[0001] Die Erfindung betrifft ein Munitionsmagazin an einer automatischen Feuerwaffe nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
[0002] Ein solches Munitionsmagazin ist in der Patentschrift CH-A-669 992 beschrieben. Damit
beim Ausstossen der Patronen aus dem Ladestreifen keine hohen Reibungskräfte (Verklemmungsgefahr)
entstehen, sind die Patronenspitzen zusätzlich auf einer Geschossführungsplatte abgestützt.
Um eine kontinuierliche Förderung der Patronen aus dem Ladestreifenstapel in den Elevator
zu gewährleisten, sind die Förderketten auf einer schiefen Ebene angeordnet und der
Stapel wird beim Ausstossen der Patronen abwärts bewegt. Gleichzeitig führt auch die
Geschossführungsplatte pro Ladestreifenausstoss eine sägezahnförmige Bewegung aus,
wozu eine aufwendige Mechanik vorhanden ist.
[0003] Die Erfindung, gemäss den Merkmalen im Kennzeichen des Patentanspruches, zeigt eine
Lösung auf, wie die Stützfunktion für die Patronen im untersten Ladestreifen ohne
Verwendung der Geschossführungsplatte und deren aufwendige Bewegungsmechanik realisiert
werden kann.
[0004] Vorteilhaft ist die Stützung der Patronen durch die Förderkette im Hülsenschulterbereich.
Dadurch ist die Stützung unabhängig von der Geschossspitzenform und Reibungsverluste
zwischen der zusätzlichen Abstützung und den auszustossenden Patronen sind eliminiert.
[0005] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Munitionsmagazins ist im folgenden
anhand der Zeichnungen ausführlich beschrieben. Es zeigt:
- Fig.1
- eine Seitenansicht des Munitionsmagazins im Schnitt nach Linien I - I in Fig.2.
- Fig.2
- eine Ansicht im Schnitt nach Linien II - II in Fig.1.
[0006] Gemäss Fig. 1 und 2 enthält ein Munitionsmagazin 10 eine Anzahl Ladestreifen 11.
Jeder Ladestreifen 11 enthält sieben Patronen 12. Wie durch Pfeile A angedeutet, bewegen
sich die Ladestreifen 11 im Munitionsmagazin 10 abwärts und wie ferner durch Pfeile
B angedeutet, werden die Patronen 12 nach links aus dem untersten Ladestreifen 11
herausgeschoben. Schliesslich ist durch Pfeile C angedeutet, wie die aus dem untersten
Ladestreifen 11 ausgeschobenen Patronen 12 durch einen gebogenen Kanal 13 vom Magazin
10 zur Feuerwaffe 14 gelangen, die nur durch ein Rechteck angedeutet ist. Zum Verschieben
der Ladestreifen 11 dient eine endlose Förderkette 15, welche um zwei Umlenkrollen
16 und 17 geführt ist. An dieser endlosen Förderkette 15 sind Klinken 18 angelenkt,
welche gegen die zu verschiebenden Ladestreifen 11 stossen. Der unterste Ladestreifen
11 stützt sich auf zwei Förderschnecken 30 und 31 ab, welche dafür sorgen, dass beim
Ausschieben der Patronen 12 aus dem untersten Ladestreifen 11, dieser Ladestreifen
11 kontinuierlich abgesenkt wird. Zum Herausschieben der Patronen 12 aus dem untersten
Ladestreifen 11 dienen zwei weitere endlose Förderketten 19 und 20, welche um je zwei
Umlenkorgane 21, 22 geführt sind. Wie aus Fig.2 ersichtlich ist, sind die endlosen
Förderketten 19 und 20 schräg nach links unten geneigt, damit sich beim Ausschieben
der Patronen 12 aus dem Ladestreifen 11 in Richtung des Pfeiles B der Ladestreifen
11 gleichzeitig in Richtung des Pfeiles A absenken kann. Die Resultierende der beiden
Bewegungen in Richtung der beiden Pfeile A und B entspricht gerade dieser Neigung
der endlosen Förderketten 19 und 20. An diesen endlosen Förderketten 19 und 20 sind
je zwei Mitnehmer 23 und 24 befestigt, welche jeweils gegen die letzte Patrone 12
eines Ladestreifens 11 stossen, um alle Patronen 12 des Ladestreifens 11 nach links
aus dem Ladestreifen 11 herauszuschieben. Zum Transport der aus dem untersten Ladestreifen
11 ausgestossenen Patronen 12 zur Feuerwaffe 14 im gebogenen Kanal 13 dient ein weiteres
endloses Förderband 25, das auch als Elevator bezeichnet wird und das eine Anzahl
Elevatorzähne 26 aufweist, zwischen denen sich die Patronen 12 befinden. Das endlose
Förderband des Elevators 25 ist um drei Umlenkorgane 27, 28 und 29 geführt. Das bisher
beschriebene Munitionsmagazin gehört zum Stande der Technik (siehe CH-A-669 992) und
ist hier nur soweit erläutert worden, als es zum Verständnis der nachfolgend beschriebenen
Erfindung erforderlich ist.
[0007] Um die Patronen 12 im untersten Ladestreifen 11 möglichst reibungslos aus dem Ladestreifen
11 und präzis zur Feuerwaffe, d.h. hier in den Elevator 25 fördern zu können, ist
es notwendig, die sieben Patronen 12 während des Ausstossvorganges zusätzlich zu stützen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die eine Förderkette 19 für diese
Stützfunktion modifiziert wird, indem mindestens ein Teil der einzelnen Kettenglieder
40 in der Höhe vergrössert und an ihren Stirnseiten abgeschrägt sind, derart, dass
die Stirnseiten Unterstützungsflächen 41 für die auszustossenden Patronen 12 während
des Ausstossvorganges bilden. Gemäss Fig.2 sind beispielsweise von den dargestellten
zweimal sieben einzelnen Kettengliedern 40 je sechs davon mit entsprechenden Unterstützungsflächen
41 modifiziert worden. Die restlichen zwei Kettenglieder 40 zeigen den ursprünglichen
Zustand auf, wie dies auch für die Förderkette 20 weiterhin zutrifft. Somit sind die
Patronen während des Ausstossvorganges sowohl im Ladestreifen 11 wie auch an der Hülsenschulter
sicher abgestützt und präzis förderbar. Durch die mitlaufenden modifizierten Kettenglieder
40 entstehen keine zusätzlichen Reibungsverluste zwischen den Unterstützungsflächen
41 und den auszustossenden Patronen 12.
1. Munitionsmagazin (10) an einer automatischen Feuerwaffe (14), enthaltend gestapelte,
mit Patronen (12) gefüllte Ladestreifen (11) und zwei endlose, zu den Ladestreifen
(11) geneigt angeordnete Förderketten (19, 20) mit zwei zahnförmigen Mitnehmern (23,
24) zum Erfassen jeweils der hintersten Patrone (12) im untersten Ladestreifen (11)
und Ausstossen der Patronen (12) zur Feuerwaffe, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein Teil der einzelnen Kettenglieder (40) der einen Förderkette (19) in der Höhe vergrössert
und an ihren Stirnseiten Unterstützungsflächen (41) für die auszustossenden Patronen
(12) aufweisen.