[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Kurbelgehäuse für Brennkraftmaschinen, bei dem
zwischen einem Kurbelgehäuseflansch und einem Ölwannenflansch eine Versteifungsplatte
vorgesehen ist, wobei zwischen Kurbelgehäuseflansch und Versteifungsplatte einerseits
und Versteifungsplatte und Ölwannenflansch andrerseits Dichtmittel vorgesehen sind
und ein umlaufender Rand der Versteifungsplatte unterhalb von Kurbelwellenlagern Querstege
aufweist, sowie die Versteifungsplatte mittels durchgehender Schrauben am Kurbelgehäuseflansch
angeschlossen ist.
[0002] Aus der JP-OS 143 321 ist eine Versteifungsplatte für ein Kurbelgehäuse bekannt,
die zwischen einem Kurbelgehäuseflansch und einem Ölwannenflansch angeordnet ist.
Ein umlaufender Rand der Versteifungsplatte ist unterhalb von Kurbelwellenlagern mittels
Querstegen verbunden. Zur Abdichtung wird zwischen Kurbelgehäuseflansch und der Versteifungsplatte
einerseits und zwischen Versteifungsplatte und Ölwannenflansch andrerseits je eine
Weichstoffdichtung vorgesehen. Die Versteifungsplatte wird mittels durchgehender Schrauben
am Kurbelgehäuseflansch angeschlossen. Da die bekannte Versteifungsplatte aus Gewichtsgründen
nur eine begrenzte Dicke aufweist, muß man eine Weichstoffdichtung anwenden, um bei
Biegebeanspruchung (wegen der auftretenden Verformung) der Versteifungsplatte Öldichtheit
garantieren zu können. Wegen der Weichstoffdichtung können Kräfte aus dem Kurbelgehäuse
nur bedingt auf die Versteifungsplatte übertragen werden. Die Folge ist, daß die Seitenwände
des Kurbelgehäuses Schwingungen ausführen, die zur Schallabstrahlung und somit zu
lautem Motorgeräusch Anlaß geben.
[0003] Bei der EP-A-187263 weist die Versteifungsplatte eine die Längsholme verbindende
Schale mit Öldurchgängen auf.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die Versteifungsplatte so weiterzubilden, daß Schwingungen
der Seitenwände des Kurbelgehäuses weitgehend unterdrückbar und eine Luftschallabstrahlung
derselben weitestgehend vermeidbar sind.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Versteifungsplatte als
Gußstück ausgeführt ist, mit einem umlaufenden Rand, dessen Längsholme durch Querstege
verbunden sind, die ebenso wie der Rand eine große Höhe im Vergleich zu ihrer/seiner
Wandstärke besitzen, und daß als Dichtmittel zwischen Kurbelgehäuseflansch und Versteifungsplatte
eine bekannte Flüssigkeitsdichtung vorgesehen ist.
[0006] Durch die hohe Biegesteifigkeit der gegossenen Versteifungsplatte bei geringem Eigengewicht
werden Verformungen der Platte weitgehend vermieden. Aus diesem Grund kann man auf
Weichstoffdichtungen verzichten. Außerdem können Abstützkräfte in Zug- und Druckrichtung
weitaus effizienter vom Kurbelgehäuseflansch auf die Versteifungsplatte übertragen
werden. Die Folge ist eine Unterdrückung von Schwingungen der Kurbelgehäuseseitenwände
und damit eine spürbare Reduktion der Luftschallabstrahlung.
[0007] Die Querstege zwischen den Längsholmen des Randes der Versteifungsplatte haben vorzugsweise
einen U-förmigen, zur Ölwanne hin offenen Querschnitt. Dadurch läßt sich bei geringem
Gewicht ein hohes Widerstandsmoment in der Versteifungsplatte erzielen.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist darin begründet, daß die
Versteifungsplatte den Kurbelgehäuseflansch - in der Draufsicht gesehen - zumindest
partiell überragt, soweit, daß
a) auf deren überkragender Oberseite Maschinenteile und/oder Nebenaggregate und/oder
Befestigungsvorrichtungen für diese angebracht werden können,
b) im überkragenden Bereich Vorkehrungen, z.B. für eine Öleinfüllung, die Aufnahme
eines Ölmeßstabes und einen Ölrücklauf von einem Abgasturbolader, angeordnet sein
können, und
c) am Randbereich der überkragenden Unterseite eine entsprechend volumenmäßig vergrößerte,
oder in ihrer Bauhöhe reduzierte, volumenmäßig gleichbleibende, ein- oder mehrteilige
Ölwanne angebracht werden kann.
[0009] Ölwannen werden in der Regel im Tiefziehverfahren hergestellt. Da beim Tiefziehverfahren
ein bestimmtes Breiten-Tiefen-Verhältnis nicht überschritten werden kann, läßt sich
eine Volumenvergrößerung der Ölwanne bei vorgegebener Tiefe nur durch deren Verbreiterung
erreichen, wozu die überkragende Versteifungsplatte die notwendige Basis bilden kann.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Kurbelgehäuses mit Ölwanne und einen Querschnitt I - I durch die
Versteifungsplatte,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer Brennkraftmaschine mit einer im Schnitt II-II dargestellten
Versteifungsplatte, und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Versteifungsplatte mit darunter liegender Ölwanne.
[0011] Fig. 1 zeigt die Ansicht einer Brennkraftmaschine in Richtung der Längsachse und
einen Querschnitt durch eine Versteifungsplatte 1, welche zwischen einem Kurbelgehäuseflansch
2 und einem Ölwannenflansch 3 angeordnet ist. Die als Gußteil ausgeführte Versteifungsplatte
1 ist mittels durchgehender Schrauben 4 am Kurbelgehäuseflansch 2 eines Kurbelgehäuses
5 angeschlossen. Zwischen Versteifungsplatte 1 und Kurbelgehäuseflansch 2 ist eine
an sich bekannte und deshalb nicht näher dargestellte Flüssigkeitsdichtung vorgesehen.
Die Abdichtung der Versteifungsplatte 1 gegenüber dem Ölwannenflansch 3 einer Ölwanne
6 kann als übliche Weichstoffdichtung ausgeführt sein.
[0012] Ein umlaufender Rand 7 der Versteifungsplatte 1 ist durch sich zwischen seinen Längsholmen
erstreckende, querversteifend wirkende Querstege 8 verbunden. Zur Erzielung hoher
Biegesteifigkeit bei gleichzeitig geringerem Gewicht weisen der umlaufende Rand 7
und die Querstege 8 eine große Höhe im Vergleich zu seiner/ihrer Wandstärke auf.
[0013] Fig. 2 zeigt die zwischen Kurbelgehäuseflansch 2 und Ölwannenflansch 3 befindliche
Versteifungsplatte 1 im Schnitt II-II, Fig. 3 zeigt letztere in Draufsicht. Die Querstege
8 weisen vorzugsweise einen U-förmigen, zur Ölwanne 6 hin offenen Querschnitt auf,
können aber auch einfacher gestaltet sein.
[0014] Die Querstege 8 sind jeweils unterhalb der Kurbelwellenlagerdeckel angeordnet. Durch
den U-förmigen Querschnitt erzielt man eine besonders hohe Biegesteifigkeit bei geringem
Eigengewicht.
[0015] Aufgrund der Charakteristik der Versteifungsplatte 1 kann man zwischen Kurbelgehäuseflansch
2 und Versteifungsplatte 1 eine an sich bekannte Flüssigkeitsdichtung vorsehen, welche
es gestattet, hohe Abstützkräfte in Zug- und Druckrichtung aus den Seitenwänden 9
des Kurbelgehäuses 5 in die Versteifungsplatte 1 zu übertragen. Durch die Versteifung
der Seitenwände 9 werden Schwingungen derselben unterdrückt und eine Luftschallabstrahlung
nennenswert reduziert.
[0016] Die Höhe der Versteifungsplatte 1 beträgt in Bezug auf die Höhe des Kurbelgehäuses
5 etwa 1/10 - 1/20, wird aber von Fall zu Fall auf den jeweiligen Motor abgestimmt.
Die aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche relativ große Höhe des umlaufenden Randes 7
in Verbindung mit der U-förmigen Ausbildung der Querstege 8 ergibt eine hohe Biegesteifigkeit
sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung.
[0017] Die Versteifungsplatte 1 ist also durch die erfindungsgemäße Formgebung nach allen
Richtungen steif und wird sich unter dem Einfluß der aus dem Kurbelgehäuse 5 (Fig.
1, Fig. 2) eingeleiteten Kräfte und Momente nur unwesentlich verformen.
[0018] Diese geringe Verformung wiederum gestattet die Anwendung der Flüssigkeitsdichtung,
so daß Kräfte und Momente vom Kurbelgehäuse 5 weitaus besser auf die Versteifungsplatte
1 übertragen werden können, als mit üblichen Weichstoffdichtungen. Zum Vergleich:
Nach dem Stand der Technik können wegen der geringen Steifigkeit der Versteifungsplatte
nur Weichstoffdichtungen verwendet werden, die es nicht erlauben, größere Kräfte oder
Momente vom Kurbelgehäuse auf die Versteifungsplatte zu übertragen.
1. Kurbelgehäuse für Brennkraftmaschinen, bei dem zwischen einem Kurbelgehäuseflansch
(2) und einem Ölwannenflansch (3) eine Versteifungsplatte (1) vorgesehen ist, wobei
zwischen Kurbelgehäuseflansch (2) und Versteifungsplatte (1) einerseits und Versteifungsplatte
(1) und Ölwannenflansch (3) andererseits Dichtmittel vorgesehen sind und ein umlaufender
Rand (7) der Versteifungsplatte (1) unterhalb von Kurbelwellenlagern Querstege (8)
aufweist, sowie die Versteifungsplatte (1) mittels durchgehender Schrauben (4) an
den Kurbelgehäuseflansch (2) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Versteifungsplatte (1) als Gussstück ausgeführt ist, mit einem umlaufenden Rand
(7), dessen Längsholme durch Querstege (8) verbunden sind, die ebenso wie der Rand
(7) eine große Höhe im Vergleich zu ihrer/seiner Wandstärke besitzen,
dass als Dichtmittel zwischen Kurbelgehäuseflansch (2) und Versteifungsplatte (1) eine
bekannte Flüssigkeitsdichtung vorgesehen ist,
dass die Querstege (8) der Versteifungsplatte (1) einen zur Ölwanne (6) hin offenen Querschnitt
aufweisen, und
dass die Versteifungsplatte (1) den Kurbelgehäuseflansch (2) - in der Draufsicht gesehen
- zumindest partiell überragt, soweit, dass
a) auf deren überkragender Oberseite Maschinenteile und/oder Nebenaggregate und/oder
Befestigungsvorrichtungen für diese angebracht werden können,
b) im überkragenden Bereich Vorkehrungen, z. B. für eine Öleinfüllung, die Aufnahme
eines Ölmessstabes und einen Ölrücklauf von einem Abgasturbolader, angeordnet werden
können, und
c) am Randbereich der überkragenden Unterseite eine volumenmäßig vergrößerte oder
in ihrer Bauhöhe reduzierte, aber volumenmäßig gleichbleibende Ölwanne (6) angebracht
werden kann.
2. Kurbelgehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstege (8) der Versteifungsplatte (1) einen U-förmigen, zur Ölwanne (16) hin
offenen Querschnitt aufweisen.
1. A crankcase for internal-combustion engines, in which a reinforcing plate (1) is provided
between a crankcase flange (2) and an oil-pan flange (3), with sealing agents being
provided between the crankcase flange (2) and the reinforcing plate (1), on the one
hand, and between the reinforcing plate (1) and the oil-pan flange (3), on the other
hand, and in which a continuous edge (7) of the reinforcing plate (1) has transverse
webs (8) below the crankshaft bearings, the reinforcing plate (1) being attached to
the crankcase flange (2) by means of through bolts (4),
characterized in that the reinforcing plate (1) is designed as a casting with a continuous edge (7) whose
longitudinal beams are joined by transverse webs (8) which, like the edge (7), are
of a great height compared to their/its wall thickness, that a well-known fluid seal
is provided as a sealing agent between the crankcase flange (2) and the reinforcing
plate (1), that the transverse webs (8) of the reinforcing plate (1) have a cross-section
that is open towards the oil pan (6), and that - when viewed from above - the reinforcing
plate (1) at least partially protrudes above the crankcase flange (2) for such a distance
that
a) machine parts and/or secondary units and/or mounting devices for the latter can
be attached to its projecting upper face
b) in the area of the projection, fixtures can be positioned, e.g. for an oil filler,
for accommodating an oil dipstick and an oil return pipe from a turbocharger
c) and that in the edge area of the projecting underside, an oil pan (6) of increased
volume, or of reduced constructional height but of unchanged volume, can be attached.
2. A crankcase according to Claim 1, characterized in that the transverse webs (8) of the reinforcing plate (1) have a U-shaped cross-section
open to the oil pan (6).
1. Carter de vilebrequin de moteur à combustion interne dans lequel est prévu entre un
flasque de carter de vilebrequin (2) et un flasque de carter d'huile (3) une plaque
de renfort (1), des moyens d'étanchéité étant prévus entre flasque de carter de vilebrequin
(2) et plaque de renfort (1), d'une part, et entre plaque de renfort (1) et flasque
de carter d'huile (3), d'autre part, et une collerette périphérique (7) de la plaque
de renfort (1) présentant au-dessous des paliers de vilebrequin des nervures transversales
(8), la plaque de renfort (1) étant raccordée au flasque de carter de vilebrequin
(2) au moyen de vis traversantes (4),
caractérisé en ce que
la plaque de renfort (1) est réalisée sous forme de pièce moulée dotée d'une collerette
périphérique (7), dont les membrures longitudinales sont reliées par des nervures
transversales (8) qui, tout comme la collerette (7), possèdent une grande hauteur
par rapport à leur/son épaisseur,
un joint connu d'étanchéité aux liquides est prévu comme moyen d'étanchéité entre
flasque de carter de vilebrequin (2) et plaque de renfort (1),
les nervures transversales (8) de la plaque de renfort (1) présentent une section
ouverte en direction du carter d'huile (6) et
la plaque de renfort (1) fait saillie, tout au moins en partie, - dans la vue de dessus
- par rapport au flasque de carter de vilebrequin (2) de telle manière que
a) on puisse rapporter sur sa face supérieure en saillie des pièces du moteur et/ou
organes auxiliaires et/ou dispositifs de fixation de ces derniers,
b) on puisse disposer dans la zone en saillie des moyens permettant, par exemple,
de faire le remplissage d'huile, de recevoir une jauge d'huile et de recycler l'huile
provenant d'un turbocompresseur, et
c) on puisse disposer en bordure de la face inférieure en saillie un carter d'huile
(6) de volume augmenté ou de hauteur réduite mais de volume constant.
2. Carter de vilebrequin suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les nervures transversales (8) de la plaque de renfort (1) présentent une section
en U ouverte en direction du carter d'huile (16).