[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine stapelbare Transportverpackung für große Hausgeräte
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Bei einer bekannten Transportverpackung (DE-GM 84 25 451) sind zu beiden Seiten des
zu transportierenden Hausgerätes, z.B. Elektroherdes, formstabile Seitenteile vorgesehen,
auf die von oben ein Deckteil und von unten ein Bodenteil aufsetzbar ist, wobei die
vorgenannten Teile wannenförmig ausgebildet sind. Hierbei sind Mittel vorgesehen zur
formschlüssigen Verrastung von Seitenteilen und Deckel- und Bodenteilen, wodurch ein
Zusammenhalt der vorgenannten Teile hergestellt ist. Die zusammengesetzte Verpackung
einschließlich des Hausgerätes kann mit einer Schrumpffolien-Hülle umgeben sein. Bei
einer ähnlichen Verpackung für größere Haushaltsgeräte mit steifem Gehäuse (DE-AS
20 29 692) sind wiederum bodenseitige und deckenseitige Teile über formschlüssige
Verbindungen mit Seitenteilen verbindbar, wobei die bodenseitigen Teile als Bodenpaletten
ausgeführt und mit Abstellsockel versehen sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine stapelbare Transportverpackung gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 hinsichtlich der universellen und mehrfachen
Verwendung und hinsichtlich der Transportfähigkeit zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die im Anspruch 1 aufgeführten Merkmale.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Patentansprüchen.
[0005] Die erfindungsgemäße stapelbare Transportverpackung, die auch aus gleichen oder gleichartigen
Teilen bestehen kann, zeichnet sich aus durch im Rahmen von großen Hausgeräten universelle
Verwendbarkeit, Stabilität und vor allem dadurch, daß sie für praktisch jede übliche
Transportart, z.B. mittels Gabelhubwagen, Rollenband, Sackkarren oder dgl. geeignet
ist.
[0006] Bei einem der bevorzugten Ausführungsbeispiele besteht die Transportverpackung aus
vielfach profilierten Boden- und Deckteilen, wobei das Bodenteil zwischen beidseitig
angeordneten Randflanschen die vorgenannte Transportausnehmung oder Einfahröffnung
besitzt. Zugunsten der Stabilität und Mehrfachverwendung dieser Transportverpackung
ist im Bodenteil z.B. mittig zumindest eine weitere Abstützung vorgesehen. Ferner
sind im Bodenteil und Deckteil mehrere Zentrierelemente vorgesehen, durch die beim
Aufeinanderstapeln von fertigen Transport- oder Verpackungseinheiten eine selbsttätige
lagemäßige Ausrichtung der aufeinander gestapelten Verpackungseinheiten erfolgt und
dem Stapel eine hohe Standfestigkeit verliehen wird. Hierbei ist vorgesehen, daß beim
Aufeinanderstapeln von Verpackungseinheiten die jeweils obere Verpackungseinheit um
ein gewisses Maß in die untere Verpackungseinheit eintaucht, so daß die Gesamt-Stapelhöhe
geringer ist als die Addition der Höhen der einzelnen Verpackungseinheiten, was sich
vorteilhaft auf den zur Verfügung zu stellenden Transportraum auswirkt.
[0007] Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
nachstehend erläutert.
[0008] Es zeigt:
- Fig. 1
- die Frontansicht zweier aufeinander gestapelter Hausgeräte mit Transportverpackungen,
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2 und Fig. 3
- Frontansichten des Boden- und Deckteils der Transportverpackung gemäß Fig. 1 in zwei
unterschiedlichen Ansichten,
- Fig. 4 bis Fig. 7
- unterschiedliche Ausführungsformen von formstabilen Stützen für die Transportverpackung
gemäß Fig. 1.
- Fig. 8
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Transportverpackung, dargestellt als Verpackungseinheit
mit darauf gestapelter zweiter Verpackungseinheit,
- Fig. 9
- die Profilansicht einer Stütze der Verpackungseinheit gemäß Fig. 8,
- Fig. 10 und Fig. 11
- eine Stütze anderer Ausgestaltung in Profil- und Seitenansicht,
- Fig. 12
- die Draufsicht auf den Bodenteil der Transportverpackung gemäß Fig. 8,
- Fig. 13
- eine Schnittdarstellung des Bodenteils gemäß Schnittlinie XIII-XIII in Fig. 12,
- Fig. 14
- eine andere Schnittansicht des Bodenteils gemäß Schnittlinie XIV-XIV in Fig. 12,
- Fig. 15
- die Unteransicht des Bodenteils gemäß den Figuren 12 bis 14,
- Fig. 16
- die Draufsicht (obere Hälfte) und Unteransicht (untere Hälfte) des Deckteils der Transportverpackung
gemäß Fig. 8,
- Fig. 17
- die Seitenansicht des Bodenteils gemäß Schnittlinie XVII-XVII in Fig. 16.
[0009] Die in Figur 1 dargestellte Transsporteinheit 1 besteht aus einem zu verpackenden,
punktiert dargestellten Hausgerät 2, z. B. einem Haushalts-Kühlschrank und einer Transportverpackung,
wobei zwei solcher Transporteinheiten aufeinander gestapelt sind (in Fig. 1 sind der
Übersichtlichkeit halber die beiden Transporteinheiten mit geringem Abstand übereinander
gezeichnet). Das Hausgerät besitzt wie üblich ein steifes Außengehäuse, frontseitig
eine Gerätetür 3 und rückseitig einen Verdampfer 4 eines nicht weiter dargestellten
Kälteaggregates. Das Hausgerät 2 ruht auf einem Bodenteil 5 der stapelbaren Transportverpackung,
welcher vorzugsweise aus einem geeigneten Kunststoff, z.B. Polypropylen, hergestellt
ist. Dieses Bodenteil 5 - ebenso wie der nachbeschriebene Deckteil 6 - ist als Schalenteil
aus formstabilem Material ausgebildet und besitzt eine bei diesem Ausführungsbeispiel
die Grundform des Hausgerätes 2 bzw. dessen Außengehäuse allseitig überragende Schalenbasis
7 in Form einer Stellplatte sowie einen senkrecht davon abstehenden, umlaufenden Schalenrandflansch
8. Wie die Figuren 1 und 3 zeigen, besitzt die nach unten hin weitgehend geschlossene
und damit rollbahnfähige Randkontur des Schalenrandflansches 8 an zwei gegenüberliegenden
Flanschteilen des rechteckförmigen Bodenteils 5 jeweils zwei Einschnitte 9, die mit
Zentrierschrägen 10 frei auslaufen. Diese Einschnitte 9 dienen dem Einlegen von nachbeschriebenen
Spannbändern 11. Zwischen den Einschnitten 9 befindet sich eine Einfahröffnung 12
für Hubtransportzeuge, z.B. Hubgabeln von Gabelstaplern. Seitlich neben den Einschnitten
9 befinden sich in den vorerwähnten Flanschteilen des Schalenrandflansches 8 Grifföffnungen
13 zum manuellen Heben der Transporteinheit. Der beim Ausführungsbeispiel identische
Deckteil 6 ist richtungsgleich mit dem Bodenteil 5 auf das Oberteil des Hausgerätes
2 aufgesetzt, sodaß der umlaufende Schalenrandflansch 8 einen Teil der Oberseite des
Hausgerätes 2 umgreift. Hierbei dienen paarweise angeordnete, dreieckförmige Zentrieransätze
14 einerseits der Begrenzung eines Einschnittes 15 für die vorerwähnten Spannbänder
11 und andererseits passen sie zusammen mit den paarweise zusammengehörenden Zentrierschrägen
10 des Bodenteils 5 der auf die vorbeschriebene Transporteinheit 1 gestapelten weiteren
Transporteinheit, wie aus Fig. 1 deutlich zu entnehmen. Durch diese Zentrierelemente
werden aufeinander gestapelte Transporteinheiten 1 lagemäßig gegeneinander zentriert
und mechanisch gegen verrutschen gesichert. Die senkrecht zu den vorbeschriebenen
Flanschteilen sich erstreckenden Flanschteile gemäß Fig. 2 besitzen wiederum Einfahröffnungen
12 für Hubtransportwerkzeuge und im Bereich zwischen diesen beiden Einfahröffnungen
12 zusätzliche Zentrierelemente jeweils in Form von Zentrieransätzen 16 und Zentriereinschnitten
17, die bei aufeinander gestapelten Transporteinheiten wiederum ineinandergreifen.
Wie in Fig. 1 dargestellt, können mittels der Spannbänder 11 Bodenteil 5 und Deckteil
6 fest miteinander unter Aufnahme des Hausgerätes 2 verspannt werden.
[0010] Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind zwischen Deckteil 6 und Bodenteil 5 vorzugsweise
in allen Eckenbereichen formstabile Stützen 18 vorgesehen. Zum Einsetzen dieser Stützen
18 können z.B. in der Schalenbasis 7 von Boden- und Deckteil 5/6 entsprechende Öffnungen
19 vorgesehen sein. Diese Stützen 18 können dazu dienen, das Gewicht aufeinander gestapelter
Transporteinheiten 1 aufzunehmen, indem die Enden dieser Stützen 18 aufeinander gestapelter
Transsporteinheiten aufeinander ruhen, wobei diese Stützen 18 durch die Öffnungen
19 hindurch ragen. In den Figuren 4 bis 7 sind einige Varianten solcher Stützen verdeutlicht.
Hierbei bestehen die Stützen jeweils aus zwei Teilen, nämlich aus einem zumindest
teilweise rohrförmigen Stützenteil 20, 21 und 22 und einem im Durchmesser etwas kleineren
stäbförmigen Stützenteil 23, 24 und 25. Bei der Variante gemäß Fig. 4 ist der Stützenteil
23 ebenfalls zumindest zum Teil rohrförmig ausgestaltet und besitzt im Abstand voneinander
angeordnete Bohrungen 26 zum Einstecken eines Fixierstiftes 27. Der dazugehörende
andere Stützenteil 20 besitzt ein Außengewinde 28 sowie eine Überwurfmutter 29. Hierbei
findet eine Grobjustierung, d.h. eine Grobanpassung der Länge der aus Stützenteil
20 und 23 bestehenden Stütze an den Abstand zweier aufeinander gestapelter Transporteinheiten
1 statt durch entsprechend tiefes oder weniger tiefes Einstecken des Stützenteiles
23 in den Stützenteil 20 und durch Fixieren dieser Stellung durch Einstecken des Fixierstiftes
27. Hiernach kann eine Feinjustierung stattfinden durch Verstellen der Überwurfmutter
29, deren Ende sich am Fixierstift 27 abstützt.
[0011] Bei der Variante gemäß Figur 5 kann eine stufenlose Einstellung der Länge der Stützen
21/24 erfolgen, dadurch, daß der Stützenteil 24 ein Außengewinde oder eine gewindeartige
Riffelung besitzt und der Stützenteil 21 mit einer Schnellspannverriegelung 31 versehen
ist, die ihrerseits einen mit einem Exzenter zusammenarbeitenden Handhebel 32 und
ein damit verbundenes, ebenfalls eine Riffelung tragendes Druckstück 33 besitzt, das
mit der Riffelung 30 zusammenwirkt. Hierbei kann der Stützenteil 21 ein Innengewinde
für die ebenfalls als Gewinde ausgeführte Riffelung 30 aufweisen.
[0012] Bei der Variante gemäß Figur 6 besitzt der Stützenteil 25 am freien Ende einen abgeflachten
Ansatz 34, der an den Stirnkanten Gewinderillen 35 besitzt. Der untere, rohrförmig
ausgebildete Stützenteil 22 besitzt im Inneren der Rohrform einander gegenüberliegende,
mit Gewinderillen versehene, etwa viertelkreisförmige Ansätze 36 sowie diametral gegenüberliegende
Trennfugen 37. Durch eine Vierteldrehung einer der stützenteile 22 oder 25 gerät der
abgeflachte Ansatz 34 in die Umfangslücken zwischen den Ansätzen 36, so daß die Stützenteile
22 und 25 relativ gegeneinander verschoben werden können entsprechend der gewünschten
Länge der Stütze. Hernach werden wiederum durch eine Vierteldrehung die Gewinderillen
miteinander in Eingriff gebracht und durch Anziehen einer Gewinde-Spannhülse 38 auf
einem Außengewinde des Stützenteiles 22 werden die durch die Trennfugen 37 voneinander
getrennten Rohrsegmente des Stützenteiles 22 gegen die Gewinderillen des Stützenteiles
25 gedrückt und somit die beiden Stützenteile miteinander verriegelt.
[0013] Beim zweiten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 8 bis 17 ist das strichpunktiert
angedeutete Hausgerät 2, das vorzugsweise mit einer Einweg-Verpackung, beispielsweise
mit zwei Schaumstoff- oder Kartonschalen ggf. mit diesen und das Hausgerät umziehender
Schrumpffolie versehen sein kann, auf die Profilbasis 39 eines Bodenteils 40 gestellt,
wonach auf die obere Seite des Hausgerätes 2 ein schalenartiger Deckteil 41 aufgesetzt
wird. Bodenteil 40 und Deckteil 41 sind miteinander verbunden durch langgestreckte,
gemäß Fig. 9 L-förmige Stützen 42 oder 42', die in allen vier Ecken der Verpackungs-
oder Transporteinheit angeordnet sind und in ebenfalls eckseitigen und L-förmigen
Nuten 43 von Bodenteil 40 und Deckteil 41 eingesteckt und formschlüssig fixiert sind.
Die in den Figuren 10 und 11 dargestellte Stütze 42' besitzt insgesamt ebenfalls ein
L-förmiges Winkelprofil, das entlang der Winkelschenkel stabilisierende Ausformungen
42'a und beidenends unprofilierte, L-förmige Steckanschlüsse 42'b besitzt. Hierbei
ist der die Ausformungen 42'a aufweisende, mittlere Stützenteil beidseitig begrenzt
durch leistenartige, einstückige L-Teile 42'd, von welchen die Steckanschlüsse 42'b
ausgehen. Die Steckanschlüsse 42'b auf beiden Seiten des mittleren Stützenteils sind
unterschiedlich lang und besitzen entlang ihrer L-Form jeweils mehrere, im Beispiel
jeweils fünf Stützrippen 42'c, die, einstückig angeformt, über eine gewisse Länge
sich entlang der Steckanschlüsse 42'b in Steckrichtung erstrecken und gegenüber den
L-förmigen Flächen zahnartig schräg gestellt sind, etwa parallel zur Winkelhalbierenden
der L-Form. Beim Einstecken der Stützen 42' in die L-förmigen Nuten 43 von Bodenteil
und Deckteil greifen diese Stützrippen 42'c verzahnend und formschlüssig in entsprechend
in den Nuten 43 vorgesehene Stützrippen (nicht dargestellt) ein, wodurch die Kräfte
z.B. Verwindungskräfte bei der Handhabung der Transporteinheit von einer größeren
Fläche aufgenommen werden und ein noch besserer Zusammenhalt der einzelnen Teile der
Transporteinheit gegeben ist. Um eine unverwechselbare Zusammenstellung dieser Teile
zu gewährleisten, besitzen die beiderseitigen Steckanschlüsse 42'b unterschiedliche
Steckprofile, z.B. gegeben durch eine Kodiernut 42'e in einem der Steckanschlüsse
42'b, in die beim Zusammenbau der Teile eine entsprechende Kodierrippe in der zugeordneten
Nut 43 eingreift. Die so gebildete Verpackungseinheit wird durch Spannbänder 11 in
bekannter Weise zusammengehalten, wobei wiederum gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
diese Spannbänder Bodenteil und Deckteil umziehen. In Fig. 8 ist zu erkennen, daß
der Bodenteil 40 beidseitig einer allgemein mit 44 bezeichneten Mittenabstützung Einfahröffnungen
45 aufweist, z.B. zum Einfahren von Hubgabeln eines Gabelstaplers oder dgl. An zwei
gegenüberliegenden Außenseiten des Bodenteils 40 befinden sich zueinander parallele
Randflansche 46, die nach Art von Palettenfüßen zusammen mit der Mittenabstützung
44 als Stellbasis für die Verpackungseinheit dienen und auch für den Transport auf
Rollenbahnen geeignet sind. Von der Profilbasis 39 des Bodenteils 40 aus nach unten
erstrecken sich einstückig angeformte wandartige Abstützungen 47, 48, wobei die Abstützungen
Teile der vorerwähnten, kastenartigen Mittenabstützung 44 sind. Mit ihren freien Enden
bilden diese Abstützungen 47, 48 Ansätze 49, die wie nachstehend noch näher erläutert,
in mehreren parallelen Reihen verlaufen und die zusammenwirken mit entsprechenden
Öffnungen 50 in der Profilbasis 51 des Deckteils, wobei in Fig. 8 aufgrund nur halbseitiger
Schnittansicht nur zwei von insgesamt vier solcher Öffnungs-Reihen zu sehen sind.
In Fig. 8 ist oberhalb der erläuterten Verpackungseinheit der Bodenteil 40 einer zweiten
Verpackungseinheit dargestellt, wobei zu erkennen ist, daß nach dem Auflegen dieser
oberen Verpackungseinheit in Pfeilrichtung die Ansätze 49 der oberen Verpackungseinheit
in die Öffnungen 50 des Deckteils 41 der unteren Verpackungseinheit eingreifen und
durch entsprechend ausgebildete, nachstehend erläuterte Zentrierschrägen lagemäßig
fixiert werden. Mit den freien Enden der Randflansche 46 stützt sich die obere Verpackungseinheit
auf vorzugsweise umlaufenden Stützschultern 52 des Deckteils 41 der darunterliegenden
Verpackungseinheit ab, wobei diese Stützschultern tiefer liegen als die oberste Begrenzung
der entsprechenden Verpackungseinheit, so daß die Gesamt-Stapelhöhe, z.B. von zwei
Verpackungseinheiten z.B. um 1,5 cm geringer ist als die Addition der Höhenmaße der
einzelnen Verpackungseinheiten.
[0014] Der in den Figuren 12 bis 15 dargestellte Bodenteil 40 ist ebenso wie der Deckteil
41 als Kunststoff-Profilformteil, z.B. aus Polycarbonat ausgebildet. Aus den Figuren
12 bis 14 ist zu ersehen, daß die Profilbasis 39 randseitig nahezu vollständig umzogen
ist von Begrenzungsleisten 53, welche die Stellfläche für das Hausgerät 2 begrenzen
und das Hausgerät 2 gegen Verrutschen sichern. Ferner sind zu erkennen die umlaufenden
Stützschultern 52 sowie die Einfahröffnungen 45. In den Eckenbereichen zwischen den
Begrenzungsleisten 53 und den Stützschultern 52 befinden sich die in das Kunststoffmaterial
eingeformten L-förmigen Nuten 43 zur Aufnahme der Enden der Stützen 42 (Fig. 8, 9).
Wie insbesondere Fig. 13 zeigt, sind die als Palettenfüße wirkenden Randflansche 46
U-förmig ausgebildet, besitzen am eingeschlossenen Schenkel eine nahezu ununterbrochene
Außenfläche und umziehen mit den rechtwinkelig abstehenden freien Schenkeln die Ecken
des im wesentlichen quadratischen Bodenteils 40. In den vorerwähnten Außenflächen
sind Grifföffnungen 54 mit wellenlinienartig geformten Handhaben 55 oder Grifflächen
eingeformt (Fig. 13 und 14), wobei sich in jedem der Randflansche jeweils zwei Grifföffnungen
befinden. Aus Stabilitätsgründen ist die Profilbasis 39 durch Längs- und Querrippen
56 verstärkt. Wie insbesondere in den Fig. 13 und 15 angedeutet, bilden die wandförmigen
Abstützungen 47 zusammen mit dem benachbarten Randflansch 46 eine formstabile, im
wesentlichen kastenförmige Einheit, ebenso wie die im Mittelbereich angeordneten Abstützungen
48 der ebenfalls kastenförmigen Mittenabstützung 44. In der geschlossenen Frontfläche
57 ist eine vertiefte Etikettenfläche 58 eingearbeitet zur Aufnahme eines Etiketts
oder Bezeichnungsträgers für die Verpackungseinheit. Die in Verbindung mit Fig. 8
schon genannten Ansätze 49 sind in die freien, langgestreckten Enden der Abstützungen
47 und 48 eingearbeitet und bilden insgesamt vier zueinander parallele Reihen von
Ansätzen 49, wie deutlich aus Fig. 15 hervorgeht, wobei diese durch vertiefte Abschnitte
59 unterbrochenen Ansätze 49 in den unterschiedlichen Reihen versetzt zueinander angeordnet
sind, um eine unverwechselbare Zuordnung zwischen Bodenteil 40 und Deckteil 41, also
eine Art Codierung, zu erhalten, so daß ein ruhiger Lauf auf Rollenbahnen möglich
ist. Die Ansätze 49 erstrecken sich bis in Höhe der Enden der Randflansche 46. Die
Oberfläche der Profilbasis 39 besitzt eine Vielzahl von Durchbrechungen 60, wie insbesondere
die Fig. 12 und 15 zeigen. Diese Durchbrechungen 60 befinden sich im Mittelbereich
der Profilbasis 39, so daß beidseitig dieses Mittelbereiches glatte und ununterbrochene
Gleitflächen 61 zum Verschieben des Hausgerätes 2 verbleiben, die sich senkrecht zu
den Randflanschen 46 erstrecken. Wie schließlich noch die Fig. 13 bis 15 zeigen, weisen
die äußeren Oberflächen des Bodenteils 40, ebenso wie diejenigen des Deckteils 41
eine Noppenstruktur 62 auf, um das Erfassen der Verpackungseinheit durch z.B. klammerartige
Hebezeuge zu erleichtern.
[0015] Der in den Figuren 16 und 17 dargestellte Deckteil 41 besitzt wiederum eine Profilbasis
51 und einen hiervon rechtwinkelig abstehenden, umlaufenden Randflansch 63, dem eine
hierzu parallele, innere und ebenfalls umlaufende Stützwand 64 eng benachbart ist,
wobei sich oberhalb von Stützwand 64 und Randflansch 63 die schon erwähnte umlaufende
Stützschulter 52 befindet, als Stellbasis für eine darauf gestellte Verpackungseinheit.
In den Eckenbereichen der Profilbasis 51 befinden sich wiederum L-förmige Nuten 65
zum Einstecken der vorerwähnten Stützen 42. Entsprechend der Verteilung der die Ansätze
49 aufnehmenden vier Reihen gemäß Fig. 13 und 15 und entsprechend der Anordnung dieser
Ansätze 49 sind in die Profilbasis 51 des Deckteils 41 die vorgenannten Ansätze 49
formschlüssig aufnehmenden Öffnungen 50 eingeformt, wobei die langgestreckten Öffnungen
50 begrenzt sind von allseits trichterartigen Zentrierschrägen 66, so daß die Öffnungen
50 gegenüber der Profilbasis 51 vertieft liegen und wobei die vorerwähnten Zentrierschrägen
66 beim Aufeinanderstapeln der Verpackungseinheiten deren Zentrierung und Fixierung
erleichtern bzw. verbessern. In Höhe der Öffnungen 50 liegen auch die Stützschultern
52, womit sich der schon erwähnte Vorteil bezüglich der Gesamt-Stapelhöhe ergibt.
Die Innenseiten der umlaufenden Stützwände 64 ergeben eine Begrenzung für das Hausgerät
2, auf das der Deckteil 41 aufgesteckt ist. Zwischen den Öffnungen 50 und deren Zentrierschrägen
66 ist die Fläche der Profilbasis 51 wiederum vielfach unterbrochen durch Unterbrechungen
60. An der Außenseite des Randflansches 63 befindet sich wiederum eine vertiefte Etikettenfläche
58.
[0016] Wie aus Fig. 16 und 17 ersichtlich, besitzt der Deckteil 41 im Bereich der Stützschultern
52 stegartige Zentrierschrägen 68, die um den gesamten Umfang des Deckteils 41 verteilt
sind und durch welche beim Aufsetzen einer Verpackungseinheit eine Zentrierung derselben
und ein selbsttätiges Hingleiten auf die Stützschultern 52 erfolgt. Ferner besitzt
der Bodenteil 40 an der Unterseite der Profilbasis 39 als auch der Deckteil 41 an
der Oberseite der Profilbasis 51 Einschnitte 69 zum flächenbündigen Einlegen und Verspannen
der schon erwähnten Spannbänder 11.
[0017] Ebenso wie der Bodenteil 40 besteht auch der Deckteil 41 praktisch an jeder Stelle
aus einem zumindest annähernd gleich dicken Wandmaterial, das durch rippen- oder stegartige
Versteifungen und Ausnehmungen, z.B. 67 eine hohe Formstabilität besitzt, bei geringstmöglichem
Materialanteil.
1. Stapelbare Transportverpackung für große Hausgeräte wie Herde, Kältegeräte, Waschmaschinen,
Geschirrspüler oder dergleichen, mit einem palettenartigen Bodenteil als Stellbasis
für das Hausgerät, mit einem schalenartigen, Deckteil sowie mit formstabilen, formschlüssig
mit Bodenteil und Deckteil verbindbaren Verbindungsmitteln dadurch gekennzeichnet, daß Bodenteil (5; 40) und Deckteil (6; 41) als aus formstabilem Material, vorzugsweise
Kunststoff bestehende, im Querschnitt im wesentlichen U-förmige Profilteile ausgebildet
sind und daß der gegenüber der Profilbasis (7; 39; 51) vorzugsweise umlaufend abstehende
Randflansch (8;46; 63) des Deckteils (6; 41) das Hausgerät (2) an der Oberseite umgreift
und derjenige des Bodenteils (5; 40) richtungsgleich das Hausgerät unterzieht und
bodenseitige Transportausnehmungen bzw. Einfahröffnungen (12; 45) für Flurförderzeuge
besitzt.
2. Transportverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenteil (5)
und Deckteil (6) als gleiche oder gleichartige Schalenteile ausgebildet sind.
3. Transportverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der rechteckförmige
Bodenteil (40) zwischen äußeren gegenüberliegenden, als Palettenfüße dienenden Randflanschen
(46) zumindest eine weitere Abstützung (47, 48) aufweist.
4. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die als Palettenfüße dienenden Randflansche (46; 63) und ggf. die Abstützung (47,
48) richtungsgleich sich im wesentlichen unterbrechungsfrei und somit rollenbahntauglich
über die gesamte Bodenteil-Breite erstrecken.
5. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der abstehende Randflansch (8; 46; 63) eine zumindest weitgehend geschlossene
Randkontur besitzt.
6. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Profilbasis (7; 51) einerseits und/oder am Rand des Randflansches (8) andererseits
vorzugsweise Zentrierschrägen (10, 16; 68) aufweisende Zentrierelemente angeordnet
sind, die bei aufeinander gestapelten Transporteinheiten (1) zentrierend ineinandergreifen.
7. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß im Randflansch (8) an gegenüberliegenden Stellen vorzugsweise bodenseitig offene,
bis zur Profilbasis (7) sich erstreckende Einschnitte (9; 69) für Spannbänder (11)
vorgesehen sind.
8. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die an der Profilbasis (7) angeordneten, als keilartige Zentrieransätze (14) ausgebildeten
Zentrierelemente von je einem einseitig offenen Einschnitt (9) für Spannbänder (11)
durchzogen sind und daß die offenen Einschnitte (9) im Randflansch (8) bodenseitig
zu keilförmigen, Zentrierelemente bildenden Zentrierschrägen (10) erweitert sind.
9. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckteil (41) randseitig eine vorzugsweie rahmenartig umlaufende Stützschulter
(52) und hierauf zulaufende Zentrierschrägen (68) für die Randflansche (46) des Bodenteils
(40) aufweist.
10. Transportverpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die an zwei gegenüberliegenden
Begrenzungsseiten des Bodenteils (40) angeordneten Randflansche (46) im wesentlichen
U-förmig die Ecken des der Profilbasis (39) rechtwinkelig umziehende Abschnitte besitzen.
11. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Randflansche (46) des Bodenteils (40) mit Handhaben bildenden Grifföffnungen
(54) versehen sind.
12. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Oberflächen der Randflansche mit einer zum Erfassen durch ein klauenartiges
Hebezeug geeigneten rauhen Struktur, vorzugsweise einer Noppenstruktur (62) versehen
sind und/oder an jeweils gegenüberliegenden, seitlichen Oberflächen vorzugsweise noppenartige
Erhöhungen und Vertiefungen vorgesehen sind, die mit in entsprechende Vertiefungen
und Erhöhungen direkt seitlich benachbarter Transporteinheiten lagesichernd eingreifen.
13. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Oberflächen der Randflansche vom Bodenteil und/oder Deckteil vertiefte
Etiketten-Flächen (58) besitzen.
14. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bodenteil (40) innerhalb der äußeren Randflansche (46) von der Profilbasis
(39) in Richtung der Randflansche (46) abstehende und mit den Randflanschen in einer
Ebene endende, vorzugsweise als Bestandteile von wandartigen Abstützungen (47, 48)
gebildete Ansätze (49) aufweist, die beim Aufeinanderstapeln wenigstens zweier Verpackungseinheiten
in entsprechende Öffnungen (50) in der Profilbais (51) des Deckteils (41) formschlüssig
hineinragen, welche Öffnungen (50) vorzugsweie allseitig von Zentrierschrägen (66)
umgeben sind.
15. Transportverpackung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilbasen
von Bodenteil (40) und Deckteil (41) mehrere parallele Reihen von Ansätzen (49) bzw.
Öffnungen (50) aufweisen.
16. Transportverpackung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Bodenteil und Deckteil derart mit Ansätzen und Öffnungen versehen sind, daß sie
als Leergut in beliebiger Aufeinanderfolge aufeinander stapelbar sind.
17. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilbasen von Bodenteil (40) und Deckteil (41) eine Vielzahl von Durchbrechungen
(60) aufweisen und daßder Bodenteil zwischen im Mittelbereich vorgesehenen Durchbrechungen
und randseitigen Begrenzungsleisten (53) für das Hausgerät (2) glatte Gleitflächen
(61) besitzt.
18. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Deckteil (6; 41) und Bodenteil (5; 40) eine derartige Formstabilität besitzen,
daß auch bei größerem Überstand dieser Teile über das im Grundriß kleinflächigere
Hausgerät (2) keine wesentliche Verwindung dieser Teile stattfindet.
19. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Deckteil (6; 41) und Bodenteil (5; 40) vorzugsweise in allen Eckenbereichen
formstabile Stützen (18; 42) einsetzbar sind.
20. Transportverpackung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (18)
jeweils aus mindestens zwei, vorzugsweise stabförmigen Stützenteilen (20 bis 25) bestehen,
die zur Längenverstellung relativ gegeneinander verschiebbar und miteinander verspannbar
sind.
21. Transportverpackung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (42,
42') jeweils ein vorzugsweise ein L-förmiges Profil besitzen und in ebenfalls L-förmigen,
die Ecken von Bodenteil und Deckteil umziehende Nuten (43) formschlüssig einsteckbar
sind.
22. Transportverpackung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stütze (42')
zwischen beidenends vorgesehenen Steckanschlüssen (42'b) mit stabilisierenden Ausformungen
(42'a) versehen ist.
23. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 21 und 22, dadurch gekennzeichnet, daß
beidenends Steckanschlüsse (42'b) vorgesehen sind, die insbesondere jeweils mehrere,
sich in Steckrichtung erstreckende, vorzugsweise gegenüber der Flächen der genannten
Steckanschlüsse schärggestellte Stützrippen (42'c) besitzen, die in entsprechende,
innerhalb der Nuten (43) vorgesehene Stützrippen verzahnend eingreifen.
24. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 22 und 23, dadurch gekennzeichnet, daß
die beidseitigen Steckanschlüsse (42') und die zugehörigen Nuten unterschiedliche
Steckprofile besitzen.
25. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sie aus gut recycelbarem Kunststoff, vorzugsweise aus Polycarbonat besteht.
26. Transportverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Bodenteil und Deckteil aus Wandteilen gleicher Dicke besteht.