| (19) |
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(11) |
EP 0 667 247 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.12.1998 Patentblatt 1998/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.1995 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B42B 4/02 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Kontrolle von kontinuierlich geförderten Druckprodukten
Method and means for controlling continuously conveyed printed articles
Procédé et dispositif pour le contrôle de produits imprimés transportés en continu
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE GB LI |
| (30) |
Priorität: |
09.02.1994 CH 375/94
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.08.1995 Patentblatt 1995/33 |
| (73) |
Patentinhaber: Ferag AG |
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8340 Hinwil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Stauber, Hans-Ulrich
CH-8624 Grüt (CH)
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| (74) |
Vertreter: Frei, Alexandra Sarah |
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Frei Patentanwaltsbüro
Postfach 768 8029 Zürich 8029 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 205 144 US-I- T 958 003
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GB-A- 2 077 651
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiete der Verarbeitung von Druckprodukten und betrifft
ein Verfahren und eine Vorrichtung nach den entsprechenden Patentansprüchen zur Kontrolle
von kontinuierlich geförderten Druckprodukten.
[0002] Druckprodukte werden während ihrer Weiterverarbeitung, die beispielsweise Schritte
wie Falten, Schneiden, Sammeln, Kleben und/oder Heften umfassen kann, zur möglichsten
Vermeidung von fehlerhaften Produkten oder zu deren Ausschleusung möglichst schnell
nach Entstehen des Fehlers mannigfach kontrolliert, wobei die Druckprodukte vorteilhafterweise
ohne Beeinträchtigung ihrer kontinuierlichen Förderung durch irgend eine Art von Sensoranordnung
überwacht werden. Dabei gibt es Sensoranordnungen, die berührungslos arbeiten (Lichtschranken,
Bildaufnahme- und Bildverarbeitungsmethoden, Induktionsmessungen etc.) und Sensoranordnungen,
mit denen das Druckprodukt abgetastet wird (mechanische Taster, Dickenmessungen etc.).
In vielen Fällen, in denen sowohl Kontrollmethoden mit berührungslosen Sensoranordnungen
als auch solche ohne Berührung denkbar sind, wird die berührungslose Methode vorgezogen,
obschon diese in vielen Fällen aufwendiger ist; dies insbesondere für Kontrollen von
mit hoher Geschwindigkeit geförderten, empfindlichen Produkten, weil durch die berührungslose
Kontrolle jede Markierungs- oder Beschädigungsgefahr für das empfindliche Produkt
ausgeschlossen werden kann.
[0003] Ein Beispiel einer derartigen berührungslosen Kontrolle von kontinuierlich geförderten
Druckprodukten ist die Kontrolle einer Drahtheftung durch eine berührungslose Induktionsmessung
der Heftstelle, die bei Vorhandensein einer an der vorgegebenen Heftstelle in vorgegebener
Art angebrachten, metallischen Heftklammer ein anderes Messresultat liefert als bei
deren Fehlen. Diese Kontrolle der Heftung ist berührungslos und es besteht absolut
keine Gefahr, dass damit die Druckprodukte, auch wenn sie sehr schnell gefördert werden,
irgendwie unerwünscht markiert oder beschädigt werden könnten. Diese berührungslose
Kontrolle ist aber nicht nur aufwendig sondern auch in vielen Fällen unzuverlässig,
wie in den nächsten Abschnitten dargelegt werden soll.
[0004] Gefaltete Bogen werden beispielsweise auf einer sich kontinuierlich bewegenden, sattelartigen
Auflage gesammelt, derart, dass die Faltkanten der gesammelten Bogen über der Sattellinie
(oder über einer schmalen Sattelfläche) der Auflage übereinander liegen und die beiden
Faltteile auf beiden Seiten der Sattellinie angeordnet sind. Die fertig gesammelte,
heftförmige Gruppe von gefalteten Bogen wird dann mit der Auflage durch mindestens
eine Heftstation geführt, wo sie mit mindestens einer Heftklammer aus Draht zusammen
geheftet wird. Dabei wird üblicherweise die Klammer (beidseitig abgewinkeltes Drahtstück)
von der Aussenseite der Faltkante durch die Gruppe von Bogen getrieben und auf der
Innenseite der Faltkante geschlossen, indem die abgewinkelten Drahtenden durch die
Sattelfläche der Auflage oder durch entsprechend eingeführte Umbiegewerkzeuge gegeneinander
gebogen werden. Durch den Heftvorgang entsteht aus einer Mehrzahl heftförmig auf der
Auflage angeordneter, gefalteter Bogen ein geheftetes Druckprodukt, wobei die Heftklammer
oder Heftklammern über der Sattellinie der Auflage angeordnet sind. Zur Kontrolle
der Heftung wird nun die Auflage mit dem gehefteten Druckprodukt in den Bereich eines
Sensors geführt, der durch eine Induktionsmessung den auf der Aussenseite der Faltkante
liegenden Teil der Heftklammer berührungslos kontrolliert.
[0005] Die Kontrolle der Heftung durch eine auf den Heftvorgang folgende Induktionsmessung
im Bereiche der Heftstelle ist, wie bereits erwähnt, aufwendig und bringt verschiedenste
Schwierigkeiten mit sich. Einerseits ist das Messresultat empfindlich abhängig von
der genauen Distanz zwischen der Heftklammer und dem Messkopf, wobei aber diese Distanz
nicht nur von der Dicke (Anzahl und Dicke der gesammelten Bogen) der zusammezuheftenden
Gruppe von Bogen sondern insbesondere auch von der genauen Form der Heftklammer im
fertig gehefteten Produkt bestimmt wird. Dabei kann der Abstand zwischen Messkopf
und zu erfassendem Klammerteil für bestimmte zu verheftende Produkte zwar eingestellt
werden, nicht aber für eine genaue Klammerform, da diese durch Variationen im Umbiegevorgang
der Klammern von Produkt zu Produkt auch bei einer an sich gleichen Produktedicke
variieren kann. Andererseits ist die induktive Messung sehr empfindlich störbar durch
andere, metallische Teile der gesamten Anordnung (beispielsweise die Auflage selbst
oder Teile davon) und insbesondere durch andere, nicht zu kontrollierende Heftklammern,
mit denen beispielsweise Untergruppen der gesammelten Bogen bereits vorgängig zusammengeheftet
wurden und deren Position auf der Länge der Faltkante unter Umständen nicht genau
definiert ist.
[0006] Weitere Beispiele derartiger Schwierigkeiten mit berührungslosen Kontrollmethoden,
insbesondere mit induktiven Messmethoden, bestehen auch auf anderen Gebieten der Weiterverarbeitung
von Druckprodukten.
[0007] Eine Kontrollmethode zur Kontrolle einer Heftung von Druckprodukten ist in der Publikation
US-T958003 beschrieben. Gemäss dieser Methode sind die Pressbacken, mit denen eine
Heftklammer geschlossen, d.h. zusammengepresst wird, Teile eines offenen Stromkreises,
der durch eine momentan von den Backen bearbeitete Heftklammer geschlossen wird. Ein
im Stromkreis fliessender Strom wird als Kontrollsignal weiterverwendet. Das Druckprodukt
an sich wird bei der Kontrolle nicht berührt. Eine von der Heftung unabhängige Kontrolle
ist nicht möglich.
[0008] Die Erfindung stellt sich aus diesem Grunde die Aufgabe, ein Verfahren zur Kontrolle
von kontinuierlich geförderten Druckprodukten zu schaffen sowie eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens, wobei mit dem Verfahren und der Vorrichtung die Vorteile
einer berührungslosen Kontrolle (keine Markierungs- oder Beschädigungsgefahr) mit
den Vorteilen einer Kontrolle durch Berührung (Einfachheit, verminderte Störanfälligkeit)
verbunden werden können.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch Verfahren und Vorrichtung, wie sie in den Patentansprüchen
definiert sind.
[0010] Die Grundidee des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, eine gleichzeitige
Berührung zwischen einem kontinuierlich geförderten Kontaktobjekt (Druckprodukt oder
Auflage) und zwei quasi stationären Leiterteilen eines offenen Stromkreises mit einer
Spannungsquelle (Wechsel- oder Gleichspannung) herbeizuführen, wobei im Stromkreis
ein Strom erzeugt wird, wenn das Kontaktobjekt (oder wenigstens die an der Berührung
beteiligte Oberfläche davon) elektrisch leitend ist. Der Stromkreis wird nach an sich
bekannten elektrischen und elektronischen Methoden überwacht, und bei fehlerbedingtem
Abweichen des zeitlichen Verhaltens des im Stromkreis fliessenden Stromes von einem
Sollverhalten werden in ebenfalls bekannter Weise Alarm-und/oder Steuersignale erzeugt,
mit denen auf Fehler aufmerksam gemacht wird oder fehlerhafte Produkte ausgeschleust
werden.
[0011] Das Kontaktobjekt ist dabei, wie im folgenden noch detailliert beschrieben werden
soll, beispielsweise die Heftstelle auf der Faltkante eines Druckproduktes (im fehlerfreien
Falle: metallische Heftklammer) oder ein durch eine Lücke im Druckprodukt oder durch
eine entsprechende Positionierung des Druckproduktes im fehlerfreien Falle freiliegende
Stelle einer metallischen Auflage. In diesen beiden Fällen wird nicht das Druckprodukt
an sich abgetastet (keine Markierungs- oder Beschädigungsgefahr) sondern die Heftklammer
als wenig empfindlicher Teil oder die Auflage. Das Druckprodukt selbst wird nur im
Falle eines Fehlers (keine Heftklammer, keine Lücke, falsche Position), also im Ausnahmefall
abgetastet, wobei das berührte, fehlerhafte Produkt eventuell sogar aus der Weiterverarbeitung
ausgeschleust wird, sodass eine Beschädigung oder Markierung durch die Berührung nicht
relevant ist. Für weniger empfindliche Druckprodukte kann das erfindungsgemässe Verfahren
aber selbstverständlich auch ausgeweitet werden auf Anwendungen, in denen das Druckprodukt
an sich abgetastet wird, also beispielsweise als Kontrolle der Anwesenheit eines Produktes
auf einer metallischen Auflage oder ähnliches.
[0012] Die Grundidee des erfindungsgemässen Verfahrens sowie Anwendungen davon und beispielhafte
Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung sollen im Zusammenhang mit den
folgenden Figuren im Detail beschrieben werden. Dabei zeigen:
- Figur 1
- ein Schema des erfindungsgemässen Kontrollverfahrens und einer Ausführungsform der
erfindungsgemässen Vorrichtung;
- Figur 2
- ein Schema einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung;
- Figur 3
- ein Detail einer beispielhaften Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung
zur Kontrolle der Heftung von kontinuierlich geförderten Druckprodukten als Draufsicht
senkrecht zur Förderrichtung der kontinuierlich geförderten Produkte;
- Figur 4
- die Vorrichtung gemäss Figur 3 in Anwendung an einer Verarbeitungstrommel mit Heftvorrichtung;
- Figur 5
- eine weitere, beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung zur
Kontrolle der Heftung von kontinuierlich geförderten Druckprodukten;
- Figuren 6a bis 6c
- Schemata von weiteren Anwendungen des erfindungsgemässen Verfahrens und der erfindungsgemässen
Vorrichtung.
[0013] Figur 1 zeigt schematisch das erfindungsgemässe Verfahren und eine beispielhafte Ausführungsform
der erfindungsgemässen Vorrichtung. Es handelt sich dabei als Beispiel um eine Anordnung
zur Kontrolle der Heftung von auf sattelförmigen Auflagen kontinuierlich geförderten
Druckprodukten. Die Auflagen dienen einerseits als Fördermittel, andererseits als
Gegenlager für die Abtastung. Die Figur zeigt den in Richtung S geförderten Strom
von Druckprodukten 1 (1.1 bis 1.n), wobei die Produkte als Draufsicht gegen die Sattellinie
oder Sattelfläche der nicht gezeigten Auflagen dargestellt sind. Jedes Produkt weist
je eine Heftklammer 2 (2.1 bis 2.n) auf. Im Bereiche des Produktestromes ist ein offener
Stromkreis 10 mit zwei Leiterteilen 10.1 und 10.2, einer Spannungsquelle 11 und einer
zugeschalteten Mess- und Verarbeitungseinheit 12 angeordnet. Die beiden Leiterteile
bilden eine Messlücke, an der die Druckprodukte derart vorbeigefördert werden, dass
jede ordnungsgemäss angebrachte Heftklammer 2 (2.1 bis 2.n) von beiden Leiterteilen
gleichzeitig berührt wird und dadurch der Stromkreis über die Messlücke geschlossen
wird, sodass darin ein Strom fliesst.
[0014] Der zu erwartende zeitliche Verlauf 3 der Stromstärke im Stromkreis 10 ist unterhalb
der Kontrollanordnung als Darstellung der Stromstärke I gegen die Zeit t dargestellt.
Dieser Verlauf zeigt für jedes Produkt einen Ausschlag (3.1 bis 3.n) der Stromstärke.
Fehlt dieser Ausschlag für ein Produkt, bedeutet dies, dass am Produkt die Heftklammer
fehlt. Ein fehlender Ausschlag kann bei nicht leitender Auflage auch das Fehlen des
Produktes bedeuten. Die Mess- und Verarbeitungseinheit 12 misst den zeitlichen Verlauf
des im Stromkreis fliessenden Stromes, vergleicht die Messung mit einem Sollverlauf
und generiert bei Abweichungen Steuersignale, mit denen beispielsweise eine Weiche
13 zur Ausschleusung von fehlerhaften Produkten gestellt oder eine Klammer mit einem
fehlerhaften Produkt geöffnet wird, oder Alarmsignale, mit denen beispielsweise eine
Alarmleuchte 14 aktiviert wird. Anwendbare Mess- und Verarbeitungseinheiten sind an
sich bekannt und brauchen an dieser Stelle deshalb nicht detailliert beschrieben zu
werden.
[0015] Damit auch nicht ordnungsgemäss angebrachte Heftklammern (z.B. schiefe oder verschobene
Heftklammern) möglichst als Fehler detektiert werden können, ist es vorteilhaft, die
Messlücke zwischen den beiden Leiterteilen 10.1 und 10.2 möglichst breit vorzusehen,
damit beispielsweise eine schief liegende Heftklammer keinen Kontakt zwischen den
beiden Leiterteilen erzeugt und als Fehler registriert wird.
[0016] Weist das zu kontrollierende Druckprodukt mehrere Heftklammern auf, werden diese
von je einer separaten erfindungsgemässen Vorrichtung kontrolliert, wobei diese Vorrichtungen
entlang der Förderrichtung der Druckprodukte an derselben Stelle oder hintereinander
angeordnet sein können. Es ist dabei möglich, mehrere Stromkreise auf dieselbe Mess-
und Verarbeitungseinheit zu schalten.
[0017] Es gibt auch Verarbeitungsverfahren, in denen Bogen in noch nicht gefaltetem Zustand
geheftet und dann gefaltet werden. Zur Kontrolle der Heftung nach der Faltung kann
das im Zusammenhang mit der Figur 1 beschriebene Verfahren zur Anwendung kommen.
[0018] Wenn die Position der Druckprodukte oder der zu kontrollierenden Heftklammern senkrecht
zur Förderrichtung S variieren kann, kann der in der
Figur 2 schematisch dargestellte, offene Stromkreis zur Anwendung kommen, der mehrere, beispielsweise
sieben, über den möglichen Bereich der Heftklammern (20 bis 23) verteilte Leiterteile
10.3 bis 10.9 aufweist, wobei diese abwechslungsweise mit dem einen oder anderen Pol
der Spannungsquelle 11 verbunden sind. Die Breite der Messlücken zwischen den Leiterteilen
soll dabei kleiner sein als die halbe Breite der Heftklammern.
[0019] Figur 3 zeigt mit derselben Blickrichtung wie Figur 1 ein Detail einer beispielhaften Ausführungsform
der erfindungsgemässen Vorrichtung. Sie ist wiederum in der Anwendung zur Kontrolle
einer Heftung dargestellt, wobei vom Druckprodukte-Förderstrom nur die Heftstelle
eines Druckproduktes 1 dargestellt ist, dessen Heftklammer 2 eben von den beiden Leiterteilen
10.1 und 10.2 abgetastet wird. Die beiden Leiterteile 10.1 und 10.2 bestehen vorteilhafterweise
aus einem federnden Material und sind derart angeordnet, dass sie durch die Heftklammer
2 leicht aus ihrer Ruhelage gegen die Federkraft (in der Figur 3 senkrecht zur Papierebene)
ausgelenkt werden, derart, dass Heftklammer 2 und Leiterteile 10.1 und 10.2 während
der Abtastung durch die Federkraft leicht gegeneinander gepresst werden.
[0020] Die beiden Leiterteile 10.1 und 10.2 sind auf einem elektrisch isolierenden Montageblock
4 montiert, dessen Position parallel zu den Faltkanten der zu kontrollierenden Produkte
und dessen Winkel zur Förderrichtung S (senkrecht zur Papierebene) durch eine Verschiebung
auf oder eine Drehung um eine Welle 5 einstellbar ist. Mit einer derartigen Einstellung
kann die Vorrichtung für verschiedene Heftklammerpositionen und für verschiedene Produktedicken
und Berührungsdrücke eingestellt werden.
[0021] Figur 4 zeigt schematisch die Anwendung der Vorrichtung gemäss Figur 3 an einer Verarbeitungstrommel,
beispielsweise einer Sammeltrommel wie sie beispielsweise in den europäischen Patentschriften
Nr. EP-0546326 (F319) und EP-0550828 (F321) derselben Anmelderin beschrieben ist.
In einer derartigen Verarbeitungstrommel 6 werden die gefalteten Bogen 1 auf sattelförmigen
Auflagen 7 gesammelt, wobei sie sich um den Trommelumfang und gleichzeitig auch in
achsialer Richtung gegen das Ausgangsende der Trommel bewegen. Dabei werden die Druckprodukte
mindestens auf der Unterseite der Trommel durch entsprechende Haltemittel auf den
Auflagen festgehalten. In jedem Umgang kann ein weiterer Bogen zugeführt werden, in
einem auf die Zuführungsumgänge folgenden Umgang wird durch eine Heftvorrichtung 8
geheftet und durch eine erfindungsgemässe Kontrollvorrichtung 10 die Heftung kontrolliert.
Anschliessend werden die gehefteten Produkte meist mittels Greiofer entnommen.
[0022] Die Figur 4 zeigt einen schematischen Schnitt durch die Verarbeitungstrommel und
zwar im Bereiche der Heft- und Kontrollvorrichtung. Die Heftvorrichtung 8 und die
Kontrollvorrichtung 10 sind in Förderrichtung S der Druckprodukte am Umfang der Trommel
vorteilhafterweise unmittelbar nacheinander angeordnet. Am Ausgang der Trommel kann
eine Weiche (nicht dargestellt) vorgesehen sein, mit deren Hilfe fehlerhaft geheftete
Produkte ausgeschleust werden, oder die entnehmenden Greifer sind derart gesteuert,
dass ein ein fehlerhaftes Produkt entnehmender Greifer sich über einer Deponiestelle
öffnet und das fehlerhafte Produkt fallen lässt.
[0023] Aus der Figur 4 wird auch deutlich, dass durch die bereits im Zusammenhang mit der
Figur 3 beschriebene Einstellung der Vorrichtung 10 um die Welle 5 der Berührungsdruck
der federnden Leiterteile 10.1/2 eingestellt werden kann. Damit die Leiterteile durch
die sich auf dem Umfang der Trommel bewegenden Druckprodukte auch für einen relativ
hohen Berührungsdruck nicht allzu weit aus ihrer Ruheposition ausgelenkt werden müssen,
was eine unerwünscht starke Rückfederung zur Folge haben könnte, ist es vorteilhaft,
eine, wenn erwünscht, vorgespannte Ruheposition durch einen Anschlag 9 zu definieren.
Mit einem derartigen Anschlag, der vorteilhafterweise einstellbar ist, lässt sich
der Hub der Leiterteile auf ein Minimum beschränken.
[0024] In den Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss den Figuren 1
bis 4 bewegen sich die Druckprodukte, während der offene Stromkreis, insbesondere
die Leiterteile stationär sind. Dies führt während der Abtastung zu einer reibenden
Relativbewegung zwischen Leiterteilen und Kontaktobjekt (z.B Heftklammer), die für
die Erstellung des elektrischen Kontaktes vorteilhaft ist, da einen derartigen Kontakt
störende Oxidschichten dadurch entfernt werden. Für sehr schnell bewegte Druckprodukte,
für die diese Relativbewegung ebenfalls sehr schnell ist, mag diese eine nachteilige
Auswirkungen haben, sodass der Wunsch besteht, durch ein beschränktes Mitbewegen der
Leiterteile die reibende Bewegung zu verlangsamen oder gar zu unterbinden. Figur 5
zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung, in der die Geschwindigkeit
der Reibbewegung nicht gleich der Geschwindigkeit der Produkteförderung ist.
[0025] Figur 5 zeigt also eine beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung,
bei der auch die Leiterteile bewegt werden. Die Vorrichtung ist mit Blickrichtung
senkrecht zur Förderrichtung S (Umfang einer Verarbeitungstrommel) der Druckprodukte
dargestellt, wobei nur ein Druckprodukt 1 gezeigt wird, das eben durch die Leiterteile
abgetastet wird, und dessen Verlauf F um die Verarbeitungstrommel angedeutet ist.
Die beiden Leiterteile sind durch Drähte realisiert, die parallel zueinander angeordnet
sind und von denen in der Figur nur der eine (50) sichtbar ist. Die Drähte 50 sind
mit Hilfe von mindestens zwei elektrisch isolierten Doppelrollen 51.1 bis 51.4, die
an äquidistanten Armen eines sternförmigen, rotierend (Pfeil R) angetriebenen Trägerkörpers
52 angeordnet sind, in frei gespannten Längen 50.1 bis 50.4 vorteilhafterweise federnd
aufgezogen. Die beiden Drähte können dabei in sich geschlossen sein oder nicht, wie
dargestellt. Die Federung der Drähte wird realisiert durch eine federnde Befestigung
53 mindestens einer Trägerrolle und/oder durch je eine in den Drahtverlauf integrierte
Feder 54, durch die die Drahtlänge federnd variierbar wird. Es mag auch sein, dass
die Elastizität der Drähte an sich für die gewünschte Federwirkung genügend ist, sodass
keine zusätzlichen Federmittel vorzusehen sind.
[0026] Der Trägerkörper 52 ist derart im Bereiche des Produktestromes (Verlauf F) angeordnet,
dass die Druckprodukte 1, bzw. deren Heftklammer 2 mit je einer frei gespannten Länge
50.3 beider Drähte 50 in Berührung bringbar ist, derart, dass die Drähte gegen eine
elastische oder durch eine Feder ausgeübte Kraft gegen die Auflage mit dem Druckprodukt
gepresst werden. Die Rotation R des Trägerkörpers 52 ist dabei derart eingestellt,
dass sich die jeweils für die Abtastung bestimmte Drahtlänge (50.3) in derselben Richtung
bewegt wie das abzutastende Druckprodukt und mit einer Geschwindigkeit, die sich von
der Fördergeschwindigkeit der Druckprodukte um die Geschwindigkeit der gewünschten
Reibbewegung unterscheidet, und dass in den Zwischenräumen zwischen zwei Druckprodukten
die folgende Trägerrolle (51.2) durch den Produktestrom bewegt wird, sodass die nächste
freigespannte Drahtlänge (50.2) mit dem nächsten Druckprodukt (bzw. dessen Heftklammer)
in Berührung bringbar wird.
[0027] Der Trägerkörper 52 ist für seine Rotation R mit einem entsprechenden Antrieb wirkverbunden.
Die elektrische Verbindung zwischen den mit dem Trägerkörper rotierenden Drähten 50
und den restlichen, stationären Teilen des offenen Stromkreises wird in bekannter
Weise über Schleifer oder Bürsten realisiert, was in der Figur nicht dargestellt ist.
Es ist dabei ohne weiteres möglich, dass die Schleifer oder Bürsten derart angeordnet
sind, dass sie nur solange Kontakt zwischen den Drähten 50 und den anderen Teilen
des Stromkreises herstellen, wie jeweils eine frei gespannte Drahtlänge mit einer
Auflage und einem Druckprodukt in Interaktion steht oder wie für eine sinnvoll auswertbare
Messung notwendig ist.
[0028] Figuren 6a bis 6c zeigen noch schematisch weitere Anwendungen des erfindungsgemässen Verfahrens. Dabei
ist jeweils von links nach rechts ein Druckprodukt vor einem zu kontrollierenden Verarbeitungsschritt
und danach dargestellt, sowie ein Druckprodukt das eben mit der Kontrollvorrichtung
in Interaktion steht. Für alle dargestellten Verfahrensanwendungen ist es unumgänglich,
dass die Druckprodukte auf einer metallischen oder mindestens teilweise metallischen
Auflage gefördert werden.
[0029] Figur 6a zeigt die Kontrolle einer Lochung von Druckprodukten. Schematisch weist das zu kontrollierende
Druckprodukt ein Loch oder eine Lücke 60 auf, in deren Ausdehnung quer zur Förderrichtung
die beiden abtastenden Leiterteile 10.1 und 10.2 angeordnet sind. Ist die Lücke vorhanden,
berühren die beiden Leiterteile an der Stelle der Lücke die metallische Unterlage
und wird der Stromkreis geschlossen, ist die Lücke nicht vorhanden, berühren die Leiterteile
das Druckprodukt und wird der Stromkreis nicht geschlossen. Ist das Druckprodukt auf
einer sattelförmigen Auflage derart angeordnet, dass die Lücke über der Sattellinie
positioniert ist, wird ein ordnungsgemässes Druckprodukt selbst nicht abgetastet (nur
die Auflage unter der Lücke).
[0030] Figur 6b zeigt die Kontrolle eines Kantenschnittes. Die beiden abtastenden Leiterteile sind
ausserhalb der beschnittenen Kante 61 angeordnet und tasten bei einem ordnungsgemäss
beschnittenen Druckprodukt nicht das Produkt sondern die metallische Auflage ab, wodurch
der Stromkreis geschlossen wird. Bei einem fehlerhaften Produkt wird der Stromkreis
nicht geschlossen, da mindestens von einem Leiterteil das Produkt selbst abgetastet
wird.
[0031] Figur 6c zeigt noch die Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens zur Kontrolle der Anwesenheit
eines zugeführten Produktes. Ist das Produkt vorhanden, wird der Stromkreis nicht
geschlossen, ist es nicht vorhanden, wird er durch die metallische Auflage geschlossen.
In dieser Anwendung wird jedes ordnungsgemäss anwesende Druckprodukt abgetastet, das
heisst, es handelt sich hier um eine Kontrolle, die mit einer Berührung des Druckproduktes
an sich verbunden ist und sich für empfindliche Druckprodukte nicht eignet.
[0032] In derselben Weise, wie in den Figuren 6a bis 6c dargestellt, sind weitere Anwendungen
des erfindungsgemässen Verfahrens und der erfindungsgemässen Vorrichtung denkbar.
Die Kontrolle kann sich auch beispielsweise auf metallische Beschichtungen, deren
Ausmasse oder Position beziehen. Die Anordnung der abtastenden Leiterteile ist dabei
nicht zwingend derart, dass die durch das metallische Kontaktelement zu schliessende
Messlücke im wesentlichen quer zur Förderrichtung angeordnet zu sein braucht. Auch
abtastende Leiter, die durch ein metallisches Kontaktelement mit einer Ausdehnung
in Förderrichtung kontrollieren, sind ohne weiteres denk- und realisierbar.
1. Verfahren zur Kontrolle von Druckprodukten (1), wobei die Druckprodukte auf mindestens
eIner sich in Förderrichtung bewegenden Auflage kontinuierlich nacheinander in den
Bereich eines offenen Stromkreises (10) mit mindestens zwei Leiterteilen (10.1/10.2,
50) und einer Spannungsquelle (11) gefördert werden, wobei die mindestens zwei Leiterteile
(10.1/10.2, 50) für eine Abtastung gleichzeitig gegen die Auflage gepresst werden,
derart, dass der Stromkreis geschlossen wird und darin ein Strom fliesst, wenn der
Bereich zwischen den Leiterteilen metallisch ist, und wobei der zeitliche Verlauf
(3) des im Stromkreis fliessenden Stromes überwacht und bei Abweichungen von einem
Sollverlauf Alarm- und/oder Steuersignale generiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckprodukte (1) auf voneinander beabstandeten, sattelförmigen Auflagen
(7) aufliegend gefördert werden und dass jede Auflage (7) oder das darauf geförderte
Druckprodukt (1) im Bereich der Sattellinie oder Sattelfläche durch die Leiterteile
(10.1, 10.2, 50) abgetastet wird, wobei die Leiterteile während der Abtastung durch
die vorbeigeförderten Auflagen (7) gegen eine Federkraft aus einer Ruhelage ausgelenkt
und dadurch gegen die Sattellinie oder Sattelfläche gepresst werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Leiterteile (50) sich während der Abtastung in derselben Richtung
bewegen wie ein zu kontrollierendes Druckprodukt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der abgetastete Bereich des zu kontrollierenden Druckproduktes (1) eine Heftstelle
ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Leiterteile (10.1/10.2, 50) einen metallischen Bereich
der Auflage (7) abtasten, der von einem fehlerfreien Druckprodukt nicht bedeckt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der abgetastete Bereich der Auflage in einer Lücke (60) des Druckproduktes
oder unmittelbar neben dem Druckprodukt angeordnet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Leiterteile (10.1/10.2) durch Abtastung von Druckprodukten
auf einer metallischen Auflage (7) deren Präsenz oder Position auf der Auflage kontrollieren
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, welche
Vorrichtung einen offenen Stromkreis (10) mit mindestens zwei Leiterteilen (10.1,/10.2,
50) und mit einer Spannungsquelle (11), eine Mess- und Verarbeitungseinheit (12) zur
Messung eines Stromes im Stromkreis (10) und zur Verarbeitung eines entsprechenden
Messsignals zu einem Alarm- oder Steuersignal aufweist und mindestens eine Auflage,
auf der Druckprodukte (1) kontinuierlich und nacheinander in den Bereich der Leiterteile
(10.1,/10.2, 50) förderbar sind, wobei die Leiterteile gegen die mindestens eine Auflage
pressbar sind dadurch gekennzeichnet, dass zur kontinuierlichen Förderung der Druckprodukte (1) eine Mehrzahl von sattelförmigen
Auflagen (7) vorgesehen ist und dass die Leiterteile (10.1,/10.2, 50) derart angeordnet
sind, dass sie zur Pressung gegen die sattelförmigen Auflagen (7) durch diese gegen
eine Federkraft aus einer Ruheposition auslenkbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Stromkreis mehr als zwei Leiterteile (10.3 bis 10.9) aufweist, deren
Enden im wesentlichen auf einer Linie angeordnet sind und die abwechselnd mit dem
einen oder dem andern Pol der Spannungsquelle verbunden sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterteile (10.1, 10.2) aus einem federnden Material bestehen und auf
der dem Abtastungsbereich entgegengesetzten Ende auf einem elektrisch isolierenden
Trägerkörper (4) montiert sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Trägerkörper (4) eine Welle (5) angebracht ist, dass die Welle (5) ortsfest
montiert ist und dass der Trägerkörper (4) entlang der Welle (5) und um diese Welle
(5) einstellbar positionierbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich einen Anschlag (9) zur Begrenzung des Hubes der Leiterteile
aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Leiterteile Drähte (50) sind, die parallel zueinander über an den
Armen eines sternförmigen Trägerkörpers (52) angebrachte, elektrisch isolierende Rollen
(51.1 bis 51.4) gespannt sind und dass der Trägerkörper (52) zur Erzeugung einer Rotation
mit einem Antrieb wirkverbunden ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Rollen zur federnden Anpressung der Drähte (50) auf ein
Druckprodukt oder eine Auflage mit einer federnden Befestigung (53) auf dem Trägerkörper
montiert ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass in jeden Draht (50) zur federnden Anpressung des Drahtes auf ein Druckprodukt
oder eine Auflage eine Feder (54) integriert ist.
15. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14 zur Kontrolle einer Heftung
mit metallischen Heftklammern.
16. Verwendung nach Anspruch 15 mit einer Verarbeitungstrommel, der auch eine Heftvorrichtung
zugeordnet ist.
1. Method for monitoring printed products (1), the printed products being conveyed continuously,
one after another, on at least one rest which moves in the conveying direction, into
the region of an open circuit (10) having at least two conductor parts (10.1/10.2,
50) and a voltage source (11), the at least two conductor parts (10.1/10.2, 50) being
pressed simultaneously against the rest, for a sensing action, in such a way that
the circuit is closed and a current flows in it if the region between the conductor
parts is metallic, and the time profile (3) of the current flowing in the circuit
being monitored and, in the event of deviations from a reference profile, alarm and/or
control signals being generated, characterized in that the printed products (1) are
conveyed so that they rest on saddle-like rests (7) that are spaced apart from one
another, and in that each rest (7) or the printed product (1) conveyed on it is sensed
by the conductor parts (10.1/ 10.2, 50) in the region of the saddle line or saddle
area, the conductor parts, during the sensing, being deflected out of a rest position,
counter to a spring force, by the rests (7) that are conveyed past, and as a result,
being pressed against the saddle line or saddle area.
2. Method according to Claim 1, characterized in that during the sensing, the two conductor
parts (50) move in the same direction as a printed product to be monitored.
3. Method according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the sensed region
of the printed product (1) to be monitored is a stapling point.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the at least two conductor
parts (10.1/10.2, 50) sense a metallic region of the rest (7) which is not covered
by a fault-free printed product.
5. Method according to Claim 4, characterized in that the sensed region of the rest is
arranged in a gap (60) in the printed product or immediately alongside the printed
product.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that by sensing printed
products on a metallic rest (7), the at least two conductor parts (10.1/10.2) monitor
their presence or position on the rest.
7. Device for implementing the method according to one of Claims 1 to 6, which device
has an open circuit (10) with at least two conductor parts (10.1/10.2, 50) and with
a voltage source (11), has a measuring and processing unit (12) for measuring a current
in the circuit (10) and for processing a corresponding measurement signal to form
an alarm or control signal, and at least one rest on which printed products (1) can
be conveyed continuously and one after another into the region of the conductor parts
(10.1/10.2, 50), it being possible to press the conductor parts against the at least
one rest, characterized in that, in order to convey the printed products (1) continuously,
a plurality of saddle-like rests (7) is provided, and in that the conductor parts
(10.1/10.2, 50) are arranged in such a way that, in order to press them against the
saddle-like rests (7), they can be deflected by the latter out of a rest position,
counter to a spring force.
8. Device according to Claim 7, characterized in that the open circuit has more than
two conductor parts (10.3 to 10.9), whose ends are arranged essentially in a line
and which are alternately connected to one or the other pole of the voltage source.
9. Device according to either of Claims 7 and 8, characterized in that the conductor
parts (10.1, 10.2) consist of a springy metal and, at the end opposite the sensing
region, are mounted on an electrically insulating supporting body (4).
10. Device according to Claim 9, characterized in that a shaft (5) is fitted to the supporting
body (4), in that the shaft (5) is mounted in a fixed location and in that the supporting
body (4) can be positioned along the shaft (5) and adjusted about this shaft (5).
11. Device according to either of Claims 9 and 10, characterized in that it additionally
has a stop (9) to limit the travel of the conductor parts.
12. Device according to either of Claims 7 and 8, characterized in that the two conductor
parts are wires (50), which are tensioned parallel to each other over electrically
insulating rollers (51.1 to 51.4) which are fitted to the arms of a star-shaped supporting
body (52), and in that, in order to produce rotation, the supporting body (52) is
operatively connected to a drive.
13. Device according to Claim 12, characterized in that in order to press the wires (50)
resiliently against a printed product or a rest, at least one of the rollers is mounted
on the supporting body by using a sprung fastening (53).
14. Device according to either of Claims 12 and 13, characterized in that in order to
press the wire resiliently against a printed product or a rest, a spring (54) is integrated
into each wire (50).
15. Use of the device according to one of Claims 7 to 14 to monitor stapling with metallic
staples.
16. Use according to Claim 15 with a processing drum which is also assigned a stapling
device.
1. Procédé de contrôle de produits imprimés (1), dans lequel les produits imprimés sont
acheminés sur au moins un support, se déplaçant dans le sens de transport, en continu
les uns derrière les autres, vers la zone d'un circuit électrique ouvert (10), comprenant
au moins deux pièces conductrices (10.1/10.2, 50) et une source de tension (11), les
deux pièces conductrices (10.1/10.2, 50), au moins au nombre de deux, étant poussées
en même temps contre le support pour effectuer une palpation, de telle sorte que le
circuit électrique est fermé et traversé par un courant si la zone entre les pièces
conductrices est une zone en métal, et lequel procédé est destiné à contrôler la courbe
en fonction du temps (3) du courant circulant dans le circuit électrique et à générer
des signaux d'alarme et/ou de commande à chaque divergence avec la courbe théorique,
caractérisé en ce que les produits imprimés (1) sont acheminés sur des supports (7)
en forme de sellette, situés à une distance donnée les uns des autres, et en ce que
chaque support (7) ou le produit imprimé (1) acheminé sur ledit support est palpé
dans la zone de la ligne de la sellette ou de la surface de la sellette par les pièces
conductrices (10.1, 10.2, 50), les pièces conductrices étant déplacées hors de leur
position de repos par les supports (7) acheminés, à l'encontre de l'effort exercé
par un ressort, pendant le processus de palpation et étant pressés de ce fait contre
la ligne de la sellette ou la surface de la sellette.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pendant le processus de palpation,
les deux pièces conductrices (50) se déplacent dans la même direction que le produit
imprimé à contrôler.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la zone palpée du produit
imprimé (1) à contrôler est une zone d'agrafage.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les
pièces conductrices (10.1/10.2, 50), au moins au nombre de deux, palpent une zone
métallique du support (7), qui n'est pas recouverte par un produit imprimé sans défaut.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la zone du support palpée
est disposée dans un interstice (60) entre le produit imprimé ou directement à côté
du produit imprimé.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les
pièces conductrices (10.1/10.2), au moins au nombre de deux, contrôlent, par palpation
des produits imprimés sur un support métallique (7), leur présence ou leur position
sur ledit support.
7. Dispositif destiné à la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, lequel dispositif comprend un circuit électrique (10) ouvert, comportant au
moins deux pièces conductrices (10.1/10.2, 50) et une source de tension (11), une
unité de mesure et de traitement (12) destinée à mesurer un courant dans le circuit
électrique (10) et destinée à traiter un signal de mesure correspondant pour obtenir
un signal d'alarme ou un signal de commande et au moins un support sur lequel peuvent
être acheminés des produits imprimés (1) en continu, les uns derrière les autres,
vers la zone des pièces conductrices (10.1/10.2, 50), les pièces conductrices étant
poussées contre au moins un support, caractérisé en ce que, pour avoir un acheminement
continu des produits imprimés (1), il est prévu plusieurs supports (7) en forme de
sellette et en ce que les pièces conductrices (10.1/10.2, 50) sont disposées de telle
sorte que, pour qu'elles puissent être pressées contre les supports en forme de sellette
(7), elles sont déplacées hors de leur position de repos par ces derniers, à l'encontre
de l'effort exercé par un ressort.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le circuit électrique ouvert
comprend plus de deux pièces conductrices (10.3 à 10.9), dont les extrémités sont
disposées sensiblement sur une ligne et qui sont reliées en alternance avec l'un ou
l'autre pôle de la source de tension.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les pièces conductrices
(10.1, 10.2) sont réalisées dans un matériau élastique et sont montées sur l'extrémité
opposée à la zone de palpation sur un corps de support (4) réalisé dans un isolant
électrique.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un arbre (5) est monté sur
le corps de support (4), en ce que l'arbre (5) est monté de manière localement fixe
et en ce que le corps de support (4) peut être réglé pour être positionné le long
de l'arbre (5) ou autour dudit arbre (5).
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que ledit dispositif
comprend en plus une butée (9) destinée à définir la limite de la course des pièces
conductrices.
12. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les deux pièces conductrices
sont des fils (50) qui, parallèlement l'un à l'autre, sont tendus au-dessus de galets
(51.1 à 51.4), réalisés dans un isolant électrique et montés sur les bras d'un corps
de support (52) en forme d'étoile, et en ce que le corps de support (52) est relié
à un moteur pour pouvoir effectuer une rotation.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'au moins un des galets
est monté par un système de fixation élastique (53) sur le corps de support, afin
de presser de manière élastique les fils (50) contre un produit imprimé ou un support.
14. Dispositif selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce qu'un ressort (54) est
intégré dans chaque fil (50) afin de presser de manière élastique ledit fil contre
un produit imprimé ou un support.
15. Utilisation du dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 14, afin de
contrôler l'agrafage réalisé avec des agrafes métalliques.
16. Utilisation selon la revendication 15, avec un tambour de confectionnement, auquel
est également affecté un dispositif d'agrafage.