Prüfaufgabe, während das andere System die aktuelle
Farbwertverteilung des Produktes mißt. Die Messung der aktuellen Farbwertverteilung
wird durch den prüfenden Klassifikator überwacht, damit bei dieser Messung keine Farbwerte
des Ausschusses erfaßt werden. Nach Erfassung einer repräsentativen Zahl von Meßwerten
wird der lernende Klassifikator mit der neu gemessenen Verteilung für die Prüfaufgabe
aktiviert, während der bis jetzt auf Prüfen eingestellte Klassifikator die Lernaufgabe
übernimmt.
[0021] Diese Anpassung ist nur möglich, wenn ein detektierter, als auffällig eingestufter
Farbpunkt nicht in jedem Fall zu einer Ausschußentscheidung führt. Würde ein detektierter
Farbpunkt immer zu einer Ausschußentscheidung führen, könnte der lernende Klassifikator
keine neuen Farbwerte übernehmen, da bei einer Ausschußentscheidung die neu gelernte
Farbwertverteilung verworfen wird. Da bei dem System aber detektierte Farbpunkte nur
dann als Ausschuß klassifiziert werden, wenn sie eine größere zusammenhängende Fläche
bilden, kann die gemessene Häufigkeit auch bei detektierten Farbwerten angepaßt werden.
Umgekehrt kann das System mit dieser Anpassung zum Ausschuß gehörende Farbwerte detektieren,
die bei einer früheren Messung in der Farbwertverteilung des Produktes vertreten waren
und bei der aktuell gemessenen Verteilung nicht mehr enthalten sind.
[0022] Bei der Signalaufnahme wird das Prüfgut beispielsweise von zwei Lampen aus Richtung
der Zeilenkamera beleuchtet. Zwischen den beiden Lampen liegt die optische Achse der
Zeilenkamera. Bei dieser Anordnung kommt der Gestaltung des Hintergrundes eine wesentliche
Bedeutung zu, weil der Hintergrund die Farbwertverteilung des fehlerfreien Produktes
möglichst nicht erweitern sollte. Eine Erweiterung würde die Detektionsleistung senken.
[0023] Diese Forderung läßt sich nicht verwirklichen, wenn das Prüfgut auf dem Transportband
liegend aufgenommen wird. Wegen Verschmutzung und Abnutzung hat das Band keine einheitliche
Farbe. Zusätzlich bilden sich Schatten auf dem Transportband aus, was insgesamt zu
einer wesentlichen Erweiterung der Farbwertverteilung beim Messen des fehlerfreien
Prüfgutes führt. Aus diesem Grund wird das Prüfgut im Flug beobachtet.
[0024] In einer ersten Ausführungsvariante hat der Hintergrund die Farbe des Prüfgutes,
was den Vorteil hat, daß der Kontrast zwischen Hintergrund und Prüfgut gering ist
und daher die Farbwertverteilung des Prüfgutes durch Randeffekte am Übergang vom Hintergrund
zu Prüfgut nicht wesentlich erweitert wird. Diese Ausführungsvariante liefert hinsichtlich
Farb- und Ortsauflösung die besten Ergebnisse.
[0025] Der Nachteil der Verschmutzung wird vermieden, indem der Hintergrund als rotierende
Rolle ausgeführt wird, welche Ablagerungen sofort wegschleudert. Der Schatten des
Prüfgutes auf dem Hintergrund wird diffus und je nach Schüttungsdichte unschädlich,
wenn die rotierende Rolle in einem angepaßten Abstand zum Prüfgut installiert wird.
Bei großer Schüttungdichte des Prüfgutes wird eine zu starke Abdunkelung des Hintergrundes
durch eine zusätzliche Beleuchtung des Hintergrundes vermieden. Alternativ kann der
Hintergrund ein zylindrischer Strahler sein, der in der Farbe des Prüfgutes strahlt
und von einer transparenten rotierenden Rolle umgeben ist, welche die Ablagerungen
wegschleudert.
[0026] In einer zweiten Ausführungsvariante ist der Hintergrund ein dunkles Loch, was den
Vorteil hat, daß sich das Prüfgut vom Hintergrund segmentieren läßt und keine Beinträchtigung
durch Verschmutzung und Schattenbildung entsteht. Bei einer Segmentierung des Prüfgutes
kann zum Beispiel die Form zur Trennung von Gutteilen und Ausschuß genutzt werden.
[0027] Zur Realisierung des dunklen Loches wird ein möglichst großer Behälter mit reflektionsarmen
Wandungen gebaut. Die Zeilenkamera blickt durch einen Schlitz in diesen Behälter.
Der Schlitz ist hinsichtlich seiner Breite an Blende und Brennweite des Kameraobjektivs
sowie an den Abstand zur Schärfeebene angepaßt.
[0028] Bei der Bildaufnahme wird das Licht jedes Bildpunktes in die drei Farben rot (R),
grün (G) und blau (B) zerlegt. Abhängig von dem gewählten Abtastprinzip und der Justage
der Kamera werden die Farbkomponenten nicht idealerweise am gleichen Ort, sondern
ortsversetzt gemessen. Bei gängigen Farbkameras liegen die Farbsensoren sogar örtlich
nebeneinander, so daß die Farbsensoren hinsichtlich eines Bildpunktes unterschiedliche
Ortsbereiche des Meßobjektes sehen. Bezogen auf Fig. 4 sind die Farbsensoren (R, G,
B) waagerecht angeordnet, während sich das Meßobjekt von oben nach unten an dieser
waagerechten Zeile vorbeibewegt. Der Hintergrund erzeugt in diesem Beispiel bei den
jeweiligen Farbsensoren die Signalpegel R = 0, G = 0 und B = 0, während das Meßobjekt
die Signalpegel R = 100, G = 50 und B = 20 bewirkt. In Fig. 4 mißt hier nur das Sensor-Tripel
Xn, Yn die richtige Farbe des Meßobjektes. Bei allen anderen Tripeln werden Farbwerte
gemessen, die mindestens einen Farbwert enthalten, der dunkler als der entsprechende
Farbwert des Prüfgutes ist. So mißt zum Beispiel das Tripel Xn, Yn-1 die Pegel R =
50, G = 25 und B = 10. Um diese Störungen zu vermeiden, werden Bildpunkte, deren Farbwerte
um einen einstellbaren Faktor dunkler als die des entsprechenden Nachbarpunktes sind,
unterdrückt, indem die Signalpegel gespeichert werden und ein Vergleich der horizontalen
und vertikalen Nachbarpunkte durchgeführt wird.
1. Verfahren zum optischen Sortieren von mit Ausschußteilen versetztem Schüttgut, wie
Agrarprodukten, Arzneimittel, Erzen, etc. in einer Farbsortiermaschine, indem dieses
über ein Transportband gefördert wird und sich an einem Beobachtungskopf mit einer
Lichtquelle und einem in der Nähe der Lichtquelle angeordneten Produktsignalempfänger
vorbeibewegt, wobei das reflektierte Licht der Bildpunkte des Prüfgutes durch verschiedene
Farbfilter nebeneinanderliegender Nachweiselemente einer Zeile des Empfängers in mehrere
Farbkomponenten zerlegt und das Prüfgut aufgrund der den gemessenen Intensitäten der
jeweiligen Farbkomponenten entsprechenden Farbwerte sortiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Farbwerte des Produktes in mehreren ausgewählten Unterbereichen
des Farbraums untersucht werden, indem in jedem Unterbereich ein Klassifikator zusammenhängende
Flächen von Bildpunkten mit in den jeweiligen Unterbereich fallenden Farbwerten ermittelt
und nach vorgegebenen Kriterien aus der Geometrie und der Größe dieser Detektionsflächen
eine Klassifizierung durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- daß in einem Vorlernprozeß das Prüfgut ohne Ausschußteile vermessen und dessen Farbwert-Häufigkeitsverteilung
abhängig von der Farbe ermittelt wird;
- daß in einem Nachlernprozeß in einem ersten Schritt bei Verwendung von Prüfgut ohne
Ausschußteile ein Farbwertbereich für gutes Prüfgut festgelegt wird, indem jeweils
eine erfahrungsgemäße Schwelle über die Häufigkeitsverteilung der Farbwerte gelegt
wird, wobei sich aus den Schnittpunkten zwischen der Schwelle und der Kurve der Häufigkeitsverteilung
die Grenzen des Prüfgutfarbwertbereiches ergeben;
- daß in dem Nachlernprozeß bei Verwendung von Prüfgut ohne Ausschußteile farbabhängig
fremdkörperverdächtige Meßwerte, die nach den Grenzen des Prüfgutfarbwertbereiches
des ersten Schrittes des Nachlernprozesses irrtümlich als Ausschuß klassifiziert würden,
ermittelt werden und die Größe der örtlichen Ballung dieser Meßwerte bestimmt wird;
und
- daß in dem Nachlernprozeß bei Verwendung von Prüfgut ohne Ausschußteile bei Überschreiten
einer vorgegebenen Größe dieser örtlichen Ballung von fremdkörperverdächtigen Meßwerten
die Schwellenwertentscheidung des ersten Schrittes des Nachlernprozesses farbabhängig
so geändert wird, daß für diese Meßwerte auf gutes Prüfgut entschieden wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Prüfung des mit Ausschußteilen versetzten Prüfgutes die parallel arbeitenden
Klassifikatoren nur Unterbereiche des Farbraums analysieren, in denen Ausschußteile
vermutet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Unterbereichen des Farbraums, in denen Ausschußteile vermutet werden,
durch Vorzeigen von Ausschußteilen deren Farbwertverteilung gelernt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfung des mit Ausschußteilen versetzten Prüfgutes mit einem ersten Klassifikationssystem
erfolgt, während die aktuelle Häufigkeitsverteilung der Farbwerte des Prüfgutes zur
Anpassung an systematische driftartige Änderungen des Prüfgutes mit einem zweiten
Klassifikationssystem gemessen wird, wobei die Messung vom prüfenden ersten Klassifikator
überwacht wird, damit bei der Messung keine Ausschußwerte erfaßt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich beide Klassifikationssysteme in ihrer Funktion abwechseln.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch Vergleich von Farbsignalen benachbarter Bildpunkte große Gradienten und
diese im allgemeinen gestörten Farbwerte bei der Messung nicht berücksichtigt werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sortieren des Gutes im Flug erfolgt, wenn das Gut beispielsweise von einem
Band auf ein anderes Band übersetzt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßhintergrund ein dunkles Loch ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßhintergrund als zylindrischer Strahler mit einer den Strahler umgebenden,
rotierenden transparenten Rolle ausgeführt ist, wobei der Strahler Licht in einer
dem Prüfgut angeglichenen Farbe aussendet.