[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Scheinzielerzeugung zum Schutz gegen Zielsuchflugköpfe,
die zwischen Strahlstärken im kurzwellenlängigen Infrarotbereich und mittelwellenlängigen
Infrarotbereich differenzieren.
[0002] Zu schützende Objekte, wie Schiffe, Bohrplattformen, Panzer und dergleichen, weisen
großflächig nur geringe Oberflächentemperaturen von ca. 0°C bis 20°C für ein Chassis
oder einen Bootsrumpf und max. 80°C bis 100°C für einen Schornstein auf. Dies führt
gemäß dem Planck'schen Strahlungsgesetz dazu, daß die zu schützenden Objekte die Koinzidenzmerkmale
haben, daß sie niedrige Strahlstärken im kurzwellenlängigen Infrarotbereich (SWIR-Bereich:
2...2,5 µm) und hohe Strahlstärken im mittelwellenlängigen Infrarotbereich (MWIR-Bereich:
3...5 µm) und langwellenlängigen Infrarotbereich (LWIR-Bereich: 8.....14 µm) besitzen.
[0003] Zielsuchflugkörper, wie die sogenannten "Zweifarb-Infrarot-Zielsuchflugköpfe", können
zwischen Strahlstärken im SWIR-Bereich und denen im MWIR-Bereich differenzieren. Zum
Erfassen und Verfolgen eines Ziels detektieren die Zielsuchkörper Strahlstärken im
MWIR-Bereich, während sie gleichzeitig zum Diskriminieren von Scheinzielen Strahlstärken
im SWIR-Bereich feststellen können.
[0004] Aus der (nicht vorveröffentlichten) deutschen Patentanmeldung DE-PS 42 38 038 ist
bereits ein Verfahren zum Bereitstellen eines Scheinzielkörpers bekannt, das dem Simulieren
der Zielsignatur eines zu schützenden Objekts für einen abbildenden Zielsuchflugkörper
dient, wobei Flaremassen räumlich bzw. zeitlich versetzt am Ort des aufzubauenden
Scheinzielkörpers zur Zerlegung gebracht werden. Die sich gemäß der DE-PS 42 38 038
aus einem Gemisch aus Phosphorgranulat und kleinen Phosphorflares zusammensetzende
Flaremasse weist zwar eine spektrale Strahldichte mit einem gewünscht hohen Anteil
im MWIR-Bereich auf, jedoch übersteigt die Gesamtstrahlstärke im SWIR-Bereich deutlich
die von zu schützenden Objekten. Dies führt dazu, daß Zielsuchflugkörper Scheinziele,
die nach der DE-PS 42 38 038 hergestellt werden, aufgrund der Strahldichte im SWIR-Bereich
als Täuschung klassifizieren und somit nicht anvisieren.
[0005] In der Druckschrift DE 26 14 196 A1 ist ein Infrarotstrahler offenbart, der durch
einen aus Kaliumnitrat und metallischem Bor oder Schwarzpulver oder Festtreibstoffen
bestehenden Brandsatz erzeugt wird, wobei die Abbrandtemperatur auf jeden Fall höher
als eine Objekttemperatur von ungefähr 20 °C ist. Somit befindet sich gemäß dem Planck'schen
Strahlungsgesetz bzw. dem Wien'schen Verschiebungsgesetz das Maximum der spektralen
Strahldichte des nach der DE 26 14 196 A1 hergestellten Scheinziels bei niedrigeren
Wellenlängen als das Maximum der spektralen Strahldichte eines zu schützenden Objekts,
was Zielsuchflugkörpern ermöglicht, das Scheinziel vom zu beschießenden Objekt zu
unterscheiden.
[0006] Die Druckschrift DE 35 15 166 A1 beschreibt einen Wurfkörper zur Darstellung eines
Infrarotflächenstrahlers, dessen Flaremasse sich aus Phosphor zuzüglich der Passivierung
von Phosphor dienendem Aluminiumhydroxyd zusammensetzt, um für eine Verlangsamung
der Abbrennzeit zu sorgen. Das gemäß der DE 35 15 166 A1 erzeugte Scheinziel weist
einen nicht vernachlässigbaren Strahlungsdichteanteil im SWIR-Bereich auf, wodurch
Zielsuchkörper erkennen können, was Scheinziel und was zu verfolgendes Objekt ist.
Der Aluminiumhydroxyd-Zusatz sorgt dabei nur für eine geringfügige Veränderung des
spezifischen Gewichts der Flaremasse, was im wesentlichen zu keiner Verlängerung der
Wirkzeit der Flaremasse bzw. der Standzeit des Scheinziels führt.
[0007] Aus der Druckschrift DE 23 59 758 ist eine Flaremasse bekannt, bei der die Inertkomponente
aus Metall-Trägerfolien besteht, die mit der Brandmassenkomponente beschichtet sind.
Es handelt sich dabei um einen Infrarot-Störstrahler, bei dem das Gewichts- oder Mengenverhältnis
zwischen der Brandmassenkomponente und der Inertkomponente unter dem Gesichtspunkt
einer Verlängerung der Strahlungsdauer durch Verlangsamung des Abbrandes optimiert
ist, ohne daß eine Anpassung der spektralen Strahldichteverteilung an diejenige der
zu simulierenden Zielsignatur angesprochen wäre.
[0008] Die Druckschrift EP 0 037 515 A2 offenbart ein Verfahren zum Erzeugen eines Nebels,
der Strahlen im Wellenlängenbereich von 3 bis 15 µm absorbiert, um Objekte vor IR-
oder Radardetektoren zu verbergen. Dabei wird roter Phosphor zu Phosphorpentoxyd verbrannt,
das wiederum mit der Luftfeuchtigkeit zu Phosphor- und phosphoriger Säure reagiert
und somit eine Dekkung bewirkt. Ferner sind dort Mikroballons beschrieben, die der
Erhöhung der Schwebe fähigkeit dienen und durch deren Größe und Form eine Absorption
erreicht wird.
[0009] Aus der Druckschrift DE 34 43 778 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines pyrotechnischen
Gemisches zum Erzeugen eines IR-deckenden Nebels bekannt, wobei die dortige Nebelerzeugung
auf demselben Prinzip beruht, wie bereits in der EP 0 037 515 A2 offenbart. Dabei
umfaßt das pyrotechnische Gemisch wiederum roten Phosphor und ein Bindemittel, beispielsweise
Gummi.
[0010] Schließlich offenbart auch die Druckschrift US 2,658,874 (nächtstliegender Stand
der Technik) eine Munition zum Erzeugen von Rauch, die roten Phosphor und ein Plastifizierungsmittel
umfaßt, durch das die Abbrandgeschwindigkeit steuerbar wird.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Scheinzielerzeugung zum
Schutz gegen Zielsuchflugköpfe, die zwischen Strahlstärken im kurzwellenlängigen Infrarotbereich
und mittelwellenlängigen Infrarotbereich differenzieren, zu liefern, so daß das Erzeugen
von Scheinzielen ermöglicht wird, welche entsprechend der zu simulierenden Zielsignatur
der zu schützenden Objekte im MWIR-Bereich hohe und im SWIR-Bereich geringe Strahlstärken
aufweisen.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0013] Besondere Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0014] Vorzugsweise wird die Flaremasse nach der Erfindung so ausgebildet, daß die MWIR-Strahlstärke
des erzeugten Scheinzieles größer als die des zu schützenden Objektes ist, damit das
Scheinziel einen überoptimalen Schlüsselreiz für einen Infrarotzielflugsuchkörper
darstellt und somit von diesem anstelle des zu schützenden Objekts anvisiert wird.
Es ist vorteilhaft, wenn bei der Flaremasse nach der Erfindung gleichzeitig auch die
Abbrandgeschwindigkeit verlangsamt wird.
[0015] Als Flaremasse eignen sich insbesondere Mischungen aus Inertkomponente und Brandmassenkomponente,
welche ungefähr 5 Gew.-% bis 99 Gew.-% pyrotechnischer Brandmasse, Rest Inertkomponente,
aufweisen. Bei der Auswahl der thermischen Eigenschaften der Inertkomponente können
beispielsweise die spezifische Wärme und/oder thermische Expansion der Inertkomponente,
neben der Dichte derselben, berücksichtigt werden, wobei letztere wegen ihres Einflusses
auf das spezifische Gewicht der Flaremasse auch die Standzeit des erzeugten Scheinzieles
beeinflußt. Die spektrale Strahldichte des Scheinzieles läßt sich auch über selektive
Strahlungseigenschaften der Inertkomponente, nämlich Emissionsgrad, Absorptionsgrad,
Transmissionsgrad und Reflexionsgrad der Inertkomponente, selektiv modifizieren. Besteht
die Inertkomponente aus eine Teilchenfüllung und eine Teilchenhülle aufweisenden Partikeln,
kann die spektrale Strahldichte des Scheinziels ferner über das Material und/oder
das Volumen der Teilchenfüllung sowie über deren Dichte und/oder den in der Teilchenfüllung
herrschenden Druck eingestellt werden. Die spektrale Strahldichte des Scheinziels
läßt sich auch über das Material der Teilchenhülle, über deren Oberflächenbeschaffenheit
und/oder deren Dicke einstellen.
[0016] Vorzugsweise werden für die Brandmassenkomponente Materialien mit einer Abbrandtemperatur
von unterhalb 600°C verwendet. Die Brandmassenkomponente besteht vorzugsweise aus
rotem Phosphor, wobei dieser eine Entzündungstemperatur von ungefähr 400°C haben kann.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der rote Phosphor so behandelt wird, daß er eine
Entzündungstemperatur von weniger als 400°C benötigt, wobei dies dadurch bewirkt werden
kann, daß dem roten Phosphor zur Reduktion der Entzündungstemperatur eine weitere
Substanz, beispielsweise mindestens ein Katalysator, zugesetzt und/oder der rote Phosphorpartikel
partikelweise ummantelt wird, beispielsweise mit Paraffinwachs.
[0017] Die Inertkomponente sollte aus einem Material bestehen, welches von etwa 0°C bis
ungefähr 600°C im wesentlichen inert ist. Als Material für die Inertkomponente haben
sich Silikate, wie Kieselgur, bewährt. Vorzugsweise ist die Inertkomponente durch
Mikroballone gebildet, beispielsweise aus Materialien, wie sie unter den Handelsbezeichnungen
Q-Cell® oder Extendospheres® bekannt sind.
[0018] Die Inertkomponente kann als Bindemittel oder auch Trägermaterial für die Brandmassenkomponente
vorliegen. Die spektrale Strahldichte des Scheinzieles kann dabei durch die Materialwahl
und die Dicke und/oder die spezifischen thermischen Eigenschaften des Trägermaterials
eingestellt sein. Innerhalb des Erfindungsgedankens liegt es auch, die spektrale Strahldichte
des Scheinzieles durch die strahlungsphysikalischen Eigenschaften des Trägermaterials,
nämlich spektrale Emissions-, Absorbtions- und/oder Transmissionsvermögen, einzustellen.
[0019] In dem Fall, daß die Inertkomponente Partikel aufweist, welche eine Teilchenfüllung
und eine Teilchenhülle aufweisen, kann als Teilchenfüllung ein Gas oder ein Schaum
mit speziellen Absorbtionsbanden ausgewählt sein. Für die Teilchenhülle hat sich dabei
ein Glas mit optisch filternden Eigenschaft bewährt.
[0020] Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß es gelingt, ein Verfahren
zur Scheinzielerzeugung zum Schutz gegen Zielsuchflugköpfe, die zwischen Strahlstärken
im kurzwellenlängigen Infrarotbereich und mittelwellenlängigen Infrarotbereich differenzieren,
im Prinzip für jedes denkbare zu schützende Objekt zu liefern, wobei das Scheinziel
durch geschickte Wahl der Parameter der pyrotechnischen Brandmasse und des inerten
Zusatzes, vorallem des Gewichtsverhältnisses der Komponenten zueinander, einen Strahldichteverlauf
in Abhängigkeit von der Wellenlänge aufweist, der dem des zu schützenden Objekts täuschend
ähnlich und für einen Zielsuchkörper attraktiver ist, da das Strahlungsmaximum im
Vergleich zu dem bekannter Flaremassen in den längerwellenlängigen Infrarotbereich
verschoben ist, und zusätzlich die Möglichkeit besteht, daß durch selektive Strahlung
die Strahlstärken im SWIR-Bereich unterdrückt sowie die Strahlstärken im MWIR-Bereich
erhöht werden.
[0021] Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der schematischen Zeichnung
im einzelnen erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- die graphische Darstellung der spektralen Strahldichte eines Schwarzkörperstrahlers
nach Planck mit einer Oberflächentemperatur von 100 °C bzw. 20 °C;
- Fig. 2
- eine graphische Darstellung der spektrale Strahlstärke eines herkömmlich aufgebauten
Scheinziels im Vergleich zu der eines typischerweise zu schützenden Objekts;
- Fig. 3a
- eine Darstellung der Anordnung der Bestandteile einer erfindungsgemäßen Flaremasse
bezüglich des Abbrandweges derselben;
- Fig. 3b
- den Temperaturverlauf der in Fig. 3a gezeigten, abbrennenden Flaremasse gegen den
Abbrandweg derselben;
- Fig. 3c
- die graphische Darstellung der spektralen Strahldichte der in Fig. 3a gezeigten Flaremasse,
die durch Überlagerung der ebenfalls abgebildeten Strahldichteverläufe ihrer Bestandteile
entsteht und gestrichelt dargestellt ist;
- Fig. 4
- eine graphische Darstellung der spektralen Strahldichte eines schwarzen Strahlers,
eines grauen Strahlers bzw. eines selektiven Strahlers;
- Fig. 5a
- eine Darstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen, gezündeten Flaremasse mit möglichen
Strahlengängen an der Oberfläche derselben;
- Fig. 5b
- eine graphische Darstellung, die die Entstehung der selektiven Strahlungscharakteristik
einer Flaremasse anhand eines Teilchens des Zusatzes exemplarisch wiedergibt;
- Fig. 6a
- die graphische Darstellung der spektralen Strahldichte einer MWIR-Flaremasse gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung im Vergleich zu der einer Standardflaremasse;
und
- Fig. 6b
- die graphische Darstellung der spektralen Strahldichte einer Flaremasse eines weiteren
Ausführungsbeispiels der Erfindung im Vergleich zu der Standardflaremasse.
[0022] Fig. 1 zeigt die gemäß dem Planck'schen Strahlungsgesetz berechnete spektrale Strahldichte
für ein typischerweise zu schützendes Objekt der obengenannten Art mit Oberflächentemperaturen
von ungefähr 20 °C bzw. 100 °C. Deutlich sind die bereits erwähnten Koinzidenzmerkamle
von zu schützenden Objekten, nämlich geringe Infrarotstrahlungsleistung pro Flächeninhalt
im Bereich von 2 - 2,5 µm und hohe Strahlungsleistung pro Flächeninhalt im Bereich
von 3 - 5 µm, Fig. 1 zu entnehmen.
[0023] Herkömmlich aufgebaute Scheinziele geben jedoch im SWIR-Bereich deutlich mehr und
aufgrund ihrer zu geringen Fläche im MWIR-Bereich deutlich weniger Strahlung als die
Objekte, zu deren Schutz sie bereitgestellt werden sollen, ab, wie in Fig. 2 dargestellt.
Somit können Zielsuchflugkörper, insbesondere Zweifarb-Infrarot-Zielsuchflugköpfe,
einfach zwischen Scheinzielen und den durch diese zu schützenden Objekten unterscheiden,
indem sie das Messen von Strahlung im MWIR-Bereich verwenden, um ein Objekt aufzuspüren
und zu verfolgen, und das Detektieren von Strahlung im SWIR-Bereich nutzen, um Scheinziele
von den eigentlich anzuvisierenden Objekten unterscheiden zu können. Zur spektralen
Scheinzielanpassung muß daher eine Verschiebung des Strahldichtemaximums zu höheren
Wellenlängen durchgeführt werden. Nach dem Wien'schen Verschiebungsgesetz läßt sich
dies dadurch realisieren, daß die Temperatur des Scheinziels abgesenkt wird, wobei
jedoch gleichzeitig der Betrag der Strahldichte im MWIR-Bereich reduziert wird. Eine
Temperatur des Scheinziels von ungefähr 300 °C bis 500 °C stellt diesbezüglich einen
guten Kompromiß dar.
[0024] Gemäß der Erfindung wird eine Flaremasse zur spekralen Scheinzielanpassung verwendet,
die sich aus einer pyrotechnischen Brandmasse A und einem inerten Zusatz B zusammensetzt
(verbunden mit einem Bindemittel auf einem Trägermaterial), wie z. B. in Fig. 3a gezeigt.
[0025] Bei der pyrotechnischen Brandmasse handelt es sich gemäß der Erfindung vorzugsweise
um roten Phosphor mit einer Entzündungstemperatur von ungefähr 400 °C oder um roten
Phosphor, dem geringe Mengen einer zusätzlichen Substanz, wie beispielsweise ein Katalysator,
zugesetzt und/oder der partikelweise, mit beispielsweise Paraffinwachs, ummantelt
ist, so daß er eine deutlich geringere Entzündungstemperatur benötigt.
[0026] Als inerter Zusatz kommen erfindungsgemäß alle im Temperaturbereich von ungefähr
0 °C bis ungefähr 600 °C inerten Stoffe in Frage. Vorzugsweise finden Inertstoffe,
wie Kieselgur und/oder Mikroballone, die Q-Cell®, Extendospheres® und dergleichen
umfassen, bestimmte Bindemittel und/oder spezifische Trägermaterialien Verwendung.
[0027] Der inerte, der Wärmeleitung bzw. Wärmeableitung dienende Zusatz B, das Bindemittel
und das Trägermaterial sind dabei so gewählt, daß sie für ein Absenken der Temperatur
des Scheinziels sorgen, wodurch die spektrale Strahldichte des Scheinziels zu höheren
Wellenlängen im Infrarotbereich verschoben wird, und somit zum einen hohe Strahlstärken
im MWIR-Bereich und zum anderen niedrige Strahl stärken im SWIR-Bereich vorhanden
sind. Diese Temperaturabsenkung, durch die das Scheinziel für einen strahlungsempfindlichen
Zielsuchkörper attraktiver als das zu schützende Objekte gemacht wird, ist im folgenden
mit Bezug auf die Fig.en 3a, 3b und 3c beschrieben:
[0028] Eine Flaremasse, die bezüglich ihres Abbrandweges aus hintereinander angeordneten
Einheiten, die jeweils ein pyrotechnisches Brandmassenteilchen A und zwei Teilchen
B aus inertem Zusatz aufweisen, so besteht, daß_die in Fig. 3a dargestellte räumliche
Anordnung "A B B A B B" entsteht, wird zum Zeitpunkt t
1 gezündet. Das Zünden der Flaremasse führt dazu, daß das erste Teilchen A der pyrotechnischen
Brandmasse im ersten Abbrandschritt auf seine Abbrandtemperatur gebracht wird, die,
beispielsweise, 500 °C beträgt. Im zweiten, durch den Zeitpunkt t
2 charakterisierten Abbrandschritt sorgt das zweite entlang des Abbrandweges angeordnete
Teilchen, ein wärmeableitendes Zusatzteilchen B, dafür, daß die Temperatur sinkt.
Das dritte Teilchen, das ebenfalls ein wärmeableitendes Zusatzteilchen B ist, dient
ebenso dem Absenken der Temperatur, so daß nach dem dritten, durch den Zeitpunkt t
3 charakterisierten Abbrandschritt schließlich die Zündtemperatur der pyrotechnischen
Brandmasse erreicht wird, die, beispielsweise, 300 °C beträgt. Zum Zeitpunkt t
4 wird dann das vierte Teilchen, das ein Teilchen A aus pyrotechnischer Brandmasse
ist, gezündet, wodurch die Temperatur wieder auf die Abbrandtemperatur der pyrotechnischen
Brandmasse gebracht wird. Somit entsteht wieder die bereits zum Zeitpunkt t
1 vorliegende Situation, woraufhin sich die soeben beschriebenen drei Abbrandschritte
zyklisch wiederholen, so daß der Temperaturverlauf gegen den Abbrandweg im wesentlichen
einen sägezahnähnlichen Verlauf bekommt, wie Fig. 3b zu entnehmen.
[0029] Dabei strahlt gemäß dem Planck'schen Strahlungsgesetz das erste, brennende Teilchen
A der pyrotechnischen Brandmasse zum Zeitpunkt t
1 die höchste spektrale Strahldichte mit einem Maximum bei der niedrigsten Wellenlänge
und das vierte, erwärmte Teilchen A der pyrotechnischen Brandmasse zum Zeitpunkt t
4 die niedrigste spektrale Strahldichte mit einem Maximum bei der höchsten Wellenlänge
ab, wie Fig. 3c zu entnehmen. Die spektrale Strahldichte der Flaremasse, die in Fig.
3c gestrichelt dargestellt ist und sich aus dem zeitlichen Mittel der spektralen Strahldichten,
die während eines Zyklusses aus drei Abbrandschritten entstehen, zusammensetzt, liefert
im MWIR-Bereich eine deutlich höhere Gesamtstrahldichte als im SWIR-Bereich.
[0030] Diese Verschiebung zu höheren Wellenlängen hin läßt sich durch das Mengenverhältnis
von pyrotechnischer Brandmasse A und inertem Zusatz B und/oder durch ausgewählte thermische
Eigenschaften des inerten Zusatzes, wie, beispielsweise, spezifische Wärme und thermische
Expansion, einstellen. Dabei wird die Größenordnung der Verschiebung des Maximums
der spektralen Strahldichte des Scheinziels primär von der Zündtemperatur der verwendeten
pyrotechnischen Brandmasse A begrenzt.
[0031] Das Hinzufügen des inerten Zusatzes B zu der pyrotechnischen Brandmasse A verbunden
durch ein Bindemittel auf einem Trägermaterial führt nicht nur zur gewünschten Verschiebung
des Maximums der spektralen Strahldichte in den MWIR-Bereich, sondern auch zur Verlangsamung
der Abbrandgeschwindigkeit. Wenn der Zusatz B außerdem so gewählt wird, daß durch
sein spezifisches Gewicht die Gewichtskraft und somit die Sinkgeschwindigkeit der
Flaremasse reduziert wird, ohne die Auftriebskraft zu verändern, verlängert sich auch
vorteilhafterweise die Wirkzeit der Flaremasse bzw. die Standzeit des durch die Flaremasse
aufgebauten Scheinziels.
[0032] Jedoch, wie einem Vergleich von Fig. 1 mit Fig. 3c zu entnehmen, übersteigen die
Strahldichten des Scheinziels im kompletten SWIR-Bereich noch immer die Strahldichten
eines zu schützenden Objekts. Das Verhältnis der Strahlstärke im SWIR-Bereich zur
Strahlstärke im MWIR-Bereich, das nach dem Planck'schen Strahlungsgesetz ausschließliche
eine Funktion der Temperatur ist, kann zur weiteren spektralen Scheinzielanpassung
gemäß der Erfindung durch das Ausnutzen von selektiven Strahlungseigenschaften des
inerten Zusatzes noch besser eingestellt werden.
[0033] Nach Kirchhoff gibt es die drei in Fig. 4 gezeigten Arten von Infrarotstrahlern,
die sich über ihren jeweiligen Emissionsgrad E als Funktion der Wellenlänge λ klassifizieren
lassen. Ein schwarzer Strahler liegt für
ε (λ) = 1; ein grauer Strahler für ε (λ) = konstant < 1 und ein selektiver Strahler
für ε (λ) = f (λ) vor. Somit sind selektive Strahler durch ihre von der Wellenlänge
λ abhängigen Strahlungseigenschaften gekennzeichnet.
[0034] Die selektiven Strahlungseigenschaften des inerten Zusatzes B werden durch dessen
selektiven Emissionsgrad, selektiven Absorptionsgrad, selektiven Transmissionsgrad
und/oder selektiven Reflexionsgrad bestimmt, was mit Bezug auf die Fig.en 5a und 5b
im folgenden beschrieben ist:
[0035] In Fig. 5a ist eine kleine Auswahl möglicher, durch die selektiven Strahlungseigenschaften
bestimmter Strahlengänge an der Oberfläche 12 einer Flaremasse 10 mit Pfeilen dargestellt,
wobei die Flaremasse 10 sowohl Teilchen A aus pyrotechnischer Brandmasse als auch
Teilchen B aus inertem Zusatz umfaßt. Die wichtigsten Strahlengänge im Bereich eines
Teilchens B vom inerten Zusatz, das eine von einer Teilchenhülle 14 umgebene Teilchenfüllung
16 aufweist, sind in Fig. 5b illustriert. Dabei stellt der mittlere Strahlengang S
1 die selektive Emission der Temperaturstrahlung des Zusatzteilchens B selbst, der
rechte Strahlengang S
2 die selektive Reflexion von Fremdstrahlung, die sowohl von der Infrarotstrahlung
der pyrotechnischen Substanz B als auch der Infrarotstrahlung benachbarter Zusatzteilchen
herrühren kann, und der linke Strahlengang S
3 die selektive Absorption und/oder Transmission von besagter Fremdstrahlung an der
Teilchenhülle 14 und der Teilchenfüllung 16 dar.
[0036] Außer durch die selektive Emission, selektive Reflexion, selektive Absorption und/oder
selektive Transmission läßt sich die Strahlungscharakteristik der Flaremasse über
das Material der Teilchenhülle 14, das z. B. eine spezielle Filterglassorte umfaßt;
die Oberflächenbeschaffenheit der Teilchenhülle 14; die Stärke der Teilchenhülle 14;
das Material der Teilchenfüllung 16, das z. B. ein Gas oder einen Schaum mit speziellen
Absorptionsbanden umfaßt; das Volumen der Teilchenfüllung 16; die Dichte der Teilchenfüllung
16; den in der Teilchenfüllung 16 herrschenden Druck; und/oder das Mischungsverhältnis
von pyrotechnischer Brandmasse A und Zusatz B einstellen.
[0037] Die Figuren 6a und 6b zeigen zwei MWIR-Flaremassen gemäß der Erfindung jeweils im
Vergleich zu einer Standardflaremasse. Dabei wird die MWIR-Flaremasse von Fig. 6a
aus 90 Gew.-% Q-Cell® und 10 Gew.-% rotem Phosphor und die MWIR-Flaremasse von Fig.
6b aus 90 Gew.-% Kieselgur und 10 Gew.-% rotem Phosphor gebildet. Jedoch sind im Prinzip
alle Mischungen mit einem Phosphoranteil von 5 Gew.-% bis 99 Gew.-% möglich.
[0038] In Fig. 6a ist deutlich aus einem Vergleich der MWIR-Flaremasse mit der Standardflaremasse
die Verschiebung des spektralen Strahlungsmaximums auf ungefähr 5 µm und somit zu
den größten Wellenlängen des MWIR-Bereichs hin sowie der Einbruch der Strahldichte
bis ungefähr 2,6 µm und somit im kompletten SWIR-Bereich aufgrund der selektiven Strahlungseigenschaft
von Q-Cell® erkennbar.
[0039] Die spektrale, in Fig. 6b gezeigte Charakteristik ist der in Fig. 6a gezeigten sehr
ähnlich. Sie weist ihr Strahlungsmaximum im MWIR-Bereich auf, nämlich ungefähr bei
4,5 µm, und sorgt für eine Unterdrückung der Strahlungsleistung bis ungefähr 2,6 µm,
so daß im SWIR-Bereich im wesentlichen eine vernachlässigbare spektrale Strahldichte
vorhanden ist.
[0040] Im Gegensatz zur Standardflaremasse, die nicht nur im SWIR-Bereich eine nicht vernachlässigbare
spektrale Strahldichte aufweist, sondern das Integral über ihre spektrale Strahldichte
im SWIR-Bereich sogar größer als das Integral über ihre spektrale Strahldichte im
MWIR-Bereich ist, wie den Fig.en 6a und 6b zu entnehmen, führen die erfindungsgemäßen
MWIR-Flaremassen dann zu Scheinzielen, die für einen strahlungsempfindlichen Zielsuchflugkörper
das zu schützende Objekt in der spektralen Charakteristik und der Fläche naturgetreu
und außerdem attraktiver nachbilden. Dies führt zu dem gewünschten Umlenken des Zielsuchflugkörpers
von einem Objekt auf ein Scheinziel. Somit stellt eine MWIR-Flaremasse gemäß der Erfindung
den Schutz eines Objektes selbst vor Geschossen, die mit Zweifarb-Infrarot-Zielköpfen
ausgerüstet sind, sicher.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0041]
- A
- Teichen aus pyrotechnischer Brandmasse
- B
- Teilchen aus inertem Zusatz
- 10
- Flaremasse
- 12
- Flaremassenoberfläche
- 14
- Hülle eines Zusatzteilchens
- 16
- Füllung eines Zusatzteilchens
1. Verfahren zur Scheinzielerzeugung zum Schutz gegen Zielsuchflugköpfe, die zwischen
Strahlstärken im kurzwellenlängigen Infrarotbereich und mittelwellenlängigen Infrarotbereich
differenzieren, bei dem
- eine Flaremasse, die eine Brandmassenkomponente und eine Inertkomponente umfaßt,
verbrannt wird, wobei
-- die Brandmassenkomponente bei alleinigem Abbrand eine spektrale Strahldichte mit
einem Maximum bei kürzeren Wellenlängen als die spektrale Strahldichte der zu simulierenden
Zielsignatur aufweist, und
-- die Zündtemperatur der Brandmassenkomponente, relativ zu der Abbrandtemperatur,
die Größenordnung einer Verschiebung dieses Maximums der spektralen Strahldichte in
bezug auf die Wellenlänge im wesentlichen bestimmt; und
- das Gewichtsverhältnis der Brandmassenkomponente zur Inertkomponente zum Reduzieren
der inneren Wärmeleitung in der Flaremasse so eingestellt wird, daß die spektrale
Strahldichte der Flaremasse durch Verschieben zu den längeren Wellenlängen an die
spektrale Strahldichte der zu simulierenden Zielsignatur angepaßt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die spektrale Strahldichte
des Scheinziels über die die innere Wärmeleitung der Flaremasse beeinflussende räumliche
Form der Brandmassenkomponente und/oder der Inertkomponente eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die spektrale Strahldichte
des Scheinziels durch die die innere Wärmeleitung der Flaremasse beeinflussende räumliche
Anordnung der Brandmassenkomponente und der Inertkomponente zueinander eingestellt
wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Strahldichte der Flaremasse durch strahlungsbeeinflussende Eigenschaften, wie einen
bestimmten Emissionsgrad, Absorptionsgrad, Transmissionsgrad und/oder Reflexionsgrad,
der Inertkomponente moduliert wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
spektrale Strahldichte des Scheinziels über die Dichte der Inertkomponente eingestellt
wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
spektrale Strahldichte des Scheinziels über die thermischen Eigenschaften der Inertkomponente
eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diskrete
Partikel die Brandmassenkomponente und/oder die Inertkomponente bilden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Inertkomponente Partikel
aufweist, die, aus einer Teilchenhülle (14) und einer Teilchenfüllung (16) bestehen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die spektrale Strahldichte
des Scheinziels über die Materialauswahl für die Teilchenhülle und/oder die Teilchenfüllung
eingestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchenhülle aus
Glas gebildet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchenhülle aus optisch
selektiv filterndem Glas gebildet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchenfüllung
aus einem Gas mit selektiven Absorptionsbanden gebildet wird.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Brandmassenkomponente aus rotem Phosphor gebildet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Entzündungstemperatur
des Phosphors reduziert wird.
1. A method of generating a decoy target for protection against homing heads which distinguish
between the strength of radiation in the short-wave infrared range and the medium-wave
infrared range, wherein
- a flare composition comprising an incendiary component and an inert component is
burnt, wherein
-- the incendiary component, when it burns alone, has a spectral radiation density
with a maximum at shorter wavelengths than the spectral radiation density of the target
signature for simulation, and
-- the ignition temperature of the incendiary component, relative to the burning temperature,
substantially determines the extent of displacement of the maximum of the spectral
radiation density relative to the wavelength; and
- the weight of the incendiary component in proportion to the inert component is so
adjusted, in order to reduce the internal conduction of heat in the flare composition,
that the spectral radiation density of the flare composition is shifted to longer
wavelengths and thus adapted to the spectral radiation density of the target signature
for simulation.
2. A method according to claim 1, characterised in that the spectral radiation density
of the decoy target is adjusted by way of the physical shape of the incendiary component
and/or of the inert component, which shape influences the internal heat conduction
of the flare composition.
3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that the spectral radiation density
of the decoy target is adjusted by way of the spatial arrangement of the incendiary
component relative to the inert component, which arrangement influences the internal
heat conduction of the flare composition.
4. A method according to any of the preceding claims, characterised in that the radiation
density of the flare composition is modulated by properties of the inert component
which influence the radiation, such as a given emission or absorption or transmission
and/or reflection coefficient.
5. A method according to any of the preceding claims, characterised in that the spectral
radiation density of the decoy target is adjusted by way of the density of the inert
component.
6. A method according to any of the preceding claims, characterised in that the spectral
radiation density of the decoy target is adjusted by way of the thermal properties
of the inert component.
7. A method according to any of the preceding claims, characterised in that the incendiary
component and/or the inert component is made up of discrete particles.
8. A method according to claim 7, characterised in that the inert component comprises
particles which consist of a shell (14) and a filling (16).
9. A method according to claim 8, characterised in that the spectral radiation density
of the decoy target is adjusted by selection of the material for the particle shell
and/or the particle filling.
10. A method according to claim 8 or 9, characterised in that the particle shell is made
of glass.
11. A method according to claim 10, characterised in that the particle shell is made of
optically selectively filtering glass.
12. A method according to any of claims 8 to 11, characterised in that the particle filling
consists of a gas with selective absorption bands.
13. A method according to any of the preceding claims, characterised in that the incendiary
component is of red phosphorus.
14. A method according to claim 13, characterised in that the ignition temperature of
the phosphorus is reduced.
1. Méthode pour la création d'une cible artificielle destinée à fournir une protection
contre les autodirecteurs capables de différencier les intensités du rayonnement dans
le domaine de l'infrarouge à ondes courtes et dans le domaine de l'infrarouge à ondes
moyennes, selon laquelle
- on fait brûler une masse éclairante de leurre comprenant un composant de masse incendiaire
et un composant inerte, de sorte que
-- le composant de masse incendiaire lors d'une unique combustion présente une luminance
énergétique spectrale dont le maximum se trouve sur des longueurs d'onde plus courtes
que la luminance énergétique spectrale de l'empreinte de cible à simuler, et
-- la température d'ignition du composant de masse incendiaire par rapport à la température
de combustion définit globalement l'ordre de grandeur d'un déplacement de ce maximum
de la luminance énergétique par rapport à la longueur d'onde ; et
- le rapport de masse entre le composant de masse incendiaire et le composant inerte
destiné à réduire la conduction thermique interne dans la masse éclairante de leurre
est établi de telle sorte que la luminance énergétique spectrale de la masse éclairante
de leurre est adaptée à la luminance énergétique spectrale de l'empreinte de cible
à simuler par déplacement sur les longueurs d'onde plus longues.
2. Méthode selon la Revendication 1, caractérisée en ce que la luminance énergétique
spectrale de la cible artificielle est mise au point en fonction de la forme spatiale
influençant la conduction thermique intérieure de la masse éclairante de leurre du
composant de masse incendiaire et/ou du composant inerte.
3. Méthode selon la Revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la luminance énergétique
spectrale de la cible artificielle est mise au point en fonction de la disposition
spatiale influençant la conduction thermique interne de la masse éclairante de leurre
du composant de masse incendiaire par rapport au composant inerte.
4. Méthode selon l'une quelconque des Revendications précédentes, caractérisée en ce
que la luminance énergétique de la masse éclairante de leurre est modulée en fonction
des caractéristiques du composant inerte qui influencent le rayonnement, tels qu'un
certain taux d'émission, un certain taux d'absorption, un certain taux de transmission
et/ou un certain taux de réflexion.
5. Méthode selon l'une quelconque des Revendications précédentes, caractérisée en ce
que la luminance énergétique spectrale de la cible artificielle est mise au point
en fonction de la densité du composant inerte.
6. Méthode selon l'une quelconque des Revendications précédentes, caractérisée en ce
que la luminance énergétique spectrale de la cible artificielle est mise au point
en fonction des caractéristiques thermiques du composant inerte.
7. Méthode selon l'une quelconque des Revendications précédentes, caractérisée en ce
que des particules discrètes constituent le composant de masse incendiaire et/ou le
composant inerte.
8. Méthode selon la Revendication 7, caractérisée en ce que le composant inerte présente
des particules qui se composent d'une enveloppe de particules (14) et d'une charge
de particules (16).
9. Méthode selon la Revendication 8, caractérisée en ce que la luminance énergétique
spectrale de la cible artificielle est mise au point en fonction du choix du matériau
de l'enveloppe de particules et/ou de la charge de particules.
10. Méthode selon la Revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que l'enveloppe de particules
est constituée de verre.
11. Méthode selon la Revendication 10, caractérisée en ce que l'enveloppe de particules
est constituée de verre filtrant optiquement sélectif.
12. Méthode selon l'une des Revendications 8 à 11, caractérisée en ce que la charge de
particules est constituée d'un gaz présentant des bandes d'absorption sélectives.
13. Méthode selon l'une quelconque des Revendications précédentes, caractérisée en ce
que le composant de masse incendiaire est constitué de phosphore rouge.
14. Méthode selon la Revendication 13, caractérisée en ce que la température d'inflammation
du phosphore est réduite.