[0001] Die Erfindung betrifft Auslegerprofile der in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und
3 angegebenen Gattungen. Solche Auslegerprofile sind aus der DE-U-92 10 902.0 bzw.
aus der DE-A-23 17 595 bekannt.
[0002] Die teleskopierbaren Ausleger verfügen über ein Grundteil und wenigstens ein teleskopierbares
Teil, wobei die Querschnittsprofile der einzelnen Teleskopglieder zumeist in gleicher
Form, aber in unterschiedlicher Größe ausgebildet sind. Am vorderen Ende des teleskopierbaren
Auslegers ist im Belastungszustand eine Hebearbeit auszuführen. Diese hat zur Folge,
daß der Ausleger einer Belastung als Biegeträger ausgesetzt ist, d.h., daß an der
Oberseite des Auslegers Zugspannungen und an der Unterseite des Auslegers bei Belastung
Druckspannungen vorherrschen.
[0003] Teleskopierbare Ausleger besitzen vorherrschend Rechteckprofile, da die Rechteckform
besonders gut zur Übertragung von Querkräften zwischen den einzelnen Teleskopgliedern
und auch zur Aufnahme unterschiedlicher Biegemomente geeignet ist.
Die Forderung nach Gewichtsersparnis führte zu besonders dünnwandig dimensionierten
Rechteckprofilen, die sich jedoch dann nicht mehr als hinreichend belastbar erwiesen
haben. Insbesondere sind bei dünnwandigen Rechteckprofilen an der Unterseite, aber
auch in den Mittenbereichen der Seitenabschnitte unerwünschte Ausbeulungen aufgetreten.
[0004] Diesen unerwünschten Ausbeulungen versuchte man dadurch zu begegnen, daß man an den
besonders beulungsgefährdeten Profilbereichen aussteifende Verstärkungsbleche aufgeschweißt
hat. Derartige Verstärkungsbleche erhöhen jedoch nicht nur das Gesamtgewicht des teleskopierbaren
Auslegers, sondern auch die Querschnittsdicke jedes Teleskopteils, so daß die Forderung,
möglichst viele Teleskopglieder auf kleinstem Bauraum zu integrieren, nicht gelöst
werden kann, wenn aufgeschweißte Verstärkungsbleche benutzt werden.
[0005] Die gattungsgemäßen bekannten Auslegerprofile haben halbkreisförmige, untere Abschnitte
oder halbelliptische, untere Abschnitte. Diese bekannten Auslegerprofile besitzen
eine recht gute Beulfestigkeit in ihrem unteren Abschnitt, verfügen jedoch über ein
vergleichsweise geringes Widerstandsmoment gegen Biegung unter Belastung.
[0006] Aus der DE-A-2 317 595 sind Auslegerprofile unterschiedlicher Querschnittsgestalt
bekannt. Darunter ist auch ein im wesentlichen kastenförmiges Profil mit vier etwa
gleich großen Eckrundungen in Form von Viertelkreissegmenten.
[0007] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Auslegerprofil
der eingangs genannten Gattung bereitzustellen, bei welchem die Neigung zum Ausbeulen
verringert ist und die Steifigkeit vor allem im unteren und unteren seitlichen Profilbereich
den Belastungserfordernissen eines Teleskopauslegers besser angepaßt ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Patentansprüchen 1 und 3 angegebenen
Erfindungen gelöst.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen und bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Auslegerprofils sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Der mit Hilfe der Erfindung erzielbare technische Fortschritt ist in erster Linie
darin zu sehen, daß die Beulempfindlichkeit des unteren Profilbereiches deutlich herabgesetzt
ist, da in diesem Bereich wenigstens ein abgerundeter Wandabschnitt und ein ebener
Wandungsabschnitt vorhanden sind. In dem wenigstens einen kreisbogenförmigen Wandungsabschnitt
des unteren Profilbereiches kann die Belastung sowohl durch Normalspannungen als auch
durch Schubspannungen, die alle in der Schalenfläche verlaufen, abgetragen werden.
Diese Komponente der Lastabtragung, die in einer abgerundeten, schalenförmigen Konstruktionsweise
begründet ist, ist unter der Bezeichnung "Membranspannungszustand" bekannt. Grundsätzlich
läßt sich ein solcher Membranspannungszustand schaffen durch kontinuierlichen Übergang
aus dem ebenen Profilbereich in einen gerundeten Bereich, ohne abrupten Übergang.
Auch im Überlappungsbereich zwischen zwei Telegliedern werden bevorzugterweise kontinuierliche
Übergänge aus ebenen Profilbereichen in gerundete Profilbereiche vorgesehen, um den
Membranspannungszustand zu erreichen.
[0011] Zusätzlich wird durch den wenigstens einen ebenen Wandungsabschnitt mit abnehmender
Neigung zum Ausbeulen der benachbarte, abgerundete Abschnitt in seiner seitlichen
Ausdehnung herabgesetzt. Dieses hat zur Folge, daß sich mehr Massepunkte des unteren
Profilabschnittes seitlich unten befinden, also näher zu den unteren Ecken eines gedachten
herkömmlichen Rechteckprofiles liegen und somit dem Gesamtprofil zusätzlich ein großes
Widerstandsmoment gegen Verbiegen zu eigen ist. Ferner erlaubt es das erfindungsgemäße
Auslegerprofil, durch die entsprechende Wahl des eingeschlossenen Winkels zwischen
dem abgerundeten, unteren Profilabschnitt und einer seitlichen, schrägen Abkantung
bzw. zwischen der seitlichen, schrägen Abkantung und dem zum Obergurt gehörenden,
seitlichen Vertikalsteg die Anfälligkeit des seitlichen Vertikalsteges gegenüber Ausbeulen
herabzusetzen.
[0012] Beim erfindungsgemäßen Auslegerprofil ist der obere Abschnitt (Obergurt) halbkastenförmig
ausgebildet. Durch diese Gestaltung ist eine besonders vorteilhafte Form des Profils
in bezug auf die Ausnutzung des maximal möglichen Widerstandsmomentes gegen Biegung
gegeben. Da im oberen Profilbereich des Auslegers Zugbeanspruchungen vorherrschen,
muß im oberen, halbkastenförmigen Profilbereich nicht mit dem Auftreten unerwünschter
Ausbeulungen gerechnet werden.
[0013] Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Auslegerprofils ergeben sich durch die Möglichkeit
einer besonders einfachen und wirtschaftlichen Fertigung. Das Profil wird durch Zusammenfügen
von zwei Halbschalen, nämlich von Obergurt und Untergurt hergestellt. Der Obergurt
wird in herkömmlicher Weise durch Abkanten gefertigt. Beim Untergurt wird der wenigste
eine runde Abschnitt durch polygonzugartiges Abkanten geformt. Die seitlichen Abkantungen
werden durch ein anschließendes zweimaliges Abkanten erreicht, wodurch der untere
Bereich des Auslegerprofils vorteilhafterweise recht unempfindlich ist gegen fertigungstechnische
Unzulänglichkeiten, vor allem hinsichtlich Maßabweichungen am unteren Biegeradius.
Sind Maßabweichungen aufgetreten, so lassen sich diese durch geeignete Wahl des Winkels
zwischen der seitlich schrägen Abkantung und dem anschließenden abgerundeten Abschnitt
auf einfache Weise ausgleichen. Somit ist die gewünschte Breite des Untergurtes exakt
einhaltbar und an die Breite des Obergurtes angleichbar.
[0014] Bei den bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Auslegerprofils, bei
welchen im unteren Profilbereich einander gegenüberliegende, ebene Abkantungen in
den Seitenabschnitten und zudem ein die vertikale Schwerachse schneidender Horizontalsteg
vorgesehen sind, sind die Vorteile des Rechteckprofils und die Vorteile des Rundprofils
besonders glücklich miteinander kombiniert worden.
[0015] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezug auf
die Zeichnung näher beschrieben. In dieser zeigen:
- Figuren 1 bis 8
- bis in Form von schematisierten Querschnitten durch Teleskopausleger, acht verschiedene
Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Auslegerprofilen.
[0016] Bei allen nachfolgend im einzelnen beschriebenen Ausführungsformen ist der Obergurt,
d.h. der obere Teilbereich des Auslegerprofiles, im wesentlichen gleich geformt. Der
Obergurt ist gebildet aus einem oberen, horizontalen ebenflächigen Stegabschnitt,
der mittels um 90° nach unten abgewinkelten, abgerundeten Ecken schenkelartig und
beiderseits des oberen Stegabschnittes in zwei vertikale, ebenflächige Stegabschnitte
überführt ist. Die verschiedenen Ausführungsformen unterscheiden sich in der seitlichen
Länge der Obergurt-Vertikalstege und in der Ausbildung der sich an den unteren Enden
der Vertikalstege anschließenden unteren abgerundeten Abschnitte des Gesamtprofiles.
[0017] Die sich in allen Figuren über das Gesamtprofil erstreckenden, strichpunktierten,
vertikalen und horizontalen Linien entsprechen jeweils der vertikalen Schwerachse
Iy bzw. der horizontalen Schwerachse Ix, die durch Flächenträgheitsberechnungen bestimmt
sind. Zusätzlich sind sämtliche Ausführungsformen derart ausgebildet, daß die vertikale
Schwerachse Iy auch als Spiegelachse dient. D.h., die linken und rechten Auslegerprofilseiten
sind spiegelbildlich in bezug auf die vertikale Achse Iy ausgebildet. Allen Ausführungsformen
ist weiterhin ein zum Gesamtprofil nach innen eingeschlossener Winkel a zwischen Obergurt-Vertikalsteg
und einer benachbarten seitlich schrägen Abkantung, der im Bereich von 135 bis 180°
liegt, gemeinsam. Spiegelsymmetrisch zur vorherrschend beschriebenen linksseitigen
Profilhälfte ist eine rechtsseitige Profilhälfte ausgebildet.
[0018] Gemäß einem in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ist der zum Obergurt
gehörende, seitliche Vertikalsteg mit einer seitlich schrägen, ebenen Abkantung 15
der Länge x
1, die nach unten zur vertikalen Schwerachse Iy geneigt ist, fortgesetzt. Vorzugsweise
ist die Abkantung auf einer Höhe des Vertikalsteges derart angeordnet, daß sich die
Abkantung mit der horizontalen Schwerachse Ix überschneidet. Am unteren Ende der Abkantung
schließt sich ein Kreisbogenabschnitt 16 mit dem Radius R
1 und dem Mittelpunkt K1 an. Schließlich ist am unteren horizontalen Auslauf des Kreisbogens
16 ein unterer horizontaler Stegabschnitt 17 mit der Länge M
1 angeordnet. Dieser untere horizontale Stegabschnitt 17 verbindet die unteren Enden
des linksseitigen Kreisbogenabschnitts 16 und eines rechtsseitigen, spiegelsymmetrischen
Kreisbogenabschnittes 16', dessen Mittelpunkt mit K11 bezeichnet ist.
[0019] Die beiden Enden des unteren Horizontalabschnittes 17 gehen tangential in die angrenzenden
Kreisbogenabschnitte 16 und 16' über. Die Mittelpunkte K1 und K11 der beiden Kreisbogenabschnitte
16 und 16' sind beide in gleicher Weise von den Schwerachsen Iy und Ix beabstandet,
wobei die beiden Mittelpunkte zu beiden Seiten der vertikalen Schwerachse Iy und jeweils
unterhalb der horizontalen Schwerachse Ix vorgesehen sind. Der Mittelpunkt K1 liegt
senkrecht oberhalb des linksseitigen Endes des Horizontalsteges 17 und der Mittelpunkt
K11 liegt senkrecht oberhalb des rechtsseitigen Endes des Horizontalsteges 17. Folglich
ist die Länge M1 gleich dem Abstand der Mittelpunkte K1 und K11 voneinander. Entsprechendes
gilt jeweils für die Lage der Radiusmittelpunkte sowie für deren Abstand voneinander
und die Länge der unteren Horizontalstege bei den Ausführungsformen gemäß Figuren
2, 3 und 9.
[0020] Ein besonderer Vorteil dieses Auslegerprofiles gemäß Fig. 1 ist darin zu sehen, daß
viele Massepunkte des unteren Profilabschnittes einen großen Abstand zur Schwerachse
Iy aufweisen und somit ein großes Widerstandsmoment gegen Biegung um die Biegeachse
Ix gewährleistet ist. Ferner ist eine vorteilhafte Krafteinleitung in den unteren
Profilabschnitt gegeben, da an den gerundet ausgebildeten Krafteinleitungsstellen
die Membranwirkung zum Tragen kommen kann. Schließlich ist eine weitere, den Anwenderwünschen
angemessene Optimierung der Empfindlichkeit des seitlichen, dem Obergurt zugeordneten
Vertikalsteges gegen Ausbeulen durch Variation der Länge der Bogenabschnitte 16 und
16' und der Länge x
1 der schrägen Abkantung 15 möglich.
[0021] Eine zweite Ausführungsform des Auslegerprofiles ist in Fig. 2 dargestellt. An das
untere Ende des dem Obergurt zugeordneten Vertikalsteges schließt sich hierbei nicht
unmittelbar eine seitlich schräge, ebene Abkantung 25 mit der Länge x
2 an (vgl. Fig. 1). Vielmehr sind der Vertikalsteg und die Abkantung 25 über eine Abrundung
28 miteinander derart verbunden, daß keine Abknickkante gegeben ist. Anschließend
ist am unteren Ende der seitlichen, schrägen Abkantung 25 ein Kreisbogenabschnitt
26 mit dem Radius R
2 angeordnet. Die Mittelpunkte K
2 (linksseitig) und K
22 (rechtsseitig) der Kreisbogenabschnitte 26 (linksseitig) und 26' (rechtsseitig) sind
zu den Schwerachsen Iy, Ix derart angeordnet, daß deren Abstände zu beiden Schwerachsen
gleich sind. Die beiden Kreisbogenabschnitte 26 und 26' sind mit Hilfe eines ebenen
Horizontalsteges 27 miteinander verbunden. Die Länge des Horizontalsteges 27 ist mit
M
2 bezeichnet. Die Länge M
2 entspricht dem Abstand der Mittelpunkte K2 und K22 voneinander.
[0022] In vorteilhafter Weise bestehen bei der Ausführungsform nach Fig. 2 große Variationsmöglichkeiten
der Längen x
2 und M
2 der ebenen Abschnitte 25 und 27 durch Veränderung der Parameter M
2, R
2, x
2 und des Radius des Bogens 28. Weiterhin weist das in Fig. 2 dargestellte Auslegerprofil
keine Knickkanten auf, da sich an gerade (ebene) Abschnitte stets gerundete Abschnitte
mit tangentialen Übergängen anschließen.
[0023] Somit ergeben sich praktisch keine Momente aus Umfangsspannungen. Die Erzeugung von
Membranspannungen, vor allem in den gerundeten Abschnitten 26 und 26' gewährleistet
eine vorteilhafte Einleitung der Querkräfte in diese gerundeten Abschnitte. Ferner
ist eine erhöhte Steifigkeit des Profiles zur Schwerachse Iy durch die Länge M
2 des unteren Horizontalsteges 27, da die Massepunkte dieser Streckenlänge M
2 mit sehr hoher Gewichtung (dritte Potenz) in die Steifigkeitsberechnung eingehen.
[0024] Eine dritte Ausführungsform des Auslegerprofils (gemäß Fig. 3) ist von der zweiten
Ausführungsform abgeleitet. Ein erster Unterschied besteht darin, daß der abgerundete
Bereich 28 bei der zweiten Ausführungsform die horizontale Schwerachse Ix kreuzt,
währenddessen ein ähnlicher abgerundeter Abschnitt 38 der dritten Ausführungsform
erst unterhalb der horizontalen Schwerachse Ix angesetzt ist. Ferner sind zwar die
links- bzw. rechtsseitigen Kreismittelpunkte K
3 und K
33 der links- bzw. rechtsseitigen Kreisbogenabschnitte 36 und 36' zwar ähnlich wie in
Fig. 2 unterhalb der horizontalen Schwerachse Ix angeordnet, jedoch sind diese Mittelpunkte
K
3, K
33 so positioniert, daß ihre Abstände von der horizontalen Schwerachse Ix kürzer sind
als von der vertikalen Schwerachse Iy. Ansonsten weist die sich nach unten an den
Obergurt-Vertikalabschnitt anschließende, seitlich schräge Abkantung 35 die Länge
x
3, der Bogenabschnitt 36 (bzw. 36') den Radius R
3 und der horizontale, ebene Stegabschnitt 37 die Länge M
3 auf. Der ebene Abschnitt 37 verbindet die links- und rechtsseitigen, abgerundeten
Abschnitte 36 und 36' miteinander. Die Länge M
3 entspricht dem Abstand der Mittelpunkte K3 und K33 voneinander.
[0025] Ein besonderer Vorteil der dritten Ausführungsform (Fig. 3) ist ein großes Widerstandsmoment
gegen die (Biege-)Achse Ix, da große Teile der Massepunkte des unteren Abschnittes
relativ weit von der Schwerachse Iy entfernt liegen. Weiterhin ist eine vorteilhafte
Krafteinleitung in die Bogenabschnitte 36 und 36' aufgrund deren Membranwirkung gegeben.
Ferner ist keine Bildung von Momenten an der Übergangsstelle zwischen dem Abschnitt
38 und dem nach oben angrenzenden vertikalen Stegabschnitt des Obergurtes 34 zu erwarten.
Da keine Knickkante zwischen diesen beiden Abschnitten ausgebildet ist, können durch
radiales Einleiten von Kräften erzeugte Umfangsspannungen im wesentlichen keine entsprechenden
Momente zur Folge haben. Somit ist eine geringe Neigung des unteren horizontalen Stegabschnittes
37 zum Ausbeulen gegeben. Das Beulverhalten im Bereich des seitlichen Vertikalsteges
ist durch die Länge x
3 der ebenen, seitlich schrägen Abkantung 35 beeinflußbar. Im wesentlichen vereint
die dritte Ausführungsform in sich die Vorteile der beiden vorangegangenen Ausführungsformen.
[0026] Eine in Fig. 4 dargestellte vierte Ausführungsform des Auslegerprofils sieht zunächst
ähnlich wie im ersten Ausführungsbeispiel im Anschluß an den Obergurt-Vertikalabschnitt
eine seitlich schräge, ebene Abkantung 45 mit der Länge x
4 vor, die die horizontale Schwerachse Ix schneidet. Ähnlich wie in den vorangegangenen
drei Ausführungsformen ist die Abkantung identisch mit der Tangente, die am oberen
Ende des sich nach unten anschließenden Bogenabschnittes 46 gebildet ist, d.h., es
ist unterhalb der Abkantung 45, wie in den vorangegangenen drei Ausführungsformen
ebenso, keine Knickkante vorhanden. Der Bogenabschnitt 46 mit dem Radius R
4 verbindet nunmehr die linke Abkantung 45 mit der rechten Abkantung 45' des Auslegerprofiles.
Der Mittelpunkt K
4 des Bogenabschnittes 46 ist oberhalb der horizontalen Schwerachse Ix, aber auf der
vertikalen Schwerachse Iy, vorgesehen. Gegebenenfalls kann der Bogenradius des Bogenabschnittes
46 unmittelbar benachbart zu den Abkantungen 45, 45' kleiner als R
4 sein, so daß der gesamte Bogen 46 aus drei Einzelbögen zusammengesetzt ist.
[0027] In vorteilhafter Weise verhindern die tangentialen Übergänge zwischen der schrägen
Abkantung 45 und dem Bogenabschnitt 46 eine Momentenbildung infolge von Umfangsspannungen.
Diese Ausführungsform erlaubt es, die Höhe des zum Obergurt gehörenden Vertikalsteges
und damit dessen Beulverhalten durch Variation des Radius des Bogens 46, der an der
Abkantung 45 vorliegt, sowie die durch diesen Radius bedingte Bogenlänge und durch
Variation der Streckenlänge x
4 der Abkantung 45 nach den jeweiligen statischen Erfordernissen zu bestimmen. Bei
Bildung des Bogenabschnittes 46 mit zwei unterschiedlichen Radien ergibt sich ein
besonders günstiges Beulverhalten im unteren Profilabschnitt 43.
[0028] Eine fünfte Ausführungsform des Auslegerprofils ist in Fig. 5 dargestellt. Die sich
an den zum Obergurt gehörenden Vertikalsteg nach unten anschließende seitlich schräge,
ebene Abkantung 55 ist in diesem Falle unterhalb der horizontalen Schwerachse Ix angeordnet.
Die Abkantung weist die Länge x
5 auf. Das untere Ende dieser linksseitigen Abkantung 55 ist durch einen Bogenabschnitt
56 mit dem unteren Ende einer spiegelsymmetrischen, rechtsseitigen, ebenen Abkantung
55' verbunden. Der Bogenabschnitt 56 weist einen Radius R
5 auf, und der zugehörige Kreisbogenmittelpunkt K
5 ist ähnlich wie im vierten Ausführungsbeispiel oberhalb der horizontalen Schwerachse
Ix und die Vertikalachse Iy schneidend angeordnet.
[0029] Ein relativ großer Radius R
5 des Bogenabschnittes 56 gewährleistet ein großes Widerstandsmoment des Auslegers
gegen Biegung gegen die horizontale Achse Ix. Dadurch, daß bei dieser fünften Ausführungsform
die Unterseite des Auslegerprofils weitgehend in rundlicher Form ausgebildet ist,
ist eine besonders geringe Beulneigung gegeben. Die Winkellage und die Länge x
5 im Krafteinleitungsbereich der Abkantungen 55 können flexibel nach den Anwendererfordernissen
bezüglich der seitlichen und seitlich unteren Empfindlichkeit gegen Ausbeulen bestimmt
werden.
[0030] Die sechste Ausführungsform des Auslegerprofiles nach Fig. 6 stellt eine Variation
der fünften Ausführungsform dar. Der wesentliche Unterschied liegt darin, daß ein
größerer Radius R
6 (vgl. hierzu Radius R
5 des Kreisbogenabschnittes 56 bei der fünften Ausführungsform) für einen Kreisbogenabschnitt
66 gewählt wurde. Dementsprechend ist der zugehörige Kreisbogenmittelpunkt K
6 deutlich höher oberhalb der Schwerachse Ix auf der Vertikalachse Iy angeordnet, ist
der zum Obergurt gehörende Vertikalsteg 64, insbesondere unterhalb der Schwerachse
Ix, verlängert ausgeführt und ist die seitliche Abkantung 65 zwischen dem Vertikalsteg
64 und dem Bogenabschnitt 66 stärker zur vertikalen Schwerachse Iy geneigt.
[0031] Die Vorteile dieser sechsten Ausführungsform unterscheiden sich von denen, die bereits
für die fünfte Ausführungsform angegeben wurden, lediglich in der Intensität.
[0032] Eine siebte Ausführungsform des Auslegerprofils zeigt Fig. 7. Hierbei ist auf seitlich
schrägen Abkantungen ganz verzichtet worden. Statt dessen ist der zum Obergurt gehörende
Vertikalsteg unmittelbar in den Bogenabschnitt 76 übergeführt. Vorzugsweise ist der
Übergang Vertikalsteg/Bogenabschnitt im wesentlichen auf Höhe der horizontalen Schwerachse
Ix angeordnet. Der linksseitige Bogenabschnitt 76 weist einen Radius R
7 auf mit einem Kreisbogenmittelpunkt K7 im Schnittpunkt der beiden Schwerachsen. Vorzugsweise
entspricht der Radius R
7 im wesentlichen dem Abstand zwischen der vertikalen Schwerachse Ix und dem zum Obergurt
gehörenden Vertikalsteg 74. Die beiden Bogenabschnitte 76 und 76' sind über einen
unteren horizontalen, ebenen Stegabschnitt 77 miteinander verbunden. Der Stegabschnitt
77 weist die Länge M
4 auf. In bevorzugter Ausbildung ist der Übergang zwischen Kreisbogenabschnitt 76 und
Stegabschnitt 77 derart gestaltet, daß mittels eines Übergangsbogens mit kleinem Radius
keine Knickkante ausgebildet ist.
[0033] In vorteilhafter Weise stellt die siebte Ausführungsform ein großes Widerstandsmoment
gegen Biegung gegen die Achse Ix bereit, da ein Großteil der Massepunkte des unteren
Profilabschnittes einen großen Abstand zur vertikalen Schwerachse Iy aufweist. Die
gerundeten Abschnitte gewährleisten infolge der Membranwirkung eine besonders günstige
Krafteinleitung in das Gesamtprofil. Weiterhin treten im wesentlichen keine Momente
im Übergangsbereich zu den seitlichen Vertikalstegen auf, da die Umfangsspannungen
des Bogenabschnittes 76 bzw. 76'direkt bzw. tangential in die Vertikalstege eingeleitet
werden.
[0034] Eine achte Ausführungsform ist in Figur 8 dargestellt. Diese Ausführungsform entspricht
weitgehend der in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsform, hat jedoch keinerlei
seitlich schräge Abkantungen. An die unteren Enden der dem Obergurt zugeordneten Vertikalstege
schließen sich linksseitig ein Kreisbogenabschnitt 86 mit dem Radius R
8 und rechtsseitig ein Kreisbogenabschnitt 86' mit gleichfalls dem Radius R
8 an. Zwischen den beiden Kreisbogenabschnitten 86 und 86' liegt ein unterer Horizontalabschnitt
87 mit der vergleichbar großen Länge M
5. Wie bei der ersten, zweiten und dritten Ausführungsform liegen die Mittelpunkte
K
8 bzw. K
88 jeweils gleich beabstandet seitlich neben der vertikalen Schwerachse Iy und jeweils
gleich beabstandet unterhalb der horizontalen Schwerachse Ix. Die Länge M
5 des Horizontalabschnitts 87 entspricht dem Abstand der Mittelpunkte K
8 und K
88 voneinander. Wie bei der ersten, zweiten und dritten Ausführungsform der Erfindung
ist auch bei der achten Ausführungsform durch die tangentialen Übergänge der Kreisbogenabschnitt
86, 86' in den horizontalen Stegabschnitt 87 der Membranspannungszustand gewährleistet.
[0035] In vorteilhafter Weise stellt die achte Ausführungsform ein großes Widerstandsmoment
gegen Biegung gegen die Ix-Achse bereit, da ein Großteil der Massepunkte des unteren
Profilabschnittes einen großen Abstand zur vertikalen Schwerachse Iy aufweist. Die
gerundeten Abschnitte gewährleisten infolge der Membranwirkung eine besonders günstige
Krafteinleitung, sowohl in die beiden vertikalen Stege als auch in den Horizontalsteg
87. Weiterhin treten keine Momente in den Übergangsbereichen zu dem Horizontalsteg
und zu den beiden vertikalen Stegabschnitten auf, da die Umfangsspannungen des Bogenabschnittes
86 bzw. 86' tangential in alle Stege eingeleitet werden.
[0036] Für alle Ausführungsformen mit unteren horizontalen Stegabschnitten, d.h., für die
Ausführungsformen gemäß Figuren 1, 2, 3, 7 und 8 gilt, daß deren Länge M wenigstens
5 %, maximal 28 % der Profilgesamtbreite (X-Richtung) beträgt. Bei vielgliedrigen
Auslegern weisen die Profile der dem Grundteil nahen Teile bevorzugt Längenabmessungen
M von 5 bis 17 % der jeweiligen Profilgesamtbreite auf, während die Profile der inneren,
d.h., der vom Grundteil entfernteren Teleteile bevorzugterweise Längenabmessungen
M von 12 bis 28 % ihrer jeweiligen Profilgesamtbreite aufweisen.
[0037] Die Längenabmessungen X der seitlich schrägen Abkantungen beträgt bei allen Ausführungsformen
der Erfindung vorzugsweise 5 bis 28 %, bezogen auf die Profilgesamthöhe (Y-Richtung).
[0038] Weitere Ausführungsformen können dadurch gebildet sein, daß bisher noch vorgesehene
Knickkanten zwischen den einzelnen Profilabschnitten durch gerundete Abschnitte mit
kleinem Radius ersetzt werden.
[0039] Vorzugsweise werden bei allen vorstehend beschriebenen Auslegerprofilen zumindest
die unteren abgerundeten oder runden Abschnitte mit Hilfe des Kantens hergestellt.
Dabei werden aufeinanderfolgend mehr oder weniger schmale Materialstreifen gekantet.
Durch entsprechend viele aufeinanderfolgende Abkantschritte können runde Profilteile
bzw. Profilabschnitte erreicht werden, die sich in der Praxis so gut wie gar nicht
von ideal runden Gestaltungen unterscheiden. Eine solche Verfahrensweise ist als POLYGONZUG
bekannt.
[0040] Durch Verwendung des Kantens zur Formgebung der Auslegerprofilabschnitte und insbesondere
zur Ausbildung des unteren runden oder abgerundeten Profilabschnitts werden hinsichtlich
der Festigkeit des erzeugten Auslegerprofils zwei besondere Vorteile erreicht:
1. ergibt sich aus den Kantungen eine gesteigerte Profilsteifigkeit im Vergleich zu
ebenen ungekanteten Wandungsabschnitten und
2. wird durch die Kantungsvorgänge jeweils eine Kaltverfestigung des verwendeten Stahlwerkstoffes
herbeigeführt, die zu einer nicht unbeträchtlichen Erhöhung der Streckgrenze beiträgt.
[0041] Als Folge können für das Auslegerprofil geringer dimensionierte Blechstärken und
Konstruktionen verwendet werden, ohne daß es zu Festigkeitseinbußen kommt.
1. Auslegerprofil, insbesondere für teleskopierbare Ausleger von Kränen und Kranfahrzeugen,
mit einem im wesentlichen halbkastenförmigen, oberen Abschnitt mit parallel zur vertikalen
Schwerachse (Iy) des Auslegerprofils verlaufenden Seitenwänden und einem wenigstens
einen kreisbogenförmigen Abschnitt aufweisenden, unteren Profilabschnitt, der mit
den Enden der parallelen Seitenwände des oberen Abschnittes verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Enden der parallelen Seitenwände des oberen Profilabschnittes verbundenen
Bereiche des unteren Profilabschnitts einander gegenüberliegend als ebene, schräg
einwärts gerichtete, symmetrische Abkantungen (15, 25, 35, 45, 55, 65) gestaltet sind,
die mit den parallelen Seitenwänden des oberen Profilabschnittes jeweils einen Winkel
alpha einschließen und daß sich an die unteren Enden dieser einwärts gerichteten,
ebenen Abkantungen ein kreisbogenförmiger Abschnitt (16, 16', 26, 26', 36, 36', 46,
56 ) anschließt.
2. Auslegerprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Profilabschnitt ein mittig von der vertikalen Schwerachse (Iy) des Auslegerprofils
geteilter Horizontalsteg (17, 27, 37) vorgesehen ist, welcher parallel zur horizontalen
Schwerachse (Ix) verläuft, wobei an beide Enden dieses Horizontalsteges ein kreisbogenförmiger
Abschnitt (16, 16', 26, 26', 36, 36') des unteren Profilabschnittes angeschlossen
ist.
3. Auslegerprofil, insbesondere für teleskopierbare Ausleger von Kränen und Kranfahrzeugen,
mit einem im wesentlichen halbkastenförmigen, oberen Abschnitt mit parallel zur vertikalen
Schwerachse (Iy) verlaufenden Seitenwänden, einem zwei kreisbogenförmige Abschnitte
aufweisenden unteren Profilabschnitt, der mit den Enden der parallelen Seitenwände
des oberen Abschnittes verbunden ist, und mit einem mittig von der vertikalen Schwerachse
(Iy) des Auslegerprofils geteilten Horizontalsteg (77, 87), welcher parallel zur horizontalen
Schwerachse (Ix) des Auslegerprofils verläuft, wobei an beide Enden des Horizontalsteges
jeweils einer der kreisbogenförmigen Abschnitte (76, 76', 86, 86') angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Radien (R7, R8) der beiden kreisbogenförmigen Abschnitte (76, 76', 86, 86') deutlich größer sind
als die Abrundungsradien im Bereich des oberen Profilabschnittes und daß sowohl der
obere Profilabschnitt als auch der untere Profilabschnitt jeweils einstückig ausgebildet
sind.
4. Auslegerprofil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Radien (R7) der beiden kreisbogenförmigen Abschnitte (76, 76') im Schnittpunkt der vertikalen
Schwerachse (Iy) und der horizontalen Schwerachse (Ix) schneiden.
5. Auslegerprofil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelpunkte (K8, K88) der beiden kreisbogenförmige Abschnitte (86, 86') gleich beabstandet von der vertikalen
Schwerachse (Iy) und jeweils gleich beabstandet unterhalb der horizontalen Schwerachse
(Ix) liegen, wobei die Länge des Horizontalabschnittes (87) gleich dem Abstand der
Kreisbogenmittelpunkte (K8, K88) voneinander ist.
6. Auslegerprofil nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Radien der kreisbogenförmigen Abschnitte (16, 16', 26, 26', 36, 36', 86, 86')
ihre Kreismittelpunkte (K1, K11, K2, K22, K3, K33, R4, R5, R6, R8) unterhalb der horizontalen Schwerachse (Ix) des Auslegerprofils haben.
7. Auslegerprofil nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der kreisbogenförmigen Wandabschnitte (16, 16', 26, 26', 36, 36', R8) ihre Kreismittelpunkte im gleichen Abstand von der vertikalen Schwerachse (Iy) und
von der horizontalen Schwerachse (Ix), aber unterhalb der horizontalen Schwerachse,
haben.
8. Auslegerprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kreisbogenförmige Abschnitt (46, 56, 66) seinen Kreismittelpunkt (K4, K5, K6) oberhalb der horizontalen Schwerachse (Ix) auf der vertikalen Schwerachse (Iy) hat.
1. A jib profile, more particularly for telescopic jibs of cranes and crane vehicles,
with a substantially half-box-shaped top portion with side walls extending parallel
to the vertical axis (ly) through the centre of gravity of the jib profile and with
a bottom profile portion which has at least one arcuate portion and which is connected
to the ends of the parallel side walls of the top portion,
characterised in that the regions of the bottom profile portion which are connected to the ends of the
parallel side walls of the top profile portion are arranged opposite one another in
the form of flat symmetrical bends (15, 25, 35, 45, 55, 65) directed obliquely inwards
and including in each case an angle "alpha" with the parallel side walls of the top
profile portion, and in that an arcuate portion (16, 16', 26, 26', 36, 36', 46, 56, 76, 76', 86, 86') adjoins
the bottom ends of said inwardly directed flat bends.
2. A jib profile according to claim 1,
characterised in that a horizontal web (17, 27, 37, 77, 87) divided centrally from the vertical axis (ly)
through the centre of gravity of the jib profile is provided and extends parallel
to the horizontal axis (lx) through the centre of gravity, an arcuate portion (16,
16', 26, 26', 36, 36', 76, 76', 86, 86') of the bottom profile portion being connected
to both ends of said horizontal web.
3. A jib profile, more particularly for telescopic jibs of cranes and crane vehicles,
with a substantially half-box-shaped top portion with side walls extending parallel
to the vertical axis (ly) through the centre of gravity, a bottom profile portion
which comprises two arcuate portions and which is connected to the ends of the parallel
side walls of the top portion, and with a horizontal web (77, 78) divided centrally
from the vertical axis (ly) through the centre of gravity of the jib profile and extending
parallel to the horizontal axis (lx) through the centre of gravity of the jib profile,
one of the arcuate portions (76, 76', 86, 86') being connected to each of the two
ends of the horizontal web, characterised in that the radii (R7, R8) of the two arcuate portions (76, 76', 86, 86') are distinctly greater than the rounding
radii in the region of the top profile portion and in that both the top profile portion and the bottom profile portion are each made in one
piece.
4. A jib profile according to claim 3,
characterised in that the radii (R7) of the two arcuate portions (76, 76') intersect at the point of intersection of
the vertical axis (ly) through the centre of gravity and the horizontal axis (lx)
through the centre of gravity.
5. A jib profile according to claim 3,
characterised in that the centres (K8, K88) of the two arcuate portions (86, 86') are equally spaced from the vertical axis
(ly) through the centre of gravity and are respectively equally spaced beneath the
horizontal axis (lx) through the centre of gravity, the length of the horizontal portion
(87) being equal to the distance between the centres of the arcs (K8, K88).
6. A jib profile according to claim 1 or 3,
characterised in that the radii of the arcuate portions (16, 16', 26, 26', 36, 36', 86, 86') have the circle
centres (K1, K11, K2, K22, K3, K33, R4, R5, R6, R8) beneath the horizontal axis (lx) through the centre of gravity of the jib profile.
7. A jib profile according to claim 1 or 3,
characterised in that the arcuate wall portions (16, 16', 26, 26', 36, 36', R8) have their circle centres at equal distances from the vertical axis (ly) through
the centre of gravity and the horizontal axis (lx) through the centre of gravity,
but beneath the latter horizontal axis.
8. A jib profile according to claim 1,
characterised in that the arcuate portion (46, 56, 66) has its circle centre (K4, K5, K6) above the horizontal axis (lx) through the centre of gravity on the vertical axis
(ly) through the centre of gravity.
1. Profil de flèche, en particulier pour des flèches télescopiques de grues et de véhicules
grutiers, avec une section supérieure, sensiblement en forme de demi-caisson, ayant
des parois latérales s'étendant parallèlement à l'axe de la gravité vertical (ly)
du profil de flèche, et une section de profil inférieure présentant au moins une section
en forme d'arc de cercle, qui est relié aux extrémités des parois latérales parallèles
de la section supérieure, caractérisé en ce que les zones, reliées aux extrémités des parois latérales parallèles de la section de
profilé supérieure, de la section de profil inférieure, sont configurées en étant
opposées les unes les autres, sous forme de chanfreins obliques (15, 25, 35, 45, 55,
65), symétriques, plans, orientés obliquement vers l'intérieur, faisant, avec les
parois latérales parallèles de la section de profilé supérieure, chaque fois un angle
"alpha", et en ce qu'une section (16, 16', 26, 26', 36, 36', 46, 56, 76, 76', 86, 86') en forme d'arc de
cercle, se raccorde aux extrémités inférieures de ces chanfreins plans tournés vers
l'intérieur.
2. Profil de flèche selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans la section de profilé inférieure, est prévue une nervure horizontale (17, 27,
37, 77, 87), divisée centralement par l'axe vertical de gravité (ly) du profil de
flèche, nervure s'étendant parallèlement à l'axe horizontal de gravité (lx), une section
(16, 16', 26, 26', 36, 36', 76, 76', 86, 86'), en forme d'arc de cercle, de la section
de profil inférieure étant raccordée aux deux extrémités de cette nervure horizontale.
3. Profil de flèche, en particulier pour des flèches télescopiques de grues ou de véhicules
grutiers, avec une section supérieure, sensiblement en forme de demi-caisson, avec
des parois latérales s'étendant parallèlement à l'axe de gravité vertical (ly), une
section de profil inférieure, présentant deux sections en forme d'arc de cercle, reliée
aux extrémités des parois latérales de la section supérieure, et avec une nervure
horizontale (77, 87) divisée centralement par l'axe de gravité (ly) vertical du profil
de flèche, nervure s'étendant parallèlement à l'axe de gravité horizontal (lx) du
profil de flèche, à chacune des deux extrémités de la nervure horizontale étant raccordée
l'une des sections (76, 76', 86, 86') en forme d'arc de cercle, caractérisé en ce que les rayons (R7, R8), des deux sections (76, 76', 86, 86') en forme d'arc de cercle, sont nettement plus
grands que les rayons d'arrondis situés dans la zone de la section de profil supérieure,
et en ce que, tant la section de profil supérieure, que la section de profil intérieure, sont
chacune réalisées d'une seule pièce.
4. Profil de flèche selon la revendication 3, caractérisé en ce que les rayons (R7) des deux sections (76, 76') en forme d'arc de cercle, se coupent au point d'intersection
de l'axe de gravité vertical (ly) et de l'axe de gravité horizontal (lx).
5. Profil de flèche selon la revendication 3, caractérisé en ce que les centres (K8, K88) des deux sections (86, 86') en forme d'arc de cercle sont également espacés de l'axe
de gravité vertical (ly) et, chaque fois, également espacés au-dessous de l'axe de
gravité horizontal (lx), la longueur de la section horizontale (87) étant égale à
l'espacement mutuel entre les centres d'arc de cercle (K8, K88).
6. Profil de flèche selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que les rayons des sections (16, 16', 26, 26', 36, 36', 86, 86') en forme d'arc de cercle
ont leurs centres de cercle (K1, K11, K2, K22, K3, K33, R4, R5, R6, R8) situés au-dessous de l'axe de gravité horizontal (lx) du profil de flèche.
7. Profil de flèche selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que les sections de paroi (16, 16', 26, 26', 36, 36', R8) en forme d'arc de cercle ont
leurs centres de cercle au même espacement vis-à-vis de l'axe de gravité vertical
(ly) et de l'axe de gravité horizontal (lx), mais au-dessous de l'axe de gravité horizontal.
8. Profil de flèche selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section (46, 56, 66) en forme d'arc de cercle a son centre de cercle (K4, K5, K6) situé au-dessus de l'axe de gravité horizontal (lx) sur l'axe de gravité vertical
(ly).