[0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlag für Fenster oder Türen nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Zum Erschweren eines Einbruchs durch gewaltsames Öffnen der Flügel von Fenster oder
Türen werden seit geraumer Zeit Sicherheitsbeschläge eingesetzt. Diese Sicherheitsbeschläge
weisen vorzugsweise in den Eckbereichen der Flügel zusätzliche Riegel auf, die beim
Schließen des Fensters und Betätigen des Fenstergriffes in Schließstellung in Riegelöffnungen
des Blendrahmens eingeschoben werden.
[0003] Die Riegel für Sicherheitsfensterbeschläge sind an der Treibstange des Stulpschienen/Treibstangenbeschlages
befestigt und werden durch diese verschoben. Daher ist es zum Betätigen von vier Riegeln
erforderlich, den Stulpschienen/Treibstangenbeschlag mit wenigstens drei Eckumlenkungen
zum Teil mit vier Eckumlenkungen auszubilden, was einen hohen Aufwand bedingt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sicherheitsbeschlag für Fenster oder
Türen mit zusätzlichen einbruchshemmenden Riegeln am Flügel zu versehen, die bei geschlossenem
Flügel vorzugsweise im Eckbereich in Riegelöffnungen des Blendrahmens eingreifen,
ohne daß dazu gegenüber normalen Beschlägen zusätzliche Eckumlenkungen benötigt werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind in den Anprüchen 2 bis 18 beschrieben.
[0006] Zwar ist es nach der US-PS 3 949 525 bekannt, Beschläge für Fenster oder Türen nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 als Zuhaltungen am griffseitigen vertikalen Holm anzuordnen
und ebenso ist es nach der DE 29 20 581 C 3 bekannt, derartige Riegel als Zusatzverriegelung,
insbesondere Mittelverriegelung bei besonders großen Fenstern oder Türen einzusetzen.
[0007] Diese Beschläge sind jedoch nicht zum Einsatz als einbruchhemmende Riegel geeignet.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß auf einfache
Weise, ohne den Einsatz zusätzlicher Eckumlenkungen eine erhöhte Einbruchssicherung
bei Fenster oder Türen erzielt werden kann. Besonders vorteilhaft können die erfindungsgemäßen
Beschläge auch bei bereits eingebauten Fenstern nachgerüstet werden.
[0009] Die Ausbildung nach Anspruch 3 führt zu einer sehr genauen Verstellung des Riegels.
Die Ausführung nach Anspruch 4 zeigt eine sehr einfache und preiswerte Lösung. Bei
der Ausbildung nach Anspruch 5 wird bewirkt, daß der Flügel auch gegen Ausheben aus
dem Ecklager gesichert ist. Die Ausbildung nach Anspruch 8 ergibt eine sehr platzsparende
Ausbildung des Beschlages. Die Ausbildung nach Anspruch 13 reduziert nicht nur Teile
des Beschlages durch die Kombination von Eckwinkel und Sicherheitsbeschlag, sondern
bedingt auch eine stabilere Anbindung des Beschlages am Flügel.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0011] Es zeigen
Fig. 1 den Schnitt durch eine Fensterecke mit einem Sicherheitsriegel,
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend Fig. 1 bei geöffnetem Flügel,
Fig. 3 die Ansicht eines Sicherheitsriegels in Verbindung mit einem Eckwinkel,
Fig. 4 einen Teilschnitt durch einen Sicherheitsriegel entsprechend Fig. 3,
Fig. 5 einen Ausschnitt eines Sicherheitsriegels entsprechend Fig. 4 mit Zuschaltung
einer weiteren Feder,
Fig. 6 die Ausbildung eines Sicherheitsriegels mit einer Wendelfeder,
Fig. 7 und 8 eine weitere Einbausituation eines Sicherheitsriegels zwischen Flügel
und Blendrahmen,
Fig. 9 die Ausbildung eines Sicherheitsriegels mit einem Rädergetriebe,
Fig. 10 die Draufsicht auf einen Sicherheitsriegel entsprechend Fig. 9, und
Fig. 11 eine weitere Ausbildungsart eines Sicherheitsriegels.
[0012] Der erfindungsgemäße Beschlag für Fenster oder Türen wird nachfolgend als Sicherheitsriegel
bezeichnet. Dieser Sicherheitssriegel kann alternativ am Flügel 1 oder am Blendrahmen
2 eines Fensters oder einer Tür angeordnet sein und greift mit einem Riegel 3 in eine
Riegelöffnung 4 des Gegenteils (Blendrahmen oder Flügel).
[0013] In den Fig. 1 und 2 ist der Sicherheitsriegel in der Beschlagaufnahmenut 5 des unteren
waagerechten Holms 6 am Flügel 1 befestigt. Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Abschnitt
der unteren bandseitigen Ecke eines Fensters. Dabei sind der bandseitige vertikale
Holm 7 des Flügels 1 und der vertikale Holm 8 des Blendrahmens 2 geschnitten dargestellt.
Der Sicherheitsriegel ist als Bauteil mit einem Eckwinkel 9 verbunden, der auch die
Lagerhülse 10 einer unteren Ecklagerbaugruppe trägt.
[0014] Die Lagerhülse 10 ist wiederum über einen Stift 11 mit einem am vertikalen Holm 8
des Blendrahmens 2 angebundenen Lagerbock 12 verbunden. Im Falzluftbereich zwischen
Flügel 1 und Blendrahmen 2 ist am vertikalen Holm 8 des Blendrahmens 2 eine Riegelaufnahme
13 angebracht, die mit einer Riegelöffnung 4 ausgebildet ist. Die Anbindung dieser
Riegelaufnahme 13 an den vertikalen Holm 8 des Blendrahmens 2 ist nicht näher dargestellt.
Vorzugsweise handelt es sich hier um eine kompakte Platte, die über Schrauben mit
dem Holmprofil verbunden ist.
[0015] In Fig. 1 ist der Flügel 1 geschlossen. Die Hebel 14, 15, als Betätigungsglieder
bei dieser Bauform eines Sicherheitsriegels sind gestreckt, da der am Hebel 14 angeordnete
Mitnehmer 16 an der Innenkante des unteren horizontalen Holms 17 des Blendrahmens
2 angeschlagen ist. Dadurch ist der Riegel 3 bis in die Riegelöffnung 4 vorgeschoben.
[0016] In der Stellung des Flügels 1 nach Fig. 2 (das Flügelprofil ist hier nicht dargestellt)
ist der Flügel 1 soweit geschlossen, daß der Mitnehmer 16 nahezu an der Außenkante
des unteren horizontalen Holms 17 des Blendrahmens 2 zur Anlage kommt. In dieser Stellung
ist der Riegel 3 noch zurückgezogen.
[0017] Die Fig. 3 und 4 zeigen den Aufbau des Sicherheitsriegels im einzelnen. Dabei hat
der Sicherheitsriegel die Stellung entsprechend Fig. 2. Der den Sicherheitsriegel
tragende Eckwinkel 9 weist einen vertikalen Schenkel 18 und einen horizontalen Schenkel
19 auf. Am vertikalen Schenkel 18 ist die Lagerhülse 10 des Ecklagers angebunden.
Der horizontale Schenkel 19 übernimmt die Funktion einer Befestigungsschiene. Der
Riegel 3 ist über einen Niet 20 horizontal verschieblich am horizontalen Schenkel
19 angebunden. Die horizontale Verschiebung wird über einen von Niet 20 durchgriffenen
zentralen Längsschlitz 21 bestimmt und begrenzt. Da der Riegel 3 innerhalb des Eckwinkels
9 angeordnet ist, ist ein Durchbruch 22 in der Ecke des Eckwinkels 9 erforderlich,
damit der Riegel 3 in Richtung auf den Blendrahmen 2 verschoben werden kann. Zur weiteren
Führung des Riegels 3 im Eckwinkel 9 ist letzterer ebenfalls in einem Längsschlitz
23 ausgebildet, in dem das nach unten abgekröpfte innere Ende des Riegels 3 geführt
wird. An diesem Ende des Riegels 3 ist über einen weiteren Niet 24 ein Hebel 15 des
Hebelgetriebes angebunden, der wiederum über einen Niet 25 anderenends mit dem weiteren
Hebel 14 des Hebelgetriebes verbunden ist, welcher anderenends über einen Niet 26
am eckabgewandten Ende des horizontalen Schenkels 19 des Eckwinkels 9 angebunden ist.
[0018] Der Hebel 14 des Hebelgetriebes ragt über den den Knickpunkt bildenden Niet 25 hinaus
und ist hier mit einem nach unten abgewinkelten Mitnehmer 16 versehen. Beim Anschlagen
dieses Mitnehmers 16 an die Innenkante des horizontalen Holms 17 des Blendrahmens
2 wird das aus den Hebeln 14 und 15 bestehende Hebelgetriebe gestreckt, was zu einem
horizontalen Verschieben des Riegels 3 führt. Der Niet 26 ist als Exzenter ausgebildet
und erlaubt dadurch eine Verstellung des Hebels 14 zum horizontalen Schenkel 19 und
damit eine horizontale Einstellung des gesamten Sicherheitsriegels. Zum Zurückziehen
des Riegels 3 aus der Verriegelungsstellung beim Öffnen des Fensters dient eine Zugfeder
27, die mit einem Ende im Riegel 3 und mit dem anderen Ende im horizontalen Schenkel
19 des Eckwinkels 9 angebunden ist.
[0019] Die vorbeschriebene Anbindung des abgewinkelten Mitnehmers 16 am Hebel 14 ergibt
sich aus den jeweiligen kinematischen Gegebenheiten. Sofern es die Kinematik erlaubt,
muß der Hebel 14 den Knickpunkt des Hebelgetriebes nicht überragen. Dann kann der
Mitnehmer 16, wie in Fig. 2 dargestellt, direkt am Knickpunkt des Hebelgetriebes angeordnet
werden.
[0020] Der Mitnehmer 16 muß auch nicht einteilig mit dem Hebel 14 ausgebildet sein. Eine
nicht dargestellte zweiteilige Ausbildung hat den Vorteil, daß der Beschlag mit gleichen
Bauteilen alternativ für Rechtsanschlag oder für Linksanschlag ausgebildet werden
kann.
[0021] In Fig. 5 wird eine Weiterentwicklung eines Sicherheitsriegels entsprechend Fig.
3 und 4 gezeigt. Die Weiterentwicklung betrifft die Anbindung des Hebels 14 an den
horizontalen Schenkel 19 des Eckwinkels 9 bzw. alternativ an eine Befestigungsschiene
28. Im Unterschied zur Ausbildung nach den Fig. 3 oder 4 wird der Hebel 14 über einen
Niet 26 nicht direkt mit der Befestigungsschiene 28 verbunden, sondern an einem Schlitten
29. Dieser Schlitten 29 wiederum ist über einen Niet 30 durch einen Längsschlitz 31
längsverschieblich an der Befestigungsschiene 28 angebunden. Zwischen dem Schlitten
29 und einem Anschlag 32 der Befestigungsschiene 28 ist eine Druckfeder 33 angeordnet.
Bei dieser Ausbildung kann das Ausrichten des Sicherheitsriegels durch den exzentrisch
verstellbaren Niet 26 entfallen. Der Riegel 3 wird bei geschlossenem Fenster jeweils
bis in die tiefste Stellung in die Riegelöffnung 4 geschoben. Dabei ist vorgesehen,
daß diese tiefste Stellung bereits vor dem vollständigen Schließen des Flügels erreicht
wird. Bei weiterem Strecken des Hebelgetriebes durch weiteres Schließen des Flügels
verschiebt sich der Niet 26 und damit der Schlitten 29 gegen die Kraft der Druckfeder
33 nach hinten. Diese Ausbildung bedingt nicht nur Vorteile hinsichtlich der Einstellung
des Sicherheitsriegels. Sie erhöht auch die Einbruchsicherheit. Bei dem gewaltsamen
Versuch, den Flügel gegenüber dem Blendrahmen aufzubiegen, knickt zwar das Hebelgetriebe
ein. Durch die Möglichkeit des Nachschiebens des gesamten Systems über die Druckfeder
33 ist jedoch weiterhin gewährleistet, daß der Riegel 3 in der tiefsten Stellung in
der Riegelöffnung 4 verbleibt.
[0022] Bei der alternativen Ausbildung nach Fig. 6 wird die Zugfeder 27 gegen eine Wendelfeder
34 ausgetauscht. Diese Wendelfeder 34 umschlingt den Kopf des Niets 26 und ist mit
Federarmen an der Befestigungsschiene 28 einerseits und dem Hebel 14 andererseits
angebunden. Eine derartige Wendelfeder kann in gleicher Weise auch im Bereich der
Niete 24 oder 25 angeordnet werden. Als weitere Ausbildungsvariante ist in Fig. 6
kein Mitnehmer 16 sondern ein Anschlag 35 am Hebel 14 angeordnet. Dieser Anschlag
35 weist eine nach außen konvexe Form auf. Das Zusammenwirken dieses Anschlages mit
einem Fenster oder einer Tür wird in den Fig. 7 und 8 gezeigt.
[0023] In den Fig. 7 und 8 ist der Einbau eines Sicherheitsriegels in der Beschlagsnut von
Holzfenstern gezeigt. Der Sicherheitsriegel ist wiederum in der Beschlagsaufnahmenut
5 des Flügels 1 angeordnet und dort befestigt. In einer Ausfräsung 36 am Blendrahmen
2 ist ein Winkelstück 37 angeordnet und z.B. über Schrauben befestigt. Das Winkelstück
37 erstreckt sich in Holmrichtung und ist über einen am Grund der Ausfräsung 36 aufliegenden
Winkelschenkel 38 mit dem Blendrahmen 2 verschraubt. Der andere Winkelschenkel 39
erstreckt sich frei nach unten und dient als Gegenanschlag zum Anschlag 35 des Hebelgetriebes.
Eine Einstellvorrichtung zur Lageveränderung des Winkelstücks 37 in der Ausfräsung
36 ist nicht dargestellt, wird jedoch durch übliche bauliche Maßnahmen erzielt.
[0024] Der Sicherheitsriegel nach den Fig. 9 und 10 bedient sich zur Umsetzung der Relativbewegung
zwischen Flügel 1 und Blendrahmen 2 in eine Vorschubbewegung des Riegels 3 eines Zahnradgetriebes.
Hier wird die Relativbewegung zwischen Flügel 1 und Blendrahmen 2, die beispielsweise
durch eine nicht dargestellte Steuerkulisse erzeugt wird, auf eine Steuerstange 40
übertragen und über eine Druckfeder 41 auf eine sich gegen eine weitere Druckfeder
42 abstützende Zahnstange 43 übertragen. Ein in die Zahnstange 32 eingreifendes Zahnrad
44 dient zur Bewegungsumkehr und greift an der gegenüberliegenden Seite in eine Verzahnung
des Riegels 3 ein. Somit wird erreicht, daß beim Einschieben der Steuerstange 40,
unter Berücksichtigung der Einfederungswege der Federn 41 und 42 der Riegel 3 vorgeschoben
und in die Riegelöffnung 4 der Riegelaufnahme 13 verschoben wird. Auch bei der Ausbildung
des Sicherheitsriegels nach den Fig. 9 und 10 ist eine Sicherung derart vorgesehen,
daß bei geschlossenem Fenster der Riegel 3 in die tiefste Stellung in die Riegelöffnung
4 einfährt. Diese tiefste Stellung wird wiederum bereits vor dem endgültigen Schließen
des Flügels erreicht. Bei weiterem Schließen des Flügels 1 und damit weiterem Einschieben
der Steuerstange 40 kann sich das gesamte Gehäuse 45 gegenüber dem des tragenden Eckwinkels
9 nach hinten verschieben. Eine weitere Druckfeder 46, die zwischen dem Gehäuse 45
und einem Anschlag 47 am Eckwinkel 9 angeordnet ist, dient dazu, das Gehäuse 45 bei
Entlastung des Sicherheitsriegels wieder zurückzuschieben.
[0025] Ein weiterer einfacher Sicherheitsriegel wird in Fig. 11 gezeigt. Die Darstellung
zeigt in der Vollstrichstellung die geschlossene Stellung des Flügels 1 und in der
strichpunktierten Darstellung die Lage des Sicherheitsriegels bei geöffnetem Flügel.
Flügel 1 und Blendrahmen 2 sind nicht dargestellt. Daher ist zum Verständnis der Darstellung
anzumerken, daß das Steuerblech 48, als Teil der Kulissenführung im Ausführungsbeispiel
fest am Blendrahmen 2 angebracht ist und in der gezeigten Stellung verbleibt. Dagegen
ist der Sicherheitsriegel am Flügel 1 angeordnet und verändert seine Lage, wie schematisch
dargestellt, in Bezug auf das Steuerblech 48. Der Sicherheitsriegel ist wiederum am
horizontalen Schenkel 19 des Eckwinkels 9 angebracht. Der Riegel 3 ist im vorderen
Bereich wiederum mit einem Längsschlitz 49 ausgebildet, der durch einen Niet 50 durchgriffen
wird, welcher wiederum mit dem horizontalen Schenkel 19 des Eckwinkels 9 verbunden
ist. Am anderen Ende des Riegels 3 ist eine Zugfeder 51 angebunden, die mit ihrem
weiteren Ende am horizontalen Schenkel 19 des Eckwinkels 9 verbunden ist und den Riegel
3 in die Ausgangsstellung zurückzieht. Am Riegel 3 ist weiterhin eine Steuerrolle
52 vorgesehen, die beim Schließen des Flügels gegen das Steuerblech 48 fährt und entsprechend
der Ausbildung der Schräge 53 am Steuerblech 48 den Riegel nach vorne in die Riegelöffnung
4 der Riegelaufnahme 13, welche am Blendrahmen 2 befestigt ist, schiebt. In einer
vereinfachten Ausbildung wird anstatt einer Steuerrolle 52 ein feststehender Steuerstift
verwendet.
Bezugszeichenliste
[0026]
1 Flügel
2 Blendrahmen
3 Riegel
4 Riegelöffnung
5 Beschlagaufnahmenut
6 unterer horizontaler Holm
7 vertikaler Holm
8 vertikaler Holm
9 Eckwinkel
10 Lagerhülse
11 Stift
12 Lagerbock
13 Riegelaufnahme
14 Hebel
15 Hebel
16 Mitnehmer
17 unterer horizontaler Holm
18 vertikaler Schenkel
19 horizontaler Schenkel
20 Niet
21 Längsschlitz
22 Durchbruch
23 Längsschlitz
24 Niet
25 Niet
26 Niet
27 Zugfeder
28 Befestigungsschiene
29 Schlitten
30 Niet
31 Längsschlitz
32 Anschlag
33 Druckfeder
34 Wendelfeder
35 Anschlag
36 Ausfräsung
37 Winkelstück
38 Winkelschenkel
39 Winkelschenkel
40 Steuerstange
41 Druckfeder
42 Druckfeder
43 Zahnstange
44 Zahnrad
45 Gehäuse
46 Druckfeder
47 Anschlag
48 Steuerblech
49 Längsschlitz
50 Niet
51 Zugfeder
52 Steuerrolle
53 Schräge
1. Beschlag für Fenster oder Türen, der im Falzluftbereich zwischen Flügel (1) und
Blendrahmen (2) angeordnet ist, mit einem Riegel (3), der beim schließen des Flügels
(1) durch eine an den Blendrahmen (2) anschlagende Steuervorrichtung gegen den Widerstand
eines Kraftspeichers in eine Riegelöffnung des Blendrahmens (2) verschoben wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der Beschlag in der Nähe einer Ecke des Fensters oder der Tür
und die Riegelöffnung (4) in der Ecke des Blendrahmens (2) angeordnet ist und daß
die Steuervorrichtung ein Betätigungsglied aufweist, das zumindest bei geöffnetem
Flügel (1) aus dem Falzluftbereich herausragt.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher eine Feder
ist.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung
eine Steuerstange (40) als Betätigungsglied aufweist, die über ein Zahnradgetriebe
mit dem Riegel (3) verbunden ist.
4. Beschlag nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung
durch einen am Riegel (3) angeordneten Anschlagkörper als Betätigungsglied gebildet
ist, welcher mit einer am Blendrahmen (2) befestigten Kulissenführung zusammenwirkt.
5. Beschlag nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel
(3) am horizontalen Holm (6) des Flügels (1) angeordnet ist und in eine Riegelöffnung
(4) am vertikalen, bandseitigen Holm (8) des Blendrahmens (2) eingreift.
6. Beschlag nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel
(3) über ein seitlich ausknickendes Hebelgetriebe verschoben wird, welches durch einen
direkt oder indirekt an den Blendrahmen (2) anschlagenden, am Knickgelenk des Hebelgetriebes
angeordneten Anschlag (35) oder Mitnehmer (16) als Betätigungsglied bewegt wird.
7. Beschlag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hebel (14) des Hebelgetriebes
über das Knickgelenk hinaus verlängert und mit einem Anschlag (35) oder Mitnehmer
(16) als Betätigungsglied ausgebildet ist.
8. Beschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1, 2, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder als Spiral- oder Wendelfeder (34) ausgebildet und an einem der Gelenke
(14) des Hebelgetriebes angeordnet ist.
9. Beschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mitnehmer (16) direkt an der Ecke des Blendrahmenprofils anschlägt.
10. Beschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (35) eine nach außen konvexe Form aufweist und sich gegen einen Schenkel
(39), eines am Blendrahmen (2) angeordneten Winkelstückes (37) anlegt.
11. Beschlag nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelstück (37) mit
einem Winkelschenkel in einer Nut oder Ausfräsung (36) am Blendrahmen (2) oder Flügel
(1) befestigt, vorzugsweise verschraubt ist und der andere, abstehende Winkelschenkel
(39) sich in Holmrichtung erstreckt.
12. Beschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (3) längsverschieblich an einer in der Beschlagaufnahmenut (5) des
horizontalen Holms (6)angeordneten Befestigungsschiene (28) angeordnet ist.
13. Beschlag nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsschiene
ein Schenkel (19) eines am Flügel (1) angeordneten Eckwinkels (9) ist.
14. Beschlag nach Anspruch 3 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnradgetriebe
zwei Zahnstangen (43) mit einem Umlenkzahnrad (44) aufweist, wobei eine Zahnstange
mit dem Riegel (3) und die andere Zahnstange (43) mit der Steuerstange (40) verbunden
ist.
15. Beschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 3, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerstange beim Schließen des Flügels (1) durch eine Steuerkulisse des Blendrahmens
(2) oder Flügels (1) verschoben wird.
16. Beschlag nach Anspruch 14 oder Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige
Zahnstange mit dem Riegel (3) einteilig und/oder der Steuerstange (40) einteilig ausgebildet
ist.
17. Beschlag nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Anschlagkörper
ein Zylinderstift oder eine Steuerrolle (52) am Riegel (3) angeordnet ist, der/die
beim Schließen des Flügels (1) von einer, an einem mit dem Blendrahmen (2) oder Flügel
(1) verbundenen Steuerblech (48) angeordneten, schräg verlaufenden Steuerkante verschoben
wird.
18. Beschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegung von Steuerstange (14) bzw. Hebel (14) und Riegel (3) durch die Zu-
oder Zwischenschaltung weiterer Federn (33, 46) oder anderer Kraftspeicher entkoppelt
sind.