[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur permanenten Überwachung des
Verhältnisses zwischen dem statischen Brennstoffdruck p
br und dem statischen Verbrennungsluftdruck p
l kurz vor der Zusammenführung von Brennstoff und Verbrennungsluft in einem Verbrennungswärmeerzeuger.
[0002] Bekannt sind Druckwächter für Gas- und Luftdrücke, beispielsweise der "Compact-Druckwächter
für Gase und Luft Typ GW A4" und der "Differenz-Druckwächter für Luft Type LGW A1"
der Firma DUNGS, die auf einen definierten Druckwert einzustellen sind und bei Erreichen
dieses Einstelldruckes ein elektrisches Signal durch Schließen eines Kontaktes weiterleiten.
Diese Druckwächter sind nicht zur Überwachung eines Regeldruckbereiches geeignet.
[0003] Drucksensoren, die den anstehenden Mediendruck in ein analoges elektrisches Ausgangssignal
umwandeln, sind für den vorgesehenen Einsatzfall anwendbar, müssen aber über eine
Logik miteinander verbunden werden.
[0004] Diese Kombination eines Gasdrucksensors mit einem Luftdrucksensor ist nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung.
[0005] Die vorliegende Erfindung betrifft vielmehr die mechanische Umsetzung einer permanenten
Druckverhältnisüberwachung, bei der die absoluten Druckwerte ohne Belang sind. Abweichungen
des Momentengleichgewichtes, hervorgerufen durch überhöhten Luftdruck oder überhöhten
Gasdruck, sollen erfaßt werden können und elektrische Signale erzeugen, die ggf. den
Verbrennungswärmeerzeuger abschalten.
[0006] Im Gegensatz zur einstufigen Verbrennung, mit der ein Wärmebedarf durch Ein- und
Ausschalten eines Gebläsebrenners angepaßt wird, geschieht dies bei gleitend oder
modulierend arbeitenden Brennern nur recht selten, da der Wärmebedarf durch flexible
Anpassung der Wärmeleistung des Brenners erfolgt. Hierbei ist es wichtig, daß bei
jeder Brennerlaststellung die Anteile an Brennstoff und erforderlicher Luftmenge wiederholbar
so geregelt werden, daß stets eine hygienische Verbrennung besteht.
[0007] Veränderliche Leistungen werden über Luftmengenzumessung gesteuert, indem beispielsweise
ein Gebläsemotor mit unterschiedlichen Drehzahlen betrieben wird oder einem Gebläse
eine Luftklappe vor- oder nachgeschaltet wird, wenn der Gebläsemotor mit konstanter
Drehzahl läuft.
[0008] Die Führungsgröße ist bei allen pneumatischen Verbundregelungen der Verbrennungsluftdruck,
der sich im Brennerrohr nach der Klappe entsprechend der Klappenstellung einstellt.
Alle Verbundregelungen, bei denen die Drücke der beiden Gemischbestandteile Luft und
Gas als Regelgrößen verwendet werden, arbeiten nach demselben Prinzip, unabhängig
davon, wie die beiden Steuermembranen räumlich einander zugeordnet sind und ob sie
in einem festen oder veränderbaren Kraftmal-Hebelarm-Verhältnis stehen oder nicht.
[0009] Gemeinsam ist allen pneumatischen Verbundregelungen auch die Möglichkeit der Berücksichtigung
der Drücke im Feuerraum des z.B. Kessels, so daß die für den Massenstrom vom Brenner
in den Feuerraum ausschlaggebende Druckdifferenz mit bei der Gemischzusammensetzung
berücksichtigt werden kann.
[0010] Für die Regelung und Steuerung des Verbrennungsgemisches werden statische Drücke
verwendet, die in einem festen einjustierten Verhältnis zueinander stehen. Die Wirkungsweise
der pneumatischen Verbundregelung, wie sie beispielsweise aus DE 25 47 075 C3 bekannt
ist, basiert auf der Gleichgewichtsbildung zwischen den beiden Momenten der Kräfte
an der Luftmembran mal Hebelarm Luftseite und der Kräfte an der Gasmembran mal Hebelarm
der Gasseite des Waagebalkens.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Überwachungseinrichtung der eingangs
geschilderten Art vorzustellen, mit der nicht nur ein definierter Betriebspunkt des
Verbrennungswärmeerzeugers, sondern ein ganzer Betriebsbereich überwacht werden kann,
wobei die gleichen Gas-zu-Luftdruckeinstellungen nachvollziehbar sein sollen, die
auch eine Verbundregelung aufweist.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die eingangs beschriebene
Vorrichtung mit zwei Regelmembranen, die mechanisch miteinander verbunden sind und
auf deren einen Seite bei der ersten Regelmembran der Brennstoffdruck p
br, bei der zweiten Regelmembran der Verbrennungsluftdruck p
l wirkt, und mit einem Schaltwerk ausgebildet ist, das von einer der beiden Regelmembranen,
vorzugsweise von der zweiten, mit dem Verbrennungsluftdruck p
l beaufschlagt wird, wobei das Schaltwerk je nach Schaltzustand ein Signal nach außen
abgibt.
[0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat damit den großen Vorteil, daß das Verhältnis
zwischen dem statischen Brennstoffdruck p
br und dem statischen Verbrennungsluftdruck p
l permanent überwacht werden kann, wobei keine zusätzliche Hilfsenergie von außen erforderlich
ist. Dabei können Abweichungen von einem fest einjustierten Verhältnis einem Benutzer
oder einer entsprechenden Kontrollvorrichtung über das Schaltwerk mitgeteilt werden.
Weiterhin ist besonders vorteilhaft, daß bei der erfindungsgenmäßen Vorrichtung wesentliche
Teile der an sich bekannten Verbundregelungseinrichtungen direkt übernommen werden
können.
[0014] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich dadurch,
daß jeweils auf der anderen Seite der beiden Regelmembranen der Feuerraumdruck p
f des Wärmeerzeugers wirkt. Dies erlaubt es, den Druck p
f im Feuerraum, beispielsweise eines Kessels, bei der permanenten Überwachung miteinzubeziehen,
so daß die für den Massenstrom vom Brenner in den Feuerraum ausschlaggebende Druckdifferenz
bei der Gemischzusammensetzung ebenfalls berücksichtigt werden kann. Bei dieser Ausführungsform
wird dann das Verhältnis (p
br - p
f)/(p
l - p
f) überwacht. Dieses Überwachungsverhältnis geht für p
f << p
br, p
l in das Verhältnis p
br/p
l über. Anstatt den Raum auf der anderen Seite der beiden Regelmembranen mit dem Feuerraumdruck
p
f zu beaufschlagen, kann dieser Raum mit dem Atmosphärendruck verbunden werden, so
daß bei dieser Ausführungsform alternativ auch eine Überwachung des Verhältnises p
br/p
l möglich ist.
[0015] Bevorzugt sind die Regelmembranen an ihrer Unterseite mit dem Feuerraumdruck p
f beaufschlagt, während an der Oberseite der ersten Regelmembran der Brennerdruck p
br und an der Oberseite der zweiten Regelmembran der Verbrennungsluftdruck p
l anliegt. Dies ermöglicht unter anderem geometrisch besonders einfache Druckzuführungen.
[0016] Bei einer sehr einfachen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfaßt
die mechanische Verbindung der beiden Regelmembranen eine Hebelmechanik mit festem
Hebelarmverhältnis. Die Vorrichtung kann dann bei einem bestimmten, vorgegebenen Gas-/Luftdruckverhältnis
betrieben werden.
[0017] Bei einer etwas komfortableren Ausführungsform ist das Hebelarmverhältnis der Hebelmechanik
veränderbar. Damit läßt sich in gewissen Grenzen ein jeweils gewünschter Betriebspunkt
einstellen.
[0018] Bevorzugt ist eine Weiterbildung dieser Ausführungsform, bei der die Hebelmechanik
einen auf einem insbesondere horizontal verschiebbaren Schneidenlager aufliegenden
Waagebalken umfaßt. Eine solche Waagenkonstruktion ist besonders empfindlich und technisch
relativ einfach herstellbar.
[0019] Bevorzugt ist eine Weiterbildung, bei der an einem der beiden Waagearme, vorzugsweise
auf der Seite der ersten Regelmembran, eine Federvorrichtung zum Austarieren der Momente
und zur Nullpunktverstellung des Momentengleichgewichts am Waagebalken vorgesehen
ist. Insbesondere kann eine, vorzugsweise die erste Regelmembran mit einer Feder beaufschlagt
werden. Eine solche Anordnung gestattet eine Kennlinien-Parallelverschiebung bei dem
im Brenner angebotenen Gemisch in Richtung auf einen Gas- oder Luftüberschuß.
[0020] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich dadurch,
daß ein Stellglied des Schaltwerks mit einer Regelmembran, vorzugsweise der zweiten,
verbunden ist. Das Stellglied vollzieht dann der Bewegung der Regelmembran entsprechende
Stellwege nach, so daß die Position des Stellgliedes zur Anzeige der Stellung der
Regelmembran im Schaltwerk genutzt werden kann. Das Schaltwerk ist bevorzugt als ein
elektrischer Schalter ausgebildet.
[0021] Vorzugsweise weist das Schaltwerk mindestens zwei Schaltzustände auf, um jeweils
ein positives oder negatives Abweichen von einem eingestellten Druckverhältnis anzeigen
zu können. Es können noch weitere Schaltzustände vorgesehen werden, die eine feinere
Abweichungsskalierung erlauben, wodurch entsprechend dem Abweichungsbetrag unterschiedliche
Anzeigen bzw. Reaktionen möglich sind.
[0022] Die Erfindung ist nicht nur auf einen Verbrennungswärmeerzeuger beschränkt, sondern
kann prinzipiell überall dort eingesetzt werden, wo ein bestimmtes eingestelltes Druckverhältnis
überwacht bzw. geregelt werden soll.
[0023] Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln für sich oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden.
Die erwähnte Ausführungsform ist nicht als abschließendes Beispiel zu verstehen, sondern
hat vielmehr beispielhaften Charakter.
[0024] Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zur permanenten Überwachung des
Brennstoff-Verbrennungsluft-Druckverhältnisses; und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Gasgebläsebrenners mit druckseitiger Luftklappe.
[0025] In Fig. 1 ist mit 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur permantenen Überwachung
von Gemischdrücken, im folgenden als Verbunddruckwächter bezeichnet, gezeigt, der
in einem Verbrennungswärmeerzeuger eingesetzt werden kann.
[0026] Als ein solcher Verbrennungswärmeerzeuger kann beispielsweise der in Fig. 2 gezeigte
Gasgebläsebrenner 50 verwendet werden. Bei diesem Gasgebläsebrenner 50 saugt ein in
Fig. 2 schematisch dargestelltes Radialgebläse 51 die Umgebungsluft an und drückt
die verdichtete Luft über eine Luftklappe 52 durch einen Strömungskanal 53 in einen
Feuerraum 54 eines Kessels 55. Die durchflußbestimmende Engstelle bildet im Strömungskanal
53 eine Stauscheibe 56 aus, die durch eine besondere Gestaltung für eine intensive
Durchmischung der Luft mit dem Brenngas sorgt. Bei nicht drehzahlgeregelten Gebläsen
stellt eine motorbetriebene, auf der Ansaug- oder Druckseite des Gebläses 51 angeordnete
Luftklappe die erforderliche Luftmenge ein.
[0027] Das Gebläse 51 hat ausschließlich die Aufgabe, die Verbrennungsluft in ausreichender
Menge bereitzustellen. Der momentane Volumenstrom bildet sich im Strömungskanal 53
vor der Stauscheibe 56 durch einen statischen Druckanteil ab, der am Abgriff 58 als
repräsentative Meßgröße für den Luftdruck p
l gemessen wird.
[0028] Die engste Stelle für den Gasstrom bildet nach Fig. 2 eine Gasdüse 59, die sich aus
mehreren Einzelbohrungen zusammensetzen kann. Das volumenstrombestimmende Druckgefälle
wird durch den in der Gaszufuhr 60 gemessenen statischen Druck p
br (Abgriff 61) in einer glatten Rohrleitung und dem im Feuerraum 54 sich bildenden
Druck p
f bestimmt. Die in beiden Medien enthaltene Druckenergie wird zur Überwindung von Strömungsverlusten
sowie zur Gemischbildung eingesetzt.
[0029] Beim Einstellen des Gasgebläsebrenners 50 mit der beschriebenen Gas-Luft-Verbundarmatur
kann bei der Einregulierung der Maximalleistung nicht festgestellt werden, ob sich
beim weiteren Öffnen der Luftklappe 52 und damit bei ansteigendem Luftdruck p
l auch der Gasdruck p
br nach der Armatur im gewählten Verhältnis mitgeändert hat. Das heißt, es kann passieren,
daß die Gasarmatur bereits bei einem Winkel der Luftklappe 52 von beispielsweise 70°
voll geöffnet war, so daß eine weitere Erhöhung des Luftklappenwinkels zwar die Luft-,nicht
aber die Gasmenge erhöht.
[0030] Um dies zu verhindern, ist die Gas-Luft-Verbundarmatur des Gebläsebrenners 50 mit
dem in Fig. 1 gezeigten erfindungsgemäßen Verbunddruckwächter 1 verbunden.
[0031] Über eine im Gehäuse 2 des Verbunddruckwächters 1 ausgebildete Öffnung 3 wird der
statische Druck der Verbrennungsluft p
1 in eine erste Kammer 3' des Verbunddruckwächters 1 eingeleitet. Diese luftseitige
Kammer 3' wird nach unten durch einen Membranteller 4 abgeschlossen, auf dem eine
Regelmembran 4' aufliegt. Über eine zweite Öffnung 5 im Gehäuse 2 wird der Druck des
Brenngases p
br in eine zweite Kammer 5' des Verbunddruckwächters 1 eingeleitet. Diese gasseitige
Kammer 5' wird nach unten in gleicher Höhe wie der erste Membranteller 4 durch einen
zweiten Membranteller 6 abgeschlossen, auf dem ebenfalls eine Regelmembran 6' aufliegt.
Der in der Brennkammer 55 des Kessels herrschende Feuerraumdruck p
f wird über eine dritte Öffnung 7 in den Raum 7' unter den beiden Membrantellern 4,
6 geführt. Durch die beiden auf den Membrantellern 4, 6 aufliegenden Regelmembrane
4', 6' sind die beiden Kammern 3', 7' bzw. 5', 7' jeweils voneinander getrennt, wohingegen
die beiden Kammern 3', 5' durch eine Trennwand 2' voneinander getrennt sind.
[0032] Die beiden flächengleichen Membranteller 4, 6 sind waagerecht auf gleicher Höhe angeordnet
und über einen Waagebalken 8 kraftschlüßig miteinander gekoppelt. Die beiden Regelmembrane
4', 6' sind dabei, beispielsweise durch Materialüberschuß, so elastisch, daß sie die
Bewegungen der Membranteller 4, 6 nicht behindern. Der Waagebalken 8 liegt auf einem
verschiebbaren Schneidenlager 9 auf. Über einen Auflagerverstellmechanismus 10 kann
das Hebelarmverhältnis des Waagebalkens 8 von außen über eine Schlitzschraube 10'
eingestellt werden. Bei nicht flächengleichen Membrantellern 4, 6 ist das Hebelarmverhältnis
entsprechend dem Flächenverhältnis beider Membranteller 4, 6 verschoben.
[0033] Zum Austarieren der Momente am Waagebalken 8 und zur Nullpunktverstellung des Momentengleichgewichts
ist eine Federvorrichtung 11 und eine Gegenlager 16 an dem rechten Arm des Waagebalkens
8 vorgesehen. Die Federvorrichtung 11 besteht aus einem von einer Feder 12 in Richtung
auf den rechten Membranteller 6 beaufschlagten Bolzen 13, der einen erweiterten Mittelabschnitt
13a aufweist. Dieser Mittelabschnitt 13a wirkt mit einem gehäusefesten Anschlag 14
zusammen, wodurch die Bewegung des Bolzens 13 in Richtung auf den Membranteller 6
begrenzt ist. Über eine gegenüber der Kammer 7' abgedichtete Stellschraube 15 kann
die Spannung der Feder 12 von außen eingestellt werden. Das Gegenlager 16 zu der Federvorrichtung
11 wird durch einen von einer Feder 17 beaufschlagten Bolzen 18 gebildet, der auf
der Oberseite des rechten Membrantellers 6 angreift. Durch eine Stellschraube 15a,
die gegenüber der Kammer 5' abgedichtet ist, kann die Vorspannkraft der Feder 17 definiert
von außen eingestellt werden. Der Stellweg des Bolzens 18 dadurch begrenzt, daß sein
erweiterter Mittelabschnitt 18a mit einem gehäusefesten Anschlag 19 zusammenwirkt.
Die Kräfte der Federn 15, 17 werden erst bei einer Auslenkung des Waagebalkens 8 wirksam,
da die auf die Bolzen 13, 18 wirkenden Federkräfte in der Gleichgewichtsstellung des
Waagelbalkens 8 von den Anschlägen 14, 19 aufgenommen werden, es sich also um innere
Kräfte handelt.
[0034] Die beiden gehäusefesten Anschläge 14, 19 beschränken außerdem die mögliche Auslenkungen
des Waagebalkens 8 nach unten bzw. nach oben, wobei der Anschlag 14 mit dem Waagebalken
8, der Anschlag 19 mit dem Membranteller 6 zusammenwirkt.
[0035] Mit dem linken Membranteller 4 ist ein Schaltwerk gekoppelt. Dazu liegt auf der Oberseite
des Membrantellers 4 ein Schaltbolzen 21 auf, dessen oberes Ende und dessen Mittelabschnitt
jeweils eine Verdickung 21a,b aufweisen. Der Schaltbolzen 21 ist über eine Feder 22
mit einer Kraft nach unten beaufschlagt. Über die beiden Verdickungen 23a,b können
zwei elektische Kontaktfedern 23, 24 ausgelenkt werden. Über die nach oben bzw. nach
unten weisenden Bogenfedern 23a bzw. 24a sind die Kontaktfedern 23, 24 nach oben bzw.
nach unten beaufschlagt. In der waagerechten Stellung des Waagebalkens 8 liegt daher
die obere Kontaktfeder 23 an einem oberen Kontaktelement 25, die untere Kontaktfeder
24 an einem unteren Kontaktelement 26 an.
[0036] Bei Kräftegleichgewicht am Waagebalken 8 wird es keine Auslenkung geben, die einen
der beiden Federkontakte 23, 24 zum Umschalten bringt. Erst eine Veränderung des Gleichgewichts
wird eine Auslenkung des Waagebalkens 8 erzeugen, die ausreicht, einen Schaltvorgang
einer Kontaktfeder 23, 24 auszulösen. Wird der linke Membranteller 4 nach unten ausgelenkt,
so wird über die obere Verdickung 21a des Schaltbolzens 21 die obere Kontaktfeder
23 entgegen der Bogenfeder 23a nach unten ausgelenkt und kommt mit einem mittleren
Kontaktelement 27 in Kontakt. Die Kontaktfeder 24 ist dabei weiterhin in Kontakt mit
dem unteren Kontaktelement 26. Wird dagegen der linke Membranteller 4 nach oben ausgelenkt,
so wird über die Verdickung 21b des Schaltbolzens 21 die untere Kontaktfeder 24 entgegen
der Bogenfeder 24a nach oben ausgelenkt und kommt ihrerseits mit dem mittleren Kontaktelement
27 in Kontakt. Nunmehr bleibt die Kontaktfeder 23 weiterhin in Kontakt mit dem oberen
Kontaktelement 25.
[0037] Die Kontakte 25, 26, 27 sind durch das Gehäuse 2 nach außen geführt, und die miteinander
leitend verbundenen Kontaktfedern 23, 24 über eine gemeinsame Leitung 22 ebenfalls
nach außen geführt sind, so daß der Schaltzustand des Schaltwerkes 20 und somit die
Stellung des Waagebalkens 8 außerhalb des Gehäuses 2 über ein elektrisches Signal
angezeigt werden kann.
[0038] Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der Erfindung wirkt jeweils auf der Oberseite
des linken Membrantellers 4 der Brennstoffdruck p
br, auf der Oberseite des rechten Membrantellers 6 der Verbrennungsluftdruck p
l. Die Unterseite beider Membranteller 4, 6 ist mit dem Feuerraumdruck p
f des Wärmeerzeugers beaufschlagt. Über den oben beschriebenen Hebelmechanismus 8,
9 wird dadurch das Verhältnis (p
br - p
f)/(p
l - p
f) überwacht, und sowohl positive als auch negative Abweichungen von einem eingestellten
Verhältnis sind über das Schaltwerk 20 außerhalb des Gehäuses 2 anzeigbar bzw. weiterverarbeitbar.
Überwiegt beispielsweise der Luftdruckanteil p
l, so kommt der Verbunddruckwächter 1 aus der Balance, und die Feder-Vorspannung der
Feder 17 wird überwunden, so daß das Schaltwerk 20 des Verbunddruckwächters 1 schaltet.
[0039] Das Überwachungsverhältnis geht für p
f << p
br, p
l in das Verhältnis p
br/p
l über. Anstatt die Kammer 7' auf der Unterseite der beiden Membranen 4, 6 mit dem
Feuerraumdruck p
f zu beaufschlagen, kann diese Kammer 7' mit dem Atmosphärendruck verbunden werden,
so daß bei dieser Ausführungsform alternativ auch eine Überwachung des exakten Verhältnises
p
br/p
l möglich ist.
[0040] Eine Vorrichtung 1 zur permanenten Überwachung des Verhältnisses zwischen dem statischen
Brennstoffdruck p
br und dem statischen Verbrennungsluftdruck p
l kurz vor der Zusammenführung von Brennstoff und Verbrennungsluft in einem Verbrennungswärmeerzeuger
50 weist zwei Regelmembrane 4', 6', die mechanisch miteinander verbunden sind und
auf deren einen Seite bei der ersten Regelmembran 6' der Brennstoffdruck p
br, bei der zweiten Regelmembran 4' der Verbrennungsluftdruck p
l wirkt, und ein Schaltwerk 20 auf, das von der zweiten Regelmembran 4' mit dem Verbrennungsluftdruck
p
l beaufschlagt wird, wobei das Schaltwerk 20 je nach Schaltzustand ein Signal nach
außen abgibt. Die Überwachung des Druckverhältnisses erfordert somit keine zusätzliche
Hilfsenergie, und Abweichungen von einem fest einjustierten Verhältnis können über
das Schaltwerk 20 erfaßt und weiterverarbeitet werden.
1. Vorrichtung (1) zur permanenten Überwachung des Verhältnisses zwischen dem statischen
Brennstoffdruck pbr und dem statischen Verbrennungsluftdruck pl kurz vor der Zusammenführung von Brennstoff und Verbrennungsluft in einem Verbrennungswärmeerzeuger
(50), mit zwei Regelmembranen (4', 6'), die über eine Hebelmechanik mit festem oder
veränderbarem Hebelarmverhältnis, welche einen auf einem Schneidenlager (9) aufliegenden
Waagebalken (8) umfaßt, miteinander verbunden sind und auf deren eine Seite bei der
ersten Regelmembran (6') der Brennstoffdruck pbr, bei der zweiten Regelmembran (4') der Verbrennungsluftdruck pl wirkt, wobei an einem Arm des Waagebalkens (8) eine Federvorrichtung (11) und ein
Gegenlager (16) derart angeordnet sind, daß sie möglichen Auslenkungen des Waagebalkens
(8) entgegenwirken, und mit einem Schaltwerk (20), das von einer der beiden Regelmembranen
(4', 6'), vorzugsweise von der zweiten (4'), mit dem Verbrennungsluftdruck pl beaufschlagt wird, wobei das Schaltwerk (20) je nach Schaltzustand ein Signal nach
außen abgibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils auf die andere Seite
der beiden Regelmembranen (4', 6') der Feuerraumdruck pf des Verbrennungswärmeerzeugers (50) wirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelmembranen (4', 6')
jeweils an ihrer Unterseite mit dem Feuerraumdruck pf beaufschlagt sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schneidenlager (9) horizontal verschiebbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Stellglied (21) des Schaltwerkes (20) mit einer Regelmembran, vorzugsweise der zweiten
(4'), verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk (20) als elektrischer
Schalter (23, 24, 25, 26, 27, 28) ausgebildet ist.
1. Device (1) for continuous monitoring of the ratio between the static fuel pressure
pbr and the static combustion air pressure p1 immediately prior to the mixing of fuel and combustion air in a combustion heat unit
(50), having two regulation diaphragms (4', 6') which are connected to each other
by means of a lever mechanism having fixed or variable lever arm ratio and including
a balance arm (8) seated on a knife-edge bearing (9) with the fuel pressure pbr acting on one side at the first regulation diaphragm (6') and the combustion air
pressure p1 acting on the second regulation diaphragm (4'), wherein a spring means (11) and a
thrust bearing (16) are arranged at one arm of the balance arm (8) in such a fashion
that they oppose possible deflections of the balance arm (8), and having a switching
mechanism (20) subjected to the combustion air pressure p1 by means of one of the two regulation diaphragms (4', 6'), preferentially the second
(4'), wherein the switching mechanism (20) issues an external signal in dependence
on the switching state.
2. Device according to claim 1, characterized in that, in each case, the furnace pressure
pf of the combustion heat unit (50) acts on the other side of the two regulation diaphragms
(4', 6').
3. Device according to claim 2, characterized in that the regulation diaphragms (4',
6') are each subjected to the furnace pressure pf at their lower sides.
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the knife-edge
bearing (9) is displaceable in a horizontal manner.
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that an actuator
(21) of the switching mechanism (20) is connected to a regulation diaphragm, preferentially
to the second (4').
6. Device according to claim 5, characterized in that the switching mechanism (20) is
configured as an electrical switch (23, 24, 25, 26, 27, 28).
1. Dispositif (1) pour la surveillance permanente du rapport entre la pression statique
du combustible pco et la pression statique de l'air comburant p1 avant la réunion du combustible et de l'air comburant dans un générateur de chaleur
de combustion (50), dispositif qui comprend deux membranes de régulation (4', 6')
qui sont reliées entre elles par l'intermédiaire d'un mécanisme à levier, présentant
un rapport fixe ou variable des bras de levier, qui comporte un fléau (8) reposant
sur un support à couteau (9) et sur l'un des côtés duquel agit, dans le cas de la
première membrane de régulation (6'), la pression de combustible pco et, dans le cas de la seconde membrane de régulation (4'), la pression d'air comburant
p1, un dispositif élastique (11) et un contre-appui (16) étant disposés sur un bras
du fléau (8), de manière qu'ils s'opposent à des déviations possibles du fléau (8),
le dispositif (1) comprenant en outre un mécanisme de couplage (20) auquel l'une des
deux membranes de régulation (4', 6'), de préférence la seconde (4'), applique la
pression de l'air comburant p1, le mécanisme de couplage (20) délivrant à l'extérieur un signal fonction de son
état de couplage.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression au foyer pf du générateur de chaleur de combustion (50) agit chaque fois sur l'autre côté des
deux membranes de régulation (4', 6').
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que chacune des membranes de
régulation (4', 6') est exposée à la pression au foyer pf par son côté inférieur.
4. Dispositif selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support
à couteau (9) est déplaçable horizontalement en translation.
5. Dispositif selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un organe
d'actionnement (21) du mécanisme de couplage (20) est relié à une membrane de régulation,
de préférence à la seconde (4').
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le mécanisme de couplage
(20) est réalisé comme un commutateur électrique (23, 24, 25, 26, 27, 28).