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EP 0 665 035 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.10.1997 Patentblatt 1997/42 |
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Anmeldetag: 13.01.1994 |
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Skibindungs-Einrichtung
Ski binding device
Dispositif de fixation sur un ski
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR IT LI SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.08.1995 Patentblatt 1995/31 |
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Patentinhaber: Geith, Manfred |
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D-85748 Garching (DE) |
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Erfinder: |
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- Geith, Manfred
D-85748 Garching (DE)
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Vertreter: Petra, Elke, Dipl.-Ing. et al |
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Will & Petra
Rechts- und Patentanwälte
Neue Poststrasse 21 85598 Baldham 85598 Baldham (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 183 586 EP-A- 0 521 272 FR-A- 2 657 025
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EP-A- 0 510 308 DE-A- 4 240 342
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Skibindungs-Einrichtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
1, wie sie insbesondere für Langlauf- und Tourenskier Anwendung findet.
[0002] Herkömmliche Langlauf- oder Tourenskier werden, um ein Rückrutschen in der Abdrückphase
zu verhindern oder zu minimieren, mit Schuppen und/oder Fellstreifen ausgestattet
oder mit entsprechendem Skiwachs behandelt. Auch muß beim Kauf geeigneter Skier darauf
geachtet werden, daß sie dem Gewicht des Läufers angepaßt sind, um in der Abdrückphase
einem unter der Bindung einen möglichst optimalen Kraftschluß zum Schnee und in der
Gleitphase ein gutes Gleiten der Ski-Auflageflächen auf dem Schnee zu erreichen. Dies
wird bei der Skiauswahl üblicherweise dadurch getestet, daß bei gleichmäßiger, zweibeiniger
Belastung beider Skier, wie dies in der Gleitphase der Fall ist, ein Blatt Papier
unter den Schuhteil/Belastungsteil der Skier geschoben werden kann. Bei einbeiniger
Vollbelastung, wie dies in der Abdrückphase der Fall ist, kann das Blatt Papier nicht
untergeschoben werden.
[0003] Diese Auswahlkriterien ermöglichen es jedoch kaum, Skier zu erwerben, die für alle
Schneeverhältnisse geeignet sind. Darüber hinaus behält ein Ski meist nur sehr kurze
Zeit seine optimale Rückfedereigenschaft/Spannung.
[0004] Es sind bereits viele Anstrengungen unternommen worden, um in der Abdrückphase ein
Rückgleiten der Skier zu verhindern. So kann beispielsweise durch Wachsauftrag, der
je nach Beschaffenheit des Schnees und der Außentemperatur ausgewählt wird, auch kein
Optimum erzielt werden, da sich Schneebeschaffenheit und Temperatur relativ rasch
ändern können, so daß es immer schwierig ist, einen Langlaufski optimal zu präparieren.
Das gleiche gilt auch für die herkömmlichen, mit Schuppen oder Fellstreifen ausgestatteten
Skier.
[0005] Auch wurden Versuche unternommen, den Kraftschluß der Skier in der Abdrückphase durch
direkt in den Schnee eingreifende Brems-Elemente wie Dorne, Krallen oder ähnliches
zu verbessern, wie beispielsweise in den Druckschriften SE-PS 85 46, DE-PS 10 46 523,
DE-PS 685 833, DE-PS 221 153, DE-PS 301 820, DE-PS 581 920, FR-PS 1 150 320, AT-PS
50 851 und CH-PS 244 076 beschrieben. Zwar handelt es sich hier durchweg um über den
Skischuhabsatz betätigbare Skibremsen für Alpinskier, die jedoch durchaus als Rückrutschsperre
in der Abdrückphase bei Langlauf- und Tourenskiern verwendet werden können. Allen
diesen bekannten Konstruktionen haftet jedoch der Mangel an, daß sie nur punktuell
in den Schnee eingreifen, durch Schnee schnell verklebt werden, da sie sich nahe der
Lauffläche befinden, technisch aufwendig und schwer sind und zudem auch in der Gleitphase,
in der vorzugsweise die gesamte Schuhsohle belastet ist, bremsend wirksam sind.
[0006] Zudem sind aus der DE 41 00 327 A1 und der DE 22 59 375 A1 Skibindungs-Einrichtungen
bekannt, die an ihrer Skioberseite jeweils mindestens eine Platte aufweisen, die die
Skibindungen tragen. Es handelt sich dabei jedoch um Skibindungen für Abfahrtski,
bei denen die zweiteiligen Bindungen im wesentlichen mittig auf der relativ biegesteifen
oder federnd elastischen Platte angeordnet sind. Die Platte ist jeweils an ihrem Vorder-
und Rückende an dem Ski befestigt, während zwischen Platte und Ski längsverschiebbare
oder höheneinstellbare Abstützelemente bzw. Stellelemente vorgesehen sind. Diese Elemente
dienen der direkten Druckübertragung durch den Skischuh auf den Ski oder der Spannungsveränderung
der federnden Platte. Die Abstütz- oder Stellelemente sind zudem als Fersen- oder
Ballenauflagen angeordnet oder nahe der rückwärtigen Bindungsbacke, so daß die Druckkräfte
unter Ferse oder Ballen oder hinter der Ferse in den Ski eingeleitet werden. Für Langlauf-
und Tourenski, bei denen in der Abdrückphase die Druckeinleitung insbesondere in der
Zone vor dem vorderen Skibindungsteil eingleietet werden soll, sind diese bekannten
Skibindungs-Einrichtungen auch in leicht abgewandelter Form nicht verwendbar.
[0007] Schließlich wird in der DE-OS 31 34 051 ein Langlaufski beschrieben, der in der Gleit-
und Schubphase unabhängig von der Fußstellung umschaltbar ist. Diese bekannten Langlaufskier
sind mit einer Steuermechanik und mit quer zur Längsachse keilförmig ausgebildeten
Gleit- und Haftflächen ausgerüstet. Die Keilkörper sind über ein flexibles Element
verbunden, während die Steuermechanik abhängig von der Fußstellung des Skiläufers
ein Anheben und Absenken des Skies im Bindungsbereich bewirkt, wobei die Gleitkörper
über die Schneide der Keilflächen kippen und die Haftflächen oder die Gleitflächen
auf den Schnee aufpressen, so daß eine gute Haft- und Gleitfunktion entsteht. Hier
ist jedoch ein umfassender Eingriff in die Konstruktion der Skier selber notwendig,
was eine einfache nachträgliche Ausstattung bereits vorhandener, serienmäßiger Skier
unmöglich macht und zudem sehr komplex und teuer ist.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Skibindungs-Einrichtung anzugeben, die es ermöglicht,
einen für das Gewicht des Läufers härteren Ski zu verwenden, und diesem härteren Ski
optimale Eigenschaften sowohl in der Abdrück- oder Bremsphase als auch in der Gleitphase
zu verleihen und gleichzeitig eine einfache und kostengünstige Ausbildung und Nachrüstbarkeit
an herkömmlichen Skiern sicherzustellen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Skibindungs-Einrichtung mit den Merkmalen des Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0010] Demgemäß weist die Skibindungs-Einrichtung eine biegestarre Hebelplatte auf, auf
deren rückwärtigen Ende eine herkömmliche Bindung zur Befestigung der Skispitze angebracht
ist. Am anderen, d.h. vorderen Ende ist die Hebelplatte zumindest begrenzt verschwenkbar
am Ski angebracht, während in der Mittelzone der Hebelplatte ein zwischen Skioberseite
und Plattenunterseite, die Platte gleichzeitig auf Abstand haltendes Druckstück angeordnet
ist. Zusätzlich ist die im wesentlichen rückwärtigen Auflage für den Skischuh im Verhältnis
zu dem Abstand zwischen Platte und Ski erhöht ausgelegt, so daß bei gleichmäßiger
Belastung beider Skier, wie dies in der Gleitphase der Fall ist, das ganze Gewicht
des Skifahrers auf den Skischuhauflagen und nicht über die Skischuhspitze und Bindung
auf die Platte einwirkt. In der Abdrückphase wird jeweils nur ein Ski voll belastet,
wobei das ganze Gewicht des Skifahrers über die eine Skischuhspitze und damit über
die Bindung auf das rückwärtige Ende der biegesteifen Hebelplatte einwirkt, diese
niederdrückend. Durch den Druck auf das eine Plattenende wird auch ein entsprechender
Druck auf die gesamte Platte und damit auf den mittleren Plattenteil ausgeübt, unter
dem das Druckstück angeordnet ist. Über dieses Druckstück wird der entsprechende Körpergewichts-Druck
des Skifahrers an die Skimittelzone weitergegeben, wodurch der Ski genau an der Stelle,
wo die größte Haftung benötigt wird, also in Richtung Fahr- bzw. Schneefläche niedergedrückt
und in Richtung auf das Skivorderende hochgedrückt wird, so daß eine optimale Haftung
und somit ein optimales Abdrücken stattfindet. Dies ermöglicht, daß ein härterer Ski
verwendet werden kann, zu dessen Durchdrücken der Läufer ohne erfindungsgemäße Bindung
nicht in der Lage wäre und trotzdem optimale Gleitwerte erreicht werden. Gleichzeitig
kann der Ski in der Abdrückphase so durchgebogen werden, daß ein optimaler Kraftschluß
Ski/Schnee in der Skimitte erzielt wird.
[0011] Gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist das zwischen Ski und Skibindungs-Platte
wirksame Druckstück längsverschiebbar und des weiteren höhenverstellbar angeordnet.
Durch die Höhen- und Längsverschiebbarkeit des Druckstückes und damit der Druckzone
kann, je nach Gewicht des Läufers und nach Schneeverhältnissen, die Auflagesituation
der Skilauffläche in der Abdrückphase beeinflußt werden.
[0012] Die Längsverschieb- und Höheneinstellbarkeit des Druckstücks kann durch unterschiedliche
konstruktive Lösungen erreicht werden. So kann das Druckstück am Ski befestigt sein,
wobei die Bindungsplatte auf der Oberseite des Druckstückes abhebbar aufliegt. Hierdurch
wird zwar eine sehr einfache Ausbildung der Platte erzielt, jedoch muß der Ski zur
Befestigung des Druckstückes angebohrt werden. Die Längsverschiebbarkeit des Druckstücks
kann dabei beispielsweise durch mindestens ein im Druckstück vorgesehenes Langloch
in Verbindung mit entsprechenden Fixierschraubelementen realisiert werden. Auch kann
die Höheneinstellung des Druckstückes durch Aufschrauben oder Aufsetzen (auch Magnetfixierung)
zusätzlicher Abstandplatten auf der Oberseite des Druckstückes oder durch eine vertikale
Zweiteilung des Druckstückes mit Höhenverstellbarkeit des oberen Druckstückteiles,
beispielsweise über Distanzschrauben oder ähnliches, erreicht werden.
[0013] In einer weiteren sehr vorteilhaften Ausführungsform kann das Druckstück an der Platte
befestigt sein und mit seiner Unterseite auf dem Ski aufliegen. Über ein in der Platte
vorgesehenes Langloch und entsprechende Schraubelemente kann das Druckstück längsverschiebbar
an der Platte befestigt werden, wobei das Druckstück mit seiner Oberseite an der Unterseite
der Platte anliegt. Die Höhenverstellbarkeit kann dadurch realisiert werden, daß zwischen
Oberseite des Druckstückes und Unterseite der Platte Scheiben zwischengelegt werden.
[0014] Die Anordnung des Druckstückes an der Unterseite der Platte kann auch dadurch erreicht
werden, daß ein Druckstück vorgesehen wird, das mindestens einen vertikal nach oben
herausragenden Gewindebolzen besitzt, der durch das Langloch der Platte hindurchragt.
Mit Hilfe einer unter dem Langloch auf dem Bolzen angeordneten Abstützmutter und einer
über der Platte angeordneten Fixiermutter, die zwecks schnelleren Verstellens von
Hand eine Flügelmutter sein kann, kann sowohl eine Höhenverstellbarkeit als auch eine
Längsverschiebbarkeit in einfacher Weise erzielt werden. Selbstverständlich ist zweckmäßig,
zwischen Muttern und Platte jeweils eine Druck- und Verschiebescheibe zwischenzulegen.
[0015] Es ist ersichtlich, daß eine schnellere Ver- und Einstellbarkeit durch Anordnung
nur eines einzigen, mittigen Langlochs und eines Gewindebolzens mit entsprechenden
Muttern erzielt wird, als bei einer Vielfachanordnung. Eine sicherere, insbesondere
verschwenksicherere Fixierung des Druckstückes wird durch die Anordnung von zwei Langlöchern
und entsprechend zwei Gewindebolzen mit entsprechenden Mutterpaaren erreicht, wodurch
jedoch die Einstellungen etwas komplexer werden.
[0016] Um eine gute Kraftübertragung zu erhalten und gleichzeitig eine Deformation der Hebelplatte
zu vermeiden, ist von Vorteil, wenn das Druckstück und auch die zugehörigen Scheiben
im wesentlichen die gleiche Querdimension aufweisen wie die Hebelplatte.
[0017] In Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist zudem von großem Vorteil, wenn die Hebelplatte
über ein an deren Vorderende vorgesehenes Scharnier am Ski verschwenkbar befestigt
ist. Dabei kann die Scharnierplatte, an der die Hebelplatte angelenkt ist, im Verhältnis
zur Schwenkachse einseitig oder beidseitig symmetrisch ausgebildet sein, wodurch sich
verschiedene Befestigungsmöglichkeiten, die ein Ausreißen der Scharnierplattenbefestigung
aus dem Ski sicher verhindern, erzielen lassen. Durch die Anordnung einer Scharnierbefestigung
für die Hebelplatte ist der große Vorteil erreicht, daß die Platte beispielsweise
für Einstellarbeiten am Druckstück leicht hochgeschwenkt werden kann. Zudem kann eventuell
sich unter der Platte ansammelnder Schnee leicht entfernt werden.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform kann die Hebelplatte an ihrem Vorderende eine federnde
Abkantung aufweisen, über die sie am Ski befestigt wird. Dabei kann diese federnde
Abkantung U-förmig zurückführend ausgebildet sein, wodurch die Platte dann aus einem
unteren, kürzeren Befestigungs-Plattenteil und einem oberen längeren, die Bindung
tragenden Druckplattenteil zusammengesetzt ist. Um das Anschrauben der U-Platte zu
erleichtern, ist zweckmäßig, in dem Druckplattenteil in Höhe der Anschraublöcher des
Befestigungs-Plattenteiles zu den Fixierschrauben koaxiale Durchgangslöcher vorzusehen,
die dem Hindurchführen der Schraubwerkzeuge dienen. Die U-Abkantung hat jedoch den
Nachteil, daß eine längere Ausführung der Platte notwendig ist, wodurch das Gewicht
der Bindung erhöht wird.
[0019] Von Vorteil ist, wenn die federnde Abkantung Z-förmig ausgebildet ist, wobei der
Befestigungs-Plattenteil in einer zum Druckplattenteil parallel versetzten Ebene nach
vorn verlaufend angeordnet ist. Durch diese Anordnung des unteren Plattenteiles wird
eine einfache Befestigung der Hebelplatte erreicht, ohne daß der Querschnitt des Druckplattenteils
durch irgendwelche Durchgangslöcher geschwächt wird und ohne daß das Gewicht der Bindungs-Einrichtung
wesentlich erhöht wird.
[0020] Sehr vorteilhaft ist auch, wenn die Hebelplatte über ihr Vorderende direkt auf der
Oberseite des Skis befestigt ist, wobei zu beachten ist, daß die Biegesteifigkeit
der Platte erhöhende Verstärkungen nicht zu weit ans Vorderende gezogen werden. Hierdurch
wird die gewichtoptimalste Ausführung erreicht.
[0021] Insgesamt wird durch die direkt angeschraubte Plattenform und durch die U- oder Z-förmige
Abkantungs-Ausführung der Hebelplatte eine sehr einfache Konstruktion erreicht. Jedoch
ist die Verschwenkbarkeit der Platte insgesamt relativ begrenzt, in Abhängigkeit von
den Federeigenschaften des PLatten-Endteiles. Um die Federeigenschaften zu verbessern,
könnte die Platte aus zwei Teilen zusammengesetzt sein, beispielsweise durch Vernieten,
wobei dann die Möglichkeit besteht, unterschiedliche Materialien für den biegestarren
Druckteil und den federnden Abkantungsteil zu wählen.
[0022] Die erfindungsgemäße Bindungseinrichtung kann auch konstruktiv so weitergebildet
sein, daß der biegestarre Druckplattenteil der Befestigunsplatte einen im wesentliche
U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei die beiden Seitenschenkel nach unten weisend
so angeordnet sind, daß sie die Seitenflächen des Skis zumindest teilweise parallel
überdecken. Hierdurch wird eine wesentliche Erhöhung der Biegesteifheit des Druckplattenteiles
erreicht und gleichzeitig ein schneeabweisender Schutz geschaffen. Dabei können die
Seitenschenkel des U-förmigen Druckplattenteiles in Richtung auf das rückwärtige Ende
der Platte verjüngend abgeschrägt sein. Hierdurch können die Seitenschenkel länger
nach unten gezogen ausgebildet sein, ohne in der Andrückphase bremsend in den Schnee
einzugreifen. Die Schenkel können jedoch auch unabgeschrägt belassen werden und entsprechend
tief herabgezogen werden, wenn ein solches zusätzliches Eingreifen in der Abdrückphase
erwünscht ist.
[0023] Schließlich ist von Vorteil, wenn die Hebelplatte vertikale Durchbrüche aufweist,
so daß sie im wesentlichen gitterförmig, z. B. streckmetallähnlich ausgebildet ist.
Die Gitterform ermöglicht, daß zwischen Platte und Ski sich ansammelnder Schnee nach
oben durch die Plattenöffnungen durchgedrückt wird und sich nicht festdrückt und die
Rückfederung behindert. In einer anderen Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann
die Schuhauflage, auf welcher der Läufer Fersen und Ballen aufstützt, längsverschieblich
am Ski befestigt sein. Hierdurch kann die Auslösezeit des Hebels in Abhängigkeit von
der Stellung des Schuhs, durch Verändern der Ballenauflage-Situation verändert werden.
Dabei ist von Vorteil, wenn die Schuhauflage aus zwei in Skilängsrichtung hintereinander
angeordneten und zueinander beabstandeten Teilen besteht, nämlich einer fest angeordneten
Fersenauflage und einer längsverschiebbaren Ballenauflage. Durch die Zweiteilung der
Schuhauflage besteht die Möglichkeit, die Fersenauflage in optimaler Position zu fixieren,
während lediglich die kürzere Ballenauflage verschoben werden muß bzw. werden kann,
wodurch eine genauere Seitenführung bzw. Positionierung des Schuhs in der Gleitphase
sichergestellt ist.
[0024] Um beispielsweise beim Bergabfahren zudem eine Bremswirkung zu erzielen, ist von
Vorteil, wenn die Schuhauflage zur Andrück- und Bremshilfe als Brems-Platte ausgebildet
ist, die in der Gleitphase im wesentlichen fluchtend zur Hebelplatte angeordnet ist.
Dabei ist die Bremsplatte über eine Quer-Kippachse auf der Skioberfläche kipp- bzw.
verschwenkbar angeordnet.
[0025] In einer ersten Ausführung der Bremsplatte ist diese an ihrem fersenseitigen Ende
beispielsweise über einen auf der Skioberseite befestigten Schwenkbock vertikal verschwenkbar
angeordnet und über eine weiter vorgesetzte, unter ihr angeordneten Hebelstütze in
Abstützstellung gehalten oder schwenk-freigegeben, so daß sie im letzteren Fall mit
ihrem vorderen Ende auf der Skioberfläche aufliegt. Somit wirkt in Bremsstellung der
Skischuh über das vordere abgekippte Ende der Bremsplatte und gleichzeitig über das
rückwärtige, ebenfalls niedergedrückte Ende der Bindungs-Hebelplatte mit vollem Druck
auf die Skimitte ein und drückt diese auf die Schneeunterlage, wobei gleichzeitig
die Skispitze hochgezogen wird, wodurch sich der Druck noch wesentlich verstärkt.
[0026] Von Vorteil ist, wenn das Verschwenken der Bremsplatte über eine Hebelstütze erreicht
wird, die zwischen Platte und Ski angeordnet ist. Diese Hebelstütze kann dabei mit
ihrem einen Ende an der Hebelplatte über eine quer sich erstreckende Gelenkachse angebracht
sein, während ihr anderes, in freigegebener Bremsstellung hinten liegendes Ende über
einen Seilzug so weit nach vorne gezogen wird, daß die Hebelstütze im wesentlichen
vertikal steht und die Platte in ihrer horizontalen Abstützstellung hält bzw. abstützt.
Dabei kann sich das Zugende der Hebelstütze an einer Führungsplatte abstützen, die
an der Skioberseite befestigt ist. Um ein Überziehen der Hebelstütze über die vertikale
Stützstellung hinaus zu verhindern, ist sinnvoll, wenn am Vorderende der Führungsplatte
ein Anschlag vorgesehen ist. Hebelstütze und Führungsplatte können insbesondere in
Hinsicht auf ihr gemeinsames Zusammenwirken unterschiedlich ausgebildet sein. So kann
die Hebelstütze eine Platte sein, die im wesentlichen die gleiche Querabmessung wie
die Bremsplatte aufweist. Dabei kann sie über ihr Zug-Ende einfach auf der Oberseite
der Führungsplatte gleiten, wobei zusätzlich seitliche Führungsränder an der Führungsplatte
vorgesehen sein können. Die Hebelstütze kann jedoch auch die Führungsplatte an deren
Langrändern leicht umgreifen, wodurch die Querabstützung beim Verschieben und auch
beim Aufstützen vorhanden ist.
[0027] Die Hebelstütze kann jedoch auch aus mehreren parallelen Stäben zusammengesetzt sein,
die über Querachsen zusammengehalten werden. Letztere können gleichzeitig als obere
Gelenk-Achse und als untere, mit der Führungsplatte und dem Seilzug zusammenwirkende
Zug- und Führungsachsen dienen. Hierfür kann dann die Führungsplatte mit entsprechenden
Führungs-Langlöchern oder - Aufnahmen ausgestattet sein, die gleichzeitig auch als
Wegbegrenzung dienen.
[0028] Vorteilhaft wirkt sich auch aus, wenn der die Hebelstütze betätigende Seilzug mit
einem an sich bekannten Spannhebel, der in bekannter Weise vor der Skibindung angeordnet
sein kann, betätigbar ist. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, eine Umkehrlösung
vorzusehen, d.h., die Hebelstütze mit ihrem unteren Ende am Ski schwenkbar zu befestigen
und als mit dem Seilzug in Verbindung stehendes Ende das obere Ende vorzusehen. Auch
kann der Spannhebel am rückwärtigen Skiende, d.h. hinter der Bremsauflage angeordnet
sein. Wichtig ist jeweils nur, daß in Gleit- und Abstoßstellung die Hebelstütze im
wesentlichen vertikal ausgerichtet steht, während sie in Bremsstellung weggekippt
ist.
[0029] Auch kann die Anlenkung der Bremsplatte am Ski entweder über an ihr vorgesehene Schwenkaugen
und einen am Ski befestigten Schwenkbock oder in umgekehrter Anordnung vorgesehen
sein.
[0030] In weiterer, sehr vorteilhafter Ausführung kann die Bremsplatte als zweiarmige Wippe
so ausgebildet sein, daß ihre Anlenkung am Ski im wesentlichen in ihrer Mitte oder
sogar etwas weiter vorne von der Plattenmitte gesehen, vorgenommen ist. Hierdurch
wird die Bremsplatte nur in Ruhe- oder Gleitstellung horizontal, d.h. fluchtend mit
der Hebelplatte ausgerichtet stehen, wobei sie sich dabei über ihr rückwärtiges Ende
auf einem Abstützblock zusätzlich abstützen kann. In Abstoß- und in Bremsstellung
werden beide Platten, d.h. sowohl die Hebelplatte als auch die Bremsplatte mit ihren
beiden sich gegenüberstehenden Enden auf die Skioberfläche gedrückt, wodurch eine
besonders gute Andrückleistung erzielt wird.
[0031] Um auch beim Bergabfahren eine leichte Bremsung über die beiden Platten zu erzielen,
ist von Vorteil, wenn die Bremsstellung der Bremsplatte arretierbar ist. Dadurch hat
der Fahrer einen sichereren Stand und muß nicht auf dem Ballen stehend, unsicher herumbalancieren.
Diese Postionsarretierung der Bremsplatte kann durch unterschiedliche, an sich bekannte
Elemente erreicht werden.
[0032] So kann beispielsweise ein auf der Skioberseite angelenkter Hebel vorgesehen werden,
der unter das rückwärtige Ende der Platte eingeklappt wird. Dabei kann dieser Hebel
die Platte mit einer Schulter untergreifen, gleichzeitig eine abgerundete Einlaufprofilierung
aufweisen, Gegen-Halte-Schultern besitzen und zudem einen knaufartigen, T-förmigen
oder laschenförmigen oberen Griffteil besitzen, der in Bremsposition über der Platte
zum Stehen kommt. Die Platte kann an ihrem rückwärtigen Ende eine im wesentlichen
mittig eine schlitzförmige Ausnehmung aufweisen, in die der Feststellhebel eingedrückt
werden kann. Wird die Bremsposition nicht mehr benötigt, dann wird der Hebel nach
rückwärts umgelegt und liegt flach auf der Skioberfläche auf.
[0033] Als Feststelleinrichtung kann jedoch auch ein in Längsrichtung des Skis verschiebbarer
Keil dienen. Beispielsweise kann dieser Keil so ausgelegt sein, daß er mit der Schuhauflage
für die Gleitstellung zusammenwirkt und in diese und aus dieser bedarfsweise ein-
bzw. ausgeschoben wird und die Bremsplatte in gekipptem Zustand festhält oder freigibt.
[0034] Auch kann die Feststelleinrichtung als Exzenter ausgebildet sein, die gegebenenfalls
ebenfalls mit dem Auflagebock konstruktiv zusammenwirken kann.
[0035] Um eine gewisse Einstellmöglichkeit für die Bremsplatte in bezug auf den Druckpunkt
des vorderen Endes und auch in bezug auf den Schuh zu haben, besteht die Möglichkeit,
den Schwenk- bzw. Kippbock für die Platte mit zwei oder mehr Lagerbohrungen, die zueinander
in Längsrichtung des Skis versetzt angeordnet sind, zu versehen. Dabei muß die Kippachse
dann leicht lös- und entnehmbar sein, um bedarfsweise schnell umgesteckt werden zu
können.
[0036] Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die längsversetzten Bohrungen in
der Platte vorzusehen und im Lagerbock lediglich eine Bohrung anzuordnen, wodurch
ebenfalls die Kippverhältnisse geändert werden können.
[0037] Als Auflagebock kann auch ein einfacher, vorzugsweise längsverschieblicher Klotz
vorgesehen sein. Er kann jedoch auch als schmale vertikale Stütze ausgebildet werden,
die beispielsweise ein L-förmig abgekantetes Blech sein kann, das einfach mit zwei
Schrauben auf dem Ski befestigt werden kann, da es nur darum geht, die wippenförmige
biegesteife Bremsplatte in ihrer horizontalen Gleitphasen-Position abzustützen. So
kann eine kompakte Ausführungskombination von Auflagebock und Feststelleinrichtung
in verschiedenen Varianten vorgesehen werden, wodurch sehr einfache und störungsfreie
Konstruktionen entstehen können.
[0038] Es ist zu erkennen, daß die erfindungsgemäße Skibindungs-Einrichtung es erlaubt,
einen härteren Ski, d.h. einen Ski mit größerer Spannung als bisher möglich, zu verwenden,
da die Durchbiegung des Skis je nach Läufergewicht und Schneebeschaffenheit einstellbar
ist, wodurch jeweils optimalere Eigenschaften in der Abstoßphase und in der Gleitphase
erzielt werden.
[0039] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
Zeichnung näher erläutert.
[0040] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf einen Ski mit einer erfindungsgemäßen Skibindungs-Einrichtung,
während der Gleitphase,
- Fig. 2
- die gleiche Ansicht wie in Fig. 1, während der Abdrückphase,
- Fig. 3
- eine Draufsicht nach Pfeil III aus Fig. 1 auf die Skibindungs-Einrichtung,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht auf eine Hebelplatte der Skibindungs-Einrichtung mit
direkter Vorderend-Befestigung auf dem Ski,
- Fig. 5
- eine schematische Seitenansicht auf eine Hebelplatte der Einrichtung mit Z-Abkantungs-Befestigung,
- Fig. 6
- einen Querschnitt nach VI-VI durch ein Befestigungsstück in erster Ausführung,
- Fig. 7
- einen Schnitt wie in Fig. 5 mit einem Druckstück in zweiter Ausführung,
- fig. 8
- eine teilweise Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Skibindung mit Ausführung der
Schuhauflage als Bremsplatte in erster Ausführung,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht wie in Fig. 8 mit der Ausführung der Schuhauflage als wippenförmige
Bremsplatte, in Abdrückphase,
- Fig. 10
- die gleiche Ausführungsform wie in Fig. 9, in Gleitphase,
- Fig. 11
- die gleiche Ausführungsform wie in Fig. 9 und 10, in Bremsphase mit blockierter Platte,
und
- Fig. 12
- eine Ansicht nach Pfeil XII aus Fig. 9, den Feststellhebel zeigend.
[0041] Wie insbesondere in Figuren 1 und 2 dargestellt, besteht eine auf einem Ski 1 vorgesehene
Skibindungs-Einrichtung 2 im wesentlichen aus einer verbiegestarren Hebelplatte 3,
die über ein Scharnier 4 am Ski 1 in vertikaler Richtung verschwenkbar befestigt ist.
Das Scharnier 4 weist eine Scharnierplatte 5 auf, die am Ski 1 angeschraubt ist. Die
Anlenkung der Hebelplatte 3 erfolgt über ein Scharnierauge/-Achse 6 in an sich bekannter
Weise.
[0042] Die Hebelplatte 3 trägt an ihrem rückwärtigen, der Scharnierschwenkachse 6 entgegengesetzten
Ende vorzugsweise eine herkömmliche Bindung 7, in der in bekannter Weise die Spitze
eines Schuhes 8 festgehalten wird. Dieser Schuh 8 ruht auf einer Fersenauflage 9 und
einer Ballenauflage 10, die höhenmäßig so ausgelegt sind, daß der Schuh 8 in der in
Fig. 1 dargestellten Gleitphase im wesentlichen belastungslos auf der Platte 3 aufliegt.
Die Fersenauflage 9 ist dabei unverschiebbar und die Ballenauflage 10 längsverschiebbar
angeordnet, beispielsweise mit Hilfe eines Langloches und entsprechender Schraubmittel.
[0043] Etwa im Mittelfeld der Hebelplatte 3 ist ein Druckstück 12, 13 in einem Langloch
11 längsverschiebbar und höhenverstellbar an der Platte 3 über in Verbindung mit den
Figuren 6 und 7 näher beschriebenen Schraubelemente befestigt.
[0044] In Fig. 2 ist dargestellt, wie der Läufer in der Abdrückphase eine Belastungsveränderung
dergestalt ausführt, daß er das Gewicht von der Fersen- und Ballenauflagen 9 und 10
auf die in der Bindung 7 festgehaltene Spitze des Schuhes 8 verlagert und dadurch
das hintere Ende der Hebelplatte 3 voll belastet. Diese Belastung bewirkt ein Abwärtsdrücken
des rückseitigen Hebelplattenendes, wobei durch die Anlenkung der Platte 3 im Scharnier
6 und durch die Zwischenauflage durch das Druckstück 12, 13 eine Hebelwirkung dergestalt
auftritt, daß durch das Druckstück 12, 13 eine Pressung/Druck in Richtung des Pfeiles
14 und beim Scharnier 4 eine Zugbelastung nach Pfeil 15 stattfindet. Dementsprechend
wird der Ski 1 im Bereich des Druckstückes 12 niedergedrückt und im Bereich der Vorderendbefestigung,
hier der Scharnieranlenkung 4, 6 hochgezogen. Durch diese auf den Ski verformend wirkenden
Druck- und Zugbelastungen wird eine flache Auflage des Skis auf dem Schnee erreicht.
Sollte dies, beeinflußt von den Schneeverhältnissen, nicht erwünscht sein, kann eine
partielle Auflage der Skilauffläche durch Verschiebe-Verstellen des Druckstückes im
Langloch 11 erreicht werden. Auch der Anpreßdruck im Bereich des Druckstückes 12 kann
durch Höhenverstellung erreicht werden, während die Auslösezeit des Hebels in Abhängigkeit
der Stellung des Schuhs 8 durch Verschieben der Ballenauflage 10 einstellbar ist.
Dies kann nötig werden, wenn die Spannung des Skis 1 nachläßt oder wenn sich die Schneeverhältnisse
ändern. Dies ist jedoch mit wenigen Handgriffen in kürzester Zeit möglich.
[0045] In den Figuren 4 und 5 sind zwei Ausführungsbeispiele für eine weitere Befestigungsmöglichkeit
der Hebelplatte 3 am Ski 1 dargestellt. So zeigt Figur 4 eine Ausführungsform der
Platte 3, in der diese einstückig ausgeführt ist, wobei die Befestigung über Schraubelemente
18 am Ski 1 stattfindet.
[0046] In dem in Fig. 5 dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel der Platte 3 ist eine
Z-Abkantung 21 zwischen Befestigungsende, hier Befestigungs-Plattenteil 17 und biegestarrem
Druckplattenteil 16 vorgesehen, durch die das Plattenteil 17 weniger geneigt, bis
im wesentlichen parallel verlaufend, ausgeführt ist. Das Anschrauben der Platte 3
über das Plattenteil 17 erfolgt mit Hilfe von Schrauben 18.
[0047] In den Figuren 6 und 7 sind zwei Ausführungsbeispiele des Druckstückes 12, 13 bzw.
der Befestigungs- und Einstellungsweise des Druckstückes an der Platte 3 im Schnitt
dargestellt, wobei beide Ausführungsformen Druckstücke zeigen, die an der Hebelplatte
3 befestigt sind und vorzugsweise die gleiche Querdimension wie die Hebelplatte 3
aufweisen.
[0048] So zeigt Figur 6 ein Druckstück 12, in dem ein Gewindebolzen 22 vertikal emporragend,
im wesentlichen mittig eingeschraubt oder eingeführt und verklebt angeordnet ist.
Der Gewindebolzen 22 ragt dabei durch das Langloch 11 in dem oberen Druckplattenteil
16 der Platte 3 hindurch. An der unteren Seite der Platte 3 ist eine auf dem Gewindebolzen
22 laufende Abstützschraube 24 vorgesehen, wobei zudem für eine bessere Abstützung
wegen des Langlochs 11 eine Abstützscheibe 25 zwischengesetzt ist. Diese Abstützmutter
23 dient gleichzeitig der Höheneinstellung, indem eine Schraubverstellung nach oben
oder nach unten bedarfsweise vorgenommen wird. An der Oberseite der Platte 3 ist auf
dem Gewindebolzen 22 eine Fixiermutter 25 vorgesehen, die mit einer Beilegscheibe
26 unterlegt ist. Über diese Fixierscheibe 25 wird die Höheneinstellung gekontert
und die Längsverschiebungs-Einstellung fixiert.
[0049] Die Druckplatte 3 ist im wesentlichen auf ganzer Länge des oberen Druckplattenteiles
16 im Querschnitt U-förmig ausgeführt. Die beiden vertikalen Seitenschenkel 27 sind
vertikal so nach unten gezogen, daß sie die Seitenflächen 28 des Skis 1 nur knapp
beabstandet teilweise überdecken.
[0050] Bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel des Druckstückes 13 ist ebenfalls
ein Gewindebolzen 22 im Druckstück vertikal mittig angeordnet. Zwischen oberer Fläche
des Druckstückes 13 und unterer Fläche des oberen Druckplattenteils 16 ist eine Einstell-Scheibe
29 vorgesehen, die je nach Höhenbedarf durch eine dickere oder dünnere Scheibe ausgewechselt
werden kann. An der Oberseite des Druckplattenteils 16 sind auf dem Gewindebolzen
22, in gleicher Weise wie in Fig. 6, eine Fixiermutter 25, unterlegt durch eine Beilegscheibe
26, angeordnet. Die Fixiermutter 25 ist zwecks schnellerer Einstellbarkeit von Hand
als Flügelschraube ausgebildet, während die Scheiben 26 und 29 im wesentlichen die
gleiche Querdimensionierung wie die Platte 3 und das Druckstück 13 aufweisen.
[0051] In den Fig. 8 bis 12 ist eine Skibindungs-Einrichtung dargestellt, bei der statt
der mindestens einen klotzförmigen Schuhauflage eine Bremsauflage 30 in unterschiedlichen
Ausführungsformen vorgesehen ist. Wesentlich ist bei diesen Ausführungsformen, daß
eine in der Gleitphase fluchtend mit der Hebelplatte 3 angeordnete Bremsplatte 31
vorgesehen ist. Diese Bremsplatte 31 ist über ein horizontale Quer-Achse 32 so verschwenkbar
bzw. kippbar angeordnet, daß ihr vorderes Ende auf der Skioberfläche aufliegen kann.
Dies ist in beiden Ausführungsformen zumindest in der Bremsphase der Fall. Für das
Kippen bzw. Verschwenken der Bremsplatte 31 ist ein Schwenk-Bock 33 vorgesehen, während
die Platte mit diesem zusammenwirkende Lagerohren 40 aufweist.
[0052] In dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Kipp-Abstützung der Bremsplatte,
also deren Quer-Kippachse 32 usw. an deren rückwärtigen Ende angeordnet, während weiter
vorne ein Stützhebel 34 die Abstützung der Platte in der Horizontalposition der Gleitphase
realisiert. Die Hebel-Stütze 34 ist über eine Gelenkachse 35 an ihrem einen Ende mit
der Bremsplatte 31 gelenkig verbunden, während ihr anderes Ende, das Zug-Ende 36 mit
einem Seilzug 37 in Verbindung steht. Dieser Seilzug 37 führt nach vorne, also vor
die Bindung 7, wo er in einen über ein Gelenk 39 auf der Platte 3 befestigten Spannhebel
38 exzentrisch eingreift. Bei Freigabe des Spannhebels 38 verschiebt sich das Zug-Ende
36 nach hinten und wird beim Spannen nach vorne gezogen. Des weiteren ist eine Führungsplatte
41 für das Zug-Ende 36 vorgesehen, die an ihrem vorderen Ende mit einem Anschlag 42
für die Wegbegrenzug vorgesehen ist.
[0053] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 bis 12 ist die Bremsplatte 31 als doppelarmige
Wippe ausgebildet, wobei die Kippachse 32 etwas weiter nach vorne über die Plattenlängs-Mitte
angeordnet ist. Hierdurch kippt die Platte nach Aufhören des Andrucks durch den Ballen
in der Abdrück- oder Bremsphase immer von selbst in die horizontale Position für die
Gleitphase zurück. Der Schwenkbock 3 ist mit zwei Bohrungen für die Kippachse 32 versehen,
die in Längsrichtung versetzt angeordnet sind. Hierdurch wird eine Einstellbarkeit
des Kippunktes in bezug auf den aufdrückenden Ballen erreicht. In Richtung auf das
rückwärtige Ende der Platte 31 ist ein Auflageklotz 43 vorgesehen, auf dessen Oberfläche
die Platte in der Gleitphase aufgesetzt bzw. auf dieser abgestützt ist.
[0054] Hinter dem Auflageklotz ist ein Feststellhebel 45 auf dem Ski über ein horizontales
Quergelenk 46 vertikal verschwenkbar befestigt. Der Feststellhebel 45 besitzt einen
Abstützkörper 47, mit einem abgerundeten Einführprofil 48 und Schultern 50, die beim
Feststellen der Platte 31 in Bremsposition unter das rückwärtige Ende der Platte eingeschoben
werden. Zum besseren Einführen und auch nach oben Wegbegrenzen bei der Einführung
des Hebels 45 unter das Plattenende ist eine Gegenschulter 49 vorgesehen. Oberhalb
dieser ist ein Griff 51 angeordnet. In dem rückwärtigen Ende der Platte ist eine mittige,
schlitzförmige Ausnehmung 44 vorgesehen, in die das oberhalb der Schulter 50 vorgesehene
verjüngte Teil des Hebels eingreift, so daß gleichzeitig eine Seitenführung vorhanden
ist. Die Ausnehmung 44 kann dabei so ausgeführt sein, daß der Hebel in deren Endposition
einrastet, wodurch ein Herausspringen aus der Arretierungsstellung des Hebels 45 verhindert
wird. Hierfür kann beispielsweise die Ausnehmung 44 mit entsprechenden Einlaufschrägen
beidseitig versehen sein und sie kann seitlich mit mindestens einer Einlauf-Blattfeder
oder mit überdrückbaren Arretierungskugeln versehen sein. Diese Einrastvorkehrungen
können jedoch z. B. auch zwischen Schulter 50 und Platte 31 vorgesehen sein.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1.
- Ski
- 2.
- Skibindungs-Einrichtung
- 3.
- Hebelplatte
- 4.
- Scharnier
- 5.
- Scharnierplatte
- 6.
- Scharnierachse/-Auge
- 7.
- Bindung
- 8.
- Schuh
- 9.
- Fersenauflage
- 10.
- Ballenauflage
- 11.
- Langloch
- 12.
- Druckstück
- 13.
- Druckstück
- 14.
- Pfeil/Druck
- 15.
- Pfeil/Zug
- 16.
- Druckplattenteil
- 17.
- Befestigungs-Plattenteil
- 18.
- Schraubelemente
- 19.
- U-Abkantung
- 20.
- Durchtrittsöffnung
- 21.
- Z-Abkantung
- 22.
- Gewindebolzen
- 23.
- Abstützmutter
- 24.
- Abstützscheibe
- 25.
- Fixiermutter
- 26.
- Beilegscheibe
- 27.
- Seitenschenkel
- 28.
- Ski-Seitenflächen
- 29.
- Einstell-Scheibe
- 30.
- Brems-Auflage
- 31.
- Bremsplatte
- 32.
- Quer-Achse
- 33.
- Schwenk-Bock
- 34.
- Hebelstütze
- 35.
- Gelenkachse
- 36.
- Zug-Ende
- 37.
- Seilzug
- 38.
- Spannhebel
- 39.
- Gelenk
- 40.
- Ohr
- 41.
- Führungsplatte
- 42.
- Anschlag
- 43.
- Auflageklotz
- 44.
- Ausnehmung
- 45.
- Feststellhebel
- 46.
- Gelenk
- 47.
- Abstützkörper
- 48.
- Einführprofil
- 49.
- Schulter
- 50.
- Schulter
- 51.
- Griff
1. Skibindungs-Einrichtung für Langlauf- und Tourenski, mit einer die Skischuhspitze
haltenden herkömmlichen Bindung und auf der Skioberfläche vorgesehenen Schuhauflage,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Bindung (7) am rückwärtigen Ende einer biegestarren Hebelplatte (3) befestigt
ist, die mit ihrem anderen, vorderen Ende schwenkbar am Ski (1) angebracht ist,
- daß in der Mittelzone der Hebelplatte (3), zwischen Skioberseite und Plattenunterseite
ein die Platte (3) zum Ski (1) auf Abstand haltendes Druckstück (12, 13) angeordnet
ist, und
- daß die Auflage (9,10,30) für die Schuhe im wesentlichen um die neue Distanz zwischen
Skibindung (7) und Skioberseite erhöht ist.
2. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (12, 13) in Längsrichtung des Skis verschiebbar
angeordnet ist.
3. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (12, 13) in der Höhe einstellbar ist.
4. Skibindungs-Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (12, 13) am Ski (1) befestigt ist und die
Platte (3) auf seiner Oberseite abhebbar aufliegt.
5. Skibingungs-Einrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Höheneinstellung des Druckstückes durch die Anbringbarkeit
zusätzlicher Abstandsplatten auf dem Druckstück (Anschrauben) oder durch eine vertikale
Zweiteilung des Druckstückes und Höhenverstellbarkeit des oberen Druckstückteiles
über Distanzschrauben oder ähnliches erreicht wird.
6. Skibindungs-Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (12, 13) an der Hebelplatte (3) befestigt
ist und mit seiner Unterseite auf dem Ski (1) abhebbar aufliegt.
7. Skibindungs-Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (12, 13) über ein in der Hebelplatte (3)
vorgesehenes Langloch (11) und Schraubelemente, die eine einerseits im Druckstück
eingeschraubte und andererseits durch das Langloch hindurchführende Schraube oder
Gewindebolzen (22) mit Muttern (23, 25) und Scheiben (24, 26, 29) sind, längsverschiebbar
und/oder höhenverstellbar angeordnet ist.
8. Skibindungs-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück in (13, 14) im wesentlichen die gleiche
Querabmessung wie die Platte (3) aufweist.
9. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelplatte (3) über ein am Plattenvorderende vorgesehenes
Scharnier (4) am Ski (1) schwenkbar befestigt ist.
10. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelplatte (3) über ihr Vorderende direkt am Ski
(1) befestigt ist.
11. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelplatte (3) an ihrem Vorderende eine federnde
Abkantung (19, 21) aufweist, über die die Befestigung der Platte (3) am Ski (1) erfolgt,
wobei die federnde Abkantung (21) Z-förmig so ausgebildet ist, daß der Befestigungs-Plattenteil
(17) vor dem Druckplattenteil (16) angeordnet ist.
12. Skibindungs-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Druckplattenteil (17) einen im wesentlichen
U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei die beiden Seitenschenkel (27) vertikal nach
unten weisend angeordnet sind und nahe beabstandet zu den Seitenflächen (28) des Skis
(1) verlaufen und die Seitenschenkel (27) am rückwärtigen Ende abgeschrägt sind.
13. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelplatte (3) gitterförmig angeordnete, vertikale
Durchbrüche aufweist.
14. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Schuhauflage (9, 10)vorgesehen ist, die als Fersen-
und Ballenauflage dient und längsverschiebbar am Ski (1) befestigt ist.
15. Skibingungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei in Längsrichtung hintereinander liegenden und zueinander
beabstandete Schuhauflagen (9, 10) vorgesehen sind und zwar eine feste Fersenauflage
(9) und eine längsverschiebbare Ballenauflage (10).
16. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurchgekennzeichnet, daß zur Andrück- und Bremshilfe die Schuhauflage als Brems-Platte
(31) ausgebildet ist, die in Gleitphase im wesentlichen fluchtend zur Hebelplatte
(3) ausgerichtet angeordnet ist und die im wesentlichen an ihrer Unterseite über eine
Quer-Achse (32) kipp- bzw. verschwenkbar auf der Skioberfläche angeordnet ist.
17. Skibindungs-Einruchtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (31) an einem auf der Skioberseite festigten
Schwenkbock (33) verschwenkbar befestigt ist.
18. Skibinduns-Einrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (31) im wesentlichen an ihrem hinteren Ende
angelenkt ist und daß zum vorderen Ende der Platte hin an dieser eine zwischen Plattenunter-
und Skioberseite vertikal aufstellbare, verschwenkbare Hebelstütze (34) vorgesehen
ist, die einerseits über eine horizontale Gelenk-Achse (35) an der Platte angelenkt
ist und andererseits an ihrem auf der Skioberfläche aufliegenden Zugende (36) mit
einem Seilzug (37) verbunden ist.
19. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß vor der Bindung (7) auf der Oberseite der Hebelplatte
(3) ein an sich bekannter Spannhebel (38) angelenkt ist, in den der Seilzug (37) exentrisch
eingreift, und daß auf der Skioberseite eine Führungsplatte (41) befestigt ist, die
mit dem Zugende (36) der Hebelstütze (34) zusammenwirkt und daß an Vorderende der
Führungsplatte (41) ein Anschlag (42) für das Zugende (36) vorgesehen ist.
20. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (31) über einen Schwenk-Bock (33) so angelenkt
ist, daß eine zweiarmige Wippe vorhanden ist und daß hinter dem Bock (33) ein Auflageklotz
(43) für die Abstützung der Platte (31) in der Gleitphase angeordnet ist.
21. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Feststelleinrichtung (44, 45) zum Feststellen der
nach vorne gekippten Drück- und Bremsposition der Platte (31) vorgesehen ist.
22. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß als Feststelleinrichtung ein an dem Ski über ein Quergelenk
(46) verschwenkbarer Feststellhebel (45) vorgesehen ist, der mit dem hinteren Ende
der Platte (31) formschlüssig zusammenwirkt.
23. Skibindungs-Einrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (45) eine Schulter (50) aufweist, die in Feststellposition
abstützend unter die Platte (31) greift und daß am äußeren Ende des Hebels (45) ein
Griffteil (51) vorgesehen ist, der in Feststellposition über die Platte (31) hinausragt.
1. Ski binding device for cross-country and touring skiing, having a conventional binding
holding the toe of the ski boot and having a boot support provided on the top surface
of the ski, characterized
- in that the binding (7) is fastened to the rear end of a flexurally stiff lever
plate (3), which is pivotally attached by its other, front end to the ski (1),
- in that disposed in the middle zone of the lever plate (3), between ski top surface
and plate underside, is a thrust piece (12, 13) holding the plate (3) at a distance
from the ski (1), and
- in that the support (9, 10, 30) for the boot is raised substantially by the new
distance between ski binding (7) and ski top surface.
2. Ski binding device according to claim 1, characterized in that the thrust piece (12,
13) is disposed so as to be displaceable in a longitudinal direction of the ski.
3. Ski binding device according to claim 1, characterized in that the thrust piece (12,
13) is adjustable in height.
4. Ski binding device according to claims 1 to 3, characterized in that the thrust piece
(12, 13) is fastened to the ski (1) and the plate (3) is supported on its top surface
so that it can be lifted off.
5. Ski binding device according to claims 3 and 4, characterized in that the height adjustment
of the thrust piece is achieved by the attachability (attachment by screws) of additional
distance plates on the thrust piece or by vertical division in two of the thrust piece
and height adjustability of the top thrust piece part by means of distance screws
or the like.
6. Ski binding device according to claims 1 to 3, characterized in that the thrust piece
(12, 13) is fastened to the lever plate (3) and supported with its underside on the
ski (1) so that it can be lifted off.
7. Ski binding device according to claims 2 and 6, characterized in that the thrust piece
(12, 13) is arranged in a longitudinally displaceable and/or height-adjustable manner
by means of an oblong hole (11), which is provided in the lever plate (3), and screw
elements, which are a screw or threaded pin (22) firstly screwed in the thrust piece
and secondly passing through the oblong hole and having nuts (23, 25) and washers
(24, 26, 29).
8. Ski binding device according to one of claims 1 to 7, characterized in that the thrust
piece in (13, 14) has substantially the same transverse dimension as the plate (3).
9. Ski binding device according to claim 1, characterized in that the lever plate (3)
is pivotally fastened to the ski (1) by a hinge (4) provided at the front end of the
plate.
10. Ski binding device according to claim 1, characterized in that the lever plate (3)
is fastened by its front end directly to the ski (1).
11. Ski binding device according to claim 1, characterized in that the lever plate (3)
at its front end has a resilient folded portion (19, 21) by means of which the fastening
of the plate (3) to the ski (1) is effected, the resilient folded portion (21) being
Z-shaped such that the fastening plate part (17) is disposed in front of the pressing
plate part (16).
12. Ski binding device according to one of claims 1 to 11, characterized in that at least
the pressing plate part (17) has a substantially U-shaped cross section, the two side
limbs (27) being arranged so that they point vertically downwards and running in close
proximity to the side surfaces (28) of the ski (1) and being bevelled at the rear
end.
13. Ski binding device according to claim 1, characterized in that the lever plate (3)
has vertical openings arranged in a grid-like manner.
14. Ski binding device according to claim 1, characterized in that only one boot support
(9, 10) is provided, which serves as a heel and ball-of-the-foot support and is fastened
to the ski (1) so as to be longitudinally displaceable.
15. Ski binding device according to claim 1, characterized in that two spaced boot supports
(9, 10) lying one longitudinally behind the other are provided, namely a fixed heel
support (9) and a longitudinally displaceable ball-of-the-foot support (10).
16. Ski binding device according to claim 1, characterized in that, as a contact pressure
and braking aid, the boot support is designed as a braking plate (31), which in the
gliding phase is arranged so as to be substantially aligned with the lever plate (3)
and which substantially at its underside is disposed tiltably or pivotally by means
of a transverse axis (32) on the top surface of the ski.
17. Ski binding device according to claim 16, characterized in that the plate (31) is
pivotally fastened to a pivot bracket (33) fastened to the top surface of the ski.
18. Ski binding device according to claim 16, characterized in that the plate (31) is
articulated substantially at its rear end and in that provided on the plate towards
the front end thereof is a swivelling lever support (34), which can be raised vertically
between plate underside and ski top surface and which, on the one hand, is articulated
by means of a horizontal articulation axis (35) on the plate and, on the other hand,
at its tension end (36) resting on the top surface of the ski is connected to a cable
pull (37).
19. Ski binding device according to claim 18, characterized in that a tension lever (38)
known per se, into which the cable pull (37) eccentrically engages, is articulated
in front of the binding (7) on the top side of the lever plate (3) and in that fastened
to the top surface of the ski is a guide plate (41) which cooperates with the tension
end (36) of the lever support (34), and in that a stop (42) for the tension end (36)
is provided at the front end of the guide plate (41).
20. Ski binding device according to claim 16, characterized in that the plate (31) is
articulated by means of a pivot bracket (33) in such a way that a two-armed rocker
is provided, and in that a supporting block (43) for supporting the plate (31) in
the gliding phase is disposed behind the bracket (33).
21. Ski binding device according to claim 20, characterized in that a locking device (44,
45) is provided for locking the forward-tilted pressing and braking position of the
plate (31).
22. Ski binding device according to claim 21, characterized in that, as a locking device,
a locking lever (45) is provided, which may swivel on the ski by means of a transverse
joint (46) and positively cooperates with the rear end of the plate (31).
23. Ski binding device according to claim 22, characterized in that the lever (45) has
a shoulder (50) which, in locking position, engages in a supporting manner under the
plate (31), and in that provided at the outer end of the lever (45) is a gripping
part (51) which in locking position projects beyond the plate (31).
1. Dispositif de fixation de ski de fond et de ski de randonnée, comportant une fixation
courante maintenant la pointe de la chaussure de ski et un support de chaussure prévu
sur la surface du ski,
caractérisé en ce que
- la fixation (7) est fixée à l'extrémité arrière d'une plaque (3) de lever rigide
en flexion, qui est montée basculante sur le ski (1) par son autre extrémité avant,
- il est monté dans la zone médiane de la plaque (3) de lever, entre la face supérieure
du ski et la face inférieure de la plaque, une pièce (12, 13) de pression maintenant
la plaque (3) à distance du ski (1), et
- le support (9, 10, 30) pour la chaussure est sensiblement surélevé de la nouvelle
distance entre la fixation (7) de ski et la face supérieure du ski.
2. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la
pièce (12, 13) de pression est disposée de manière à pouvoir être décalée dans la
direction longitudinale du ski.
3. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la
pièce (12, 13) de pression peut être réglée en hauteur.
4. Dispositif de fixation de ski suivant les revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que la pièce (12, 13) de pression est fixée au ski (1) et la plaque (3) est disposée
de manière à pouvoir être soulevée sur sa face supérieure.
5. Dispositif de fixation de ski suivant les revendications 3 et 4, caractérisé en ce
que le réglage en hauteur de la pièce de pression est obtenu par la possibilité de
mettre en place des plaques d'entretoisement supplémentaires sur la pièce de pression
(vissage) ou par une division verticale en deux de la pièce de pression et par une
possibilité de déplacement en hauteur de la partie supérieure de la pièce de pression
par l'intermédiaire de vis d'entretoisement ou similaire.
6. Dispositif de fixation de ski suivant les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la pièce (12, 13) de pression est fixée à la plaque (3) de levier
et repose de manière à pouvoir être soulevée par sa face inférieure sur le ski (1).
7. Dispositif de fixation de ski suivant les revendications 2 et 6,
caractérisé en ce que la pièce (12, 13) de pression est disposée de manière à pouvoir
être décalée en longueur et/ou réglée en hauteur par l'intermédiaire d'un trou oblong
(11) ménagé dans la plaque (3) de lever et d'éléments de vissage, qui sont une vis
ou une tige filetée (22) qui comporte des écrous (23, 25) et des rondelles (24, 26,
29), qui est vissée d'une part dans la pièce de pression et qui passe d'autre part
dans le trou oblong.
8. Dispositif de fixation de ski suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que la pièce de pression a sensiblement la même dimension transversale
que la plaque (3) en (13, 14).
9. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que la plaque (3) de levier est fixée basculante au ski (1) par
l'intermédiaire d'une charnière (4) prévue à l'extrémité avant de la plaque.
10. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que la plaque (3) de lever est fixée directement au ski (1) par
l'intermédiaire de son extrémité avant.
11. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que la plaque (3) de levier a, à son extrémité avant, un repliement
élastique (19, 21), par l'intermédiaire duquel la fixation de la plaque (3) au ski
(1) s'effectue, le repliement élastique (21) étant en forme de Z, de telle sorte que
la pièce (17) de plaque de fixation soit disposée devant la partie (16) de la plaque
de pression.
12. Dispositif de fixation de ski suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé
en ce que au moins la partie (17) de la plaque de pression a une section transversale
sensiblement en forme de U, les deux extrémités (27) latérales étant disposées en
étant orientées verticalement vers le bas et s'étendant à une petite distance des
surfaces (28) latérales du ski (1) et les branches (27) latérales étant coudées à
l'extrémité arrière.
13. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que la plaque (3) de levier comporte des trous verticaux disposés
en réseau.
14. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1,
caractérisé en ce qu'il n'est prévu qu'un support (9, 10) de chaussure, qui sert de
support pour les talons et pour les plantes de pieds et qui est fixé au ski (1) de
manière à pouvoir être décalé dans le sens de la longueur.
15. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1,
caractérisé en ce qu'il est prévu deux supports (9, 10) de chaussure à distance l'un
de l'autre et se trouvant l'un derrière l'autre dans le sens de la longueur, à savoir
un support (9) fixe pour les talons et un support (10) pouvant être décalé dans le
sens de la longueur pour la plante des pieds.
16. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que le support de chaussure est formé, pour aider l'appui et le
freinage, en tant que plaque (31) de freinage, qui est disposé en étant sensiblement
alignée avec la plaque (3) de levier pendant la phase de glisse et qui est disposé
de manière à pouvoir basculer sur la surface du ski par sa face inférieure par l'intermédiaire
d'un axe transversal (32).
17. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 16,
caractérisé en ce que la plaque (31) est fixée de manière à pouvoir basculer sur un
support (33) de basculement fixé à la face supérieure du ski.
18. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 16,
caractérisé en ce que la plaque (31) est articulée sensiblement à son extrémité arrière
et il est prévu un appui (34) de levier basculant, qui peut être posé verticalement
entre la face inférieure de la plaque et la face supérieure du ski, qui est articulé
d'une part par l'intermédiaire d'un axe (35) d'articulation horizontal sur la plaque
et qui est relié d'autre part à son extrémité (36) de traction reposant sur la surface
du ski, en direction de l'extrémité avant de la plaque sur celle-ci.
19. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 18,
caractérisé en ce qu'un levier (38) de blocage connu en soi, dans lequel s'engage
de manière excentrique le câble (37) de traction, est articulé devant la fixation
(7) sur la face supérieure de la plaque (3) de levier et il est fixé sur la face supérieure
du ski une plaque (41) de guidage, qui coopère avec l'extrémité (36) de traction de
l'appui (34) de levier et il est prévu à l'extrémité avant de la plaque (41) de guidage
une butée (42) pour l'extrémité (36) de traction.
20. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 16,
caractérisé en ce que la plaque (31) est articulée par l'intermédiaire d'un support
(33) de basculement et un bloc (43) de support pour l'appui de la plaque (31) est
disposé pendant la phase de glisse derrière le support (33).
21. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 20,
caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif (44, 45) de maintien de la position,
basculée vers l'avant, de pression et de freinage de la plaque(31).
22. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 21,
caractérisé en ce qu'il est prévu comme dispositif de maintien un lever (45) de
maintien, pouvant basculer sur le ski par l'intermédiaire d'une articulation (46)
transversale et coopérant par complémentarité de forme avec l'extrémité arrière de
la plaque (31).
23. Dispositif de fixation de ski suivant la revendication 22,
caractérisé en ce que le lever (45) a un épaulement (50) qui prend par le dessous
la plaque (31) en appuyant sur celle-ci dans la position de maintien et il est prévu
à l'extrémité extérieure du levier (45) une pièce (51) de préhension qui dépasse de
la plaque (31) dans la position de maintien.