| (19) |
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(11) |
EP 0 663 565 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.12.1998 Patentblatt 1998/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.10.1994 |
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| (54) |
Roststab und Rost mit Kühleinrichtung und Verfahren zur Kühlung
Grate bar and grate with cooling device and cooling method
Barreau de grille et grille avec dispositif de refroidissement et procédé de refroidissement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IE IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
14.01.1994 DE 4400992
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.07.1995 Patentblatt 1995/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Noell-KRC Energie- und Umwelttechnik GmbH |
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04435 Schkeuditz (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Kleen, Holger
D-44579 Castrop-Rauxel (DE)
- Mayer, Hans-Günther, Dr.
D-97209 Veitshöchheim (DE)
- Schnabel, Wolfram, Dr.
D-97204 Höchberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Köckeritz, Günter et al |
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Preussag AG
Patente & Lizenzen
Postfach 61 02 09 30602 Hannover 30602 Hannover (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 071 681 WO-A-94/18502 DE-U- 9 309 198
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EP-A- 0 499 912 DE-C- 808 263 FR-A- 739 654
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 14 no. 319 (M-0996) ,9.Juli 1990 & JP-A-02 106613 (HITACHI
ZOSEN CORP) 18.April 1990,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Roststab und Rost mit Kühleinrichtung und ein Verfahren
zur Kühlung für Verbrennungsöfen, insbesondere von Müllverbrennungsanlagen. Ein Rost
mit gekühlten Rostbalken ist aus Dokument DE-U-9 309 198 schon bekannt.
[0002] Ein Rost für Verbrennungsöfen wird üblicherweise durch quer zur Transportrichtung
des Brenngutes sich erstreckende, übereinanderliegende Reihen von Roststäben gebildet.
Auch bei der Hausmüllverbrennung wird als erprobter Apparat die Rostfeuerung verwendet.
Die einzelnen Roste sind belegt mit Roststäben. Diese haben die Aufgabe, den Müll
zu transportieren, zu mischen (sogenanntes Schüren) und übernehmen den Ausbrand. Dabei
laufen nacheinander Vorgänge der Trocknung, Vorwärmung, Entgasung, Vergasung und C-Ausbrand
auf dem Rost, und damit den Roststäben ab.
[0003] Die Roststäbe sind versehen mit Öffnungen (Schlitze, Spalten, Löcher etc.), durch
die Verbrennungsluft geblasen wird.
[0004] Die Roststäbe sind besonders belastet durch mechanischen Abrieb sowie thermischen
und chemischen Verschleiß. Entsprechender Verschleiß führt zu Veränderungen der Feuerführung,
der Ausbrandqualitäten und letztlich zu Betriebsunterbrechungen. Der Verschleiß der
Roststäbe ist im wesentlichen temperaturabhängig.
[0005] Durch entsprechende Maßnahmen wird ein Teil der zugeführten Verbrennungsluft - sogenannte
Primärluft - zur Kühlung der Roststäbe benutzt. Die Kühlwirkung richtet sich vor allem
nach der Luftmenge. Der verbleibende Teil wird zur weiteren Ausbrennung der Gase in
den Feuerraum als Sekundärluft zugegeben.
[0006] Durch Änderungen des Hausmülls, vorwiegend im Hinblick auf höhere Heizwerte (Recycling
von Glas, von Biostoffen/Grünabfällen, erhöhter Anteil an Plastik/Kunststoffen) sowie
erhöhte Schwankungen im Bereich hoher Heizwerte, nehmen die Roststabtemperaturen zu,
zum einen bedingt durch eine intensivere Verbrennung, zum anderen jedoch auch durch
geringere Luftmengen unter dem Rost (abnehmende Kühlwirkung). Der hohe Heizwert bedingt
eine Umverteilung der gesamten Verbrennungsluft in der Weise, daß im Feuerraum ein
höherer Anteil zur Verbrennung der Gase erforderlich wird.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Roststäbe und einen Rost zu schaffen, die
bei der Verbrennung von heizwertreichen Stoffen verschleißfest sind, ihre Form nicht
verändern und damit auch das Verbrennungsverhalten sowie das Transport- und Mischverhalten
im Ofen nicht verändern. Außerdem sollen gute Notlaufeigenschaften bei Wasserausfall
und eine relativ geringe Erwärmung des Wassers auf weniger als 100 Grad Celsius bevorzugt
auf weniger als 50 Grad Celsius erreicht werden. Darüber hinaus soll wirkungsvoll
eine Dampfbildung verhindert werden.
[0008] Erfindungsgemäß wird das Problem durch die Ansprüche 1, 7 und 12 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Der erfindungsgemäße Roststab mit Kühleinrichtung, an dem wenigstens eine Zulauf-
und eine Ablauföffnung angeordnet ist, weist im Roststab wenigstens einen Kanal zur
Führung von Kühlwasser, im wesentlichen in Längsrichtung des Roststabes, auf. Da die
Längsrichtung des Roststabes der Materialvorschubeinrichtung entspricht, wird hierdurch
eine besonders gute Kühlung der einzelnen Roststäbe erreicht. Durch die Kühlung jedes
einzelnen Roststabes kann die Erwärmung des Kühlmediums relativ niedrig gehalten werden.
Dies erhöht die Betriebssicherheit der Kühlung und die Standzeit der Roste beziehungsweise
Kühlanlage. Als Kühlmedium wird bevorzugt Wasser verwendet. Andere, höhersiedende
Kühlmedien sind für besondere Einsatzfälle ebenfalls verwendbar.
[0010] Bevorzugt weist der im Roststab angeordnete Kanal zwei, im wesentlichen parallele
Abschnitte mit zueinander entgegengesetzter Strömungsrichtung auf, wobei diese mit
einer im Kopfbereich des Roststabes angeordneten Umlenkung verbunden sind. Die Abschnitte
des Kanals mit entgegengesetzter Strömungsrichtung können in der horizontalen oder
vertikalen Ebene nebeneinander beziehungsweise übereinander liegen. Die Kanäle sind
im Hinblick auf die abzuführende Wärme strömungstechnisch optimiert, so daß die Erwärmung
der Kühlflüssigkeit nicht mehr als etwa 50 Grad Celsius, bevorzugt etwa 20 Grad Celsius
beträgt. Insbesondere bei übereinanderliegenden, etwa parallelen Abschnitten des Kühlkanals
können diese unterschiedliche Querschnittsformen und -flächen aufweisen. Die im Kopfbereich
des Roststabes angeordnete Umlenkung kann in der Ebene liegen, die durch die Mittelachsen
der etwa parallelen Abschnitte des Kühlkanals geht.
[0011] Bevorzugt ist die Umlenkung bis in den Bereich der auf einer benachbarten Roststabreihe
aufliegenden Kante des Roststabkopfes geführt. Sie ist im Bereich des Roststabkopfes
etwa U-förmig ausgebildet.
[0012] In einer speziellen Ausführung sind Zu- und Ablauföffnung für das Kühlmittel am Fuß
des Roststabes im Bereich des für das Kühlmittel am Fuß des Roststabes im Bereich
des Roststabträgers angeordnet.
Weiter bevorzugt sind im Kopfteil Luftaustrittsöffnungen für Verbrennungsluft angeordnet.
Hierdurch wird die Kühlung des Roststabes weiter verbessert.
Nach einer speziellen Ausführung sind auch in den Längsseiten des Roststabes Ausnehmungen
für den Austritt von Verbrennungsluft angeordnet.
[0013] In einem weiteren speziellen Fall ist an dem Rost eine geschlossene, mit Überdruck
betriebene Kühleinrichtung angeordnet, die in vorteilhafter Weise die Dampfbildung
innerhalb des Kühlkreislaufes und somit auch innerhalb einzelner Roststäbe bzw. Roste
verhindert. Dieses Kühlsystem besteht vorteilhafterweise aus einem Expansions- bzw.
Kompensationsgefäß (32), den gekühlten Roststäben (34), einem Rückkühler (35) sowie
einer Pumpe (36) sowie einem Anschluß (31) zur Befüllung bzw. Entleerung des Kühlsystems
nebst Druckregelventil (33).
[0014] Bei Verwendung von Wasser wird das Kühlmedium in einem Kühlsystem unter Überdruck
von vorzugsweise zwischen 1 und 6 bar betrieben. Hierdurch wird eine Dampfbildung
vermieden und z.B. eine Zweiphasenströmung oder Bildung von "Dampfkissen" mit entsprechend
schlechter Wärmeübertragung verhindert.
[0015] Der erfindungsgemäße Rost für Verbrennungsöfen, insbesondere von Müllverbrennungsanlagen,
mit nebeneinanderliegenden Reihen von abwechselnd festen und beweglichen Roststabreihen,
die aus den vorbeschriebenen Roststäben zusammengesetzt sind, ist dadurch gekennzeichnet,
daß Zulauf- und Ablauföffnungen aller Roststäbe in Parallelschaltung mit einer Hauptzulaufleitung
und einer Hauptablaufleitung verbunden sind. Dadurch wird für alle Roststäbe die gleiche
Kühlwirkung erreicht. Für jeden Roststab stellt sich außerdem im wesentlichen die
gleiche Temperaturverteilung ein (bei angenommener gleicher Wärmebelastung), so daß
jeder Roststab auch etwa die gleiche temperaturbedingte Dehnung aufweist.
[0016] Für einzelne Anwendungsfälle können aber auch mehrere, in Richtung der Rostbreite
nebeneinanderliegende Roststäbe seriell miteinander verbunden sein, so daß zum Beispiel
in Anpassung an die unterschiedliche Wärmebelastung in Mitten- und Randbereichen des
Rostes eine angepaßte Kühlwirkung der Roststäbe erreicht wird. In einer speziellen
Ausführung mit vierzehn nebeneinanderliegenden Roststäben sind zum Beispiel der erste,
sechste und elfte Roststab mit ihrer Zulauföffnung an die Hauptzulaufleitung angeschlossen.
Der fünfte, zehnte und vierzehnte Roststab sind mit ihrer Ablauföffnung an die Hauptablaufleitung
angeschlossen. Die übrigen Ablaufbeziehungsweise Zulauföffnungen benachbarter Roststäbe
sind untereinander verbunden. Es ist insbesondere vorgesehen, sowohl die feststehenden
Roststabreihen als auch die bewegten Roststabreihen zu kühlen.
[0017] Nach einem besonders bevorzugten Merkmal der Erfindung sind zwischen Hauptzulauf-
und Hauptablauföffnung und Zu- und Ablauföffnung des ersten bzw. letzten Roststabes
einer Roststabreihe oder eines Teilbereiches einer Roststabreihe, bei der die Zu-
bzw. Ablauföffnungen der einzelnen Roststäbe in Reihe miteinander verbunden sind,
Ventile zur Zufuhr bzw. Abfuhr eines weiteren Kühlungsmediums, insbesondere Luft,
sowie zur Unterbrechung der Hauptzulauf- bzw. Hauptablaufleitung angeordnet. Dies
hat den Vorteil, daß bei einer Leckage in einem oder mehreren Roststäben einer Roststabreihe
anstelle einer Wasserkühlung eine Luftkühlung eingesetzt und somit der Betrieb bis
zum nächsten geplanten Betriebsstillstand aufrechterhalten werden kann. Darüber hinaus
können thermisch gering belastete Roststabreihen mit kostengünstigeren Kühlmedien,
wie z. B. Luft, gekühlt werden. Die Zusammenfassung mehrerer Roststabreihen in Parallelschaltung
zu Rostzonen mit gemeinsamer Zu- bzw. Ablaufleitung und Ventilen zur Zuführung bzw.
Abführung eines weiteren Kühlmediums, insbesondere Luft, sowie Absperrung zur Hauptzulauf-
bzw. Hauptablaufleitung offenbart eine besonders wirtschaftliche Variante.
[0018] Anhand eines Ausführungsbeispieles wird die erfindungsgemäße Gestaltung des Roststabes
beschrieben.
[0019] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht der Roststablängsseite;
- Figur 2
- einen Schnitt II nach Figur 1, für eine Umlenkung, die bis in den Bereich der auf
einer benachbarten Roststabreihe aufliegenden Kante des Roststabes geführt ist;
- Figur 3
- einen Schnitt II nach Figur 1, für eine Ausführung der Umlenkung, bei der die Umlenkung
etwa in der Mittelebene der parallelen Abschnitte des Kühlkanals liegt;
- Figur 4
- ein Fließschema eines Rostes, bei dem Ventile zur Zu- und Abfuhr eines weiteren Kühlmediums
angeordnet sind.
- Figur 5
- zeigt ein Schema des Kühlsystems, mit dem die Roststäbe bzw. der Rost gekühlt werden.
[0020] In Figur 1 ist ein Roststab 1 mit Roststabträger 2 im Bereich des Roststabfußes 3
dargestellt. Der Roststabkopf 4 liegt mit der Kante 5 auf einem Roststab einer benachbarten
Roststabreihe auf. Der Roststab besteht aus Gußeisen. Er weist einen Kanal 6 auf,
der etwa parallele Abschnitte (in Figur 1 hintereinanderliegend) hat. Diese parallelen
Abschnitte sind durch eine Umlenkung 7 miteinander verbunden. Der Kanal 6 ist mit
Zubeziehungsweise Ablauföffnungen 8 versehen. Diese Zu- und Ablauföffnungen sind bevorzugt
unmittelbar am fußseitigen Ende des Kanals 6 angebracht.
[0021] In Figur 2 ist ein Schnitt II-II nach Figur 1 durch den Roststabkopf 4 dargestellt.
Die etwa parallelen Abschnitte des Kanals 6, hier als 6' und 6'' bezeichnet, münden
in eine Umlenkung 7, die in der Ebene des Schnittes II etwa U-förmig ausgebildet bis
in die untere Kante 5 des Roststabkopfes 4 geführt ist. Im Roststabkopf 4 zwischen
und neben den Schenkeln der U-förmigen Umlenkung 7 sind Luftaustrittsöffnungen 9 vorgesehen.
[0022] In Figur 3 ist ein Schnitt II nach Figur 1 für eine Ausführung dargestellt, bei der
die Umlenkung nicht in den Bereich der Kante 5 gezogen ist. Die Umlenkung 7 bildet
hier zusammen mit den Kanalabschnitten 6' und 6'' in deren Ebene ebenfalls einen etwa
U-förmigen Querschnitt. Entsprechend können die Abschnitte 6' und 6'' auch übereinander
angeordnet sein.
[0023] In Figur 4 ist ein Fließschema eines Rostes dargestellt.
[0024] Dabei ist zwischen Hauptzulauf- 10 und Hauptablaufleitung 11 eines Kühlmediums, insbesondere
Wassers, und Zu- 12 und Ablauföffnung 13 des ersten 14 bzw. letzten 15 Roststabes
einer jeden Roststabreihe, deren Zu- bzw. Ablauföffnungen der einzelnen Roststäbe
in Reihe miteinander verbunden sind, Ventile zur Zu- 16 bzw. Abfuhr 17 eines weiteren
Kühlmediums, insbesondere Luft, sowie zur Unterbrechung der Hauptzulauf- 18 bzw. der
Hauptablaufleitung 19 angeordnet. Die Zufuhr des zweiten Kühlmediums erfolgt über
die Hauptzufuhrleitung 20 bzw. Hauptabfuhrleitung 21. Eine bevorzugte Müllflußrichtung
gibt der Pfeil 22 an.
[0025] Das erfindungsgemäße Rost und der Roststab haben den Vorteil, daß die Roststäbe ohne
weitere Veränderung der Verbrennungsanlage verwendet werden können. Es bleibt daher
bei der bisherigen Verbrennungstechnik. Auch das mechanische Transport- und Mischverhalten
(Vor-/Rückhub) bleiben unverändert. Dies gilt sowohl für das Gewicht als auch die
Hublänge und so weiter. Das Rost ist außerdem äußerst verschleißfest, da die Roststäbe
wie bisher aus Guß bestehen. Daher weist der erfindungsgemäße Roststab und Rost auch
hervorragende Notlaufeigenschaften bei Betriebsstörungen, zum Beispiel bei Wasserausfall,
auf. Bevorzugt weisen die Roststäbe die ansich bisher bekannte Form auf, wobei die
Breite der Roststäbe etwa verdoppelt wird, so daß in der einen Hälfte, also der bisher
üblichen Roststabbreite, das Kühlwasser nach vorne bis in den Kopf geleitet wird und
in der zweiten Hälfte wieder zurückgeführt wird. Die parallelen Kanalabschnitte weisen
eine lichte Höhe von etwa 15 bis 25 mm und eine lichte Weite von etwa 40 bis 60 mm
auf. Die Fließgeschwindigkeit liegt zwischen 0,5 und 2 m pro Sekunde. Die Temperatur
des Roststabes beträgt etwa in der Mitte zwischen Kopf- und Fußbereich circa 100 Grad
Celsius. Dadurch wird eine Korrosion durch Kondensation vermieden. Im Bereich des
Kopfteiles wird eine Temperatur von etwa 150 Grad Celsius eingehalten, so daß im Hinblick
auf das Ausbrandverhalten kein Nachteil entsteht.
[0026] In einem speziellen Ausführungsbeispiel werden die Roststäbe bzw. die Roste in ein
geschlossenes, unter Druck befindliches wassergekühltes Kühlsystem eingebunden und
betrieben. Dabei beträgt die Temperatur des Wassers beispielsweise 90° C, die jedoch
bis auf 120° C erhöht werden kann, und der Systemdruck 1 bis 6 bar, vorzugsweise 5
bar.
[0027] Hierbei wird der Kühlsystemdruck über einen Kompressor, der Luft in den über eine
Blase von der Wasserseite abgetrennten Außenraum eines Expansionsgefäßes bzw. Kompensationsgefäß
fördert, eingestellt. Der Systemdruck im Kühlwasserkreislauf wird über einen im Expansionsgefäß
integrierten Ausdehnungsautomaten eingestellt: Ein Kontaktmanometer startet den Kompressor
des Ausdehnungsautomaten sobald ein unterer Grenzdruck im System erreicht wird. Der
Kompressor wird abgeschaltet, sobald der Druck einen oberen Grenzwert erreicht. Bei
Überschreiten eines einstellbaren oberen Grenzdruckwertes, z.B. 6 bar, wird Luft über
ein Ventil abgeblasen. Die beiden Schaltpunkte sind einstellbar zwischen 1.0 und 6.0
bar. Durch die Trennung von Luft, die sich innerhalb der dehnbaren Blase, vorzugsweise
einer Gummiblase, des Expansionsgefäßes befindet, und Wasser, das sich außerhalb der
Blase befindet, wird vorteilhafterweise verhindert, daß das Kühlwasser Sauerstoff
aufnimmt und somit Korrosionserscheinungen an den Roststäben Vorschub leistet.
[0028] In Figur 5 ist das Schema einer Kühleinrichtung dargestellt. Durch den Anschluß 31
wird Wasser in die Kühleinrichtung eingespeist, wobei das Druckregelventil 33 das
System vor Drücken am Rosteintritt über 2 bar schützt. Die Pumpe 36 fördert das Wasser
durch einen oder mehrere Roststäbe bzw. Rost 34 und die Kühleinrichtung. Das Expansions-
bzw. Kompensationsgefäß 32 wird mit einer Niveaumesseinrichtung versehen, mit deren
Hilfe beim Unterschreiten eines unteren Grenzwertes automatisch frisches Wasser in
das System eingespeist wird und gleichzeitig eine Meldung an die Warte erfolgt. Beim
Erreichen eines oberen Grenzniveaus wird die Einspeisung von Wasser automatisch unterbrochen.
Durch die Häufigkeit der Meldung an die Warte über die Wassereinspeisung lassen sich
Leckagen im System erkennen, sodaß entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.
Jeder Roststab oder jede Roststabreihe ist separat absperrbar. Daneben sind als Meßeinrichtungen
eine Wassermassenstrommeßeinrichtung 37, eine Temperaturmeßeinrichtung, 38, 39 sowie
eine Kühlsystemdruckmeßeinrichtung 40 vorgesehen. Der Ventilator 41 kühlt den Rückkühler
35.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 31:
- Speisung vom Wassernetz
- 32:
- Expansionsgefäß
- 33:
- Druckregelventil
- 34:
- Rost, gekühlt
- 35:
- Rückkühler
- 36:
- Pumpe
- 37:
- Wassermassenstrom-Meßeinrichtung
- 38:
- Temperatur-Meßeinrichtung
- 39:
- Temperatur-Meßeinrichtung
- 40:
- Systemdruck-Meßeinrichtung
- 41:
- Ventilator
1. Roststab aus Guß mit Kühleinrichtung zur Herstellung eines Verbrennungsrostes mit
mehreren nebeneinanderliegenden Roststäben über die Breite des Rostes, wobei im Roststab
eine Zulauf- und eine Ablauföffnung für Kühlwasser angeordnet sind,
und im Roststab (1) wenigstens ein Kanal (6) zur Führung von Kühlwasser im wesentlichen
in Längsrichtung des Roststabes (1) verläuft.
2. Roststab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kanal 2 im wesentlichen parallele Abschnitte (6', 6'')mit entgegengesetzter Strömungsrichtung
aufweist, wobei diese mit einer im Kopfbereich (4) des Roststabes angebrachten Umlenkung
(7) verbunden sind.
3. Roststab nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umlenkung (7) bis in den Bereich der auf einer benachbarten Roststabreihe aufliegenden
Kante (5) des Roststabkopfes (4) geführt ist, insbesondere im Bereich des Roststabkopfes
(4) etwa U-förmig ist.
4. Roststab nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
Zu- und Ablauföffnung (8) am Fuß (3) des Roststabes (1) im Bereich des Roststabträgers
(2) angeordnet sind.
5. Roststab nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
im Kopfteil (4) Luftaustrittsöffnungen (9) angeordnet sind.
6. Roststab nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
in den Längsseiten des Roststabes (1) Ausnehmungen für Luftaustritt angeordnet sind.
7. Rost für Verbrennungsöfen, insbesondere von Müllverbrennungsanlagen, mit nebeneinanderliegenden
Reihen von abwechselnd festen und beweglichen Roststabreihen aus Roststäben der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
Zu- und Ablauföffnungen (8) aller Roststäbe in Parallelschaltung mit einer Hauptzulaufbeziehungsweise
einer Hauptablaufleitung verbunden sind.
8. Rost für Verbrennungsöfen, insbesondere von Müllverbrennungsanlagen, mit nebenaneinanderliegenden
Reihen von abwechselnd festen und beweglichen Roststabreihen aus Roststäben der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
Zulauf- und Ablauföffnungen (8) mehrerer benachbarter Roststäbe in Reihenschaltung
untereinander verbunden sind.
9. Rost für Verbrennungsöfen, insbesondere von Müllverbrennungsanlagen, mit nebeneinanderliegenden
Reihen von abwechselnd festen und beweglichen Roststabreihen aus Roststäben der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rost eine geschlossene mit Überdruck betriebene
Kühleinrichtung angeordnet ist, insbesondere mit einem Kompressor und einem Expansionsgefäß.
10. Rost für Verbrennungsöfen, insbesondere von Müllverbrennungsanlagen, mit nebeneinanderliegenden
Roststabreihen aus Roststäben der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen Hauptzulauf- (10) und Hauptablaufleitung (11) und Zu- (12) und Ablauföffnung
(13) des ersten (14) bzw. letzten Roststabes (15) einer Roststabreihe, bei der die
Zu- bzw. Ablauföffnungen der einzelnen Roststäbe in Reihe miteinander verbunden sind,
Ventile zur Zu- (16) bzw. Abfuhr (17) eines weiteren Kühlmediums, insbesondere Luft,
sowie zur Unterbrechung der Hauptzulauf- (18) bzw. Hauptablaufleitung (19) angeordnet
sind.
11. Rost für Verbrennungsöfen, insbesondere von Müllverbrennungsanlagen, mit nebeneinanderliegenden
Roststabreihen aus Roststäben nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Roststabreihen in Parallelschaltung zu Rostzonen miteinander verbunden sind
und eine gemeinsame Zu- und Ablaufleitung, in der Ventile zur Zu- bzw. Abführung eines
weiteren Kühlmediums, vorzugsweise Luft, angeordnet sind, aufweisen.
12. Verfahren zur direkten Kühlung von Roststäben und Rosten von Verbrennungsöfen entsprechend
einem der Patentansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das den Roststab oder den Rost durchströmende Kühlmedium in einem Kühlsystem unter
Überdruck geführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Überdruck der Kühleinrichtung
mittels eines mit einem Kompressor gekoppelten Expansionsgefäßes einstellbar ist.
1. Grate bar formed from cast iron with a cooling apparatus for the manufacture of a
combustion grate with a plurality of grate bars situated adjacent one another over
the width of the grate, wherein a supply aperture and a discharge aperture for cooling
water are located in the grate bar, and at least one duct (6) extends in the grate
bar (1) substantially in the longitudinal direction of the grate bar (1) for ducting
the cooling water.
2. Grate bar according to claim 1, characterised in that the duct (2) has substantially
parallel portions (6', 6") with opposite directions of flow, said portions being connected
to a deflection (7) situated in the upper region (4) of the grate bar.
3. Grate bar according to claim 2, characterised in that the deflection (7) extends into
the region of the edge (5) of the grate bar upper region (4) resting on an adjacent
row of grate bars, said deflection being substantially U-shaped, more especially in
the region of the grate bar upper region (4).
4. Grate bar according to claim 3, characterised in that supply and discharge apertures
(8) are located in the base (3) of the grate bar (1) in the region of the grate bar
support (2).
5. Grate bar according to one of claims 1 to 4, characterised in that air outlet apertures
(9) are located in the upper region (4).
6. Grate bar according to one of claims 1 to 5, characterised in that recesses for the
emission of air are located in the longitudinal sides of the grate bar (1).
7. Grate for combustion furnaces, more especially of refuse incinerators, with adjacently
situated rows of alternately fixed and moving rows of grate bars formed from grate
bars of claims 1 to 6, characterised in that supply and discharge apertures (8) of
all of the grate bars are connected, in parallel connection, to a main supply line
or respectively to a main discharge line.
8. Grate for combustion furnaces, more especially of refuse incinerators, with adjacently
situated rows of alternately fixed and moving rows of grate bars formed from grate
bars of claims 1 to 6, characterised in that supply and discharge apertures (8) of
a plurality of adjacent grate bars are interconnected in series connection.
9. Grate for combustion furnaces, more especially of refuse incinerators, with adjacently
situated rows of alternately fixed and moving rows of grate bars formed from grate
bars of claims 1 to 6, characterised in that a closed cooling apparatus, operated
with excess pressure, is located on the grate, more especially with a compressor and
an expansion vessel.
10. Grate for combustion furnaces, more especially of refuse incinerators, with adjacently
situated rows of alternately fixed and moving rows of grate bars formed from grate
bars of claims 1 to 6, characterised in that valves for the respective supply (16)
or discharge (17) of an additional cooling medium, more especially air, and for the
interruption of the respective main supply line (18) or the main discharge line (19)
are located between main supply line (10) and main discharge line (11) and supply
aperture (12) and discharge aperture (13) of the first grate bar (14) or respectively
of the last grate bar (15) of a row of grate bars, wherein the respective supply and
discharge apertures of the individual grate bars are connected in series with one
another.
11. Grate for combustion furnaces, more especially of refuse incinerators, with rows of
grate bars situated adjacent one another and formed from grate bars according to claim
10, characterised in that a plurality of rows of grate bars are interconnected in
parallel connection to form grate zones and have a common supply and discharge line,
in which valves for the respective supply or discharge of an additional cooling medium,
preferably air, are located.
12. Method for the direct cooling of grate bars and grates of combustion furnaces corresponding
to one of claims 1 to 11, characterised in that the cooling medium flowing through
the grate bar or the grate is guided in a cooling system under excess pressure.
13. Method according to claim 12, characterised in that the excess pressure of the cooling
apparatus is adjustable by means of an expansion vessel coupled with a compressor.
1. Barreau de grille en fonte avec dispositif de refroidissement, pour la fabrication
d'une grille d'incinérateur comprenant plusieurs barreaux de grille juxtaposés sur
la largeur de la grille, un orifice d'admission et un orifice d'évacuation pour de
l'eau de refroidissement étant ménagés dans ledit barreau de grille, et au moins un
conduit (6) pour la conduite d'eau de refroidissement traversant le barreau de grille
(1) essentiellement dans le sens de la longueur dudit barreau de grille (1).
2. Barreau de grille suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le conduit (2)
présente des tronçons (6', 6") sensiblement parallèles avec sens d'écoulement opposé,
ces derniers étant en relation avec un coude (7) prévu dans la partie supérieure (4)
du barreau de grille.
3. Barreau de grille suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le coude (7) est
conduit jusque dans la zone du bord (5) de la tête (4) du barreau de grille qui se
trouve en appui sur une rangée de barreaux de grille contiguë, et est en particulier
à peu près en forme de U dans la région de la tête (4) du barreau de grille.
4. Barreau de grille suivant la revendication 3, caractérisé en ce que des orifices d'admission
et d'évacuation (8) sont ménagés dans le pied (3) du barreau de grille (1), dans la
zone du support (2) de barreau de grille.
5. Barreau de grille suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que des
orifices d'échappement d'air (9) sont ménagés dans la partie supérieure (4).
6. Barreau de grille suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que des
évidements pour l'échappement de l'air sont ménagés dans les côtés longitudinaux du
barreau de grille (1).
7. Grille pour fours d'incinération, en particulier d'installations d'incinération des
déchets, comprenant des séries juxtaposées de rangées de barreaux de grille en alternance
fixes et mobiles constituées de barreaux de grilles suivant les revendications 1 à
6, caractérisée en ce que des orifices d'admission et d'évacuation (8) de tous les
barreaux de grille sont mis en relation, avec couplage en parallèle, avec une conduite
d'admission principale et une conduite d'évacuation principale, respectivement.
8. Grille pour fours d'incinération, en particulier d'installations d'incinération des
déchets, comprenant des séries juxtaposées de rangées de barreaux de grille en alternance
fixes et mobiles constituées de barreaux de grilles suivant les revendications 1 à
6, caractérisée en ce que des orifices d'admission et d'évacuation (8) de plusieurs
barreaux de grille contigus sont reliés entre eux avec couplage en série.
9. Grille pour fours d'incinération, en particulier d'installations d'incinération des
déchets, comprenant des séries juxtaposées de rangées de barreaux de grille en alternance
fixes et mobiles constituées de barreaux de grilles suivant les revendications 1 à
6, caractérisée en ce qu'on a prévu sur la grille un dispositif de refroidissement
fermé fonctionnant en surpression, en particulier avec un compresseur et un vase d'expansion.
10. Grille pour fours d'incinération, en particulier d'installations d'incinération des
déchets, comprenant des séries juxtaposées de rangées de barreaux de grille constituées
de barreaux de grilles suivant les revendications 1 à 6, caractérisée en ce que des
soupapes pour l'amenée (16) et l'évacuation (17) d'un autre fluide de refroidissement,
en particulier de l'air, ainsi que pour couper la conduite d'admission principale
(18) respectivement la conduite d'évacuation principale (19) sont disposées entre
la conduite d'admission principale (10) et la conduite d'évacuation principale (11)
et l'orifice d'admission (12) respectivement d'évacuation (13) du premier (14) respectivement
du dernier (15) barreau de grille d'une rangée de barreaux de grille dans laquelle
les orifices d'admission et d'évacuation des divers barreaux de grille sont couplés
en série les uns aux autres.
11. Grille pour fours d'incinération, en particulier d'installations d'incinération des
déchets, comprenant des séries juxtaposées de rangées de barreaux de grille constituées
de barreaux de grilles suivant la revendication 10, caractérisée en ce que plusieurs
rangées de barreaux de grille sont reliées entre elles avec couplage en parallèle
par rapport à des zones de grille, et présentent une conduite d'admission et d'évacuation
commune dans laquelle sont agencées des soupapes servant à l'amenée et à l'évacuation
d'un autre fluide de refroidissement, de préférence de l'air.
12. Procédé de refroidissement direct de barreaux de grille et de grilles de fours d'incinération
suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le fluide de refroidissement
traversant le barreau de grille ou la grille est conduit sous surpression dans un
système de refroidissement.
13. Procédé suivant la revendication 12, caractérisé en ce que la surpression du dispositif
de refroidissement peut être ajustée au moyen d'un vase d'expansion couplé à un compresseur.