| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 664 154 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
02.10.1996 Patentblatt 1996/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.12.1994 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B01F 15/00 |
|
| (54) |
Rührgerät mit einer Haltevorrichtung
Mixing device with holding device
Dispositif agitateur avec support de retenue
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE ES FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
21.01.1994 DE 4401679
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
26.07.1995 Patentblatt 1995/30 |
| (73) |
Patentinhaber: JANKE & KUNKEL GMBH & CO. KG |
|
D-79219 Staufen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Lotz,Ekkehard
D-79423 Heitersheim (DE)
- Hensle,Thomas
D-79206 Breisach (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Schmitt, Hans, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte,
Dipl.-Ing. Hans Schmitt,
Dipl.-Ing. Wolfgang Maucher,
Dipl.-Ing. RA H. Börjes-Pestalozza,
Dreikönigstrasse 13 79102 Freiburg 79102 Freiburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-83/00101 FR-A- 2 148 620
|
FR-A- 1 397 495
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 11, no. 40 (P-544)(2487) 5. Februar 1987 & JP-A-61
209 337 (MATSUSHITA)
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Rührgerät nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Es sind bereits Rührgeräte bekannt, die mittels Drehmomentmessung Informationen über
die Änderung der Viskosität des zu rührenden Mediums ermöglichen (vgl. Holland an
Chapman: "Liquid Mixing an Processing in Stirred Tanks" Reinhold Publishing Corporation,
New York, 1966 S. 42-49). Dabei ist zur Messung des Drehmomentes häufig eine Torsions-Meßwelle
vorgesehen, die zwischen der Abtriebswelle des Rührwerkes und dem Rührwerkzeug angeordnet
ist. Das in das zu rührende Medium eingeleitete Drehmoment bewirkt dann eine definierte
Torsion der Meßwelle, die mittels geeigneter Sensorik detektiert wird. Dabei ist insbesondere
nachteilig, daß die Torsions-Meßwelle fest mit dem Rührwerksantrieb verbunden ist,
was eine entsprechend lange Bauform des Rührgerätes ergibt, die in der Praxis meist
hinderlich ist. Da Torsions-Meßwellen nur mit sehr geringen Biegebeanspruchungen belastbar
sind, ist eine entsprechend aufwendige, statisch überbestimmte Lagerung erforderlich,
die zu Meßungenauigkeiten führen kann. Die komplizierte, mehrfache Lagerung und die
aufwendige Messung der Biegeverformung an der sich drehenden Meßwelle sind außerdem
mit einem nicht unerheblichen Kostenaufwand verbunden. Ferner kann die Torsions-Meßwelle
nur mit einem begrenzten Drehmoment belastet werden, weshalb die vorbekannten Rührgeräte
nahezu ausschließlich zu Meßzwecken eingesetzt werden können.
[0003] Aus CH-PS 641 973 kennt man auch bereits ein Rührgerät, dessen Rührwerk ein geteiltes
Gehäuse mit zwei lösbar miteinander verbindbaren Gehäuseteilen aufweist, wobei das
eine Gehäuseteil an dem Rührantrieb und das andere an der Rührwelle vorgesehen ist.
Zum Verbinden der Gehäuseteile hat die Abtriebswelle des Rührwerkes außerdem eine
Wellenkupplung, die in Funktionsstellung in eine Gegenkupplung der Rührwelle eingreift.
Zwischen die beiden Gehäuseteile ist ein Zwischengehäuse einsetzbar, das zwei mit
einem Drehlager gegeneinander drehbare Zischengehäuseteile aufweist, von denen das
eine mit dem an dem Rührantrieb vorgesehenen Gehäuseteil und das andere mit dem die
Rührwelle aufnehmenden Gehäuseteil des Rührwerks verbunden ist. Außerdem ist in dem
Zwischengehäuse eine zwischen Abtriebswelle und Rührwerkswelle zwischengeschaltete
Zwischenwelle vorgesehen, die in beiden Zwischengehäuseteilen drehbar gelagert ist.
Die beiden Gehäuseteile des Rührwerks sind also über das Drehlager des Zwischengehäuses
gegeneinander drehbar, so daß nach Festlegen des mit der Rührwelle verbundenen Gehäuseteiles
an einer mit dem Rührantrieb drehfest verbundenen Drehmomentstütze die Reaktionskraft
des in das zu rührende Medium eingeleiteten Drehmoments gemessen werden kann. Ein
Nachteil dieser vorkannten Vorrichtung besteht vor allem darin, daß sie ein spezielles
Rührwerk mit einem zweiteiligen Gehäuse erfordert. Bei Rührwerken mit einteiligem
Gehäuse oder mit durchgehender, nicht unterbrochener Rührwelle ist deshalb das Zwischengehäuse
praktisch nicht verwendbar. Ungünstig ist außerdem, daß die zahlreichen Drehlager
einen gewissen Aufwand erfordern und auch die mechanische Stabilität des Rührwerkes
verringern. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß das Zwischengehäuse die Baulänge
des Rührwerkes vergrößert, was dessen Handhabung erschwert.
[0004] Es besteht deshalb die Aufgabe, ein Rührgerät der eingangs genannten Art zu schaffen,
dessen Haltevorrichtung auf einfache Weise mit beliebigen Rührwerken kombiniert werden
kann, das eine hohe Meßgenauigkeit ermöglicht und das preiswert herzustellen ist.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Haltevorrichtung zum lösbaren Verbinden
mit dem Rührwerk eine Steckverbindung aufweist, in die das Rührwerk kraft- und/oder
formschlüssig einsetzbar ist.
[0006] Die für die Drehmomentmessung erforderlichen Vorrichtungsteile sind also lösbar mit
dem Rührwerk verbindbar, so daß diese nachträglich auch an solche Rührwerke adaptiert
werden können, die eigentlich nicht zur Drehmomentmessung vorgesehen sind. Dadurch
können insbesondere auch Rührwerke älterer Bauart zur Drehmomentmessung verwendet
werden. Durch die Steckverbindung kann das Rührwerk bei Bedarf leicht ausgetauscht
werden. Ein Abgreifen von Meßsignalen an der sich drehenden Rührwerkswelle ist nicht
erforderlich. Für die Drehlagerung des Rührwerkes ist nur ein einziges Lager, beispielsweise
ein Wälzlager, gegebenenfalls ein Vierpunkt-Dünnringlager erforderlich, so daß sich
insgesamt ein einfacher und kostengünstiger Aufbau ergibt. Die statisch bestimmte
Lagerung ermöglicht außerdem eine besonders hohe Meßgenauigkeit.
Bei Rührwerken mit mehreren, in unterschiedlichen Richtungen drehenden Rührwerkswellen
oder Rührwerkzeugen kann die erfindungsgemäße Meßvorrichtung nur dann eingesetzt werden,
wenn die Summe aller das in das zu rührende Medium eingeleiteten Drehmomente ungleich
Null ist.
[0007] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß die Haltevorrichtung ein feststehendes
Halteteil und ein gegenüber diesem drehbares Schwenkteil aufweist, mit dem das Rührwerk
lösbar verbindbar ist, und daß die Meßvorrichtung an der Haltevorrichtung vorgesehen
ist. Zweckmäßigerweise ist das Schwenkteil als Schwenkplatte und das Halteteil als
Halteplatte ausgebildet, und zur Aufnahme der Meßvorrichtung ist zwischen der Schwenkplatte
und der Halteplatte, insbesondere in der Halteplatte, eine Aussparung vorgesehen.
Die Meßvorrichtung ist dadurch besonders gut gegen mechanische Beschädigung und gegen
Verschmutzung geschützt.
[0008] Besonders günstig ist es, wenn die Haltevorrichtung eine koaxial zu einem Drehlager
angeordnete Einstecköffnung für einen Zentrierstutzen oder dergleichen zur Abtriebswelle
des Rührwerkes zentriertes Gehäuseteil aufweist, in welche diese von oben einsteckbar
ist. Das Rührwerk ist dadurch automatisch beim Einstecken in die Einstecköffnung zum
Drehlager der Haltevorrichtung zentriert. Die Meßgenauigkeit kann dadurch erhöht werden,
da Unwuchten und andere quer zur Drehachse des Rührwerkzeuges wirkende Kräfte an dem
Drehlager der Haltevorrichtung abgestützt werden und dadurch nicht von der Meßvorrichtung
erfaßt werden.
[0009] Eine zweckmäßige Ausführungsform sieht vor, daß zum Einstecken unterschiedlicher
Rührwerke wenigstens ein Adapter für die Einstecköffnung und/oder den Zentrierstutzen
vorgesehen ist. Die Haltevorrichtung kann dadurch auf einfache Weise an Rührwerke
unterschiedlichen Typs adaptiert werden, so daß auch bei Rührwerken unterschiedlicher
Bauart ein und dieselbe Haltevorrichtung zur Drehmomentmessung verwendet werden kann.
[0010] Vorteilhaft ist, wenn die Einstecköffnung als Spannvorrichtung mit einer insbesondere
geschlitzten Spannhülse ausgebildet ist, in die der Zentrierstutzen oder dergleichen
zu der Abtriebswelle des Rührwerkes einspannbar ist. Das Rührwerk ist dann in der
Einstecköffnung besonders gut zentriert und kann nicht seitlich gegenüber der Drehachse
der Haltevorrichtung verkippen. Außerdem ist das Rührwerk axial fixiert, so daß es
sich bei einer Unwucht oder bei inhomogenen Rührmedien nicht so leicht aus der Haltevorrichtung
lösen kann.
[0011] Besonders günstig ist, wenn eine Zugentlastung für das Stromversorgungskabel des
Rührwerkes vorgesehen ist, die an dem Halteteil oder einem fest mit diesem verbundenen
Teil der Haltevorrichtung angreift. Zugkräfte an dem Stromversorgungskabel werden
dadurch an dem ortsfesten Halteteil abgestützt und können an der Meßvorrichtung keine
Reaktionskräfte bewirken, die Meßungenauigkeiten verursachen.
[0012] Besonders vorteilhaft ist, wenn die Abstützung zur Übertragung von Drehmomenten in
entgegengesetzten Richtungen ausgebildet ist. Das Drehmoment kann dann auch bei reversierenden
Rührwerken oder bei unterschiedlichen Drehrichtungen gemessen werden.
[0013] Eine Ausführungsform sieht vor, daß die Abstützung als Feder ausgebildet ist. Die
Reaktionskraft kann dann auf einfache Weise in eine entsprechende Längenänderung der
Feder, insbesondere in eine kraft-weg-proportionale Längenänderung umgesetzt werden,
die mittels eines geeigneten Meßwertaufnehmers detektiert werden kann.
[0014] In vorteilhafter Weise können als Meßwertaufnehmer ein Wegmesser, der beispielsweise
die Längenänderung der Feder erfaßt, oder ein Encoder, der den drehmomentabhängigen
Verdrehwinkel des Rührwerkes bzw. des Rührgefäßes detektiert, vorgesehen werden. Zweckmäßigerweise
kommen hier käufliche Sensoren zum Einsatz, die auf piezoelektrischen, induktiven,
kapazitiven oder optischen Verfahren beruhen.
[0015] Besonders vorteilhaft ist jedoch, wenn die Abstützung an einem Biegebalken erfolgt
und wenn wenigstens ein Dehnungsmeßstreifen zur Erfassung der Biegeverformung des
Biegebalkens vorgesehen ist. Dadurch ergibt sich ein besonders einfacher und kompakter
Aufbau, der nur eine sehr kleine, kaum wahrnehmbaren Verdrehung des Rührwerkes beziehungsweise
des Rührgefäßes erfordert und dennoch eine hohe Meßgenauigkeit ermöglicht. Der Biegebalken
ist außerdem besonders gut zur Abstützung von Drehmomenten in unterschiedlichen Richtungen
geeignet.
[0016] Besonders günstig ist es, wenn der Biegebalken an einem Ende fest eingespannt ist
und an dem gegenüberliegenden Ende mit einem Gleitlager abgestützt ist. Der Biegebalken
kann dann ausschließlich auf Biegung beansprucht werden; die Übertragung von Axialkräften,
welche die Meßwerte verfälschen, ist nicht möglich.
[0017] Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, daß die Abstützung des Biegebalkens punktförmig
oder linienförmig erfolgt, insbesondere durch einen zylindrischen Krafteinleitungsstift
oder einen Krafteinleitungsstift mit konvex ausgebildeter Stiftkuppe. Das Gleitlager
kann dann besonders reibungsarm die Reaktionskräfte auf den Biegebalken übertragen.
[0018] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß zur Abstützung des Biegebalkens
zwei Krafteinleitungsstifte vorgesehen sind, die an einander abgewandten Seitenflächen
des Biegebalkens oder dergleichen Abstützelement angreifen. Dadurch ist es möglich,
auch bei reversierenden Rührwerken die Reaktionskräfte des Rührwerkzeuges besonders
reibungsarm auf die Biegebalken zu übertragen, so daß auch in diesem Fall eine hohe
Meßgenauigkeit erzielt werden kann.
[0019] Ein besonders einfacher und kostengünstiger Aufbau kann dadurch erreicht werden,
daß der Biegebalken an einem feststehenden Teil, insbesondere an dem Halteteil, fest
eingespannt ist. Der Meßwertaufnehmer zur Erfassung der Biegeverformung kann dann
ebenfalls ortsfest angeordnet werden, was eine besonders einfache und vorteilhafte
Führung der Meßkabel ermöglicht.
[0020] Besonders günstig ist es, wenn ein Überlastschutz für die Meßvorrichtung vorgesehen
ist, der als drehwinkelbegrenzendes Anschlagelement ausgebildet ist. Der Einsatzbereich
des Rührgerätes kann dadurch erheblich erweitert werden, da das am Rührwerkzeug maximal
zulässige Drehmoment nicht mehr durch die Meßvorrichtung begrenzt ist. Dadurch wird
es insbesondere möglich, auch mit empfindlichen Meßvorrichtungen, die beispielsweise
eine besonders genaue Messung kleiner Drehmomente ermöglichen, ein robustes, industrietaugliches
Rührgerät zu realisieren.
[0021] Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, daß die Abstützung mit einer Vorspannkraft beaufschlagt
ist. Das Rührwerk bzw. das Rührgefäß kann dann auch bei dynamischen Belastungen, die
insbesondere bei Unwuchten des Rührwerkzeuges auftreten können, zuverlässig abgestützt
werden. Bei reversierenden Rührprozessen kann durch die Vorspannkraft ferner die Meßgenauigkeit
im Umkehrpunkt verbessert werden. Die Vorspannkraft muß bei der Auswertung der Meßwerte,
beispielsweise durch Subtraktion eines der Vorspannkraft entsprechenden Drehmomentes,
berücksichtigt werden.
[0022] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß eine elektronische Schaltung zur
Verarbeitung, Filterung und/oder Glättung der Meßwerte vorgesehen ist. Periodisch
wiederkehrende, kurzzeitige Störungen in den Meßwerten, die beispielsweise durch eine
Unwucht des Rührwerkzeuges verursacht sind, können auf diese Weise herausgefiltert
oder geglättet werden. Langsame Änderungen oder Tendenzen der Meßwerte, die insbesondere
Rückschlüsse auf Viskositätsänderungen des zu rührenden Mediums ermöglichen, sind
dadurch besser detektierbar.
[0023] Zweckmäßig ist, wenn die Meßvorrichtung eine Anzeige, insbesonder eine Digitalanzeige
aufweist. Das Drehmoment kann dann von der Bedienperson an der Digitalanzeige in Newtonmetern
oder in Prozent bezogen auf einen Bezugswert unmittelbar abgelesen werden.
[0024] Zur Ausgabe der Meßwerte kann auch eine Schnittstelle, insbesondere eine Digitalschnittstelle
vorgesehen sein. Das Rührgerät kann dann an einem Prozeßrechner angeschlossen werden,
der, mittels entsprechender Referenzwerte, aus dem Drehmoment die Viskosität des zu
rührenden Mediums bestimmt. Außerdem ist eine Prozeßsteuerung möglich, bei der abhängig
vom Drehmoment und/oder der Viskosität des Rührmediums der Rührprozeß aktiv kontrolliert
oder beeinflußt wird.
[0025] Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig.1
- eine teilweise im Schnitt (Ebene A-A in Fig. 2) gehaltene Seitenansicht eines Rührgerätes
mit schwenkbar gelagertem Rührwerk, bei der eine Haltevorrichtung mit einem Dreh-
bzw. Schwenklager und einem Biegebalken zur Abstützung des strichliniert dargestellten
Rührwerkes besonders gut erkennbar ist,
- Fig.2
- eine rückseitige Ansicht auf die Haltevorrichtung gemäß Fig.1,
- Fig.3
- eine Aufsicht auf die Haltevorrichtung mit Messvorrichtung entsprechend Fig.1, bei
der das Schwenkteil gebrochen dargestellt ist, damit die Lagerung des Biegebalkens
erkennbar ist und
- Fig.4
- eine Teilseitenansicht des Krafteinleitungsstiftes an dem Gleitlager des Biegebalkens,
welche die konvex geformte Stiftkuppe erkennen läßt.
[0026] Ein im ganzen mit 1 bezeichnetes Rührgerät mit einer Meßvorrichtung 2 zum Messen
des beim Rühren in das zu rührende Medium eingeleiteten Drehmomentes weist ein Rührwerk
3 auf, das an einer Haltevorrichtung 4 um die Drehachse des Rührwerkzeuges drehbar
bzw. schwenkbar gelagert ist und entgegen der Drehrichtung des Rührwerkzeuges an einem
Biegebalken 5 federnd abgestützt ist. Die Meßvorrichtung 2 weist an dem Biegebalken
5 Dehnungsmeßstreifen auf, welche die durch die Reaktionskraft der Abstützung des
Rührwerkes 3 an dem Biegebalken 5 bewirkte Biegeverformung messen. Aus der Biegeverformung
wird die Reaktionskraft und aus dieser das in das zu rührende Medium eingeleitete
Drehmoment ermittelt.
[0027] Die Haltevorrichtung 4 hat ein feststehendes Halteteil 6 und ein gegenüber diesem
drehbar gelagertes Schwenkteil 7, mit dem das Rührwerk 3 lösbar verbindbar ist. Das
Halteteil 6 und das Schwenkteil 7 sind etwa plattenförmig ausgebildet und die Meßvorrichtung
2 ist zwischen diesen beiden Teilen, in einer Aussparung 8 des Halteteils 6 angeordnet.
Der Biegebalken 5 ist dadurch besonders gut gegen mechanische Beschädigung und/oder
gegen Verschmutzung geschützt. Das Rührwerk 3 ist mit dem Zentrierstutzen 9 der Abtriebswelle
10 kraftschlüssig in eine koaxial zum Drehlager 11 angeordnete Einstecköffnung 12
von oben eingesetzt. Die Einstecköffnung 12 ist als Spannvorrichtung mit einer geschlitzten
Spannhülse 13 ausgebildet, mit welcher der Zentrierstutzen 9 des Rührwerkes 3 einspannbar
ist. Die Spannhülse 13 wird mit einer seitlich an der Haltevorrichtung 4 vorstehenden
Rändelschraube 14 betätigt.
[0028] Das Rührwerk 3 ist somit auf einfache Weise lösbar mit der Haltevorrichtung 4 verbindbar,
so daß die Haltevorrichtung 4 mit verschiedenen Rührwerken 3 kombiniert werden kann.
Damit auch unterschiedliche Rührwerkstypen auf einfache Weise in die Einstecköffnung
12 eingesteckt und dabei mit ihrer Abtriebswelle 10 zu der Drehachse 15 des Drehlagers
11 zentriert werden können, sind entsprechende Adapter für die Einstecköffnung 12
und/oder den Zentrierstutzen 9 vorgesehen. Dadurch können insbesondere auch Rührwerke
3 älterer Bauart, die eigentlich nicht für eine Drehmomentmessung vorgesehen sind,
in die Haltevorrichtung 4 eingesteckt und dadurch nachträglich mit einer Vorrichtung
zur Messung des Drehmomentes erweitert werden.
[0029] Die Haltevorrichtung 4 weist an ihrer Rückseite eine Trägerplatte 16 mit wenigstens
einem, im Ausführungsbeispiel der besseren lotrechten Fixierung wegen mit zwei Stativanschlüssen
17 auf, mit denen die Haltevorrichtung 4 an einem Haltestativ oder einem Haltestab
befestigt werden kann. Die Trägerplatte 16 hat eine seitlich offene Plattenaussparung
18 (Fig. 2) für die Durchführung des Stromversorgungskabels 19 des Rührwerkes 3. Die
Plattenaussparung 18 ist so dimensioniert, daß das Stromversorgungskabel 19 beim Schwenken
des Rührwerkes 3 nicht seitlich mit der Trägerplatte 16 in Berührung geraten kann.
An der Trägerplatte 16 ist außerdem rückseitig eine Zugentlastung 20 für das Stromversorgungskabel
19 vorgesehen. Zugkräfte in dem Stromversorgungskabel 19 werden dadurch an der feststehenden
Trägerplatte 16 abgestützt und können sich nicht auf das drehbar gelagerte Rührwerk
3 übertragen und dabei Meßfehler verursachen. Zwischen der Zugentlastung 20 und dem
Rührwerk 3 ist das Stromversorgungskabel 19 mit Abstand zur Haltevorrichtung 4 geführt,
so daß es sich beim Verschwenken des Rührwerkes 3 frei bewegen kann.
[0030] Der Biegebalken 5 ist an einem Ende mit Halteschrauben 21 fest an dem Halteteil 6
eingespannt und an dem gegenüberliegenden Ende mit Gleitlagern 22 (Fig. 3) beidseitig
abgestützt. Durch die Einspannung des Biegebalkens 5 an dem ortsfesten Halteteil 6
ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau, bei dem auch die Dehnungsmeßstreifen zur
Messung der Biegeverformung des Biegebalkens 5 ortsfest zum Halteteil 6 angeordnet
sind.
[0031] Die Gleitlager 22 weisen je einen zylindrischen Krafteinleitungsstift 23 auf, der
den Biegebalken 5 jeweils an einer ebenen Seitenfläche reibungsarm abstützt. Die reibungsarme
Lagerung ermöglicht eine besonders hohe Meßgenauigkeit. Der Krafteinleitungsstift
23 kann auch eine konvex geformten Stiftkuppe aufweisen (Fig.4). Da an beiden Längsseiten
des Biegebalkens 5 Gleitlager 22 vorgesehen sind, können Drehmomente in entgegengesetzten
Richtungen abgestützt werden, so daß im Reversierbetrieb eine Drehmomentmessung in
beide Richtungen möglich ist.
[0032] An der Meßvorrichtung 2 ist außerdem beidseits des Biegebalkens 5 an dem Halteteil
6 je ein ortsfestes Anschlagelement 24 (Fig 3) vorgesehen, das als Überlastschutz
für die Meßvorrichtung 2 dient und den Dreh- bzw. Schwenkwinkel des Schwenkteiles
7 begrenzt. Eine unzulässig starke Biegeverformung des Biegebalkens 5 wird dadurch
vermieden.
[0033] Das Rührgerät 1 mit einem Rührwerkzeug und einer Meßvorrichtung 2 zum Messen des
beim Rühren in das zu rührende Medium eingeleiteten Drehmomentes ist an seiner Haltevorrichtung
4 um die Drehachse des Rührwerkzeuges drehbar bzw. schwenkbar gelagert und entgegen
der Drehrichtung des Rührwerkzeuges abgestützt. Die Messung des Drehmomentes erfolgt
mittels eines Meßwertaufnehmers, der die Reaktionskraft dieser Abstützung direkt oder
indirekt erfaßt. Für die Drehmomentmessung kann ein ortsfester Meßwertaufnehmer verwendet
werden und die Drehmomentmessung erfordert nur ein einziges Drehlager 11.
1. Rührgerät (1) mit einer Haltevorrichtung (4) und mit einem einen Rührwerksantrieb
und ein Rührwerkzeug aufweisenden Rührwerk (3), das zum Messen des in das zu rührende
Medium eingeleiteten Drehmoments um die Drehachse des Rührwerkzeuges an der Haltevorrichtung
(4) drehbar gelagert und entgegen der Drehrichtung des Rührwerkzeuges abgestützt ist,
wobei zur Erfassung der Reaktionskraft dieser Abstützung eine Meßvorrichtung (2) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (4) zum lösbaren Verbinden mit dem Rührwerk (3) eine Steckverbindung
aufweist, in die das Rührwerk (3) kraft-und/oder formschlüssig einsetzbar ist.
2. Rührgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (4) ein
feststehendes Halteteil (6) und ein gegenüber diesem drehbares Schwenkteil (7) aufweist,
mit dem das Rührwerk (3) lösbar verbindbar ist, und daß die Meßvorrichtung (2) an
der Haltevorrichtung (4) vorgesehen ist.
3. Rührgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkteil (7) als Schwenkplatte
und das Halteteil (6) als Halteplatte ausgebildet sind, und daß zur Aufnahme der Meßvorrichtung
(2) zwischen der Schwenkplatte und der Halteplatte, insbesondere in der Halteplatte,
eine Aussparung (8) vorgesehen ist.
4. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung
(4) eine koaxial zu einem Drehlager (11) angeordnete Einstecköffnung (12) für einen
Zentrierstutzen (9) zur Abtriebswelle (10) des Rührwerkes (3) aufweist, in welche
diese von oben einsteckbar ist.
5. Rührgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstecken unterschiedlicher
Rührwerke (3) wenigstens ein Adapter für die Einstecköffnung (12) und/oder den Zentrierstutzen
(9) vorgesehen ist.
6. Rührgerät nach einem der Ansprüche 4, 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstecköffnung
(12) als Spannvorrichtung mit einer, insbesondere geschlitzten, Spannhülse (13) ausgebildet
ist, in die der Zentrierstutzen (9) zur Abtriebswelle (10) des Rührwerkes (3) einspannbar
ist.
7. Rührgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugentlastung
(20) für das Stromversorgungskabel (19) des Rührwerkes (3) vorgesehen ist, die an
dem Halteteil (6) oder einem fest mit diesem verbundenen Teil der Haltevorrichtung
(4) angreift.
8. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung
zur Übertragung von Drehmomenten in entgegengesetzten Richtungen ausgebildet ist.
9. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Abstützung
eine Feder vorgesehen ist.
10. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Meßwertaufnehmer
zur indirekten Messung der Reaktionskraft, insbesondere ein Encoder oder ein Wegmesser,
vorgesehen ist.
11. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung
an einem Biegebalken (5) erfolgt und daß wenigstens ein Dehnungsmeßstreifen zur Erfassung
der Biegeverformung des Biegebalkens (5) vorgesehen ist.
12. Rührgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Biegebalken (5) an einem
Ende fest eingespannt ist und an dem gegenüberliegenden Ende mit einem Gleitlager
(22, 22') abgestützt ist.
13. Rührgerät nach einem der Ansprüche 11, 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung
des Biegebalkens (5) punktförmig oder linienförmig erfolgt, insbesondere durch einen
zylindrischen Krafteinleitungsstift (23) oder einen Krafteinleitungsstift (23') mit
konvex ausgebildeter Stiftkuppe (37).
14. Rührgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abstützung
des Biegebalkens (5) zwei Krafteinleitungsstifte (23, 23') vorgesehen sind, die an
einander abgewandten Seitenflächen des Biegebalkens (5) oder dergleichen Abstützelement
angreifen.
15. Rührgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Biegebalken
(5) an einem feststehenden Teil, insbesondere an dem Halteteil (6) fest eingespannt
ist.
16. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Überlastschutz
für die Meßvorrichtung (2) vorgesehen ist, der als Drehwinkel begrenzendes Anschlagelement
(24) ausgebildet ist.
17. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung
mit einer Vorspannkraft beaufschlagt ist.
18. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektronische
Schaltung zur Verarbeitung, Filterung und/oder Glättung der Meßwerte vorgesehen ist.
19. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvorrichtung
(2) eine Anzeige, insbesondere eine Digitalanzeige, aufweist.
20. Rührgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausgabe
der Meßwerte eine Schnittstelle, insbesondere eine Digitalschnittstelle vorgesehen
ist.
1. A mixing device (1) with a holding device (4) and a mixing mechanism (3) having a
mixing mechanism drive and a mixing tool, wherein for measuring the torque introduced
into the medium to be mixed said mixing mechanism (3) is mounted on the holding device
(4) so as to be capable of rotating about the axis of rotation of the mixing tool
and is supported counter to the direction in which the mixing tool rotates, wherein
a measuring apparatus (2) is provided for detecting the reaction force of said support,
characterized in that the holding device (4) has for detachable connection to the mixing mechanism (3)
a plug and socket connector into which the mixing mechanism (3) is insertable in a
non-positive and/or positive manner.
2. A mixing device as claimed in claim 1, characterized in that the holding device (4)
has a fixed holding part (6) and rotatable with respect thereto a pivoting part (7)
to which the mixing mechanism (3) can be detachably connected, and that the measuring
apparatus (2) is provided on the holding device (4).
3. A mixing device as claimed in claim 2, characterized in that the pivoting part (7)
takes the form of a pivoting plate and the holding part (6) takes the form of a holding
plate, and that for accommodating the measuring apparatus (2) a recess (8) is provided
between the pivoting plate and the holding plate, particularly in the holding plate.
4. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 3, characterized in that the
holding device (4) has arranged coaxially with a pivot bearing (11) an insertion opening
(12) for a centring support (9) for the driven shaft (10) of the mixing mechanism
(3), into which insertion opening said shaft can be inserted from above.
5. A mixing device as claimed in claim 4, characterized in that for insertion of various
mixing mechanisms (3), at least one adapter is provided for the insertion opening
(12) and/or centring support (9).
6. A mixing device as claimed in one of claims 4, 5, characterized in that the insertion
opening (12) takes the form of a clamping device with a clamping sleeve (13), particularly
a split one, into which the centring support (9) for the driven shaft (10) of the
mixing mechanism (3) can be clamped.
7. A mixing device as claimed in any one of claims 2 to 6, characterized in that a strain
relief (20) is provided for the power supply cable (19) of the mixing mechanism (3)
and engages with the holding part (6) or with a part firmly connected thereto of the
holding device (4).
8. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 7, characterized in that the
support is devised for transfer of torque in opposite directions.
9. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 8, characterized in a spring
is provided as the support.
10. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 9, characterized in that for
the indirect measurement of the reaction force a measuring sensor is provided, particularly
an encoder or a position measuring device.
11. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 10, characterized in that the
support takes place on a flectional beam (5) and that at least one strain gauge is
provided for detecting the bending deformation of the flectional beam (5).
12. A mixing device as claimed in claim 11, characterized in that the flectional beam
(5) is clamped in a fixed manner at one end and is supported with a plain bearing
(22, 22') at the opposite end.
13. A mixing device as claimed in one of claims 11, 12, characterized in that the support
of the flectional beam (5) is effected in a point format or a linear format, in particular
by means of a cylindrical force transfer pin (23) or a force transfer pin (23') with
a convex cap (37).
14. A mixing device as claimed in any one of claims 11 to 13, characterized in that two
force transfer pins (23, 23') are provided for support of the flectional beam (5)
and engage with the flectional beam (5) or similar support element at side faces thereof
facing away from each other.
15. A mixing device as claimed in any one of claims 11 to 14, characterized in that the
flectional beam (5) is clamped in a fixed fashion to a fixed part, particularly to
the holding part (6).
16. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 15, characterized in that an
overload protection is provided for the measuring apparatus (2) and takes the form
of a limit stop element (24) limiting the angle of rotation.
17. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 16, characterized in that the
support is placed under load by a prestress force.
18. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 17, characterized in that an
electronic circuit is provided for processing, filtering and/or smoothing the measured
values.
19. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 18, characterized in that the
measuring apparatus (2) has a display, particularly a digital display.
20. A mixing device as claimed in any one of claims 1 to 19, characterized in that an
interface, particularly a digital interface, is provided for output of the measured
values.
1. Appareil d'agitation (1) comprenant un support (4) et un agitateur (3) présentant
un entraînement d'agitateur et un outil d'agitation, agitateur qui est monte rotatif
sur le support (4), autour de l'axe de rotation de l'outil d'agitation, en vue de
la mesure du couple appliqué à la substance à agiter, et qui est appuyé ou retenu
en sens contraire au sens de rotation de l'outil d'agitation, avec prévision d'un
dispositif de mesure (2) pour déterminer la force de réaction de cet appui, caractérisé en ce que le support (4) présente, pour la liaison détachable à l'agitateur (3), un assemblage
à emboîtement, dans lequel l'agitateur (3) peut être emboîté avec établissement d'une
liaison par adhérence et/ou clabotage.
2. Appareil d'agitation selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support (4)
comporte une pièce de support (6) disposée fixe et une pièce pivotante (7) qui est
rotative par rapport à la pièce de support fixe et à laquelle l'agitateur (3) peut
être relié de façon détachable, et que le dispositif de mesure (2) est prévu sur le
support (4).
3. Appareil d'agitation selon la revendication 2, caractérisé en ce que la pièce pivotante
(7) est réalisée comme une plaque pivotante et la pièce de support fixe (6) est réalisée
comme une plaque de support, et qu'un évidement (8) est prévu, en particulier dans
la plaque de support, pour la réception du dispositif de mesure (2) entre la plaque
pivotante et la plaque de support fixe.
4. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le
support (4) présente une ouverture d'emboîtement (12), agencée coaxialement par rapport
à un palier de rotation (11), pour une tubulure de centrage (9) par rapport à l'arbre
de sortie (10) de l'agitateur (3), ouverture dans laquelle cette tubulure est emboîtable
d'en haut.
5. Appareil d'agitation selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'au moins un adaptateur
pour l'ouverture d'emboîtement (12) et/ou la tubulure de centrage (9) est prévu pour
l'emboîtement de différents agitateurs (3).
6. Appareil d'agitation selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'ouverture
d'emboîtement (12) est réalisée comme un dispositif de serrage comportant une douille
de serrage (13), notamment une douille fendue, dans laquelle la tubulure de centrage
(9) peut être serrée par rapport à l'arbre de sortie (10) de l'agitateur.
7. Appareil d'agitation selon une des revendications 2 à 6, caractérisé en ce qu'une
décharge de traction (20) pour le câble d'alimentation électrique (19) de l'agitateur
(3) est prévue, décharge qui attaque la pièce de support fixe (6) ou une partie du
support (4) reliée de façon fixe à cette pièce.
8. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'appui
est conçu pour transmettre des couples dans des sens opposés.
9. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un ressort
est prévu en tant qu'appui.
10. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'un capteur
est prévu pour la mesure indirecte de la force de réaction, en particulier un résolveur
ou un capteur de déplacement.
11. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'appui
s'effectue sur une poutre de flexion (5) et qu'au moins une jauge extensométrique
est prévue pour déterminer la déformation en flexion de cette poutre (5).
12. Appareil d'agitation selon la revendication 11, caractérisé en ce que la poutre de
flexion (5) est enserrée ou maintenue de façon fixe à une extrémité et appuyée par
un palier lisse (22, 22') à l'extrémité opposée.
13. Appareil d'agitation selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que l'appui
de la poutre de flexion (5) est ponctuel ou linéaire et est assuré en particulier
par une tige cylindrique d'application de forces (23) ou une tige d'application de
forces (23') ayant un bout (37) de forme convexe.
14. Appareil d'agitation selon une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que deux
tiges d'application de forces (23, 23') sont prévues pour appuyer la poutre de flexion
(5), tiges qui attaquent des faces latérales opposées de la poutre ou d'un élément
d'appui analogue.
15. Appareil d'agitation selon une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que la
poutre de flexion (5) est enserrée de façon fixe sur une pièce stationnaire, en particulier
sur la pièce de support fixe (6).
16. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'une
protection contre les surcharges du dispositif de mesure (2) est prévue, qui est réalisée
comme un élément de butée (24) limitant l'angle de rotation.
17. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce qu'une
force de précontrainte est appliquée à l'appui.
18. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'un
circuit électronique est prévu pour traiter, filtrer et/ou lisser les valeurs mesurées.
19. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que le
dispositif de mesure (2) comporte un affichage, en particulier un affichage numérique.
20. Appareil d'agitation selon une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce qu'une
interface, en particulier une interface numérique, est prévue pour délivrer les valeurs
mesurées.

