[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwanne zur Ölwanne-Motorschallkapselung, bei
der die Überwanne mit Abstand die Ölwanne umgibt und die Überwanne mit Befestigungsschrauben
mit der Brennkraftmaschine verbunden ist, wobei die Befestigungsschrauben Gummielemente
zur Körperschallentkoppelung aufweisen.
[0002] Aus der DE-PS 39 29 592 ist eine Überwanne bekannt, welche die Ölwanne mit Abstand
umgibt und die der Dämpfung des von der Ölwanne abgestrahlten Schalles dient. Die
Überwanne ist einteilig ausgeführt und wird in der Herstellung durch Tiefziehverfahren
vertikal ausgeformt. Die Überwanne wird unter Zwischenschaltung von Gummielementen
mit dem Flansch der Ölwanne verbunden. Ein Nachteil einer derartigen Überwanne ist
darin zu sehen, daß sie nur bis zur Oberkante der Ölwanne hochgezogen werden kann.
Ein Hochziehen bis zu den Seitenwänden eines Kurbelgehäuses ist nicht möglich, da
die Überwanne aufgrund der Herstellung im Tiefziehverfahren keine Hinterschneidungen
zuläßt, um vorspringende Bauteile des Kurbelgehäuses, wie z.B. die Einspritzpumpe
zu umhüllen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die Überwanne so auszubilden, daß diese bis zu den
Seitenwänden des Kurbelgehäuses hochgezogen und dort so befestigt werden kann, daß
auch deren Schallabstrahlung unterdrückbar ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Überwanne durch eine in
Motorlängsrichtung und vertikal verlaufende Trennfuge in zwei Teile aufgeteilt ist
und beide Teile der Überwanne an der Trennfuge mittels Schrauben verbunden sind, daß
die beiden Teile der Überwanne in der Herstellung jeweils horizontal ausgeformtwerden,
und daß die Überwanne über die Ölwannenoberkante bis zu Seitenteilen des Kurbelgehäuses
hochgezogen ist.
[0005] Durch die Teilung der Überwanne in einer vertikalen Ebene können die beiden Teile
der Überwanne beim Tiefziehen horizontal ausgeformt werden. Dadurch können vorspringende
Teile des Kurbelgehäuses ohne weiteres umhüllt werden. Eine körperschallisolierte
Befestigung der Überwanne kann mittels Befestigungsschrauben problemlos an den Seitenwänden
des Kurbelgehäuses erfolgen.
[0006] Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß zur Verkapselung
von Nebenaggregaten die Überwanne Aussparungen aufweist und daß diese Aussparungen
mit einem Deckel verschlossen werden.
[0007] Durch die mit Deckel verschlossene Aussparung der Überwanne können selbst größere
Nebenaggregate problemlos verkapselt werden, ohne daß es beim Tiefziehen der Überwanne
zu Problemen kommt.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der Überwanne,
- Fig. 2
- in Vorderansicht die geteilte Ölwanne und das Kurbelgehäuse, und
- Fig. 3
- ein Detail einer Befestigungsschraube mit Gummielement.
[0009] Eine in Fig. 1 in Seitenansicht dargestellte Überwanne 1 weist erfindungsgemäß eine
vertikale, in Motorlängsachse verlaufende Trennfuge 2 auf. Die beiden Hälften 1a,
1b (Fig. 2) der Überwanne 1 werden lösbar, z.B. mittels Schrauben 3 miteinander verbunden.
Die Überwanne 1 ist über eine Ölwannenoberkante 4 bis zu hier nicht näher dargestellten
Seitenwänden eines Kurbelgehäuses hochgeführt und wird dort mit Befestigungsschrauben
5 arretiert.
[0010] Um ein weit überkragendes Nebenaggregat 6 zu verkapseln, ist ein Deckel 8 vorgesehen,
welcher eine Aussparung 9 abdeckt und der mit Schrauben 10 mit der Überwanne 1 verbunden
ist.
[0011] Eine Vorderansicht der Überwanne 1 und des Kurbelgehäuses 11 zeigt Fig. 2. Die Überwanne
1 umgibt gleichzeitig eine Ölwanne 12 und Seitenwände 13 des Kurbelgehäuses 11.
[0012] Die Überwanne 1 wird erfindungsgemäß in zwei Teilen 1a und 1b ausgeführt, welche
an einer in Motorlängsachse und vertikal verlaufenden Trennfuge 2 zusammengefügt werden.
Die Teile 1a und 1b werden vorzugsweise durch Schrauben 3 verbunden. Zur Verbesserung
der Schalldämmung kann die Überwanne 1 über die Ölwannenoberkante 4 hochgezogen werden
und verkleidet noch die Seitenwände 13 des Kurbelgehäuses 11, wo die Überwanne 1 körperschallisoliert
über die Befestigungsschrauben 5 angeschlossen wird.
[0013] Das überkragende Nebenaggregat 6 wird von einem Deckel 8 umgeben, der die aus Fig.
1 zu ersehende Aussparung 9 in der Überwanne 1 verschließt.
[0014] Da die Überwanne 1 keine Dichtfunktion ausübt, kommt man bei der Trennfuge 2 wie
auch beim Deckel 8 ohne jegliche Dichtung aus.
[0015] Die Herstellung der beiden Hälften 1a, 1b der Überwanne 1 gestaltet sich im Quer-Tiefziehverfahren
sehr vorteilhaft, da die Blechteile gemessen an der Breite nicht so tief gezogen werden
müssen, als dies in einteiliger Bauweise und vertikaler Ausführung der Fall wäre,
und außerdem Hinterschneidungen aufweisen können, die durch vertikales Tiefziehen
nicht realisierbar wären.
[0016] Die Schrauben 5 weisen Gummielemente auf, um eine Körperschallentkoppelung zu erreichen.
[0017] Eine derartige Schraube 5 ist im Detail in Fig. 3 dargestellt. Die Schraube 5 ist
mit dem Seitenteil 13 des Kurbelgehäuses 11 (Fig. 2) verbunden. Um eine Entkoppelung
von Schraube 5 und Überwanne 1 zu erreichen wird ein Gummielement 14 vorgesehen.
1. Überwanne zur Ölwanne-Motorschallkapselung, bei der die Überwanne mit Abstand die
Ölwanne umgibt und die Überwanne mit Befestigungsschrauben mit der Brennkraftmaschine
verbunden ist, wobei die Befestigungsschrauben Gummielemente zur Körperschallentkoppelung
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwanne (1) durch eine in Motorlängsrichtung
und vertikal verlaufende Trennfuge (2) in zwei Teile (1a, 1b) aufgeteilt ist und beide
Teile (1a, 1b) der Überwanne (1) an der Trennfuge (2) lösbar miteinander verbunden
sind, daß die beiden Teile (1a, 1b) der Überwanne (1) in der Herstellung jeweils horinzontal
ausgeformt werden, und daß die Überwanne (1) über die Ölwannenoberkante (4) bis zu
den Seitenwänden (13) des Kurbelgehäuses (11) hochgezogen ist.
2. Überwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verkapselung von Nebenaggregaten
(6) die Überwanne (1) Aussparungen (9) aufweist und daß diese Aussparungen (9) mit
einem Deckel (8) verschlossen werden.