[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Liefern von mindestens zwei zu mischenden
Fluiden zu einer Mischvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zur Grundierung und/oder zur Beschichtung von Bauteilen, beispielsweise im Containerbau
oder im allgemeinen Metallbau oder auch im Holz-/Möbelbau werden unter anderem zwei
Komponentenbasislacke verwendet. Diese Lacke, z. B. Kunstharzlacke werden je nach
Anforderung aus verschiedenen Bestandteilen / Fluiden zusammengemischt, wie z. B.
Farben oder auch Lösungsmittel und ähnlichem. Um nun ein möglichst breites Farbspektrum
anbieten zu können, sowie unterschiedlichste Lackzusammensetzungen vorbereiten zu
können, müssen verschiedenste Farben und andere Mischungskomponenten wie z. B. Härter
bereitgehalten werden. Üblicherweise werden einzelne Farbkomponenten und Härterkomponenten
(z. B. Isocyanate) über Einzelpumpen in ein Dosiersystem befördert, gemischt und danach
auf den jeweils zu beschichtenden Gegenstand aufgetragen. In entsprechenden Vorrichtungen
und Anlagen ist der Farbenwechsel und die Fördermengenverhältniseinstellung in der
Regel mühsam und zeitaufwendig. So wird beispielsweise für jede Farb- oder Härterkomponente
eine eigene Förderpumpe vorgesehen, die in der Regel ständig läuft, um im Bedarfsfalle
eine rasche Zulieferung der entsprechenden Komponente zu ermöglichen. Dies verursacht
einerseits hohe und unnötige Energiekosten und andererseits einen hohen Verschleiß
und Abnützung der einzelnen Pumpen. Daraus resultieren höhere Reparaturkosten und
kurze Inspektionsintervalle.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung zu schaffen,
die energiesparender und kostengünstiger arbeitet, dabei jedoch nicht an Zuverlässigkeit
und Zweckmäßigkeit verliert.
[0004] Eine Lösung der Aufgabe stellt eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 dar. Hier wird in
vorteilhafter Weise eine Liefervorrichtung zum Liefern von mindestens zwei zu mischenden
Fluiden zu einer Mischvorrichtung vorgeschlagen, mit einem einzigen Antriebsmotor
mit einer Kupplung und mit einer Speisepumpe je Fluid, die zweckmäßigerweise eine
entsprechende Kupplung aufweist, wobei die Speisepumpen einzeln an dem Antrieb ankuppelbar
sind. Damit kann vorteilhafterweise nur ein einziger Antrieb für zwei Pumpen eingesetzt
werden, der es ermöglicht, daß die einzelne Pumpe auch nur dann läuft, wenn sie tatsächlich
an den Antrieb gekoppelt ist, was nur dann der Fall ist, wenn sie auch benötigt wird.
Für den Fall daß die andere Speisepumpe benötigt wird, wird zweckmäßigerweise der
Antrieb von der ersten abgekuppelt und an die zweite angekuppelt, worauf diese sofort
betriebsbereit zur Verfügung steht. Damit ist auch ein relativ schneller Farbkomponentenwechsel
möglich. Die erste Pumpe wird dann nicht mehr unnötigerweise weiterlaufen. In einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden die beiden Speisepumpen mit ihrem
Gehäuse so an einer drehbaren Halterung befestigt, daß sie mit ihrer Kupplungsseite
vom Drehpunkt der Halterung sternförmig weg weisen. Damit ist es vorteilhafterweise
möglich, mit einer einzigen Bewegung der drehbaren Halterung gleichzeitig eine Pumpe
aus ihrer Kupplungsposition mit dem Antrieb zu entfernen, während gleichzeitig die
andere Pumpe in Kupplungsposition gebracht wird. Dies spart Zeit und fördert eine
positionsgenaue Kupplung der Pumpe mit dem Antrieb. Für zu mischende Fluide, die bei
einer Mischung chemisch miteinander reagieren (aushärten), z. B. Farbkomponente und
Härter, ist es in einer erfindungsgemäßen Weiterbildung zweckmäßig, zwei unterschiedliche
drehbare Halterungen der vorgenannten Art mit darauf angeordneten Pumpen vorzusehen,
wobei über die eine Halterung Farbkomponenten und über die andere Halterung Härterkomponenten
geliefert werden. In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßgen
Vorrichtung, sind an der/den drehbaren Halterung/en bis zu fünf Speisepumpen befestigt.
Diese können beispielsweise revolverartig um einen Drehpunkt der Halterung herum angeordnet
sein. Da mit der Anordnung von fünf Speisepumpen schon ein ungeheuer großes Farbmischungsspektrum
abgedeckt wird, werden diese fünf Speisepumpen in der Regel ausreichend sein. Es ist
jedoch auch im Sinne der Erfindung denkbar, die Anzahl abhängig von Pumpengröße und
Zweckmäßigkeit zu erhöhen oder zu verringern. In einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist ein Farbenliefersystem mit einer Mischvorrichtung, die einen Farbsammler
und einen Härtersammler zum Sammeln von Farben und Härter und zum Liefern in einen
Mischbehälter, sowie einen statischen Mischer aufweist, vorgesehen, dem eine anhand
der verschiedenen Ausführungsbeispiele geschilderte Vorrichtung gemäß der Erfindung
zugeordnet ist. Es ist zu erkennen, däß eine Anordnung der eben genannten Art wesentlich
weniger Beschaffungskosten verursacht, da eine große Anzahl von Antrieben bzw. Antriebsmotoren
wegfällt. Gleichzeitig wird ein hoher Energieverbrauch vermieden, da nur noch ein
Antrieb, der jedoch in der Regel nicht mehr Leistung verbraucht, als ein normaler
Pumpenantrieb verwendet wird. Vorrichtungen die eingesetzt werden, um die entsprechenden
Pumpen an und abzukuppeln bzw. in Position zu bringen sind vergleichsweise einfach
und benötigen geringe Energie. Sie werden auch nur dann in Betrieb gesetzt, wenn sie
benötigt werden. In der Praxis ist ein Wechseln der Speisepumpen von Hand üblich und
zweckmäßig.
[0005] Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine teilweise schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Darstellung einer Farbenliefer- und Mischanlage, wobei die
Vorrichtung gemäß Fig. 1 integriert ist.
- Fig. 3
- zeigt eine teilweise schematische Darstellung der Anlage aus Fig. 2, jedoch mit zusätzlichen
Aggregaten, sowie in der Mitte eine Ausführung der erfindungsgemäßen Liefervorrichtung.
- Fig. 4
- zeigt eine vergrößerte Darstellung der Liefervorrichtung von Fig. 3.
- Fig. 5
- zeigt eine vergrößerte Teildarstellung einer drehbaren Halterung mit zwei eingesetzten
Speisepumpen.
- Fig. 6
- zeigt eine vergrößerte Teildarstellung einer Halterung mit fünf sternförmig angeordneten
Speisepumpen.
- Fig. 7
- zeigt eine Schnittdarstellung einer Speisepumpe, die in eine Halterung montiert ist,
die auf einem teilweise gezeigten fahrbaren Untersatz angeordnet ist.
[0006] In Fig. 1 ist eine Liefervorrichtung 8 vereinfacht dargestellt mit einem Rahmen 30,
auf den oben ein Antriebsmotor 34 aufgesetzt ist. Innerhalb des Rahmens erstreckt
sich von unten nach oben eine Speisepumpe 10, die in einer Halterung 12 um eine Drehachse
14 drehbar gelagert ist. Die Speisepumpe 10 zeigt mit ihrem Kupplungskopf 16 von der
Drehachse 14 der Halterung 12 weg in Richtung des Antriebsmotors 34 und ist mit dem
Kupplungsgreifer 18 der mit dem Antriebsmotor 34 verbundenen Antriebsstange 32 in
Wirkverbindung.
[0007] Auf der rechten Seite der Fig. 1 sind zwei sternförmig um einen Drehpunkt 14 einer
Halterung 12 angeordnete Speisepumpen 10 gezeigt, die über Leitungen 20 an nicht gezeigte
Vorratsbehälter für Fluide wie z. B. Farbkomponenten oder Härter angeschlossen sind.
In ihrer oberen Hälfte sind die Speisepumpen 10, die hier beispielsweise als doppelwirkende
Kolbenpumpen ausgebildet sind mit Ableitungen 22 über Ventile 24 mit dem Sammler 26
verbunden. Im Sammler 26 ankommende Mischungskomponenten gehen über die gemeinsame
Ableitung 28 aus dem Sammler 26 hinaus und werden ihrer jeweiligen Verwendung zugeführt.
Die auf der linken Seite der Fig. 1 dargestellte Speisepumpe 10 ist über die Antriebsstange
32 mit dem Antriebsmotor 34 verbunden, der in der beispielsweise gezeigten Ausführungsform
ein druckluftbetriebener Kolbenmotor ist. Über die Druckluftleitung 36 wird der Antriebsmotor
34 unter Zwischenschaltung von bei Druckluftleitungen üblichen Zwischenbauteilen wie
Filter, Wasserabscheider und Öler mit Druckluft versorgt. Ein im Antriebsmotor 34
befindlicher Hubkolben bewegt sich während des Betriebes auf und ab, so daß die Kolbenstange
11 der Speisepumpe 10 über die Antriebsstange 32 nach oben von der Drehachse 14 der
Halterung 12 weg und wieder nach unten zurück bewegt wird. Die hier zweckmäßigerweise
verwendete Speisepumpe 10 ist eine doppelwirkende Kolbenpumpe, die sowohl beim Aufwärts-
wie beim Abwärtshub fördert. Auf der rechten Seite der Fig. 1 ist die linke dargestellte
Speisepumpe 10 aufrecht und mit dem abgebrochen dargestellten Kupplungsgreifer 18
des Antriebsmotors 34 gezeigt. Soll nun über die rechte Speisepumpe 10, die zur ersten
geneigt dargestellt ist, ein anderes Fluid zum Sammler 26 gepumpt werden, so wird
der Antriebsmotor 34 kurz angehalten, und die linke Speisepumpe 10 aus der Kupplungsposition
entfernt und im gezeigten Beispiel nach links gegen den Uhrzeigersinn gedreht, bis
die rechte Speisepumpe 10 mit ihrem Kupplungskopf 12 in den Kupplungsgreifer 18 des
Antriebsmotors 34 eingreift. Die Kupplung, die hier verwendet wird, kann jede Art
von Schnapp- oder Rastkupplung sein. Es kann auch bei einer automatischen Anordnung
der Vorrichtung der Kupplungsgreifer 18 ein sich wie eine Hand öffnender pneumatisch
betätigter Greifer sein, der um einen beispielsweise als Pilz ausgebildeten Kupplungskopf
16 der Speisepumpe 10 herumgreift. Kupplungen dieser Art sind dem Fachmann bekannt,
so daß sie an dieser Stelle nicht besonders beschrieben werden. Wird wieder die von
der linken Speisepumpe 10 lieferbare Fluidkomponente für die gewünschte Mischung benötigt,
so kann bei angehaltenem Antriebsmotor 34 die Halterung 12, die in dem Lagerbock 9
über die Drehachse 14 drehbar gelagert ist, wieder im Uhrzeigersinn zurückgedreht
werden, indem man einfach per Hand die rechte Speisepumpe 10 greift und aus der Kupplungsposition,
die hier als vertikale Position dargestellt ist, in eine danebenliegende Position
zu drehen, worauf gleichzeitig die linke Pumpe wieder in die Kupplungsposition gebracht
wird.
[0008] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Anlage zum Mischen von Fluiden,
in der die erfindungsgemäße Vorrichtung mehrfach integriert ist. Auf der rechten Seite
ist die schon in Fig. 1 beschriebene Anordnung einer Halterung 12 mit zwei Speisepumpen
10 zu erkennen. Auf der linken Seite ist eine ähnliche Anordnung gezeigt, die eine
Halterung 12 mit fünf Speisepumpen 10 zeigt, die sternförmig in der Halterung 12 mit
ihrem Gehäuse befestigt sind und mit ihrem Ende, das dem Kupplungskopf 16 gegenüberliegt,
zur Drehachse 14 zeigen, die in dem Lagerbock 9 angeordnet ist zeigen. Die Speisepumpe
10 der linken Halterung 12, die aufrecht steht, ist in Kupplungsposition mit dem Kupplungsgreifer
18 der nicht gezeigten Antriebsstange 32 gekuppelt. Links außen in Fig. 2 sind fünf
übereinander angeordnete Lieferpumpen 44 gezeigt, die Kolbenpumpen oder auch Membranpumpen
oder sonstige zweckmäßige Pumpen sein können, die zum Transport und zur Förderung
von Fluiden geeignet sind. Sie sind über eine Förderleitung mit den in der Halterung
12 angeordneten Zuleitungen für die Speisepumpen 10 verbunden. Die Verwendung von
solchen Lieferpumpen ist fakultativ und in bestimmten Fällen zweckmäßig, wenn z. B.
die Voratsbehälter für die Fluide weit vom Verwendungsort entfernt sind. Vom oberen
Teil der auch hier zweckmäßigerweise als doppelhubige Kolbenpumpen ausgebildeten Speisepumpen
10 gehen Zuleitungen zu Ventilen 24, die an einem Sammler 26 angeordnet sind. Mit
der linken mit fünf Speisepumpen 10 versehenen Halterung 12 werden vorzugsweise Farbkomponenten
zu dem auf der linken Seite vorzugsweise als Farbsammler 26 ausgebildeten Sammler
zugeführt. Von dort führt eine Leitung über einen Druckmesser 46 zu einem auf dem
Mischer 38 aufgesetzten Ventil 24. In dem Sammler 26 werden die hier gesammelten Fluide,
beispielsweise Farbkomponenten zur Mischvorrichtung 38 gebracht. Dieser Mischvorrichtung
38 ist ein Mischer 40 zugeordnet, der ein statischer oder dynamischer Mischer sein
kann. Die in Fig. 1 beschriebene und hier in Fig. 2 auf der rechten Seite gezeigten
Darstellung der in der Halterung 12 angebrachten zwei Speisepumpen 10 wird in dem
hier dargestellten Beispiel zur Förderung und Dosierung von Härterkomponenten eingesetzt,
die aus Vorratsbehältern über Pumpen 44 über die Halterung 12 zu den Speisepumpen
10 gefördert werden. Die Zuführung dieser Härterkomponenten zur Mischvorrichtung 38
wird analog der Zuführung der Farbkomponenten durchgeführt. Es gehen hier ebenfalls
von den Speisepumpen 10 Ableitungen 22 über Ventile 24 in einen Sammler 26, der hier
der Härtersammler ist und werden von dort über einen Druckmesser 46 einem auf der
Mischvorrichtung 38 aufgesetzten Ventil 24 der Mischvorrichtung 38 zugeführt und in
den Wirkungsbereich eines Mischers 40 gebracht. Hier zusätzlich dargestellt ist eine
Spülmittelpumpe 42, die nach Wunsch entweder nach Farbwechsel, d. h. Wechsel einer
Speisepumpe 10 oder nach Härterwechsel, der ebenfalls über das Umpositionieren von
Speisepumpen 10 durchgeführt wird, in Betrieb gesetzt wird. Die Spülflüssigkeit die
von der Spülmittelpumpe 42 über die Spülleitung 43 über Ventile 24 den einzelnen Sammler-
und Mischvorrichtungskomponenten zugeführt wird, kann ein reines Reinigungsmittel
oder auch ein Lösungsmittel sein, das auf die Konsistenz und die Zusammensetzung der
einzelnen Farb- und Härterkomponenten abgestimmt ist.
[0009] Die Bedienung der Liefervorrichtung 8 (wie in den Fig. 1 und 3 zu sehen) über das
Verstellen der Speisepumpen 10 je nach Anforderung einer bestimmten Komponente funktioniert
bei der auf der linken Seite mit fünf Speisepumpen 10 versehenen Halterung 12 genauso
wie bei der auf der rechten Seite dargestellten Halterung 12, deren Bedienung oben
beschrieben worden ist. Es sind auf der linken Seite die Bohrungen 13, die in der
Halterung 12 angebracht sind, zu erkennen, die einen in der Position 15 angebrachten
Raststift aufnehmen können. Das Einrasten der Halterung 12 über die Bohrung 13 und
den Raststift 15 erleichtert das Positionieren der Speisepumpen 10 unterhalb des Kupplungsgreifers
18 der nicht gezeigten Antriebsstange 32.
[0010] In Fig. 3 ist eine der in Fig. 2 dargestellten Anlage sehr ähnliche Anlage gezeigt,
die jedoch mit zusätzlichen Aggregaten versehen ist. Es ist in der Mitte auch die
Liefervorrichtung schematisch gezeigt, die in der Fig. 4 noch detailliert beschrieben
werden wird. Die Fig. 3 dient eigentlich nur der Beschreibung der gegenüber der in
Fig. 2 dargestellten Anlage zusätzlich eingesetzten Aggregate. So ist beispielsweise
an jeder Speisepumpe 10 zwischen Zuleitung und Abteilung ein Überdruckventil 54 eingesetzt.
Im oberen Teil der Speisepumpen 10 sind wahlweise auch Überdruckventile 54 angebracht.
An dieser Stelle kann je nach Wunsch auch ein Schauglas für die hier zu fördernde
Farb- oder Härterkomponente angebracht werden. Zwischen den Speisepumpen 10 und den
Ventilen 24 der Sammler 26 können wahlweise Filter 48 zum Filtern des geförderten
Materials eingesetzt werden. Abhängig vom geforderten Verarbeitungsdruck einer Mischung
oder einer Komponente kann über einen Druckregler 50 wahlweise ein am Druckmesser
46 ablesbarer Druck eingestellt werden. Die Druckmesser 46 können wahlweise auch mit
Grenzwertgebern ausgerüstet sein. Es versteht sich von selbst, daß bei der auf der
rechten Seite dargestellten Anordnung, die zweckmäßigerweise zum Liefern und Dosieren
von Härterkomponenten eingesetzt werden kann, analoge Aggregate in die Leitungen eingesetzt
werden können. Die in Fig. 3 nur schematisch dargestellte Liefervorrichtung 8 ist
dort gezeigt, wobei sie in 90° gedrehter Stellung links und rechts jeweils die eingesetzte
Halterung 12 mit den Speisepumpen 10 zeigt. Die Liefervorrichtung ist im einzelnen
in Fig. 4 beschrieben. Hier soll angenommen werden, daß die linke Speisepumpe 10 eine
in Fig. 3 auf der linken Seite gezeigte Speisepumpe 10 darstellt. Die rechte Speisepumpe
10 aus Fig. 4 entspricht einer der Speisepumpen 10 der auf der rechten Seite der Fig.
3 dargestellten Anordnung. Fig. 4 zeigt besonders anschaulich, daß unter Verwendung
nur eines Antriebsmotores 34 nicht nur die reine Förderung von zu mischenden Fluiden
bewerkstelligt werden kann, sondern die Liefervorrichtung 8 auch in vorteilhafter
Weise über einen Hebel 56, der in einem Gegenlager 60 gelagert ist, gleichzeitig die
rechte Speisepumpe 10, die hier beispielsweise als Härterpumpe eingesetzt wird, als
Dosiervorrichtung betrieben werden kann. Über die mit der Ziff. 55 bezeichnete Dosieranordnung
kann das Verhältnis der Fördermengen zwischen der linken Speisepumpe und der rechten
Speisepumpe 10 eingestellt werden. Der Hebel 56, der auf der Antriebsstange 32 im
Anlenkpunkt 64 drehbar gelagert ist, geht durch die Kulisse 66, in der er verschiebbar
angeordnet ist, hindurch und ist in einem weiteren Anlenkpunkt 64 einer über der rechten
Speisepumpe 10 angeordneten Antriebsstange 32 drehbar gelagert. Wenn sich nun aufgrund
einer Abwärtsbewegung der Antriebsstange 32 des Antriebsmotors 34 der linke Anlenkpunkt
64 nach unten bewegt, bewegt sich der rechte Anlenkpunkt 64 nach oben, da der Hebel
56 über das im Gegenlagerhalter 58 momentan ortsfest angeordnete Gegenlager 60 gedreht
wird. Das Mischungsverhältnis, das durch das Kolbenhubverhältnis der linken und der
rechten Speisepumpe festgelegt ist, kann man an der Anordnung des Gegenlagers 60 zwischen
den beiden Anlenkpunkten 64 feststellen. Es ist im hier dargestellten Beispiel zu
erkennen, daß unterschiedliche Mengen einer Farbkomponente (über die linke Speisepumpe
10) und einer Härterkomponente (über die rechte Speisepumpe 10) gefördert werden.
Dieses Dosierverhältnis ist einstellbar, in dem der Gegenlagerhalter 58, der über
das Drehen der Gewindespindel 68 hin und her bewegt werden kann, eingestellt werden
kann. Durch das Drehen der Gewindespindel 68 über das Handrad 70 wird der Gegenlagerhalter
58, in dessen Innerem eine nicht gezeigte Mutter angeordnet ist, nach links oder rechts
bewegt. Dies ist durch entsprechende Pfeile gekennzeichnet. Über Drehen des Handrades
62 wird der Gegenlagerhalter 58 mit dem Gegenlager 60 vor dem Einstellen des Dosierverhältnisses
gelöst und danach wieder arretiert.
[0011] Fig. 5 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Teils der Liefervorrichtung 8 mit
der hier beispielsweise gezeigten Anordnung von zwei für die Förderung von Härter
eingesetzte Speisepumpen 10. Bei der geneigt dargestellten Speisepumpe 10 ist eine
mögliche Ausbildung eines Kupplungskopfes 16 gezeigt, die hier etwa pilzförmig gestaltet
ist. Bei der hier aufrecht gezeigten Speisepumpe 10 ist die Kolbenstange 11 nach oben
ausgefahren. Sie steht mit ihrem Kupplungskopf 16 mit dem Kupplungsgreifer 18 in Verbindung.
Am Kupplungsgreifer 18 angeordnet ist ein Hebelstift 76, der im hier nicht gezeigten
Anlenkpunkt 64 in den Hebel 56 eingreift. Die Liefervorrichtung 8, die hier nur teilweise
gezeigt wird, steht mit ihrem Rahmen 30 auf einer Bodenfläche eines Wagens 72.
[0012] Fig. 6 zeigt eine der in Fig. 5 gezeigten analoge Anordnung, wobei die mittlere Speisepumpe
10 mit dem Antrieb gekoppelt ist.
[0013] Fig. 7 zeigt im Schnitt, in vergrößerter Darstellung eine Speisepumpe 10. Es ist
hier gut zu erkennen, wie der Lagerbock 9 auf einem Wagen 72 angeordnet ist. Darin
gelagert ist die Drehachse 14, die hier beispielsweise mit Rollenlagern gelagert ist.
Darüber angeordnet ist ein Raststift 15, der in eine Bohrung 13 eingreift. Ob nun
der Raststift 15 im Lagerbock 9 angeordnet ist, zum Einrasten in eine Bohrung 13,
die in der Halterung 12 angeordnet sein kann, oder umgekehrt, ist je nach zweckmäßiger
Anordnung der Vorrichtung wählbar. Gut zu erkennen, ist die Anordnung der Speisepumpe
10 mit ihrem Gehäuseunterteil, das von dem Kupplungskopf 16 weg zeigt, in der Halterung
12. An der mit 20 markierten Stelle, wird die Zuleitung zu der Speisepumpe 10 angebracht,
die das entsprechende Fluid über die Unterseite der Speisepumpe in diese hineinfördert.
An der mit 22 markierten Stelle wird die Ableitung an der Speisepumpe angebracht.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0014]
- 8
- Liefervorrichtung
- 9
- Lagerbock
- 10
- Speisepumpe
- 11
- Kolbenstange
- 12
- Halterung
- 13
- Bohrung
- 14
- Drehachse
- 15
- Raststift
- 16
- Kupplungskopf
- 18
- Kupplungsgreifer
- 20
- Zuleitung
- 22
- Ableitung
- 24
- Ventil
- 26
- Sammler
- 28
- Ableitung
- 30
- Rahmen
- 32
- Antriebsstange
- 34
- Antriebsmotor
- 36
- Druckluftleitung
- 38
- Mischvorrichtung
- 40
- Mischer
- 42
- Spülmittelpumpe
- 43
- Spülleitung
- 44
- Lieferpumpe
- 46
- Druckmesser
- 48
- Filter
- 50
- Druckregler
- 52
- Ansaugstutzen
- 54
- Überdruckventil
- 55
- Dosiereinrichtung
- 56
- Hebel
- 58
- Gegenlagerhalter
- 60
- Gegenlager
- 62
- Handrad
- 64
- Anlenkpunkt
- 66
- Kulisse
- 68
- Gewindespindel
- 70
- Handrad
- 72
- Wagen
1. Vorrichtung zum Liefern von mindestens zwei zu mischenden Fluiden zu einer Mischvorrichtung,
- mit einem Antrieb mit einer Kupplung, und
- mit einer Speisepumpe je Fluid,
dadurch
gekennzeichnet,
daß die Speisepumpen (10) einzeln an dem Antrieb (34) ankuppelbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisepumpen (10) mit ihrem Gehäuse so an einer drehbaren Halterung (12)
angeordnet sind, daß sie mit ihrer Kupplungsseite vom Drehpunkt (14) der Halterung
(12) sternförmig weg weisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Antrieb eine weitere gleichzeitig mitlaufende
Kupplung aufweist, gekennzeichnet durch eine weitere drehbare, mit mindestens zwei sternförmig angeordneten Speisepumpen
(10) versehene (12) Halterung.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Kupplungen ein Getriebe angeordnet ist, um die Speisepumpen
(10) mit unterschiedlichen Fördervolumen pro Zeiteinheit zu betreiben.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe ein Hebelgetriebe ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe einstellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb einen Hubkolbenmotor (34) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubkolbenmotor (34) mit Druckluft betreibbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Speisepumpen (10) der einen Halterung (12) Farbstoffkomponenten und
mit den Speisepumpen (10) der anderen Halterung (12) Härterkomponenten förderbar sind.
10. Farbenliefersystem mit einer Mischvorrichtung, die einen Farbsammler und einen Härtersammler
zum Sammeln von Farben und Härter zum Liefern in einen Mischbehälter und einen statischen
Mischer aufweist, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 3 bis 9.