[0001] Die Erfindung betrifft einen Vorderbacken für eine Sicherheitsskibindung gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein Vorderbacken dieser Art ist in der DE-OS 20 44 264 beschrieben, bei dem ein Gehäuseoberteil
an einem Grundteil um eine im vorderen Bereich angeordnete Achse schwenkbar gelagert
ist. Im hinteren Bereich weist der Gehäuseoberteil eine zylindrische Öffnung auf,
in der eine Mutter bündig geführt ist, welche auf einer im Grundteil starr befestigten
Schraube in vertikaler Richtung verstellbar ist. Bei einer Schwenkbewegung des Gehäuseoberteiles
bewegt sich der Mittelpunkt der Öffnung entlang eines Kreisbogens, der durch die Mittelachse
der Schraube nur in einem Punkt geschnitten wird, d.h., daß durch diese Anordnung
keine Höhenverstellung des Gehäuseoberteiles möglich ist.
[0003] Ein aus zwei Gehäuseteilen bestehender Vorderbacken, der durch Verschwenken eines
Gehäuseteils bezüglich des anderen um eine Querachse zusammengesetzt wird, ist auch
aus der DE-OS 39 42 157 bekannt geworden. In der Gebrauchsstellung werden die zwei
Gehäuseteile dann mittels einer vertikal angeordneten Schraube miteinander verschraubt,
wobei mittels dieser Schraube gleichzeitig die Höheneinstellung der Sohlenhalter vorgenommen
wird. Ein Nachteil dieser Vorrichtung liegt darin, daß die Sohlenhalter bei Verwendung
unterschiedlicher Skischuhe für jeden Schuh vom Fachmann erneut eingestellt werden
müssen. Überdies wird durch die von oben gesehen zentral angeordnete Schraube eine
konstruktiv günstige Anordnung der Auslösefeder verhindert.
[0004] Eine Vorrichtung zur Anpassung der Höhenlage der Sohlenhalter eines Vorderbackens
an die Höhe der Schuhsohle durch Verschwenken des Gehäuseoberteils bezüglich des Gehäuseunterteils
ist aus der DE-OS 39 37 363 bekannt geworden. Bei dieser Vorrichtung ist der Gehäuseoberteil
einstückig mit dem Gehäuseunterteil ausgebildet, wobei sich im vorderen Bereich des
Backens ein biegeelastischer Bereich befindet, welcher eine begrenzte Verschwenkbarkeit
des Oberteils des Vorderbackens zur Anpassung der Lage der Sohlenniederhalter an die
Sohlenhöhe ermöglicht. Dieser biegeelastische Bereich wird durch einen horizontalen
Schlitz erzeugt, welcher im Vorderteil des Bakkens zwischen der Auslösefeder und der
Skioberfläche ausgebildet ist. Eine solche Vorrichtung besitzt eine Reihe von Nachteilen.
Durch den oben genannten Schlitz wird die Festigkeit des Gehäuses der Skibindung geschwächt,
wodurch es dort leicht zu einer Materialermüdung und folglich zu einem Bruch des Gehäuses
kommen kann. Weiters ist die Verschwenkbarkeit des Gehäuses bei Verschmutzung oder
Vereisung dieses Schlitzes blokkiert, wobei die Bruchgefahr durch eine Überbelastung
der Sohlenniederhalater zusätzlich ansteigt. Überdies ist die Verschwenkbarkeit des
Gehäuses und folglich der Anpassungsbereich der Sohlenniederhalter aufgrund der Materialprobleme
nicht besonders groß. Die Begrenzung der Verschwenkbewegung erfolgt durch das Zusammenwirken
eines Ansatzstückes am Gehäuseoberteil mit einem Anschlag im Gehäuseunterteil.
[0005] Es besteht beim Einsteigen in die Bindung mit einem Skischuh, dessen Sohle durch
anhaftenden Schmutz, Schnee oder Eis verdickt ist, das generelle Problem, daß die
Unterkanten der beiden Sohlenhalter unterhalb der Oberkante der Sohle des Skischuhs
zu liegen kommen, wodurch der Einstieg erschwert und erst nach erfolgter Reinigung
des Skischuhs möglich ist. Beim Vorderbacken gemäß der oben genannten DE-OS 39 37
363 wird das Problem noch dadurch verstärkt, daß durch die Federwirkung des biegeelastischen
Bereichs der Gehäuseoberteil in Richtung Gehäuseunterteil beaufschlagt ist, d.h. die
Unterkanten der Sohlenhalter befinden sich vor dem Einsteigen mit dem Skischuh in
ihrer niedrigsten Lage.
[0006] Der in der DE-OS 26 37 870 beschriebene Vorderbacken offenbart eine weitere Ausgestaltung
zu den bereits gewürdigten technischen Lösungen, ohne jedoch eine über den behandelten
Stand der Technik hinausragende Lehre zu enthalten.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Vorderbackens der eingangs genannten
Art, bei welchem eine Voreinstellung bzw. Anheben des Gehäuseoberteils bzw. der Sohlenhalter
auf eine vorbestimmte Lage möglich ist, so daß ein leichtes Einsteigen sowohl mit
durch Schnee etc. verdickten Sohlen als auch mit Sohlen unterschiedlicher Stärke gewährleistet
ist.
[0008] Ausgehend von einem Vorderbacken gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils dieses Anspruches
gelöst.
[0009] Durch diese Maßnahmen erfolgt in vorteilhafter Weise beim Zusammenbau des Vorderbackens
bzw. bei der Montage auf dem Ski eine Anhebung des Gehäuseoberteils auf einen vorbestimmten
Wert, der durch die Höhe des Zwischenstücks bestimmt ist. Darüber hinaus wird zwischen
den Aufnahmeteilen des Vorderbackens für den einzusetzenden Skischuh, in Höhenrichtung
betrachtet, ein vom Konstrukteur bestimmbares, beliebig wählbares Spiel (s) gewährleistet.
[0010] Durch die Merkmale des Anspruches 2 kann durch Verschieben des Zwischenstücks die
Anhebung des Gehäuseoberteils wahlweise auf verschiedene Werte erfolgen, so daß auch
verschieden große Skischuhe leicht einsetzbar sind.
[0011] Durch die Merkmale des Anspruches 3 wird eine günstige Lösung für die Ausbildung
des Zwischenstücks für einen Vorderbacken erzielt, der insbesondere bei Leihskibindungen
verwendbar ist.
[0012] Gemäß den Merkmalen des Anspruches 4 ist das Zwischenstück sowie der Verriegelungsteil
getrennt verschieblich und verrastbar, wodurch eine unabhängige Einstellung derselben
ermöglicht wird, während gemäß den Merkmalen des Anspruches 5 eine gemeinsame Verschiebung
und Verriegelung ermöglicht wird.
[0013] Durch die Merkmale der Ansprüche 6 und 7 ist eine funktionelle Vereinigung des Zwischenstücks
und der Verriegelungmittel in einer Einheit möglich, wodurch ein raumsparender Aufbau
resultiert.
[0014] In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung wiedergegeben.
Dabei zeigen: Fig.1-10 das Prinzip der Erfindung anhand von neun Ausführungsformen
gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung, Fig.11 ein erstes praktisches Ausführungsbeispiel
einer Einheit mit verstellbarem Zwischenstück und Verriegelungsteil im Aufriß teilweise
im Querschnitt, Fig.12 die Einheit nach Fig.11 im Grundriß, Fig.13 eine Variante des
Zwischenstücks nach Fig.11 im Querschnitt, Fig.14 ein zweites praktisches Ausführungsbeispiel
einer Einheit mit verstellbarem Zwischenstück und Verriegelungsteil im Aufriß teilweise
im Querschnitt, Fig.15 die Einheit nach Fig.14 im Grundriß, Fig.16 ein drittes praktisches
Ausführungsbeispiel eines verstellbaren Zwischenstücks, zusammen mit einem getrennt
verstellbaren Verriegelungsteil im Querschnitt, und Fig.17 eine Variante des Zwischenstücks
nach Fig.16.
[0015] In den Figuren 1 bis 5 und 7 bis 11 bezeichnet 1 allgemein einen Vorderbacken, 2
einen Gehäuseoberteil, welcher um eine Querachse Q verschwenkbar in einem Gehäuseunterteil
3 gelagert ist, 3a eine Auflagefläche für die Sohle 4a eines Skischuhs 4, 5 zwei Sohlenhalter
für den Skischuh 4, 6 ein Zwischenstück, 7 einen Anschlag für das Zwischenstück 6,
8 Verriegelungsmittel, welche die Verschwenkbarkeit des Gehäuseoberteils 2 bezüglich
des Gehäuseunterteils 3 begrenzen, wobei der Gehäuseoberteil 2 in Richtung Gehäuseunterteil
3 durch eine Kraft F einer nicht dargestellten Feder beaufschlagt ist. Mit a ist der
Abstand zwischen einer Unterkante 5a der beiden Sohlenhalter 5 und der Auflagefläche
3a bezeichnet.
[0016] In den Figuren 1 und 3 ist das Zwischenstück 6 am Gehäuseunterteil 3 und der Anschlag
7 am Gehäuseoberteil 2 angeordnet. In Fig.1 und 2 werden die Verriegelungsmittel 8
durch einen mit dem Gehäuseoberteil 2 verbundenen Steg 9 gebildet, der an seinem unteren
Ende einen hammerförmig verbreiterten Kopf 10 trägt und durch eine Ausnehmung 11 einer
kastenförmigen Erhöhung 13 des Gehäuseunterteils 3 hindurchgeführt ist. Die Ausnehmung
11 ist beispielsweise mit einem nicht dargestellten Schlitz versehen, um den Einbau
des Steges 9 mit dem Kopf in die Erhöhung 13 zu ermöglichen. Der Kopf 10 dient als
Anschlag für eine im wesentlichen waagrechte ebene Anflagefläche 12 der kastenförmigen
Erhöhung 13. In den Figuren 2 und 4 ist das Zwischenstück 6 am Gehäuseoberteil 2 und
der Anschlag 7 am Gehäuseunterteil 3 angeordnet. Die Verriegelungsmittel 8 werden
in den Figuren 3 und 4 durch den mit dem Gehäuseunterteil 3 verbundenen Steg 9' gebildet,
der an seinem oberen Ende den verbreiterten Kopf 10' trägt und jeweils durch die Ausnehmung
11 im Gehäuseoberteil 2 hindurchgeführt ist. Der Kopf 10' dient als Anschlag für die
im wesentlichen waagrechte ebene Auflagefläche 12' am Gehäuseoberteil 2 im Bereich
des Kopfes 10'.
[0017] Fig.5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Vorderbackens 1, bei dem die Verriegelungsmittel
8 wie bei den Ausführungsformen nach den Figuren 1 und 2 ausgebildet sind, mit dem
Unterschied, daß das Zwischenstück 6 am Gehäuseunterteil 3 innerhalb der kastenförmigen
Erhöhung 13 und unterhalb des Kopfes 10 angeordnet ist, so daß der Kopf 10 gleichzeitig
die Funktion des Anschlages (7) nach oben ausübt.
[0018] Wie aus den Figuren 1 bis 5 ersichtlich ist, begrenzen die Verriegelungsmittel 8
den Schwenkbereich des Gehäuseoberteils nach oben hin, während das Zwischenstück 6
zusammen mit dem Anschlag 7 den Schwenkbereich des Gehäuseoberteils 2 nach unten begrenzt,
so daß daraus ein eingegrenzter Schwenkbereich bzw. Spiel des Gehäuseoberteils 2 und
damit auch der Sohlenhalter 5 resultiert. Durch entsprechende Dimensionierung der
Verriegelungsmittel 8 kann der maximale Abstand zwischen den Unterkanten 5a der beiden
Sohlenhalter 5 und der Auflagefläche 3a für den Skischuh 4 am Gehäuseunterteil 3 festgelegt
werden, während der minimale Abstand durch entsprechende Dimensionierung des Zwischenstücks
6 und des Anschlags 7 festgelegt werden kann. Die Differenz zwischen minimalem und
maximalem Abstand ergibt ein beliebig wählbares Spiel s für den einzusetzenden Skischuh.
In der Praxis beträgt dieses Spiel s ca. 1,5mm.
[0019] Die Vorderbacken gemäß den Figuren 6 bis 11 Zeigen weitere Ausführungsformen eines
Vorderbackens, bei dem der Abstand a zwischen den Unterkanten 5a der beiden Sohlenhalter
5 und der Auflagefläche 3a stufenweise veränderbar ist, wobei der oben erwähnte Spielraum
für den Skischuh im wesentlichen konstant bleibt.
[0020] Bei der Ausführungsform eines Vorderbackens nach Fig.6 ist das Zwischenstück 6' an
seiner Oberseite stufenförmig ausgebildet, wobei die Übergangsfläche von einer Stufe
14 zur nächsten unter einem Winkel von ca. 45 zur horizontalen geneigt ist. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel sind zwei Stufen 14 vorgesehen, so daß am Zwischenstück 6' in
unterschiedlicher Höhe drei Auflagestellen für den Anschlag 7 gebildet werden. Das
Zwischenstück 6' ist in nicht dargestellten Führungen in Längsrichtung des Vorderbackens
1 verschieblich angeordnet und weist eine federnd ausgebildete Verlängerung 15 mit
einer Rastnase 16 auf, die mit einer von drei Ausnehmungen 17 im Gehäuseunterteil
3 verrastbar ist. Die Abstände der Ausnehmungen 17 stimmen mit der Breite der Stufen
14 überein. Die Verriegelungsmittel 8' bestehen wieder aus einem Steg 9, der am Gehäuseoberteil
2 befestigt ist und an seinem Ende den Kopf 10 trägt. Der Steg 9 ist durch eine langlochförmige
Ausnehmung 11" im Oberteil 18 eines Verriegelungsteiles 13 hindurchgeführt. Der Oberteil
18 des Verriegelungsteiles 13 ist, wie aus den Figuren 6 und 7 ersichtlich ist, ähnlich
wie das Zwischenstück 6' stufenförmig ausgebildet, so daß an der Unterseite des Oberteils
18 Auflageflächen 12" unterschiedlicher Höhe gebildet werden, die als Anschlag für
den Kopf 10 dienen, wobei die Übergangsfläche zwischen den Stufen 14 wieder unter
ca. 45 geneigt ist. Der Verriegelungsteil 13 ist wie das Zwischenstück 6' in nicht
dargestellten Führungen in Längsrichtung des Vorderbackens 1 verschieblich angeordnet
und weist an einem Ende eine federnd ausgebildete Verlängerung 19 mit einer Rastnase
20 auf, die mit Ausnehmungen 21 im Gehäuseunterteil 3 verrastbar ist. Der Verriegelungsteil
13 weist an seinen Endseiten Federn 22 auf, die in Nuten der nicht dargestellten Führungen
eingreifen. Durch die stufenförmige Ausbildung des Zwischenstücks 6' und des Verriegelungsteiles
13 können somit drei verschieden große Abstände a durch Verschieben des Zwischenstücks
6' und des Verriegelungsteils 13 eingestellt werden, wobei der kleinste Abstand für
einen Kinder-Skischuh, der mittlere für einen Jugend-Skischuh, und der größte Abstand
für einen Erwachsenen Skischuh vorgesehen ist. Ähnlich wie bei den Ausführungsbeispielen
nach den Figuren 1 bis 5 beschrieben wurde, kann auch bei dieser und bei den nachfolgenden
Ausführungsformen der Spielraum für den Skischuh 1 bei jeder der drei möglichen Einstellungen
durch entsprechende Dimensionierung des Zwischenstücks 6' und des Verriegelungsteiles
13 beliebig gewählt werden.
[0021] Die Ausführungsform eines Vorderbackens 1 nach Fig.8 ist mit deren nach Fig.6 betreffend
die Ausbildung des Zwischenstücks 6' und des Verriegelungsteils 13 gleich. Hiebei
ist jedoch der Verriegelungsteil 13 über ein Verbindungsstück 23 mit dem Zwischenstück
6' verbunden, so daß sich eine eigene Rastvorrichtung für den Verriegelungsteil 13
erübrigt.
[0022] Bei der Ausführungsform eines Vorderbackens 1 nach Fig.9 ist der Verriegelungsteil
13 in gleicher Weise wie nach Fig.8 ausgebildet. Hingegen weist das Zwischenstück
6" eine konstante Auflagehöhe für den Anschlag 7 auf. Der Verriegelungsteil 13 ist
wieder über das Verbindungsstück 23 mit dem Zwischenstück 6" verbunden, welches die
Verlängerung 15 mit der Rastnase 16 trägt, die in einer der drei Ausnehmungen 17 einrasten
kann. Wie aus Fig.9 ersichtlich, ist der Kopf 10 in der mittleren Höhe des Oberteils
18 in Anschlag mit der Auflagefläche 12". Eine Sperre 24 im Gehäuseunterteil 3 verhindert,
daß der Verriegelungsteil 13 weiter in Richtung zum Skischuh 4 hin verschoben werden
kann, so daß nur eine mittlere und die höchste Höheneinstellung der Verriegelungsmittel
8' möglich ist. Diese Ausführungsform ist vorzugsweise für Leihskibindungen vorgesehen.
[0023] Die Fig.10 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Vorderbackens 1 mit stufenweiser
Veränderung des Abstandes bei gleichbleibendem Spielraum für den Skischuh 4, bei welchem
die Funktionen der Verriegelungsmittel (8') mit denen des Zwischenstücks (6') in einer
Einheit 25 integriert ist. Diese besteht aus einem zweifach gekröpften Führungsteil
26, der die Funktionen des Zwischenstücks (6') und der Auflageflächen (12') nach Fig.6
in sich vereint, sowie aus einem Formteil 27, der am Führungsteil 26 geführt ist und
die Funktionen des Anschlags (7) und des Kopfes (10) nach Fig.6 in sich vereint. Der
Führungsteil 26 weist im Querschnitt, senkrecht zur Zeichnungsebene gesehen, eine
Rechteckform auf, die mit einer rechteckförmigen Öffnung 28 im Formteil 27 zusammenwirkt.
Der Führungsteil 26 ist wieder in nicht dargestellten Führungen im Gehäuseunterteil
3 verschieblich angeordnet und mit einer Verlängerung 15 versehen welche die Rastnase
16 trägt, die in den Ausnehmungen 17 verrastbar ist. Wie bei der Ausführungsform nach
Fig.6 sind die Übergänge der durch die zweifache Kröpfung gebildeten Stufen an der
Ober- und Unterseite des Führungsteils 26 um einen Winkel von ca. 45 geneigt. Der
Formteil 27 ist mit dem Gehäuseoberteil 2 verbunden.
[0024] In sämtlichen Ausführungsformen der verschieblich angeordneten Zwischenstücke 6',
6" und des Verriegelungsteiles 13 sowie des Führungsteiles 26 dient die 45
°-Neigung der Übergangsflächen bzw. Übergänge zum leichteren Verschieben dieser Teile
gegenüber dem Kopf 10 bzw. dem Formteil 27.
[0025] Die rechteckförmige Öffnung 28 im Formteil 27 wird dermaßen größer dimensioniert
als der rechteckförmige Querschnitt des Führungsteils 26, daß im Ergebnis der erwünschte
Spielraum für den Skischuh resultiert.
[0026] Fig.11 und 12 zeigen ein praktisches Ausführungsbeispiel eines Zwischenstücks in
Verbindung mit einem Verriegelungsteil, ähnlich der Ausführungsform nach Fig.10. Ein
mit dem Gehäuseoberteil 2 verbundener Block 29 liegt einerseits an einem zweifach
abgestuften Zwischenstück 6" auf, welches über eine Zunge 30 mit dem Verriegelungsteil
8" verbunden ist, und kann anderseits nach oben hin an einer von vier Auflageflächen
12"' anliegen, wenn er unter Überwindung der auf den Gehäuseoberteil 2 wirkenden Federkraft
F beim Einsetzen des Skischuhs in den Vorderbakken angehoben wird. Im vorderen Bereich
des Verriegelungsteils 8" sind zwei federnde Fortsätze 19' angeordnet, die an ihren
Enden Rastnasen 20' tragen, die mit Rastausnehmungen 21' im Gehäuseunterteil 3 zusammenwirken.
Für die Anhebung des Gehäuseoberteils 2 ergeben sich drei Höhen h1, h2 und h3 an Einstellmöglichkeiten.
Die genaue Ausbildung und Wirkungsweise des Verriegelungsteils 8" nach Fig.11 und
12 und den nachfolgenden Figuren 14, 15 und teilweise 16 ist in einer nicht vorveröffentlichten
Anmeldung (A 274/93) der Anmelderin ausführlich beschrieben, so daß darauf nicht näher
eingegangen wird.
[0027] Fig.13 zeigt eine Variante des Zwischenstückes 6"', bei der an Stelle von Stufen
eine schräge Fläche 31 zur Abstützung des Blockes 29 vorgesehen ist.
[0028] Fig.14 und 15 zeigen ein praktisches Ausführungsbeispiel eines Zwischenstückes in
Verbindung mit einem Verriegelungsteil, ähnlich der Ausführungsform nach Fig.9 bzw.
11 und 12. Der mit dem Gehäuseoberteil 2 verbundene Block 29 liegt einerseits an einem
einstufigen Zwischenstück 6" auf und kann anderseits an einer Auflagefläche 12"' anliegen,
so daß nur eine Einstellung der Höhe h1 möglich ist, die einer Endstellung des Verriegelungsteiles
8" entspricht, bei der eine Nase 32 des Verriegelungsteiles 8" an einer Anschlagfläche
33 des Gehäuseunterteils 3 anliegt. Die Höhe h1 entspricht einem mittleren Abstand
a, so daß diese Ausführungsform bevorzugt bei Leihskibindungen Anwendung findet.
[0029] Fig.16 zeigt ein weiteres praktisches Ausführungsbeispiel, bei welchem der Verriegelungsteil
und das Zwischenstück unabhängig voneinander verstellbar sind. Das Zwischenstück 6"
ist vierstufig ausgebildet und weist eine Rastnase 20' auf, die in eine der Ausnehmungen
21' im Gehäuseunterteil 3 eingreift. Der Verriegelungsteil 8" ist wie jener nach den
Figuren 14 und 15, aber ohne Zunge (30), ausgebildet, so daß sich eine nähere Beschreibung
erübrigt.
[0030] Auch in diesem Fall kann, wie die Fig.17 zeigt, zur Abstützung des Blockes 29 an
Stelle von Stufen eine schräge Fläche 31 vorgesehen sein.
[0031] Bei sämtlichen Ausführungsformen mit verstellbarem Zwischenstück bzw. Verriegelungsteil
erfolgt die Einstellung derart, daß nach Einsetzen des Skischuhs der Verriegelungsteil
mit dem damit verbundenen Zwischenstück so weit verschoben wird, bis die beiden Sohlenhalter
mit ihren Unterkanten auf der Oberseite der Sohle des Skischuhs aufliegen.
[0032] Bei einem getrennt verstellbaren Zwischenstück wird zuerst der Verriegelungsteil
und anschließend das Zwischenstück verschoben.
1. Vorderbacken für eine Sicherheitsskibindung mit einem an einem Ski befestigbaren
Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil, welcher zumindest eine einstellbare Auslösefeder
und zwei, von dieser Auslösefeder beaufschlagte, um eine im wesentlichen vertikale
Achse schwenkbare Sohlenhalter für einen einzusetzenden Skischuh aufweist, wobei der
Gehäuseoberteil in der Gebrauchstellung des Vorderbackens um eine durch ein Schwenklager
festgelegte und im wesentlichen normal zur Längsmittelachse des Vorderbackens verlaufende
Querachse verschwenkbar ist und die Verschwenkbarkeit des Gehäuseoberteils bezüglich
des Gehäuseuntereils durch ein Verriegelungsmittel begrenzt ist, und wobei der Gehäuseoberteil
in Richtung Gehäuseunterteil durch eine Feder beaufschlagt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Voreinstellung eines Abstandes (a) zwischen den Unterkanten (5a) der beiden
Sohlenhalter (5) und einer Auflagefläche (3a) für die Sohle des einzusetzenden Skischuhs
(4) ein Zwischenstück (6, 6', 6", 6"') wahlweise am Gehäuseoberteil (2) oder am Gehäuseunterteil
(3) mit zumindest einer Anschlagfläche (6a, 6'a) angeordnet ist, welche in der Gebrauchstellung
der Skibindung mit einem an dem Gehäuseunterteil bzw. Gehäuseoberteil vorgesehenen
Anschlag (7) zusammenwirkt, und daß die Differenz zwischen den einstellbaren minimalen
und maximalen Abständen von Unterkanten (5a) der Sohlenhalter (5) und der Auflagefläche
(3a) für den Skischuh (4) am Gehäuseunterteil (3) ein beliebig wählbares Spiel (s)
für den einzusetzenden Skischuh (4) ergeben.
2. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (6',
6', 6", 6"') am als Halteteil wirksamen Gehäuseoberteil (2) oder Gehäuseunterteil
(3) in Richtung der Längsachse des Vorderbackens (1) verschieblich angeordnet ist,
wobei das Zwischenstück (6, 6', 6", 6"') am jeweiligen Halteteil (2, 3) in zumindest
einer vorbestimmten Lage verrastbar ist, und wobei das Zwischenstück (6') zumindest
zwei in unterschiedlichen Höhenlagen verlaufende Anschlagflächen (6'a) aufweist, von
denen wahlweise eine zur Voreinstellung des einzustellenden Abstandes (a) dient.
3. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (6)
eine einzige Anschlagfläche (6a) aufweist (Figuren 1 bis 5 und 9).
4. Vorderbacken nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück
(6') mit einem horizontal verschieblich gelagerten und zumindest in einer vorbestimmten
Lage verrastbaren Verriegelungsteil (13) zusammenwirkt, welches im Gehäuseunterteil
(3) oder im Gehäuseoberteil (2) verschieblich gelagert ist und zumindest eine Anschlagfläche
(12, 12', 12") für einen an dem Gehäuseoberteil oder dem Gehäuseunterteil vorgesehenen
Kopf (10, 10') aufweist (Fig.6).
5. Vorderbacken nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (6')
mit dem Verriegelungsteil (13) über ein Verbindungsstück (23) verbunden ist (Fig.8
und 9).
6. Vorderbacken nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück mit
dem Verriegelungsstück zu einer Einheit (25) integriert ist, bestehend aus einem zumindest
einfach gekröpften Führungsteil (26) und einem Formteil (27), der am Führungsteil
(26) geführt ist, wobei der Führungsteil (26) die Funktionen eines Zwischenstücks
und einer Anschlagfläche und der Formteil (27) die Funktionen eines Anschlags und
eines Kopfes in sich vereinen (Fig.1 0).
7. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (6)
innerhalb einer kastenförmigen Erhöhung (13) unterhalb eines Kopfes (10) am Gehäuseunterteil
(3) angeordnet ist, wobei der Kopf (10) über einen durch eine Ausnehmung (11) in der
Erhöhung (13) hindurchgeführten Steg (9) mit dem Gehäuseoberteil (2) verbunden ist
(Fig.5).