Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Hubkolbenpumpe nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Durch die deutsche Offenlegungsschrift 22 43 138 ist eine Hubkolbenpumpe bekannt
mit einem Gehäuse, mit zwei in dem Gehäuse gegenüberliegend verschiebbar angeordneten
Kolben, mit einem Exzenter zwischen den Kolben, mit in zu dem Exzenter zeigenden Enden
der Kolben angeordneten Querbohrungen und mit einer aus Federstahldraht hergestellten
im wesentlichen halbkreisförmigen Bügelfeder, deren Enden in die Querbohrungen der
Kolbenenden eingreifen und diese Kolbenenden gegen den Exzenter drücken. Die Bügelfeder
ist zwar in preisgünstiger Weise herstellbar, aber es ist sehr schwierig, die Querbohrungen
im wesentlichen parallel zueinander auszurichten und ausgerichtet zu halten, damit
die Enden der Bügelfeder einsteckbar sind. Dies ist gegebenenfalls dadurch erschwert,
weil eine im Gehäuse befindliche Exzenterkammer beispielsweise nur einseitig offen
ist. Des weiteren sind die Bügelfederenden gegen Herauswandern aus den Querbohrungen
zu sichern, was beispielsweise durch Verbiegen von deren Enden nach dem Hindurchstecken
durch die Querbohrungen erfolgen könnte. Um Pendelungen der Bügelfeder um die Längsachsen
der Kolben zu beschränken, ist im Gehäuse ausgehend von der Exzenterkammer eine Nut
eingearbeitet, in die die Bügelfeder eintaucht. Wenn eine solche Hubkolbenpumpe leicht
sein soll und deshalb das Gehäuse aus Aluminium hergestellt wird, ist nicht ausschließbar,
daß Aluminium vom Gehäuse abgeschlissen wird und die Hubkolbenpumpe verschmutzt und
dadurch gegebenenfalls im Lauf der Zeit Betriebsstörungen verursacht.
[0003] Durch die Druckschrift DE 41 02 364 A1 ist eine weitere Hubkolbenpumpe bekannt mit
einem Gehäuse, das einen Exzenterraum aufweist, mit einander gegenüberliegend relativ
zu einem Exzenter angeordneten Kolben, an deren zu dem Exzenter zeigenden Enden Ringnuten
angeordnet sind, in die gabelartig ausgebildete Enden einer Bügelfeder eintauchen,
wobei sich die Bügelfeder um die Achse des Exzenters krümmt. Diese Druckschrift offenbart
nicht, in welcher Weise Pendelungen der Bügelfeder um die Längsachse der Kolben begrenzt
und ein Anschlagen der Bügelfeder am Gehäuse vermieden werden könnten.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Hubkolbenpumpe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 hat die Vorteile, daß nach einer leicht durchführbaren Montage der Bügelfederenden
an den Kolben und nach dem Einbau der Anschlagscheibe in das Gehäuse Pendelbewegungen
der Bügelfeder um die Längsachsen der Kolben in verschleißarmer Weise begrenzt werden.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Hubkolbenpumpe möglich. Die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 2 ergeben eine Anschlagscheibe, die mit der Exzenterwelle vorvereinigt
und gemeinsam mit dieser in das Gehäuse einbaubar ist zum Zweck der Einsparung von
Montagezeit am Fließband. Die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 3 ergeben ein
Ausführungsbeispiel, das in preisgünstiger Weise herstellbar ist und verschleißarm
arbeitet. Die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 4 ergeben den Vorteil, daß unter
Beibehaltung eines konstruktiv gewählten axialen Abstands der Arbeitsseite der Anschlagscheibe
von den Längsachsen der Kolben die Kraft oder Elastizität der Bügelfeder wählbar ist
durch Variation der Breite eines mittleren Bereichs der Bügelfeder. Dadurch ist es
beispielsweise möglich, zur Herstellung der Bügelfeder von einer vorgeplanten Federblechdicke
abzuweichen und ein Federblech mit solcher Dicke zu verwenden, wie es schnell im Handel
oder ab Walzwerk beschaffbar ist.
[0006] Die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 5 ergeben bei der Montage der Hubkolbenpumpe
den Vorteil, daß die Bügelfeder mit den Ausnehmungen voraus in eine Exzenterkammer
der Hubkolbenpumpe einführbar und nach dem Zustandekommen der Schnappverbindung mit
den Kolbenhälsen um die Kolbenhälse schwenkausrichtbar ist zum nachfolgenden Einstecken
des Exzenters zwischen die Kolben. Die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 6 ergeben
den Vorteil, daß die Ausnehmungen lang genug ausbildbar sind, um die zum Herstellen
der Schnappverbindungen notwendigen Elastizitäten an den Bügelfederenden zu erzielen.
[0007] Die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 7 ergeben den Vorteil, daß die Bügelfeder
mit ihren Ausnehmungen voraus in die Exzenterkammer der Hubkolbenpumpe einführbar
ist mit einer Ausrichtung, die beispielsweise im wesentlichen solchen Schwenkausrichtungen
entspricht, die während des Betriebs der Hubkolbenpumpe vorkommen. Dies erleichtert
ein automatisches Montieren der Bügelfeder. Unmittelbar nach dem Vereinigen der Bügelfeder
mit den Kolben kann der Exzenter mitsamt der Anschlagscheibe eingebaut werden, wobei
die Anschlagscheibe die Schwenkausrichtung gegebenenfalls vollendet. Die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 8 ergeben den Vorteil, daß trotz unvermeidbarer Formfehler
der Bügelfeder eine gleichmäßige Übertragung der Federkraft auf das jeweilige Kolbenende
möglich ist.
[0008] Dadurch erfolgt auch eine Verteilung und damit Vergleichmäßigung von Verschleiß,
so daß die Gebrauchsdauer der Kolbenpumpe erhöht wird.
Zeichnung
[0009] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 einen Schnitt durch
ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Hubkolbenpumpe quer zur Achse
einer Exzenterwelle im Bereich eines Exzenters, Figur 2 einen stufenartig verlaufenden
Schnitt quer zu einem Kolben der erfindungsgemäßen Hubkolbenpumpe gemäß der Figur
1 und parallel zur Achse der Exzenterwelle, Figur 3 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße
Hubkolbenpumpe gemäß der Figur 1 in einer in den Achsen des Kolbens und der Exzenterwelle
liegenden Bezugsebene, Figur 4 einen Zuschnitt für einen erfindungsgemäßen Bestandteil
dieser Hubkolbenpumpe, Figur 5 einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Hubkolbenpumpe, Figur 6 einen Zuschnitt für einen erfindungsgemäßen
Bestandteil des zweiten Asuführungsbeispiels und Figur 7 einen weiteren Bestandteil
für das zweite Ausführungsbeispiel.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0010] Die Hubkolbenpumpe 2 gemäß den Figuren 3 hat ein Gehäuse 3, zwei Zylinder 4, 5, zwei
Kolben 6, 7, einen von einer Exzenterwelle 8 ausgehenden Exzenter 9, ein den Exzenter
9 umgebendes Wälzlager 10, eine im wesentlichen U-förmige Bügelfeder 11 sowie eine
Anschlagscheibe 12. Innerhalb des Gehäuses 3 ist eine Exzenterkammer 13 angeordnet,
die durch eine Bohrung 14 ausgebildet wird. Die Bohrung 14 nimmt beispielsweise ein
Wälzlager 15 auf, das eine Teillänge der Exzterwelle 8 umgibt und diese drehbar lagert.
Außerhalb des Gehäuses 3 schließt sich an das Wälzlager 15 eine weitere Wellenteillänge
16 an, die zu einem zweiten nicht dargestellten Lager führt. Die Wellenteillänge 16
ist dabei beispielsweise einerseits Bestandteil der Exzenterwelle 8 ingesamt und bevorzugt
auch gleichzeitig einer Motorwelle eines nicht dargestellten Elektromotors, wie dies
beispielsweise bekannt ist durch in großen Stückzahlen verkaufte Antiblockiereinrichtungen
für Kraftfahrzeuge, wobei hiermit Antiblockiereinrichtungen des sogenannten Rückfördertyps
gemeint sind. Benachbart zu dem Wälzlager 15 schließt sich an die Exzenterwelle 8
der Exzenter 9 an, wobei die Exzenterwelle 8 und der Exzenter 9 einstückig ausgebildet
sind beispielsweise durch Querschnittsverminderung innerhalb der Projektion der Exzenterwelle
8. Wie bereits zu vermuten ist, ragt dabei der Exzenter 9 in die Exzenterkammer 13
hinein. Das Wälzlager 10 besteht beispielsweise aus einem Außenring 18, dem Exzenter
9, der gehärtet ist, und dazwischen Wälzkörpern 19, die beispielsweise mittels eines
Führungskäfigs 20 auf Abstand geführt werden. Dabei sind die Wälzkörper 19 vorzugsweise
als sogenannte Lagernadeln ausgebildet. Ein Axialanschlagring 21 ist neben dem Wälzlager
10 auf den Exzenter 9 aufgepreßt und sorgt dafür, daß der Außenring 18 sowie die Wälzkörper
19 in einer gewünschten axialen Ausrichtung zum Exzenter 9 verbleiben. Zwischen dem
Wälzlager 10 und dem Wälzlager 15 der Exzenterwelle 8 ist ebenfalls als Axialanschlagring
wirkend eine Nabe 22, von der die Anschlagscheibe 12 radial ausgeht, auf die Exzenterwelle
8 gepreßt und somit verdrehfest relativ zu dieser fixiert. Wie am besten aus der Figur
3 erkennbar ist, sind die Zylinder 4 und 5 gleichachsig und dabei quer zur Exzenterwelle
8 ausgerichtet und abgedichtet in das Gehäuse 3 eingebaut. Dabei enden beide Zylinder
4 und 5 an der Exzenterkammer 13. Die Kolben 6 und 7 sind in ihnen abgedichtet und
verschiebbar angeordnet. Ausgerichtet zu dem Exzenter 9 bzw. dem um diesen herum drehbar
gelagerten Außenring 18 weisen die Kolben 6 und 7 Kolbenenden 23 und 24 auf. Neben
den Kolbenenden 23 und 24 sind in die Kolben 6 und 7 Ringnuten 25 und 26 eingearbeitet,
so daß zwischen den Kolben 6 bzw. 7 und den Kolbenenden 23 bzw. 24 beispielsweise
zylindrische Kolbenhälse 27 bzw. 28 verbleiben.
[0011] Die Bügelfeder 11 ist hergestellt durch Biegen eines in der Figur 4 dargestellten
im wesentlichen streifenartig ausgebildeten Schnitteiles 29. Dabei besteht das Schnitteil
29 aus einem zur Herstellung von beispielsweise Blattfedern geeigneten Federwerkstoff.
Beispielsweise kann der Federwerkstoff eine thermisch behandelbare Stahlsorte sein.
[0012] Das Schnitteil 29 hat einen mittleren Bereich 30, an den sich ein erstes Bügelfederende
31 und gegenüberliegend ein zweites Bügelfederende 32 anschließen. Das erste Bügelfederende
31 ist gabelförmig ausgebildet und hat zu diesem Zweck zwei federnd ausgebildete Arme
33, 34 mit einer dazwischen befindlichen Ausnehmung 35, die von dem mittleren Bereich
30 ausgeht und dadurch die federnden Arme 33 und 34 bildet. Im Bereich der freien
Enden 36 bzw. 37 der federnden Arme 33 bzw. 34 weisen die Arme 33 bzw. 34 gegeneinander
gerichtete Vorsprünge 38 und 39 auf. Am Schnitteil 29 verbleibt zwischen den beiden
Vorsprüngen 38 und 39 ein Abstand, der kleiner ist als der Durchmesser des Kolbenhalses
27 des später zugeordneten Kolbens 6. Angrenzend an die Vorsprünge 38 und 39 ist die
Ausnehmung so geformt, daß sie später den Kolbenhals 27 mit oder ohne Spiel umgibt.
In gleichartiger Weise besitzt das zweite Bügelfederende 32 einen federnden Arm 34
mit einem Vorsprung 39 und einem freien Ende 37. Ein zweiter federnder Arm 33a des
zweiten Bügelfederendes 32 unterscheidet sich von dem federnden Arm 33 des ersten
Bügelfederendes 31 dadurch, daß, beginnend bei einem Vorsprung 38a, der gegenüberliegend
zum beschriebenen Vorsprung 39 angeordnet ist, ein Fortsatz 40 in der Verlängerung
des federnden Armes 33a angeformt ist. Der Fortsatz 40 hat ein freies Ende 36a, das
von dem zugeordneten Vorsprung 38a eine größere Entfernung hat als das freie Ende
37 des zweiten Bügelfederendes 32 von seinem Vorsprung 39. Wenn man von gabelartigen
Bügelfederenden spricht, so könnte man sich den Fortsatz 40 als eine verlängerte Gabelzinke
vorstellen.
[0013] Gegenüberliegend zu dem Vorsprung 38a des federnden Armes 33a ist der Fortsatz 40
beispielsweise geradlinig und parallel zu einer gedachten Verbindungslinie zwischen
den beiden Ausnehmungen 35 ausgebildet. Dabei liegt im vorliegenden Beispiel diese
gedachte Begrenzungslinie außerhalb des mittleren Bereichs 30 des Schnitteils 29.
In diesem Fall geht von dem mittleren Bereich 30 quer zur gedachten Verbindungslinie
der Ausnehmungen 35 ein weiterer Fortsatz 41 aus, der in der Verlängerung der genannten
Bezugskante des zuerst genannten Fortsatzes 40 endet.
[0014] Das beschriebene Schnitteil 29 wird gebogen, so daß die Bügelfeder 11 entsteht. Dieses
Biegen kann man sich, ausgehend von der Lage des Schnitteils 29 in der Figur 4, so
vorstellen, daß das erste Bügelfederende 31 und das zweite Bügelfederende 32 aus der
Darstellungsebene nach oben gebogen werden, wobei der mittlere Bereich 30 eine konkave
Krümmung zwischen den emporstehenden Bügelfederenden 31 und 32 erhält. Im genannten
Krümmungssinn des mittleren Bereichs 30 wird auch der erste Fortsatz 40 gebogen. In
dem beschriebenen gebogenen Zustand ist die Bügelfeder 11 auffindbar in der Figur
3. Dort ist der Fortsatz 40 gut sichtbar oberhalb des Außenrings 18 neben dem Kolbenende
24 des Kolbens 7. In der Figur 3 ist auch gut ersichtlich, daß die Vorsprünge 38 und
39 über den Kolbenhals 28 des Kolbens 7 greifen. In gleichartiger Weise greifen die
Vorsprünge 38, 39 des ersten Bügelfederendes 31 über den Kolbenhals 27 des Kolbens
6. Und schließlich zeigt die Figur 1 die Bügelfeder 11 und ihren Fortsatz 40 in einer
um 90° geklappten Zeichenebene mit Blickrichtung auf den Exzenter 9 und die dahinter
liegende und deshalb gestrichelt dargestellte Exzenterwelle 8. Schließlich zeigt die
Figur 2 den Kolbenhals 28 im Querschnitt sowie noch die federnden Arme 33a und 34,
wie sie an den Kolbenhals 28 angrenzen und mitsamt ihren Vorsprüngen 38 und 39 den
Kolbenhals 28 zwischen sich aufnehmen.
[0015] Beim Zusammenbauen der erfindungsgemäßen Hubkolbenpumpe werden zunächst die Zylinder
4 und 5 mit ihren Kolben 6 und 7 in das Gehäuse 3 eingebaut. Dann wird durch die Bohrung
14 hindurch die Bügelfeder 11 mit den freien Enden 36, 36a und 37 im wesentlichen
voraus gegen die Kolbenhälse 27, 28 bewegt und gedrückt, wodurch wegen der Vorsprünge
38, 38a und 39 die federnden Arme 33, 33a und 34 elastisch auseinander bewegt werden,
so daß die Vorsprünge 38 und 39 über die Kolbenhälse 27 und 28 gleiten und hinter
deren Mitten zusammenschnappen können. Dadurch sind die Kolbenhälse 27 und 28 in die
Bügelfederenden 31 und 32 eingerastet. Nunmehr wird die Bügelfeder 11 in die in den
Figuren 2 und 3 besonders gut sichtbare Ausrichtung geschwenkt. Danach kann die Exzenterwelle
8 mit dem hierfür konisch ausgebildeten Anschlagrig 21 voraus zwischen die Kolbenenden
23 und 24 eingeschoben werden, wobei die Bügelfeder 11 elastisch aufgeweitet wird.
Bei weiterer Bewegung der Exzenterwelle 8 gelangt schließlich der Außenring 18 zwischen
die Kolbenenden 23 und 24, wobei auch das Wälzlager 15 vollends in die Bohrung 14
eintaucht. Wie auf den Figuren 2 und 3 erkennbar ist, hat dann die Anschlagscheibe
12 ihren Platz angrenzend an die beiden Fortsätze 40 und 41. In der Figur 2 ist zwischen
diesen Fortsätzen 40 und 41 und der Anschlagscheibe 12 ein jeweils gleich großer Abstand
gezeichnet, der aber während des Betriebs der erfindungsgemäßen Hubkolbenpumpe nicht
beibehalten wird.
[0016] Zum Betrieb der erfindungsgemäßen Hubkolbenpumpe 2 wird der Exzenter 9 über die Exzenterwelle
8 mittels des nicht dargestellten Antriebsmotors vorzugsweise in einer Drehrichtung
angetriebenen, die in der Figur 1 mit dem auf die Anschlagscheibe 12 gezeichneten
Richtungspfeil 42 gekennzeichnet ist. Anders ausgedrückt: Während des Betriebs der
Kolbenpumpe 2 wandert ein auf der Anschlagscheibe 12 befindlicher Bezugspunkt vom
Kolben 7 weg zum freien Ende 36a des ersten Fortsatzes 40 und von da aus schließlich
zum gegenüberliegenden Kolben 6. Dies hat den Vorteil, daß dann, wenn das freie Ende
36a des Fortsatzes 40 aus irgendeinem Grund in Reibkontakt zur umlaufenden Anschlagscheibe
12 gerät, dem freien Ende 36a ein Impuls gegeben wird, der im Sinne eines Schwenkens
des Fortsatzes 40 um die Kolbenhälse 27 und 28 weg von der Anschlagscheibe 12 erfolgt.
Die entgegengesetzte Drehrichtung hätte zur Folge, daß anläßlich eines Reibkontaktes
des freien Endes 36a an der Anschlagscheibe 12 der Reibkontakt verstärkt werden könnte.
Um zu vermeiden, daß sich das freie Ende 36a ungewollt weit weg von der Anschlagscheibe
12 bewegen kann, ist der bereits beschriebene zweite Ansatz 41 angeordnet, der eine
Schwenkbewegung der Bügelfeder 11 um die Kolbenhälse 27 und 28 begrenzt durch Anschlagen
an der Anschlagscheibe 12.
[0017] Aus der Figur 2 und der oben stehenden Beschreibung geht also hervor, daß Schwenkbewegungen
bzw. Pendelbewegungen der Bügelfeder 11 um die Kolbenhälse 27 und 28 so begrenzt sind,
daß die Bügelfeder 11 keinen Kontakt mit dem Gehäuse 3 bekommt. Deshalb ist in erfindungswesentlicher
Weise das Abtragen von Werkstoff des Gehäuses 3 mittels der Bügelfeder infolge ihrer
periodischen Bewegungen unterbunden. Die Wichtigkeit dieser erfindungsgemäßen Maßnahme
soll noch durch den Hinweis unterstrichen werden, daß infolge nicht ausschließbarer
exzentrischer Kontakte der Kolbenfüße 23 und 24 mit dem um den Exzenter 9 drehbar
angeordneten Außenring 18 Verdrehungen der Kolben 6 und 7 und dadurch auch von deren
Kolbenhälsen 27 und 28 möglich sind. Es ist von Zufällen abhängig, welches Ausmaß
die Verdrehungen annehmen würden und in welchem Ausmaß infolge Reibschluß zwischen
den Kolbenhälsen 27 bzw. 28 und den Kolbenfüßen 23 bzw. 24 und den Bügelfederenden
31 bzw. 32 Schwenkbewegungen der Bügelfeder 11 dann anwachsen könnten, wenn keine
Schwenkwinkelbegrenzung stattfände. Zwar ist aus diesen genannten Gründen abwechselnder
Reibkontakt des ersten Fortsatzes 40 an der Anschlagscheibe 12 und des zweiten Fortsatzes
41 an dieser Anschlagscheibe 12 unvermeidbar, aber infolge der Herstellung der Bügelfeder
aus einem Federwerkstoff wie Stahl und der Anschlagscheibe 12 ebenfalls aus Stahl,
der beispielsweise gehärtet wird, ist ein Verschleiß so gering, daß ein vorzeitiger
Ausfall der Hubkolbenpumpe 2 vermieden wird.
[0018] Im Unterschied zur Bügelfeder 11 des ersten Ausführungsbeispiels sind gemäß den Figuren
5 und 6 Ausnehmungen 35a und 36a des zweiten Ausführungsbeispiels der Bügelfeder 11a
quer zum Krümmungsverlauf der Bügelfeder bzw. zur Hauptabmessung eines Schnitteiles
29a ausgerichtet. Infolge dieser Querausrichtung kann von einem Bügelfederende 32a
ausgehend in Umfangsrichtung ein breiterer Fortsatz 40a ausgehen. Ein mittlerer Bereich
30a des zweiten Ausführungsbeispiels kann ebenfalls einen Fortsatz 41a aufweisen,
der innerhalb der Hubkolbenpumpe gegen die Anschlagscheibe 12, die aus dem ersten
Ausführungsbeispiel entnehmbar ist, zeigt.
[0019] Im zweiten Ausführungsbeispiel sind gegeneinander gerichtete Vorsprünge 38b un 39b,
die die Ausnehmungen 35a begrenzen, beispielsweise soweit voneinander entfernt, daß
ein Kolbenhals 28a beispielsweise ohne Zwängen zwischen den Vorsprüngen 38b und 39b
hindurchbewegbar ist. Demzufolge ist es nicht notwendig, die Federbügelenden 31a und
32a in besonderer Weise elastisch auszubilden. An die Ausnehmungen 35a grenzen im
Grundriss kreisbogenartig verlaufende Kontaktflächen 45 an, die beispielsweise um
45° relativ zur Bezugsebene des Schnitteils 29a geneigt sind. Der eingeschlossene
Bogen kann beispielsweise im wesentlichen 270° umfassen.
[0020] Den in dieser Art hohlkegelig geformten Kontaktflächen 45 sind am jeweiligen Kolben
6a ausgehend von seinem Kolbenhals 28a nach Art einer Kugelschicht geformte Kolbenenden
24a angeformt.
[0021] Bei der Montage der Hubkolbenpumpe kann die Bügelfeder 11a mit den offenen Bereichen
ihrer Ausnehmungen 35a voraus und im wesentlichen parallel zur Bohrung 14 der Exzenterkammer
13 eingeführt werden, wodurch schließlich die Ausnehmungen 35a die Kolbenhälse 6a
aufnehmen. Während des Einführens kann deshalbb die Bügelfeder 11a eine Schwenkausrichtung
haben, die im wesentlichen mit der in der Figur 5 dargestellten Schwenkausrichtung
übereinstimmt. Deshalb kann im nächsten Arbeitsgang schon ein Axialanschlagring 21
und nachfolgend ein Exzenter 9 samt einem Außenring 18 zwischen die Kolben 6a eingeschoben
werden. Dabei nähert sich dann auch die Anschlagscheibe 12 der Bügelfeder 11a und
kann diese notfalls vollends ausrichten. Ein beim ersten Ausführungsbeispiel notwendiger
besonderer Arbeitsgang "Schwenken des Federbügels von Hand oder per Montageautomat"
wird für das zweite Ausführungsbeispiel nicht benötigt.
[0022] Im Betrieb der Hubkolbenpumpe wirken die kegeligen Kontaktflächen 45 und die kugelig
geformten Kolbenenden 24a nach Art von Kugelgelenken.
[0023] Ergänzend wird erwähnt, daß man die Ausrichtungen der Ausnehmungen 35 des ersten
Ausführungsbeispiels auch in das zweite Ausführungsbeispiel übertragen kann und umgekehrt.
Wahlweise kann man aber auch die Kolben 6a des zweiten Ausführungsbeispiels und die
zugehörige Form der Ausnehmungen 35a in das erste Ausführungsbeispiel übertragen.
Erkennbar sind also mittels der dargestellten Einzelmerkmale mehr als die beiden dargestellten
Ausführungsbeispiee gestaltbar.
1. Hubkolbenpumpe mit einem Gehäuse, mit im Gehäuse einander gegenüberliegend angeordneten
verschiebbaren Kolben, mit einem Exzenter zwischen den Kolben, mit einer den Exzenter
tragenden und antreibenden Exzenterwelle, mit in zu dem Exzenter gerichteten Kolbenenden
eingearbeiteten Ringnuten, die Kolbenhälse umgrenzen und mit einer Bügelfeder, die
in Umfangsrichtung des Exzenters gekrümmt ist und Ausnehmungen aufweisende Bügelfederenden
hat, die in die Ringnuten greifen und die Kolbenenden gegen den Exzenter drücken,
dadurch gekennzeichnet, daß exzenterwellenseitig von einem Bügelfederende im wesentlichen
in dessen Verlängerung ein im wesentlichen streifenartiger Fortsatz (40, 40a) ausgeht,
der sich neben einer zugeordneten und dabei quer zur Exzenterwelle (8) ausgerichteten
Anschlagscheibe (12) befindet, die aus verschleißarmen Werkstoff hergestellt ist und
als Schwenkwinkelbegrenzer für die Bügelfeder (11, 11a) wirkt.
2. Hubkolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagscheibe (12)
mit einer Habe (22) versehen ist, und daß die Habe (22) verdrehsicher mit der Exzenterwelle
(8) vereinigt ist.
3. Hubkolbenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagscheibe
(12) als ein aus Stahl gesintertes Bauteil ausgebildet und gehärtet ist.
4. Hubkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß von einem
zwischen den Bügelfederenden (31, 32) befindlichen im wesentlichen in Form eines Streifen
ausgebildeten mittleren Bereich (30) von derjenigen Seite, die zur Anschlagscheibe
(12) ausgerichtet wird, quer zum Streifen ein zweiter Fortsatz (41) ausgeht, und daß
beide Fortsätze (41, 41) an einer ersten Bezugsebene enden, die parallel verläuft
zu einer durch die Ausnehmungen (35) der Bügelfederenden (31, 32) gelegten zweiten
Bezugsebene.
5. Hubkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Ausnehmungen (35) gegeneinander gerichtete Vorsprünge (38, 39) vorhanden sind, die
nach Art von Schnappverbindungen um die Kolbenhälse (27, 28) greifen.
6. Hubkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen
(35, 35a) in Umfangsrichtung der Bügelfeder (11a) verlaufend ausgerichtet sind.
7. Hubkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen
(35a) quer zur Umfangsrichtung der Bügelfeder (11, 11a) angeordnet sind.
8. Hubkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ausgehend
von Kolbenhälsen (28a) die Kolbenenden (24a) nach Art von Kugelschichten geformt sind,
und daß in Ausrichtungen zu den Kolbenenden (24a) die Ausnehmungen (35a) kreisbogenartig
verlaufende Konaktflächen aufweisen.