Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft das Gebiet der Wertstoffe und Wertstoffgemische für den Einsatz
in Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln und beschreibt insbesondere eine neuartige
Zubereitungsform dieser bekannten Stoffklasse bei ihrer Ausbildung als schütt- und/oder
rieselfähiges kornförmiges Gut. Die erfindungsgemäße Lehre will dabei insbesondere
Produkte der angegebenen Art zugänglich machen, die sich durch eine Kombination von
wichtigen anwendungstechnischen Parametern des hier betroffenen Sachgebietes auszeichnen,
die in der bis heute üblichen großtechnischen Herstellung solcher Wertstoffe nur schwer
zu verwirklichen ist.
Stand der Technik
[0002] Wertstoffe und Wertstoffgemische für den Einsatz in Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln
in Form eines schüttfähigen kornförmigen Gutes werden in aller Regel durch Trocknungsverfahren
intermediär erhaltener wäßriger Zubereitungen dieser Stoffklasse gewonnen. Die Sprühtrocknung
solcher Zubereitungen findet seit Jahrzehnten weltweit in großtechnischem Maßstab
statt. Als Trocknungsgasstrom werden Heißluft beziehungsweise Gemische von Luft und
heißen Verbrennungsgasen eingesetzt.
[0003] Die anwendungstechnischen Anforderungen an solche schütt- und rieselfähigen Pulver,
Granulate oder auch stärker verdichteten kornförmigen Materialien sind extrem vielgestaltig
und in vielfacher Beziehung in sich widerspruchsvoll. Lediglich beispielhaft gilt
etwa: Die Wertstoffe beziehungsweise Wertstoffgemische sollen nach heutiger Vorstellung
zu vergleichsweise hohen Schüttgewichten verdichtet, gleichzeitig aber im Wasch- beziehungsweise
Reinigungsprozeß schnell wieder auflösbar sein. Die Mitverwendung sogenannter Stellmittel,
denen keine wesentliche Funktion im Wasch- beziehungsweise Reinigungsprozeß zukommt,
die aber den trockenen Zubereitungsformen erhöhte Schüttdichte und in gewissem Sinne
auch eine verbesserte Wiederauflösbarkeit verleihen können, soll soweit wie möglich
eingeschränkt oder am besten ganz außer Betracht gelassen werden. Der Gehalt der Feststoffzubereitungen
an Komponenten mit Tensidcharakter soll soweit wie möglich nach oben angehoben werden,
um der Konzeption des optimierten Wirkstoffkonzentrates zu entsprechen. Bekannt ist
aber, daß diesen Tensiden - und zwar sowohl den anionischen wie den nicht-ionischen
Tensiden - insbesondere bei der Auftrocknung aus wäßrigen Zubereitungen ausgesprochene
Vergelungstendenz zukommt, die zu schwerwiegenden Behinderungen in der Wiederauflösbarkeit
auch eines feinteiligen Gutes bis hin zur Unlöslichkeit führt. Wichtig ist weiterhin
die bekannte Temperatursensitivität zahlreicher Wertstoffe des hier angesprochenen
Gebietes, insbesondere in Gegenwart von Wasser. Die Herstellung trockener schütt-
beziehungsweise rieselfähiger Wertstoffe und Wertstoffgemische des hier betroffenen
Anwendungsgebietes - beispielsweise die großtechnische Herstellung von Textilwaschmitteln
- ist dementsprechend heute zu einem Arbeitsgebiet weit entwickelter Hochtechnologie
geworden.
[0004] Im Rahmen großtechnischer Trocknungsverfahren gewinnt in jüngster Zeit die an sich
seit ca. 100 Jahren bekannte Technologie der Heißdampftrocknung zunehmende Beachtung.
Die Kreislaufführung des als Trocknungsgas eingesetzten überhitzten Wasserdampfes
im geschlossenen System sowie die Möglichkeit der unmittelbaren Kondensation des ausgekreisten
Brüdenteilstromes schaffen gute Voraussetzungen für das Betreiben solcher Trocknungsanlagen
mit geringen die Umwelt belastenden Emmissionen. Bis heute schränkt sich allerdings
der praktische Einsatz dieser Technologie auf nicht-klebriges stückiges Naßgut ein.
So wird beispielsweise der überhitzte Heißdampf bei der Braunkohlen- und Klärschlammtrocknung
oder bei der Trocknung von Rübschnitzeln, Biomassen und anderen organischen Produkten
für die Tierfutterverwertung eingesetzt, vergleiche hierzu beispielsweise D. Gehrmann
"Entwicklungstendenzen der Trocknungstechnik in der chemischen Industrie",
Chem.-Ing. Tech. 62 (1990) A 512 - 520, insbesondere die Unterkapitel 2.2 und 3.1.
[0005] Umfangreiche Arbeiten der Anmelderin beschäftigen sich mit der Einsatzmöglichkeit
des Arbeitsprinzips der Heißdampftrocknung auf Wertstoffe und Wertstoffgemische aus
dem Bereich der Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel. Es wurde überraschenderweise
gefunden, daß dieses Trocknungsverfahren auch für das hier angesprochene und aus vielgestaltigen
Überlegungen heraus sehr viel sensitivere Arbeits- beziehungsweise Produktgebiet die
bisher bekannten, insbesondere ökologischen und energetischen Vorteile der Heißdampftrocknung
genutzt werden können. So beschreibt die
DE-A 40 30 688 ein Verfahren zur Gewinnung feinteiliger fester schütt- beziehungsweise rieselfähiger
Wertstoffe oder Wertstoffgemische für Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel aus
ihren wäßrigen Zubereitungen, wobei überhitzter Wasserdampf als trocknender Heißgasstrom
eingesetzt wird. Dabei wird die Trocknung des partikulären Gutes vor dessen Gefährdung
durch thermische Einwirkung abgebrochen.
[0006] In einer Reihe weiterer älterer Anmeldungen der Anmelderin werden besondere Ausgestaltungen
und Verbesserungen solcher Trocknungsverfahren mit überhitztem Wasserdampf als Heißgasstrom
und deren Anwendung auf das Gebiet der Wertstoffe und Wertstoffgemische für Netz-,
Wasch- und/oder Reinigungsmittel geschildert.
[0007] Die im nachfolgenden geschilderte technische Lehre betrifft eine wichtige Weiterentwicklung
dieser Technologie der Herstellung von trockenen schütt- beziehungsweise rieselfähigen
Wertstoffen oder Wertstoffgemischen aus dem Bereich der Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel.
Die erfindungsgemäße Lehre baut dabei auf den Erkenntnissen und Arbeitsregeln aus
der
DE-A 40 30 688 und den genannten älteren Anmeldungen auf. Zum Zwecke der Erfindungsoffenbarung wird
dementsprechend hiermit ausdrücklich der Offenbarungsinhalt dieser Veröffentlichung
und älteren Anmeldungen auch zum Gegenstand der vorliegenden Erfindungsoffenbarung
gemacht, der in Kombination mit den nachfolgend angegebenen weiterführenden Erkenntnissen
und Arbeitsregeln zu verstehen ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Lehre geht von der überraschenden Erkenntnis aus, daß mit dem
Einsatz des überhitzten Wasserdampfs als Trocknungsmedium bei der Auftrocknung wäßriger
Zubereitungen von Wertstoffen und Wertstoffgemischen aus dem Bereich der Netz-, Wasch-
und/oder Reinigungsmittel bisher nicht bekannte Kombinationen von wichtigen anwendungstechnischen
Eigenschaften im Trockenprodukt eingestellt werden können. In weiterführender Ausgestaltung
der Erfindung werden hierauf aufbauend neue Wertstoffzubereitungen zugänglich, die
sich bisher bekannten Materialien als überlegen erweisen. Der Austausch der konventionellen
Heißgasphase auf Basis von Brenngasen beziehungsweise Luft/Brenngasgemischen gegen
den überhitzten Wasserdampf führt nicht nur zur verbesserten Ökologie des Gesamtverfahrens
und der in bestimmter Weise abgewandelten chemisch-thermodynamischen Beanspruchung
des zu trocknenden Gutes, ersichtlich wird auch die primär im Mikrobereich entstehende
Raumstruktur des Trockengutes durch die Auswahl des überhitzten Wasserdampfs als Trocknungsmedium
beeinflußt. Die erfindungsgemäße Lehre macht davon Gebrauch und ermöglicht auf diesem
Wege die Bereitstellung von Wertstoffen beziehungsweise Wertstoffgemischen der geschilderten
Art mit neuartigen Eigenschaften und/oder neuartiger Zusammensetzung.
Beschreibung der Erfindung
[0009] Gegenstand der Erfindung sind dementsprechend in einer ersten Ausführungsform Wertstoffe
und Wertstoffgemische für den Einsatz in Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln
in Form eines schüttfähigen kornförmigen Gutes, das durch Beladen eines im unbeladenen
Zustand eine poröse Grundstruktur aufweisenden Grundkorns (Trägerbead) mit einer Wertstoffe
der angegebenen Art enthaltenden Zubereitung (Auftragsmasse) gewonnen wird. Das Kennzeichen
der Erfindung liegt hier darin, daß das Trägerbead ein durch Sprüh- und/oder Wirbelschichttrocknung
in überhitztem Wasserdampf gewonnenes Material ist, das im Temperaturbereich von 100
bis 110 °C als Feststoff vorliegt, dessen Plastizität und Oberflächenklebrigkeit derart
eingeschränkt sind, daß substantielle Verklebungen der Teilchen miteinander und/oder
Verklebungen deren offenporigen Innenstruktur auch unter den Bedingungen der Einwirkung
des überhitzten Wasserdampfs ausscheiden.
[0010] Dabei ist in den wichtigen Ausführungsformen der Erfindung die Auftragsmasse zu einem
wenigstens substantiellen Anteil in die poröse Innenstruktur des Trägerbeads eingetragen
und erfüllt das zugängliche Freiraumvolumen dieser Innenstruktur zu wenigstens 10
Vol.-%, bevorzugt zu wenigstens 50 Vol.-%. Es kann dabei - insbesondere in Abhängigung
von der physikalischen Beschaffenheit der Auftragsmasse - zweckmäßig sein, daß nur
begrenzte oder keine substantiellen Mengen der Auftragsmasse im Korn-Außenbereich
vorliegen.
[0011] In einer wichtigen Ausführungsform enthält nicht nur die in das Trägerbead eingetragene
Auftragsmasse Wertstoffe der angegebenen Art, es ist bevorzugt, daß auch das Trägerbead
wenigstens anteilsweise, vorzugsweise wenigstens überwiegend aus Wertstoffen für Netz-,
Wasch- und/oder Reinigungsmittel gebildet ist und in der angegebenen Weise durch Trocknung
einer fließfähigen insbesondere wäßrigen Zubereitung in überhitztem Wasserdampf hergestellt
worden ist. Als ein wichtiger Wertstoffbestandteil können dabei schon bei dem Aufbau
beziehungsweise der Herstellung des Trägerbeads entsprechende Wirkstoffe mit Tensidcharakter
zum Einsatz kommen. Durch die nachfolgend geschilderten speziellen Elemente der Erfindung
gelingt es auch und gerade unter Einsatz dieser zur Verklebung und Vergelung neigenden
und dann üblicherweise schwer wasserlöslichen beziehungsweise schwer wasseremulgierbaren
Verbindungen hochporöse und dementsprechend aufnahmebereite Trägerbeads zu schaffen,
die zur Beladung der Trägerbead-Innenstruktur mit weiteren Wertstoffen des betroffenen
Sachgebietes geeignet sind und sich gleichzeitig durch eine optimierte Auflösbarkeit
beziehungsweise Emulgierbarkeit in den üblicherweise wäßrigen Phasen beim praktischen
Einsatz auszeichnen.
[0012] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind dementsprechend die porösen Trägerbead
als solche für die Herstellung von festen Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln
mit verbesserter Wasserlöslichkeit, die insbesondere als Träger für die Aufnahme von
Wert- und/oder Hilfsstoffen des angegebenen Anwendungsgebietes geeignet sind und durch
Heißgastrocknung einer fließfähigen, insbesondere wäßrigen Zubereitung des Trägerbead-Materials
gewonnen werden, wobei die Erfindung als Kennzeichnen vorsieht, daß dieses Trägerbead
eine saugfähig poröse Innenstruktur aufweist, durch Sprüh- und/oder Wirbelschichttrocknung
in überhitztem Wasserdampf hergestellt worden ist, und im Temperaturbereich von 100
bis 110 °C bevorzugt im Temperaturbereich bis 120°C, als Feststoff vorliegt, dessen
Plastizität und Oberflächenklebrigkeit derart eingeschränkt sind, daß substantielle
Verklebungen der Teilchen miteinander und/oder deren offenporigen Innenstruktur auch
unter den Bedingungen der Einwirkung des überhitzten Wasserdampfs ausscheiden.
[0013] Die Erfindung betrifft in weiteren Ausführungsformen das Verfahren zur Herstellung
des kornförmigen, in einem wenigstens zweistufigen Verfahren gewonnenen Gutes sowie
die Verwendung der porösen Trägerbeads und/oder des mit Wertstoffen beladenen kornförmigen
Gutes als Bestandteil von Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln in fester Anbietungsform.
[0014] Bei der Gewinnung von festen Anbietungsformen für Wertstoffe und Wertstoffgemische
des betroffenen Sachgebietes ist die Maßnahme der Beladung eines in erster Stufe gebildeten
hinreichend aufnahmefähigen Trägerbeads mit fließfähigen Wertstoffen oder einer Wertstoffzubereitung
in fließfähiger Form eine der wohl bekanntesten Maßnahmen. So werden bei Raumtemperatur
flüssige Niotensidverbindungen und/oder andere flüssige Wertstoffe beispielsweise
in ein vorgebildetes pulverförmiges oder körniges Material aus Inhalts- und Hilfsstoffen
des hier betroffenen Sachgebietes eingetragen. Werden dabei Hilfsflüssigkeiten, beispielsweise
Wasser, mitverwendet, so kann sich eine nachfolgende Trocknungsstufe anschließen.
[0015] Die in der Praxis wohl wichtigsten Ausführungsformen für die Ausbildung solcher Trägerbeads
ist einerseits die Herstellung und verwendung sogenannter Turmpulver, die überwiegend
aus wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen, anorganischen und/oder organischen
Bestandteilen und Zusatzstoffen - etwa eines Textilwaschmittels - bestehen. In diese
Turmpulver können dann flüssige Komponenten wie Niotenside, Parfümöle und dergleichen
eingetragen werden. Bestandteil der Turmpulver sind in aller Regel auch waschaktive
Aniontenside, insbesondere entsprechende bei Raumtemperatur feste Salze. Solche tensidischen
Komponenten sind allerdings nach bisheriger Praxis nur in beschränkten Mengen Bestandteil
der Feststoff-Vorkomponente. Grund dafür ist die ausgesprochene Vergelungstendenz
der bei Raumtemperatur festen Tensidverbindungen im Rahmen des üblichen Auftrocknungsprozesses
unter Einwirkung von Heißgasen und dem aus dem Einsatzgut auszutragenden Wasserdampf.
Die sich ausbildenden vergelten Tensidpartikel beziehungsweise -schichten sind in
aller Regel schwer wasserlöslich. Die Beschränkung des mengenmäßigen Anteiles fester
Tensidverbindungen bei der Turmpulverherstellung wird u.a. von der Überlegung mitbestimmt,
eine hinreichende Spreitung und Durchsetzung der aufgetrockneten Tensidfeststoffe
mit anorganischen und/oder organischen Mischungsbestandteilen mit verbesserter Wasserlöslichkeit
oder -dispergierbarkeit sicherzustellen.
[0016] Eine besondere Ausführungsform des Arbeitens mit Trägerbeads zur Herstellung fester
Anbietungsformen von Wertstoffen des hier betroffenen Bereiches, die insbesondere
tensidische Feststoffe enthalten, ist daher das Arbeiten mit besonders feinteiligen
insbesondere anorganischen wasserunlöslichen
Trägerbestandteilen, die zur Dispergierung in wäßriger Lösung geeignet sind. Unter Mitverwendung beschränkter
Mengen an Bindemitteln, die tensidischer Natur sein können, werden Trägerbeads geschaffen,
die mit weiteren Wertstoffen beaufschlagt werden können. Die feinteiligen unlöslichen
Grundstoffe sind insbesondere ihrerseits Wertstoffe für das angesprochene Sachgebiet.
Hier kommt entsprechenden Mineralstoffen mit Ionenaustauschvermögen besondere Bedeutung
zu. Im Rahmen von Wasch- und Reinigungsmitteln sind wichtige Vertreter die Zeolithe,
wobei dem Zeolith-NaA in Waschmittelqualität aber auch anderen feinteiligen kristallinen
und gegebenenfalls quellfähigen Schichtsilikaten natürlichen und/oder synthetischen
Ursprungs besondere Bedeutung zukommt. Trägerbeads auf Basis solcher Materialien können
mit gegebenenfalls erhöhten Mengen an tensidischen Verbindungen beladen werden, gleichwohl
liegt auch hier im Fertigprodukt der Tensidanteil an nichtionischen und/oder anionischen
Tensidverbindungen in einem vergleichsweise niedrigen Bereich, beispielsweise bis
maximal etwa 35 Gew.-% bezogen auf beladenes Trägerbead. Beispielhaft sei verwiesen
auf die Angaben der
EP-B1 0 149 264 oder
EP-A1 0 021 267.
[0017] Charakteristisch für solche beladenen Trägerbeads des Standes der Technik ist in
der Regel, daß der eingetragene Wertstoffanteil überwiegend oder vollständig im Außenbereich
des Trägerkornes - d.h. auf dessen Oberfläche - abgelagert ist. Hinreichend fest zusammenhaltende
poröse Granulate von feinteiligen unlöslichen Feststoffpartikeln können in diesem
Sinne nach den bisher bekannten Arbeitsmethoden besonders geeignete Trägerbeadmaterialien
sein. Sie schaffen über die Granulierung der unlöslichen Feinpartikel ein Trägermaterial
doch immerhin vergrößerter Oberfläche, die einer Belegung mit der flüssigen und/oder
in fließfähiger Form aufgebrachten Beladungsmasse zugänglich ist.
[0018] Für nicht möglich wird bisher angesehen, bei Raumtemperatur feste Wertstoffgemische
der betroffenen Art als Trägerbead für die Aufnahme weiterer Wertstoffe des Wasch-
und Reinigungsgebietes zum Einsatz zu bringen, die zum substantiellen Anteil, beispielsweise
zu deutlich mehr als 1/3 des Gesamt-Trägerbeads oder gar zur überwiegenden Menge dieses
Träger-beads aus tensidischen Wertstoffen gebildet wird. Grundlage ist hier das Wissen
um die Schwerlöslichkeit und die Vergelungstendenz solcher hochkonzentrierten, bei
Raumtemperatur festen Tensidgemische bei ihrem Eintrag in wäßrige Phasen. Die erfindungsgemäße
Lehre baut auf der überraschenden Erkenntnis auf, daß trockene Wertstoffgemische der
erfindungsgemäßen Art, gewonnen durch Trocknung in überhitztem Wasserdampf, sich deutlich
anders verhalten als die gleichen Wertstoffgemische aus der konventionellen Heißgastrocknung.
[0019] Diese Erkenntnis steht im Widerspruch zum bisherigen, der erfindungsgemäßen Lehre
am nächsten kommenden Wissen der Fachwelt. Die eingangs zitierte
DE-A 40 30 688 bezieht sich in Spalte 2, 28 bis 30, auf die Literaturstelle A.M. Trommelen et al
"Evaporation und Drying of Drops in Superheated Vapors"
AIChE Journal 18 (1970), 857 bis 887. Die Verfasser dieser zuletzt genannten Veröffentlichung untersuchen am isolierten
einzelnen Tropfen dessen Verhalten einmal in Heißluft zum anderen in überhitztem Wasserdampf.
Es werden dabei Naßmaterialien unterschiedlichsten Ursprungs eingesetzt. Neben reinem
Wasser werden verschiedenartigste wäßrige Aufbereitungen aus dem Lebensmittelsektor,
Lösungen und Suspensionen rein anorganischer Materialien sowie schließlich Tropfen
einer wäßrigen Lösung eines handelsüblichen Textilwaschmittels eingesetzt. Die Verfasser
dieser Arbeit untersuchen und beschreiben dabei insbesondere auch gerade die Strukturänderungen,
die das Material im Prozeß der Auftrocknung durchmacht und vergleichen die Produktbeschaffenheit
der aufgetrockneten Tropfen einerseits in Heißlufttrocknung, andererseits in überhitztem
Wasserdampf. Für den dampfgetrockneten Tropfen der wäßrigen Waschmittelzubereitung
wird bei der Gasphasentemperatur von 250°C eine beträchtlich höhere Dichte des Trockenproduktes
festgestellt. Insgesamt führen die Verfasser als zusammenfassenden Abschluß (a.a.O.
Seite 866) aus:
"No radically different properties of the dried particles result from drying in steam
as compared with air. However, drops dried in steam sometimes yield denser particles.
Dehydration and thermal degradation occur just as readily in both drying media."
[0020] Die erfindungsgemäße Lehre baut demgegenüber auf der überraschenden Erkenntnis auf,
daß Wirkstoffe und Wirkstoffgemische des Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittelgebietes
und dabei insbesondere tensidische Wirkstoffe enthaltende Stoffmischungen dieser Art
zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen einmal bei der Trocknung in überhitztem Wasserdampf
und zum anderen bei der Trocknung in konventionellen Heißgasen führen. Im zuletzt
genannten Fall bildet sich im Tropfen von der Oberfläche nach innen schnell ein Temperatur-
und Feuchtigkeitsgradient aus. Die Oberfläche des Tropfens trocknet schnell, es entsteht
eine feste Kruste. Aus dem Inneren des Tropfens diffundiert Flüssigkeit nach außen,
wobei im Wasser gelöste Stoffe auskristallisieren, sobald deren Löslichkeit überschritten
wird. Das Ergebnis ist eine weitere Verfestigung und Verdickung der äußeren Hülle.
[0021] Die Trocknung eines Tropfens im überhitzten Wasserdampf läuft dagegen anders ab.
Beim Kontakt des noch nicht auf Siedetemperatur aufgeheizten Tropfens mit überhitztem
Dampf kondensiert zunächst Wasser auf der Oberfläche. Es bildet sich ein Wasserfilm
um den Tropfen. Die Kondensationswärme geht auf das Tropfeninnere über. Ist die Verdampfungstemperatur
im Tropfen erreicht, so erfolgt in dem Einstoffsystem Wasser/Wasserdampf die Trocknung
gemäß der Dampfdruckkurve im gesamten Tropfen, d.h. das Wasser beginnt im gesamten
Tropfen zu verdampfen. Es wird also nicht wie bei der Trocknung mit Heißgasen bereits
zu Beginn eine starre Außenhülle gebildet, die das weitere Schrumpfen des Tropfens
verhindert. Der Tropfen trocknet über den Querschnitt gleichmaßig ein, wobei sich
bei Einsatz der erfindungsgemäß definierten Wertstoffe und Wertstoffgemische in dem
entstehenden Feststoffgefüge offenbar durchgängig viele kleine Dampfkanäle bilden.
Die gebildete Trockenstoffmasse wird damit extrem porös. Hiervon macht die erfindungsgemäße
Lehre Gebrauch. Die hohe Porosität des Feststoffmaterials kann die Grundlage für eine
substantiell verbesserte Wasserlöslichkeit und/oder für ein stark erhöhtes Saugvermögen
des heißdampfgetrockneten Materials gegenüber fließfähigen Phasen im Vergleich zum
konventionell getrockneten Material sein. Erfindungsgemäß wird damit nicht nur die
äußere Teilchenoberfläche des kornförmigen Trägerbeads der Belegung mit der Auftragsmasse
zugänglich, insbesondere die innere Oberfläche und letztlich damit der ganze frei
zugängliche Innenraum des im überhitzten Wasserdampf getrockneten Trägerbeadkorns
kann mit der Auftragsmasse belegt beziehungsweise ausgefüllt werden.
[0022] Die zuvor geschilderte erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lehre macht insbesondere
von diesem erhöhtem Saugbeziehungsweise Aufnahmevermögen der Trockenstoffe Gebrauch,
die beim Einsatz von überhitztem Wasserdampf als Trocknungsmedium gewonnen worden
sind. Hier wird ein durch Sprüh- und/oder Wirbelschichttrocknung in überhitztem Wasserdampf
gewonnenes Material als Trägerbead eingesetzt, das in einer zweiten Verfahrensstufe
mit Wertstoffen oder Wertstoffgemischen aus dem Bereich der Netz-, Wasch- und/oder
Reinigungsmittel beladen wird. Diese Beladung in der zweiten Stufe, auf die im Zusammenhang
mit der Schilderung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung der beladenen
Trägerbeads näher eingegangen wird, erfolgt in aller Regel unter Bedingungen, unter
denen die einzuführende Masse in fließfähigem Zustand vorliegt. Als Beladung kommen
also insbesondere bei Raum- und/oder Arbeitstemperatur flüssige Wertstoffe und/oder
Lösungen, Emulsionen und/oder Dispersionen von Wertstoffen in Betracht, wobei im zuletzt
genannten Fall sich eine Abreicherung der zur Beladung eingesetzten Hilfsflüssigkeit
- insbesondere Wasser - anschließen kann. Das technische Handeln im Sinne der erfindungsgemäßen
Lehre ist allerdings nicht darauf beschränkt. Die Beladung des Trägerbeads kann auch
mit Schmelzen der als Auftragsmasse einzuführenden Komponenten vorgenommen werden.
Durch geeignete, dem Fachmann an sich bekannte Maßnahmen kann sichergestellt werden,
daß das Einziehen der Auftragsmasse in den porösen Innenraum des Trägerbeads in gewünschtem
Ausmaß möglich wird.
[0023] In einer wichtigen Ausführungsform sind nicht nur die als Auftragsmasse einzusetzenden
Wertstoffe beziehungsweise Wertstoffgemische entsprechende Komponenten aus dem Bereich
der Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel. Hier ist auch das Trägerbead selber wenigstens
anteilsweise und dabei vorzugsweise wenigstens überwiegend aus Wertstoffen für Netz-,
Wasch- und/oder Reinigungsmittel gebildet, die durch Trocknung einer fließfähigen,
insbesondere wäßrigen Zubereitung in überhitztem Wasserdampf in das Trockenmaterial
überführt worden ist. Dabei gilt dann die erfindungsgemäße Regel, daß das getrocknete
Trägerbead im Temperaturbereich von 100 bis 110°C und bevorzugt im Temperaturbereich
bis 120°C als Feststoff vorliegt, dessen Plastizität und Oberflächenklebrigkeit durch
geeignete Auswahl und Zusammenstellung der das Trägerbead bildenden Komponenten derart
eingeschränkt sind, daß substantielle Verklebungen der Teilchen miteinander und/oder
substantielle Verklebungen deren offenporigen Innenstruktur auch unter den Bedingungen
der Einwirkung des überhitzten Wasserdampfes ausscheiden. Die erfindungsgemäße Lehre
stellt damit sicher, daß das spezielle hochporöse Strukturgerüst des primär bei der
Trocknung mit überhitztem Wasserdampf anfallenden Trocknungsgutes derart fixiert ist,
daß es in den unausweichlichen mechanischen Druck- und Berührungsbelastungen für ein
solches kornförmiges Gut auch im Bereich erhöhter Temperaturen und gegebenenfalls
in Gegenwart von Heißdampf aufrechterhalten bleibt.
[0024] Die in dieser Form stabilisierte poröse Innenstruktur, die sich als primäres Trocknungsergebnis
der Herstellung des Trägerbeads durch Trocknung in überhitztem Wasserdampf ausbildet,
wird zu einem wichtigen bestimmenden Element des erfindungsgemäßen Handelns in seinen
verschiedenen Aspekten. Diese poröse Innenstruktur wird zur Beladung des zugänglichen
Innenvolumens mit wenigstens substantiellen Anteilen der Auftragsmasse benutzt, durch
- im nachfolgenden noch geschilderte - bestimmte Ausgestaltung der Auftragsmasse kann
das Auflöseverhalten des beladenen Trägerbeads im praktischen Einsatz in wäßrigen
Flotten entscheidend beeinflußt werden. Es ist dabei möglich, die Auftragsmasse nahezu
oder tatsächlich vollständig in den Innenraum des jeweiligen kornförmigen Trägerbeads
aufzunehmen, so daß auf seiner Außenfläche praktisch keine oder nur untergeordnete
Restbestände der Auftragsmasse zurückbleiben. Ebenso kann aber auch gezielt eine partielle
oder vollständige Beladung des porösen Innenraumes mit ausgewählten Komponenten als
Auftragsmasse vorgenommen werden und zusätzlich weitere Anteile der gleichen oder
einer anderen Auftragsmasse zur Beschichtung der Trägerbead-Außenflächen zum Einsatz
kommen. Die erfindungsgemäße Lehre schafft damit Freiheitsgrade zum technischen Handeln,
wie sie bisher auf dem hier betroffenen Sachgebiet nicht zur Verfügung stehen.
Trägerbeads
[0025] In einer besonders wichtigen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lehre sind die
Trägerbeads als solche unter Mitverwendung beträchtlicher Mengen von Wertstoffen mit Tensidcharakter
aufgebaut. Dabei kann der Gehalt des Trägerbeads an solchen Tensiden beispielsweise
wenigstens etwa 10 Gew.-%, aber auch wesentlich mehr, beispielsweise wenigstens etwa
20 bis 30 Gew.-%, ausmachen. In wichtigen Ausführungsformen beträgt der Tensidgehalt
des noch nicht beladenen Trägerbeads wenigstens etwa 35 Gew.-%, wobei in besonders
wichtigen Ausführungsformen dieser Ausgestaltung der Tensidgehalt des unbeladenen
Trägerbeads bei wenigstens etwa 50 Gew.-% liegt und dabei bis zu 90 bis 95 Gew.-%
des Trägerbeads betragen kann. Es werden im nachfolgenden noch Sonderfälle geschildert
werden, in denen durch Auswahl des richtigen Tensids das Trägerbead praktisch vollständig
aus der tensidischen Komponente gebildet sein kann.
[0026] Je höher der Gehalt des Trägerbeads an tensidischer Komponente wird, um so stärker
treten die individuellen Eigenschaften des eingesetzten Tensids im Verhalten des porösen
Trägerbeads in den Vordergrund. Für die erfindungsgemäße Lehre bedeutet das, daß im
Temperaturbereich von etwa 100 bis 120°C hinreichend feste Tensidkomponenten bevorzugte
Materalien sind. In Betracht kommen hier insbesondere Aniontenside. Die Gewinnung
von Aniontensidkonzentraten durch Sprühund/oder Wirbelschichttrocknung in überhitztem
Wasserdampf ist bekanntlich Gegenstand der für die europäische ältere Anmeldung EP-A-0
625 921 [Veröffentlichungsdatem : 30.11.94] die Priorität darstellenden deutschen
Patentanmeldung
DE-P 42 06 050.8 [Prioritätsdatum: 27.02.92]. Diese Aniontensidkonzentrate enthalten in erfindungsgemäß
bevorzugten Ausführungsformen Abmischungen mit wasserlöslichen und/oder feinteiligen
wasserunlöslichen anorganischen und/oder organischen Hilfs- und/oder Wertstoffen,
deren Auswahl so getroffen wird, daß die erfindungsgemäß wesentlichen Einschränkungen
der Plastizität und/oder der Oberflächenklebrigkeit im Temperaturbereich um 100 bis
120°C gewährleistet sind. Dabei liegen in den bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
solche Mischungskomponenten, bezogen auf die Aniontenside im Trägerbead, in untergeordneten
Mengen vor. Erfindungsgemäß gelingt damit erstmalig der Zugang zu festen trockenen
Wertstoffzubereitungen des Gebietes der Netz-, Wasch- und Reinigungsmittel, in denen
ein festes Trägerbead zum wenigstens überwiegenden Bestandteil auf Basis tensidischer
Komponenten und insbesondere auf Aniontensidbasis aufgebaut ist. Die bisherige Waschmitteltechnologie
kennt solche Stoffzubereitungen nicht.
[0027] Das Temperaturverhalten der das Trägerbead bildenden Komponenten und insbesondere
der in der erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform hier eingesetzten tensidischen
Komponenten im Temperaturbereich von etwa 100 bis 120°C hat bestimmenden Einfluß auf
die jeweils zu wählende Zusammensetzung der Wert- und Hilfsstoffe für den TrägerbeadAufbau.
Wichtige Aniontenside, beispielsweise Fettalkoholsulfate (FAS) langkettiger Fettalkohole,
eine Vielzahl waschaktiver Sulfonate, aber auch niotensidische Verbindungen, beispielsweise
Alkylglycosidverbindungen langkettiger Fettalkohole, sind im angesprochenen Temperaturbereich
zwar noch in der Feststoffphase beständig, ihre Plastizität und insbesondere Oberflächenklebrigkeit
kann aber schon vergleichsweise stark zugenommen haben. Die Erfindung sieht für Einsatzmaterialien
dieser Art vor, die thermisch nicht voll befriedigenden Bestandteile für das Trägerbead
dadurch vollwertig einsetzbar zu machen, daß Mischungskomponenten mitverwendet werden,
die die geforderte Temperaturstabilität und insbesondere die geforderten niedrigen
Werte in Oberflächenklebrigkeit und Plastizität sicherstellen. Bei diesen Mischungskomponenten
kann es sich um Wertstoffe im Sinne von heute üblichen Wasch- und Reinigungsmittelgemischen
handeln, es können aber auch Hilfsstoffe mitverwendet werden, die im beabsichtigten
Anwendungsgebiet keine Eigenfunktion entwickeln, die Verwendung der erfindungsgemäß
zubereiteten Wertstoffe beziehungsweise Wertstoffkombinationen aber nicht stören.
Solche Hilfsstoffe können wasserlöslich und/oder wasserunlöslich sein. Sie können
dabei anorganischer und/oder organischer Natur sein. Im Falle der wasserunlöslichen
Verbindungen werden üblicherweise feinteilige anorganische und/oder organische Hilfsstoffe
mitverwendet. Lediglich beispielhaft sind die nachfolgenden Angaben zu verstehen:
Anorganische/organische Hilfsstoffe
[0028] Geeignete wasserlösliche
anorganische Hilfsstoffe zur Herabsetzung der Oberflächenklebrigkeit und Plastizität organischer Komponenten
sind Salze wie Phosphate, insbesondere STP, Natriumsulfat oder Natriumcarbonat. Aber
auch löslichen Natriumsilicaten von der Art der Wassergläser und/oder Alkalihydroxid
kann entsprechende Funktion zukommen. Unlösliche anorganische Mischungskomponenten
zur Stabiiisierung der Trägerbead-Konsistenz und Absenkung der Oberflächenklebrigkeit
sind beispielsweise Builder-Komponenten auf Zeolith- Basis, insbesondere Zeolith-NaA
in Waschmittelqualität, andere quellfähige oder nicht-quellfähige Schichtsilikate,
beispielsweise entsprechende Montmorillonite wie Bentonit und dergleichen. Aber auch
andere Builderkomponenten auf Basis fester, insbesondere kristalliner Silicat-Verbindungen,
die in der heutigen Waschmitteltechnologie bekannt sind, kommen hier in Betracht.
Einzelheiten dazu werden nachfolgend noch angegeben.
[0029] Entsprechende Hilfsmittel finden sich auf der Seite
organischer Komponenten. So sind beispielsweise Salze niedermolekularer organischer Komponenten im hinreichend
aufgetrockneten Zustand in der Regel auch bei erhöhten Temperaturen nicht-klebrige
Komponenten. In Betracht kommen hier entsprechende organische Gerüstsubstanzen wie
die Alkalisalze von Polycarbonsäuren beispielsweise Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure,
Nitrilotriessigsäure und dergleichen. Als Hilfsstoff zur Stabilisierung des Trägerbeads
auch im hohen Temperaturbereich kommen aber auch organische Polymersubstanzen in Betracht
wie sie in Wasch- und Reinigungsmitteln üblich sind, beispielsweise entsprechende
Komponenten auf Basis von Cellulosederivaten und/oder PVP, oder aber auch inerte organische
Polymermaterialien wie Cellulosepulver und dergleichen.
[0030] Grundsätzlich gilt, daß geeignete Stoffgemische und Mischungsverhältnisse mittels
einer dem Fachmann geläufigen Arbeitsmethodik im Rahmen von Vorversuchen ermittelt
werden können. Nach Durchführung entsprechender Vorversuche können dann die ausgewählten
Stoffgemische der Sprühtrocknung aus wäßrigen Aufbereitungen in überhitztem Wasserdampf
unterworfen werden. Das dabei anfallende kornförmige Trockengut zeigt in der nachfolgenden
Behandlung mit einer fließfähigen Phase, ob und in welchem Ausmaß die erwünschte feinporöse
Struktur und damit Beladbarkeit des gebildeten Trägerbeads auch in seiner Innenstruktur
ausgebildet sind.
[0031] Wesentlich ist für das Verständnis der erfindungsgemäßen Lehre, daß übliche Aniontenside
synthetischen und/oder natürlichen Ursprungs, wie sie in der Praxis der heutigen Netz-,
Wasch- und Reinigungsmittel bekannt sind, durch Mitverwendung in der Regel beschränkter
Mengen an Hilfsmitteln in den Zustand hinreichend temperaturstabiler und nichtklebriger
Feststoffe umgewandelt und damit zum porösen Trägerbead mit aufgeschlossener Innenstruktur
aufgearbeitet werden können. Auf diesem Wege erschließt sich damit erstmalig die Möglichkeit,
poröse Trägerbeads für die Aufnahme von weiteren Waschmittelbestandteilen zu schaffen,
die zum überwiegenden Anteil aus Aniontensiden gebildet sind.
[0032] In Sonderfällen ist hier sogar die Möglichkeit gegeben, praktisch ohne Mitverwendung
von Hilfsstoffen die porösen Träger-beads aus dem Aniontensid aufzubauen. Ein solcher
Fall ist bei den sogenannten Di-Salzen gegeben, die bekanntlich Salze, vorzugsweise
die Alkalisalze von waschaktiven alpha-sulfonierten Sulfofettsäuren darstellen. Di-Salze
beziehungsweise Di-Salzgemische technischer Reinheit können nicht nur ohne Zusatz
von weiteren Hilfskomponenten zum porösen Trägerbead aufgearbeitet werden, sie können
ihrerseits Hilfsstoffe für thermisch weniger stabile Aniontensidkomponenten wie FAS,
FAES, MES, ABS und dergleichen sein.
Tenside
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das poröse Trägerbead in
seiner Grundstruktur unter Mitverwendung von Aniontensiden aus den Klassen der Carboxylate,
der Sulfonate einschließlich der Estersulfonate, der Di-Salze und/ oder der Sulfate
ausgebildet. Die Trägerbeads können dabei ausgewählte Aniontenside oder Gemische mehrer
Aniontenside enthalten, die in der Regel in Abmischung mit wasserlöslichen und/oder
feinteiligen wasserunlöslichen anorganischen und/ oder organischen Hilfs- und/oder
Wertstoffen ohne Tensidcharakter aufgebaut sind. In der hier betroffenen Ausführungsform
der Erfindung ist weiterhin bevorzugt, den Gehalt solcher Trägerbeads an anorganischen
und/oder organischen Hilfsstoffen in Mengen nicht über etwa 60 Gew.-% und vorzugsweise
im Bereich von etwa 5 bis 50 Gew.-% zu wählen, wobei wiederum Mengen dieser Hilfsstoffe
zur hinreichenden Stabilisierung der Aniontenside auch im Temperaturbereich von etwa
100 bis 120°C in Mengen von etwa 10 bis 30 Gew.-% besonders bevorzugt sind. Alle diese
Gew.-%-Angaben beziehen sich dabei auf das unbeladene getrocknete Trägerbead.
[0034] Wichtige Ausführungsformen der Erfindung sehen hier vor, daß die Trägerbeads in ihrer
Korngrundstruktur die Aniontenside in Abmischung mit hinreichend temperaturstabilen
sonstigen Wertstoffen des Bereichs der Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel enthalten.
Eine zusammenfassende Aufzählung geeigneter Wertstoffe wird nachfolgend noch gegeben.
In Betracht kommen in einer wichtigen weiteren Ausführungsform als Zusatzstoffe insbesondere
aber auch solche Komponenten, die zu einer Verbesserung der Aniontensidauflösung in
wäßrigen Phasen befähigt sind. Beispiele hierfür sind übliche Dispergatoren, Hydrotrope,
Strukturbrecher und dergleichen.
Auftragsmassen
[0035] Wie eingangs angegeben betrifft die Erfindung in einer besonders wichtigen Ausführungsform
das wenigstens 2-stufig herzustellende kornförmige Gut, das die zuvor geschilderten
Trägerbeads mit einer als "Auftragsmasse" bezeichneten Beladung enthält, die ihrerseits
unter Mitverwendung von Wertstoffen aus dem Gebiet der Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel
zusammengestellt ist.
[0036] Diese Auftragsmasse kann zwar im wesentlichen auf die Oberfläche beziehungsweise
die äußeren Bereiche des primär geformten Trägerbeads aufgetragen sein, in der bevorzugten
Ausführungsform ist jedoch wenigstens ein Anteil der Auftragsmasse möglichst weitgehend
durchdringend in das poröse Trägerbeadkorn eingetragen. Verständlich ist daraus, daß
erfindungsgemäß bevorzugte Auftragsmassen bei Applikationstemperatur fließfähige und
Wert-und/oder Hilfsstoffe des angegebenen Einsatzgebietes enthaltende Zubereitungen
sind. Es kann dabei bevorzugt sein, daß diese Innenstruktur zu wenigstens 10 Vol.-%
und vorzugsweise zu wenigstens etwa 50 Vol.-% - bezogen jeweils auf das zugängliche
Innenvolumen des Trägerbeads - mit der Auftragsmasse belegt ist. Die Bestimmung des
zugänglichen Innenvolumens erfolgt dabei in an sich bekannter Weise, z.B. durch dessen
Ermittlung mittels flüssigem Quecksilber. In wichtigen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Handelns ist das zugängliche Innenvolumen des Träger-beads praktisch vollständig mit
Auftragsmasse gefüllt.
[0037] Darüber hinaus liegen in einer wichtigen Ausführungsform nur begrenzte Anteile an
Auftragsmasse auf den Trägerbead-Außenflächen vor, die mengenmäßig höchstens etwa
der Innenbefüllung entsprechen, insbesondere aber darunter liegen. Es kann hier zweckmäßig
sein, daß keine substantiellen Mengen der Auftragsmasse im Korn-Außenbereich vorliegen.
Das kann beispielsweise dann von Vorteil sein, wenn es sich bei der Auftragsmasse
um bei Raumtemperatur fließfähige und/oder klebrige Materialien handelt.
[0038] In den Rahmen des erfindungsgemäßen Handelns fallen aber auch darüber hinausgehende
Ausgestaltungen der hier betroffenen Materialien. So können Innenbeladung und Außenbeladung
der Trägerbeads mit Auftragsmassen unterschiedlicher Zusammensetzung vorgenommen werden.
In einer ersten Beladungsstufe wird hier beispielsweise das zur Verfügung stehende
Trägerbead-Innenvolumen anteilsweise oder vollständig mit einer ersten Auftragsmasse
belegt. In einem zweiten Verfahrensschritt kann dann zusätzlich eine gleiche oder
in anderer Form zusammengesetzte Auftragsmasse in das feinkörnige Gut aufgetragen
werden. Hier wird sich diese zweite Auftragsmasse dann überwiegend oder ausschließlich
auf der Außenfläche des Korns verfestigen. Die Bedeutung einer solchen Maßnahme wird
am nachfolgenden Beispiel ersichtlich: In der ersten Stufe der Beladung des porösen
Trägerbeads mit Auftragsgut kann beispielsweise ein bei Raumtemperatur fließfähiges
Material in den porösen Feststoffträger eingebracht werden. Soll jetzt ein Ausbluten
beziehungsweise Herausdiffundieren dieser fließfähigen Masse im Rahmen der Zusammenstellung
frei wählbarer Wertstoffrezepturen und/oder für besonders lagerstabile Wertstoffmischungen
sicher ausgeschlossen werden, so kann das mit der Flüssigphase beladene Trägerbeadkorn
mit einem Mantel eines anorganischen und/oder organischen Feststoffs umhüllt werden,
der letztlich im beabsichtigten Einsatzzweck - beispielsweise durch Auflösung in der
wäßrigen Flotte - vergeht und damit dann das Trägerbead mit seiner Füllung dem beabsichtigten
Einsatzzweck zugänglich macht.
[0039] Aus den Erkenntnissen zur feinporösen Struktur der Träger-beads, aus der im jeweiligen
Einzelfall gewählten Zusammensetzung der Trägerbeads und den bekannten Anforderungen
von Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln nach dem Wissen des Standes der Technik,
leiten sich die Überlegungen zur Auswahl der in zweiter Verfahrensstufe aufzubringenden
und einzutragenden Auftragsmasse ab. Grundsätzlich gilt, daß hier ausgewählte Wertstoffe
oder auch Wertstoffgemische als solche, gewünschtenfalls aber auch in Abmischung mit
Hilfsstoffen, eingesetzt werden können. Im Bereich der Hilfsstoffe kann dabei unterschieden
werden zwischen solchen Hilfsstoffen, die zum Verbleib im beladenen Trägerbead gedacht
sind und Hilfsstoffen, die lediglich den imprägnierenden Antrag der Auftragsmasse
erleichtern. Die zuletzt genannten Hilfsstoffe sind in der Regel Flüssigkeiten, wobei
hier dem Wasser die entscheidende Bedeutung zukommt. So können die Komponenten der
Auftragsmasse - soweit sie nicht selber bei Applikationstemperatur hinreichend fließfähige
Flüssigphasen sind - in Form insbesondere wäßriger Lösungen, Emulsionen und/oder Dispersionen
oder aber auch als Schmelzen in das Trägerbead eingetragen werden. Nach hinreichender
Imprägnierung kann erforderlichenfalls das als Hilfsflüssigkeit eingesetzte Wasser
ganz oder anteilsweise aus dem jetzt beladenen Material abgezogen werden.
[0040] In einer weiterführenden Ausführungsform der Erfindung kann hier aber auch gleich
davon Gebrauch gemacht werden, daß beim Eintrag solcher Flüssigphasen und insbesondere
solcher wäßriger Flüssigphasen, sich die bekannten Möglichkeiten der Granulierung
des zunächst feinkörnigen oder pulverförmigen Materials erschließen, so daß in dieser
Ausführungsform der Eintrag der Auftragsmasse in das Trägerkorn und dessen Imprägnierung
mit diesen Wertstoffen verbunden werden kann mit einer Überführung eines vergleichsweise
feinteiligen Materials in gröberkörnige Agglomerate. Insoweit wird auf das allgemeine
Fachwissen verwiesen.
[0041] Zur Auswahl der Komponenten für die Beschichtung beziehungsweise durchdringende Imprägnierung
der porösen Trägerbeads mit Wert- und gegebenenfalls Hilfsstoffen aus dem angegebenen
Sachgebiet gelten wieder die allgemeinen Überlegungen des Fachmanns, insbesondere
zur beabsichtigten Zusammensetzung des wasch- beziehungsweise reinigungsaktiven Mehrkomponentengemisches,
zur Temperatursensibilität einzelner Komponenten, zur Einstellung gezielter Effekte
im Rahmen der Überführung der zunächst trockenen Wertstoffzubereitung in wäßrige Lösungen,
Emulsionen und/oder Suspensionen im praktischen Einsatz und dergleichen. Unter Berücksichtigung
der im Rahmen der Erfindungsbeschreibung erläuterten Prinzipien für den Aufbau eines
solchen Mehrkomponentenmaterials im Sinne der Erfindung wird fachmännisches Handeln
in vielgestaltiger Weise möglich. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien dementsprechend
hier die nachfolgenden Angaben zur Beschaffenheit und Einsatz form geeigneter und
wichtiger Komponenten zur Auftragsmasse gemacht.
[0042] Ein wichtiger allgemeiner Gedanke zur Auswahl wird durch die Tatsache bestimmt, daß
der Eintrag der Auftragsmasse bei Raumtemperatur oder auch bei erhöhten Temperaturen
- praktisch bis hin zu etwa 100°C - erfolgen kann. Dabei ist von besonderem Vorteil,
daß in dieser zweiten Arbeitsstufe der Beladung der primär gewonnenen Trägerbeads
nachhaltige thermische und/oder hydrolytische Beanspruchungen des Gutkornes nicht
mehr gegeben sind oder mit Sicherheit ausgeschaltet werden können. Die Beladung kann
üblicherweise einfach in Umgebungsluft, gewünschtenfalls aber auch in inerter Atmosphäre
beispielsweise unter Stickstoff, erfolgen. Der Eintrag und die Imprägnierung der Trägerbeads
mit der fließfähigen Zubereitung der Auftragsmasse kann bei Raumtemperatur oder nur
mäßig erhöhten Temperaturen, beispielsweise im Temperaturbereich bis etwa 80°C erfolgen,
üblicherweise ist der Temperaturbereich von Raumtemperatur bis etwa 75°C und insbesondere
der Bereich von etwa Raumtemperatur bis 50°C besonders geeignet.
[0043] Zur Imprägnierung der Trägerbeads geeignete fließfähige, insbesondere flüssige Komponenten
sind wiederum waschund/oder reinigungsaktive Tenside. In Betracht kommen hier insbesondere
Niotenside, wie sie in der täglichen Praxis der Zusammenstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln
in großem Umfange zur Verwendung kommen und sich dadurch auszeichnen, daß sie bei
Raumtemperatur oder bei den angegebenen schwach erhöhten Temperaturen in Flüssigphase
vorliegen. Zur Auswahl geeigneter Niotenside wird auf das allgemeine Fachwissen verwiesen,
wobei im nachfolgenden noch summarische Angaben dazu gemacht werden.
[0044] Als tensidische Komponenten der Auftragsmasse können aber auch aniontensidische Verbindungen
in Betracht kommen, die aufgrund ihrer thermischen Instabilität und/oder Klebrigkeit
im Temperaturbereich von etwa 100 bis 120°C in der Phase des überhitzten Wasserdampfes
für den Einsatz bei der Herstellung der Trägerbeads ausscheiden oder zumindest Schwierigkeiten
bereiten. Solche aniontensidischen Komponenten können gegebenenfalls in Form einer
Schmelze oder insbesondere in Form wäßriger Emulsionen in das Trägerbead eingebracht
werden.
[0045] Wichtige weitere übliche Komponenten aus dem Gebiet von Wasch- und Reinigungsmitteln
sind insbesondere temperatursensitive Bestandteile oder sonstige Komponenten, deren
Mitverwendung beim Herstellungsprozeß der Trägerbeads aus allgemeinen Überlegungen
des Fachmanns ausscheiden. Ein typisches Beispiel hierfür sind beispielsweise Duft-
und Parfümstoffe oder solche Komponenten, die im Auflösungsprozeß des körnigen Mehrstoffgutes
im praktischen Einsatz so rasch wie möglich in die wäßrige Phase übergehen sollen,
ohne durch einen vergleichsweise langsameren Auflösungsprozeß tensidischer Wertstoffe
in diesem Übergang in die wäßrige Phase behindert zu werden. Grundsätzlich in Betracht
kommen aber auch alle sonstigen Wertstoffe des Bereiches der Netz-, Waschund/oder
Reinigungsmittel, beispielsweise also weitere organische und/oder anorganische Builder/Co-Builder,
Vergrauungsund Verfärbungsinhibitoren, Schaumregulatoren, Bleichaktivatoren, optische
Aufheller und Farbstoffe oder auch ganz einfach wasserlösliche Alkalisierungsmittel.
[0046] In einer wichtigen Ausführungsform macht die Erfindung davon Gebrauch, daß mit der
hochporösen Grundstruktur des Träger-beads ein schwammartiges Saugvermögen verbunden
und damit die Möglichkeit gegeben ist, zu einer durchdringenden Imprägnierung des
Trägerbeads mit sekundär eingetragenen Komponenten zu kommen. Werden im Trägerbead
tensidische Komponenten eingesetzt, die aus sich heraus vergleichweise schwer löslich
beziehungsweise schwer emulgierbar oder dispergierbar in wäßrigen Phasen sind, so
kann die Beladung des porösen Trägerbeads mit der Auftragsmasse den Eintrag lösungsvermittelnder
Hilfsstoffe und/oder den Eintrag sogenannter Strukturbrecher zum Gegenstand haben.
Es ist sofort einleuchtend, daß in dieser Weise eine optimale Vermischung der schwerlöslichen
Wertstoffanteile mit Hilfsstoffen zur Verbesserung der Auflösbarkeit beziehungsweise
Emulgierbarkeit sichergestellt werden kann.
[0047] In diesem Zusammenhang sieht die Erfindung eine weitere Möglichkeit vor: Die zur
verbesserten Auflösung im zweiten Arbeitsschritt in das hochporöse Trägerbead einzutragenen
Hilfsstoffe beziehungsweise Strukturbrecher, können dahingehend weiter modifiziert
beziehungsweise ausgewählt werden, daß auch noch die Schmelz- beziehungsweise Verflüssigungstemperatur
der einzutragenden Hilfs- beziehungsweise Wertstoffe berücksichtigt wird. Es lassen
sich dabei zwei grundsätzliche Möglichkeiten unterscheiden: In einer ersten Ausführungsform
wird das Trägerbead mit einer bei Raumtemperatur oder nur sehr schwach erhöhten Temperaturen
flüssigen zweiten Wertstoffphase gefüllt. Für zahlreiche Anwendungszwecke kann das
hinreichend oder gar wünschenswert sein. In einer zweiten Ausführungsform der hier
betroffenen Ausgestaltung werden jetzt aber Hilfsstoffe gewählt, die bei Raumtemperatur
und auch noch bei mäßig erhöhten Temperaturen, Feststoffe sind, wie sie beispielsweise
bei der Lagerung und/oder bei der Verarbeitung solcher Wertstoffe beziehungsweise
Wertstoffgemische auf das kornförmige Gut einwirken. Ist durch den Schmelzpunkt beziehungsweise
Schmelzbereich der imprägnierenden Auftragsmasse sichergestellt, daß das im zweiten
Arbeitsschritt eingetragene Gut auch bei Temperaturbeanspruchung in der Feststoffphase
verbleibt, so kann damit die Fixierung der hochporösen Trägerbeadstruktur bis zum
praktischen Einsatz als Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel sichergestellt werden.
Darüber hinaus sind auch bei längeren Lagerzeiten und/oder bei Abmischung mit weiteren
Wirkstoffkomponenten unerwünschtes Entmischen oder Ausbluten einer fließfähigen Phase
unterbunden.
[0048] Die poröse Grundstruktur des Trägerbeads kann - wie angegeben - mit der Auftragsmasse
vollständig ausgefüllt werden, es ist aber auch möglich nur einen Anteil dieser porösen
Grundstruktur mit weiteren Wert- und gegebenenfalls Hilfsstoffen auszufüllen und zum
Rest die poröse Leerstruktur der Träger-beads zu erhalten. Die Erfindung sieht damit
vor, die Auftragsmasse der zweiten Stufe in Mengen - Gew.-% bezogen auf Trägerbead-Trockengewicht
- von wenigstens etwa 1 Gew.-% bis zur maximalen Befüllbarkeit des Trägerbeads einzusetzen.
Mengen der Auftragsmasse im Bereich von etwa 3 bis 100 Gew.-% und insbesondere im
Bereich von etwa 3 bis 80 Gew.-% können besonders zweckmäßig sein. In vielen Fällen
wird die Menge der im zweiten Arbeitsschritt einzutragenden Wert- und gegebenenfalls
Hilfsstoffe durch rezepturabhängige Überlegungen bestimmt. Hier kann es zweckmäßig
sein, Mengen der Auftragsmasse im Bereich bis etwa 50 Gew.-% einzusetzen, wobei hier
wiederum Mengen im Bereich von etwa 10 bis 35 Gew.-% der Auftragsmasse - bezogen auf
Trägerbead-Trockengewicht - häufig wünschenswert sind. Insbesondere im Bereich eingeschränkter
Mengen der Auftragsmasse - also beispielsweise Mengen bis zu etwa 50 Gew.-% und insbesondere
Mengen im Bereich von etwa 10 bis 35 Gew.-% der Auftragsmassen - werden die in das
Trägerbead eingetragenen Anteile vollständig oder im wesentlichen vollständig in das
Innere des Korns aufgenommen.
[0049] Wie bereits angegeben, sind besonders wichtige Komponenten für die Zusammenstellung
der Auftragsmasse bei aniontensidhaltigen Trägerbeads wasch- beziehungsweise reinigungsaktive
Niotenside, die bevorzugt den Klassen der organophile Reste aufweisenden Polyglycolether, entsprechender
Polyglycolester, Mischether und/oder Mischester, den wasch- beziehungsweise reinigungsaktiven
Alkylpolyglycosidverbindungen, den Zucker- und/oder Eiweißtensiden und/oder auch der
Klasse der nichtionischen Spezialtenside zugehören.
[0050] Niotensidische Verbindungen können aber insbesondere auch als lösungsvermittelnde
Dispergatoren, Strukturbrecher und dergleichen besondere Bedeutung haben. Hier ist
dann die Struktur der einzutragenden Komponenten nicht auf die Aktivität als Wasch-
und Reinigungsmittel abgestellt, die beabsichtigte Aufgabe der erleichterten Auflösung
der Haupttensidkomponenten in wäßriger Lösung steht im Vordergrund. Im einzelnen kann
auch hier auf das Fachwissen verwiesen werden.
[0051] Die erfindungsgemäße Lehre ist anwendbar auf Wertstoffe beziehungsweise Wertstoffgemische
des Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittelgebietes, die der Klasse entsprechender
synthetischer Wertstoffe oder entsprechenden Wertstoffe natürlichen Ursprungs zuzuordnen
sind. Besonders wichtige Aniontensidkomponenten für den Aufbau des Trägerbeads sind
Alkyl benzolsulfonate (ABS), Fettalkoholsulfate (FAS), Fettalkoholethersulfate (FAES),
alpha-Methylestersulfonate (MES) und/oder Di-Salze, wobei beim Vorliegen von ABS,
FAS, FAES und/oder MES als Hauptbestandteil des Trägerbeads die Mitverwendung beschränkter
Mengen an temperaturstabilen, im Trockenzustand nicht-klebrigen löslichen und/oder
feinteilig unlöslichen Komponenten organischer und/oder anorganischer Natur bevorzugt
ist.
[0052] Wie bereits angegeben nehmen die Di-Salze, d.h. die Alkalisalze waschaktiver alpha-Sulfofettsäuren,
insoweit eine Sonderstellung ein, als sie befähigt sind, sowohl die Funktion der aniontensidischen
Hauptkomponente zu bilden als auch als temperaturstabilisierender und Klebrigkeit
absenkender Zusatzstoff im Trägerbead in Abmischung mit anderen tensidischen Verbindungen
Verwendung finden können.
[0053] Die Lehre der Erfindung umfaßt ausdrücklich auch die in der geschilderten Weise bestimmt
ausgestalteten porösen und nicht beladenen Trägerbeads mit einem Gehalt an Wert- und
gegebenenfalls Hilfsstoffen des angegebenen Anwendungsgebietes bei wobei gleichzeitig
verbesserter Wasserlöslichkeit, wobei das getrocknete Trägerbead im erfindungsgemäßen
Sinne im Temperaturbereich von 100 bis 110°C, bevorzugt im Temperaturbereich bis 120°C,
als Feststoff vorliegt, dessen Plastizität und Oberflächenklebrigkeit derart eingeschränkt
sind, daß substantielle Verklebungen der Teilchen miteinander und/oder deren offenporigen
Innenstruktur auch unter den Bedingungen der Einwirkung des überhitzten Wasserdampfes
ausscheiden.
[0054] Die Lehre der Erfindung umfaßt wie angegeben das Verfahren zur Herstellung des kornförmigen
Gutes, das auf einem hochporösen Trägerbead in zweiter und gegebenenfalls weiteren
Arbeitsstufe(n) aufgetragene und insbesondere durch Imprägnierung eingetragene Wert-und/oder
Hilfsstoffe des hier betroffenen Gebietes aufweist. Dieses Verfahrens kennzeichnet
sich dadurch, daß man wäßrige Zubereitungen der das Trägerbead bildenden Materialien
der Trocknung in überhitztem Wasserdampf, insbesondere einer entsprechenden Sprühtrocknung
und/oder Trocknung in der Wirbelschicht, unterwirft und das gebildete Trägerbead nachfolgend
mit einer fließfähigen Zubereitung von Wertstoffen des Gebietes der Netz-, Wasch-und/oder
Reinigungsmittel beaufschlagt, dabei bevorzugt durchdringend imprägniert und erforderlichenfalls
das imprägnierte Gut einer Nachtrocknung unterwirft.
[0055] Der Gutauftrag auf das vorgebildete Trägerbead erfolgt bevorzugt bei Temperaturen
von höchstens etwa 110°C und insbesondere im Bereich von 75 bis etwa 100°C. Es ist
dabei möglich, den Gutauftrag in unmittelbarem Anschluß an den Austrag des warmen
Gutes aus der Zone der Heißdampftrocknung vorzunehmen, so daß sich eine separate Stufe
der Wiederaufheizung der getrockneten Trägerbeads erübrigt. Der Gutauftrag kann in
an sich bekannter Weise beispielsweise in der Wirbelschicht oder in geeigneten Mischvorrichtungen
stattfinden. Dabei kann es von Vorteil sein, die zur Imprägnierung eingesetzte fließfähige
Wertstoffzubereitung und/oder auch das Trägerbead als solches auf angehobene Temperaturen
im Arbeitsbereich vorzuwärmen.
[0056] Der Eintrag der fließfähigen Zubereitungen in das Trägerbead kann - wie zuvor angegeben
- dazu benutzt werden, ein feinteiliges Gut in an sich bekannter Weise zu granulieren.
Werden bei dem Antrag der Imprägniermasse und/oder im Rahmen einer gleichzeitig stattfindenden
Granulierung Hilfsflüssigkeiten, insbesondere Wasser, mitverwendet, so kann es zweckmäßig
sein, wenigstens anteilsweise dieses Wasser durch eine Nachtrocknung aus dem imprägnierten
Wertstoffgemisch wieder zu entfernen, sofern nicht durch Mitverwendung geeigneter
und insbesondere kristallwasserbindender Mischungskomponenten im Wertstoffgemisch
vom Prinzip der "Inneren Trocknung" insbesondere durch Bindung des Wassers als Kristallwasser,
Gebrauch gemacht werden kann.
Wertstoffe bzw. Wertstoffgemische
[0057] Die erfindungsgemäßen Wertstoffe beziehungsweise Wertstoffgemische können in einem
breiten Bereich von Schüttgewichten hergestellt werden. Dabei gilt das sowohl für
die Ausführungsform der porösen noch nicht imprägnierten Trägerbeads als insbesondere
für die mit Auftragsmasse beladenen Mehrkomponentenmassen im Sinne des in wenigstens
zwei Verfahrensstufen hergestellten kornförmigen Gutes. So kann die Schüttdichte des
porösen Trägerbeads in bevorzugten Ausführungsformen oberhalb etwa 200 g/l und insbesondere
oberhalb etwa 300 g/l liegen, wobei durch Wahl der geeigneten Verfahrensbedingungen
im Rahmen der Heißdampftrocknung in aller Regel Schüttdichten von wenigstens etwa
350 g/l einzustellen sind. Durch geeignete Ausgestaltung der Beladung eines solchen
porösen Trägerbeads mit Wert- und/oder Hilfsstoffen ist eine substantielle Erhöhung
der Schüttdichte möglich. Schüttdichten des Bereichs von 350 bis 700 g/l, gewünschtenfalls
aber auch darüber, können eingestellt werden. Im einzelnen sind hier diesbezügliche
übliche Überlegungen des Fachmannes miteinzusetzen. An einem Beispiel wird das sofort
ersichtlich: Die Mitverwendung anorganischer kristallisierender wasserlöslicher Hilfs-
und/oder Wertstoffe und ihr Anteil im Fertigprodukt bestimmt zu substantiellem Ausmaß
die einstellbare Schüttdichte des Fertigproduktes.
[0058] Im nachfolgenden werden ohne Anspruch auf Vollständigkeit weiterführende Angaben
zu Wert- und Hilfsstoffen des hier betroffenen Sachgebietes gemacht, wobei ausdrücklich
hiermit auf das darüberhinausgehende allgemeine Wissen der Fachwelt verwiesen wird.
a1) Als anionische Tenside mit Sulfat- oder Sulfonatstruktur eignen sich beispielsweise Alkylbenzolsulfonate, Alkansulfonate, Olefinsulfonate,
Alkylethersulfonate, Glycerinethersulfonate, α-Methylestersulfonate, Sulfofettsäuren,
Alkylsulfate, Fettalkoholethersulfate, Glycerinethersulfate, Hydroxymischethersulfate,
Monoglycerid(ether)sulfate, Fettsäureamid(ether)sulfate, Sulfosuccinate, Sulfosuccinamate,
Sulfotriglyceride, Isethionate, Tauride und Alkyloligoglucosidsulfate. Sofern die
anionischen Tenside Polyglycoletherketten enthalten, können sie eine konventionelle,
vorzugsweise jedoch eine eingeengte Homologenverteilung aufweisen.
a2) Als anionische Tenside mit Carbozylastruktur kommen zum Beispiel Seifen aus natürlichen oder synthetischen, vorzugsweise gesättigten
Fettsäuren brauchbar. Geeignet sind insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, zum Beispiel
Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren abgeleitete Seifengemische. Bevorzugt sind solche,
die zu 50 bis 100% aus gesättigten C12-18-Fettsäureseifen und zu 0 bis 50% aus Ölsäureseifen zusammengesetzt sind. Daneben eignen sich ferner auch Amidseifen, Ethercarbonsäure-Salze und Sarcosinate.
a3) Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind unter dem Begriff "anionische Tenside
mit Sulfat-, Sulfonat- und/oder Carboxylatstruktur" auch solche amphoteren bzw. zwitterionischen Tenside zu verstehen, die mindestens eine dieser Gruppen im Molekül enthalten. Typische Beispiele
sind Alkylamidobetaine, Aminopropionate, Aminoglycinate, Imidazoliniumbetaine und
Sulfobetaine.
Die anionischen Tenside können in Form ihrer Natrium-, Kalium- und Ammoniumsalze sowie
als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin vorliegen.
Bei genannten Stoffen handelt es sich ausschließlich um bekannte Verbindungen. Hinsichtlich
ihrer Struktur und Herstellung sei auf einschlägige Übersichtsarbeiten beispielsweise
J.Falbe (ed.), "Surfactants in Consumer Products", Springer Verlag, Berlin, 1987,
S.54-124 oder J.Falbe (ed.), "Katalysatoren, Tenside und Mineralöladditive", Thieme
Verlag, Stuttgart, 1978, S.123-217 verwiesen.
b) Nichtionische Tensidverbindungen im Sinne der erfindungsgemäßen Lehre können als Wertstoffe die verschiedensten Aufgaben
wahrnehmen. Einerseits sind sie im klassischen Sinne synergistisch mit den Aniontensiden
zusammenwirkende waschaktive Komponenten. Zum anderen kann der Klasse von Niotensiden
insbesondere aber auch weiterführende Bedeutung, beispielsweise im Sinne von Dispergatoren,
Strukturbrechern und dergleichen, zukommen.
Niotensidverbindungen können in an sich bekannter Weise bei Raumtemperatur flüssig
oder fest sein. Unter Verweisung auf allgemeines Fachwissen seien hier aufgezählt:
bl) Die als nichtionische Tenside eingesetzten flüssigen Alkoholethoxylate leiten sich beispielsweise von primären Alkoholen mit vorzugsweise 9 bis 18 Kohlenstoffatomen
und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid ab, in denen der Alkoholrest linear
oder in 2-Stellung methylverzweigt sein kann, beziehungsweise lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch lineare Reste aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis
18 Kohlenstoffatomen bevorzugt, wie z.B. aus Kokos-, Talgfett- oder Oleylalkohol.
Insbesondere bevorzugt können sein C12-14-ASkohole mit 3 EO oder 4 EO, C9-11-Alkoholen mit 7 EO, C13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C12-14- Alkohol mit 3 EO und C12-18-Alkohol mit 5 EO.
Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für
ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte
Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates,
NRE). Insbesondere sind Alkoholethoxylate bevorzugt, die durchschnittlich 2 bis 8
Ethylenoxidgruppen aufweisen.
b2) Als weitere nichtionische Tenside können auch Alkyloligoglykoside der allgemeinen Formel (I) eingesetzt werden,
R1-O-[G]x (I)
in der R1 einen primären geradkettigen oder in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest
mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für
eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad
x, der die Verteilung von Monoglykosiden und Oligo- glykosiden angibt, ist eine beliebige
Zahl zwischen 1 und 10 und liegt beispielsweise im Bereich VOR etwa 1,2 bis 4, insbesondere
bei 1,2 bis 2.
b3) Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid,
und der Fettsäurealkanolamide können geeignet sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise
nicht mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die
Hälfte davon.
b4) Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (II),

in der R2CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R3 für Wasserstoff, einen Alkyl-oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und (Z) für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können. Hinsichtlich der Verfahren zu ihrer Herstellung sei auf die US-Patentschriften
US 1,985,424, 2,016,962 und 2,703,798 sowie die internationale Patentanmeldung WO 92/06984 (Procter & Gamble) verwiesen. Vorzugsweise leiten sich die Polyhydroxyfettsäureaminde
von reduzierenden Zuckern mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere von der Glucose
ab. Die bevorzugten Polyhydroxyfettsäureamide stellen daher Fettsäure-N-alkylglucamide
dar, wie sie durch die Formel (III) wiedergegeben werden:

Vorzugsweise werden als Polyhydroxyfettsäureamide Fett-säure-N-alkyl-glucamide der
Formel (III) eingesetzt, in der R3 für Wasserstoff oder eine Amingruppe steht und R2CO für den Acylrest der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure,
Palmitinsäure, Palmoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure,
Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure
oder Erucasäure beziehungsweise derer technischer Mischungen steht. Besonders bevorzugt
sind Fettsäure-N-alkylglucamide der Formel (III), die durch reduktive Aminierung von
Glucose mit Methylamin und anschließende Acylierung mit Laurinsäure oder C12-14-Kokosfettsäure beziehungsweise einem entsprechenden Derivat erhalten werden.
c) Als organische und anorganische Builder- beziehungsweise Gerüstsubstanzen eignen sich schwach sauer, neutral oder alkalisch reagierende lösliche und/oder unlösliche
Komponenten, die Calciumionen auszufällen oder komplex zu binden vermögen.
c1) Geeignete und insbesondere ökologisch unbedenkliche Buildersubstanzen, wie feinkristalline,
synthetische wasserhaltige Zeolithe vom Typ NaA, die ein Calciumbindevermögen im Bereich von 100 bis 200 mg CaO/g (gemäß
den Angaben in DE-A 24 12 837) aufweisen, finden eine bevorzugte Verwendung. Ihre mitt- lere Teilchengröße liegt
üblicherweise im Bereich von 1 bis 10 µm (Meßmethode: Coulter Counter, Volumenverteilung).
Geeignete Substitute beziehungsweise Teilsubstitute für Phosphate und Zeolithe sind
kristalline, schichtförmige Natriumsilicate der allgemeinen Formel (IV),
NaMSixO2x+1 * y H2O (IV)
wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl
von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilicate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A 0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilicte der Formel (IV) sind solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere
sind sowohl betaals auch delta-Natriumdisilicate der Formel (V)
Na2Si2O5 * y H2O (V)
bevorzugt, wobei beta-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten
werden kann, das in der deutschen Patentanmeldung DE-A 39 39 919 beschrieben ist.
c2) Als weitere Builderbestandteile, die insbesondere zusammen mit den Zeolithen eingesetzt
werden können, kommen Schichtverbindungen vom Hydrotalcit-Typ sowie (co-) polymere Polycarboxylate in Betracht, wie Polyacrylate, Polymethacrylate und insbesondere Copolymere der Acrylsäure
mit Maleinsäure, vorzugsweise solche aus 50% bis 10% Maleinsäure. Die relative Molekülmasse
der Homopolymeren liegt im allgemeinen zwischen 1.000 und 100.000, die der Copolymeren
zwischen 2.000 und 200.000, vorzugsweise 50.000 bis 120.000, bezogen auf freie Säure.
Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer weist eine relative Molekülmasse
von 50.000 bis 100.000 auf. Geeignete, wenn auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser
Klasse sind Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern,
in denen der Anteil der Säure mindestens 50% beträgt. Brauchbar sind ferner Polyacetalcarbonsäuren,
wie sie beispielsweise in den US-Patentschriften US 4,144,226 und US 4,146,495 beschrieben sind sowie polymere Säuren, die durch Polymerisation von Acrolein und
anschließende Disproportionierung mittels Alkalien erhalten werden und aus Acrylsäureeinheiten
und Vinylalkoholeinheiten beziehungsweise Acroleineinheiten aufgebaut sind.
c3) Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind ferner die bevorzugt in Form ihrer
Natriumsalze eingesetzten Polycarbonsäuren, wie Citronensäure, Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) und Nitrilotriessigsäure
(NTA), sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden
ist.
c4) Weitere geeignete Inhaltsstoffe der Mittel sind wasserlösliche anorganische Alkalisierungsmittel wie Bicarbonate,
Carbonate oder Silicate; insbesondere werden Alkalicarbonat und Alkalisilicat, vor
allem Natriumsilicat mit einem molaren Verhältnis von Na2O : SiO2 von 1 : 1 bis 1 : 4,0, eingesetzt.
d) Zu den sonstigen Waschmittelbestandteilen zählen Vergrauungsinhibitoren (Schmutzträger), Schaumregulatoren, Bleichaktivatoren,
optische Aufheller, textilweichmachende Stoffe, Farb- und Duftstoffe sowie Neutralsalze.
Wichtige weitere Wasch- und Reinigungsmittelbestandteile sind beispielsweise Bleichmittel
und Enzyme. Erfindungsgemäß werden diese Komponenten allerdings getrennt letztlich
zum Einsatz kommenden Wertstoffgemische zugesetzt.
d1) Um beim Waschen bei Temperaturen von 60°C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung
zu erreichen, können Bleichaktivatoren eingearbeitet werden. Beispiele hierfür sind mit H2O2 organische Persäuren bildende N-Acylbeziehungsweise O-Acyl-Verbindungen, vorzugsweise
N,N'-tetraacylierte Diamine, wie N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin, ferner Carbonsäureanhydride
und Ester von Polyolen wie Glucosepentaacetat.
d2) Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in der Flotte suspendiert
zu halten und so das Vergrauen zu verhindern. Hierzu sind wasserlösliche Kolloide
meist organischer Natur geeignet, wie beispielsweise die wasserlöslichen Salze polymerer
Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren der
Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose
oder der Stärke. Auch wasserlösliche saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für
diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als
die oben genannten Stärkeprodukte verwenden, zum Beispiel abgebaute Stärke, Aldehydstärken
usw. Auch Polyvinylpyrrolidon (PVP) ist brauchbar.
d3) Als Schaumregulatoren kommen Kombination geeigneter Tensidtypen in Betracht; eine Verringerung läßt sich
ebenfalls durch Zusätze nichttensidartiger organischer Substanzen erreichen. Ein verringertes
Schäumvermögen, das beim Arbeiten in Maschinen erwünscht ist, erreicht man vielfach
durch Kombination verschiedener Tensidtypen, zum Beispiel von Sulfaten und/oder Sulfonaten
mit nichtionischen Tensiden und/oder mit Seifen. Bei Seifen steigt die schaumdämpfende
Wirkung mit dem Sättigungsgrad und der C-Zahl des Fettsäurerestes an. Als schauminhibierende
Seifen eignen sich daher solche Seifen natürlicher und synthetischer Herkunft, die
einen hohen Anteil an C18-24-Fettsäuren aufweisen. Geeignete nichttensidartige Schauminhibitoren sind Organopolysiloxane
und deren Gemische von mikrofeiner, gegebenenfalls silanierter Kieselsäure, Paraffine,
Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit silanierter Kieselsäure. Auch
von C12-20-Alkylaminen und C2-6-Dicarbonsäuren abgeleitete Bisacylamide sind brauchbar. Mit Vorteil werden auch Gemische
verschiedener Schaumregulatoren verwendet, zum Beispiel solche aus Siliconen und Paraffinen
oder Wachsen. Vorzugsweise sind die Schaumregulatoren bzw. -inhibitoren an eine granulare
in Wasser lösliche beziehungsweise dispergierbare Trägersubstanz gebunden.
d4) Als optische Aufheller können Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure beziehungsweise deren Alkalimetallsalze
vorliegen. Geeignet sind zum Beispiel Salze 4,4'-Bis-(2-anilino- 4-morpholino-1,3,5-triazin-6yl-amino)-stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholinogruppe eine Diethanolamingruppe,
eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen.
Weiterhin können Aufheller vom Typ des substituierten 4,4'-Distyryl-di-phenyls anwesend
sein; zum Beispiel die Verbindung 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyl. Auch Gemische
der vorgenannten Aufheller können verwendet werden.
d5) Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden einheitlich
weiße Produkte erhalten, wenn die Mittel außer den üblichen optischen Aufhellern auch
geringe Mengen eines blauen Farbstoffes enthält. Ein besonders bevorzugter Farbstoff ist Tinolux(R) (Produktname der Ciba-Geigy).
e) Zur Erhöhung der raschen Auflösung an sich schwerlöslicher Komponenten, zum Beispiel
entsprechender Aniontenside wie FAS, auch bei Raumtemperatur oder nur mäßig erhöhten
Temperaturen kann die Mitverwendung sogenannter Strukturbrecher wichtig sein, die häufig schon in sehr geringen Mengen - bezogen auf Aniontensid
- hochwirksam sind.
e1) Als Strukturbrecher eignen sich eine Reihe sowohl fester als auch flüssiger Substanzen,
die hydrophil, wasserlöslich oder in Wasser dispergierbar sind. Geeignet sind beispielsweise
niedere Polyalkylenglykole, die sich von geradkettigen oder verzweigtkettigen Glykolen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen
ableiten, vorzugsweise Polyethylenglycol oder Polypropylengly-col, und eine relative
Molekülmasse zwischen 200 und 12.000 aufweisen. Insbesondere sind Polyethylenglycole
mit einer relativen Molekülmasse zwischen 200 und 4.000 bevorzugt, wobei die flüssigen
Polyethylenglycole mit einer relativen Molekülmasse bis 2.000 und insbesondere zwischen
200 und 600 besonders vorteilhafte Eigenschaften aufweisen.
e2) Ebenso sind die Sulfate und insbesondere die Disulfate von niederen Polyalkylenglycolen
und zwar insbesondere des Polyethylenglycols und des 1,2-Propylenglycols geeignet.
Besonders bevorzugt sind dabei die Sulfate und/ oder Disulfate, die sich von Polyethylenglycolen
und Polypropylenglycolen mit einer relativen Molekülmasse zwischen 600 und 6.000 und
insbesondere zwischen 1.000 und 4.000 ableiten. Die Disulfate stammen dabei in der
Regel von Polyglycolethern, wie sie - bewirkt durch geringe Wasserspuren - bei der
Oxalkylierung von alkoholischen Komponenten entstehen können, ab.
e3) Eine weitere Gruppe der geeigneten Strukturbrecher besteht aus den wasserlöslichen
Salzen von Mono- und/oder Disulfosuccinaten der niederen Polyalkylenglycole. Besondere
Bedeutung besitzen dabei wiederum die entsprechenden Polyethylenglycol- und Polypropylenglycol-Verbindungen,
wobei Sulfosuccinate und Disulfosuccinate von Polyglycolethern mit einer relativen
Molekülmasse zwischen 600 und 6.000, insbesondere zwischen 1.000 und 4.000, besonders
bevorzugt sind.
Für die Verwendung der anionisch modifizierten Polyalkylenglycole als Strukturbrecher
kommen beliehige Salze, vorzugsweise jedoch die Alkalimetallsalze, insbesondere die
Natrium- und Kalium-Salze, sowie Ammoniumsalze und/ oder Salze von organischen Aminen,
beispielsweise von Triethanolamin, in Betracht. Die für die praktische Anwendung wichtigsten
Salze sind die Natriumsalze der Sulfate, Disulfate, Sulfosuccinate und Disulfosuccinate
von Polyethylenglycol und Polypropylenglycol.
Vorzugsweise werden auch Mischungen der Polyalkylenglycole und ihrer anionisch modifizierten
Derivate in einem beliebigen Mischungsverhältnis eingesetzt. Insbesondere ist dabei
eine Mischung aus Polyalkylenglycol und den Sulfosuccinaten und/oder Disulfosuccinaten
der Polyalkylenglycole bevorzugt. Geeignet ist aber auch eine Mischung aus Polyalkylenglycol
und den entsprechenden Sulfaten und/oder Disulfaten und eine Mischung aus Polyalkylenglycol
und den entsprechenden Sulfaten und/oder Disulfaten sowie den entsprechenden Sulfosuccinaten
und/ oder Sulfodisuccinaten.
e4) Weiterhin sind im Sinne dieser Erfindung geeignete und bevorzugt eingesetzte Strukturbrecher
die Anlagerungsprodukte von etwa 20 bis etwa 80 Mol Ethylenoxid an 1 Mol eines aliphatischen
Alkohols mit im wesentlichen 8 bis 20 Kohlenstoffatomen, die seit langem bekannte Inhaltsstoffe
von Wasch- und Reinigungsmitteln darstellen. Besonders wichtig sind die Anlagerungsprodukte
von 20 bis 60 Mol und insbesondere 25 bis 45 Mol Ethylenoxid an primäre Alkohole,
wie zum Beispiel Kokosfettalkohol oder Talgfettalkohol, an Oleylalkohol, an Oxoalkohole,
oder an sekundäre Alkohole mit 8 bis 18 und vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen.
Beispiele für besonders bevorzugte Strukturbrecher aus der Gruppe der hochethoxylierten
Alkohole sind Talgfettalkohol mit 30 EO und Talgfettalkohol mit 40 EO. Ebenso ist
es bevorzugt, Mischungen einzusetzen, die hochethoxylierte Alkohole enthalten, beispielsweise
Mischungen aus Talgfettalkohol mit 40 EO und Wasser oder aus Talgfettalkohol mit 40
EO und Polyethylenglykol mit einer relativen Molekülmasse zwischen 200 und 2.000.
e5) Weitere geeignete Strukturbrecher sind ethoxylierte, vicinale innenständige Alkmdiole oder 1,2-Alkandiole mit einer Kohlenstoffkette mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen und 4 bis 15 Mol Ethylenoxid
pro Mol Diol. Dabei ist es möglich, daß nur eine der beiden OH-Gruppen oder beide
OH-Gruppen des Alkandiols ethoxyliert sind.
e6) Weiterhin sind als Strukturbrecher modifizierte nichtionische Tenside mit einer
endständigen Säuregruppe geeignet. Hierbei handelt es sich um nichtionische Tenside,
insbesondere um Fettalkohole, bei denen eine OH-Gruppe in eine Gruppe mit einer Carboxylgruppe
umgewandelt wurde. Zu den nichtionischen Tensiden mit endständiger Säuregruppe gehören
somit Ester oder Teilester eines nichtionischen Tensids mit einer Polycarbonsäure
oder einem Polycarbonsäureanhydrid. Beispiele für säure- terminierte nichtionische
Tenside sind die bekannten Polyethercarbonsäuren und Ester beziehungsweise Halbester von C8-18-Alkoholen mit Bernsteinsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, Maleinsäure oder Citronensäure.
e7) Eine weitere Gruppe geeigneter Strukturbrecher besteht aus Alkylenglykol-nonoalkylethern der allgemeinen Formel (VI),
R4O(CH2CH2O)nH (VI)
in der R4 einen Rest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und n eine Zahl von 1 bis 8 darstellen.
Beispiele für diese Gruppe der Zusatzstoffe sind Ethylenglykolmonoethylether und Diethylenglykolmonobutylether.
[0059] Die folgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher erläutern, ohne
ihn darauf einzuschränken.
Beispiele
Beispiel 1
[0060] In einem Versuchssprühturm im Technikumsmaßstab vom Typ "Minor Produktion" der Firma
Niro-Atomizer wurde ein Slurry des Natriumsalzes eines C
16/18-Fettalkoholsulfats unter Zusatz von Natriumcarbonat zu einem rieselfähigen Tensidpulver
umgewandelt. Das Mischungsverhältnis zwischen dem Aniontensid und Natriumcarbonat
betrug 4 : 1, bezogen auf Trockensubstanz.
[0061] Der eingesetzte wäßrige Slurry des Fettalkoholsulfats ist eine weiße bis schwach
gelbe, feste Paste mit den Kenndaten:
| Waschaktive Substanz nach Epton |
54 - 58 Gew.-% |
| Fettalkoholsulfat |
53 - 55 Gew.-% |
| Unsulfiertes |
1 - 3 Gew.-% |
| Gehalt an NaCl |
<= 1 Gew.-% |
| Gehalt an Na2SO4 |
<= 2 Gew.-% |
| pH-Wert (3%ige wäßrige Zubereitung) |
10 - 11,5 |
[0062] Nach Zugabe der wäßrigen Sodalösung stellte sich ein Trokkensubstanzgehalt des Slurries
von 47,7 Gew.-% ein.
[0063] Zur Heißdampftrocknung wurden die folgenden Betriebsparameter eingestellt:
| Dampfeintrittstemperatur |
250 °C |
| Dampfaustrittstemperatur |
175 - 180 °C |
| Turmunterdruck |
16 mbar |
| Feedpumpendruck |
5,5 bar |
| Feedtemperatur |
80 °C |
| Feedmenge |
12 kg/h |
| Dampfmenge |
ca. 350 m3/h |
| Treibgas der Zweistoffdüse |
|
| - Menge |
3,3 m3/h |
| Druck |
0,2 bar |
[0064] Das erhaltene Produkt hatte einen Trockensubstanzgehalt von 99,2 Gew.-%. Das Schüttgewicht
betrug 293 g/l. Eine 90%ige Löslichkeit in Wasser bei 20°C wurde bei 40 Sekunden erreicht.
Das so gewonnene Trägerbead wurde nachfolgend mit flüssigem Niotensid beaufschlagt.
[0065] Die Zugabe des flüssigen Niotensids zu dem Aniontensidpulver erfolgte in einem Mischer
der Firma Lödige. Das Niotensid war eine 4 : 1 Mischung aus einem C
12/14-Fettalkohol mit 3 EO und einem C
12/14-Fettalkohol mit 5 EO.
Die folgenden Betriebsparameter wurden eingestellt:
[0066]
| Mischerdrehzahl |
385 U/min |
| Dosiergeschwindigkeit des Niotensides |
2,3 g/min |
| Nachmischzeit |
1 min |
| Temperatur des Tensidpulvers |
25 °C |
| Temperatur des zudosierten Niotensides |
54 °Cm |
[0067] Es wurden 14 Gew.-% Niotensid, bezogen auf die Masse des Aniontensidpulvers, zugegeben.
Das Schüttgewicht des Tensidpulvers betrug nach Beaufschlagung mit Niotensid 380 g/l.
Die 90%ige Löslichkeit in Wasser bei 20°C lag bei 20 Sekunden.
Beispiel 2
[0068] Es wurde wie in Beispiel 1 gearbeitet. Aufgetrocknet wurde ein wäßriger Slurry mit
53,3 Gew.-% Feststoffgehalt, der sich zusammensetzte aus dem in Beispiel 1 genannten
Natriumsalz eines C
16/18-Fettalkoholsulfates und einem feinteiligen Natriumaluminiumsilikat (Zeolith NaA in
Waschmittelqualität) in 48%iger Suspension, die mit 1,5 Gew.-% Talgalkoholpolyglycolether
stabilisiert war. Das Mischungsverhältnis (Trockengewicht) Aniontensid zu Silicat
betrug 2 : 1. Das Trockenprodukt hatte ein Schüttgewicht von 316 g/l und eine Löslichkeit
von 10 Sekunden. Anschließend wurde das Aniontensid enthaltende Pulver mit 10 Gew.-%
Niotensid beladen. Als Niotensid wurde ein Gemisch aus 19 Teilen des in Beispiel 1
angegebenen C
12/14-Fettalkoholes mit 3 EO sowie C
12/14-Fettalkohol mit 5 EO und einem Teil eines Talgfettalkoholes mit ca. 40 Mol EO eingesetzt.
Der Erstarrungsbereich des Talgfettalkoholes liegt zwischen 42 und 47°C. Das Niotensidgemisch
wurde in flüssiger Form bei 54°C dem pulverförmigen Trockenprodukt aus der Heißdampftrocknung
zugegeben. Das Schüttgewicht des imprägnierten Materials beträgt 492 g/l. Die Löslichkeit
wurde mit weniger als 10 Sekunden bestimmt.
Beispiel 3
[0069] Es wurde wie in Beispielen 1 und 2 gearbeitet. Aufgetrocknet wurde in der Phase des
überhitzten Wasserdampfes ein Slurry mit 24,1% Feststoffgehalt. Die Feststoffbestandteile
der Ausgangsmischung waren das in Beispiel 1 genannte Natriumsalz eines C
16/18-Fettalkoholsulfates, das Di-Natriumsalz einer C
16/18-alpha-Sulfofettsäure und Natriumcarbonat im Mischungsverhältnis 4 : 1 : 1. Das getrocknete
Trägerbead-Pulver hatte ein Schüttgewicht von 220 g/l und eine Löslichkeit (90%) von
20 Sekunden. Das getrocknete Material wurde mit 14 Gew.-% Niotensid beladen. Als Niotensid
wurde eine 4 : 1 Mischung aus einem C
12/14-Fettalkohol mit 3 EO und einem C
12/14-Fettalkohol mit 5 EO eingesetzt. Nach der Niotensidbeladung stellte sich ein Schüttgewicht
von 310 g/l ein. Die Löslichkeit (90%) betrug 16 Sekunden.
Beispiel 4
[0070] verschiedene Gemische aus aniontensidischen Komponenten und wasserlöslichen anorganischen
Hilfsstoffen werden in wäßriger Zubereitung gemäß den Angaben des Beispiels 1 über
eine 2-Stoffdüse (Treibgas Stickstoff) versprüht und im Gegenstrom mit überhitztem
Wasserdampf getrocknet.
[0071] In der nachfolgenden tabellarischen Zusammenstellung sind die eingesetzten Stoffgemische,
die Mischungsverhältnisse der Komponenten in dem jeweiligen Stoffgemisch - bezogen
auf Trockensubstanz -, die im Trockenprodukt erhaltenen Schüttgewichte in g/l, die
Restfeuchte in Gew.-% und die Löslichkeit (90%) unter Standardbedingungen in Wasser
(20°C) zusammengefaßt. Dabei gilt im einzelnen:
Sulfopon T55 (Handelsbezeichnung der Anmelderin):
Aniontensid auf Fettalkoholsulfatbasis
Disalz: Na-Disalz eines C16/18-alpha-Sulfofettsäuregemisches
Dehydol TA40: Talgalkohol-Ethoxylat (im Mittel 40 EO)
Wasserglas A: Wasserlösliches Natriumsilicat in Waschmittelqualität
[0072] Die nachfolgende Tabelle erfaßt die angegebenen Daten für die zum porösen Trägerbead
aufgetrockneten Stoffgemische der angegebenen Art. Auffällig sind die durchweg vergleichsweise
hohen Lösungsgeschwindigkeiten, die sich in den Zahlenwerten zur Löslichkeit (90%)
ausdrücken, obwohl in allen Fällen beträchtliche Mengen der in Kaltwasser an sich
schwer löslichen aniontensidischen Komponenten im jeweiligen Stoffgemisch vorliegen.

Beispiel 5
[0073] Die Stoffmischung für die Gewinnung eines Turmpulvers zur Herstellung eines Textilwaschmittels
(Handelsprodukt "Persil Color") der Anmelderin wird in der Vorrichtung des Beispiels
1 der Trocknung mit überhitztem Wasserdampf zum rieselfähigen Turmpulver unterworfen.
Dabei werden durch Variation der Arbeitsbedingungen unterschiedliche Schüttgewichte
im nicht beladenen aufgetrockneten Turmpulver eingestellt - in der nachfolgenden tabellarischen
Zusammenfassung als "Schüttgewicht-1" bezeichnet.
[0074] Die dampfgetrockneten Turmpulver werden nachfolgend mit unterschiedlichen Mengen
eines Niotensids auf Fettalkoholethoxylatbasis (Handelsprodukt "Dehydol LST 80/20"
der Anmelderin) im Lödige-Mischer beaufschlagt. Dabei werden einerseits unterschiedliche
Niotensidmengen zum anderen Variationen in der Temperatur der getrockneten Turmpulver
und/oder der Temperatur des Niotensids beim Auftrag auf das Trägerbead (Turmpulver)
gewählt.
[0075] Die nachfolgende tabellarische Zusammenstellung gibt Einzelheiten zu den Arbeitsbedingungen
und gibt die im beaufschlagten Fertigprodukt erhaltenen Schüttgewichte (als "Schüttgewicht-2"
bezeichnet) sowie die Löslichkeit (90%) in Wasser bei 20°C in Sekunden an.
Tabelle 2:
| Versuchsergebnisse Prozentangaben als Gew.-% |
| SG1 g/l |
NM % |
TP °C |
TT °C |
SG2 g/l |
L90 s |
| 480 |
20,0 |
26 |
26 |
480 |
12 |
| 480 |
10,0 |
26 |
26 |
560 |
< 10 |
| 480 |
10,0 |
26 |
43 |
580 |
6 |
| 480 |
15,0 |
26 |
40 |
520 |
< 10 |
| 480 |
12,0 |
26 |
46 |
560 |
< 10 |
| 409 |
10,0 |
26 |
35 |
460 |
6 |
| 409 |
11,5 |
26 |
39 |
460 |
16 |
| 570 |
11,5 |
42 |
50 |
591 |
8 |
| 570 |
15,0 |
41 |
50 |
598 |
8 |
| 570 |
20,0 |
40 |
51 |
569 |
13 |
| 570 |
11,5 |
58 |
42 |
610 |
6 |
| 570 |
15,0 |
61 |
50 |
630 |
10 |
| 570 |
20,0 |
60 |
46 |
590 |
9 |
Legende: SG1 = Schüttgewicht 1
NM = Niotensidmenge
TP = TP-Temperatur
TT = Tensidtemperatur
SG2 = Schüttgewicht-2
L90 = Löslichkeit (90%) |
Beispiel 6
[0076] Das gemäß Beispiel 5 heißdampfgetrocknete Turmpulver wird in einer Reihe weiterer
Versuche mit einer 50%igen wäßrigen Zubereitung eines Niotensids auf Basis Alkylglykosid
(Handelsprodukt "APG 600" der Anmelderin) in einem Lödige-Mischer beaufschlagt.
[0077] Das Ausgangsschüttgewicht des hier eingesetzten Textilwaschmittel-Turmpulvers beträgt
im aufgetrockneten Zustand 570 g/l. Die nachfolgende Tabelle 3 faßt die jeweils aufgetragenen
Niotensidmengen, die im Lödige-Mischer vorgegebene Temperatur des Turmpulvers, das
Schüttgewicht des beladenen Turmpulvers (Schüttgewicht-2), die Löslichkeitswerte in
Sekunden (90%) sowie die bestimmten Restfeuchten zusammen. Die Tensidtemperatur beim
Auftrag im Lödige-Mischer lag in allen Fällen bei 40°C.
Tabelle 3:
| Versuchsergebnisse Prozentangaben als Gew.-% |
| NM % |
TP °C |
SG2 g/l |
L90 s |
RF % |
| - |
- |
- |
4 |
7,26 |
| 11,5 |
56 |
560 |
22 |
5,87 |
| 15,0 |
48 |
535 |
28 |
7,77 |
| 20,0 |
56 |
610 |
40 |
7,75 |
| 18,0 |
60 |
560 |
30 |
6,84 |
Beispiel 7
[0078] Im Lödige-Mischer wird unter Einsatz des Niotensids auf APG-Basis gemäß Beispiel
6 eine Reihe von heißdampfgetrockneten Trägerbeads beladen, die durch Heißdampftrocknung
vorgegebener Stoffgemische auf Basis ausgewählter Aniontenside (Sulfopon T55 und "Disalz"
der zuvor angegebenen Art) gegebenenfalls in Abmischung mit Soda, erfindungsgemäß
in einer ersten Verfahrensstufe hergestellt worden sind.
[0079] Die eingesetzten Materialien - in der nachfolgenden Tabelle 4 als "Turmpulver" bezeichnet
-, die Schüttgewichte der eingesetzten Materialien (Schüttgewicht-1), die jeweils
in der zweiten Verfahrensstufe aufgegebene Menge der 50%igen tensidischen APG 600-Komponente,
die Arbeitsbedingungen, das Schüttgewicht der beladenen Trägerbeads (Schüttgewicht-2)
sowie die bestimmten Werte zur Löslichkeit (90%) und zur Restfeuchte sind in der nachfolgenden
Tabelle 4 zusammengefaßt.
Tabelle 4:
| Versuchsergebnisse Prozentangaben als Gew.-% |
| Turmpulver |
SG1 g/l |
NM % |
TP °C |
TT °C |
SG2 g/l |
L90 m/s |
RF % |
| Sulfopon T55 + Soda (80:20) |
237
251 |
-
- |
|
|
|
1/56
1/00 |
1,13
0,81 |
| Sulfopon T55 + Soda (80:20) |
237 |
11,5 |
70 |
50 |
500 |
-/50 |
2,46 |
| Sulfopon T55 + Soda (80:20) |
237 |
6,7 |
57 |
54 |
400 |
-/40 |
2,49 |
| Sulfopon T55 + Disalz (2:1) |
230 |
- |
|
|
|
-/32 |
0,92 |
| Sulfopon T55 + Disalz (2:1) |
230 |
12,0 |
26 |
45 |
330 |
1/20 |
2,98 |
| Sulfopon T55 + Disalz + Soda (4:1:1) |
220 |
- |
|
|
|
-/20 |
1,07 |
| Sulfopon T55 + Disalz + Soda (4:1:1) |
220 |
12,0 |
21 |
50 |
350 |
-/40 |
3,20 |
Beispiel 8
[0080] Aniontensid (Sulfopon T55) in Abmischung mit untergeordneten Mengen Soda - Mischungsverhältnisse
80 : 20 und 70 : 30 - werden in wäßriger Zubereitung der erfindungsgemäßen Sprühtrocknung
mit überhitztem Wasserdampf im Sinne des Beispiels 1 unterworfen. In entsprechender
Weise wird unter Mitverwendung einer untergeordneten Mengen an Strukturbrecher (Dehydol
TA 40) zusammengesetztes Tensid/Soda-Gemisch zum heißdampfgetrockneten Trägerbead
aufgearbeitet - Mischungsverhältnisse Solfopon T55/Soda/Strukturbrecher von 75/20/5.
[0081] Die Schüttgewichte und die Löslichkeiten (90%) dieser nicht beladenen Trägerbead-Materialien
werden bestimmt.
[0082] Nachfolgend werden in einem Lödige-Mischer Proben der Träger-beads mit einem Niotensid-PEG
400-Gemisch beaufschlagt und imprägniert. Als Niotensidgemisch wird eine Mischung
von 3 Gewichtsteilen Fettalkoholethoxylat (Dehydol LST 80/20) und einem Teil PEG 400
verwendet.
[0083] Bestimmt werden an den beladenen Produkten die eingestellten Schüttgewichte und die
Löslichkeit in Wasser bei 20°C (90%).
[0084] Die Arbeitsbedingungen für die jeweilige Beladungsstufe der Trägerbeads und die ermittelten
Produktdaten sind in der nachfolgenden Tabelle 5 zusammengefaßt.
Tabelle 5:
| Versuchsergebnisse Prozentangaben als Gew.-% |
| Turmpulver |
SG1 g/l |
NM % |
TP °C |
TT °C |
SG2 g/l |
L90 m/s |
| Sulfopon T55 + Soda (80:20) |
224 |
|
|
|
|
-/40 |
| Sulfopon T55 + Soda (80:20) |
224 |
12,0 |
21 |
50 |
340 |
-/36 |
| Sulfopon T55 + Soda (70:30) |
193 |
|
|
|
|
-/22 |
| Sulfopon T55 + Soda (70:30) |
193 |
13,0 |
21 |
48 |
330 |
-/32 |
| Sulfopon T55 + Soda + Dehydol TA40 (75:20:5) |
143 |
|
|
|
|
-/18 |
| Sulfopon T55 + Soda + TA40 (75:20:5) |
143 |
12,0 |
21 |
53 |
350 |
1/46 |
[0085] In einer Reihe weiterer Vergleichsversuche wurde ein Niotensidgemisch aus den gleichen
Komponenten jedoch unter Einsatz sehr viel weniger der PEG 400-Komponente verwendet.
Das Mischungsverhältnis des Niotensids (Dehydol LST 80/20) zum PEG 400 beträgt hier
19 : 1. Die entsprechend erhaltenen Werte sind in der nachfolgenden Tabelle 6 zusammengestellt.
Tabelle 6:
| Versuchsergebnisse Prozentangaben als Gew.-% |
| Turmpulver |
SG1 g/l |
NM % |
TP °C |
TT °C |
SG2 g/l |
L90 m/s |
| Sulfopon T55 + Soda (80:20) |
224 |
|
|
|
|
-/40 |
| Sulfopon T55 + Soda (80:20) |
224 |
17,0 |
25 |
45 |
380 |
-/20 |
| Sulfopon T55 + Soda + Dehydol TA40 (75:20:5) |
143 |
|
|
|
|
-/18 |
| T55+Soda + TA40 (75:20:5) |
143 |
14,0 |
25 |
52 |
315 |
-/24 |
[0086] Auffallend ist die deutliche Erhöhung der Auf lösungsgeschwindigkeit in wäßriger
Phase im Falle des als 3-Stoffgemisches eingesetzten Trägerbeads.
Beispiel 9
[0087] Eine mit Beispiel 8 vergleichbare Versuchsreihe verwendet als Hilfsstoff (Strukturbrecher)
zur Verbesserung der Löslichkeit ein hochethoxyliertes Fettalkohol-Niotensid (Dehydol
TA 40), sowohl bei der Herstellung des heißdampfgetrockneten unbeladenen Trägerbeads
als auch bei der Zusammensetzung der in zweiter Stufe aufzubringenden niotensidischen
Beladung.
[0089] Auch hier ist tendenziell die verbesserte Löslichkeit bei Reduzierung der Menge des
als Lösungshilfsmittel eingesetzten Strukturbrechers festzustellen.
Beispiel 10
[0090] In einem Versuchssprühturm im Technikumsmaßstab vom Typ "Minor Produktion" der Firma
Niro-Atomizer wurde ein Slurry des Natriumsalzes eines C
16/18-Fettalkoholsulfats unter Zusatz von Natriumcarbonat zu einem rieselfähigen Tensidpulver
umgewandelt. Das Mischungsverhältnis zwischen dem Aniontensid und Natriumcarbonat
betrug 4 : 1, bzogen auf Trockensubstanz.
[0091] Der eingesetzte wäßrige Slurry des Fettalkoholsulfats ist eine weiße bis schwach
gelbe, feste Paste mit den Kenndaten:
| Waschaktive Substanzen nach Epton |
54 - 58 Gew.-% |
| Fettalkoholsulfat |
53 - 55 Gew.-% |
| Unsulfiertes |
1 - 3 Gew.-% |
| Gehalt an NaCl |
< = 1 Gew.-% |
| Gehalt an Na2SO4 |
< = 2 Gew.-% |
| pH-Wert (3%ige wäßrige Zubereitung) |
10 - 11,5 |
Zur Heißdampftrocknung wurden die folgenden Betriebsparameter eingestellt:
[0092]
| Dampfeintrittstemperatur |
250 °C |
| Dampfaustrittstemperatur |
175 - 180 °C |
| Turmunterdruck |
16 mbar |
| Feedpumpendruck |
5,5 bar |
| Feedtemperatur |
80 °C |
| Feedmenge |
12 kg/h |
| Dampfmenge |
ca. 350 m3/h |
| Treibgas der Zweistoffdüse |
|
| - Menge |
3,3 m3/h |
| Druck |
0,2 bar |
[0093] Das erhaltene Produkt hatte eine Trockensubstanzgehalt von 99,2 Gew.-%. Das Schüttgewicht
betrug 293 g/l. Eine 90%ige Löslichkeit in Wasser bei 20 °C wurde bei 40 Sekunden
erreicht. Das so gewonnene Trägerbad wurde nachfolgend mit Wasser und/oder einem Gemisch
aus Niotensid und Polyethylenglycol (mittlere Molmasse 400) beaufschlagt. Das Niotensid
war eine 4 : 1 Mischung aus einem C
12/14-Fettalkohol mit 3 EO und einem C
12/14-Fettalkohol mit 5 EO (Dehydol LST 80/20
R, Hersteller Henkel KGaA).
[0094] Die Zugabe der oben aufgeführten flüssigen Komponenten erfolgte wahlweise in einem
Mischer der Firma Lödige oder in einem Wirbelschicht-Sprühgranulator des Typs STREA-1
der Firma Arromatic.
Die folgenden Betriebsparameter wurden eingestellt:
1) Mischer:
[0095]
| Mischerdrehzahl |
385 U/min |
| Menge an dampfgetrocknetem Tensidpulver |
5 kg |
| Dosiergeschwindigkeit |
2,3 g/min |
| Nachmischzeit |
1 min |
| Temperatur des Tensidpulvers |
25 °C |
| Temperatur der zudosierten Flüssigkomponente |
25 °C |
2) Wirbelschicht:
[0096]
| Luftmenge |
140 m3/h |
| Menge an dampfgetrocknetem Tensidpulver |
1 kg |
| Dosiergeschwindigkeit |
6 g/min |
| Temperatur der zudosierten Flüssigkomponente |
25 °C |
[0097] In der Tabelle 9 sind die Mengen an aufgesprühter Flüssigkomponente in Gwe.-% sowie
die Löslichkeit (90%) im Wasser bei 20 °C und die entsprechenden Schüttgewichte zusammengefaßt.
Tabelle 9:
| Versuchsergebnisse (Prozentangaben als Gew.-%) |
| |
Flüssigkomponente |
|
|
|
|
| Wasser % |
Niotenside+PEG 400 im Verhältnis 19:1 % |
Mischer |
Wirbel schicht |
L 90 m/s |
SG g/l |
| 10 |
- |
X |
- |
1/- |
245 |
| 10 |
- |
- |
X |
-/50 |
261 |
| 20 |
- |
- |
X |
1/- |
210 |
| 16 |
1 |
X |
- |
-/40 |
260 |
| 6 |
2 |
X |
- |
-/30 |
223 |
| 4 |
4 |
X |
- |
-/28 |
221 |
| - |
6 |
X |
- |
-/30 |
247 |
[0098] Das Vorgemisch aus dampfegetrocknetem Tensidpulver und Flüssigkomponente wurde anschließend
in einem Extruder der Fa. Leistritz bzw. in einer Pelletpresse der Fa. Schlüter granuliert.
Das Feinkorn (< 0,4 mm) und das Überkorn (> 1,25 mm) wurde abgesiebt. Die Gutkornfraktion
mit Partikeldurchmessern zwischen 0,4 und 1,25 mm wie nachstehende Granulateigenschaften
auf (Tabelle 10).
Tabelle 10:
| Flüssigkomponente |
| Wasser % |
Niotenside + PEG 400 Verh. 19:1 % |
Extruder % |
Pellet-presse |
L 90 m/s |
SG g/l |
RF % |
| 10 |
- |
- |
X |
4/50 |
482 |
5,2 |
| 10 |
- |
X |
- |
8/20 |
580 |
4,9 |
| 20 |
- |
X |
- |
2/25 |
532 |
14,2 |
| 30 |
- |
X |
- |
2/10 |
455 |
10,5 |
| 40 |
- |
X |
- |
3/20 |
397 |
20,7 |
| 20 |
10 |
- |
X |
4/40 |
542 |
5,2 |
| 16 |
1 |
- |
X |
3/10 |
482 |
7,7 |
| 6 |
2 |
- |
X |
2/50 |
527 |
10,9 |
| 4 |
4 |
- |
X |
2/45 |
517 |
4,7 |
| - |
6 |
- |
X |
3/- |
480 |
7,3 |
[0099] Die tensidreichen Granulate sind staubfrei, geruchsneutral und besitzen eine gleichmäßige
Kornverteilung. Das Schüttgewicht liegt bei ca. 500 g/l. Die Löslichkeiten variieren
je nach Menge und Art der Benetzungsflüssigkeit zwischen 2 und 3 Minuten bei 20 °C.
Bei Bedarf kann ein "Abpudern" mit Kalziumkarbonat (3 Gew.-%) die Granulate vor einem
Zusammenkleben schützen. Die Zugabe des CaCO
3 erfolgte in einem Marumerizer
R.
1. Für den Einsatz in Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln geeignete Wertstoffe und
Wertstoffgemische in Form eines schüttfähigen kornförmigen Gutes, das durch Beladen
eines im unbeladenen Zustand eine poröse Grundstruktur aufweisenden Grundkorns (Trägerbead)
mit einer Wertstoffe der angegebenen Art enthaltenden Zubereitung (Auftragsmasse)
gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead ein durch Sprüh- und/oder
Wirbelschichttrocknung in überhitztem Wasserdampf gewonnenes Material ist, das im
Temperaturbereich von 100 bis 110 °C als Feststoff vorliegt, dessen Plastizität und
Oberflächenklebrigkeit derart eingeschränkt sind, daß substantielle Verklebungen der
Teilchen miteinander und/oder Verklebungen deren offenporigen Innenstruktur auch unter
den Bedingungen der Einwirkung des überhitzten Wasserdampfs ausscheiden.
2. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead wenigstens
anteilsweise, vorzugsweise wenigstens überwiegend aus Wertstoffen für Netz-, Wasch-
und/oder Reinigungsmittel gebildet und durch Trocknung einer fließfähigen, insbesondere
wäßrigen Zubereitungen in überhitztem Wasserdampf hergestellt worden ist.
3. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das getrocknete Trägerbead
die eingeschränkte Plastizität und Oberflächenklebrigkeit im Temperaturbereich bis
etwa 120 °C aufweist.
4. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragsmasse zu
einem wenigstens substantiellen Anteil in die poröse Innenstruktur des Trägerbeads
eingetragen ist und diese Innenstruktur bevorzugt zu wenigstens 10 Vol.-%, zweckmäßig
zu wenigstens 50 Vol.-% - bezogen auf zugängliches Innenvolumen des Trägerbeads -
belegt.
5. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zugängliche Innenvolumen
des Trägerbeads praktisch vollständig mit Auftragsmasse gefüllt und darüber hinaus
nur begrenzte Mengen an Auftragsmasse auf den Trägerbead-Außenflächen vorliegen, die
bevorzugt höchstens etwa der Innenbefüllung entsprechen, insbesondere aber darunterliegen.
6. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere bei im
Raumtemperatur-Bereich fließfähigen und/oder klebrigen Auftragsmassen keine substantiellen
Mengen der Auftragsmasse im Korn-Außenbereich vorliegen.
7. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead unter
Mitverwendung von Wertstoffen mit Tensidcharakter aufgebaut ist, die vorzugsweise
wenigstens etwa 10 Gew.-%, insbesondere wenigstens etwa 35 Gew.-% des Trägerbeads
ausmachen, dabei aber auch wenigstens etwa 50 Gew.-% - bezogen auf TrägerbeadGewicht
- betragen können.
8. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead Aniontenside,
gegebenenfalls in Abmischung mit wasserlöslichen und/oder feinteiligen wasserunlöslichen
anorganischen und/oder organischen Hilfs- und/oder Wertstoffen, enthält, wobei Aniontenside
oder Aniontensidmischungen bevorzugt sein können, die wenigstens anteilsweise im Temperaturbereich
von etwa 100 bis 110 °C fest sind.
9. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead in Abmischung
mit den tensidischen Verbindungen Hilfs- und/oder Wertstoffe enthält, die zur erforderlichen
Absenkung der Oberflächenklebrigkeit und Plastizität des Mehrkomponentengemisches
beitragen.
10. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead in seiner
Grundstruktur Aniontenside aus den Klassen der Carboxylate, der Sulfonate, einschließlich
der Estersulfonate, der Di-Salze und/oder bevorzugt Aniontenside aus der Klasse der
wasch- und/oder reinigungsaktiven Sulfate enthält.
11. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead aus Gemischen
von einem oder mehreren Tensiden, insbesondere Aniontensiden, und wasserlöslichen
und/oder feinteiligen wasserunlöslichen anorganischen und/oder organischen Wertstoffen
ohne Tensidcharakter aufgebaut ist, wobei als anorganische Mischungskomponenten insbesondere
Alkalisierungsmittel wie lösliche Alkalisilikate (Wasserglas), Soda und/oder Alkalihydroxid,
Builder- und/oder Co-Builderkomponenten wie Phosphate, feinteilige unlösliche Silicate,
insbesondere Zeolith-Verbindungen wie Zeolith-NaA in Waschmittelqualität, oder Bentonite
und/oder Kristallwasser-bindende Salze, wie Natriumsulfat, vorliegen.
12. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead in seiner
Korngrundstruktur die anorganischen und/oder organischen Hilfsstoffe in Mengen nicht
über etwa 60 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 5 bis 50 Gew.-% und insbesondere
in Mengen von 10 bis 30 Gew.-% - Gew.-% bezogen auf unbeladenes getrocknetes Trägerbead
- enthält.
13. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerbead in seiner
Korngrundstruktur die Aniontenside in Abmischung mit hinreichend temperaturstabilen
sonstigen Wertstoffen des Bereichs der Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel, insbesondere
aus den Klassen der Niotenside, der organischen Builder/Co-Builder, der Vergrauungs-
und Verfärbungsinhibitoren, der Schaumregulatoren und/oder der optischen Aufheller
enthält, wobei Abmischungen der Aniontenside mit Hilfsstoffen zur Verbesserung der
Aniontensid-Auflösung in wäßrigen Phasen wie Dispergatoren, Hydrotrope, Strukturbrecher
und/oder sonstigen Lösungsvermittler bevorzugt sein können.
14. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zum schüttfähigen
Gut getrocknete Trägerbead in wenigstens einer anschließenden Arbeitsstufe (2. Stufe)
mit einer bei Applikationstemperatur fließfähigen und Wert- und/oder Hilfsstoffe des
angegebenen Einsatzgebietes enthaltenden Zubereitung der Auftragsmasse beaufschlagt
und vorzugsweise durchdringend imprägniert worden ist.
15. Kornförmiges Gut nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß als Auftragsmasse der
2. Stufe wenigstens anteilig Wertstoffe mit Tensidcharakter, insbesondere Niotenside
und/oder Aniontenside, lösungsvermittelnde Hilfsstoffe insbesondere für eine beschleunigte
Auflösung beziehungsweise Emulgierung der Trägerbeads in wäßrigen Phasen und/oder
temperaturempfindliche Hilfsstoffe aus dem Gebiet der Netz- Wasch- und/oder Reinigungsmittel
vorliegen.
16. Kornförmiges Gut nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragsmasse der
2. Stufe als solche bei Raumtemperatur oder wenigstens bei Auftragstemperatur auf
das Trägerbead eine flüssige Phase darstellt und/oder unter Einsatz einer Hilfsflüssigkeit,
insbesondere Wasser, zur Lösung, Emulsion, feinteiligen Dispersion oder Suspension,
umgewandelt werden kann.
17. Kornförmiges Gut nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragsmasse der
2. Stufe in Mengen (Gew.-% bezogen auf Trägerbead Trockengewicht) von wenigstens etwa
1 Gew.-% bis zur maximalen Befüllbarkeit des Trägerbeads vorliegt, wobei Mengen im
Bereich von etwa 3 bis 80 Gew.-%, zweckmäßig von etwa 5 bis 50 Gew.-% und insbesondere
von etwa 10 bis 35 Gew.-% Auftragsmasse bevorzugt sein können, (Gew.-% hier bezogen
auf Gewicht des unbeladenen Trägerbeads).
18. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche Anteile
der Auftragsmasse auch auf der Außenfläche der Trägerbeads vorliegen können, die gleich
und/oder verschieden zu der in die porige Grundstruktur des Trägerbeads eingetragenen
Auftragsmasse sind.
19. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - insbesondere zusammen
mit einem aniontensidhaltigen Trägerbead - als Auftragsmasse Niotenside vorliegen,
die bevorzugt den Klassen der organophile Reste aufweisenden Polyglycolether, entsprechender
Polyglycolester, Mischether und/oder Mischester, den Alkyloligoglykosid-Verbindungen,
Zucker- und/oder Eiweiß-Tensiden und/oder den Nio-Spezialtensiden zugehören.
20. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als lagerstabil schüttund
rieselfähige Masse ausgebildet ist, die erforderlichenfalls nach dem Gutauftrag der
2. Stufe nochmals getrocknet worden ist, wobei der Gehalt an nicht gebundenem Restwasser
bevorzugt unter 10 Gew.-%, insbesondere nicht über 5 Gew.-% bezogen auf beladenes
Trägerbead - liegt.
21. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Aniontensidkomponenten
im Trägerbead ABS, FAS, FAES, MES und/oder Di-Salze, enthält, wobei beim Vorliegen
von ABS, FAS, FAES und/oder MES als Hauptbestandteil des Träger-Beads die Mitverwendung
beschränkter Mengen an temperaturstabilen, im Trockenzustand nicht-klebrigen löslichen
und/oder feinteilig unlöslichen Komponenten organischer und/oder anorganischer Natur
bevorzugt ist.
22. Kornförmiges Gut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Di-Salze als Aniontensid
und/oder als temperaturstabile Zusatzkomponente als Bestandteil des Trägerbeads vorliegen.
23. Poröses Trägerbead für die Herstellung von festen Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln
mit verbesserter Wasserlöslichkeit, das insbesondere als Träger für die Aufhahme von
Wert- und/oder Hilfsstoffen des angenannten Anwendungsgebietes geeignet ist und durch
Heißgastrocknung einer fließfähigen, insbesondere wäßrigen Zubereitung des Trägerbead-Materials
gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß es eine saugfähig poröse Innenstruktur
aufweist, durch Sprüh- und/oder Wirbelschichttrocknung in überhitztem Wasserdampf
hergestellt worden ist, und im Temperaturbereich von 100 bis 110 °C, bevorzugt im
Temperaturbereich bis 120 °C, als Feststoff vorliegt, dessen Plastizität und Oberflächenklebrigkeit
derart eingeschränkt sind, daß substantielle Verklebungen der Teilchen miteinander
und/oder deren offenporigen Innenstruktur auch unter den Bedingungen der Einwirkung
des überhitzten Wasserdampfs ausscheiden.
24. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß es unter Mitverwendung
von Wertstoffen mit Tensidcharakter, insbesondere unter Mitverwendung von Aniontensiden,
hergestellt worden ist.
25. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß es zu wenigstens
etwa 15 Gew.-%, vorzugsweisen zu mehr als 25 Gew.-% und insbesondere zu wenigstens
50 Gew.-% bezogen auf poröses Trägerbead - aus Aniontensiden besteht.
26. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß es Aniontensiden
aus den Klassen der wasch- und reinigungsaktiven Carboxylate, entsprechender Sulfonate
einschließlich der Estersulfonate, der Di-Salze und bevorzugt aus der Klasse der wasch-
und reinigungsaktiven Sulfate enthält.
27. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß es die Aniontenside
in Abmischung mit wasserlöslichen und/oder feinteiligen wasserunlöslichen anorganischen
und/oder organischen Hilfs- und/oder Wertstoffen enthält, die bevorzugt im Trockenzustand
fest und nichtklebrig sind, wobei Aniontenside oder Aniontensidmischungen bevorzugt
sein können, die wenigstens anteilsweise im Temperaturbereich von 100 bis 110 °C fest
sind.
28. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß es unter Mitverwendung
von organischen und/oder anorganischen nicht-tensidischen Hilfs- und/oder Wertstoffen
des angegebenen Einsatzgebietes aufgebaut ist, dabei in aufgetrockneter Form im Temperaturbereich
von 100 bis 110 °C als Feststoff vorliegt und bevorzugt nicht-klebrige Beschaffenheit
aufweist.
29. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Gemischen
von Tensiden, insbesondere Aniontensiden, und wasserlöslichen und/oder feinteiligen
wasserunlöslichen anorganischen Wertstoffen ohne Tensidcharakter aufgebaut ist, wobei
als anorganische Mischungskomponenten insbesondere Alkalisierungsmittel wie lösliche
Alkalisilikate (Wasserglas), Soda und/oder Alkalhydroxid, Builder- und/oder Co-Builderkomponenten
wie Phosphate, feinteilige unlösliche Silikate, insbesondere Zeolith-Verbindungen
wie Zeolith- NaA in Waschmittelqualität, oder Bentonite und/oder Kristallwasser-bindende
Salze, wie Natriumsulfat, vorliegen.
30. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß es in seiner Korngrundstruktur
die Aniontenside in Abmischung mit hinreichend temperaturstabilen sonstigen Wertstoffen
der Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel, insbesondere aus den Klassen der Niotenside,
der organischen Builder/Co-Builder, der Vergrauungs- und Verfarbungshinhibitoren,
der Schaumregulatoren und/oder der optischen Aufheller, enthält, wobei Abmischungen
der Aniontenside mit Hilfsstoffen zur Verbesserung der Aniontensidauflösung in wäßrigen
Phasen wie Dispergatoren, Hydrotrope, Strukturbrecher und/oder sonstigen Lösungsvermittler
bevorzugt sein können.
31. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß es als Aniontensidkomponenten
ABS, FAS, FAES, MES und/oder Di-Salze enthält, wobei beim Vorliegen von ABS, FAS,
FAES und/oder MES als Hauptbestandteil des Trägerbeads die Mitverwendung beschränkter
Mengen an temperaturstabilen löslichen und/oder feinteilig unlöslichen Komponenten
organischer und/oder anorganischer Natur bevorzugt ist.
32. Poröses Trägerbead nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß Di-Salze als Aniontensid
und/oder als temperaturstabile Zusatzkomponente im Trägerbead vorliegen.
33. Verwendung der porösen Trägerbeads nach Anspruch 23 und/oder des kornförmigen Gutes
nach Anspruch 1 als Bestandteil von Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmitteln in fester
Anbietungsform.
34. Verfahren zur Herstellung des kornförmigen Gutes nach Anspruch 1, bei dem man wäßrige
Zubereitungen der das Trägerbead bildenden Materialien der Trocknung in überhitztem
Wasserdampf, insbesondere einer entsprechenden Sprühtrocknung und/oder Trocknung in
der Wirbelschicht unterwirft und das gebildete Trägerbead mit einer fließfähgen Zubereitung
von Wertstoffen des Gebietes der Netz-, Wasch- und/oder Reinigungsmittel beaufschlagt,
dabei bevorzugt durchdringend imprägniert und erforderlichenfalls das imprägnierte
Gut einer Nachtrocknung unterwirft.
35. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß der Gutauftrag auf das vorgebildete
Trägerbead bei Temperaturen von höchstens etwa 100 °C vorzugsweise im Bereich von
Raumtemperatur bis 75 °C durchgeführt wird.
36. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Imprägnierung eingesetzte
fließfähige Wertstoffzubereitung und/oder das Trägerbead auf angehobene Temperaturen
im Arbeitsbereich vorgewärmt werden.
37. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß der Gutauftrag auf das vorgebildete
Trägerbead mehrstufig erfolgt, wobei in den einzelnen Auftragsstufen gleiche und/oder
unterschiedliche Materialien eingesetzt werden können.
1. Useful materials and mixtures thereof for use in wetting agents, detergents and/or
cleaning products in the form of free-flowing granules which are obtained by impregnating
basic granules (carrier beads) which, in their non-impregnated state, have a porous
basic structure with a preparation containing useful materials of the type mentioned
above (coating composition), characterized in that the carrier beads are a material
which has been obtained by spray-drying and/or fluidized-bed drying in superheated
steam and which is present in solid form at temperatures in the range from 100 to
110°C, the plasticity and surface tackiness of the solid material being limited to
such an extent that there is no significant adhesion of the particles to one another
and/or within their open-pored inner structure, even under the conditions of exposure
to the superheated steam.
2. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that the carrier beads
are formed at least partly and preferably at least predominantly of useful materials
for wetting agents, detergents and/or cleaning products and have been produced by
drying of a free-flowing, more particularly aqueous, preparation in superheated steam.
3. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that the dried carrier
beads have the limited plasticity and surface tackiness at temperatures of up to about
120°C.
4. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that at least a substantial
part of the coating composition is introduced into the porous inner structure of the
carrier beads and preferably impregnates at least 10% by volume and, more preferably
at least 50% by volume of the inner structure, based on the accessible inner volume
of the carrier beads.
5. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that the accessible inner
volume of the carrier beads is almost completely filled with coating composition and,
in addition, only limited quantities of coating composition are present on the outer
surfaces of the carrier beads, preferably corresponding at most to the inner filling
and, more preferably, amounting to less than the inner filling.
6. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that no significant amounts
of the coating composition are present in the outer region of the granules, particularly
in cases where the coating composition is free-flowing and/or tacky at room temperature.
7. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that the carrier beads
are formed using surface-active useful materials which preferably make up at least
about 10% by weight and, more preferably, at least about 35% by weight of the carrier
beads or may even make up at least about 50% of the weight of the carrier beads.
8. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that the carrier beads
contain anionic surfactants, optionally in admixture with water-soluble and/or fine-particle
water-insoluble inorganic and/or organic auxiliaries and/or useful materials, anionic
surfactants or anionic surfactant mixtures which are at least partly solid at temperatures
in the range from about 100 to 110°C being preferred.
9. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that the carrier beads
contain in admixture with the surface-active compounds auxiliaries and/or useful materials
which contribute towards the necessary reduction in the surface tackiness and plasticity
of the multicomponent mixture.
10. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that, in their basic structure,
the carrier beads contain anionic surfactants from the classes of carboxylates, sulfonates,
including ester sulfonates, disalts and/or preferably anionic surfactants from the
class of washing- and/or cleaning-active sulfates.
11. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that the carrier beads
are made up of mixtures of one or more surfactants, particularly anionic surfactants,
and water-soluble and/or fine-particle water-insoluble inorganic and/or organic non-surface-active
useful materials, the inorganic mixture components present being in particular alkalizing
agents, such as soluble alkali metal silicates (waterglass), soda and/or alkali metal
hydroxide, builder and/or co-builder components, such as phosphates, fine-particle
insoluble silicates, more particularly zeolite compounds, such as detergent-quality
zeolite NaA, or bentonites and/or salts capable of binding water of crystallization,
such as sodium sulfate.
12. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that the carrier beads
contain the inorganic and/or organic auxiliaries in their basic structure in quantities
of not more than about 60% by weight, preferably in quantities of 5 to 50% by weight
and, more preferably, in quantities of 10 to 30% by weight, based on the non-impregnated
dried carrier beads.
13. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that, in their basic structure,
the carrier beads contain the anionic surfactants in admixture with other sufficiently
thermally stable useful materials from the field of wetting agents, detergents and/or
cleaning products, more particularly from the classes of nonionic surfactants, organic
builders/co-builders, redeposition and discoloration inhibitors, foam regulators and/or
optical brighteners, mixtures of the anionic surfactants with auxiliaries for improving
the dissolution of the anionic surfactants in aqueous phases, such as dispersants,
hydrotropes, structure breakers and/or other solubilizers, being preferred.
14. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that, in at least one
subsequent step (second step), the carrier beads dried to form a pourable material
are coated and, preferably, impregnated throughout with a preparation of the coating
composition containing useful materials and/or auxiliaries from the field of application
in question which are liquid at the application temperature.
15. A granular material as claimed in claim 14, characterized in that surface-active useful
materials, more particularly nonionic surfactants and/or anionic surfactants, solubilizing
auxiliaries, more particularly for the accelerated dissolution or emulsification of
the carrier beads in aqueous phases, and/or temperature-sensitive auxiliaries from
the field of wetting agents, detergents and/or cleaning products are at least partly
present as the coating composition of the second step.
16. A granular material as claimed in claim 14, characterized in that the coating composition
of the second step as such is a liquid phase at room temperature or at least at the
temperature at which it is applied to the carrier beads and/or may be converted into
a solution, emulsion, fine-particle dispersion or suspension using an auxiliary liquid,
more particularly water.
17. A granular material as claimed in claim 14, characterized in that the coating composition
of the second step is present in quantities (% by weight, based on the dry weight
of the carrier beads) of at least about 1% by weight to the maximum absorption capacity
of the carrier beads, quantities of from about 3 to 80% by weight, preferably from
about 5 to 50% by weight and, more preferably, from about 10 to 35% by weight (based
on the weight of the non-impregnated carrier beads) of the coating composition being
preferred.
18. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that additional quantities
of the coating composition, which are the same as and/or different from the coating
composition introduced into the porous basic structure of the carrier beads, may also
be present on the outer surface of the carrier beads.
19. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that nonionic surfactants
preferably belonging to the classes of polyglycol ethers containing organophilic residues,
corresponding polyglycol esters, mixed ethers and/or mixed esters, alkyl oligoglycoside
compounds, sugar and/or protein surfactants and/or special nonionic surfactants are
present as the coating composition, particularly in conjunction with carrier beads
containing anionic surfactants.
20. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that it is in the form
of storable, pourable and free-flowing granules which, if necessary, have been redried
after coating in the second step, the content of unbound residual water preferably
being less than 10% by weight and, more preferably, not exceeding 5% by weight, based
on impregnated carrier beads.
21. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that it contains ABS,
FAS, FAES, MES and/or disalts as anionic surfactant components in the carrier beads,
the presence of limited quantities of thermally stable, soluble and/or insoluble fine-particle
components of organic and/or inorganic character which are non-tacky in their dry
state being preferred where ABS, FAS, FAES and/or MES is/are present as the principle
constituent of the carrier beads.
22. A granular material as claimed in claim 1, characterized in that disalts are present
as the anionic surfactant and/or as a thermally stable additional component of the
carrier beads.
23. Porous carrier beads for the production of solid wetting agents, detergents and/or
cleaning products having an improved solubility in water, which are particularly suitable
as carriers for absorbing useful materials and/or auxiliaries from the field mentioned
above and which are obtained by drying a free-flowing, more particularly aqueous,
preparation of the carrier bead material with hot gas, characterized in that it has
an absorbent porous inner structure, has been produced by spray drying and/or fluidized
bed drying in superheated steam and are present in solid form at temperatures in the
range from 100 to 110°C and preferably at temperatures of up to 120°C, their plasticity
and surface tackiness being limited to such an extent that there is no significant
adhesion of the particles to one another and/or within their open-pored inner structure,
even under the conditions of exposure to the superheated steam.
24. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that they have been
produced using surface-active useful materials, more particularly anionic surfactants.
25. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that at least about
15% by weight, preferably more than 25% by weight and, in particular, at least 50%
by weight of the porous carrier beads consist of anionic surfactants.
26. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that they contain anionic
surfactants from the classes of washing- and cleaning-active carboxylates, corresponding
sulfonates, including ester sulfonates, disalts and preferably from the class of washing-
and cleaning-active sulfates.
27. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that they contain the
anionic surfactants in admixture with water-soluble and/or fine-particle water-insoluble
inorganic and/or organic auxiliaries and/or useful materials which are preferably
solid and non-tacky in their dry state, anionic surfactants or mixtures of anionic
surfactants which are at least partly solid at temperatures in the range from 100
to 110°C being preferred.
28. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that they are made up
using organic and/or inorganic non-surface-active auxiliaries and/or useful materials
from the field of application in question, are present in solid form at temperatures
of from 100 to 110°C after drying and are preferably non-tacky.
29. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that they are made up
of mixtures of surfactants, more particularly anionic surfactants, and water-soluble
and/or fine-particle water-insoluble, inorganic non-surface-active useful materials,
the inorganic mixture components present being in particular alkalizing agents, such
as soluble alkali metal silicates (waterglass), soda and/or alkali metal hydroxide,
builder and/or co-builder components, such as phosphates, fine-particle insoluble
silicates, more particularly zeolite compounds, such as detergent-quality zeolite
NaA, or bentonites and/or salts capable of binding water of crystallization, such
as sodium sulfate.
30. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that, in their basic
structure, they contain the anionic surfactants in admixture with other sufficiently
thermally stable useful materials from the field of wetting agents, detergents and/or
cleaning products, more particularly from the classes of nonionic surfactants, organic
builders/co-builders, redeposition and discoloration inhibitors, foam regulators and/or
optical brighteners, mixtures of the anionic surfactants with auxiliaries for improving
the dissolution of the anionic surfactants in aqueous phases, such as dispersants,
hydrotropes, structure breakers and/or other solubilizers, being preferred.
31. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that they contain as
anionic surfactant components ABS, FAS, FAES, MES and/or disalts as anionic surfactant
components in the carrier beads, the presence of limited quantities of thermally stable,
soluble and/or insoluble fine-particle components of organic and/or inorganic character
which are non-tacky in their dry state being preferred where ABS, FAS, FAES and/or
MES is/are present as the principal constituent of the carrier beads.
32. Porous carrier beads as claimed in claim 23, characterized in that disalts are present
as the anionic surfactant and/or as a thermally stable additional component of the
carrier beads.
33. The use of the porous carrier beads claimed in claim 23 and/or the granular material
claimed in claim 1 as a constituent of solid wetting agents, detergents and/or cleaning
products.
34. A process for the production of the granular material claimed in claim 1, in which
aqueous preparations of the materials forming the carrier beads are subjected to drying
in superheated steam, more particularly to corresponding spray drying and/or fluidized
bed drying, and the carrier beads formed are coated and preferably impregnated throughout
with a free-flowing preparation of useful materials from the field of wetting agents,
detergents and/or cleaning products and, if necessary, the impregnated material is
subsequently dried.
35. A process as claimed in claim 34, characterized in that the coating composition is
applied to the preformed carrier beads at temperatures of at most about 100°C and
preferably at temperatures in the range from room temperature to 75°C.
36. A process as claimed in claim 34, characterized in that the free-flowing useful material
preparation used for impregnation and/or the carrier beads are preheated to raised
temperatures in the working range.
37. A process as claimed in claim 34, characterized in that the coating composition is
applied to the preformed carrier beads in several stages, the same materials and/or
different materials being used in the individual stages.
1. Produits d'intérêt ou substances de valeurs appropriées pour l'utilisation dans des
produits de mouillage, de lavage et/ou de nettoyage, et des mélanges de substances
de valeur sous forme d'un produit granuleux apte à l'écoulement qui est produit par
chargement d'un grain de base qui possède à l'état non chargé une structure de base
poreuse (perles support) avec une préparation qui contient des substances de valeur
du type mentionné (masse d'application),
caractérisées en ce que
les perles support sont un matériau produit par séchage par pulvérisation et/ou en
lit fluidifié à la vapeur d'eau surchauffée qui se présente sous forme de matière
solide dans la zone de température allant de 100 à 110°C, dont la plasticité et l'adhésivité
des surfaces sont limitées de sorte que des collages essentiels des particules les
unes avec les autres et/ou des collages de leur structure interne à pores ouverts
se séparent aussi dans les conditions de l'action de la vapeur d'eau surchauffée.
2. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles support sont formées au moins partiellement, de préférence au moins de
façon prépondérante de substances de valeur pour produits mouillants, de lavage et/ou
de nettoyage et ont été produits par séchage de préparations aptes à l'écoulement,
en particulier aqueuses dans la vapeur d'eau surchauffée.
3. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles support séchées possèdent la plasticité et l'adhésivité de surface limitée
dans une zone de température allant jusqu'à environ 120°C.
4. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la masse d'application est introduite pour une quantité au moins substantielle dans
la structure poreuse interne des perles de support et que cette structure interne
occupe de préférence pour au moins 10 % en volume, d'une manière appropriée pour au
moins 50 % en volume, rapporté au volume interne accessible des perles de support.
5. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le volume interne disponible des perles de support est rempli pratiquement complètement
avec la masse d'application et en outre des quantités seulement limitées de masse
d'application sont présentes sur les surfaces externes des perles de support qui correspondent
de préférence au plus à environ le remplissage interne en particulier cependant se
trouvent insérées.
6. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
en particulier dans des masses d'application aptes à l'écoulement et/ou collantes
dans la zone de température ambiante, aucune quantité substantielle de la masse d'application
n'est présente dans la zone extérieure du grain.
7. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles de support sont constituées avec utilisation conjointe de substances de
valeur ayant un caractère tensioactif, qui représentent de préférence au moins environ
10 % en poids, en particulier au moins environ 35 % en poids des perles de support,
également environ 50 % en poids, rapporté au poids de perles de support.
8. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles de support renferment des agents tensioactifs, anioniques, le cas échéant
en mélange avec des substances auxiliaires et/ou des substances de valeur solubles
dans l'eau, et/ou insolubles dans l'eau finement divisées, minérales et/ou organiques,
pour lesquelles on peut préférer des agents tensioactifs anioniques ou des mélanges
d'agents tensioactifs anioniques qui sont solides au moins partiellement dans la zone
de température allant environ de 100 à 110°C.
9. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles de support renferment en mélange avec les composés tensioactifs des substances
auxiliaires et/ou des substances de valeur qui contribuent à l'abaissement nécessaire
de l'adhésivité des surfaces et à la plasticité du mélange multi-composants.
10. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles de support renferment dans leur structure de base des agents tensioactifs
anioniques choisis dans les classes des carboxylates, des sulfonates y compris des
esters de sulfonate, des di-sels et/ou de préférence des agents tensioactifs choisis
dans la classe des sulfates actifs pour le lavage et/ou le nettoyage.
11. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles de support sont constituées de mélanges d'un ou plusieurs agents tensioactifs
en particulier des agents tensioactifs anioniques et de substances de valeur sans
caractère tensioactif, solubles dans l'eau et/ou insoluble dans l'eau finement divisées,
minérales et/ou organiques dans lesquels comme composants de mélange minéraux, en
particulier des produits d'alcalinisation comme des silicates de métal alcalin solubles
(verre soluble), du carbonate de sodium et/ou un hydroxyde de métal alcalin, des composants
d'agents de structuration et/ou de co-agents de structuration sont présents comme
des phosphates, des silicates finement divisés insolubles, en particulier des composés
de zéolite, comme la zéolite NaA à la qualité de produit de lavage ou des bentonites
et/ou des sels qui se lient à l'eau de cristallisation comme le sulfate de sodium.
12. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles de support renferment dans leur structure de grains, les substances auxiliaires
minérales et/ou organiques en quantités qui ne sont pas supérieurs à environ 60 %
en poids, de préférence dans la zone de 5 à 50 % en poids, et en particulier en quantités
allant de 10 a 30 % en poids, les % en poids étant rapportés aux perles de support
séchées non chargées.
13. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles de support renferment dans leur structure de base de grains les agents
tensioactifs en mélange avec des substances de valeur par ailleurs suffisamment stables
à la température du domaine des produits mouillants, des produits de lavage et/ou
des produits de nettoyage, en particulier ceux des classes des agents tensioactifs
non ioniques des agents de structuration/co-agents de structuration organiques, des
inhibiteurs de grisaillement et de coloration, des régulateurs de mousse, et/ou des
azurants optiques, dans lesquels des mélanges d'agents tensioactifs anioniques avec
les substances auxiliaires en vue de l'amélioration de la mise en solution de l'agent
tensioactif, dans les phases aqueuses comme des agents dispersants, des substances
hydrotropes, des agents qui provoquent la rupture de la structure et/ou d'autres agents
dissolvants peuvent être préférés.
14. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les perles de support séchées pour le produit apte à l'écoulement ont été mises en
contact dans au moins une étape de travail à la suite (2ème étape) avec une préparation
de masse d'application renfermant des substances de valeur et/ou des substances auxiliaires
aptes à l'écoulement à la température d'application du domaine d'utilisation indiqué
et ont été imprégnées de préférence par pénétration.
15. Produit granuleux selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
comme masse d'application de la deuxième étape au moins partiellement des substances
de valeur, ayant un caractère tensioactif, en particulier sont présents des agents
tensioactifs non ioniques et/ou des agents tensioactifs anioniques des substances
auxiliaires qui servent d'aide à la dissolution, en particulier pour l'accélération
de la mise en solution ou d'une mise en émulsion des perles de support dans des phases
aqueuses et/ou des substances auxiliaires sensibles à la température provenant du
domaine des produits mouillants, des produits de lavage et/ou des produits de nettoyage.
16. Produit granuleux selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
la masse d'application de la deuxième étape représente comme telle à la température
ambiante ou au moins à la température d'application sur les perles de support, une
phase liquide et/ou peut être transformé en utilisant un liquide auxiliaire, en particulier
l'eau, en solution, émulsion, dispersion ou suspension finement divisée.
17. Produit granuleux selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
la masse d'application de la deuxième étage est présente en quantité (% en poids rapporté
au poids sec de perles de support) d'au moins environ 1 % en poids jusqu'à la capacité
maximale de remplissage des perles de support, pour lesquelles des quantités dans
la zone environ de 3 à 80 % en poids, d'une manière appropriée environ de 5 à 50 %
en poids et en particulier environ de 10 à 35 % en poids de masse d'application peuvent
être préférées (% en poids ici rapportés au poids des perles de support non chargées).
18. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
des quantités supplémentaires de masse d'application peuvent se présenter aussi sur
les surfaces externes des perles de support qui sont identiques ou différentes des
masses d'application introduites dans la structure de base poreuse des perles de support.
19. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
en particulier conjointement aux perles de support qui renferment un agent tensioactif
anionique, des agents tensioactifs non ioniques sont présents comme masse d'application,
qui appartiennent de préférence aux classes des éthers de polyglycols possédant des
radicaux organophiles, les esters de polyglycols correspondants, des éthers et/ou
des esters mixtes, aux dérivés d'alkyloligoglycosides, aux agents tensioactifs dérivés
de sucres et/ou d'albumine et/ou aux agents tensioactifs spéciaux non ioniques.
20. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
il est réalisé sous forme d'une masse stable au stockage apte à l'écoulement et au
ruissellement qui au cas où c'est nécessaire, après l'application de produit de la
deuxième étape, a été séchée encore une fois dans lequel la teneur en eau résiduelle
non liée se situe de préférence en dessous de 10 % en poids, en particulier pas au-dessus
de 5 % en poids rapporté aux perles de support chargées.
21. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
il renferme comme composants tensioactifs anioniques dans les perles de support, ABS,
FAS, FAES, MES et/ou leurs di-sels, pour lesquels dans le cas de présence de ABS,
FAS, FAES et/ou MES comme constituant principal des perles de support, on préfère
l'utilisation conjointe de quantités limitées de composants de nature organique et/ou
minérale stables à la température, non collants à l'état sec, solubles et/ou insolubles
finement divisés.
22. Produit granuleux selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
des di-sels sont présents comme agent tensioactif anionique et/ou comme composant
d'addition stable à la température en tant que constituant des perles de support.
23. Perle de support poreuse pour la fabrication de produits mouillants, de produits de
lavage et/ou de nettoyage solides ayant une solubilité améliorée dans l'eau, qui conviennent
en particulier comme support pour recevoir des substances de valeur et/ou auxiliaires
du domaine d'application mentionné, et qui sont produits par séchage à la vapeur surchauffée
d'un matériau de perles de support apte à l'écoulement, en particulier d'une préparation
aqueuse,
caractérisé en ce qu'
elle possède une structure interne poreuse absorbante par séchage par pulvérisation
et/ou en lit fluidifié dans de la vapeur d'eau surchauffée et se présente dans la
zone de température allant de 100 à 110°C, de préférence dans la zone de température
allant jusqu'à 120°C, sous forme de matière solide, dont la plasticité et l'adhésivité
de la surface sont restreintes de façon que des collages substantiels des particules
les unes avec les autres et/ou dont la structure interne à pores ouverts se sépare
aussi dans les conditions de l'action de la vapeur d'eau surchauffée.
24. Perle de support poreuse selon la revendication 23,
caractérisée en ce qu'
elle a été produite en utilisant conjointement des substances de valeur ayant un caractère
tensioactif, en particulier en utilisant conjointement des agents tensioactifs anioniques.
25. Perlede support poreuse selon la revendication 23,
caractérisée en ce que
pour au moins environ 15 % en poids, de préférence pour plus de 25 % en poids et en
particulier pour au moins 50 % en poids, rapporté à la perle de support poreuse, elle
consiste en des agents tensioactifs anioniques.
26. Perle de support poreuse selon la revendication 23,
caractérisée en ce qu'
elle renferme des agents tensioactifs anioniques choisis dans les classes des carboxylates
actifs pour le nettoyage et le lavage, des sulfonates correspondants y compris des
esters de sulfonate, des di-sels et de préférence dans la classe des sulfates actifs
pour le lavage et le nettoyage.
27. Perle de support poreuse selon la revendication 23,
caractérisée en ce qu'
elle renferme les agents tensioactifs anioniques en mélange avec des substances auxiliaires
et/ou des substances de valeurs minérales et/ou organiques solubles dans l'eau et/ou
insolubles dans l'eau finement divisées qui de préférence sont solides à l'état sec
et non collants pour lesquels les agents tensioacrifs anioniques ou les mélanges d'agents
tensioactifs anioniques peuvent être préférés qui sont solides au moins partiellement
dans la zone de température allant de 100 à 110°C.
28. Perle de support poreuss selon la revendication 23,
caractérisée en ce qu'
elle est construite en utilisant conjointement des substances auxiliaires et/ou des
substances de valeur non tensioactives organiques et/ou minérales, du domaine d'utilisation
indiqué, de cette manière sous forme séchée dans la zone de température de 100 à 110°C,
elle se présente sous forme de solide et possède de préférence une structure non adhésive.
29. Perle de support poreuse selon la revendication 23,
caractérisée en ce qu'
elle est constituée de mélanges d'agents tensioactifs, en particulier d'agents tensioactifs
anioniques, et de substances de valeur sans caractère tensioactif solubles dans l'eau
et/ou insolubles dans l'eau finement divisées, minérales dans lesquels comme composants
de mélange minéraux, en particulier des agents d'alcalinisation comme des silicates
de métal alcalin soluble (verre soluble), du carbonate de sodium et/ou un hydroxyde
de métal alcalin, des composants d'agents de structuration et/ou de co-structuration
comme des phosphates, des silicates insolubles finement divisés, en particulier des
composés de zéolite comme en composé de zéolite NaA comme qualité des produits de
lavage, ou des bentonites et/ou des sels qui se lient à l'eau de cristallisation comme
le sulfate de sodium.
30. Perle de support poreuse selon la revendication 23,
caractérisée en ce qu'
elle renferme dans leur structure de base de grain, les agents tensioactifs anioniques
en mélange avec des substances de valeur suffisamment stables à la température de
produits mouillants, de produits de lavage et de nettoyage, en particulier choisis
dans les classes des agents tensioactifs non ioniques, des agents de structuration
et des co-agents de structuration organiques, des inhibiteurs de grisaillement et
de coloration, des régulateurs de mousse et/ou des azurants optiques, pour lesquels
peuvent être préférés les mélanges des agents tensioactifs anioniques avec des substances
auxiliaires pour l'amélioration de la mise en solution des agents tensioactifs dans
les phases aqueuses comme les agents dispersants, les substances hydrotropes, les
agents qui rompent la structure, et/ou les autres agents dissolvants.
31. Perle de support poreuse selon la revendication 23,
caractérisée en ce qu'
elle renferme comme composants tensioactifs anioniques, ABS, FAS, FAES, MES et/ou
des di-sels pour lesquels en cas de présence de présence de ABS, FAS, FAES et/ou de
MES comme constituant principal des perles de support, on préfère l'utilisation conjointe
de quantités limitées de composants stables à la température, solubles et/ou insolubles
finement divisés, de nature organique et/ou minérale.
32. Perle de support poreuse selon la revendication 23,
caractérisée en ce que
les di-sels sont présents en tant qu'agent tensioactif anionique et/ou comme composant
d'addition stable à la température dans les perles de support.
33. Utilisation des perles de support poreuses selon la revendication 23 et/ou du produit
granuleux selon la revendication 1 comme composant de produit mouillant, de produit
de lavage et/ou de nettoyage sous forme d'utilisation solide.
34. Procédé de fabrication du produit granuleux selon la revendication 1, dans lequel
on soumet des préparations aqueuses des matériaux qui forment les perles de support,
à un séchage à la vapeur d'eau surchauffée, en particulier à un séchage par pulvérisation
correspondant et/ou à un séchage en lit fluidifié dans lequel les perles de support
formées sont mises en contact avec une préparation apte à l'écoulement de substances
de valeur du domaine des produits de mouillage, des produits de lavage et/ou de nettoyage,
pour cela on imprègne de préférence par perméation et au cas où c'est nécessaire on
soumet le produit imprégné à un reséchage.
35. Procédé selon la revendication 34,
caractérisé en ce que
l'application de produit sur les perles de support préformées est effectuée à des
températures d'au maximum environ 100°C, de préférence dans la zone allant de la température
ambiante à 75°C.
36. Procédé selon la revendication 34,
caractérisé en ce que
la préparation de substance de valeur apte à l'écoulement utilisée pour l'imprégnation
et/ou les perles de support sont préchauffées à des températures relevées dans la
zone de travail.
37. Procédé selon la revendication 34,
caractérisé en ce que
l'application de produit sur les perles de support préformées s'effectue dans laquelle
on peut mettre en oeuvre dans les étapes séparées d'application des matériaux identiques
et/ou différents.