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(11) |
EP 0 665 154 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.04.1997 Patentblatt 1997/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B61H 1/00 |
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Anordnung zur Aufhängung und Abstützung von Klotzbremseinheiten für Schienenfahrzeuge
Arrangement for suspension and support of tread brake units of railway vehicles
Arrangement de suspension et de support des unités de freinage à sabot pour véhicules
ferroviaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
01.02.1994 DE 4403000
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.08.1995 Patentblatt 1995/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH |
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80809 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Bartlechner, Manfred
D-82234 Wessling (DE)
- Kerscher, Albert
D-85386 Eching (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 816 157 FR-A- 2 444 600
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DE-A- 4 033 405
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur querbeweglichen Aufhängung von Klotzbremseinheiten
für Schienenfahrzeuge am Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen mittels zweier seitlich
pendelnd bewegbarer Hängelaschen und zur Abstützung in Rahmenlängsrichtung mittels
oberer und unterer Druck- oder Zugglieder.
[0002] Derartige Anordnungen werden dann angewendet, wenn das der Klotzbremseinheit zugeordnete
Rad sich seitlich zu bewegen vermag, um dessen Querbewegungen folgen zu können, und
sind bekannt. Dabei sind die beiden zueinander parallelen Hängelaschen zwischen dem
Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen und dem oberen Ende der Klotzbremseinheit angeordnet,
durch einen oberen Querbolzen mit dem Rahmen sowie einen unteren Querbolzen mit der
Klotzbremseinheit verbunden und mit dem jeweiligen oberen Ende auf dem oberen Querbolzen
sowie mit dem jeweiligen unteren Ende auf dem unteren Querbolzen drehbar, seitlich
verschiebbar und seitlich pendelnd bewegbar. Jede Hängelasche ist zwischen ihren beiden
Enden auf der dem zu bremsenden Rad zugewandten Seite durch ein von zwei Schäkeln
gebildetes Zugglied mit dem Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen verbunden. Am unteren
Ende ist die Klotzbremseinheit durch zwei Druckstangen mit dem Rahmen verbunden oder
bei einem doppelseitig gebremsten Rad durch zwei Zugstangen mit dem unteren Ende des
Bremsklotzgehänges auf der anderen Radseite (DE 38 16 157 C2).
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs angegebenen
Art zu schaffen, welche bei einfachem und kostengünstigem Aufbau sowie zuverlässiger
Funktionsweise nur wenig Platz oberhalb der Klotzbremseinheit benötigt und fahrtrichtungsabhängige
Querkräfte praktisch nicht entstehen läßt.
[0004] Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Anordnung sind
in den übrigen Patentansprüchen angegeben.
[0005] Nachstehend sind zwei Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Anordnung anhand von
Zeichnungen beispielsweise beschrieben. Darin zeigt:
- Fig.1
- eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform für ein einseitig gebremstes Rad;
- Fig.2
- die teilweise geschnittene Ansicht in Richtung des Pfeils II in Fig.1 in anderem Maßstab;
und
- Fig.3
- die Seitenansicht entsprechend derjenigen von Fig.1 einer zweiten Ausführungsform
für ein doppelseitig gebremstes Rad in anderem Maßstab.
[0006] Die Klotzbremseinheit 1 ist einem Rad 2 eines Schienenfahrzeugs zugeordnet, welches
auf einer Schiene 3 rollt, einen Spurkranz 4 aufweist und zu einem Radsatz gehört,
der im Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen 5 querbeweglich angeordnet ist. Das Rad 2
kann sich also bezüglich des Rahmens 5 seitlich bewegen, d.h. senkrecht zur Zeichnungsebene
von Fig.3.
[0007] Die Klotzbremseinheit 1 wirkt mittels eines mit Bremsklötzen 6, 7 versehenen Bremsklotzhalters
8 mit dem Rad 2 zusammen und weist zur Betätigung des Bremsklotzhalters 8 einen Bremszylinder,
ein Übersetzungsgetriebe und einen Hubsteller auf, welche so funktionieren können,
wie in der DE 41 17 632 A1 dargestellt und geschildert, und welche in einem Gehäuse
9 untergebracht sind. Der Bremsklotzhalter 8 ist mittels einer Pendellasche 10 am
Gehäuse 9 aufgehängt.
[0008] Die Klotzbremseinheit ist mittels zweier seitlich pendelnd bewegbarer Hängelaschen
11,12 am Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen 5 querbeweglich aufgehängt und mittels eines
oberen Druckgliedes 13 sowie zweier unterer Druckglieder 14,15 bzw. unterer Zugglieder
16 in Längsrichtung des Rahmens 5 abgestützt. Die beiden Hängelaschen 11,12 sind jeweils
von einer querelastischen Blattfeder gebildet und erstrecken sich beiderseits der
Klotzbremseinheit 1 von deren oberem Ende 1a zu deren unterem Ende 1b, mit welchem
sie verbunden sind, ebenso wie die beiden unteren Druckglieder 14,15 bzw. Zugglieder
16. Das obere Ende 1a der Klotzbremseinheit 1 ist zwischen den beiden oberen Enden
11a, 12a der Hängelaschen 11, 12 mit dem oberen Druckglied 13 verbunden.
[0009] Mit dem Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen 5 sind die beiden Hängelaschen 11, 12 mittels
eines oberen Querbolzens 17 verbunden, welcher eine Querbohrung 18 im oberen Ende
1a der Klotzbremseinheit 1 mit verhältnismäßig großem Spiel durchsetzt. Das obere
Ende 1a der Klotzbremseinheit 1 ist hohlachsenförmig ausgebildet und in der Mitte
desselben ist an das Ende 1a das obere Druckglied 13 angelenkt.
[0010] An den unteren Enden 11b, 12b sind die beiden Hängelaschen 11, 12 mittels eines Querbolzens
19 miteinander verbunden. Auf dem unteren Querbolzen 19 ist das hülsenförmig ausgebildete
untere Ende 1b der Klotzbremseinheit 1 drehbar gelagert. Beiderseits der beiden unteren
Enden 11b, 12b der Hängelaschen 11, 12 sind an den unteren Querbolzen 19 die beiden
unteren Druckglieder 14, 15 bzw. Zugglieder 16 angelenkt.
[0011] Der obere Querbolzen 17 ist an den beiden Enden in je einem rahmenfesten Auge 20
bzw. 21 aufgenommen. Die oberen Enden 11a, 12a der beiden Hängelaschen 11, 12 sind
jeweils zwischen einer Ringschulter 22 bzw. 23 des Querbolzens 17 und einer auf einen
Gewindeabschnitt desselben aufgeschraubten Mutter 24 bzw. 25 eingespannt. Die unteren
Enden 11b, 12b sind ebenfalls jeweils zwischen einer Ringschulter 26 bzw. 27 des unteren
Querbolzens 19 und einer Mutter 28 bzw. 29 eingespannt, welche auf das jeweilige,
mit einem Außengewinde versehene Ende des Querbolzens 19 aufgeschraubt ist.
[0012] Bei der Anordnung gemäß Fig.1, 2 sind das obere Druckglied 13 und die beiden unteren
Druckglieder 14, 15 jeweils mit dem der Klotzbremseinheit 1 abgewandten Ende an ein
oberes rahmenfestes Auge 30 bzw. je ein unteres rahmenfestes Auge 31 angelenkt. Bei
der Anordnung nach Fig.3 für das zweiseitige Bremsen des Rades 2 mit Hilfe der Klotzbremseinheit
1 und eines zusätzlichen Bremsklotzgehänges 32, welches genauso am Fahrzeug- oder
Drehgestellrahmen 5 angeordnet ist, wie die Klotzbremseinheit 1, sind statt der beiden
unteren Druckglieder 14, 15 die beiden unteren Zugglieder 16 vorgesehen, welche das
untere Ende 1b der Klotzbremseinheit 1 und das untere Ende 32b des Bremsklotzgehänges
32 miteinander verbinden.
Bezugszeichenliste
[0013]
- 1
- Klotzbremseinheit
- 1a
- oberes Ende
- 1b
- unteres Ende
- 2
- Rad
- 3
- Schiene
- 4
- Spurkranz
- 5
- Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen
- 6
- Bremsklotz
- 7
- Bremsklotz
- 8
- Bremsklotzhalter
- 9
- Gehäuse
- 10
- Pendellasche
- 11
- Hängelasche
- 11a
- oberes Ende
- 11b
- unteres Ende
- 12
- Hängelasche
- 12a
- oberes Ende
- 12b
- unteres Ende
- 13
- oberes Druckglied
- 14
- unteres Druckglied
- 15
- unteres Druckglied
- 16
- untere Zugglieder
- 17
- oberer Querbolzen
- 18
- Querbohrung
- 19
- unterer Querbolzen
- 20
- Auge
- 21
- Auge
- 22
- Ringschulter
- 23
- Ringschulter
- 24
- Mutter
- 25
- Mutter
- 26
- Ringschulter
- 27
- Ringschulter
- 28
- Mutter
- 29
- Mutter
- 30
- oberes Auge
- 31
- untere Augen
- 32
- Bremsklotzgehänge
- 32b
- unteres Ende
1. Anordnung zur querbeweglichen Aufhängung von Klotzbremseinheiten für Schienenfahrzeuge
am Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen mittels zweier seitlich pendelnd bewegbarer Hängelaschen
und zur Abstützung in Rahmenlängsrichtung mittels oberer und unterer Druck- oder Zugglieder,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hängelaschen (11,12) sich beiderseits der Klotzbremseinheit (1) bis
zu deren unterem Ende (1b) erstrecken und mit demselben zusammen mit mindestens einem
unteren Druck- oder Zugglied (14,15;16) verbunden sind und daß das obere Ende (1a)
der Klotzbremseinheit (1) zwischen den beiden oberen Enden (11a,12a) der Hängelaschen
(11,12) mit mindestens einem oberen Druck- oder Zugglied (13) verbunden ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hängelaschen (11,12) mittels eines oberen Querbolzens (17) mit dem
Fahrzeug- oder Drehgestellrahmen (5) verbunden sind, der eine Querbohrung (18) im
oberen Ende (1a) der Klotzbremseinheit (1) mit Spiel durchsetzt, welches hohlachsenförmig
ausgebildet und an welches mittig ein oberes Druck- oder Zugglied (13) angelenkt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hängelaschen (11,12) mittels eines unteren Querbolzens (19) miteinander
verbunden sind, auf welchem das hülsenförmig ausgebildete untere Ende (1b) der Klotzbremseinheit
(1) drehbar gelagert ist und an welchen beiderseits der beiden unteren Enden (11b,
12b) der Hängelaschen (11,12) zwei untere Druck- oder Zugglieder (14,15;16) angelenkt
sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hängelaschen (11,12) jeweils als Blattfeder ausgebildet sind.
1. Arrangement for the transversely movable suspension of block brake units for rail
vehicles on vehicle or bogie frames by means of two laterally swinging movable attachment
plates and for the support in the longitudinal direction of the frame by means of
upper and lower compression or tension members, characterised in that the two attachment
plates (11, 12) protrude on both sides of the block brake unit (1) as far as its lower
end (1b) and are connected to the same, together with at least one lower compression
or tension member (14, 15; 16) and in that the upper end (1a) of the block brake unit
(1) between the two upper ends (11a, 12a) of the attachment plates (11, 12) is connected
to at least one upper compression or tension member (13).
2. Arrangement according to claim 1, characterised in that the two attachment plates
(11, 12) are connected by means of an upper cross bolt (17) to the vehicle or bogie
frame (5), the cross bolt passing through a cross bore (18) in the upper end (1a)
of the block brake unit (1) with clearance, this end being formed as a hollow axle
and having axially hinged on it an upper compression or tension member (13).
3. Arrangement according to claim 1 or 2, characterised in that the two attachment plates
(11, 12) are connected to each other by means of a lower cross bolt (19), on which
the sleeve-shaped lower end (1b) of the block brake unit (1) is rotatably mounted
and on which, on both sides of the two lower ends (11b, 12b) of the attachment plates
(11, 12), two lower compression or tension members (14, 15; 16) are hinged.
4. Arrangement according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the two attachment
plates (11, 12) are each constructed as flat springs.
1. Dispositif pour réaliser une suspension, mobile transversalement, d'unités de frein
à sabots pour véhicules sur rails, au châssis du véhicule ou au châssis d'un boggie,
au moyen de deux pattes de suspension déplaçables latéralement selon un mouvement
pendulaire, et pour réaliser un soutien dans la direction longitudinale du châssis
au moyen d'organes supérieurs et inférieurs travaillant en compression ou en traction,
caractérisé en ce que les deux pattes de suspension (11,12) s'étendent des deux côtés
de l'unité de frein à sabots (1) jusqu'à son extrémité inférieure (1b) et sont reliées
à cette dernière, conjointement avec au moins un organe inférieur travaillant en compression
ou en traction (14,15;16), et en ce que l'extrémité supérieure (1a) de l'unité de
frein à sabots (1) est reliée à au moins un organe supérieur travaillant en compression
ou en traction (13), entre les deux extrémités supérieures (11a,12a) des pattes de
suspension (11,12).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux pattes de suspension
(11,12) sont reliées au châssis (5) du véhicule ou du boggie, au moyen d'un axe transversal
supérieur (17), qui traverse avec du jeu un perçage transversal (18) ménagé dans l'extrémité
supérieure (1a) de l'unité de frein à sabots (1), qui est réalisée sous la forme d'un
axe creux et au milieu de laquelle est articulé un organe supérieur travaillant en
compression ou en traction (13).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les deux pattes de
suspension (11,12) sont reliées l'une à l'autre au moyen d'un axe transversal inférieur
(19), sur lequel l'extrémité inférieure (1b), réalisée en forme de douille, de l'unité
de frein à sabots (1) est montée libre en rotation et auquel deux organes inférieurs
travaillant en compression ou en traction (14,15;16) sont articulés, des deux côtés
des deux extrémités inférieures (11b,12b) des pattes de suspension (11,12).
4. Dispositif selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que les deux pattes
de suspension (11,12) sont réalisées respectivement sous la forme de ressorts à lame.