[0001] Die Erfindung betrifft eine Dusch- oder Badewannenabtrennung mit gerahmten oder ungerahmten
Trennelementen, die Zu einer Duschkabine Zusammengesetzt sind, oder mit einem Trennelement.
[0002] Da Dusch- oder Badewannenabtrennungen bei ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch sehr
intensiv mit dem Dusch- oder Spritzwasser in Berührung kommen, das Zusätzlich noch
mit Seifen- oder Duschmittelrückständen vermischt sein kann, verbleiben nach dem Abtrocknen
der vollständig benetzten Oberflächen der Dusch- oder Badewannenabtrennung oftmals
Kalkflecken oder Ablagerungen von Seifen- oder Duschmittelrückständen. Dieses erfordert
unmittelbar nach dem Baden oder Duschen eine ständig wiederkehrende und mühsame Reinigung
der Trennwände, meistens verbunden mit der Anwendung chemischer Reinigungsmittel.
Denn nach dem Trockenwerden der Wände sind die zurückbleibenden Kalkflecken noch mühsamer
zu entfernen.
[0003] Zur Lösung dieses Problems wurden für die plattenförmigen Trennelemente von Duschkabinen
oder Trennwänden beispielsweise milchige oder strukturierte Glas- oder Kunststoffscheiben
verwendet, z.B. mit einer Oberflächenstruktur in der Art einer mit Wasser benetzten
Oberfläche (Tropfendekor).
[0004] Diese bekannten Lösungen vermindern zwar die Sichtbarkeit der zurückbleibenden Wasserrückstände,
wie Kalk- und Seifenablagerungen etwas, lösen jedoch das Problem nicht in der gewünschten
Weise, so daß die aufwendige ständige Reinigung der Dusch- oder Badewannenabtrennung
unmittelbar nach dem Dusch- oder Badevorgang nach wie vor notwendig ist, um eine ästhetisch
und hygienisch einwandfreie Duschabtrennung zu erhalten, und einen noch größeren Reinigungsaufwand
für angetrocknete Rückstände und Kalkflecken zu vermeiden.
[0005] Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Dusch- oder Badewannenabtrennung
der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die die vorgenannten Nachteile
weitgehend vermeidet und wesentlich pflegeleichter ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das oder die Trennelemente zumindest
auf der Innenseite der Abtrennung mit einer hydrophoben Beschichtung versehen sind.
[0007] Durch die hydrophob beschichtete Oberfläche der Dusch- oder Badewannenabtrennung
gegebenenfalls einschließlich der Rahmen und Profile wird erreicht, daß die Wassertropfen
an der Oberfläche herunterrinnen, ohne diese zu benetzen. Dadurch wird weitgehend
vermieden, daß sich Wassertropfen an der Oberfläche festsetzen und nach dem Abtrocknen
Kalkflecken oder Schmutz- oder Seifenrückstände hinterlassen. Eine Reinigung nach
jedem Dusch- oder Badevorgang ist somit nicht mehr erforderlich, was zu enormer Arbeitserleichterung
für das Reinigungspersonal, zum Beispiel in Hotels oder dergleichen, sowie Einsparung
an chemischen Reinigungsmitteln und damit Entlastung der Umwelt führt. Reinigungsarbeiten
sind nun nicht mehr vorwiegend an ästhetische Erfordernisse gebunden, sondern können
sich allein an den hygienischen Notwendigkeiten orientieren. Zudem erhöht sich durch
die Beschichtung mit geeignetem hydrophoben Material die Kratz- und Abriebsbeständigkeit
der Dusch- und Badewannenabtrennung.
[0008] Zwar sind Hydrophobierungen oder hydrophobe Beschichtungen aus anderen Gebieten der
Technik und des täglichen Lebens bekannt, jedoch wurden sie bisher nicht für den benannten
Zweck eingesetzt, obwohl das oben aufgeführte Problem bei den Dusch- und Badewannenabtrennungen
seit langem besteht und noch nicht in befriedigender Weise gelöst werden konnte.
[0009] Beispielsweise ist es bekannt, Regenbekleidung oder Zelte zu hydrophobieren oder
die Hydrophobierung im Bautenschutz einzusetzen. Beispiele dafür sind Betondichtungsmittel,
Sperranstrichmittel oder wasserabweisende Imprägnierungen von Holz. Bei diesen Anwendungen
wird zwar die wasserabweisende Eigenschaft der hydrophoben Beschichtungen genutzt,
jedoch nicht mit der Zielstellung, dadurch etwaige Schmutz- oder Kalkablagerungen
und -flecken zu vermeiden. Bei diesen Anwendungen soll lediglich das Eindringen von
Wasser in das unter der Beschichtung befindliche Material verhindert werden. Beschichtetes
Glas ist bisher für die Außenanwendung als Bauglas für Fenster oder flächenhafte Verglasungen
verwendet worden, wobei hier die Eigenschaften der Wetterbeständigkeit, der Verminderung
der UV-Strahlung durch Einbindung eines UV-Filters in die Matrix der ausgehärteten
Schicht sowie die Abriebsbeständigkeit genutzt werden.
[0010] Es reicht in der Regel aus, die hydrophobe Beschichtung nur auf der Innenseite der
Abtrennung aufzubringen, d.h. auf der Seite, die beim Duschen oder Baden intensiv
dem Wasser ausgesetzt ist. Da die Außenseite der Dusch- oder Badewannenabtrennung
nur gelegentlich dem Spritzwasser ausgesetzt ist, ist die hydrophobe Beschichtung
der Außenseite entbehrlich, wodurch auch eine Kosteneinsparung bei der Herstellung
der Abtrennung erzielt werden kann.
[0011] Die Dusch- oder Badewannenabtrennung kann sowohl aus Silikat-Glas als auch aus Kunststoff
bestehen, wobei die die Platten verbindenden oder befestigenden Profile, wenn vorhanden,
ebenfalls hydrophob beschichtet sein können. Darüber hinaus ist es auch möglich, die
Zimmerwand im Bereich der Duschkabine einschließlich Fliesen ebenfalls hydrophob zu
behandeln.
[0012] Ebenso kann jedoch auch eine hydrophobierte Trennwand aus weichem oder flexiblem
Material Verwendung finden, das z.B. in einem Rahmen eingespannt ist und die gleichen
oben genannten Vorteile aufweist. Dabei kann die Trennwand aus leichtem, dünnen Stoff
bestehen, wie beispielsweise Baumwolle, und besitzt auch nach der Imprägnierung mit
hydrophobem Material einen weichen Griff und ist atmungsaktiv, obwohl die Wassertropfen
- wie oben beschrieben - an ihr herunterrinnen.
[0013] Als Hydrophobierungsmittel kommen zum Beispiel Silikone zur Anwendung. Die Platten
aus Glas oder Kunststoff werden in herkömmlicher Weise mit einer aushärtenden Schutzfilmschicht
überzogen, die zu den wasserabweisenden Eigenschaften zusätzlich die Vorteile der
Abriebsbeständigkeit und Kratzfestigkeit aufweisen. Da die Schichten klar und durchsichtig
sind, können die darunter liegenden Platten wie bisher in allen möglichen Dekoren
oder als Klarsichtscheibe gestaltet sein. Der Zusammenbau der beschichteten Glas-
oder Kunststoffplatten zu Duschabtrennungen oder -kabinen erfolgt in bekannter Weise,
mit oder ohne Rahmen.
[0014] Trennwände aus weichem oder flexiblem Material können ebenfalls silikonimprägniert
sein, jedoch bleibt hier aufgrund der Beschichtung mit einer nichtaushärtenden Imprägnierung
der weiche Fall und die Griffigkeit des Materials erhalten.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend durch ein Ausführungsbeispiel anhand der beigefügten
Zeichnung, die eine schematische Draufsicht auf eine in einer Zimmerecke angeordnete
Duschabtrennung gemäß der Erfindung zeigt, erläutert.
[0016] Bei der in der Figur schematisch dargestellten Duschabtrennung ist eine Duschwanne
2 zwischen Zimmerwänden 1 eingebaut. Ein festes Trennelement 6 in der Form einer festen
Trennwand ist mittels eines Halterungsprofils 7c an der Zimmerwand 1 befestigt und
zusätzlich mit einem Eckhalterungsprofil 7b abgestützt. In der Einstiegsöffnung ist
auf geeignete Weise die Schwenkachse 3 eines schwenkbaren Türelementes 4 als Trennelement
gelagert. Das Türelement 4 ist im vorliegenden Fall eine nach außen aufschlagende
Schwenktür, deren Schwenkachse 3 im Abstand von der einen Türseite angeordnet ist,
so daß beim Öffnen der Schwenktür der kurze Teil des Türelementes 4 von einem Halterungs-
oder Anschlagprofil nach innen in den Bereich der Duschwanne 2 schwenkt, damit das
sich auf der Innenseite ansammelnde Spritzwasser nach innen ablaufen kann, während
der lange Teil nach außen aufschlägt.
[0017] Sowohl das Türelement 4 als auch das feststehende Trennelement 6 bestehen zweckmäßigerweise
aus transparentem oder durchsichtigem Glas, um einen ungehinderten Lichtdurchtritt
zu gewährleisten. Auf der Innenseite der Trennelemente 4 und 6, d.h. auf der der Duschwanne
2 zugewandten Seite, ist jeweils eine hydrophobe Beschichtung 8 bzw. 10 aufgebracht.
Die Halterungsprofile 7a, 7b und 7c sind auf ihrer der Duschwanne 2 zugewandten Seite
ebenfalls mit einer hydrophoben Beschichtung 12a, 12b bzw. 12c versehen. Als Glas
kann entweder Silikatglas oder Kunststoffglas verwendet werden, das in herkömmlicher
Weise mit dem hydrophoben Material, beispielsweise Silikon, beschichtet wird. Die
Beschichtung bildet auf der Oberfläche des Glases eine transparente, vergilbungsbeständige
und auch kratzfeste Hartschicht, die das Wasser abrinnen läßt, ohne diese zu benetzen.
Dadurch werden Kalk- und Wasserrückstände, die bisher mühevoll von der Dusch- oder
Badewannenabtrennung zu entfernen waren, weitgehend vermieden.
[0018] Die mit einer hydrophoben Schicht versehenen Trennelemente 4, 6 können selbstverständlich
in jeder anderen Form zur Bildung einer Dusch- oder Badewannenabtrennung ausgebildet
sein. Sie können feststehende, einzelne Wände der Duschabtrennung bilden oder aber
als Schiebe-, Schwenk- oder Falttürelemente dienen. Auch hier können die die Trennelemente
verbindenden Profile und Rahmenelemente gänzlich oder nur auf ihrer Innenseite mit
einer hydrophoben Beschichtung versehen sein.
1. Dusch- oder Badewannenabtrennung mit gerahmten oder ungerahmten Trennelementen, die
zu einer Duschkabine zusammengesetzt sind, oder mit einem Trennelement,
dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Trennelemente (4, 6) zumindest auf der Innenseite
der Abtrennung mit einer hydrophoben Beschichtung (8, 10) versehen sind.
2. Dusch- oder Badewannenabtrennung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennelemente (4, 6) aus Silikatglas oder aus Kunststoffplatten
bestehen.
3. Dusch- oder Badewannenabtrennung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennelemente (4, 6) aus hydrophob beschichtetem textilem
Material bestehen.
4. Dusch- oder Badewannenabtrennung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die hydrophobe Beschichtung (8, 10; 12a, 12b, 12c) eine
hydrophobe Hartschicht ist.
5. Dusch- oder Badewannenabtrennung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die hydrophobe Beschichtung eine weiche hydrophobe Imprägnierung
ist.
6. Dusch- oder Badewannenabtrennung nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß vorhandene Rahmenelemente der Trennelemente (4, 6) und/oder
vorhandene Halterungsprofile (7a, 7b, 7c) der Abtrennung mit einer hydrophoben Beschichtung
(12a, 12b, 12c) versehen sind.
7. Dusch- oder Badewannenabtrennung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung (8, 10; 12a, 12b, 12c) eine Silikonbeschichtung
ist.