[0001] Die Erfindung betrifft eine Spule für Lichtwellenleiter, optische Kabel oder Leitungen
mit einer zwischen zwei Wickelkammerrändern eingeschlossenen Wickelkammer.
[0002] Aus der deutschen Patentschrift 40 24 619 ist eine Spule für konfektionierte optische
Kabel oder Leitungen bekannt, bei der zwischen den Außenflanschen ein weiterer Flansch
angeordnet ist, so daß eine zweite Kammer gebildet ist. In dieser zweiten Kammer können
nun die Konfektionierungsteile, wie zum Beispiel Steckerteile usw., aufbewahrt werden.
Für nicht konfektionierte optische Kabel oder Leitungen ist jedoch eine derartige
Ausführungsform zu aufwendig, da für das innen liegende Kabel- oder Leitungsende kaum
Platz benötigt wird.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist nun, eine Spule für nicht konfektionierte
optische Kabel oder Leitungen zu schaffen, bei der das innere Kabel- oder Leitungsende
in einfacher und unprobleamtischer Weise zugänglich ist, wobei die Biegeempfindlichkeit
der optischen Elemente zu berücksichtigen ist.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird nun mit einer Spule der eingangs erläuterten Art dadurch
gelöst, daß ein Nutflansch auf einer äußeren Spulenstirnseite angeordnet ist, daß
zwischen dem Nutflansch und der Spulenstirnfläche eine Ringnut gebildet ist, die in
der Breite und Höhe so bemessen ist, daß das optische Kabel oder die Leitung aufgenommen
werden kann, daß ein sich in Umfangrichtung erstreckendes, vom Grund der Wickelkammer
zur Ringnut führendes Langloch angeordnet ist, daß die Länge des Langloches zur Durchführung
des optiscvhen Kabels oder der Leitung auf den Mindestbiegeradius des optischen Kabels
oder der Leitung abgestimmt ist und daß mindestens ein Ausführungsschlitz im Ringnutrand
angeordnet ist.
[0005] Die Vorteile der Spule gemäß der Erfindung liegen nun gegenüber dem Stand der Technik
in erster Linie darin, daß das innere Ende des optischen Kabels oder der Leitung durch
ein im Wickelkammerrand eingebrachtes, vorzugsweise kreisförmig verlaufendes Langloch
am Grunde der Wickelkammer nach auswärts geführt werden kann, wobei durch die entsprechende
Länge des Langloches gewährleistet wird, daß die Durchführung ohne Bruchgefahr für
die optischen Elemente des Kabels oder der Leitung erfolgen kann. Der Übergang durch
den Wickelkammerrand hindurch erfolgt dabei so, daß der minimal zulässige Biegeradius
der optischen Elemente nicht unterschritten wird. Die Durchführung ist so gestaltet,
daß Faserdämpfung nur unwesentlich ansteigt und damit Kontrollmessungen nicht behindert
werden. Ferner ist von Vorteil, daß das hindurchgeführte Ende des Kabels oder der
Leitung in einer Ringnut gehalten und fixiert wird, so daß für den Anschluß an ein
Meßgerät genügend Anschlußlänge vorhanden ist, die während der Messungen ohne Schwierigkeiten
aus der Ringnut entnommen werden kann. Außerdem sind in dem Nutrand der Ringnut noch
Ausführungsschlitze angeordnet, die eine seitliche Ausführung des Kabels oder der
Leitung ermöglichen. Diese Schlitze verlaufen in einem spitzen Winkel zum Radius der
Spule, so daß auch hier eine gefährdende Abwinkelung des Kabels oder der Leitung nicht
erfolgen kann.
[0006] Die Spule gemäß der Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels in zwei
Figuren näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt die stirnseitige Ansicht der Spule.
- Figur 2
- zeigt einen Längsschnitt durch die Spule.
[0007] In Figur 1 ist die Spule S in der stirnseitigen Ansicht dargestellt, wobei erkennbar
ist, daß der Wickelkammerrand WKR auf der Außenseite durch rautenförmige Rippen in
der üblichen Weise verstärkt ist. Im Zentrum der Spule S befindet sich der Nutflansch
NF, der mit dem stirnseitigen Wickelkammerrand WKR und seinem Ringnutrand RNR die
Ringnut RN bildet. Der Nutgrund der Ringnut RN befindet sich in der Höhe des im Wickelkammerrand
WKR befindlichen Langloches L, so daß die Überführung des Kabels oder der Leitung
stufenlos erfolgt. Außerdem ist im Anschluß an das Langloch L in dem Ringnutrand RNR
ein Ausführungsschlitz AS1 angeordnet, der unter einem spitzen Winkel WAS, vorzugsweise
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o, zum Radius der Spule verläuft. Es ist zum Beispiel noch ein zweiter Ausführungsschlitz
AS2 vorgesehen, der jedoch zum ersten Ausführungsschlitz AS1 entgegengesetzt verläuft,
so daß die Ausführung des Kabels oder der Leitung aus der Ringnut RN in beiden Wickelrichtungen
erfolgen kann. Die Schlitzbreite BAS beträgt vorzugsweise 4 mm und die Länge des Langloches
L vorzugsweise 32,6 mm. Der Nutflansch NF kann als separates Bauteil auf der Stirnseite
der Spule S angesetzt und befestigt werden, wobei die Klebung bevorzugt ist. Der Nutflansch
NF kann jedoch auch an die Spule S fest mit angeformt sein, so daß keine zusätzliche
Montage mehr anfällt. Im Zentrum der Spule S sind in an sich bekannter Weise in Längsrichtung
verlaufende Lagerstutzen LS mit einer Bohrungsanschrägung BA, sowie weiteren Befestigungsbohrungen
B angeordnet.
[0008] Der in Figur 2 aufgezeigte Längsschnitt durch die Spule S gemäß der Erfindung zeigt
deutlich die Ringnut RN, die zwischen einem stirnseitigen Wickelkammerrand WKR und
dem Nutflansch NF gebildet ist, wobei hier der vom Nutflansch NF gebildete Ringnutrand
RNR zum Beispiel abgeschrägt ist. Außerdem wird die Durchführung in Form des Langloches
L am Grunde der Wickelkammer WK deutlich erkennbar, wobei der Grund der Ringnut RN
auf gleichem Niveau liegt. Die Höhe LH des Langloches L beträgt vorzugsweise 6 mm,
wie auch die Nutbreite NB der Ringnut RN. Weitere typische Maße für eine Ausführungsform
einer Spule S gemäß der Erfindung sind imfolgenden zusammengestellt.
| Spulenlänge SL - |
200 mm |
| Wickelkammerlänge WKL - |
160 mm |
| Innerer Wickelkammerdurchmesser WKD - |
160 mm |
| Spulenranddurchmesser SRD - |
250 mm |
| Nutflanschdurchmesser NFD - |
170 mm |
| Durchmesser der Bohrung des Lagerstutzens DBLS |
22 mm |
| Länge des Lagerstutzens LS - |
36 mm |
| Abschrägung des Lagerstutzens BA - |
30o |
| Durchmesser der Befestigungsbohrungen DB - |
13 mm |
[0009] Selbstverständlich sind auch andere Spulenmaße möglich, da die eigentlichen erfinderischen
Merkmale von diesen Maßen nicht abhängig sind.
1. Spule für Lichtwellenleiter, optische Kabel oder Leitungen mit einer zwischen zwei
Wickelkammerrändern eingeschlossenen Wickelkammer,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Nutflansch (NF) auf einer äußeren Spulenstirnseite angeordnet ist, daß zwischen
dem Nutflansch (NF) und der Spulenstirnfläche eines Wickelkammerrandes (WKR) eine
Ringnut (RN) gebildet ist, die in der Breite (NB) und Höhe (LH) so bemessen ist, daß
das optische Kabel oder die Leitung aufgenommen werden kann, daß ein sich in Umfangsrichtung
erstrekkendes, vom Grund der Wickelkammer (WK) zur Ringnut (RN) führendes Langloch
(L) angeordnet ist, daß die Länge (LL) des Langloches (L) zur Durchführung des optischen
Kabels oder der Leitung auf den Mindestbiegeradius des optischen Kabels oder der Leitung
abgestimmt ist, und daß mindestens ein Ausführungsschlitz (AS1, AS2) im Ringnutrand
(RNR) angeordnet ist.
2. Spule nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Nutflansch (NF) an der Stirnseite eines Wickelkammerrandes (WKR) angeformt
ist.
3. Spule nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Nutflansch (NF) als separates Element an der Stirnseite eines Wickelkammerrandes
(WKR) befestigt ist, vorzugsweise durch Klebung.
4. Spule nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausführungsschlitz (AS1) in Wickelrichtung des optischen Kabels oder der Leitung
unter einem spitzen Winkel. (WAS), vorzugsweise unter 47o, zum Radius der Spule (S) verläuft.
5. Spule nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein weiterer, zum ersten Ausführungsschlitz (AS1) gegenläufiger Ausführungsschlitz
(AS2) angeordnet ist.
6. Spule nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Langloch (L) im Wickelkammerrand (WKR) kreisbogenförmig verläuft und eine
Länge von vorzugsweise 32,6 mm und eine dem Durchmesser des aufgewickelten Kabels
oder der Leitung entsprechende Höhe (LH) aufweist.